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Title:
METHOD FOR TRANSFERRING AIR CARGO LOADING UNITS, AND TRANSFER AND SCREENING SYSTEM FOR CARRYING OUT SAID METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/043556
Kind Code:
A3
Abstract:
Disclosed is a method for transferring air cargo loading units (12) between a public operational zone (A) and a security-sensitive apron zone (B) by means of a stationary transfer and screening system (10) comprising a first transfer device (22), a second transfer device (24), and an intermediate cargo handling station (14) that has a handling room (16) which is connected to the first transfer device (22) via a cargo entrance (18) and to the second transfer device (24) via a cargo exit (20). Said method encompasses the following steps: a) the air cargo loading units (12) are delivered by a road vehicle or railway vehicle via the public operational zone (A); b) the cargo entrance (18) is opened while the cargo exit (20) is closed; c) the air cargo loading units (12) are conveyed into the handling room (16) by means of the first transfer device (22); d) the handling room (16) is isolated from the public operational zone (A) by closing the cargo entrance (18); e) the air cargo loading units (12) are screened in the closed handling room (16); f) the handling room (16) is connected to the security-sensitive apron zone (B) by opening the cargo exit (20); g) the air cargo loading units (12) are loaded onto air cargo apron conveying units (34) by means of the second transfer device (24). The invention further relates to a transfer and screening system (10) for carrying out said method.

Inventors:
LESSMANN, Bernhard (Am Forsthaus, Gravenbruch 55, Neu-Isenburg, 63263, DE)
BIERWIRTH, Benjamin (Kaiser Sigmund Strasse 63, Frankfurt am Main, 60320, DE)
FRYE, Heinrich (Ingolstädter Strasse 22, Frankfurt am Main, 60316, DE)
Application Number:
EP2007/008843
Publication Date:
April 17, 2008
Filing Date:
October 11, 2007
Export Citation:
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Assignee:
FRAPORT AG (Frankfurt Airport Services Worldwide, Frankfurt am Main, 60547, DE)
FRAUNHOFER GESELLSCHAFT ZUR FÖRDERUNG DER ANGEWANDTEN FORSCHUNG E. V. (Hansastrasse 27c, München, 80686, DE)
LESSMANN, Bernhard (Am Forsthaus, Gravenbruch 55, Neu-Isenburg, 63263, DE)
BIERWIRTH, Benjamin (Kaiser Sigmund Strasse 63, Frankfurt am Main, 60320, DE)
FRYE, Heinrich (Ingolstädter Strasse 22, Frankfurt am Main, 60316, DE)
International Classes:
B65G47/00; B65G63/00; B65G67/00; B65G69/00
Foreign References:
US4251726A1981-02-17
US5668342A1997-09-16
Attorney, Agent or Firm:
DEGWERT, Hartmut (Prinz & Partner GbR, Rundfunkplatz 2, München, 80335, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Verfahren zum Umschlagen von Luftfrachtladeeinheiten (12) zwischen einem öffentlichen zugänglichen Betriebsbereich (A) und einem sicherheitssensiblen Vorfeldbereich (B), mit einer stationären Umschlag- und Sicherheitskontrollanlage (10), die eine erste

übergabevorrichtung (22), eine zweite übergabevorrichtung (24) und eine dazwischenliegende Frachtschleuse (14) umfaßt, wobei die Frachtschleuse (14) einen Schleusenraum (16) aufweist, der über ein Frachteingangstor (18) mit der ersten übergabevorrichtung (22) und über ein Frachtausgangstor (20) mit der zweiten übergabevorrichtung (24) in Verbindung steht, und wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist: a) Die Luftfrachtladeeinheiten (12) werden von einem Straßen- oder Schienentransportmittel (28) über den öffentlich zugänglichen Betriebsbereich (A) angeliefert; b) das Frachteingangstor (18) wird bei geschlossenem Frachtausgangstor (20) geöffnet; c) die Luftfrachtladeeinheiten (12) werden mittels der ersten übergabevorrichtung (22) in den Schleusenraum (16) befördert; d) der Schleusenraum (16) wird durch Schließen des Frachteingangstors

(18) vom öffentlich zugänglichen Betriebsbereich (A) getrennt; e) im geschlossenen Schleusenraum (16) wird eine Sicherheitskontrolle der Luftfrachtladeeinheiten (12) vorgenommen; f) der Schleusenraum (16) wird durch öffnen des Frachtausgangstors (20) mit dem sicherheitssensiblen Vorfeldbereich (B) verbunden; g) die Luftfrachtladeeinheiten (12) werden mittels der zweiten übergabevorrichtung (24) auf Luftfracht-Vorfeldtransporteinheiten (34) verladen.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß sich die Luftfracht-Vorfeldtransporteinheiten (34) ausschließlich innerhalb des sicherheits- sensiblen Vorfeldbereichs (B) bewegen.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Straßen- oder Schienentransportmittel (28) ausschließlich innerhalb des öffentlich zugänglichen Betriebsbereichs (A) bewegen.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schleusenraum (16) nach Schritt d) und/oder e) als Zwischenlager genutzt wird.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, daß die Sicherheitskontrolle in Schritt e) eine visuelle Kontrolle durch

Sicherheitspersonal umfaßt.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherheitskontrolle in Schritt e) mittels einer Erfassungs- und/oder Kontrollvorrichtung (30) durchgeführt wird, die wenigstens eines der folgenden Geräte oder eine Kombination derselben umfaßt:

Waage, Kamera zur Konturenmessung, Wärmebildkamera, Röntgengerät, Barcode-Erfassungsgerät, Abfrage-Sender/Empfänger für RFID-Erfassung, Gerät zur Erfassung chemischer Emissionen, Sprengstoffdetektor, Radioaktivitätsdetektor. 7. Umschlag- und Sicherheitskontrollanlage zur Durchführung des Verfahrens gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer Frachtschleuse (14), die einen Schleusenraum (16), ein Frachteingangstor (18) und ein Frachtausgangstor (20) aufweist, wobei der Schleusenraum (16) über das Frachteingangstor (18) mit einer ersten übergabevorrichtung (22) und über das Frachtausgangstor (20) mit einer zweiten übergabevorrichtung (24) in Verbindung steht, wobei eine Steuervorrichtung (26) vorgesehen ist, die bei öffnendem bzw. offenem Frachteingangstor (18) sicherstellt, daß das Frachtausgangstor (20) geschlossen ist, und umgekehrt, und wobei der Schleusenraum (16) eine Erfassungs- und/oder Kontrollvorrichtung

(30) für die Luftfrachtladeeinheiten (12) aufweist.

8. Anlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Frachteingangstor (18) und das Frachtausgangstor (20) an gegenüberliegenden Enden des Schleusenraums (16) angeordnet sind. 9. Anlage nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die

Erfassungs- und/oder Kontrollvorrichtung (30) wenigstens eines der folgenden Geräte umfaßt: Waage, Kamera, Wärmebildkamera, Radioaktivitätsdetektor, Sprengstoffdetektor, Röntgengerät, Gerät zur Erfassung chemischer Emissionen, Barcode-Erfassungsgerät, Abfrage-Sender/Empfänger für RFID-Erfassung.

Description:

Verfahren zum Umschlagen von Luftfrachtladeeinheiten sowie Umschlag- und Sicherheitskontrollanlage zur Durchführung dieses Verfahrens

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Umschlagen von Luftfrachtladeeinheiten zwischen einem öffentlich zugänglichen Betriebsbereich und einem sicherheitssensiblen Vorfeldbereich sowie eine Umschlag- und Sicherheitskontrollanlage zur Durchführung dieses Verfahrens. Der Umschlag von Luftfrachtladeeinheiten auf Flughäfen von einem Straßenoder Schienentransportmittel auf ein Luftfracht-Vorfeldtransportmittel ist stets mit einem übergang der Fracht von einem öffentlich zugänglichen Betriebsbereich in einen gesicherten und sicherheitssensiblen Vorfeldbereich verbunden. Bisher erfolgte dabei zunächst der Umschlag der Luftfrachtladeeinheiten im öffentlich zugänglichen Betriebsbereich vom Straßen- bzw. Schienentransportmittel auf das Luftfracht-Vorfeldtransportmittel, z.B. mit Hilfe von Gabelstaplern. Danach wurde beim übergang des beladenen Luftfracht-Vorfeldtransportmittels vom öffentlich zugänglichen Betriebsbereich in den sicherheitssensiblen Vorfeldbereich eine umfangreiche Sicherheitskontrolle durchgeführt, die neben der Kontrolle der Luft- frachtladeeinheiten jeweils auch eine Sicherheitskontrolle des Vorfeldtransportmittels und dessen Fahrers beinhaltete.

Der Aufwand zur Durchführung des Warenumschlags und der damit verbundenen Sicherheitskontrollen steigt dabei vor dem Hintergrund verschärfter Sicherheitsbestimmungen stetig. Die Erfindung schafft nun ein Verfahren zum Umschlagen von Luftfrachtladeeinheiten zwischen einem öffentlich zugänglichen Betriebsbereich und einem sicherheitssensiblen Vorfeldbereich, mit einer stationären Umschlag- und Sicherheitskontrollanlage, die eine erste übergabevorrichtung, eine zweite übergabevorrichtung und eine dazwischenliegende Frachtschleuse umfaßt, wobei die Frachtschleuse einen Schleusenraum aufweist, der über ein Frachteingangstor mit

der ersten übergabevorrichtung und über ein Frachtausgangstor mit der zweiten übergabevorrichtung in Verbindung steht, und wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist: a) Die Luftfrachtladeeinheiten werden von einem Straßen- oder Schienen- transportmittel über den öffentlich zugänglichen Betriebsbereich angeliefert; b) das Frachteingangstor wird bei geschlossenem Frachtausgangstor geöffnet; c) die Luftfrachtladeeinheiten werden mittels der ersten übergabevorrichtung in den Schleusenraum befördert; d) der Schleusenraum wird durch Schließen des Frachteingangstors vom öffentlich zugänglichen Betriebsbereich getrennt; e) im geschlossenen Schleusenraum wird eine Sicherheitskontrolle der Luftfrachtladeeinheiten vorgenommen; f) der Schleusenraum wird durch öffnen des Frachtausgangstors mit dem sicherheitssensiblen Vorfeldbereich verbunden; g) die Luftfrachtladeeinheiten werden mittels der zweiten übergabevorrichtung auf Luftfracht-Vorfeldtransporteinheiten verladen.

Bei diesem Verfahren ist die Sicherheitskontrolle vorteilhaft in den Umschlagvorgang integriert, wobei die für den Umschlag eingesetzte Förderstrecke für den Sicherheitskontrollprozeß genutzt wird. Mit Blick auf den zeitlichen Ablauf ist die Sicherheitskontrolle jedoch innerhalb des Umschlagverfahrens entkoppelt, da das Umschlagverfahren in mehrere abgeschlossene Verfahrensabschnitte unterteilbar ist, die unmittelbar hintereinander oder mit Zeitverzug durchführbar sind. Das Anliefer- bzw. Entladepersonal, das Sicherheitspersonal sowie das Vorfeldpersonal können folglich im wesentlichen unabhängig voneinander arbeiten, so daß das Verfahren besonders personaleffizient durchführbar ist.

Vorzugsweise bewegen sich die Luftfracht-Vorfeldtransporteinheiten ausschließlich innerhalb des sicherheitssensiblen Vorfeldbereichs. Dadurch entfallen die wiederkehrenden, zeitraubenden Sicherheitskontrollen des Vorfeldtransportmittels und dessen Fahrers beim übergang vom öffentlichen Betriebsbereich zum sicherheitssensiblen Vorfeldbereich.

Die Straßen- und Schienentransportmittel bewegen sich hingegen vorzugsweise ausschließlich innerhalb des öffentlich zugänglichen Betriebsbereichs. Damit entfallen auch die Sicherheitskontrollen für die Straßen- oder Schienentransport-

mittel sowie für deren Fahrer. Die Sicherheitskontrolle bleibt demzufolge auf die relevanten Luftfrachtladeeinheiten beschränkt, wodurch der Zeit- und Personalaufwand für alle Beteiligten reduziert wird.

Nach dem Verfahrensschritt d) und/oder e) kann der Schleusenraum als Zwischenlager genutzt werden. Da sich die Luftfrachtladeeinheiten nach diesen Verfahrensschritten im abgeschlossenen Schleusenraum befinden, ist eine Unterbrechung des Verfahrens problemlos möglich. Damit können die am Umschlag- und Kontrollprozeß beteiligten Personalgruppen sehr flexibel und weitgehend unabhängig voneinander eingesetzt werden, was sich auf die Personaleffizienz positiv auswirkt.

In einer Verfahrensvariante umfaßt die Sicherheitskontrolle in Schritt e) eine visuelle Kontrolle durch Sicherheitspersonal.

Des weiteren wird die Sicherheitskontrolle in Schritt e) besonders bevorzugt mittels einer Erfassungs- und/oder Kontrollvorrichtung durchgeführt, die wenig- stens eines der folgenden Geräte oder einer Kombination derselben umfaßt:

Waage, Kamera zur Konturenmessung, Wärmebildkamera, Röntgengerät, Barcode-Erfassungsgerät, Abfrage-Sender/Empfänger für RFI D-Erfassung, Gerät zur Erfassung chemischer Emissionen, Sprengstoffdetektor und Radioaktivitätsdetektor. Diese z.T. sehr teuren und komplexen Geräte der Erfassungs- und/oder Kontrollvorrichtung können besonders effizient in einer stationären Anlage eingesetzt werden, bei welcher der Schleusenraum speziell auf die Erfordernisse der Sicherheitskontrolle ausgelegt ist.

Die Erfindung umfaßt daher auch eine Umschlag- und Sicherheitskontrollanlage zur Durchführung des oben beschriebenen Verfahrens, mit einer Fracht- schleuse, die einen Schleusenraum, ein Frachteingangstor und ein Frachtausgangstor aufweist, wobei der Schleusenraum über das Frachteingangstor mit einer ersten übergabevorrichtung und über das Frachtausgangstor mit einer zweiten übergabevorrichtung in Verbindung steht, wobei eine Steuervorrichtung vorgesehen ist, die bei öffnendem bzw. offenem Frachteingangstor sicherstellt, daß das Frachtausgangstor geschlossen ist, und umgekehrt, und wobei der Schleusenraum eine Erfassungs- und/oder Kontrollvorrichtung für die Luftfrachtladeeinheiten aufweist. Wie bereits oben erwähnt, läßt sich mit dieser Anlage das beschriebene Verfahren zum Umschlagen von Luftfrachtladeeinheiten zwischen einem öffentlich zugänglichen Betriebsbereich und einem sicherheitssensiblen Vorfeldbereich besonders effizient durchführen. Der Zeit- und Personalaufwand läßt sich nämlich

unter Einhaltung jeweils geltender Sicherheitsbestimmungen erheblich verringern, da eine Erfassung und/oder Sicherheitsprüfung der Luftfrachtladeeinheiten über die Erfassungs- und/oder Kontrollvorrichtung im Schleusenraum zwischen dem Wareneingang durch das Frachteingangstor und dem Warenausgang durch das Frachtausgangstor vorgenommen wird. Es ist kein Pendelverkehr von Personal und Luftfracht-Vorfeldtransporteinheiten zwischen dem öffentlich zugänglichen Betriebsbereich und dem sicherheitssensiblen Vorfeldbereich mehr notwendig, so daß die wiederkehrenden Sicherheitskontrollen des Personals und der Vorfeldtransportmittel entfallen können. Ein weiterer Vorteil ist, daß der Umschlagvorgang und die Sicherheitskontrolle der Luftfrachtladeeinheiten zeitlich versetzt erfolgen können, ohne daß Personal- oder Transportkapazitäten gebunden sind. Hierzu werden die Luftfrachtladeeinheiten bei geschlossenem Frachteingangs- und Frachtausgangstor im Schleusenraum einfach „zwischengelagert".

In einer Ausführungsform sind das Frachteingangstor und das Frachtaus- gangstor an gegenüberliegenden Enden des Schleusenraums angeordnet. Die Luftfrachtladeeinheiten können dadurch z.B. auf Rollenbahnen, vorzugsweise angetriebenen Rollenbahnen, sehr einfach durch die Frachtschleuse bewegt werden, ohne daß eine Richtungsänderung notwendig ist.

Die Erfassung- und/oder Kontrollvorrichtung umfaßt besonders bevorzugt wenigstens eines der folgenden Geräte:

Waage, Kamera, Wärmebildkamera, Radioaktivitätsdetektor, Sprengstoffdetektor, Röntgengerät, Gerät zur Erfassung chemischer Emissionen, Barcode- Erfassungsgerät, Abfrage-Sender/Empfänger für RFID-Erfassung. Der Schleusenraum ist dadurch problemlos an die jeweils aktuellen Sicherheitsvorschriften anpaßbar, indem einzelne Geräte ausgetauscht oder nachgerüstet werden.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer bevorzugten Ausführungsform beschrieben, die in den beigefügten Zeichnungen dargestellt ist. Dabei zeigen:

- Figur 1 eine schematische Schnittansicht der erfindungsgemäßen Umschlag- und Sicherheitskontrollanlage; und - Figuren 2a bis 2d den schematischen Ablauf des erfindungsgemäßen Umschlagverfahrens.

Die Figur 1 zeigt eine Umschlag- und Sicherheitskontrollanlage 10 für Luftfrachtladeeinheiten 12, mit einer Frachtschleuse 14, die einen Schleusenraum 16, ein Frachteingangstor 18 und ein Frachtausgangstor 20 aufweist. Der Schleusen-

räum 16 steht über das Frachteingangstor 18 mit einer ersten übergabevorrichtung 22 und über das Frachtausgangstor 20 mit einer zweiten übergabevorrichtung 24 in Verbindung. Die Frachtschleuse 14 weist außerdem eine Steuervorrichtung 26 auf, die bei öffnendem bzw. offenem Frachteingangstor 18 sicherstellt, daß das Frachtausgangstor 20 geschlossen ist. Genauso stellt die Steuervorrichtung 26 sicher, daß bei öffnendem bzw. offenem Frachtausgangstor 20 das Frachteingangstor 18 geschlossen ist. Die Frachtschleuse 14 ist damit eine Schnittstelle zwischen einem öffentlich zugänglichen Betriebsbereich A und einem sicherheitssensiblen Vorfeldbereich B, wobei die Steuervorrichtung 26 dafür sorgt, daß niemals eine unmittelbare, d.h. frei durchgängige Verbindung zwischen der ersten übergabevorrichtung 22 im Bereich A und der zweiten übergabevorrichtung 24 im Bereich B existiert.

Das Frachteingangstor 18 und das Frachtausgangstor 20 sind in der Figur 1 schematisch als Hubtore dargestellt. Alternativ sind die Tore 18, 20 in anderen Ausführungsformen als Rolltore, Flügeltore etc. ausgeführt.

Im folgenden wird anhand der Figuren 2a bis 2d auf den Ablauf des Verfahrens zum Umschlagen von Luftfrachtladeeinheiten 12 mit entsprechender Sicherheitskontrolle eingegangen:

In einem ersten Verfahrensschritt (Figur 2a) werden die Luftfrachtladeeinheiten 12 von einem Straßen- oder Schienentransportmittel 28, beispielsweise einem LKW angeliefert und über die erste übergabevorrichtung 22 in den Schleusenraum 16 befördert (vgl. Figur 2b). In der Figur 1 ist als erste übergabevorrichtung 22 eine schwenkbare Rampe dargestellt. Alternativ kann jedoch auch ein Hubtisch, ein mobiles Umschlaggerät (z.B. ein Gabelstapler) oder ähnliches als erste übergabe- Vorrichtung 22 vorgesehen sein. Um einen reibungslosen Transport der Luftfrachtladeeinheiten 12 vom Transportmittel 28 zum Schleusenraum 16 zu gewährleisten, ist die erste übergabevorrichtung 22 vorzugsweise so ausgebildet, daß sie in ihrer Höhe und/oder Neigung an das jeweilige Transportmittel 28 anpaßbar ist. In einigen Ausführungsvarianten weist die erste übergabevorrichtung 22 außerdem eine Rollenbahn, vorzugsweise eine angetriebene Rollenbahn auf, um den Transport der Luftfrachtladeeinheiten 12 weiter zu vereinfachen und den gesamten Prozeß des Warenumschlags und der Sicherheitskontrolle zu beschleunigen.

In diesen Verfahrensschritten gemäß den Figuren 2a und 2b wird durch die

Steuervorrichtung 26 (vgl. Figur 1) gewährleistet, daß das Frachteingangstor 18 geöffnet und das Frachtausgangstor 20 geschlossen ist. Der Schleusenraum 16

gehört somit in diesem Stadium des Warenumschlags zum öffentlich zugänglichen Betriebsbereich A und ist durch das Frachtausgangstor 20 vom sicherheitssensiblen Vorfeldbereich B getrennt. Das Entladen des Transportmittels 28 und die Beförderung der Luftfrachtladeeinheiten 12 in den Schleusenraum 16 erfolgt im Beisein von Sicherheitspersonal, das die angelieferten Luftfrachtladeeinheiten 12 auf Vollständigkeit und Unversehrtheit kontrolliert.

Nach dem Entladevorgang des Straßen- oder Schienentransportmittels 28 wird in einem weiteren Schritt das Frachteingangstor 18 geschlossen und eine Sicherheitskontrolle der Luftfrachtladeeinheiten 12 im Schleusenraum 16 vorgenommen (Figur 2c). Abhängig von den jeweiligen Sicherheitsvorschriften ist im Schleusenraum 16 eine Erfassungs- und/oder Kontrollvorrichtung 30 vorgesehen. Diese Erfassungs- und/oder Kontrollvorrichtung 30 kann beispielsweise Geräte wie eine Waage, eine Kamera (insbesondere zur Konturenmessung), eine Wärmebildkamera, einen Radioaktivitätsdetektor, einen Sprengstoffdetektor, eine Röntgen- gerät, ein Gerät zur Erfassung chemischer Emissionen, ein Barcode-Erfassungsgerät oder einen Abfrage-Sender/Empfänger für eine RFI D-Erfassung umfassen. Außerdem kann in der Frachtschleuse 14 ein (erhöhter) Laufsteg 32 für eine visuelle Kontrolle durch Sicherheitspersonal vorgesehen sein.

Nach erfolgter Sicherheitskontrolle wird in einem weiteren Verfahrensschritt gemäß Figur 2d bei geschlossenem Frachteingangstor 18 das Frachtausgangstor

20 geöffnet, wobei der Schleusenraum 16 nun Teil des sicherheitssensiblen

Vorfeldbereichs B ist und durch das geschlossene Frachteingangstor 18 vom öffentlich zugänglichen Betriebsbereich A getrennt ist. Die Luftfrachtladeeinheiten

12 können mittels einer zweiten übergabevorrichtung 24 auf Luftfracht-Vorfeld- transporteinheiten 34, z.B. sogenannte Dollys, verladen und zu einem Flugzeug transportiert werden.

Prinzipiell kann die zweite übergabevorrichtung 24 analog zur oben beschriebenen, ersten übergabevorrichtung 22 ausgeführt sein. Da die Luftfracht-Vorfeldtransporteinheiten 34 in der Regel jedoch wenigstens annähernd baugleich sind, reicht für die zweite übergabevorrichtung 24 unter Umständen auch eine einfache, starre Rampe aus. Besonders vorteilhaft ist allerdings auch die zweite übergabevorrichtung 24 mit einer Rollenbahn, vorzugsweise einer angetriebenen Rollenbahn versehen, um den Transport der Luftfrachtladeeinheiten 12 vom Schleusenraum 16 auf die Luftfracht-Vorfeldtransporteinheit 34 zu erleichtern. Wenn alle Luftfrachtladeeinheiten 12 aus dem Schleusenraum 16 auf die Vorfeld-

transporteinheiten 34 verladen sind, wird das Frachtausgangstor 20 geschlossen und anschließend das Frachteingangstor 18 geöffnet. Die Frachtschleuse 14 der Umschlag- und Sicherheitskontrollanlage 10 kann nun erneut mit Luftfrachtladeeinheiten 12 bestückt werden. Durch das erfindungsgemäße Verfahren zum Umschlagen von Luftfrachtladeeinheiten zwischen einem öffentlich zugänglichen Betriebsbereich und einem sicherheitssensiblen Vorfeldbereich sowie die entsprechende, erfindungsgemäße Umschlag- und Sicherheitskontrollanlage 10 müssen weder das Personal noch die Vorfeldtransporteinheiten 34 die „Grenze" zwischen dem öffentlich zugänglichen Betriebsbereich A und dem sicherheitssensiblen Vorfeldbereich B überqueren. Damit entfallen die ständig wiederkehrenden Kontrollen des Personals und der Luftfracht-Vorfeldtransporteinheiten 34 beim Eintritt in den sicherheitssensiblen Vorfeldbereich B. Die Sicherheitskontrolle bleibt damit auf die relevanten Luftfrachtladeeinheiten 12 beschränkt. Der Umschlagprozeß und die Sicherheitskontrolle lassen sich dadurch schnell und effektiv durchführen.