Kruk, Anton (Schubertstrasse 20, Erkrath, D-40699, DE)
| 1. | Verfahren zum Übertragen von Nutzdaten in einem hybriden Telekommunikationssystem, insbesondere einem "ISDN H DECT spezifischen RLL/WLL"System, a) wobei das hybride Telekommunikationssystem zur Nutzdaten übertragung al) ein erstes Telekommunikationsteilsystem (ITTS) mit min destens einen ersten Telekommunikationskanal mit jeweils einer ersten Nutzdatenübertragungskapazität und a2) ein zweites Telekommunikationsteilsystem (DIIS, RWTTS) mit einer vorgegebenen Anzahl von zweiten Telekommunika tionskanälen mit jeweils einer zweiten Nutzdatenübertra gungskapazität enthält, b) wobei das zweite Telekommunikationsteilsystem (DIIS, RW TTS) zur Übertragung der Daten eine erste Telekommunika tionsschnittstelle (DIFS) und eine zweite Telekommunika tionsschnittstelle (DIPS) aufweist, die über den zweiten Telekommunikationskanal bzw. die zweiten Telekommunikati onskanäle miteinander verbunden sind, c) wobei das zweite Telekommunikationsteilsystem (DIIS, RW TTS) als lokale Nachrichtenübertragungsschleife über die beiden Telekommunikationsschnittstellen (DIFS, DIPS) in das erste Telekommunikationsteilsystem (ITTS) eingebun den ist, d) wobei die erste Nutzdatenübertragungskapazität kleiner als eine sich aus der vorgegebenen Anzahl der zweiten Te lekommunikationskanäle mit jeweils der zweiten Nutzdaten übertragungskapazität ergebende dritte Nutzdatenübertra gungskapazität ist, d a d u r c h g ekennzeichnet, da die Nutzdaten nach einem Nutzdatenübertragungsprotokoll über tragen werden, bei dem eine sich aus der Differenz der ersten Nutzdatenübertragungskapazität und der dritten Nutzdatenüber tragungskapazität ergebende Datenübertragungsredundanz zumin dest teilweise dazu benutzt wird, um bei einer vollständig nutzdatengesicherten Nutzdatenübertragung zusätzlich zu sy stembedingten Übertragungsverzögerungen auftretende Übertra gungsverzögerungen auf Kosten einer fehlerfreien Nutzdaten übertragung zu vermeiden. |
| 2. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn z ei ch n e t, da die Datenübertragungsredundanz zum Teil benutzt wird. |
| 3. | Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn zeichn et, da das erste Telekommunikationsteilsystem (ITTS) ein ISDN System und der erste Telekommunikationskanal bzw. die ersten Telekommunkationskanäle ein ISDNBKanal bzw. ISDNBKanäle sind und da die erste Nutzdatenübertragungskapazität der Ka pazität eines "ISDNB"Kanals entspricht. |
| 4. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch g ekenn zei chnet, da das zweite Telekommunikationsteilsystem (DIIS, RWTTS) auf ein DECTSystem basiert und die vorgegebene Anzahl von zwei ten Telekommunikationskanälen DECTKanäle sind und da die zweite Nutzdatenübertragungskapazität der Kapazität eines "DECTFullSlot"Kanals und die zweite Nutzdatenübertragungs kapazität der Kapazität eines "DECTDoubleSlot"Kanals ent sprechen. |
| 5. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch g ekenn zeic hnet, da das zweite Telekommunikationsteilsystem (DIIS, RWTTS) auf ein GSMSystem basiert und die vorgegebene Anzahl von zweiten Telekommunikationskanälen GSMKanäle sind. |
| 6. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch g eken n zeichn et, da das zweite Telekommunikationsteilsystem (DIIS, RWTTS) auf ein PHSSystem, ein WACSSystem oder ein PACSSystem basiert und die vorgegebene Anzahl von zweiten Telekommunikationska nälen PHS, WACS bzw. PACSKanäle sind. |
| 7. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch g ekenn zeic hnet, da das zweite Telekommunikationsteilsystem (DIIS, RWTTS) auf ein "IS54"System oder ein PDCSystem basiert und die vorge gebene Anzahl von zweiten Telekommunikationskanälen ,IS54" bzw. PDCKanäle sind. |
| 8. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch g eken n zei chnet, da das zweite Telekommunikationsteilsystem (DIIS, RWTTS) auf ein CDMASystem, ein TDMASystem, ein FDMASystem oder ein bezüglich dieser gennannten Übertragungsstandards hybrides System basiert und die vorgegebene Anzahl von zweiten Tele kommunikationskanälen CDMA, TDMA, FDMAKanäle bzw. bezüg lich dieser gennannten Übertragungsstandards hybride Kanäle sind. |
| 9. | Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekenn z ei ch n et, da die erste Telekommunikationsschnittstelle (DIFS) ein DECT INTERMEDIATE FIXED SYSTEM (DIFS) und die zweite Telekommuni kationsschnittstelle (DIPS) ein DECT INTERMEDIATE PORTABLE SYSTEM (DIPS) ist. |
| 10. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch geken n zeichnet, da das Nutzdatenübertragungsprotokoll der um den ReedSolomon Code erweiterte LUlDatenservice ist. |
| 11. | Verfahren nach Anspruch 10, dadurch g ekenn z ei c h net, da der ReedSolomonCode der systematisch gekürzte ReedSolomon Code des LU7Datenservice ist. |
| 12. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch g ekenn zeic hn et, da das Nutzdatenübertragungsprotokoll der um den Faltungscode mit der Faltungsrate ,4/5" erweiterte LUlDatenservice ist. |
"Nachricht" ist ein übergeordneter Begriff, der sowohl für den Sinngehalt (Information) als auch für die physikalische Reprasentation (Signal) steht. Trotz des gleichen Sinngehal- tes einer Nachricht - also gleicher Information - können un- terschiedliche Signalformen auftreten. So kann z. B. eine -ei- nen Gegenstand betreffende Nachricht (1) in Form eines Bildes, (2) als gesprochenes Wort, (3) als geschriebenes Wort, (4) als verschlüsseltes Wort oder Bild
übertragen werden. Die Übertragungsart gemä (1) ... (3) ist dabei normalerweise durch kontinuierliche (analoge) Signale charakterisiert, während bei der Übertragungsart gemä (4) gewöhnlich diskontinuierliche Signale (z. B. Impulse, digita- le Signale) entstehen.
Ausgehend von dieser allgemeinen Definition eines Nachrich- tensystems bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren und Telekommunikationsschnittstelle zum Übertragen kontinuierli- cher und/oder diskontinuierlicher Datenströme in einem hybri- den Telekommunikationssystem, insbesondere einem "ISDN ++ DECT-spezifischen RLL/WLL"-System gemä dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Hybride Telekommunikationssysteme sind z.B. unterschiedliche - drahtlose und/oder drahtgebundene - Telekommunikationsteil- systeme enthaltende Nachrichtensysteme.
FIGUR 1 zeigt -stellvertretend für die Vielzahl der hybriden Telekommunikationssysteme - ausgehend von den Druckschriften "Nachrichtentechnik Elektronik, Berlin 45 (1995) Heft 1, Sei- ten 21 bis 23 und Heft 3 Seiten 29 und 30" sowie IEE Collo- quium 1993, 173; (1993), Seiten 29/1 - 29/7; W.Hing, F.Halsall:"Cordless access to the ISDN basic rate service" auf der Basis eines DECT/ISDN Intermediate Systems DIIS gemä der ETSI-Publikation prETS 300xxx, Version 1.10, September 1996 ein "ISDN H DECT-spezifisches RLL/WLL"-Telekommunika- tionssystem IDRW-TS (Integrated Services Digital Network f Radio in the Local Loop/Wireless in the Local Loop) mit einem ISDN-Telekommunikationsteilsystem I-TTS [vgl. Druckschrift "Nachrichtentechnik Elektronik, Berlin 41-43, Teil: 1 bis 10, T1: (1991) Heft 3, Seiten 99 bis 102; T2: (1991) Heft 4, Sei- ten 138 bis 143; T3: (1991) Heft 5, Seiten 179 bis 182 und Heft 6, Seiten 219 bis 220; T4: (1991) Heft 6, Seiten 220 bis 222 und (1992) Heft 1, Seiten 19 bis 20; T5: (1992) Heft 2, Seiten 59 bis 62 und (1992) Heft 3, Seiten 99 bis 102; T6: (1992) Heft 4, Seiten 150 bis 153; T7: (1992) Heft 6, Seiten
238 bis 241; T8: (1993) Heft 1, Seiten 29 bis 33; T9: (1993) Heft 2, Seiten 95 bis 97 und (1993) Heft 3, Seiten 129 bis 135; T10: (1993) Heft 4, Seiten 187 bis 190;"] und einem DECT-spezifischen RLL/WLL-Telekommunikationsteilsystem RW- TTS.
Das DECT/ISDN Intermediate System DIIS bzw. das RLL/WLL-Tele- kommunikationsteilsystem RW-TTS basiert dabei vorzugsweise auf ein DECT/GAP-System DGS [Digital Enhanced (früher: Euro- pean) Cordless Telecommunication; vgl. (1): Nachrichtentech- nik Elektronik 42 (1992) Jan./Feb. Nr. 1, Berlin, DE; U. Pil- ger "Struktur des DECT-Standards", Seiten 23 bis 29 in Ver- bindung mit der ETSI-Publikation ETS 300175-1...9, Okt. 1992; (2): Telcom Report 16 (1993), Nr. 1, J. H. Koch: "Digitaler Komfort für schnurlose Telekommunikation - DECT-Standard er- öffnet neue Nutzungsgebiete", Seiten 26 und 27; (3): tec 2/93 - Das technische Magazin von Ascom "Wege zur universellen mo- bilen Telekommunikation", Seiten 35 bis 42; (4): Philips Te- lecommunication Review Vol. 49, No. 3, Sept. 1991, R.J. Mul- der:" DECT, a universal cordless access system"; (5): WO 93/21719 (FIG 1 bis 3 mit dazugehöriger Beschreibung)]. Der GAP-Standard (Generic Access Profile) ist eine Untermenge des DECT-Standards, dem die Aufgabe zukommt, die Interoperabili- tat der DECT-Luftschnittstelle für Telefonanwendungen sicher- zustellen (vgl. ETSI-Publikation prETS 300444, April 1995).
Das DECT/ISDN Intermediate System DIIS bzw. das RLL/WLL-Tele- kommunikationsteilsystem RW-TTS kann alternativ auch auf ei- nem GSM-System basieren (Groupe Speciale Mobile oder Global System for Mobile Communication; vgl. Informatik Spektrum 14 (1991) Juni, Nr. 3, Berlin, DE; A.Mann:"Der GSM-Standard Grundlage für digitale europäische Mobilfunknetze", Seiten 137 bis 152). Stattdessen ist es im Rahmen eines hybriden Te- lekommunikationssystems auch möglich, da das ISDN-Telekommu- nikationsteilsystem I-TTS als GSM-System ausgebildet ist.
Darüber hinaus kommen als weitere Möglichkeiten für die Rea- lisierung des DECT/ISDN Intermediate System DIIS bzw. des RLL/WLL-Telekommunikationsteilsystems RW-TTS oder des ISDN- Telekommunikationsteilsystems I-TTS die eingangs erwähnten Systeme sowie zukünftige Systeme in Frage, die auf die be- kannten Vielfachzugriffsmethoden FDMA, TDMA, CDMA (Frequency Division Multiple Access, Time Division Multiple Access, Code Division Multiple Access) und hieraus gebildete hybride Viel- fachzugriffsmethoden basieren.
Die Verwendung von Funkkanälen (z.B. DECT-Kanälen) in klassi- schen leitungsgebundenen Telekommunikationssystemen, wie dem ISDN, gewinnt zunehmend an Bedeutung, insbesondere vor dem Hintergrund zukünftiger alternativer Netzbetreiber ohne eige- nes komplettes Drahtnetz.
So sollen z.B. bei dem RLL/WLL-Telekommunikationsteilsystems RW-TTS die drahtlose Anschlu technik RLL/WLL (Radio in the Local Loop/Wireless in the Local Loop) z.B. unter der Einbin- dung des DECT-System DS dem ISDN-Teilnehmer ISDN-Dienste an Standard-ISDN-Schnittstellen verfügbar gemacht werden (vgl.
FIGUR 1).
In dem NISDN ++ DECT-spezifisches RLL/WLL"-Telekommunikati- onssystem IDRW-TS nach FIGUR 1 ist ein Telekommunikation- steilnehmer (Benutzer) TCU (Tele-Communication User) mit sei- nem Endgerät TE (Terminal Endpoint; Terminal Equipment) z.B.
über eine standardisierte S-Schnittstelle (S-BUS), das als lokale Nachrichtenübertragungsschleife ausgebildete - vor- zugsweise DECT-spezifische und in dem RLL/WLL-Telekommunika- tionsteilsystems RW-TTS enthaltene- DECT/ISDN Intermediate System DIIS (erstes Telekommunikationsteilsystem), eine wei- tere standardisierte S-Schnittstelle (S-BUS), einen Netzab- schlu NT (Network Termination) und eine standardisierte U- Schnittstelle des ISDN-Telekommunikationsteilsystems I-TTS (zweites Telekommunikationsteilsystem) in die ISDN-Welt mit den darin verfügbaren Diensten eingebunden.
Das erste Telekommunikationsteilsystem DIIS besteht im we- sentlichen aus zwei Telekommunikationsschnittstellen, einer ersten Telekommunikationsschnittstelle DIFS (DECT Intermedia- te Fixed System) und einer zweiten Telekommunikationsschnitt- stelle DIPS (DECT Intermediate Portable System), die draht- los, z.B. über eine DECT-Luftschnittstelle, miteinander ver- bunden sind. Wegen der quasi-ortsgebundenen ersten Telekommu- nikationsschnittstelle DIFS bildet das erste Telekommunikati- onsteilsystem DIIS die vorstehend in diesem Zusammenhang de- finierte lokale Nachrichtenübertragungsschleife. Die erste Telekommunikationsschnittstelle DIFS enthält ein Funk-Fest- teil RFP (Radio Fixed Part), eine Anpassungseinheit IWU1 (InterWorking Unit) und eine Schnittstellenschaltung INC1 (INterface Circuitry) zur S-Schnittstelle. Die zweite Tele- kommunikationsschnittstelle DIPS enthält ein Funk-Mobilteil RPP (Radio Portable Part) und eine Anpassungseinheit IWU2 (InterWorking Unit) und eine Schnittstellenschaltung INC2 (INterface Circuitry) zur S-Schnittstelle. Das Funk-Festteil RFP und das Funk-Mobilteil RPP bilden dabei das bekannte DECT/GAP-System DGS.
FIGUR 2 zeigt in Anlehnung an die Druckschrift "Nachrichten- technik Elektronik 42 (1992) Jan./Feb., Nr. 1, Berlin, DE; U.
Pilger: "Struktur des DECT-Standards", Seiten 23 bis 29 in Verbindung mit ETS 300 175-1.. .9, Oktober 1992" die TDMA- Struktur eines DECT/GAP-Systems. Das DECT/GAP-System ist ein bezüglich der Vielfachzugriffsverfahren hybrides System, bei dem nach dem FDMA-Prinzip auf zehn Frequenzen im Frequenzband zwischen 1,88 und 1,90 GHz Funknachrichten nach dem TDMA- Prinzip gemä FIGUR 2 in einer vorgegebenen zeitlichen Abfol- ge von der Basisstation RFP zum Mobilteil RPP und vom Mobil- teil RPP zur Basisstation RFP (Duplex-Betrieb) gesendet wer- den können. Die zeitliche Abfolge wird dabei von einem Multi- Zeitrahmen MZR bestimmt, der alle 160 ms auftritt und der 16 Zeitrahmen ZR mit jeweils einer Zeitdauer von 10 ms aufweist.
In diesen Zeitrahmen ZR werden nach Basisstation RFP und Mo- bilteil RPP getrennt Informationen übertragen, die einen im
DECT-Standard definierten C-,M-,N-,P-,Q-Kanal betreffen. Wer- den in einem Zeitrahmen ZR Informationen für mehrere dieser Kanäle übertragen, so erfolgt die Übertragung nach einer Prioritätenliste mit M > C > N und P > N. Jeder der 16 Zeitrahmen ZR des Multi-Zeitrahmens MZR unterteilt sich wie- derum in 24 Zeitschlitze ZS mit jeweils einer Zeitdauer von 417 us, von denen 12 Zeitschlitze ZS (Zeitschlitze 0 ... 11) für die Übertragungsrichtung "Basisstation RFP o Mobilteil RPP" und weitere 12 Zeitschlitze ZS (Zeitschlitze 12 ... 23) für die Übertragungsrichtung "Mobilteil RPP < Basisstation RFP" bestimmt sind. In jedem dieser Zeitschlitze ZS werden nach dem DECT-Standard Informationen mit einer Bit länge von 480 Bit übertragen. Von diesen 480 Bit werden 32 Bit als Syn- chronisationsinformation in einem SYNC-Feld und 388 Bit als Nutzinformation in einem D-Feld übertragen. Die restlichen 60 Bit werden als Zusatzinformationen in einem Z-Feld und als Schutzinformationen in einem Feld ,,Guard-Time" übertragen.
Die als Nutzinformationen übertragenen 388 Bit des D-Feldes unterteilen sich wiederum in ein 64 Bit langes A-Feld, ein 320 Bit langes B-Feld und ein 4 Bit langes "X-CRC"-Wort. Das 64 Bit lange A-Feld setzt sich aus einem 8 Bit langen Daten- kopf (Header), einem 40 Bit langen Datensatz mit Daten für die C-,Q-,M-,N-,P-Kanäle und einem 16 Bit langen ,,A-CRC"-Wort zusammen. Die in FIGUR 2 dargestellte DECT-Übertragungsstruk- tur wird als ,Full-Slot-Format" bezeichnet. Zusätzlich ist im DECT-Standard noch ein "Double-Slot-Format" definiert (vgl.
W093/21719).
Figur 3 zeigt auf der Basis des OSI/ISO-Schichtenmodells [vgl. (1): Unterrichtsblätter - Deutsche Telekom Jg. 48, 2/1995, Seiten 102 bis 111; (2): ETSI-Publikation ETS 300175- 1..9, Oktober 1992; (3): ETSI-Publikation ETS 300102, Februar 1992; (4): ETSI-Publikation ETS 300125, September 1991; (5): ETSI-Publikation ETS 300012, April 1992] ein Modell der C- Ebene des NISDN ++ DECT-spezifischen RLL/WLL"-Telekommunika- tionssystems IDRW-TS nach FIGUR 1 (vgl. ETSI-Publikation prETS 300xxx, Version 1.10, September 1996, Kap. 5, Figur 3).
Figur 4 zeigt auf der Basis des OSI/ISO-Schichtenmodells [vgl. (1J: Unterrichtsblätter - Deutsche Telekom Jg. 48, 2/1995, Seiten 102 bis 111; (2): ETSI-Publikation ETS 300175- 1.9, Oktober 1992; (3): ETSI-Publikation ETS 300102, Februar 1992; (4): ETSI-Publikation ETS 300125, September 1991; (5): ETSI-Publikation ETS 300012, April 1992] ein Modell der U- Ebene für Sprachdatenübertragung des "ISDN f DECT-spezifi- schen RLL/WLL"-Telekommunikationssystems IDRW-TS nach FIGUR 1 (vgl. ETSI-Publikation prETS 300xxx, Version 1.10, September 1996, Kap. 5, Figur 4).
Bei dem DECT/ISDN Intermediate System (DECT/ISDN-Protokoll- Profil) gemä FIGUR 1 ist es möglich, z. B. einen SO-AnschluS einem ISDN-Teilnehmer drahtlos über eine DECT-Luftschnitt- stelle zur Verfügung zu stellen. Hierbei wird abhängig von dem ISDN-spezifischen Service (Sprache, Daten, etc.) jeweils ein DECT-Funkkanal für den ISDN-D-Kanal (Datenübertragungs- rate von 16kb/s) und die beiden ISDN-B-Kanäle (Datenübertra- gungsrate von 64kb/s) aufgebaut. Für den ISDN-D-Kanal wird zunächst ein DECT-Traffic-Bearer im .Full-Slot-Format" d.h.
320 Bit Nutzdaten pro 10 ms bzw. pro TDMA-Rahmen; Datenüber- tragungsrate von 32kb/s) aufgebaut. Werden für die ISDN-Ver- bindung ISDN-B-Kanäle benötigt, so wird pro B-Kanal je nach- dem, ob beispielsweise Sprachdaten oder Videodaten übertragen werden sollen, ein DECT-Traffic-Bearer im "Full-Slot-FormatN d.h. 320 Bit Nutzdaten pro 10 ms bzw. pro TDMA-Rahmen; Daten- übertragungsrate von 32kb/s) oder ein DECT-Traffic-Bearer im ,,Double-Slot-Format" (800 Bit Nutzdaten pro 10 ms bzw. pro TDMA-Rahmen; Datenübertragungsrate von 80kb/s) aufgebaut. Das ,Full-Slot-Format" des ISDN-D-Kanals wird jedoch nur für die Zeit benötigt, in der sehr viele ISDN-Signalisierungsdaten übertragen werden müssen. Dies geschieht typischerweise am Anfang einer Verbindung. Aus dieser ISDN-D-Kanal-Signalisie- rung wird erschichtlich, ob die ISDN-Verbindung ISDN-B-Kanäle benötigt und wie viele. Es werden dementsprechend ein oder zwei DECT-Traffic-Bearer im ,Double-Slot-Format" aufgebaut
bzw. ein oder zwei Double Slot" N belegt. Nimmt nun die Daten- rate auf dem ISDN-D-Kanal ab, so wird der DECT-Traffic-Bearer im ,Full-Slot-Format" abgebaut, und die Signalisierung wird im A-Feld eines der beiden DECT-Traffic-Bearer im NDouble- Slot-Format" fortgesetzt. Dies ist leider nicht von Anfang an möglich, da die Datenrate des ISDN-D-Kanals höher ist als die im A-Feld eines DECT-Traffic-Bearers. Deshalb wird, falls er- kannt wird, da die Datenrate im ISDN-D-Kanal wieder steigt, auch der DECT-Traffic-Bearer im ,Full-Slot-Format" für den ISDN-D-Kanal bei Bedarf wieder aufgebaut. Mit diesem Mecha- nismus soll die Belastung des DECT-Spektrums durch den ISDN- D-Kanal minimiert werden (vgl. deutsche Patentanmeldung 19625142.7). Ist jedoch erst einmal eine solche ISDN-Verbin- dung über die DECT-Luftschnittstelle aufgebaut, so belegt je- der der ISDN-B-Kanäle einen ,DECT-Double-Slot" (entsprechend 2 von 120 DECT-Kanälen) und zwar so lange, bis die Verbindung wieder abgebaut wird.
Für die Übertragung der ISDN-B-Kanaldaten mit einer Daten- übertragungsrate von 64kb/s ist für DECT/ISDN Intermediate Systems gemä der ETSI-Publikation prETS 300xxx, Version 1.10, September 1996, Kap. 12.3 und 12.4, Annex A.2.1.1 und Annex B.2 und für DECT/ISDN End Systems gemä der ETSI- Publikation prETS 300434-1, Januar 1996, Annex B der LU7- Datenservice vorgesehen, der eine Kombination aus einem ,Automatic Repeat Request"-Verfahren (ARQ), einem "Forward Error Correction"-Verfahren (FEC) mit einem gemä FIGUR 5 sy- stematisch gekürzten Reed-Solomon-Code und einer Kürzungsrate von (100,94) - d.h. von 100 Symbolen sind 94 Info-Symbole und 6 Symbole Redundanz - und einem NCyclic Redundancy Check"- Verfahren (CRC) verwendet. Dieses Konzept bedingt zu bereits systembedingten Verzögerungen eine zusätzliche Verzögerung um 80 ms.
Bei zu übertragenden ISDN-Diensten, bei denen diese zusätzli- che Verzögerung nicht erlaubt ist, ist eine transparente Übertragung erforderlich, die keinen Fehlerschutz bzw. Feh-
lerkorrektur vorsieht. Dies ist für DECT/ISDN Intermediate Systems gemä der ETSI-Publikation prETS 300xxx, Version 1.10, September 1996, Kap. 12.3 und 12.4, Annex A.2.1.l und Annex B.2 der LUl-Datenservice. Die Folge hiervon ist eine wegen der zur Verfügung stehenden aber ungenutzten Redundanz von 160 Bit (Datenübertragungsrate von l6kb/s) unnötig hohe Restfehlerrate.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, in einem hybriden Telekommunikationssystem, insbesondere einem "ISDN H DECT-spezifischen RLL/WLL"-System, das Übertragen von Nutzdaten zu verbessern.
Diese Aufgabe wird ausgehend von dem in dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 definierten Verfahren durch die in dem Kennzeichen des Patentanspruches 1 angegebenen Merkmale ge- löst.
Die der Erfindung zugrundeliegende Idee besteht darin, in ei- nem hybriden Telekommunikationssystem, insbesondere einem NISDN ++ DECT-spezifischen RLL/WLL"-System die Nutzdaten nach einem Nutzdatenübertragungsprotokoll zu übertragen, bei dem eine sich aus der Differenz einer ersten Nutzdatenübertra- gungskapazität eines ISDN-Systems (640 Bit des ISDN-B-Kanals) und einer dritten Nutzdatenübertragungskapazität eines DECT/ISDN Intermediate Systems (800 Bit des DECT-Double-Slot- Formates) ergebende Datenübertragungsredundanz zumindest teilweise dazu benutzt wird, um bei einer vollständig nutzda- tengesicherten Nutzdatenübertragung zusätzlich zu systembe- dingten Übertragungsverzögerungen auftretende Übertragungs- verzögerungen auf Kosten einer fehlerfreien Nutzdatenubertra- gung zu vermeiden.
Nach Anspruch 2 ist es von Vorteil, wenn die Datenübertra- gungsredundanz nur zum Teil ausgenutzt wird. Dadurch kann der für die Datenübertragung normalerweise (wenn die zusätzliche Übertragungszeitdauer von 80 ms in Kauf genommen werden kann
bzw. akzeptiert wird) verwendete LU7-Datenservice mit gerin- gen Modifikationen (z. B. Weglassen der ARQ- und CRC-Daten gemä FIGUR 8) auch für die der Erfindung zugrundeliegende Datenübertragung, bei der die zusätzliche Verzögerung inak- zeptabel ist, verwendet werden (Stw.: Kompatibilität). Durch die Kompatibilität ist wiederum der Realisierungsaufwand im hybriden Telekomunikationssystem kleiner.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den übrigen Unteransprüchen angegeben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der FIGUREN 6 bis 8 erläutert.
Die FIGUREN 6 bis 8 zeigen jeweils, wie die zur Verfügung stehende Redundanz mit fehlerkorrigierenden Codes ausgenutzt wird, um die bei der Verwendung des LUl-Datenservice resul- tierende Fehlerrate zu senken. Neben den Verfahren die die gesamte Redundanz von 160 Bit (Datenübertragungsrate von l6kb/s) nutzen (schraffierte Flächen in den FIGUREN 6 und 7), zeigt FIGUR 8 ein Verfahren bei dem nur ein Teil der Redun- danz ausgenutzt wird (schraffierte Fläche), während ein Teil ungenutzt bleibt (gepunktete Fläche). Im einzelnen zeigen: FIGUR 6 die Verwendung eines Faltungscodes der Rate 4/5.
FIGUR 7 die Verwendung eines systematisch gekürzten Reed- Solomon-Code mit einer Kürzungsrate von (100,80) - d.h. von 100 Symbolen sind 80 Info-Symbole und 20 Symbole Redundanz.
FIGUR 8 ausgehend von FIGUR 5 die Verwendung eines systema- tisch gekürzten Reed-Solomon-Code mit einer Kürzungsrate von (100,94) - d.h. von 100 Symbolen sind 94 Info-Symbole und 6 Symbole Redundanz, wobei gegenüber der dort beschriebenen LU7-Rahmenstruktur die Steuerdaten für das ARQ-verfahren und die Daten für das CRC-Verfahren nicht genutzt werden. Der Vorteil des Verfahrens nach FIGUR 8 gegenüber den Verfahren nach den FIGUREN 6 und 7 besteht darin, da die Aufteilung der 800 Bits nach FIGUR 8 bezüglich der Bit-Struktur (nicht des mit den Bit zu übertragenden Inhaltes!) der Bitaufteilung im LU7-Datenservice am nächsten kommt und daher die Daten- übertragung in den DECT/ISDN Intermediate Systems und DECT/ISDN End Systems insgesamt vereinfacht wird.
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