DENKER, Wolfgang (Büscherstraße 9, Freudenberg, 57258, DE)
| Patentansprüche 1 . Verfahren zum Walzen von bandförmigem Walzgut, insbesondere Metallband, bei dem das Metallband zunächst eine Beizlinie und dann zwischen zwei Reversierhaspeln ein Reversierwalzwerk durchläuft, und wobei das Ende eines Metallbandes vor der Beizlinie mit dem Anfang eines nachfolgenden Metallbandes verschweißt wird und vor dem Aufhaspeln des fertig gewalzten Metallbandes eine Trennung der aneinander geschweißten Metallbänder erfolgt, gekennzeichnet durch folgenden Ablauf: - das aus der Beizlinie austretende Metallband A durchläuft die beiden Walzgerüste (3,4) des Reversierwalzgerüstes und wird dann auf dem dem Reversierwalzwerk nachgeordneten Reversierhaspel (1 ) gehaspelt, - wobei an das Bandende des Metallbandes A vor Einlauf in die Beizlinie (5) schon der Anfang eines nachfolgenden Metallbandes B angeschweißt worden war, - dieser Bandanfang des Metallbandes B wird nun mitgewalzt, und zwar über eine Länge, die der Anwickellänge bis zum Zugaufbau auf der Haspel entspricht und läuft ebenfalls auf den Reversierhaspel (1 ) auf, - beim anschließenden Reversieren wird das Metallband B vom Metallband A durch eine Schere (6) so getrennt, dass der bereits angewalzte Bandanfang des Metallbandes B am noch ungewalzten übrigen Metallband B verbleibt, - anschließend erfolgt das Reversierwalzen des vollständigen Metallbandes A, wobei dieses nach dem Austreten aus dem Reversierwalzwerk auf den dem Reversiergerüst vorgeordneten Reversierhaspel (2) aufläuft, - sobald das Metallband A sich vollständig auf dem Reversierhaspel (2) befindet, wird das Metallband B dem Reversierwalzwerk zugeführt und es wiederholen sich die obigen Abläufe mit diesem Metallband B und einem nachfolgenden Metallband C. 2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass beim Einfädeln des bereits gewalzten Bandanfanges des Metallbandes B oder später dann C, der Walzspalt des Reversierwalzwerkes offen bleibt, so dass die Walzen erst bei Eintritt des sich an den gewalzten Bandanfang anschließenden nicht gewalzten Bandteils aktiv werden. 3. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass während des Reversierwalzens des einen Metallbandes zwischen der Beizlinie und der Schere zum Trennen der Metallbänder ein Speicherung des nachfolgenden Metallbandes in einem Bandspeicher erfolgt. |
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Walzen von bandförmigem Walzgut, insbesondere Metallband,
bei dem das Metallband zunächst eine Beizlinie und dann zwischen zwei Re- versierhaspeln ein Reversierwalzwerk durchläuft, und wobei das Ende eines Metallbandes vor der Beizlinie mit dem Anfang eines nachfolgenden Metallban- des verschweißt wird und vor dem Aufhaspeln des fertig gewalzten Metallbandes eine Trennung der aneinander geschweißten Metallbänder erfolgt.
Metallband- Beizanlagen und Walzwerke gibt es als einzeln stehende oder auch gekoppelte Anlagen.
Gekoppelte Anlagen sind im allgemeinen mit mindestens 3 Walzgerüsten ausgestattet, wodurch die maximale Abnahme des Walzgutes limitiert wird.
Die Investitionskosten sind hierbei sehr hoch, die sich nur durch die hohe Produktionsmenge wirtschaftlich erweisen.
Um die Abnahme von Walzbändern auf Fertigdicke zu realisieren werden die Coils bei Einzelgerüsten mehrmals reversierend gewalzt.
Bei Contistraßen wird an das Bandende der Bandanfang des nächsten Coils angeschweißt und somit entfällt das Einfädeln für das jeweils nächste Coil.
Einzeln stehende Beizlinien haben üblicherweise ein oder zwei Aufwickel haspel mit Bundwagen und Coilablagen, sowie Reversieranlagen und eine Abwickelstation mit Bundwagen und Coilablagen. Aus der EP 1701808 B1 ist ein Verfahren und eine Anlage zum Walzen von bandförmigen Walzgut bekannt, mit einem Reversierwalzwerk sowie davor und danach angeordneten Haspel zum Aufwickeln des Metallbandes, einer vorgeschalteten Beizlinie und einem dieser vorgeschalteten Schweißmaschine zum aneinander Schweißen von Bandende und Bandanfang.
Aufgabe der Erfindung ist es, das Verfahren zum Walzen von bandförmigen Walzgut, insbesondere Metallband, wirtschaftlicher zu gestalten.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit einem Verfahren zum Walzen von bandförmigem Walzgut, insbesondere Metallband,
bei dem das Metallband zunächst eine Beizlinie und dann zwischen zwei Re- versierhaspeln ein Reversierwalzwerk durchläuft, und wobei das Ende eines Metallbandes vor der Beizlinie mit dem Anfang eines nachfolgenden Metallbandes verschweißt wird und vor dem Aufhaspeln des fertig gewalzten Metallban- des eine Trennung der aneinander geschweißten Metallbänder erfolgt, durch folgenden Ablauf:
- das aus der Beizlinie austretende Metallband A durchläuft die beiden Walzgerüste des Reversierwalzgerüstes und wird dann auf dem dem Reversierwalz- werk nachgeordneten Reversierhaspel gehaspelt,
- wobei an das Bandende des Metallbandes A vor Einlauf in die Beizlinie schon der Anfang eines nachfolgenden Metallbandes B angeschweißt worden war, - dieser Bandanfang des Metallbandes B wird nun mitgewalzt, und zwar über eine Länge, die der Anwickellänge bis zum Zugaufbau auf der Haspel entspricht und läuft ebenfalls auf den Reversierhaspel auf,
- beim anschließenden Reversieren wird das Metallband B vom Metallband A durch eine Schere so getrennt, dass der bereits angewalzte Bandanfang des
Metallbandes B am noch ungewalzten übrigen Metallband B verbleibt, - anschließend erfolgt das Reversierwalzen des vollständigen Metallbandes A, wobei dieses nach dem Austreten aus dem Reversierwalzwerk auf den dem Reversiergerüst vorgeordneten Reversierhaspel aufläuft, - sobald das Metallband A sich vollständig auf dem Reversierhaspel (2) befindet, wird das Metallband B dem Reversierwalzwerk zugeführt und es wiederholen sich die obigen Abläufe mit diesem Metallband B und einem nachfolgenden Metallband C.
Der Erfindung liegt somit der Kerngedanke zugrunde, die Bandenden von Coil zu verbinden
und
einem Reversierwalzgerüst, in der Regel bestehend aus mehreren hintereinan- der angeordneten Walzgerüsten, über einen Bandspeicher als Materialspeicher für den Zeitraum des Fertigwalzens des vorherigen Coil, zuzuführen.
Hierdurch ist im ersten Walzstich ein gekoppelter, kontinuierlicher Beiz/ Walz- prozess erreicht.
Der Bandanfang wird mit dem Bandende des vorherigen Coil -am Ende des ersten Stiches für die Länge mit gewalzt, die notwendig ist um die Anwickellän- ge bis Zugaufbau abzudecken. Jetzt wird dieser Bandanfang auch mit reversiert bis das vorherige Coil abgeschnitten wird um es dem Reversierhaspel 2 zuzuführen. Dann bleibt dieser Bandanfang des aktuellen Coil im Bandspeicher bis das vorherige Coil fertig reversiert ist.
Um einen kontinuierlichen Betrieb der Beize aufrecht zu erhalten wird der Bandspeicher groß ausgelegt, um die Zeit zum Fertigwalzen des vorherigen Coils zu überbrücken. Die Beize wird in ihrer Prozessgeschwindigkeit wiederum so ausgelegt, das die Produktionsmenge gleich der maximalen Produktions- menge der Reversieranlage ist. Vorteile hierbei sind kürzeste Bundfolgezeiten, und weniger Abmaßlangen, da das Bandanfang bereits durch zwei Walzungen in der Banddicke reduziert ist.
Ein weiterer Vorteil ist das Einsparen des Bundlagers sowie die Coiltransport Einrichtungen im Auslaufteil der Beize und der Bundvorbereitung der Rever- sieranlage. Hierdurch entfallen auch die Beschädigungen an Coil, die durch den Transport auftreten.
Der Verfahrensablauf soll nachfolgend mit Bezug auf die Zeichnungen erläutert werden.
Das aus der Beizanlage austretende Band A durchläuft die beiden Walzgerüste 3,4 und wird dann auf dem Reversierhaspel Igehaspelt. (Fig. 1 )
An das Bandende des Bandes A wird vor Einlauf in die Beizanlage 5 schon der Anfang eines Bandes B angeschweißt. Dieser Bandanfang des Bandes B wird nun mit gewalzt, und zwar über eine Länge, die der Anwickellänge bis zum Zugaufbau auf der Haspel entspricht.
In der Fig. 2 ist das Band B strichpunktiert dargestellt. Ersichtlich ist aus dieser Fig. 2 und der weiteren Fig. 3, dass der Bandanfang des Bandes B mit auf den Reversierhaspel 1 aufläuft.
Beim anschließenden Reversieren wird das Band B vom Band A durch die Schere 6 getrennt, so dass der bereits angewalzte Bandanfang des Bandes B am noch ungewalzten übrigen Band B verbleibt. (Fig. 4)
Anschließend erfolgt das vollständige reversieren des Bandes A mit einem coi- len auf dem Reversierhaspel 2. (Fig. 5)
Die nächste Fig. 6 zeigt dann wieder den Beginn einer neuen Beiz/Walzfolge mit den Bändern B und C. An das Bandende des Bandes B war wiederum der Anfang eines Bandes C angeschweißt worden, so dass der Beiz/ Walzprozess erneut kontinuierlich für diese zwei Bänder ablaufen kann.
Bei Einfädeln des bereits gewalzten Bandanfanges des Bandes B oder später dann C, kann der Walzspalt offen sein, so dass die Walzen erst bei Eintritt des sich an den gewalzten Bandanfang anschließenden nicht gewalzten Bandteils aktiv werden.
Während des Reversierwalzen des einen Metallbandes zwischen der Beizlinie und der Schere zum Trennen der Metallbänder kann eine Speicherung des nachfolgenden Metallbandes in einem Bandspeicher 7 erfolgt.
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