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Title:
METHOD FOR STRIPPING THE POLYURETHANE COATING FROM A COMPOSITE-MATERIAL NOSE CONE OF A JET ENGINE BY USING A GAS LASER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/072589
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for stripping a polyurethane coating (4) from a composite-material nose cone (1) of a jet engine. In order to remove the polyurethane coating (4) carefully from the composite material, without damaging the composite material, the polyurethane coating (4) is stripped from the composite material by way of the laser beam (3) of a gas laser (2).

Inventors:
DUDECK, Matthias (Menzelstrasse 19, Berlin, 12157, DE)
Application Number:
EP2011/071199
Publication Date:
June 07, 2012
Filing Date:
November 28, 2011
Export Citation:
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Assignee:
ROLLS-ROYCE DEUTSCHLAND LTD & CO KG (Eschenweg 11, Blankenfelde, 15827, DE)
DUDECK, Matthias (Menzelstrasse 19, Berlin, 12157, DE)
International Classes:
B23K26/00; B08B7/00; B23K26/06; B23K26/36; B44D3/16; B64C11/14; F02C7/04
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Abtragen der Polyurethanbeschichtung (4) von einem aus einem Verbundwerkstoff (5) bestehenden Nasenkonus (1) eines Strahltriebwerks, dadurch gekennzeichnet, dass die Polyurethanbe¬ schichtung (4) vom Verbundwerkstoff (5) mit dem La¬ serstrahl (3) eines Gaslasers abgetragen wird. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gaslaser ein TEA-C02-Laser (2) ist.

3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch

gekennzeichnet, dass die Wellenlänge des TEA-CO2- Lasers (2) zwischen 9 und 11 μπι, bevorzugt bei 10,6 μπι liegt, die Pulsenergie 6 Joule beträgt und die mittlere Leistung des Lasers zwischen 100 und 500 Watt, bevorzugt bei 250 Watt, liegt. 4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch

gekennzeichnet, dass die Pulsdauer des TEA-C02- Lasers (2) zwischen 200 ns und 2 με beträgt.

5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Polyurethanbeschichtung (4) des

Nasenkonus (1) aus Polyurethan mit einem Isocyanat- anteil zwischen 4 und 5 %, bevorzugt 4,75 %, gebildet ist. 6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch

gekennzeichnet, dass der Verbundwerkstoff (5) eine Matrix aus Epoxydharz und eine Verstärkungsphase, die aus Kohlenstoff- oder anderen technischen Fasern gebildet ist, umfasst.

7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Laserstrahl (3) des TEA- C02-Lasers (2) relativ zum Nasenkonus (1) über die Oberfläche (6) der Polyurethanbeschichtung (4) geführt wird.

8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch

gekennzeichnet, dass zwischen der Polyurethanbeschichtung (4) und dem Verbundwerkstoff (5) eine epoxydbasierte Farbe aufgetragen ist.

9. Verwendung eines TEA-C02-Lasers (2) zum Abtragen

einer Polyurethanbeschichtung (4) vom Nasenkonus (1) eines Strahltriebwerks.

Description:
VERFAHREN ZUM ABTRAGEN DER POLYURETHANBESCHICHTUNG VON EINEM AUS VERBUNDWERKSTOFF BESTEHENDEN NASENKONUS EINES STRAHLTRIEBWERKS UNTER

VERWENDUNG Beschreibung

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Abtragen der Polyurethanbeschichtung von einem aus Verbundwerkstoff bestehenden Nasenkonus eines Strahltriebwerks.

Strahltriebwerke werden im Bereich des Lufteinlaufs mit einer kegelförmigen Kappe, dem sogenannten Nasenkonus, der auch als Triebwerkseintrittskonus bezeichnet wird, vor der Fanstufe versehen. Dieser rotierende Nasenkonus wird aus einem faserverstärktem Polymerwerkstoff ausge ¬ führt. Zur Verbesserung der Oberflächengüte, zum Schutz der Oberfläche vor Fremdkörpern und zur Verminderung der erosiven Beanspruchung durch angesaugte Sand- und

Schmutzpartikel wird auf die Oberfläche des Nasenkonus eine widerstandsfähige Polymerbeschichtung aus Polyu ¬ rethan (PU) aufgetragen. Während des Betriebes des Trieb ¬ werks kann es, bedingt durch Fremdkörper im Luftstrom, zu einer Erosion oder zu einer Zerstörung der Polyurethanbeschichtung kommen. Durch diese Beschädigungen kann das

Faserverbundmaterial freigelegt werden, was über die Zeit zu einer Beschädigung oder einer erhöhten Alterung des

Nasenkonus führen kann. Bei der Wartung der Strahltrieb ¬ werke erfolgt eine Überprüfung der Oberfläche des Nasen ¬ konus auf Beschädigungen. Überschreiten die Beschädigun- gen ein tolerierbares Maß, muss der Nasenkonus ausge ¬ tauscht werden.

Aus Kosten- und Umweltschutzgründen ist eine Instandsetzung des beschädigten Nasenkonus vorteilhaft. Vor ei- ner erneuten Beschichtung des Nasenkonus, beispielsweise durch Tauchen, Lackieren oder Aufspritzen, muss die min- destens einlagige PU-Beschichtung vom Nasenkonus entfernt werden .

Übliche abtragende Verfahren sind beispielsweise das Strahlen mit Sand, Glasperlen, Trockeneis oder das Abbei ¬ zen mit Abbeizmittel. Diese mechanischen und chemischen Verfahren haben den Nachteil, dass eine Beeinträchtigung oder Beschädigung des Verbundwerkstoffs oder der Matrix aus Epoxydharz zu erwarten ist, sobald die PU- Beschichtung abgetragen ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Polyu- rethanbeschichtung eines Nasenkonus schonend vom Verbund ¬ werkstoff zu entfernen und die Oberfläche des Verbund- Werkstoffs für Folgeprozesse zu konditionieren, ohne den Verbundwerkstoff zu schädigen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Abtragen der Polyurethanbeschichtung vom Nasenkonus aus Verbundwerk- stoff mit dem Laserstrahl eines Gaslasers gelöst.

Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die im Vergleich zu mechanischen und chemischen Abtragsverfahren schonende Abtragung und gleichzeitige Vor- behandlung der WerkstoffOberfläche für Folgeprozesse. So kann durch einen nachgeschalteten Applikationsprozess eine neue Polyurethanbeschichtung auf den entschichteten Nasenkonus aufgebracht und den Zeichnungsanforderungen angepasst werden.

Vorteilhaft ist weiterhin, dass das Verfahren ein präzises Arbeiten erlaubt und die Beschichtung rückstandsfrei entfernt werden kann. Darüber hinaus sind keine zusätzlichen Reinigungsmedien oder Prozessschritte notwendig. Der Nasenkonus wird aus Gründen der Gewichtsreduktion aus einem Verbundwerkstoff gefertigt. Dieser Verbundwerkstoff besteht bevorzugt aus einer Matrix aus Epoxydharz und aus einer Verstärkungsphase, die aus Kohlenstoff- oder anderen technischen Fasern bestehen kann. Bekannt ist der Einsatz von Festkörperlasern, wie beispielsweise YAG- Lasern (Yttrium-Aluminium-Granat-Laser) , für Reinigungsaufgaben. Es hat sich gezeigt, dass mit einem YAG-Laser das Polyurethan aufgrund eines zu hohen Wärmeeintrags in den Verbundwerkstoff des Nasenkonus nur angeschmolzen werden kann. Eine mechanische und/oder chemische Nachbe ¬ handlung zum Abtragen des Polyurethans ist daher notwendig.

Polyurethane weisen je nach Wahl des Isocyanats unter ¬ schiedliche Eigenschaften auf. Die Polyurethan- beschichtung des Nasenkonus besteht aus Polyurethan mit einem Isocyanatanteil zwischen 4 % und 5 %. Günstige Eigenschaften ergeben sich bei einem Isocyanatanteil von 4,75 %. Die Polyurethanbeschichtung kann neben

Polyurethan auch eine epoxydbasierte Farbe zwischen Verbundwerkstoff und Polyurethan umfassen.

Ein Gaslaser, im Besonderen ein TEA-C0 2 -Laser (Transversal Elektrisch angeregter Atmosphärendruck-Laser) , hat gegenüber Festkörperlasern, wie beispielsweise einem YAG- Laser, den Vorteil, dass die spezielle Polyurethan ¬ beschichtung des Nasenkonus nicht nur angelöst wird. Mit einer Laserwellenlänge zwischen 9 und 11 μπι, bevorzugt 10, 6 μπι, einer Pulsenergie von 6 Joule und einer mittle ¬ ren Leistung des TEA-C0 2 -Lasers zwischen 100 und 500 Watt, bevorzugt 250 Watt, verdampft diese spezielle Poly ¬ urethanbeschichtung und kann abgesaugt werden. Die Pulsdauer des TEA-C0 2 -Lasers liegt dabei zwischen 100 ns und 2 is (FWHM = füll width at half maximum) . In einem etwa 100 ns langen Puls sind ca. 50 % der Pulsenergie enthal ¬ ten .

Zur Entschichtung des Nasenkonus wird der Laserstrahl ü- ber die gekrümmte, komplexe Oberfläche geführt. Hierfür kann der Nasenkonus fixiert sein und der Laser um den Nasenkonus herum geführt werden oder aber der Laser wird variabel positioniert und der Laserstrahl bestreicht einen Bereich des rotierenden Nasenkonus. Auf diese Weise kann neben der fein justierbaren Abtragsleistung der zu bearbeitende Bereich genau eingegrenzt werden.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Abtragen der Polyu- rethanbeschichtung von einem aus Verbundwerkstoff beste henden Nasenkonus eines Strahltriebwerks wird anhand de beigefügten Figuren näher erläutert.

Es zeigt

Fig. 1 einen Nasenkonus im Teilschnitt mit einem Laser mit Laserstrahl und

Fig. 2 das Detail II aus Fig. 1 mit der Oberfläche des Nasenkonus vor und nach dem Abtragen der Polyurethanbe- Schichtung.

Die Fig. 1 zeigt den Nasenkonus 1 eines Strahltriebwerks als Teilschnitt. Der Nasenkonus 1 ist rotationssymmet ¬ risch, hat die Form eines Kegelstumpfes und besitzt an der Außenseite, an welcher der Luftstrom passiert, eine Polyurethanbeschichtung 4. Die Polyurethanbeschichtung 4 ist mit dem darunter befindlichen Verbundwerkstoff verbunden. Der Laserstrahl 3 des TEA-C0 2 -Lasers (ML-Type) 2 überstreicht die Mantelfläche des Nasenkonus 1. Hierfür rotiert der Nasenkonus 1 um seine Symmetrieachse, und der Laserstrahl 3 wird über die Polyurethanbeschichtung 4 ge- führt. Möglich ist auch eine Rotation des TEA-C0 2 -Lasers 2 um den fixierten Nasenkonus 1. Zur Befestigung des Nasenkonus 1 an der Fanstufe des Strahltriebwerks sind Boh ¬ rungen 7 vorgesehen.

Die Fig. 2 zeigt den vergrößerten Ausschnitt II aus Fig. 1. Die Polyurethanbeschichtung 4 des Verbundwerkstoffs 5 ist im oberen Bereich der Fig. 2 vom Laserstrahl 3 durch Verdampfen abgetragen, und die Oberfläche 6 des Verbund ¬ werkstoffs 5 ist freigelegt worden.

Bezugszeichenliste Nasenkonus

TEA-C0 2 -Laser

Laserstrahl

Polyurethanbeschichtung Verbundwerkstoff

Oberfläche

Bohrung