HARTMANN, Werner (Karlsweg 10, Weisendorf, 91085, DE)
DANOV, Vladimir (Nötherstr. 65, Erlangen, 91058, DE)
HARTMANN, Werner (Karlsweg 10, Weisendorf, 91085, DE)
| Patentansprüche 1. Verfahren zum Trennen von Werterzpartikeln aus Agglome- raten, die Werterzpartikel und an diese angelagerte magneti- sierbare Partikel, insbesondere Fe3θ4, enthalten, im Rahmen eines Verfahrens zum Gewinnen des Werterzes aus Roherz, innerhalb welcher Agglomerate das Werterzpartikel und die mag- netisierbaren Partikel über organische Molekülketten verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Agglomerate in einer Suspension enthaltend ein Trägerfluid enthalten sind und durch Eintrag mechanischer Energie aufgebrochen werden, so dass ein die freiliegenden, hydrophob wirkenden Molekülketten zersetzendes Mittel, das in der Suspension enthalten ist, an den Molekülketten angreifen kann, wonach die Fe- haltigen Oxidkomponenten in einem magnetischen Trennvorgang aus der Suspension abgetrennt werden. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanische Energie mittels eines oder mehrerer Ultra- schallerzeuger in Form von Ultraschallimpulsen in die Suspension eingebracht werden. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die eingebrachten Ultraschallimpulse eine Amplitude von we- nigstens 10 bar aufweisen. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanische Energie mittels eines Mahlwerks oder eines Rührwerks, in dem die Suspension gemahlen oder gerührt wird, eingebracht wird. 5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanische behandelte Suspension in einen rohrförmigen Reaktor gegeben wird, an dem au- ßenseitig ein oder mehrere Magnete vorgesehen sind, die die magnetisierbaren Partikel anziehen und an der Reaktorwand halten, oder über die die magnetisierbaren Partikel aufkonzentriert und abgesaugt werden. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Reaktor mit entlang seiner Außenwand hintereinander angeordneten mehreren Magneten verwendet wird, so dass an mehre- ren Stellen längs des Reaktors magnetisch getrennt wird. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Reaktor verwendet wird, bei dem zwischen wenigstens zwei hintereinander angeordneten Magneten wenigstens ein gegebe- nenfalls weiterer Ultraschallerzeuger angeordnet ist. 8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung zum mechanischen Einwirken auf die die zu bearbei- tenden Agglomerate bestehend aus Werterzpartikeln und an diese angelagerten magnetisierbaren Partikeln, insbesondere Fe3θ4, enthaltende Suspension enthaltend ein Mittel zum Auftrennen von infolge der mechanischen Einwirkung freiliegenden hydrophoben Molekülkettenbindungen zwischen Werterzpartikeln und den magnetisierbaren Partikeln vorgesehen ist, sowie eine der Einwirkeinrichtung nachgeschaltete Einrichtung zum magnetischen Trennen der freiliegenden magnetisierbaren Partikel von den Werterz-Partikeln. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum mechanischen Einwirken einen oder mehrere Ultraschallerzeuger zum Einbringen von Ultraschallimpulsen in die Suspension umfasst. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Ultraschallerzeuger Impulse mit einer Amplitude von wenigstens 10 bar erzeugen. 11. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum mechanischen Einwirken ein Mahlwerk oder ein Rührwerk umfasst. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Trenneinrichtung einen rohrförmigen Reaktor umfasst, an dem außenseitig ein oder mehrere Magnete vorgesehen sind, die die magnetisierbaren Partikel anziehen und an der Reaktorwand halten, oder über die die magnetisierbaren Partikel aufkonzentriert und abgesaugt werden. 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass entlang der Außenwand des Reaktors mehrere hintereinan- der angeordnete Magnete vorgesehen sind, so dass an mehreren Stellen längs des Reaktors magnetisch getrennt wird. 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen wenigstens zwei hintereinander angeordneten Magneten wenigstens ein gegebenenfalls weiterer Ultraschallerzeuger angeordnet ist. |
Verfahren zum Trennen von Werterzpartikeln aus Agglomeraten, die nicht magnetische Erzpartikel und daran angelagerte mag- netisierbare Partikel, insbesondere Fe-haltige Oxidkomponenten wie Fe 3 θ 4 , enthalten
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trennen von werthaltigen Erzpartikeln, nachfolgend z. B. als „CU2S" bezeichnet aus Agglomeraten, die Werterzpartikel und an diese angelagerte magnetisierbare Partikel, insbesondere Fe-haltige Oxidkomponenten, wie Fe 3 θ 4 enthalten, im Rahmen eines Verfahrens zur Gewinnung des Werterz aus Roherz, innerhalb welcher Partikel das Werterz und die magnetisierbaren Partikel über organische Molekülketten verbunden sind. Geeignete magnetisierbare Partikel werden nachfolgend exemplarisch und stellvertretend als „Fe3θ 4 " bezeichnet, womit auch andere geeignete Verbindungen oder Legierungen gemeint sind. Geeignete Werterze werden im Folgenden exemplarisch und stellvertretend als CU2S benannt, womit auch andere Werterze gemeint sind.
Werterze wie z. B. Kupfersulfid (CU2S) werden im Wege des Erzabbaus gewonnen. Um das Kupfersulfid aus dem Erz zu trennen, wird das Erz zunächst fein gemahlen, bis es quasi pul- verförmig vorliegt. Anschließend werden, um eine magnetische Abscheidung des CU 2 S zu ermöglichen, dem Erz Magnetit (Fe 3 θ 4 ) und andere chemische Zuschlagstoffe enthaltend Mittel, die eine Hydrophobierung des CU2S und des Fe3θ 4 erwirken, zugegeben. Diese Hydrophobierung entsteht infolge der in den Zu- schlagstoffen enthaltenen längerkettigen organischen Molekülketten, die sich selektiv an dem CU 2 S bzw. dem Fe 3 θ 4 anlagern. Diese sind somit mit einer Wasser abweisenden Hülle umgeben. Über diese organischen Molekülketten kommt es nun zu einer organischen Bindung zwischen dem CU 2 S und dem Magnetit, so- dass Cu2S/Fe3θ 4 -Agglomerate entstehen, die magnetisch sind
(anders als das reine CU2S) und dadurch mittels Magneten aus dem Rest des feinen Pulvers, das im Wesentlichen Sand enthält, separiert werden können. Das heißt, dass diese Cu2S/Fe3O 4 -Partikel als Ganzes dem Restmaterial entzogen werden können.
Da die Größe der CU 2 S- und der Fe 3 θ 4 -Teilchen jedoch im μm Be- reich liegen, neigen sie dazu, zu agglomerieren, das heißt, dass sich größere, clusterartige Agglomerate aus einem oder mehreren Cu 2 S-Teilchen und einer Vielzahl von Fe 3 θ 4 -Teilchen bilden, wobei die Cu 2 S-Teilchen mit den Fe 3 θ 4 -Teilchen über die organischen Molekülketten verbunden sind. Die CU 2 S- Teilchen sind innerhalb dieses Partikelagglomerats fast vollständig von Fe 3 θ 4 -Teilchen umhüllt, die organischen Molekülketten sitzen zwischen den Fe 3 <D 4 - und den Cu 2 S-Teilchen . Um nun das reine CU 2 S abtrennen zu können, ist es erforderlich, diese organische Verbindung aufzutrennen und die Teilchen wieder zu vereinzeln, sodass das Fe 3 <D 4 wiederum magnetisch vom CU2S abgetrennt werden kann. Dies erfolgte bisher auf chemischem Weg, das heißt, dass versucht wird, durch einen geeigneten Chemismus die Molekülketten zu zersetzen. Infolge der nahezu vollständigen Umhüllung der Cu 2 S-Teilchen mit Fe3θ 4 -Teilchen besteht das Problem, dass die Mittel, die mit den organischen Molekülketten reagieren sollen, kaum in Kontakt zu diesen organischen Verbindungen treten können, weshalb die hierüber erreichbare Teilchentrennung nur relativ gering ist.
Der Erfindung liegt damit das Problem zugrunde, ein Verfahren anzugeben, das eine bessere Trennung der infolge der Hydrophobierung verbundenen Werterzteilchen und magnetisier- baren Partikel ermöglicht.
Zur Lösung dieses Problems ist bei einem Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Agglomerate in einer Suspension enthaltend ein Trägerfluid enthalten sind und durch Eintrag mechanischer Energie aufgebro- chen werden, so dass ein die freiliegenden, hydrophob wirkenden Molekülketten zersetzendes Mittel, das in der Suspension enthalten ist, an den Molekülketten angreifen kann, wonach die Fe-haltigen Oxidkomponenten in einem magnetischen Vorgang aus der Suspension abgetrennt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren sieht eine Kombination aus dem Eintrag einer hohen mechanischen Energie, der Wirkung eines oder mehrerer chemischer Mittel und magnetischer Kräfte vor, um einerseits die Auftrennung oder Auflösung der Agglomerate zu erwirken, und um andererseits die ferromagnetischen Oxidkomponenten, also z. B. die Fe 3 θ 4 -Teilchen, von den Werterz- teilchen, also z. B. den Cu 2 S-Teilchen, zu trennen. Der Eintrag mechanischer Energie in die Suspension respektive die in der Suspension enthaltenen Partikel dient dazu, die organischen Kettenverbindungen aufzubrechen, mithin also die den Angriff respektive die Reaktion des in der Suspension vorhan- denen, die Molekülketten zersetzenden chemischen Mittels hemmende Fe3θ4-Hülle zu öffnen. Dies führt dazu, dass das Mittel die hydrophobe Wirkung der Molekülketten nunmehr zerstören kann, so dass die Cu 2 S-Teilchen und die Fe 3 θ 4 -Teilchen sich voneinander trennen, mithin also separat und frei vorliegen. Dies ermöglicht es nun, die ferromagnetischen Fe-Teilchen ü- ber eine nachgeschaltete magnetische Separationseinrichtung aus der Suspension abzutrennen. Die Suspension enthält nach Abtrennen der Fe-haltigen Oxidkomponente als Teilchen nur noch CU 2 S, nachdem es mittels einer magnetischen Separations- einrichtung möglich ist, nahezu das gesamte Fe-haltige Oxidmaterial, mindestens jedoch zu einem Anteil von 98 %, abzutrennen .
Das erfindungsgemäße Verfahren kann äußerst rationell ange- wendet werden, nachdem die mechanische sowie die chemische
Behandlung letztlich gleichzeitig stattfinden, da das die Molekülketten zersetzende Mittel bereits in der Suspension erhalten ist, wenn diese mechanisch behandelt wird. D. h., dass der eigentlich Auftrennvorgang sehr schnell von statten geht. Die nachgeschaltete magnetische Trennung bietet sodann eine nahezu vollständige Separation der zu trennenden Teilchensorten . Die mechanische Energie wird nach einer ersten Erfindungsalternative vorzugsweise mittels eines oder mehrerer Ultraschallerzeuger in Form von Ultraschallimpulsen in die Suspension eingebracht. Erforderlich ist, dass Höchstleistungs- Ultraschallimpulse eingetragen werden, die hinreichend mechanische Energie an die Partikel transportieren, so dass diese auseinandergerissen werden und der chemische Angriff an den hydrophoben Schichten respektive den hydrophoben Molekülketten möglich ist. Die Amplitude der eingebrachten Ultraschall- impulse sollten wenigstens 10 bar betragen, vorzugsweise jedoch einige 10 bar, mithin sind also hochintensive Stoßwellen über geeignete Wandlersysteme zu erzeugen. Als Ultraschallerzeuger können beispielsweise elektromagnetisch angetriebene Flachspulen oder stoßspannungsgetriebene Hochleistungs- Piezowandler-Arrays oder Unterwasser-Funkenstrecken oder thermohydraulische Wandler verwendet werden, mithin also solche Systeme, die hochintensive Wellen erzeugen können, die geeignet sind, die Bindungskräfte zwischen einem CU2S- Teilchen und einem Oxidteilchen, also beispielsweise einem Fe3θ4-Teilchen, die beide hydrophobisiert sind, auch nur kurzzeitig zu überwinden und den chemischen Angriff zu ermöglichen .
Alternativ zur Verwendung eines oder mehrerer Ultraschaller- zeuger, gegebenenfalls aber auch zusätzlich, beispielsweise vorgeschaltet, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, die mechanische Energie auch mittels eines Mahlwerks oder eines Rührwerks, in dem die Suspension unter Verwendung geeigneter Mahlelemente wie Kugeln oder dergleichen gemahlen oder unter Eintrag von Scherkräften zum Aufbrechen der Partikel gerührt wird, einzubringen. Das Mahlwerk oder das Rührwerk sollte bevorzugt kontinuierlich arbeiten, d. h., dass es mit der par- tikelhaltigen Suspension kontinuierlich beschickt und das Mahl- oder Rührgut kontinuierlich abgezogen werden kann. Denkbar wäre aber auch grundsätzlich ein batch-Betrieb, bei dem also das Mahlwerk oder Rührwerk beschickt wird und am Ende des jeweiligen Vorgangs das Mahl- oder Rührgut entnommen wird, wonach ein erneuter Zyklus beginnt. Zum magnetischen Abtrennen der ferromagnetischen Oxidpartikel wird die mechanisch behandelte Suspension erfindungsgemäß in einen rohrförmigen Reaktor gegeben, an dem außenseitig ein oder mehrere Magnete vorgesehen sind, die die ferromagnetischen Oxidkomponenten anziehen und an der Reaktorwand halten, oder über die die Oxidkomponenten angezogen und abgesaugt werden. Nach der ersten Alternative, bei der die ferromagnetischen Teilchen an die Reaktorwand gezogen und dort fixiert werden, ist ein diskontinuierlicher Betrieb realisiert, d. h., dass die Suspensionszufuhr gestoppt werden muss, um die magnetische fixierten Fe 3 θ 4 -Teilchen oder dergleichen abzuziehen. Die zweite Alternative, nämlich das Anziehen und Absaugen der magnetisch getrennten Teilchen, lässt demgegenüber ein kontinuierliches Verfahren zu, bei dem die Teilchen stets dann abgesaugt werden, wenn am jeweiligen Ort eine hinreichende Teilchenmenge abgeschieden wurde.
Dabei ist es im Rahmen der magnetischen Trennung grundsätz- lieh zweckmäßig, einen Reaktor mit entlang seiner Außenwand hintereinander angeordneten mehreren Magneten zu verwenden, so dass an mehreren Stellen längs des Reaktors magnetisch getrennt wird.
Des Weiteren kann es zweckmäßig sein, einen Reaktor zu verwenden, bei dem zwischen wenigstens zwei hintereinander angeordneten Magneten wenigstens ein gegebenenfalls weiterer Ultraschallerzeuger angeordnet ist. Wird zur mechanischen Auftrennung der Partikel ein oder werden hierfür mehrere Ultra- schallerzeuger verwendet, so ist es vorteilhaft, über die
Länge des Reaktors im Bereich der magnetischen Separation einen oder mehrere weitere Ultraschallerzeuger vorzusehen, die im Bereich der magnetischen Trennung nochmals mechanische E- nergie in Form hochintensiver Stoßwellen in die Suspension eintragen. Denn mitunter kann es während der Förderung der bereits mechanisch einmal behandelten Partikeln zu erneuten Agglomerationen kommen, sollte es nicht zu einem vollständigen Aufbrechen gekommen sein, oder sollte das chemische Mit- tel die hydrophobisierende Wirkung der Molekülketten nicht vollständig oder hinreichend zerstört haben. Wird nun erfindungsgemäß über die Länge der magnetischen Separationsstrecke nochmals ein- oder mehrmals mechanisch auf die Partikel ein- gewirkt, so können auch diese Restpartikel noch aufgebrochen und die Cu 2 S-Teilchen von den Fe 3 θ 4 -Teilchen durch Zersetzen der Molekülketten getrennt werden. Dabei wird ein weiterer Ultraschallerzeuger zwischen zwei hintereinander angeordneten und voneinander beabstandeten Magnete gesetzt, so dass über den in Strömungsrichtung nachgeschalteten Magneten dann unmittelbar die neu getrennten Teilchen separiert werden können .
Aber auch bei Verwendung eines Mahl- oder Rührwerks zum erst- maligen mechanischen Auftrennen kann der Einsatz eines solchen Ultraschallerzeugers im Bereich der magnetischen Separation zweckmäßig sein, da auch dort grundsätzlich die Möglichkeit besteht, dass aus welchen Gründen auch immer noch nicht aufgetrennte Restpartikel vorhanden sind.
Neben dem Verfahren betrifft die Erfindung ferner eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, die sich dadurch auszeichnet, dass eine Einrichtung zum mechanischen Einwirken auf die die zu bearbeitenden Agglomerate bestehend aus Wer- terz und dieses umhüllenden Fe-haltigen Oxidkomponenten, insbesondere Fe3Ü4, enthaltende Suspensionen enthaltend ein Mittel zum Zerstören der hydrophoben Wirkung von infolge der mechanischen Einwirkung freiliegenden hydrophoben Molekülketten am CU 2 S und den Oxidkomponenten vorgesehen ist, sowie eine der Einwirkeinrichtung nachgeschaltete Einrichtung zum magnetischen Trennen der freiliegenden Oxidkomponenten von den Cu 2 S-Partikeln.
Die Einrichtung zum mechanischen Einwirken kann dabei einen oder mehrere Ultraschallerzeuger zum Einbringen von Ultraschallimpulsen in die Suspension umfassen, wobei solche Ultraschallerzeuger verwendet werden, die hochintensive Stoßwellenimpulse mit einer Amplitude von wenigstens 10 bar, vor- zugsweise mehreren 10 bar erzeugen können. Alternativ zur Verwendung von Ultraschallerzeugern ist auch der Einsatz eines mechanischen Mahlwerks oder eines mechanischen Rührwerks und Kombinationen daraus denkbar.
Die Trenneinrichtung selbst umfasst zweckmäßigerweise einen rohrförmigen Reaktor, an dem außenseitig ein oder mehrere Magnete vorgesehen sind, die die Oxidkomponenten anziehen und an der Reaktorwand halten, oder über die Oxidkomponenten an- gezogen und dann in einem kontinuierlichen Arbeitsverfahren abgesaugt werden. Dabei können zweckmäßigerweise entlang der Außenwand des Reaktors mehrere hintereinander angeordnete Magnete vorgesehen sein, so dass an mehreren Stellen längs des Reaktors magnetisch getrennt werden kann. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, zwischen den wenigstens zwei hintereinander angeordneten Magneten wenigstens einen gegebenenfalls weiteren Ultraschallerzeuger anzuordnen, um auch im Bereich der magnetischen Separation nochmals mechanisch auf etwaige nichtgetrennte Partikel zu deren Trennung und nach- folgenden Reaktion des kettenzersetzenden Mittels einzuwirken .
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus dem im Folgenden beschriebenen Ausführungsbei- spiel sowie anhand der Zeichnungen. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Prinzipdarstellung eines Agglomerats, bestehend aus CU2S- und Fe3θ 4 -Teilchen,
Fig. 2 eine Prinzipdarstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung einer ersten Ausführungsform, und
Fig. 3 eine Prinzipdarstellung einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung einer zweiten Ausführungsform.
Fig. 1 zeigt in Form einer Prinzipdarstellung ein Agglomerat 1, bestehend aus im gezeigten Beispiel vier Cu 2 S-Teilchen 2 sowie einer Vielzahl von diese umgebenden ferromagnetischen Oxidkomponenten, hier Fe 3 θ 4 -Teilchen 3, die der Übersichtlichkeit halber hier wesentlich kleiner gezeichnet sind. Die Cu 2 S-Teilchen 2 und die Fe 3 θ 4 -Teilchen 3 sind untereinander über längerkettige organische Molekülketten 4 miteinander verbunden. Dieses organische Kettenmaterial wurde dem zu Beginn des Gewinnungsprozesses feingemahlenen, vorgereinigten Erz zusammen mit dem pulvrigen Fe 3 θ 4 zugegeben, um sowohl das im gemahlenen Erz enthaltene CU 2 S, das unmagnetisch ist, als auch das ferromagnetische Fe3θ 4 zu hydrophobieren und um eine Anlagerung von Fe 3 θ 4 -Teilchen 3 an den Cu 2 S-Teilchen 2 zu ermöglichen, damit diese Agglomerate magnetisch aus dem sonstigen gemahlenen Erzmaterial abgetrennt werden können. Nun ist es erforderlich, diese Agglomerate wieder aufzubrechen und das CU2S vom Fe3<D 4 , das für dieses vorgeschaltete Verfahren wieder verwendet werden soll, zu trennen. Dies geschieht dadurch, dass auf die in Fig. 1 gezeigten Agglomerate 1 gleichzeitig mechanisch und chemisch eingewirkt wird, um zum einen durch Einbringen mechanischer Energie die Agglomerate aufzubrechen, also die Molekülketten 4 zu lösen oder aufzubrechen, und um andererseits durch chemische Reaktion die Bindung der Molekülketten, die dann infolge des mechanischen Aufbruchs frei liegen, zu zerstören.
Fig. 2 zeigt eine Prinzipdarstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 5 zum Auftrennen der Agglomerate 1 und Separieren der Cu 2 S-Teilchen 2 von den Fe 3 θ 4 -Teilchen 3. In einen Reaktor 6 wird eine Suspension 7, dargestellt durch den Pfeil, gegeben, die im Reaktor 6 mechanisch, chemisch und magnetisch zu behandeln ist. Die Suspension 7 besteht aus einem Trägerflu- id, beispielsweise Wasser, das die zu behandelnden Agglomerate 1 enthält, sowie ein oder mehrere chemische Mittel, das oder die dazu dienen, die organischen Molekülketten 4 aufzutrennen. Als ein solches Mittel kann beispielsweise NaOH und/oder ein Tensid verwendet werden, d. h., dass es sich bei der Suspension in solchen Fällen um eine NaOH-Lösung und/oder eine Tensidlösung handelt. Vorgesehen ist ferner eine Einrichtung 8 in Form eines Ultraschallerzeugers 9, der außenseitig am rohrförmigen Reaktor 6 angeordnet ist. Der Ultraschallerzeuger ist zur Erzeugung hochintensiver Stoßwellen mit Amplituden von einigen 10 bar ausgebildet und dient dazu, über diese Stoßwellen mechanische Energie in die Suspension respektive Agglomerate einzubringen, um die Agglomerate mechanisch zu öffnen, diese also quasi auseinanderzureißen . Die Ultraschallimpulse werden in hinreichend schneller Abfolge gegeben, um sicherzustellen, dass so viele Agglomerate 1 wie möglich bereits an dieser Stelle aufgetrennt werden können. Gegebenenfalls kann die Stoßwellenfrequenz von der Strömungsgeschwindigkeit der Suspension 7 abhängig gewählt werden.
Sobald die Partikel 1 der Suspension 7 hierüber mechanisch behandelt sind und die Agglomerate 1 aufgebrochen sind, kann das oder können die chemischen Mittel der Suspension 7 an den organischen Molekülketten 4 angreifen und deren Bindungskraft zerstören, so dass letztlich die hierüber erzeugten Bindungen zwischen den Cu 2 S-Teilchen und den Fe 3 θ 4 -Teilchen gelöst werden. Die Cu 2 S-Teilchen 2 und die Fe 3 θ 4 -Teilchen 3 liegen somit frei und separat in der Suspension 7 vor.
Der Einrichtung 8 nachgeschaltet ist eine Einrichtung 10 zum magnetischen Trennen der Fe 3 θ 4 -Teilchen 3 von den unmagnetischen Cu 2 S-Teilchen . Die Einrichtung 10 umfasst im gezeigten Beispiel mehrere längs des rohrförmigen Reaktors 6 angeordnete Magnete 11, bei denen es sich um beliebige Magneten handeln kann, vorzugsweise jedoch Permanentmagneten (denkbar wä- ren aber auch elektromagnetische Spulen) , die geeignet sind, ein Magnetfeld zu erzeugen, das auf die im Reaktorinneren befindlichen Fe 3 θ 4 -Teilchen 3 einwirkt. Die Fe 3 θ 4 -Teilchen werden von den Magneten 11 (von denen beispielsweise auch jeweils zwei einander gegenüberliegend angeordnet sein können, so dass das Feld durch das Rohr hindurch aufgebaut wird) an die Reaktorwand gezogen. Die Magnete 11 sind jeweils so ausgeführt, dass die Möglichkeit besteht, die an der Rohrinnenwand angesammelten Fe3θ 4 -Partikel 3 abzusaugen, wozu entspre- chende Absaugleitungen 12 und entsprechende Pumpen 16 vorgesehen sind. Über diese Absaugleitungen 12 werden die Fe 3 θ 4 ~ Partikel nebst etwas Suspensionsflüssigkeit abgezogen und nachfolgend beispielsweise durch Trocknung endgültig gewon- nen. Sie können sodann wieder der einleitenden Behandlung des feingemahlenen Erzes zugeführt werden, um von neuem hydropho- bisiert mit herauszulösenden Cu 2 S-Partikeln zu agglomerieren.
Die in der Suspension enthaltenen Cu 2 S-Partikel 2 verbleiben im Reaktor 6 und werden an dessen Ende abgezogen. Auch sie können nachfolgend zur endgültigen Gewinnung getrocknet werden oder durch andere technische Verfahren wie z. B. Hydro- zyklone von der Suspensionsflüssigkeit getrennt werden.
Wie Fig. 2 ferner zeigt, sind entlang der magnetischen Separationsstrecke zwischen jeweils zwei Magneten 11 weitere Ultraschallerzeuger 13 angeordnet, die ebenso wie der Ultraschallerzeuger 9 zur Erzeugung hochintensiver Stoßwellen ausgelegt sind. Sie dienen dazu, etwaige über den ersten Ultra- schallerzeuger 9 noch nicht getrennte Agglomerate 1 im Bereich der magnetischen Separation aufzubrechen, so dass spätestens dort die chemischen Mittel die organischen Ketten 4 auftrennen können und die letzten Cu 2 S-Teilchen von den Fe 3 θ 4 - Teilchen zu trennen. Die in diesen Bereichen erstmals ge- trennten Agglomerate respektive deren nunmehr freiliegenden Cu 2 S-Teilchen 2 und Fe 3 θ 4 -Teilchen 3 werden sodann am jeweils nachfolgenden Magneten 11 separiert.
Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform einer erfindungsge- mäßen Vorrichtung 5, wobei insoweit gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen werden. Hier wird die Suspension 7 enthaltend Agglomerate 1 sowie das oder die entsprechenden chemischen Mittel, also beispielsweise die NaOH- Lösung oder die Tensidlösung, zunächst in eine Einrichtung 14 zum Erzeugen und Einbringen mechanischer Energie zum mechanischen Aufbrechen der Agglomerate 1 gegeben. Bei dieser Einrichtung handelt es sich im gezeigten Beispiel um ein Mahlwerk 15, in dem die Agglomerate 1 beispielsweise mittels ge- eigneter Mahlkugel oder dergleichen aufgebrochen werden. Die zermahlenen Agglomerate 1 werden sodann dem Mahlwerk 15 entnommen, gegebenenfalls zusammen mit den Mahlkugeln, die unmittel danach von den zermahlenen Agglomeraten respektive der Suspension 7 getrennt werden und so dem Mahlwerk 15 erneut zugeführt werden können. Die Suspension 7 wird sodann dem Reaktor 6 zugeführt. An diesem sind wiederum die Magnete 11 vorgesehen, die wiederum die Fe 3 θ 4 -Partikel 3 anziehen. Auch hier sind entsprechende Absaugleitungen 12 nebst Pumpen 16 vorgesehen, über die die Fe3θ 4 -Partikel 3 nebst etwas Suspensionsflüssigkeit abgezogen und nachfolgend wieder gewonnen werden können, um dem zu Beginn des grundsätzlichen Trennverfahrens gemahlenen Erzpulver zugesetzt zu werden. Wie gestrichelt angedeutet besteht auch hier die Möglichkeit, zwischen zwei längs des Reaktors 6 beabstandet angeordnete Magnete 11 Ultraschallerzeuger 13 der bereits beschriebenen Art zu setzen, um auch hier etwaige noch nicht getrennte Agglomerate 1 oder Agglomerate, die gegebenenfalls erneut agglomerisiert haben, zu trennen. Die in der verbleibenden Suspension 7 be- findlichen Cu 2 S-Teilchen 2 werden sodann mit der Suspension abgezogen und über nachfolgende Verfahrenstechnik endgültig von der Suspension getrennt.
