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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND SYSTEM FOR CONTROLLING A VEHICLE FUNCTION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/206630
Kind Code:
A1
Abstract:
A method for controlling a vehicle function is presented. The method involves an input signal being provided, wherein the input signal is representative of an input of a user. On the basis of the input signal, a rule is ascertained, wherein the rule is representative of a rule for performing a vehicle function. The rule comprises a trigger factor, a parameter and the vehicle function. The parameter is representative of a parameter for controlling the vehicle function, and the trigger factor is representative of a factor for controlling the vehicle function on the basis of the parameter. The rule is stored, so that the rule can be used to control the vehicle function.

Inventors:
WENDE, Robert (Otl-Aicher-Straße 30, München, 80807, DE)
ORDUNG, Mathias (Widenmayerstraße 17, München, 80538, DE)
Application Number:
EP2019/059052
Publication Date:
October 31, 2019
Filing Date:
April 10, 2019
Export Citation:
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Assignee:
BAYERISCHE MOTOREN WERKE AKTIENGESELLSCHAFT (Petuelring 130, München, 80809, DE)
International Classes:
B60R25/24; B60R16/037; B60R25/25
Foreign References:
US20180059913A12018-03-01
US20100222939A12010-09-02
US20170284819A12017-10-05
US20150045988A12015-02-12
Other References:
None
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Steuerung einer Fahrzeugfunktion, bei dem

- ein Eingangssignal (ES) bereitgestellt wird, wobei das Eingangssignal (ES) für eine Eingabe eines Benutzers

repräsentativ ist,

- abhängig von dem Eingangssignal (ES) eine Regel (R) ermittelt wird, wobei die Regel (R) für eine Regel (R) zur Ausführung einer Fahrzeugfunktion repräsentativ ist und die Regel (R) einen Auslösefaktor, einen Parameter und die

Fahrzeugfunktion umfasst, wobei der Parameter für einen Parameter zur Steuerung der Fahrzeugfunktion repräsentativ ist und der Auslösefaktor für einen Faktor zur Steuerung der Fahrzeugfunktion abhängig von dem Parameter repräsentativ ist ,

- die Regel (R) (1) gespeichert wird, so dass die Regel (R) zur Steuerung der Fahrzeugfunktion eingesetzt werden kann.

2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem

- überprüft wird, ob eine Bedingung des Auslösefaktors erfüllt ist,

- wenn die Bedingung des Auslösefaktors erfüllt ist, abhängig von der Regel (R) ein Steuerungssignal ermittelt wird,

- die Fahrzeugfunktion abhängig von dem Steuerungssignal derart gesteuert wird, dass der Parameter der Regel (R) bei der Fahrzeugfunktion eingestellt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem

- eine Datenmenge (DM) bereitgestellt wird, wobei die

Datenmenge (DM) eine Menge an möglichen Auslösefaktoren, eine Menge an möglichen Parametern und eine Menge an möglichen Fahrzeugfunktionen umfasst, - die Regel (R) abhängig von der Datenmenge (DM) ermittelt wird .

4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem das Eingangssignal (ES) ein Sprachsignal ist und zum Ermitteln der Regel (R) das Sprachsignal analysiert wird.

5. Verfahren nach Anspruch 4, bei dem das Sprachsignal in einer Servervorrichtung (3) analysiert wird.

6. Verfahren nach Anspruch 4, bei dem das Sprachsignal in dem Fahrzeug (1) analysiert wird.

7. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, bei dem

- eine Liste für eine Auswahl für den Benutzer visualisiert wird, wobei die Liste eine Menge an möglichen

Auslösefaktoren, eine Menge an möglichen Parametern und eine Menge an möglichen Fahrzeugfunktionen umfasst,

- abhängig von der Auswahl des Benutzers das Eingangssignal (ES) ermittelt wird.

8. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem

- die ermittelte Regel (R) für eine Bestätigung des Benutzers für den Benutzer visualisiert wird,

- abhängig von der Bestätigung des Benutzers, die Regel (R) gespeichert wird.

9. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem die Fahrzeugfunktion mindestens eine der folgenden Funktionen umfasst: eine Fahrzeugklimafunktion und/oder eine

Beduftungsfunktion und/oder eine Sitzheizungsfunktion

und/oder eine Sitzmassagefunktion und/oder eine

Lautsprechersteuerungsfunktion und/oder eine Türverriegelungsfunktion und/oder eine

Innenbeleuchtungsfunktion und/oder eine Verschattungsfunktion und/oder eine Scheibenheizungsfunktion und/oder eine

Fensterheber-Funktion und/oder eine Sitzverstellungsfunktion und/oder eine Außenbeleuchtungsfunktion und/oder eine

Fahrwerksfunktion und/oder eine Fahrdynamikmodus-Funktion und/oder eine abstrakte-Erlebnismodi-Funktion .

10. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem der Auslösefaktor einen der folgenden Faktoren umfasst: einen zeitbasierten Faktor und/oder einen ortbasierten Faktor und/oder einen wetterbasierten Faktor und/oder einen

fahrzeugzustandsbasierten Faktor .

11. System zur Automatisierung einer Fahrzeugfunktion, wobei das System dazu ausgebildet ist, das Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10 durchzuführen.

Description:
Beschreibung

Verfahren und System zur Steuerung einer Fahrzeugfunktion

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung einer Fahrzeugfunktion und ein System zur Steuerung einer

Fahrzeugfunktion .

Moderne Fahrzeuge verfügen über eine steigende Anzahl verschiedener Fahrzeugfunktionen. Insbesondere werden zunehmend Komfortfunktionen entwickelt, die für den Benutzer ein angenehmes Fahrerlebnis ermöglichen.

Die Aufgabe, die der Erfindung zugrunde liegt, ist ein

Verfahren und ein System zu schaffen, dass dazu beiträgt die Steuerung der Fahrzeugfunktionen zu vereinfachen und ein angenehmes Fahrerlebnis für den Benutzer zu ermöglichen.

Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Gemäß einem ersten Aspekt betrifft die Erfindung ein

Verfahren zur Steuerung einer Fahrzeugfunktion. Bei dem

Verfahren wird ein Eingangssignal bereitgestellt, wobei das Eingangssignal für eine Eingabe eines Benutzers repräsentativ ist. Abhängig von dem Eingangssignal wird eine Regel

ermittelt, wobei die Regel für eine Regel zur Ausführung einer Fahrzeugfunktion repräsentativ ist. Die Regel umfasst einen Auslösefaktor, einen Parameter und die

Fahrzeugfunktion. Der Parameter ist repräsentativ für ein Parameter zur Steuerung der Fahrzeugfunktion und der

Auslösefaktor ist repräsentativ für einen Faktor zur Steuerung der Fahrzeugfunktion abhängig von dem Parameter.

Die Regel wird gespeichert, sodass die Regel zur Steuerung der Fahrzeugfunktion eingesetzt werden kann.

Die Fahrzeugfunktion ist beispielsweise eine

Komfortfahrzeugfunktion . Der Benutzer ist beispielsweise ein Fahrer eines Fahrzeugs. Der Parameter umfasst beispielsweise eine vom Benutzer erwünschten Aktion zur Steuerung der

Fahrzeugfunktion. Der Parameter ist beispielsweise ein

Parameter um die Fahrzeugfunktion ein- oder auszuschalten oder eine Stufe der Fahrzeugfunktion einzustellen. Der

Parameter ist beispielsweise: Aktivieren oder Deaktivieren oder auf Stufe x einstellen. Der Auslösefaktor umfasst beispielsweise einen Trigger zur Steuerung der

Fahrzeugfunktion. Der Auslösefaktor umfasst beispielsweise mehrere Faktoren zur Steuerung der Fahrzeugfunktion. Der Auslösefaktor umfasst beispielsweise ein Umfeld-Zustand und/oder ein Fahrzeugzustand und/oder ein Benutzerzustand, der die Fahrzeugfunktion initiiert, wobei der Umfeld-Zustand für einen Zustand des Umfeldes des Fahrzeugs repräsentativ ist, der Fahrzeugzustand für einen Zustand des Fahrzeugs repräsentativ ist und der Benutzerzustand für einen Zustand des Benutzers repräsentativ ist.

Die Regel ist beispielsweise repräsentativ für eine

Gewohnheit des Benutzers. Die Ermittlung der Regel abhängig von dem Eingangssignal ermöglicht für den Benutzer eine

Vereinfachung der Steuerung der Fahrzeugfunktion, sodass wiederkehrende Effekte automatisiert werden können. Die Regel ermöglicht eine Personalisierung der Fahrzeugfunktion.

Die Regel wird beispielsweise in dem Fahrzeug gespeichert. Alternativ oder zusätzlich wird die Regel in einer Servervorrichtung gespeichert. Es ist beispielsweise möglich, dass eine Regel, die für einen vorgegebenen Ort relevant ist, wenn das Fahrzeug den Ort betritt, von der Servervorrichtung in dem Fahrzeug nachgeladen wird. Das ermöglicht

beispielsweise, Ressourcen des Fahrzeugs zu sparen.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung gemäß dem ersten Aspekt wird überprüft, ob eine Bedingung des Auslösefaktors erfüllt ist. Wenn die Bedingung des Auslösefaktors erfüllt ist wird abhängig von der Regel ein Steuerungssignal ermittelt. Die Fahrzeugfunktion wird abhängig von dem Steuerungssignal derart gesteuert, dass der Parameter der Regel bei der

Fahrzeugfunktion eingestellt wird.

Die Bedingung des Auslösefaktors ist beispielsweise eine durch den Auslösefaktor gegebene Bedingung um die

Fahrzeugfunktion zu steuern. Die Ermittlung des

Steuerungssignals abhängig von der Bedingung des

Auslösefaktors ermöglicht die Steuerung der Fahrzeugfunktion abhängig von dem Auslösefaktor, so dass die Fahrzeugfunktion jedes Mal beim Eintreffen des Auslösefaktors automatisiert ausgeführt wird. Mit anderen Worten wird die Regel dem

Fahrzeug einmal gelernt, so dass dieses bei zukünftigen

Eintreffen des Auslösefaktors die Regel automatisiert

durchführt und der Fahrer die Regel nicht jedes Mal manuell durchführen muss. Die Regel muss nicht unmittelbar ausgeführt werden, sondern kann abhängig von dem Auslösefaktor

ausgeführt werden.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung gemäß dem ersten Aspekt wird eine Datenmenge bereitgestellt, wobei die Datenmenge eine Menge an möglichen Auslösefaktoren, eine Menge an möglichen Parametern und eine Menge an möglichen Fahrzeugfunktionen umfasst. Die Regel wird abhängig von der Datenmenge ermittelt.

Die Datenmenge kann beispielsweise in dem Fahrzeug integriert sein und/oder in der Servervorrichtung ausgebildet sein. Das Speichern der Datenmenge in der Servervorrichtung ermöglicht eine flexible und einfache Aktualisierung der Datenmenge, bei der kein Handeln des Benutzers benötigt wird. Das Speichern der Datenmenge in der Servervorrichtung ermöglicht das

Speichern einer beliebig großen Datenmenge. Das Speichern der Datenmenge in dem Fahrzeug ermöglicht eine schnelle

Ermittlung der Regel.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung gemäß dem ersten Aspekt ist das Eingangssignal ein Sprachsignal. Das Sprachsignal wird zum Ermitteln der Regel analysiert.

Das Sprachsignal ist beispielsweise eine Spracheingabe des Benutzers. Das Sprachsignal wird beispielsweise so

analysiert, dass mindestens ein Auslösefaktor, mindestens ein Parameter und mindestens eine Fahrzeugfunktion ermittelt werden. Zum Ermitteln der Regel wird beispielsweise die

Datenmenge eingesetzt. Die Ermittlung der Regel abhängig von dem Sprachsignal ermöglicht für den Benutzer eine einfache Steuerung und Automatisierung der Fahrzeugfunktion.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird das

Sprachsignal in einer Servervorrichtung analysiert.

Die Servervorrichtung ist beispielsweise eine

Backendvorrichtung. Die Servervorrichtung ist beispielsweise eine Offboard Cloud. Die Servervorrichtung ist beispielsweise eine Open Mobility Cloud. Das Sprachsignal wird beispielsweise mittels eines Parsers analysiert. Das

Sprachsignal wird beispielsweise mittels STT (Sprache zu Text) analysiert. Das Analysieren des Sprachsignals in der Servervorrichtung ermöglicht eine effektive und robuste Ermittlung der Regel. Das Analysieren des Sprachsignals in der Servervorrichtung ist einfach zu implementieren und ermöglicht eine robuste und effektive Ermittlung der Regel. Weiterhin, ist es hierdurch möglich auf einfache Weise zukünftige mögliche Auslösefaktoren, mögliche Parameter und/oder möglichen Fahrzeugfunktionen zu ergänzen, da die Backendvorrichtung auf einfache Weise aktualisiert werden kann .

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird das

Sprachsignal in dem Fahrzeug analysiert.

Zum Analysieren des Sprachsignals und Ermitteln der Regel wird beispielsweise ein Sprachsystem eingesetzt. Das

Sprachsignal wird beispielsweise mittels NLU (Verständnis der natürlichen Sprache) Schlüsselworterkennung analysiert. Das Analysieren des Sprachsignals in dem Fahrzeug ermöglicht eine dynamische und schnelle Ermittlung der Regel. Weiterhin ist hierdurch keine Funkverbindung zu einer Servervorrichtung nötig .

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung gemäß dem ersten Aspekt wird eine Liste für eine Auswahl für den

Benutzer visualisiert , wobei die Liste eine Menge an

möglichen Auslösefaktoren, eine Menge an möglichen Parametern und eine Menge an möglichen Fahrzeugfunktionen umfasst.

Abhängig von der Auswahl des Benutzers wird das

Eingangssignal ermittelt. Die Liste umfasst beispielsweise den Inhalt der Datenmenge. Die Liste wird beispielsweise in einer mobilen Vorrichtung des Benutzers gespeichert. Die Liste umfasst beispielsweise ein aufklappbares Menü. Die Liste wird beispielsweise mittels einer App für den Benutzer visualisiert . Die Liste wird beispielsweise in dem Fahrzeug und/oder in der mobilen

Vorrichtung für den Benutzer visualisiert. Das Visualisieren der Liste für den Benutzer ermöglicht für den Benutzer eine Übersicht über mögliche Auslösefaktoren, Parametern und

Fahrzeugfunktionen. Das Ermitteln des Eingangssignals abhängig von der Liste ermöglicht für den Benutzer die Regel von außerhalb des Fahrzeugs einzugeben.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung gemäß dem ersten Aspekt wird die ermittelte Regel für eine Bestätigung des Benutzers für den Benutzer visualisiert. Abhängig von der Bestätigung des Benutzers wird die Regel gespeichert.

Das Visualisieren der Regel ermöglicht für den Benutzer die Regel zu bestätigen oder zu deaktivieren oder zu löschen oder zu manipulieren.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung gemäß dem ersten Aspekt umfasst die Fahrzeugfunktion mindestens eine der folgenden Funktionen: eine Fahrzeugklimafunktion und/oder eine Beduftungsfunktion und/oder eine Sitzheizungsfunktion und/oder eine Sitzmassagefunktion und/oder eine

Lautsprechersteuerungsfunktion und/oder eine

Türverriegelungsfunktion und/oder eine

Innenbeleuchtungsfunktion und/oder eine Verschattungsfunktion und/oder eine Scheibenheizungsfunktion und/oder eine

Fensterheber-Funktion und/oder eine Sitzverstellungsfunktion und/oder eine Außenbeleuchtungsfunktion und/oder eine Fahrwerksfunktion und/oder eine Fahrdynamikmodus-Funktion und/oder eine abstrakte-Erlebnismodi-Funktion .

Derartige Fahrzeugfunktionen ermöglichen für den Benutzer Komfort-Fahrzeugfunktionen zu personalisieren.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung gemäß dem ersten Aspekt umfasst der Auslösefaktor einen der folgenden Faktoren: einen zeitbasierten Faktor und/oder einen

ortbasierten Faktor und/oder einen wetterbasierten Faktor und/oder einen fahrzeugzustandsbasierten Faktor.

Ein zeitbasierter Faktor ist beispielsweise repräsentativ für eine genaue Uhrzeit und/oder eine Zeitspanne und/oder eine relative Zeiteingabe. Ein ort-basierter Faktor ist

beispielsweise repräsentativ für einen Ort des Fahrzeugs. Ein wetter-basierter Faktor ist beispielsweise repräsentativ für eine Wetterlage. Ein fahrzeugzustands-basierter Faktor ist beispielsweise repräsentativ für einen Zustand des Fahrzeugs. Der Zustand des Fahrzeugs ist beispielsweise repräsentativ für eine Anzahl von Personen in dem Fahrzeug oder eine

Geschwindigkeit des Fahrzeugs oder für eine Innentemperatur des Fahrzeugs und/oder eine Anwesenheit der mobilen

Vorrichtung in dem Fahrzeug und/oder eine Außenraumhelligkeit (z.B. Tag/Nacht) und/oder eine Luftreinheit und/oder eine Kalenderinformation des Benutzers. Der Auslösefaktor umfasst beispielsweise eine Kombination aus mehreren Faktoren.

Gemäß einem zweiten Aspekt betrifft die Erfindung ein System zur Automatisierung einer Fahrzeugfunktion. Das System ist dazu ausgebildet das Verfahren gemäß dem ersten Aspekt durchzuführen . Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im Folgenden anhand der schematischen Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

Figur 1 ein Verfahren zur Steuerung einer Fahrzeugfunktion,

Figur 2 ein System zur Steuerung einer Fahrzeugfunktion ,

Figur 3 ein weiteres System zur Steuerung einer

Fahrzeugfunktion und

Figur 4 ein weiteres System zur Steuerung einer

Fahrzeugfunktion .

Elemente gleicher Konstruktion oder Funktion sind

figurenübergreifend mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

Die Figur 1 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Programms zur Steuerung einer Fahrzeugfunktion.

Das Ablaufdiagramm der Figur 1 wird im Folgenden näher erläutert .

Das Programm wird in einem Schritt S1 gestartet, in dem beispielweise Variablen initialisiert werden. Das Programm wird anschließend in einem Schritt S3 fortgesetzt.

In dem optionalen Schritt S3 wird ein Aktivierungssignal bereitgestellt. Abhängig von dem Aktivierungssignal wird ein Bestätigungssignal ermittelt und für ein Benutzer

bereitgestellt. Das Aktivierungssignal wird beispielsweise von dem Benutzer bereitgestellt. Das Aktivierungssignal ist beispielsweise ein Sprachsignal. Das Bestätigungssignal ist beispielsweise ein Audiosignal . Das Aktivierungssignal ist beispielsweise: "Assistent, bitte lernen". Das

Bestätigungssignal ist beispielsweise: "Was soll ich

lernen?". Das Aktivierungssignal ermöglicht beispielsweise zu erkennen, dass der Benutzer eine Spracheingabe eingeben möchte. Das ermöglicht, dass eine Spracherkennung aktiviert wird, wenn das Aktivierungssignal erkannt wird. Das Programm kann in einem Schritt S5 fortgesetzt werden.

In dem Schritt S5 wird ein Eingangssignal ES bereitgestellt . Das Eingangssignal ES ist repräsentativ für eine Eingabe des Benutzers. Das Eingangssignal ES ist beispielsweise

repräsentativ für einen Befehl des Benutzers zur Steuerung einer Fahrzeugfunktion. Das Eingangssignal ES ist

beispielsweise ein Sprachsignal. Das Sprachsignal wird beispielsweise von dem Benutzer in einem Fahrzeug 1

bereitgestellt. Das Sprachsignal ermöglicht eine einfache Bereitstellung des Eingangssignals ES für den Benutzer. Das ermöglicht eine einfache Steuerung der Fahrzeugfunktion für den Benutzer.

Alternativ oder zusätzlich wird für die Bereitstellung des Eingangssignals ES eine Liste für eine Auswahl für den

Benutzer visualisiert . Die Liste ist beispielsweise eine Datenmenge DM. Die Datenmenge DM umfasst eine Menge an möglichen Auslösefaktoren, eine Menge an möglichen Parametern und eine Menge an möglichen Fahrzeugfunktionen. Das

Eingangssignal ES wird in diesem Fall abhängig von einer Auswahl des Benutzers ermittelt.

Die Liste ist beispielsweise in einem Aufklappmenü

ausgebildet. Die Liste wird beispielsweise auf einer mobilen Vorrichtung 5 wie beispielsweise einem Smartphone des

Benutzers für den Benutzer visualisiert .

Die Liste wird beispielsweise in der mobilen Vorrichtung 5 und/oder in einer Servervorrichtung 3 gespeichert. Die Liste wird beispielsweise mittels einer App auf der mobilen

Vorrichtung 5 des Benutzers für den Benutzer visualisiert.

Die Ermittlung des Eingangssignals ES abhängig von der Liste ermöglicht eine Bereitstellung des Eingangssignals ES außerhalb des Fahrzeugs 1. Das Visualisieren der Liste für den Benutzer ermöglicht für den Benutzer eine Übersicht über mögliche Auslösefaktoren, Parametern und Fahrzeugfunktionen.

Das Programm kann in einem Schritt S7 fortgesetzt werden.

In dem Schritt S7 wird abhängig von dem Eingangssignal ES eine Regel R ermittelt. Die Regel R ist repräsentativ für eine Regel R zur Ausführung der Fahrzeugfunktion. Die Regel R umfasst einen Auslösefaktor, einen Parameter und die

Fahrzeugfunktion .

Die Regel R wird beispielsweise abhängig von der Datenmenge DM ermittelt. Die Datenmenge DM umfasst eine Menge an möglichen Auslösefaktoren, eine Menge an möglichen Parametern und eine Menge an möglichen Fahrzeugfunktionen.

Die Datenmenge DM ist beispielsweise in der Servervorrichtung 3 und/oder in dem Fahrzeug 1 gespeichert. Die Speicherung der Datenmenge DM in der Servervorrichtung 3 ermöglicht ein effizientes Aktualisieren der Datenmenge DM. Der Parameter ist repräsentativ für einen Parameter zur

Steuerung der Fahrzeugfunktion. Der Parameter ist

beispielsweise „Aktivieren" oder „Deaktivieren" oder

„Erhöhen" oder „Verringern".

Der Auslösefaktor ist repräsentativ für einen Faktor zur Steuerung der Fahrzeugfunktion abhängig von dem Parameter.

Der Auslösefaktor umfasst beispielsweise einen der folgenden Faktoren: einen zeitbasierten Faktor und/oder einen

ortbasierten Faktor und/oder einen wetterbasierten Faktor und/oder einen fahrzeugzustandsbasierten Faktor.

Ein zeitbasierter Faktor ist beispielsweise repräsentativ für eine genaue Uhrzeit z.B. um 8h und/oder eine Zeitspanne z.B. morgens und/oder eine relative Zeiteingabe z.B. nach dem Mittagessen .

Ein ort-basierter Faktor ist beispielsweise repräsentativ für einen Ort des Fahrzeugs 1. Ein wetter-basierter Faktor ist beispielsweise repräsentativ für eine Wetterlage.

Ein fahrzeugzustands-basierter Faktor ist beispielsweise repräsentativ für einen Zustand des Fahrzeugs 1. Der Zustand des Fahrzeugs 1 ist beispielsweise repräsentativ für eine Anzahl von Personen in dem Fahrzeug 1 oder einer

Geschwindigkeit des Fahrzeugs 1 oder für eine Innentemperatur des Fahrzeugs 1.

Der Auslösefaktor umfasst beispielsweise eine Kombination aus mehreren Faktoren. Die Fahrzeugfunktion ist beispielsweise eine Komfort-Fahrzeugfunktion. Die Fahrzeugfunktion umfasst beispielsweise mindestens eine der folgenden Funktionen: eine Fahrzeugklimafunktion und/oder eine Beduftungsfunktion und/oder eine Sitzheizungsfunktion und/oder eine

Sitzmassagefunktion und/oder eine

Lautsprechersteuerungsfunktion und/oder eine

Türverriegelungsfunktion und/oder eine

Innenbeleuchtungsfunktion und/oder eine

Verschattungsfunktion .

Ein Beispiel möglicher Auslösefaktoren, Parametern und

Fahrzeugfunktionen wird in der folgenden Tabelle dargestellt.

Die Regel R ermöglicht für den Benutzer die Fahrzeugfunktion so zu steuern, dass wiederkehrende Effekte automatisiert werden. Die Regel R ermöglicht für den Benutzer eine

Personalisierung der Fahrzeugfunktion.

Wenn das Eingangssignal ES ein Sprachsignal ist, wird das Sprachsignal zum Ermitteln der Regel R analysiert. Zum

Analysieren des Sprachsignals, wird das Sprachsignal beispielsweise mittels STT (Sprach zu Text) zu einem

digitalisierten Text umgewandelt. Das Sprachsignal wird beispielsweise mittels eines Parsers analysiert. Zum

Analysieren des Sprachsignals wird beispielsweise eine

Schlüsselworterkennung mittels NLU (Verständnis der

natürlichen Sprache) Schlüsselworterkennung eingesetzt. Das Sprachsignal wird beispielsweise mittels eines Sprachsystems analysiert. Das Sprachsignal wird beispielsweise in dem Fahrzeug 1 analysiert.

Das Analysieren des Sprachsignals in dem Fahrzeug 1

ermöglicht eine schnelle und dynamische Ermittlung der Regel

R.

Alternativ wird das Sprachsignal in der Servervorrichtung 3 analysiert. Die Servervorrichtung 3 ist beispielsweise eine Offboard Cloud. Die Servervorrichtung 3 ist beispielsweise eine Open Mobility Cloud (OMC) . Das Analysieren des

Sprachsignals in der Servervorrichtung 3 ermöglicht eine effektive und robuste Ermittlung der Regel R.

Wenn das Eingangssignal ES abhängig von der Liste ermittelt wird, wird die Regel R beispielsweise in der mobilen

Vorrichtung 5 oder in der Servervorrichtung 3 ermittelt. Das Programm kann in einem Schritt S9 fortgesetzt werden.

In dem optionalen Schritt S9 wird die Regel R disambiguiert und. Eine Disambiguierung der Regel R ermöglicht zu

ermitteln, ob die Regel R einen Widerspruch enthält, so dass der Widerspruch gelöst werden kann. Das Programm kann in einem Schritt Sil fortgesetzt werden. In dem optionalen Schritt Sil wird die Regel R für eine

Bestätigung des Benutzers für den Benutzer visualisiert . Die Regel R wird beispielsweise mittels einer RHMI-Feedbacktafel (remote HMI Feedback-Tafel) visualisiert. Die RHMI- Feedbacktafel ist beispielsweise für ein Display in dem

Fahrzeug 1 repräsentativ. Die RHMI-Feedbacktafel ist

beispielsweise für ein Display der mobilen Vorrichtung 5 repräsentativ. Das Visualisieren der Regel R für den Benutzer ermöglicht für den Benutzer eine Bestätigung oder

Deaktivierung der Regel R. Das Programm kann in einem Schritt S13 fortgesetzt werden.

In dem Schritt S13 wird die Regel R gespeichert. Die Regel R wird beispielsweise in dem Fahrzeug 1 und/oder

Servervorrichtung 3 gespeichert. Das Programm kann in einem Schritt S15 fortgesetzt werden.

In dem Schritt S15 wird überprüft, ob eine Bedingung des Auslösefaktors erfüllt ist. Wenn die Bedingung des

Auslösefaktors erfüllt ist, wird abhängig von der Regel R ein Steuerungssignal ermittelt. Die Fahrzeugfunktion wird

abhängig von dem Steuerungssignal derart gesteuert, dass der Parameter der Regel R bei der Fahrzeugfunktion eingestellt wird .

Die Regel R ist beispielsweise: "Immer wenn ich im Fahrzeug 1 bin Duftart 2 aktivieren" . Das Steuerungssignal ermöglicht die Beduftungsfunktion so zu steuern, dass jedes Mal wenn der Benutzer in dem Fahrzeug 1 einsteigt die Duftart 2 aktiviert wird .

Die Regel R ist beispielsweise "Fahrzeugklima immer morgens auf 21°C und abends auf 23°C einstellen ". Die Regel R wird beispielsweise zum Steuern der Fahrzeugklimafunktion

eingesetzt, so dass immer morgens das Fahrzeugklima auf 21°C und abends auf 23°C eingestellt wird.

Die Regel R ist beispielsweise "Jeden Morgen die Sitzheizung auf Stufe 2 für mich einstellen" . Die Regel R wird

beispielsweise eingesetzt um die Sitzheizung jeden Morgen auf Stufe 2 einzustellen.

Die Regel R ist beispielsweise "Immer Verschattung aktivieren an diesem Ort". Die Regel R ermöglicht beispielsweise, dass die Verschattung immer an einem bestimmten Ort aktiviert wird .

Die Regel R ist beispielsweise "Immer Sitzmassage aktivieren wenn ich in dem Fahrzeug bin" . Die Regel R ermöglicht

beispielsweise für den Benutzer die Sitzmassagefunktion so zu steuern, dass die Sitzmassage immer aktiviert wird, wenn der Benutzer in dem Fahrzeug 1 einsteigt.

Die Regel R ist beispielsweise "Immer wenn die

Außentemperatur um diese Zeit niedriger ist als 19°C

Sitzheizung aktivieren". Der Auslösefaktor umfasst

beispielsweise einen von dem Benutzer vorgegebenen

Schwellenwert. Die Regel R wird beispielsweise so e Lngesetzt , dass die Sitzheizung immer aktiviert wird, wenn die

Außentemperatur während einem vorgegebenen Zeitraum niedriger als der vorgegebene Schwellenwert ist.

Die Regel R ist beispielsweise "Immer die Tür verriegeln, wenn ich nicht alleine in dem Fahrzeug bin" . Die Regel R ist beispielsweise "wenn ich alleine in dem Fahrzeug bin, den Lautsprecher vorne aktivieren, wenn nicht in der Mitte des Fahrzeugs " .

Die Regel R ist beispielsweise "wenn das Gurtschloss

eingerastet ist, immer Sitzheizung in der Stufe 3

aktivieren" .

Die Regel R ist beispielsweise "wenn jemand in dem Fahrzeug einsteigt, die Innenbeleuchtung auf Stufe 3 aktivieren".

Das Steuerungssignal ermöglicht, dass die Regel R von einer OAP (On Board Platform) -Applikation in dem Fahrzeug 1 zur Steuerung der Fahrzeugfunktion ausgeführt wird.

Das Programm wird in einem Schritt S17 beendet und kann gegebenenfalls wird das Programm beendet und kann

gegebenenfalls wieder in dem Schritt S1 gestartet werden.

Die Figur 2 zeigt ein mögliches System zur Steuerung der Fahrzeugfunktion umfassend das Fahrzeug 1 und optional die Servervorrichtung 3. Das Eingangssignal ES wird

beispielsweise von einem Benutzer in dem Fahrzeug 1

vorgegeben. Das Eingangssignal ES ist beispielsweise ein Sprachsignal. Zum Ermitteln der Regel R wird das

Eingangssignal ES in dem Fahrzeug 1 beispielsweise mittels des Sprachsystems analysiert. Die Regel R wird abhängig von der Datenmenge DM ermittelt. Die Datenmenge DM ist

beispielsweise in dem Fahrzeug 1 und/oder Servervorrichtung 3 gespeichert. Die Regel R wird in dem Fahrzeug 1 gespeichert. Alternativ oder zusätzlich wird die Regel R in der

Servervorrichtung 3 gespeichert. Die Regel R wird zur

Steuerung der Fahrzeugfunktion eingesetzt. Die Figur 3 zeigt ein weiteres mögliches System zur Steuerung der Fahrzeugfunktion umfassend das Fahrzeug 1 und die

Servervorrichtung 3. In diesem Beispiel wird das Sprachsignal in der Servervorrichtung 3 analysiert. Dafür wird das

Eingangssignal ES zur Servervorrichtung 3 übertragen und beispielsweise mittels eines Parsers analysiert. Die Regel R wird dann zum Fahrzeug 1 übertragen und über der OAP- Applikation zur Steuerung der Fahrzeugfunktion eingesetzt.

Die Figur 3 zeigt ein weiteres mögliches System zur Steuerung der Fahrzeugfunktion umfassend das Fahrzeug 1, die

Servervorrichtung 3 und mobilen Vorrichtung 5. In diesem Beispiel wird zur Bereitstellung des Eingangssignals ES die Liste beispielsweise mittels der App auf der mobilen

Vorrichtung 5 (Figur 4) für den Benutzer visualisiert . Die Liste ist beispielsweise die Datenmenge DM. Die Liste ist beispielsweise in der mobilen Vorrichtung 5 gespeichert.

Abhängig von der Auswahl des Benutzers wird das

Eingangssignal ES ermittelt. Das Eingangssignal ES wird beispielsweise in der Servervorrichtung 3 ermittelt.

Alternativ wird das Eingangssignal ES in der mobilen

Vorrichtung 5 ermittelt. Das Eingangssignal ES wird dann zur Servervorrichtung 3 und/oder zum Fahrzeug 3 zur oben

beschriebenen weiteren Verarbeitung übertragen.

Das Fahrzeug 1, die Servervorrichtung 3 und die mobile

Vorrichtung 5 weisen zur Steuerung der Fahrzeugfunktion insbesondere jeweils eine Recheneinheit, einen Programm- und Datenspeicher, sowie eine oder mehrere

Kommunikationsschnittstellen auf. Der jeweilige Programm- und Datenspeicher und/oder die jeweilige Recheneinheit und/oder die jeweiligen Kommunikationsschnittstellen können in einer Baueinheit und/oder verteilt auf mehrere Baueinheiten ausgebildet sein.

Bezugs zeichenliste :

Regel R

Datenmenge DM

EingangsSignal ES

Fahrzeug 1

ServerVorrichtung 3

Mobile Vorrichtung 5

S1-S17 Programmschritte