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Title:
METHOD AND SHIM BODY POSITIONING UNIT FOR DETERMINING A SHIM BODY ARRANGEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/124558
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for determining a shim body arrangement (SMA) for shimming a static magnetic field. The shim body arrangement (SMA) specifies positions at which defined ferromagnetic shim bodies (7) are to be positioned so that the shim bodies (7) influence the magnetic field to be shimmed in such a manner that a predefined magnetic field distribution is formed within a certain adjustment volume (SV). The shim body arrangement (SMA) is determined in such a manner that the sum magnetic field generated by the magnetic fields of the shim bodies (7) is below a predefined minimum value, at least at a predefined point (ZP) inside the adjustment volume (SV), in order to reduce the dependence of the sum magnetic field on the temperature of the shim body arrangement. The invention further relates to a method for shimming a static magnetic field, to a shim body positioning unit (10) for carrying out such a method and to a unit, in particular a magnetic resonance unit (1), having a magnetic field system (3) and having such a shim body positioning unit (10).

Inventors:
HEID, Oliver (Luitpoldstraße 63, Erlangen, 91052, DE)
Application Number:
EP2011/055226
Publication Date:
October 13, 2011
Filing Date:
April 05, 2011
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
HEID, Oliver (Luitpoldstraße 63, Erlangen, 91052, DE)
International Classes:
G01R33/3873; H01F7/00
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Ermittlung einer Shim-Massen-Anordnung (SMA) zum Shimmen eines statischen Magnetfelds, wobei die Shim- Massen-Anordnung (SMA) Positionen vorgibt, an denen definierte ferromagnetische Shim-Massen (7) zu positionieren sind, sodass die Shim-Massen (7) das zu shimmende Magnetfeld derart beeinflussen, dass sich in einem bestimmten Justagevolumen (SV) eine vorgegebene Magnetfeldverteilung ausbildet, dadurch gekennzeichnet,

dass die Shim-Massen-Anordnung (SMA) so ermittelt wird, dass das durch die Magnetfelder der Shim-Massen (7) erzeugte Summenmagnetfeld zumindest an einem vorgegebenen Ort (ZP) innerhalb des Justagevolumens (SV) unterhalb eines vorgegebenen Minimalwerts liegt.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Shim-Massen-Anordnung (SMA) so ermittelt wird, dass das durch die Magnetfelder der Shim-Massen (7) erzeugte Summen- magnetfeld in einem zentralen Punkt (ZP) des Justagevolumens (SV) unterhalb des vorgegebenen Minimalwerts liegt, vorzugs¬ weise gleich Null ist.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Shim-Massen-Anordnung (SMA) auf Basis von Magnetfeld-Messwerten (MW) berechnet wird, welche das zu shimmende aktuelle Magnetfeld an vorgegebenen Messpunkten (MP) repräsentieren . 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Berechnung der Shim-Massen-Anordnung (SMA) in einem Optimierungsverfahren an den Messpunkten (MP) die Differenz des Summenmagnetfelds der Shim-Massen (7) zur Abweichung der aktuellen Magnetfeld-Messwerte (MW) von der vorgegebenen Mag- netfeldverteilung minimiert wird, wobei als zusätzliche Rand¬ bedingung vorgegeben wird, dass das Summenmagnetfeld der Shim-Massen (7) an dem vorgegeben Punkt unterhalb des vorgegebenen Minimalwerts liegt, vorzugsweise gleich Null ist.

5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Messpunkte (MP) in einem Randbereich oder außerhalb des Justagevolumens (SV) liegen.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:

a) Ermitteln von Magnetfeld-Messwerten (MW) , welche das zu shimmende aktuelle Magnetfeld repräsentieren,

b) Berechnen einer vorläufigen Shim-Massen-Anordnung (SMA) auf Basis der Magnetfeld-Messwerte,

c) Ausgabe von Daten betreffend die Positionen und definierten Shim-Massen (7) gemäß der berechneten Shim-Massen- Anordnung (SMA) zum Positionieren der Shim-Massen (7), d) iterative Wiederholung der Schritte a) bis c) so lange, bis die vorgegebene Magnetfeldverteilung im Justagevolumen (SV) erreicht ist.

7. Verfahren zum Shimmen eines statischen Magnetfelds, bei dem eine Shim-Massen-Anordnung (SMA) mit einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6 bestimmt wird und gemäß dieser Shim-Massen-Anordnung (SMA) an den vorgegebenen Positionen definierte ferromagnetische Shim-Massen (7) positioniert wer¬ den .

8. Verfahren nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte :

a) Messen des zu shimmenden, aktuellen Magnetfelds,

b) Berechnen einer vorläufigen Shim-Massen-Anordnung (SMA) auf Basis von bei der Messung erhaltenen Magnetfeld- Messwerten (MW) ,

c) Positionieren von definierten Shim-Massen (7) gemäß der berechnen Shim-Massen-Anordnung (SMA) ,

d) iterative Wiederholung der Schritte a) bis c) so lange, bis eine vorgegebene Magnetfeldverteilung im Justagevolu¬ men (SV) erreicht ist.

9. Shim-Massen-Positionsbestimmungsgerät (10) zur Ermittlung einer Shim-Massen-Anordnung (SMA) zum Shimmen eines statischen Magnetfelds, wobei die Shim-Massen-Anordnung (SMA) Positionen vorgibt, an denen definierte ferromagnetische Shim- Massen (7) zu positionieren sind, sodass die Shim-Massen (7) das zu shimmende Magnetfeld derart beeinflussen, dass sich in einem bestimmten Justagevolumen (SV) eine vorgegebene Magnetfeldverteilung ausbildet, wobei das Shim-Massen- Positionsbestimmungsgerät (10) folgende Komponenten aufweist: - eine Eingangsschnittstelle (11) zur Übernahme von Magnet¬ feld-Messwerten (MW) eines Feldmessgeräts (20),

- eine Shim-Massen-Berechnungseinheit (15) zur Berechnung ei¬ ner Shim-Massen-Anordnung (SMA) auf Basis der Magnetfeldmesswerte (MW) ,

- eine Ausgabeeinheit (13) zur Ausgabe von Daten betreffend die Positionen und definierten Shim-Massen (7) gemäß der ermittelten Shim-Massen-Anordnung (SMA) ,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Shim-Massen-Berechnungseinheit (15) derart ausgebil- det ist, dass die Shim-Massen-Anordnung (SMA) so ermittelt wird, dass das durch die Magnetfelder der Shim-Massen (7) erzeugte Summenmagnetfeld zumindest an einem vorgegebenen Ort (ZP) innerhalb des Justagevolumens (SV) unterhalb eines vor¬ gegeben Minimalwerts liegt.

10. Shim-Massen-Positionsbestimmungsgerät nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch eine Eingangsschnittstelle (14) zur Übernahme von Informationen über eine aktuelle Shim-Massen- Verteilung .

11. Shim-Massen-Positionsbestimmungsgerät nach Anspruch 9 oder 10, gekennzeichnet durch ein Feldmessgerät (20) zum Ver¬ messen eines Magnetfelds in einem Justagevolumen (SV) . 12. Gerät, insbesondere Magnetresonanzgerät (1), mit einem Magnetfeldsystem (3) und mit einem Shim-Massen- Positionsbestimmungsgerät (10) nach einem der Ansprüche 9 bis 11.

13. Computerprogramm, welches direkt in einen Speicher eines Shim-Massen-Positionsbestimmungsgeräts (10) ladbar ist, mit Programmcodeabschnitten, um alle Schritte eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6 auszuführen, wenn das Programm im Shim-Massen-Positionsbestimmungsgerät (10) ausge¬ führt wird.

Description:
Beschreibung

Verfahren und Shim-Massen-Positionsbestimmungsgerät zur Er ¬ mittlung einer Shim-Massen-Anordnung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Shim-Massen- Positionsbestimmungsgerät zur Ermittlung einer optimalen Shim-Massen-Anordnung zum Shimmen eines statischen Magnetfelds eines Geräts, z. B. eines Magnetresonanzgeräts oder ei- nes Teilchenbeschleunigers. Dabei gibt die Shim-Massen- Anordnung Positionen vor, an denen definierte ferromagneti- sche Shim-Massen zu positionieren sind, so dass die Shim- Massen das zu shimmende Magnetfeld so beeinflussen, dass sich in einem bestimmten Justagevolumen eine vorgegebene Magnet- Verteilung ausbildet. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Shimmen eines statischen Magnetfelds.

In einem Magnetresonanzgerät wird üblicherweise der zu unter ¬ suchende Körper mit Hilfe eines Grundfeldmagnetsystems einem relativ hohen Grundfeldmagnetfeld, beispielsweise von 1,5 oder 3 Tesla, ausgesetzt. Zusätzlich wird mit Hilfe eines Gradientensystems ein Magnetfeldgradient angelegt. Über ein Hochfrequenz-Sendesystem werden dann mittels geeigneter Antenneneinrichtungen hochfrequente Anregungssignale (HF- Signale) ausgesendet, was dazu führen soll, dass die Kern ¬ spins bestimmter, durch dieses Hochfrequenzfeld resonant an ¬ geregter Atome um einen definierten Flipwinkel gegenüber den Magnetfeldlinien des Grundmagnetfelds verkippt werden. Bei der Relaxation der Kernspins werden Hochfrequenzsignale, so genannte Magnetresonanzsignale, abgestrahlt, die mittels ge ¬ eigneter Empfangsantennen empfangen und dann weiterverarbeitet werden. Aus den so akquirierten Rohdaten können schließlich die gewünschten Bilddaten rekonstruiert werden. Da die Magnetresonanzsignale auch vom Grundmagnetfeld bestimmt wer- den, hängt die Qualität der erzeugten Magnetresonanzbilder empfindlich von der Homogenität der Grundmagnetfeldverteilung innerhalb des Messvolumens ab. Aus diesem Grunde ist es er ¬ forderlich, dass es gelingt, ein Grundmagnetfeld einzustel- len, welches einer genau definierten Verteilung unterliegt, in der Regel möglichst im gesamten Messraum homogen ist.

Ähnliche Problematiken gibt es an Teilchenbeschleunigern, bei denen die Verteilung eines statischen Magnetfelds für die Qualität der Strahlerzeugung mit verantwortlich ist.

Aufgrund der Fertigungstoleranzen bei der Herstellung von Magnetfeldspulen ist es schwierig, größere Magnetfeldsysteme aufzubauen, die in einem ausreichend großen Volumen eine genau definierte Feldverteilung mit sehr geringen Toleranzen erzielen. Daher ist es üblich, das statische Magnetfeld zu „shimmen". Hierbei wird das Magnetfeldsystem so mit ferromag- netischem Material, üblicherweise Eisenplättchen, beladen, dass die durch das ferromagnetische Material erreichte Ver ¬ zerrung des Magnetfelds dazu führt, dass sich in einem be ¬ stimmten Justagevolumen (auch „Shim Design Volumen" genannt) die gewünschte Magnetfeldverteilung ausbildet. Unter einer vorgegebenen Magnetfeldverteilung ist hierbei eine Soll- Magnetfeldverteilung mit einer vorgegebenen maximalen Toleranz zu verstehen. Dabei kann es sich auch um eine relative Verteilung handeln, d. h. dass der Absolutwert für die Verteilung unerheblich ist. In der Regel geht es darum, in dem Justagevolumen ein möglichst homogenes Magnetfeld zu errei- chen. Dies schließt aber nicht aus, dass die Erfindung auch verwendet werden kann, um andere Verteilungen zu erreichen, beispielsweise ein statisches Magnetfeld mit einem bestimmten Gradienten . Zur Positionierung der Shim-Massen befinden sich im Gerät üblicherweise verschiedene Kammern, in denen die Eisenplättchen eingelegt werden. So weist beispielsweise ein Magnetresonanz ¬ gerät auf einem Kreisumfang um den Patiententunnel herum eine Anzahl von in Längsrichtung des Patiententunnels verlaufenden Schubladen (üblicherweise „Trays" genannt) auf, in denen sich einzelne Taschen (üblicherweise „Pockets" genannt) befinden, in die eines oder mehrere der Shim-Plättchen eingelegt werden können . Um das gewünschte Magnetfeld innerhalb des Justagevolumens zu erreichen, müssen die Shim-Massen an genau definierten Positionen angeordnet werden. Zur Ermittlung einer optimalen Shim-Massen-Anordnung, die angibt, welche Massen an welchen Positionen angeordnet werden müssen, um die vorgegebene Mag ¬ netfeldverteilung möglichst gut zu erreichen, wird üblicherweise zunächst mit einem Feldmessgerät das statische Magnet ¬ feld ausgemessen. Anschließend wird auf Basis der Messwerte in einem Optimierungsverfahren berechnet, an welchen Positionen genau welche Shim-Massen angeordnet werden müssen, d. h. an welchen Positionen welche Masse an Shim-Plättchen, und - wenn z. B. Shim-Plättchen mit unterschiedlicher Magnetisierung zur Verfügung stehen - ggf. auch, welche Art von Shim- Plättchen zu positionieren sind. Das Verfahren kann auch iterativ durchgeführt werden, d. h. dass das Magnetfeld nach der Beladung mit den Shim-Massen erneut gemessen und geprüft wird, ob weitere Shim-Massen positioniert werden müssen. In der Regel ist es möglich, beispielsweise in zwei bis drei Iterationen das Magnetfeld um einen Faktor 100 homogener als vor dem Shim-Vorgang zu machen.

Ein solches Verfahren wird beispielsweise in der US 4,879,538 sowie den darin zitierten weiteren Schriften und Veröffentli- chungen beschrieben.

Problematisch bei diesem Verfahren ist, dass das Magnetfeld relativ stark temperaturabhängig ist. So ändert sich beispielsweise die relative Permeabilität von Eisen stark mit der Temperatur. Z. B. ist Eisen oberhalb der Curie-Temperatur überhaupt nicht mehr magnetisch. Bei Temperaturänderungen innerhalb des Magnetfeldsystems kann es somit passieren, dass sich auch die Magnetfeldverteilung innerhalb des Justagevolumens wieder ändert.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und ein Shim-Massen-Positionsbestimmungsgerät zur Ermittlung einer Shim-Massen-Anordnung zu schaffen, welche zu einer tem- peraturunabhängigeren Magnetfeldverteilung im Justagevolumen führt .

Diese Aufgabe wird zum einen durch ein Verfahren gemäß Pa- tentanspruch 1 und zum anderen durch ein Shim-Massen-

Positionsbestimmungsgerät gemäß Patentanspruch 9 gelöst.

Erfindungsgemäß erfolgt bei diesem Verfahren die Ermittlung der Shim-Massen-Anordnung so, dass das durch die Magnetfelder der Shim-Massen erzeugte Summenmagnetfeld zumindest an einem vorgegebenen Ort innerhalb des Justagevolumens unterhalb ei ¬ nes vorgegebenen Minimalwerts liegt. Vorzugsweise sollte das Summenmagnetfeld an diesem vorgegebenen Ort gleich Null sein. Die Erfindung kompensiert also die Temperaturabhängigkeit des zur Shimmung verwendeten Materials durch Einführung einer zusätzlichen Randbedingung bei der Justage, dass das eingeführte Shim-Material möglichst keine mittlere Feldänderung zumin ¬ dest an einem bestimmten vorgegebenen Ort innerhalb des Jus- tagevolumens verursacht. Das heißt, das Magnetfeld sollte an diesem Ort mit und ohne Shim-Belegung bezüglich der Amplitude gleich sein. Dabei wird die Erkenntnis genutzt, dass die Shim-Korrektur üblicherweise nur kleine, lokale Änderungen bewirken soll. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass eine fer- romagnetische Shim-Masse einen dipolartigen Feldeinfluss auf die Umgebung hat. Das Magnetfeld des Eisens wird durch das eigentliche zu justierende Magnetfeld (Hintergrundmagnetfeld) induziert. Daher ist die Nettosumme des Magnetfelds Null. In Feldrichtung vor und hinter dem Eisen ist das Feld verstärkt, neben den Eisenplättchen dagegen verringert. Mit anderen Worten, das Eisen zieht die Feldlinien an, so dass neben dem Eisen die Feldliniendichte verringert ist. Somit erlaubt der Dipolfeldcharakter eines einzelnen Korrekturelements (d. h. einer Shim-Masse) sowohl additive als auch subtraktive Bei- träge im zu homogenisierenden Magnetfeldvolumen. Daraus ergibt sich, dass die Hauptstörung bei Temperaturdrift der mag ¬ netischen Eigenschaften des Shim-Materials durch den konstanten Term in einer räumlichen Reihenentwicklung erzeugt wird. Dieser konstante Anteil des Magnetfelds der Shim-Massen wird aber zum Erreichen einer lokalen Feldänderung gar nicht benötigt. Zudem lässt sich durch geeignete Anordnung der Elementardipole, d. h. der einzelnen Shim-Massen, dieser konstante Anteil im Mittel zum Verschwinden bringen. Insgesamt lässt sich also durch die geeignete Positionierung der Shim-Massen- Anordnung erreichen, dass eine räumlich gleichmäßige Feldänderung, d. h. ein konstanter Hub des Magnetfelds, vermieden wird. Ist aber die konstante Anhebung des Magnetfelds redu- ziert, so wird auch der Einfluss der unvermeidbaren thermischen Änderung der magnetischen Eigenschaften des Shim- Materials und somit von Temperaturschwankungen minimiert.

Ein erfindungsgemäßes Shim-Massen-Positionsbestimmungsgerät weist dementsprechend folgende Komponenten auf:

- eine Eingangsschnittstelle zur Übernahme von Magnetfeld ¬ messwerten eines Feldmessgeräts,

- eine Shim-Massen-Berechnungseinheit zur Berechnung einer Shim-Massen-Anordnung auf Basis der Magnetfeldmesswerte,

- eine Ausgabeeinheit zur Ausgabe von Daten betreffend die Positionen und definierten Shim-Massen gemäß der ermittelten Shim-Massen-Anordnung.

Dabei ist erfindungsgemäß die Shim-Massen-Berechnungseinheit derart ausgebildet, dass die optimale Shim-Massen-Anordnung so ermittelt wird, dass das durch die Magnetfelder der Shim- Massen erzeugte Summenmagnetfeld zumindest an einem vorgege ¬ benen Ort innerhalb des Justagevolumens unterhalb eines vor ¬ gegebenen Minimalwerts liegt.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Ermittlung einer Shim- Massen-Anordnung wird im Rahmen eines Verfahrens zum Shimmen eines statischen Magnetfelds eingesetzt, indem zunächst mit dem erfindungsgemäßen Verfahren eine Shim-Massen-Anordnung ermittelt wird und dann entsprechend dieser vorgegebenen

Shim-Massen-Anordnung an den vorgegebenen Positionen definierte ferromagnetische Shim-Massen positioniert werden. Dies wird, wie oben beschrieben, üblicherweise durch einen Bedie- ner des Geräts getan, an den die Shim-Massen-Anordnung in geeigneter Weise ausgegeben wird. Der Bediener erhält hierzu genaue Daten, welche Shim-Massen an welchen Positionen zu hinterlegen sind, beispielsweise wie viele Shim-Plättchen mit welcher Masse und welcher Magnetisierbarkeit in welchen Ta ¬ schen der Schubladen eines Magnetresonanzgeräts zu deponieren sind .

Ein erfindungsgemäßes Shim-Massen-Positionsbestimmungsgerät kann an beliebigen Geräten eingesetzt werden, in denen es darum geht, ein statisches Magnetfeld zu shimmen, insbesonde ¬ re natürlich an einem Magnetresonanzsystem oder einem Teilchenbeschleuniger. Dabei kann das Shim-Massen- Positionsbestimmungsgerät - wie dies in der Regel der Fall ist - zur Ausstattung eines Technikers gehören, der bei der Erstinbetriebnahme, nach einer Reparatur oder bei einer Wartung das Magnetfeldsystem justiert. Prinzipiell kann aber z. B. auch ein erfindungsgemäßes Gerät mit einem Magnetfeldsys ¬ tem, insbesondere ein Magnetresonanzgerät, ständig mit einem zugehörigen Shim-Massen-Positionsbestimmungsgerät ausgestat ¬ tet sein.

Wesentliche Teile des Shim-Massen-Positionsbestimmungsgeräts können in Form von Softwarekomponenten ausgebildet sein. Dies betrifft insbesondere die Shim-Massen-Berechnungseinheit . Bei der Eingangsschnittstelle kann es sich beispielsweise um eine Benutzerschnittstelle handeln, über welche die Magnetfeld ¬ messwerte eingegeben werden. Vorzugsweise handelt es sich hierbei aber um einen Anschluss zu einem Feldmessgerät, so dass automatisch von diesem die Magnetfeldmesswerte übergeben werden. Besonders bevorzugt ist das Shim-Massen-Positions- bestimmungsgerät so ausgebildet, dass es das Feldmessgerät auch ansteuern kann. Bei der Ausgabeeinheit handelt es sich vorzugsweise um eine Benutzerschnittstelle, z. B. einen Bild- schirm, auf dem die Daten betreffend die Position und defi ¬ nierten Shim-Massen in einer für den Techniker geeignet aufbereiteten Form ausgegeben werden, beispielsweise durch Angabe der Anzahl von Shim-Plättchen einer bestimmten Art, die in bestimmten Taschen in den Schubladen des Magnetresonanzgeräts hinterlegt werden sollen. Die Ausgabeeinheit kann auch so ausgebildet sein, dass die Shim-Massen-Anordnung in einem Speicher zur Protokollierung hinterlegt und/oder ausgedruckt wird.

Die Erfindung umfasst somit auch ein Computerprogramm, welches direkt in einen Speicher eines Shim-Massen-Positions- bestimmungsgeräts ladbar ist, mit Programmcode-Abschnitten, um alle Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens auszuführen, wenn das Programm in dem Shim-Massen-Positionsbestim- mungsgerät ausgeführt wird. Eine solche softwaremäßige Reali ¬ sierung hat den Vorteil, dass auch existierende Shim-Massen- Positionsbestimmungsgeräte durch Implementierung des Pro- gramms kostengünstig modifiziert werden können, um in der er ¬ findungsgemäßen Weise optimale Shim-Massen-Anordnungen zu ermitteln, die mit einer geringeren Temperaturabhängigkeit ver ¬ bunden sind. Die abhängigen Ansprüche sowie die nachfolgende Beschreibung enthalten besonders vorteilhafte Weiterbildungen und Ausges ¬ taltungen der Erfindung, wobei insbesondere auch die Ansprü ¬ che einer Kategorie analog zu den abhängigen Ansprüchen einer anderen Anspruchskategorie weitergebildet sein können.

Prinzipiell ist es vorteilhaft, wenn die Shim-Massen- Anordnung so ermittelt wird, dass das Summenmagnetfeld der Shim-Massen im gesamten Shim-Volumen minimal ist, d. h. wenn an jedem Ort des Justagevolumens das Summenfeld unterhalb ei- nes vorgegebenen ε-Werts liegt. In einer bevorzugten einfachen Variante wird die optimale Shim-Massen-Anordnung so ermittelt, dass das durch die Magnetfelder der Shim-Massen erzeugte Summenmagnetfeld in einem zentralen Punkt des Justage ¬ volumens unterhalb des vorgegebenen Minimalwerts liegt, be- sonders vorzugsweise gleich Null ist, d. h. ganz verschwin ¬ det . Wie bereits oben erwähnt, wird die Shim-Massen-Anordnung be ¬ vorzugt auf Basis von Magnetfeldmesswerten berechnet, welche das aktuell zu shimmende Magnetfeld an vorgegebenen Messpunk ¬ ten repräsentieren.

Dabei wird zur Berechnung der Shim-Massen-Anordnung besonders bevorzugt in einem Optimierungsverfahren an den Messpunkten, an denen die Magnetfeldmesswerte ermittelt werden, die Diffe ¬ renz des Summenmagnetfelds der Shim-Massen zur Abweichung der aktuellen Magnetfeldmesswerte von der vorgegebenen Magnetfeldverteilung minimiert. Als geeignete Optimierungsverfahren können z. B. Verfahren nach einer Methode der linearen Programmierung (wie beispielsweise ein Simplexverfahren) oder Verfahren nach einer Methode der quadratischen Programmierung eingesetzt werden. Bei diesem Optimierungsverfahren wird erfindungsgemäß als zusätzliche Randbedingung vorgegeben, dass das Summenmagnetfeld der Shim-Massen in dem vorgegebenen Bereich bzw. an dem vorgegebenen Punkt, beispielsweise im zentralen Punkt des Justagevolumens, unterhalb des vorgegebenen Minimalwerts liegt, besonders vorzugsweise gleich Null ist.

Um mit einer begrenzten Anzahl an Messpunkten das aktuelle Magnetfeld im gesamten Justagevolumen für das Optimierungsverfahren zu bestimmen, können die Messwerte als Stützpunkte zum Anfitten einer analytischen Funktion verwendet werden, die die Magnetfeldverteilung beschreibt. Klassischerweise werden hierzu Kugelfunktionen oder andere orthonormale Lösungen der Laplace-Gleichungen verwendet.

Dabei werden vorzugsweise Messpunkte gewählt, die in einem Randbereich oder außerhalb des Justagevolumens liegen. Dies ist ausreichend, da gemäß dem Randmaximumprinzip der Potenti ¬ altheorie das Magnetfeld innerhalb des Justagevolumens immer homogener als im Randbereich ist. Wird also eine ausreichende Homogenität im Randbereich erzielt, so ist davon auszugehen, dass das Justagevolumen auch insgesamt ausreichend homogen ist. Zur Erhöhung der Genauigkeit kann die (virtuelle) Ober ¬ fläche, auf der die Messpunkte liegen, auch außerhalb des ei- gentlichen Justagevolumens liegen, d.h. die sogenannte Mess ¬ schale ist größer als das Justagevolumen . Es ist im Übrigen auch nicht zwingend nötig, dass die Form der Messschale mit der Form des Justagevolumens übereinstimmt. So können z. B. die Messpunkt auf einer kugelförmigen Oberfläche liegen und das Justagevolumen ist zylinderförmig.

Um eine möglichst gute Annäherung an die gewünschte Magnet ¬ feldverteilung zu erreichen, wird besonders bevorzugt mit ei- nem iterativen Verfahren gearbeitet. Hierzu werden vorzugsweise folgende Verfahrensschritte durchgeführt: a) Ermitteln von Magnetfeldmesswerten, welche das aktuelle, zu shimmende Magnetfeld repräsentieren. Dies geschieht in der Regel durch Übernahme der Daten von einem Magnetfeldmessge ¬ rät . b) Berechnen einer vorläufigen Shim-Massen-Anordnung auf Basis der Magnetfeldmesswerte. c) Ausgabe von Daten betreffend die Positionen und definierten Shim-Massen gemäß der berechneten optimalen Shim-Massen- Anordnung zum Positionieren der Shim-Massen. Die obigen Schritte können automatisch innerhalb des Shim- Massen-Positionsbestimmungsgeräts durchgeführt werden. Im Schritt c) erfolgt dann im Rahmen eines entsprechenden Shim- Verfahrens das Positionieren der Shim-Massen üblicherweise durch einen Techniker, dem die Daten betreffend die Positio- nen und definierten Shim-Massen ausgegeben wurden.

Die Verfahrensschritte a) bis c) werden so lange wiederholt, bis die vorgegebene Magnetfeldverteilung im Justagevolumen erreicht ist, d. h. die Annäherung an die ideale Soll- Magnetfeldverteilung ausreichend gut ist bzw. ein Optimum erzielt wurde. Das Shim-Massen-Positionsbestimmungsgerät kann zusätzlich noch eine Eingangsschnittstelle zur Übernahme von Informatio ¬ nen über eine aktuelle Shim-Massen-Verteilung aufweisen. Beispielsweise kann ein Bediener darüber bestätigen, dass er die einzelnen Shim-Massen an den angegebenen Stellen im Gerät positioniert hat, um so die Shim-Massen-Verteilung zu protokol ¬ lieren .

Das Feldmessgerät zum Vermessen eines Magnetfelds kann grund- sätzlich ein unabhängiges Gerät sein. Es kann aber auch Teil des Shim-Massen-Positionsbestimmungsgeräts sein, zumindest in dem Sinne, dass dieses Feldmessgerät durch eine entsprechende Steuereinheit des Shim-Massen-Positionsbestimmungsgeräts an ¬ gesteuert wird und gemäß den Vorgaben des Shim-Massen- Positionsbestimmungsgeräts die einzelnen Messpunkte anfährt, die Messwerte erfasst und an das Shim-Massen-Positions- bestimmungsgerät zurückliefert. Üblicherweise ist das Feld ¬ messgerät auch in einem solchen Fall über ein Kabel mit den restlichen Komponenten des Shim-Massen-Positionsbestimmungs- geräts verbunden, da das Feldmessgerät im Bereich des Justa- gevolumens, beispielsweise in einem Patiententunnel eines Magnetresonanzgeräts, positioniert werden muss.

Die Erfindung wird im Folgenden unter Hinweis auf die beige- fügten Figuren anhand von Ausführungsbeispielen noch einmal näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 eine schematische Darstellung eines Gehäuses eines Magnetresonanzgeräts mit einem Patiententunnel, einem darum angeordneten Grundmagnetfeldsystem und mit Schubladen zur Aufnahme von Shim-Eisenplättchen,

Figur 2 eine schematische Längsschnittdarstellung eines Viertelsegments des Magnetresonanzgeräts gemäß Figur 1,

Figur 3 ein Ablaufschema für einen möglichen Ablauf gemäß ei ¬ nem Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens, Figur 4 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbei ¬ spiels eines erfindungsgemäßen Shim-Massen-Positionsbestim- mungsgeräts mit einem daran angeschlossenen Feldmessgerät, welches in einem Patiententunnel eines Magnetresonanzgeräts positioniert ist.

Die Figuren 1 und 2 zeigen jeweils grob schematisch das Gehäuse eines Magnetresonanzgeräts 1, in welchem zentral ein Patiententunnel 2 angeordnet ist. Um diesen Patiententunnel 2 herum befindet sich außen im Gehäuse Spulen eines Grundmag ¬ netfeldsystems 3. Üblicherweise handelt es sich bei den Spu ¬ len um Supraleiter, um das erforderliche hohe Magnetfeld von beispielsweise 3 Tesla innerhalb des Patiententunnels 2 zu erzeugen. Zwischen Grundmagnetfeldsystem 3 und dem Patiententunnel 2 befindet sich u. a. ein Gradientenspulensystem 4, dessen Primärwicklung 4a und Sekundärwicklung 4b hier lediglich an einer Stelle angedeutet sind. Außerdem befinden sich in diesem Bereich auch Fächer 8 zur Aufnahme von Trays 5, d. h. von Schubladen, welche einzelne Pockets 6 aufweisen, in denen die Shim-Massen 7, hier Shim-Plättchen 7 aus Eisen, eingelegt werden können.

Neben den in den Figuren 1 und 2 gezeigten Komponenten weist ein Magnetresonanzgerät natürlich noch eine Vielzahl weiterer Komponenten auf, wie z. B. eine Hochfrequenzsendeantenne etc. Diese Komponenten sind dem Fachmann aber - ebenso wie die Funktionsweise eines Magnetresonanzgeräts - bekannt, so dass sie hier der besseren Übersichtlichkeit wegen nicht darge ¬ stellt sind und auch nicht weiter erklärt werden.

Mit Hilfe der Shim-Eisenplättchen 7 soll dafür gesorgt werden, dass sich in einem bestimmten zu homogenisierenden Jus- tagevolumen SV, das üblicherweise in einem Bereich um ein Isozentrum des Patiententunnels 2 herum angeordnet ist, ein möglichst homogenes Grundmagnetfeld ausbildet. Hierzu werden mit einem Feldmessgerät 20, wie es beispielsweise in Figur 4 dargestellt ist, auf einem Randbereich des Justagevolumens SV verschiedene Messpunkte MP mit den Positionen x k angefahren und dort das Magnetfeld gemessen (siehe Figur 2) . Die Pockets 6 in den Trays 5 sollen dann so mit Shim-Eisenplättchen 7 beladen werden, dass das Magnetfeld an den Positionen x k der Messpunkte MP möglichst homogen ist. Wie oben erläutert, kön ¬ nen durch ein Anfitten einer analytischen Funktion an die an den Messpunkten gemessenen Messwerte auch noch weitere Messwerte für „virtuelle" Messpunkte im oder am Justagevolumen bestimmt werden, die im folgenden bei der Optimierung wie echte Messwerte an den jeweiligen virtuellen Messpunkten x k verwendet werden können.

Die Feldbeeinflussung ΔΒ an einem Punkt x k lässt sich wie folgt beschreiben:

AB(x k )=£b (1) mit k > j. iri j sind jeweils die Shim-Eisenmassen an einem Punkt U in einem der Pockets 6 der Trays 5. b JK ist der geo ¬ metrische Einflussfaktor einer Einheits-Shim-Eisenmasse am Punkt U auf den Punkt x k (U j auf x k sind hierbei Ortsvekto ¬ ren) . Die Einflussfaktoren h± j können beiderlei Vorzeichen haben und sind temperaturabhängig.

Durch das Shimmen soll erreicht werden, dass das durch Glei ¬ chung (1) definierte Magnetfeld am Punkt x k gerade die Inho ¬ mogenität des Magnetfelds des Grundmagnetfeldsystems 3, d. h die Abweichung des tatsächlichen Magnetfelds vom Soll- Magnetfeld, ausgleicht. Dies lässt sich mathematisch so be ¬ schreiben, dass für alle k gilt:

Dabei ist δΒ (x k ) die Inhomogenität am Ort x k . Die Norm | ... | k in Gleichung (2) kann eine beliebige Norm sein.

Zum Beispiel kann es sich um die quadratische Norm oder um die Maximalnorm handeln .

Es ist klar, dass sich Gleichung (2) in der Realität normalerweise nicht vollständig erfüllen lässt, d. h. dass der Wert Null in der Regel nicht für alle Orte x k erreicht wird Daher wird versucht, den Term auf der linken Seite zu minimieren oder zumindest unter einen minimalen ε-Wert zu bringen .

Bei Verwendung der Maximalnorm heißt dies, dass versucht wird, folgendes Minimierungsproblem zu lösen:

für alle k. Die erreichte Homogenität ist umso besser, je ge ¬ ringer der vorgegebene ε-Wert ist. Die Variablen, welche in ¬ nerhalb des Minimierungsproblems verändert werden können, sind die Shim-Eisenmassen irij an den Orten U . Zusätzlich werden bei der Minimierung weitere Ungleichungsbedingungen als Randbedingungen vorgegeben, nämlich zum einen die Bedingung, dass irij > 0 ist, da ja nur positive Eisenmassen an den Punk ¬ ten U hinterlegt werden können, und dass irij < m max ist, da ein einzelnes Pocket 6 nur begrenzt aufnahmefähig ist und so ¬ mit am Ort U auch nur eine begrenzte Eisenmasse positioniert werden kann. Erfindungsgemäß wird nun zusätzlich eine weitere Randbedingung gesetzt:

Σ ^=° (6) Diese zusätzliche feste Randbedingung im Ausgleichsproblem besagt, dass der mittlere Einfluss an einem Ort x n , Vorzugs- weise in der Mitte, d. h. dem zentralen Punkt ZP, im Justage- volumen SV des Magnetfelds durch die Shim-Massen, gleich Null ist. Auf diese Weise wird eine größtmögliche Temperaturu- nempfindlichkeit der mittleren Magnetfeldstärke erreicht.

Abgesehen von dieser zusätzlichen Randbedingung gemäß Gleichung (6) können also zur Lösung des Ausgleichsproblems gemäß Gleichung (5) prinzipiell die gleichen Optimierungsverfahren verwendet werden wie bisher. Beispielsweise bieten sich hierzu Verfahren des linearen Programmierens an, wie ein Simplex ¬ verfahren etc.

Wird anstatt einer Maximalnorm eine quadratische Norm gemäß Gleichung (3) verwendet, ist analog zu Gleichung (5) das zu lösende Ausgleichsproblem als δΒ-Β-m =0 (7) darstellbar. Hierbei sind

und

δΒ ist die Inhomogenität an den Orten x k in Vektorform. Gleichung (9) lässt sich auch schreiben als

B T Bm -Β τ δΒ = 0 (10)

Hierbei lassen sich wieder zusätzliche Randbedingungen vorgeben, wie sie obenstehend definiert sind, d. h, iri > 0 und irii < m. Ebenso wird bei diesem Verfahren erfindungsgemäß die Randbedingung gemäß Gleichung (6) vorgegeben. Bei Verwendung der quadratischen Norm wird vorzugsweise das Problem mit Hilfe des Verfahrens einer quadratischen Programmierung gelöst. Die verschiedenen mathematischen Verfahren zur Lösung solcher linearen Ausgleichsprobleme sind dem Fachmann aber vom Prinzip her bekannt und brauchen daher nicht weiter im Detail er- läutert zu werden. Verfahren hierzu werden beispielsweise in den oben zitierten Veröffentlichungen genannt.

Figur 3 zeigt beispielhaft einen möglichen Verfahrensablauf zum Shimmen eines statischen Magnetfelds.

Im Schritt I wird zunächst das Magnetfeld gemessen.

Im Schritt II wird dann geprüft, ob die Magnetfeldverteilung bereits der gewünschten Verteilung entspricht. Ist dies der Fall (Abzweig „j"), so ist das Verfahren im Schritt VI be ¬ reits beendet.

Andernfalls (Abzweig „n") wird im Schritt III die optimale Shim-Anordnung berechnet, wie dies oben bereits erläutert wurde, d. h. es wird ein Optimierungsverfahren durchgeführt, um das lineare Ausgleichsproblem gemäß Gleichung (5) oder Gleichung (7) zu lösen, je nachdem, welche Norm verwendet wird . Anschließend wird im Schritt IV die Shim-Anordnung ausgege ¬ ben, d. h. es werden einem Bediener über eine Ausgabeeinheit, beispielsweise einen Bildschirm oder Drucker, exakte Daten ausgegeben, welche bzw. wie viele Shim-Plättchen 7 an welcher Position, d. h. in welchem Pocket 6, zu deponieren sind.

Im Schritt V erfolgt dann durch den Bediener die Positionie ¬ rung der Shim-Plättchen 7.

Anschließend wird die Schleife erneut durchlaufen, wobei wie- der im Schritt I zunächst das Magnetfeld gemessen wird und dann im Schritt II geprüft wird, ob die Verteilung bereits gut genug an die Soll-Magnetfeldverteilung angepasst, beispielsweise homogen genug ist. Die Schleife wird dann itera- tiv so oft durchlaufen, bis die gemessene Magnetfeldvertei ¬ lung ausreichend mit der vorgegebenen Magnetfeldverteilung übereinstimmt. Üblicherweise ist dies bereits nach zwei bis drei Zyklen der Fall.

Figur 4 zeigt schematisch den möglichen Aufbau eines Shim- Massen-Positionsbestimmungsgeräts 10. Dieses Shim-Massen- Positionsbestimmungsgeräts 10 umfasst eine Shim-Massen- Berechnungseinheit 15, welche beispielsweise durch einen ge- eigneten Prozessor mit ausreichender Speicherkapazität realisiert sein kann, auf dem ein Rechenprogramm implementiert ist. Die Shim-Massen-Berechnungseinheit 15 berechnet auf Ba ¬ sis von vorgegebenen Magnetfeldmesswerten MW nach dem oben erläuterten Verfahren die Positionen der Shim-Massen, d. h. eine optimale Shim-Massen-Anordnung SMA, um der gewünschten Magnetfeldverteilung möglichst nahe zu kommen. Die Shim- Massen-Berechnungseinheit 15 ist dabei so ausgebildet, dass bei den Berechnungen die oben in Gleichung (6) genannte Randbedingung erfüllt wird.

Die Messwerte MW erhält die Shim-Massen-Berechnungseinheit 15 über eine Schnittstelle 11, an welche ein Feldmessgerät 20 angeschlossen ist, das in einem Patiententunnel 2 des Magnet ¬ resonanzgeräts 1 positioniert ist. Dieses Feldmessgerät 20 ist über Stege 23 mit einem Haltekranz 22 verbunden. Das

Feldmessgerät 20 weist eine Halbkreisscheibe 21 auf, welche auf einer an den Stegen 23 befestigte Achse 24 rotierbar ist. Diese Rotationsachse 24 liegt koaxial zur Längsachse des Mag ¬ netresonanzgeräts 1 bzw. des Patiententunnels 2. Diese Halb- kreisscheibe 21 enthält in einem äußeren Rand auf dem Umfang verteilt 32 Messsonden. Die Halbkreisscheibe 21 fährt dann nach und nach 24 Winkelpositionen ab, so dass insgesamt auf einer Kugeloberfläche 24 x 32 Messpunkte vermessen werden. Alternativ kann die Winkelverstellung auch manuell durchge- führt werden.

Angesteuert wird das Feldmessgerät 20 von einer Steuereinheit 12 des Shim-Massen-Positionsbestimmungsgeräts 10, welches entsprechende Steuerbefehle CS über die Schnittstelle 11 an das Feldmessgerät 20 ausgibt.

Weitere Komponenten des Shim-Massen-Positionsbestimmungs- geräts 10 sind ein Display 13, auf dem beispielsweise die Da ¬ ten der optimalen Shim-Massen-Anordnung ausgegeben werden, beispielsweise in Form der Anzahl der Shim-Plättchen 7, die in jedem Pocket 6 zu hinterlegen sind. Außerdem ist das Shim- Massen-Positionsbestimmungsgerät 10 mit einer Tastatur 14 versehen, über die ein Bediener Eingaben tätigen kann, beispielsweise um die Steuereinrichtung 12 anzutriggern und eine Messung zu starten (z.B. auch um bei einem halbmanuellen Betrieb jedes Mal eine neue Messung zustarten, wenn das Messge ¬ rät um einen Winkelschritt verdreht wurde) oder um beispiels- weise an die Shim-Massen-Berechnungseinheit 15 eine Bestäti ¬ gung zu übergeben, wenn die Shim-Massen 7 an den vorgegebenen Positionen eingelegt sind.

Das Shim-Massen-Positionsbestimmungsgerät 10 ist hier als ein separates Gerät dargestellt. Grundsätzlich kann es sich aber auch um einen Steuerrechner, beispielsweise einen Steuerrechner des Magnetresonanzgeräts, handeln, welcher eine entspre ¬ chende Schnittstelle zur Übernahme der Magnetfeldmessdaten MW aufweist. Durch Implementierung eines geeigneten Programms auf einem Prozessor dieses Steuerrechners lässt sich dieser als erfindungsgemäßes Shim-Massen-Positionsbestimmungsgerät mit einsetzen. Üblicherweise weisen derartige Steuerrechner ohnehin eine geeignete Ausgabeeinrichtung, beispielsweise ein Terminal mit einem Bildschirm und einer Tastatur, auf.

Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren bzw. dem erfindungsgemäßen Shim-Massen-Positionsbestimmungsgerät lässt sich also auf sehr einfache Weise erreichen, dass eine erheblich höhere Temperaturstabilität des statischen Magnetfelds als mit bis- herigen Verfahren erreicht wird. Dabei kann auf herkömmliche Verfahren zum Shimmen des Magnetfelds zurückgegriffen werden. Es muss lediglich bei den Berechnungen eine weitere Randbe ¬ dingung vorgegeben werden. Die Erfindung erlaubt somit vor- teilhafterweise eine sehr einfache und kostengünstige Imple ¬ mentierung in bereits bestehende Shim-Massen-Positions- bestimmungsgeräte .

Es wird abschließend noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich bei den zuvor beschriebenen detaillierten Verfahren und Aufbauten um Ausführungsbeispiele handelt und dass das Grund ¬ prinzip auch in weiten Bereichen vom Fachmann variiert werden kann, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen, soweit er durch die Ansprüche vorgegeben ist. Es wird der Vollständig ¬ keit halber auch darauf hingewiesen, dass die Verwendung der unbestimmten Artikel „ein" bzw. „eine" nicht ausschließt, dass die betreffenden Merkmale auch mehrfach vorhanden sein können. Ebenso schließt der Begriff „Einheit" nicht aus, dass diese aus mehreren Komponenten besteht, die gegebenenfalls auch räumlich verteilt sein können.

Bezugs zeichenliste

1 Magnetresonanzgerät

2 Patiententunnel

3 Grundmagnetfeldsystems

4 Gradientenspulensystem

4a Primärwicklung des Gradientenspulensystems 4b Sekundärwicklung des Gradientenspulensystems

5 Tray

6 Pocket

7 Shim-Massen / Shim-Plättchen

8 Fächer

10 Shim-Massen-Positionsbestimmungsgerät

11 Schnittstelle

12 Steuereinheit

13 Display

14 Tastatur

15 Shim-Massen-Berechnungseinheit

20 Feldmessgerät

21 Halbkreisscheibe

22 Haltekranz

23 Steg

24 Achse

MW Messwert

SV Justagevolumen

ZP zentraler Punkt

MP Messpunkt

MW Magnetfeldmessdaten

SMA Shim-Massen-Anordnung