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Title:
METHOD FOR STARTING UP, OPERATING, SERVICING AND/OR USING FIELD DEVICES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/154212
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for starting up, operating, servicing and/or using field devices (1), wherein a plurality of field devices (1) are arranged in an automation installation and are connected to one another by means of at least one data bus (5) on which a bus protocol runs, wherein the field devices (1) are accessed via a field access unit (2) which communicates with at least one automation/integration platform (3) and at least one central web server (4) belonging to a service provider, wherein the automation/integration platform (3) provides an authorized user with information about the field device, preferably using cloud computing web services, wherein a universally applicable explicit identification code is produced locally, using a standard algorithm, for the field device (1) or for a component of the field device (1) at a time during the planning or product specification or during the production finalization of the field device (1), wherein the universally applicable explicit identification code associated with the field device (1) or the component of the field device (1) is recorded in the central web server (4) of the service provider, wherein information which has arisen during the life cycle of the field device (1) is stored under the universally applicable explicit identification code, and wherein the information stored under the universally applicable explicit identification code is provided for the authorized user automatically or following an appropriate request (GUIID).

Inventors:
BUCHDUNGER, Andreas (Sägeweg 13, Neuen, 79395, DE)
PÖSCHMANN, Axel (Florastrasse 11, Basel, CH-4057, CH)
SCHIAVI, Emilio (Edletenstr. 22F, Lausen, CH-4415, CH)
DA SILVA NETO, Eugenio Ferreira (Bachgasse 20, Biel-Benken, CH-4105, CH)
ZARETZKE, Peter (Brienner Str. 32a, Riedstadt, 64560, DE)
WEINSCHENK, Thomas (Erlenweg 7, Hartheim, 79258, DE)
SEJATI, Yuliana (Tumringer Str. 261c, Lörrach, 79539, DE)
Application Number:
EP2011/057668
Publication Date:
December 15, 2011
Filing Date:
May 12, 2011
Export Citation:
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Assignee:
ENDRESS+HAUSER PROCESS SOLUTIONS AG (Christoph-Merian-Ring 23, Reinach, CH-4153, CH)
BUCHDUNGER, Andreas (Sägeweg 13, Neuen, 79395, DE)
PÖSCHMANN, Axel (Florastrasse 11, Basel, CH-4057, CH)
SCHIAVI, Emilio (Edletenstr. 22F, Lausen, CH-4415, CH)
DA SILVA NETO, Eugenio Ferreira (Bachgasse 20, Biel-Benken, CH-4105, CH)
ZARETZKE, Peter (Brienner Str. 32a, Riedstadt, 64560, DE)
WEINSCHENK, Thomas (Erlenweg 7, Hartheim, 79258, DE)
SEJATI, Yuliana (Tumringer Str. 261c, Lörrach, 79539, DE)
International Classes:
G05B19/042; G05B19/418
Attorney, Agent or Firm:
ANDRES, Angelika (Colmarer Str. 6, Weil am Rhein, 79576, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Verfahren zur Inbetriebnahme, zum Betreiben, zum Warten und/oder Bedienen von Feldgeräten (1 ), wobei mehrere Feldgeräte (1 ) in einer

Automatisierungsanlage angeordnet sind und über zumindest einen Datenbus (5), auf dem ein Busprotokoll läuft, miteinander verbunden sind, wobei der Zugriff auf die Feldgeräte (1 ) über eine Feldzugriffseinheit (2) erfolgt, die mit zumindest einer Automatisierungs-/lntegrations-Plattform (3) und zumindest einem zentralen WebServer (4) eines Service Providers kommuniziert, wobei die Automatisierungs-/lntegrations-Plattform (3) bevorzugt über Cloud

Computing WebServices einem autorisierten Nutzer Information über das Feldgerät (1 ) zur Verfügung stellt,

wobei für das Feldgerät (1 ) oder für eine Komponente des Feldgeräts (1 ) zu einem Zeitpunkt während der Planung bzw. Produktspezifikation oder bei der Produktionsfertigstellung des Feldgeräts (1 ) ein universell geltender eindeutiger Identifizierungscode (GUID, UUID) über einen Standard- Algorithmus dezentral erzeugt wird, wobei der dem Feldgerät (1 ) oder der Komponente des Feldgeräts (1 ) zugeordnete universell geltende eindeutige Identifizierungscode (GUID, UUID) in dem zentralen WebServer (4) des Service Providers registriert wird, wobei unter dem universell geltenden eindeutigen Identifizierungscode (GUID, UUID) während des Lebenszyklus' des Feldgeräts (1 ) entstandene Information gespeichert wird, und wobei die unter dem universell geltenden eindeutigen Identifizierungscode (GUID, UUID) gespeicherte Information dem autorisierten Nutzer automatisch oder nach entsprechender Anforderung bereitgestellt wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , wobei für den Fall, dass der universell geltende eindeutige universelle Identifizierungscode (GUID, UUID) zum Zeitpunkt der Planung/ Produktspezifikation erstellt wird, der universell geltende eindeutige Identifizierungscode (GUID, UUID) in dem WebServer (4) gespeichert wird.

3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei der zum Zeitpunkt der Planung/ Produktspezifikation erzeugte universell geltende eindeutige

Identifizierungscode (GUID, UUID) auch nachfolgend ab

Produktionsfertigstellung des Feldgeräts (1 ) zur Abspeicherung von

Information verwendet wird.

4. Verfahren nach Anspruch 1 , wobei für den Fall, dass der universell geltende Identifizierungscode (GUID, UUID) zum Zeitpunkt der

Produktionsfertigstellung oder der Projektierung der Automatisierungsanlage erstellt wird, der universell geltende eindeutige Identifizierungscode (GUID, UUID) in dem Feldgerät (1 ) gespeichert wird.

5. Verfahren nach Anspruch 2, 3 oder 4, wobei die Information über die Inbetriebnahme des Feldgeräts (1 ) mittels eines Konfigurier-/Parametriertools (7) und die vorgenommenen Parametereinstellungen bei der Inbetriebnahme unter dem universell geltenden eindeutigen Identifizierungscode von dem Konfigurier-/Parametriertool (7) in den zentralen WebServer (4) übertragen werden.

6. Verfahren nach Anspruch 1 , wobei im Laufe des Lebenszyklus' des Feldgeräts (1 ) oder der Komponente des Feldgeräts (1 ) das Feldgerät (1 ) oder die Komponente des Feldgeräts (1 ) betreffende Information, die über die Automatisierungs-/lntegrations-Plattform (3) oder beliebige Bedientools (7) von autorisierten Nutzern bereitgestellt wird, unter dem universell geltenden eindeutigen Identifizierungscode (GUID, UUID) in dem zentralen WebServer (4) abgespeichert wird.

7. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei zwecks eindeutiger Identifizierung des Feldgeräts (1 ) oder der

Komponente des Feldgeräts (1 ) das Feldgerät (1 ) bzw. die Komponente des Feldgeräts (1 ) beschreibende visuelle Information unter dem universell geltenden eindeutigen Identifizierungscode (GUID, UUID) abgespeichert wird.

8. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei zwecks eindeutiger Identifizierung des Feldgeräts (1 ) geografische Information über die Installation des Feldgeräts (1 ) unter dem universell geltenden eindeutigen Identifizierungscode (GUID, UUID) abgespeichert wird

9. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei in einer Datenbank, die dem Zentralen WebServer (4) zugeordnet ist, Informationen von Feldgeräten (1 ) oder Komponenten von Feldgeräten (1 ) von unterschiedlichen Herstellern gespeichert werden.

10. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei in dem zentralen WebServer (4) u.a. folgende Informationen

gespeichert werden: Datenblätter von Herstellern, Aufzeichnungen über die Lieferwege, Lifecycle Management Daten, Kalibrierdaten, Setup/

Konfigurations-/lnstandhaltungsdaten, Info über das Ausphasen eines

Feldgeräts (1 ) bzw. eines Feldgerätetyps, grafische Information,

Wartungspläne, angefallene und zukünftige Kosten für die Instandhaltung, Information über den momentanen monetären Wert, digitaler Fingerabdruck, digitale Aufzeichnungen über den Zustand des Feldgeräts (1 ), Information über den geografischen Ort.

Description:
Verfahren zur Inbetriebnahme, zum Betreiben, zum Warten und/oder Bedienen von Feldgeräten

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Inbetriebnahme, zum Betreiben, zum Warten und/oder Bedienen von Feldgeräten, wobei mehrere Feldgeräte in einer Automatisierungsanlage angeordnet sind und über zumindest einen Datenbus, auf dem ein Busprotokoll läuft, miteinander verbunden sind, und wobei der Zugriff auf die Feldgeräte über eine Feldzugriffseinheit erfolgt, die mit zumindest einer Automatisierungs-/lntegrations-Plattform und zumindest einem zentralen WebServer eines Service Providers kommuniziert.

In der Automatisierungstechnik, insbesondere in der Prozessauto- matisierungstechnik werden vielfach Feldgeräte eingesetzt, die zur Erfassung und/oder Beeinflussung von Prozessvariablen dienen. Zur Erfassung von Prozessvariablen dienen Sensoren, wie beispielsweise

Füllstandsmessgeräte, Durchflussmessgeräte, Druck- und

Temperaturmessgeräte, pH-Redoxpotentialmessgeräte,

Leitfähigkeitsmessgeräte, usw., welche die entsprechenden Prozessvariablen Füllstand, Durchfluss, Druck, Temperatur, pH-Wert bzw. Leitfähigkeit erfassen. Zur Beeinflussung von Prozessvariablen dienen Aktoren, wie zum Beispiel Ventile oder Pumpen, über die der Durchfluss einer Flüssigkeit in einem Rohrleitungsabschnitt bzw. der Füllstand in einem Behälter geändert werden kann. Als Feldgeräte werden im Prinzip alle Geräte bezeichnet, die prozessnah eingesetzt werden und die prozessrelevante Informationen liefern oder verarbeiten. Im Zusammenhang mit der Erfindung werden unter

Feldgeräten also auch Remote I/Os, Funkadapter bzw. allgemein Geräte verstanden, die auf der Feldebene angeordnet sind. Eine Vielzahl solcher Feldgeräte wird von der Firma Endress + Hauser hergestellt und vertrieben. Unter dem Begriff Feldgeräte sind in Verbindung mit der vorliegenden

Erfindung zumindest die zuvor genannten Komponenten zu verstehen. In modernen Industrieanlagen erfolgt die Kommunikation zwischen zumindest einer übergeordneten Steuereinheit und den Feldgeräten in der Regel über ein Bussystem, wie beispielsweise Profibus® PA, Foundation Fieldbus® oder HART®. Die Bussysteme können sowohl drahtgebunden als auch drahtlos ausgestaltet sein. Die übergeordnete Steuereinheit dient zur Prozess-

Steuerung, zur Prozessvisualisierung, zur Prozessüberwachung sowie zur Inbetriebnahme und Bedienung der Feldgeräte und wird auch als Konfigurier- /Managementsystem bezeichnet. Programme, die auf übergeordneten

Einheiten eigenständig ablaufen, sind beispielsweise das Bedientool

FieldCare der Firmengruppe Endress+Hauser, das Bedientool Pactware, das Bedientool AMS von Fisher-Rosemount oder das Bedientool PDM von

Siemens. Bedientools, die in Leitsystem-Anwendungen integriert sind, sind das PCS7 von Siemens, das Symphony von ABB und das Delta V von

Emerson. Unter dem Begriff 'Bedienen von Feldgeräten' wird insbesondere das Konfigurieren und Parametrieren von Feldgeräten, aber auch die

Diagnose zwecks frühzeitiger Erkennung von Fehlern an einem der

Feldgeräte oder im Prozess verstanden.

In der Automatisierungstechnik gibt es eine Vielzahl von Methoden, die in einer Automatisierungsanlage eingebundenen Komponenten, wie Feldgeräte, Ersatzteile, elektronische Schaltkreise, usw. organisatorisch zu erfassen und über den Lebenszyklus des Feldgeräts bzw. der Komponente fortzupflegen. Üblicherweise hat z.B. jeder Gerätehersteller seine eigene Methode, die von ihm hergestellten und gelieferten Feldgeräte und Komponenten zu

klassifizieren und zu identifizieren. Üblicherweise geschieht die Klassifikation/ Identifizierung über eine herstellerspezifische Seriennummer. Diese

Seriennummer wird auf einem außen an dem Feldgerät angebrachten

Typenschild vermerkt. Darüber hinaus wird die Seriennummer zur

Abspeicherung von Informationen genutzt, die dem Feldgerät zugeordnet sind. Die Information wird unter der Seriennummer in einer Datenbank gespeichert und ist ggf. über Internet oder ein sonstiges Kommunikations- Protokoll aus der Datenbank auslesbar. Für das Service Personal, das für die Funktionstüchtigkeit der Feldgeräte in der Automatisierungsanlage Sorge trägt, ist der Mangel an allgemein festgeschriebenen Regeln zum Auffinden von feldgerätespezifischer Information üblicherweise mit erhöhtem

Beschaffungsaufwand verbunden.

Deshalb muss sich das Service Personal üblicherweise zwecks Identifizierung der Feldgeräte und/oder Komponenten in der installierten Basis direkt vor Ort begeben, und sich dort die notwendige Information über die Feldgeräte, Ersatzteile, Elektroniken, Gehäuse, mechanische Komponenten,

Seriennummer, usw. beschaffen.

Die Beschaffung von Information über jedes einzelne Feldgerät bzw. über jede einzelne Komponente wird logischer Weise noch aufwändiger, wenn in der Automatisierungsanlage Feldgeräte unterschiedlicher Hersteller installiert sind. Der Aufwand wird noch dadurch erhöht, dass jeder Hersteller

üblicherweise ein proprietäres Planungs- und Engineering Tool besitzt, das eine eigene proprietäre Identifizierungsmöglichkeit mittels entsprechender proprietärer Kennzeichnungen aufweist.

Die Nachteile des Standes der Technik lassen sich wie folgt zusammenfassen:

- Die Feldgeräte und/oder die Komponenten in einer

Automatisierungsanlage lassen sich nicht über eine einheitliche

Methode automatisch klassifizieren bzw. identifizieren. Die

Identifikation erfolgt üblicherweise auf visuellem Weg.

- Um Information über ein Feldgerät und/oder eine Komponente des Feldgerät über dessen Lebenszyklus zu verfolgen, sind eine Vielzahl von unterschiedlichen Workflow-Mechanismen im Einsatz. Die Workflow-Mechanismen sind nicht automatisch durchführbar und sind somit fehleranfällig.

- Werkzeuge unterschiedlicher Hersteller nutzen proprietäre Lösungen, um die Feldgeräte und Komponenten, generell die Assets, zu managen. Daher ist jeweils eine individuelle Anpassung der bestehenden Lösungen notwendig, insbesondere wenn eine Änderung des entsprechenden Geschäftsprozesses über IT Integration erfolgen soll. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren vorzuschlagen, mit dem die Inbetriebnahme, das Betreiben, das Warten und/oder das Bedienen eines Feldgeräts und/oder eine Komponente des Feldgeräts während des Lebenszyklus' des Feldgeräts bzw. der Komponente erheblich vereinfacht wird.

Die Aufgabe wird durch ein Verfahren beschrieben, dass die folgenden Verfahrensschritte aufweist:

- für das Feldgerät oder für eine Komponente des Feldgeräts, allgemein auch nachfolgend als Assets bezeichnet, wird zu einem Zeitpunkt während der

Planung bzw. Produktspezifikation oder bei der Produktionsfertigstellung des Feldgeräts ein universell geltender eindeutiger Identifizierungscode über einen Standard-Algorithmus dezentral erzeugt;

- der dem Feldgerät oder der Komponente des Feldgeräts zugeordnete universell geltende eindeutige Identifizierungscode wird in dem zentralen

WebServer des Service Providers registriert;

- unter dem universell geltenden eindeutigen Identifizierungscode wird während des Lebenszyklus' des Feldgeräts entstandene Information gespeichert;

- die Automatisierungs-/lntegrations-Plattform stellt bevorzugt über Cloud

Computing WebServices einem autorisierten Nutzer die unter dem universell geltenden eindeutigen Identifizierungscode gespeicherte Information über das Feldgerät bzw. die Komponente des Feldgeräts nach entsprechender

Anforderung zur Verfügung.

Bei dem universell geltenden eindeutigen Identifizierungscode handelt es sich bevorzugt um den UUID (Universal Unique Identifier) oder den GUID

(Globally Unique Identifier), zwei weltweit eindeutige Identifizierungscodes, die jeweils nach einem Standard Algorithmus kreiert werden und während des Lebenszyklus' des Feldgeräts bzw. der Komponente des Feldgeräts dieses/diese eindeutige identifizierbar machen. Zur weiteren Erläuterung: UUID ist die Abkürzung für Universal Unique Identifier und wurde von der

Open Software Foundation im Standard ISO/IEC1 1578; 1996 standardisiert. GUID ist die Abkürzung für Globally Unique Identifier von Microsoft und stellt unter anderem Namen eine Implementierunsvariante von Microsoft dar.

Über die UUID oder die GUID ist es möglich, dass eine beliebige Person innerhalb verteilt angeordneter Systeme zu einem beliebigen Zeitpunkt eine eindeutige Zuordnung zu einem Feldgerät schaffen kann, ohne dass die Gefahr besteht, dass unbeabsichtigt die UUID oder die GUID anderweitig zu einem anderen Zeitpunkt für ein anderes Feldgerät oder eine andere

Komponente genutzt wird. Somit ist es möglich, dass Informationen, die einer UUID/GUID zugeordnet sind und die zu unterschiedlichen Zeitpunkten verfügbar gemacht werden, jederzeit, also auch nachträglich, in einer

Datenbank gespeichert werden können, ohne dass in diesem Zusammenhang Namens- und Zuordnungskonflikte auftreten können. Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens sind die folgenden:

- Das Management von Assets von Automatisierungsanlagen kann

automatisiert werden; die Handhabung von die Assets betreffenden Informationen kann flexibel gestaltet werden.

- Das Zuvor Gesagte gilt sowohl für die Assets, die von einem oder von mehreren Herstellern/Planern und Kunden stammen. Die Hersteller/ Planer und Kunden müssen sich lediglich auf eine Lösung

verständigen.

- Unter der UUID/GUID gespeicherte Information zu einem beliebigen Asset ist somit über die unterschiedlichsten Software-Werkzeuge zugänglich, die von unterschiedlichen Herstellern/Lieferanten als Cloud-based WebServices zur Verfügung gestellt werden.

- Während des Lebenszyklus' des Assets (Feldgeräte oder

Komponenten des Feldgeräts) kann jederzeit von jedermann in jedem beliebigen Stadium (Planung, Herstellung, Integration, Wartung, Bedienung, Versand, Ausphasen, ...) Information zu dem Asset unter der UUID/GUID abgelegt werden.

- Die gespeicherte Information kann zur Verfügung gestellt werden durch Mash-up-Anwendungen zwischen einer über Internet zugänglichen Datenbank und lokalen Anwendungen in der Automatisierungsanlage. Unter Mash-up wird in diesem Zusammenhang die beliebige

Verknüpfung von unterschiedlichen Ressourcen, Programmen, Daten und/oder Funktionen zwecks Generierung eines neuen Service verstanden.

- Die UUID/GUID kann als globaler Bezugslink zu einer Datenbank

gesehen werden, in der die Information über alle Assets gespeichert ist.

Bei den in der Datenbank auf einem zentralen WebServer unter den einzelnen UUIDs gespeicherten Informationen handelt es sich insbesondere um die Datenblätter des Herstellers, Aufzeichnungen über Lieferwege, Lifecycle Management Daten, Kalibrier- und Parametrierdaten,

Setup/Konfigurations-/lnstandhaltungsdaten, Information über das Ausphasen eines Feldgeräts bzw. eines Feldgerätetyps oder einer Komponente, grafische Information, z.B. über das Aussehen und den Einbauort,

Wartungspläne, angefallene und zukünftige Kosten für die Instandhaltung, Information über den momentanen monetären Wert, den digitalen Fingerabdruck, digitale Aufzeichnungen über den Zustand des Feldgeräts, Information über den geografischen Ort, an dem das Feldgerät installiert ist.

Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird für den Fall, dass der universell geltende eindeutige Identifizierungscode zum

Zeitpunkt der Planung/ Produktspezifikation erstellt und auf den zentralen WebServer geladen wird, der universell geltende eindeutige Identifizierungscode in dem WebServer gespeichert. Dieser zum Zeitpunkt der Planung/ Produkt-spezifikation erzeugte universell geltende eindeutige

Identifizierungscode wird nachfolgend auch ab Produktionsfertigstellung des Feldgeräts zur Abspeicherung von Information während des Lebenszyklus' des Feldgeräts verwendet.

Alternativ ist vorgesehen, dass der universell geltende eindeutige

Identifizierungscode zum Zeitpunkt der Produktionsfertigstellung oder der Projektierung der Automatisierungsanlage erstellt. In diesem Fall wird der universell geltende eindeutige Identifizierungscode bevorzugt in dem

Feldgerät gespeichert. Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, dass die Information über die Inbetriebnahme des Feldgeräts mittels eines Konfigurier-/Parametriertools und die vorgenommenen Parametereinstellungen bei der Inbetriebnahme unter dem universell geltenden eindeutigen Identifizierungscode von dem Konfigurier-/Parametriertool in den zentralen WebServer übertragen wird.

Weiterhin wird vorgeschlagen, dass während des Lebenszyklus' des

Feldgeräts oder der Komponente des Feldgeräts das Feldgerät oder die Komponente des Feldgeräts betreffende Information, die über die

Automatisierungs-/lntegrations-Plattform oder beliebige Bedientools von autorisierten Nutzern bereitgestellt wird, unter dem universell geltenden Identifizierungscode in dem zentralen WebServer abgespeichert wird.

Als besonders vorteilhaft wird es im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung erachtet, wenn zwecks eindeutiger Identifizierung des Feldgeräts oder der Komponente des Feldgeräts das Feldgerät bzw. die Komponente des Feldgeräts beschreibende visuelle Information, z.B. Fotos, unter dem universell geltenden eindeutigen Identifizierungscode abgespeichert wird. Ebenso ist es vorteilhaft, zwecks eindeutiger Identifizierung des Feldgeräts geografische Information über die Installation des Feldgeräts unter dem universell geltenden eindeutigen Identifizierungscode abzuspeichern.

Wie bereits an vorhergehender Stelle erwähnt, werden gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens in einer Datenbank, die dem Zentralen WebServer zugeordnet ist, Informationen von Feldgeräten oder Komponenten von Feldgeräten von unterschiedlichen Herstellern gespeichert.

Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Fig. 1 näher erläutert. Fig. 1 zeigt und verdeutlicht insbesondere die unterschiedlichen Varianten des erfindungsgemäßen Verfahrens.

Unter der Variante - Schritt 1 im Kreis - wird der Fall dargestellt, dass der universell geltende eindeutige Identifizierungscode UUID/GUID zu jedem einzelnen Feldgerät 1 bzw. zu einer einzelnen Komponente eines Feldgeräts 1 zum Zeitpunkt der Planungs-/ Produktspezifikation erstellt wird. Die Planungs-/Produktspezifikation wird zu einem Zeitpunkt T von dem

Planungsbüro A gemacht, das sich an einem beliebigen Ort X befindet. Beispielsweise erstellt das Planungsbüro A den Plan für eine

Automatisierungsanlage in der Petrochemie, in der eine Vielzahl von üblicherweise unterschiedlichen Feldgeräten 1 installiert werden. Feldgeräte 1 unterschiedlicher Art sind in der Beschreibungseinleitung benannt. Die Feldgeräte 1 können von unterschiedlichen Herstellern stammen. Die zu einem Feldgerät 1 gehörigen Planungsdaten werden zu jeder entsprechenden UUID/GUID des Feldgeräts 1 ggf. auch zu einer einzelnen Komponente des Feldgeräts 1 mittels eines Algorithmus erstellt. Die UUID/GUID eines jeden Feldgeräts 1 und die zugehörige Planungsdaten werden über Internet oder ein vergleichbares Kommunikationsmedium in eine Datenbank des zentralen WebServers 4 hochgeladen und dort gespeichert (Schritt 2.1 im Kreis).

Unter Schritt (2.2 im Kreis) werden die für die Automatisierungsanlage spezifizierten Feldgeräte 1 von zumindest einem Hersteller/Lieferanten B, der an einem beliebigen Ort Y seinen Firmensitz hat, geordert. Entweder erfolgt die Bestellung über Internet oder per schriftlichem Auftrag.

Unter Schritt (3.1 im Kreis) werden die UUIDs/GUIDs und die entsprechenden Planungsdaten von dem Hersteller/Lieferanten B heruntergeladen. Die georderten Feldgeräte 1 werden unter Schritt (3.2 im Kreis) gefertigt. Die einem jeden Feldgerät 1 zugeordnete UUID/GUID wird bevorzugt in einem nicht-flüchtigen Speicher des Feldgeräts 1 gespeichert.

Unter Schritt (5 im Kreis) werden alle mit der Produktion des Feldgeräts 1 verknüpften Daten ebenso wie die Konfigurations-/Parametrierdaten in dem zentralen WebServer 4 unter der zugehörigen UUID gespeichert. Somit werden gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens alle Informationen und Daten, die während der Planung/

Produktspezifikation und nachfolgend während der Produktionsfertigstellung des Feldgeräts 1 erzeugt werden, unter dem zu dem Feldgerät 1 gehörigen universell geltende eindeutigen Identifizierungscode UUID/GUID

abgespeichert. Unter Schritt (6 im Kreis) erfolgt die Lieferung der georderten Feldgeräte 1 an den Kunden C, der die Automatisierungsanlage betreiben möchte.

Die Schritte (7 im Kreis, 8 im Kreis) beschreiben einen wesentlichen Aspekt des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Inbetriebnahme, nachfolgend zum Betreiben, zum Warten und/oder Bedienen von Feldgeräten 1 . In der

Automatisierungsanlage sind mehrere Feldgeräte 1 angeordnet. Diese sind über einen Datenbus 5, auf dem ein Busprotokoll läuft, miteinander und mit einer Feldzugriffseinheit 2 (Plant Access Point - PAP) verbunden. In der Automatisierungstechnik gebräuchliche und in Verbindung mit der Erfindung mögliche Datenbusse sind in der Beschreibungseinleitung aufgelistet. Der Zugriff auf die Feldgeräte 1 über die Feldzugriffseinheit 2, die mit zumindest einer Automatisierungs-/lntegrations-Plattform 3 (im gezeigten Fall sind es zwei) mit zumindest einem zentralen WebServer 4 eines Service Providers kommunizieren. Die Feldzugriffseinheit 2 hat zumindest die Funktion eines Listeners: sie hört die Kommunikation auf dem Datenbus 5 mit und

kommuniziert über die Automatisierungs-/lntegrations-Plattform 3 - hier handelt es sich bevorzugt um einen OPC-UA Server - mit dem WebServer 4 über Cloud Computing. Erfolgt der Durchgriff auf die Automatisierungsanlage über unterschiedliche Busprotokolle, so hat die Feldzugriffseinheit 2 zusätzlich die Funktion eines Protokollumsetzers. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn in der Automatisierungsanlage die Kommunikation auf dem

Datenbus 3 über ein Feldbusprotokoll erfolgt, während der OPC-UA Server 3 mit dem WebServer 4 über ein Internetprotokoll kommuniziert.

Bei dem Service Provider handelt es sich beispielsweise um den

Feldgerätehersteller oder einen Feldgerätelieferanten. Die Automatisierungs- /Integrations-Plattform 3 stellt bevorzugt über Cloud Computing WebServices dem autorisierten Nutzer C am Ort Z Information über das Feldgerät 1 zur Verfügung stellt. Die Bereitstellung von Information erfolgt z.B. automatisch bei Integration des Feldgeräts 1 in die Automatisierungsanlage oder bei entsprechender Anforderung durch den Kunden C bzw. das Service Personal. Beispielsweise wird die Gerätebeschreibung oder der Gerätetreiber zur Verfügung gestellt. Für jedes der zu installierenden Feldgeräte 1 oder jede der Komponenten des Feldgeräts 1 wurde bereits zu einem Zeitpunkt während der Planung bzw. Produktspezifikation oder bei der Produktionsfertigstellung des Feldgeräts 1 ein universell geltender eindeutiger Identifizierungscode UUID oder GUID über einen Standard-Algorithmus dezentral erzeugt. Dezentrale Erzeugung ist aufgrund der Verwendung eines universell geltenden Standard Algorithmus' möglich. Dieser universell geltende eindeutige Identifizierungscode

UUID/GUID ist/wird in dem zentralen WebServer 4 des Service Providers registriert. Unter diesem universell geltenden eindeutigen Identifizierungscode UUID/GUID wird darüber hinaus während des Lebenszyklus' des Feldgeräts 1 entstehende bzw. entstandene Information gespeichert wird. Auf diese

Information hat der autorisierte Nutzer unter dem universell geltenden eindeutigen Identifizierungscode UUID/GUID jederzeit Zugriff. Wie unter Schritt (9 im Kreis) dargestellt, kann ein autorisierter Nutzer die gespeicherten Informationen jederzeit über einen Browser 6 ansehen.

In dem zentralen WebServer 4 sind u.a. folgende Informationen gespeichert: Datenblätter von Herstellern, Aufzeichnungen über die Lieferwege, Lifecycle Management Daten, Kalibrierdaten, Setup/Konfigurations- oder Instandhaltungsdaten, Info über das Ausphasen eines Feldgeräts bzw. eines

Feldgerätetyps, grafische Information, Wartungspläne, angefallene und zukünftige Kosten für die Instandhaltung, Information über den momentanen monetären Wert, digitaler Fingerabdruck, digitale Aufzeichnungen über den Zustand des Feldgeräts, Information über den geografischen Ort, Lizenzen, über die die Zugriffsrechte auf unterschiedliche von dem Provider zur

Verfügung gestellten Services definiert sind. In der parallel zu dieser Patentanmeldung eingereichten Patentanmeldung mit dem Titel " Verfahren zum Integrieren von zumindest einem Feldgerät in ein Netzwerk der Automatisierungstechnik" von derselben Anmelderin sind unterschiedliche Ausgestaltungen beschrieben, wie während des

Lebenszyklus' eines Feldgeräts 1 Information über das Feldgerät 1

gesammelt und in einer Datenbank eines WebServers 4 gespeichert wird. Der Offenbarungsgehalt dieser parallelen Patentanmeldung ist explizit dem

Offenbarungsgehalt der vorliegenden Patentanmeldung zuzurechnen.