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Title:
METHOD FOR TRANSPORTING VALUE NOTE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/010681
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for controlling a value note cycle (10), in which a security transport company withdraws a cash box from a device (18 to 26) in order to handle value notes and/or supplies a cash box to said device. The withdrawal and/or supply of the cash box are detected with the aid of a sensor. After the withdrawal of a cash box from the device (18 to 26), the total value of all value notes accommodated in the cash box is read from a memory region of a memory element and subtracted from a value stored in an account memory element associated with the security transport company. Conversely, after the supply of a cash box, the total value is added to the value of the account memory element. The invention further relates to a method for controlling a value note cycle (10), in which a cash box is withdrawn from a first device (18 to 26) and supplied to a second device (18 to 26). The total value of all value notes accommodated in the cash box is added to a value stored in a memory element associated with the first device (18 to 26) and it is subtracted from a value stored in an account memory element of the second device (18 to 26).

Inventors:
DIETZ, Oliver (Auf dem Bühl 6, Borchen, 33178, DE)
MOLITOR, Dietmar (Oeynhauser Weg 7, Paderborn, 33100, DE)
Application Number:
EP2011/062597
Publication Date:
January 26, 2012
Filing Date:
July 22, 2011
Export Citation:
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Assignee:
WINCOR NIXDORF INTERNATIONAL GMBH (Heinz-Nixdorf-Ring 1, Paderborn, 33106, DE)
DIETZ, Oliver (Auf dem Bühl 6, Borchen, 33178, DE)
MOLITOR, Dietmar (Oeynhauser Weg 7, Paderborn, 33100, DE)
International Classes:
G07D11/00
Attorney, Agent or Firm:
SCHAUMBURG, THOENES, THURN, LANDSKRON, ECKERT (Postfach 86 07 48, München, 81634, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Verfahren zur Steuerung eines Wertscheinkreislaufs,

bei dem ein Werttransportunternehmen einer Vorrichtung (18 bis 26) zur Handhabung von Wertscheinen mindestens eine mit Wertscheinen gefüllte Geldkassette entnimmt und/oder mindestens eine mit Wert- scheinen gefüllte Geldkassette in die Vorrichtung (18 bis 26) einführt,

die Entnahme und/oder das Einführen der Geldkassette mit Hilfe eines Sensors detektiert wird,

dadurch gekennzeichnet, dass nach der Entnahme einer Geldkassette aus der Vorrichtung (18 bis 26) in Abhängigkeit eines Signals des Sensors aus einem Speicherbereich eines Speicherelements der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommenen Wert- scheine ausgelesen wird und vom einem in einem dem Werttransportunternehmen zugeordnet Kontospeicherelement gespeicherten Wert subtrahiert wird, und dass nach dem Einführen einer Geldkassette in die Vorrichtung (18 bis 26) in Abhängigkeit eines Signals des Sensors aus dem Speicherbereich der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine ausgelesen wird und zu dem in dem dem Werttransportunternehmen zugeordnet Kontospeicherelement gespeicherten Wert addiert wird.

Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Werttransportunternehmen mindestens zwei Vorrichtungen (18 bis 26) zur Handhabung von Wert- scheinen, vorzugsweise einer Vielzahl von Vorrichtungen (18 bis 26) zur Handhabung von Wertscheinen mit Wertscheinen gefüllte Geldkassetten entnimmt und/oder einführt, dass nach jeder Entnahme einer Geldkassette aus einem Speicherbereich eines Speicherelements der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine ausgelesen wird und von dem in dem dem Werttransportunternehmen zugeordnet Kontospeicherelement gespeicherten Wert subtrahiert wird, und dass nach jedem Einführen einer Geldkassette aus dem Speicherbereich der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine ausgelesen wird und zu dem in dem dem Werttransportunternehmen zugeordnet Kontospeicherelement gespeicherten Wert addiert wird.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Einführen einer Geldkassette in eine Vorrichtung (18 bis 26) von einem m einem der Vorrichtung (18 bis 26) zugeordneten Kontospeicherelement gespeicherten Wert der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommen Wertscheine subtrahiert wird, und dass nach der Entnahme einer Geldkassette aus der Vorrichtung (18 bis 26) zu dem in dem der Vorrichtung (18 bis 26) zugeordneten Kontospeicherelement gespeicherten Wert der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommen Wertscheine addiert wird.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Werttransportunternehmen mindestens eine entnommene Geldkassette zum Entleeren einem Cash-Center (16) zuführt, dass zu einem in einem dem Betreibers der Vorrichtung (18 bis 26) , der diese mindestens eine Geldkassette entnommen wurde, zugeordneten Kontospeicherelement gespeicherten Wert der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommen Wertscheine addiert wird, und dass zu dem in dem Kontospeicherelement des Werttransportunternehmens gespeicherten Wert, der der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommen Wertscheine addiert wird.

Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Werttransportunternehmen der ersten Vorrichtung (18 bis 26) eine Geldkassette entnimmt, dass von dem in dem Kontospeicherelement des Werttransportunternehmen gespeicherten Wert der Gesamtwert aller in der Geldkassette auf- genommen Wertscheine subtrahiert wird, zu einem m einem der ersten Vorrichtung (18 bis 26) zugeordneten Kontospeicherelement gespeicherten Wert dieser Gesamtwert addiert wird, das Werttransportunternehmen die Geldkassette zu der zweiten Vorrichtung (18 bis 26) transportiert und in diese einführt, zu einem in dem Kontospeicherelement des Werttransportunternehmens gespeicherten Wert dann wieder der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommen Wertscheine addiert wird, und dass von einem in einem der zweiten Vorrichtung (18 bis 26) zugeordneten Kontospeicherelement gespeicherten Wert dieser Gesamtwert subtrahiert wird.

Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Werttransportunternehmen die der ersten Vorrichtung (18 bis 26) entnommene Geldkassette in die zweite Vorrichtung (18 bis 26) einführt ohne die Geldkassette vorher zu entleeren und/oder zu befüllen .

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Werttransportunternehmen vor der Entnahme einer Geldkassette und/oder vor dem Einführen einer Geldkassette, vorzugsweise mit Hilfe eine Chip- und/oder Magnet - streifenkarte, einer Identifikationsnummer (PIN) und/oder biometrischen Daten, autorisiert und/oder authentifiziert . 8 Verfahren zur Steuerung eines Wertscheinkreislaufs,

bei dem einer ersten Vorrichtung (18 bis 26) eine mit Wertscheinen gefüllte Geldkassette entnommen wird,

die Geldkassette zu einer zweiten Vorrichtung (18 bis 26) zur Handhabung von Wertscheinen transportiert wird und in die zweite Vorrichtung (18 bis 26) eingeführt wird,

zu einem in einem der ersten Vorrichtung (18 bis 26) zugeordneten Kontospeicherelement gespeicherten Wert der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine addiert wird, und

bei dem von einem in einem der zweiten Vorrichtung (18 bis 26) zugeordneten Kontospeicherelement gespeicherten Wert der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommen Wertscheine subtrahiert wird.

9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die der ersten Vorrichtung (18 bis 26) entnommene Geldkassette in die zweite Vorrichtung (18 bis 26) eingeführt wird ohne vorher entleert und/oder befüllt zu werden.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommen Wertscheine aus einem Speicherbereich eines Speicherelements der jeweiligen Geldkassette ausgelesen wird.

11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommen Wertscheine aus einem Speicherbereich eines Speicherelements einer zentralen Datenverarbeitungseinheit ausgelesen wird.

Description:
Verfahren zum Wertscheintransport

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung eines Wertscheinkreislaufs, bei dem ein Werttransportunternehmen einer Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen mindestens eine mit Wertscheinen befüllte Geldkassette entnimmt und/oder mindestens eine mit Wertscheinen befüllte Geldkassette in die Vorrichtung einführt . Die Entnahme und/oder das Einführen der Geldkassette werden mit Hilfe eines Sensors detektiert. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Steuerung eines Wertscheinkreislaufs, bei dem eine mit Wertscheinen gefüllte Geldkassette einer ersten Vorrichtung entnommen wird und einer zweiten Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen zugeführt wird.

Bei den Vorrichtungen zur Handhabung von Wertscheinen handelt es sich insbesondere um Geldautomaten, automatische Kassensysteme und/oder automatische Tresorkassen. Die aus den Vorrichtungen auszuzahlenden Wertscheine und die in die Vorrichtung eingezahlten Wertscheine werden in Geldkassetten gespeichert. Um die Funktionsfähigkeit der Vorrichtungen zu gewährleisten, müssen die Geldkassetten rechtzeitig wieder befüllt werden, bevor sie vollständig leer sind und/oder rechtzeitig entleert werden, bevor sie vollständig befüllt sind. Das Füllen und Entleeren der Geldkassetten erfolgt mit Hilfe eines Werttransportunternehmens, welches eine zu entleerende Geldkassette den Vorrichtungen entnimmt und zu einem sogenannten Cashcenter transportiert, in dem die Geldkassette entleert wird, die Wertscheine gezählt werden und der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine einem Konto eines Betreibers der entsprechenden Vorrichtung, aus der die Geldkassette entnommen wurde, gutgeschrieben wird. Zur Versorgung einer Vorrichtung mit Wertscheinen wird eine in einem Cashcenter befüllte Geldkassette von dem Werttransportunternehmen zu der Vorrichtung transportiert und in diese eingeführt.

Problematisch an diesem Verfahren zur Steuerung des Wert- scheinkreislaufs ist, dass jede Geldkassette zum Entleeren und Befüllen jeweils zum Cashcenter transportiert werden muss. Ein direktes Transportieren einer befüllten Geldkassette von einer Vorrichtung zu einer anderen Vorrichtung ist nicht möglich, da eine entsprechende Verbuchung, insbesondere ein eventueller Eigentumsübergang der in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine, nicht möglich ist.

Hierdurch entsteht ein hoher Aufwand. Ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Ermitteln eines Kontaktzeitpunkts zum Kontaktieren eines Geldmittelübergabesystems sind aus dem Dokument WO 2008/141679 Albekannt .

Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Steuerung eines Wertscheinkreislaufs anzugeben, mit dessen Hilfe ein direkter Transport einer mit Wertscheinen befüllten Geldkassette von einer Vorrichtung zur Handhabung von Wert- scheinen zu einer anderen Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen ermöglicht wird. Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 und durch ein Verfahren gemäß des weiteren unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Durch das Zuordnen eines Kontospeicherelements zu dem Wert- transportunternehmen und das Subtrahieren des Gesamtwerts aller in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine nach der Entnahme dieser Geldkassette aus der Vorrichtung von einem in dem Kontospeicherelement gespeicherten Wert und durch das Hinzuaddieren des Gesamtwerts aller in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine von dem Wert nach dem Einführen der Geldkassette in die Vorrichtung, wird erreicht, dass eine entnommene Geldkassette nicht immer zwangsläufig einem Cashcenter zugeführt werden muss, um den Gesamtwert aller in der Wertscheinkassette aufgenommenen Wertscheine zu einem in einem Kontospeicherelement des Betreibers der Vorrichtung gespeicherten Wert hinzuzuaddie- ren, sondern dass durch das Subtrahieren dieses Gesamtwerts von dem in dem Kontospeicherelement des Werttransportunternehmens gespeicherten Wert das Werttransportunternehmen die Verfügungsgewalt über die Geldkassette und die in ihr enthaltenen Wertscheine erlangen kann und somit die Geldkassette beispielsweise auch in eine andere Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen direkt einsetzen kann.

Die Entnahme der Geldkassette aus der Vorrichtung und das Einführen der Geldkassette in die Vorrichtung erfolgt über einen Mitarbeiter des Werttransportunternehmens. Zur Vereinfachung wird im Folgenden darauf verzichtet, jedes Mal zu erwähnen, dass das Entnehmen und Zuführen durch einen Mitarbeiter erfolgt . Stattdessen wird kurz von der Entnahme und dem Zuführen durch das Werttransportunternehmen gesprochen .

Durch das Subtrahieren des Gesamtwerts aller in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine von dem in dem Kontospeicherelement des Werttransportunternehmens gespeicherten Wert geht insbesondere auch das Eigentum an den Wertscheinen auf das Werttransportunternehmen über. Das Werttransportunternehmen ist Eigentümer der in der zuzuführenden Geldkassette aufgenommenen Wertscheine bis die Geldkassette in die Vorrichtung eingeführt ist und der Gesamtwert der in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine zu dem in dem Kontospeicherelement des Wertscheintransportunternehmens gespeicherten Wert hinzuaddiert worden ist .

Der in dem dem Werttransportunternehmen zugeordneten Kontospeicherelement gespeicherte Wert ist vergleichbar mit dem Kontostand eines Kontos des Werttransportunternehmens. Bei der Entnahme einer Geldkassette aus einer Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen wird der Gesamtwert der in der Kassette enthaltenen Wertscheine von dem aktuellen Kontostand subtrahiert und das Konto somit entsprechend belastet . Umgekehrt wird bei dem Einführen der Geldkassette der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommenen Wert- scheine zu dem aktuellen Kontostand des Werttransportunternehmens hinzuaddiert und somit dem Konto gutgeschrieben. Das Kontospeicherelement kann insbesondere in Form eines regulären Bankkontos bei einer beliebigen Bank geführt werden .

Das Werttransportunternehmen betreut insbesondere mindestens zwei, vorzugsweise eine Vielzahl von Vorrichtungen zur Handhabung von Wertscheinen und entnimmt hierzu den Vorrichtungen mit den Wertscheinen befüllte Geldkassetten und/oder führt Geldkassetten in die Vorrichtungen ein. Nach jeder Entnahme einer Geldkassette wird aus einem Speicherbereich eines Speicherelements der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine ausgelesen und von dem in dem dem Werttransportunternehmen zugeordneten Kontospeicherelement gespeicherten Wert subtrahiert. Das Speicherelement kann beispielsweise ein Speicherelement der Geldkassette, einer Vorrichtung zur Handhabung von Wert- scheinen oder einer zentralen Datenverarbeitungseinheit sein. Umgekehrt wird nach dem Einführen einer Geldkassette der Gesamtwert ausgelesen und zu dem Wert hinzuaddiert . Die Entnahme einer Geldkassette durch das Werttransportunternehmen wird somit wie eine „normale" Auszahlung von Wert- scheinen an eine Bedienperson der Vorrichtung verbucht . Umgekehrt wird das Einführen einer Geldkassette wie eine „normale" Einzahlung von Wertscheinen verbucht. Hierdurch wird insgesamt eine einfache Verbuchung der Wertscheine, insbesondere eine einfache Verbuchung des mit dem Transport der Wertscheine verbundenen Geldflusses, erreicht.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist jeder Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen ein Kontospeicherelement zugeordnet . Nach dem Einführen einer Geld- kassette in eine Vorrichtung wird von einem in dem der entsprechenden Vorrichtungen zugeordneten Kontospeicherelement gespeicherten Wert der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine subtrahiert. Umgekehrt wird nach der Entnahme der Geldkassette der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine zu dem in dem entsprechenden Kontospeicherelement gespeicherten Wert addiert . Hierdurch wird erreicht, dass zu jedem Zeipunkt der aktuelle Bestand der Vorrichtung an Wertscheinen bekannt ist und die entsprechende Gegenbuchung zu dem Hinzuaddieren bzw. Subtrahieren des Gesamtwerts der Wertscheine zu bzw. von dem in dem Kontospeicherelement des Werttransportunternehmens gespeicherten Wert erfolgt, sodass die Summen der in alle Kontospeicherelemente gespeicherten Werte gleich bleibt .

Ferner ist es vorteilhaft, wenn das Werttransportunternehmen mindestens eine entnommene Geldkassette zum Entleeren einem Cashcenter zuführt. Dem Betreiber der Vorrichtung, dem diese mindestens eine Geldkassette entnommen wurde, ist ein Kontospeicherelement zugeordnet . Der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine wird zu einem in diesem Kontospeicherelement gespeicherten Wert hinzuaddiert . Ebenso wird der Gesamtwert zu dem in dem Kontospeicherelement des Werttransportunternehmens gespeicherten Wert hinzuaddiert .

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung entnimmt das Werttransportunternehmen der ersten Vorrichtung eine Geldkassette, transportiert diese Geldkasset- te zu der zweiten Vorrichtung und führt die Geldkassette in diese zweite Vorrichtung ein. Nach der Entnahme der Geldkassette aus der ersten Vorrichtung wird von dem in dem Kontospeicherelement des Werttransportunternehmens gespeicherten Wert der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine subtrahiert. Umgekehrt wird zu einem in einem der ersten Vorrichtung zugeordneten Kontospeicherelement gespeicherten Wert dieser Gesamtwert addiert . Nachdem das Werttransportunternehmen die Geldkassette in die zweite Vorrichtung eingeführt hat, wird der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine wieder zu dem in dem Kontospeicherelement des Werttransportunternehmens gespeicherten Wert addiert, sodass der in dem Kontospeicherelement des Werttransportunternehmen gespeicherte Wert wieder denselben Betrag hat wie vor der Entnahme der Geldkassette aus der ersten Vorrichtung. Umgekehrt wird von einem in einem der zweiten Vorrichtung zugeordneten Kontospeicherelement gespeicherten Wert dieser Gesamtwert nach dem Einführen subtrahiert. Auf diese Weise wird erreicht, dass die Geldkassette direkt zwischen der ersten und der zweiten Vorrichtung ausgetauscht werden kann, ohne dass die Geldkassette vorher einem Cashcenter zum Entleeren und anschließend neuem Befüllen zugeführt werden muss. Auf diese Weise werden die notwendigen Transportwege minimiert. Insbesondere können auf diese Weise auch Geldkassetten zwischen Geldautomaten unterschiedlicher Bankfilialen und/oder zwischen Geldautomaten und automatischen Kassensystemen und automatischen Tresorkassen von Handelsunternehmen ausgetauscht werden. Insbesondere wird hiermit insgesamt ein geschlossener Geldkreislauf ermöglicht . Das Werttransportunternehmen, bzw. der entsprechende Mitarbeiter des Werttransportunternehmens, autorisiert und/oder authentifiziert sich vor der Entnahme einer Geldkassette und/oder vor dem Einführen einer Geldkassette. Dies erfolgt insbesondere mit Hilfe einer Chip- und/oder Magnetstreifenkarte, einer Identifikationsnummer und/oder mit Hilfe eines biometrischen Erkennungsverfahrens ermittelten Daten. Wird die Vorrichtung von der Vorderseite, d. h. der Seite, von der die Vorrichtung von einer Bedienperson bedient wird, mit Geldkassetten bestückt, so kann für das Einführen der Chip- und/oder Magnetstreifenkarte ein Kartenleser verwendet werden, der auch von den Bedienpersonen verwendet wird. Entsprechend kann die PIN-Eingabe über die Tastatur erfolgen, mit deren Hilfe auch die Bedienperson die Vorrichtung bedient . Wird dahingegen die Vorrichtung und der der Vorderseite entgegengesetzten Rückseite mit Geldkassetten bestückt, so ist es vorteilhaft, wenn für die Mitarbeiter des Werttransportunternehmens ein separater Kartenleser

und/oder eine separate Tastatur vorgesehen ist, sodass die Autorisierung und Authentifizierung auch von der Rückseite der Vorrichtung möglich ist . Hierdurch wird die Handhabung vereinfacht und die notwendige Zeit für das Einführen und für das Entnehmen der Geldkassette minimiert .

Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung eines Wertscheinkreislaufs, bei dem eine mit Wertscheinen befüllte Geldkassette einer ersten Vorrichtung entnommen und einer zweiten Vorrichtung zugeführt wird. Hierbei wird zu einem in einem der ersten Vorrichtung zugeordneten Kontospeicherelement gespeicherten Wert der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommenen Wertschei- ne addiert und dieser Gesamtwert von einem in einen der zweiten Vorrichtung zugeordneten Kontospeicherelement gespeicherten Wert subtrahiert . Das Subtrahieren und Addieren der Gesamtwerte kann jeweils nach der Entnahme oder dem Einführen erfolgen. Auf diese Weise wird erreicht, dass das direkte Zuführen einer der ersten Vorrichtung entnommenen Geldkassette zu der zweiten Vorrichtung ohne das vorherige Entleeren und Befüllen der Geldkassette in einem Cashcenter möglich ist, auch ohne dass das mit dem Transport beauftragte Werttransportunternehmen ein Kontospeicherelement zugeordnet ist, in dem ein Wert gespeichert ist, zu dem zunächst der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine subtrahiert wird und nach dem Einführen der Geldkassette in die zweite Vorrichtung wieder hinzu addiert wird. Der Transport der Geldkassette von der ersten Vorrichtung zur zweiten Vorrichtung wird somit vergleichbar mit einer „normalen" Überweisung verbucht.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden Geldkassetten verwendet, die jeweils ein Speicherelement umfassen, in den zumindest jeweils der aktuelle Gesamtwert der in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine gespeichert ist . Nach der Entnahme und/oder dem Einführen der Geldkassette wird der für das Hinzuaddieren bzw. Subtrahieren benötigte Gesamtwert aus diesem Speicherelement ausgelesen. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind in dem Speicherelement neben dem Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine auch die Anzahl und/oder der Nennwert aller aufgenommenen Wertscheine gespeichert. Zusätzlich oder alternativ kann der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine auch in einem Speicherbereich eines Speicherelements einer zentralen Datenverarbeitungseinheit gespeichert sein. Insbesondere sind alle Geldkassetten und/oder Vorrichtungen zur Handhabung von Wertscheinen über eine drahtlose oder drahtgebundene Datenübertragungsverbindung mit der zentralen Datenverarbeitungseinheit verbunden. Auf diese Weise besteht während des gesamten Verfahrens eine Übersicht über die jeweiligen Bestände der Vorrichtungen und Geldkassetten an Wertscheinen .

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung, die die Erfindung in Zusammenhang mit der beigefügten Figur anhand von Ausführungs- beispielen näher erläutert .

Es zeigt :

Figur 1 eine schematische stark vereinfachte Darstellung eines Geldkreislaufes.

In Figur 1 ist eine schematische stark vereinfachte Darstellung eines Geldkreislaufes 10 gezeigt. In dem dargestellten Geldkreislauf 10 sind zur Vereinfachung nur eine Bankfiliale 12, eine Handelsfiliale 14 und ein Cashcenter 16 dargestellt. Bei alternativen Geldkreisläufen können auch mehr als eine Bankfiliale 12, mehr als eine Handelsfiliale 14 und/oder mehr als ein Cashcenter 16 integriert sein .

In der Bankfiliale 12 sind zwei Geldautomaten 18, 20 angeordnet, wobei die Geldautomaten 18, 20 reine Einzahlungs- geldautomaten, reine Auszahlungsgeldautomaten und/oder Recyclinggeldautomaten, in die sowohl Wertscheine eingezahlt als auch aus den Wertscheine ausgezahlt werden können, sein können. In der Handelsfiliale 14 sind bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel zwei automatische Tresorkassen 22, 24 angeordnet. In einem Backoffice der Handelsfiliale 14 ist ein Konsolidator 26 vorgesehen, mit dessen Hilfe die automatischen Tresorkassen 22, 24 mit Wertscheinen versorgt und in den die an den automatischen Tresorkassen 22, 24 eingezahlten Wertscheine entsorgt werden können.

Die Speicherung von Wertscheinen in den Geldautomaten 18, 20, den automatischen Tresorkassen 22, 24 und dem Konsolidator 26 kann in ortsfesten Rollenspeichern oder Geldkassetten erfolgen. Bei den Geldkassetten können die Wert- scheine sowohl auf Rollenspeicher gespeichert werden, indem sie zwischen zwei Folien aufgewickelt werden, als auch in einem Aufnahmefach in gestapelter Form gespeichert werden. Zur Vereinfachung der Beschreibung werden die Geldautomaten 18, 20, die automatischen Tresorkasse 22, 24 und der Konso- lidatot 26 im Folgenden auch als Vorrichtung 18 bis 26 zur Handhabung von Wertscheinen oder kurz als Vorrichtungen 18 bis 26 bezeichnet. Wenn in einer Geldkassette die maximale Anzahl aufnehmbarer Wertscheinen aufgenommen ist oder ein voreingestellter oberer Grenzwert überschritten ist, so wird die Geldkassette aus der Vorrichtung 18 bis 26 durch einen Mitarbeiter des Werttransportunternehmens entnommen. Anschließend wird eine neue Geldkassette eingesetzt, damit die Vorrichtung 18 bis 26 weiter betrieben werden kann. Umgekehrt wird, wenn eine Geldkassette leer ist oder ein voreingestellter unterer Grenzwert an Wertscheinen unterschritten ist, die Geldkassette entnommen und eine neue mit Wertscheinen befüllte Geldkassette in die Vorrichtung 18 bis 26 eingesetzt.

Bei dem aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren zur Steuerung eines Geldkreislaufes 10 werden die entnommenen Geldkassetten immer zwangsläufig zum Cashcenter 16 transportiert, in dem die Wertscheine aus den Geldkassetten entnommen werden, gezählt werden und der Gesamtwert aller in einer Geldkassette aufgenommenen Wertscheine einem Wert eines Kontospeicherelements des Betreibers der Vorrichtung 18 bis 26, aus der die Geldkassette entnommen wurde, hinzuaddiert . Anschließend wird die Geldkassette im Cashcenter 16 mit Wertscheinen befüllt und zu einer der Vorrichtungen 18 bis 26 transportiert.

Durch das im Folgenden beschriebene Verfahren zur Steuerung des Geldkreislaufs 10 wird erreicht, dass die Geldkassetten nach der Entnahme bzw. vor dem Zuführen zu einer der Vorrichtungen 18 bis 26 nicht immer dem Cashcenter 16 zuge- führt oder aus einem Cashcenter 16 zur Vorrichtung 18 bis 26 transportiert werden müssen, sondern auch direkt zwischen den Vorrichtungen 18 bis 26 ausgetauscht werden können .

Entnimmt ein Mitarbeiter des Wertscheintransportunternehmens eine Geldkassette aus einer der Vorrichtungen 18 bis 26, so wird der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine aus einem Speicherbereich eines Speicherelementes ausgelesen und von einem in einem Kontospeicherelement des Werttransportunternehmens gespeicherten Wert subtrahiert . Schließlich wird die Geldkassette von der Vorrichtung 18 bis 26, aus der sie entnommen wurde, einer anderen Vorrichtung 18 bis 26 oder dem Cashcenter 16 vom Werttransportunternehmen zugeführt . Nach dem Einführen der Geldkassette in die entsprechende Vorrichtung 18 bis 26 bzw. nach dem Entleeren der Geldkassette in dem Cashcenter 16, wird der Gesamtwert von allen in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheinen wieder zu dem in dem Kontospeicherelement des Werttransportunternehmens gespeicherten Wert addiert .

Somit wird die Entnahme einer Geldkassette durch die Mitarbeiter des Werttransportunternehmens wie eine Auszahlung des entsprechenden Geldbetrags an das Werttransportunternehmen behandelt und das Eigentum an den in der entnommenen Geldkassette aufgenommenen Wertscheinen geht an das Wert- transportunternehmen über. Somit kann es dem Werttransportunternehmen freigestellt werden, wohin es die entnommene Geldkassette transportiert. Insbesondere wird es dem Wert- transportunternehmen hierdurch ermöglicht, die Versorgungs- zeitpunkte, zu denen einzelne Vorrichtungen 18 bis 26 mit Geldkassetten versorgt werden, nach eigenen internen Kriterien zu optimieren und somit Aufwand und Kosten einzusparen .

Umgekehrt wird das Einführen einer Geldkassette in eine der Vorrichtungen 18 bis 26 wie eine Einzahlung der in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine in die entsprechende Vorrichtung 18 bis 26 behandelt. Durch das entsprechende Addieren des Gesamtwerts der Wertscheine zu dem in dem Kontospeicherelement des Werttransportunternehmens gespeicherten Wert geht der Eigentum an den in der Geldkassette gespeicherten Wertscheinen an den Betreiber der Vorrichtungen 18 bis 26 über.

Ferner ist jeder Vorrichtung 18 bis 26 ein Kontospeicherelement zugeordnet, in dem jeweils mindestens ein Wert gespeichert ist. Nach Entnahme einer Geldkassette aus einer Vorrichtung 18 bis 26 wird zu dem in dem der Vorrichtung 18 bis 26 zugeordnete Kontospeicherelement gespeicherten Wert der Gesamtwert aller in der entnommenen Geldkassette enthaltenen Wertscheine hinzuaddiert.

Umgekehrt wird nach dem Einführung einer Geldkassette in eine Vorrichtung 18 bis 26 von dem in den Kontospeicherelement der Vorrichtung 18 bis 26 gespeicherten Wert der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine subtrahiert. Bei einer alternativen Ausführungsform der Erfindung kann nach der Entnahme einer Geldkassette aus einer der Vorrichtungen 18 bis 26, wenn diese Geldkassette einer anderen Vorrichtung 18 bis 26 direkt zugeführt werden soll, der Wert des Kontospeicherelements des Werttransportunternehmens unverändert bleiben und, nachdem die Geldkassette in die andere Vorrichtung 18 bis 26 eingeführt wurde, der Gesamtwert aller in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine aus dem Speicherbereich des entsprechenden Speicherelements ausgelesen, von dem in dem Kontospeicherelement der anderen Vorrichtung 18 bis 26 gespeicherten Wert subtrahiert und zu dem in dem Kontospeicherelement der entnommenen Vorrichtung 18 bis 26 gespeicherten Wert hinzuaddiert werden. In diesem Fall wird der Aufwand reduziert, da von dem Wert des Kontospeicherelements des Werttransportunternehmens nicht zuerst der Gesamtwert subtrahiert und anschließend wieder hinzuaddiert werden muss. Der Transport einer Geldkassette von einer Vorrichtung 18 bis 26 zu einer anderen Vorrichtung 18 bis 26 wird in diesem Fall wie eine Überweisung gehandhabt. Dies ist besonders dann vorteilhaft, wenn zu dem in einem der Kontospeicherelemente gespeicherten Wert ein zeitabhängiger und von dem in dem Kontospeicherelement gespeicherten Wert abhängiger weiterer Wert jeweils hinzuaddiert oder subtrahiert wird. Dieser zeit- und wertabhängige weitere Wert kann insbesondere in Form von Zinsen ausgebildet sein. Durch das direkte Verrechnen des Gesamtwertes der in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine beim Transport der Geldkassette von einer Vorrichtung 18 bis 26 zur anderen Vorrichtung 18 bis 26 fallen somit keine Zinskosten für das Werttransportunternehmen an .

Durch das zuvor beschriebene Verfahren zur Regelung des Geldkreislaufs 10 wird erreicht, dass die Geldkassetten innerhalb der Bankfiliale 12 direkt zwischen den Geldautomaten 18 und 20 ausgetauscht, direkt zwischen den automatischen Tresorkassen 22, 24, zwischen dem Konsolidator 26 und einer der automatischen Tresorkassen 22, 24 und direkt zischen zu einer in der Bankfiliale 12 angeordneten Vorrichtung 18, 20 und einer in der Handelsfiliale 14 angeordneten Vorrichtung 22 bis 26 ausgetauscht werden können.

Die Entnahme und das Einführen einer Geldkassette aus einer Vorrichtung 18 bis 26 bzw. in eine Vorrichtung 18 bis 26 wird insbesondere über einen Sensor detektiert. In Abhängigkeit eines von diesem Sensor erzeugten Signals wird dann der Gesamtwert aus dem Speicherbereich des Speicherelements ausgelesen und .zu bzw. von den Werten der betroffenen Kontospeicherelemente hinzuaddiert bzw. subtrahiert.

Bezugszeichenliste

Geldkreislauf

Bankfiliale

Handelsfilial

Cashcenter

Geldautomat

Tresorkasse

Konsolidator