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Title:
METHOD FOR THE TREATMENT OF A TEXTILE SUBSTRATE, AND DEVICES FOR CARRYING OUT SAID METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/180390
Kind Code:
A1
Abstract:
Described is a method for treating a textile substrate, wherein the substrate is placed in a treatment apparatus and is treated there with an aqueous treatment bath. According to the invention, the moisture of the textile substrate is adjusted to a set value at the beginning of the treatment, the volume of the treatment bath that is sprayed onto the substrate per unit of time being ascertained with precision so that the treated textile substrate has a defined set moisture at the end of the treatment. The devices used therefor allow the method to be carried out with textile substrates shaped as fabric webs in rope form, large rolls of fabric web, and rolls of fabric.

Inventors:
THIES, Alexander (Gerlever Weg 58, Coesfeld, 48653, DE)
TIMMER, Berthold (Vogelsang 18, Coesfeld, 48653, DE)
Application Number:
DE2016/000192
Publication Date:
November 17, 2016
Filing Date:
May 06, 2016
Export Citation:
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Assignee:
THIES GMBH & CO. KG (Borkener Straße 155, Am Weißen Kreuz, Coesfeld, 48653, DE)
International Classes:
D06B1/02; D06B3/28; D06B3/32; D06B5/22; D06B5/26; D06B15/02; D06B15/04; F26B13/30
Domestic Patent References:
WO2008058689A12008-05-22
Foreign References:
DE19924180A12000-11-30
EP0640710A21995-03-01
EP1024220A22000-08-02
DE8132854U11982-03-04
EP1367349A12003-12-03
GB1389198A1975-04-03
US3921420A1975-11-25
EP0652411A11995-05-10
EP1024220A22000-08-02
DE102015012544A12016-04-07
Attorney, Agent or Firm:
BEINES, Ulrich (Am Büschgen 33, Mönchengladbach, 41189, DE)
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Claims:
Patentansprüche 1. Verfahren zur Behandlung eines textilen Substrates, bei dem das textile Substrat in einem Behandlungsapparat angeordnet und dort mit einer wäßrigen Behandlungsflotte, die die für die jeweilige Behandlung erforderlichen Chemikalien und Behandlungsmittel in der für die jeweilige Behandlung ausgewählten Konzentration enthält, behandelt wird, dadurch gekenn- zeichnet,

a) daß am Anfang der Behandlung die Feuchtigkeit des zu behandelnden textilen Substrates auf 40% bis 180%, insbesondere zwischen 60% bis 160%, bezogen auf das Trockengewicht des zu behandelnden textilen

Substrates, eingestellt wird,

b) daß vorher, gleichzeitig hiermit und/oder hiernach das textile Substrat auf die für die jeweilige Behandlung erforderliche Temperatur aufgeheizt wird,

c) daß ein pro Zeiteinheit einzustellendes Behandlungsflottenvolumen dadurch ermittelt wird, daß die Behandlungsflotte über einen Bypass aus mindestens einem Ansatzbehälter über eine Druckpumpe, ein Durchflußmeßgerät und ein Regelventil wieder in den mindestens einen Ansatzbehälter geführt wird,

d) daß hiernach das pro Zeiteinheit ermittelte Behandlungsflottenvolumen für die jeweilige Behandlung für eine vorgegebene Behandlungszeit auf das textile Substrat linear, progressiv und/oder degressiv aufgesprüht wird, so daß durch das Aufsprühen dieses Behandlungsflottenvolumen die Feuchtigkeit des textilen Substrates während der Behandlung so weit linear, progressiv und/oder degressiv erhöht wird, daß am Ende der Behandlung das behandelte textile Substrat einen Feuchtigkeitsendwert zwischen 70% und 300%, insbesondere zwischen 140% und 260%, bezogen auf das Trockengewicht des zu behandelnden textilen Substrates, aufweist, e) daß während des Aufsprühens der Behandlungsflotte auf das textile Substrat das textile Substrat mit einer gleichmäßigen Geschwindigkeit in dem Behandlungsapparat als endloser Warenbahnstrang, oder als Waren- bahnwickel im breiten Zustand reversierend, transportiert wird, oder, wenn das textile Substrat als Warenwickel aufgemacht ist, die aufgesprühte Behandlungsflotte durch das textile Substrat durch Rotation des Warenwickels transportiert wird

f) und daß die vom textilen Substrat während der Behandlung abge¬ schiedene, nicht absorbierte Behandlungsflotte so lange vom textilen

Substrat abgetrennt, aufgefangen und erneut aufgesprüht wird, bis die vorgegebene Behandlungszeit abgelaufen oder die Behandlungsflotte weitestgehend auf das textile Substrat aufgesprüht worden ist.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das textile Substrat als endloser Warenbahnstrang oder als reversierend transportierter

Warenbahnwickel aufgemacht ist, daß am Anfang der Behandlung die

Feuchtigkeit des zu behandelnden textilen Substrates dadurch eingestellt wird, daß auf das textile Substrat ein definiertes Wasservolumen aufgesprüht wird, und daß der endlose Warenbahnstrang oder der Warenbahn- Wickel für eine vorgegebene Zeit in dem Behandlungsapparat so lange transportiert wird, bis das textile Substrat über seine gesamte Fläche gesehen die zu Anfang der Behandlung erforderliche Feuchtigkeit zwischen 40% und 180%, insbesondere eine Feuchtigkeit zwischen 60% und 160%, bezogen auf das Trockengewicht des zu behandelnden textilen Substrates aufweist.

3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das textile Substrat als Warenwickel aufgemacht ist, daß am Anfang der Behandlung die Feuchtigkeit des zu behandelnden textilen Substrates dadurch einge- stellt wird, daß auf das textile Substrat ein definiertes Wasservolumen aufgesprüht wird, und daß der Warenwickel so lange rotieren gelassen wird, bis das textile Substrat eine Feuchtigkeit zwischen 40% und 180%, insbesondere eine Feuchtigkeit zwischen 60% und 160%, bezogen auf das Trockengewicht des zu behandelnden textilen Substrates aufweist. 4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das textile Substrat als endloser Warenbahnstrang oder als Warenbahnwickel aufgemacht ist, daß am Anfang der Behandlung das textile Substrat mit Wasser, insbesondere mit geheiztem Wasser und/oder Sattdampf, benetzt wird und daß hiernach eine Entwässerung des benetzten textilen Substrates auf die am Anfang der Behandlung einzustellende Feuchtigkeit durchgeführt wird.

5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Entwässerung des textilen Substrates durch An- und/oder Durchströmen mit Luft, insbesondere mit geheizter Luft, durchgeführt wird.

6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß abhängig von der jeweiligen Art der Behandlung und des jeweiligen zu behandelnden Fasersubstrates, das das textile Substrat ausbil- det, die Temperatur des zu behandelnden textilen Substrates auf einen Wert zwischen 40°C und 140°C eingestellt wird.

7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das zu behandelnde textile Substrat aus Synthesefasern besteht.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das zu behandelnde textile Substrat aus natürlichen Fasern besteht und daß die Behandlung bei einer Temperatur des zu behandelnden textilen Substrates zwischen 40°C und 110°C durchgeführt wird.

9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zu behandelnde textile Substrat aus natürlichen Fasern besteht oder diese überwiegend enthält und daß am Anfang der Behandlung die Feuchtigkeit des zu behandelnden textilen Substrates auf 80% bis 180%, vorzugsweise auf 120% bis 180%, jeweils bezogen auf das Trockengewicht des zu behandelnden textilen Substrates eingestellt wird.

10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das zu behandelnde textile Substrat aus natürlichen Fasern besteht oder diese überwiegend aufweist und daß durch Aufsprühen der Behandlungsflotte die Feuchtigkeit des textilen Substrates während der Behandlung soweit erhöht wird, daß am Ende der Behandlung das textile Substrat einen Feuchtigkeitsendwert zwischen 180% und 300%, vorzugsweise zwischen 180% und 250%, jeweils bezogen auf das Trockengewicht des zu behandelnden textilen Substrates, aufweist. 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das zu behandelnde textile Substrat aus Synthesefasern besteht oder diese überwiegend enthält und daß am Anfang der Behandlung die Feuchtigkeit des zu behandelnden textilen Substrates auf 40% bis 120%, vorzugsweise auf 60% bis 120%,jeweils bezogen auf das Trockengewicht des zu behandelnden textilen Substrates eingestellt wird.

12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß durch Aufsprühen der Behandlungsflotte die Feuchtigkeit des textilen Substrates während der Behandlung soweit erhöht wird, daß am Ende der Behandlung das textile Substrat einen Feuchtigkeitsendwert zwischen 90% und 250%, vorzugsweise zwischen 110% und 220%, jeweils bezogen auf das Trockengewicht des zu behandelnden textilen Substrates, aufweist.

13. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, daß das pro Zeiteinheit aufzusprühende Behandlungsflottenvolumen zwischen 1 l/min und 12 l/min, insbesondere zwischen 2 l/min und 8 l/min, variiert wird.

14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die aufzusprühende Behandlungsflotte bei einem Druck zwischen 1,5 bar und 6 bar, vorzugsweise bei einem Druck zwischen 2 bar und 4 bar, auf das zu behan- delnde textile Substrat aufgesprüht wird.

15. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß während der gesamten Behandlung das textile Substrat durch entsprechend in den Behandlungsapparat eingeleitete temperierte Luft, die insbesondere bei der Behandlung eines endlosen Warenbahn- Stranges auch dessen Transport während der Behandlung bewirkt, und/oder über Strahlungswärme auf die jeweils erforderliche Behandlungstemperatur aufgeheizt wird. 16. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Behandlungsflotte eine Vorbehandlungsflotte , eine Bleichflotte, eine Alkalisierflotte, eine Entschlichtungsflotte, eine Enzymflotte, eine Färbeflotte, eine Waschflotte, eine Seifflotte, eine Nachbehandlungsflotte und/oder eine Weichmacherflotte ausgewählt wird bzw. werden.

17. Verfahren nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Warenwickel während der Einstellung der Feuchtigkeit am Anfang der Behandlung mit einer Drehzahl zwischen 700 U/min und 4.000 U/min und nach dem Aufsprühen der pro Zeiteinheit ermittelten Behandlungsflotten- volumen mit einer Drehzahl zwischen 5 U/min und 1.200 U/min angetrieben wird.

18. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als textiles Substrat ein Substrat aus Baumwolle oder ein baumwollhaltiges Substrat behandelt und insbesondere mit einer, mindestens einen Reaktivfarbstoff enthaltenden Färbeflotte, gefärbt wird.

19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die bei der Färbung eingesetzte Salzmenge reduziert wird, wobei vorzugsweise die Konzentration der reduzierten Salzmenge zwischen 0 g/Liter und 30 g/Liter Färbeflotte variiert.

20. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 19, wobei die Vorrichtung einen Behandlungsapparat zur Aufnahme des zu behandelnden textilen Substrates in Form eines endlosen Wa- renbahnstranges, eine Applikationsdüse zum Aufsprühen der Behandlungs- flotte, eine Haspel zur Unterstützung des Transportes des im Behandlungsapparat kontinuierlich transportierten endlosen Warenbahnstranges, eine mit einem Gas, insbesondere mit Luft, beaufschlagte Transportdüse für den endlosen Warenbahnstrang während der Behandlung und eine bodenseitig am Behandlungsapparat angeordnete Flottenabführung für die von dem textilen Substrat nicht aufgenommene Behandlungsflotte umfaßt, dadurch gekennzeichnet,

a) daß in Transportrichtung (31) des zu behandelnden endlosen Warenbahnstranges (32) gesehen hinter der Haspel (4) die Transportdüse (6) angeordnet ist,

b) daß die Applikationsdüse (24) zum Aufsprühen des pro Zeiteinheit auf den Warenbahnstrang aufzutragenden Behandlungsflottenvolumens im Bereich der Haspel (4) positioniert ist, und

c) daß zur reproduzierbaren Einstellung des pro Zeiteinheit aufzusprühenden Behandlungsflottenvolumens der Applikationsdüse (24) ein Bypass zugeordnet ist, der eine Bypasskaiibrierieitung (23), eine Druckpumpe (19), ein Durchflußmeßgerät (20), ein erstes Regelventil (21), ein zweites Ventil (21a) und mindestens einen Flottenaufnahmebehälter (18) umfaßt.

21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der bo- denseitig am Behandlungsapparat (1) vorgesehene Flottenabführung ein

Flottenauffangbehälter (8) mit einer Niveausteuerung zugeordnet ist, daß bei Überschreiten eines einstellbaren Niveaus die dort angesammelte Behandlungsflotte über eine Rückführleitung (8a), die mit einer Pumpe (26) versehen ist, dem Flottenaufnahmebehälter (18) zugeführt wird. 22. Vorrichtung nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß ein Flottenansatzbehälter (27) vorgesehen ist, der Behandlungsflotte über eine mit einer weiteren Druckpumpe (28) und mit einem Dosierventil (29) versehene Leitung (27a) in den Flottenaufnahmebehälter (18) einspeist, vorzugsweise mit einem pro Zeiteinheit einstellbaren Volumen.

23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Bypasskallbrierleitung (23) über ein sich zwischen der Bypasskallbrierleitung (23) und der Applikationsdüse (24) erstreckende und mit einem dritten Ventil (21c) versehenen Leitung (21b) verbunden ist, wobei die Druckpumpe (19) dann bei geöffnetem ersten Regelventil (21) und geöffneten dritten Ventil (21c) sowie bei geschlossenen zweiten Ventil (21a) über die Bypasskallbrierleitung (23) die zuvor pro Zeiteinheit ermittelte Behandlungsflottenvolumen der Applikationsdüse (24) kontinuierlich zuführt.

24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß dem Bodenbereich des Behandlungsapparates (1) ein Element (2) zugeordnet ist, das die vom Warenbahnstrang (32) während der Behandlung nicht absorbierte und abgeschiedene Behandlungsflotte von dem Warenbahnstrang (32) abtrennt.

25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß das Element (2) als Warenspeicher, insbesondere als J-Box, ausgebildet ist, wobei der Warenspeicher bodenseitig mit Durchtrittsöffnungen versehen ist.

26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Haspel (4) in einem mit dem Behandlungsapparat (1) verbundenen Gehäuse (24a) angeordnet ist und daß kopfseitig am Gehäuse (24a) die Applikationsdüse (24) zum Aufsprühen der Behandlungsflotte positioniert ist.

27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Behandlungsapparates (1) ein Entwässerungsmodul (12) und/oder eine weitere mit Behandlungsflotte zu betreibende Transportdüse (5) für den Warenbahnstrang (32) angeordnet ist bzw. sind.

28. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß das Entwässerungsmodul (12) in Transportrichtung (31) des Warenbahnstranges (32) gesehen vor der Haspel (4) und/oder die mit Behandlungsflotte zu be- treibende Transportdüse (5) hinter der Haspel (4) angeordnet ist bzw. sind.

29. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, daß das Entwässerungsmodul (12) eine rohrartig ausgebildete Führung (12a) für den endlosen Warenbahnstrang (32) aufweist, die derart über eine Leitung (34) mit einem Seitenkanalgebläse (14), insbesondere einem frequenzgeregelten Seitenkanalgebläse, verbunden ist, daß die hierüber verdichtete und über einen Wärmetauscher (13) aufgeheizte Luft der Warenbahnstrangführung (12a) zugeführt wird, während gleichzeitig aus der Warenbahnstrangführung (12a) die die Warenbahnstrangführung (12a) durchströmte Luft über ein Flusenfilter (17), einen Kühler (16) und/oder einen Wasserabscheider (15) abgezogen und wieder dem Seitenkanalgebläse (14) zugeführt wird.

30. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 27 bis 29, dadurch gekenn- zeichnet, daß die Warenbahnführung (12a) des Entwässerungsmoduls (12) einen im Durchmesser einstellbaren Querschnitt besitzt.

31. Vorrichtung nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß die Warenbahnführung (12a) des Entwässerungsmoduls (12) einen rechteckigen Querschnitt aufweist, daß der rechteckige Querschnitt aus zwei, ineinander greifenden U-förmigen Abschnitten (121, 124) ausgebildet ist, wobei der erste U-förmige Abschnitt (124) mit der druckseitigen Verbindung des Seitenkanalgebläses (14) und der zweite U-förmige Abschnitt (121) mit der saugseitigen Verbindung des Seitenkanalgebläses (14) versehen sind, und daß der erste U-förmige Abschnitt (124) in Richtung auf den zweiten U- förmigen Abschnitt (121) und entgegengesetzt hierzu bewegbar ist, oder daß der zweite U-förmige Abschnitt (121) in Richtung auf den ersten U- förmigen Abschnitt (124) und entgegengesetzt hierzu bewegbar ist.

32. Vorrichtung nach Anspruch 30 oder 31, dadurch gekennzeichnet, daß die als Rohr ausgebildete Warenbahnführung (12a) einen U-förmigen Quer- schnitt (126) aufweist, wobei die Schenkel (127, 127 a) des U-förmigen Querschnitts durch einen ersten, nach außen gewölbten Wandabschnitt (128) unter Ausbildung des äußeren Rohres miteinander verbunden sind, und daß innerhalb des äußeren Rohres ein zweiter, entgegengesetzt zum ersten Wandabschnitt (128) gewölbter Bereich (129) angeordnet ist, der in Richtung auf den ersten Wandabschnitt (128) zu und von diesem weg bewegbar gelagert ist.

33. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 27 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß die druckseitige Verbindung des Seitenkanalgebläses (14) mit einer innerhalb der Warenbahnstrangführung (12a) angeordneten Düse und/oder daß die saugseitige Verbindung des Seitenkanalgebläses (14) mit einem innerhalb der Warenbahnstrangführung (12a) angeordneten Absaugraum (130) für das beim Entwässern des Warenbahnstranges (32) von dem Warenbahnstrang (32) abgesaugte Wasser versehen ist bzw. sind.

34. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 19, wobei die Vorrichtung einen Behandlungsapparat zur Aufnahme des zu behandelnden textilen Substrates in Form einer Warenbahn mit einer vorgegebenen Länge und zwei angetriebenen, zylindrischen Wal- zen umfaßt, wobei der Antrieb der Walzen so ausgebildet ist, daß während der Behandlung die Warenbahn von der einen Walze auf die andere Walze und umgekehrt hierzu reversierend transportiert und mittels Umlenkrollen geführt und breit gehalten wird, und der Behandlungsapparat bodenseitig eine Flottenabführung für die von dem textilen Substrat nicht aufgenom- mene Behandlungsflotte aufweist, dadurch gekennzeichnet,

a) daß innerhalb des Behandlungsapparates (1) mindestens eine parallel zur Breite der Warenbahn und mit Abstand von dieser angeordnete Applikationsdüse (24) vorgesehen ist,

b) daß die mindestens eine Applikationsdüse (24) als eine an die Waren- bahnbreite angepaßte Anzahl von Applikationsdüsen (24), vorzugsweise identisch ausgestaltete Applikationsdüsen (24), ausgebildet ist,

c) daß zwischen den Walzen (Wl; W2) ein Quetschwerk (Ql) vorgesehen ist und

d) daß zur reproduzierbaren Einstellung des pro Zeiteinheit aufzusprü- henden Behandlungsflottenvolumens der mindestens einen Applikationsdüse

(24) ein Bypass zugeordnet ist, der eine Bypasskalibrierleitung (23), eine Druckpumpe (19), ein Durchflußmeßgerät (20), ein erstes Regelventil (21), ein zweites Ventil (21a) und mindestens einen Flottenaufnahmebehälter (18) umfaßt.

35. Vorrichtung nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß als Flottenabführung bodenseitig dem Behandlungsapparat (1) ein Flottenauffang- behälter (8) mit einer Niveausteuerung zugeordnet ist, daß bei Überschreiten eines einstellbaren Niveaus die dort angesammelte Behandlungsflotte über eine Rückführleitung (8a), die mit einer Pumpe (26) versehen ist, dem Flottenaufnahmebehälter (18) zugeführt wird.

36. Vorrichtung nach Anspruch 34 oder 35, dadurch gekennzeichnet, daß ein Flottenansatzbehälter (27) vorgesehen ist, der Behandlungsflotte über eine mit einer weiteren Druckpumpe (28) und mit einem Dosierventil (29) versehene Leitung (27a) in den Flottenaufnahmebehälter (18) einspeist, vorzugsweise in einem pro Zeiteinheit einstellbaren Volumen.

37. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 34 bis 36, dadurch gekennzeichnet, daß die Bypasskalibrierleitung (23) über ein sich zwischen der Bypasskalibrierleitung (23) und der Applikationsdüse (24) erstreckende und mit einem dritten Ventil (21c) versehenen Leitung (21b) verbunden ist, wobei die Druckpumpe (19) dann bei geöffnetem ersten Regelventil (21) und geöffneten dritten Ventil (21c) sowie bei geschlossenen zweiten Ventil (21a) über die Bypasskalibrierleitung (23) das zuvor pro Zeiteinheit ermittelte Behandlungsflottenvolumen der Applikationsdüse (24) kontinuierlich zuführt.

38. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 34 bis 37, dadurch gekennzeichnet, daß dem Behandlungsbehälter (1) ein Heizelement (9), vorzugsweise für in den Behandlungsbehälter einzuspeisende temperierte Luft und/oder Dampf zugeordnet ist bzw. sind und/oder daß innerhalb des Behandlungsbehälters ein Wärmetauscher und/oder ein IR-Strahler, zugeordnet ist bzw. sind.

39. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprü- che 1 bis 19, wobei die Vorrichtung im Behandlungsapparat eine horizontal verlaufende Zentrifugenwelle zur Halterung des zu behandelnden textilen Substrates während der Behandlung in Form eines Garnwickels oder eines Warenbahnwickels aufweist und die Zentrifugenwelle eine horizontal verlaufende zentrale Bohrung, die mit mindestens einer Flottenaustrittsöffnung versehen ist, aufweist, und desweiteren die Zentrifugenwelle an ihrem einen Ende einen Rotationsantrieb und an ihrem anderen Ende einen Lagerblock sowie eine endseitige Flottenzuführung besitzt, wobei der Rotationsantrieb und der Lagerblock außerhalb des Behandlungsapparates angeordnet sind und der Behandlungsapparat mit einer Flottenabführung versehen ist, dadurch gekennzeichnet,

a) daß die mindestens eine Flottenaustrittsöffnung (170b) in der Zentri- fugenwelle (170) als Applikationsdüse (24) und vorzugsweise alle

Flottenaustrittsöffnungen (170b) als Applikationsdüsen (24) ausgebildet ist bzw. sind,

b) daß zur reproduzierbaren Einstellung des pro Zeiteinheit aufzubringenden Behandlungsflottenvolumens der mindestens einen Applikationsdüse (24) als Flottenzuführung ein Bypass zugeordnet, der eine Bypasskalibrier- leitung (23), eine Druckpumpe (19), ein Durchflußmeßgerät (20), ein erstes Regelventil (21), ein zweites Ventil (21a) und mindestens einen Flottenaufnahmebehälter (18) umfaßt und

c) daß bodenseitig am Behandlungsapparat (1) eine Flottenabführung (8) für die von dem textilen Substrat nicht aufgenommene Behandlungsflotte vorgesehen ist.

40. Vorrichtung nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, daß der bodenseitig am Behandlungsapparat (1) vorgesehenen Flottenabführung ein Flottenauffangbehälter (8) mit einer Niveausteuerung zugeordnet ist, so daß bei Überschreiten eines einstellbaren Niveaus die dort angesammelte Behandlungsflotte über eine Rückführleitung (8a), die mit einer Pumpe (26) versehen ist, dem Flottenaufnahmebehälter (18) zugeführt wird. 41. Vorrichtung nach Anspruch 39 oder 40, dadurch gekennzeichnet, daß ein Flottenansatzbehälter (27) vorgesehen ist, der Behandlungsflotte über eine mit einer weiteren Druckpumpe (28) und mit einem Dosierventil (29) versehene Leitung (8a) in den Flottenaufnahmebehälter (18) einspeist, vorzugsweise in einem pro Zeiteinheit einstellbaren Volumen.

42. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 39 bis 41, dadurch gekennzeichnet, daß die Bypasskalibrierleitung (23) über ein sich zwischen der By- passkalibrierleitung (23) und der zentralen Bohrung (170a) erstreckenden und mit einem dritten Ventil (21c) versehenen Leitung (21b) verbunden ist, wobei die Druckpumpe (19) dann bei geöffnetem ersten Regelventil (21) und geöffnetem dritten Ventil (21c) sowie bei geschlossenem zweiten Ventil (21a) über die Bypasskalibrierleitung (23) das zuvor pro Zeiteinheit ermittelte Behandlungsflottenvolumen der zentralen Bohrung (170a) kontinuierlich zuführt.

43. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 42, dadurch gekennzeichnet, daß die Applikationsdüse (24) zum Aufsprühen des pro Zeiteinheit ermittelten Behandlungsflottenvolumens als Flachstrahldüse, Ringdüse oder Kegeldüse, vorzugsweise als Vollkegeldüse, ausgebildet ist.

Description:
Verfahren zur Behandlung eines textilen Substrates sowie Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung eines textilen Substrates mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 sowie drei Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens mit den Merk- malen des Oberbegriffs der Patentansprüche 20, 34 und 39.

Textile Behandlungsverfahren, so zum Beispiel Vorbehandlungsverfahren, Färbe verfahren oder Nachbehandlungsverfahren, sind in vielfacher Ausgestaltung bekannt und können kontinuierlich oder diskontinuierlich im Rah- men der Textilveredelung von textilen Substraten durchgeführt werden. Hierunter fallen insbesondere die im Rahmen der Vorbehandlung des textilen Substrates angewendeten Wasch-, Abkoch-, Beuch- und Bleichverfahren, die im Rahmen der Farbgebung durchgeführten Färbeverfahren, die eine Nachwäsche des gefärbten textilen Substrates einschließen, und Aus- rüstungsverfahren, mit deren Hilfe das jeweils vorbehandelte und/oder gefärbte textile Substrat durch Kontaktieren desselben mit einer ein

Ausrüstungsmittel, wie beispielsweise einen Weichmacher, eine Avivage oder ein Antistatikum, enthaltene Behandlungsflotte. Die hierbei angewendeten bekannten Verfahren und die dabei benutzten Vorrichtungen zeichnen sich dadurch aus, daß sie vielfach relativ hohe Flottenverhältnisse (Gewicht der behandelten Ware:Volumen der Behandlungsflotte) erfordern, wobei abhängig von dem jeweiligen Behandlungsverfahren die Flottenverhältnisse zwischen 1 :0,8 und 1 :20 variieren. So beschreibt beispielsweise die auf die Anmelderin der vorliegenden Anmeldung zurückgehende EP 1 024 220 AI ein Behandlungsverfahren für ein

|Bestätigungskopie| textiles Substrat, bei dem das textile Substrat als endloser Warenbahn- strang mit einer Behandlungsflotte benetzt wird und unmittelbar hiernach die Behandlungsflotte aus dem Warenbahnstrang abgequetscht wird, wobei die abgequetschte Behandlungsflotte getrennt von dem Warenbahnstrang aufgefangen wird. Um den erforderlichen Transport des endlosen Waren- bahnstranges zu bewirken, wird dieser mit einem Gasstrom beaufschlagt und in einem Warenbahnspeicher abgelegt, und hiernach erneut mit der Behandlungsflotte benetzt wird. Obwohl sich das bekannte Verfahren und hierfür verwendete Vorrichtung seit seiner bzw. ihrer Entwicklung vor etwa 18 Jahren weltweit durchgesetzt und bewährt hat, wird bei dem bekannten Verfahren am Anfang der Behandlung der zu behandelnde Warenbahnstrang mit einem Überschuß an Behandlungsflotte benetzt und hiernach auf eine vorgegebene Restflotten- konzentration abgequetscht, so daß hierfür entsprechend groß dimensionierte Flottenführungsleitungen erforderlich sind, um die für das Netzen erforderliche Behandlungsflottenvolumen zuzuführen und die nach dem

Netzen des Warenbahnstranges abzuführende, abgequetschte Behandlungsflotte abzuführen, wobei abhängig von der jeweiligen Behandlung und des jeweiligen textilen Substrates die Flottentemperatur zwischen etwa 60°C und etwa 140°C variiert.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der angegebenen Art zur Verfügung zu stellen, das im Vergleich zu dem be- kannten Verfahren und zu der bekannten Vorrichtung eine noch weiter verbesserte wirtschaftliche Behandlung von textilen Substraten ermöglicht und hierfür die für die Durchführung dieser Behandlungsverfahren erforderlichen Vorrichtungen bereitzustellen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1, durch eine erste Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens bei einem als endloser Warenbahnstrang aufgemachtes textiles Substrat mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 20, eine zweite Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens bei einem als eine im breiten Zustand aufgemachten und reversierend transportierten Waren- bahnwickel mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 34 und eine dritte Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens bei einem als Warenwickel aufgemachten textilen Substrat mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 39 gelöst. Das erfindungsgemäße Verfahren sieht vor, daß zur Behandlung des textilen Substrates dieses in einem Behandlungsapparat angeordnet und dort mit einer wäßrigen Behandlungsflotte, die die für die jeweilige Behandlung erforderlichen Chemikalien und Behandlungsmittel in der für die jeweilige Behandlung ausgewählten Konzentration enthält, behandelt wird. Am Anfang der Behandlung wird die Feuchtigkeit des zu behandelnden textilen Substrates auf einen Wert von 40% bis 180%, insbesondere zwischen 60% bis 160%, bezogen auf das Trockengewicht des zu behandelnden textilen

Substrates eingestellt. Vorher, gleichzeitig hiermit und/oder hiernach wird das textile Substrat auf die für die jeweilige Behandlung erforderliche Tem- peratur aufgeheizt, ohne daß hierfür die eigentliche Behandlungsflotte angewendet wird. Vielmehr erfolgt die Beheizung des textilen Substrates, abhängig von der jeweilig verwendeten Vorrichtung, der Aufmachung des zu behandelnden textilen Substrates und der Konstruktion des Behandlungsapparates durch Anströmen des textilen Substrates mit entsprechend aufge- heizter Luft oder Dampf, insbesondere überhitzten Dampf, durch Beheizen der Wandungen des Behandlungsapparates und somit über Strahlungswärme, über mindestens einen im Behandlungsapparat angeordneten Wärmetauscher und/oder über mindestens eine Infrarotstrahlungsquelle, wobei der zuvor verwendete Begriff Temperatur die für die jeweilige Behandlung erforderliche Anfangstemperatur als auch die Temperatur während der Behandlung bezeichnet. Im nächsten Schritt wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eine pro Zeiteinheit einzustellende Behandlungsflottenvolumen dadurch ermittelt, daß die Behandlungsflotte über einen Bypass aus mindestens einem Ansatzbehälter über eine Druckpumpe, ein Durchflußmeßgerät und ein Regelventil wieder in den mindestens einen Ansatzbehälter geführt wird. Sobald die pro Zeiteinheit ermittelte Behandlungsflotten- volumen für die jeweilige Behandlung sicher ermittelt und reproduzierbar eingestellt ist, wird diese pro Zeiteinheit ermittelte Behandlungsflottenvolumen für die jeweilige Behandlung für die vorgegebene Behandlungszeit auf das textile Substrat linear, progressiv und/oder degressiv aufgesprüht, so daß durch das Aufsprühen dieser Behandlungsflottenvolumen die Feuch- tigkeit des textilen Substrates während der Behandlung so weit linear, progressiv und/oder degressiv derart erhöht wird, daß am Ende der Behandlung das behandelte textile Substrat einen Feuchtigkeitsendwert zwischen 70% und 300%, insbesondere zwischen 140% und 260%, bezogen auf das Trockengewicht des zu behandelnden textilen Substrates, aufweist.

Während des Aufsprühens der Behandlungsflotte auf das textile Substrat wird das textile Substrat mit einer gleichmäßigen Geschwindigkeit in dem Behandlungsapparat als endloser Warenbahnstrang transportiert, oder als Warenbahnwickel im breiten Zustand reversierend, transportiert oder, wenn das textile Substrat als Warenwickel aufgemacht ist, wird die aufgesprühte Behandlungsflotte durch das textile Substrat durch Rotation des Warenwickels transportiert. Die vom textilen Substrat während der Behandlung abgeschiedene, nicht absorbierte Behandlungsflotte wird so lange vom textilen Substrat abgetrennt, aufgefangen und erneut aufgesprüht, bis die vor- gegebene Behandlungszeit abgelaufen oder die Behandlungsflotte weitestgehend auf das textile Substrat aufgesprüht worden ist.

Zum vorstehend beschriebenen Transport des textilen Substrates während des beim erfindungsgemäßen Verfahren anzuwendenden Aufsprühens der Behandlungsflotte ist anzumerken, daß der im breiten Zustand reversierend transportierte Warenbahnwickel einen Transport der Warenbahn bezeichnet, bei dem der Warenbahnwickel im breiten Zustand zunächst auf eine erste Walze aufgewickelt und hiernach während des Aufsprühens der pro Zeiteinheit ermittelten Behandlungsflottenvolumen von der ersten Walze abgewickelt und auf eine parallel zur ersten Walze angeordneten zweiten Walze aufgewickelt wird, wobei dieser Auf- und Abwickeln so lange wiederholt wird, bis das erfindungsgemäße Verfahren beendet ist. Das pro Zeiteinheit ermittelte Behandlungsflottenvolumen wird vorzugsweise während des zuvor beschriebenen Transportes dann an einer Stelle durchgeführt, an der Warenbahn einlagig zwischen den beiden Walzen im breiten Zustand vorliegt.

Der in der vorliegenden Beschreibung verwendete Begriff "Warenwickel" umfaßt die Aufmachung des textilen Substrates als ein auf einem Träger aufgewickeltes Flächengebilde oder als ein auf einer Garnspule aufgewickeltes Garn, wobei das textile Substrat in dieser Aufmachung in einer Vorrich- tung mit den Merkmalen der Patentansprüche 39 bis 42 nach dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelt wird.

Während des Aufsprühens der Behandlungsflotte kann, falls erwünscht oder erforderlich, die Behandlungstemperatur bei einem eingestellten Tempera- turwert konstant gehalten werden oder nach einem vorgegebenen Temperaturprofil verändert werden, wobei im Falle der Erhöhung der Temperatur dies insbesondere über die zuvor vorzugsweise herausgestellten Heizelemente und nicht oder nur im geringen Maß über die aufgesprühte Behandlungsflotte und im Falle der Absenkung der Temperatur hier entsprechende Wärmetauscher dem Behandlungsapparat zugeordnet sind.

Überraschend wurde festgestellt, daß sich bei dem erfindungsgemäßen Verfahren durch die am Anfang der Behandlung eingestellten Feuchtigkeit auf der Oberfläche des textilen Substrates und/oder in dem textilen Substrat eine oder mehrere Wasserschichten ausbilden, so daß sich das jeweilige Behandlungsmittel, das in der pro Zeiteinheit eingestellten Behandlungsflot- tenvolumen enthalten ist, aufgrund dieser Wasserschicht bzw. Wasserschichten wesentlich gleichmäßiger und schneller über die Oberfläche des textilen Substrates verteilt und somit aufgrund der Auffassung der Erfinder, eine besonders gleichmäßige Behandlung des textilen Substrates mit dem jeweiligen Behandlungsmittel bewirkt. Dies kann insbesondere dann augenfällig verfolgt werden, wenn die jeweilige Behandlungsflotte als Behandlungsmittel eine gefärbte Substanz, so insbesondere einen wasserlöslichen Farbstoff, enthält, da hierbei beobachtet werden kann, daß schon mit Beginn der Behandlung und über den gesamten Zeitraum hinaus eine gleich- mäßige und somit egale Anfärbung des behandelten textilen Substrates resultiert, die auch nach Beendigung des erfindungsgemäßen Verfahrens unverändert beibehalten ist.

Das erfindungsgemäße Verfahren weist darüber hinaus noch weitere Vor- teile auf.

Bedingt dadurch, daß bei dem erfindungsgemäßen Verfahren pro Zeiteinheit relativ geringe Behandlungsflottenvolumen auf das textile Substrat aufgesprüht wird und dieses, wie vorstehend beschrieben, nicht oder nur im un- tergeordneten Maß durch die Behandlungsflotte sondern durch andere Heizquellen aufgeheizt wird, weist das erfindungsgemäße Verfahren im Vergleich zu dem eingangs zitierten Stand der Technik eine weiter verbesserte Wirtschaftlichkeit auf. Die geringen Behandlungsflottenvolumen können in entsprechend gering dimensionierten Leitungen gefördert werden, so daß ei- nerseits die Aufheizung dieser geringen Behandlungsflottenvolumen einen wesentlich geringeren Energiebedarf erfordert. Wegen des geringeren Totvolumens fällt bei dem erfindungsgemäßen Verfahren am Ende der Behandlung ein geringeres Restflottenvolumen als Abwasser an, so daß unter Berücksichtigung von Umweltaspekten das erfindungsgemäße Verfahren im Vergleich zu dem zuvor beschriebenen bekannten Verfahren sowohl von der Abwasserseite als auch von der Energieseite eine wesentlich verbesserte Umweltverträglichkeit der Behandlung von textilen Substraten mit einer Behandlungsflotte ermöglicht. Durch den geringeren Wasserverbrauch gelangen bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wesentlich weniger Behandlungsmittelrückstände und auch weniger zur Durchführung des Verfahrens 5 eingesetzte Chemikalien ins Abwasser. Desweiteren wurde festgestellt, daß die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelten textilen Substrate bei Färbungen eine höhere Farbstoff aus beute bewirkten, daß ebenso hiermit schaumfreie Färbungen durchgeführt werden können und insgesamt kürzere Gesamtprozeßzeiten resultieren, so daß dementsprechend die zur Durchfühlt) rung des erfindungsgemäßen Verfahrens eingesetzten und nachstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Vorrichtungen im Vergleich zu herkömmlichen Vorrichtungen einen geringeren Stromverbrauch aufweisen, die Produktivität und Verfügbarkeit der Vorrichtungen aufgrund der verkürzten Behandlungszeiten vergrößert wird.

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Klarstellend ist anzumerken, daß der hier verwendete Begriff Behandlungsflotte die Flotte bezeichnet, die das eigentliche Behandlungsmittel oder die eigentlichen Behandlungsmittel enthält, um den erwünschten Behandlungszweck zu erzielen. Zusätzlich zu diesen eigentlichen Behandlungsmitteln, bei

20 denen es sich insbesondere um Tenside, Bleichmittel, Farbstoffe, Weichmacher, Antistatika, Avivagen, Hydrophobierungsmittel und/oder Hydro- philierungsmittel, handelt, können noch Chemikalien, so beispielsweise Netzmittel, Carrier, Egalisiermittel, Dispergiermittel, Emulgiermittel in der Behandlungsflotte enthalten sein, wobei diese Chemikalien auch bisweilen

25 als Textilhilfsmittel bezeichnet werden und die Wirksamkeit der Behandlungsmittel und/oder ihre Applikation auf das textile Substrat unterstützen.

Desweiteren ist festzuhalten, daß der in der vorliegenden Beschreibung verwendete Begriff "und/oder" sowohl additiv als auch alternativ die so ver- 30 knüpften einzelnen Elemente einer Aufzählung abdeckt, so daß diese Elemente wahlweise mit "und" bzw. mit "oder" verknüpft zu verstehen sind. Ferner umfassen die im Singular verwendeten Begriffe selbstverständlich auch den Plural und die im Plural verwendeten Begriffe den Singular.

Der hier verwendete Begriff "Wasser" umfaßt das in der Textilveredelung üblicherweise als Hart- und Weichwasser bezeichnete Wasser sowie wäßrige Salzlösungen und wäßrige Systeme, die zur Einstellung eines gewünschten pH-Wertes mit entsprechenden Mengen Säuren oder Laugen versetzt sind.

Abhängig von der jeweiligen Aufmachung des zu behandelnden textilen Substrates und der für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zu verwendenden Vorrichtung bestehen mehrere Möglichkeiten, um die Einstellung der Feuchtigkeit des zu behandelnden textilen Substrates am Anfang des erfindungsgemäßen Verfahrens einzustellen. Eine Weiterbildung des zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahrens, bei dem das textile Substrat als endloser Warenbahnstrang oder als reversierend transportierter Warenbahnwickel aufgemacht ist, schlägt vor, daß am Anfang der Behandlung die Feuchtigkeit des zu behandelnden textilen Substrates dadurch eingestellt wird, daß auf das textile Substrat ein definiertes Wasservolumen während des Transportes desselben aufgesprüht wird, und daß der endlose Warenbahnstrang oder der Warenbahnwickel für eine vorgegebene Zeit in dem Behandlungsapparat so lange transportiert wird, bis das textile Substrat über seine gesamte Fläche gesehen die zu Anfang der Behandlung erforderliche Feuchtigkeit zwischen 40% und 180%, insbesondere eine Feuchtigkeit zwischen 60% und 160%, bezogen auf das Trockengewicht des zu behandelnden textilen Substrates aufweist.

Als Alternative hierzu sieht eine Variante des zuvor beschriebenen Verfahrens vor, daß hierbei das textile Substrat ebenfalls als endloser Waren- bahnstrang oder als reversierend transportierter Warenbahnwickel aufgemacht ist und daß am Anfang der Behandlung das textile Substrat mit Wasser, insbesondere mit geheiztem Wasser und/oder Sattdampf, benetzt wird und daß hiernach eine Entwässerung des benetzten textilen Substrates auf die am Anfang der Behandlung einzustellende Feuchtigkeit, wie sie im ersten kennzeichnenden Merkmal (Merkmal a) des Patentanspruchs 1) spezifiziert ist, durchgeführt wird.

Ist hingegen das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zu behandelnde textile Substrat als Warenwickel aufgemacht, so wird bei einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens am Anfang der Behandlung die Feuchtigkeit des zu behandelnden textilen Substrates dadurch eingestellt, daß auf das textile Substrat ein definiertes Wasservolumen aufgesprüht wird und daß der Warenwickel so lange rotieren gelassen wird, bis das textile Substrat die am Anfang erforderliche gleichmäßige Feuchtigkeit zwischen 40% und 180%, insbesondere eine Feuchtigkeit zwischen 60% und 160%, bezogen auf das Trockengewicht des zu behandelnden textilen Substrates aufweist.

Insbesondere dann, wenn das textile Substrat ein besonders schlechtes Netzverhalten besitzt, sei es beispielsweise aufgrund seiner besonders dichten Konstruktion, seines hohen Anteils an hydrophober Fasern und/oder aufgrund von anhaftenden, während der Faserherstellung, Garnherstellung oder Flächengebildeherstellung eingesetzten Avivagen oder Präparationen, wird bei einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens dem zur Einstellung der Feuchtigkeit aufzusprühenden Wasser mindestens ein Netzmittel, vorzugsweise ein nicht oder nur gering schäumendes Netzmittel, zu- gesetzt.

Wird bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei dem das zu behandelnde textile Substrat zunächst mit Wasser und/oder Sattdampf benetzt wird und bei dem anschließend auf die zu Anfang erforderliche Feuchtigkeit zwischen 40% und 180%, insbesondere zwischen 60% und 160% (gemäß kennzeichnendem Merkmal a) des Hauptanspruchs) einzustellen ist, entwässert wird, so sieht eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens vor, daß hierbei die Entwässerung des textilen Substrates durch An- und/oder Durchströmen mit Luft, insbesondere mit geheizter Luft, durchgeführt wird. Diese Weiterbildung gelangt immer dann zur Anwendung, wenn das textile Substrat als endloser Waren- bahnstrang oder als Warenbahnwickel nach dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelt wird, wie dies nachfolgend noch in Verbindung mit den in den Patentansprüchen 20 bis 33 beschriebenen ersten Vorrichtung und den in dem Patentanspruch 34 beanspruchten zweiten Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens im Detail erläutert ist.

Bezüglich der Temperatur, bei der das zu behandelnde textile Substrat behandelt wird, ist festzuhalten, daß sich diese Temperatur nach der Art der Behandlung und nach der Art der Fasern, aus denen das textile Substrat besteht, richtet. Besteht das jeweils zu behandelnde textile Substrat aus- schließlich aus Synthesefasern und wird ein derartiges textiles Substrat zum Beispiel durch die erfindungsgemäße Behandlung geschrumpft, gewaschen, gefärbt, ausgerüstet und/oder weichgemacht, so variiert die Temperatur dieser Behandlung zwischen 40°C und 140°C, insbesondere zwischen 60°C und 130°C.

Besteht jedoch das textile Substrat aus natürlichen Fasern und wird hierbei nach dem beanspruchten Verfahren dieses textile Substrat so behandelt, wie dies vorstehend für die textilen Substrate, die aus Synthesefasern bestehen, beschrieben ist, so variiert hierbei die Behandlungstemperatur zwi- sehen 40°C und 110°C.

Insgesamt gesehen ist somit festzuhalten, daß das erfindungsgemäße Verfahren als solches, unabhängig von dem Fasersubstrat, aus dem das textile Substrat besteht, der jeweiligen Aufmachung des textilen Substrates bei der Behandlung, unabhängig von der jeweiligen Behandlung und unabhängig von der Art der Konstruktion des textilen Substrates in einem Temperaturbereich insbesondere zwischen 40°C und 140°C durchgeführt werden kann, so daß dementsprechend eine vielseitig einsetzbare Vorrichtung so auszugestalten ist, daß der Behandlungsapparat, in dem die jeweilige Behandlung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren durchgeführt wird, vorzugsweise als Druckbehälter auszubilden ist.

Unabhängig davon, welche Konstruktion das jeweils zu behandelnde textile Substrat aufweist, so insbesondere ein gewebtes, gewirktes oder gestricktes Flächengebilde oder ein Garn ist, so variiert am Anfang der Behandlung die Feuchtigkeit des zu behandelnden textilen Substrates insbesondere

zwischen 80% und 180% und vorzugsweise zwischen 120% und 180%, jeweils bezogen auf das Trockengewicht des zu behandelnden textilen

Substrates, wobei diese Feuchtigkeitswerte bevorzugt für solche textilen Substrate gelten, die ausschließlich aus natürlichen Fasern bestehen oder diese natürlichen Fasern überwiegend, d.h. zu mindestens 50 Gew.% und vorzugsweise zu mindestens 70 Gew.%, enthalten.

Bei der zuvor beschriebenen Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird dann während der erfindungsgemäßen Behandlung durch Aufsprühen der Behandlungsflotte die Feuchtigkeit des textilen Substrates am Ende der Behandlung auf einen Feuchtigkeitsendwert insbesondere zwischen

180% und 300% und vorzugsweise zwischen 180% und 250%, jeweils bezogen auf das Trockengewicht des zu behandelnden textilen Substrates, erhöht. Besteht jedoch das zu behandelnde textile Substrat ausschließlich aus Synthesefasern oder diese Synthesefasern überwiegend enthält, d.h. zu mindestens 50 Gew.% und vorzugsweise zu mindestens 70 Gew.%, so wird zu Anfang der Behandlung die Feuchtigkeit des zu behandelnden textilen Substrates auf 40% bis 120%, vorzugsweise auf 60% bis 120%, jeweils bezo- gen auf das Trockengewicht des zu behandelnden textilen Substrates eingestellt wird, während am Ende der Behandlung das textile Substrat einen Feuchtigkeitsendwert zwischen 90% bis 250%, vorzugsweise zwischen 110% und 220%, jeweils bezogen auf das Trockengewicht des zu behandelnden textilen Substrates.

Insbesondere abhängig von dem jeweils zu behandelnden textilen Substrat der jeweiligen Aufmachung und somit der für die jeweilige Behandlung anzuwendende Vorrichtung und der jeweils durchzuführenden Behandlung wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die pro Zeiteinheit aufzusprühende Behandlungsflottenvolumen zwischen 1 l/min und 12 l/min, insbesondere zwischen 2 l/min und 8 l/min, variiert.

Der Druck, mit dem das Volumen der pro Zeiteinheit zu dosierende jeweilige Behandlungsflotte linear, progressiv und/oder degressiv aufgesprüht wird, variiert bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zwischen 1,5 bar und 6 bar, vorzugsweise zwischen 2 bar und 4 bar. Wird die jeweilige Behandlung des textilen Substrates in einem Behandlungsapparat durchgeführt, und der Druck in dem Behandlungsapparat über dem Normaldruck liegt und somit im Behandlungsapparat ein Überdruck herrscht, so wird dieser Überdruck dem zuvor aufgeführten Druck der aufzusprühende Behandlungsflotte hinzuaddiert.

Wie bereits vorstehend beim erfindungsgemäßen Verfahren ausgeführt, wird insbesondere das textile Substrat während der gesamten Behandlung durch entsprechend in den Behandlungsapparat eingeleitete temperierte Luft und/oder über Strahlungswärme auf die jeweils erforderliche Behandlungs- temperatur aufgeheizt oder es wird hierdurch ein vorgegebenes Temperaturprofil eingestellt. Insbesondere bietet es sich bei der Behandlung eines endlosen Warenbahnstranges an, durch diese zur Temperierung des zu behandelnden textilen Substrates eingesetzte Luft auch gleichzeitig zum

Transport des Warenbahnstranges durch die hierfür eingesetzte und nach- folgend noch beschriebene Vorrichtung zu verwenden. Insbesondere wird als Behandlungsflotte bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eine Vorbehandlungsflotte , eine Bleichflotte, eine Alkalisierflotte, eine Entschlichtungsflotte, eine Enzymflotte, eine Färbeflotte, eine Waschflotte, eine Seifflotte, eine Nachbehandlungsflotte und/oder eine Weich- macherflotte ausgewählt.

Bei der Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei der die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens die Merkmale der Patentansprüche 39 bis 42 aufweist und die vorstehend als dritte Vorrichtung bezeichnet ist, wird der Warenwickel zur Einstellung der Feuchtigkeit am Anfang der Behandlung, wie diese zwischen 40% bis 180%, insbesondere zwischen 60% bis 160%, bezogen auf das Trockengewicht des zu behandelnden textilen Substrates spezifiziert ist, (kennzeichnendes Merkmal a) des Hauptanspruchs) mit einer Drehzahl zwischen 5 U/min und 1.200 U/min und nach Aufsprühen der pro Zeiteinheit ermittelten Behandlungsflottenvolumen am Ende der Behandlung auf einen Feuchtigkeitsendwert zwischen 60% und 300%, insbesondere zwischen 70% und 120%, bezogen auf das Trockengewicht des zu behandelnden textilen Substrates, angetrieben. Insbesondere wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren als textiles Substrat ein Substrat aus Baumwolle oder ein baumwollhaltiges Substrat behandelt und insbesondere mit einer, mindestens einen Reaktivfarbstoff enthaltenden Färbeflotte, gefärbt. Wird bei dieser Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens zusätzlich noch die Vorbehandlung dieses aus Baumwolle bestehendes oder Baumwolle enthaltenen textilen Substrates und vorzugsweise auch die Nachbehandlung (Seifen) nach dem erfindungsgemäßen Verfahren durchgeführt, so lassen sich die eingangs beim erfindungsgemäßen Verfahren aufgeführten Vorteile, insbesondere die Einsparung von Wasser und Energie, in besonders hohem Maße realisieren.

Diese Vorteile werden dann noch weiter erhöht, wenn bei der Färbung mit mindestens einem Reaktivfarbstoff die bei herkömmlichen Färbe verfahren erforderliche eingesetzte Salzmenge reduziert wird, wobei die Konzentration der reduzierten Salzmenge zwischen 0 g/l und 30 g/l Färbeflotte, insbesondere zwischen 2 g/l und 30 g/l Färbeflotte, variiert. Die vorliegende Erfindung betrifft desweiteren drei Vorrichtungen zur Durchführung des zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahrens.

Die vorliegende Erfindung betrifft desweiteren eine erste Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, wobei die erste Vorrich- tung einen Behandlungsapparat, insbesondere einen zylindrischen, als Druckkörper ausgebildeten Behälter, zur Aufnahme des zu behandelnden textilen Substrates in Form eines endlosen Warenbahnstranges, eine

Applikationsdüse zum Aufsprühen der Behandlungsflotte, eine Haspel zur Unterstützung des Transportes des in dem Behandlungsapparat kontinuier- lieh transportierten endlosen Warenbahnstranges, eine mit einem Gas, insbesondere mit Luft, beaufschlagte Transportdüse für den endlosen Waren- bahnstrang während der Behandlung und eine bodenseitig am Behandlungsapparat angeordnete Flottenabführung für die von dem textilen Substrat nicht aufgenommene Behandlungsflotte umfaßt. Erfindungsgemäß wird bei dieser Vorrichtung vorgeschlagen, daß in Transportrichtung des zu behandelnden endlosen Warenbahnstranges gesehen hinter der Haspel die Transportdüse angeordnet ist, daß die Applikationsdüse zum Aufsprühen des pro Zeiteinheit auf den Warenbahnstrang aufzutragenden Behandlungsflottenvolumens im Bereich der Haspel positioniert ist und daß zur reproduzierba- ren Einstellung des pro Zeiteinheit aufzusprühenden Behandlungsflottenvolumens der Applikationsdüse ein Bypass zugeordnet ist, der eine Bypass- kalibrierleitung, eine Druckpumpe, ein Durchflußmeßgerät, ein erstes Regelventil, ein zweites Ventil und mindestens einen Flottenaufnahmebehälter umfaßt.

Überraschend konnte festgestellt werden, daß die erfindungsgemäße erste Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eine sehr energie- und flottensparende Behandlung des als endloser Warenbahnstrang aufgemachten textilen Substrates erlaubt und gleichzeitig ein reproduzierbares und einwandfreies Behandlungsergebnis sicherstellt, ohne daß hierbei Unegalitäten des Behandlungseffektes, Tropfflecken, unterschiedliche

Farbausfälle bei Wiederholungsfärbungen oder Warenbeschädigungen, wie beispielsweise während der Behandlung erzeugte irreversible Falten,

Brüche, Schleifstellen oder Blanchisüren, auftreten. Die Erfinder der vorstehenden Vorrichtung führen diese positiven Effekte darauf zurück, daß die erfindungsgemäße erste Vorrichtung die vorstehend beschriebene Anordnung der Haspel vor der Transportdüse und das Aufsprühen das pro Zeiteinheit auf den Warenbahnstrang aufzutragenden Behandlungsflottenvolumen mittels der Applikationsdüse erfolgt. Weiterhin darauf, daß das pro Zeiteinheit aufzusprühende Behandlungsflottenvolumen am Anfang der Behandlung durch den Bypass zunächst exakt auf einen vorgegebenen Wert eingestellt wird und hiernach erst der Applikationsdüse zugeführt und auf den kontinuierlich mit einer auf das jeweils zu behandelnde textile Substrat abgestimmte Transportgeschwindigkeit linear, progressiv und/oder degressiv ausgesprüht wird. Bei einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen ersten Vorrichtung ist der bodenseitig am Behandlungsapparat vorgesehenen Flottenabführung ein Flottenauffangbehälter mit einer Niveausteuerung zugeordnet, wobei beim Überschreiten eines einstellbaren Niveaus die dort angesammelte, recht geringe Behandlungsflotte über eine Rückführleitung, die mit einer Pumpe ver- sehen ist, dem Flottenaufnahmebehälter zugeführt wird. Dieser Flottenauffangbehälter stellt sicher, daß nach Aufsprühen des pro Zeiteinheit exakt eingestellte Behandlungsflottenvolumens die von dem Warenbahnstrang nicht aufgenommene Behandlungsflotte unkontrolliert während der Ablage des Warenbahnstranges in der Vorrichtung mit dem Warenbahnstrang noch- mals in Kontakt tritt, da diese Flotte bodenseitig über den Flottenauffangbehälter aufgefangen und mittels einer Pumpe wieder dem Flottenaufnahmebehälter zugeführt wird. Eine andere Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sieht vor, daß zusätzlich zu dem Flottenaufnahmebehälter ein Flottenansatzbehälter vorgesehen ist, der die Behandlungsflotte über eine mit einer Druckpumpe und mit einem Dosierventil versehene Leitung in den Flottenaufnahmebehälter einspeist, vorzugsweise in einem pro Zeiteinheit einstellbaren Volumen. Dieser Flottenansatzbehälter erlaubt es beispielsweise, bei Behandlungen, die auf der erfindungsgemäßen Vorrichtung durchgeführt werden und bei denen mehrere Behandlungsflotten mit unterschiedlichen Behandlungs- mittein nacheinander auf den in der erfindungsgemäßen Vorrichtung kontinuierlich transportierten endlosen Warenbahnstrang aufgesprüht werden, im Flottenansatzbehälter vorbereitet werden können, so daß ohne Zeitunterbrechung dieser Behandlungsflottenwechsel ermöglicht wird. Insbesondere ist bei der ersten erfindungsgemäßen Vorrichtung die Bypass- kalibrierleitung über ein sich zwischen der Bypasskalibrierleitung und der Applikationsdüse erstreckende und mit einem dritten Ventil versehenen Leitung verbunden, wobei die Druckpumpe dann bei geöffnetem ersten Regelventil und geöffneten dritten Ventil sowie bei geschlossenen zweiten Ventil über die Bypasskalibrierleitung das zuvor pro Zeiteinheit ermittelte Behandlungsflottenvolumen der Applikationsdüse kontinuierlich zuführt.

Um bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung, wie bereits vorstehend ausgeführt, zu verhindern, daß nach Aufsprühen der Behandlungsflotte der endlos transportierte Warenbahnstrang während der Behandlung nicht mit nicht absorbierter und abgeschiedener Behandlungsflotte unkontrolliert in Kontakt tritt, sieht eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung vor, daß hierbei dem Bodenbereich des Behandlungsapparates ein Element zugeordnet ist, das als Warenspeicher für den Warenbahnstrang und insbesondere als J-Box ausgebildet ist, wobei der Warenspeicher oder die J-Box boden- seitig mit Durchtrittsöffnungen versehen ist, so daß die während der Be- handlung nicht absorbierte und abgeschiedene Behandlungsflotte nicht wieder erneut in unkontrollierten Kontakt mit dem durch die erfindungsgemäße Vorrichtung transportierten Warenbahnstrang treten kann. Unterhalb dieses Elementes ist insbesondere der zuvor beschriebene kleinvolumige Flotten- auffangbehälter mit zugehöriger Niveausteuerung vorgesehen.

Insbesondere ist bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung die Haspel in einem mit dem Behandlungsapparat verbundenen Gehäuse angeordnet, wobei kopfseitig am Gehäuse die Applikationsdüse zum Aufsprühen der Be- handlungsflotte positioniert ist. Somit wird bei dieser speziellen Anordnung erreicht, daß während des Transportes des endlosen Warenbahnstranges durch die Maschine über die kopfseitig am Gehäuse angeordnete Applikationsdüse die pro Zeiteinheit ermittelte Behandlungsflottenvolumen besonders gleichmäßig auf den zu behandelnden Warenbahnstrang aufgesprüht.

Eine weitere Ausgestaltung der ersten erfindungsgemäßen Vorrichtung sieht vor, daß hierbei innerhalb des Behandlungsapparates ein Entwässerungsmodul und/oder eine weitere, mit Behandlungsflotte zu betreibende Transportdüse für den endlosen Warenbahnstrang angeordnet ist bzw. sind.

Insbesondere dann, wenn der Behandlungsapparat zusätzlich zu der mit Luft betriebene Transportdüse noch eine weitere, mit Behandlungsflotte zu betreibende Transportdüse für den Warenbahnstrang aufweist, ist eine derartig ausgestaltete Vorrichtung nicht nur für die Durchführung des erfin- dungsgemäßen Verfahrens sondern auch wie jede übliche, an sich bekannte Behandlungsvorrichtung anwendbar, da hierbei der endlose Warenbahnstrang mit der mit Behandlungsflotte betriebene Transportdüse während der an sich bekannten Kurzflottenbehandlungen kontinuierlich betrieben werden kann. Es ist ausdrücklich festzuhalten, daß diese weitere, mit Behandlungs- flotte zu betreibende Transportdüse für den Warenbahnstrang bei der

Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, wie dieses eingangs be- schrieben ist, nicht verwendet wird, da der für das erfindungsgemäße Verfahren erforderliche Warentransport ausschließlich durch die mit einem Gas und insbesondere mit Luft beaufschlagte Transportdüse erfolgt. Insbesondere ist diese zusätzliche, mit Behandlungsflotte zu betreibende Transport- düse in Transportrichtung des jeweiligen Warenbahnstranges gesehen hinter der Haspel angeordnet und kann insbesondere auch bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens auf dieser ersten Vorrichtung zusätzlich noch zur Entwässerung des durch den Behandlungsapparat transportierten endlosen Warenbahnstranges zu Anfang der Behandlung auf eine Feuchtig- keit zwischen 40% bis 180%, insbesondere zwischen 60% bis 160%, bezogen auf das Trockengewicht des jeweils zu behandelnden endlosen Warenbahnstranges.

Insbesondere ist bei der ersten erfindungsgemäßen Vorrichtung das Ent- wässerungsmodul in Transportrichtung des Warenbahnstranges gesehen vor der Haspel und die mit Behandlungsflotte zu betreibende, optional vorgesehene Transportdüse hinter der Haspel angeordnet.

Vorzugsweise ist das in der erfindungsgemäßen Vorrichtung enthaltene Ent- wässerungsmodul derart ausgebildet, daß es eine rohrartig ausgebildete

Führung für den Warenbahnstrang aufweist, die derart über eine Leitung mit einem Seitenkanalgebläse, insbesondere einem frequenzgeregelten Seiten- kanalgebläse, verbunden ist, wobei die hierüber verdichtete und über einen Wärmetauscher aufgeheizte Luft der Warenbahnstrangführung zugeführt wird, während gleichzeitig aus der Warenbahnstrangführung die die Warenbahnstrangführung durchströmte Luft über ein Flusenfilter, einen Kühler und/oder einen Wasserabscheider abgezogen und wieder dem Seitenkanalgebläse abgeführt wird. Insbesondere sind hierbei die Zuführung der verdichteten aufgeheizten Luft und die Abführung der die Warenbahnstrangfüh- rung durchströmten Luft auf entgegengesetzten Flächen der Warenbahnstrangführung angeordnet. Bezüglich der Ausgestaltung dieser Warenbahnstrangführung bestehen mehrere Möglichkeiten. So sieht die erste Möglichkeit vor, daß hierbei die Warenbahnstrangführung des Entwässerungsmoduls als ein sich in Förderrichtung des endlosen Warenbahnstranges erstreckendes Rohr ausgebildet ist. Um die Gefahr einer Beschädigung des zu entwässernden endlosen Warenbahnstranges während seines Transportes durch die Warenbahnführung auszuschließen, sind vorzugsweise die Innenflächen der Warenbahnführung teilweise oder vollständig mit einem Kunststoffmaterial ausgekleidet, insbesondere mit einem Teflonmaterial.

Eine weitere Ausgestaltung der Warenbahnstrangführung schlägt vor, daß hierbei sich das in Förderrichtung des endlosen Warenbahnstranges erstreckende Rohr einen eckigen, runden oder ovalen Querschnitt aufweist. Derartige bezüglich des Querschnittes ausgestaltete rohrförmige Waren- bahnstrangführungen werden immer dann vorgesehen, wenn mit der erfindungsgemäßen ersten Vorrichtung solche endlosen Warenbahnstränge zu entwässern sind, bei denen im Hinblick auf ihre Breite, ihr Flächengewicht und/oder ihrer Empfindlichkeit in bezug auf die Ausbildung von unerwünschten Oberflächenaufrauhungen keine erhöhten Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden müssen.

Soll hingegen mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung unterschiedlich breite, unterschiedlich dichte, unterschiedlich von der Oberflächenbeschädigung her empfindliche und/oder von ihrem Flächengewicht unterschied- liehe Warenbahnen durch das Entwässerungsmodul entwässert werden, so sieht eine vielseitig anpaßbare Ausgestaltung des Entwässerungsmoduls vor, daß die Warenbahnführung des Entwässerungsmoduls einen im Durchmesser einstellbaren Querschnitt besitzt. Abhängig von dem jeweils zu entwässernden Waren bahnstrang kann dann bei dieser Ausgestaltung der Warenbahnführung der Querschnitt derselben in ihrem Durchmesser verändert und entsprechend angepaßt werden, was sich nicht nur in einem optimierten, beschädigungsfreien Transport des Warenbahnstranges durch die Warenbahnstrangführung sondern auch in einer optimierten Entwässerung des Warenbahnstranges ausdrückt.

Besonders geeignet ist es, wenn in der erfindungsgemäßen Vorrichtung ein Entwässerungsmodul vorgesehen ist, dessen Warenbahnstrangführung einen einstellbaren Querschnitt besitzt, so daß die Warenbahnstrangführung auf den jeweils zu behandelnden Warenbahn in ihrem Durchmesser eingestellt werden kann. Insbesondere weist diese Weiterbildung der Warenbahnstrangführung einen rechteckigen Querschnitt auf, wobei der rechteckige Querschnitt aus zwei, ineinander greifende U-förmigen Abschnitten ausgebildet ist. Der erste U-förmige Abschnitt ist mit der druckseitigen Verbindung des Seitenkanalgebläses und der zweite U-förmige Abschnitt ist mit der saugseitigen Verbindung des Seitenkanalgebläses verbunden.

Mindestens einer der beiden U-förmigen Abschnitte ist zur Veränderung des Querschnittes der Warenbahnstrangführung bewegbar gelagert, wobei vorzugsweise der zweite U-förmige Abschnitt in Richtung auf den ersten U-förmigen Abschnitt und entgegengesetzt hierzu bewegbar ist, wie dies nachfolgend noch anhand einer konkreten Ausgestaltung der Warenbahnstrangführung in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert ist.

Eine andere Ausgestaltung der Warenbahnstrangführung im Entwässerungsmodul, die ebenfalls einen im Durchmesser einstellbaren Querschnitt besitzt, schlägt vor, daß hierbei die Warenbahnstrangführung als Rohr ausgebildet ist. Dieses Rohr weist ebenfalls einen U-förmigen Querschnitt auf, wobei die Schenkel des U-förmigen Querschnitts kopfseitig durch einen ersten, nach außen gewölbten Wandabschnitt unter Ausbildung des äußeren Rohres miteinander verbunden sind. Innerhalb des äußeren Rohres ist ein zweiter, entgegengesetzt zum ersten Wandabschnitt gewölbter Bereich angeordnet, der in Richtung auf den ersten Wandabschnitt zu und von diesem weg bewegbar gelagert ist, so daß dementsprechend der Querschnitt der Warenbahnstrangführung verkleinert und vergrößert werden kann. Insbesondere dann, wenn bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform, die nachfolgend auch noch als Ausführungsbeispiel in Verbindung mit der Zeichnung erläutert wird, dem ersten, nach außen gewölbten ersten Wandabschnitt die mindestens eine druckseitige Verbindung zum Seitenkanalge- bläse und dem zweiten gewölbten Bereich die mindestens eine saugseitige Verbindung zum Seitenkanalgebläse zugeordnet sind, läßt sich eine weiter optimierte Entwässerung des Warenbahnstranges dadurch herbeiführen, daß stets der Warenbahnstrang bei seinem Transport durch das Entwässerungsmodul eng an dem zweiten gewölbten Bereich anliegt und somit das zu entfernende Wasser über die saugseitige Verbindung zum Seitenkanalgebläse optimal abgesaugt wird.

Eine weitere, besonders bezüglich der Entwässerung optimierte Ausgestaltung des Entwässerungsmoduls sieht vor, daß hierbei die druckseitige Ver- bindung des Seitenkanalgebläses mit der Warenbahnstrangführung als Düse ausgebildet ist. Ebenso wird der Wirkungsgrad des Entwässerungsmoduls noch dadurch weiter verbessert, daß in der saugseitigen Verbindung des Seitenkanalgebläses innerhalb der Warenbahnstrangführung ein Absaugraum für das beim Entwässern des Warenbahnstranges von dem Waren- bahnstrang abgesaugte Wasser aufweist.

Die zweite erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung des zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahrens weist einen Behandlungsapparat zur Aufnahme des zu behandelnden textilen Substrates in Form einer Warenbahn mit einer vorgegebenen Länge und zwei angetriebene, zylindrische Walzen auf, wobei der Antrieb der Walzen so ausgebildet ist, daß während der Behandlung die Warenbahn von der einen Walze auf die andere Walze und umgekehrt hierzu reversierend transportiert und mittels Umlenkrollen geführt und breit gehalten wird. Desweiteren ist der Behand- lungsapparat bodenseitig mit einer Flottenabführung für die von dem textilen Substrat nicht aufgenommene Behandlungsflotte versehen. Innerhalb des Behandlungsapparates ist erfindungsgemäß mindestens eine parallel zur Breite der Warenbahn und mit Abstand von dieser angeordnete

Applikationsdüse vorgesehen, wobei die mindestens eine Applikationsdüse als eine an die Warenbahnbreite angepaßte Anzahl von Applikationseinzeldüsen, vorzugsweise identisch ausgestaltete Applikationseinzeldüsen, aufweist. Zwischen den Walzen ist ein Quetschwerk vorgesehen, wobei die zweite erfindungsgemäße Vorrichtung zur reproduzierbaren Einstellung des pro Zeiteinheit aufzusprühenden Behandlungsflottenvolumens der mindestens einen Applikationsdüse ein Bypass zugeordnet ist, der eine Bypass- kalibrierleitung, eine Druckpumpe, ein Durchflußmeßgerät, ein erstes Regel- ventil, ein zweites Ventil und mindestens einen Flottenaufnahmebehälter umfaßt.

Auch bei dieser zweiten erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens konnte überraschend festgestellt wer- den, daß die zweite Vorrichtung eine sehr energie- und flottensparende Behandlung der reversierend zwischen den beiden Walzen hin- und hertransportierten Warenbahn erlaubt, wobei vorzugsweise der Behandlungsapparat als geschlossener Behandlungsapparat und insbesondere als Druckkessel ausgebildet ist. Die mit der zweiten Ausführungsform der erfindungsge- mäßen Vorrichtung durchgeführten Behandlungen ließen keine Unegalitäten der Behandlung, Tropfflecken, unterschiedliche Farbausfälle auch bei Wiederholungsfärbungen oder Warenbahnbeschädigungen erkennen, wobei die Erfinder der zweiten erfindungsgemäßen Vorrichtung diese positiven Effekte darauf zurückführen, daß innerhalb des Behandlungsapparates mindestens eine, parallel zur Breite der Warenbahn mit Abstand, insbesondere mit veränderbarem Abstand angeordnete Applikationsdüse und vorzugsweise über die an die Warenbreite angepaßte Anzahl von Applikationseinzeldüsen aufweist, und daß das Aufsprühen des pro Zeiteinheit auf die Warenbahn aufzutragende Behandlungsflottenvolumens mittels der mindestens einen Applikationsdüse erfolgt. Weiterhin darauf, daß das pro Zeiteinheit aufzusprühende Behandlungsflottenvolumen am Anfang der Behandlung durch den Bypass zunächst exakt auf einen vorgegebenen Wert eingestellt wird und hiernach erst der mindestens einen Applikationsdüse zugeführt und auf den kontinuierlich mit einer auf das jeweils zu behandelnde textile Substrat abgestimmten Transportgeschwindigkeit linear, progressiv und/oder degressiv aufgesprüht wird. Zahlreiche Färbungen, die insbesondere bei ge- webten Warenbahnen mit der erfindungsgemäßen zweiten Vorrichtung durchgeführt wurden, zeigten, daß die so gefärbte Warenbahn egal gefärbt ist und weder einen Farblängenablauf noch einen Farbbreitenablauf aufwiesen. Das zwischen den Walzen vorgesehene Quetschwerk bewirkt insbesondere bei sehr dicht geschlagenen Webwaren oder bei relativ dicken Waren- bahnen, wie beispielsweise Frotteeartikel, Zeltplane oder Webwaren zur

Herstellung von Segeln oder sonstigen, besonders dicht eingestellten technischen Geweben, daß zusätzlich zu dem pro Zeiteinheit aufgesprühten Behandlungsflottenvolumen eine Migration und besonders gleichmäßige Verteilung der Behandlungsflotte auch über die Dicke der Warenbahn erfolgt. Fer- ner erlaubt dieses Quetschwerk besonders einfach eine Einstellung der Wa- renbahnfeuchtigkeit auf die am Anfang des erfindungsgemäßen Verfahrens im Patentanspruch 1 im Merkmal a) aufgeführten Feuchtigkeitswerte, wobei hierfür ein Wasservolumen ausgewählt wird, das in etwa die erforderliche Anfangsfeuchtigkeit sicherstellt und die exakte Einstellung der für das jewei- lige erfindungsgemäße Verfahren vorzusehende Warenbahnfeuchtigkeit dann mittels des Quetschwerkes erfolgt. Somit ist dieses Quetschwerk nicht zwangsläufig, aber zweckdienlich in der zweiten erfindungsgemäßen Vorrichtung enthalten. Bei einer Weiterbildung dieser zweiten erfindungsgemäßen Vorrichtung ist bodenseitig am Behandlungsapparat ein Flottenauffangbehälter mit einer Niveausteuerung zugeordnet, wobei die dort angesammelte Behandlungsflotte bei Überschreiten eines einstellbaren Niveaus über eine Rückführleitung, die mit einer Pumpe versehen ist, dem Flottenaufnahmebehälter zugeführt wird. Dieser Flottenauffangbehälter stellt sicher, daß nach Aufsprühen des pro Zeiteinheit exakt eingestellten Behandlungsflottenvolumens die Behandlungsflotte nicht unkontrolliert während des Transportes der Warenbahn in der Vorrichtung erneut mit dieser in Kontakt treten kann. Ebenso wie die erste erfindungsgemäße Vorrichtung weist die zweite erfindungsgemäße Vorrichtung zusätzlich zu dem Flottenaufnahmebehälter ein Flottenansatzbehälter auf, der die Behandlungsflotte über eine mit einer Druckpumpe und mit einem Dosierventil versehene Leitung in den Flottenaufnahmebehälter einspeist, vorzugsweise in einem pro Zeiteinheit einstell- baren Volumen. Dieser Flottenansatzbehälter erlaubt es beispielsweise, bei Behandlung, die auf der erfindungsgemäßen Vorrichtung durchgeführt werden und bei denen mehrere Behandlungsflotten mit unterschiedlichen Behandlungsmitteln nacheinander auf die in der erfindungsgemäßen Vorrichtung kontinuierlich transportierten Warenbahn aufgesprüht werden, im Flottenansatzbehälter vorbereitet werden können, so daß ohne Zeitunterbrechung dieser Behandlungsflottenwechsel ermöglich wird.

Insbesondere ist auch bei der zweiten erfindungsgemäßen Vorrichtung die Bypasskalibrierleitung über ein sich zwischen der Bypasskalibrierleitung und der Applikationsdüse erstreckende und mit einem dritten Ventil versehene Leitung verbunden, wobei die Druckpumpe dann bei geöffnetem ersten Regelventil und geöffneten dritten Ventil sowie bei geschlossenen zweiten Ventil über die Bypasskalibrierleitung das zuvor pro Zeiteinheit ermittelte Behandlungsflottenvolumen der mindestens einen Applikationsdüse kontinuier- lieh zuführt.

Um eine ordnungsgemäße und reproduzierbare Einstellung der

Behandlungstemperatur bei der zweiten erfindungsgemäßen Vorrichtung sicherzustellen, sieht eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen zweiten Vorrichtung vor, daß hierbei dem Behandlungsbehälter ein Heizelement, vorzugsweise für in den Behandlungsbehälter einzuspeisende Luft oder Dampf zugeordnet ist oder daß innerhalb des Behandlungsbehälters ein Wärmetauscher und/oder IR-Strahler, angeordnet ist.

Die dritte, erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung des zuvor be- schriebenen erfindungsgemäßen Verfahrens weist einen Behandlungsapparat auf, der mit einer zentralen, horizontal verlaufenden Zentrifugenwelle zur Halterung des zu behandelnden textilen Substrates während der Behandlung versehen ist. Das jeweils zu behandelnde textile Substrat ist dabei als Garnwickel oder als eine auf einen Warenbahnbaum aufgewickelte Wa- renbahn ausbildet. Die Zentrifugenwelle ist mit mindestens einer horizontal verlaufenden zentralen Bohrung versehen, die mit mindestens einer Flottenaustrittsöffnung verbunden ist. Ferner weist die Zentrifugenwelle an ihrem einen Ende ein Rotationsantrieb und an ihrem anderen Ende einen Lagerblock sowie eine endseitige Flottenzuführung zu der horizontal verlaufenden zentralen Bohrung auf, wobei der Rotationsantrieb und der Lagerblock außerhalb des Behandlungsapparates angeordnet sind und der Behandlungsapparat mit einer Flottenabführung versehen ist. Eine Vorrichtung mit diesen Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 39 ist aus der DE 10 2015 012 544.3, die ebenfalls auf die Anmelderin der vorliegenden An- meidung zurückgeht, bekannt, so daß zur Vermeidung von Wiederholungen die Offenbarung der DE 10 2015 012 544.3 zum Inhalt dieser Beschreibung zu machen ist.

Erfindungsgemäß wird bei der zuvor beschriebenen Vorrichtung die

mindestens eine Flottenaustrittsöffnung, die in der Zentrifugenwelle neben der horizontal verlaufenden zentralen Bohrung vorhanden ist, als Applikationsdüse ausgebildet. Vorzugsweise sind jedoch eine Vielzahl von oder alle Flottenaustrittsöffnungen als Applikationsdüsen ausgestaltet. Zur reproduzierbaren Einstellung des pro Zeiteinheit aufzubringenden Behandlungs- flottenvolumens ist der zentralen Bohrung als Flottenzuführung ein Bypass zugeordnet, der eine Bypasskalibrierleitung, eine Druckpumpe, ein Durch- flußmeßgerät, ein erstes Regelventil, ein zweites Ventil und mindestens einen Flottenaufnahmebehälter umfaßt, wobei bodenseitig am Behandlungsapparat eine Flottenabführung für die von dem textilen Substrat nicht aufgenommene Behandlungsflotte vorgesehen ist.

Wie bereits vorstehend für die erste erfindungsgemäße Vorrichtung und die zweite erfindungsgemäße Vorrichtung beschrieben ist, erlaubt dieser Bypass eine exakte Einstellung des pro Zeiteinheit aufzusprühenden Behandlungsflottenvolumens, wobei durch Rotation der Zentrifugenwelle während der Behandlung eine gleichmäßige Verteilung der Behandlungsflotte über die Dicke der Garnspule bzw. des Warenbahnwickels herbeiführt. Abhängig von dem jeweils zu behandelnden textilen Substrat, insbesondere von seiner Dichte, seiner Konstruktion und auch von der Art des Fasersubstrates, aus dem das textile Substrat besteht, wird für diese Rotation eine Drehzahl in dem Drehzahlbereich, wie dieser vorstehend beim erfindungsgemäßen Verfahren beschrieben ist, ausgewählt.

Auch diese dritte erfindungsgemäße Vorrichtung weist alle die Vorteile analog oder identisch auf, wie sie vorstehend für das erfindungsgemäße Verfah- ren und für die erste und zweite erfindungsgemäße Vorrichtung beschrieben sind, so daß zur Vermeidung von Wiederholungen hierauf verwiesen wird.

Eine Weiterbildung der zuvor beschriebenen dritten erfindungsgemäßen Vorrichtung sieht vor, daß der bodenseitig am Behandlungsapparat vorgesehe- nen Flottenabführung ein Flottenauffangbehälter mit einer Niveausteuerung zugeordnet ist, so daß bei Überschreiten eines einstellbaren Niveaus die dort angesammelte Behandlungsflotte über eine Rückführleitung, die mit einer Pumpe versehen ist, dem Flottenaufnahmebehälter zugeführt wird. Eine vorteilhafte Weiterbildung der dritten erfindungsgemäßen Vorrichtung schlägt vor, daß zusätzlich zu dem Flottenaufnahmebehälter ein Flottenzu- satzbehälter vorgesehen ist, der die jeweilige Behandlungsflotte über eine mit einer Druckpumpe und mit einem Dosierventil versehenen Leitung in den Flottenaufnahmebehälter einspeist, vorzugsweise mit einem, pro Zeiteinheit einstellbaren Volumen. Dieser Flottenzusatzbehälter erlaubt es insbesondere bei Behandlungen, die auf der erfindungsgemäßen dritten Vor- richtung durchgeführt werden und bei denen mehrere Behandlungsflotten mit unterschiedlichen Behandlungsmitteln nacheinander auf die in der dritten erfindungsgemäßen Vorrichtung zu behandelnden textilen Substrate aufgesprüht werden, im FlottenZUsatzbehälter vorbereitet werden können, so daß ohne Zeitunterbrechung dieser Behandlungsflottenwechsel ermög- licht wird.

Eine andere, vorteilhafte Weiterbildung der dritten erfindungsgemäßen Vorrichtung schlägt vor, daß die Bypasskalibrierleitung über ein sich zwischen der Bypasskalibrierleitung und der zentralen Bohrung erstreckende und mit einem dritten Ventil versehenen Leitung verbunden ist, wobei die Druckpumpe dann bei geöffnetem ersten Regelventil und geöffnetem dritten Ventil sowie bei geschlossenem zweiten Ventil über die Bypasskalibrierleitung die zuvor pro Zeiteinheit ermittelte Behandlungsflottenvolumen der zentralen Bohrung und somit der Applikationsdüse bzw. den Applikationsdüsen kontinuierlich zuführt.

Insbesondere ist bei allen zuvor beschriebenen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtungen die Applikationsdüse als Flachstrahldüse, Ringdüse oder Kegeldüse, vorzugsweise als Flachdüse oder als Vollkegel- düse, ausgebildet.

Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie den drei erfindungsgemäßen Vorrichtungen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den Unteransprüchen und der nachfolgend wie- dergegebenen Detailbeschreibungen zu den erfindungsgemäßen Vorrichtungen und dem erfindungsgemäßen Verfahren angegeben. Die vorliegende Erfindung wird nunmehr im Detail näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 eine erste schematische Abbildung der ersten Vorrichtung zur

Behandlung eines endlosen Warenbahnstranges;

Figur 2 eine schematische Darstellung eines Vertikalschnitts einer ersten

Ausführungsform der Warenbahnstrangführung 12a des insgesamt mit 12 in Figur 1 bezeichneten Entwässerungsmoduls;

Figur 3 wie Figur 2, jedoch als Horizontalschnitt längs der Linie A-B in

Figur 2;

Figur 4 eine schematische Darstellung eines Vertikalschnitts einer zweiten Ausführungsform der Warenbahnstrangführung 12a des insgesamt mit 12 in Figur 1 bezeichneten Entwässerungsmoduls;

Figur 5 wie Figur 4, jedoch als Horizontalschnitt längs der Linie A-B in

Figur 4;

Figur 6 eine schematische Darstellung eines Vertikal Schnitts einer dritten Ausführungsform der Warenbahnstrangführung 12a des insgesamt mit 12 in Figur 1 bezeichneten Entwässerungsmoduls;

Figur 7 wie Figur 6, jedoch als Horizontalschnitt längs der Linie A-B in

Figur 6;

Figur 8 eine schematische Darstellung eines Vertikalschnitts einer vierten Ausführungsform der Warenbahnstrangführung 12a des insgesamt mit 12 in Figur 1 bezeichneten Entwässerungsmoduls;

Figur 9 wie Figur 8, jedoch als Horizontalschnitt längs der Linie A-B in

Figur 8;

Figur 10 eine zweite schematische Abbildung der Vorrichtung zur Behandlung eines in dem Behandlungsapparat reversierend transportierten Warenbahnwickels im breiten Zustand; und

Figur 11 eine schematische Abbildung der dritten Vorrichtung zur Behandlung eines als Warenwickel aufgemachten textilen Substrates, bei der die aufgesprühte Behandlungsflotte durch Rotation des Warenwickels transportiert wird. In den Figuren 1 bis 11 sind die selben Teile mit den selben Bezugszeichen versehen. Die in Figur 1 abgebildete Vorrichtung, die zur Behandlung eines endlosen Warenbahnstranges mit einer Behandlungsflotte nach dem zuvor beschriebenen Verfahren verwendet wird und die vorstehend mit erster Vorrichtung bezeichnet worden ist, weist einen sich in Längsrichtung zylindrisch erstreckenden Behandlungsapparat 1 auf, wobei die Vorder- und Rückseite des Behandlungsapparates 1 gewölbt ausgebildet sind, so daß dementsprechend der Behandlungsapparat 1 auch eine Behandlung eines Warenbahnstranges 32 bei Behandlungstemperaturen oberhalb von 100°C und damit im Überdruck ermöglicht. Die Beschickung des Behandlungsapparates 1 mit dem jeweils zu behandelnden Warenbahnstranges 32 erfolgt über eine Beschickungsöffnung la. Hierbei wird der jeweilige Warenbahnstrang 32 mittels einer Haspel 4, die kopfseitig am Behandlungsapparat 1 angeordnet ist, und ggf. zusätzlich mittels der mit Luft beaufschlagten Transportdüsen 6 so lange in den Behandlungsapparat 1 eingezogen, bis ein endloser Warenbahnstrang durch Vernähen des Warenbahnanfangs mit dem Warenbahn- ende hergestellt werden kann. Nach Schließen der Beschickungsöffnung la ist der Behandlungsapparat 1 für die jeweils durchzuführende Behandlung des endlosen Warenbahnstranges 32 eingerichtet, der während der Behandlung mit der jeweiligen Behandlungsflotte ausschließlich über die angetriebene Haspel 4 und die mit Luft beaufschlagte Transportdüse 6 mit der je- weils ausgewählten Geschwindigkeit in Pfeilrichtung 31 transportiert wird. In Transportrichtung 31 gesehen hinter der Haspel 4 und der mit Luft beaufschlagten Transportdüse 6 ist ein als J-Box ausgebildetes Element 2 angeordnet, wobei dieses Element 2 sicherstellt, daß einerseits der Warenbahnstrang in dem Element 2 abgetafelt, abgelegt und weitertransportiert wird, und andererseits daß keine über eine Applikationsdüse 24 auf den transportierten endlosen Warenbahnstrang aufgesprühte Behandlungsflotte nochmals in erneutem Kontakt mit dem endlosen Warenbahnstrang tritt. Hieran schließt sich in Transportrichtung 31 des endlosen Warenbahnstran- ges gesehen eine Warenbahnstrangführung 12a eines Entwässerungsmoduls 12 an, wobei dieses Entwässerungsmodul 12 nachfolgend noch im einzelnen in Verbindung mit den Figuren 2 bis 11 beschrieben wird.

Die Zuführung der für den Transport des Warenbahnstranges erforderlichen Luft zur Transportdüse 6 erfolgt dadurch, daß über ein Gebläse 3, insbesondere über ein frequenzgeregeltes Gebläse, die Luft aus dem Behandlungs- apparat 1 abgesogen und über eine entsprechende Leitung in die Transportdüse 6 geleitet wird. Über ein dem Behandlungsapparat 1 zugeordnetes Heizelement 9 und/oder über einen, nicht abgebildeten Wärmetauscher, der vorzugsweise stromab des Gebläses 3 angeordnet ist, kann die der Transportdüse 6 zugeführte Luft auf eine vorgegebene Temperatur aufgeheizt werden, wodurch über diese Luft gleichzeitig der endlos transportierte Waren bah nstrang 32 entsprechend erwärmt wird.

Ausschließlich unter dem Gesichtspunkt der Erhöhung der Anwendungsmöglichkeiten der Vorrichtung, nicht jedoch zur Durchführung des hier bean- spruchten Verfahrens, ist dem Behandlungsapparat 1 ein Flottenkreislauf zugeordnet, der die Flottenpumpe 10, einen Wärmetauscher 11 und eine mit Flotte zu betreibende Transportdüse 5 aufweist, wobei die Rohrleitung für den Flottentransport fußseitig am Behandlungsapparat die Behandlungsflotte abzieht und über die in der Rohrleitung angeordnete Flottenpumpe 10 und den Wärmetauscher 11 zu der mit Flotte zu beaufschlagenden Transportdüse 5 führt.

Um das pro Zeiteinheit einstellbares Behandlungsflottenvolumen zu ermitteln und reproduzierbar über die Applikationsdüse 24, die vorzugsweise als Flachstrahldüse ausgebildet ist, auf den mittels der Transportdüse 6 durch den Behandlungsapparat geförderten endlosen Warenbahnstrang aufzusprü- hen, ist der kopfseitig am Gehäuse 24a der Haspel 4 vorgesehenen Applikationsdüse 24 ein Bypass zugeordnet, der eine Bypasskalibrierleitung 23, eine Druckpumpe 19, ein Durchflußmeßgerät 20, ein erstes Regelventil 21, ein zweites Ventil 21a und mindestens einen Flottenaufnahmebehälter 18 umfaßt.

Über die Bypasskalibrierleitung 23 wird die jeweilige Behandlungsflotte so lange über die Druckpumpe 19, das Durchflußmeßgerät 20, das erste Regelventil 21, den Wärmetauscher 22 und über das geöffnete zweite Ventil 21a und die Bypasskalibrierleitung 23 so lange gefördert, bis das pro Zeiteinheit einzustellende Behandlungsflottenvolumen reproduzierbar durch die Bypasskalibrierleitung 23 dem Flottenaufnahmebehälter 18 zugeführt wird. Erst dann wird ein drittes Ventil 21c, über das die Bypasskalibierleitung 23 mit der Applikationsdüse 24 verbunden ist, geöffnet, während gleichzeitig hier- mit das zweite Ventil 21a geschlossen wird, mit der Folge, daß das pro Zeiteinheit ermittelte Behandlungsflottenvolumen über die Leitung 21b der Applikationsdüse 24 linear, progressiv und/oder degressiv auf den transportierten endlosen Warenbahnstrang aufgesprüht wird, bis die vorgegebene Behandlungszeit abgelaufen oder die Behandlungsflotte weitestgehend auf das textile Substrat aufgesprüht ist. Weitestgehend in diesem Sinne bedeutet, daß mit Ausnahme eines geringen Totvolumens der die Behandlungsflotte führenden Leitungen nahezu die gesamte Flotte auf das zu behandelnde textile Substrat aufgesprüht wird, wobei diese leitungs- und behälterbedingte Totvolumen etwa zwischen 2% und 6%, bezogen auf das

Flottengesamtvolumen, ausmacht.

Bodenseitig am Behandlungsapparat 1 ist eine Flottenabführung angeordnet, die einen Flottenauffangbehälter 8, der mit einer Niveausteuerung versehen ist, aufweist. Bei Überschreiten eines einstellbaren Niveaus wird die dort angesammelte Behandlungsflotte über eine Rückführleitung 8a, die mit einer Pumpe 26 versehen ist, dem Flottenaufnahmebehälter 18 zugeführt. Hierbei verhindert das zuvor beschriebene, im Behandlungsapparat 1 angeordnete Element 2, daß möglicherweise von dem Warenbahnstrang ein geringer Teil der zuvor über die Applikationsdüse 24 aufgesprühten Behandlungsflotte unerwünscht in nochmaligem Kontakt mit dem Warenbahnstrang 32 tritt.

Desweiteren weist die Vorrichtung einen Flottenansatzbehälter 27 auf, der mit dem Flottenaufnahmebehälter 18 über eine Leitung 27a derart verbunden ist, daß Behandlungsflotte aus dem Flottenansatzbehälter 27 über die mit einer weiteren Druckpumpe 28 und mit einem Dosierventil 29 versehenen Leitung 27a in den Flottenaufnahmebehälter 18 einzuspeisen ist, vorzugsweise mit einem pro Zeiteinheit einstellbaren Volumen. Hierdurch wird ermöglicht, daß die eigentliche Behandlungsflotte beispielsweise auf zwei Behandlungsflotten aufgeteilt werden kann, die unterschiedliche Behand- lungsmittel enthalten oder daß die eigentliche Behandlungsflotte mehrere Behandlungsmittel enthält und somit auf eine erste Behandlungsteilflotte, die im Flottenaufnahmebehälter 18 angeordnet ist, und auf eine zweite Behandlungsteilflotte aufgeteilt wird, wobei die zweite Behandlungsteilflotte im Flottenansatzbehälter 27 vorgesehen ist, so daß durch zeitlich versetzte Zu- gäbe der zweiten Behandlungsteilflotte zur ersten Behandlungsteilflotte ein gesteuertes, zeitlich versetztes Einwirken von gleichen oder unterschiedlichen Behandlungsmitteln ermöglicht wird.

Über eine Umlaufkontrolle 7 wird sichergestellt, daß die Geschwindigkeit des transportierten endlosen Warenbahnstranges erfaßt wird und dieser mit der eingestellten Geschwindigkeit, vorzugsweise mit einer konstanten Geschwindigkeit, während der Behandlung transportiert wird.

Besonders gute Behandlungsergebnisse werden dann bei der ersten Ausfüh- rungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung erreicht, wenn in Strömungsrichtung der der Transportdüse 6 zugeführten Luft ein Wärme- tauscher (nicht abgebildet) vorgesehen ist, so daß der mit dieser Luft beaufschlagte Warenbahnstrang eine einstellbare, konstante Temperatur aufweist. Das in dem Behandlungsapparat angeordnete, insgesamt mit 12 bezeichnete Entwässerungsmodul weist eine rohrartig ausgebildete Führung 12a für den Warenbahnstrang 32 auf, die derart über eine Leitung 34 mit einem Seitenkanalgebläse 14, insbesondere mit einem frequenzgeregelten Seiten- kanalgebläse, verbunden ist. Die hierüber verdichtete und ggf. über einen Wärmetauscher 13 noch zusätzlich aufgeheizte Luft wird der Warenbahn- strangführung 12a zugeführt, während gleichzeitig der Warenbahnstrang- führung 12a die den Warenbahnstrang 32 durchströmte Luft über ein

Flusenfilter 17, einen Kühler 16 und/oder einen Wasserscheider 15 abgezogen und wieder dem Seitenkanalgebläse 14 zugeführt wird.

Anhand der nachfolgend beschriebenen Figuren 2 bis 11 wird das Entwässerungsmodul 12 im Detail beschrieben.

Das in Figur 1 insgesamt mit 12 bezeichnete Entwässerungsmodul weist eine rohrartig ausgebildete Führung 12a für den endlosen Warenbahnstrang auf. Diese Warenbahnstrangführung 12a ist in Transportrichtung 31 des endlosen Warenbahnstranges 32 gesehen kopfseitig mit der Druckseite eines Seitenkanalgebläses 14 verbunden, wobei in Folge der Verdichtung der Luft im Seitenkanalgebläse 14 ein Lufttemperaturerhöhung auf etwa 40°C bis etwa 95°C erfolgt. Diese Lufttemperatur der komprimierten und in Pfeilrichtung 33 geförderten Luft kann, sofern es erwünscht oder erforderlich ist, über einen Wärmetauscher 13 weiter erhöht werden, so daß dann an der druckseitigen Verbindung der rohrartig ausgebildeten Warenbahnstrangführung 12a aufgeheizte Luft zugeführt wird, während gleichzeitig fußseitig der Warenbahnstrangführung 12a die die Warenbahnstrangführung 12a durchströmte Luft über ein Flusenfilter 17, einen Kühler 16 und/oder einen Wasserabscheider 15 abgezogen und wieder dem Seitenkanalgebläse 14 zugeführt wird. Bezüglich der Ausgestaltung des Entwässerungsmoduls 12 und insbesondere der rohrartigen Warenbahnführung 12a bestehen mehrere Möglichkeiten, wie dies nachfolgend anhand der Figuren 2 bis 11 im Detail beschrieben ist.

Die in den Figuren 2 und 3 abgebildete erste Ausführungsform der Waren- bahnstrangführung 12a des Entwässerungsmoduls weist eine obere druckseitige Verbindung und eine untere, saugseitige Verbindung 109 zu dem Seitenkanalgebläse 14 auf. Die komprimierte Luft wird in Pfeilrichtung 100 über die druckseitige Verbindung 108 zugeführt, durch den Warenbahn- strang 32 geleitet und über die saugseitige Verbindung 109 in Pfeilrichtung 100 a abgeführt. Der zu entwässernde endlose Warenbahnstrang (nicht abgebildet) wird in Pfeilrichtung 31 mittels der Haspel 4 und/oder der Trans- portdüse 6 (Figur 1) mit einer vorgegebenen, über die Umlaufkontrolle 7 kontrollierte Geschwindigkeit durch die Warenbahnführung 12a transportiert und somit gleichmäßig entwässert wird.

Die Warenbahnführung 12a weist einlaufseitig und auslaufseitig jeweils eine trichterförmige Erweiterung 119 a und 119 b auf, wodurch die Einführung des zu entwässernden Warenbahnstranges 32 und das Herausfördern desselben erleichtert wird. Zwischen diesen beiden trichterförmigen Erweiterungen erstreckt sich ein zylindrischer Mittelbereich 119 c. An entgegengesetzten Flächen des zylindrischen Mittelbereichs 119 c sind die druckseitige Verbindung 108 und die saugseitige Verbindung 109 vorgesehen, wobei die Luftaustrittsöffnung der druckseitigen Verbindung 108 als Düse und die Lufteintrittsöffnung der saugseitigen Verbindung 109 als Lochplatte 119 d mit davor angeordneten Gleitstäben 119 e aus Teflon ausgebildet sind. Hierdurch wird verhindert, daß der durch die Warenbahnführung 12a während der Entwässerung transportierte endlose Warenbahnstrang 32 in die saugseitige Verbindung 109 hineingesogen wird, was möglicherweise zu einer Beschädigung der Warenbahn führt. Ferner wird eine Verbesserung des schonenden Transportes der Warenbahn durch die Warenbahnführung 12a dadurch erreicht, daß der zylindrische Abschnitt 119 c der Warenbahnführung 12a von innen mit Teflon 119f ausgekleidet ist. Wie aus der Figur 2 zu erkennen ist, sind die Mittelachsen der druckseitigen Verbindung 108 und der saugseitigen Verbindung 109 relativ zueinander versetzt angeordnet, so daß in Transportrichtung 31 des Warenbahnstran- ges gesehen die Mittelachse der saugseitigen Verbindung 109 relativ höher angeordnet ist als die Mittelachse der druckseitigen Verbindung 108. Durch eine derartige versetzte Anordnung der Mittelachse wird erreicht, daß die beim Transport des Warenbahnstranges mitgerissene Luft besser und schneller aus der Warenbahnführung 12a an der saugseitigen Verbindung 109 abgeführt werden kann. Der Querschnitt der in den Figuren 2 und 3 abgebildeten Warenbahnführung 12a ist nicht veränderbar.

Die in den Figuren 4 und 5 abgebildete zweite Ausführungsform der Warenbahnführung 12a weist eine druckseitige Verbindung 108 und eine saug- seitige Verbindung 109 zu dem Seitenkanalgebläse 14 (Figur 1) auf. Die komprimierte Luft wird in Pfeilrichtung 100 über die druckseitige Verbindung 108 zugeführt, durch den Warenbahnstrang 32 geleitet und über die saug- seitige Verbindung 109 in Pfeilrichtung 100a abgeführt. Der zu

entwässernde Warenbahnstrang 32 (Figur 1) wird in Pfeilrichtung 31 mittels der Haspel 4 und/oder der Transportdüse 6 (Figur 1) mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit durch die Warenbahnführung 12a transportiert.

Die Warenbahnführung 12a weist einlaufseitig und auslaufseitig jeweils eine trichterförmige Erweiterung 119a und 119b auf, wodurch die Einführung des zu entwässernden Warenbahnstranges und das Herausfördern desselben erleichtert wird. Zwischen diesen beiden trichterförmigen Erweiterungen er- streckt sich ein rechteckiger rohrförmiger Mittelbereich 120. An den entgegengesetzten Flächen des rechteckigen rohrförmigen Mittelbereichs 120 sind die druckseitige Verbindung 108 und die saugseitige Verbindung 109 vorgesehen. Die Luftaustrittsöffnung der druckseitigen Verbindung 108 ist als Düse ausgebildet. Dieser Düse 108 ist ein erster U-förmiger Abschnitt 124 derart zugeordnet, daß er einen zweiten U-förmigen Abschnitt 121, der an der saugseitigen Verbindung 109 vorgesehen ist, teilweise unter Ausbildung des rechteckigen rohrförmigen Mittelbereichs 120 umschlingt, wobei die Schenkel 122 des zweiten U-förmigen Abschnittes 121 luftdicht an den Schenkeln 122a des ersten U-förmigen Abschnitt 124 anliegen. Fußseitig an dem zweiten U-förmigen Bereich 121 ist die rohrartige saugseitige Verbindung 109 vorgesehen. In diesem fußseitigen Bereich 123 sind Durchtrittsöffnungen vorgesehen. Zur Veränderung des Querschnittes der Warenbahnführung 12a ist die saugseitige Verbindung 109 auf die druckseitige Verbindung 108 zu und auch von dieser fort bewegbar, wie dies durch den Doppelpfeil 118 gekennzeichnet ist. Dementsprechend wird der Querschnitt der Warenbahnführung 12a um ein einstellbares Maß verkleinert oder vergrößert. Hierdurch wird erreicht, daß die Warenbahnführung 12a an den jeweils zu entwässernden Warenbahnstrang 32 anpaßbar ist, wodurch der Entwässerungsgrad und der schonende Warentransport weiter optimiert werden kann.

Die in den Figuren 6 und 7 abgebildete dritte Ausführungsform des Entwässerungsmoduls 12a weist eine Warenbahnstrangführung 12a auf, die eine druckseitige Verbindung 108 und eine saugseitige Verbindung 109 zu dem Seitenkanalgebläse 14 besitzt. Die komprimierte Luft wird in Pfeilrichtung 100 über die druckseitige Verbindung 108 zugeführt, durch den Warenbahnstrang 32 geleitet und über die saugseitige Verbindung 109 in Pfeilrichtung 100a abgeführt. Der zu entwässernde Warenbahnstrang (nicht abgebildet) wird in Pfeilrichtung 31 mittels der Haspel 4 und/oder der Trans- portdüse 6 mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit durch die Warenbahnführung 12a transportiert. Die Warenbahnführung 12a weist einlaufseitig und auslaufseitig jeweils eine trichterförmige Erweiterung 119a und 119b auf, wodurch die Einführung des zu entwässernden Warenbahnstranges 32 und das Herausfördern desselben erleichtert wird. Zwischen diesen beiden trichterförmigen Erweiterungen 119a und 119b erstreckt sich ein Mittelbereich 125, der teilweise einen U-förmigen Querschnitt 126 aufweist, wobei die Schenkel 127 und 127a des U-förmigen Querschnittes 126 durch einen ersten, nach außen gewölbten Wandabschnitt 128 unter Ausbildung des äußeren Rohres im Mittelbereich 125 miteinander verbunden sind. Innerhalb des äußeren Rohres ist ein zweiter, entgegengesetzt zum ersten Wandabschnitt gewölbter Bereich 129 angeordnet, der in Richtung auf den ersten Wandabschnitt 128 zu und von diesem fort bewegbar gelagert ist, wie dies durch den Doppelpfeil 118 angedeutet ist.

Dem ersten, nach außen gewölbten Wandabschnitt 128 ist die druckseitige Verbindung 108 und dem zweiten gewölbten Bereich 129 die saugseitige Verbindung 109 zum Seitenkanalgebläse 14 zugeordnet. In dem zweiten gewölbten Bereich 129 sind Durchtrittsöffnungen angeordnet. Auch diese Ausführungsform erlaubt es, den Querschnitt der Warenbahnführung 12a zu vergrößern und zu verkleinern, um so die Warenbahnführung an die jeweils zu entwässernde Warenbahn anzupassen. Bei dieser Ausgestaltung ist auch die druckseitige Verbindung 108 als Düse ausgebildet.

Die in den Figuren 8 und 9 abgebildete vierte Ausführungsform der Warenbahnführung 12a des Entwässerungsmoduls 12 weist ebenfalls eine druckseitige Verbindung 108 und eine saugseitige Verbindung 109 zu dem Seiten- kanalgebläse 14 (Figur 1) auf. Die komprimierte Luft wird in Pfeilrichtung 100 über die druckseitige Verbindung zugeführt, durch den Warenbahn- strang 32 geleitet und über die saugseitige Verbindung in Pfeilrichtung 110 a (Figur 9) abgeführt. Der zu entwässernde endlose Warenbahnstrang 32 wird in Pfeilrichtung 117 mittels der Haspel 4 und/oder der Transportdüse 6 mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit durch die Warenbahnführung 12a (Figur 1) transportiert. Die Waren bahnführung 12a weist einlaufseitig und auslaufseitig jeweils eine trichterförmige Erweiterung 119a und 119b auf, wodurch die Einführung des zu entwässernden Warenbahnstranges 32 und das Herausfördern desselben erleichtert wird. Zwischen diesen beiden trichterförmigen Erweiterungen er- streckt sich ein Mittelbereich 125. Den entgegengesetzten Flächen des Mittelbereiches 125 sind die druckseitige Verbindung 108 und die saug- seitige Verbindung 109 zugeordnet. Auch bei dieser vierten Ausführungsform ist die Luftaustrittsöffnung der druckseitigen Verbindung 108 als Düse ausgebildet.

Der rechteckig geformte Mittelbereich 125 der Warenbahnführung 12a weist an der entgegengesetzten Fläche der druckseitigen Verbindung 108 einen Absaugraum 130 auf, der in Pfeilrichtung 118 verschwenkbar ist und desweiteren in Pfeilrichtung 118a hierzu verschiebbar gelagert ist. Durch die verschiebbare und verschwenkbare Lagerung des Absaugraumes 130 relativ zur druckseitigen Verbindung 108 wird es ermöglicht, daß durch das Verschwenken des Absaugraumes 130 in Pfeilrichtung 118 und/oder durch ein Verschieben des Absaugraumes 130 in Pfeilrichtung 118a abhängig von dem jeweiligen endlosen Warenbahnstrang der Querschnitt der Warenbahnfüh- rung 12a vergrößert bzw. verkleinert wird, wobei zusätzlich die verschwenkbare Lagerung des Absaugraumes 130 in Pfeilrichtung 118 eine Optimierung der Stellung der Absaugfläche für die den endlosen Warenbahnstrang durchströmende Luft bewirkt. Die Stirnfläche 131 des Absaugraumes 130 ist mit Luftdurchtrittsöffnungen 132 versehen, so daß die an der saugseitigen Ver- bindung 109 abgesogene Luft in den Absaugraum 130 gelangt.

Innerhalb des Behandlungsapparates 1 ist abhängig von der Warenbahn- breite mindestens eine Applikationsdüse 24, in der Regel jedoch eine in ihrer Anzahl an die Warenbahnbreite anzupassende oder angepaßte Vielzahl von Applikationsdüsen 24 vorgesehen, wobei über diese Applikationsdüse 24 bzw. der Vielzahl der Applikationsdüsen 24 das pro Zeiteinheit aufzusprühende Behandlungsflottenvolumen auf die Warenbahn 32a während ihres Transportes aufgesprüht wird. Wie bereits vorstehend herausgestellt ist, ist das Quetschwerk Ql nicht zwangsläufig und zwingend erforderlich, sehr wohl jedoch aber immer dann zweckdienlich in dem Behandlungsapparat 1 angeordnet ist, wenn besonders dicht geschlagene Webwaren oder relativ dicke Warenbahnen, wie beispielsweise Frotteeartikel, Zeltplane oder Webwaren zur Herstellung von Segeln oder sonstigen, besonders dicht eingestellten technischen Geweben, behandelt werden. Ebenso ist dieses Quetschwerk Ql dann vorteilhaft, wenn zur Einstellung der erforderlichen Anfangsfeuchtigkeit der jeweils zu behandelnden Warenbahn am Anfang des zuvor beschriebenen Verfahrens über die Applikationsdüse 24 nicht das erforderliche Wasservolumen sondern ein Wasservolumen pro Zeiteinheit auf die transportierte Warenbahn aufgesprüht wird, das größer ist als das erforderliche Wasservolumen, so daß durch Abquetschen mit Hilfe des Quetschwerkes Ql dann die erforderliche, exakte Anfangsfeuchtigkeit der Warenbahn eingestellt wird. Desweiteren ist dem Behandlungsapparat 1 insgesamt mit 9 bezeichnetes Heizelement zur Aufheizung der Warenbahn auf eine vorgegebene Behandlungstemperatur zugeordnet, das bei der in Figur 10 gezeigten Vorrichtung aus einer entsprechenden Rohrleitung 9c, einem darin in Strömungsrichtung der aufzuheizenden Luft gesehen, ein Gebläse 9a und ein hierauf folgender Wärmetauscher 9b ausgebildet wird. Über dieses Heizelement 9 wird Luft über eine Leitung 9c durch das Gebläse 9a aus dem Behandlungsapparat abgezogen und nach Passieren des Wärmetauschers 9b als geheizte Luft in den Behandlungsapparat 1 eingeführt. Fußseitig ist, wie bei der zuvor beschrieben ersten Vorrichtung am Behandlungsapparat ein mit einer Niveauregelung versehener Flottenauffangbehäl- ter 8 angeordnet, so daß eventuell von der Warenbahn abtropfende Flotte aufgefangen und über die Rückführleitung 8a in den Flottenaufnahmebehälter 18 geführt wird, so daß diese aufgefangene Flotte nochmals in erneuten Kontakt mit der Warenbahn während der Behandlung tritt. Um das pro Zeiteinheit einstellbare Behandlungsflottenvolumen zu ermitteln und reproduzierbar über die Applikationsdüse 24 bzw. die Vielzahl der Applikationsdüsen 24, die vorzugsweise als Flachdüse ausgebildet ist bzw. sind, auf die zwischen den Walzen Wl und W2 reversierend transportierte Warenbahn 32 aufzusprühen, sind der Applikationsdüse 24 bzw. den

Applikationsdüsen 24 ein Bypass zugeordnet, der eine Bypasskalibrierleitung 23, eine Druckpumpe 19, ein Durchflußmeßgerät 20, ein erstes Regelventil 21, ein zweites Ventil 21a und mindestens ein Flottenaufnahmebehälter 18 umfaßt. Wie bereits vorstehend bei der ersten Vorrichtung beschrieben ist, wird über die Bypasskalibrierleitung 23 die jeweilige Behandlungsflotte so lange über die Druckpumpe 19, das Durchflußmeßgerät 20, das erste Regelventil 21, den Wärmetauscher 22 und über das geöffnete zweite Ventil 21a und die Bypasskalibrierleitung 23 gefördert, bis das pro Zeiteinheit einzustellende Behandlungsflottenvolumen reproduzierbar durch die Bypasskalibrierleitung 23 dem Flottenaufnahmebehälter 18 zugeführt wird. Erst dann wird ein drittes Ventil 21c, über das die Bypasskalibierleitung 23 mit der Applikationsdüse 24 verbunden ist, geöffnet, während gleichzeitig hiermit das zweite Ventil 21a geschlossen wird, mit der Folge, daß das pro Zeiteinheit ermittelte Behandlungsflottenvolumen über die Leitung 21b der Applikationsdüse 24 linear, progressiv und/oder degressiv auf die transportierte endlose Warenbahn aufgesprüht wird, bis die vorgegebene Behandlungszeit abgelaufen oder die Behandlungsflotte weitestgehend auf das textile

Substrat aufgesprüht ist. Weitestgehend in diesem Sinne bedeutet, daß mit Ausnahme eines geringen Totvolumens der die Behandlungsflotte führenden Leitungen nahezu die gesamte Flotte auf das zu behandelnde textile Substrat aufgesprüht wird, wobei diese leitungs- und behälterbedingte Totvolumen etwa zwischen 2% und 6%, bezogen auf das Flottengesamtvolumen, ausmacht.

Desweiteren weist die Vorrichtung einen Flottenansatzbehälter 27 auf, der mit dem Flottenaufnahmebehälter 18 über eine Leitung 27a derart verbunden ist, daß Behandlungsflotte aus dem Flottenansatzbehälter 27 über die mit einer weiteren Druckpumpe 28 und mit einem Dosierventil 29 versehenen Leitung 27a in den Flottenansatzbehälter 18 einzuspeisen ist, vorzugsweise mit einem pro Zeiteinheit einstellbaren Volumen.

Hierdurch wird ermöglicht, daß die eigentliche Behandlungsflotte beispiels- weise auf zwei Behandlungsflotten aufgeteilt werden kann, die unterschiedliche Behandlungsmittel enthalten oder daß die eigentliche Behandlungsflotte mehrere Behandlungsmittel enthält und somit auf eine erste Behandlungsteilflotte, die im Flottenaufnahmebehälter 18 angeordnet ist, und auf eine zweite Behandlungsteilflotte aufgeteilt wird, wobei die zweite Behand- lungsteilflotte im Flottenansatzbehälter 27 vorgesehen ist, so daß durch zeitlich versetzte Zugabe der zweiten Behandlungsteilflotte zur ersten Behandlungsteilflotte ein gesteuertes, zeitlich versetztes Einwirken von gleichen oder unterschiedlichen Behandlungsmitteln ermöglicht wird. Die dritte, in Figur 11 abgebildete Vorrichtung zur Durchführung des eingangs beschriebenen Verfahrens weist einen Behandlungsapparat 1 auf, der mit einer zentralen, horizontal verlaufenden Zentrifugenwelle 170 zur Halterung des zu behandelnden textilen Substrates 171 während der Behandlung versehen ist. Das jeweils mit der Behandlungsflotte zu behandelnde textile Substrat ist dabei als Garnwickel, d.h. somit als Garnspule 171, oder als eine auf einem Warenbahnbaum aufgewickelte Warenbahn ausgebildet. Die Zentrifugenwelle 170 weist eine horizontal verlaufenden zentralen Bohrung 170a auf, wobei diese horizontal verlaufende zentrale Bohrung 170a mit mindestens einer Flottenaustrittsöffnung und bevorzugt mit einer Vielzahl von Flottenaustrittsöffnungen versehen ist, wobei diese Flottenaustrittsöffnungen bzw. Flottenaustrittsöffnungen als Applikationsdüse 24 bzw. als eine Vielzahl von Applikationsdüsen 24 ausgebildet ist. Desweiteren ist die Zentrifugenwelle 170 an ihrem einen Ende mit einem in der Drehzahl einstellbaren Rotationsantrieb 172 und an ihrem anderen Ende mit einem Lagerblock 173 versehen, wobei sowohl der Rotationsantrieb 172 als auch der Lagerblock 173 außerhalb des Behandlungsapparat 1 positioniert sind.

Die Flottenzuführung zur zentralen, in der Zentrifugenwelle 170 vorgesehenen Bohrung 170a erfolgt an der Stelle, die in Figur 11 auf der Höhe der durch das Bezugszeichen 170a gekennzeichnet ist. Dem Behandlungsapparat 1 ist bodenseitig ein kleinvolumiger Flottenauffangbehälter 8 zuge- ordnet, wobei dieser Flottenauffangbehälter 8 eine Niveauregelung 8a aufweist, derart, daß bei Übersteigen eines vorgegebenen Niveaus die nicht vom textilen Substrat aufgenommene und abgeschleuderte Flotte im

Flottenauffangbehälter aufgefangen und über eine Rückführleitung 8a abgeführt werden kann.

Desweiteren ist dem Behandlungsapparat 1 ein insgesamt mit 9 bezeichnetes Heizelement zur Aufheizung des Warenwickels auf eine vorgegebene Behandlungstemperatur zugeordnet, das bei der in Figur 11 gezeigten Vorrichtung aus einer entsprechenden Rohrleitung 9c, einem darin in Strömungs- richtung der aufzuheizenden Luft gesehen einem Gebläse 9a und einem hierauf folgender Wärmetauscher 9b ausgebildet ist. Über dieses Heizelement 9 wird Luft über eine Leitung 9c durch das Gebläse 9a aus dem Behandlungsapparat 1 abgezogen und nach Passieren des Wärmetauschers 9b als geheizte Luft in den Behandlungsapparat 1 eingeführt. Um den Behandlungsapparat 1 mit den zu behandelnden textilen Substrat (Garnspule, Warenbahnwickel) zu bestücken und nach Ablauf der Behandlung dieses textile Substrat wieder hieraus zu entnehmen, ist der Behandlungsapparat zweiteilig ausgebildet und weist einen entfernbaren Teil auf, der mit dem Lagerblock 173 verbunden ist, wobei die in Figur 11 nur schematisch abgebildete Behandlungszentrifuge im Detail in der DE 10 2015 012 544.3 beschrieben ist, so daß zur Vermeidung von Wiederholungen die Offenbarung der DE 10 2015 012 544.3 zum Inhalt dieser Beschreibung gemacht wird.

Um das pro Zeiteinheit einstellbare Behandlungsflottenvolumen zu ermitteln und reproduzierbar über die Applikationsdüse 24 bzw. die Vielzahl der Applikationsdüsen 24, die vorzugsweise als Flachdüse ausgebildet ist bzw. sind, auf den mit einer einstellbaren Drehzahl rotierenden Warenwickel 171 aufzusprühen, sind der Applikationsdüse 24 bzw. den Applikationsdüsen 24 ein Bypass zugeordnet, der eine Bypasskalibrierleitung 23, eine Druckpumpe 19, ein Durchflußmeßgerät 20, ein erstes Regelventil 21, ein zweites Ventil 21a und mindestens ein Flottenaufnahmebehälter 18 umfaßt. Wie bereits vorstehend bei der ersten und zweiten Vorrichtung beschrieben ist, wird über die Bypasskalibrierleitung 23 die jeweilige Behandlungsflotte so lange über die Druckpumpe 19, das Durchflußmeßgerät 20, das erste Regelventil 21, den Wärmetauscher 22 und über das geöffnete zweite Ventil 21a und die Bypasskalibrierleitung 23 gefördert, bis das pro Zeiteinheit ein- zustellende Behandlungsflottenvolumen reproduzierbar durch die Bypasskalibrierleitung 23 dem Flottenaufnahmebehälter 18 zugeführt wird. Erst dann wird ein drittes Ventil 21c, über das die Bypasskalibierleitung 23 über die in der Zentrifugenwelle 170 vorgesehene zentrale Bohrung 170a mit der Applikationsdüse 24 verbunden ist, geöffnet, während gleichzeitig hiermit das zweite Ventil 21a geschlossen wird, mit der Folge, daß das pro Zeiteinheit ermittelte Behandlungsflottenvolumen über die Leitung 21b mittels der zentralen Bohrung 170a und damit der Applikationsdüse 24 linear, progressiv und/oder degressiv auf den mit einer vorgegebenen Drehzahl rotierenden Zentrifugenwelle auf den Warenwickel aufgesprüht wird, bis die vorgegebene Behandlungszeit abgelaufen oder die Behandlungsflotte weitestgehend auf das textile Substrat aufgesprüht ist.

In analoger Weise erfolgt auch die Einstellung der am Anfang des Verfahrens festzulegenden Feuchtigkeit (gemäß Merkmal a) des Hauptanspruchs), wobei hierfür die im vorstehenden Absatz verwendete Behandlungsflotte durch Wasser ersetzt wird, so daß anstelle von Behandlungsflottenvolumen ein entsprechendes Wasserflottenvolumen reproduzierbar appliziert wird.

Desweiteren weist die Vorrichtung einen Flottenansatzbehälter 27 auf, der mit dem Flottenaufnahmebehälter 18 über eine Leitung 27a derart verbunden ist, daß Behandlungsflotte aus dem Flottenansatzbehälter 27 über die mit einer weiteren Druckpumpe 28 und mit einem Dosierventil 29

versehenen Leitung 27a in den Flottenaufnahmebehälter 18 einzuspeisen ist, vorzugsweise mit einem pro Zeiteinheit einstellbaren Volumen.

Hierdurch wird ermöglicht, daß die eigentliche Behandlungsflotte beispiels- weise auf zwei Behandlungsflotten aufgeteilt werden kann, die unterschiedliche Behandlungsmittel enthalten oder daß die eigentliche Behandlungsflotte mehrere Behandlungsmittel enthält und somit auf eine erste Behandlungsteilflotte, die im Flottenaufnahmebehälter 18 angeordnet ist, und auf eine zweite Behandlungsteilflotte aufgeteilt wird, wobei die zweite Behand- lungsteilflotte im Flottenansatzbehälter 27 vorgesehen ist, so daß durch zeitlich versetzte Zugabe der zweiten Behandlungsteilflotte zur ersten Behandlungsteilflotte ein gesteuertes, zeitlich versetztes Einwirken von gleichen oder unterschiedlichen Behandlungsmitteln ermöglicht wird. Ausführunqsbeispiele

Da eine Färbung eine besonders kritische und einfache Beurteilung des gefärbten textilen Substrates, insbesondere unter den Gesichtspunkten

Farbausfall, Reproduzierbarkeit, Egalität, Farbablauf und Echtheiten, erlaubt und um die Einflüsse der Vorbehandlung und der Nachwäsche, insbesondere den Einfluß des Seifens bei Reaktivfärbungen, auszuschließen, wurden die nachfolgend in Tabelle 1 aufgeführten drei textilen Substrate vor der Färbung konventionell abgekocht und gebleicht und nach der Färbung ebenfalls konventionell gewaschen bzw. geseift. Danach wurden unter Anwendung des vorstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahrens in der in Figur 1 abgebildeten Vorrichtung drei textile Substrate jeweils in einem hellen Ton (gelb; Substrat 3) und in einem dunklen Ton (schwarz; Substrate 1 und 2) auf der in Figur 1 abgebildeten und beschriebenen ersten Vorrich- tung gefärbt.

Alle drei textilen Substrate bestanden aus Baumwolle und lagen entweder als Single Jersey oder als Piquee in Schlauchform vor. Die nachfolgende Ta belle 1 faßt die relevanten Daten zu den gefärbten textilen Substraten zusammen. Die Färbungen wurden alle bei einer Temperatur von 60°C ausge führt.

Tabelle 1

Der Single Jersey, Substrat 3, wurde unter Verwendung der Farbstoffkombi- nation 1 in gelb gefärbt, während die beiden Piquee-Artikel, Substrat 1 und 2, unter Verwendung der Farbstoffkombination 2 in schwarz gefärbt wurden. Die hierfür verwendeten Reaktivfarbstoffe und deren Konzentrationen, bezogen auf das jeweilige Warengewicht, faßt die Tabelle 2 zusammen.

Tabelle 2

Die zuvor aufgeführten Levafix- Farbstoffe lagen als Granulat vor.

Zu Anfang der Färbung wurde die jeweils zu färbende Ware in den in Figur 1 gezeigten Behandlungsapparat eingezogen und es wurde hieraus in der vorstehend beschriebenen Weise ein endloser Warenbahnstrang erstellt. Durch Aufsprühen einer vorberechneten Wassermenge über die Applikationsdüse 24 auf den im Behandlungsapparat 1 mit der vorstehend in Tabelle 1 angegebenen Geschwindigkeit mittels der Transportdüse 6 transportierten end- losen Warenbahnstrang wurde für den Single Jersey eine Anfangsfeuchtigkeit von 140% und für die beiden Piquees eine Anfangsfeuchtigkeit von 150%, jeweils bezogen auf das trockene Warengewicht, eingestellt.

Durch anschließendes nacheinander Aufsprühen mittels der Applikations- düse 24 der wäßrigen Farbstoffflotte, einer 15 g/l enthaltenden wäßrigen Sodaflotte sowie einer 4,5 ml/1 Natronlauge enthaltenden Flotte (Konzentration der Natronlauge: 38°Be) wurde die jeweilige Färbung durchgeführt. Die zuvor aufgeführten drei Flotten wurden über die Applikationsdüse 24 mit der in der Tabelle 1 jeweils aufgeführten reproduzierbar unter Verwendung des Bypasses exakt eingestellten Flottenvolumen appliziert.

Die nachfolgende Tabelle 3 konkretisiert die vorstehend wiedergegebenen Angaben weiter.

Tabelle 3

Am Anfang der Färbung und nach vorheriger Einstellung der vorstehend auf- geführten Anfangsfeuchtigkeit und exakter und reproduzierbarer Einstellung der über die Applikationsdüse 24 aufzusprühenden Flotten wurde bei einer Temperatur von 50°C der zuvor auf die Behälter 18 und 27 jeweils zur Hälfte aufgeteilten Farbflotte linear auf den transportierten Warenbahn- strang 32 mit dem in Tabelle 1 angegebenen Wert aufgesprüht. Nachdem die aufgeteilte, sich im Behälter 18 befindliche Flottenmenge nach etwa 6 bis 8 Minuten nahezu aufgebraucht war, wurde aus dem Behälter 27 Farbflotte in den Behälter 18 ebenfalls linear dosiert. Sobald im Behälter 27 ein gewisses Flottenniveau vorlag, wurde in diesem Behälter die vorstehend aufgeführte Sodaflotte und hiernach die in Tabelle 3 angegebene Natron- laugen-Flottenmenge zur Fixierung des Farbstoffes in dem Behälter 27 vorgelegt und von dort in den Behälter 18 dosiert, so daß auch diese Flotten über die Applikationsdüse 24 in einem reproduzierbar pro Zeiteinheit eingestellten Volumen aufgesprüht wurde. Nach Beendigung dieses

Fixierprozesses wurde die gefärbte Ware durch Zusatz von Essigsäure neutralisiert und wie vorstehend ausgeführt und begründet ist, nach einem konventionellen Verfahren durch Spülen und/oder Seifen nachbehandelt.

Die gefärbten textilen Substrate 1 bis 3 waren einwandfrei egal gefärbt, zeigten weder einen Längen- noch einen Kantenablauf, ebenso wenig Farbflecken oder Unegalitäten sowie die für in Tabelle 2 aufgeführten Farbstoffe die vom Hersteller ausgelobten hervorragenden Echtheiten.

Die Bestimmung der Feuchtigkeit des textilen Substrates zu Anfang und am Ende der Behandlung erfolgt in Anlehnung an DIN 53923. Hierbei werden an mehreren ausgestanzten Proben das Trockengewicht des jeweils zu be- handelnden trockenen textilen Substrates bestimmt. Nachdem das textile Substrat zu Anfang des beanspruchten Verfahrens mit Wasser genetzt wurde und nachdem die jeweilige Behandlung nach Applikation des pro Zeiteinheit exakt eingestellten Behandlungsvolumens erfolgt ist, werden jeweils entsprechend ausgestanzte "Anfangsproben" und "Endproben" entnommen und nach zwei Minuten frei hängendem Abtropfen zurückgewogen.