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Title:
METHOD AND SYSTEM FOR IMPROVING LIGHTING CONTROL AND METHOD AND SYSTEM FOR CONTROLLING A LIGHTING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/174217
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method and a system for improving lighting control. In said method, lighting information relating to the light emitted by a lighting device (3) and bodily data of a person present in the lighting area or in a predefined area of the lighting device (3) are detected using a means (1) for detecting bodily data, the bodily data and lighting information that have been detected at a specific, simultaneous point in time are assigned to one another and transmitted to a data collection system (2). The invention also relates to a method and a system for controlling a lighting device (3), in which method bodily data of a person present in the lighting area or in a predefined area of the lighting device (3) are detected using a means (1) for detecting bodily data, the lighting device (3) being controlled in accordance with the detected bodily data.

Inventors:
JOPPI RENE (AT)
MAYR GREGOR (AT)
Application Number:
EP2016/059637
Publication Date:
November 03, 2016
Filing Date:
April 29, 2016
Export Citation:
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Assignee:
ZUMTOBEL LIGHTING GMBH (AT)
International Classes:
H05B37/02
Domestic Patent References:
WO2013111134A12013-08-01
WO2010079388A12010-07-15
WO1999056262A11999-11-04
Foreign References:
DE102012206691A12013-10-24
US20140052220A12014-02-20
DE202011108475U12012-01-26
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
THUN, Clemens et al. (DE)
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Claims:
Patentansprüche

Verfahren zur Verbesserung einer Beleuchtungssteuerung, bei dem

Beleuchtungsinformationen über die von einer

Beleuchtungsvorrichtung (3) abgegebene Beleuchtung und

Körperdaten einer im Beleuchtungsbereich oder in einem vordefinierten Bereich der Beleuchtungs Vorrichtung (3) befindlichen Person erfasst werden,

dadurch gekennzeichnet,

dass die zu einem bestimmten, gleichen Zeitpunkt erfassten Köperdaten und Beleuchtungsinformationen einander zugeordnet werden und an eine

Datensammeleinrichtung (2) übermittelt werden.

Verfahren nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass zu mehreren, verschiedenen Zeitpunkten Köperdaten und

Beleuchtungsinformationen erfasst und jeweils einander zugeordnet werden und an die Datensammeleinrichtung (2) übermittelt werden.

Verfahren nach Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Beleuchtungsvorrichtung (3) zu den verschiedenen Zeitpunkten jeweils eine andere Beleuchtung abgibt.

Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3,

dadurch gekennzeichnet,

dass mehrere Beleuchtungsvorrichtungen (3) vorgesehen sind, wobei die Körperdaten der Person den Beleuchtungsinformationen der

Beleuchtungsvorrichtung (3) zugeordnet werden in dessen

Beleuchtungsbereich bzw. vordefinierten Bereich sich die Person befindet.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Körperdaten mehrerer Personen erfasst werden, wobei die

Beleuchtungsinformationen der Beleuchtungsvorrichtung (3) jeweils den Körperdaten einer Person zugeordnet werden.

Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3,

dadurch gekennzeichnet,

dass Köperdaten und Beleuchtungsinformationen verschiedener Personen und mehrerer Beleuchtungsvorrichtungen (3) erfasst und jeweils einander zugeordnet werden und an die Datensammeleinrichtung (2) übermittelt werden, wobei die Körperdaten einer Person den Beleuchtungsinformationen der Beleuchtungsvorrichtung (3) zugeordnet werden in dessen

Beleuchtungsbereich bzw. vordefinierten Bereich sich die Person befindet.

Verfahren nach einem der Ansprüche 1-6,

dadurch gekennzeichnet,

dass an die Datensammeleinrichtung (2) weitere Informationen der Person, bspw. Alter oder Geschlecht, übermittelt werden.

Verfahren nach einem der Ansprüche 1-7,

dadurch gekennzeichnet,

dass die einander zugeordneten Körperdaten und Beleuchtungsinformationen bzw. die einander zugeordneten Körperdaten und Beleuchtungsinformationen und die weiteren Informationen der Person derart ausgewertet werden, dass sich Informationen über die Auswirkung der Beleuchtung der

Beleuchtungsvorrichtung (3) auf das Wohlbefinden bzw. die Produktivität der Person ergeben.

Verfahren nach Anspruch 8,

dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungsvorrichtung (3) in Abhängigkeit der Informationen über die Auswirkung der Beleuchtung und/oder der erfassten Köperdaten gesteuert wird.

10. Verfahren zur Steuerung einer Beleuchtungsvorrichtung (3), bei dem

Körperdaten einer im Beleuchtungsbereich oder in einem vordefinierten Bereich der Beleuchtungsvorrichtung (3) befindlichen Person erfasst werden, dadurch gekennzeichnet,

dass die Beleuchtungsvorrichtung (3) in Abhängigkeit der erfassten Köperdaten gesteuert wird.

11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-10,

dadurch gekennzeichnet,

dass es sich bei dem vordefinierten Bereich um einen Teilbereich des

Beleuchtungsbereichs der Beleuchtungs Vorrichtung (3), insbesondere

Arbeitsplatz, handelt.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-11,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Position der Person bestimmt wird, wobei die Bestimmung der

Position der Person insbesondere dahingehend erfolgt, ob sich die Person innerhalb des Beleuchtungsbereichs bzw. vordefinierten Bereichs der

Beleuchtungsvorrichtung (3) befindet. 13. Verfahren nach Anspruch 12,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Körperdaten bzw. die Körperdaten und die Beleuchtungsinformationen nur dann erfasst werden wenn sich die Person innerhalb des

Beleuchtungsbereichs bzw. vordefinierten Bereichs der

Beleuchtungsvorrichtung (3) befindet.

14. System zur Verbesserung einer Beleuchtungssteuerung, mit mindestens einer Beleuchtungsvorrichtung (3) und mindestens einem Mittel (1) zur Erfassung von Körperdaten einer im Beleuchtungsbereich oder in einem vordefinierten Bereich der Beleuchtungs Vorrichtung (3) befindlichen Person, wobei die Beleuchtungsvorrichtung (3) dazu ausgebildet ist, Beleuchtungsinformationen über die von der Beleuchtungsvorrichtung (3) abgegebene Beleuchtung zu erfassen,

dadurch gekennzeichnet,

dass das System eine Datensammeleinrichtung (2) aufweist und dazu ausgebildet ist, die zu einem bestimmten, gleichen Zeitpunkt erfassten

Köperdaten und Beleuchtungsinformationen einander zuzuordnen und an die Datensammeleinrichtung (2) zu übermitteln.

15. System nach Anspruch 14,

dadurch gekennzeichnet,

dass das System mehrere Beleuchtungsvorrichtungen (3) und/oder mehrere Mittel (1) zur Erfassung von Körperdaten aufweist, wobei das System dazu ausgebildet ist, Köperdaten und Beleuchtungsinformationen verschiedener Personen und mehrerer Beleuchtungsvorrichtungen (3) zu erfassen und jeweils einander zuzuordnen und an die Datensammeleinrichtung (2) zu übermitteln, wobei die Körperdaten einer Person den Beleuchtungsinformationen der Beleuchtungsvorrichtung (3) zugeordnet werden in dessen

Beleuchtungsbereich bzw. vordefinierten Bereich sich die Person befindet. 16. System nach einem der Ansprüche 14 oder 15,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Datensammeleinrichtung (2) zentral in einem Gebäude bzw.

Gebäudekomplex, bspw. in einer Zentrale eines größeren Beleuchtungssystems, oder im Internet, bspw. in einer Cloud oder auf einem Server eines Herstellers, angeordnet ist.

17. System nach einem der Ansprüche 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet,

dass die Datensammeleinrichtung (2) lokal, bspw. in einem Smartphone, angeordnet ist.

18. System nach einem der Ansprüche 14-17,

dadurch gekennzeichnet,

dass das System dazu ausgebildet ist, die einander zugeordneten Körperdaten und Beleuchtungsinformationen derart auszuwerten, dass sich Informationen über die Auswirkung der Beleuchtung der Beleuchtungsvorrichtung (3) auf das Wohlbefinden bzw. die Produktivität der Person ergeben.

19. System nach Anspruch 18,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Datensammeleinrichtung (2) dazu ausgebildet ist, die einander zugeordneten Körperdaten und Beleuchtungsinformationen auszuwerten.

20. System nach einem der Ansprüche 18 oder 19,

dadurch gekennzeichnet,

dass das System dazu ausgebildet ist, die Beleuchtungs Vorrichtung (3) in Abhängigkeit der Informationen über die Auswirkung der Beleuchtung und/oder der erfassten Köperdaten zu steuern.

21. System nach Anspruch 20,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Datensammeleinrichtung (2) dazu ausgebildet ist, die

Beleuchtungsvorrichtung (3) zu steuern.

22. System zur Steuerung einer Beleuchtungsvorrichtung (3), mit einer

Beleuchtungsvorrichtung (3) und einem Mittel (1) zur Erfassung von

Körperdaten einer im Beleuchtungsbereich oder in einem vordefinierten Bereich der Beleuchtungs Vorrichtung (3) befindlichen Person,

dadurch gekennzeichnet, dass das System dazu ausgebildet ist, die Beleuchtungsvorrichtung (3) in Abhängigkeit der erfassten Köperdaten zu steuern.

23. System nach Anspruch 22,

dadurch gekennzeichnet,

dass das System eine zentrale Steuervorrichtung aufweist, die zentral in einem Gebäude bzw. Gebäudekomplex, bspw. in einer Zentrale eines größeren Beleuchtungssystems, oder im Internet, bspw. in einer Cloud oder auf dem Server eines Herstellers, angeordnet ist.

24. System nach Anspruch 23,

dadurch gekennzeichnet,

dass das System dazu ausgebildet ist, die von dem Mittel (1) zur Erfassung von Körperdaten erfassten Köperdaten an die zentrale Steuervorrichtung zu übermitteln und die zentrale Steuervorrichtung dazu ausgebildet ist, die Beleuchtungsvorrichtung (3) zu steuern.

25. System nach einem der Ansprüche 14-24,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Mittel (1) zur Erfassung von Körperdaten eine Sensor-, Sende- und/oder Empfangseinheit zur Erfassung der Köperdaten aufweist, wobei die Sensor-, Sende- und/oder Empfangseinheit insbesondere in einem Activity Tracker, bspw. ein Armband oder eine Armbanduhr, oder in einer Smartwatch angeordnet ist.

26. System nach Anspruch 25,

dadurch gekennzeichnet,

dass das System eine Empfangs- und Sendeeinheit aufweist, wobei die

Empfangs- und Sendeeinheit insbesondere in einem Smartphone (4) angeordnet ist.

27. System nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet,

dass die Sensor-, Sende- und/oder Empfangseinheit dazu ausgebildet ist, die erfassten Köperdaten an die Empfangs- und Sendeeinheit zu übermitteln.

28. System nach Anspruch 27 und einem der Ansprüche 20 oder 22,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Empfangs- und Sendeeinheit dazu ausgebildet ist, die

Beleuchtungsvorrichtung (3) zu steuern.

29. System nach einem der Ansprüche 14-21 und einem der Ansprüche 25-28, dadurch gekennzeichnet,

dass die Beleuchtungsvorrichtung (3) dazu ausgebildet ist, die

Beleuchtungsinformationen an die Sensor-, Sende- und/oder Empfangseinheit bzw. die Empfangs- und Sendeeinheit zu übermitteln und die Sensor-, Sende- und/oder Empfangseinheit bzw. Empfangs- und Sendeeinheit dazu ausgebildet ist, die Beleuchtungsinformationen den Köperdaten zuzuordnen und die einander zugeordneten Köperdaten und Beleuchtungsinformationen an die Datensammeleinrichtung (2) bzw. über die Empfangs- und Sendeeinheit an die Datensammeleinrichtung (2) zu übermitteln.

30. System nach einem der Ansprüche 14-21 und einem der Ansprüche 25-28, dadurch gekennzeichnet,

dass die Beleuchtungsvorrichtung (3) dazu ausgebildet ist, die

Beleuchtungsinformationen an die Datensammeleinrichtung (2) zu übermitteln, die Sensor-, Sende- und/oder Empfangseinheit bzw. die Empfangs- und Sendeeinheit dazu ausgebildet ist, die Köperdaten an die

Datensammeleinrichtung (2) zu übermitteln und die Datensammeleinrichtung (2) dazu ausgebildet ist, die übermittelten Köperdaten den übermittelten Beleuchtungsinformationen zuzuordnen.

31. System nach einem der Ansprüche 14-30,

dadurch gekennzeichnet, dass das System Mittel zur Bestimmung der Position der Person aufweist, wobei die Bestimmung der Position der Person insbesondere dahingehend erfolgen kann, ob sich die Person innerhalb des Beleuchtungsbereichs bzw. vordefinierten Bereichs der Beleuchtungsvorrichtung (3) befindet.

32. System nach Anspruch 31 und einem der Ansprüche 25-30,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Mittel zur Bestimmung der Position in der oder zusammen mit der Sensor-, Sende- und/oder Empfangseinheit bzw. der Empfangs- und Sendeeinheit angeordnet sind.

33. System nach einem der Ansprüche 31 oder 32,

dadurch gekennzeichnet,

dass es sich bei den Mitteln zur Bestimmung der Position um GPS-Mittel, RFID-Mittel, NFC-Mittel oder Bluetooth-Mittel handelt.

34. System nach einem der Ansprüche 14-33,

dadurch gekennzeichnet,

dass es sich bei dem vordefinierten Bereich um einen Teilbereich des Beleuchtungsbereichs der Beleuchtungs Vorrichtung (3), insbesondere Arbeitsplatz, handelt.

Description:
Verfahren und System zur Verbesserung einer Beleuchtungssteuerung und

Verfahren und System zur Steuerung einer Beleuchtungsvorrichtung Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren bzw. ein System zur Verbesserung einer Beleuchtungssteuerung, bei dem Beleuchtungsinformationen über die von einer Beleuchtungsvorrichtung abgegebene Beleuchtung und Körperdaten einer im

Beleuchtungsbereich oder in einem vordefinierten Bereich der

Beleuchtungsvorrichtung befindlichen Person erfasst werden. Außerdem betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren bzw. ein System zur Steuerung einer

Beleuchtungsvorrichtung, bei dem Körperdaten einer im Beleuchtungsbereich oder in einem vordefinierten Bereich der Beleuchtungs Vorrichtung befindlichen Person erfasst werden. In vielen verschiedenen Bereichen der Beleuchtungstechnik, wie bspw. der Industrie, Büros, Schulen/Unis und Krankenhäusern, gewinnt das Lichtmanagement bzw. die Steuerung der Beleuchtung immer mehr an Bedeutung. Dabei ist immer häufiger vorgesehen, dass die Beleuchtung abhängig von verschiedenen Faktoren

unterschiedlich gesteuert bzw. an- oder abgeschaltet wird. So wird bspw. zur

Energieeinsparung eine Tageslichtsteuerung oder eine Steuerung auf Grundlage von Präsenzmeldungen bzw. Anwesenheitsmeldungen verwendet. Eine

Tageslichtsteuerung kann daneben auch dazu dienen, möglichst gleichbleibende Lichtverhältnisse in einem Gebäude oder einem Raum über den gesamten Tag zu erreichen.

Ein weiterer Bereich in dem das Lichtmanagement bzw. die Steuerung der

Beleuchtung immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die Wirkung des Lichts auf das Wohlbefinden und die Produktivität von Menschen bzw. Personen, die sich im Bereich einer entsprechenden Beleuchtung befinden. Hierbei ist bereits bekannt, dass die Art der Lichtabgabe Einfluss auf den Biorhythmus des Menschen hat, wobei allgemein davon ausgegangen wird, dass bspw. Licht mit einem höheren Blauanteil eine anregende Wirkung hat, während hingegen niedrigere Farbtemperaturen eher beruhigend wirken. Durch die Beeinflussung von Menschen durch die Art der Lichtabgabe können in unterschiedlichen Anwendungsbereichen verschiedene Vorteile erreicht werden. So ist bspw. in der Industrie vorstellbar, dass das Licht eine anregende Wirkung hat und sich dadurch weniger Fehltage und eine höhere Produktivität der Mitarbeiter ergeben, in Büros könnte ein höheres Wohlbefinden und dadurch höhere Produktivität erreicht werden, in Schulen/Unis könnte eine anregende Wirkung und dadurch ein besseres Lernverhalten erzielt werden und in Krankenhäusern könnte dies zur Unterstützung im Heilungsprozess und zu einer beruhigenden Wirkung führen.

Bzgl. der Auswirkungen des Lichts auf das Wohlbefinden und die Produktivität von Menschen bzw. Personen sind bereits mehrere Studien durchgeführt worden, deren Aussagekraft allerdings insofern fraglich ist, dass immer nur eine verhältnismäßig geringe Anzahl von Testpersonen untersucht wurden, da derartige Studien relativ aufwendig sind. Dies liegt u.a. daran, dass eine Stichprobe von Personen mit unterschiedlichem demo graphischem Hintergrund in ein Labor kommen und deren physiologische Reaktionen gemessen werden müssen. Aufgrund dieses Aufwands werden solche Studien mit einer begrenzten Personenanzahl (maximal ein paar hundert Personen) durchgeführt. Hinzu kommt, dass physiologische Reaktionen wie Stress, Pulsschlag usw. von einer Vielzahl von Faktoren, wie z.B. der Tagesverfassung, beeinflusst wird. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl ist es auch bei bisher bekannten Studien kaum möglich, ein Clustering nach Alter, Geschlecht usw.

vorzunehmen.

Die Aussagekraft derartiger Studien ist dementsprechend eher gering und es können nur wenige hilfreiche Informationen hinsichtlich einer optimalen

Beleuchtungssteuerung aus den Studien erzielt werden.

Des Weiteren ist auch zu beachten, dass aus derartigen Studien abgeleitete Dimm- und Farbtemperaturverläufe starr in einem System hinterlegt werden und sich nicht anpassen können, bspw. an örtliche Gegebenheiten. Dabei erhält das System auch keine Rückmeldung, ob sich derartige Verläufe positiv auf die entsprechenden

Personen auswirken. Insgesamt ergibt sich also die Problematik, dass sich durch die bisherigen Studien kaum vernünftig verwendbare Vorgaben zur Steuerung einer Beleuchtung ergeben, die bei einem Großteil bzw. den meisten Personen eine entsprechende positive

Auswirkung auf das Wohlbefinden und die Produktivität hat.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nunmehr, eine Möglichkeit zu schaffen, durch die Auswirkung des Lichts auf das Wohlbefinden und die Produktivität von Menschen positive Effekte zu erzielen. Die Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Verbesserung einer Beleuchtungssteuerung gemäß Anspruch 1 , ein System zur Verbesserung einer Beleuchtungssteuerung gemäß Anspruch 16, ein Verfahren zur Steuerung einer Beleuchtungsvorrichtung gemäß Anspruch 12 und ein System zur Steuerung einer Beleuchtungsvorrichtung gemäß Anspruch 22 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Erfindungsgemäß ist ein Verfahren und ein System zur Verbesserung einer

Beleuchtungssteuerung vorgesehen, bei denen Beleuchtungsinformationen über die von einer Beleuchtungsvorrichtung abgegebene Beleuchtung und Körperdaten einer im Beleuchtungsbereich oder in einem vordefinierten Bereich der

Beleuchtungsvorrichtung befindlichen Person erfasst werden, wobei die zu einem bestimmten, gleichen Zeitpunkt erfassten Körperdaten und Beleuchtungsinformationen einander zugeordnet werden und an eine Datensammeleinrichtung übermittelt werden. Das System weist hierzu mindestens eine Beleuchtungsvorrichtung, mindestens ein Mittel zur Erfassung von Körperdaten und eine Datensammeleinrichtung auf.

Vorteilhafterweise ist vorgesehen, dass zu mehreren, verschiedenen Zeitpunkten Köperdaten und Beleuchtungsinformationen erfasst und jeweils einander zugeordnet werden und an die Datensammeleinrichtung übermittelt werden, wobei die

Beleuchtungsvorrichtung zu den verschiedenen Zeitpunkten jeweils eine andere Beleuchtung abgeben kann. Vorzugsweise können die Körperdaten mehrerer Personen mit mehreren Mitteln zur Erfassung von Körperdaten erfasst werden, wobei jeder Person ein Mittel zur

Erfassung von Körperdaten zugeordnet ist und die Beleuchtungsinformationen der Beleuchtungsvorrichtung jeweils den Körperdaten einer Person zugeordnet werden. Alternativ hierzu können auch mehrere Beleuchtungsvorrichtungen vorgesehen, wobei die Körperdaten der Person den Beleuchtungsinformationen der

Beleuchtungsvorrichtung zugeordnet werden in dessen Beleuchtungsbereich bzw. vordefinierten Bereich sich die Person befindet. Ebenso ist es auch möglich, dass Köperdaten und Beleuchtungsinformationen verschiedener Personen und mehrerer Beleuchtungsvorrichtungen erfasst und jeweils einander zugeordnet werden und an die Datensammeleinrichtung übermittelt werden, wobei die Körperdaten einer Person den Beleuchtungsinformationen der Beleuchtungsvorrichtung zugeordnet werden in dessen Beleuchtungsbereich bzw. vordefinierten Bereich sich die Person befindet. Des Weiteren kann auch vorgesehen sein, dass an die Datensammeleinrichtung weitere Informationen der Person, bspw. Alter oder Geschlecht, übermittelt werden.

Vorteilhafterweise werden die einander zugeordneten Körperdaten und

Beleuchtungsinformationen bzw. die einander zugeordneten Körperdaten und

Beleuchtungsinformationen und die weiteren Informationen der Person derart ausgewertet, dass sich Informationen über die Auswirkung der Beleuchtung der Beleuchtungsvorrichtung auf das Wohlbefinden bzw. die Produktivität der Person ergeben, wobei die Datensammeleinrichtung dazu ausgebildet sein kann, die einander zugeordneten Körperdaten und Beleuchtungsinformationen auszuwerten.

Vorzugsweise kann die Beleuchtungsvorrichtung in Abhängigkeit der Informationen über die Auswirkung der Beleuchtung und/oder der erfassten Köperdaten gesteuert werden, wobei die Datensammeleinrichtung dazu ausgebildet sein kann, die

Beleuchtungsvorrichtung zu steuern.

Erfindungsgemäß ist außerdem ein Verfahren und ein System zur Steuerung einer Beleuchtungsvorrichtung vorgesehen, bei dem Körperdaten einer im

Beleuchtungsbereich oder in einem vordefinierten Bereich der Beleuchtungsvorrichtung befindlichen Person erfasst werden und die

Beleuchtungsvorrichtung dann in Abhängigkeit der erfassten Köperdaten gesteuert wird. Dass System weist hierzu eine Beleuchtungsvorrichtung und ein Mittel zur Erfassung von Körperdaten auf.

Sowohl bei dem Verfahren und dem System zur Verbesserung einer

Beleuchtungssteuerung als auch bei dem Verfahren und dem System zur Steuerung einer Beleuchtungs Vorrichtung kann es sich bei dem vordefinierten Bereich um einen Teilbereich des Beleuchtungsbereichs der Beleuchtungsvorrichtung, insbesondere einen Arbeitsplatz, handeln.

Ebenso kann sowohl bei dem Verfahren und dem System zur Verbesserung einer Beleuchtungssteuerung als auch bei dem Verfahren und dem System zur Steuerung einer Beleuchtungsvorrichtung die Position der Person bestimmt wird, wobei die Bestimmung der Position der Person insbesondere dahingehend erfolgt, ob sich die Person innerhalb des Beleuchtungsbereichs bzw. vordefinierten Bereichs der

Beleuchtungsvorrichtung befindet. Das System zur Verbesserung einer

Beleuchtungssteuerung bzw. das System zur Steuerung einer Beleuchtungsvorrichtung kann dazu Mittel zur Bestimmung der Position der Person aufweisen, wobei es sich bei diesen um GPS-Mittel, RFID-Mittel, NFC-Mittel oder Bluetooth-Mittel handeln kann.

Vorteilhafterweise ist dann noch vorgesehen, dass die Körperdaten bzw. die

Körperdaten und die Beleuchtungsinformationen nur dann erfasst werden wenn sich die Person innerhalb des Beleuchtungsbereichs bzw. vordefinierten Bereichs der Beleuchtungsvorrichtung befindet.

Bei dem Verfahren und dem System zur Verbesserung einer Beleuchtungssteuerung ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Datensammeleinrichtung zentral in einem Gebäude bzw. Gebäudekomplex, bspw. in einer Zentrale eines größeren Beleuchtungssystems, oder im Internet, bspw. in einer Cloud oder auf einem Server eines Herstellers, angeordnet ist. Alternativ dazu könnte die Datensammeleinrichtung auch lokal, bspw. in einem Smartphone, angeordnet sein. Bei dem Verfahren und dem System zur Steuerung einer Beleuchtungsvorrichtung ist vorzugsweise vorgesehen, dass das System eine zentrale Steuervorrichtung aufweist, die zentral in einem Gebäude bzw. Gebäudekomplex, bspw. in einer Zentrale eines größeren Beleuchtungssystems, oder im Internet, bspw. in einer Cloud oder auf dem Server eines Herstellers, angeordnet ist. Dabei kann das System dazu ausgebildet sein, die von dem Mittel zur Erfassung von Körperdaten erfassten Köperdaten an die zentrale Steuervorrichtung zu übermitteln und die zentrale Steuervorrichtung kann dazu ausgebildet sein, die Beleuchtungsvorrichtung in Abhängigkeit der erfassten Köperdaten zu steuern.

Bevorzugt weist bei dem System zur Verbesserung einer Beleuchtungssteuerung bzw. bei dem System zur Steuerung einer Beleuchtungsvorrichtung das Mittel zur Erfassung von Körperdaten eine Sensor-, Sende- und/oder Empfangseinheit zur Erfassung der Köperdaten auf, wobei die Sensor-, Sende- und/oder Empfangseinheit insbesondere in einem Activity Tracker, bspw. ein Armband oder eine Armbanduhr, oder in einer Smartwatch angeordnet ist. Zusätzlich kann außerdem eine Empfangs- und

Sendeeinheit vorgesehen sein, wobei die Empfangs- und Sendeeinheit insbesondere in einem Smartphone angeordnet ist. Dabei kann des Weiteren die Sensor-, Sende- und/oder Empfangseinheit dazu ausgebildet sein, die erfassten Köperdaten an die Empfangs- und Sendeeinheit zu übermitteln.

Vorzugsweise ist die Empfangs- und Sendeeinheit dazu ausgebildet, die

Beleuchtungsvomchtung zu steuern. Bei dem System zur Verbesserung einer Beleuchtungssteuerung kann die

Beleuchtungsvorrichtung dazu ausgebildet sein, die Beleuchtungsinformationen an die Sensor-, Sende- und/oder Empfangseinheit bzw. die Empfangs- und Sendeeinheit zu übermitteln und die Sensor-, Sende- und/oder Empfangseinheit bzw. Empfangs- und Sendeeinheit kann dazu ausgebildet sein, die Beleuchtungsinformationen den

Köperdaten zuzuordnen und die einander zugeordneten Köperdaten und

Beleuchtungsinformationen an die Datensammeleinrichtung bzw. über die Empfangsund Sendeeinheit an die Datensammeleinrichtung zu übermitteln. Alternativ dazu kann die Beleuchtungsvorrichtung auch dazu ausgebildet sein, die Beleuchtungsinformationen an die Datensammeleinrichtung zu übermitteln, die Sensor-, Sende- und/oder Empfangseinheit bzw. die Empfangs- und Sendeeinheit kann dazu ausgebildet sein, die Köperdaten an die Datensammeleinrichtung zu übermitteln und die Datensammeleinrichtung kann dazu ausgebildet sein, die übermittelten Köperdaten den übermittelten Beleuchtungsinformationen zuzuordnen.

Bei dem System zur Verbesserung einer Beleuchtungssteuerung bzw. bei dem System zur Steuerung einer Beleuchtungsvorrichtung können die Mittel zur Bestimmung der Position in der oder zusammen mit der Sensor-, Sende- und/oder Empfangseinheit bzw. der Empfangs- und Sendeeinheit angeordnet sein.

Durch das erfindungsgemäße Verfahren bzw. erfindungsgemäße System zur

Verbesserung einer Beleuchtungssteuerung wird es ermöglicht, kontinuierlich während des normalen Betriebs einer Beleuchtungsvorrichtung Informationen über die

Auswirkung des Lichts auf das Wohlbefinden und die Produktivität von Menschen bzw. Personen zu erhalten, wobei durch die vorgeschlagene Vorgehensweise von einer sehr großen Anzahl an Personen entsprechende Daten erfasst werden können. Hierdurch kann im Vergleich zu bisherigen Studien, bei denen bspw. maximal ein paar hundert Personen teilgenommen haben, eine viel größere Anzahl, bspw. mehrere tausend oder sogar mehrere hunderttausend Personen dazu beitragen, Informationen über die Auswirkung des Lichts auf das Wohlbefinden und die Produktivität von Menschen zu erhalten. Damit kann dann erreicht werden, dass aufgrund der großen Anzahl an Personen bestimmte einzelne Störfaktoren reduziert bzw. ausgeschlossen werden können, wie bspw. die sehr spezielle Tagesform einer einzelnen Person oder die möglicherweise völlig andere Reaktion eines Menschen im Vergleich zu vielen anderen auf eine bestimmte Art von Licht. Zu beachten ist dabei, dass es sich bei den Körperdaten bspw. um den Puls, Blutdruck und Schweiß, aber auch um Bewegungen des Users, die über MEMS-Gyroskope oder Beschleunigungssensoren ermittelt werden, handeln kann. Die Körperdaten dienen insbesondere dazu, die Reaktion des Menschen auf ein abgegebenes Licht bzw. eine abgegebene Beleuchtung der Beleuchtungsvorrichtung zu erfassen. D.h., durch die Zuordnung von Körperdaten zu entsprechenden Beleuchtungsinformationen ist es möglich, festzustellen, wie eine Person auf eine bestimmte Beleuchtungssituation reagiert bzw. wie sich diese Beleuchtungssituation auf die Person bzgl. Wohlbefinden und Produktivität auswirkt.

Des Weiteren ist auch anzumerken, dass entsprechende Daten bzw. Informationen über die Auswirkung der Beleuchtung, die durch ein Verfahren bzw. System zur

Verbesserung einer Beleuchtungssteuerung ermittelt und ausgewertet worden sind, auch in Beleuchtungsvorrichtungen bzw. entsprechenden Systemen verwendet werden können, bei denen keine Erfassung von Beleuchtungsinformationen und Köperdaten stattfindet. Dies kann bspw. dadurch erfolgen, dass ein Hersteller entsprechende Daten bzw. Informationen über die Auswirkung der Beleuchtung durch ein Verfahren bzw. System zur Verbesserung einer Beleuchtungssteuerung ermittelt und auswertet und diese dann in Beleuchtungsvorrichtungen bzw. entsprechenden Systemen ohne Erfassung von Beleuchtungsinformationen und Köperdaten verwendet.

Durch das erfindungsgemäße Verfahren bzw. erfindungsgemäße System zur Steuerung einer Beleuchtungsvorrichtung ist es möglich, in Abhängigkeit von erfassten

Körperdaten, d.h., in Abhängigkeit des Wohlbefindens bzw. der Produktivität einer Person, die Beleuchtungsvorrichtung entsprechend zu steuern. Hierbei ist es z.B. dann möglich, dass in der Beleuchtungsvorrichtung bereits entsprechende Vorgaben zu Steuerung der Beleuchtung gespeichert sind, die sich aus den Informationen über die Auswirkung der Beleuchtung ergeben, welche durch ein Verfahren bzw. System zur Verbesserung einer Beleuchtungssteuerung ermittelt und ausgewertet worden sind. D.h. bspw., dass bei bestimmten ermittelten Körperdaten die Beleuchtung auf eine bestimmte Art und Weise gesteuert wird, wie dies durch die Vorgaben vorgegeben ist. Dies kann zusätzlich auch davon abhängen, in welchem Anwendungsbereich die Beleuchtungsvorrichtung angeordnet ist.

Ebenso wäre es aber auch denkbar, dass die Beleuchtungsvorrichtung durch die entsprechenden Körperdaten gesteuert wird, ohne dass entsprechende Vorgaben in der Beleuchtungsvorrichtung hinterlegt sind, die durch ein Verfahren bzw. System zur Verbesserung einer Beleuchtungssteuerung ermittelt worden sind. In diesem Fall wäre es dann bspw. denkbar, dass die Beleuchtungsvorrichtung eine Veränderung der Beleuchtung vornimmt und anhand der dann ermittelten Körperdaten feststellen kann, inwieweit sich diese Beleuchtungsveränderung auf das Wohlbefinden und die

Produktivität der Person ausgewirkt haben. Hierdurch ist dann eine immer

fortwährende Anpassung möglich.

Nachfolgend soll die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und den beiliegenden Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen:

Figur 1 schematische Darstellung eines Systems zur Verbesserung einer

Beleuchtungssteuerung;

Figur 2 schematische Darstellung eines Systems zur Steuerung einer

Beleuchtungsvorrichtung;

Figur 3 schematische Darstellung eines Systems zur Verbesserung einer

Beleuchtungssteuerung; Figur 4 Darstellung verschiedener Activity Tracker zur Erfassung von

Körperdaten;

Figur 5 Darstellung eines Smartphones, welches Körperdaten empfängt. Wie bereits zuvor erläutert, gewinnt das Lichtmanagement in den verschiedensten

Bereichen der Beleuchtungstechnik immer mehr an Bedeutung. Ein Bereich, der dabei immer relevanter werden dürfte, ist die Wirkung des Lichts auf das Wohlbefinden und die Produktivität von Menschen bzw. Personen. Die bisherigen hierzu verfügbaren Studien sind jedoch eher wenig hilfreich, da insbesondere die Anzahl der Testpersonen aufgrund des relativ hohen Aufwands beschränkt war.

Die es sich durch derartige Studien ergebenden Dimm- und Farbtemperaturverläufe, welche an einer bzw. in einer Beleuchtungsvorrichtung hinterlegt waren, um diese entsprechend zu steuern, sind zudem starr und nicht weiter anpassungsfähig, bspw. an die örtlichen Gegebenheiten oder bestimmte Bedingungen eines Nutzers.

In der vorliegenden Erfindung ist es nunmehr vorgesehen, dass ein Mittel zur

Erfassung von Körperdaten, Körperdaten einer Person erfasst, die sich im

Beleuchtungsbereich oder in einem vordefinierten Bereich einer

Beleuchtungsvorrichtung befindet. Gleichzeitig werden durch die

Beleuchtungsvorrichtung entsprechende Beleuchtungsinformationen über die abgegebene Beleuchtung erfasst. Die zu einem bestimmten, gleichen Zeitpunkt erfassten Körperdaten und Beleuchtungsinformationen werden dann einander zugeordnet und an eine Datensammeleinrichtung übermittelt. Hierdurch besteht dann eine klare Zuordnung zwischen den Beleuchtungsinformationen und den zum gleichen Zeitpunkt erfassten Körperdaten, wodurch es möglich wird, dass diese gesammelten Daten ausgewertet werden können, insbesondere dahingehend, wie die Wirkung des Lichts auf das Wohlbefinden und die Produktivität von Menschen bzw. Personen ist.

Die Beleuchtungsinformationen geben dabei eine bestimmte, durch die

Beleuchtungsvorrichtung erzeugte Beleuchtungssituation wieder, wobei es sich bspw. um Dimmwerte oder Farbtemperaturwerte handeln kann.

In Figur 1 ist dann schematisch ein System zur Verbesserung einer

Beleuchtungssteuerung gezeigt, wobei ein Mittel 1 zur Erfassung von Körperdaten vorgesehen ist, das die erfassten Körperdaten einer Person an eine

Datensammeleinrichtung 2 übermittelt. Die Datensammeleinrichtung 2 empfängt zusätzlich auch noch Beleuchtungsinformationen einer Beleuchtungsvorrichtung 3, wobei die Körperdaten und die Beleuchtungsinformationen zu einem bestimmten, gleichen Zeitpunkt erfasst worden sind. Die Datensammeleinrichtung 2 ordnet dann die Körperdaten den entsprechenden Beleuchtungsinformationen zu. Um dann eine Korrelation zwischen einer bestimmten Beleuchtungssituation, die durch die Beleuchtungsinformationen definiert ist, und den Körperdaten bzw.

Vitaldaten zu ermitteln, wertet die Datensammeleinrichtung 2 die einander

zugeordneten Körperdaten und Beleuchtungsinformationen aus, sodass sich ergibt, wie die Beleuchtungssituation sich auf das Wohlbefinden und die Produktivität der entsprechenden Person auswirkt.

Die Person, von der die Körperdaten erfasst werden, befindet sich hierbei innerhalb des Beleuchtungsbereichs oder eines vordefinierten Bereichs der

Beleuchtungsvorrichtung 3, wobei sich bei dem vordefinierten Bereich der

Beleuchtungsvorrichtung 3 um einen Teilbereich des Beleuchtungsbereichs handeln kann. Bspw. kann vorgesehen sein, dass eine Beleuchtungsvorrichtung bzw. Leuchte einem bestimmten Arbeitsplatz zugeordnet ist und es sich dementsprechend bei dem Arbeitsplatz um einen bestimmten vordefinierten Bereich handelt.

Zu beachten ist hierbei nun, dass eine Erfassung der Körperdaten einer Person nur dann Sinn macht, wenn die Person innerhalb des Beleuchtungsbereichs oder des vordefinierten Bereichs ist, da andernfalls das von der Beleuchtungsvorrichtung 3 abgegebene Licht keinen Einfluss auf das Wohlbefinden bzw. die Produktivität der Person hat. Hierzu kann dann bspw. vorgesehen sein, dass mit Hilfe entsprechender Mittel zur Bestimmung der Position der Person, die Position der Person dahingehend bestimmt wird, ob sich die Person innerhalb des Beleuchtungsbereichs bzw.

vordefinierten Bereichs, bspw. eines Arbeitsplatzes befindet. Nur für den Fall, dass sich die Person dann innerhalb des Beleuchtungsbereichs bzw. vordefinierten Bereichs der Beleuchtungs Vorrichtung befindet, werden die Körperdaten und möglicherweise die Beleuchtungsinformationen erfasst und einander zugeordnet.

Bei den Mitteln zur Bestimmung der Position kann es sich bspw. um entsprechende GPS-Mittel, RFID-Mittel, NFC-Mittel oder Bluetooth-Mittel handeln. Denkbar wären aber auch andere Mittel, die es ermöglichen, die Position einer Person zu bestimmen. So wäre es vorstellbar, dass bspw. mit Hilfe einer in einem Raum oder einer Halle angeordneten Kamera ermittelt wird, in welchem Bereich der Halle bzw. des Raums sich die Person befindet, wodurch dann bestimmt werden kann, ob die Person im Beleuchtungsbereich oder in einem vordefinierten Bereich der

Beleuchtungsvorrichtung 3 ist. Die Mittel zur Bestimmung der Position der Person sind des Weiteren auch dann sinnvoll und hilfreich, wenn in einem Gebäude oder Gebäudekomplex mehrere Beleuchtungsvorrichtungen 3 vorgesehen sind, die jeweils einen Beleuchtungsbereich oder einen vordefinierten Bereich aufweisen. In diesem Fall kann dann vorgesehen sein, dass für den Fall, dass sich die Person zwischen den verschiedenen

Beleuchtungsvorrichtungen 3 hin und her bewegt, die Beleuchtungsinformationen der jeweiligen Beleuchtungsvorrichtung 3 mit den Körperdaten der Person verknüpft werden, sobald diese den Beleuchtungsbereich bzw. vordefinierten Bereich der jeweiligen Beleuchtungsvorrichtung 3 betritt. Die Bestimmung, in welchem

Beleuchtungsbereich bzw. vordefinierten Bereich sich die Person gerade befindet, kann dann durch die Mittel zur Bestimmung der Position der Person vorgenommen werden.

Alternativ hierzu könnte aber auch vorgesehen sein, dass die Körperdaten der Person nur einer vorher festgelegten bestimmten Beleuchtungsvorrichtung 3 bzw. deren

Beleuchtungsinformationen zugeordnet werden, bspw. dem Arbeitsplatz der Person, für den Fall, dass die Person einen festen Arbeitsplatz innerhalb eines Gebäudes hat. D.h., in diesem Fall würde eine Zuordnung nur dann stattfinden, wenn die Person am Arbeitsplatz ist, jedoch nicht, wenn die Person bspw. mittags in die Kantine geht.

Des Weiteren kann auch dann vorgesehen sein, dass eine Beleuchtungsvorrichtung 3 und mehrere Personen vorgesehen sind, wobei die Beleuchtungsinformationen der Beleuchtungsvorrichtung 3 jeweils den Körperdaten jeder Person zugeordnet werden. Um eine möglichst große Datensammlung zu erhalten, ist insbesondere vorgesehen, dass sowohl Beleuchtungsinformationen mehrerer Beleuchtungsvorrichtungen 3 als auch Körperdaten mehrerer Personen vorliegen, wobei die Körperdaten einer Person den Beleuchtungsinformationen der Beleuchtungsvorrichtung 3 zugeordnet werden, in dessen Beleuchtungsbereich bzw. vordefinierten Bereich sich die Person zum

Zeitpunkt der Erfassung der Beleuchtungsinformationen und Körperdaten befindet.

Des Weiteren ist auch vorgesehen, dass die Körperdaten und

Beleuchtungsinformationen bspw. im Sekundentakt oder Minutentakt erfasst werden und dies über einen längeren Zeitraum erfolgt, wobei die Möglichkeit besteht, dass der Ablauf der Beleuchtung gezielt modifiziert wird, um feststellen zu können, ob entsprechende Änderungen in der Beleuchtung Einfluss auf die Körperdaten haben und wenn ja, welchen Einfluss. Dabei besteht die Möglichkeit, dass durch systematisches Verändern der Beleuchtungssituationen Erkenntnisse darüber gewonnen werden können, wie die Beleuchtung beeinflusst werden muss, um das Wohlbefinden der Person bzw. deren körperliche Daten zu verbessern.

Grundsätzlich kann dabei vorgesehen sein, dass vor Beginn der Erfassung von

Körperdaten und Beleuchtungsinformationen in einer Beleuchtungsvorrichtung 3 bereits entsprechende Dimm- und Farbtemperaturverläufe als Anfangsverläufe abgespeichert sind, die sich bspw. durch bisher bereits bekannte Studien ergeben. Diese Dimm- und Farbtemperaturverläufe helfen zu Beginn bei der Steuerung der Beleuchtungsvorrichtung 3, wobei durch die Erfassung und Zuordnung von

Körperdaten und Beleuchtungsinformationen und der entsprechenden Auswertung entsprechende neue Informationen über die Auswirkungen von Licht auf das

Wohlbefinden bzw. die Produktivität einer Person erhalten werden können, wodurch dann die anfänglich abgespeicherten Dimm-und Farbtemperaturverläufe weiter verbessert werden können bzw. neu berechnet oder angepasst werden können. D.h., die in der Beleuchtungsvorrichtung 3 hinterlegten Werte zur Steuerung der

Beleuchtungsvorrichtung 3 können an die Informationen, die sich durch die

Auswertung der entsprechenden Daten ergeben, angepasst werden, wobei diese Anpassung sowohl vor als auch während einer unmittelbaren Steuerung der

Beleuchtungsvorrichtung 3 erfolgen kann.

Die zuvor erwähnten Anfangsverläufe können dann auch in der

Datensammeleinrichtung 2 gespeichert sein und werden dann mit der

Beleuchtungsvorrichtung 3 synchronisiert. Hierbei besteht auch zu Beginn bereits die Möglichkeit, dass ein Benutzer über eine entsprechende App die Verläufe nach seinen Wünschen anpasst. Hierbei könnten dann auch in der Datensammeleinrichtung 2 optimierte Lichtverläufe erstellt werden, wobei es sich hierbei bspw. um verbesserte Dimm- und Farbtemperaturverläufe oder entsprechende Beleuchtungsstärkeverläufe handelt. Die optimierten Lichtverläufe können dann an die Beleuchtungsvorrichtung 3 übermittelt werden, wobei dies auch über ein Smartphone erfolgen kann, das direkt mit der Beleuchtungs Vorrichtung 3 in Verbindung steht.

Unabhängig davon, ob eine Anpassung von in der Beleuchtungsvorrichtung 3 hinterlegten Werten vorgenommen wird, und auch unabhängig davon, ob überhaupt bestimmte Werte in der Beleuchtungs Vorrichtung 3 hinterlegt sind, kann bei der Steuerung der Beleuchtungsvorrichtung 3 vorgesehen sein, dass die

Beleuchtungsvorrichtung 3 in Abhängigkeit der erfassten Körperdaten und der Informationen, die sich durch die Auswertung der gesammelten Daten ergeben, gesteuert wird. Ebenso kann aber auch vorgesehen sein, dass die

Beleuchtungsvorrichtung 3 nur in Abhängigkeit der erfassten Körperdaten oder nur in Abhängigkeit der Informationen, die sich durch die Auswertung der gesammelten Daten ergeben, gesteuert wird. Bei der Steuerung können also unmittelbar die erfassten Körperdaten zur Steuerung mit verwendet werden, wobei weiterhin parallel dann auch immer noch die

Möglichkeit besteht, dass die erfassten Körperdaten und Beleuchtungsinformationen nach wie vor einander zugeordnet und zur Auswertung an die Datensammeleinrichtung 2 übermittel werden.

Das Datensammeln (Erfassen der Körperdaten und Beleuchtungsinformationen und Zuordnen dieser zueinander), das Auswerten der gesammelten Daten im Hinblick auf das Wohlbefinden bzw. die Produktivität von Personen und ggf. das darauf

abgestimmte Anpassen von Werten und Steuern der Beleuchtungsvorrichtung, kann dabei sowohl innerhalb eines Gebäudes bzw. Gebäudekomplexes durchgeführt werden, als auch über sehr große unterschiedliche Gebäude hinweg bis hin zu einer weltweiten Erfassung. Hierdurch ist es dann möglich, dass sich im Vergleich zu bisherigen bekannten Studien ein deutlich umfangreicherer Datensatz ergibt, bei dem dann die Gefahr, dass einzelne statistische Abweichungen die Aussagekraft des Ergebnisses verschlechtern, deutlich reduziert wird. Zusätzlich hat die einzelne Tagesverfassung einzelner Personen keinen signifikanten Einfluss mehr auf das Ergebnis der gesamten Daten. Somit besteht dann bspw. für einen Hersteller die Möglichkeit, auf Basis einer relativ umfangreichen Datensammlung relativ gute Werte im Hinblick auf die Auswirkungen des Lichts auf das Wohlbefinden und die Produktivität von Personen unabhängig von einzelnen Personen zu erhalten, wodurch dann auch die Möglichkeit besteht, dass ein Hersteller entsprechende Beleuchtungs Vorrichtungen besser anpassen kann. Somit ist es auch möglich, dass eine Beleuchtungsvorrichtung bspw. bereits bei ihrer

Herstellung mit entsprechenden Daten versorgt wird, sodass die

Beleuchtungsvorrichtung verbesserte Werte, bspw. für Dimm-und

Farbtemperaturverläufe, und dementsprechend auch eine verbesserte Steuerung aufweist, unabhängig davon, ob die entsprechenden Nutzer Mittel zur Erfassung von Körperdaten aufweisen. D.h., dass die verbesserten Daten dann auch in bisherigen Beleuchtungsvorrichtungen Anwendung finden können, unabhängig davon, ob Körperdaten von entsprechenden Nutzern an eine Datensammeleinrichtung übermittelt werden.

Ebenso ist es auch möglich, dass zwar entsprechende Mittel zur Erfassung von Körperdaten von Personen vorhanden sind, jedoch keine Daten gesammelt werden, d.h., es findet keine Zuordnung von Beleuchtungsinformationen zu Körperdaten statt und es werden keine derartigen zugeordneten Daten an eine Datensammeleinrichtung zur Auswertung übermittelt. In diesem Fall ist lediglich vorgesehen, dass eine

Steuerung der Beleuchtungsvorrichtung in Abhängigkeit der erfassten Körperdaten erfolgt. Ein derartiges System ist bspw. in Figur 2 gezeigt, bei dem ein Mittel 1 zur Erfassung von Körperdaten und eine Beleuchtungsvorrichtung 3 vorgesehen sind. Bei der Steuerung der Beleuchtungsvorrichtung 3 in Figur 2 werden dementsprechend wiederum die Körperdaten verwendet, um eine optimale Steuerung der

Beleuchtungsvorrichtung 3 zu ermöglichen. Dabei ist es auch möglich, dass entsprechende Mittel zur Positionsbestimmung verwendet werden, wodurch festgestellt werden kann, wo sich eine Person befindet. Diesbezüglich soll auch auf die zuvor ausführlich gemachten Anmerkungen im Hinblick auf die Mittel zur

Positionsbestimmung verwiesen werden, die hier auch in gleicher Weise verwendet werden können. D.h., es kann festgelegt werden, dass Körperdaten nur erfasst werden und die entsprechende Beleuchtungs Vorrichtung 3 nur gesteuert wird, wenn eine Person an einem bestimmten Arbeitsplatz bzw. in einem bestimmten

Beleuchtungsbereich bzw. vordefinierten Bereich der Beleuchtungsvorrichtung 3 ist. Ebenso wäre es aber auch möglich, dass jeweils genau die Beleuchtungsvorrichtung 3 innerhalb eines Gebäudes mit Hilfe der erfassten Körperdaten gesteuert wird, in dessen Beleuchtungsbereich bzw. vordefinierten Bereich sich die jeweilige Person aktuell befindet.

Zu dem sowohl in Figur 1 als auch in Figur 2 gezeigten Mittel 1 zur Erfassung von Körperdaten ist anzumerken, dass dieses eine Sensor, Sende- und/oder

Empfangseinheit aufweisen kann, die dazu ausgebildet ist, entsprechende Körperdaten zu ermitteln bzw. zu erfassen und anschließend an eine andere Vorrichtung zu übermitteln. Bei der Sensor, Sende- und/oder Empfangseinheit kann es sich bspw. um einen sog. Activity Tracker handeln, welcher in letzter Zeit zunehmend Einzug in den Alltag gefunden hat. Ebenso kann die Sensor, Sende- und/oder Empfangseinheit auch in einem sog. Activity Tracker angeordnet sein. Derartige Activity Tracker können bspw. die Form einer Armbanduhr oder eines Armbands aufweisen, wobei diese kontinuierlich verschiedenste Körperdaten messen können.

In Figur 4 sind dann verschiedene Activity Tracker gezeigt. Derzeit kommen diese Activity Tracker zumeist im Sport zum Einsatz, wobei jedoch auch andere

Einsatzbereiche möglich sind. Durch die Messung der entsprechenden Körperdaten ist es bspw. möglich, den Stresslevel oder den Wachheitsgrad einer Person zu messen bzw. zu ermitteln, wodurch feststellbar ist, wie sich das Licht auf einen Menschen auswirkt. Beispiele für solche Activity Tracker sind u.a. die Produkte Fitbit, Jawbone Up oder das Fuelband von Nike. Ebenso könnte es sich aber auch um ein einfaches herstellerspezifisches, möglichst billig hergestelltes Armband handeln, damit eine möglichst große Anzahl an Personen damit ausgestattet werden können.

Als Alternative zu den bisherigen klassischen Activity Trackern könnte als Sensor, Sende- und/oder Empfangseinheit auch eine Smartwatch Anwendung finden, die es ebenfalls ermöglicht, entsprechende Körperdaten zu messen. Ebenso kann die Sensor, Sende- und/oder Empfangseinheit auch in einer Smartwatch angeordnet sein. Des Weiteren sind auch andere Mittel aus der Wearable Technology vorstellbar, die entsprechende Körperdaten erfassen können. Grundsätzlich eignet sich als Mittel zur Erfassung von Körperdaten jede vorstellbare Sensor, Sende- und/oder

Empfangseinheit, die es zum einen ermöglicht, Körperdaten zu erfassen und es zum anderen ermöglicht, diese erfassten Körperdaten zu verarbeiten bzw. weiterzuleiten.

Je nach verwendeter Sensor, Sende- und/oder Empfangseinheit kann es dann noch sinnvoll sein, dass eine weitere Empfangs- und Sendeeinheit vorgesehen ist, an die die Sensor, Sende- und/oder Empfangseinheit als Mittel zur Erfassung von Körperdaten, die Körperdaten übermitteln kann. Bspw. sind die oben erwähnten Activity Tracker derzeit zumeist mit einem Smartphone gekoppelt, d.h., die erfassten Körperdaten werden von dem Activity Tracker an das Smartphone übermittelt bzw. das Smartphone steht mit dem Activity Tracker in Verbindung. Entsprechend, ist dann das Smartphone als Empfangs- und Sendeeinheit zu sehen. Ein Smartphone, das entsprechende Körperdaten empfängt, ist bspw. in Figur 5 gezeigt.

Zusätzlich ist es auch vorstellbar, dass auf einem Smartphone bspw. eine App installiert ist, durch welche es einem Benutzer ermöglicht wird, bestimmte

Einstellungen vorzunehmen, die eine gewünschte Befindlichkeit der Person angeben, d.h., bspw. ob die Person eher entspannen will oder dergleichen. Ebenso wäre es auch vorstellbar, entsprechende Dimm- und Farbtemperaturverläufe zu ändern bzw.

anzupassen.

Bei der vorliegenden Erfindung kann dann vorgesehen sein, dass die durch die Sensor, Sende- und Empfangseinheit erfassten Körperdaten durch die Sensor, Sende- und Empfangseinheit an die Empfangs- und Sendeeinheit übermittelt werden und die Empfangs- und Sendeeinheit dann die empfangenen Körperdaten weiter an die Datensammeleinrichtung übermittelt. Dabei kann bspw. vorgesehen sein, dass die Empfangs- und Sendeeinheit zusätzlich auch die Beleuchtungsinformationen der Beleuchtungsvorrichtung empfängt und eine Zuordnung der

Beleuchtungsinformationen und der entsprechenden Körperdaten zueinander bereits in der Empfangs- und Sendeeinheit stattfindet und dann anschließend die einander zugeordneten Körperdaten und Beleuchtungsinformationen an die

Datensammeleinrichtung übermittelt werden.

Alternativ dazu wäre es aber auch denkbar, dass die Empfangs- und Sendeeinheit neben den erfassten Körperdaten zwar auch die Beleuchtungsinformationen empfängt, jedoch noch keine Zuordnung der Körperdaten und Beleuchtungsinformationen zueinander vornimmt, sondern die Körperdaten und die Beleuchtungsinformationen an die Datensammeleinrichtung übermittelt und dann erst die Datensammeleinrichtung die Zuordnung der Körperdaten und der Beleuchtungsinformationen zueinander vornimmt. Hierbei wäre es aber auch möglich, dass die Datensammeleinrichtung unmittelbar die Beleuchtungsinformationen der Beleuchtungsvorrichtung empfängt und eine entsprechende Zuordnung zu den von der Empfangs- und Sendeeinheit empfangenen Körperdaten vornimmt. Des Weiteren wäre es aber auch möglich, dass die Empfangs- und Sendeeinheit die Beleuchtungsinformationen von der Beleuchtungsvorrichtung empfängt und dann an die Sensor, Sende- und/oder Empfangseinheit übermittelt und die Sensor, Sende- und/oder Empfangseinheit eine Zuordnung der Körperdaten und

Beleuchtungsinformationen zueinander vornimmt und diese zugeordneten Körperdaten und Beleuchtungsinformationen dann direkt an die Datensammeleinrichtung oder über die Empfangs- und Sendeeinheit an die Datensammeleinrichtung übermittelt.

Zusätzlich ist es auch möglich, dass die Sensor, Sende- und/oder Empfangseinheit derart ausgestaltet ist, bspw. eine entsprechend weiterentwickelte Smartwatch, dass die Sensor, Sende- und/oder Empfangseinheit direkt mit der Datensammeleinrichtung in Verbindung steht und dementsprechend die Körperdaten auch unmittelbar an die Datensammeleinrichtung übermittelt. Hierbei ist es möglich, dass die

Datensammeleinrichtung die Beleuchtungsinformationen der Beleuchtungsvorrichtung empfängt und eine entsprechende Zuordnung zu den Körperdaten vornimmt.

Ebenso ist es auch vorstellbar, dass die Sensor, Sende- und/oder Empfangseinheit die Beleuchtungsinformationen von der Beleuchtungsvomchtung empfängt, eine

Zuordnung zu den Körperdaten vornimmt und die einander zugeordneten Körperdaten und Beleuchtungsinformationen an die Datensammeleinrichtung übermittelt, oder dass die Sensor, Sende- und/oder Empfangseinheit die Beleuchtungsinformationen von der Beleuchtungsvorrichtung zwar empfängt, jedoch keine Zuordnung zu den Körperdaten vornimmt, sondern die Körperdaten und die Beleuchtungsinformationen an die Datensammeleinrichtung übermittelt, wobei dann die Zuordnung durch die

Datensammeleinrichtung erfolgt.

Des Weiteren wäre es aber auch denkbar, dass die Datensammeleinrichtung die Beleuchtungsinformationen empfängt und dann an die Sensor, Sende- und/oder Empfangseinheit übermittelt und die Sensor, Sende- und/oder Empfangseinheit eine Zuordnung zu den Körperdaten vornimmt und anschließend die einander zugeordneten Körperdaten und Beleuchtungsinformationen an die Datensammeleinrichtung übermittelt. Zu beachten ist dabei, dass bei den zuvor beschriebenen Möglichkeiten zusätzlich auch vorgesehen sein kann, dass zwischen der Sensor, Sende- und/oder Empfangseinheit trotzallem eine Empfangs- und Sendeeinheit angeordnet ist, die in diesem Fall dann lediglich dazu dient, die Datenübermittlung zwischen der Sensor, Sende- und/oder Empfangseinheit und der Datensammeleinrichtung vorzunehmen.

Insgesamt ist also anzumerken, dass sowohl die Sensor, Sende- und/oder

Empfangseinheit oder die Empfangs- und Sendeeinheit als auch die

Datensammeleinrichtung dazu ausgebildet sein können, die

Beleuchtungsinformationen der Beleuchtungsvorrichtung zu empfangen und dann entweder selber entsprechend dazu ausgebildet sind, die Körperdaten und

Beleuchtungsinformationen einander zuzuordnen oder an die Einheit bzw. Einrichtung zu übermitteln, die die Zuordnung vornimmt. Je nach dem, in welcher Einheit bzw. Einrichtung die Zuordnung stattfindet, werden die Körperdaten von der Sensor, Sende- und/oder Empfangseinheit an die Empfangs- und Sendeeinheit, die

Datensammeleinrichtung oder über die Empfangs- und Sendeeinheit an die

Datensammeleinrichtung übermittelt. Zuletzt werden die zugeordneten Körperdaten und Beleuchtungsinformationen, für den Fall, dass die Zuordnung nicht in der

Datensammeleinrichtung erfolgt ist, an die Datensammeleinrichtung übermittelt. Die Datensammeleinrichtung kann dann in einer Zentrale eines Beleuchtungssystems eines größeren Gebäudes oder Gebäudekomplexes angeordnet sein, wobei die Zentrale bspw. einen entsprechenden Server oder dergleichen aufweist. Ebenso ist es vorstellbar, dass über entsprechende Internetverbindungen der jeweiligen Geräte die Datensammeleinrichtung an einer beliebigen Stelle innerhalb des Internets angeordnet ist, d.h., bspw. in einer Cloud, wobei dann die entsprechenden Rechen- und

Speicherkapazitäten in der Cloud oder irgendwo im Internet zur Verfügung gestellt werden können, bspw. auf entsprechenden Server-Farmen, wodurch die Möglichkeit besteht, sehr große Mengen an Daten zu sammeln, sowohl von einer sehr großen Anzahl an Benutzern, als auch von einer sehr großen Anzahl an

Beleuchtungsvorrichtungen, an völlig verschiedenen Orten auf der Welt, wodurch sich eine Studie mit einer sehr großen Anzahl an Daten ergibt, die erheblich

aussagekräftiger als die bisherigen Studien ist.

Bei einer entsprechenden Cloud oder einer Server-Farm kann es sich bspw. auch um einen Server oder eine Server-Farm eines Herstellers von Beleuchtungsvorrichtungen handeln, wodurch dieser an einer zentralen Stelle, möglicherweise auch anonymisiert, entsprechende Daten bei sich sammeln kann und hierdurch eine relativ große Studie über die Auswirkungen der Beleuchtung auf Menschen erhält. Dies eröffnet die Möglichkeit, dass zukünftige Beleuchtungsvorrichtungen bereits in der

Herstellungsphase entsprechend verbessert werden.

Für den Fall, dass die Datensammeleinrichtung in einer Zentrale eines

Gebäudekomplexes oder eines Gebäudes oder auch irgendwo im Internet angeordnet ist, ist es bspw. möglich, dass ein Smartphone als Empfangs- und Sendeeinheit mit der Datensammeleinrichtung über eine entsprechende Verbindung kommuniziert, bspw. über ein WLAN innerhalb eines Gebäudes oder über das Telefonnetz und das Internet. Ebenso wäre es aber auch möglich, dass die Sensor, Sende- und/oder Empfangseinheit ohne Umweg über ein Smartphone oder eine Empfangs- und Sendeeinheit direkt mit der Datensammeleinrichtung kommuniziert, wobei dann die entsprechende Sensor, Sende- und/oder Empfangseinheit bspw. vergleichbare Kommunikationsmittel wie ein Smartphone aufweist. Dies ist bspw. vorstellbar in einer Smartwatch, die entsprechend weiterentwickelt, derart ausgestaltet ist, dass diese autark von einem Smartphone betrieben werden kann. Ebenso wäre es aber auch möglich, dass eine Sensor, Sende- und/oder Empfangseinheit über einen Router, der dann als Empfangs- und

Sendeeinheit dient, mit der Datensammeleinrichtung kommuniziert.

In Figur 3 ist nun beispielhaft ein entsprechendes System zur Verbesserung einer Beleuchtungssteuerung gezeigt, bei dem ein Activity Tracker als Sensor, Sende- und/oder Empfangseinheit 1 entweder mit einem Smartphone als Empfangs- und Sendeeinheit 4 oder einem Router 5 kommuniziert und das Smartphone 4 oder der Router 5 dann mit der Datensammeleinrichtung 2. Die Beleuchtungsvorrichtung 3 steht dabei unmittelbar mit der Datensammeleinrichtung 2 in Verbindung.

Bei den Körperdaten kann es sich bspw. um den Blutdruck, Puls, Schweiß, die Körpertemperatur oder die Bewegungsgeschwindigkeit und Bewegungshäufigkeit einer Person handeln. Mit Hilfe dieser Parameter kann dann ermittelt werden, in wie weit eine bestimmte Beleuchtungssituation Einfluss auf das Befinden bzw.

Wohlbefinden einer Person hat und auch auf deren Produktivität.

Aus Datenschutzgründen ist bei der vorliegenden Erfindung vorzugsweise vorgesehen, dass die übermittelten Daten anonymisiert werden. Auf freiwilliger Basis kann dann allerdings durchaus auch vorgesehen sein, dass zum Verbessern der Datenauswertung diese zusätzlich durch Informationen zur Person, wie bspw. Alter, Geschlecht oder dergleichen ergänzt werden. Außerdem ist es auch möglich, bspw. Informationen über einen Benutzertyp, wie bspw. Produktionsmitarbeiter oder Büroangestellter oder Patient mit anzugeben oder auch Informationen zu einem Unternehmen, in dem man arbeitet. Die Eingabe derartiger Daten kann bspw. mit einer entsprechenden App erfolgen.

Durch die Verwendung der entsprechenden Mittel zur Erfassung von Körperdaten werden dann bspw. Mitarbeiter in der Produktion oder im Büro dazu verwendet, entsprechende Körperdaten zu messen bzw. zu erfassen, wobei gleichzeitig auch entsprechende Beleuchtungsinformationen ermittelt bzw. erfasst werden. Hierdurch ist es möglich, eine Aussage über die Auswirkung der Beleuchtung zu treffen, wobei sich dies insbesondere bzw. vorteilhaft dadurch ergibt, indem die Lichtverläufe geändert werden und die physiologische Reaktion des Menschen auf diese Änderung gemessen wird. Mit Hilfe dieser Informationen, die an die Datensammeleinrichtung übermittelt werden, besteht die Möglichkeit, auf Grundlage einer großen Anzahl entsprechender Daten, einen verbesserten Lichtverlauf zu erstellen.

Durch die freiwillig angegebenen demografischen Daten ist es zusätzlich möglich, dass durch die Kombination von demografischen Daten, Angaben zu Applikation und den Körperdaten statistische Aussagen getroffen werden können, welche Verläufe bei bestimmten Benutzergruppen den besten physiologischen Effekt erzielen.

Vorteilhaft bei dieser Vorgehensweise ist nunmehr, dass nicht mehr im Labor unter unnatürlichen Bedingungen anhand einer kleinen Stichprobe an Usern bzw. Nutzern wenige Messreihen durchgeführt werden und so keine verlässlichen Aussagen erhalten werden können. Stattdessen ist es nunmehr möglich, eine sehr große Anzahl an Teilnehmern zu nutzen, theoretisch sogar von allen gesammelten Daten weltweit, und daraus eine verlässliche Aussage zu erzielen. Die Körperdaten können dabei, wie weiter oben bereits erläutert, bspw. alle paar Sekunden gemessen werden, wodurch sich eine relativ große Datenmenge ergibt, die statistisch ausgewertet werden kann. Hierdurch ergibt sich aufgrund der Vielzahl an Daten dann auch der Vorteil, dass statistische Störgrößen, wie z.B. Tagesverfassung, die bei bisherigen Studien, durch die kleine Stichprobenmenge, die Ergebnisse stark verfälschen können, durch die großen Datenmengen herausgefiltert werden können. Dies ist insbesondere auch bei Faktoren wie dem Wohlbefinden und dem Stresslevel von Bedeutung.

Sowohl bei dem Verfahren bzw. System zur Verbesserung einer

Beleuchtungssteuerung als auch bei dem Verfahren bzw. System zur Steuerung einer Beleuchtungsvorrichtung besteht auch die Möglichkeit, dass bspw. über eine App in einem Smartphone der Benutzer die Möglichkeit hat, die Sensor, Sende- und/oder Empfangseinheit, bspw. den Activity Tracker, einer bestimmten

Beleuchtungsvorrichtung zuzuordnen. Ebenso besteht auch die Möglichkeit, dass ein Benutzer bestimmt, welche Beleuchtungsvorrichtungen für ihn von Bedeutung sind, d.h., welche Beleuchtungsvorrichtungen er steuern will. Dies gilt auch für die Erfassung und Zuordnung von Beleuchtungsinformationen und Körperdaten, da hierdurch der Benutzer bestimmen kann, welche Beleuchtungsvorrichtungen für ihn relevant sind und dementsprechend bei welchen Beleuchtungsvorrichtungen eine entsprechende Zuordnung erfolgen soll.

Wie bereits zuvor erwähnt, besteht außerdem die Möglichkeit, dass entsprechend optimierte Lichtverläufe auch in Beleuchtungsvorrichtungen Anwendung finden, bei denen Nutzer keine entsprechenden Mittel zur Erfassung von Körperdaten aufweisen. Durch die optimierten Lichtverläufe würde aber trotzdem erreicht, dass auch diese Beleuchtungsvorrichtungen eine verbesserte Lichtabgabe aufweisen.

Nachfolgend soll kurz auf einige Anwendungsgebiete eingegangen werden, bei denen eine Optimierung der Steuerung einer Beleuchtungsvomchtung Vorteile mit sich bringt.

In der Industrie beispielsweise könnten alle Mitarbeiter in Produktionsumgebungen mit entsprechenden Activity Trackern ausgestattet werden. Diese messen Puls, Körpertemperatur, Bewegungsgeschwindigkeit und Bewegungshäufigkeit. Wenn dann Produktionsschritte beispielsweise eine sehr hohe Konzentration erfordern, kann mittels Messen dieser Parameter der Stress oder auch die Müdigkeit der Person beurteilt werden. Hierfür werden die Parameter empirisch ausgewertet und entsprechende Rückschlüsse daraus gezogen. So kann beispielsweise eine reduzierte Bewegungsgeschwindigkeit auf Müdigkeit hinweisen oder auch ein erhöhter Puls und erhöhte Körpertemperatur auf eine Stresssituation deuten.

Wenn der Activity Tracker diese Parameter misst kann nun das Beleuchtungssystem bzw. die Beleuchtungsvorrichtung entsprechend der erkannten Situation reagieren und mittels Verändern der Beleuchtungsstärke oder der Farbtemperatur aktivierend oder beruhigend auf die jeweiligen Personen wirken. Dadurch werden die Personen konzentrierter und die Fehlerhäufigkeit wird minimiert. Gleichzeitig können durch messen dieser Daten auch mögliche gesundheitliche Probleme gefunden werden und die Mitarbeiter besser betreut werden.

Durch Aufnehmen der Daten aller Personen kann auch empirisch ermittelt werden welches Licht die beste Wirkung erzielt und welche Lichtsituation von den Personen bevorzugt wird. Diese Erkenntnisse können dann in allen Projekten verwendet werden.

Auch in Bürobereichen könnten alle Mitarbeiter in Produktionsumgebungen mit besagten Activity Trackern ausgestattet werden. Diese messen wiederum Puls, Körpertemperatur, Bewegungsgeschwindigkeit und Bewegungshäufigkeit und

Richtung. Das Prinzip des aktivierenden und beruhigenden Lichts kann auch hier angewendet werden.

Durch die Aufnahme der Bewegungsgeschwindigkeit/Häufigkeit und Richtung kann außerdem ein Muster kreiert werden und mögliche unnütze Wege zu erkennen und zu eliminieren. So kann bspw. herauskommen das eine Replatzierung des Druckers eine signifikante Zeitersparnis bringen kann.

Im Bereich von Shops sollen Kunden zum Kauf angeregt werden. Dazu gibt es aktuelle Studien, wie z.B. Limbic Lighting, die für verschiedenen Kundencluster optimale Dimm- und Farbtemperaturwerte vorschlagen. Denkbar wäre es hier, dass die Körperdaten von Kunden im Besitz eines Activity Trackers beim Einkauf gemessen werden, um so das Licht weiter zu optimieren. Hierzu wäre es dann erforderlich Kunden zur Teilnahme zu motivieren, evtl. über Incentive- und Rabattsysteme. Des Weiteren kann über kluge Positionsbestimmung auch das Licht entsprechend gesteuert werden, sodass es Kunden motiviert weitere Artikel zu kaufen und sich länger im Shop aufzuhalten.

In Krankenhäusern kann optimales Licht bspw. die Regeneration von Patienten unterstützen. Auch hier können Körperdaten gemessen werden, um Lichtverläufe weiter zu optimieren. Hier stellt sich die Herausforderung, krankheitsbedingte

Körperdaten aus den Messdaten herauszufiltern. Die große Menge an Daten, die gesammelt werden kann, kann hier hilfreich sein. Aus diesen Anwendungsbeispielen ergibt sich, dass die Ziele hinsichtlich der Optimierung der Steuerung der Beleuchtung unterschiedlich sein können und je nach Einsatzgebiet bzw. Anwendungsbereich auch verschieden sein können.