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Title:
METHOD OF SUPPORTING A TELEPHONIC COMMUNICATION BETWEEN A USER OF A TELECOMMUNICATIONS TERMINAL AND A SERVICE POINT, AND TELECOMMUNICATIONS TERMINAL AND COMPUTER-READABLE STORAGE MEDIUM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/193050
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method of supporting at least one telephonic communication between a user (10) of a telecommunications terminal (11) and a service point (15), in which a call identification (22) of said service point (15) is determined by the telecommunications terminal (11) on the basis of a call signal requesting a voice connection (17) for the communication and, on the basis of said call identification (22), a data set specification (24) which describes a data set (25) required for the communication is determined using a predetermined rule of assignment (23), the data set (25) that was predetermined by said data set specification (24) being determined and a data connection (29) which differs from the voice connection (17) being established via the Internet to the service point (15) and/or a third point (15') which differs from said service point (15), with the data set (25) that was determined being transmitted via the data connection (29).

Inventors:
SELLSCHOPP, Stefan (Johann-Pflügler-Strasse 8, Dachau, 85221, DE)
Application Number:
EP2019/058402
Publication Date:
October 10, 2019
Filing Date:
April 03, 2019
Export Citation:
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Assignee:
ALLIANZ PARTNERS SAS NIEDERLASSUNG DEUTSCHLAND (Königinstrasse 28, München, 80802, DE)
International Classes:
H04M3/42; H04M3/51; H04M7/00; H04M11/06
Foreign References:
US20040013249A12004-01-22
EP3090584A12016-11-09
US20130002415A12013-01-03
US20070287430A12007-12-13
US20140106699A12014-04-17
DE10300079A12004-07-22
US20110306329A12011-12-15
US20160007384A12016-01-07
US20130130639A12013-05-23
US20170365106A12017-12-21
Attorney, Agent or Firm:
HOFSTETTER SCHURACK & PARTNER PATENT- UND RECHTSANWALTSKANZLEI, PARTG MBB (Balanstrasse 57, München, 81541, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE:

1. Verfahren zum Unterstützen zumindest einer Kommunikation zwischen einem Benutzer (10) eines Telekommunikationsendgeräts (11 ) und einer

Dienstleistungsstelle (15), wobei durch das Telekommunikationsendgerät

(1 1 ) jeweils:

- anhand eines Rufsignals, welches eine Sprechverbindung (17) für die Kommunikation anfordert, eine Anrufkennung (22) der Dienstleistungsstelle (15) ermittelt wird und

- auf der Grundlage der Anrufkennung (22) mittels einer vorbestimmten Zuordnungsvorschrift (23) eine Datensatzvorgabe (24), die einen für die Kommunikation benötigten Datensatz (25) beschreibt, ermittelt wird und

- der durch die Datensatzvorgabe (24) vorgegebene Datensatz (25) ermittelt wird und

- eine von der Sprechverbindung (17) verschiedene Datenverbindung (29) über das Internet zu der Dienstleistungsstelle (15) und/oder einer von der Dienstleistungsstelle (15) verschiedenen Drittstelle (15’) aufgebaut wird und

- der ermittelte Datensatz (25) über die Datenverbindung (29) ausgesendet wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , wobei in zumindest einem Fall die Anrufkennung (22) bei von der Dienstleistungsstelle (15) initiierter Sprechverbindung (17) ermittelt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei der Datensatz (25) auch bei unbeantwortetem Rufsignal, falls die Sprechverbindung (17) nicht zustande kommt, ermittelt und gesendet wird. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in zumindest einem Fall die Anrufkennung (22) bei von dem Benutzer (10) am Telekommunikationsendgerät (1 1 ) initiierter Sprechverbindung ermittelt wird.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die

Sprechverbindung (17) eine Telefonverbindung und die Anrufkennung (22) eine Telefonnummer ist oder die Sprechverbindung (17) eine internetbasierte Sprechverbindung und die Anrufkennung (22) eine Nutzerkennung der Dienstleistungsstelle (15) ist.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die

Datenverbindung (29) von der Sprechverbindung (17) unabhängig ist.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das

Telekommunikationsendgerät (1 1 ) mit einer Sensoreinrichtung (26) gekoppelt ist und/oder eine eigene Sensoreinrichtung (26) aufweist und das Telekommunikationsendgerät (11 ) mittels der jeweiligen Sensoreinrichtung (26) Sensordaten erfasst und/oder aus den Sensordaten abgeleitete Situationsdaten ermittelt und der Datensatz (25) die Sensordaten und/oder die Situationsdaten umfasst.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Telekommunikationsendgerät (1 1 ) mit einer Messeinrichtung (27) zum Erfassen zumindest eines vom Körper (28) des Benutzers (10) abgeleiteten Signals gekoppelt ist und/oder eine solche Messeinrichtung (27) aufweist und das Telekommunikationsendgerät (1 1 ) mittels der jeweiligen Messeinrichtung (27) Messdaten des Körpers (28) erfasst und/oder aus den Messdaten abgeleitete Zustandsdaten des Körpers (28) ermittelt und der Datensatz (25) die Messdaten und/oder die Zustandsdaten umfasst.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Telekommunikationsendgerät (1 1 ) mit einem Kraftfahrzeug (12) gekoppelt ist und das Telekommunikationsendgerät (1 1 ) aus dem Kraftfahrzeug (12) Betriebsdaten (14) des Kraftfahrzeugs (12) ausliest und der Datensatz (25) die ausgelesenen Betriebsdaten (14) umfasst und/oder wobei eine Datenverbindung mit einem geräteexternen Server vorgesehen ist und das Ermitteln des Datensatzes (25) vorsieht, dass Daten des Datensatzes aus dem zumindest einen Server gesammelt werden und/oder wobei der Datensatz Autorisierungsdaten umfasst, durch welche durch das Telekommunikationsendgerät (1 1 ) für die Dienstleistungsstelle (15) und/oder die Drittstelle (15’) ein Zugriff auf den zumindest einen Server autorisiert wird.

10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Betriebsdaten (14) einen

Bewegungsverlauf des Kraftfahrzeugs (12) und/oder eine Crash- Bestandsaufnahme und/oder zumindest ein Erkennungsmerkmal des Kraftfahrzeugs (12) umfassen.

1 1. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das

Telekommunikationsendgerät (1 1 ) zumindest einem vorbestimmten Zeitpunkt jeweils eine Geoposition und/oder einen Bewegungsverlauf und/oder zumindest einen Beschleunigungswert ermittelt und gespeichert hält und zum Zeitpunkt der Ermittlung des Datensatzes (25) in den Datensatz (25) einfügt.

12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das

Telekommunikationsendgerät (1 1 ) ein Benutzerprofil des Benutzers (10) gespeichert hält und/oder über eine Internetverbindung auf ein Online- Benutzerprofil des Benutzers (10) zugreift und das Telekommunikationsendgerät (1 1 ) aus dem jeweiligen Benutzerprofil Benutzerdaten ausliest und in den Datensatz (25) einfügt.

13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei das jeweilige Benutzerprofil

Gesundheitsdaten und/oder Adressdaten und/oder Vertragsdaten als die Benutzerdaten enthält.

14. Telekommunikationsendgerät (1 1 ) mit einer Kommunikationseinrichtung zum Bereitstellen einer Sprechverbindung (17),

dadurch gekennzeichnet, dass das Telekommunikationsendgerät (1 1 ) eine Prozessoreinrichtung aufweist, die dazu eingerichtet ist, ein Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche durchzuführen. 15. Computerlesbares Speichermedium (18), wobei auf dem Speichermedium

(18) ein Programmcode gespeichert ist, der Programminstruktionen enthält, die bei Ausführen durch eine Prozessoreinrichtung eines Telekommunikationsendgeräts (1 1 ) ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13 durchführen.

Description:
Verfahren zum Unterstützen einer fernmündlichen Kommunikation zwischen einem Benutzer eines Telekommunikationsendgeräts und einer Dienstleistungsstelle sowie Telekommunikationsendgerät und

computerlesbares Speichermedium

BESCHREIBUNG:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Unterstützen zumindest einer fernmündlichen Kommunikation zwischen einem Benutzer eines Telekommunikationsendgeräts und einer Dienstleistungsstelle. Zu der Erfindung gehören auch ein Telekommunikationsendgerät, mittels welchem das Verfahren durchgeführt werden kann, sowie ein computerlesbares Medium, auf welchem ein Programmcode zum Durchführen des Verfahrens gespeichert ist.

Bei einer Konversation oder Kommunikation zwischen einem Benutzer eines Telekommunikationsendgeräts und einer Dienstleistungsstelle kann es Vorkommen, dass die Dienstleistungsstelle Informationen von dem Benutzer benötigt, die er dann während der fernmündlichen Kommunikation beschaffen und mündlich der Dienstleistungsstelle mitteilen muss. Handelt es sich bei der Dienstleistungsstelle beispielsweise um eine medizinische Auskunftsstelle (beispielsweise bei einem Arzt) oder eine Auskunftsstelle bei einer Versicherung, so sind in der Regel Angaben zur Versicherungsnummer nötig. Der Benutzer muss dann, wenn er nach solchen Informationen gefragt wird, diese Informationen bereithalten oder nachschlagen.

Aus der DE 103 00 079 A1 ist hierzu ein Verfahren zur Übermittlung von Daten mittels einer Rufnummernüberwahl bekannt. Dieses Verfahren sieht vor, dass immer dann, wenn ein Benutzer eine bestimmte Telefonnummer wählt, automatisch am Ende der letzten Ziffer der Telefonnummer noch weitere Ziffern gewählt werden, die beispielsweise einer Versicherungsnummer entsprechen können. Bei einer Versicherung kann dann nach Eintreffen des Telefonanrufs erkannt werden, dass noch weitere Ziffern gesendet wurden, die einen Hinweis auf die Versicherungsnummer des Anrufers geben. Dieses Verfahren erlaubt es aber nur, Zahlen zu übermitteln. Zudem muss die Telefonanlage des Versicherers umgerüstet werden, damit bei einem eingehenden Telefonanruf auch die für den eigentlichen Rufaufbau überzähligen zusätzlichen Ziffern empfangen und verarbeitet werden können.

Aus der US 201 1 0306329 A1 , der US 201 6 0007384 A1 , der US 2013 0130639 A1 und der US 2017 0365106 A1 ist bekannt, in einem Notfall zusätzliche Daten an eine Notrufzentrale zu übermitteln.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine fernmündliche Kommunikation zwischen einem Benutzer eines Telekommunikationsendgeräts und einer Dienstleistungsstelle zu unterstützen.

Die Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind durch die abhängigen Patentansprüche, die folgende Beschreibung sowie die Figuren beschrieben.

Durch die Erfindung ist ein Verfahren zum Unterstützen zumindest einer Kommunikation zwischen einem Benutzer eines

Telekommunikationsendgeräts und einer Dienstleistungsstelle bereitgestellt. Es geht insbesondere um eine fernmündliche Kommunikation. Mit „Kommunikation“ ist hier jeweils insbesondere ein einzelner Kommunikationsvorgang oder Anruf gemeint. Die Schritte des Verfahrens können durch das Telekommunikationsendgerät durchgeführt werden. Durch das Telekommunikationsendgerät wird bei einer jeweiligen Kommunikation anhand eines Rufsignals, welches eine Sprechverbindung für die Kommunikation anfordert, eine Anrufkennung der Dienstleistungsstelle ermittelt. Das Rufsignal ist das den Wählton signalisierende Anrufsignal (bei eingehendem Anruf) oder das den Telefonanruf anfordernde Wählsignal der gewählten Anrufkennung (bei ausgehendem Anruf). Durch dieses Rufsignal wird die Anrufkennung der Dienstleistungsstelle mitgeteilt, also beispielsweise deren Telefonnummer, wenn es sich um eine Telefonverbindung handelt. Auf der Grundlage dieser Anrufkennung wird mittels einer vorbestimmten Zuordnungsvorschrift eine Datensatzvorgabe ermittelt. Die Zuordnungsvorschrift kann beispielsweise auf der Grundlage einer Tabelle oder einer Datenbank realisiert sein. Die Datensatzvorgabe beschreibt einen für die bevorstehende Kommunikation benötigten Datensatz. Die Datensatzvorgabe gibt also vor, welche Informationen in dem Datensatz gesammelt oder zusammengefasst sein sollen. Der durch die Datensatzvorgabe vorgegebene Datensatz wird dann entsprechend auf der Grundlage aktueller Daten ermittelt. Der Datensatz enthält dann also die aktuellen Angaben oder Werte zu den Informationen, die durch die Datensatzvorgabe gefordert sind. Es wird dann eine von der Sprechverbindung verschiedene Datenverbindung über das Internet zu der Dienstleistungsstelle und/oder einer von der Dienstleistungsstelle verschiedenen Drittstelle aufgebaut. Mit anderen Worten baut das Telekommunikationsendgerät selbstständig eine Datenverbindung über das Internet auf, also eine Internetverbindung. Diese führt zu der Dienstleistungsstelle und/oder zu einer von der Dienstleistungsstelle verschiedenen Drittstelle. Der ermittelte Datensatz wird dann über die Datenverbindung ausgesendet. Somit steht also der Datensatz an der Dienstleistungsstelle und/oder der Drittstelle zur Verfügung oder bereit. Da die Datenverbindung von der Sprechverbindung verschieden oder unabhängig sein kann, ist man beim Format des Datensatzes nicht an das Format gebunden, das durch die Sprechverbindung vorgegeben ist. Entsprechend können also auch andere Daten als nur Ziffern oder Zahlen übertragen werden.

Durch die Erfindung ergibt sich der Vorteil, dass schon beim Rufaufbau die benötigten zusätzlichen Informationen gemäß der Datensatzvorgabe automatisiert durch das Telekommunikationsendgerät zusammengesucht oder beschafft oder ermittelt werden und dann über eine Datenverbindung der Dienstleistungsstelle und/oder einer Drittstelle bereitgestellt werden. Die Drittstelle kann beispielsweise ein Dienstleister sein, der von der Dienstleistungsstelle beauftragt werden könnte. Handelt es sich bei der Kommunikation beispielsweise um einen Notruf, den der Benutzer bei einer privaten Notrufannahmestelle (Dienstleistungsstelle) tätigt, beispielsweise bei einem eCall-Center für Fahrzeuge, so kann die Drittstelle beispielsweise eine Feuerwehr und/oder eine Sanitätsstation sein. Dann ist dort bereits der Datensatz vorhanden, wenn in der Dienstleistungsstelle entschieden wird, die Feuerwehr und/oder Sanitätsstelle für eine Rettung oder einen Einsatz zu beauftragen.

Durch die Zuordnungsvorschrift kann auch festgelegt werden, wohin der Datensatz ausgesendet werden soll, also z.B. an welche Drittstelle. Mit anderen Worten kann allgemein durch die Zuordnungsvorschrift in Abhängigkeit von der Anrufkennung eine Internetadresse oder Datenadresse festgelegt werden, an welche der Datensatz gesendet wird. Eine solche Internetadresse oder Datenadresse kann z.B. durch eine URL (Uniform Resource Locator) realisiert sein.

Ein Telekommunikationsendgerät kann im Zusammenhang mit der Erfindung ein mobiles Endgerät oder ein stationäres Endgerät für Telekommunikation (sogenannter Festnetzapparat) oder ein Computer mit Internettelefonie sein. Als mobiles Endgerät kann das Telekommunikationsendgerät beispielsweise als Smartphone oder Tablet-PC oder als Smartwatch ausgestaltet sein. Als Festnetzapparat kann das das Telekommunikationsendgerät beispielsweise als Hausapparat oder Bürotelefon ausgestaltet sein. Eine mögliche Ausgestaltung kann z.B. als ISDN-Festnetzapparat (ISDN - Integrated Services Digital Network) vorgesehen sein. Als Computer mit Internettelefonie kann das Telekommunikationsendgerät beispielsweise als Arbeitsplatzcomputer mit Mikrofon und Lautsprecher/Kopfhörer und/oder mit einem Headset ausgestaltet sein. Der Computer kann z.B. mittels eines Programmmoduls für Internettelefonie betrieben werden. Ein Beispiel für ein Programmmodul für Internettelefonie ist das Produkt „Skype“® des Unternehmens„Microsoft lnc.‘®. Die Erfindung umfasst auch Ausführungsformen, durch die sich zusätzliche Vorteile ergeben. Eine Ausführungsform sieht vor, dass in zumindest einem Fall, also bei zumindest einer Kommunikation, die Anrufkennung bei eingehendem Anruf ermittelt wird, wenn also eine von der Dienstleistungsstelle initiierte Sprechverbindung oder ein Rufsignal der Dienstleistungsstelle vorliegt. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass die Dienstleistungsstelle von sich aus signalisieren kann, welcher Datensatz benötigt wird.

In einer Ausführungsform wird der Datensatz dabei auch bei unbeantwortetem Rufsignal, falls also die Sprechverbindung nicht zustande kommt, ermittelt und gesendet. Selbst wenn also der Benutzer des Telekommunikationsendgeräts den eingehenden Anruf nicht annimmt, wird der Datensatz ausgesendet. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass die Dienstleistungsstelle und/oder die Drittstelle auch dann den Datensatz erhält, wenn der Benutzer des Telekommunikationsendgeräts beispielsweise ohnmächtig ist oder allgemein nicht in der Lage ist, die Sprechverbindung durch Annehmen des Rufsignals oder Anrufs zustande kommen zu lassen. Sieht die Datensatzvorgabe beispielsweise vor, dass der Datensatz auch medizinische Messdaten, beispielsweise eine Herzrate und/oder einen Zuckerspiegel, enthalten soll, so kann hierdurch von der Dienststelle aus auch bei unbeantwortetem Rufsignal ermittelt werden, in welcher Verfassung der Benutzer ist. Auch so wird also die Kommunikation unterstützt, indem die Dienstleistungsstelle und/oder die Drittstelle auch dann den Datensatz und damit die Informationen von dem Benutzer erhält, wenn dieser nicht in der Lage ist, das Rufsignal zu beantworten. Es wird dennoch der Datensatz mitgeteilt. Eine Ausführungsform sieht vor, dass in zumindest einem Fall, also bei zumindest einer Kommunikation, die Anrufkennung der Dienstleistungsstelle bei ausgehendem Anruf ermittelt wird, wenn die Sprechverbindung oder das Rufsignal also von dem Benutzer am Telekommunikationsendgerät initiierter wird. Wenn also der Benutzer die Anrufkennung wählt und damit den Aufbau der Sprechverbindung initiiert, wird anhand der gewählten Anrufkennung ermittelt, wen der Benutzer anrufen möchte, und der Datensatz wird entsprechend ermittelt und ausgesendet. Wenn der Benutzer dann über die Sprechverbindung mit der Dienstleistungsstelle kommuniziert, wird davor oder währenddessen der Datensatz dann schon ermittelt und an die Dienstleistungsstelle und/oder die Drittstelle gesendet.

Eine Ausführungsform sieht vor, dass die Sprechverbindung eine Telefonverbindung ist. Die Anrufkennung ist in diesem Fall dann die Telefonnummer der Dienstleistungsstelle. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass die Sprechverbindung eine internetbasierte Sprechverbindung ist. Die Anrufkennung ist dann nicht zwingenderweise eine Zahlenfolge wie bei einer Telefonnummer, sondern allgemein eine Nutzerkennung der Dienstleistungsstelle. Es kann sich beispielsweise um eine so genannte Skype-ID handeln. Auch hierfür kann das Verfahren genutzt werden.

Insbesondere ist stets vorgesehen, dass die Datenverbindung von der Sprechverbindung unabhängig ist. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass eine Störung der Sprechverbindung keinen Einfluss auf die Übertragung des Datensatzes hat.

Eine Ausführungsform sieht vor, dass das Telekommunikationsendgerät mit einer Sensoreinrichtung gekoppelt ist und/oder eine eigene Sensoreinrichtung aufweist. Das Telekommunikationsendgerät erfasst mittels der jeweiligen Sensoreinrichtung Sensordaten und/oder ermittelt aus den Sensordaten abgeleitete Situationsdaten. Situationsdaten stellen also eine Abstraktion der Sensordaten vor, indem beispielsweise Sensordaten kombiniert oder fusioniert oder interpretiert werden. Sensordaten stellen also die Rohdaten dar, während Situationsdaten aufbereitete Sensordaten darstellen. Der besagte Datensatz, der an die Dienstleistungsstelle und/oder Drittstelle gesendet wird, umfasst die Sensordaten und/oder die Situationsdaten. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass in der Dienstleistungsstelle und/oder Drittstelle ein Messergebnis zu dem Aufenthaltsort des Telekommunikationsendgeräts und/oder der aktuellen Situation des Benutzers vorliegt. Als Sensordaten können beispielsweise Kameradaten und/oder Temperaturdaten und/oder Geopositionsdaten ermittelt werden. Die Sensoreinrichtung kann entsprechend eine Kamera und/oder einen Temperatursensor und/oder einen Empfänger für ein GNSS (Global Navigation Satellite System), beispielsweise das GPS (Global Positioning System), aufweisen.

Eine Ausführungsform sieht vor, dass das Telekommunikationsendgerät mit einer Messeinrichtung zum Erfassen zumindest eines vom Körper des Benutzers abgeleiteten Signals gekoppelt ist und/oder eine solche Messeinrichtung aufweist. Das Telekommunikationsendgerät erfasst mittels der jeweiligen Messeinrichtung Messdaten des Körpers des Benutzers und/oder ermittelt aus diesen Messdaten abgeleitete Zustandsdaten des Körpers. Die Zustandsdaten stellen also eine Abstraktion oder Zusammenfassung von Messdaten dar. Die Messdaten stellen also Rohdaten dar, während die Zustandsdaten aus den Rohdaten abgeleitete Daten darstellen. Der Datensatz, der an die Dienstleistungsstelle und/oder Drittstelle gesendet wird, umfasst dann die Messdaten und/oder die Zustandsdaten. Somit ist dann in der Dienstleistungsstelle und/oder Drittstelle der körperliche Zustand oder die körperliche Verfassung des Benutzers bekannt. Insbesondere in dem beschriebenen Fall, dass das Rufsignal eines eingehenden Anrufs unbeantwortet bleibt, also der Benutzer den Anruf nicht annimmt, kann mittels des Datensatzes erkannt werden, ob der Benutzer Hilfe benötigt. Die Messeinrichtung kann für eine Messung einer Herzrate und/oder eines Blutzuckerspiegels und/oder einer Körpertemperatur und/oder eine Hautleitfähigkeit eingerichtet sein, um nur Beispiele zu nennen.

Gemäß einer Ausführungsform ist das Telekommunikationsendgerät mit einem Kraftfahrzeug gekoppelt. Eine solche Koppelung kann beispielsweise auf der Grundlage eines USB (Universal Serial Bus) und/oder einer Bluetooth- Verbindung oder einer WLAN-Verbindung (WLAN - Wireless Local Area Network) und/oder einer NFC (Near Field Communication) realisiert sein. Das Telekommunikationsendgerät liest aus dem Kraftfahrzeug Betriebsdaten des Kraftfahrzeugs aus und der Datensatz umfasst diese ausgelesenen Betriebsdaten. Hierdurch kann in der Dienstleistungsstelle und/oder Drittstelle auf einen Zustand des Kraftfahrzeugs des Benutzers rückgeschlossen werden. Beispielsweise kann die Dienstleistungsstelle eine Pannenhilfe oder ein Callcenter eines Automobilvereins sein. Liegt dann eine Funktionsstörung in dem Kraftfahrzeug vor und ruft der Benutzer bei der Dienstleistungsstelle an, so ist dann in der Dienstleistungsstelle und/oder der Drittstelle (beispielsweise einem Abschleppdienst) der Betriebszustand des Kraftfahrzeugs anhand der Betriebsdaten aus dem übermittelten Datensatz bekannt.

Zusätzlich oder alternativ dazu sieht eine Ausführungsform vor, dass eine Datenverbindung oder Verknüpfung mit zumindest einem geräteexternen Server vorgesehen ist, also einer jeweiligen geräteexternen Datenquelle, z.B. einem jeweiligen Server des Internets, und dass das Ermitteln des Datensatzes vorsieht, dass Daten des Datensatzes aus dem zumindest einen Server gesammelt oder heruntergeladen werden. Dann müssen die Daten nicht in dem Telekommunikationsgerät vorgehalten oder gespeichert werden.

Zusätzlich oder alternativ dazu sieht eine Ausführungsform vor, dass der Datensatz Autorisierungsdaten umfasst, durch welche durch das Telekommunikationsendgerät für die Dienstleistungsstelle und/oder die Drittstelle ein Zugriff auf den zumindest einen geräteexternen Server autorisiert wird. Ein solcher Datensatz kann nach dem Standard OAuth (Open Authorization) gebildet sein. So kann z.B. ein Zugriff auf einen Server eines OBD-Anbieters (OBD - Onboard Diagnosis) gewährt oder gesteuert werden. Dann kann sich die Dienstleistungsstelle und/oder die Drittstelle weitere Daten selbst beschaffen und dennoch kann eine Zugriffskontrolle durch das Telekommunikationsgerät gewährleistet werden. Mittels des Datensatzes kann festgelegt werden, auf welche weiteren Daten der Zugriff autorisiert wird.

Eine Ausführungsform sieht vor, dass die Betriebsdaten einen Bewegungsverlauf des Kraftfahrzeugs und/oder eine Crash- Bestandsaufnahme (wie sie durch eine Crash-Sensorik des Kraftfahrzeugs ermittelt werden kann) und/oder zumindest ein Erkennungsmerkmal des Kraftfahrzeugs (beispielsweise das Fahrzeugmodell und/oder der Fahrzeughersteller und/oder die Fahrzeugfarbe) umfassen. Im Falle eines Unfalls geben somit die Betriebsdaten Aufschluss darüber, in welchem Zustand sich das Kraftfahrzeug befindet und/oder woran das Kraftfahrzeug erkannt werden kann. So kann beispielsweise eine Polizeistreife und/oder ein Rettungsdienst das Kraftfahrzeug anhand des im Datensatz beschriebenen Aussehens und/oder der Lage auffinden. Der Bewegungsverlauf und/oder die Crash-Bestandsaufnahme kann auch genutzt werden, um eine mögliche Verletzung des Benutzers zu schätzen.

Eine Ausführungsform sieht vor, dass das Telekommunikationsendgerät zu einem vorbestimmten Zeitpunkt oder zu vorbestimmten Zeitpunkten jeweils eine Geoposition ermittelt (wie es beispielsweise mittels eines GPS-Sensors des Telekommunikationsendgeräts und/oder des Kraftfahrzeugs möglich ist). Zusätzlich oder alternativ dazu kann das Telekommunikationsendgerät dem jeweiligen Zeitpunkt jeweils einen Bewegungsverlauf und/oder zumindest einen Beschleunigungswert ermitteln. Ein Beschleunigungswert kann beispielsweise einen Sturz oder Schlag beschreiben oder erkennbar machen. Das Telekommunikationsendgerät hält die ermittelten Daten (Geoposition und/oder Bewegungsverlauf und/oder zumindest ein Beschleunigungswert) gespeichert und fügt zum Zeitpunkt der Ermittlung des Datensatzes diese dann in den Datensatz ein. Hierdurch liegt dann eine Historie betreffend Aufenthaltsort und/oder Bewegungsdynamik des

Telekommunikationsendgeräts in dem Datensatz bereit. Hierdurch kann dann beispielsweise ein Aufenthaltsort des Benutzers und/oder eine

Bewegungsbahn und/oder einen Sturz des Benutzers erkannt oder rekonstruiert werden.

Eine Ausführungsform sieht vor, dass das Telekommunikationsendgerät ein Benutzerprofil des Benutzers gespeichert hält und/oder über eine

Internetverbindung auf ein Online-Benutzerprofil des Benutzers zugreift. Es liegt also durch das jeweilige Benutzerprofil eine Beschreibung des Benutzers in Bezug auf zumindest einen Beschreibungsaspekt vor. Das

Telekommunikationsendgerät liest aus dem jeweiligen Benutzerprofil Benutzerdaten aus und fügt diese in den Datensatz ein. Somit sind also Benutzerdaten des Benutzers automatisiert mittels des Datensatzes an die Dienstleistungsstelle und/oder Drittstelle übertragen. So kann eine Ausführungsform vorsehen, dass das jeweilige Benutzerprofil Gesundheitsdaten (Blutgruppe und/oder Krankheiten) und/oder Adressdaten des Benutzers und/oder einer Kontaktperson des Benutzers und/oder Vertragsdaten des Benutzers (beispielsweise Krankenversicherung und/oder Unfallversicherung) als die besagten Benutzerdaten enthält. Der Benutzer muss somit diese Daten nicht umständlich selbst ermitteln, wenn eine Sprechverbindung zu der Dienstleistungsstelle aufgebaut werden soll.

Um das erfindungsgemäße Verfahren durchzuführen, ist durch die Erfindung auch ein Telekommunikationsendgerät bereitgestellt, welches eine Kommunikationseinrichtung zum Bereitstellen einer Sprechverbindung aufweist. Das Telekommunikationsendgerät kann in der beschriebenen Weise beispielsweise als ein mobiles Endgerät (z.B. Smartphone oder Tablet-PC oder Smartwatch) oder als Festnetzapparat oder als Computer mit Internettelefonie ausgestaltet sein. Die Kommunikationseinrichtung kann beispielsweise auf der Grundlage eines Mobilfunkmoduls (3G und/oder 4G und/oder 5G) und/oder eines Festnetzanschlusses (z.B. ISDN) und/oder eines Programmmoduls für Internettelefonie realisiert sein. Das erfindungsgemäße Telekommunikationsendgerät weist eine Prozessoreinrichtung auf, die dazu eingerichtet ist, eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens durchzuführen. Die Prozessoreinrichtung kann hierzu auf der Grundlage eines Mikroprozessors realisiert sein. Die Verfahrensschritte können als ein Programmcode oder Binärcode realisiert sein, der in dem Telekommunikationsendgerät auf einem Speichermedium gespeichert sein kann und/oder von der Prozessoreinrichtung ausgeführt werden kann.

Hierzu sieht die Erfindung entsprechend auch ein computerlesbares Speichermedium vor, auf welchem ein Programmcode gespeichert ist, der Programminstruktionen enthält, die bei Ausführen durch eine Prozessoreinrichtung eines Telekommunikationsendgeräts eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens durchführen. Der Programmcode kann beispielsweise als so genannte App (Applikation) für ein Telekommunikationsendgerät ausgestaltet sein. Das Speichermedium kann in dem Telekommunikationsendgerät bereitgestellt sein. Das Speichermedium kann auch auf einem Server des Internets breitgestellt sein, von wo aus ein Telekommunikationsendgerät den Programmcode herunterladen kann.

Die Erfindung umfasst auch die Kombinationen der Merkmale der beschriebenen Ausführungsformen.

Im Folgenden ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. Hierzu zeigt:

Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Telekommunikationsendgeräts beim Durchführen des Verfahrens; und

Fig. 2 ein Flussschaudiagramm zu einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.

Bei den im Folgenden erläuterten Ausführungsbeispielen handelt es sich um bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung. Bei den Ausführungsbeispielen stellen die beschriebenen Komponenten der Ausführungsformen jeweils einzelne, unabhängig voneinander zu betrachtende Merkmale der Erfindung dar, welche die Erfindung jeweils auch unabhängig voneinander weiterbilden und damit auch einzeln oder in einer anderen als der gezeigten Kombination als Bestandteil der Erfindung anzusehen sind. Des Weiteren sind die beschriebenen Ausführungsformen auch durch weitere der bereits beschriebenen Merkmale der Erfindung ergänzbar.

In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen jeweils funktionsgleiche Elemente. Fig. 1 zeigt einen Benutzer 10, der mit einem Telekommunikationsendgerät 1 1 in einem Kraftfahrzeug 12 sitzen kann. Das Telekommunikationsendgerät 1 1 kann mit einem Steuergerät 13 des Kraftfahrzeugs 12 gekoppelt sein, um Betriebsdaten 14 des Kraftfahrzeugs 12 zu empfangen oder auszulesen.

In Fig. 1 ist des Weiteren eine Dienstleistungsstelle 15 dargestellt, bei der es sich beispielsweise um ein Callcenter (beispielsweise bei einer Versicherung oder einem Automobilverein) handeln kann. In der Dienstleistungsstelle 15 kann Bedienpersonal 1 6 arbeiten, um beispielsweise über eine Sprechverbindung 17 mit dem Benutzer 10 über dessen Telekommunikationsendgerät 1 1 zu kommunizieren. Liegt beispielsweise eine Panne oder ein Defekt bei dem Kraftfahrzeug 12 vor und teilt dies der Benutzer

10 über die Sprechverbindung 17 dem Bedienpersonal 1 6 der Dienstleistungsstelle 15 mit, so kann von der Dienstleistungsstelle 15 aus beispielsweise eine Drittstelle 15‘, beispielsweise ein Abschleppdienst, informiert werden oder beauftragt werden, um Hilfe vor Ort beim Benutzer 10 zu leisten.

Damit der Benutzer 10 nicht alle Details mündlich der Dienstleistungsstelle 15 in der Kommunikation über die Sprechverbindung 17 mitteilen muss, kann der Benutzer 10 bei der Kommunikation durch das Telekommunikationsendgerät

1 1 unterstützt werden. Hierzu kann in dem Telekommunikationsendgerät 1 1 in einem Speichermedium 18 ein Programmcode gespeichert sein, der ein Verfahren zum Unterstützen des Benutzers bei der Kommunikation mit der Dienstleistungsstelle realisieren kann.

Hierbei können drei Fälle 19, 20, 21 auftreten.

Bei dem Fall 19 und dem Fall 20 kann die Sprechverbindung 17 vom Telekommunikationsendgerät 1 1 durch den Benutzer 10 aufgebaut oder ausgelöst werden (ausgehender Anruf). Bei dem Fall 21 kann es sich dabei um einen eingehenden Anruf handeln, das heißt die Dienstleistungsstelle 15 versucht von sich aus, die Sprechverbindung 17 aufzubauen Im Fall 19 kann vorgesehen sein, dass der Benutzer 10 beispielsweise eine Applikation oder App benutzt, die für den Kontakt mit der Dienstleistungsstelle 15 vorgesehen ist. Die Sprechverbindung kann dann als internetbasierte Sprechverbindung realisiert sein. Die Dienstleistungsstelle 15 ist hierbei über eine Anrufkennung 22 identifizierbar oder erreichbar.

Im Fall 20 kann vorgesehen sein, dass der Benutzer 10 mittels des Telekommunikationsendgeräts 1 1 eine Telefonverbindung beispielsweise auf der Grundlage einer Mobilfunkverbindung aufbaut. Die Telefonnummer der Dienstleistungsstelle entspricht dann der Anrufkennung 22.

Im Falle 21 versucht die Dienstleistungsstelle 15, das

Telekommunikationsendgerät 1 1 anzurufen, um die Sprechverbindung 17 aufzubauen. Bei einem solchen Rufaufbau wird ebenfalls die Anrufkennung 22 der Dienstleistungsstelle 15 an das Telekommunikationsendgerät 11 mitgeteilt.

Somit liegt in allen drei Fällen 19, 20, 21 die Anrufkennung 22 der Dienstleistungsstelle 15 im Telekommunikationsendgerät 1 1 vor.

Fig. 2 veranschaulicht, wie hierauf aufbauend das Telekommunikationsendgerät 1 1 das besagte Verfahren durchführen kann, um die Kommunikation zwischen Benutzer 10 und Dienstleistungsstelle 15 zu unterstützen.

In einem Schritt S10 kann in dem Telekommunikationsendgerät die Anrufkennung 22 erfasst oder erkannt werden. Die Anrufkennung 22 kann dem jeweiligen Rufsignal entnommen werden, mittels welchem die Sprechverbindung 17 aufgebaut werden soll. In den Fällen 19, 20, also bei ausgehendem Anruf, entspricht die Anrufkennung 22 der Auswahl des Benutzers 10 und kann direkt beim Wählvorgang während der Erzeugung des Rufsignals ermittelt werden. Im Fall 21 , also bei eingehendem Anruf, ist die Anrufkennung 22 im Rufsignal enthalten und kann daraus entnommen werden. In einem Schritt S1 1 kann mittels einer Zuordnungsvorschrift 23 ermittelt werden, welche Daten die Dienstleistungsstelle 15 voraussichtlich für die Kommunikation benötigt. Die Angaben zu diesen Daten können in einer Datensatzvorgabe 24 zusammengefasst sein.

Gemäß der Datensatzvorgabe 24 kann in einem Schritt S12 das Telekommunikationsendgerät 1 1 einen Datensatz 25 zusammenstellen oder erzeugen. Der Datensatz 25 kann beispielsweise die beschriebenen Betriebsdaten 14 aus dem Kraftfahrzeug 12 umfassen. Der Datensatz 25 kann auch beispielsweise Messdaten aus einer Sensoreinrichtung 26 und/oder einer Messeinrichtung 27 umfassen. Die Sensoreinrichtung 26 kann Sensordaten, beispielsweise Geopositionsdaten und/oder Bilddaten, ermitteln. Die Messeinrichtung 27 kann Messdaten vom Körper 28 des Benutzers 10 ermitteln. Der Datensatz 25 kann somit also auch die Situation des Benutzers 10 in dem Kraftfahrzeug 12 und/oder sein körperliches Befinden oder seinen körperlichen Zustand beschreiben.

In einem Schritt S13 kann das Telekommunikationsendgerät 1 1 den Datensatz 25 über eine von der Sprechverbindung 17 verschiedene Datenverbindung 29 über das Internet an die Dienstleistungsstelle 15 und/oder die Drittstelle 15’ aussenden. Somit liegt in der Dienstleistungsstelle 15 und/oder der Drittstelle 15’ dann der Datensatz 25 vor. Beispielsweise kann der Datensatz 25 in der Dienstleistungsstelle 15 dem Bedienpersonal 16 auf einer Anzeigeeinrichtung 30, beispielsweise einem Bildschirm, angezeigt werden. Das Bedienpersonal

16 kann dann über die Sprechverbindung 17 mit dem Benutzer 10 sprechen oder kommunizieren und hierbei den Datensatz 25 zur Unterstützung heranziehen. Im Fall 21 , wenn versucht wird, von der Dienstleistungsstelle 15 aus die Sprechverbindung 17 aufzubauen, kann selbst dann der Datensatz 25 an die Dienstleistungsstelle 15 und/oder die Drittstelle 15’ vom Telekommunikationsendgerät 1 1 ausgesendet werden, wenn der Benutzer 10 den eingehenden Anruf nicht annimmt, also das Rufsignal zum Aufbau der Sprechverbindung 17 unbeantwortet lässt.

Indem in der Dienstleistungsstelle 15 und/oder der Drittstelle 15’ der Datensatz 25 automatisiert durch das Telekommunikationsendgerät 1 1 ermittelt wird, wird Zeit gespart, da der Benutzer 10 die in dem Datensatz 25 enthaltenen Informationen nicht selbst zusammensuchen oder beschaffen muss.

In dem Telekommunikationsendgerät 1 1 ist somit eine Hintergrundfunktion oder ein Hintergrundprozess bereitgestellt, der überwacht, welche Anrufkennung 22 angerufen wird oder von welcher Anrufkennung 22 aus ein Anruf oder ein Rufsignal eintrifft. Wenn eine Anrufkennung 22 mit einer Liste oder Angabe von Anrufkennungen in der Zuordnungsvorschrift 23 übereinstimmt, kann gemäß der Datensatzvorgabe 24 eine Datensammlung in dem Telekommunikationsendgerät 1 1 durchgeführt oder ausgelöst werden. Es kann sich hierbei um Benutzerdaten handeln, die der Benutzer 10 eingegeben hat (Benutzerprofil) und/oder Sensordaten und/oder Geopositionsdaten und/oder Messdaten des Körpers des Benutzers 10 und/oder Betriebsdaten 14 des Kraftfahrzeugs 12. Der Datensatz 25 kann dann über eine Internetverbindung oder allgemein Datenverbindung 29 an eine vorbestimmte URL ausgesendet werden. Das Ziel der Datenverbindung ist ebenfalls durch die Anrufkennung 22 vorgegeben und z.B. in der Zuordnungsvorschrift 23 angegeben. Ein Vorteil hierdurch ist, dass automatisiert ein Datentransfer des Datensatzes 25 realisiert wird und hierdurch Zeit gespart wird und/oder fehlerhafte Angaben, wie sie dem Benutzer 10 unterlaufen können, vermieden werden. Selbst wenn der Benutzer 10 nicht in der Lage ist, ein eintreffendes Rufsignal eines Anrufs zu beantworten, kann durch ein solches Rufsignal dennoch von der Dienstleistungsstelle 15 aus das Senden des Datensatzes 25 ausgelöst oder getriggert werden. Als Dienstleistungsstelle 15 kann hierdurch beispielsweise ein Unfalldienst oder Abschleppdienst, ein Gesundheitsdienst, eine Reiseversicherung und/oder ein Callcenter unterstützt werden. Bei dem Telekommunikationsendgerät 1 1 kann es sich beispielsweise um ein mobiles Endgerät handeln, also zum Beispiel um ein Smartphone oder ein Tablett-PC oder eines Smart Wort. Der besagte, im Speichermedium 18 gespeicherte Programmcode zum Durchführen der Verfahrensschritte auf Seiten des Telekommunikationsendgeräts 1 1 kann dann beispielsweise als eine sogenannte Applikationssoftware oder Applikation (App) realisiert sein.

Man kann aber auch eine Computertelefonie-Integration oder -Software in einem Festnetzapparat oder in einem stationären Computer bereitstellen, bei der„Wählen“ über den Computer oder„Namen anzeigen“ bei einkommendem Anruf ermöglicht wird. Man kann also bei erkannten Nummern, die gewählt werden, zumindest eine zusätzliche Aktion starten, z.B. Daten an eine vordefinierte Stelle schicken (Rest des Prozesses ist identisch mit der Ausführungsform als mobiles Endgerät). Das wird umso einfacher, als dass das gesamte Telefonnetz auf IP umgestellt wird und so etwas dann nicht mehr lokal passieren müsste. Über das Festnetz könnten natürlich weit mehr Daten (auf dem Rechner oder in der Cloud gespeichert) mitgesendet werden. Aber grundsätzlich ist der Anwendungsfalls immer noch der gleiche: in Abhängigkeit von der erkannten Anrufkennung den Kontext des Anrufs in einem Datensatz mitgeben (z.B. Vertragsnummer, Name) und/oder aktuelle relevante Daten (Medizindaten, Schadendaten). Der Kontext wird also auf Basis der erkannten Anrufkennung ermittelt. Mit anderen Worten wird jeder erkannten Anrufkennung ein Kontext (umfassend Anrufgrund und/oder Gesprächspartner) zugeordnet. Es können also mehrere vorgegebene Anrufkennungen gespeichert sein. Zu jeder Anrufkennung ist dann eine Datensatzvorgabe und optional eine Adresse gespeichert. Eine Adresse setzt fest, wohin der gemäß der Datensatzvorgabe erzeugt Datensatz gesendet werden soll. Die Rufnummernauflösung mit dem Adressbuch eines Nutzers kann über eine existierende Schnittstelle einer Telefonanlage realisiert werden, die bei einkommenden Anrufen bereits heute die Anrufernamen anzeigen. Diese kann gemäß der Erfindung ergänzt oder erweitert werden. Die Einbindung von Server- oder cloud-basierten Diensten kann ebenfalls realisiert werden, indem zum Beispiel eine Verbindung zu anderen Accounts per sogenanntem OAuth hergestellt wird, wie es für Google™ und Facebook™ verfügbar ist. Eine solche Verbindung kann dazu genutzt werden, dass die Daten letztlich nicht im Endgerät aggregiert werden müssen, sondern im Ereignisfall in Echtzeit aus zumindest einem Server des Internets gesammelt und in die zu übertragenden Daten ergänzt werden. In dem beschriebenen Beispiel des Pannenfalles könnte die Verbindung zu dem Server des Fahrzeugherstellers oder Nachrüsters für die Onboard Diagnose Schnittstelle (sogenannter OBD2 Stecker) hergestellt werden. Existierende Beispiele für OBD-Stecker Hersteller sind PACE™, TrackMß™, Texa™, Rydd™, Munic.lO™. Mit PACE™ ist die Lösung bereits umgesetzt.

Insgesamt zeigen die Beispiele, wie durch die Erfindung ein Datenservice für Sprachtelefonie bereitgestellt werden kann.




 
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