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Title:
METHOD FOR TRANSFERRING INFORMATION AND ASSOCIATED NETWORK TRANSITION UNITS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2002/082854
Kind Code:
A1
Abstract:
Disclosed is a method wherein operative, administrative and maintenance functions are defined initially for a time-division multiplex oriented communication network (12). In order to utilize said functions in a packet-oriented communication network (10), they are emulated by said network (10).

Inventors:
WUNDERLICH FREDERICK (DE)
ROESER WIELAND (DE)
Application Number:
PCT/EP2002/003753
Publication Date:
October 17, 2002
Filing Date:
April 04, 2002
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AG (DE)
WUNDERLICH FREDERICK (DE)
ROESER WIELAND (DE)
International Classes:
H04Q11/04; H04L12/70; (IPC1-7): H04Q11/04
Foreign References:
US6141339A2000-10-31
US5027343A1991-06-25
Other References:
"AAL type 2 service specific convergence sublayer for narrow-band services", ITU-T I.366.2, November 2000 (2000-11-01), XP002208244
"Integrated Services Digital Network (ISDN); Access digital section for ISDN primary rate", ETS 300 233, May 1994 (1994-05-01), XP002208183
"Digital sections and digital line systems; Access digital section for ISDN primary rate at 2048 kbit/s", ITU-T G.962, March 1993 (1993-03-01), XP002208184
"Integrated Services Digital Network (ISDN); Primary rate user-network interface Layer 1 specification and test principles", ETS 300 011, April 1992 (1992-04-01), XP002208185
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (München, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Verfahren zum Übertragen von Information innerhalb mindes tens eines zeitmultiplexorientierten Kommunikationsnetzwerkes (12) über mindestens ein paketorientiertes Kommunikations netzwerk (10), wobei Funktionen (F1 bis F15) für den Betrieb und/oder für die Administration und/oder für die Wartung in dem zeitmul tiplexorientierten Kommunikationsnetzwerk (12) für die Über tragung der Information innerhalb des zeitmultiplexorientier ten Kommunikationsnetzwerkes (12) realisiert sind, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass mindestens ein Teil der Information über das paketorientierte Kommunikati onsnetzwerk (10) übertragen wird, wobei zumindest ein Teil der Funktionen (F1 bis F15) für den Betrieb, die Administration und die Wartung des zeitmultip lexorientierten Kommunikationsnetzwerks (12) durch das paket orientierte Kommunikationsnetzwerk (10) emuliert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass eine kundenseitige Netzübergangseinheit (CPIWF) zwischen einem Kundenbereich und dem paketorientier ten Kommunikationsnetzwerk (10) angeordnet wird, und dass eine vermittlungsstellenseitige Netzübergangseinheit (COIWF) zwischen dem paketorientierten Kommunikationsnetz werk (10) und einer Vermittlungsstelle (ET) des zeitmultip lexorientierten Kommunikationsnetzwerkes (12) angeordnet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass eine Funktion (F1) die Schaltung einer Prüfschleife von der Vermittlungsstelle (ET) über die ver mittlungsstellenseitige Netzübergangseinheit (COIWF) zurück zur Vermittlungsstelle (ET) betrifft, dass die Vermittlungsstelle (ET) mindestens ein Sa5Bit mit dem Wert Null belegt und mit Hilfe aufeinanderfolgender Sa6 Bits mindestens acht Mal eine Sa6Bitfolge mit dem Wert "1111"sendet, dass in der vermittlungsstellenseitige Netzübergangseinheit (COIWF) die Werte der Sa5Bits und der Sa6Bitfolge erfasst werden, dass im Fall des Erfassens des Wertes Null für das Sa5Bit und im Fall des achtmaligen aufeinanderfolgenden Erfassens des Wertes"1111"für die Sa6Bitfolge durch die vermitt lungsstellenseitige Netzübergangseinheit (COIWF) die von der Vermittlungsstelle (ET) ankommenden Daten im Wesentlichen unverändert zur Vermittlungsstelle (ET) zurückgesendet wer den, wobei von der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangs einheit (COIWF) mindestens ein ABit mit dem Wert Eins und mindestens ein Sa5Bit mit dem Wert Null zur Vermittlungs stelle (ET) gesendet werden, und dass von der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangs einheit (COIWF) mindestens ein ABit mit dem Wert Eins über das paketorientierte Kommunikationsnetzwerk (10) übertragen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, d a d u r c h g e kennzeichnet, dass eine Funktion (F2) die Schaltung einer Prüfschleife von der Vermittlungsstelle (ET), über die vermittlungsstellenseitige Netzübergangseinheit (COIWF), über die kundenseitige Netzübergangseinheit (CPIWF), zurück zur vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit (COIWF) und dann zurück zur Vermittlungsstelle (ET) betrifft, dass die Vermittlungsstelle (ET) mindestens ein Sa5Bit mit dem Wert Null und mindestens acht Mal eine Sa6Bitfolge mit dem Wert"1010"sendet, dass in der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit (COIWF) der Wert des Sa5Bits und der Wert der Sa6Bitfolge erfasst werden, dass im Fall des Erfassens des Wertes Null für das Sa5Bit und im Fall des achtmaligen aufeinanderfolgenden Erfassens des Wertes"1010"für die Sa6Bitfolge durch die vermitt lungsstellenseitige Netzübergangseinheit (COIWF) die von der Vermittlungsstelle (ET) ankommenden Daten im Wesentlichen unverändert zur Vermittlungsstelle (ET) zurückgesendet wer den, wobei von der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangs einheit (COIWF) mindestens ein ABit mit dem Wert Eins und mindestens ein Sa5Bit mit dem Wert Null zur Vermittlungs stelle (ET) gesendet werden, und wobei die ankommenden Daten außerdem abhängig von Übertragungsfehlern des im paketorien tierten Kommunikationsnetzwerk (10) liegenden Teil der Prüf schleife manipuliert werden, dass von der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit (COIWF) das Versenden von Prüfschleifendatenpaketen, insbe sondere von sogenannten F5LBZellen, veranlasst wird, dass die Prüfschleifendatenpakete in der kundenseitigen Netz übergangseinheit (CPIWF) erfasst und an die vermittlungs stellenseitige Netzübergangseinheit (COIWF) zurückgesendet werden, dass die vermittlungsstellenseitige Netzübergangseinheit (CO IWF) die empfangenen Prüfschleifendatenpakete prüft und ab hängig vom Prüfergebnis die an die Vermittlungsstelle (ET) zu sendenden Daten manipuliert, und dass von der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) im Fall des Erfassens eines Prüfschleifendatenpaketes mindes tens ein ABit mit dem Wert Eins an eine Kundeneinrichtung (TE) übertragen wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Funktion (F3) die Überwa chung der Performance und der Kontinuität der Übertragung von der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit (COIWF) zu der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) betrifft, dass in der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit (COIWF) Performancedatenpakete, insbesondere sogenannte FPM Zellen, und Kontinuitätsdatenpakete, insbesondere sogenannte CCZellen, erzeugt und zur kundenseitigen Netzübergangsein heit (CPIWF) gesendet werden, dass in der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) die Performancedatenpakete und die Kontinuitätsdatenpakete über wacht werden, dass im Fall des Erfassens eines Fehlers von der kundenseiti gen Netzübergangseinheit (CPIWF) mindestens ein EBit mit dem Wert Null über das paketorientierte Kommunikationsnetz werk (10) zu der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangs einheit (COIWF) gesendet und von dort zur Vermittlungsstelle (ET) weitergeleitet wird, und dass in der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangsein heit (COIWF) eine CRC4Prüfsumme eine neue Berechung für die zur Vermittlungsstelle (ET) zu sendenden Daten neu be rechnet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Funktion (F4) die Überwa chung der Performance und der Kontinuität der Übertragung von der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) zu der ver mittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit (COIWF) be trifft, dass in der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) Performancedatenpakete, insbesondere sogenannte FPMZellen, und Kontinuitätsdatenpakete, insbesondere sogenannte CC Zellen, erzeugt und zur vermittlungsstellenseitigen Netzüber gangseinheit (COIWF) gesendet werden, dass in der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit (COIWF) die Performancedatenpakete und die Kontinuitätsda tenpakete überwacht werden, dass im Fall eines Fehlers die Berechnung einer CRC4 Prüfsumme für die zur Vermittlungsstelle (ET) zu sendenden Daten manipuliert wird, und dass im fehlerfreien Fall eine CRC4Prüfsumme für die zur Vermittlungsstelle (ET) zu sendenden Daten ohne Manipula tion berechnet wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Funktion (F5) einen CRC 4Fehler betrifft, der von einer Kundeneinrichtung (TE) ge meldet wird, dass in der Kundeneinrichtung (TE) ein CRC4Fehlerüberwach ungsverfahren ausgeführt wird, dass im Fall des Erfassens eines CRC4Fehlers von der Kun deneinrichtung (TE) mindestens ein EBit mit dem Wert Null an die kundenseitige Netzübergangseinheit (CPIWF) gesendet wird, dass in der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) der Wert des EBits überwacht wird, dass im Fall des Erfassens des Wertes Null für das EBit von der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) mindestens ein Sa5Bit mit dem Wert Eins und mindestens eine Sa6 Bitfolge mit dem Wert"0001"über das paketorientierte Kommu nikationsnetzwerk (10) zu der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit (COIWF) gesendet und von dort zur Ver mittlungsstelle (ET) weitergeleitet werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 7, d a d u r c h gekennzeichnet, dass eine Funktion (F6) einen CRC 4Fehler betrifft, der von der kundenseitigen Netzübergangs einheit (CPIWF) erfasst wird, dass in der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) ein CRC4Fehlerüberwachungsverfahren ausgeführt wird, dass im Fall des Erfassens eines CRC4Fehlers von der kun denseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) mindestens ein Sa5 Bit mit dem Wert Eins und mindestens eine Sa6Bitfolge mit dem Wert"0010"über das paketorientierte Kommunikationsnetz werk (10) zu der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangs einheit (COIWF) gesendet und von dort zur Vermittlungsstelle (ET) weitergeleitet werden, und dass im Fall des Erfassens eines CRC4Fehlers von der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) mindestens ein EBit mit dem Wert Null an die Kundeneinrichtung (TE) gesen det wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Funktion (F7) einen ers ten CRC4Fehler, der von einer Kundeneinrichtung (TE) gemel det wird, und einen zweiten CRC4Fehler betrifft, der von der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) erfasst wird, dass in der Kundeneinrichtung (TE) ein erstes CRC4 Fehlerüberwachungsverfahren ausgeführt wird, dass im Fall des Erfassens eines CRC4Fehlers von der Kun deneinrichtung (TE) mindestens ein EBit mit dem Wert Null an die kundenseitige Netzübergangseinheit (CPIWF) gesendet wird, dass in der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) die Werte der EBits überwacht werden, dass in der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) ein zweites CRC4Fehlerüberwachungsverfahren ausgeführt wird, und dass im Fall des Erfassens eines CRC4Fehlers des zwei ten CRC4Fehlerüberwachungsverfahrens und im Fall des Erfas sens des Wertes Null für das EBit von der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) mindestens ein Sa5Bit mit dem Wert Eins und mindestens eine Sa6Bitfolge mit dem Wert "0011"über das paketorientierte Kommunikationsnetzwerk (10) zu der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit (CO IWF) gesendet und von dort zur Vermittlungsstelle (ET) wei tergeleitet werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass eine Funktion (F8) das Erfas sen des Verlustes eines Signals (LOS) oder des Verlustes einer Rahmenausrichtung (LFA) zwischen einer Kundeneinrich tung (TE) und der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CP IWF) betrifft, dass im Fall des Erfassens des Verlustes in der kundenseiti gen Netzübergangseinheit (CPIWF) von der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) mindestens ein Sa5Bit mit dem Wert Eins und mindestens eine Sa6Bitfolge mit dem Wert "1100"über das paketorientierte Kommunikationsnetzwerk (10) zu der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit (CO IWF) gesendet und von dort zur Vermittlungsstelle (ET) wei tergeleitet werden, und dass im Fall des Erfassens eines Verlustes von der kun denseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) mindestens ein E Bit mit dem Wert Null an die Kundeneinrichtung (TE) gesendet wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 10, d durch g e k e n n z e i c h n e t, dass eine Funktion (F9) das Erfas sen des Verlustes der Kontinuität (LOC) oder eines Zellver lustes oder eines Zellausrichtungsverlustes oder eines physi kalischen Verbindungsfehlers (LOS) in dem paketorientierten Kommunikationsnetzwerk (10) betrifft, dass in der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit (COIWF) Kontinuitätsdatenpakete, insbesondere sogenannte CC Zellen, erzeugt und zur kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) gesendet werden, dass in der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) die Kontinuitätsdatenpakete erfasst werden, dass im Fall des Ausbleibens von Kontinuitätsdatenpaketen (LOC) oder im Fall des Erfassens eines Zellverlustes oder im Fall des Erfassens eines Zellausrichtungsverlustes oder im Fall des Erfassens eines physikalischen Verbindungsfehlers (LOS) von der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) eine kontinuierliche Bitfolge von Bits mit dem Wert Eins zu einer Kundeneinrichtung (TE) übertragen wird, und dass im Fall des Ausbleibens von Kontinuitätsdatenpaketen (LOC) oder im Fall des Erfassens eines Zellverlustes oder im Fall des Erfassens eines Zellausrichtungsverlustes oder im Fall des Erfassens eines physikalischen Verbindungsfehlers (LOS) in der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) von der Kundeneinrichtung (TE) kommende ABits unverändert über das paketorientierte Kommunikationsnetzwerk (10) gesendet werden, und dass im Fall des Ausbleibens von Kontinuitätsdatenpaketen (LOC) oder im Fall des Erfassens eines Zellverlustes oder im Fall des Erfassens eines Zellausrichtungsverlustes oder im Fall des Erfassens eines physikalischen Verbindungsfehlers (LOS) von der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) mindestens ein Sa5Bit mit dem Wert Eins und mindestens eine Sa6Bitfolge mit dem Wert"1110"über das paketorientierte Kommunikationsnetzwerk (10) zu der vermittlungsstellenseiti gen Netzübergangseinheit (COIWF) gesendet und von dort zur Vermittlungsstelle (ET) weitergeleitet werden.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 11, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass eine Funktion (F10) das Erfas sen des Verlustes eines Signals (LOS) zwischen der Vermitt lungsstelle (ET) und der vermittlungsstellenseitigen Netz übergangseinheit (COIWF) betrifft, dass im Fall des Erfassens eines Verlustes in der vermitt lungsstellenseitigen Netzübergangseinheit (COIWF) von der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit (COIWF) keine Kontinuitätsdatenpakete, insbesondere keine CCZellen, mehr über das paketorientierte Kommunikationsnetzwerk (10) gesendet werden, dass in der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) die Kontinuitätsdatenpakete überwacht werden, dass im Fall des Ausbleibens von Kontinuitätsdatenpaketen (LOC) von der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) eine kontinuierliche Bitfolge (AIS) von Bits mit dem Wert Eins zu einer Kundeneinrichtung (TE) übertragen wird, dass im Fall des Ausbleibens von Kontinuitätsdatenpaketen (LOC) in der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) von der Kundeneinrichtung (TE) kommende ABits unverändert über das paketorientierte Kommunikationsnetzwerk (10) gesendet werden, und dass im Fall des Ausbleibens von Kontinuitätsdatenpaketen (LOC) von der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) mindestens ein Sa5Bit mit dem Wert Eins und mindestens eine Sa6Bitfolge mit dem Wert"1110"über das paketorientierte Kommunikationsnetzwerk zu der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit (COIWF) gesendet und von dort zur Ver mittlungsstelle (ET) weitergeleitet werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Funktion (Fll) das Erfas sen des Verlustes eines Signals (LOS) oder des Verlustes einer Rahmenausrichtung (LFA) zwischen einer Kundeneinrich tung (TE) und der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CP IWF) sowie das Erfassen des Verlustes eines Signals (LOS) zwischen der Vermittlungsstelle (ET) und der vermittlungs stellenseitigen Netzübergangseinheit (COIWF) betrifft, dass im Fall des Erfassens des Verlustes des Signals (LOS) zwischen der Vermittlungsstelle (ET) und der vermittlungs stellenseitigen Netzübergangseinheit (COIWF) in der vermitt lungsstellenseitigen Netzübergangseinheit (COIWF) keine Kontinuitätsdatenpakete, insbesondere keine CCZellen, mehr über das paketorientierte Kommunikationsnetzwerk (10) gesen det werden, dass in der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) die Kontinuitätsdatenpakete überwacht werden, dass im Fall des Ausbleibens von Kontinuitätsdatenpaketen (LOC) von der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) eine kontinuierliche Bitfolge (AIS) von Bits mit dem Wert Eins zu der Kundeneinrichtung (TE) übertragen wird, dass im Fall des Ausbleibens von Kontinuitätsdatenpaketen (LOC) von der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) mindestens ein Sa5Bit mit dem Wert Eins und mindestens eine Sa6Bitfolge mit dem Wert"1110"über das paketorientierte Kommunikationsnetzwerk (10) zu der vermittlungsstellenseiti gen Netzübergangseinheit (COIWF) gesendet und von dort zur Vermittlungsstelle (ET) weitergeleitet werden, und im Fall des Erfassens des Verlustes des Signals (LOS) oder des Verlustes der Rahmenausrichtung (LFA) zwischen der Kundeneinrichtung (TE) und der kundenseitigen Netzübergangs einheit (CPIWF) und gleichzeitigem Ausbleiben von Kontinui tätsdatenpaketen (LOC) von der kundenseitigen Netzübergangs einheit (CPIWF) mindestens ein ABit mit dem Wert Null über das paketorientierte Kommunikationsnetzwerk (10) zu der ver mittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit (COIWF) gesen det und von dort zur Vermittlungsstelle (ET) weitergleitet wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 13, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass eine Funktion (F12) das Erfas sen des Verlustes der Kontinuität (LOC) oder eines Zellver lustes oder eines Zellausrichtungsverlustes oder eines physi kalischen Verbindungsfehlers (LOS) zwischen der kundenseiti gen Netzübergangseinheit (CPIWF) und der vermittlungsstel lenseitigen Netzübergangseinheit (COIWF) betrifft, dass in der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) Kontinuitätsdatenpakete, insbesondere sogenannte CCZellen, erzeugt und zur vermittlungsstellenseitigen Netzübergangsein heit (COIWF) gesendet werden, dass im Fall des Ausbleibens von Kontinuitätsdatenpaketen (LOC) oder im Fall des Erfassens eines Zellverlustes oder im Fall des Erfassens eines Zellausrichtungsverlustes oder im Fall des Erfassens eines physikalischen Verbindungsfehlers (LOS) von der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangsein heit (COIWF) eine Bitfolge gemäß einem vorgegebenen Hilfs bitmuster, vorzugsweise eine Bitfolge (AUXP) von alternieren de Bits mit den Werten Null und Eins, an die Vermittlungs stelle (ET) gesendet wird, und dass vorzugsweise die Vermittlungsstelle (ET) nach dem Empfang der Bitfolge ein ABit mit dem Wert Eins an die ver mittlungsstellenseitige Netzübergangseinheit (COIWF) sendet.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 14, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass eine Funktion (F13) das Erfas sen einer kontinuierlichen Bitfolge (AIS) von Bits mit dem Wert Eins betrifft, dass in der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit (COIWF) das Auftreten einer von der Vermittlungsstelle (ET) kommenden kontinuierlichen Bitfolge (AIS) von Bits mit dem Wert Eins überwacht wird, dass im Fall des Erfassens der Bitfolge (AIS) mindestens ein Alarmdatenpaket, vorzugsweise eine AISZelle, erzeugt und über das paketorientierte Kommunikationsnetzwerk (10) zu der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) übertragen wird, dass in der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) das Auftreten von Alarmdatenpaketen erfasst wird, dass im Fall des Erfassens eines Alarmdatenpaketes von der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) eine kontinuier liche Bitfolge (AIS) von Bits mit dem Wert Eins zu einer Kundeneinrichtung (TE) gesendet wird, dass im Fall des Erfassens eines Alarmdatenpaketes in der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) von der Kunden einrichtung (TE) kommende ABits unverändert über das paket orientierte Kommunikationsnetzwerk (10) gesendet werden, und dass im Fall des Erfassens eines Alarmdatenpaketes von der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) mindestens eine Sa6Bitfolge mit dem Wert"1111"über das paketorien tierte Kommunikationsnetzwerk (10) zu der vermittlungsstel lenseitigen Netzübergangseinheit (COIWF) gesendet und von dort zur Vermittlungsstelle (ET) weitergeleitet wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass eine Funktion (F14) das Erfas sen eines kontinuierlichen Bitstroms (AIS) von Bits mit dem Wert Eins sowie das Erfassen des Verlustes eines Signals (LOS) oder des Verlustes einer Rahmenausrichtung (LFA) zwi schen einer Kundeneinrichtung (TE) und der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) betrifft, dass in der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit (COIWF) das Auftreten einer von der Vermittlungsstelle (ET) kommenden kontinuierlichen Bitfolge (AIS) von Bits mit dem Wert Eins überwacht wird, dass im Fall des Erfassens der Bitfolge (AIS) mindestens ein Alarmdatenpaket, vorzugsweise eine AISZelle, erzeugt und über das paketorientierte Kommunikationsnetzwerk (10) zur kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) übertragen wird, dass in der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) das Auftreten von Alarmdatenpaketen sowie das Signal und die Rahmenausrichtung zwischen der Kundeneinrichtung (TE) und der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) überwacht wer den, dass im Fall des Erfassens eines Alarmdatenpaketes von der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) eine kontinuier liche Bitfolge (AIS) von Bits mit dem Wert Eins zu der Kun deneinrichtung (TE) gesendet wird, dass im Fall des Erfassens eines Alarmdatenpaketes und im Fall des Erfassens des Verlustes des Signals (LOS) oder der Rahmenausrichtung (LFA) mindestens ein ABit mit dem Wert Null von der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) über das paketorientierte Datenübertragungsnetz (10) zu der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit (COIWF) gesendet und von dort zur Vermittlungsstelle (ET) weiterge leitet wird, und dass im Fall des Erfassens eines Alarmdatenpaketes von der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) mindestens ein Sa5Bit mit dem Wert Eins und mindestens eine Sa6 Bitfolge mit dem Wert"1111"über das paketorientierte Kommu nikationsnetzwerk (10) zu der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinrichtung (COIWF) gesendet und von dort zur Vermittlungsstelle (ET) weitergeleitet werden.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass eine Funktion (F15) das Erfas sen eines Spannungsausfalls in der kundenseitigen Netzüber gangseinheit (CPIWF) betrifft, dass in der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) die Betriebsspannung überwacht wird, dass im Fall des Ausfalls der Betriebsspannung von der kun denseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) mindestens eine Sa6Bitfolge mit dem Wert"1000"über das paketorientierte Kommunikationsnetzwerk (10) zu der vermittlungsstellenseiti gen Netzübergangseinheit (COIWF) gesendet und von dort zur Vermittlungsstelle (ET) weitergeleitet wird, dass im Fall des Ausfalls der Betriebsspannung von der kun denseitigen Netzübergangseinheit (CPIWF) mindestens ein E Bit mit dem Wert Null zu einer Kundeneinrichtung (TE) über tragen wird, und dass die vermittlungsstellenseitige Netzübergangseinheit (COIWF) die Sa6Bitfolge unverändert und anschließend eine Bitfolge gemäß einem vorgegebenen Hilfsbitmuster, vorzugswei se eine Bitfolge (AUXP) aus alternierenden Bits mit den Wer ten Null und Eins, an die Vermittlungsstelle (ET) sendet.
18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h gekennzeichnet, dass die Emulation durch Funktionen (CPIWF, COIWF) des paketorientierten Kommunika tionsnetzwerkes (10) realisiert wird.
19. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das paketorientierte Kommunikationsnetzwerk (10) gemäß dem asynchronen Übertra gungsmodus (ATM) realisiert ist.
20. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das paketorientierte Kommunikationsnetzwerk (10) gemäß der ATMAdaptionsschicht 1 oder gemäß der ATMAdaptionsschicht 2 realisiert ist.
21. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das paketorientierte Kommunikationsnetzwerk gemäß InternetProtokoll realisiert ist.
22. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das zeitmultiplex orientierte Kommunikationsnetz (12) ein ISDNNetz ist.
23. Verfahren nach Anspruch 22, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass ein Teil, insbesondere ein digitaler Anschlussabschnitt (DS), eines Primärmultiplexanschlusses enthält, insbesondere eines EiAnschlusses oder eines DS1 Anschlussses, durch das paketorientierte Kommunikationsnetz werk (10) ersetzt werden, und/oder dass der digitale Anschlussabschnitt (DS) eine XDSL Leitung zwischen der kundenseitigen Netzübergangseinheit (CP IWF) und dem paketorientierten Kommunikationsnetzwerk (10) enthält.
24. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Funktionen für den Betrieb, die Administration und die Wartung im Wesentli chen gemäß Standard ETSI ETS 300 011 und/oder gemäß Standard ITUT G. 962 und/oder gemäß Standard ETSI ETS 300 233 erbracht werden.
25. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass im zeitmultiplexori entierten Kommunikationsnetzwerk (12) ein aus sechzehn Zeit rahmen bestehender Multizeitrahmen gemäß Standard ITUT G. 704 eingesetzt wird, der im Anfangszeitschlitz (TSO) jedes zwei ten Zeitrahmens beginnend mit dem zweiten Anfangszeitschlitz (TSO) des Multizeitrahmens an dritter Stelle ein ABit und/oder an fünfter Stelle ein Sa5Bit und/oder an sechster Stelle ein Sa6Bit enthält, und/oder der an der ersten Stelle des vorvorletzten Zeitrah mens und/oder des letzten Zeitrahmens eines Multizeitrahmens ein EBit enthält.
26. Verfahren nach Anspruch 25, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Daten der Anfangszeitschlitze (TSO) jedes Zeitrahmens im Wert unverändert über das paketorien tierte Kommunikationsnetzwerk (10) übertragen werden, insbe sondere ohne Sprachkompression und ohne Sprachpausenunterdrü ckung.
27. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass zwischen einer Kun deneinrichtung (TE) und dem zeitmultiplexorientierten Kommu nikationsnetzwerk (12), insbesondere in einem digitalen An schlussabschnitt (DS), eine breitbandige Anschlussleitung liegt, insbesondere eine XDSLLeitung, über die Primärmu liplexverkehr übertragen wird.
28. Kundenseitige Netzübergangseinheit (CPIWF), g e k e n n z e i c h n e t d u r c h Funktionseinheiten, bei deren Be trieb die auf die kundenseitige Netzübergangseinheit (CPIWF) bezogenen Verfahrensschritte nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgeführt werden.
29. Vermittlungsstellenseitige Netzübergangseinheit (COIWF), g e k e n n z e i c h n durch Funktionseinheiten, bei deren Betrieb die auf die vermittlungsstellenseitige Netz übergangseinheit (COIWF) bezogenen Verfahrensschritte nach einem der Ansprüche 1 bis 27 ausgeführt werden.
Description:
Beschreibung Verfahren zum Übertragen von Information sowie zugehörige Netzübergangseinheiten Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Übertragen von In- formation innerhalb mindestens eines zeitmultiplexorientier- ten Kommunikationsnetzwerkes über mindestens ein paketorien- tiertes Kommunikationsnetzwerk. Funktionen für den Betrieb und/oder für die Administration und/oder für die Wartung sind in dem zeitmultiplexorientierten Kommunikationsnetzwerk rea- lisiert, um Informationen innerhalb des zeitmultiplexorien- tierten Kommunikationsnetzwerkes zu übertragen.

Die Information betrifft beispielsweise Nutzerdaten oder Sprachdaten.

Das zeitmultiplexorientierte Kommunikationsnetzwerk ist bei- spielsweise ein ISDN-Datenübertragungsnetzwerk (Integrated Services Digital Network). Im zeitmultiplexorientierten Kom- munikationsnetzwerk werden die Daten gemäß einem Zeitmultip- lexverfahren in verschiedenen Zeitschlitzen übertragen.

Das paketorientierte Kommunikationsnetzwerk ist ein Netzwerk, in dem die Information bzw. die Daten in Datenpaketen über- tragen werden. Das paketorientierte Kommunikationsnetzwerk ist beispielsweise ein gemäß Internet-Protokoll arbeitendes Kommunikationsnetzwerk. Ein anderes Beispiel für ein paket- orientiertes Kommunikationsnetzwerk ist ein ATM-Netz (Asynch- ronous Transfer Mode), in welchem die Datenpakete jedoch als Zellen bezeichnet werden.

Funktionen für den Betrieb, die Administration bzw. für die Wartung in dem zeitmultiplexorientierten Kommunikationsnetz- werk sind beispielsweise in den folgenden Standards der ETSI (European Telecommunications Standards Institute) bzw. der

ITU-T (International Telecommunication Union-Telecommunica- tion Standardization Sector) festgelegt worden : - ETSI ETS 300 233, Integrated Services Digital Network (ISDN) ; Access Digital Section for ISDN Primary Rate, May 1994, -ITU-T G. 962, Digital Sections and Digital Line Systems ; Access Digital Section for ISDN Primary Rate at 2048 kbit/s, 03/93, ETSI ETS 300 011, Integrated Services Digital Network (ISDN) ; Primary Rate User-Network Interface Layer 1 Specification and Test Principles, April 1992.

So betreffen die Funktionen für den Betrieb, die Administra- tion bzw. die Wartung beispielsweise das Schalten von Prüf- schleifen oder die Fehlerüberwachung.

Es ist Aufgabe der Erfindung, ein einfaches Verfahren zum Übertragen von Information innerhalb mindestens eines zeit- multiplexorientierten Kommunikationsnetzwerkes über mindes- tens ein paketorientiertes Kommunikationsnetzwerk anzugeben, wobei Funktionen für den Betrieb, die Administration bzw. die Wartung des zeitmultiplexorientierten Kommunikationsnetzwerks in dem zeitmultiplexorientierten Kommunikationsnetzwerk wei- terhin nutzbar sein sollen. Außerdem sollen zugehörige Netz- übergangseinheiten angegeben werden.

Die auf das Verfahren bezogene Aufgabe wird durch die im Patenanspruch 1 angegebenen Verfahrensschritte gelöst. Wei- terbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben.

Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird mindestens ein Teil der Information über das paketorientierte Kommunikationsnetzwerk übertragen. Dabei wird zumindest ein Teil der Funktionen für den Betrieb, die Administration bzw. die Wartung durch das paketorientierte Kommunikationsnetzwerk emuliert, d. h. nach- gebildet. Dadurch lassen sich die für das zeitmultiplexorien-

tierte Kommunikationsnetzwerk festgelegten Funktionen weiter- hin im Wesentlichen uneingeschränkt nutzen.

Bei einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt eine kundenseitige Netzübergangseinheit zwischen einem Kundenbereich und dem paketorientierten Kommunikationsnetz- werk. Die kundenseitige Netzübergangseinheit wird auch als CP-IWF (Customer Premises-Interworking Function) bezeich- net.

Bei der Weiterbildung liegt weiterhin eine vermittlungsstel- lenseitige Netzübergangseinheit zwischen dem paketorientier- ten Kommunikationsnetzwerk und einer Vermittlungsstelle des zeitmultiplexorientierten Kommunikationsnetzwerkes. Die ver- mittlungsstellenseitige Netzübergangseinheit wird auch als CO-IWF (Central Office-Interworking Function) bezeichnet.

Bei anderen Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens werden einzelne Funktionen für den Betrieb, für die Adminis- tration und für die Wartung gemäß einem der Patentansprüche 3 bis 17 erbracht. Dabei werden die aus dem zeitmultiplexorien- tierten Kommunikationsnetzwerk bekannten Funktionen in dem zeitmultiplexorientierten Kommunikationsnetzwerk beibehalten und in dem paketorientierten Kommunikationsnetzwerk emuliert, d. h. nachgebildet, so wie in den betreffenden Patentansprü- chen angegeben. Die einzelnen Funktionen werden außerdem unten an Hand der Figuren 3 bis 17 näher erläutert.

Bei einer nächsten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Ver- fahrens wird die Emulation durch Funktionen des paketorien- tierten Kommunikationsnetzwerkes erbracht, insbesondere durch die kundenseitige Netzübergangseinheit und durch die vermitt- lungsstellenseitige Netzübergangseinheit.

Bei einer anderen Weiterbildung ist das paketorientierte Kommunikationsnetzwerk ein ATM-Netzwerk, das gemäß dem asyn- chronen Übertragungsmodus (ATM) realisiert ist. Durch diese

Ausgestaltung lassen sich leistungsfähige Verfahren nutzen, die in ATM-Standards festgelegt worden sind, beispielsweise in den Standards des ATM-Forums : - af-vtoa-0113. 000, ATM Trunking Using AAL-2 for Narrowband Services, February 1999, - af-vmoa-0145. 000, Voice and Multimedia over ATM-Loop Emulation Service Using AAL-2, July 2000.

Bei einer anderen Weiterbildung ist das paketorientierte Kommunikationsnetzwerk gemäß der ATM-Adaptionsschicht 1 oder gemäß der ATM-Adaptionsschicht 2 realisiert. Diese Schichten werden auch als AAL1 bzw. AAL2 (ATM Adaption Layer) bezeich- net. Insbesondere die AAL2-Schicht eignet sich gut für eine Reduzierung der Bandbreite bei der Übertragung im paketorien- tierten Kommunikationsnetz, insbesondere beim Anschluss von Teilnehmern. Beispielsweise wird auf den Standard af-vmoa- 0145.000, Kapitel 2.3, CP-IWF ATM Interfaces, 2.3.1 Physical Layer, hingewiesen, wo als Beispiele für Übertragungsverfah- ren XDSL-Verfahren (X-Digital Subscriber Line) genannt sind, nämlich das ADSL-Verfahren (Asymmetrical Digital Subscriber Line) und das SDSL-Verfahren (Symmetrical Digital Subscriber Line).

Bei einer nächsten Weiterbildung ist das paketorientierte Kommunikationsnetzwerk gemäß Internet-Protokoll realisiert.

So lässt sich beispielsweise das IP über ATM-Übertragungs- verfahren nutzen.

Bei einer anderen Weiterbildung ist das zeitmultiplexorien- tierte Kommunikationsnetzwerk ein ISDN-Netz. Im Zusammenhang mit der Erfindung sind insbesondere die folgenden das ISDN- Netz betreffenden Standards von Bedeutung : -ITU-T I. 411, ISDN User Network Interfaces-Reference Configuration,

-ITU-T I. 412, ISDN User Network Interfaces-Interface Structures and Access Capabilities, und -ITU-T Q. 512, Exchange Interfaces for Subscriber Access.

Bei einer anderen Weiterbildung werden Teile eines Primärmul- tiplexanschlusses durch das paketorientierte Kommunikations- netzwerk ersetzt. Der Primärmultiplexanschluss wird auch als Primary Rate Access bezeichnet. Bei einer Ausgestaltung ist der Primärmultiplexanschluss ein sogenannter E1-Anschluss mit einer Übertragungskapazität von 2,048 MBit/s oder einen soge- nannten DS1-Anschluss mit einer Übertragungskapazität von 1,544 MBit/s. Die drei eingangs genannten Standards betreffen einen E1-Anschluss. Durch die Einbeziehung des paketorien- tierten Kommunikationsnetzwerkes in den Primärmultiplexan- schluss lässt sich die auf einer Anschlussleitung für Teil- nehmer erforderliche Übertragungsbandbreite erheblich redu- zieren. Eine Übertragung über Kupferdoppeladerleitungen wird möglich, beispielsweise gemäß einem XDSL-Verfahren.

Außerdem wird bei einer Weiterbildung im zeitmultiplexorien- tierten Kommunikationsnetzwerk ein aus sechzehn Zeitrahmen bestehender Multizeitrahmen verwendet, wie er beispielsweise in dem Standard ITU-T G. 704 erläutert ist. Dieser Zeitrahmen wird unten an Hand der Figur 2 näher erläutert. Der Zeitrah- men enthält insbesondere ein sogenanntes A-Bit zum Anzeigen von Alarmzuständen, ein sogenanntes Sa5-Bit, ein sogenanntes Sa6-Bit und ein sogenanntes E-Bit zum Anzeigen von Fehlerzu- ständen. Die genannten Bits werden in den Anfangszeitschlit- zen TSO jedes Zeitrahmens übertragen.

Der Anfangszeitschlitz TSO jedes Zeitrahmens wird bei einer anderen Weiterbildung ausgenommen der genannten Änderungen im Wert unverändert über das paketorientierte Kommunikations- netzwerk übertragen, d. h. insbesondere ohne Sprachkompression und ohne Sprachpausenunterdrückung.

Die Erfindung betrifft außerdem eine kundenseitige Netzüber- gangseinheit und eine vermittlungsstellenseitige Netzüber- gangseinheit, die jeweils Funktionseinheiten enthalten, bei deren Betrieb die auf die kundenseitige Netzübergangseinheit bzw. die auf die vermittlungsstellenseitige Netzübergangsein- heit bezogenen Verfahrensschritte nach dem erfindungsgemäßen Verfahren bzw. einer seiner Weiterbildungen ausgeführt wer- den. Damit gelten die oben genannten technischen Wirkungen auch für die beiden Netzübergangseinheiten.

Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der beiliegenden Zeichnungen erläutert. Darin zeigen : Figur 1 ein ISDN-Primärmultiplexschnittstellen-Modell mit einer Bearbeitung eines Zeitschlitzes TSO gemäß Standard ETSI ETS 300 233, Figur 2 eine CRC-4-Multizeitrahmenstruktur, Figur 3 Funktionseinheiten und Funktionsabläufe zur Schal- tung einer Prüfschleife in einer vermittlungsstel- lenseitigen Netzübergangseinheit CO-IWF, Figur 4 Funktionseinheiten und Funktionsabläufe zur Schal- tung einer Prüfschleife in einer kundenseitigen Netzübergangseinheit CP-IWF, Figur 5 die Überwachung eines ATM-Netzwerkes durch VCC (Virtual Channel Connection) Performanceüberwachung (Pmo-Performance Monitoring) und Kontinuitäts- überwachung (CC-Continuity Check) an einer ATM- down-Schnittstelle der kundenseitigen Netzüber- gangseinheit CP-IWF, Figur 6 die Überwachung des ATM-Netzwerkes durch VCC Per- formanceüberwachung und Kontinuitätsüberwachung an

einer ATMup-Schnittstelle der vermittlungs- stellenseitigen Netzübergangseinheit CO-IWF, Figur 7 Funktionsabläufe bei Meldung eines CRC-4-Fehlers (Cyclic Redundancy Check) von einer Kundeneinrich- tung TE, Figur 8 Funktionsabläufe beim Erfassen eines CRC-4-Fehlers in einem Tup-Signal der kundenseitigen Netzüber- gangseinheit CP-IWF, Figur 9 Funktionsabläufe bei Meldung eines CRC-4-Fehlers von der Kundeneinrichtung TE und gleichzeitigem Er- fassen eines CRC-4-Fehlers im Tup-Signal der kun- denseitigen Netzübergangseinheit CP-IWF, Figur 10 Funktionsabläufe beim Erfassen eines Signalverlus- tes (LOS-Loss of Signal) oder beim Erfassen eines Verlustes der Rahmenausrichtung bzw. der Rahmensyn- chronisation (LFA-Loss of Frame Alignment) an der Tup-Schnittstelle der kundenseitigen Netzübergangs- einheit CP-IWF, Figur 11 Funktionsabläufe beim Erfassen eines ATM- Verbindungsfehlers an der ATMdown-Schnittstelle an der kundenseitigen Netzübergangseinheit CP-IWF, Figur 12 Funktionsabläufe beim Auftreten eines ATM- Verbindungsfehlers an der ATMdown-Schnittstelle auf Grund eines Signalverlustes (LOS) an der vermitt- lungsstellenseitigen Netzübergangseinheit CO-IWF, Figur 13 Funktionsabläufe beim Auftreten eines Signalverlus- tes (LOS) oder eines Verlustes der Rahmenausrich- tung (LFA) am T-Referenzpunkt der kundenseitigen Netzübergangseinheit CP-IWF und gleichzeitigem Auf- treten eines Signalverlustes (LOS) am V3-

Referenzpunkt der vermittlungsstellenseitigen Netz- übergangseinheit CO-IWF, Figur 14 Funktionsabläufe beim Auftreten eines ATM- Verbindungsfehlers des ATMup-Signals an der ver- mittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit CO- IWF, Figur 15 Funktionsabläufe beim Erfassen eines AIS (Alarm Indication Signal) an der kundenseitigen Netzüber- gangseinheit CP-IWF, Figur 16 Funktionsabläufe beim Erfassen eines AIS in dem ATMdown-Signal und gleichzeitigem Auftreten eines Signalverlustes (LOS) oder des Verlustes der Rah- menausrichtung (LFA) am T-Referenzpunkt der kunden- seitigen Netzübergangseinheit CP-IWF, Figur 17 Funktionsabläufe beim Erfassen eines Betriebsspan- nungsausfalls in der kundenseitigen Netzübergangs- einheit CP-IWF, Figur 18 das Referenzmodell für den Dienst zur Emulation einer Teilnehmeranschlussleitung unter Verwendung von AAL2, Figur 19 ein Protokollreferenzmodell für eine kundenseitige Netzübergangseinheit CP-IWF mit einer benutzersei- tigen ISDN-PRI und mit einer DSS1-Weiterschaltung (Digital Signalling System Number One) über die AAL2 zwischen den Netzübergangseinheiten IWF, und Figur 20 ein Protokollreferenzmodell für eine vermittlungs- stellenseitige Netzübergangseinheit CO-IWF mit be- nutzerseitiger ISDN-PRI und mit einer DSS1- Weiterschaltung sowie mit L3 (Layer 3) Überwachung

über die AAL2 zwischen den Netzübergangseinheiten IWF.

Einführung in das technische Umfeld Es gibt viele Gründe, warum eine Unterstützung einer ISDN- Primärmultiplexschnittstelle über die AAL2 (ATM Adaption Layer) unter Verwendung der Prinzipien und Verfahren der Dienste zur Emulation einer Teilnehmeranschlussleitung (LES- Loop Emulation Services) gemäß Standard af-vmoa-0145.000 wünschenswert ist.

Im Folgenden wird ein Konzept für die Unterstützung einer ISDN-Primärmultiplexschnittstelle über AAL2/LES (ATM Adaption Layer 2/Loop Emulation Service) dargelegt. Außerdem wird gemäß einem Ausführungsbeispiel ein Text für eine Ergänzung des Dienstes zur Emulation einer Teilnehmeranschlussleitung (LES-Loop Emulation Service) unter Verwendung der AAL2 ausgehend vom Standard af-vmoa-0145. 000 vorgeschlagen, wobei die ISDN-Primärmultiplexschnittstelle (PRI-Primary Rate Interface) als eine benutzerseitige Schnittstelle festgelegt wird. Dabei wird Konsistenz mit der Unterstützung der ISDN- Basisanschlussschnittstelle (BRI-Basic Rate Interface) über AAL2 gewahrt, wie in dem Standard af-vmoa-0145.000 erläutert.

Ziel ist es, eine Lösung anzugeben, die die leistungsfähigen Verfahren vorteilhaft nutzt, welche für den Dienst zur Emula- tion einer Teilnehmeranschlussleitung festgelegt worden sind und die bisher nicht in dem Ansatz zur Kanalbündelübertragung über AAL2 (AAL2 trunking) zu finden sind. Zu diesen leis- tungsfähigen Mechanismen gehört die Unterstützung eines ein- gebetteten Betriebskanals (EOC-Embedded Operation Channel), einer flexiblen Zuweisung eines Kanalkennzeichen (CID-AAL2 Channel Identifier) sowie eine Kanalaktivierung mit Hilfe des ELCP-Protokolls (Emulated Loop Control Protocol).

ISDN-PRI Überblick

Im Folgenden wird ein Überblick über die Anwendung der ISDN- Primärmultiplexschnittstelle in der Welt des klassischen Zeitmultiplex (TDM-Time Devision Multiplex) gegeben. Außer- dem werden Erfordernisse angegeben, die erfüllt werden müs- sen, wenn Teile des digitalen Anschlussabschnitts (DS-ac- cess Digital Section) des Primärmultiplexanschlusses durch das ATM-Netzwerk ersetzt werden. Außerdem werden Verfahren angegeben, die diese Erfordernisse erfüllen.

Es gibt Unterschiede zwischen den sogenannten DS1- (Digital Signal Level Number One) und den Ei-Strukturen (European Digital Signal Level Number One). Die Ausführungsbeispiele und Erläuterungen betreffen die El-Struktur. Generelle Aussa- gen werden jedoch soweit möglich für beide Schnittstellenar- ten gegeben.

ISDN-Primärmultiplexschnittstellen-Modell (PRI) mit Betriebs- und Wartungsfunktionen (für ein 2048 kbps-Signal/El) Figur 1 zeigt einen digitalen Anschlussabschnitt DS (access digital section) mit seinen Begrenzungen und die Bearbeitung des Zeitschlitzes TSO.

Die Betriebs-und Wartungsfunktionen unterstützen Verfahren und Informationselemente, die zur Steuerung des digitalen Anschlussabschnitts durch eine Vermittlungsstelle ET bzw. einen Dienstnetzknoten (Service Node) erforderlich sind.

Zum Anzeigen und Steuern sind ein Sa5-, ein Sa6-, ein E-und ein A-Bit eines Zeitschlitzes TSO relevant. Die Bitstruktur des Zeitschlitzes TSO und die Multizeitrahmenstruktur sind gemäß Standard ITU-T G. 704 festgelegt und werden unten an Hand der Figur 2 näher erläutert. Das A-Bit wird zur Alarm- statusinformation zwischen dem Dienstnetzknoten und einer Kundentelefoneinrichtung TE (customer telephony end equip- ment) verwendet. Nur das A-Bit muss überwacht werden und wird transparent übertragen. Alle anderen Steuerbits des Zeit-

schlitzes TSO sind transparent zu übertragen. Außerdem werden in Figur 1 die Elemente des digitalen Anschlussabschnitts DS gezeigt, die CRC-Verfahren 4,6 (Cyclic Redundancy Check) nutzen. Die CRC-4-Verfahren 4,6 werden zwischen der Vermitt- lungsstelle ET und der Netzabschlusseinheit NT1 sowie zwi- schen der Netzabschlusseinheit NT1 und der Kundentelefonein- richtung TE implementiert und genutzt. Dies ist auch als Option Zwei gemäß Standard ITU-T G. 962 bekannt.

Figur 1 zeigt außerdem eine Leitungsabschlusseinheit LT.

Zwischen der Leitungsabschlusseinheit LT und der Vermitt- lungsstelle ET liegt ein V3-Referenzpunkt. Zwischen der Kun- dentelefoneinrichtung TE und der Netzabschlusseinheit NT1 liegt ein T-Referenzpunkt.

Die folgende Tabelle zeigt die Signale, die zwischen dem T- Referenzpunkt und dem digitalen Anschlussabschnitt DS bei den im Standard ETS 300 011 festgelegten Normalbetriebsbedingun- gen und Fehlerfällen ausgetauscht werden : Name Liste der Signale Normalbetriebsart-Betriebszeitrahmen mit : Zeitrahmen aktiven zugeordneten CRC-Bits, CRC-Fehlerinformationen (vgl. Standard ITU-T G. 704 für 2048 KBit/s-Systeme), keine Fehleranzeigen RAI (Remote Alarm Betriebszeitrahmen mit : Indication)-aktiven zugeordneten CRC-Bits, - CRC-Fehlerinformation (vgl. Standard ITU-T G. 704 für 2048 KBit/s-Systeme), - Remote-Alarmanzeige (vgl. Standard ITU-T G. 704, Tabelle 4a, für 2048 KBit/s-Systeme, A-Bit ist auf den Wert Eins gesetzt) LOS (Loss of Sig-Kein Eingangssignal empfangen (LOS) nal)

AIS (Alarm Indica-Kontinuierlicher Bitstrom von Bits mit tion Signal) dem Wert Eins CRC-Fehlerinfor-E-Bit gemäß Standard ITU-T G. 704, Tabel- mation le 4b, auf dem Wert Null gesetzt, wenn ein fehlerhafter CRC-Block empfangen wird (nur für ein 2048 KBit/s-System).

Die zwischen dem digitalen Anschlussabschnitt DS und der Vermittlungsstelle ET ausgetauschten Signale sind in der folgenden Tabelle festgelegt : Name Liste der Signale Normalbetriebsart-Betriebszeitrahmen mit : Zeitrahmen-aktiven zugeordneten CRC-Bits, - CRC-Fehlerinformationen (vgl. Standard ITU-T G. 704 für 2048 KBit/s-Systeme), - keine Fehleranzeigen RAI (Remote Alarm Betriebszeitrahmen mit : Indication)-aktiven CRC-Bits, - CRC-Fehlerinformation (vgl. Standard ITU-T G. 704 für 2048 KBit/s-Systeme), - Remote-Alarmanzeige (vgl. Standard ITU-T G. 704, Tabelle 4a, für 2048 KBit/s-Systeme, A-Bit ist auf den Wert Eins gesetzt) LOS (Loss of Sig-Kein Eingangssignal empfangen (LOS) nal) AIS (Alarm Indica-Kontinuierlicher Bitstrom von Bits mit tion Signal) dem Wert Eins CRC-Fehlerinfor-E-Bit gemäß Standard ITU-T G. 704, Tabel- mation le 4b, auf dem Wert Null gesetzt, wenn ein fehlerhafter CRC-Block empfangen wird (nur für ein 2048 KBit/s-System).

Die folgenden zusätzlichen Signale sind erforderlich, um Fehlerzustände anzuzeigen, die bezüglich des digitalen An- schlussabschnitts DS auftreten : Name Liste der Signale Normalzeitrahmen Dies sind Zeitrahmen ohne Fehleranzeigen oder von der Vermittlungsstelle ET oder der Kundentelefoneinrichtung TE erzeug- ten Prüfschleifenanforderungen, wobei ein A-Bit mit dem Wert Eins oder Null für den digitalen Anschlussabschnitt DS nicht relevant ist. Zeitrahmen Dies sind Zeitrahmen, die zusätzlich zu den Normalzeitrahmen in den Sa6-Bits Fehleranzeigesignale enthalten, die in der Netzabschlusseinheit NT1 erzeugt und zur Vermittlungsstelle ET übertragen worden sind. Alternativ können die Sa6- Bits Prüfschleifenanforderungen enthal- ten, die von der Vermittlungsstelle ET zu dem digitalen Anschlussabschnitt DS übertragen worden sind. In diesem Fall wird das Sa5-Bit auch zur Anzeige der Richtung und zur Prüfschlei- fenanzeige benutzt. Das Sa5-Bit in der Übertragungsrichtung vom digitalen An- schlussabschnitt DS zur Vermittlungs- stelle ET wird in der Netzabschlussein- heit NT1 oder in der Leitungsabschluss- einheit LT gesetzt und zur Vermittlungs- stelle ET gemäß der folgenden Regeln übertragen : -Sa5 = 1 Prüfschleife 2 nicht akti- viert, - Sa5 = 0 Prüfschleife 2 aktiviert. Die Sa6-Bits werden als Sa6 (1), Sa6 (2), Sa6 (3), Sa6 (4) nummeriert und zu den

Sub-Multizeitrahmen synchronisiert, die unten an Hand der Figur 3 näher erläu- tert werden. Ersatzzeitrahmen Im Fall eines Signalverlustes (LOS) oder des Verlustes der Rahmenausrichtung (LFA) am T-Referenzpunkt der Netzab- schlusseinheit NT1 muss ein neuer Zeit- rahmen erzeugt werden. Das A-Bit wird auf den Wert Null gesetzt und die Sa4-, Sa5-, Sa7-und Sa-Bits sowie die Bits der Zeitschlitze TS1 bis TS31 werden auf Werte Eins gesetzt. Eine Bitfolge von Sa6-Bits wird genutzt, um diesen Fehler- fall anzuzeigen. LFA (Loss of Frame Verlust der Rahmenausrichtung Alignment) Betriebsspannungs- ausfall in der Netzabschluss- einheit NT1 oder der Leitungsab- schlusseinheit LT Hilfsbitmuster Dies ist eine zeitrahmenlose und konti- (AUXP-Auxiliary nuierliche Bitfolge von Bits mit den Pattern) alternierenden Werten Eins und Null (... 101010...), die von der Leitungsab- schlusseinheit LT in beiden Übertra- gungsrichtungen übertragen wird, wenn ein Signalverlust (LOS) an der entspre- chenden Empfangseinheit erfasst wird.

Figur 2 zeigt die Struktur eines CRC-4-Multizeitrahmens. Der CRC-4-Multizeitrahmen besteht aus zwei Sub-Multizeitrahmen I und II. Jeder Sub-Multizeitrahmen I, II besteht aus acht Zeitrahmen. Die CRC-4-Prüfsumme wird für alle Bits eines Sub- Multizeitrahmens I, II berechnet. Die CRC-Bits Cl, C2, C3 und C4 werden im Bit Eins des Rahmenausrichtsignals übertragen.

Das Rahmenausrichtsignal wird in geradzahligen Zeitrahmen (0, 2,4,...) übertragen. Die Sa-Bits sind ebenso wie die A-Bits (Remote Alarm Indication) Teil des nicht die Rahmenausrich- tung betreffenden Signals. Die Sa-Bits und das A-Bit werden in den ungeradzahligen Zeitrahmen (1, 3,5,...) übertragen.

Das jeweils erste Bit der ungeraden Zeitrahmen 1, 3,5,7,9 und 11 bildet das CRC-Multizeitrahmenausrichtsignal, das die Form einer Bitfolge mit dem Wert"001011"hat. Das Bit Eins im dreizehnten Zeitrahmen ist das sogenannte E-Bit und dient zum Anzeigen des Empfangs eines fehlerhaften Sub- Multizeitrahmens durch Setzen des E-Bits vom Wert Eins auf den Wert Null für jeden fehlerhaften Sub-Multizeitrahmen I.

Das erste Bit im fünfzehnten Zeitrahmen dient zum Anzeigen eines Fehlers für jeden fehlerhaften Sub-Multizeitrahmen II.

CRC-4-Verfahren Das CRC-Verfahren dient zum Schutz gegen fehlerhafte Rahmen (framing) und der Fehlerperformanceüberwachung. Dies schließt die Multizeitrahmen-Verfahren ein, die im Standard ITU-T G. 704 festgelegt sind.

Wenn der digitale Anschlussabschnitt DS durch das ATM- Netzwerk 10 ersetzt wird und die Vorteile der AAL2 genutzt werden, ist es nicht möglich, ein CRC-4-Verfahren zwischen der Vermittlungsstelle ET und der Netzabschlusseinheit NT1 auszuführen bzw. zu implementieren.

Deshalb werden bei den Ausführungsbeispielen ATM-Verfahren für diesen Zweck genutzt, obwohl diese Verfahren nicht die gleichen Möglichkeiten wie eine CRC-Überwachung bieten.

Zur Überwachung zwischen der Netzübergangseinheit NT1 und der Leitungsabschlusseinheit LT sollen in beiden Übertragungs- richtungen die VCC (Virtual Channel Connection) Performance- überwachung (Pmo-Performance Monitoring) und die Kontinui-

tätsüberwachung (continuity check) verwendet werden. In der Leitungsabschlusseinheit LT wird ein Berechnung gemäß dem CRC-4-Fehlerüberwachungsverfahren in der Übertragungsrichtung zur Vermittlungsstelle ET neu ausgeführt. Für das CRC-4- Verfahren zwischen der Netzabschlusseinheit NT1 und der Kun- dentelefoneinrichtung TE sind keine Änderungen erforderlich.

Betrieb und Wartung des digitalen Anschlussabschnitts Die im Folgenden erläuterten Verfahren gestatten die Emulati- on eines Betriebs-und Wartungsverfahrens für eine Primärmul- tiplex-Schnittstelle (PRI OAM-Primary Rate Interface Opera- tion Administration Maintenance) über eine Schnittstelle mit dem Dienst Emulation einer Teilnehmeranschlussleitung (LES Interface-Loop Emulation Service Interface).

Der digitale Anschlussabschnitt DS liefert die Mittel zum Übertragen von Anzeigeelementen und zum Erfassen von Fehler- fällen an der T-Referenzpunkt-Schnittstelle und an der V3- Referenzpunkt-Schnittstelle sowie zur Unterstützung von Test- verfahren.

Gemäß dem Standard ETSI ETS 300 233 werden die folgenden Funktionen unterstützt : - Prüfschleifen - Prüfschleife 1 (Loopback), transparente Prüfschleife in der Leitungsabschlusseinheit LT bzw. in der ver- mittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit CO-IWF (F1), - Prüfschleife 2, transparente Prüfschleife in der Netzabschlusseinheit NT1 bzw. in der kundenseitigen Netzübergangseinheit CP-IWF (F2), - Fehlerfälle - innerhalb des digitalen Anschlussabschnitts DS - Verlust des Signals (LOS) oder Verlust der Rah- menausrichtung (LFA) auf der Leitungsseite der

Netzabschlusseinheit NT1 bzw. der kundenseitigen Netzübergangsfunktion CP-IWF (in dem zur Netzab- schlusseinheit NT1 bzw. zur kundenseitigen Netz- übergangseinheit CP-IWF von der Leitungsab- schlusseinheit LT bzw. der vermittlungsstellen- seitigen Netzübergangseinheit CO-IWF kommenden Signal, auch downstream-Signal genannt) (F9), Signalverlust (LOS) auf der Leitungsseite der Leitungsabschlusseinheit LT bzw. der vermitt- lungsstellenseitigen Netzübergangseinheit CO-IWF (F12), Betriebsspannungsausfall in der Netzabschlussein- heit NT1 bzw. in der kundenseitigen Netzüber- gangseinheit CP-IWF (F13), AIS (Alarm Indication Signal) auf der Leitung- seite der Netzabschlusseinheit NT1 bzw. der kun- denseitigen Netzübergangseinheit CP-IWF, wobei das AIS in dem Netzwerk erzeugt wird und transpa- rent durch die Leitungsabschlusseinheit LT bzw. die vermittlungsstellenseitigen Netzübergangsein- heit CO-IWF weitergeleitet wird (F13), am V3-Referenzpunkt - Signalverlust (LOS) (F10), am T-Referenzpunkt - Signalverlust (LOS) oder Verlust der Rahmenaus- richtung (LFA) (F8), - Betriebsspannungsausfall (wenn relevant) (F-) Fehler-Performance-Überwachung (Error Performance Monito- ring) fehlerhafte CRC-Blocks auf der Leitungsseite der Netzabschlusseinheit NT1 bzw. der kundenseitigen Netzübergangseinheit CP-IWF erfasst (F3), fehlerhafte CRC-Blocks am T-Referenzpunkt der Netzab- schlusseinheit NT1 bzw. der kundenseitigen Netzüber- gangseinheit CP-IWF erfasst (F6), CRC-Fehleranzeige empfangen von der Kundentelefon- einrichtung TE im E-Bit (F5),

fehlerhafte CRC-Blocks erfasst am T-Referenzpunkt der Netzabschlusseinheit NT1 bzw. der kundenseitigen Netzübergangseinheit CP-IWF und gleichzeitiges Emp- fangen einer CRC-Fehlerinformation von der Kundente- lefoneinrichtung TE (F7).

Die genannten Funktionen werden unten an Hand von Ausfüh- rungsbeispielen näher erläutert. Für die oben genannten Funk- tionen ist jeweils in Klammern angegeben, welche emulierten Funktionen F1 bis F15 für die betreffende Funktion genutzt wird. Die emulierten Funktionen F1 bis F15 werden in dieser Reihenfolge unten an Hand der Figuren 3 bis 17 näher erläu- tert. Die Funktionen F4, Fll und F14 sind in der oben genann- ten Aufzählung nicht genannt. Der der Funktion Fll zu Grunde liegende Fehlerfall ist eine Überlagerung aus den den Funkti- onen F8 und F10 zu Grunde liegenden Fehlerfällen. Der der Funktion F14 zu Grunde liegende Fehlerfall ist eine Überlage- rung aus den den Funktion F8 und F13 zu Grunde liegenden Fehlerfällen.

Während einer Normalbetriebsart des digitalen Anschlussab- schnitts und in allen Fehlerfällen, welche die Nutzung von Zeitrahmensignalen erlauben, d. h. ausgenommen der Signalver- lust (LOS) oder der Verlust der Rahmenausrichtung (LFA) am T- Referenzpunkt der Netzabschlusseinheit NT1 bzw. der kunden- seitigen Netzübergangseinheit CP-IWF, werden die Informatio- nen in den Zeitschlitzen des ISDN-PRI-Signals transparent über den digitalen Anschlussabschnitt DS übertragen. Ebenso werden auch das A-, das Sa4-, das Sa7-und das Sa8-Bit trans- parent übertragen. Der Zeitrahmen-und die Multizeitrahmen- ausrichtung, die CRC-4-Bits und die CRC-Fehlerinformation (E- Bit) in beiden Übertragungsrichtungen sowie das Sa5-und das Sa6-Bit nur in der Übertragungsrichtung zu der Vermittlungs- stelle ET werden in der Netzabschlusseinheit NT1 bzw. der kundenseitigen Netzübergangseinheit CP-IWF erzeugt. Im Fall des Signalverlusts (LOS) oder des Verlustes der Zeitrahmen- ausrichtung (LFA) am T-Referenzpunkt der Netzabschlusseinheit

NT1 bzw. der kundenseitigen Netzübergangseinheit CP-IWF wird ein neuer Zeitrahmen erzeugt. Das A-Bit wird auf den Wert Null gesetzt. Das Sa4-, das Sa5-, das Sa7-und das Sa8-Bit sowie auch die Bits in den Zeitschlitzen TS1 bis TS31 werden auf den Wert Eins gesetzt. Diese Zeitrahmen sind auch als Ersatzrahmen (Substituted Frames) bekannt. Eine Bitfolge aus Sa6-Bits wird genutzt, um diesen Fehlerfall anzuzeigen.

Bei dem Ausführungsbeispiel wird nicht ein vollständiger Zeitmultiplexrahmen (TDM-Frame-Time Division Multiplex Frame) über den ATM-Abschnitt übertragen, sondern es wird jeder Zeitschlitz in einen eigenen AAL2-Kanal abgebildet. Die Zeitschlitze TS1 bis TS31 enthalten Nutzerinformation und DSSl-Signalisierung (Digital Signalling System Number One).

Der Zeitschlitz TSO überträgt Fehlerfälle oder Steuerinforma- tion, z. B. Prüfschleifenanforderungen.

Wie bereits erwähnt, müssen einige der klassischen PRI-OAM- Verfahren (Primary Rate Interface-Operation Administration Maintenance) durch ATM-Verfahren emuliert werden, wobei stan- dardisierte Verfahren genutzt werden, die in dem Standard ITU-T 1. 610 festgelegt worden sind. So werden beispielsweise die CRC-4-Verfahren, die Ereignisanzeige bzw. die Fehleran- zeige im digitalen Anschlussabschnitt DS sowie die Prüf- schleifen-Verfahren durch geeignete ATM-Verfahren emuliert.

Die Erzeugung des Zeitrahmens und die Erzeugung des Multi- zeitrahmens-Ausrichtungssignals ist in der Netzabschlussein- heit NT1 bzw. der kundenseitigen Netzübergangseinheit CP-IWF in der Übertragungsrichtung zu der Vermittlungsstelle ET hin nicht möglich. Die Leitungsabschlusseinheit LT bzw. die ver- mittlungsstellenseitige Netzübergangseinheit CO-IWF übernimmt diese Funktionen in der Übertragungsrichtung zu der Vermitt- lungsstelle ET hin. In der Übertragungsrichtung zu der Kun- dentelefoneinrichtung TE hin erzeugt die Netzabschlusseinheit NT1 bzw. die kundenseitige Netzübergangseinheit CP-IWF den Zeitrahmen, die Multizeitrahmenausrichtung, die CRC-4-Bits und die CRC-Fehleranzeige bzw.-Fehlerinformation.

Allgemeine Erläuterungen zu den Figuren 3 bis 18 In den Figuren 3 bis 17 ist jeweils im oberen Teil eine Ta- belle dargestellt, in deren jeweils oberster Zeile die Spal- ten eines Tabellenkopfes in der folgenden Reihenfolge den folgenden Elementen zugeordnet sind : - Spalte 1 der Kundentelefoneinrichtung TE, die auch als CPE (Customer Premises Equipment) bezeichnet wird, - Spalte 2 dem T-Referenzpunkt, - Spalten 3 und 4 der kundenseitigen Netzübergangseinheit CP- IWF, - Spalte 5 dem ATM-Netzwerk 10, -Spalten 6 und 7 der vermittlungsstellenseitigen Netzüber- gangseinheit CO-IWF, - Spalte 8 dem Referenzpunkt V3, und - Spalte 10 der Vermittlungsstelle ET, die auch als Dienst- netzknoten (Switching Node) bezeichnet wird.

Die Zeilen 2 und 3 des Tabellenkopfes betreffen die Zuordnung der Spalten in der Übertragungsrichtung von der Kundentele- foneinrichtung TE bis zur Vermittlungsstelle ET. Für diese Übertragungsrichtung bezieht sich : - die Spalte 1 auf die von der Kundentelefoneinrichtung 12 gesendeten Daten, - die Spalte 3 auf die in der kundenseitigen Netzübergangs- einheit CP-IWF von der Seite der Kundentelefoneinrichtung TE empfangenen Daten, - die Spalte 4 auf die von der kundenseitigen Netzübergangs- einheit CP-IWF in das ATM-Netzwerk 10 gesendeten Daten, - die Spalte 6 auf die in der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit CO-IWF aus dem ATM-Netzwerk 10 empfange- nen Daten, - die Spalte 7 auf die von der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit CO-IWF zur Vermittlungsstelle ET gesen- deten Daten, und

- die Spalte 9 auf die in der Vermittlungsstelle ET von der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit CO-IWF emp- fangenen Daten.

Die genannten Stellen werden in dieser Reihenfolge auch als Tup-, Tup-, ATMup-, ATMup-, V3up-und V3up-Schnittstelle bezeichnet.

Die Zeilen 2 und 3 des Tabellenkopfes sind jeweils der ersten Zeile des Tabellenkörpers zugeordnet.

Die Zeilen 4 und 5 des Tabellenkopfes betreffen die Übertra- gung von Daten in der Übertragungsrichtung von der Vermitt- lungsstelle ET zur Kundentelefoneinrichtung TE. Für diese Übertragungsrichtung betrifft : - die erste Spalte der Tabelle die in der Kundentelefonein- richtung TE empfangenen Daten, welche von der kundenseitigen Netzübergangseinheit CP-IWF kommen, - die Spalte 3 die Daten, die von der kundenseitigen Netz- übergangseinheit CP-IWF zu der Kundentelefoneinrichtung TE gesendet werden, - die Spalte 4 die Daten, die von der kundenseitigen Netz- übergangseinheit CP-IWF aus dem ATM-Netzwerk 10 empfangen werden, - Die Spalte 6 die Daten, die von der vermittlungsstellensei- tigen Netzübergangseinheit CO-IWF in das ATM-Netzwerk 10 gesendet werden, - die Spalte 7 die Daten, die in der vermittlungsstellensei- tigen Netzübergangseinheit CO-IWF von der Vermittlungsstelle ET empfangen werden, und - die Spalte 9 die Daten, die von der Vermittlungsstelle ET zu der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit CO- IWF gesendet werden.

Die für diese Übertragungsrichtung genannten Stellen werden in der genannten Reihenfolge auch als Tdown-, Tdown-, ATM- down-, ATMdown-, V3down-und V3down-Schnittstelle bezeichnet.

Der Ubertragungsrichtung von der Vermittlungsstelle ET zur Kundentelefoneinrichtung TE ist die zweite bzw. die letzte Zeile des Tabellenkörpers zugeordnet.

In den Feldern der Tabellen werden die folgenden Symbole verwendet : keine Angabe, weil für das Verständnis des Ausführungsbeispiels nicht erforderlich bzw. weil gemäß dem bekannten Standard, a analysieren, t unverändert übertragen (transmit unchan- ged), Unterstreichung Fehler-/Ereigniserfassungspunkt, x=... Reaktion auf einen Fehler-/Ereignisfall, ###Fehler-/Ereignisursache.

In den Figuren 3 bis 17 ist neben den bereits anhand der Figur 1 erläuterten Einheiten auch ein Zeitmultiplex- Datenübertragungs-Netzwerk 12 auf beiden Seiten des ATM- Netzwerks 10 dargestellt.

Prüfschleifen Zwei verschiedene Prüfschleifen werden unterstützt, eine Prüfschleife in der vermittlungsstellenseitigen Netzüber- gangseinheit CO-IWF und eine andere Prüfschleife in der kun- denseitigen Netzübergangseinheit CP-IWF. Die Prüfschleifen werden aufgrund von speziellen Sa-Bitfolgen geschaltet, die unten an Hand der Figuren 3 und 4 näher erläutert werden.

Eine Bitfolge mit acht aufeinanderfolgenden Codeworten der Bits Sa6 (1), Sa6 (2), Sa6 (3) und Sa6 (4) bildet ein Prüfschlei- fenkommando bzw. einen Prüfschleifenbefehl, der erfasst wer- den muss, bevor weitere Maßnahmen getroffen werden. Umgekehrt gilt, dass die Prüfschleife ausgeschaltet wird, wenn acht aufeinanderfolgende Befehle zum Ausschalten der Prüfschleife

oder acht andere aufeinanderfolgende Signale empfangen worden sind, in denen kein Prüfschleifenbefehl erfasst worden ist.

Figur 3 zeigt Funktionseinheiten und Funktionsabläufe zum Schalten einer Prüfschleife in der vermittlungsstellenseiti- gen Netzübergangseinheit CO-IWF. Im Fall der Prüfschleife in der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit CO-IWF sendet die vermittlungsstellenseitige Netzübergangseinheit CO-IWF das ISDN-PRI-Signal zu der Vermittlungsstelle ET zu- rück. In der Übertragungsrichtung zu der kundenseitigen Netz- übergangseinheit CP-IWF wird das A-Bit auf den Wert Eins gesetzt. In der Übertragungsrichtung zu der Vermittlungsstel- le ET werden das A-Bit auf den Wert Eins und das Sa5-Bit auf den Wert Null gesetzt.

Die an Hand der Figur 3 erläuterte Funktion wird auch als Funktion F1 bezeichnet.

Figur 4 zeigt Funktionseinheiten und Funktionsabläufe zur Schaltung einer Prüfschleife in der kundenseitigen Netzüber- gangseinheit CP-IWF. Die Prüfschleife in der kundenseitigen Netzübergangseinheit CP-IWF entsteht durch das Einfügen von Ende-zu-Ende F5-Prüfschleifenzellen, die auch als F5 LB Zel- len (Loopback) bezeichnet werden. Diese Zellen werden von der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit CO-IWF ein- gefügt, nachdem der die Netzabschlusseinheit NT bzw. der die kundenseitige Netzübergangseinheit CP-IWF betreffende Prüf- schleifenbefehl worden ist. Gleichzeitig wird in der vermitt- lungsstellenseitigen Netzübergangseinheit CO-IWF eine lokale Prüfschleife aufgebaut, die der Prüfschleife in dem an Hand der Figur 3 erläuterten Fall einer Prüfschleife in der Lei- tungsabschlusseinheit LT bzw. der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit CO-IWF gleicht. Die Prüfschleife wird als fehlerhaft betrachtet, wenn die LB-Zellen nicht zu ihrem Ausgangspunkt innerhalb von fünf Sekunden zurückkehren. In diesem Fall manipuliert die vermittlungsstellenseitige Netz- übergangseinheit CO-IWF das zur Vermittlungsstelle ET gesen-

dete Prüfschleifensignal. Damit kann die Vermittlungsstelle ET Bitfehler erfassen.

Die an Hand der Figur 4 erläuterte Funktion wird auch als Funktion F2 bezeichnet.

Fehlerperformance-Überwachung Die CRC-4-Überwachung wird für den Schutz gegen falsche Zeit- rahmen (framing) und zur Fehlerperformance-Überwachung des digitalen Anschlussabschnitts DS genutzt. Um solche Leis- tungsmerkmale wie Leerkanalunterdrückung, Sprachkompression, Sprachaktivitätserfassung und Sprachpausenunterdrückung zu ermöglichen, ist eine transparente Übertragung des CRC-4 nicht möglich.

Deshalb werden ATM-Überwachungsverfahren wie die VCC (Virtual Channel Connection) Performanceüberwachung und die VCC Konti- nuitätsüberwachung gleichzeitig für den ATM-Abschnitt des digitalen Anschlussabschnitts DS genutzt. Die Performance- überwachung gewährleistet eine Echtzeitbewertung der Übertra- gungsqualität für die ausgewählten VCC auf Segmentebene oder auf Ende-zu-Ende-Ebene. Im Fall der Überwachung des ATM- Abschnitts des digitalen Anschlussabschnitts DS sollte die End-zu-End-VCC-Performanceüberwachung eingesetzt werden. Die Performanceüberwachung wird durch die Überwachung von Blocks aus Benutzerzellen erreicht. Es gibt zwei Anwendungen der Performanceüberwachung, nämlich die Vorwärtsüberwachung (For- ward Monitoring) und die rückwärts gerichtete Berichterstat- tung (Backward Reporting) gemeinsam oder die Vorwärtsüberwa- chung allein. Um fehlerhafte Blocks von Benutzerzellen zu erfassen, genügt es, nur die Vorwärtsüberwachung zu nutzen.

Die Performanceüberwachung wird während des Verbindungsauf- baus im Rahmen des VCC-Verfahrens aktiviert. Zusätzlich kann die Aktivierung bzw. Deaktivierung mit Hilfe eines Telekommu- nikationsmanagementnetzwerkes (TMN Telecommunication Manage-

ment Network) pro VCC konfiguriert werden. Für die Kommunika- tion zwischen den VCC-Endpunkten werden spezielle OAM-Zellen (Operation Administration Maintenance) genutzt, nämlich die FPM-Zellen (Forward Performance Monitoring) und die BR-Zellen (Backward Reporting). Mit Hilfe der Performanceüberwachung werden die folgenden Parameter gewonnen : - ein Zählerwert für die Anzahl der übertragenen Benutzer- informationszellen, - fehlerhafte Blocks, - ein Zählerwert für verlorene Benutzerinformationszellen und ein Zählerwert für fehlerhaft eingefügte Benutzerin- formationszellen innerhalb eines überwachten Blocks aus Zellen.

Die CRC-4-Prüfsumme wird am Übergang vom ATM-Netzwerk 10 zum zeitmultiplexorientierten Netzwerk 12, d. h. in der Übertra- gungsrichtung zu der Vermittlungsstelle ET, neu berechnet.

Wenn Fehler aufgrund der VCC Performanceüberwachung und der Kontinuitätsüberwachung in der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit CO-IWF erfasst werden, hat dies einen CRC-4-Fehler an der V3up-Schnittstelle der vermittlungsstel- lenseitigen Netzübergangseinheit CO-IWF zur Folge, siehe unten Erläuterungen zur Figur 6. Wenn ein Blockfehler durch die vermittlungsstellenseitige Netzübergangseinheit CO-IWF erfasst wird, wird das E-Bit in der Übertragungsrichtung zur Vermittlungsstelle ET auf den Wert Null gesetzt. Dieser Fall ist in Figur 5 erläutert.

Figur 5 zeigt die Überwachung des ATM-Netzwerkes 10 aufgrund der VCC Performanceüberwachung und der Kontinuitätsüberwa- chung an der ATMdown-Schnittstelle der kundenseitigen Netz- übergangseinheit CP-IWF. Durch die kundenseitige Netzüber- gangseinheit CP-IWF auf der Leitungsseite erfasste Performan- cefehler oder Kontinuitätsfehler auf dem digitalen Anschluss- abschnitt DS bilden einen Ersatz für eine CRC-4-Uberwachung (error report). Die Fehlerüberwachung ist vereinfacht. Nur

das Erfassen von Bitfehlern in dem digitalen Anschlussab- schnitt DS ist möglich. Es gibt keine Möglichkeit, andere Fälle zu emulieren, wie sie in den ISDN-PRI-Standards festge- legt sind, z. B. bei dem Fall, bei dem eine zusätzliche Sa6- Bitfolge gesendet werden soll, wenn eine CRC-4-Fehlerschwelle von 512 überschritten wird.

Figur 5 zeigt den Fall, in dem ein fehlerhafter Block aus Benutzerzellen aufgrund der empfangenen FPM-Zellen oder ein Kontinuitätsverlust (LOC-Loss of Continuity) aufgrund der VCC-Kontinuitätsüberwachung erfasst worden ist.

Figur 6 zeigt die Überwachung des ATM-Netzwerkes 10 durch die VCC Performanceüberwachung und durch die Kontinuitätsüberwa- chung an der ATMup-Schnittstelle der vermittlungsstellensei- tigen Netzübergangseinheit CO-IWF. Dargestellt sind die Ab- läufe beim Erfassen eines Fehlers in dem durch die vermitt- lungsstellenseitige Netzübergangseinheit CO-IWF empfangenen ATM-Signal.

Die VCC-Kontinuitätsüberwachung wird gemäß dem Standard ITU-T 1. 610 ausgeführt. Von den verschiedenen im Standard ITU-T 1. 610 angegebenen Funktionen werden die folgenden verwendet.

- die Kontinuitätsüberwachung (CC-Continuity Check) wird während des Verbindungsaufbaus aktiviert, - die VC-CC-Zellen werden wiederholt gesendet mit einer Periodizität von nominal einer Zelle pro Sekunde unabhän- gig von der Anzahl übertragener Benutzerzellen, - ein Kontinuitätsverlust (LOC) wird festgestellt, wenn der VCC-Empfänger (sink point) keine Benutzerzelle oder keine Kontinuitätsüberwachungszelle innerhalb eines Zeitinter- valls von 3,5 Sekunden mit einem Spielraum von 0,5 Sekun- den empfängt.

Die VCC-Performanceüberwachung wird ebenfalls gemäß Standard ITU-T 1. 610 ausgeführt, wobei die folgenden Optionen des Standards ITU-T 1. 610 genutzt werden : - Die Performanceüberwachung wird während der Verbindungs- einrichtung (connection establishment) aktiviert, - nur die vorwärts gerichtete Überwachung wird unterstützt, - die Blockgröße N, nach der eine FPM-Zelle eingefügt wird, liegt außerhalb des Regelungsbereiches des Dokuments, d. h. ist ein konfigurierbarer Parameter.

Die an Hand der Figur 5 erläuterte Funktion wird auch als Funktion F3 bezeichnet. Die an Hand der Figur 6 erläuterte Funktion wird auch also Funktion F4 bezeichnet.

Zusätzlich wird, wie in den Figuren 7 und 8 gezeigt, ein zweiter CRC-4-Abschnitt zwischen der kundenseitigen Netzüber- gangseinheit CP-IWF und der Kundentelefoneinrichtung TE über- wacht.

Figur 7 zeigt die Funktionsabläufe bei Meldung eines CRC-4- Fehlers von der Kundentelefoneinrichtung TE. Die in Figur 7 erläuterte Funktion wird auch als Funktion F5 bezeichnet.

Figur 8 zeigt Funktionsabläufe beim Erfassen eines CRC-4- Fehlers in dem Tup-Signal der kundenseitigen Netzübergangs- einheit CP-IWF. Es ist Aufgabe der kundenseitigen Netzüber- gangseinheit CP-IWF CRC-4-Fehler zu erfassen und sie der Vermittlungsstelle ET anzuzeigen. Die zugehörigen Bitfolgen sind in der Tabelle der Figur 8 dargestellt. Die an Hand der Figur 8 gezeigte Funktion wird auch als Funktion F6 bezeich- net.

Figur 9 zeigt Funktionsabläufe beim Melden eines CRC-4- Fehlers von der Kundentelefoneinrichtung TE und gleichzeiti- gem Erfassen eines CRC-4-Fehlers in dem Tup-Signal der kun- denseitigen Netzübergangseinheit CP-IWF. Die an Hand der

Figur 9 gezeigte Funktion wird auch als Funktion F7 bezeich- net. Der für die Funktion F7 erläuterte Fehlerfall ist eine Überlagerung der Fehlerfälle, die im Zusammenhang mit den Funktionen F5 und F6 an Hand der Figuren 7 und 8 erläutert worden sind.

Fehleranzeigen Im Folgenden wird ein Überblick über die auftretenden Fehler und die zugehörigen Fehleranzeigen gegeben, die jeweils durch die Netzübergangseinheit erfasst und übertragen werden müs- sen. Diese Fehleranzeigen werden in der Netzabschlusseinheit NT1 bzw. der kundenseitigen Netzübergangseinheit CP-IWF er- zeugt und in den Sa6-Bits zu der Vermittlungsstelle ET über- tragen.

LOS oder LFA am T-Referenzpunkt der NT1/CP-IWF Figur 10 zeigt Funktionsabläufe beim Erfassen eines Signal- verlustes (LOS) oder des Verlustes der Rahmenausrichtung (LFA) an der Tup-Schnittstelle der kundenseitigen Netzüber- gangseinheit CP-IWF. Wenn der Signalverlust (LOS) oder der Verlust der Rahmenausrichtung (LFA) erfasst wird, sendet die kundenseitige Netzübergangseinheit CP-IWF die Sa6-Bitfolge mit dem Wert"1100"in der Übertragungsrichtung zu der ver- mittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit CO-IWF. Die vermittlungsstellenseitige Netzübergangseinheit CO-IWF sendet die empfangene Sa6-Bitfolge unverändert, d. h. transparent, an die Vermittlungsstelle ET. Nach dem Empfang der Sa6-Bitfolge setzt die Vermittlungsstelle ET das A-Bit auf den Wert Eins und das Sa4-Bit auf den Wert Null. Diese Bits werden in dem Zeitschlitz TSO in die Richtung zum Kunden hin eingefügt.

Zusätzlich fügt die kundenseitige Netzübergangseinheit CP-IWF das E-Bit mit einem Wert Null in das zur Kundentelefonein- richtung TE bzw. in das downstream gerichtete Signal ein.

Die an Hand der Figur 10 erläuterte Funktion wird auch als Funktion F8 bezeichnet.

LOS oder LFA auf der Leitungsseite der NT1/CP-IWF Figur 11 zeigt Funktionsabläufe beim Erfassen eines ATM- Verbindungsfehlers an der ATMdown-Schnittstelle der kunden- seitigen Netzübergangseinheit CP-IWF.

Ein Fehler des aus dem ATM-Netzwerk 10 kommenden Signals wird in der kundenseitigen Netzübergangseinheit CP-IWF aufgrund der Ende-zu-Ende VCC-Kontinuitätsüberwachung, eines Zellver- lustes, eines Verlustes der Zellausrichtung bzw. Zellsynchro- nität oder aufgrund eines physikalischen Verbindungsfehlers erfasst, insbesondere aufgrund eines Signalverlustes (LOS- Loss of Signal) auf der XDSL-Ebene (X-Digital Subscriber Line). Die vermittlungsstellenseitige Netzübergangseinheit CO-IWF beginnt mit der VCC Kontinuitätsüberwachung (CC- Continuity Check) nach dem die betreffende VCC eingerichtet worden ist. Die VCC-Kontinuitätsüberwachung wird gemäß Stan- dard ITU 1. 610 ausgeführt. Von den verschiedenen Optionen des Standards 1. 610 werden die folgenden Optionen genutzt : - Die Kontinuitätsüberwachung (CC) wird während der Verbin- dungseinrichtung (connection establishment) aktiviert, - die VC-CC-Zellen werden wiederholt gesendet mit einer Periodizität von nominal einer Zelle pro Sekunde unabhän- gig von der Anzahl der übertragenen Benutzerzellen.

Die an Hand der Figur 11 dargestellte Funktion wird auch als Funktion F9 bezeichnet.

LOS am VS-Referenzpunkt bzw. an der vermittlungsstellenseiti- gen Netzübergangseinheit CO-IWF Figur 12 zeigt Funktionsabläufe beim Auftreten eines ATM- Verbindungsfehlers an der ATMdown-Schnittstelle, wobei der

Fehler durch einen Signalverlust (LOS) an der vermittlungs- stellenseitigen Netzübergangseinheit CO-IWF verursacht worden ist. Die in Figur 12 gezeigten Funktionsabläufe ähneln den an Hand der Figur 11 erläuterten Funktionsabläufen. Die vermitt- lungsstellenseitige Netzübergangseinheit CO-IWF deaktiviert die VCC-Kontinuitätsüberwachung (CC) so lange, wie ein Sig- nalverlust (LOS) erfasst wird. Zusätzlich werden keine Benut- zerzellen, einschließlich der Zellen zum Übertragen der In- formation des Zeitschlitzes TSO, gesendet. Damit kann die kundenseitige Netzübergangseinheit CP-IWF einen ATM- Verbindungsfehler erfassen.

Die an Hand der Figur 12 erläuterte Funktion wird auch als Funktion F10 bezeichnet.

LOS oder LFA am T-Referenzpunkt der NT1/CP-IWF und LOS am V3- Referenzpunkt der LT/CO-IWF Figur 13 zeigt Funktionsabläufe beim Auftreten eines Signal- verlustes (LOS) oder eines Verlustes der Rahmenausrichtung (LFA) am T-Referenzpunkt der kundenseitigen Netzübergangsein- heit CP-IWF und gleichzeitigem Auftreten eines Signalverlus- tes (LOS) am V3-Referenzpunkt der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit CO-IWF. Die an Hand der Figur 13 darge- stellte Funktion wird auch als Funktion Fll bezeichnet. Der für die Funktion Fll erläuterte Fehlerfall ist eine Kombina- tion der Fehlerfälle, die oben in Zusammenhang mit den Funk- tionen F8 und F10 an Hand der Figuren 10 bzw. 12 erläutert worden sind.

LOS auf der Leitungsseite der LT/CO-IWF Figur 14 zeigt Funktionsabläufe beim Auftreten eines ATM- Verbindungsfehlers des ATMup-Signals an der vermittlungsstel- lenseitigen Netzübergangseinheit CO-IWF. Wenn die vermitt- lungsstellenseitige Netzübergangseinheit CO-IWF in dem ATMup- Signal einen Fehler aufgrund des Ausbleibens von VCC Kontinu-

itätsüberwachungszellen, des Verlusts von Zellen, des Ver- lusts der Zellausrichtung oder physikalische Verbindungsfeh- ler erfasst, z. B. durch einen Signalverlust (LOS) auf XDSL- Ebene, werden die in der Figur 14 dargestellten Funktionsab- läufe ausgeführt, die auch als Funktion F12 bezeichnet wer- den.

AIS am V3-Referenzpunkt der CO-IWF und übertragen zur CP-IWF Figur 15 zeigt Funktionsabläufe beim Erfassen eines AIS (A- larm Indication Signal) an der kundenseitigen Netzübergangs- einheit CP-IWF. Die kundenseitige Netzübergangseinheit CP-IWF erfasst das AIS auf der Leitungsseite. Das AIS wird in dem Zeitmultiplexnetzwerk 12 erzeugt und durch die vermittlungs- stellenseitigen Netzübergangseinheit CO-IWF weitergeleitet.

Wenn AIS-Alarmdatenpakete an der ATMdown-Schnittstelle der kundenseitigen Netzübergangseinheit CP-IWF empfangen werden, sendet die kundenseitige Netzübergangseinheit CP-IWF ein AIS zu der Kundentelefoneinrichtung TE, die auch als CPE (Custo- mer Telefonie Equipment) bezeichnet wird. Die Kundentelefon- einrichtung TE sendet ein A-Bit mit dem Wert Eins zurück, das unverändert, d. h. transparent, zur Vermittlungsstelle ET übertragen wird. Die Ursache für das in der kundenseitigen Netzübergangseinheit CP-IWF empfangene AIS war eine von der Vermittlungsstelle ET eingefügte AIS-Bitfolge.

Die an Hand der Figur 15 erläuterte Funktion wird auch als Funktion F13 bezeichnet.

LOS/LFA an der Tup-Schnittstelle der CP-IWF und AIS am V3- Referenzpunkt der CO-IWF Figur 16 zeigt Funktionsabläufe beim Erfassen eines AIS in dem ATMdown-Signal und gleichzeitigem Erfassen eines Signal- verlustes (LOS) oder des Verlustes der Rahmenausrichtung (LFA) am T-Referenzpunkt der kundenseitigen Netzübergangsein- heit CP-IWF. Dabei wird das AIS zu der kundenseitigen Netz-

übergangseinheit CP-IWF übertragen. Die an Hand der Figur 16 gezeigte Funktion wird auch als Funktion F14 bezeichnet. Der Funktion 14 liegt ein Fehlerfall zu Grunde, der eine Kombina- tion von zwei Fehlerfällen ist, die oben an Hand der Funktio- nen F8 und F13 sowie an Hand der Figuren 10 und 15 erläutert worden sind.

Betriebsspannungsausfall in der NT1/CP-IWF Figur 17 zeigt Funktionsabläufe beim Erfassen eines Betriebs- spannungsausfalls an der kundenseitigen Netzübergangseinheit CP-IWF. Wenn ein Betriebsspannungsausfall durch die kunden- seitige Netzübergangseinheit CP-IWF erfasst wird, werden die in der Tabelle der Figur 17 dargestellten Bitwerte verwendet.

Die in Figur 17 dargestellte Funktion wird auch als Funktion F15 bezeichnet.

Ausführungsbeispiel mit Vorgabe des Basistextes für einen ATM-Standard Im Folgenden wird ein weiteres Ausführungsbeispiel erläutert, bei dem ein erweiterter Basistext für den ATM-Standard af- vmoa-0145.000 vorgeschlagen wird. Ausgehend von den oben bereits erläuterten Ausführungsbeispielen wird dargelegt, welche Textabschnitte des Standards af-vmoa-0145.000 ersetzt oder ergänzt werden sollen. Außerdem werden neue Abschnitte angegeben.

Auf die Änderungen bzw. Ergänzungen werden am Beginn jedes Abschnitts durch eine Bemerkung hingewiesen, z. B. durch "steht an Stelle des Abschnitts x. y. z des Standards af-vmoa- 0145.000". Einige Abschnitte müssen im Standard af-vmoa- 0145.000 hinzugefügt werden, weil die darin erwähnten Aspekte durch das aktuelle Basisdokument nicht abgedeckt sind. Darauf wird durch eine Bemerkung hingewiesen, z. B. durch"neuer Abschnitt x. y. z in af-vmoa-0145.000 erforderlich". Unterab-

schnitte, die keine solche Bemerkungen enthalten, sind nur informativ.

Der in dem Ausführungsbeispiel vorgeschlagene Text muss zur Erstellung eines Basistextes noch überarbeitet werden, um ihn stärker an die Struktur des Standards af-vmoa-0145.000 anzu- lehnen.

Ziele (ersetzt Abschnitt 1.1 des Standards af-vmoa-0145.000) Die Erweiterung des Dienstes zur Emulation einer Teilnehmer- anschlussleitung unter Nutzung von AAL2 für ISDN-PRI-Dienste, die in diesem Dokument beschrieben werden, befriedigt ein Bedürfnis des Marktes nach einem effizienten Übertragungsver- fahren zum Übertragen von ISDN-PRI-Verkehr über eine breit- bandige Teilnehmeranschlussleitungsverbindung, wie z. B. eine XDSL-Leitung zwischen einer Kundeneinrichtung und dem öffent- lichen durchschaltevermittelten bzw. leitungsvermittelten Telefonnetz. Es ist beabsichtigt, die Erweiterung für die Anschlusskanalbündelung (access trunking) zum öffentlichen durchschaltevermittelten Netzwerk mit Mietleitungen zu nut- zen, wie es hauptsächlich für die Verbindung von Telekommuni- kationsanlagen (PBX-private branch exchange) verwendet wird.

Die klassische ISDN-PRI basiert auf herkömmlichen Zeitmultip- lexverfahren (TDM) mit erweiterten Anforderungen und OAM- Prinzipien (Operation Administration Maintenance), die zur Überwachung der durchschaltevermittelt Verbindung festgelegt worden sind. Deshalb muss auch ein ISDN-PRI-Emulationsdienst, der die Prinzipien des ATM/LES nutzt, diese Anforderungen erfüllen.

In diesem Dokument sind die dafür erforderlichen Verfahren angegeben.

Regelungsbereich (ersetzt Abschnitt 1.2 des Standards af-vmoa-0145.000) Diese Spezifikation erläutert die Verfahren, welche die effi- ziente Übertragung von ISDN-PRI (2048kbps/El Signal) Diensten über ein ATM-Netzwerk zwischen zwei Netzübergangseinheiten (IWF-Interworking Function) erlauben. Die Netzübergangsein- heiten liegen : - im Kundenbereich (CP-IWF mit der benutzerseitigen Schnittstelle am T-Referenzpunkt, festgelegt in den Stan- dards ITU-T 1. 411, 1. 431 und ETSI ETS 300 011), und im - Dienstanbieterbereich (CO-IWF mit der Ortsvermittlungs- Schnittstelle am V3-Referenzpunkt, festgelegt im Standard ITU-T Q. 512).

Außerdem wird der Einsatz von virtuellen ATM-Verbindungen über AAL2 zur Übertragung der Nutzerinformation (bearer in- formation) und der Signalisierung festgelegt. Die verwendeten virtuellen Verbindungen sollen PVC (Permanent Virtual Circu- it) sein.

Der Regelungsbereich dieser Spezifikation umfasst : - Die Funktionalität der Netzübergangseinheiten IWF, - die relevanten Aspekte der Steuerungsebene für den Dienst zur Emulation einer Teilnehmeranschlussleitung unter Ver- wendung von AAL2 (Loop Emulation Service Using AAL2), die relevanten Aspekte der Benutzerebene für den Dienst zur Emulation einer Teilnehmeranschlussleitung unter Ver- wendung von AAL2, - relevante Aspekte der Netzmanagementebene.

Referenzmodell (ersetzt Abschnitt 1.4 des Standards af-vmoa-0145.000) Diese Spezifikation dient zur Unterstützung der Bereitstel- lung von ISDN-PRI-Diensten für Kundenbereiche über bandbrei- tenbegrenzte ATM-Verbindungen, wie z. B. die von DSL-Systemen

(Digital Subscriber Line) zur Verfügung gestellten Verbindun- gen.

In diesem Referenzmodell werden nur die Einheiten gezeigt, die einen Bezug zu den ISDN-PRI-Diensten haben. Bei einer Implementierung kann die Einheit zum Erbringen der CP-IWF- Funktion auch Datenschnittstellen zum Kunden enthalten, z. B. ein Ethernet. Der von solchen Schnittstellen kommende oder der an solchen Schnittstellen endende Datenverkehr wird über AAL5 oder eine andere geeignete AAL an der gleichen ATM- Schnittstelle zum ATM-Netzwerk übertragen wie der Verkehr im Sprachband.

Der in Figur 18 dargestellte Dienstnetzknoten (Service Node) steht für eine Vermittlungsstelle des öffentlichen durch- schaltevermittelten Telefonnetzes (PSTN-Public Switched Telefon Network), die öffentliche Telefonvermittlungsdienste und Mietleitungsdienste über eine schmalbandige Dienstknoten- Schnittstelle (SNI-Service Node Interface) zur Verfügung stellt. Der Dienstknoten kann die vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit CO-IWF über ein oder mehrere physikali- sche Schnittstellen verbinden. Alternativ kann die CO-IWF- Funktionalität integraler Bestandteil des Dienstnetzknotens sein, so dass die physikalische Schnittstelle zwischen der vermittlungsstellenseitigen Netzübergangseinheit CO-IWF und dem Dienstnetzknoten nach außen hin nicht sichtbar ist.

Die physikalische Verbindung zwischen der CP-IWF und dem ATM- Netzwerk ist typischerweise eine DSL (Digital Subscriber Line), ein HFC (Hybrid Fibre Coax), eine Glasfaserverbindung oder eine Funkverbindung. Das ATM-Netzwerk kann ein vollstän- diges Netzwerk, ein einzelnes ATM-Vermittlungselement oder einfach eine direkte Verbindung zwischen einer CO-IWF und einer CP-IWF sein.

Die virtuellen ATM-Verbindungen durch das ATM-Netzwerk zwi- schen der CP-IWF und der CO-IWF sollen PVCs oder SPVCs (Soft

Permanent Virtual Circuit) sein, die den folgenden Verkehr übertragen : - Transportverkehr und Signalisierung unter Benutzung von AAL2, wobei die DSS1 (Digital Signalling System Number One) für die Steuerung der Schmalbanddienste in einem AAL2-Kanal innerhalb des gleichen ATM-VCC wie der zugehö- rige Transportverkehr übertragen wird.

Die in dieser Spezifikation erläuterten IWFen sind funktiona- le Einheiten, die als eigenständige Geräte, als Teil eines größeren Gerätes oder auch verteilt über verschiedene Geräte implementiert werden können. Diese Spezifikation schreibt keine Implementierung einer dieser Konfigurationen vor.

CO-IWF-Funktionalität (zusätzlich zu Abschnitt 1.7 des Standards af-vmoa-0145.000) - Signalisierungsanpassung (Signalling Interworking) für die Übertragung von Fehlermeldungen (failures) und Alarm- meldungen (alarms), um Wartungssignalisierung von der SNI (Service Node Interface) (falls vorhanden) und von den ATM-Breitband-Schnittstellen zu empfangen und Signalisie- rung in die SNI bzw. die ATM-Breitband-Schnittstellen einzufügen. Beispielsweise werden ein von der Vermitt- lungsstelle ET kommender Prüfschleifenbefehl durch eine VCC-Prüfschleife (Loopback) ersetzt und in der anderen Ü- bertragungsrichtung wird im AAL2-Wartungskanal empfangene Fehler auf Fehlermeldungen (notifications) über Sa-Bits in das Signal abgebildet, das nicht der Rahmenausrichtung dient.

CP-IWF-Funktionalität (zusätzlich zu Abschnitt 1.8 des Standards af-vmoa-0145.000) - Signalisierungsanpassung (Signalling Interworking) für die Übertragung von Fehlermeldungen und Alarmmeldungen, um Wartungssignalisierung von den ISDN-PRI-Schnittstellen

bzw. den ATM-Breitband-Schnittstellen zu empfangen und um Signalisierung in die ISDN-PRI-Schnittstellen bzw. die ATM-Breitband-Schnittstellen einzufügen. Beispielsweise werden Alarmanzeigen (indications) in dem AAL2- Wartungskanal übertragen.

Unterstützte Schnittstellen (ersetzt Abschnitt 2 des Standards af-vmoa-0145.000) Diese Spezifikation bestimmt die Schmalbandschnittstellen und legt die ATM-Schnittstellen an der CP-IWF und der CO-IWF fest.

Außerdem können die IWFen andere Schnittstellen für Manage- ment-und Administrationszwecke haben, die jedoch nicht in diesem Dokument festgelegt sind.

IWF-Schmalbandschnittstellen Physikalische Schicht Auf der physikalischen Schicht sollte eine IWF (CP-und CO-) DS1 oder E1 Verbindungen (circuits) gemäß den Standards ITU-T G. 703 und G. 704 abhängig von der Anwendung unterstützen.

Die im Standard ITU-T 1. 412 festgelegte Kanalstruktur der Primärmultiplexschnittstelle (Primary Rate Interface Channel Structure) sollte unterstützt werden.

Das bedeutet : -die Primärmultiplex-B-Kanalstruktur wird unterstützt, d. h. unabhängige B-Kanäle mit 64 kbps. Für die E1- Schnittstelle mit 2,048 Mbps gilt : 30 B+D. Für die DS1- Schnittstelle mit 1,544 Mbps gilt : 23 B+D.

- Die H-Kanalstrukturen werden nicht unterstützt (H0 : 384 kbps (kilobit per second), Hll : 1536 kbps, H12 : 1920 kbps).

IWF benutzer-und netzwerkseitige Schnittstellen Eine CP-IWF muss geeignete Schnittstellen für ISDN-PRI- Verbindung zu einer Telefoniereinrichtung im Kundenbereich unterstützen. Die Spezifikationen für diese Schnittstelle beinhalten : - eine Primärmultiplex-ISDN-Schnittstelle gemäß den Stan- dards ITU-T 1. 431, ETSI ETS 300 011 oder äquivalenter na- tionaler Spezifikationen.

Eine CO-IWF muss geeignete Schnittstellen für ISDN-PRI- Verbindungen zum Telefonnetzwerk unterstützen (in Überein- stimmung mit dem Standard ITU-T Q. 512).

Signalisierung Auf der Signalisierungsschicht soll eine IWF eines der fol- genden Signalisierungssysteme abhängig von der benötigten Anwendung unterstützen : Signalisierungssysteme mit gemeinsamem Kanal : - N-ISDN-Signalisierung gemäß den Standards ITU-T Q. 921 und Q. 931 (DSS1).

- N-ISDN gemäß der ETSI-Version von DSS1, wie in den Stan- dards ETSI ETS 300 125 und ETS ETSI 300 102-1 festgelegt.

Unterstützte Fähigkeiten ATM VCC zur Übertragung von AAL2-Kanälen für die Unterstüt- zung eines PRI über einen LES (ersetzt Abschnitt 3. 2 des Standards af-vmoa-0145.000) Eine ATM VCC zwischen einem CP-IWF und einem CO-IWF kann Verkehr von genau einer ISDN-Primärmultiplexschnittstelle enthalten.

DSSl-Signalisierung für ISDN-PRI-Leitungen und die B-Kanäle der Schmalband-Schnittstelle werden in der gleichen ATM VCC in verschiedenen AAL2-Kanälen übertragen. Der Zeitschlitz TSO

eines ISDN-PRI soll in den AAL2-Kanal mit dem Kanalkennzei- chen CID = 16 abgebildet werden.

Zeitschlitz TSO enthält das Rahmenausrichtsignal oder das nicht die Rahmenausrichtung betreffende Signal, das zur Über- tragung der Wartungs-und Alarminformation benutzt wird.

Signalisierung zwischen CO-IWF und CP-IWF für das ISDN PRI (ersetzt Abschnitt 3.3.2 des Standards af-vmoa-0145.000) Das Protokollreferenzmodell für eine CP-IWF mit ISDN PRI zu der benutzerseitigen Schnittstelle hin ist in Figur 19 darge- stellt. Die Übertragung der Mediendatenströme (media streams) zwischen CP-IWF und CO-IWF ist die gleiche wie bei der analo- gen Telefone, einschließlich der optionalen Verwendung der Tonwahl (DTMF Dial Digit Service-Dual Tone Multiple Fre- quency). Die DSSl-Signalisierung wird in der CP-IWF nicht abgeschlossen. DSSl-Signalisierungsnachrichten werden von der CP-IWF aus dem schmalbandigen D-Kanal über die AAL2 VCC unter Verwendung des Dienstes zur Übertragung/Fehlererfassung (Transmission/Error Detection) weitergeleitet, wie im Stan- dard ITU-T 1. 366.1 festgelegt.

Auswahl und Wechsel der Codierung (der erste Teil dieses Abschnitts ist informativ) Es sind die gleichen Verfahren gültig, die im Standard af- vmoa-0145.000 festgelegt sind, weil die im Standard ITU-T 1. 412 festgelegte Unterstützung der H-Kanalstrukturen nicht unterstützt wird. Diese Kanalstrukturen erfordern Zeitrahmen- integrität. Deshalb lassen sich AAL2-Verfahren wie Sprachpau- senunterdrückung und Sprachkompression nur gleichzeitig für den gesamten H-Kanal nutzen. So würde z. B. ein Wechsel des Codierungsprofils innerhalb eines Profils nur möglich sein, wenn er gleichzeitig alle Transportkanäle (bearer channels) betrifft. Das bedeutet, dass im Fall eines HO-, Hll-bzw.

H12-Kanals der Profilwechsel (Profile Change) für alle 6,23 bzw. 30 B-Kanäle gleichzeitig stattfinden muss.

(Der folgende Text ergänzt Abschnitt 3.4.2 des Standards af- vmoa-0145.000) Der Zeitschlitz TSO der ISDN-PRI wird in den AAL2-Kanal mit dem CID=16 abgebildet. Die im Standard ITU-T 1. 366.2 festge- legte SSCS (Service Specific Convergence Sublayer) wird in diesem Kanal mit PCM64-Codierung genutzt und ein Wechsel des Codierungsprofils ist nicht zulässig, weil die in dem Zeit- schlitz TSO enthaltene Information transparent zu übertragen ist. Damit sollte keine Sprachkompression und keine Sprach- pausenunterdrückung für diesen Kanal genutzt werden.

Anwendungskennzeichen (AppId) (ergänzt Abschnitt 4. 1.1 des Standards af-vmoa-0145. 000) Zusätzlich muss ein Anwendungskennzeichen festgelegt werden für : - den Emulationsdienst für eine Teilnehmeranschlussleitung unter Nutzung von DSS1 zur Unterstützung von PRI mit ELCP (Emulated Loop Control Protocol).

SSCS-Typ Der auf jedem Kanal einer AAL2 VCC anzuwendende SSCS-Typ hängt von der Verwendung dieses Kanals ab. Zur Übertragung von Mediendatenströmen genutzte Kanäle (ISDN-B-Kanäle) sollen die im Standard ITU-T 1. 366.2 festgelegte SSCS nutzen. Die zum Übertragen des Steuer-und Managementebenenverkehrs be- nutzten Kanäle (ELCP, DSS1 in den ISDN-D-Kanälen und LES-EOC) sollen die im Standard ITU-T 1. 366.1 festgelegte SSCS nutzen.

Zur Übertragung von zusätzlichen Fehler-und Alarmmeldungen, wie sie im Zeitschlitz TSO der ISDN-PRI-Anwendung enthalten sind, soll die im Standard ITU-T 1. 366.2 festgelegte SSCS

genutzt werden, jedoch ohne Sprachkompression und/oder Sprachpausenunterdrückung, VAD-Verfahren (Voice Activity Detection).

CID Vergabe (ergänzt Abschnitt 4.4.1 des Standards af-vmoa-0145.000) Im Fall der Unterstützung von ISDN-PRI soll das CID mit dem Wert Sechzehn für die Übertragung des Zeitschlitzes TSO des ISDN-PRI-Signals genutzt werden. Dieses CID wird während des Systemhochlaufs (start up) vergeben, wobei der Kanal gleich- zeitig aktiviert wird.

Signalisierungs-und Steuerungs-Verfahren Die in diesem Abschnitt enthaltenen Informationen müssen den entsprechenden Abschnitten des Basistextes zugeordnet werden, um in die Struktur des Standards af-vmoa-0145. 000 zu passen.

Es werden zusätzliche Signalisierungs-und Steuerungs- Verfahren für ISDN-PRI erläutert.

Signalisierungsverfahren für das ISDN-PRI Das ISDN-PRI besteht aus : - 30 Zeitschlitzen, nummeriert von 1 bis 15 und 17 bis 31, zur Übertragung der B-Kanäle, - einem Signalisierungszeitschlitz mit der Nummer 16 zum Transport der DSSl-Signalisierung, und - einem Zeitschlitz mit der Nummer 0 für die Übertragung der Zeitrahmenausrichtung, des Signals für die CRC- Multizeitrahmenausrichtung, die CRC, und Wartungsinforma- tion im Fall einer El-Schnittstelle.

Jeder aktive B-Kanal, der Signalisierungskanal (DSSl- Signalisierung), das ELCP-Protokoll und der das Rahmenaus- richtsignal oder das nicht die Rahmenausrichtung betreffende

Signal enthaltende Kanal sollen in einem eigenen AAL2-Kanal derselben VCC übertragen werden. B-Kanäle werden den AAL2- Kanälen abhängig vom Rufzustand dynamisch unter Verwendung des ELCP zugeordnet. Die AAL2-Kanäle für das ELCP und das Rahmenausrichtsignal und für das nicht die Rahmenausrichtung betreffende Signal werden statisch zugeordnet.

Für die DSSl-Signalisierung wird der AAL2-Kanal durch die CO- IWF unter Nutzung einer ALLOCATION-Nachricht dynamisch zuge- ordnet, wie im Fall der ISDN-BRI.

Für das die Rahmenausrichtung betreffende Signal und für das nicht die Rahmenausrichtung betreffende Signal (TSO) ist der AAL2-Kanal durch das CID mit dem Wert Sechzehn gekennzeich- net.

Erfassen ungenutzter Kanäle (Idle Channel Detection) Die CO-IWF bekommt keine explizite Anzeigemeldung (indicati- on) über die Belegung oder Freigabe eines Kanals, wie im Fall des LES und einer V5 oder einer GR303 SNI. Deshalb muss die CO-IWF durch andere Maßnahmen informiert werden.

Die vorgeschlagene Lösung besteht darin, dass die CO-IWF den Rufzustand"Leerlauf" (Idle) aufgrund der Überwachung der DSSl-Nachrichten im Zeitschlitz Sechzehn der Schmalband- Schnittstelle feststellt. Ausgehend von den Nachrichten für den Rufaufbau und für die Freigabe wird die CO-IWF die erfor- derlichen AAL2-Kanäle belegen oder freigeben, wobei ELCP genutzt wird.

Die Signalisierungsinformation selbst wird transparent zwi- schen den IWFen unter Verwendung des SSSAR- (Service Specific Segmentation And Reassambly) und des SSTED-Verfahrens (Servi- ce Specific Transmission Error Detection) gemäß Standard af- vmoa-0145.000 übertragen.

Figur 20 zeigt das Protokollreferenzmodell für die CO-IWF.

ISDN-PRI spezifische OAM-Verfahren und Tabellen der Alarmzu- stände (Es ist ein neuer Abschnitt in dem Standard af-vmoa-0145.000 erforderlich) Prüfschleifen (Hier ist der Text einzufügen, der oben im Abschnitt Prüf- schleifen enthalten ist, d. h. einschließlich der Erläuterun- gen zu den Funktionen F1 und F2 sowie die Figuren 3 und 4).

Fehlerüberwachung (Hier ist der Text einzufügen, der oben im Abschnitt Fehler- überwachung steht, d. h. einschließlich der Erläuterungen zu den Funktionen F3 bis F7 und die Figuren 5 bis 9).

Fehleranzeige (Hier ist der Text einzufügen, der oben im Abschnitt Fehler- anzeigen steht, einschließlich der Erläuterungen zu den Funk- tionen F8 bis F15 und der Figuren 10 bis 17).

Bezugszeichenliste DS digitaler Anschlussabschnitt 4, 6 CRC-4-Verfahren TE, CPE Kundentelefoneinrichtung NT1 Netzabschlusseinheit LT Leitungsabschlusseinheit ET, SN Vermittlungsstelle CRC-4 Fehlercode A A-Bit E E-Bit Sa4 bis Sa8 Sa4-bis Sa8-Bit CP-IWF kundenseitige Netzübergangseinheit (Customer Premises Interworking Function) CO-IWF vermittlungsstellenseitige Netzübergangseinheit (Central Office Interworking Function) 10 ATM-Netzwerk 12 Zeitmultiplexnetzwerk LOS Signalverlust (Loss of Signal) LFA Rahmenausrichtungsverlust (Loss of Frame A- lignement) LOC Kontinuitätsverlust (Loss of Continuity) CC Kontinuitätsprüfung (Continuity Check) AIS Alarmsignal (Alarm Indication Signal) TSOTaktanfangszeitschlitz a analysieren t transparent weiterleiten FPM Vorwärtsperformanceüberwachung (Forward Perfor- mance Monitoring) ATM Asynchroner Übertragungsmodus (Asynchronous Transfer Mode) F1 bis F15 Funktion V3, T Referenzpunkt I, II Sub-Multizeitrahmen LB Prüfschleife (loopback) DS1 Anschlussart (1,544 MBit/s) E1 Anschlussart (2,048 MBit/s) AIS Alarmanzeigesignal (Alarm Indication Signal) AUXP Hilfsmuster (Auiliary Pattern)