Budmiger, Thomas (Oberwiler Strasse 27, Ettingen, CH-4107, CH)
| 1. | Verfahren zum Überprüfen eines magnetischinduktiven Durchflußmessers mit einem Meßrohr zum Führen eines zu messenden Fluids und mit einem MagnetfeldSystem, das wenigstens eine zumindest zeitweise von einem Er¬ regerstrom (I ) durchflossene Feldspule zum Erzeugen eines das Fluid zumindest teilweise senkrecht zu einer Strömungsrichtung durchsetzenden Ma¬ gnetfelds aufweist, welches Verfahren folgende Schritte umfaßt: Ändern einer den Erregerstrom (I ) zumindest zeitweise treibenden Spannung (U ) zu einem ersten Zeitpunkt, t , von einer momentanen, insb. von Null verschiedenen, ersten Spannungshöhe, U , auf eine, insb. konstante oder konstantgeregelte, zweite cont Spannungshöhe, U , zum Erhöhen einer Stromstärke, I, des von der Spannung drv (U ) getriebenen und in der wenigstens einen Feldspule fließenden Erre¬ gerstroms (I M ) auf einen maximalen Stromwert, I m , wobei die zweite Span nungshöhe, U , größer gewählt wird als die erste Spannungshöhe, U , Ändern drv cont der den Erregerstrom (I ) momentan treibenden Spannung (U ) zu einem zweiten Zeitpunkt, t , von der zweiten Spannungshöhe, U , auf eine, insb. drv konstante oder konstantgeregelte, dritte Spannungshöhe, U , zum Absenken Short des Stromstärke des momentan in der wenigstens einen Feldspule fließenden Er¬ regerstroms (I ) vom maximalen Stromwert, I , auf einen für den Erregerstrom M m (I ) vorgegebenen, insb. konstanten, StromEndwert, I , wobei die dritte Span¬ nungshöhe, U , kleiner gewählt wird als die zweite Spannunghöhe, U , Short rev Erfassen des Erregerstroms (I ) zumindest zeitweise zum Ermitteln eines dritten Zeitpunktes, t. |
| 2. | , der mit einem Erreichen des StromEndwerts, I c , korrespondiert, Ermitteln einer ersten Zeitkonstante, T , für das MagnetfeldSystem, die mit Short einer zwischen dem zweiten Zeitpunkt, t , und dem dritten Zeitpunkt, t , liegenden Zeitspanne, t t , korrespondiert, und/oder Ermitteln einer zweiten Zeitkonstante, T + T , für das MagnetfeldSystem, die mit einer zwischen rev Short dem ersten Zeitpunkt, t , und dem dritten Zeitpunkt, t , liegenden Zeitspanne, t t , korrespondiert, und Vergleichen der Ermittelten ersten Zeitkonstante, T , Short mit einem vorgegebenen ersten Referenzwert, T , und/oder Vergleichen der Er¬ mittelten zweiten Zeitkonstante, T + T , mit einem vorgegebenen zweiten rev Short Referenzwert, T , zum Ermitteln eines einen momentanen Betriebszustand des 2ref Durchflußmessers repräsentierenden Diagnosewerts. |
| 3. | 0022. Verfahren nach dem vorherigen Anspruch, wobei die dritte Spannungshöhe, U , kleiner gewählt ist als die erste Spannunghöhe, U . Short cont 0033. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die den Erregerstrom (I ) zumindest zeitweise treibende Spannung (U ) derart geändert wird, daß deren zweite Spannungshöhe, U , während einer zwischen dem ersten drv Zeitpunkt, t , und dem zweiten Zeitpunkt, t , liegenden Zeitspanne, t t , zumindest zeitweise, insb. auch unmittelbar vor dem zweiten Zeitpunkt, im we¬ sentlichen konstant ist. |
| 4. | Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei wenigstens eine Feldspule der Spulenanordnung zum Einstellen der Spannung (U ) auf die dritte Spannungshöhe, U , zumindest zeitweise kurzgeschlossen wird. Short. |
Verfahren zum Überprüfen eines magnetisch-induktiven Durch¬ flußmessers
[001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Überprüfen eines magnetisch-induktiven
Durchflußmessers mit einem Meßrohr zum Führen eines zu messenden Fluids und mit einem Magnetfeld-System, das wenigstens eine zumindest zeitweise von einem Er¬ regerstrom durchflossene Feldspule zum Erzeugen eines das Fluid zumindest teilweise senkrecht zu einer Strömungsrichtung durchsetzenden Magnetfelds aufweist.
[002] Zur Messung von elektrisch leitfähigen Fluids werden oftmals Durchflussmesser mit einem magnetisch-induktiven Durchflussaufnehmer eingesetzt. Im Folgenden wird, falls nötig, der Einfachheit halber nur von Durchflußaufnehmern bzw. Durch¬ flußmessern gesprochen. Mit magnetisch-induktiven Durchflußmessern läßt sich be¬ kanntlich der Volumen-Durchfluß einer elektrisch leitenden Flüssigkeit messen und in ein entsprechendes Meßwert abbilden, die in einer Rohrleitung fließt; es wird also per definitionem das pro Zeiteinheit durch einen Rohrquerschnitt fließende Volumen der Flüssigkeit gemessen. Aufbau und Wirkungsweise magnetisch-induktiver Durch¬ flussmesser sind dem Fachmann an und für sich bekannt und beispielsweise in der DE- A 43 26 991, der EP-Al 275 940, der EP-A 12 73 892, der EP-A 1 273 891, der EP-A 814 324, der EP-A 770 855, der EP-A 521 169, der US-A 60 31 740, der US-A 54 87 310, der US-A 52 10 496, der
[003] US-A 44 10 926, der US-A 2002/0117009 oder der WO-A 01/90702 ausführlich und detailliert beschrieben.
[004] Durchflußaufnehmer der beschriebene Art weisen üblicherweise jeweils ein nicht- ferromagnetisches Meßrohr auf, das in die Rohrleitung fluiddicht, z.B. mittels Flanschen oder Verschraubungen, eingesetzt wird. Eine mittels eines quer zu einer Strömungsrichtung des zu messenden Fluids ausgerichtetes Magnetfelds im strömenden Fluid aufgrund von Ladungstrennungen erzeugte elektrische Spannung wird mittels wenigstes zweier Meßelektroden als eine Meßspannung abgegriffen und in der Meßgerät-Elektronik zu einem entsprechenden Meßwert, beispielsweise einem Volumendurchfluß-Meßwert, weiterverarbeitet. Der das Fluid berührende Teil des Meßrohrs ist im allgemeinen elektrisch nicht-leitend, damit die Meßspannung, die nach dem Faraday'schen Induktionsgesetz von dem das Meßrohr zumindest teilweise durch¬ setzenden Magnetfeld im Fluid induziert wird, nicht kurzgeschlossen wird. Metall- Meßrohre sind daher üblicherweise innen mit einer elektrisch nicht-leitenden Schicht, z.B. aus Hartgummi, Polyfluorethylen etc., versehen und auch im allgemeinen nicht- ferromagnetisch; bei vollständig aus einem Kunststoff oder aus einer Keramik, insb.
aus Aluminiumoxid-Keramik, bestehenden Meßrohren ist die elektrisch nicht-leitende Schicht demgegenüber nicht erforderlich.
[005] Bei magnetisch-induktiven Durchflußaufnehmern wird das für die Messung er¬ forderlich Magnetfeld von einem entsprechenden Magnetfeld-System erzeugt, das eine eine Induktivität L aufweisende Spulenanordnung mit zumeist wenigstens zwei Feldspulen, entsprechende Spulenkerne und/oder Polschuhe für die Feldspulen und ggf. die Spulenkerne außerhalb des Meßrohrs verbindende magnetisch-leitfähige Füh¬ rungsbleche enthält. Allerdings sind auch Magnetfeld-Systeme mit einer einzigen Feldspule bekannt. Die Spulenkerne und/oder Polschuhe des Magnetsystems bestehen meistens aus einem weich-magnetischen Material. Es sind aber auch schon Ma¬ gnetsysteme mit ferromagnetischen Spulenkernen beschrieben worden. Das Magnetfeld-System ist üblicherweise direkt Meßrohr angeordnet.
[006] Zum Erzeugen des Magnetfelds wird ein von einer entsprechenden Meßgerät-
Elektronik gelieferter Spulenstrom in der Spulenanordnung fließen gelassen. Damit das von dem Magnetfeld-System erzeugte Magnetfeld möglichst homogen ist, sind die Feldspulen im häufigsten und einfachsten Fall identisch zueinander und elektrisch gleichsinnig in Serie geschaltet, so daß sie im Betrieb von demselben Erregerstrom durchflössen werden können. Es ist jedoch auch schon beschrieben worden, die Spulen abwechselnd gleich- bzw. gegensinnig von einem Erregerstrom durchfließen zu lassen, um dadurch beispielsweise die Viskosität von Flüssigkeiten und/oder einen Tur¬ bulenzgrad der Strömung ermitteln zu können, vgl. hierzu auch die EP-Al 275 940, die EP-A 770 855 oder die DE-A 43 26 991. Der vorgenannte Erregerstrom wird von einer Betriebs-Elektronik erzeugt; er wird auf einen konstanten Stromwert von z.B. 85 mA geregelt, und seine Stromrichtung wird periodisch umgekehrt. Die Stromrich¬ tungsumkehr wird dadurch erreicht, dass die Spulen in einer sogenannten T-Schaltung oder einer sogenannten H-Schaltung liegen; zur Stromregelung und -richtungsumkehr vgl. die US-A 44 10 926 oder die
[007] US-A 60 31 740.
[008] Der Spulenstrom ist bei modernen Durchflußaufnehmern üblicherweise ein getakteter bi-polarer Rechteck- Wechselstrom, der in einer ersten Halbperiode einer Pe¬ riodendauer positiv mit einem konstanten ersten Strom-Endwert ist und danach durch Umschalten in einer zweiten Halbperiode der Periodendauer negativ mit einem konstanten, zum ersten Strom-Endwert im wesentlichen betragsgleichen zweiten Strom-Endwert ist. Die Spulenanordnung kann z.B. eine Einzelspule sein, wenn der magnetisch-induktive Durchflussaufnehmer als Strömungssonde dient, vgl. die US-A 35 29 591, oder sie kann z.B. auch aus zwei Teil-Spulen bestehen, die diametral einander gegenüberliegend am Meßrohr angeordnet sind. In der der US-B 67 63 729, US-A 60 31 740 oder der US-A 44 10 926 ist eine Schaltungsanordnung zur
Erzeugung eines solchen Spulenstroms beschrieben. Diese Schaltungsanordnung umfaßt eine den Spulenstrom treibende Energieversorgung sowie eine als H-Schaltung ausgeführte Brückenschaltung für die Modulation des Spulenstroms, wobei die Spulen¬ anordnung in einem Querzweig der Brückenschaltung liegt. Femer ist in der US-A 60 31 740 wie auch in der US-A 44 10 926 eine Schaltungsanordnung zur Erzeugung eines Spulenstroms gezeigt, die anstelle der als H-Schaltung ausgeführten Brücken¬ schaltung eine als T-Schaltung ausgelegte Brückenschaltung für die Spulenanordnung aufweist. Ferner ist in der
[009] US-A 42 04 240 eine Schaltungsanordnung mit einer internen Energieversorgung zur Erzeugung des Spulenstroms eines magnetisch-induktiven Durchflussaufnehmers beschrieben, die eine Spannung abgibt, von der ein Spannungs- Anfangs wert in jeder erwähnten Halbperiode während einer Anstiegsdauer des Spulenstroms - als einer ersten Teilperiode - höher ist als ein Spannungs-Endwert während einer zweiten Teilperiode - als Rest der Halbperiode.
[010] Die erwähnte induzierte Spannung entsteht zwischen mindestens zwei gal¬ vanischen, also von der Flüssigkeit benetzten, oder zwischen mindestens zwei ka¬ pazitiven, also z.B. innerhalb der Rohrwand des Meßrohrs angeordneten, Me߬ elektroden, wobei jede der Elektroden für sich ein Potential abgreift. Im häufigsten Fall sind die Meßelektroden diametral einander gegenüberliegend so angeordnet, dass ihr gemeinsamer Durchmesser senkrecht zur Richtung des Magnetfelds und somit senkrecht zum Durchmesser ist, auf dem die Spulenanordnungen liegen. Die induzierte Spannung wird verstärkt und mittels einer Auswerteschaltung zu einem Meßsignal aufbereitet, das registriert, angezeigt oder seinerseits weiterverarbeitet wird. Ent¬ sprechende Meß-Elektroniken sind dem Fachmann ebenfalls bekannt, beispielsweise aus der EP-A 814 324, der
[011] EP-A 521 169 oder der WO-A 01/90702.
[012] Neben der eigentlichen Meßfunktion weisen moderne magnetisch-induktive Durch¬ flußmesser oftmals auch übergeordnete Diagnosefunktionen auf, mittels denen der Durchflußmesser im Betrieb einem Selbsttest unterzogen werden kann. Derartige Dia¬ gnosefunktionen sind beispielsweise in der bereits erwähnten US-B 67 63 729 oder der EP-A 12 17 337 beschrieben.
[013] Bei einem solchen Selbsttest kann zum einen eine Prüfung dahingehend erfolgen, ob alle Komponenten des Meßgeräts voll funktionsfähig sind, und zum anderen da¬ hingehend, ob der Meßbetrieb vorschriftsmässig abläuft. Ist das Ergebnis eines solchen Selbsttests positiv, liegen also keine Fehlfunktionen des Meßgeräts bzw. des Meßbetriebs vor, so ist gewährleistet, dass das von dem Meßgerät ausgegebene Me¬ ßergebnis - natürlich innerhalb vorgegebener Fehlertoleranzen - dem aktuell tatsächlich vorliegenden Wert entspricht. Im besonderen können im Rahmen eines
solchen Selbsttests einzelne Komponenten und Bauteile des Meßgeräts z.B. mittels Im¬ pedanzmessungen oder Messungen des ohmschen Widerstands bzw. der Leitfähigkeit auf ihre Funktionsfähigkeit hin überprüft werden. Ferner ist es auch z. B. die Ein¬ stelldaten bei der Eingabe auf Plausibilität zu überprüfen. Dabei werden z.B. Eingaben, die ausserhalb des zulässigen Bereichs liegen, abgelehnt und nicht übernommen. Unabhängig von der Prüfung der Einstelldaten bei der Eingabe werden die aus den Einstelldaten berechneten Daten, die direkt den Meßbetrieb des Meßgeräts steuern, noch einmal auf ihre erlaubten Grenzen hin überprüft. Diese Überprüfung erfolgt vor Aufnahme des Meßbetriebs, so dass bei Auftreten eines Fehlers bezüglich der Ein¬ stelldaten eine entsprechende Fehler-Meldung ausgegeben werden kann und die Messung entsprechend nicht durchgeführt wird.
[014] Bei dem in der EP-A 12 17 337 beschriebenen Meßgerät wird vorgeschlagen den
Erregerstrom in seiner Stromstärke variierbar zu halten, die dem Erregerstrom ent¬ sprechende Meßspannung zu messen und aufgrund einer einen Schwellwert über¬ steigenden Abweichung der bei verschiedenen Stromstärke gemessenen Meßspan- nungshöhen von dem durch die Funktion zwischen dem Erregerstrom und der Meßspannung für die Meßspannung erwartete Spannungsghöhe eine Fehlfunktion des Meßbetriebs des Meßgeräts feststellbar ist. Es wird somit die als bekannt vor¬ ausgesetzte und für den Meßbetrieb grundlegende Funktion zwischen dem Er¬ regerstrom und der Meßspannung zur Prüfung des Meßbetriebs verwendet. Im einfachsten Fall kann es sich bei dieser Funktion zwischen dem Erregerstrom und der Meßspannung um eine lineare Funktion handeln, so daß eine Fehlfunktion des Meßbetriebs des Meßgeräts einfach durch ein Abweichen der bei voneinander ver¬ schiedenen Stromstärken erzielten Meßspannunghöhen um mehr als einen Schwellwert von einem linearen Verlauf feststellbar ist.
[015] Demgegenüber wird bei dem in der US-B 67 63 729 beschriebenen Durch¬ flußmesser die Überprüfung dadurch vorgenommen, daß man nach der Änderung der Stromrichtung mindestens einen Parameter des Anstieges des Stromes ermittelt und diesen mit einem Referenzwert vergleicht. Dabei wird als Parameter eine Zeitspanne verwendet, die zwischen zwei vorbestimmten Stromwerten verstreicht. Da der Anstieg des Stromes einer vorbestimmten physikalischen Gesetzmässigkeit genügt, in der Regel einer e-Funktion, reicht es aus, die Anstiegszeit zwischen zwei Werten zu ermitteln, um eine zuverlässige Aussage über den Stromanstieg an sich zu gewinnen. Alternativ oder zusätzlich dazu kann als Parameter eine Zeitspanne verwenden, die zwischen dem Umschalten der Stromrichtung und dem Erreichen eines vorbestimmten Stromwertes verstreicht. Der Zeitpunkt des Umschaltens ist sehr genau zu ermitteln. Beispielsweise läßt sich das das Umschaltsignal auch als Triggersignal für einen Zeitzähler verwenden. Der vorbestimmte Stromwert kann beispielsweise in der Nähe
des maximalen Stromwertes liegen, d. h. in der Nähe der Stromstärke, die sich nach dem Einschwingen des Magnetfelds auf einen für die Messung geeigneten konstanten Wert einstellt. Weiters wird in der US-B 67 63 729 nach dem Umschalten eine erhöhte Spannung zu verwenden. Wie bereits in der US-A 60 31 740 geoffenbart, beschleunigt eine solche Überspannung den Aufbau des Magnetfeldes, da sie den Stromanstieg erhöht, und ermöglicht somit, daß die eigentliche Messung wieder schneller vorgenommen werden kann.
[016] Der Schwellen- oder Referenzwert, bei dessen Übersteigen eine Fehlfunktion des
Meßbetriebs des Meßgeräts feststellbar ist kann im Durchflussmesser selbst zu einem früheren Zeitpunkt ermittelt werden. Beispielsweise kann bei der Inbetriebnahme der gewünschte Parameter festgestellt und als Referenzwert in einem in der Meßgerät- Elektronik vorgesehenen Mikrocomputer als Digitalwert abgelegt werden, so daß er für künftige Überprüfungsvorgänge zur Verfügung steht. Damit bekommt jeder Durch¬ flußmesser einen individuellen Referenzwert. Der Referenzwert für die Abweichung kann auf unterschiedliche Weisen festgelegt sein, z. B. als konstanter absoluter Wert. Ferner ist es möglich, den Schwellenwert als prozentualer Anteil vom Meßbe¬ reichsendwert für die Meßspannung festzulegen. Auf diese Weise läßt es sich erreichen, durch einmaliges Festlegen des Schwellenwerts - nämlich als prozentualen Anteil vom Meßbereichsendwert für die Ausgangsgröße - eine Einstellung des Meßgeräts zu erzielen, die für alle einstellbaren Meßbereiche des Meßgeräts verwendbar ist.
[017] Bei der Feststellung einer Fehlfunktion des Meßbetriebs des Meßgeräts sind im übrigen verschiedene Vorgänge möglich. Beispielsweise kann der Meßbetrieb des Meßgeräts beendet werden, da ja keine verläßlichen Meßergebnisse mehr erzielt werden. Alternativ oder zusätzlich können bei der Feststellung einer Fehlfunktion des Meßbetriebs aber auch optische und/oder akustische Warnmeldungen ausgegeben werden.
[018] Trotz dieser aus dem Stand der Technik schon bekannten Verfahren für Selbsttests von Meßgeräten besteht ein Bedarf dahingehend, weitere Verfahren für Selbsttests be¬ reitzustellen, mit denen noch genauer festgestellt werden kann, ob eine Fehlfunktion des Meßbetriebs oder des Meßgeräts selbst vorliegt. Insbesondere kann nämlich der Fall auftreten, daß einzelne Komponenten des Meßgeräts nur gering von ihren Sollwerten abweichen, so daß jede einzelne Komponente im Rahmen eines Selbsttests als voll funktionsfähig eingestuft wird, jedoch im Zusammenspiel der Komponenten ein solcher Meßbetrieb generiert wird, der fehlerhaft ist und bei dem die angegebene Genauigkeit der Meßwerte nicht gewährleistet werden kann.
[019] Darüber hinaus hat es sich ferner gezeigt, daß aufgrund dessen, daß im Ma¬ gnetsystem aufgrund des Umschaltens und des Anstiegs des Spulenstroms Wir-
beiströme induziert werden, die, wie auch in der US-A 60 31 740 diskutiert, verhindern, daß der Anstieg des Magnetfelds exakt dem Anstieg des Spulenstroms folgt, wie dies ohne Spulenkerne und/oder Polschuhe der Fall wäre. Vielmehr wird der Anstieg des Magnetfelds gegenüber dem des Spulenstroms verzögert und verflacht.
[020] Im Idealfall entspricht der Stromverlauf in der Spulenanordnung dem Verlauf des
Magnetfelds. Aufgrund von Wirbelströmen, die während des Umschaltens des Ma¬ gnetfeldes in den Polschuhen und Kernen der Spulenanordnung entstehen, treten in der Realität Abweichungen vom Idealfall auf. Der außerhalb der Spulenanordnung gemessene Spulenstrom entspricht daher der Summe des in der Spule fließenden Stroms und des durch die Wirbelströme erzeugten Stroms. Wird der außerhalb der Spulenanordnung gemessene Strom als Regelgröße verwendet, ist folglich zwar der Strom nicht aber das Magnetfeld konstant. Dies gilt solange, wie die Wirbelströme nicht abgeklungen sind.
[021] Diese nachteilige Wirkung der Wirbelströme tritt auch bei und trotz der erwähnten
Spannungsüberhöhung auf. Die Wirkung der Wirbelströme läßt sich dadurch veran¬ schaulichen, daß angenommen wird, daß der (Spulen-) Induktivität eine Wirbelstrom- Quelle parallelgeschaltet ist, deren Strom sich mit dem Strom in der Induktivität zum gesamten Erregerstrom addiert. Somit ist der Spannungsabfall an einem in Reihe zur Induktivität der Feldspule liegenden Widerstand zwar ein Maß für den Erregerstrom, nicht jedoch für den mit dem Magnetfeld tatsächlich korrespondierenden, wahren Feldstrom in der Induktivität. Dies ist aber, wie auch in der EP-A 14 60 394 diskutiert, für eine exakte Regelung des Magnetfelds erforderlich und insoweit auch für die Überprüfung des Magnetfeld-Systems von Vorteil.
[022] Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren anzugeben, mit dem ein
Durchflußmesser der beschriebenen Art während des laufenden Meßbetriebs überprüft werden kann und insofern Fehlfunktionen des Meßgeräts sehr genau und auf einfache Weise erfaßt und ggf. auch lokalisiert werden können.
[023] Zur Lösung der Aufgabe besteht die Erfindung in einem Verfahren zum Überprüfen eines magnetisch-induktiven Durchflußmessers mit einem Meßrohr zum Führen eines zu messenden Fluids und mit einem Magnetfeld-System, das wenigstens eine zumindest zeitweise von einem Erregerstrom durchflossene Feldspule zum Erzeugen eines das Fluid zumindest teilweise senkrecht zu einer Strömungsrichtung durch¬ setzenden Magnetfelds aufweist, welches Verfahren folgende Schritte umfaßt:
[024] - Ändern einer den Erregerstrom zumindest zeitweise treibenden Spannung zu einem ersten Zeitpunkt, von einer momentanen, insb. von Null verschiedenen, ersten Spannungshöhe auf eine, insb. konstante oder konstant-geregelte, zweite Span¬ nungshöhe zum Erhöhen einer Stromstärke des von der Spannung getriebenen und in der wenigstens einen Feldspule fließenden Erregerstroms auf einen maximalen
Stromwert, wobei die zweite Spannungshöhe größer gewählt wird als die erste S pan- nungshöhe,
[025] - Ändern der den Erregerstrom momentan treibenden Spannung zu einem zweiten
Zeitpunkt von der zweiten Spannungshöhe auf eine, insb. konstante oder konstant¬ geregelte, dritte Spannungshöhe zum Absenken des Stromstärke des momentan in der wenigstens einen Feldspule fließenden Erregerstroms vom maximalen Stromwert auf einen für den Erregerstrom vorgegebenen, insb. konstanten, Strom-Endwert wobei die dritte Spannungshöhe kleiner gewählt wird als die zweite Spannungshöhe
[026] - Erfassen des Erregerstroms zumindest zeitweise zum Ermitteln eines dritten
Zeitpunktes der mit einem Erreichen des Strom-Endwerts korrespondiert,
[027] - Ermitteln einer ersten Zeitkonstante für das Magnetfeld-System, die mit einer zwischen dem zweiten Zeitpunkt und dem dritten Zeitpunkt liegenden Zeitspanne kor¬ respondiert, und/oder Ermitteln einer zweiten Zeitkonstante für das Magnetfeld- System, die mit einer zwischen dem ersten Zeitpunkt und dem dritten Zeitpunkt liegenden Zeitspanne korrespondiert, und
[028] - Vergleichen der Ermittelten ersten Zeitkonstante mit einem vorgegebenen ersten
Referenzwert und/oder Vergleichen der Ermittelten zweiten Zeitkonstante mit einem vorgegebenen zweiten Referenzwert zum Ermitteln eines einen momentanen Betrie¬ bszustand des Durchflußmessers repräsentierenden Diagnosewerts.
[029] Eine erste Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, daß die dritte Spannungshöhe kleiner gewählt ist als die erste Spannunghöhe.
[030] Eine zweite Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens beinhaltet, daß die den Erregerstrom zumindest zeitweise treibende Spannung derart geändert wird, daß deren zweite Spannungshöhe während einer zwischen dem ersten Zeitpunkt und dem zweiten Zeitpunkt liegenden Zeitspanne zumindest zeitweise, insb. auch unmittelbar vor dem zweiten Zeitpunkt, im wesentlichen konstant ist.
[031] Eine dritte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, das wenigstens eine Feldspule der Spulenanordnung zum Einstellen der Spannung auf die dritte Spannungshöhe zumindest zeitweise kurzgeschlossen wird.
[032] Ein Grundgedanke der Erfindung besteht darin, den als in sehr starkem Maße vom momentanen Betriebszustand des Durchflußmessers, insb. aber vom momentanen Zustand des Magnetfeld-Systems abhängig und insoweit als sehr empfindlich auf Ver¬ änderungen im Magnetfeld-System reagierend erkannten dritte Zeitpunkt - gemeint ist hier im besonderen die von einem geeigneten Referenzzeitpunkt gemessene Zeitspanne - des eingangs beschriebenen Verfahrens zur Erregerstrom- bzw. Magnetfeld- Einstellung zur Überwachung des Durchflußmessers, insb. des Magnetfeld-Systems, zu verwenden. Die Erfindung basiert dabei u.a. auf der Erkenntnis, daß das Fehler im Magnetfeld-System einen signifikanten Einfluß auf die beiden erwähnten Zeitspannen
der Reglung für den Erregerstrom haben.
[033] Das Verfahren der Erfindung und weitere Vorteile werden nun anhand von in den
Figuren der Zeichnung dargestellten Zeitdiagrammen und schematisierten Schaltbildern eines magnetisch-induktiven Durchflußmessers näher erläutert.
[034] Fig. 1, 2 zeigen schematisch bzw. in der Form eines Blockschaltbilds einen für den
Ablauf des Verfahrens der Erfindung geeignetes - hier magnetisch-induktiver Durch¬ flußmesser ausgebildetes - Prozeß-Meßgerät,
[035] Fig. 3 zeigt schematisch ein Zeitdiagramm eines im Betrieb des Prozeß-Meßgeräts gemäß Fig. 1 und 2 fließenden Erregerstroms,
[036] Fig. 4 zeigt ein schematisches Schaltbild eines ersten Ausführungsbeispiels mit einer H-Schaltung,
[037] Fig. 5 zeigt ein schematisches Schaltbild eines zweiten Ausführungsbeispiels mit einer H-Schaltung,
[038] Fig. 6 zeigt ein schematisches Schaltbild eines ersten Ausführungsbeispiels mit einer T-Schaltung,
[039] Fig. 7 zeigt ein schematisches Schaltbild eines zweiten Ausführungsbeispiels mit einer T-Schaltung,
[040] Fig. 8 zeigen Kurvenverläufe des Spulenstroms und der magnetischen Induktion bzw. der Spannung der Spannungsquelle,
[041] Fig. 9 zeigt ein Russdiagramm eines bei der Erfindung verwendeten Mikro¬ prozessors.
[042] Fig. 10 zeigt eine graphische Darstellung des zeitlichen Verlaufs des Spulenstroms und des zeitlichen Verlaufs des Magnetfeldes bei der aus dem Stand der Technik bekannten Lösung,
[043] Fig. 11 zeigt eine graphische Darstellung des zeitlichen Verlaufs der an der Spulen¬ anordnung anliegenden Spannung bei der aus dem Stand der Technik bekannten Lösung,
[044] Fig. 12 eine graphische Darstellung des zeitlichen Verlaufs der an der Spulen¬ anordnung anliegenden Spannung bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung und
[045] Fig. 13 eine graphische Darstellung des zeitlichen Verlaufs des Spulenstroms und des zeitlichen Verlaufs des Magnetfeldes bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[046] In Fig. 1 ist schematisch und teilweise in der Form eines Blockschaltbilds ein für den Ablauf des Verfahrens der Erfindung geeigneter magnetisch-induktiver Durch¬ flußmesser dargestellt, mittels dem Meßwerte für zumindest eine physikalische Größe eines in einer - hier nicht gezeigten - Rohrleitung strömenden Mediums, insb. eines Fluids, erzeugt werden können. Beispielsweise kann der Durchflußmesser dazu verwendet werden, einen Volumendurchfluß und/oder eine Strömungsgeschwindigkeit einer elektrisch leitenden Flüssigkeit zu messen.
[047] Der hier gezeigte Durchflußmesser umfaßt einen Durchflußaufnehmer 1 zum
Erzeugen von mit der zu messenden physikalischen Größe korrespondierenden Me߬ potentialen, eine einen Mikrocomputer aufweisende Meßgerät-Elektronik mit einer, insb. ebenfalls zumindest teilweise mittels des Mikrocomputers realisierte, Meß- und Betriebsschaltung 2 zum Erfassen der Meßpotentiale und zum Erzeugen wenigstens eines mit der physikalischen Größe korrespondierenden Meßsignals sowie eine, insb. mittels des Mikrocomputers realisierte, Auswerte-Schaltung 3, die dazu dient die Meß- und Betriebsschaltung 2 und somit auch den Durchflußaufnehmer 1 anzusteuern sowie unter Verwendung des wenigstens einen Meßsignals die physikalischen Größe reprä¬ sentierenden Meßwerte zu erzeugen. Die Meß- und Betriebsschaltung 2 und ggf. auch einige Komponenten des Durchflußaufnehmers 1 können beispielsweise, wie auch in Fig. 2 schematisch angedeutet, in einem Elektronikgehäuse 10 des Durchflußmessers untergebracht sein.
[048] Zum Durchflußaufnehmer 1 gehört ein in den Verlauf der erwähnten Rohrleitung einsetzbares Meßrohr 11, das eine Rohrwand aufweist und durch das im Betrieb in Richtung einer Meßrohrlängsachse das zu messende Fluid strömen gelassen wird.
[049] Zur Vermeidung eines Kurzschließens von im Fluid induzierten Spannungen ist ein das Fluid berührendes Innenteil des Meßrohrs 11 elektrisch nicht-leitend ausgeführt. Metall-Meßrohre sind dafür üblicherweise innen mit einer elektrisch nicht-leitenden Schicht, z.B. aus Hartgummi, Polyfluorethylen etc., versehen und auch im allgemeine nicht-ferromagnetisch; bei vollständig aus einem Kunststoff oder aus einer Keramik, insb. aus Aluminiumoxid-Keramik, bestehenden Meßrohren ist die elektrisch nichtleitende Schicht demgegenüber nicht erforderlich.
[050] Eine von einer in der Meß- und Betriebsschaltung 2 vorgesehenen Treiber-
Elektronik 21 angesteuerte Spulenanordnung eines Magnetfeld-Systems des Durch¬ flußmessers weist im gezeigten Ausführungsbeispiel eine am Meßrohr 11 angeordnete erste Feldspule 12 und eine am Meßrohr 11 angeordnete zweite Feldspule 13 auf. Die Feldspulen 12, 13 liegen auf einem ersten Durchmesser des Meßrohrs 11. Das Magnetfeld-System dient dazu, im Zusammenspiel mit der Meßgerät-Elektronik ein die Rohrwand und das hindurchströmende Fluid durchsetzendes Magnetfeld B zu erzeugen. Dieses entsteht, wenn in den, hier in Reihe geschalteten, Feldspulen 12, 13 ein von der Treiber-Elektronik 21 getriebener Erregerstrom I fließen gelassen wird. Der, insb. bi-polar, Erregerstrom I kann hierbei z.B. im wesentlichen rechteckförmig oder zumindest rechteckähnlich ausgebildet sein.
[051] In Fig. 3 ist gezeigt, daß die Feldspulen 12, 13 keinen Kern enthalten, also so genannte Luftspulen sind. Die Feldspulen 12, 13 können jedoch auch, wie bei derartigen Spulenanordnungen üblich, um einen Kern gewickelt sein, der i.A. weich¬ magnetisch ist, wobei die Kerne mit Polschuhen zusammenwirken können, vgl. z.B.
die US-A 55 40 103.
[052] Die im gezeigten Ausfiihrungsbeispiel gezeigte Spulenanordnung ist hier so ausgeführt, insb. sind die beiden Feldspulen 12, 13 so geformt und dimensioniert, daß das damit erzeugte Magnetfeld H innerhalb des Meßrohrs 11 zumindest bezüglich eines zum ersten Durchmesser senkrechten zweiten Durchmessers symmetrisch, insb. rotationssymmetrisch, ausgebildet ist.
[053] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung wird mittels der Treiber-Elektronik 21 ein, insb. auf konstante Amplitude geregelter, Gleichstrom erzeugt, der dann mittels eines entsprechenden, beispielsweise in H- oder T-Schaltung konfigurierten, Schaltwerks periodisch umgeschaltet und so zu einem Wechselstrom mit geregelter Amplitude moduliert wird. Infolgedessen wird also der Erregerstrom I so durch die Spulen¬ anordnung fließengelassen, daß die Spulen 12, 13, wie in Fig. 2a schematisch dargestellt, während einer ersten Schaltphase PHl 1 jeweils in einer ersten Stromrichtung und während einer auf die erste Schaltphase folgenden zweiten Schaltphase PH12 jeweils in einer zur ersten Stromrichtung umgekehrten Ge¬ genrichtung durchflössen sind, vgl. zu Stromregelung und -umpolung z.B. auch die US-A 44 10 926 oder die
[054] US-A 60 31 740.
[055] Auf die zweite Schaltphase PH12 folgt eine dritte Schaltphase PH21, während der der Erregerstrom I wieder in der ersten Stromrichtung fließt. Auf die dritte Schaltphase folgt eine vierte Schaltphase PH22, während der der Erregerstrom I wieder in der Ge¬ genrichtung fließt. Darauf folgt eine entsprechende Schaltphase PH31 u.s.w. Bezüglich der Umkehrung der Richtung des Erregerstroms I bilden jeweils zwei der aufeinander¬ folgenden Schaltphasen eine Umschaltperiode Pl, P2, P3 u.s.w. Einhergehend mit der Umpolung des die Spulenanordnung durchfließenden Erregerstroms I, abgesehen von einer allfälligen Schaltphasenverschiebung im wesentlichen synchron dazu wird auch das Magnetfeld H wiederholt umgepolt, vgl. hierzu Fig. 2a.
[056] Zum Erzeugen wenigstens eines mit der Meßgröße korrespondierenden elektrischen
Meßsignals ist femer eine am Meßrohr oder zumindest in dessen Nähe angeordnete Sensoranordnung im Meßaufnehmer vorgesehen. Nach einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Sensoranordnung praktisch direkt am Meßrohr angebrachte Elektroden auf. Eine an einer Innenseite der Rohrwand des Meßrohrs 11 angeordnete erste Elektrode 14 dient dabei dem Abgriff eines vom Magnetfeld H induzierten ersten Potentials e 14. Eine in der gleichen Weise angeordnete zweite Elektrode 15 dient ferner dem Abgriff eines vom Magnetfeld induzierten zweiten Potentials e . Die Me߬ elektroden 14, 15 liegen auf dem zum ersten Durchmesser und zur Meßrohlängsachse senkrechten zweiten Durchmesser des Meßrohrs 11, sie können aber z.B. auch auf einer zum zweiten Durchmesser parallelen Sehne des Meßrohrs 11 liegen, vgl. hierzu
auch die US-A 5646 353.
[057] In Fig. Ib sind die Meßelektroden 14, 15 als galvanische Meßelektroden gezeigt, also als solche, die das Fluid berühren. Es können jedoch auch zwei kapazitive, also z.B. innerhalb der Rohrwand des Meßrohrs 11 angeordnete, Meßelektroden verwendet werden. Jede der Meßelektroden 14, 15 greift für sich ein elektrisches Potential e , e
14 15 ab, das im Betrieb aufgrund des Faraday-Gesetzes im hindurchströmenden Fluid induziert wird. [058] Wie in der Fig. Ib gezeigt sind die Meßelektroden 14, 15 im Betrieb zumindest zeitweise mit einem invertierenden bzw. nicht-invertierenden Eingang eines Differenz¬ verstärkers 22 verbunden. Somit wird eine als Meßsignal u dienende Potentialdifferenz der beiden von den Meßelektroden 14, 15 abgegriffenen Potentiale e , e gebildet, das
14 15 mit einer im hindurchströmenden Fluid aufgebauten Spannung und somit auch mit der zu messenden physikalischen Größe korrespondiert. Die an den Meßelektroden 14, 15 anliegenden Potentiale e , e liegen üblicherweise etwa im Bereich von 10 mV bis 100 mV. Es sei an dieser Stelle allerdings erwähnt, daß die die Potentiale aber auch über separate Meßkanäle abgegriffen, insb. auch einzeln digitalisert, werden können, vgl. hierzu auch die US-A 59 07 103. Das im gezeigten Ausführungsbeispiel ausgangs des Differenzverstärkers 22 anliegende Meßsignal u wird, wie in Fig.la, Ib schematisch dargestellt, der im Durchflußmesser vorgesehenen Auswerteschaltung 3 zugeführt.
[059] Die Fig. 3 und 4 betreffen Ausführungsbeispiele für ein als H-Brückenschaltung ausgelegtes Schaltwerk. In einem ersten Brückenzweig liegt der gesteuerte Strompfad eines ersten Transistors 13, in einem zweiten Brückenzweig der gesteuerte Strompfad eines zweiten Transistors 14, in einem dritten Brückenzweig der gesteuerte Strompfad eines dritten Transistors 15 und in einem vierten Brückenzweig der gesteuerte Strompfad eines vierten Transistors 16. Durch diesen Aufbau ergeben sich vier Eckpunkte 2a, 2b, 2c, 2d der H-Schaltung: Die Transistoren 13, 14 sind durch den Eckpunkt 2c, die Transistoren 14, 16 durch den Eckpunkt 2b, die Transistoren 15, 16 durch den Eckpunkt 2d und die Transistoren 13, 15 durch den Eckpunkt 2a miteinander verbunden. Eine erste Brückendiagonale liegt zwischen den Eckpunkten 2a, 2b und eine zweite Brückendiagonale zwischen den Eckpunkten 2c, 2d. In die zweite Brückendiagonale ist eine wenigstens eine Feldspule umfassende Spulen¬ anordnung 1 eines Magnetfeld-Systems des Durchflußaufnehmers gelegt, d.h. ein erster bzw. ein zweiter Anschluss der Spulenanordnung ist mit dem Eckpunkt 2c bzw. 2d verbunden.
[060] Im Betrieb der im Zusammenspiel mit der Spulenanordnung als Rechteck-
Modulator wirkenden Schaltungsanordnung sind entweder der erste und der vierte Transistor 13, 16 oder der zweite und der dritte Transisor 14, 15 gleichzeitig leitend
gesteuert. Somit kann im ersten Fall (Transistoren 13, 16 leitend) ein (positiv voraus¬ gesetzter) Strom vom Eckpunkt 2a zum Eckpunkt 2b durch die Spulenanordnung 1 und in der durch den nicht-gestrichelt gezeichneten Pfeil angegebenen Richtung fliessen. Sind dagegen die Transistoren 14, 15 leitend, so fliesst der gleiche Strom in umgekehrter Richtung durch die Spulenanordnung 1, wie dies durch den gestrichelt ge¬ zeichneten Pfeil veranschaulicht ist.
[061] Die Spulenanordnung 1 hat eine Induktivität L und ist Teil eines ein Magnetfeld er¬ zeugenden Magnetsystems eines magnetisch-induktiven Durchflußaufnehmers, der nicht dargestellt ist, da der mechanische Aufbau solcher Aufnehmer dem Fachmann längst bekannt ist, vgl. die eingangs genannte US-A 42 04 240. Für die Erfindung ist lediglich von Interesse, daß das Magnetsystem einen Spulenkern und/oder einen Polschuh umfaßt.
[062] Wie dem Fachmann ebenfalls längst geläufig ist, wird der Erreger- bzw.
Spulenstrom durch das erwähnte abwechselnde Leitendsteuern der Transistoren 13, 16 bzw. 14, 15 so erzeugt, daß er in der ersten Halbperiode einer Periodendauer positiv mit einem konstanten ersten Strom-Endwert und in deren zweiter Halbperiode negativ mit einem konstanten zweiten Strom-Endwert ist, der zum ersten Strom-Endwert be¬ tragsgleich ist. Unter Strom-Endwert wird derjenige konstante Wert des Spulenstroms, z.B. 85 mA, verstanden, der vor dem Umschalten in die andere Stromrichtung fließt.
[063] Der Eckpunkt 2c liegt in Fig. 3 über einen Widerstand 10 an einem Schaltungs¬ nullpunkt SN. Der Widerstand 10 bildet mit der H-Schaltung 2 eine Serienschaltung und ist vom Spulenstrom durchflössen.
[064] In Fig. 3 ist ferner eine gesteuerte Spannungsquelle 7 dargestellt, die einen Span¬ nungsausgang 7c aufweist und eine über der Serienschaltung, also zwischen dem Eckpunkt 2a und dem Schaltungsnullpunkt SN, liegende, hier positiv vorausgesetzte Spannung bestimmt, vgl. das Pluszeichen am Ausgang 7c. Die gesteuerte Span¬ nungsquelle 7 ist über zwei Anschlüsse 7a, 7b vom Netz gespeist; sie liegt ferner über einen Ausgang 7d am Schaltungsnullpunkt SN. Die Spannung am Ausgang 7c ist über die Anoden-Katoden-Strecke einer Diode 9 an den Eckpunkt 2a gelegt. Zum Schal¬ tungsnullpunkt SN führt von der Katode der Diode 9 und dem Eckpunkt 2a ein Kondensator 12, der eine Kapazität C hat.
[065] In Fig. 4 ist die Reihenfolge von Spulenanordnung und Widerstand in der Serien¬ schaltung vertauscht: Der Eckpunkt 2b der H-Schaltung 2 liegt nunmehr am Schal¬ tungsnullpunkt SN; dagegen ist der Widerstand als Widerstand 10' nun zwischen dem Ausgang 7c der gesteuerten Spannungsquelle 7 und der Anode der Diode 9 angeordnet. Dies ergibt den Vorteil, daß ein allfälliger Kurzschluß zwischen den Eckpunkten 2c, 2d, also z.B. in der Spulenanordnung 2, die gerade leitenden Transistoren 13, 16 bzw. 14, 15 nicht zerstören kann, da der Spulenstrom durch den
Widerstand 10' begrenzt wird.
[066] Die Fig. 5 und 6 betreffen Ausführungsbeispiele mit einer jeweiligen T-Schaltung 3 bzw. 3'. Ein Widerstand 22 bzw. 22' bildet mit der Spulenanordnung 1 eine Serien¬ schaltung 4 bzw. 4'. Diese ist bei der Schaltung von Fig. 3 so gebildet, daß die Spulen¬ anordnung 1 über den Widerstand 22 am Schaltungsnullpunkt SN liegt, und diese ist vom Spulenstrom durchflössen. Demgegenüber liegt in Fig. 4 am Schaltungsnullpunkt SN der erste Anschluß der Serienschaltung 4'.
[067] Ein erster Anschluß des gesteuerten Strompfads eines ersten Schalter-Transistors 25 ist mit einem zweiten Anschluß der Serienschaltung 4, bzw. 4' verbunden. Ein zweiter Anschluß dieses Strompfads liegt an einem ersten Ausgang 30c einer gesteuerten Spannungsquelle 30, der eine über der Serienschaltung liegende positive Spannung bestimmt, vgl. das Pluszeichen am Ausgang 30c. Ein erster Anschluß des gesteuerten Strompfads eines zweiten Schalter-Transistors 26 ist mit dem zweiten Anschluß der Serienschaltung 4 bzw. 4' verbunden. Ein zweiter Anschluß dieses Strompfads liegt an einem zweiten Ausgang 30d der gesteuerten Spannungsquelle 30, der eine über der Se¬ rienschaltung liegende negative Spannung bestimmt, vgl. das Minuszeichen am Ausgang 30d. Die Schalter-Transistoren 25, 26 werden abwechselnd leitend gesteuert, so daß der Spulenstrom abwechselnd seine Richtung umkehrt, wie die beiden Pfeile an der Spulenanordnung 1 veranschaulichen. Auch hier ist der Spulenstrom in der ersten Halbperiode einer Periodendauer positiv mit einem konstanten ersten Strom-Endwert und in deren zweiter Halbperiode negativ mit einem konstanten zweiten Strom- Endwert, der zum ersten Strom-Endwert betragsgleich ist.
[068] In den Fig. 5 und 6 ist die positive Spannung am Ausgang 30c der Spannungsquelle
30 über die Anoden-Katoden-Strecke einer ersten Diode 31 an den zweiten Anschluß des Schalter-Transistors 25 gelegt. Von diesem Anschluß und der Katode der Diode 31 führt zum Schaltungsnullpunkt SN ferner ein erster Kondensator 33, der eine Kapazität Cl hat. Die negative Spannung am Ausgang 30d der Spannungsquelle 30 ist über die Katoden-Anoden-Strecke einer zweiten Diode 32 an den zweiten Anschluß des Schalter-Transistors 26 gelegt. Von diesem Anschluß und der Katode der Diode 32 führt zum Schaltungsnullpunkt SN ferner ein zweiter Kondensator 34, der eine Kapazität C2 hat.
[069] Bei den Ausführungsbeispielen der Fig. 3 und 4 bzw. 5 und 6 bildet die erwähnte
Induktivität L der Spulenanordnung 1 mit der Kapazität C des Kondensators 12 bzw. mit den Kapazitäten Cl bzw. C2 einen jeweiligen Resonanzkreis. Dieser bewirkt, daß die Spannung über der Serienschaltung resonanz-überhöht ist und der Spulenstrom während eines Anstiegs zu Beginn jeder Halbperiode eine steilere Anstiegsflanke hat, als wenn der Resonanzkreis nicht vorhanden wäre.
[070] Zur Digitalisierung: Eine das zugeführte Meßsignal u vorzugsweise digitalisiert und
entsprechend zumindest abschnittsweise inform digitaler Datensaätze abzuspeichern, so daß zur Ermittlung auch des Diagnosewerts eine Information über den zeitlichen Verlauf eines Abschnitts des Meßsignals u in digitaler Form zur Verfügung gehalten wird.
[071] Erfindungsgemäß dient die Auswerteschaltung 3 auch dazu, einen dem Überprüfen des magnetische-induktiven Durchflußmessers dienenden Diagnosewert zu erzeugen, der einen momentanen Betriebszustand des Durchflußmessers, insb. aber einen momentanen Betriebszustand des Magnetfeld-Systems repräsentiert. Beispielsweise kann der Diagnosewerte dazu verwendet werden, mittels einen entsprechenden Alarm zu generieren, wenn aufgrund von Abweichungen des Diagnosewerts von einem ent¬ sprechenden, vorab ermittelten Referenz- oder Schwellenwerts ein defektes Magnet- System erkannt worden ist. Solche Defekte können z.B. vibrationsbedingte Brüche elektrischer Leitungen und oder Lockerungen der montierten Elemente des Magnetfeld-System sein. Darüber hinaus können auch erhebliche, insb. schockartige, Schwankungen der Fluidtemperatur zu thermisch bedingten Störungen des Magnetfeld-Systems oder zumindest Veränderungen bezüglich der Kalibrierung des Magnetfeld-Systems führen.
[072] Dafür wird im gezeigten Ausführungsbeispiel die Spannungsquelle, wie bereits auch in der US-A 60 31 740 beschrieben, zunächst so gesteuert, daß sie in jeder Halbperiode während einer ersten Teilperiode des Spulenstroms, die im folgenden als Anstiegsdauer t bezeichnet ist, einen Spannungs- Anfangs wert, U , erzeugt, der, z.B. rev drv mehrfach, höher ist als ein konstant geregelter Spannungs-Endwert U während einer cont zweiten Teilperiode , die im folgenden als Restdauer tc bezeichnet ist, vgl. Fig. 5a und 5b. Ferner wird der Spannungsabfall am Widerstand 10, 10' bzw. 22, 22' dazu her¬ angezogen, daß eine Wirkung von Wirbelströmen, die während des Anstiegs des Spu¬ lenstroms in den Spulenkernen und/oder den Polschuhen induziert werden und die die Anstiegsflanke des Magnetfelds gegenüber der Anstiegsflanke des Spulenstroms verzögern, kompensiert wird. Dies wird dadurch erreicht, daß in jeder Halbperiode die Anstiegsdauer t des Spulenstroms und die Höhe des positiven bzw. negativen rev
Spannungs-Endwerts U derart beeinflusst bzw. geregelt werden, dass einerseits nach cont dem Erreichen eines Strommaximums Im kein weiterer Anstieg des Spulenstroms auftritt, so dass das Magnetfeld einen dem konstanten Strom-Endwert des Spu¬ lenstroms entsprechenden konstanten Magnetfeld-Endwert B schon erreicht, wenn der m
Spulenstrom das Strommaximum Im erreicht, vgl. Fig. 5a, und dass andererseits die Höhe des positiven bzw. negativen Spannungs-Endwerts U immer den konstanten cont
Strom-Endwert Ic von z.B. 85 mA bedingt. Dies wird dadurch erreicht, dass aus dem während einer Halbperiode nach dem Strommaximum Im des Spulenstroms bis zum Erreichen des Strom-Endwerts auftretenden Verlauf des Spannungsabfalls am
Widerstand durch mindestens dreimaliges aufeinanderfolgendes Abtasten eine Korrek- turgrösse für die Spannung über der H-Schaltung bzw. der T-Schaltung in der nächsten Halbperiode gebildet wird.
[073] In den Fig. 3 bis 6 sind die Transistoren 13, 14, 15, 16 der H-Schaltung bzw. die
Schalter-Transistoren 25, 26 der T-Schaltung immer mit nicht-angeschlossener Steuer- Elektrode gezeichnet. Dadurch soll lediglich angedeutet werden, dass die Ansteuerung dieser Transistoren im Stand der Technik, z.B in der eingangs erwähnten US-A 44 10 926, hinlänglich beschrieben ist und der Fachmann somit weiß, was er wie anzusteuern hat. Ferner ist der gesteuerte Strompfad der Transistoren 13, 14, 15, 16 bzw. 25, 26 mit einer Freilaufdiode 17, 18, 19, 20 bzw. 27, 28 überbrückt. Die erwähnten Transistoren sind zwar als Bipolar-Transistoren gezeichnet, jedoch können natürlich auch Feldeffekt-Transistoren, insb. Isolierschicht-Feldeffekt-Transistoren verwendet werden.
[074] In Fig. 5a ist in Ordinatenrichtung über der Zeit t als Abszisse der Verlauf des
Spulenstrom I und der Induktion B des Magnetfelds für eine ganze Periodendauer aufgetragen. In der ersten Halbperiode mit positivem Spulenstrom I ist eingezeichnet, dass sich die Halbperiodendauer aus einer Anstiegsdauer ta und einer Restdauer tc zu¬ sammensetzt; diese ist gleich derjenigen Dauer, während der die Induktion B des Ma¬ gnetfelds konstant ist. Während der Anstiegsdauer t rev steigt einerseits der Spulenstrom
I M steil an, fällt dann nach Erreichen eines Strommaximums I m wieder ab und erreicht erst später als die Induktion B seinen konstanten Strom-Endwert, I , vgl. den nur all- cont mählichen Abfall des Spulenstroms nach dem Strommaximum I . Dieses Verhalten m des Spulenstroms ist auf die eingangs erläuterten, in den Spulenkernen und/oder den Polschuhen induzierten Wirbelströme zurückzuführen. Der Zeitpunkt des Erreichens des Strommaximums Im bestimmt die Grenzlinie zwischen der Anstiegsdauer t und rev der Restdauer t . Während der Anstiegsdauer t steigt andererseits die Induktion B cont rev zunächst fast mit identischer Steilheit wie der Spulenstrom an, der Anstieg wird später allerdings flacher und erreicht bereits am Ende der Anstiegsdauer ta wie bezweckt den konstanten Induktions-Endwert B m .
[075] Durch die während des abfallenden Teils der Restdauer t oberhald der Kurve des cont
Spulenstroms eingezeichneten Pfeile ist veranschaulicht, dass der bis zum Strom- Endwert I m abfallende Spulenstromverlauf mindestens dreimal, z.B. jede Millisekunde, abgetastet wird; im Beispiel der Fig. 5a wird abfallende Teil des Spulenstroms viermal abgetastet. Aus den Abtastwerten wird gemäss der Erfindung das Steuersignal für die gesteuerte Spannungsquelle erzeugt, wie im einzelnen noch erläutert werden wird. [076] Die Fig. 5b zeigt in Ordinatenrichtung über der Zeit t als Abszisse den Verlauf der an der Serienschaltung mit der H-Schaltung bzw. mit der T-Schaltung wirksamen Spannung. Die erste Spitze Us ist auf Resonanzüberhöhung in der Spulenanordnung
zurückzuführen. Der darauf folgende konstante Wert ist der erwähnte Spannungs- Anfangswert U , der zur Versteuerung des Anstiegs des Spulenstroms beiträgt. Ohne drv
Spannungsüberhöhung würde während der gesamten Anstiegsdauer t nur der rev
Spannungs-Anfangswert Ua vorhanden sein. Während der Restdauer t tritt der cont konstante Spannungs-Endwert U auf. Aus Fig. 5b ist ersichtlich, dass, wie bereits cont erwähnt wurde, der Spannungs-Anfangswert U grösser als der Spannungs-Endwert U drv ist. cont
[077] In den Fig. 3 bis 6 ist durch einen Kontroller 41 bzw. 42 bzw. 43 bzw. 44, der zwischen dem Widerstand 10 bzw. 10' bzw. 22 bzw. 22' und einem steuereingang 7e bzw. 30e der gesteuerten Spannungsquelle 7 bzw. 30 angeordnet ist, deren Steuerung veranschaulicht. Ferner steuert der entsprechende Kontroller die Transistoren 13, 14, 15, 16 der H-Schaltung bzw. die Schalter-Transistoren 25, 26 der T-Schaltung. Der Kontroller 41 bzw. 42 bzw. 43 bzw. 44 ist zumindest anteilig durch den bereits erwähnten, entsprechend programmierten Mikrocomputer bzw. Mikroprozessor realisiert. Diesem ist ein Analog/Digital- Wandler vorgeschaltet, der den Span¬ nungsabfall am Widerstand 10 bzw. 10' bzw. 22 bzw. 22' digitalisiert. Mikroprozessor und Analog/Digital- Wandler sind natürlich von einem Taktoszillator getaktet.
[078] Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird also zunächst, ähnlich wie bei dem in der
US-B 67 63 729 bzw. dem in der US-A 60 31 740 beschriebenen Durchflußmesser auch die den Erregerstrom I zumindest zeitweise treibenden Spannung U zum Erhöhen der Stromstärke, I, des von der Spannung getriebenen und in der wenigstens einen Feldspule fließenden Erregerstroms I M auf den maximalen Stromwert, I m , zu einem ersten Zeitpunkt, t , von in der vorausgehende Halbperiode eingestellten, von Null verschiedenen momentanen ersten Spannungshöhe, U , auf die, insb. konstante cont oder konstant-geregelte, zweite Spannungshöhe, U , gehoben. drv
[079] Wie bereits erwähnt, wird der während der Zeitspanne, t , fließende Spulenstrom I cont zumindest abschnittsweise abgetastet, digitalisiert und entsprechend im bereit erwähnten Mikrocomputer abgespeichert. Die gemessenen und digital gespeicherten Stromwerte können nunmehr ohne weiteres zur Berechnung des Spannungsprofils, nach dem die den Erregerstrom I treibende Spannung künftig eingestellt werden soll, für die nächste Halbperiode des Magnetfeldes B verwendet werden. Es kommt somit praktisch ein über mehrere Meßzyklen iterativ oder rekursiv durchgeführtes Näherungs- Verfahren zum Einsatz. Die während der Zeitspanne t an der Spulen- rev anordnung anliegende Überspannung U drv wird von Halbperiode zu Halbperiod bzw.
Meßzyklus zu Meßzyklus sukzessive so abgestimmt, daß der Spulenstrom I M während der verbleibenden Zeitspanne t einer jeden Halbperiode stetig gegen einen cont konstanten Strom-Endwert I hin abfällt. Es wird insoweit also das Augenmerk darauf gelegt, daß die Zeitspanne t rev , während der die Überspannung U drv an der Spulen-
anordnung angelegt ist, so bemessen ist, daß der gemessene Spulenstrom I M während der Zeitspanne t nicht mehr ansteigt. Zeigt sich ein Anstieg, so ist dies ein cont
Anzeichen dafür, daß die Zeitspanne t zu kurz gewählt war. Als Folge hiervon wird rev die Meß- und Betriebsschaltung 2 die Zeitspanne t während der nachfolgenden rev
Halbperioden solange um geeignete Beträge erhöhen, bis der gemessene Erregerstrom I das gewünschte Verhalten aufweist.
[080] Der Mikrocomputer kann beispielsweise entsprechend dem in Fig. 7 dargestellten
Rußdiagramm programmieren werden, in dem geeignete Funktions- und Entschei¬ dungsblöcke dargestellt sind. Mit Kleinbuchstaben sind Digitalsignale versehen, die für das Rußdiagramm wichtig sind. Mittels des bereits erwähnten Analog/ Digital- Wandlers wird der Spannungsabfall am Widerstand digitalisiert, so daß ein den Spulenstrom I repräsentierendes Digitalsignal i entsteht. Dieses ist dem Eingang eines Maximumdetektors 61 und dem Eingang einer Torstufe 62 zugeführt, die auch mit einem vom Maximumdetektor 61 stammenden Maximumsignal im gespeist ist. Die Torstufe 62 leitet nur solche Anteile des den Spulenstrom repräsentierenden Digi¬ talsignals i als Stromsamples s weiter, die später als das Auftreten des Maxi¬ mumsignals im liegen.
[081] Eine erste Entscheidungsstufe 63 überprüft aufeinander folgende, benachbarte
Stromsamples s unter dem Kriterium, ob das spätere Sample grösser als das frühere ist, ob also der Spulenstrom zwischen zwei Samples angestiegen ist, und gibt zutref¬ fendenfalls an einem JA- Ausgang Y ein Steuersignal y sowie nicht-zutreffendenfalls an einem NEIN-Ausgang N ein Steuersignal n ab. Das Steuersignal y veranlasst eine Pulsdauerstufe 64, die Anstiegsdauer ta zu verlängern, und das Steuersignal n veranlasst die Pulsdauerstufe 64, die Restdauer t zu verlängern. Ein Ausgang der cont
Pulsdauerstufe führt zur Spannungsquelle 7 bzw. 30.
[082] Eine zweite Entscheidungsstufe 65 überprüft laufend die Stromsamples s unter dem
Kriterium, ob ein Stromsample s grösser, gleich oder kleiner als ein Strom-Re¬ ferenzwert ir ist, der zum Strom-Endwert I proportional ist und ihn festlegt. Die Ent- cont scheidungsstufe 65 gibt zutreffendenfalls an einem GROS SER- Ausgang G ein Steuersignal g, an einem GLEICH-Ausgang GL eine Steuersignal gl oder an einem KLEINER- Ausgang K ein Steuersignal k ab. Diese Steuersignale g, gl, k sind der Spannungsquelle 7 bzw. 30, gegebenenfalls unter Einfügung eines Digital/ Analog- Wandlers, zugeführt und wirken auf den von ihr in einer Periodendauer des Spu¬ lenstroms abgegebenen Spannungs- Anfangswert Ua derart ein, dass ihn das Steuersignal g in der folgenden Periodendauer vergrössert oder dass ihn das Steuersignal gl in der folgenden Periodendauer unverändert lässt oder dass ihn das Steuersignal k in der folgenden Periodendauer verkleinert. [083] Während der eigentlichen Messung des Volumenstroms muß sowohl die Spannung
über der Spulenanordnung als auch der durch die Spulenanordnung fließende Er¬ regerstrom I konstant sein, da die Stabilität des Meßsignals u.a. auch durch die induktive Einkopplung von der Spulenanordnung zu den Meßelektroden negativ beeinflußt wird.
[084] Idealerweise ist in beiden Halbperioden der Stromendwert des wahren Spu¬ lenstroms I im wesentlichen konstant, entgegengesetzt und betragsgleich. Praktisch ist dies bei dem in der US-B 67 63 729 bzw. dem in der US-A 60 31 740 beschriebenen Durchflußmesser erst jedoch der Fall, nachdem eine erhebliche Zeit nach dem Beginn der Zeitspanne t verstrichen ist. Damit ist das Zeitfenster für die während der cont
Zeitspanne T möglichen exakten Messungen aber praktisch nahezu auf die Hälfe cont einer Halbperiode beschränkt. Aufgrund der in den Polschuhen und Spulenkernen ent¬ stehenden Wirbelströme tritt dieser Idealfall in der Realität nicht auf. Vielmehr entspricht der außerhalb der Spulenanordnung meßbare Erregerstrom I immer einer
M
Stromsumme, die sich aus dem wahren Spulenstrom I und dem Wirbelstrom I zu-
L eddy sammensetzt. Da aber lediglich der Erregerstrom I von der Meß- und Betriebs- Schaltung 2 als Regelgröße verwendet wird, ist zwar der Erregerstrom I M konstant, jedoch nicht zwangsläufig das eigentlich für die Messung konstant zuhaltende Magnetfeld B, das das Meßrohr durchsetzt. Ein entsprechendes Ersatzschaltbild der Spulenanordnung ist in der Fig. 2 dargestellt. [085] Beim erfindungsgemäßen Verfahren werden in vorteilhafter Weise die im
Magnetfeld-System induzierten Wirbelströme ferner dadurch minimiert, daß nicht nur eine Überspannung U an die Spulenanordnung für die vorab ermittelte Referenz- rev
Zeitspanne T = t - t bis zum Erreichen des vorgegebenen Strom-Maximum I rev 2 1 m angelegt wird, wobei die Überspannung so bemessen ist, daß der durch die Spulen¬ anordnung fließende Erregerstrom I nach Ablauf der Referenz-Zeitspanne T stetig
M rev gegen einen im wesentlichen konstanten Strom-Endwert I abfällt, sondern nach dem vorab zumindest näherungsweise festgestellten Ablauf der Referenz-Zeitspanne T für rev eine vorgegebene, insb. gleichermaßen iterativ ermittelte, Zeitspanne T = t - 1 eine
Short 3 2 den Erregerstrom I und somit auch das Magnetfeld schneller wieder absenkende Ge-
M genspannung U an die Spulenanordnung 1 anlegt wird, wobei die Zeitspanne T
Short Short so bemessen ist, daß der Einfluß der während des Umschaltvorgangs in die Spulen¬ anordnung induzierten Wirbelströme näherungsweise kompensiert zumindest aber erheblich reduziert wird. Der Effekt dieses Verfahrens ist aus der Fig. 9 ersichtlich, worin die durchgzogene Linie den Meßstromverlauf, wie er sich bei der erfindungs¬ gemäßen Lösung darstellt, kennzeichnet; hingegen zeigt die gepunktete Linie das zeitliche Verhalten des Erregerstrom bei der aus dem Stand der Technik bekannt gewordenen Lösung. Bei der erfindungsgemäßen Lösung ist der konstante Strom- Endwert I cont praktisch mit Ablauf der Zeitspanne T Short erreicht; bei der bekannten
Lösung wird der der konstante Strom-Endwert I erst zu einem viel späteren cont
Zeitpunkt innerhalb der Zeitspanne T erreicht. Während eines ersten Um- cont schaltvorgangs legt die Meß- und Betriebsschaltung 2, wie bereits oben erläutert, für eine aktuell vorgegebene Zeitspanne T eine entsprechende Gegenspannung U an
Short G die Spulenanordnung an. Nachfolgend erfaßt die Meß- und Betriebsschaltung mehrere Strom-Meßwerte innerhalb der vorgegebenen Zeitspanne T . Beispielsweise können cont sowohl die Zeitspanne, T , als auch die Zeitspanne T im Betrieb durch, insb. rev Short iterative, Nährungsverfahren sukzessive optimiert werden. Für den Fall, daß mit Ablauf der aktuell gültigen Zeitspanne T der Strom-Endwert I nicht erreicht ist,
Short c wird die Zeitspanne T entsprechend vergrößert, beispielsweise um eine vorab
Short bestimmte geeignet Schrittweite; für den Fall, daß vor Ablauf der Zeitspanne T der
Short
Strom-Endwert I bereits erreicht ist, kann die Zeitspanne T gff. wieder etwas c Short verkleinert werden. Durch das Wechselspiel von angelegter Überspannung und nachträglich kurzeitig angelegter Gegenspannung U können die Wirbelströme
Short wirksam kompensiert und somit deren Abklingdauer signifikant reduziert werden. Es sei an dieser Stelle femer erwähnt, das die relevanten Zeitspannen T , T , T , wie rev Short cont bereits angedeutet, sowohl anhand eines vom Erregerstrom aufgenommen Samples digitaler Daten als auch direkt mittels vom Erregerstrom I M und/oder von der diesen treibenden Spannung entsprechend getriggerten Zeitmeßschaltungen ermittelt werden können.
[086] Eine im Mikrocomputer implementierte dritte Entscheidungsstufe überprüft - unter der Annahme das die Spannung U momentan konstant gehalten ist - laufend die Stromsamples s auf das Kriterium hin, ob aufeinanderfolgende Stromsample s einen konstanten Erregerstrom I signalisieren, oder nicht. Für den Fall, daß die Annahme einer konstanten Spannung zu unsicher erscheint, ist deren tatsächlicher momentaner zeitlicher Verlauf, beispielsweise ebenfalls inform von digitalen Samples, ent¬ sprechenden in die Entscheidung einfließen zulassen. Die Entscheidungsstufe gibt zu¬ treffendenfalls solange an einem KONSTANT- Ausgang ein einen konstantbleibenden Erregerstrom I M entsprechend signalisierendes Steuersignal ab, solange bis eine weitere
Absenkung des Erregerstromes I unter einen für die Konstanz des Erregerstromes I festgelegten Änderungsgrenzwert erkannt wird.
[087] Basierend auf dem vorgenannten, die der während jeder Halbperiode für die
Erzeugung der eigentlichen Meß- aber auch Diagnosewerte maximal zur Verfügung stehende Zeitspanne T optimierenden Verfahren wird zur Verbesserung der Aussa¬ gefähigkeit auch des Diagnosewerts ferner folgendes Verfahren vorgeschlagen:
[088] Die den Erregerstrom I momentan treibenden Spannung U wird zu einem zweiten
Zeitpunkt, t 2 , von der zweiten Spannungshöhe, U drv , auf eine, insb. konstante oder konstant-geregelte, dritte Spannungshöhe, U short , geändert, um ein Absenken des
Stromstärke des momentan in der wenigstens einen Feldspule fließenden Erre¬ gerstroms I vom maximalen Stromwert, I , auf einen für den Erregerstrom I vor-
M m M gegebenen, insb. konstanten, Strom-Endwert, I erreichen. Dabei ist die dritte Span- nungshöhe, U , kleiner gewählt als die zweite Spannunghöhe, U . Zum Ermitteln
Short rev eines dritten Zeitpunktes, t , der mit einem Erreichen des Strom-Endwerts, I , korre-
3 c spondiert wird der Erregerstrom I wir zumindest zeitweise erfaßt. Darauf basierend werden eine erste Zeitkonstante, T , für das Magnetfeld-System, die mit einer
Short zwischen dem zweiten Zeitpunkt, t , und dem dritten Zeitpunkt, t , liegenden Zeitspanne, t - 1 , korrespondiert, und/oder eine zweite Zeitkonstante, T + T , für
3 2 rev Short das Magnetfeld-System, die mit einer zwischen dem ersten Zeitpunkt, t , und dem dritten Zeitpunkt, t , liegenden Zeitspanne, t -t , korrespondiert, ermittelt. Zum Ermitteln eines einen momentanen Betriebszustand des Durchflußmessers schließlich repräsentierenden Diagnosewerts werden die ermittelte erste Zeitkonstante, T , mit
Short einem vorgegebenen ersten Referenzwert, T , und/oder die ermittelte zweite Zeit¬ konstante, T rev + T Short , mit einem vorgegebenen zweiten Referenzwert, T 2ref , ent- sprechend verglichen.
[089] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Meß- und Betrie¬ bsschaltung die Spulenanordnung während der Zeitspanne T Short kurzschließt.
Alternativ wird vorgeschlagen, daß die Meß- und Betriebsschaltung die Richtung des durch die Spulenanordnung fließenden Stroms während der Zeitspanne t wieder umkehrt.
[090] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Meß- und Betriebsschaltung die Zeitspanne t so bemißt, daß der durch die Spulen-
Short anordnung fließende Erregerstrom nach Ablauf der Zeitspanne t zumindest nähe- short rungsweise den konstanten Strom-Endwert, I , erreicht hat.
Next Patent: METHOD AND APPARATUS FOR ACCESSING PROTECTED DATA
