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Title:
METHOD FOR TEMPERATURE MANIPULATION OF A MELT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/085398
Kind Code:
A3
Abstract:
A method and device are disclosed for temperature manipulation of a melt even with conductivity below 10-1 Ω -1cm-1, thus permitting refining of the melt at temperatures above 1700 °C. According to the method for temperature manipulation of a melt (16), in particular, in a refiner unit, the melt (16) is heated at least by ohmic resistance heating, at least two electrodes (4) are arranged in the melt (16) and at least a part of the melt (16) is cooled. The device (1) for temperature manipulation and/or refining and/or purification and/or homogenisation of a melt (16) comprises at least one arrangement for accommodating melt material (36, 16), defining an inner chamber and at least two electrodes (4) for ohmic resistance heating of the melt (16), wherein the electrodes (4) project into the inner chamber of the arrangement in particular of the vessel (2).

Inventors:
GROSS ANDREAS (DE)
ROEMER HILDEGARD (DE)
GREULICH-HICKMANN NORBERT (DE)
RAEKE GUIDO (DE)
WEIDMANN GUENTER (DE)
STELLE THOMAS (DE)
OHMSTEDE VOLKER (DE)
JOST WOLFGANG (DE)
Application Number:
EP2007/000509
Publication Date:
October 18, 2007
Filing Date:
January 22, 2007
Export Citation:
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Assignee:
SCHOTT AG (DE)
GROSS ANDREAS (DE)
ROEMER HILDEGARD (DE)
GREULICH-HICKMANN NORBERT (DE)
RAEKE GUIDO (DE)
WEIDMANN GUENTER (DE)
STELLE THOMAS (DE)
OHMSTEDE VOLKER (DE)
JOST WOLFGANG (DE)
International Classes:
C03B5/44; C03B5/03; C03B5/185; C03B5/225; F27D1/12; F27D11/04; H05B3/03; C03B5/182
Domestic Patent References:
WO2004052054A12004-06-17
Foreign References:
US4246433A1981-01-20
EP1484770A12004-12-08
EP0019007A11980-11-26
BE894795A1983-02-14
EP1055645A22000-11-29
US5643350A1997-07-01
Attorney, Agent or Firm:
HERDEN, Andreas (Alexandrastrasse 5, Wiesbaden, DE)
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Claims:

Ansprüche

1. Verfahren zur Temperaturbeeinflυssung einer Schmelze (16), insbesondere in einer Laυtereinheit, wobei die Schmelze (16) zumindest mittels ohmscher

Widerstandsbeheizung beheizt wird, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest 2 Elektroden (4) in der Schmelze (16) angeordnet werden und zumindest ein Teil der Schmelze (16) gekühlt wird.

2. Verfahren zum Lautern und/oder Reinigen von Schmelzen (16), insbesondere in einer Lautereinheit, wobei die Schmelze (16) zumindest mittels ohmscher Widerstandsbeheizung beheizt wird, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest 2 Elektroden (4) in der Schmelze (16) angeordnet werden und zumindest ein Teil der Schmelze (16) gekühlt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß die Schmelze (16) in zumindest einer einen Innenraum definierenden Anordnung, insbesondere einem Gefäß (2) bereit gestellt wird, " wobei die Anordnung zumindest bereichsweise gekühlt wird .

4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Bereich der Schmelze (16) auf eine Temperatur aufgeheizt wird, die oberhalb der Anwendungsgrenztemperatur des Schmelzkontaktmaterials zumindest einer der Elektroden liegt .

5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (4) separat

regelbar und/oder steuerbar und/oder einstellbar gekühlt werden.

6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein

Elektrodenhalter (44) gekühlt wird.

7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (8) des Gefäßes (2) zumindest in einem Bereich gekühlt wird.

8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlung durch Hindurchleiten eines Kuhlfluids, insbesondere Luft und/oder Wasser durch zumindest eine Elektrode und/oder zumindest einen Elektrodenhalter und/oder zumindest einen Teil der Gefaßwand (10) und/oder des Bodens (8) erfolgt.

9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (4) durch den Boden (8) in das Gefäß (2) eingeführt werden.

10. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (4) durch die Seitenwande (10) in das Gefäß (2) eingeführt werden.

11. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Elektrode (4) wahrend des Verfahrens in die das Gefäß (2) hineingeschoben und/oder herausgezogen wird.

12. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (4) im Wesentlichen ohne direkten elektrischen Kontakt zu den gekühlten Begrenzungsflachen des Gefäßes in das Gefäß (2) eingebracht werden.

13. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmelze (16) mit Wechselstrom, bevorzugt mit einer Wechselstromfrequenz in einem Frequenzbereich von etwa 5 Hz bis etwa 1 MHz, bevorzugt von etwa 1 kHz bis etwa 100 kHz, besonders bevorzugt bei etwa 10 kHz beheizt wird.

14. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur der Schmelze (16) in zumindest einem Bereich auf mindestens etwa 1500 0 C, bevorzugt auf mindestens etwa 1700 0 C, bevorzugt auf mindestens etwa 1800 0 C, besonders bevorzugt auf mindestens etwa 2000 0 C aufgeheizt wird.

15. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperaturdifferenz zwischen der Schmelze (16) im Randbereich des Gefäßes und der Schmelze im Mittelbereich des Gefäßes auf mehr als etwa 50 K, bevorzugt auf mehr als etwa 150 K, vorzugsweise mehr als etwa 250 K eingestellt wird.

16. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gefäß (2) als Teil einer kontinuierlich betriebenen Schmelzanlage betrieben wird.

17. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem Gefäß (2) kontinuierlich zu schmelzendes Gut zu- und abgeführt wird.

18. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zu schmelzende Gut aus einer Schmelzwanne dem Gefäß (2) zugeführt und im Wesentlichen in geschmolzener Form aus dem Gefäß abgeführt wird.

19. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß alle Elektroden (4) mit Strom derselben Stromstarke beaufschlagt werden.

20. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, zumindest ein Paar von Elektroden (4) mit Strom einer Starke beaufschlagt wird, welche sich von dem Wert der Stromstarke, mit welcher zumindest ein weiteres Paar von Elektroden (4) beaufschlagt wird, unterscheidet.

21. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizstrom zwischen den Elektroden (4) im wesentlichen entlang der Hauptfließrichtung der Schmelze (16) oder senkrecht dazu fließt.

22. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet die Elektroden (4) derart verschaltet sind, daß sich uberkreuzende Heizstrome, insbesondere gemäß einer Scott-Schaltung, mit einer Phasenverschiebung, erzeugt werden.

23. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Schmelzgut durch eine Rinne, insbesondere eine Rinne mit freier Oberflache in das Gefäß (2) eingebracht wird.

24. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Schmelzgut durch eine Rinne, insbesondere eine Rinne mit freier Oberflache aus dem Gefäß (2) abgeführt wird.

25. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Schmelzgut durch einen Zulauf und Ablauf im Bereich der Schmelzbadoberflache (18) zu- und abgeführt wird.

26. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ablaufbereich (22) des Gefäßes (2) zumindest teilweise gekühlt wird.

27. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verweilzeitverteilung und/oder die mittlere Verweilzeit der Schmelze (16) im Gefäß (2) geregelt und/oder gesteuert und/oder eingestellt wird.

28. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stromungsprofil und/oder die mittlere Stromungsgeschwindigkeit der Schmelze (16) im Gefäß (2) geregelt und/oder gesteuert und/oder eingestellt wird.

29. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Volumen des Gefäßes (2) so dimensioniert wird, daß die Schmelze in dem Gefäß eine

mittlere Verweilzeit von mindestens 1, bevorzugt etwa 10 Minuten bis zu einer Zeitdauer von etwa 2 Stunden hat.

30. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,

.dadurch gekennzeichnet, daß das Gefäß (2) mit einem Volumen, welches mindestens um den Faktor 2, bevorzugt 10 kleiner ist, als das Volumen einer dem Gefäß vorgeschalteten Einschmelzwanne, bereitgestellt wird.

31. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Elektrode (4) zeitweise beheizt wird.

32. Verfahren nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß das Beheizen durch Heizen eines Fluids, insbesondere mittels elektrischer Energie, Abwarme oder vorzugsweise mit fossilen Energieträgern erfolgt.

33. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß insbesondere mit Hilfe einer Heizvorrichtung (24) eine oxidierende Oberofenatmosphare geschaffen wird.

34. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß insbesondere mit Hilfe einer Heizvorrichtung (24) eine reduzierende Oberofenatmosphare geschaffen wird.

35. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Leitfähigkeit der Schmelze (16) bei der Schmelztemperatur in einem Bereich von etwa 10 "5

bis etwa 10 4 ω "1 * cm "1 , bevorzugt von etwa 10 "2 bis etwa 10 1 ω "1 * cm "1 aufweist.

36. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch das Durchfuhren eines

Startvorgangs, bei welchem in dem Gefäß (2) zumindest ein Schmelzpfad mit ausreichender elektrischer Leitfähigkeit zwischen den Elektroden (4) bereitgestellt wird.

-37. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (4) und/oder Teile der Wandung (10) wahrend des Startvorgangs mit einer Heizvorrichtung (24) soweit erwärmt werden, daß deren Temperatur oberhalb des Taupunktes der Oberofenatmosphare liegt.

38. Verfahren nach Anspruch 36 oder 37, dadurch gekennzeichnet, daß wahrend des Startvorgangs Tauchelektroden in das Gefäß (2) eingeführt und über diese ein Strom in das Schmelzgut (36, 16) gefuhrt wird.

39. Verfahren nach einem der Ansprüche 36 bis 38, dadurch gekennzeichnet, daß wahrend des Startvorgangs zumindest eine Opferelektrode in das Gefäß (2) eingeführt und über diese ein Strom durch das Schmelzgut (36, 16) gefuhrt wird.

40. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (4) und/oder die Tauchelektroden und/oder die Opferelektroden vor dem Startvorgang zusammengeschoben

und wahrend des Startvorgangs auseinander geschoben werden .

41. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Oberofenbereich (26) des Gefäßes (2) separat beheizt wird.

42. Verfahren nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, daß die Beheizung des Oberofenraums (26) mittels Brennern, insbesondere Gasbrennern (24), Strahlungsbeheizung, Mikrowelle und/oder Plasmabrennern erfolgt.

43. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Konvektionsstromung (28) in der Schmelze (16) erzeugt wird.

44. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Konvektionsstromung (28) durch Einstellen einer Temperaturdifferenz der

Schmelze (16) zwischen einem inneren und einem äußeren Bereich erzeugt wird.

45. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömung aufgrund der Stromverteilung auf zumindest 2 Elektroden (4) geregelt und/oder gesteuert und/oder eingestellt wird.

46. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömung durch

Einbauten (30) beeinflußt wird.

47. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömung durch

Steuerung des Durchsatzes der Schmelze (16) durch das Gefäß (2) beeinflußt wird.

48. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung und/oder

Steuerung der Heizleistung der Elektroden (4) durch Regelung und/oder Steuerung und/oder Einstellung des Stromes erfolgt.

49. Verfahren nach Anspruch 1 bis 47, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung und/oder Steuerung der Heizleistung der Elektroden (4) durch Regelung und/oder Steuerung und/oder Einstellung der Leistung erfolgt .

50. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelze (16) zumindest ein Hochtemperaturlautermittel zugesetzt wird .

51. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es insbesondere automatisiert betrieben wird.

52. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlung der Gefäßwände (10) derart eingestellt wird, daß eine Skullkruste (14) an den Gefaßwanden (10) ausgebildet wird.

53. Vorrichtung (1) zur Temperaturbeeinflussung und/oder zum Lautern und/oder zum Reinigen und/oder zur Homogenisierung einer Schmelze (16), umfassend: eine zumindest einen Innenraum definierende Anordnung, insbesondere ein Gefäß (2), zur Aufnahme von Schmelzgut (36, 16),

und zumindest zwei Elektroden (4) zur ohmschen Widerstandsbeheizung der Schmelze (16), dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (4) in den Innenraum der Anordnung, insbesondere des Gefäßes (2) hineinragen.

54. Vorrichtung (1) nach Anspruch 53, welche zumindest eine kuhlbare Wand (10) umfaßt.

55. Vorrichtung (1) nach Anspruch 53 oder 54, dadurch gekennzeichnet, daß die Gefaßwand (10) an ihrer Innenseite eine Skullkruste (14) umfasst.

56. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 55, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (8) des Gefäßes

(2) zumindest eine Aussparung aufweist, durch welche zumindest eine Elektrode (4) eingesetzt werden kann.

57. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 56, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Seitenwand

(10) des Gefäßes (2) zumindest eine Aussparung aufweist, durch welche zumindest eine Elektrode (4) eingesetzt werden kann.

58. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 57, dadurch gekennzeichnet, daß sie, insbesondere kuhlbare, Elektrodenhalter (44) umfasst.

59. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 58, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur Kühlung zumindest eines Elektrodenhalters (44) und/oder zumindest einer Elektrode (4) und/oder zumindest eines Teils der Gefaßwand (10) und/oder des Bodens (8) mit mindestens einer FluidfOrdereinrichtung.

60. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 59, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (4) Platten- und/ oder Knopf- und/oder Kugel- und/oder Stabelektroden und/oder Rogowski- Elektroden umfassen.

61. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 60, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (4) ein Schmelzkontaktmaterial (42) aufweisen, welches Metalle wie Osmium, Hafnium, Molybdän, Wolfram, Iridium, Tantal, Platin, Platinmetalle und/oder deren Legierungen umfasst.

62. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 61, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (4) einen Kern (43), bevorzugt einen Keramikkern umfassen.

63. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 532 bis 62, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Elektrode

(4) mit einer Schicht versehen ist, welche insbesondere Osmium, Hafnium, Molybdän, Wolfram, Iridium, Tantal, Platin, Platinmetalle und/oder deren Legierungen umfasst.

64. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 63, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine der Elektroden (4) zumindest zwei Elektrodensegmente umfasst .

65. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 64, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Elektrode (4) auswechselbar an der Vorrichtung (1) angebracht ist.

66. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 65, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Elektrode (4) in vertikaler Richtung verfahrbar an der Vorrichtung (1) angebracht ist.

67. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 66, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Elektrode (4) schwenkbar angebracht ist.

68. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 67, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Elektrode (4) zumindest einen Kanal (41) zum Hindurchleiten eines Fluids umfasst.

69. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 68, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (4) nebeneinander in einer Reihe angeordnet sind.

70. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 69, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (4) im wesentlichen keinen direkten Kontakt mit den Wanden (10) des Gefäßes (2) haben und der Abstand zwischen Elektroden (4) und metallischen Bauteilen in dem Bereich, in welchem die Elektroden Temperaturen von mindestens 1500 0 C, bevorzugt von mindestens 1600 0 C aufweisen, mindestens 1 cm, bevorzugt mindestens 2 cm betragt .

71. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 70, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (4) nebeneinander in zwei Reihen angeordnet sind, die sich parallel gegenüberstehen.

72. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 71, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (4) nebeneinander in zwei Reihen angeordnet sind, die sich orthogonal gegenüberstehen.

73. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 72, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (4) im unteren Teil des Gefäßes (2), vorzugsweise unterhalb der Oberflache (18) der Schmelze (16) im Bereich der unteren zwei Drittel der Füllhόhe des Gefäßes (2) angeordnet sind.

74. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 73, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung mehrere Elektrodenpaare und/oder mehrere Paare von Elektrodensegmenten aufweist.

75. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 73, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (4) derart angeordnet sind, daß sie als stromungsbrechende

Einbauten (30) für die fließende Schmelze (16) wirken.

76. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 75, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Bereich der Wand (10) des Gefäßes (2) kuhlbar ist.

77. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 76, dadurch gekennzeichnet, daß das Gefäß (2) Skullwande und/oder Keramikwande umfasst.

78. Vorrichtung (1) nach Anspruch 77, dadurch gekennzeichnet, daß das Gefäß (2) Skullwande aufweist, welche vorzugsweise metallische Rohre umfassen, welche auf der der Schmelze (16) zugewandten Seite mit einem elektrisch schlecht leitenden Material, vorzugsweise

in Form von Keramikplatten oder Schlicker, insbesondere SiO -Schlicker ausgekleidet sind.

79. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 78, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände (10) unterhalb der Schmelzoberflache (18) um einen Winkel nach außen abgewinkelt sind und einen Kragen (6) bilden.

80. Vorrichtung (1) nach Anspruch 79, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel etwa 90° betragt.

81. Vorrichtung (1) nach Anspruch 79 oder 80, dadurch gekennzeichnet, daß der Kragen (6) asymmetrisch ist.

82. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 81, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände (10) des Gefäßes (2) mindestens zwei Untereinheiten umfassen.

83. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 82 dadurch gekennzeichnet, dass die Untereinheiten der Wände (10), insbesonderequer zur Flussrichtung des elektrischen Stromes, elektrisch voneinander getrennt sind .

84. Vorrichtung nach Anspruch 83 dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Untereinheiten isolierende Trennelemente, einbringbar sind.

85. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 84, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (9) zur

Erzeugung von Wechselstrom, bevorzugt mit einer Wechselstromfrequenz in einem Bereich von etwa 5 Hz bis etwa 1 MHZ, bevorzugt von etwa 1 kHz bis etwa 100 kHz, besonders bevorzugt bei einer Wechselstromfrequenz von etwa 10 kHz.

86. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 85, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (4) und/oder die Wandungen (10) des Gefäßes (2) gegen die Schmelze (16) chemisch im wesentlichen resistent sind.

87. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 86, dadurch gekennzeichnet, daß das Gefäß (2) vieleckigen, insbesondere rechteckigen, insbesondere quadratischen, oder runden, insbesondere ovalen oder insbesondere kreisförmigen Grundriß aufweist.

88. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 87, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur Zusatzbeheizung.

89. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 88, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzheizung zumindest eine Strahlungsbeheizung und/oder eine Mikrowellenbeheizung und/oder eine Plasmabrennerbeheizung umfasst.

90. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 89, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der Elektroden (4) eine Heizvorrichtung umfasst.

91. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 90, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zumindest einen Zulaufbereich (20) und zumindest einen Ablaufbereich (22) umfasst.

92. Vorrichtung (1) nach Anspruch 91, dadurch gekennzeichnet, daß der Zulaufbereich (20) der Vorrichtung zumindest teilweise eine keramische Schicht umfasst.

93. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 92, dadurch gekennzeichnet, daß der Ablauf (22) als Kuhlstrecke ausgebildet ist.

94. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 93, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (8) des Gefäßes (2) zumindest ein Feuerfestmaterial umfasst.

95. Vorrichtung (1) nach Anspruch 94, dadurch gekennzeichnet, daß das , Feuerfestmaterial eine elektrische Leitfähigkeit von kleiner 1/30 ω "1 * cm "1 bei 1600 0 C aufweist.

96. Vorrichtung (1) nach Anspruch 94 oder 95, dadurch gekennzeichnet, daß das Feuerfestmaterial Zirkonsilikat umfasst.

97. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 96, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (8) des Gefäßes

(2) durch eine Kuhleinrichtung, welche zumindest eine mit einem Fluid, insbesondere Wasser, kuhlbare Leitung umfasst, welche gewinkelt zu einer Stromflussrichtung in der Schmelze, insbesondere mit einem Winkel von 90°, ausgerichtet ist und den Boden (8) des Gefäßes berührt.

98. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 97, dadurch gekennzeichnet, daß sie Einbauten (30) umfasst, welche zur Beeinflussung der Strömung der Schmelze (16) durch das Gefäß (2) geeignet sind.

99. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 98, dadurch gekennzeichnet, daß sie zumindest eine Düse

zum Eintrag eines Gases, insbesondere zum Eintrag von N2 und/oder He und/oder Ar, umfaßt.

100. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 99 gekennzeichnet durch eine Stromteilungseinrichtung zum Aufteilen eines Schmelzflusses in zumindest zwei Teilstrome wobei zumindest eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 52 bis 96 in einem der Teilstrome angeordnet sein kann.

101. Verwendung der Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 100 als Lauter- und/oder Reinigungs- und/oder Schmelzmodul, welches einer Einheit vorgeschaltet werden kann, insbesondere einer Homogenisiereinheit und/oder einer Formgebungseinheit

102. Verwendung der Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 53 bis 101 als Lauter- und/oder Reinigungs- und/oder Schmelzmodul und/oder Homogenisierungsmodul, welches einer OverfIow-Downdraw-Einheit vorgeschaltet ist.

103. Regelungs-Verfahren für eine Vorrichtung zur Temperaturbeeinflussung und/oder zum Lautern und/oder Reinigen von Schmelzen (16), dadurch gekennzeichnet, dass zumindest 2 Elektroden (4) im Innern eines Gefäßes (2) angeordnet werden und der elektrische Strom durch die zumindest 2 Elektroden (4) als Regel- und/oder Stellgroße für zumindest eine Zielgroße, insbesondere die Temperaturverteilung oder das

Stromungsprofil im Gefäß (2), herangezogen wird.

104. Regelungsverfahren nach Anspruch 103, dadurch gekennzeichnet, daß als Zielgroße das Stromungsprofil in der Konvektionswalze (28) herangezogen wird.

105. Regelungs-Verfahren für eine Vorrichtung zur Temperaturbeeinflussung und/oder zum Läutern- und/oder Reinigen von Schmelzen (16), dadurch gekennzeichnet, dass zumindest 2 Elektroden (4) im Innern eines Gefäßes (2) angeordnet werden und die von den zumindest 2 Elektroden (4) abgegebene elektrische Leistung Regel- und/oder Stellgröße für zumindest eine Zielgröße, insbesondere die Temperaturverteilung oder das Strömungsprofil im Gefäß (2), herangezogen wird.

106. Regelungsverfahren nach Anspruch 105, dadurch gekennzeichnet, daß als Zielgröße das Strömungsprofil in der Konvektionswalze (28) herangezogen wird.

107. Regelungsverfahren nach einem der Ansprüche 103 bis 106, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (4) zumindest zeitweise pulsierend gesteuert werden.

108. Produkt, insbesondere Glasprodukt, welches gemäß dem Verfahren nach Anspruch 1 bis 52 und/oder in und/oder mit der Vorrichtung (1) nach Anspruch 53 bis 100 geschmolzen und/oder geläutert und/oder gereinigt und/oder homogenisiert und/oder hergestellt wurde.

109. Produkt nach Anspruch 108, dadurch gekennzeichnet, daß das Produkt einen Anteil an Zinn von weniger als 1,0 Gew.-%, bevorzugt von weniger als 0,4 Gew. %, bevorzugt von weniger als 0,2 Gew. % und besonders bevorzugt von weniger als 0,1 Gew. % aufweist.

Description:

Verfahren zur Temperaturbeeinflussung einer Schmelze

Beschreibung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Temperaturbeeinflussung einer Schmelze sowie ein Verfahren zum Läutern und/oder Reinigen von Schmelzen nach dem Oberbegriff der Ansprüche 1 oder 2. Die Erfindung betrifft zudem eine Vorrichtung zur Temperaturbeeinflussung und/oder -zum Läutern und/oder Reinigung von Schmelzen nach dem Oberbegriff von Anspruch 52 sowie ein Produkt, insbesondere ein Glasprodukt, welches gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren und/oder in der in der erfindungsgemäßen Vorrichtung geschmolzen und/oder geläutert und/oder gereinigt und/oder hergestellt wurde.

Im ersten Prozeßschritt bei der Herstellung von Gläsern wird die Ausgangssubstanz, das sogenannte Glasgemenge eingeschmolzen. Das Einschmelzen findet in Wannen statt und ist in der Regel aufgrund der thermischen Belastbarkeit des Wandmaterials auf Schmelztemperaturen bis 1650 0 C beschränkt. Nachdem das Gemenge mit ansteigender Temperatur flüssig geworden ist, beginnt im Glas ein

Homogenisierungsprozess einzusetzen, das heisst es findet eine Durchmischung aller Ausgangssubstanzen statt.

Nachdem das Gemenge zur Erzeugung einer Glasschmelze erhitzt worden ist, beginnt in der Regel in einem zweiten Prozeßschritt die Läuterung. Diese kann in einer sogenannten Läuterkammer durchgeführt werden. In der Läuterkammer wird die Schmelze zum Verbessern der Homogenität und zum Entfernen von Blasen gründlich durchmischt und entgast. Ein wesentliches Ziel bei der

Läuterung ist es, die physikalisch und chemisch in der Schmelze gebundenen Gase freizusetzen und zu entfernen.

Für die Gute von Glasern, insbesondere von Displayglasern entscheidende Merkmale sind unter Anderem ein Minimum an

Blaseneinschlussen in dem Glas, ein Minimum an verfärbenden

Einschlüssen und ein Minimum an gesundheits- bzw. ökologisch bedenklichen Substanzen, wie beispielsweise

Arsen .

Ein Ansatzpunkt, um die Läuterung der Glasschmelze zu verbessern und die erforderliche Lauterzeit zu verringern, liegt in der Verwendung möglichst hoher Lautertemperaturen.

Durch eine Temperaturerhöhung wird unter anderem die Viskosität der Glasschmelze herabgesetzt und die

Aufstiegsgeschwindigkeit der in der Schmelze befindlichen

Blasen erhöht.

Ein weiterer Ansatzpunkt liegt in der Verwendung von sogenannten Lautermitteln. Das Prinzip dieser Lautermittel liegt darin, dem geschmolzenen Gemenge, insbesondere dem geschmolzenen Glas, Substanzen zuzusetzen, welche sich bei hohen Temperaturen unter Gasabgabe bzw. Sauerstofffreisetzung zersetzen. Die von den Lautermitteln freigesetzten Gase "sammeln" die in der Schmelze befindlichen Gase auf, dadurch entstehen sich mit zunehmendem Lautern vergrößernde Blasen, welche schneller an die Oberflache der Schmelze aufsteigen und somit die Schmelze verlassen.

Die Auswahl des Lautermittels richtet sich in erster Linie nach der Temperatur der Glasschmelze wahrend der Läuterung. Wahrend das Lautermittel Arsenpentoxid As 2 Os bereits bei Temperaturen oberhalb von 125O 0 C in As 2 O 3 und Sauerstoff zerfallt, zersetzt sich das Hochtemperaturlautermittel SnO 2

erst bei Temperaturen oberhalb 1500 0 C in SnO und H O 2 . Die entstandenen Oxide verbleiben in der Schmelze und sind im Glasendprodukt nachzuweisen. Darin vorhandenes Arsen ist insbesondere dann von Nachteil, wenn ökologisch unbedenkliche Glaser gewünscht sind. Es besteht daher Bedarf an Möglichkeiten zur Läuterung bei sehr hohen Temperaturen, das heisst bei Temperaturen > 165O 0 C, um die Läuterung effizienter durchfuhren zu können. Eine derartige Temperaturerhöhung ist ]edoch nach herkömmlichen Verfahren nur und in bekannten Vorrichtungen mit großen Nachteilen, insbesondere durch verstärkte Korrosion der feuerfesten Auskleidungen verbunden.

Die Beheizung der Glasschmelze erfolgt herkömmlich durch Ol- oder Gasbrenner, die sich im Oberofen befinden. Die

Warme wird hierbei über die Glasbadoberflache eingebracht. Als zusatzliche Beheizung findet, insbesondere bei gering absorbierenden Glasern, eine zusatzliche elektrische Beheizung durch Elektroden statt. Dazu wird die Glasschmelze konduktiv mit Wechselstrom beheizt, das heisst sie wird direkt über den Jouleschen Effekt beheizt. Die Elektroden sind zu diesem Zwecke am Boden oder den Seitenwanden des Gefäßes befestigt und stehen mit der Glasschmelze in direktem Kontakt.

Als Elektodenmaterial finden vor allem Molybdän, Platin und Metalle der Platingruppe Verwendung Bei der herkömmlichen Betriebsweise beziehungsweise in bekannten Vorrichtungen sind jedoch auch diese Materialien einer etwaigen Korrosion ausgesetzt. Molybdanelektroden neigen sehr stark zur

Oxidation. Sie müssen daher wahrend des Anfahrprozesses durch eine Inertgasatmosphare geschützt werden. Ebenfalls können in der Schmelze befindliche Verbindungen, wie beispielsweise As 2 O 5 , Molybdän- oder auch Platinelektroden angreifen. Im Vergleich zu Elektroden aus Molybdän sind

Platinelektroden wesentlich inerter, können aber über längere Zeiträume nur bis zu Temperaturen von 1500 0 C eingesetzt werden.

In der Druckschrift US 4246433 wird die Verwendung gekühlter, insbesondere wassergekühlter Stabelektroden beschrieben, welche durch die Seitenwande in ein Schmelzgefaß eingeführt sind. Durch die Wasserkühlung ist die Stabilität der Elektrode gegen Korrosion bei höheren Temperaturen noch gewahrleistet, somit können höhere

Temperaturen in der Schmelze eingestellt werden, ohne ein Brechen bzw. Verformen der Elektroden in Kauf nehmen zu müssen. Daher wird durch die Kühlung die maximal erreichbare Schmelztemperatur nicht langer durch die Anwendungsgrenztemperatur des Elektrodenmaterials begrenzt.

Durch die Möglichkeit, erhöhte Lautertemperaturen einstellen zu können, oder beim Lautern besonders korrosiver Glaser ergibt sich durch einen verstärkten Angriff auf die Wand des Aggregates jedoch ein erhöhter

Materialeintrag in die Glasschmelze und somit auch in das Glasendprodukt. Das meist als Wandmaterial verwendete Platin ist einerseits sehr kostenintensiv, andererseits haben Aggregate aus Platin oder Platinlegierungen den Nachteil, daß sie aufgrund der Korrosivitat und Reibung der Glasschmelzen geringe Mengen an Pt oder anderen Legierungsbestandteilen der Wand in die Schmelze abgeben. Diese liegen dann sowohl in ionischer Form als auch fein verteilt in elementarer Form im Glasendprodukt vor. Dieser Platineintrag an ionischem oder elementarem Metall in die Glasschmelze kann je nach Konzentration und Teilchengroße im Glasendprodukt zu einer unerwünschten Verfärbung und zu einer verminderten Transmission der elektromagnetischen Strahlung fuhren.

In dem Dokument DE 19939780 Al wird die kontinuierliche Läuterung von Glasern in Aggregaten beschrieben, in denen die Schmelze durch direktes Einkoppeln von Hochfrequenzenergie beheizt wird. Das hierbei verwendete Aggregat besteht aus Kuhlkreislaufen, welche für die zur Beheizung der Schmelze verwendete Hochfrequenzstrahlung nahezu "unsichtbar" sind. An diesen gekühlten Wanden des Aggregats erstarrt die Schmelze und bildet eine sogenannte Skullschicht zwischen der Glasschmelze und dem

Wandmaterial, die sich immer wieder selbst erneuern kann, aus. Durch die Skullschicht an den meist wassergekühlten Metallrohren wird die Dichtigkeit des Aggregats gewährleistet, darüber hinaus wird der Angriff der Glasschmelze auf die Gefaßwand minimiert, was einen wesentlich geringeren Materialeintrag in die Glasschmelze zur Folge hat.

Ein Vorteil für das Schmelzens mit Hochfrequenz in derartigen Skulltiegeln besteht darin, dass Glasschmelzen auch auf Temperaturen über 1700 0 C erhitzt werden können, da die Temperaturbeständigkeit der Aggregatwand aufgrund der durch die Kühlung ausgebildeten Skullschicht keinen limitierenden Faktor mehr darstellt. Durch das, direkte Einkoppeln der Hochfrequenz in die Glasschmelze kann die Schmelze im Randbereich des Schmelzaggregats kalter sein als in der Mitte. Durch die Skullschicht lassen sich auch hochschmelzende und stark korrosive Glaser einschmelzen und lautern.

Ein weiterer Vorteil beim Hochfrequenzschmelzen oder Schmelzen bei hohen Temperaturen liegt in der Verwendbarkeit sogenannter Hochtemperaturlautermittel . Dies ermöglicht es, auf umweltschadliche und toxische Lautermittel wie As 2 O 5 oder Sb 2 O 5 , wie es in der

Druckschrift DE 19939771 beschrieben ist, zu verzichten und statt dessen beispielsweise das weniger bedenkliche SnO 2 als Lautermittel zu verwenden.

Das Beheizen der Schmelze mit Hilfe von Hochfrequenz hat jedoch den Nachteil, dass die zu schmelzenden Glaser, Glaskeramiken, Keramiken oder Kristalle bei der Schmelztemperatur eine ausreichend hohe elektrische Leitfähigkeit aufweisen müssen, damit die mit Hilfe der Hochfrequenz eingetragene Energie großer ist als die über die Skullwande abgeführte Wärmemenge. Die elektrische Leitfähigkeit von Glas- und Glaskeramikschmelzen wird, im Allgemeinen, durch den Alkaligehalt und in geringerem Maße durch die Erdalkali-Anteile dieser Schmelzen bestimmt. Obwohl der Grenzwert der erforderlichen elektrischen

Leitfähigkeit auch von einer Reihe apparativer Parameter abhangt, hat es sich in der Praxis herausgestellt, dass die elektrische Leitfähigkeit der Schmelze über ICT 1 ω "1 Cm "1 liegen sollte.

In Praxisversuchen hat sich jedoch herausgestellt, dass insbesondere die hochschmelzenden Glaser, für welche das Hochfrequenzschmelzen im Skulltiegel aufgrund der hohen Temperaturen besonders geeignet wäre, eine zu geringe elektrische Leitfähigkeit, insbesondere von unter 10 "1 ω "1 Cm "1 aufweisen. Somit können mit der Hochfrequenzschmelztechnik eine Reihe von wichtigen technischen Glasern nicht verarbeitet werden.

Zu den Glasern mit geringer elektrischer Leitfähigkeit und hoher Temperaturbeständigkeit gehören neben Glasern, welche für Pharmaverpackungen und hochtemperaturbelastbare Lampen benotigt werden, auch Glaser, wie zum Beispiel Display- Glaser, die im weiteren Verarbeitungsprozess beschichtet

werden. Bei Displayglasern sind Alkaligehalte in den Glasern unerwünscht, da diese Metalle leicht aus den Glasern diffundieren können und so in die funktionellen Schichten des Displays gelangen. Auch diese Glaser besitzen aufgrund des geringen oder nicht vorhandenen Alkaligehalts eine zu geringe elektrische Leitfähigkeit, um gut genug mit der Hochfrequenz anzukoppeln.

In der PCT/EP 03/13353 werden ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Beheizung von Schmelzen beschrieben. In dieser Apparatur wird eine Glasschmelze dadurch beheizt, indem ein Strom zwischen zumindest zwei wiederum gekühlten Elektroden fließt, wobei die Elektroden jeweils einen Bestandteil der Wandung des Schmelzgefaßes ersetzen. Die Wandung des Schmelzgefaßes ist in der beschriebenen

Vorrichtung zumindest in einem Bereich gekühlt. Nachteilig ist bei der beschriebenen Vorrichtung jedoch, dass dieElektroden zu einem Wärmeentzug fuhren. Das Anfahren ist zum einen deshalb schwierig, da die Elektroden im unteren Bereich angeordnet sind. Zudem bestehen besonders beim

Anfahren der Vorrichtung das Probleme durch überschlage. Das vollständige Ausbilden einer Skullschicht ist zudem nicht möglich, da diese das Einkoppeln der von den als Teil der Gefaßwandung vorgesehenen Elektroden abgegebenen elektromagnetischen Energie in das Schmelzgut unterbinden wurde .

Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zur Temperaturbeeinflussung einer Schmelze, insbesondere zum Lautern und Reinigen von Schmelzen, sowie ein Produkt, welches gemäß der Erfindung geschmolzen und/oder geläutert und/oder gereinigt und/oder hergestellt wurde, zur Verfugung zu stellen und dabei die oben erwähnten Nachteile

weitestgehend zu vermeiden und ein erleichtertes Anfahren des Vorgangs zur Behandlung der Schmelze zu ermöglichen.

Insbesondere soll eine Möglichkeit zur Verfügung gestellt werden, um einerseits die Wände des Gefäßes ausreichend zu kühlen um einen chemischen Angriff der Schmelze auf diese weitgehend zu verhindern, und andererseits der Schmelze, zumindest mehr Energie zuzuführen, als ihr durch die gekühlten Wände entzogen wird.

Weiterhin soll die Erfindung es ermöglichen, Gläser, kristallisationsempfindliche Gläser, Glaskeramiken, Kristalle, Keramiken und hochzirkonhaltige Gläser schmelzen, läutern und reinigen zu können, wobei die Schmelzen auch Leitfähigkeiten unter 10 "1 ω "1 Cm "1 aufweisen können .

Die Aufgabe umfasst das Ziel, ein Läutern der Schmelze bei Temperaturen ' höher als 1700 0 C zu ermöglichen und den Einsatz von Läutermitteln in der Glasschmelze zumindest zu verringern und insbesondere die Menge an Läutermitteln zu minimieren, um auf toxische Substanzen wie beispielsweise AS2O 5 weitgehend verzichten zu können. Auch soll trotz hoher Temperatur der Eintrag von Ionen aus der Schmelzkontaktfläche der Wand der Vorrichtung minimiert werden.

Außerdem ist es eine Aufgabe der Erfindung, die Temperaturbeeinflussung bzw. das Schmelzen und/oder Läutern und/oder Reinigen- der Schmelze derart effizient durchzuführen, dass auch bei hohen Durchsätzen mit einem vergleichsweise geringen Energiebedarf gearbeitet werden kann .

Des Weiteren ist es eine Aufgabe der Erfindung, die Schmelz- und/oder Läuter- und/oder Reinigungswirkung derart zu verbessern, dass es möglich wird, Ausgangsmaterialien einsetzen zu können, welche eine mindere Qualität, insbesondere eine geringe Reinheit aufweisen.

Zusätzlich soll die Erfindung das Auftreten von Blasen Schlieren, Glas- und Temperaturinhomogenitäten sowie Kurzschlussströmungen zumindest minimieren und wirtschaftlich sein.

Diese Aufgaben werden auf überraschend einfache Weise gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 oder des Anspruchs 2. Vorteilhafte Weiterbildungen finden sich in den jeweils zugeordneten Unteransprüchen.

Die Erfindung stellt ein Verfahren zur

Temperaturbeeinflussung einer Schmelze, insbesondere in einer Läutereinheit zur Verfügung, wobei die Schmelze zumindest mittels ohmscher Widerstandsbeheizung beheizt wird, zumindest zwei Elektroden in der Schmelze angeordnet werden, und zumindest ein Teil der Schmelze gekühlt wird.

Durch die Anordnung der zumindest zwei Elektroden in der Schmelze ist vorteilhafterweise die elektromagnetische

Energie zum Beheizen der Schmelze besonders leicht an das zu schmelzende Material ankoppelbar. Indem zumindest ein Teil der Schmelze gekühlt wird, welcher beispielsweise in einem die mit dem Verfahren behandelte Schmelze umgebenden Randbereich lokalisiert sein kann, wird vorteilhafterweise die Möglichkeit geschaffen, dort, wo die Schmelze mit Schmelzeführenden Bauteilen in Berührung kommen kann, die Temperatur abzusenken, so daß die Gefahr von Korrosion und/oder Eintrag von Bestandteilen derartiger Bauteile in die Schmelze vermindert werden kann. Insbesondere kann in

den gekühlten Bereichen der Schmelze eine Kruste aus erstarrtem, der Schmelze arteigenem Material, einer sogenannten Skullschicht, ausgebildet werden, welche ein Gefäß bildet, in welchem die Schmelze behandelt wird. Dann befindet sich die Schmelze vorteilhafterweise in einer

Umgebung aus arteigenem Material, in welcher die Gefahr von Verunreinigungen weitestgehend reduziert ist.

Die Erfindung stellt des Weiteren ein Verfahren zum Lautern und/oder Reinigen von Schmelzen insbesondere in einer

Lautereinheit zur Verfugung, wobei die Schmelze zumindest mittels ohmscher Widerstandsbeheizung beheizt wird, und zumindest zwei Elektroden in der Schmelze angeordnet werden und zumindest ein Teil der Schmelze gekühlt wird. In dem zu schmelzenden und/oder geschmolzenen Material können dabei, insbesondere bei erhöhter Temperatur, verschiedene Verfahrensschritte nebeneinander ablaufen. Zum einen können weitere Einschmelzvorgange stattfinden, zum anderen kann das Lautern der Schmelze erfolgen, wobei neben Gasblasen auch die Produkteigenschaften des spateren Glases negativ beeinflussende Substanzen entfernt werden können, das heisst, dem Schmelzen und/oder Lautern kann ein Reinigungsschritt überlagert sein.

Die Erfindung sieht des Weiteren vor, das Verfahren derart durchzufuhren, daß die Schmelze in zumindest einer einen Innenraum definierenden Anordnung, insbesondere einem Gefäß bereit gestellt wird, wobei die Anordnung zumindest bereichsweise gekühlt wird. Die Anordnung kann beispielsweise durch Leitungen, insbesondere Rohrleitungen, welche von einem Kuhlmittel durchströmt werden können, gebildet werden. Der Begriff "Anordnung" umfaßt damit jeden Aufbau, welcher zumindest zeitweise die Schmelze aufnehmen kann. Dazu zahlen insbesondere auch Gefäße, wie beispielsweise Lautereinheiten und/oder Schmelzwannen.

Im folgenden wird der Einfachheit halber der Begriff "Gefäß" verwendet, welcher jedoch, wie oben ausgeführt, nicht dahingehend zu verstehen ist, die Anordnung sei auf einen Aufbau aus zusammenhängen flachigen Bauteilen beschrankt .

Durch das Anordnen der Elektroden im Innenraum des Gefäßes erhöht sich zudem in vorteilhafter Weise die Kuhlflache der Seitenwande und somit die Kuhlwirkung. Hierdurch werden wahrend des Betriebes die gesamten Seitenwande mit einer Skullschicht bedeckt, wodurch die Gefäßwände vor einem Angriff der Schmelze, und die Schmelze selbst vor Materialeintrag von Seiten der Gefaßwand geschützt werden.

Mit dem erfindungsgemaßen Verfahren können daher besonders hohe Temperaturen in der Schmelze realisiert werden, wobei gleichzeitig ausreichend niedrige Temperaturen an den Gefaßwandungen sichergestellt werden können. Durch das sich einstellende Temperaturprofil entsteht zudem eine vorteilhafte Konvektion im Gefäß, wodurch die in die Schmelze eingebrachte Energie gleichmaßig in das zu schmelzende beziehungsweise geschmolzene Material eingebracht wird. Somit ermöglicht die Erfindung eine energieeffiziente Beeinflussung der Temperatur einer Schmelze .

Durch die Erfindung werden somit die Elektroden als aktive Elemente innerhalb des heißen Bereichs des zu schmelzenden Materials eingesetzt. Der Skull dagegen ist isoliert gegenüber Masse und Elektroden. Dadurch wird die Gefahr von überschlagen, insbesondere beim Anfahren vermindert. Die Parameter der ohmschen Widerstandsbeheizung können deshalb ohne Gefahr für die eingesetzten Materialien von Gefäß und Elektroden derart gewählt werden, dass auch niederohmige

Glaser behandelt werden können. Somit wird es möglich, auch Glaser und ebenso Glaskeramiken und Keramiken zu schmelzen beziehungsweise lautern bzw. zu reinigen, welche eine geringe elektrische Leitfähigkeit aufweisen. Beispielsweise kann die Erfindung eingesetzt werden zur Läuterung von

Alumosilikatglas, insbesondere Displayglas und Lampenglas sowie zur Läuterung von Borosilikatglas, insbesondere in der Anwendung für Pharmaverpackungen .

Vorteilhafterweise wird gemäß dem erfindungsgemaßen

Verfahren die elektromagnetische Energie zum Beheizen der Schmelze besonders leicht an das zu schmelzende Material angekoppelt. Dadurch können in der Schmelze besonders hohe Temperaturen realisiert werden.

Dies wird möglich durch die Anordnung der zumindest zwei Elektroden im Innenraum des Gefäßes, wodurch sich vorteilhafterweise die Kuhlflache der Seitenwande und somit die Kuhlwirkung auf die Schmelze erhöht. Hierdurch werden wahrend des Betriebs die gesamten Seitenwande mit einer

Kruste aus erstarrtem, arteigenem Material bedeckt, wodurch die Gefäßwände vor einem Angriff der Schmelze, und die Schmelze selbst vor Materialeintrag von Seiten der Gefaßwand geschützt werden. Hierdurch werden die gesamten Seitenwande mit einer Kruste aus erstarrtem, arteigenem Material bedeckt.

Die sich wahrend des Betriebs permanent erneuernde Skullschicht vermindert darüber hinaus einen Angriff auf die Wand des Aggregates und reduziert den Materialeintrag in die Glasschmelze und somit auch in das Glasendprodukt. Als Wandmaterial können wegen der Skullschicht in vorteilhafter Weise wesentlich kostengünstigere Materialien wie beispielsweise Kupfer anstelle des sonst häufig verwendeten teuren Platins verwendet werden.

Infolge der besonders hohen Temperaturen im Inneren der Schmelze und der niedrigen Temperaturen im Bereich der Seitenwande bildet sich ein Stromungsprofil durch das Gefäß aus, welches vorteilhafterweise eine homogene Verteilung der eingebrachten Energie in der Schmelze ermöglicht. Weil bei den hohen Temperaturen, welche mit der Erfindung realisiert werden können, und der optimalen Strömung des zu schmelzenden Materials durch die Einrichtung mit Hilfe des erfindungsgemaßen Verfahrens zum Lautern und/oder Reinigen von Schmelzen das Entfernen von Blasen und/oder anderen unerwünschten Substanzen gefordert wird, ist es zudem möglich, deutlich geringere Mengen von Lautermitteln einzusetzen .

Zudem können Hochtemperaturlautermittel, wie z.B. SnO 2 verwendet werden. Dadurch kann der Einsatz herkömmlicher Lautermittel, wie beispielsweise As 2 O 5 reduziert werden. Diese herkömmlichen Lautermittel sind insbesondere im Hinblick auf ökologische Glaser nachteilig, denn ihre Reste im Endprodukt können eine toxische Wirkung haben. Es ist somit ein Vorteil der Erfindung, auf energieeffiziente Weise derart hohe Temperaturen erreichen zu können, dass Hochtemperaturlautermittel wie Zinndioxid eingesetzt werden können, welche bei den bisher üblichen niedrigeren Temperaturen ihre Lauterwikung nicht in vollem Maße entfalten können.

Beispielsweise werden bei Displayglas bei Temperaturen bis 1650 0 C maximal 50 % des als Lautermittel eingesetzten

Zinndioxids umgesetzt. Bei Steigerung der Temperatur bis zu 2000 0 C steigt der Umsetzungsgrad bis zu 100 %. Aufgrund dieser Verhaltnisse können die Zinndioxid-Mengen, bei gleicher Wirkung, halbiert werden, was bei diesem sehr teuren Rohstoff einen zusatzlichen wirtschaftlichen Vorteil

bringt. Durch niedrige Sn-Gehalte sinkt die Gefahr der Legierungsbildung an Pt-Bauteilen .

Vorteilhafterweise können besonders hohe Temperaturen in der Schmelze dann erreicht werden, wenn zumindest ein Bereich der Schmelze auf eine Temperatur aufgeheizt wird, die oberhalb der Anwendungsgrenztemperatur des Schmelzkontaktmaterials zumindest einer der Elektroden liegt. Weil gemäß dem erfindungsgemaßen Verfahren das Stromungsprofil durch das Gefäß im Hinblick auf einen gleichmaßigen Energieeintrag in das zu schmelzende Material in vorteilhafter Weise ausgebildet ist, kann auch bei dieser Betriebsweise ein Eintrag des Elektrodenmaterials in die Schmelze derart gering gehalten werden, dass nachteilige Auswirkungen auf das Produkt weitgehend vermieden werden können.

Dies kann weiter dadurch verbessert werden, dass die Elektroden gekühlt werden. Vorteilhafterweise werden erfmdungsgemaß die Elektroden separat regelbar und/oder steuerbar und/oder einstellbar gekühlt. Somit ist eine genaue Anpassung der für die jeweilige Elektrode erforderlichen Kuhlleistung an die in ihrer Umgebung herrschenden Temperaturen auf einfache Weise möglich. Des Weiteren kann zudem zumindest ein Elektrodenhalter gekühlt werden. Dies tragt vorteilhafterweise zur weiteren Schonung der Elektroden bei.

Gemäß dem erfindungsgemaßen Verfahren ist es des Weiteren vorgesehen, dass der Boden des Gefäßes zumindest in einem Bereich gekühlt wird. Dadurch bildet sich vorteilhafterweise auch auf dem Bodenbereich eine Skullkruste aus, welche die Korrosion des Bodens beziehungsweise den Eintrag von Bodenmaterial in das zu schmelzende Material verhindert.

Wird der Boden nur bereichweise gekühlt, entstehen Bereiche mit unterschiedlicher elektrischer Leitfähigkeit in der Schmelze, welche eine entsprechende Verdrängung des elektrischen Feldes von diesen Bodenbereichen weg nach oben bedingen. Dies ist insbesondere beim Anfahren energetisch gunstig, weil dadurch die einzubringende elektromagnetische Energie im oberen Bereich des Gefaßinneren eingekoppelt wird. Beginnt dort der Einschmelzvorgang, sinkt die entstandene Schmelze nach unten ab und durch die einsetzende Umwälzung wird das gewünschte Stromungsprofil durch das Gefäß in Gang gesetzt. Eine Anordnung der Elektroden in der Nähe der Oberflache des einzuschmelzenden Materials unterstutzt in dieser Phase diese Vorgange.

Die Kühlung kann gemäß der Erfindung durch Hindurchleiten eines Kuhlfluids, insbesondere Luft und/oder Wasser, durch zumindest eine Elektrode und/oder zumindest einen Elektrodenhalter und/oder zumindest einen Teil der Gefaßwand und/oder des Bodens auf besonders einfach Weise erfolgen .

Um einen überschlag zwischen Elektrode und Seitenwand, also einen Stromubergang, welcher außer zu einer Schädigung der Seitenwand zu einem ineffizienten Energieeintrag in die

Schmelze fuhren wurde, vorteilhafterweise besonders sicher verhindern zu können, können die Elektroden in einem wahlbaren Abstand zu den gekühlten Seitenwanden angeordnet werden. Dies ist auf einfache Weise dadurch möglich, dass die Elektroden durch den Boden in das Gefäß eingeführt werden. Es ist jedoch auch denkbar, Elektroden durch die Seitenwande in das Gefäß einzuführen.

Insbesondere durch die Anordnung der Elektroden im Boden kann der Eintritt der Elektrode in einen relativ kalten

Bereich gelegt werden, wo die elektrische Leitfähigkeit der umgebenden Schmelze entsprechend gering ist, so dass die Elektrode nahezu elektrisch isoliert gegenüber den Gefaßwandungen ist. Vorteilhafterweise wird das erfmdungsgemaße Verfahren daher derart durchgeführt, dass die Elektroden im Wesentlichen ohne direkten elektrischen Kontakt zu den gekühlten Begrenzungsflachen des Gefäßes in das Gefäß eingebracht werden.

Werden zum Beispiel die Elektroden durch den Boden eingeführt, kann die Elektrodenhohe im Gefäß so gewählt werden, dass das erstmalige Zünden der Elektroden in Abhängigkeit von der Leitfähigkeit der Schmelze vereinfacht wird .

Um das zu schmelzende Material im Inneren des Gefäßes im Hinblick auf die Temperaturverteilung und/oder das Stromungsprofil optimiert beheizen zu können, sieht die Erfindung vor, dass zumindest eine Elektrode wahrend der Durchfuhrung des Verfahrens in das Gefäß hineingeschoben und/oder aus dem Gefäß herausgezogen wird. Dadurch wird die Position der Elektrode im Inneren des Gefäßes verändert und es andern sich die Positionen der Stellen, an welchen elektromagnetische Energie in das zu schmelzende Material eingebracht wird. Durch Wahl der Geschwindigkeit und der Anfangs- sowie Endpunkte der Bewegung des Hineinschiebens oder Herausziehens von Elektroden stehen damit auf einfache Weise weitere Parameter zur Temperaturbeeinflussung und/oder zur Beeinflussung des Stromungsprofils im Innern des Gefäßes zur Verfugung.

Dabei wird vorteilhafterweise von der Erkenntnis Gebrauch gemacht, dass die im Innern des Gefäßes angeordneten Elektroden je nach Anzahl, Form, Große und Positionierung die Strömung des zu schmelzenden Materials durch das Gefäß

beeinflussen. Zudem kann durch Wahl dieser Parameter die Verteilung der insgesamt in die Schmelze eingebrachten Energie gezielt gesteuert werden. So kann insbesondere beim Anfahren ein größerer Anteil der insgesamt eingebrachten Energie im oberen Bereich der Schmelze, wo sich besonders viel noch nicht eingeschmolzenes Material ansammelt, eingebracht werden, wobei im weiteren Verlauf der Durchfuhrung des Verfahrens die Position der Elektroden im Hinblick auf eine homogene Energieverteilung und/oder eine im Hinblick auf das Stromungsprofil durch das Gefäß optimierte Energieverteilung eingestellt werden kann. Durch diese vorteilhaften Variationsmoglichkeiten wird zum einen das Anfahren deutlich erleichtert, wahrend gleichzeitig zum anderen ein im Hinblick auf die Energieausnutzung gunstiges Verfahren bereitgestellt wird.

Besonders effizient kann das zu schmelzende Material beheizt werden, indem die Schmelze mit Wechselstrom, bevorzugt mit einer Wechselstromfrequenz in einem Frequenzbereich von 5 Hz bis 1 MHz, bevorzugt etwa 1 kHz bis etwa 100 kHz, besonders bevorzugt bei etwa 10 kHz beheizt wird.

Das Verfahren kann vorteilhafterweise bei besonders hohen mittleren Temperaturen der Schmelze durchgeführt werden. Erfindungsgemaß wird die Temperatur der Schmelze in zumindest einem Bereich auf mindestens 1700 0 C, bevorzugt auf mindestens etwa 1800 0 C, besonders bevorzugt auf mindestens etwa 2000 °C aufgeheizt. Weil bei den hohen Temperaturen, welche mit der Erfindung realisiert werden können und der damit einher gehenden optimalen Strömung des zu schmelzenden Materials durch die Einrichtung das Entfernen von Blasen und/oder anderen unerwünschten Substanzen gefordert wird, ist es vorteilhafterweise

möglich, deutlich geringere Mengen von Lautermitteln einzusetzen .

Zum Reduzieren der Blasenkonzentration im zu schmelzende Material sind derartig hohe Werte für die Temperatur vorteilhaft, weil sie außer einer Erhöhung der Transportgeschwindigkeiten der zu entfernenden Substanzen in der Schmelze eine Verminderung der Viskosität herbeifuhren, was das Entweichen der zu entfernenden Substanzen erleichtert.

Zum einen werden durch die Erfindung Reaktionen der zu entfernenden Substanzen mit dem Elektrodenmaterial und damit die Korrosion des Elektrodenmaterials reduziert. Zum anderen werden Reaktionen der zu entfernenden Substanzen in der Nahe der Elektrode reduziert, so daß die Gasblasenbildung vermindert wird.

Eine besonders geeignete Ausbildung des Stromungsprofils im Gefäß und eine entsprechend effiziente Energieausnutzung lasst sich dadurch erzielen, dass die Temperaturdifferenz zwischen der Schmelze in einem Radbereich des Gefäßes und der Schmelze im Mittelbereich des Gefäßes auf mehr als etwa 150 K, vorzugsweise mehr als etwa 250 K eingestellt wird.

Um das erfindungsgemaße Verfahren auf besonders einfache Weise in die Durchfuhrung herkömmlicher Verfahren zu integrieren und diese herkömmlichen Verfahren dadurch weiter zu entwickeln, kann das Gefäß in oben beschriebener erfindungsgemaßer Weise als Teil einer kontinuierlich betriebenen Schmelzanlage betrieben werden. Dabei kann auch dem Gefäß vorteilhafterweise kontinuierlich zu schmelzendes Gut zu- und abgeführt werden. Beispielsweise kann das zu schmelzende Gut vorteilhafterweise aus einer Schmelzwanne dem Gefäß zugeführt und im Wesentlichen in geschmolzener

Form aus dem Gefäß abgeführt werden. Dadurch wird ein direktes Einkoppeln des erfindungsgemaßen Verfahrens als ein Schritt des Behandlungsprozesses des einzuschmelzenden Materials vom Rohmaterial bis hin zum Endprodukt möglich.

Durch Zufuhr und Abfuhr des zu schmelzenden Gutes in bzw. aus dem Gefäß wird eine Hauptfließrichtung der Schmelze definiert. Grundsatzlich fließt der Strom gemäß der Erfindung in Fließrichtung der Glasschmelze, vorzugsweise senkrecht zur Fließrichtung der Glasschmelze, oder aber in jeder sonstigen beliebigen Richtung.

Besonders effizient kann die elektromagnetische Energie zur Beheizung der Schmelze eingekoppelt werden, wenn der Heizstrom zwischen den Elektroden im Wesentlichen entlang dieser Hauptfließrichtung oder senkrecht dazu fließt.

Fließt der Heizstrom senkrecht zur Hauptfließrichtung der Schmelze, wird also eine sogenannte Querbeheizung durchgeführt, fließt die Schmelze definiert in das Gefäß hinein. DasGlas "stürzt" sauber in das Gefäß hinein. Dadurch ist die Gefahr des Uberstromens geringer gegenüber einer Fahrweise, bei welcher der Heizstrom entlang der Hauptfließrichtung der Schmelze fließt, also eine sogenannte Langsbezheizung durchgeführt wird. Je nach

Anforderungen an den jeweiligen Anwendungsfall kann die Querbeheizung bevorzugt eingesetzt werden, die Langsbeheizung ist jedoch prinzipiell ebenfalls einsetzbar.

Zur Beeinflussung des Stromungsprofils der Schmelze durch das Gefäß beziehungsweise zur Beeinflussung des Temperaturprofils in der Schmelze bietet die Erfindung vorteilhafterweise weitere Möglichkeiten.

Insbesondere können alle Elektroden mit Strom derselben Stromstarke beaufschlagt werden. Es kann des Weiteren auch zumindest ein Paar von Elektroden mit Strom einer Starke beaufschlagt wird, welche sich von dem Wert der Stromstarke, mit welcher zumindest ein weiteres Paar von Elektroden beaufschlagt wird, unterscheidet. Ferner können die Elektroden in einer vorteilhaften Weiterbildung derart verschaltet sind, daß sich uberkreuzende Heizstrome, insbesondere gemäß einer Scott-Schaltung, mit einer Phasenverschiebung, erzeugt werden.

Auf besonders einfache Weise kann das Schmelzgut durch eine Rinne mit freier Oberflache in das Gefäß eingebracht und aus dem Gefäß abgeführt werden. Eine Durchfuhrung des Verfahrens mit möglichst wenig Zwischenschritten zur Fuhrung der Schmelze wird vorteilhafterweise dadurch möglich, dass das Schmelzgut durch einen Zulauf und Ablauf im Bereich der Schmelzbadoberflache dem Gefäß zu- und aus dem Gefäß abgeführt wird. Um die Materialien insbesondere im Bereich des Ablaufes des Gefäßes durch die dort herrschenden sehr hohen Temperaturen der Schmelze zu schonen, ist erfindungsgemaß vorgesehen, dass der Ablaufbereich des Gefäßes zumindest teilweise gekühlt wird.

Eine im Hinblick auf Zeitaufwand und Effizienz der

Energieausnutzung optimierte Durchfuhrung des Verfahrens wird des Weiteren ermöglicht, indem die

Verweilzeitverteilung und/oder die mittlere Verweilzeit der Schmelze im Gefäß geregelt und/oder gesteuert und/oder eingestellt wird. Ebenso kann das Stromungsprofil und/oder die mittlere Stromungsgeschwindigkeit der Schmelze im Gefäß geregelt und/oder gesteuert und/oder eingestellt werden Insbesondere kann das Volumen des Gefäßes so dimensioniert werden, dass die Schmelze in dem Gefäß eine mittlere Verweilzeit von mindestens 1 Minute, bevorzugt von

mindestens etwa 10 Minuten bis zu einer Zeitdauer von etwa 2 Stunden hat. Erfmdungsgemaß ist ein Anhaltspunkt für eine entsprechende Dimensionierung des Gefäßes darin zu sehen, dass das Gefäß mit einem Volumen bereitgestellt wird, welches mindestens um den Faktor 2, vorzugsweise mindestens um den Faktor 10 kleiner ist als das Volumen einer dem Gefäß vorgeschalteten Einschmelzwanne.

Um einen weiteren Parameter bereitzustellen, mit welchem das Einkoppeln der elektromagnetischen Energie von der Elektrode an das umgebende zu schmelzende Material erleichtert werden kann, ist erfindungsgemaß vorgesehen, dass zumindest eine Elektrode zeitweise beheizt wird. Dazu stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfugung. Beispielsweise kann das Beheizen durch Heizen eines Fluids, insbesondere mittels elektrischer Energie, durch Abwarme oder vorzugsweise mit fossilen Energieträgern erfolgen.

Im Hinblick auf die Herstellung besonders reiner Glaser kann das Verfahren durch den Einsatz einer je nach der Zusammensetzung der Schmelze gewählten oxidierenden beziehungsweise reduzierenden Oberofenatmosphare weiter den spezifischen Anforderungen angepasst werden. Vorteilhafterweise kann somit insbesondere mit Hilfe einer Heizvorrichtung, beispielsweise eines entsprechend oxidierend oder reduzierend betriebenen Brenners, eine oxidierende und/oder eine reduzierende Oberofenatmosphare geschaffen werden.

Das erfindungsgemaße Verfahren kann in bevorzugter Weise derart durchgeführt werden, dass die Leitfähigkeit der Schmelze bei der mittleren Schmelztemperatur in einem Bereich von etwa 10 "5 bis etwa lθ" ω "1 * cm "1 , bevorzugt von etwa 10 "2 bis etwa 10 1 ω "1 * cm "1 aufweist.

Bei einer Leitfähigkeit in diesem bevorzugten Bereich ist das Einkoppeln der elektromagnetischen Energie mit Hilfe der Erfindung, besonders effizient möglich.

Um das Anfahren vorteilhafterweise weiter erleichtern zu können, ist gemäß dem erfindungsgemaßen Verfahren vorgesehen, dass ein Startvorgang durchgeführt wird, bei welchem in dem Gefäß zumindest ein Schmelzpfad mit ausreichender elektrischer Leitfähigkeit zwischen den

Elektroden zum Einkoppeln der elektromagnetischen Energie in die Schmelze bereitgestellt wird.

Dazu können die Elektroden und/oder Teile der Wandung wahrend des Startvorganges mit einer Heizvorrichtung soweit erwärmt werden, dass deren Temperatur oberhalb des

Taupunktes der Oberofenatmosphare liegt. Ein Eintrag von Substanzen aus der Oberofenatmosphare in die Schmelze kann somit weitgehend vermieden werden.

Zum Erhohen des Energieeintrags in die Schmelze wahrend des Startvorgangs sieht die Erfindung verschiedene Möglichkeiten vor. Beispielsweise können wahrend des Startvorgangs Tauchelektroden in das Gefäß eingeführt und über diese zusatzlich ein Strom in das Schmelzgut geleitet werden. Des Weiteren kann wahrend des Startvorgangs zumindest eine Opferelektrode in das Gefäß eingeführt und über diese ein Strom durch das Schmelzgut gefuhrt werden.

Um das Anfahren durch die Bereitstellung eines zunächst kurzen Schmelzpfades mit ausreichender elektrischer

Leitfähigkeit zwischen Elektroden erleichtern zu können, sieht die Erfindung vorteilhafterweise vor, dass die Elektroden und/oder die Tauchelektroden und/oder die Opferelektroden vor dem Startvorgang auf einen wahlbaren Abstand, im Wesentlichen der gewünschten Mindestlange des

Strompfades zusammen geschoben und wahrend des Startvorgangs auseinander geschoben werden.

Die Verwendung von Opferelektroden und/oder Tauchelektroden zum Anfahren bieten vorteilhafterweise die Möglichkeit, auf eine drastische Erhöhung der Spannung zum Anfahren verzichten zu können. Der Ankoppelungsprozess kann je nach der Leitfähigkeit der Schmelze, Geometrie des Gefäßes, insbesondere Große der Kuhlflache, und der Elektrodengeometrie gemäß der Erfindung mit einer Spannung von etwa 1000 V gefahren werden.

Die Erfindung kann in vorteilhafter Weise zudem dahingehend ausgestaltet werden, dass der Oberofenbereich des Gefäßes separat beheizt wird. Die Beheizung des Oberofenraumes kann insbesondere mittels Brennern, insbesondere Gasbrennern und/oder Strahlungsbeheizung und/oder Mikrowellenbeheizung und/oder Plasmabrennern erfolgen. Durch das separate Beheizen des Oberofenraumes kann ein Temperaturgefalle in der Schmelze hin zu ihrer Oberflache und damit eine Energieabfuhr aus der Schmelze an den Oberofenraum zumindest vermindert werden.

Für eine effiziente Einkopplung der eingebrachten Energie in die gesamte Schmelze und damit eine gleichmaßige Temperaturverteilung und somit eine relativ lange Verweilzeit bei der gewünschten Temperatur für nahezu alle Fluidelemente der Schmelze hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, eine Konvektionsstromung in der Schmelze zu erzeugen. Auf einfache Weise kann diese Konvektionsstromung durch Einstellen einer

Temperaturdifferenz der Schmelze zwischen einem inneren und einem äußeren Bereich erzeugt werden.

Um die Strömung durch das Gefäß, insbesondere die Konvektionsstromung, gezielt beeinflussen zu können, ist erfindungsgemaß vorgesehen, dass die Strömung aufgrund der Stromverteilung auf zumindest zwei Elektroden geregelt und/oder gesteuert und/oder eingestellt wird.

Eine einfache Möglichkeit, um die Strömung mechanisch zu beeinflussen, ist durch die Verwendung von Einbauten im Inneren des Gefäßes vorgesehen. Des Weiteren kann die Strömung durch Steuerung des Durchsatzes der Schmelze durch das Gefäß beeinflusst werden.

Um das Verfahren des Reinigens der Schmelze in dem Gefäß für die jeweiligen Anforderungen optimal durchfuhren zu können, sind damit vorteilhafterweise mehrere

Einflussmoglichkeiten auf den wichtigen Betriebsparameter der Verweilzeitverteilung, welche außer durch die geometrische Gestaltung des Gefäßes durch die Wahl der geeigneten mittleren Durchflussgeschwindigkeit beziehungsweise des Durchsatzes sowie durch die

Temperaturverteilung und damit auch durch die Ausbildung der Konvektionswalze beeinflusst werden kann. Das Stromungs und insbesondere damit zusammenhangend das Temperaturprofil im Gefäß kann mit den genannten Maßnahmen erfindungsgemaß auf besonders einfache und zuverlässige Weise angepasst an die jeweiligen Anforderungen beeinflusst werden.

Vorteilhafterweise können die erfindungsgemaßen Verfahren automatisiert betrieben werden. Eine Möglichkeit dazu sieht vor, dass die Regelung und/oder Steuerung der Heizleistung der Elektroden durch Regelung und/oder Steuerung und/oder Einstellung des Stromes, welcher durch die Elektroden fließt, erfolgt. Eine andere Möglichkeit liegt darin, dass die Regelung und/oder Steuerung der Heizleistung der Elektroden durch Regelung und/oder Steuerung und/oder

Einstellung der aufgewendeten elektrischen Leistung erfolgt. Die Auswahl zwischen beiden Möglichkeiten kann nach den Eigenschaften des Schmelzgutes getroffen werden.

Insbesondere bei Gläsern nimmt die elektrische

Leitfähigkeit mit steigender Temperatur zu. Wird die eingebrachte Leistung konstant gehalten, nimmt bei abnehmenden elektrischen Widerstand, also steigender Leitfähigkeit, die Stromaufnahme durch die Elektroden zu. Damit ist die Gefahr einer Schädigung des

Elektrodenmaterials gegeben. Mit einer Stromregelung kann daher schnell auf sich aufbauende Stromfaden reagiert werden, welche durch die Gefahr der Uberhitzung bei Glasern, deren Leitfähigkeit vom Stromdurchfluss abhangt, äußerst nachteilig für die Produkteigenschaften sind.

Um unerwünschte Substanzen, insbesondere Gasblasen, aus der Schmelze zu entfernen, kann dieser zumindest ein Hochtemperaturläutermittel , beispielsweise Zinndioxid zugesetzt werden.

Die oben genannten Aufgaben werden des Weiteren gelost durch eine Vorrichtung zur Temperaturbeeinflussung und/oder zum Lautern und/oder zum Reinigen einer Schmelze, welche eine zumindest einen Innenraum definierende Anordnung, insbesondere ein Gefäß, zur Aufnahme von Schmelzgut und zumindest zwei Elektroden zur ohmschen Widerstandsbeheizung der Schmelze umfaßt, wobei die Elektroden derart angeordnet sind, daß sie in den Innenraum der Anordnung, insbesondere des Gefäßes hineinragen.

Die Elektrode kann derart über den Elektrodenhalter im Boden eingesetzt sein, dass sich ein Ringspalt zwischen Elektrode und Bodenstein ausbildet.

In diesem Ringspalt kann zur elektrischen Isolierung ein Ring aus einem feuerfesten Material, welches bei Betriebstemperatur einen höheren Widerstand als das Glas aufweist, eingesetzt werden. Zusatzlich kann der Boden mit einer entsprechenden Kühlung ausgestattet werden, so dass sowohl das Stromungsprofil positiv beeinflusst, als auch der Bodenstein vor Korrosion geschützt wird.

Um der Gefahr von Korrosion des Materials der Gefaßwandungen zu begegnen ist vorgesehen, dass zumindest eine Wand der Vorrichtung kuhlbar ist.

Um die Elektroden vorteilhafterweise durch den Boden des Gefäßes einsetzen zu können, weist der Boden des Gefäßes zumindest eine Aussparung auf. Diese Aussparung kann als Bohrung gestaltet sein, welche in einem bestimmten, Abstand, von den Seitenwanden angebracht werden kann, welcher vorzugsweise großer oder gleich etwa 15 mm ist.

Solche Bohrungen können derart gestaltet sein, dass die

Elektroden mitsamt den kuhlbaren Elektrodenhaltern in die Bohrungen eingesetzt werden können. Um die erfmdungsgemaße Vorrichtung möglichst variabel, je nach Bedarf auch an verschiedenen Standorten, einsetzen zu können, können das Gefäß, welches als Skulltiegel ausgebildet sein kann, mitsamt dem Boden und Elektrodenhaltern auf einem Tragegestell montiert werden.

Vorteilhafterweise umfasst die Vorrichtung des Weiteren insbesondere kuhlbare Elektrodenhalter. Zudem kann sie eine Einrichtung zur Kühlung zumindest einen Elektrodenhalters und/oder zumindest einer Elektrode und/oder zumindest eines Teils der Gefaßwand oder zumindest eines Teils des Bodens aufweist, welche mindestens eine Einrichtung zum Bereitstellen eines gekühlten und/oder kuhlbaren Fluids,

insbesondere Luft und/oder Wasser und mindestens eine Einrichtung zur Forderung des Fluids aufweist.

Die Elektroden können unterschiedliche Geometrien und Formen aufwiesen. Insbesondere können die Elektroden Platten- und/oder Knopf- und/oder Kugel- und/oder Stabelektroden und/oder Rogowskielektroden umfassen.

Es können auch hammerformige Elektroden eingesetzt werden. Form und Geometrie der Elektrode beeinflussen dabei die Effizienz des Energieeintrages in das zu schmelzende Material. Als besonders vorteilhaft beim Einbau der Elektroden, insbesondere im Boden des Gefäßes, haben sich Stabelektroden erwiesen, welche als Vollmaterial und/oder als Kappenelektroden ausgeführt sein können. Elektroden mit gezielt vergrößerter Oberflache, wie beispielsweise als Plattenelektroden oder in Form eines Hammers, bieten den Vorteil, die Belastung der Elektrodenflache durch zu hohe Stromdichten verringern zu können. Dazu kann weiter eine entsprechende Gestaltung der Form beitragen, bei welcher scharfe übergänge wie insbesondere Kanten vermieden werden. Vorteilhaft haben sich abgerundete äußere Begrenzungen der Elektroden erwiesen.

Die Anordnung der Elektroden, insbesondere der Abstand der Elektrodenmitte von der als nächste benachbarten Wand, kann in Abhängigkeit der Leitfähigkeit der Schmelze ausgewählt werden. Durch die Verwendung von Stabelektroden wird eine Möglichkeit geschaffen, die Seitenwande des Gefäßes komplett in Skull zu halten, wodurch sich die Kuhlflache der Seitenwande erhöht und somit auch die Kuhlwirkung auf die Schmelze, wodurch zudem die Konvektion unterstutzt werden kann.

Durch den Abstand zu den insbesondere gekühlten Seitenwanden der Elektroden kann ein überschlag zwischen Elektrode und Seitenwand vermieden werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Eintrittspunkt der Elektrode in das Gefäß in einem relativ kalten Bereich liegt und somit entsprechend elektrisch isoliert ist. Die erfindungsgemaße Anordnung der Elektroden bringt des Weiteren den Vorteil mit sich, dass keine mit den gekühlten Tiegelwanden verbundenen gekühlten Bauteile in den Oberofenraum ragen. Vorteilhafterweise kann dadurch eine Korrosion von

Bauteilen durch die in der Oberofenatmosphare vorhandenen Schwefelverbindungen vermieden werden.

Entscheidend für die Einsatzmoglichkeit eines Materials als Elektrode in der erfindungsgemaßen Vorrichtung ist es, dass das Material bei der Betriebstemperatur der Vorrichtung nicht mit der Schmelze reagiert. Erfindungsgemaß können die Elektroden ein Schmelzkontaktmaterial aufweisen, welches Metalle wie Osmium, Hafnium, Molybdän, Wolfram, Iridium, Tantal, Platin, Platinmetalle und/oder deren Legierungen umfasst. Als aktives Elektrodenmatenal kommt dabei Iridium besondere Bedeutung zu.

Der Begriff "aktives" Element bezieht sich dabei auf die Mehrfachfunktion, die die Elektrode ausübt. Neben der

Beheizung wird über die Elektrode auch die Strömung der Schmelze erreicht, indem sie eine Art Antrieb für die Konvektionsstromung im Gefäß bildet. Die Elektroden sind neben dem wassergekühlten Skull, welcher eine Abwartsstromung der Schmelze im Gefäß bewirkt, ein Teil des sogenannten Konvektionsmotors . Durch die Wärmequelle, auch Quelltherme genannt, um die Elektrode bildet sich eine Aufwartsstromung der Schmelze im Gefäß. Die Elektrode hat somit einerseits die Funktion der Beheizung und

andererseite die eines Konvektionsmotors und wird daher als "aktives" Element bezeichnet.

Die erfindungsgemaße Kombination aus Skulltiegel und Elektrode verhindert durch die vorteilhafte Gestaltung des Stromungsprofils der Schmelze durch das Gefäß das Uberstomen des Tiegels. Durch den Einsatz von Iridium können dabei sehr hohe Einsatztemperaturen von über 2000 0 C realisiert werden.

Neben Elektroden, insbesondere Metallelektroden, aus Vollmaterial ist es erfindungsgemaß auch möglich, Elektroden einzusetzen, welche lediglich eine Schicht eines betreffenden Materials aufweisen. Dazu kann die Elektrode einen Kern, bevorzugt einen Keramikkern umfassen.

Vorteilhafterweise ist es des Weiteren vorgesehen, dass zumindest eine Elektrode mit einer Schicht versehen ist, welche insbesondere Osmium, Hafnium, Molybdän, Wolfram, Iridium, Tantal, Platin, Platinmetalle und/oder deren Legierungen umfasst. Auch Beschichtungen mit jedem anderen geeigneten Material sind gemäß der Erfindung für den Einsatz in der Vorrichtung möglich.

Um Form und Geometrie der Elektroden in einem weiten Bereich variieren zu können, sieht die Erfindung vor, dass zumindest eine der Elektroden zumindest zwei Elektrodensegmente umfasst. Unter dem Begriff "Segment" wird dabei zumindest ein Abschnitt einer Elektrode verstanden, welcher eine bestimmte äußere Form und/oder einen bestimmten inneren Aufbau aufweist. Die Elektroden können erfindungsgemaß aus unterschiedlichen Segmenten zusammengesetzt sein, jedoch auch einstuckig gefertigt sein, wobei das emstuckige Material verschiedene Bereiche unterschiedlicher äußerer Form und/oder unterschiedlicher

inneren Aufbau aufweist und somit ebenfalls im erfindungsgemaßen Sinn segmentiert ist.

Um auf geänderte Anforderungen an die einzusetzenden Elektroden und/oder auf Schaden an Elektroden auf einfache Weise flexibel reagieren zu können, ist erfindungsgemaß des Weiteren vorgesehen, dass zumindest eine Elektrode auswechselbar an der Vorrichtung angebracht ist.

Besondere Vorteile, insbesondere für das Anfahren der Vorrichtung, können dadurch realisiert werden, dass zumindest eine Elektrode, insbesondere in vertikaler Richtung verfahrbar an der Vorrichtung angebracht ist. Dann kann die Elektrodenhohe gemessen vom Boden des Gefäßes so gewählt werden, dass beispielsweise das erstmalige Zünden der Elektroden in Abhängigkeit von der Leitfähigkeit der Schmelze vereinfacht wird.

Durch die variable, insbesondere auswechselbare Befestigung der Elektroden im Material des Bodens, insbesondere des Skullbodens, des Gefäßes wird zudem die Möglichkeit eröffnet, den Boden modular aufzubauen aus Elementen, die eine Einrichtung zur Aufnahme einer Elektrode aufweisen und einfachen Bodenelementen ohne eine derartige Einrichtung. In die Elemente, die eine Einrichtung zur Aufnahme einer Elektrode aufweisen, können die gewünschten Elektroden verschiebbar eingesetzt werden.

Aus den beiden Arten von Elementen für den Boden des Gefäßes können unterschiedliche Anordnungen realisiert werden, welche die Positionierung der Elektroden an den jeweils für die optimale Ausbildung der Strömung, insbesondere der Konvektionswalze im Inneren des Gefäßes erforderlichen Stellen ermöglichen. So können die

Elektroden beispielsweise in einer Reihe angeordnet werden, jedoch auch in ihrer Funktion als strombrechende Einbauten weiter im Inneren des Gefäßes positioniert werden.

über die Wahl des Elektrodenmaterials, beispielsweise einer Keramik, kann Ausdehnung und Geschwindigkeit der Konvektionswalze über eine gezielte Einstellung eines Stromfadens definiert werden. Durch zusätzliche Beweglichkeit der Elektroden können die Möglichkeiten für ihre Positionierung vorteilhafterweise erweitert werden. So ist es erfindungsgemaß zudem vorgesehen, dass zumindest eine Elektrode schwenkbar angebracht ist.

Um die Temperaturbelastung der Elektroden vermindern und damit besonders hohe Schmelztemperaturen realisieren zu können, kann zumindest eine Elektrode kuhlbar sein. Dazu kann eine Elektrode zumindest einen Kanal zum Hindurchleiten eines Fluids umfassen.

Die Anordnung der Elektroden kann, nebeneinander in einer Reihe erfolgen. Die Erfindung sieht je nach Anforderungen an das sich einstellende Stromungsprofil unterschiedliche Möglichkeiten vor, die Elektroden anzuordnen. Beispielsweise können die Elektroden nebeneinander in zwei Reihen angeordnet sein, die sich parallel gegenüberstehen. Es ist jedoch auch möglich, die Elektroden derart nebeneinander in zwei Reihen anzuordnen, dass sie sich orthogonal gegenüberstehen.

In einer weiteren bevorzugten Ausfuhrungsform können die Elektroden im unteren Teil des Gefäßes, vorzugsweise unterhalb des Niveaus, in welchem sich die Oberflache der Schmelze im Betriebszustand befindet, im Bereich der zwei unteren Drittel der Fullhohe des Gefäßes angeordnet sein.

Die Vorrichtung kann dabei mehrere Elektrodenpaare und/oder mehrere Paare von Elektrodensegmenten aufweisen.

Die Anordnung der Elektroden kann auch derart erfolgen, dass die Elektroden als stromungsbrechende Einbauten auf die fließende Schmelze wirken. Erfindungsgemaß kann durch die Anordnung der Elektroden eine Aufstellung realisiert werden, bei welcher die Elektroden vorteilhafterweise keinen direkten Kontakt mit den beispielsweise wassergekühlten Wanden des Gefäßes haben und der Abstand zwischen Elektrode und metallischen Bauteilen in Bereichen, in denen die Elektroden noch Temperaturen oberhalb von 1600 0 C haben, mindestens 1 cm, bevorzugt mehr als 2 cm betragt. Die Elektroden können dabei mit einer Innenkuhlung versehen sein, jedoch auch ungekuhlt betrieben werden.

Die Wände der erfmdungsgemaßen Vorrichtung können je nach Anforderungen flexibel gestaltet werden. Das Gefäß kann Skullwande und/oder Keramikwande umfassen. Vorteilhafterweise weist das Gefäß Skullwande auf, welche vorzugsweise metallische Rohre umfassen, welche auf der der Schmelze zugewandten Seite mit einem elektrisch schlecht leitenden Material, vorzugsweise in Form von Keramikplatten oder Schlicker, insbesondere Siθ 2 ~Schlicker , ausgekleidet sind.

Der Boden des Gefäßes kann beispielsweise aus schmelzgegossenem Feuerfestmaterial wie Zirkonsilikat bestehen, was bei den hohen Betriebstemperaturen immer noch einen deutlich höheren Widerstand als die Schmelze gewährleistet. Durch die Anordnung von Kuhlrohren quer zu den Elektroden kann der Boden vor Korrosion und unkontrolliertem Stromfluss geschützt werden.

Das Gefäß der erfindungsgemaßen Vorrichtung kann in bevorzugter Ausfuhrung einen gekühlten Boden sowie gekühlte Seitenwande aufweisen, von denen zwei sich gegenüberliegende Seitenwande den Zulauf und den Ablauf bilden. Das Gefäß kann als Skulltiegel ausgeführt sein. Die Skullwande können dabei derart ausgebildet sein, dass sie in eingebautem Zustand unterhalb der Schmelzoberflache um einen Winkel nach außen abgewinkelt sind, wodurch ein Kragen gebildet wird. Besonders einfach herzustellen ist ein derartiger Kragen, wenn der Winkel für alle Skullwande etwa 90° beträgt. Die Seitenwande sind dann also L-formig abgewinkelt .

Wahrend bei bekannten Vorrichtungen der Nachteil besteht, daß die Elektroden unterhalb des Randes des Gefäßes angeordnet sind, und daher die Energie zum Starten in tiefere Schichten des Glases gefuhrt werden muß, so daß der Skulltiegel sehr stark belastet wird, und zwar sowohl thermisch als auch durch hohe elektrische Spannungen, bietet die Erfindung den Vorteil, daß die Elektroden bundig mit der Oberkante des Skullkragens angeordnet werden können. Dies fuhrt zu einem deutlich geringeren Energiebedarf beim Einkoppeln und geringerer Belastung des Gefäßes. Da gemäß der Erfindung alle Seitenwande des Gefäßes bis zum Boden gekühlt werden können, ist zudem die Gefahr des Uberstromens deutlich geringer.

Zu- und Ablauf des Gefäßes können dabei im Vergleich miteinander asymmetrisch ausgebildet sein, das heißt, der Kragen kann asymmetrisch ausgebildet sein. Auf der Seite des Zulaufs kann der von der Seitenwand abgewinkelte Teil relativ kurz gestaltet werden, da hier das ankommende Material noch keine extrem hohe Temperatur aufweist. Nachdem das Material über diesen kurzen Bereich des Zulaufs geflossen ist, stürzt es abrupt in das Gefäß hinein, wo es

insbesondere auch durch die sich ausbildende Konvektionswalze, welche ab einer bestimmten Temperatur selbständig lauft, durch das Gefäß hindurch gefordert wird.

Auf Seiten des Ablaufs wird das einzuschmelzende Material an der Seitenwand nach oben transportiert, wo es mit sehr hohen Temperaturen ankommt. Um sich an die erfindungsgemaße Vorrichtung angrenzende Bauteile nicht zu schadigen, weist der im Bereich des Auslaufs von der Seitenwand abgewinkelte Teil eine relativ große Lange auf. Der Auslauf kann insbesondere die Funktion einer Kuhlstrecke übernehmen. Entsprechend der herrschenden Temperaturen kann die L-Form der Seitenwande auch im seitlichen Bereich des Gefäßes entsprechend geschaltet sein. Insbesondere können die Seitenwande aus L-formigen wassergekühlten Skullsegmenten, bestehend aus z.B. Kupferrohr beliebigen Querschnitts, insbesondere, um den Aufbau der Seitenwande zu erleichtern, aus Vierkant-Kupferrohren gebildet werden.

Seitenwande und, wie oben bereits ausgeführt, die Elemente, aus welchen der gekühlte Boden des Gefäßes aufgebaut ist, ermöglichen eine Modulbauweise der erfindungsgemaßen Vorrichtung, in welche stromungsbeeinflussende Einbauten, insbesondere zum Beeinflussen der Konvektionswalze angeordnet werden können. Auch die Wände des Gefäßes können erfindungsgemaß daher zumindest zwei Untereinheiten umfassen. Dadurch kann die Große des Gefäßes auf einfache Weise an flexible Anforderungen angepasst werden.

Die Untereinheiten der Wände können elektrisch voneinander getrennt sein. Vorteilhafterweise sind dazu zwischen den Untereinheiten isolierende Trennelemente, insbesondere Glimmerscheiben einbringbar. Mittels einer mechanischen Befestigung, insbesondere einer Verspannung können die Seitenwande und der Boden des Gefäßes auslaufsicher

miteinander verbunden werden. Trennelemente, insbesondere die Glimmerscheiben, bilden dabei eine Isolierung der Skullelemente .

Die isolierenden Trennelemente, welche z.B. als

Glimmerplattchen ausgeführt sein können, sind zwischen jeweils zwei benachbarten, das heißt, sozusagen um jedes Skull-Segment herum, angeordnet. Die isolierenden Trennelemente befinden sich damit sowohl längs als auch quer zur Stormflussrichtung . Somit wird vorteilhafterweise verhindert, dass der elektrische Strom ungehindert über die Wände des Skulltiegels fließen kann.

Um die ohmsche Widerstandsbeheizung in der erfindungsgemaßen Vorrichtung realisieren zu können, ist vorgesehen, dass eine Einrichtung zur Erzeugung von Wechselstrom 5 Hz bis 1 MHz, bevorzugt mit einer Wechselstromfrequenz in einem Bereich von etwa 1 kHz bis etwa 100 kHz, besonders bevorzugt mit einer Wechselstromfrequenz von etwa 10 kHz bereitgestellt wird.

Materialien, welche mit dem einzuschmelzenden Material in Berührung kommen, werden erfindungsgemaß derart ausgewählt, dass sie gegen das einzuschmelzende Material und seine Schmelze chemisch im Wesentlichen resistent sind. Dies trifft für Elektroden und/oder die Wandungen des Gefäßes gleichermaßen zu. Das Gefäß umfaßt vorzugsweise Kupfer. Als Material für das Gefäß kommen beispielsweise auch Iridium, Rhodium oder Molybdän in Frage.

Die erfindungsgemaße Vorrichtung weist ein Gefäß auf mit einer Geometrie, welche ein möglichst geringes Verhältnis zwischen Oberflache und Volumen ermöglicht, um Energieverluste über die Oberflache weitgehend vermeiden zu können. Eine derartige Geometrie kann in Abwandlungen des

Grundkorpers eines Wurfeis realisiert werden, insbesondere kann das Gefäß einen vieleckigen, insbesondere rechteckigen, insbesondere quadratischen oder runden, insbesondere ovalen, insbesondere kreisförmigen Grundriss aufweisen.

Es hat sich gezeigt, dass eine wichtige Große im Hinblick auf die effiziente Energieausnutzung das aktiv genutzte Volumen pro Tagesdurchsatz ist. Je nach Anforderungen beispielsweise an den Lauterprozess, wenn eine große Menge von Gas aus dem zu schmelzenden Material entfernt werden soll, kann es auch vorteilhaft sein, das Verhältnis von Oberflache zu Volumen des Gefäßes möglichst groß zu wählen um den Gasblasen eine große Austrittsflache zu bieten. Dies kann dadurch geschehen, dass insbesondere mit der vorteilhaften Modulbauweise des Gefäßes seine Hohe bei unveränderter Bodenflache entsprechend angepasst wird.

Um Energieverluste an die Umgebung des Gefäßes minimieren zu können, sieht die Erfindung zudem vor, dass die

Vorrichtung eine Einrichtung zur Zusatzbeheizung aufweist.

Die Zusatzbeheizung kann zumindest eine Strahlungsbeheizung und/oder eine Mikrowellenbeheizung und/oder eine

Plasmabrennerbeheizungen umfassen.

Des Weiteren kann wenigstens eine der Elektroden eine

Heizvorrichtung umfassen.

Die Vorrichtung umfasst zumindest einen Zulauf- und zumindest einen Ablaufbereich. Zum Schutz gegen die insbesondere im Bereich des Ablaufes herrschenden sehr hohen Temperaturen kann der Ablaufbereich der Vorrichtung zumindest teilweise eine keramische Schicht umfassen. Zudem kann der Ablauf vorteilhafterweise als Kuhlstrecke ausgebildet sein.

Der Boden des Gefäßes umfasst zumindest ein Feuerfestmaterial, insbesondere ein Feuerfestmaterial mit einer elektrischen Leitfähigkeit von vorzugsweise kleiner oder gleich 1/30 ω "1 * cm '1 bei 1600 0 C.

Beispielsweise kann das Feuerfestmaterial Zirkonsilikat umfassen. Der Boden des Gefäßes kann zudem eine Kuhleinrichtung aufweisen, welche zumindest eine mit einem Fluid, insbesondere Wasser, kuhlbare Leitung umfasst, welche gewinkelt zu einer Stromflussrichtung in der Schmelze, insbesondere mit einem Winkel von 90°, ausgerichtet ist und den Boden des Gefäßes berührt.

Um außer durch das Vorsehen und Positionieren von

Elektroden eine weitere Möglichkeit zur Verfugung zu stellen, das Stromungsprofil durch das Gefäß beeinflussen zu können, sieht die Erfindung zudem vor, dass die Vorrichtung Einbauten umfasst, welche zur Beeinflussung der Strömung der Schmelze durch das Gefäß geeignet sind.

Die Vorrichtung kann des Weiteren zumindest eine Düse zum Eintrag eines Gases, insbesondere zum Eintrag von N2 und/oder He und/oder Ar, umfassen. Auch andere Gase können je nach Anwendungsfall gewählt werden. Mit derartigen Düsen kann vorteilhafterweise ein sogenanntes "Bubbling" durchgeführt werden. Dieses bietet die Möglichkeit, die Konvektion der Schmelze im Gefäß zu beeinflussen. Insbesondere kann die Konvektionsstromung verstärkt werden. Zudem kann mittels des Bubbling Einfluß au die

Temperaturverteilung in der Schmelze genommen werden.

Die erfmdungsgemaße Vorrichtung kann insbesondere als Bestandteil einer größeren Anlage verwendet werden. Wird in

einer derartigen Anlage eine bestimmte Menge Schmelze bereitgestellt, von welcher nur ein Teil derart weiter verarbeitet werden soll, dass die mit der Erfindung verbundenen Vorteile realisiert werden können, sieht die Erfindung des Weiteren vor, dass eine

Stromteilungseinrichtung zum Aufteilen eines Schmelzflusses in zumindest zwei Teilstrome bereitgestellt wird, so dass zumindest eine erfindungsgemaße Vorrichtung in einem der Teilstrome angeordnet werden kann, und der andere Teilstrom auf andere Weise weiter verarbeitbar ist. Die Vorrichtung kann als Lauter- und/oder Reinigungs- und/oder Schmelzmodul verwendet werden, welches einer folgenden Einheit vorgeschaltet werden kann, insbesondere einer Homogenisiereinheit und/oder einer Formgebungseinheit.

Ebenso kann die erfindungsgemaße Vorrichtung als Lauter- und/oder Reinigungs- und/oder Schmelzmodul und/oder Homogenisierungsmodul eingesetzt werden, welches einer OverfIow-Downdraw-Einheit vorgeschaltet sein kann. Dies wird dadurch möglich, daß die vorliegende Erfindung die Herstellung einer in höchstem Maße homogenen Schmelze ermöglicht, welche sich insbesondere als Ausgangsmaterial für die Herstellung beispielsweise von Displayglasern in einem Overfow-Downdraw-Verfahren eignet.

Die Erfindung kann des Weiteren als Lauter- und/oder Reinigungsmodul eingesetzt werden, welches in eine Schmelzwanne, das heißt in ein von Schmelze durchstromtes Gefäß, eingebaut wird. Die Schmelzwanne kann dazu beispielsweise in einem Bereich zu einem Lauter- und/oder Reinigungsmodul ausgebildet sein.

Dies kann insbesondere realisiert werden, indem vom Boden der Schmelzwanne aus ein sogenanter Wall aufgebaut wird. Dieser Wall kann zum Beispiel gekühlte Wände aufweisen, die

Refraktärmetalle ((z.B. Molybdän) umfassen. In den inneren Bereich des Walles kann die erfindungsgemaße Vorrichtung integriert werden. Insbesondere kann die Vorrichtung im Bereich ihrer Seitenwande mit den Wanden verbunden sein, die den Wall bilden.

Der Füllstand der Schmelzwanne in Stromungsrichtung gesehen vor beziehungsweise hinter dem Wall kann deutlich großer sein als der Füllstand im Bereich des Lauter- und/oder Reinigungsmoduls. Dies kann dadurch erreicht werden, das das Modul sozusagen in den Wall "eingehängt" ist und die Hohe vom Boden des Moduls bis zu seiner oberen Begrenzung deutlich geringer ist als der Abstand vom Boden der Schmelzwanne zur oberen Begrenzung des Walles.

Da bei einer derartigen Anordnung der Weg, welchen Blasen aus der Schmelze zum Verlassen derselben im Lauter- und/oder Reinigungsmodul zurückzulegen haben, gering ist im Vergleich zu dem entsprechenden Weg in der Schmelzwanne, ist die Lauterwirkung deutlich verbessert. Dazu tragt insbesondere die hohe Temperatur der Schmelze bei, welche mit der erfindungsgemaßen Vorrichtung im Lauter- und/oder Reinigungsmodul erzielbar ist.

Um den Betrieb einer erfindungsgemaßen Vorrichtung beziehungsweise die Durchfuhrung eines erfindungsgemaßen Verfahrens zur Temperaturbeeinflussung und/oder zum Lautern und/oder zum Reinigen einer Schmelze besonders zuverlässig realisieren zu können, ist es erforderlich, eine geeignete Regelung bereitzustellen. Die oben genannten Aufgaben werden daher mit einem Regelungsverfahren für eine Anlage zur Temperaturbeeinflussung und/oder zum Lautern und/oder Reinigen von Schmelzen gelost, bei welchen zumindest zwei Elektroden im Inneren eines Gefäßes angeordnet werden, und der elektrische Strom durch die zumindest zwei Elektroden

als Regel- und/oder Stellgroße für zumindest eine Zielgroße, insbesondere die Temperaturverteilung und/oder das Stromungsprofil im Gefäß herangezogen wird. In einer vorteilhaften Weiterbildung kann als Zielgroße das Stromungsprofil in der Konvektionswalze herangezogen werden .

Eine weitere Möglichkeit zur Losung der Aufgaben bietet die Erfindung durch ein Regelungsverfahren für eine Anlage zur Temperaturbeeinflussung und/oder zum Lautern und/oder Reinigen von Schmelzen, bei welchen zumindest zwei Elektroden im Inneren eines Gefäßes angeordnet werden und die von den zumindest zwei Elektroden abgegebene elektrische Leistung als Regel- und/oder Stellgroße für zumindest eine Zielgroße, insbesondere die

Temperaturverteilung oder das Stromungsprofil im Gefäß herangezogen wird. Als Zielgroße kann insbesondere das Stromungsprofil in der Konvektionswalze herangezogen werden .

Zur Beeinflussung des Stromung-/Temperaturprofils können die Elektroden entweder alle mit dem gleichen Strom beaufschlagt werden, oder einzelne Elektrodenpaare werden individuell beaufschlagt. Weiterhin sind neben der parallel (Querbeheizung) liegenden Stromflussrichtung auch sich uberkreuzende (Scott-Schaltung) Stromflussrichtungen mit Phasenverschiebung möglich. Darüber hinaus sind alle weiteren Verschaltungsmoglichkeiten anwendbar, auch zwischen unmittelbar benachbarten Elektroden.

Des Weiteren ist gemäß der Erfindung vorgesehen, die Elektroden zumindest zeitweise pulsierend zu steuern. Diese Möglichkeit bietet den Vorteil, bei sich beispielsweise aufgrund der Temperaturanderung der Schmelze wahrend der Durchfuhrung des Verfahrens ändernden Stromungsparametern

durch gezielte Energiepulse das gewünschte Stromungsprofil beibehalten zu können. Ebenso kann durch einen gepulsten Betrieb der Elektroden beim Anfahren dem kontinuierlichen Energieeintrag durch eine bestimmte Stromstarke örtlich und/oder zeitlich ein gepulster, höherer Energieeintrag überlagert sein, um eine Möglichkeit zur Verfugung zu stellen, mit welcher das gewünschte Stromungs- und/oder Temperaturprofil schneller erzeugt als ohne Aufprägen eines überlagerten gepulsten Energieeintrags.

Zur Losung der oben genannten Aufgaben stellt die Erfindung des Weiteren ein Produkt, insbesondere ein Glasprodukt zur Verfugung, welches gemäß den erfindungsgemaßen Verfahren und/oder in der erfindungsgemaßen Vorrichtung geschmolzne und/oder geläutert und/oder gereinigt und/oder hergestellt wurde .

Derartige Produkte können beispielsweise über den Wert für das Verhältnis der Menge an Sn4+ zur Gesamtmenge an Sn2+, welche die Summe aus Sn2+ und Sn4+ ist, charakterisiert werden. Bei höheren Temperaturen wird das Verhältnis in Richtung Sn2+ verschoben. Durch die hohen Temperaturen, welche mittels der Erfindung realisiert werden können, liegt der Wert für das Verhältnis der Menge an Sn2+ zur Menge an Sn im Vergleich zu Verfahren mit herkömmlichen

Lautertemperaturen derart verschoben, daß zumindest 2 % bis zumindest 40 % mehr an Sn2+ im Gemisch vorhanden sind.

Da die Lauter- und/oder Reinigungswirkung, insbesondere durch die sehr hohen erzielbaren Temperaturen durch die Erfindung stark verbessert wird, ist es möglich, kostengünstigeres Ausgangsmaterial, also solches von geringerer Reinheit einzusetzen, da die erforderliche Qualität des Produkts durch die hohe Lauter- und Reinigungswirkung aufgrund der Erfindung immer noch

sichergestellt werden kann. Beispielsweise werden Wasser, Schwefel und Halogene wahrend des Lauter- beziehungsweise Reinigungsprozesses aus der Schmelze entfernt.

Parameter, welche minderwertige Rohstoffe charakterisieren, können ein besonders hoher Wassergehalt, ein besonders hoher Schwefelanteil, ein besonders hoher Gehalt an leicht fluchtigen Komponenten wie beispielsweise Chlorid sein. In Bezug auf den Gehalt an Eisen ist zu berücksichtigen, daß Fe zur Läuterung beitragt und das Verhältnis der Mengen von Fe 3+ zu Fe 2+ wird in Richtung Fe 2+ verschoben wird. Auch ist durch die hohen Prozeßtemperaturen mit Verschiebungen des Quotienten Fe2+/(Fe2+ + Fe3+) um mindestens 2% bis hin zu mindestens 40% zu rechnen.

Das Produkt, insbesondere das Glasprodukt gemäß der Erfindung kann zumindest ein Glas und/oder zumindest eine Glaskeramik und/oder zumindest eine Keramik aufweisen, die eine geringe elektrische Leitfähigkeit hat. Insbesondere kann das Produkt Alumosilikat-Glas, insbesondere Display- Glas oder Lampenglas umfassen. Das Produkt kann insbesondere Borosilikat-Glas, insbesondere in einer Anwendung für Pharmaverpackungen umfassen.

Die Erfindung bezieht sich des Weiteren auf aggressive Glaser wie zum Beispiel Zinksilikat- oder

Lanthanbratglaser, welche ansonsten nur sehr schwierig zu schmelzen sind. Auch Bleisilikatglaser können mit Hilfe der Erfindung gehandhabt werden.

Im Hinblick auf die Produkte, welche mit Hilfe der Erfindung geschmolzen und/oder gereinigt und/oder geläutert und/oder hergestellt werden können, ergeben sich besondere Vorteile dadurch, dass sie besonders blasenarm sind.

Durch den insgesamt nur äußerst geringen erforderlichen Einsatz von Lautermitteln sind die Ruckstande von Lautermitteln im Produkt, wie beispielsweise der Zinndioxidgehalt ebenfalls sehr gering. Das Produkt hat daher einen Anteil von Zinn von weniger als 1,0 Gew.-%, bevorzugt von weniger als als 0,4 Gew.-%, bevorzugt von weniger als 0,2 Gew.-%,und besonders bevorzugt von weniger als 0, 1 Gew.- %.

Die Erfindung ermöglicht zudem die Fertigung von Glasern mit einem geringeren Gehalt an Knoten. Knoten sind z.B. Bereiche, aus denen Substanzen wie Natrium und/oder Bor verdampfen und damit andere Festigkeitseigenschaften herbeigeführt werden. Durch derartige Knoten entstehen insbesondere Probleme beim Rohrziehen. Die Erfindung ermöglicht daher das Herstellen insbesondere von Rohren aber auch anderen Glasern, welche im Wesentlichen keine Knoten aufweisen.

Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefugten Figuren anhand von Ausfuhrungsbeispielen beschreiben. Dieselben Bauteile sind in allen Figuren mit denselben Bezugszeichen gekennzeichnet.

Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung verschiedener

Elektroden, Fig. 2 eine schematische Darstellung zweier kuhlbarer

Elektroden im Querschnitt,

Fig. 3 eine schematische Darstellung verschiedener segmentierter Elektroden, jeweils im Querschnitt,

Fig. 4 eine schematische Darstellung einer in Bezug auf

die Gefaßwand beziehungsweise den Gefaßboden verschiebbare Elektrode, Fig. 5 schematische Darstellungen der erfmdungsgemaßen

Vorrichtung in Aufsicht, Fig. 6 eine schematische Darstellung der erfmdungsgemaßen Vorrichtung im Querschnitt in einer Schnittrichtung senkrecht zur

Durchflussrichtung der Schmelze durch das Gefäß in vollständig entleertem Zustand, Fig. 7 eine schematische Darstellung der erfindungsgemaßen Vorrichtung im Querschnitt in einer Schnittebene senkrecht zur

Durchflussrichtung der Schmelze durch das Gefäß mit Skullkruste, Fig. 8 eine schematische Darstellung der erfindungsgemaßen Vorrichtung im Querschnitt in einer Schnittebene senkrecht zur

Durchflussrichtung der Schmelze durch das Gefäß in befulltem Zustand, Fig. 9 eine schematische Darstellung der erfindungsgemaßen Vorrichtung im Querschnitt in einer Schnittebene parallel zur

Durchflussrichtung der Schmelze durch das Gefäß im Betrieb mit Zusatzheizung, Fig. 10 Detaildarstellung der Konvektionswalze in der

Strömung beim Betrieb gemäß einer Anordnung wie in Figur 9 dargestellt, Fig. 11 eine schematische Darstellung der erfindungsgemaßen Vorrichtung gemäß einer weiteren Ausfuhrungsform im Querschnitt in einer

Schnittebene parallel zur Durchflussrichtung der

Schmelze durch das Gefäß mit die Strömung der

Schmelze beeinflussenden Einbauten, Fig. 12 eine schematische Darstellung der

erfindungsgemaßen Vorrichtung im Querschnitt in einer Schnittebene parallel zur Durchflussrichtung der Schmelze gemäß einer weiteren Ausfuhrungsform mit Zusatzbeheizung und die Strömung der Schmelze beeinflussenden

Einbauten, Fig. 13 eine schematische Darstellung der erfindungsgemaßen Vorrichtung gemäß einer weiteren Ausfuhrungsform im Querschnitt in einer Schnittebene senkrecht zur Durchflussrichtung der

Schmelze durch das Gefäß im Betriebszustand wahrend des Beginns des Anfahrvorgangs,

Fig. 14 Anordnung wie in Fig. 13 im Betriebszustand beim Beenden des Anfahrens, Fig. 15 eine schematische Darstellung der erfindungsgemaßen Vorrichtung gemäß einer weiteren Ausfuhrungsform im Querschnitt in einer Schnittebene senkrecht zur Durchflussrichtung der Schmelze durch das Gefäß im Betriebszustand wahrend des Anfahrens,

Fig. 16 Anordnung wie in Fig. 13 im Betriebszustand nach

Beenden des Anfahrens, Fig. 17 eine schematische Darstellung der erfindungsgemaßen Vorrichtung im Querschnitt in einer Schnittebene senkrecht zur

Durchflussrichtung der Schmelze durch das Gefäß zur Darstellung der Kühlung des Gefaßbodens, Fig. 18 eine schematische Darstellung eines Ausschnitts des Skulltiegels der erfindungsgemaßen Vorrichtung in perspektivischer Ansicht.

Für die Anordnung im Inneren des Gefäßes gemäß der erfindungsgemaßen Vorrichtung können unter anderem Staboder Plattenelektroden eingesetzt werden. In Figur 1 ist eine beispielhafte Auswahl derartiger Elektroden 4 gezeigt.

Stabelektroden können einen runden (Figur IA), rechteckigen (Figur IB) oder vieleckigen Querschnitt (Figur IC) aufweisen. Auch Plattenelektroden können in ihrer Geometrie variiert werden. Beispielsweise kann insbesondere dann, wenn eine stromungsbeeinflussende Wirkung erwünscht ist, ein an die Strömung angepasstes Profil gewählt werden (Figur ID) . Ebenso ist der Einsatz einfacher Plattenelektroden mit quaderförmiger Geometrie möglich (Figur IE) . Zur Beeinflussung der Strömung können unterschiedlichste Formen gewählt werden, wie beispielsweise auch eine Elektrode mit bogenförmigem Querschnitt (Figur IF).

Unabhängig davon, welche Form und Geometrie für die Elektrode 4 gewählt wurde, können die Elektroden Offnungen 41 in ihrem Inneren aufweisen, durch welche ein Fluid zur Kühlung der Elektrode 4 geleitet werden kann. In Figur 2 sind Beispiele für derartige Elektroden 4 gezeigt. Als öffnung für ein Kuhlfluid kann gemäß Figur 2 eine einfache Bohrung 41 im Schmelzkontaktmaterial 42 der Elektrode 4 gewählt werden. Eine weitere Möglichkeit, eine öffnung für das Kuhlfluid bereitzustellen, zeigt Figur 2 anhand eines Fluidkanals 41.

Wie in Figur 3 dargestellt, kann der Aufbau der Elektroden 4 weiter variiert werden. Figur 3 zeigt eine Elektrode 4 im Querschnitt mit einem Kern 43, welcher beispielsweise aus Keramik bestehen kann. Der Kern 43 ist mit einer Schicht aus Schmelzkontaktmaterial 42 versehen. Des Weiteren können die Elektroden eine segmentierte Bauform zur gezielten Steuerung des Stromes und damit zum Beispiel zur Beeinflussung der Konvektionswalze aufweisen. Die Figuren 3B, 3C und 3D zeigen derartige Anordnungen, wobei die Elektrode 4 einen Kern 43, welcher beispielsweise aus

Keramik bestehen kann, und Segmente aufweisen, auf die das Schmelzkontaktmaterial 42 aufgebracht ist.

Insbesondere für den Einbau durch den Gefäßboden 8, jedoch auch für den Einbau durch die Seitenwandungen 10 des

Gefäßes, können die Elektroden 4 verschiebbar gestaltet sein. Eine derartige Elektrodenanordnung ist in Figur 4 dargestellt. Die Elektrode 4 wird von einem Elektrodenhalter 44 aufgenommen, welcher ein Innengewinde 49 aufweist, in welches die Elektrode 4 mittels des Gewindes 48 geschraubt werden kann. Auch andere Befestigungsmoglichkeiten für die Elektrode 4 im Elektrodenhalter 44 sind denkbar. Der Elektrodenhalter 44 ist kuhlbar gestaltet und weist einen Kuhlmittelzulauf 46 sowie einen Kuhlmittelablauf 47 auf.

Der Elektrodenhalter 44 und mit ihm die Elektrode 4 sind mit einer beispielsweise hydraulischen Verschiebevorrichtung 45 verbunden. Im in eine Wand oder den Boden des Gefäßes eingesetzten Zustand ragt die

Elektrode 4 in das Innere des Gefäßes, wahrend sich der Elektrodenhalter 44 im Bereich der Wandung 10 beziehungsweise des Bodens 8 befindet, und die Verschiebevorrichtung 45 auf der dem Gefäß abgewandten Seite der Wandung beziehungsweise des Bodens positioniert ist. Mittels der Verschiebevorrichtung 45 kann die vertikale Position der Elektrode 4 in Bezug auf den Gefaßboden 8 beziehungsweise die Lange der in das Innere des Gefäßes hineinragenden Elektrode 4, bei der Anordnung in der Gefaßwandung 10 zu jedem gewünschten Zeitpunkt eingestellt werden.

Eine Aufsicht auf das Gefäß mit verschieden darin angeordneten Elektroden ist in Figur 5 in den Abbildungen

A bis D gezeigt. In Figur 5E ist eine Anordnung dargestellt, welche zusatzlich weitere stromungsbeeinflussende Einbauten 30 aufweist. Figur 5A zeigt Elektroden 4, welche in zwei Reihen nebeneinander angeordnet sind. Die Reihen sind parallel zu der vom Zulauf 20 durch das Gefäß 2 zum Ablauf 22 gerichteten Durchflussrichtung der Schmelze angeordnet. Zulauf und Ablauf der Seitenwande 10 des Gefäßes 2 sind derart gewinkelt gestaltet, dass der abgeknickte Teil vom Gefäß 2 weg gerichtet ist und so einen Kragen 6 bildet. Im

Anschluss an den Kragen ist die Umgebung 7 der Vorrichtung in Figur 5A zur Orientierung mit dargestellt.

In Figur 5B ist eine weitere Ausfuhrungsform der Vorrichtung gezeigt mit Elektroden 4, die in zwei Reihen relativ zum Kragen 6 des Gefäßes 2 angeordnet sind, wobei sich die Reihen senkrecht zur Stromungsrichtung durch das Gefäß 2 erstrecken. Wie in Figur 5C dargestellt ist, können weitere Elektroden 4 im Inneren des Gefäßes 2 verteilt werden, so dass beispielsweise eine Anordnung realisiert werden kann, welche als statischer Mischer auf das zu schmelzende Material wirkt. Die Elektroden 4 können auch durch besondere Formgebung die Strömung der Schmelze durch das Gefäß 2 gezielt beeinflussen.

Wie in Figur 5D gezeigt ist, kann aus Elektroden 4 mit bogenförmigem Querschnitt ein Ringsegment realisiert werden. Derartige Elektroden 4 mit bogenförmigem Querschnitt können jedoch auch, wie in Figur 5E gezeigt, mit anderen Elektroden, hier mit Stabelektroden mit rundem Querschnitt kombiniert eingesetzt werden. Zusatzlich zu den Elektroden 4 können die stromungsbeeinflussenden Einbauten 30 im Gefäß 2 angeordnet werden.

Figur 6 zeigt die erfindungsgemaße Vorrichtung 1 in völlig entleertem Zustand. Auf den Boden 8 des Gefäßes 2 ist die Wand 10 des Gefäßes 2 aufgesetzt, wodurch ein Skulltiegel aufgebaut wird. Durch den Boden 8 sind Elektrodenhalter 44 und an diese angeschlossen Elektroden 4 derart eingesetzt, dass die Elektroden 4 im Inneren des Gefäßes angeordnet werden. Die Wände des Gefäßes sind L-formig abgewinkelt, wodurch ein Kragen 6 gebildet wird. über die Elektrodenhalter 44 stehen die Elektroden 4 mit der Stromversorgung 9 in Kontakt.

Wird die erfindungsgemaße Vorrichtung wie vorgesehen als Skulltiegel betrieben, bildet sich eine Skullkruste aus. Eine Anordnung der Vorrichtung mit dieser Skullkruste 14 ist in Figur 7 gezeigt. In der Vorrichtung 1 zur

Temperaturbeeinflussung der Schmelze bildet sich im Innern an der Gefaßwand 10 eine Skullkruste, nämlich eine Schicht aus erstarrter Schmelze 14 aus, weil die Gefaßwand 10 so stark gekühlt ist, dass das Schmelzgut aus dem Inneren des Gefäßes an der Wand 10 erstarrt. Eine Kühlung der Gefaßwand kann durch Durchleiten von Kuhlmitteln durch die Rohre des Skulltiegels erfolgen. So weist die Vorrichtung 1 entsprechende Stutzen für den Kuhlmittelzulauf 121 beziehungsweise den Kuhlmittelablauf 122 auf. Wie in Figur 8 gezeigt, steht im Betrieb der erfindungsgemaßen

Vorrichtung 1 die Schmelze 16 nicht mit der Gefaßwandung 10 des Skulltiegels in Kontakt, weil dazwischen die erstarrte Schmelze 14 als Skullkruste ausgebildet ist.

über der Oberflache des Schmelzbades 18 befindet sich der Oberofenbereich 26. Um ein Abkühlen der Schmelze 16 an der Schmelzbadoberflache 18 verringern beziehungsweise vermeiden zu können, kann es sinnvoll sein, die Vorrichtung 1 mit einer Zusatzbeheizung zu betreiben. Gemäß dem in Fig. 9 dargestellten Ausfuhrungsbeispiel wird dazu eine

Anordnung von Gasbrennern 24 bereitgestellt, welche beispielsweise in einem Tragegestell 25 angeordnet werden können, so dass mittels der Gasbrenner 24 der Oberofenbereich 26 beheizt werden kann.

In Figur 10 ist im Detail die sich dann einstellende Konvektionswalze 28 gezeigt. Das Schmelzgut tritt über den Zulauf 20 in das Gefäß 2 ein. Aufgrund der Kühlung der Wand des Skulltiegels 10 erstarrt die Schmelze in Form der Skullkruste 14. Das eintretende Schmelzgut trifft nach dem passieren des Zulaufs auf einen sehr kalten Bereich, wenn es den Zulauf 20 verlasst, und stürzt nach unten ins Innere des Gefäßes 2 hinab. Im Inneren des Gefäßes 2 erfolgt die Beheizung mittels der ohmschen Widerstandsbeheizung durch die in Figur 10 nicht dargestellten Elektroden. Die

Schmelze 16 erwärmt sich und steigt daher im Gefäß 2 nach oben. Wurde die Temperaturverteilung im Gefäß 2 entsprechend eingestellt, lauft die Konvektionswalze 28 stationär. Auf besonders hohe Temperaturen aufgeheizte Fluidelemente verlassen über den Auflauf 22, welcher im

Verhältnis zum Zulauf 20 mit einer größeren Lange versehen ist, um als Kuhlstrecke dienen zu können, das Gefäß 2.

Zum Einstellen der Temperaturverteilung sowie auch der Verweilzeitverteilung im Inneren des Gefäßes 2 über die Einstellung des Stromungsprofils können die Strömung beeinflussende Einbauten 30 im Inneren des Gefäßes 2 angeordnet werden. Eine Möglichkeit für eine derartige Anordnung zeigt die vereinfachte Darstellung in Figur 11, wo der übersichtlichkeit halber auf die Darstellung der Elektroden verzichtet wurde.

Figur 12 zeigt eine andere Ausfuhrungsform der Vorrichtung

1, welche hier mit Zusatzbeheizung im Oberofenraum 26 über Gasbrenner 24 betrieben wird, die in einem Tragegestell 25

angeordnet sind, wobei das Tragegestell 25 auch als Aufhangung für stromungsbeeinflussende Einbauten 30 dient, die von oben in die Schmelze getaucht werden. Zusatzlich können stromungsbeeinflussende Einbauten 30 auch an den Seitenwanden 10 des Gefäßes 2 vorgesehen sein.

Zum Anfahren der Vorrichtung 1 können Startelektroden 32 eingesetzt werden. In Figur 13 ist eine Ausfuhrungsform der Vorrichtung 1 wahrend des Anfahrens dargestellt. Startelektroden 32 sind in das noch feste Schmelzgut 36 eingebracht und mit einen geringen Abstand zueinander angeordnet. Sie verfugen über eine Stromversorgung 34. Zwischen den Startelektroden 32 bildet sich ein Bereich erschmolzenen Schmelzgutes 16. Wahrend des Anfahrvorgangs werden die Startelektroden, wie in Figur 13 durch Pfeile angedeutet ist, auseinandergezogen. Die Startelektroden 32 können auch beheizt sein, um den Anfahrvorgang zu erleichtern .

Figur 14 zeigt den Anfahrvorgang in einem spateren Stadium, in welchem die Startelektroden 32 bereits weit auseinandergezogen sind und das Schmelzgut 16 verflüssigt ist. Nun können die Startelektroden 32, wie durch den nach oben gerichteten Pfeil angedeutet, wieder entfernt werden. Auch über durch die Seitenwande einbringbare Elektroden kann der Anfahrvorgang verbessert werden.

Figur 15 zeigt eine entsprechende Ausfuhrungsform der Erfindung. Durch die Seitenwande 10 sind Elektroden 4 derart im Inneren des Gefäßes 2 angeordnet, dass ihr

Abstand sehr gering ist. Wahrend des Anfahrens schmilzt zunehmend mehr des zu Beginn noch festen Schmelzgutes 36, und die Elektroden 4 können auf immer größere Abstande voneinander auseinandergezogen werden. Eine entsprechend Situation ist in Figur 16 gezeigt.

Um den Boden 8 des Skulltiegels vor hohen Temperaturbelastungen und Korrosion zu schützen, wird dieser in der erfindungsgemaßen Vorrichtung 1 gekühlt.

In Figur 17 ist in der vereinfachten Darstellung der Vorrichtung 1 die Kühlung des Gefaßbodens durch auf der Bodenplatte 8 aufliegende Rohre 81 gezeigt. Die Skullkruste 14 bildet sich entsprechend um die Rohre 81 herum beziehungsweise kann derart in das Innere des Gefäßes hinein anwachsen, dass die Kuhlrohre 81 auf dem Gefaßboden von der Skullkruste 14 umschlossen werden.

In Figur 18 ist ein Ausschnitt eines aus Modulen aufgebauten Skulltiegels gezeigt. Im Anschluss an die

Umgebung 7 sind aneinander gereihte Module vorgesehen. Die Module bestehen aus Rohren 12, wobei mehrere Rohre 12 zusammen zu einem Wandelement verbunden sind, welches mit der bereits eingeführten Querschraffur der Wand 10 gekennzeichnet ist. Die Rohre 12 selbst stehen in Verbindung mit dem Kuhlmittelzulauf 121 und dem Kuhlmittelablauf 122 eines Elements der Wand 10. Zwischen den Modulen ist eine Isolierung 123 eingebracht, um den elektrischen Kontakt der insbesondere aus Metallrohren gefertigten Wandelemente zu unterbinden.

Weil mit der erfindungsgemaßen Vorrichtung mit der Anordnung von Elektroden im Inneren eines Skulltiegels besonders hohe Temperaturen der Schmelze realisiert werden können, ermöglicht die Erfindung das Schmelzen und/oder Lautern und/oder Reinigen auch schwierig zu behandelnder Glaser wie beispielsweise eines Display-Glases. Zum Behandeln des Display Glases kann die Vorrichtung insbesondere derart betrieben werden, dass die mittlere Aufenthaltszeit einen bestimmten Wert nicht unterschreitet

Hieraus ergeben sich entsprechende Verhaltnisse der Werte für das Volumen des Gefäßes und den Durchsatz. Ausschlaggebend sind dabei insbesondere auch die glasartabhanige Viskosität und der Volumenausdehnungskoeffizient.

Bezugszeichenliste:

1 Vorrichtung zur Temperaturbeeinflussung einer Schmelze 2 Gefäß

4 Elektrode

41 Fluidkanal

42 Schmelzkontaktmaterial

43 Kern 44 Elektrodenhalter

45 hydraulische Verschiebevorrichtung

46 Kuhlmittelzulauf

47 Kühlmittelablauf

48 Gewinde 49 Gewindebohrung

6 Kragen des Gefäßes

7 Umgebung des Gefäßes

8 Boden des Gefäßes

81 Kühlung des Gefaßbodens 9 Stromversorgung für Elektroden 10 Wand des Gefäßes 12 Rohre des Skulltiegels

121 Kuhlmittelzulauf

122 Kuhlmittelablauf 123 Isolierung der Skullsegmente

14 erstarrte Schmelze

16 Schmelze

18 Schmelzbadoberflache

20 Zulauf 22 Ablauf

24 Gasbrenner

25 Tragegestell für Heizeinrichtungen

26 Oberofenbereich 28 Konvektionswalze

Strömungsbeeinflussende Einbauten Startelektroden Stromversorgung für Startelektroden Schmelzgut