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Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR TRANSFERRING DATA AND BUILDING OR ENCLOSURE CLOSURE DRIVE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/072766
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for transferring data between a building or enclosure closure drive (10), the building or enclosure closure drive (10) having at least one segment display (48), and a portable mobile terminal (64), which has a capturing device (66). In the method, a predefined code is first displayed by means of the segment display (48). Then, the code is captured by means of the capturing device (66) of the portable mobile terminal (64). Finally, the captured code is evaluated by means of an evaluation device of the portable mobile terminal (64).

Inventors:
CORS, Tristan (Allensteiner Str. 8, Bad Oeynhausen, 32549, DE)
LOKOTSCH, Thomas (Annecke-Straße 37, Beckum, 59269, DE)
BÜCKER, Boris (Scharnhorststr. 86, Münster, 48151, DE)
Application Number:
EP2018/077330
Publication Date:
April 18, 2019
Filing Date:
October 08, 2018
Export Citation:
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Assignee:
HÖRMANN KG ANTRIEBSTECHNIK (Michaelisstrasse 1, Steinhagen, 33803, DE)
International Classes:
G07C9/00
Foreign References:
DE29700449U11997-02-20
DE102010047301A12012-04-05
DE102013218871A12014-08-07
EP2879100A12015-06-03
US9490998B12016-11-08
DE102014217692A12016-03-10
DE102010047301A12012-04-05
Attorney, Agent or Firm:
KASTEL PATENTANWÄLTE PARTG MBB et al. (St. Cajetan Str. 41, München, 81669, DE)
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Claims:
Ansprüche:

1 . Verfahren zur Datenübertragung zwischen einem Gebäude- oder

Einfriedungsabschlussantrieb (10), wobei der Gebäude- oder

Einfriedungsabschlussantrieb (10) zumindest eine Segmentanzeige (48) aufweist, und einem portablen mobilen Endgerät (64), welches eine Erfassungseinrichtung (66) aufweist, umfassend die Schritte:

- Anzeigen eines vorbestimmten Codes mittels der Segmentanzeige (48),

- Erfassen des Codes mittels der Erfassungseinrichtung (66) des portablen mobilen Endgeräts (64) und

- Auswerten des erfassten Codes mittels einer Auswerteeinrichtung des portablen mobilen Endgeräts (64).

2. Verfahren nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass

nach dem Auswerten des erfassten Codes mittels des portablen mobilen

Endgeräts (64) eine Kopplung des portablen mobilen Endgeräts (64) mit dem Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb (10), insbesondere über eine drahtlose Verbindung, erfolgt.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

der vorbestimmte Code mittels mehrerer Segmente der Segmentanzeige (48) angezeigt wird.

4. Verfahren nach Anspruch 3,

dadurch gekennzeichnet, dass

beim Anzeigen des Codes die jeweiligen Segmente dynamisch angezeigt werden, wobei zur dynamischen Anzeige die jeweiligen Segmente in vorbestimmten Zeitintervallen aktiviert und deaktiviert werden.

5. Verfahren nach Anspruch 4,

dadurch gekennzeichnet, dass

zum dynamischen Anzeigen der Segmente die jeweiligen Segmente unabhängig voneinander durch eine Steuereinrichtung (32) des Gebäude- oder

Einfriedungsabschlussantriebs (10) angesteuert werden.

6. Verfahren nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet, dass

die jeweiligen Segmente durch die Steuereinrichtung (32) derart angesteuert werden, dass diese zur Bereitstellung des Codes voneinander verschiedene Blinkfrequenzen aufweisen, sodass durch die jeweiligen Segmente mehrere Bitfolgen parallel übertragen werden.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 6,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Segmentanzeige (48) als Doppel-7-Segmentanzeige ausgebildet ist, wobei zum Anzeigen des Codes 2 bis 16 Segmente der Doppel-7-Segmentanzeige genutzt werden.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 7,

dadurch gekennzeichnet, dass

die jeweiligen Segmente zum Anzeigen des Codes mit einer Übertragungsrate zwischen 2000 Bd und 2500 Bd, bevorzugt mit 2400 Bd, betrieben werden.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 8,

dadurch gekennzeichnet, dass

zumindest zwei Segmente der Segmentanzeige (48) als Positionsmarkierungen zur Ausrichtung des portablen mobilen Endgeräts (64), insbesondere der Erfassungseinrichtung (66) des portablen mobilen Endgeräts (64), zu der Segmentanzeige (48) permanent angezeigt werden.

10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass der Code durch optisches Einlesen oder Scannen durch die Erfassungseinrichtung (66) erfasst wird.

10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Code mittels einer Kamera der Erfassungseinrichtung (66) erfasst wird.

1 1 . Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

zum Erfassen des Codes die Erfassungseinrichtung (66) die Segmentanzeige (48) mit einer Abtastfrequenz zwischen 60 Hz und 1000 Hz abtastet.

12. Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb (10) umfassend:

- eine Segmentanzeige (48), welche dazu eingerichtet ist, einen vorbestimmten Code anzuzeigen und

- eine Steuereinrichtung (32), welche dazu eingerichtet ist, die jeweiligen

Segmente zum Anzeigen des vorbestimmten Codes anzusteuern, wobei

- die Steuereinrichtung (32) dazu eingerichtet ist, die jeweiligen Segmente unabhängig voneinander anzusteuern, dass der Code dynamisch anzeigbar ist.

13. Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb (10) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass

der Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb (10) als Garagentorantrieb ausgebildet ist.

Description:
Verfahren zur Datenübertragung und Gebäude- oder

Einfriedungsabschlussantneb

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Datenübertragung zwischen einem

Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb und einem portablen mobilen Endgerät. Die Erfindung betrifft auch einen Gebäude- oder

Einfriedungsabschlussantrieb.

Um Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantriebe, wie beispielsweise

Garagentorantriebe, betätigen zu können, ist es aus dem allgemeinen Stand der Technik bekannt, diese manuell oder mittels einer Fernbedienung zu betätigen.

Derartig manuell oder mittels Fernbedienung betätigbare Antriebe sind

beispielsweise allgemein in den folgenden Literaturstellen beschrieben:

[1 ] „BiSecur SmartHome"; Firmenbroschüre der Hörmann KG

Verkaufsgesellschaft, Stand 12.2016/Druck 12.2016/HF 86971

DE/PDF,

[2] Garagen- und Einfahrtstor-Antriebe"; Firmenbroschüre der

Hörmann KG Verkaufsgesellschaft, Stand 07.2017/Druck

07.2017/HF 85945 DE,

[3] „Kurzanleitung - Die ersten Schritte mit Ihrem Garagentor-Antrieb";

Hörmann KG Verkaufsgesellschaft, Issue 03.2013/Print 04.2013/HF 86086 DE-EN-FR/PDF",

[4] .Anleitung für Montage, Betrieb und Wartung - Garagentorantrieb";

Hörmann KG Verkaufsgesellschaft; TR10A039-F RE/06.2010,

[5] Anleitung für Montage, Betrieb und Wartung - Drehflügeltür- Antrieb"; Hörmann KG Verkaufsgesellschaft, TR10A203-E

DX/01 .2017" und

[6] „Anleitung für Installation und Betrieb - BiSecure Home"; Hörmann KG Verkaufsgesellschaft, TR20N004-B DX / 07.2016". In der

[7] DE 10 2010 047 301 A1

sind ferner ein Garagentorantrieb und ein Verfahren zum Einstellen eines solchen Garagentorantriebs beschrieben. Der Garagentorantrieb weist eine Doppel-7- Segmentanzeige auf. Die Einstellung des Garagentorantriebs erfolgt menügeführt, wobei die Menüs über die Doppel-7-Segmentanzeige angezeigt und entsprechend durch einen Nutzer manuell ausgewählt werden können.

Derartig beschriebene Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantriebe werden meist zur Automatisierung von Gebäude- oder Einfriedungsabschlüssen, wie beispielsweise Garagentoren, Einfahrtstoren oder Türen, eingesetzt. Sie sind einfach in der Steuerung und kostengünstig im Aufbau.

Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, ein Verfahren und einen Gebäudeoder Einfriedungsabschlussantrieb bereitzustellen, mittels welchem der Gebäudeoder Einfriedungsabschlussantrieb besonders sicher, einfach und zuverlässig betrieben und/oder konfiguriert werden kann.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Datenübertragung sowie durch einen Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb mit den Merkmalen der

unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind

Gegenstand der Unteransprüche.

Zum Lösen dieser Aufgabe schafft die Erfindung ein Verfahren zur

Datenübertragung zwischen einem Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb und einem portablen mobilen Endgerät. Der Gebäude- oder

Einfriedungsabschlussantrieb kann beispielsweise als Tür- oder Torantrieb, insbesondere als Garagentorantrieb, ausgebildet sein. Bei dem portablen mobilen Endgerät kann es sich beispielsweise um ein Mobiltelefon, insbesondere ein Smartphone, oder um einen Tabletcomputer oder um eine Fernbedienung handeln. Bei dem Verfahren wird mittels einer Segmentanzeige des Gebäudeoder Einfriedungsabschlussantriebs ein vorbestimmter Code angezeigt oder ausgegeben. Mit„Code" ist bevorzugt ein Zeichen und/oder eine Zahl und/oder eine Zeichenfolge und/oder eine Zahlenfolge gemeint. Die Segmentanzeige kann also zunächst beispielsweise eine Zahl- oder Zeichenfolge anzeigen.

Beispielsweise kann der Code als 1 -D (eindimensionaler) Code oder 2-D

(zweidimensionaler) Code ausgebildet sein. Auch ist eine dreidimensionale

Übertragung denkbar: 1 . X-Achse, 2. Y-Achse, 3. Dauer/Zeit. In einem weiteren Verfahrensschritt wird der Code mittels einer Erfassungseinrichtung des portablen mobilen Endgeräts erfasst. Mit anderen Worten kann der angezeigte Code durch die Erfassungseinrichtung des portablen mobilen Endgeräts aufgenommen oder empfangen werden. Anschließend wertet eine Auswerteeinrichtung des portablen mobilen Endgeräts den erfassten Code aus. Die Auswertung des durch die

Erfassungseinrichtung erfassten Codes kann bevorzugt mittels einer Bildanalyse des portablen mobilen Endgeräts erfolgen.

Bei einer manuellen Eingabe von Codes können durch den Nutzer falsche

Zeichen oder Zahlen eingeben werden, wodurch eine manuelle Eingabe

fehleranfälliger ist. Zudem ist eine manuelle Eingabe besonders zeitintensiv.

Durch das Erfassen des Codes mittels des portablen mobilen Endgeräts ist keine manuelle Eingabe durch einen Nutzer erforderlich, wodurch der Code besonders schnell, zuverlässig und sicher erfasst werden kann. Ferner braucht kein Code ausgedruckt werden, welcher beispielsweise zur Kennzeichnung des Gebäudeoder Einfriedungsabschlussantriebs an den Gebäude- oder

Einfriedungsabschlussantrieb angebracht wird. Daher können der Druckvorgang sowie die Hardware eingespart werden. Des Weiteren braucht durch die Anzeige nicht zusätzlich ein Code auf oder an dem Gebäude- oder

Einfriedungsabschlussantrieb angebracht oder dem Gebäude- oder

Einfriedungsabschlussantrieb beigelegt werden. Dadurch braucht kein zusätzlicher Platz für den Code auf einer Fläche des Gebäude- oder

Einfriedungsabschlussantriebs zur Verfügung gestellt werden.

Eine Segmentanzeige ist eine Anzeige oder ein Display, mit mehreren

ansteuerbaren Segmenten. Eine Segmentanzeige ist in der Lage, durch

elektronische oder elektromechanische Ansteuerung einzelner oder mehrerer ihrer Segmente Buchstaben, Zahlen oder Zeichen darzustellen. Es existieren viele verschiedene Arten von Segmentanzeigen, welche sich in der Anzahl und Anordnung ihrer Segmente unterscheiden. Die wichtigste ist die

Siebensegmentanzeige, die z. B. in Digitaluhren oder Taschenrechnern zum Einsatz kommt und alle Ziffern von 0 bis 9 aus bis zu sieben einzelnen„Strichen" zusammensetzt.

Ein anderes Beispiel für die mögliche Segmentanzeige ist eine Erweiterung der Siebensegmentanzeige, die Vierzehnsegmentanzeige, bei der noch zusätzliche diagonale und vertikale Segmente enthalten sind. Möglich ist auch eine

Ausführung als Sechzehnsegmentanzeige. Diese beiden Segmentanzeigen bieten den Vorteil, alle Großbuchstaben des lateinischen Alphabets und einige

Sonderzeichen, wie zum Beispiel , +" und„ * ", gut abbilden zu können. Im

Englischen werden diese Anzeigen wegen ihres Aussehens oft auch Starburst- Display, Union-Jack-Display oder British-Flag-Display genannt.

Andere zum Zwecke der Erfindung geeignete Segmentanzeigen haben deutlich mehr Segmente, zum Beispiel 38, 88 oder 1 1 in der weit verbreiteten Geascript- Familie von BMG/MIS. Segmentanzeigen haben eine hohe Lesbarkeit und unterscheiden sich insbesondere dadurch von Matrixanzeigen, die flexiblere Gestaltungsmöglichkeiten haben. Segmentanzeigen sind Standardbauteile, die kostengünstig erhältlich und sehr einfach ansteuerbar sind.

Eine Idee der Erfindung liegt in der Datenübertragung mittels einer

Segmentanzeige. Vorteilhaft wird der Umstand, dass viele bereits bestehende Türoder Torantriebe als Anzeige eine Segmentanzeige aufweisen, genutzt, um diese Segmentanzeige zur Datenübertragung zwischen dem Antrieb und einem elektronischen Gerät zu nutzen.

Ein Aspekt der Erfindung betrifft insbesondere eine parallele digitale

Datenübertragung zwischen einem Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb, insbesondere Garagentorantrieb und einem mobilen Endgerät mittels 7-Segment- Anzeige.

Vorzugsweise findet die Erfindung bei einer sicheren Bluetooth-Kopplung, insbesondere zum Aufbau einer sicheren Bluetooth-Kopplung, zwischen einem Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb und einem mobilen Endgerät Verwendung.

Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass nach dem Auswerten des erfassten Codes mittels des portablen mobilen Endgeräts das portable mobile Endgerät mit dem Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb, insbesondere über eine drahtlose Verbindung, gekoppelt wird. Mit anderen Worten kann nach dem Auswerten des erfassten Codes eine Verbindung, insbesondere eine drahtlose oder kabellose Verbindung, zwischen dem portablen mobilen Endgerät und dem Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb hergestellt werden. Mit anderen Worten erfolgt durch die Erfassung oder Datenübertragung des Codes ein Verbindungsaufbau zwischen dem Gebäude- oder

Einfriedungsabschlussantrieb und dem portablen mobilen Endgerät.

Beispielsweise können das portable mobile Endgerät und der Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb mittels Bluetooth und/oder WLAN verbunden werden. Besonders bevorzugt erfolgt eine Bluetooth-Kopplung und/oder WLAN- Kopplung durch einen Austausch verschiedener Daten zwischen dem Gebäudeoder Einfriedungsabschlussantrieb und dem portablen mobilen Endgerät. Ist die Verbindung zwischen dem portablen mobilen Endgerät und dem Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb aufgebaut, so kann das portable mobile Endgerät genutzt werden, den Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb zu steuern. Beispielsweise kann ein Nutzer durch eine vorbestimmte Eingabe an dem portablen mobilen Endgerät ein Steuersignal an die Steuereinrichtung

ausgegeben werden. Beispielsweise kann durch Empfangen des Steuersignals ein Gebäude- oder Einfriedungsabschluss, insbesondere eine Tür oder ein Tor, durch den Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb geöffnet und/oder geschlossen werden.

In vorteilhafter Weise wird der vorbestimmte Code mittels mehrerer Segmente der Segmentanzeige angezeigt. Mit anderen Worten weist die Segmentanzeige zum Anzeigen des Codes mehrere anzeigbare Segmente oder Bereiche auf.

Beispielsweise können die Segmente zum Anzeigen des Codes leuchten. Hierzu kann die Segmentanzeige mehrere Leuchtmittel, wie beispielsweise LEDs (light emitting diodes) aufweisen, welche dazu eingerichtet sind, die mehreren Segmente auszuleuchten oder zu beleuchten. Je nach Ausleuchtung der

Segmente können unterschiedlich, vorbestimmte Codes angezeigt werden. Durch die Anzeige des Codes mit den mehreren Segmenten der Segmentanzeige können auf besonders einfache Art und Weise vorbestimmte Codes angezeigt werden.

Eine vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass beim Anzeigen des Codes die jeweiligen Segmente dynamisch angezeigt werden, wobei zur dynamischen Anzeige die jeweiligen Segmente in vorbestimmten Zeitintervallen aktiviert und/oder deaktiviert werden. Mit anderen Worten kann der Code durch die

Segmentanzeige dynamisch angezeigt werden. Mit anderen Worten erfolgt insbesondere ein Datenaustausch mit einem dynamischen Code. Mit

„dynamischer Anzeige" ist insbesondere gemeint, dass die Anzeige oder

Ausleuchtung der einzelnen Segmente sich in vorbestimmten Zeitintervallen ändert.

Besonders bevorzugt werden zum dynamischen Anzeigen der Segmente die jeweiligen Segmente unabhängig voneinander durch eine Steuereinrichtung des Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantriebs angesteuert. Zum Aktivieren und Deaktivieren der einzelnen oder jeweiligen Segmente der Segmentanzeige oder zum dynamischen Anzeigen des Codes kann die Steuereinrichtung bevorzugt dazu eingerichtet sein, das dem jeweiligen Segment zugeordnete Leuchtmittel anzusteuern, um das jeweilige Leuchtmittel zu aktivieren und/oder zu deaktivieren. Da der Code oder die Daten dynamisch sind, kann hierüber eine Rollenvergabe gesteuert werden. Dabei kann ein Code für einen Standard-Nutzer ausgegeben werden, wenn schon ein weiterer, insbesondere privilegierter, Nutzer eingelernt ist.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform werden die jeweiligen Segmente durch die Steuereinrichtung derart angesteuert, dass diese zur

Bereitstellung des Codes voneinander verschiedene Blinkfrequenzen aufweisen, sodass durch die jeweiligen Segmente mehrere Bitfolgen, insbesondere parallel, übertragen werden. Mit anderen Worten blinken oder flackern die jeweiligen Segmente unabhängig voneinander, sodass mehrere Bitfolgen an das portable mobile Endgerät übertragen werden. Mit„Blinkfrequenz" ist insbesondere eine vorbestimmte Frequenz gemeint, zu welcher die jeweiligen Segmente blinken. Die Blinkfrequenz gibt bevorzugt die Zeit zwischen dem Ein- und Ausschalten oder Aktivieren und Deaktivieren der Segmente vor. Besonders bevorzugt erfolgt der Datenaustausch oder die Datenübertragung mittels Blinken oder Flackern der einzelnen Segmente der Segmentanzeige. Das Lesen oder Erfassen der ausgesendeten Blinkfrequenz erfolgt bevorzugt durch die Erfassungseinrichtung des portablen mobilen Endgeräts. Die Auswertung der ausgesendeten

Blinkfrequenz, also des durch die Erfassungseinrichtung erfassten Codes kann mittels einer Bildanalyse des portablen mobilen Endgeräts erfolgen.

Die Segmentanzeige kann als einstellige Segmentanzeige - Einfach- Segmentanzeige - oder als mehrstellige Segmentanzeige - Mehrfach- Segmentanzeige - ausgebildet sein.

In vorteilhafter Weise ist die Segmentanzeige als Doppel-7-Segmentanzeige ausgebildet, wobei zum Anzeigen des Codes 2 bis 16 Segmente der Doppel-7- Segmentanzeige oder Siebensegmentanzeige genutzt werden. Alternativ kann die Segmentanzeige auch als 7-Segmentanzeige ausgebildet sein, wobei zum

Anzeigen des Codes 2 bis 8 Segmente der 7-Segmentanzeige genutzt werden können. Eine Siebensegmentanzeige weist insbesondere sieben separat schaltbare, sichtbare Balken oder Segmente oder Bereiche auf, die in Form zweier übereinanderstehender, häufig quadratischer Rechtecke angeordnet sind. Die Siebensegmentanzeige ist dazu eingerichtet, die dezimalen Ziffern Null bis Neun darzustellen. Bevorzugt weist die Siebensegmentanzeige ein achtes Element oder Segment in Form eines Punktes auf. Die Doppel-7-Segmentanzeige weist bevorzugt zweimal nebeneinander angeordnet die 7-Segmentanzeige auf.

Besonders bevorzugt weist die Doppel-7-Segmentanzeige zwei weitere Segmente in Form von Punkten, also insgesamt 16 Segmente, auf.

Eine vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass die jeweiligen Segmente zum Anzeigen des Codes mit einer Übertragungsrate zwischen 2000 Bd und 2500 Bd, bevorzugt mit 2400 Bd, betrieben werden. Im Folgenden wird hierzu ein

Ausführungsbeispiel beschrieben: Die einzelnen Segmente oder Elemente der Segmentanzeige blinken oder flackern bevorzugt unabhängig voneinander, sodass mehrere Bitfolgen parallel, also gleichzeitig, übertragen werden. Da bei einer Doppel-7-Segmentanzeige entsprechend viele Segmente vorhanden sind, also zum Beispiel 16 Segmente inklusive zweier Punkte, kann eine entsprechende Datenmenge, insbesondere in kurzer Zeit, übertragen werden. Besonders bevorzugt werden auf 14 Segmenten Bitfolgen parallel ausgesendet. Geht man von einer Baudrate von 2400 je Segment, insbesondere LED-Segment, aus und multipliziert diese Übertragungsrate mit den 14 für die Datenübertragung zur Verfügung stehenden Segmenten, erhält man eine Baudrate von 33600. Der Inhalt des derzeit für den Verbindungsaufbau vorgesehen Codes kann in weniger als 0,5 Sekunden übertragen werden.

Vorzugweise ist vorgesehen, dass der Code durch optisches Einlesen oder Scannen durch die Erfassungseinrichtung erfasst wird. Hierzu kann das portable mobile Endgerät beispielsweise ein Scan-Programm oder eine Scan-Application (kurz Scan-App) aufweisen, das oder die auf dem portablen mobilen Endgerät installiert ist. Beispielsweise erfolgt das Auswerten der ausgesendeten

Blinkfrequenz mittels Bildanalyse in einer App oder Applikation. Besonders bevorzugt wird der Code mittels einer Kamera der Erfassungseinrichtung erfasst. Mit anderen Worten kann das Lesen der ausgesendeten Blinkfrequenz oder des ausgesendeten Codes mit der Kamera des portablen mobilen Endgeräts erfolgen.

In vorteilhafter Weise tastet die Erfassungseinrichtung zum Erfassen des Codes die Segmentanzeige mit einer Abtastfrequenz zwischen 60 Hz und 1000 Hz ab. Beispielsweise kann eine Verarbeitung der Bitfolgen der Segmente, also

insbesondere der mehreren aktiven Markern in Form von LEDs, mit einer

Abtastfrequenz von 60 Hz mit einer Kameraauflösung von 640 x 480 Pixel erfolgen. Besonders bevorzugt kann eine Bildabtastung der Kamera von bis zu 1000 Hz erfolgen. Eine Möglichkeit der Verarbeitung aktiver Marker in Form von LEDs ist beispielsweise in der Veröffentlichung von Schlundt Johannes, 16. April 2014, Bachelorarbeit, Titel: Echtzeit-Objekt- Verfolgung mit aktiven Markern und Multi-Kamera-System, beschrieben. Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung ist es vorgesehen, dass zumindest zwei Segmente der Segmentanzeige als Positionsmarkierungen zur Ausrichtung des portablen mobilen Endgeräts, insbesondere der Erfassungseinrichtung des portablen mobilen Endgeräts, zu der Segmentanzeige permanent angezeigt werden. Mit anderen Worten leuchten zumindest zwei Segmente der

Segmentanzeige durchgehend oder kontinuierlich zur Orientierung der

Erfassungseinrichtung, insbesondere der Kamera des portablen mobilen

Endgeräts. Mit anderen Worten werden zwei oder mehr Segmente der Anzeige als aktive Marker zur Orientierung der Erfassungseinrichtung verwendet. Durch die Marker kann sich die Erfassungseinrichtung besonders, einfach und schnell orientieren. Es ist auch möglich die zur Orientierung dienenden Segmente nur am Anfang des Datenübertragungsverfahrens zur Kamerapositionierung zu benutzen, wobei sie nach der Kamerapositionierung auch zur Datenübertragung zur

Verfügung stehen.

Zu der Erfindung gehört auch ein Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb. Der Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb umfasst eine Segmentanzeige, welche dazu eingerichtet ist, einen vorbestimmten Code anzuzeigen. Des

Weiteren weist der Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb eine

Steuereinrichtung auf, welche dazu eingerichtet ist, die jeweiligen Segmente zum Anzeigen des vorbestimmten Codes anzusteuern, wobei die Steuereinrichtung dazu eingerichtet ist, die jeweiligen Segmente unabhängig voneinander

anzusteuern, dass der Code dynamisch anzeigbar ist. Besonders bevorzugt ist der Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb als Garagentorantrieb ausgebildet.

Zu der Erfindung gehört auch ein System, welches einen Gebäude- oder

Einfriedungsabschlussantrieb und ein portables mobiles Endgerät umfasst. Der Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb umfasst eine Segmentanzeige, welche dazu eingerichtet ist, einen vorbestimmten Code anzuzeigen. Des

Weiteren weist der Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb eine

Steuereinrichtung auf, welche dazu eingerichtet ist, die jeweiligen Segmente zum Anzeigen des vorbestimmten Codes anzusteuern, wobei die Steuereinrichtung dazu eingerichtet ist, die jeweiligen Segmente unabhängig voneinander

anzusteuern, dass der Code dynamisch anzeigbar ist. Das portable mobile Endgerät weist eine Erfassungseinrichtung zum Erfassen des Codes auf. Ferner weist das portable mobile Endgerät eine Auswerteeinrichtung zum Auswerten des erfassten Codes auf. Bevorzugt ist die Steuereinrichtung dazu eingerichtet, zur Datenübertragung zwischen dem Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb und dem portablen mobilen Endgerät den Code auszugeben.

Die für das erfindungsgemäße Verfahren beschriebenen Vorteile und bevorzugten Ausführungsformen gelten auch für den erfindungsgemäßen Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb und das erfindungsgemäße System.

Ein Ausführungsbeispiel wird im Folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Darin zeigt:

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht auf einen als Schleppantrieb mit

Führungsschienen-Getriebe und Antriebskopf ausgebildeten Garagentorantrieb;

Fig. 2 eine Darstellung einer Anzeigeeinrichtung mit einer Segmentanzeige und einer Bedienereinheit des Garagentorantriebs;

Fig. 3 eine Darstellung einer Doppel-7-Segmentanzeige; und

Fig. 4 eine perspektivische Darstellung des Garagentorantriebs und eines portablen mobilen Endgeräts.

Bei dem im Folgenden erläuterten Ausführungsbeispiel handelt es sich um eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung. Bei dem Ausführungsbeispiel stellen die beschriebenen Komponenten der Ausführungsformen jeweils einzelne, unabhängig voneinander zu betrachtende Merkmale der Erfindung dar, welche die Erfindung auch unabhängig voneinander weiterbilden und damit auch einzeln oder in einer anderen als der gezeigten Kombination als Bestandteil der Erfindung anzusehen sind. Des Weiteren ist die beschriebene Ausführungsform auch durch weitere der bereits beschriebenen Merkmale der Erfindung ergänzbar. Der in den Fig. 1 und Fig. 2 dargestellte Gebäude- oder

Einfriedungsabschlussantrieb 10 ist als Garagenantrieb oder Garagentorantrieb 10 ausgebildet. Der Garagentorantrieb 10 ist als Schleppantrieb 12 ausgebildet und weist eine Antriebseinrichtung 14 auf. Ferner umfasst der Garagentorantrieb 10 ein Getriebe 16. Das Getriebe 16 ist zum Anschließen oder Koppeln oder

Verbinden der Antriebseinrichtung 14 an einen Torflügel, insbesondere

Garagentorflügel 18, eingerichtet. Wie Fig. 1 zu entnehmen ist, ist der

Garagentorantrieb 10 in oder an einer Garage 20 angeordnet. Besonders bevorzugt ist der Garagentorantrieb 10 in einem Innenraum der Garage 20 angeordnet. In Fig. 1 sind die Öffnungsendstellung 22 und die Schließendstellung 24 in der gleichen Zeichnung schematisch dargestellt, um den Bewegungsablauf zu verdeutlichen. In der Öffnungsendstellung 22 befindet sich das Garagentor, insbesondere der Garagentorantrieb 10 und der Garagentorflügel 18, in einer Stellung oder Position, in der das Garagentor geöffnet ist. In der

Schließendstellung 24 befindet sich das Garagentor, insbesondere der

Garagentorantrieb 10 und der Garagentorflügel 18, in einer Stellung, in der das Garagentor geschlossen ist.

Die Antriebseinrichtung 14 weist ferner einen Antriebskopf 26 auf, welcher ein Gehäuse 28 umfasst. In dem Gehäuse 28 ist ein elektrischer Getriebemotor untergebracht, von welchem in Fig. 2 nur eine Antriebswelle 30 zu sehen ist. Des Weiteren umfasst der Garagenantrieb 10 eine Steuereinrichtung 32, welche in dem Gehäuse 28 der Antriebseinrichtung 14 angeordnet ist. Die Steuereinrichtung 32 ist dazu eingerichtet, den Getriebemotor und somit die gesamte

Antriebseinrichtung 14 zu steuern.

Das Getriebe 16 weist eine Führungsschiene 34 auf, innerhalb der ein

Mitnehmerschlitten 36 linear verfahrbar geführt ist. Bevorzugt kann der

Mitnehmerschlitten 36 hin- und her verschoben werden. Der Mitnehmerschlitten 36 ist über ein Endlos-Zugmittelgetriebe (nicht dargestellt) mit einer Antriebsrolle, einer Umlenkrolle und einem um diese Rollen geführten Zugmittel an die

Antriebswelle 30 anschließbar. Die Führungsschiene 34 ist mittels eines

Sturzbeschlages 38 und einer Deckenbefestigung 40 mit Klammern und

Haltelaschen in der Garage 20 befestig bar. Über eine Koppelstange 42 und einen Torflügelbeschlag 44 ist der Mitnehmerschlitten 36 an den Garagentorflügel 18 anschließbar.

Die Einstellung und Bedienung der Steuereinrichtung 32 erfolgt über eine

Bedienereinheit 46, die in Fig. 2 dargestellt ist. Die Bedienereinheit 46 weist mehrere Bedienelemente, insbesondere Tasten oder Knöpfe, zur Eingabe von Befehlen und eine Segmentanzeige 48 auf. Die Segmentanzeige 48 ist hier als Doppel-7-Segmentanzeige mit einer ersten 7-Segmentanzeige 50 zur Anzeige von Zehnerstellen und einer zweiten 7-Segmentanzeige 52 zum Anzeigen von Einser- Stellen versehen. Die Bedienereinheit 46 ist als eine einzelne Baueinheit auf einer Platine (in Figuren nicht dargestellt) angeordnet, die über eine Leitung mit der Steuereinrichtung 32 verbunden ist.

Der Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb 10 lässt sich über ein Menü bedienen und einstellen. Die Menüs können über die Bedienelemente, bei diesem Beispiel in Form einer ersten Taste 54 und einer zweiten Taste 56, angewählt werden, wobei bei Betätigung der ersten Taste 54 Menü-Nummern nach oben gezählt werden und bei Betätigung der zweiten Taste 56 Menü-Nummern nach unten gezählt werden. Über eine dritte Taste 58 können die Menüs angewählt oder die darunter hinterlegten Funktionen aktiviert oder deaktiviert werden. Für weitere Einzelheiten zur Bedienung wird auf [3], [4] und [7] verwiesen. Wie daraus ersichtlich, dient die Segmentanzeige 48 zur Anzeige unterschiedlicher

Informationen an einen Benutzer während der Bedienung oder während des Betriebs.

In Fig. 3 ist die Segmentanzeige 48 schematisch vergrößert dargestellt. Die Segmentanzeige 48 ist als Doppel-7-Segmentanzeige mit der ersten 7- Segmentanzeige 50 und der zweiten 7-Segmentanzeige 52 ausgebildet. Die erste 7-Segmentanzeige 50 und die zweite 7-Segmentanzeige 52 weisen sieben separat, insbesondere schaltbare und/oder sichtbare und/oder beleuchtbare, Balken oder Segmente auf. Die Segmente sind bevorzugt paarweise

übereinanderstehend oder nebeneinander, insbesondere parallel zueinander, angeordnet. Die Segmente weisen bevorzugt eine quadratische Form auf. Die Segmente sind in Fig. 3 mit kleinen lateinischen Buchstaben a bis g bezeichnet, wobei oben begonnen, im Uhrzeigersinn fortgefahren und das mittlere Segment zuletzt benannt ist.

Die erste 7-Segmentanzeige 50 und die zweite 7-Segmentanzeige 52 sind dazu eingerichtet, dezimale Ziffern Null bis Neun darzustellen. Alternativ oder zusätzlich können die jeweiligen Segmente auch einzeln, insbesondere unabhängig, voneinander anzeigen oder ausgeleuchtet werden. Zusätzlich ist bei der ersten 7- Segmentanzeige 50 und der zweiten 7-Segmentanzeige 52 rechts der Ziffer beziehungsweise der sieben Segmente a bis g noch ein erstes Punktsegment 60 in der ersten 7-Segmentanzeige 50 und ein zweites Punktsegment 62 in der zweiten 7-Segmentanzeige 52 angeordnet. Das erste Punktsegment 60 und das zweite Punktsegment 62 können als Punktanzeige ausgebildet oder als

Kommazeichen integriert sein. Die Punktsegmente 60, 62 sind insbesondere in Form eines Punktes auf der Basislinie rechts neben dem Segment d der ersten 7- Segmentanzeige 50 und der zweiten 7-Segmentanzeige 52 angeordnet. Der Punkt kann über ein achtes Datenbit angesteuert werden.

Die jeweiligen Segmente a bis g der ersten 7-Segmentanzeige 50 und der zweiten 7-Segmentanzeige 52 sowie die Punktsegmente 60, 62 können mittels einzelner Leuchtmittel, insbesondere LEDs, ausgeleuchtet oder beleuchtet werden.

Beispielsweise kann jeweils eine LED einem Segment zugeordnet sein. So können zum Ausleuchten oder Beleuchten der Segmentanzeige 48 insgesamt 16 LEDs vorgesehen sein. Die Steuereinrichtung 32 kann dazu eingerichtet sein, die jeweiligen Leuchtmittel einzeln und/oder unabhängig voneinander anzusteuern. Die Steuereinrichtung 32 ist hierzu mit der Segmentanzeige 48 leitungsgebunden oder leitungsungebunden gekoppelt oder verbunden.

Die unabhängige Steuerung der einzelnen Segmente a bis g und/oder

Punktsegmente 60, 62 kann durch die Steuereinrichtung 32 erfolgen. Durch die Ansteuerung der jeweiligen Segmente a bis g und/oder Punktsegmente 60, 62 kann durch die Segmentanzeige 48 ein vorbestimmter Code angezeigt werden. Die Anzeige eines vorbestimmten Codes kann zur Datenübertragung genutzt werden. Die Datenübertragung kann dazu genutzt werden, eine Verbindung zwischen einem portablen mobilen Endgerät 64, wie beispielsweise einem Smartphone oder einem Tablet-Computer oder einer Fernbedienung oder einem Lesegerät, und dem Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb 10 herzustellen. In Bezug auf Fig. 4 soll auf das Verfahren zur Datenübertragung genauer eingegangen werden.

Bei dem Verfahren zur Datenübertragung wird zunächst mittels der

Segmentanzeige 48 ein vorbestimmter Code angezeigt. Dieser Code kann beispielsweise eingeblendet werden, nachdem ein Nutzer das Menü,

beispielsweise eine der Tasten bedient hat. Alternativ kann der Code auch automatisch durch die Segmentanzeige 48 angezeigt werden. Zum Beispiel kann der vorbestimmte Code auch nach Empfangen eines Anfrage- oder Suchsignals des portablen mobilen Endgeräts 64 erfolgen.

Zum Anzeigen des Codes ist die Steuereinrichtung 32 dazu eingerichtet, die einzelnen Segmente a bis g und/oder Punktsegmente 60, 62 unabhängig voneinander anzusteuern. Beim Ansteuern der Segmente a bis g und/oder

Punktsegmente 60, 62 können die jeweiligen den Segmenten zugeordneten Leuchtmittel durch die Steuereinrichtung 32 angesteuert werden. Bevorzugt werden die jeweiligen Segmente derart angesteuert, dass der Code dynamisch angezeigt wird. Zur dynamischen Anzeige werden die jeweiligen Segmente in vorbestimmten Zeitintervallen aktiviert und deaktiviert. Ferner können die jeweiligen Segmente a bis g und/oder Punktsegmente 60, 62 durch die

Steuereinrichtung 32 derart angesteuert werden, dass diese zur Bereitstellung des Codes voneinander verschiedene Blinkfrequenzen aufweisen, sodass durch die jeweiligen Segmente a bis g und/oder Punktsegmente 60, 62 mehrere Bitfolgen, insbesondere parallel, übertragen werden. Jedes Segment überträgt bevorzugt eine Bitfolge. Beispielsweise können einem Speicher der Steuereinrichtung 32 mehrere vorbestimmte oder verschiedene Codes hinterlegt oder in dem Speicher gespeichert sein.

Damit überhaupt eine Datenübertragung erfolgen kann, weist das portable mobile Endgerät 64 eine Erfassungseinrichtung 66 auf. Die Erfassungseinrichtung 66 ist bevorzugt als Kamera ausgebildet. Mit der Erfassungseinrichtung 66 wird der vorbestimmte Code erfasst oder aufgenommen. Hierzu ist die Erfassungseinrichtung 66 beispielsweise dazu eingerichtet, den Code zu scannen oder die Segmentanzeige 48 abzutasten. Zum Erfassen des Codes kann das portable mobile Endgerät 64 beispielsweise ein Scan-Programm oder eine Scan- Application (kurz Scan-App) aufweisen, das oder die auf dem portablen mobilen Endgerät 64 installiert ist.

Damit der Code durch die Erfassungseinrichtung 66 erfasst werden kann, kann es zunächst erforderlich sein, dass das portable mobile Endgerät 64 oder die

Erfassungseinrichtung 66 zu dem Code ausgerichtet wird. Zur Ausrichtung und/oder Orientierung des portablen mobilen Endgeräts 64 und/oder der

Erfassungseinrichtung 66 können zumindest zwei Segmente der Segmentanzeige 48 als Positionsmarkierungen permanent angezeigt werden. Mit anderen Worten leuchten zumindest zwei Segmente der Segmentanzeige 48 durchgehend oder kontinuierlich zur Orientierung der Erfassungseinrichtung 66, insbesondere der Kamera des portablen mobilen Endgeräts 64. Beispielsweise kann als

Positionsmarkierung das erste Punktsegment 60 der ersten 7-Segmentanzeige 50 und das Segment a der zweiten 7-Segmentanzeige 52 verwendet werden. Es können auch drei oder mehr der Segmente als Orientierungshilfe genutzt werden. Bei einer anderen Ausgestaltung werden zwei oder mehr Segmente nur zu Beginn einer Kameraerfassung als Orientierungshilfe genutzt, um die Kamera position zu bestimmen. Anschließend werden auch diese Segmente zur Datenübertragung genutzt.

Sobald die Positionsmarkierungen durch die Erfassungseinrichtung 66 erfasst und das portable mobile Endgerät 64 beziehungsweise die Erfassungseinrichtung 66 ausgerichtet wurde, kann der Code durch die Erfassungseinrichtung 66 erfasst oder aufgenommen oder empfangen werden. Nach dem Erfassen des Codes wertet eine Auswerteeinrichtung des portablen mobilen Endgeräts 64 den erfassten Code aus. Die Auswertung des durch die Erfassungseinrichtung 66 erfassten Codes kann bevorzugt mittels einer Bildanalyse erfolgen. Beispielsweise kann die Auswerteeinrichtung dazu eingerichtet sein, Form und/oder Farbe und/oder Muster des Codes zu erkennen. Zusätzlich oder alternativ können in dem Code Daten hinterlegt sein. Zusätzlich oder alternativ kann die

Auswerteeinrichtung dazu eingerichtet sein, den Code zu entschlüsseln und die mit dem Code übermittelten Daten und/oder Informationen weiterzuverarbeiten. Nach dem Auswerten des erfassten Codes wird das portable mobile Endgerät 64 mit dem Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb 10, insbesondere über eine drahtlose Verbindung, gekoppelt. Beispielsweise können das portable mobile Endgerät 64 und der Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb 10 mittels Bluetooth miteinander verbunden werden.

Im Folgenden wird noch auf ein konkretes Ausführungsbeispiel eingegangen:

Zur Datenübertragung blinken oder flackern die einzelnen Segmente und/oder Punktsegmente unabhängig voneinander, sodass mehrere Bitfolgen parallel übertragen werden. Da bei der Doppel-7-Segmentanzeige 16 Segmente insgesamt vorhanden sind, können insgesamt 16 Segmente angesteuert werden. Zwei oder mehr Segmente der Doppel-7-Segmentanzeige, zum Beispiel der linke Punkt und das rechte a, dienen als aktive Marker zur Orientierung der Kamera des Smartphones. Es können somit auf maximal 14 Segmente Bitfolgen parallel ausgesendet werden. Geht man von einer Baudrate von 2400 je LED-Segment aus und multipliziert diese Übertragungsrate mit den 14 für die Datenübertragung zur Verfügung stehenden LED-Elementen oder LED-Segmenten erhält man eine Baudrate von 33600. Der Inhalt des derzeit für den Verbindungsaufbau

vorgesehen QR-Codes oder Codes kann in weniger als 0,5 Sekunden übertragen werden. Eine Verarbeitung von Bitfolgen von mehreren aktiven Segmenten kann beispielsweise mit einer Kameraauflösung von 640 x 480 Pixel und einer

Abtastfrequenz von 60 Hz erfolgen. Alternativ kann eine Bildabtastung der Kamera auch mit einer Abtastfrequenz von bis zu 1000 Hz erfolgen. Auch Bildabtastungen mit Frequenzen > 1000 Hz sind möglich.

Da die Daten, die von der jeweiligen 7-Segmentanzeige 50, 52, der Doppel-7- Segmentanzeige ausgesendet werden, dynamisch sind, kann hierüber eine Rollenvergabe gesteuert werden. Dabei kann ein Code für einen Standard-Nutzer ausgegeben werden, wenn ein weiterer privilegierter Nutzer bereits eingelernt ist. Bei einer weiteren, hier nicht näher dargestellten Ausführungsform ist der Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb 10 als Türantrieb oder als Einfahrttorantrieb ausgestaltet.

Für weitere Einzelheiten zur möglichen konkreten Ausgestaltung von

Ausführungsbeispielen des Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantriebes 10 sowie des diesen aufweisenden Systems wird auf die Literaturstellen [1 ] bis [7] verwiesen.

Für weitere Einzelheiten zur möglichen Ausgestaltung der Segmentanzeige 48 wird auf die folgende Literaturstelle:

[8] Auszug aus Wikipedia, Stichwort„Segmentanzeige",

heruntergeladen am 13.10.2017

verwiesen.

Bezugszeichenliste:

10 Gebäude- oder Einfriedungsabschlussantrieb

12 Schleppantrieb

14 Antriebseinrichtung

16 Getriebe

18 Garagentorflügel

20 Garage

22 Offenendstellung

24 Schließendstellung

26 Antriebskopf

28 Gehäuse

30 Antriebswelle

32 Steuereinrichtung

34 Führungsschiene

36 Mitnehmerschlitten

38 Sturzbeschlag

40 Deckenbefestigung

42 Koppelstange

44 Torflügelbeschlag

46 Bedienereinheit

48 Segmentanzeige

50 erste 7-Segmentanzeige

52 zweite 7-Segmentanteige

54 erste Taste

56 zweite Taste

58 dritte Taste

60 erstes Punktsegment

62 zweites Punktsegment

64 portables mobiles Endgerät

66 Erfassungseinrichtung