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Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR WASHING RAW WOOL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2000/068492
Kind Code:
A1
Abstract:
Disclosed is the utilisation of branched fatty alcohol ethoxylates with 8 to 22 C-atoms. Said fatty alcohol ethoxylates can, optionally mixed with dicarboxylic acids or the derivatives thereof and/or aklylphosphonic acids or the derivatives thereof, be used as a washing agent for wool, especially raw wool.

Inventors:
Wahle, Bernd (Am Heidt 24 Kaarst, D-41564, DE)
Becker, Wolfgang (Nordstrasse 176 Mönchengladbach, D-41236, DE)
Hartschen, Christa (Rott 151 Krefeld, D-47800, DE)
Application Number:
PCT/EP2000/003892
Publication Date:
November 16, 2000
Filing Date:
April 29, 2000
Export Citation:
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Assignee:
COGNIS DEUTSCHLAND GMBH (Henkelstrasse 67 Düsseldorf, D-40589, DE)
International Classes:
C11D1/72; C11D3/20; C11D3/33; C11D3/36; C11D11/00; (IPC1-7): D06L1/12; C11D1/72
Domestic Patent References:
WO1998053131A11998-11-26
WO1999003958A11999-01-28
Foreign References:
DE19526089A11997-01-23
EP0831165A21998-03-25
Other References:
DATABASE WPI Section Ch Week 198619, Derwent World Patents Index; Class A25, AN 1986-121924, XP002147043
DATABASE WPI Section Ch Week 199916, Derwent World Patents Index; Class A25, AN 1999-186615, XP002147044
DATABASE CAPLUS [online] XP002147011, retrieved from CAPLUS accession no. 1968:13970 Database accession no. 68:13970
DATABASE CAPLUS [online] XP002147042, retrieved from CAPLUS accession no. 1997:371385 Database accession no. 127:19336
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Claims:
Patentansprüche
1. Verwendung von verzweigten Fettalkoholethoxylaten mit 8 bis 22 CAtomen, gegebenenfalls in Abmischung mit Dicarbonsäuren oder deren Derivaten und/oder Alkylphosphonsäuren oder deren Derivaten, als Waschmittel für Wolle.
2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß solche verzweigte Fettalkohole verwendet werden, die 4 bis 12 Mol und vorzugsweise 5 bis 10 Mol Ethylenoxid pro Mol Fettalkohol enthalten.
3. Verwendung nach den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß verzweigte Fettalkoholethoxylate mit 8 bis 15 CAtomen verwendet werden.
4. Verwendung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die verzweigten Fettalkoholethoxylate zusammen mit Aminodicarbonsäuren bzw. deren Salzen und/oder deren Oligomeren und Polymeren verwendet werden.
5. Verwendung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die verzweigten Fettalkoholethoxylate zusammen mit Asparaginsäure und/oder Glutaminsäure bzw. deren Salzen und/oder deren Oligomeren und Polymeren verwendet werden.
6. Verwendung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die verzweigten Fettalkoholethoxylate zusammen mit Potyasparaginsäure bzw. deren Salzen verwendet werden.
7. Verwendung nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die verzweigten Fettalkohole zusammen mit Iminodisuccinaten verwendet werden.
8. Verwendung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die verzweigten Fettalkoholethoxylaten in Form einer wäßrigen Lösung verwendet werden.
9. Verwendung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daft die wäßrige Lösung die verzweigten Fettalkoholethoxylate in Mengen von 0,1 bis 10 g/I, vorzugsweise 0,5 bis 5 g/l und insbesondere 0,5 bis 2,5 g/t (Aktivsubstanz) enthält.
10. Verwendung nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Flotte die Dicarbonsäuren oder deren Derivate und/oder Alkylphosphonsäuren oder deren Derivate in Mengen von 0,01 bis 1,0 g/l (Aktivsubstanz) enthält.
11. Verfahren zum Waschen von Wolle, dadurch gekennzeichnet, daß die Wolle mit einer wäßrigen Flotte, enthaltend verzweigte Fettalkoholethoxylate mit 8 bis 22 CAtomen, gegebenenfalls in Abmischung mit Dicarbonsäuren oder deren Derivaten und/oder Alkylphosphonsäuren oder deren Derivate, wobei die Flotte eine Temperatur von 25 bis 80 °C aufweist, mindestens einmal in Kontakt gebracht und anschließend die Wolle in an sich bekannter Weise getrocknet wird.
Description:
Verfahren zur Rohwollwäsche Die vorliegende Anmeldung betrifft ein Verfahren zur Wäsche von Wolle, insbesondere Rohwolle, sowie die Verwendung bestimmter Fettalkoholethoxylate zur Wollwäsche.

Bei der Verarbeitung von Wolle ist es notwendig den Rohstoff zunächst von dem anhaftenden Wollwachs und Wollschweiß sowie von Sand, Schmutz und anderen Verunreinigungen zu befreien. Bei der industriellen Wollwäsche werden dazu Tenside auf Basis von Nonylphenolethoxylaten verwendet. Diese sind jedoch in ihrem toxikologischen Verhalten unzureichend. Allerdings sind diese Verbindungen günstig im Preis/Leistungsverhalten, so daß eine Substitution mit ökologisch unbedenklichen Stoffe bislang noch nicht überall erfolgt ist.

Die Aufgabe der vorliegenden Anmeldung bestand nun darin, eine ökologisch unbedenkliche Alternative zu den bislang in der Wollwäsche, insbesondere in der industriellen Rohwollwäsche eingesetzten toxikologisch bedenklichen Tensiden z. B. auf Basis Nonylphenol zu finden, die sowohl im Waschvermögen wie im Preis eine akzeptable Alternative für die Industrie darstellen.

Es wurde gefunden, daß bestimmte Fettalkoholderivate die gewünschten Eigenschaften aufweisen. In einer ersten Ausführungsform wird die Verwendung von verzweigten Fettalkoholethoxylaten mit 8 bis 22 C-Atomen, gegebenenfalls in Abmischung mit Dicarbonsäuren oder deren Derivaten und/oder Alkylphosphonsäuren oder deren Derivaten, als Waschmittel für Wolle beansprucht.

Unter Wolle versteht man nach DIN 60001 T1 (Oktober 1990) sowohl die ca. 5 bis 30 cm langen Haare der verschiedenen Hausschafrassen als auch die Haare südamerikanische Lamas, von Kamelen, Kaninchen und Ziegen. Der größte Teil der industriell verarbeiteten Wolle wird aber vom Schaf gewonnen. Die Wolle stellt eine Eiweißfaser dar, die hauptsächlich aus dem zu den Skleroproteinen zählenden Keratin besteht. Die von den Schafen durch Schur gewonnen Rohwolle ist durch Sand, Staub etc. verschmutzt und enthält große Mengen von Wollschweiß, einem durch Eintrocknen tierischer Ausdünstungen entstandenen Gemenge aus Kaliumsalzen von Fettsäuren, Hydroxy-, Amino-u. a. organische Säuren. Weiterhin haftet der Rohwolle das Wollfett an, das in der Talgdrüse der Schafe gebildet wird und hauptsächlich aus Lanolin, einer Mischung unterschiedlicher Fettsäureester besteht. Die Wolle von australischen Merinoschafen z. B. enthält ca. 49 Gew.- % Wollfasern, ca. 19 Gew.-% Schmutz, ca. 16 Gew.-% Fett, ca. 10 Gew.-% Wasser und ca.

6 Gew.-% Schweiß. Zu weiteren Einzelheiten wird auf Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry, Volume 28 A, Fith Edition, 1996, Seiten 395 bis 421, verwiesen.

Erfindungsgemäß werden Fettalkoholethoxylate in der Wollwäsche verwendet. Es handelt sich dabei um ethoxylierte Fettalkohole, wobei diese Fettalkohole der allgemeinen Formel (I) gehorchen, R'-OH (I) in der R1 für einen verzweigten Alkylrest mit 8 bis 22 C-Atomen und 0 bis 3 Doppelbindungen steht. Bevorzugt ist aber die Verwendung von gesättigten Alkoholen der Formel (I).

Besonders bevorzugt ist die Verwendung von Fettalkoholethoxylaten auf Basis von verzweigten Fettalkoholen mit 8 bis 15 Kohlenstoffatomen. Derartige Fettalkohole können nach bekannten Methoden synthetisiert werden, wobei insbesondere die verzweigten Produkte der Oxo-Synthese geeignet sind. Eine weitere Quelle für verzweigte Fettalkohole im Sinne der vorliegenden Anmeldung stellt die sogenannte Guerbet-Reaktion dar. Dabei werden lineare primäre Fettalkohole bei 200 °C und erhöhtem Druck in Gegenwart von Kupfer oder Natrium über die Zwischenstufe der Aldehyde und anschließender Aldol- Reaktion zu verzweigten Fettalkoholen kondensiert. Bedingt durch die Reaktionsführung werden durch Guerbet-Synthese 2-Alkyl-alkanole gewonnen. Die Guerbet-Alkohole folgen somit der aligemeinen Formel (II) Wobei R und R'unabhängig voneinander für einen Alkylrest mit 1 bis 12 C-Atomen steht.

Besonders geeignete verzweigte Fettalkohole im Sinne der vorliegenden Anmeidung sind 2- Ethylhexanol, Isooctanol, Isononanol, Isodecanol, Isoundecanol, Isododecanol sowie verzweigte Alkohole mit 13 und 15 C-Atomen. Je nach Syntheseweg handelt es sich um technische Mischungen aus unterschiedlichen Isomeren. Neben den einfach verzweigten Fettalkoholen sind auch die mehrfach verzweigten geeignet, z. B. 2,6-Dimethyl-4-heptanol, 3,5,5-Trimethyl-1-hexanol oder 3,5-Trimethylheptanol. Prinzipiell können beliebige Mischungen von Ethoxylaten der oben genannten verzweigten Fettalkohole eingesetzt werden. Die verzweigten Fettalkohole werden nach bekannten Methoden unter Druck und erhöhten Temperaturen in Gegenwart von sauren oder basischen Katalysatoren ethoxyliert, wobei vorzugsweise solche alkoxylierten Verbindungen verwendet werden, die pro Mol Fettalkohole mit 4 bis 12 Mol und vorzugsweise 5 bis 10 Mol Ethylenoxid umgesetzt werden.

Die Fettalkoholethoxylate werden, als tensidischer Bestandteil in der Waschflotte gelöst, für die Wäsche von Wolle, vorzugsweise von Rohwolle verwendet. Die Ethoxylate werden dazu in Mengen von 0,1 bis 10 g/l, vorzugsweise 0,5 bis 5 g/l und insbesondere von 0,5 bis 2,5 g/t (Aktivsubstanz) eingesetzt.

Es hat sich als vorteilhaft erwiesen neben den Fettalkoholethoxylaten noch weitere Hilfsstoffe einzusetzen, die ausgewähit sind aus der Gruppe der Dicarbonsäuren oder deren Derivate und/oder der Alkylphosphonsäuren oder deren Derivate. Die Mitverwendung dieser Hilfsstoffe ist daher im Sinne der vorliegenden technischen Lehre besonders bevorzugt.

Dicarbonsäuren folgen der allgemeinen Formel (III) HOOC-(CH2) n-COOH (111) in der n für Null oder eine ganze Zahl zwischen 1 und 8 steht. Neben den Dicarbonsäuren sind deren Derivate, insbesondere deren stickstoffhaltigen Derivate bevorzugte Hilfsmittel im Sinne der vorliegenden technischen Lehre. Vorzugsweise werden Aminodicarbonsäuren, wie die Asparagin-und Glutaminsäure, deren Salze sowie die Oligomeren und Polymeren dieser Verbindungen verwendet. Ganz besonders bevorzugt ist dabei die Mitverwendung von Polyasparaginsäure bzw. deren Natrium-oder Kaliumsalze. Das Molgewicht der Polyasparaginsäure liegt vorzugsweise im Bereich von 2000 bis 4000 und insbesondere von 2000 bis 3000. Die Produkte zeichnen sich insbesondere durch eine gute biologische Abbaubarkeit aus. Weiterhin bevorzugt ist die Verwendung von Bernsteinsäure bzw.- derivaten, insbesondere von Iminodisuccinaten, besonders die entsprechenden Natrium- oder Kaliumdisalze.

Auch Alkylphosphonsäurederivate sind geeignete Hilfsstoffe für die Wollwäsche. Besonders bevorzugt ist die Hydroxyethandiphosphonsäure, die vorzugsweise in Kombination mit der Aminotrismethylenphosphonsäure eingesetzt wird. Werden derartige Hilfsstoffe mitverwendet liegt deren Einsatzkonzentration in der Waschflotte im Konzentrationsbereich von 0,01 bis 1,0 g/l (Aktivsubstanz). Typischerweise werden die Hilfsstoffe in Mengen von 0,1 bis 0,8 g/l in der Flotte enthalten sein. Auch Mischungen sind geeignet wobei dann die Gesamtkonzentration der Hilfsstoffe bei maximal 1,5 g/I Waschflotte liegt. Als besonders bevorzugte Mischungen haben sich Kombinationen aus verzweigten C, 0-12-Fettalkoholen mit 5 bis 8 Teilen EO und Polyasparaginsäure bzw. deren Salze erwiesen.

Überraschenderweise führt die Mitverwendung der oben genannten Hilfsstoffe zu einer deutlichen Verbesserung des Wascheffekts, d. h. der Anteil an Resffett in der Wolle wird nochmals deutlich verringert. Typische Restfettwerte liegen im Bereich von 0,1 bis 5 Gew.- %. Weiterhin beobachtet man eine bessere Remission der gewaschenen Wolle. Die erfindungsgemäßen Fettalkoholethoxylate sind außerdem toxikologisch unbedenklich und biologisch gut abbaubar.

In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Waschen von Wolle beansprucht, wobei die Wolle mit einer wäßrigen Flotte, enthaltend verzweigte Fettalkoholethoxylate mit 8 bis 22 C-Atomen, gegebenenfalls in Abmischung mit Dicarbonsäuren oder deren Derivate und/oder Alkylphosphonsäuren oder deren Derivate mindestens einmal in Kontakt gebracht und anschließend die Wolle in an sich bekannter Weise getrocknet wird. Die Temperatur der Waschflotte liegt im Bereich von 25 bis 80 °C.

Vorzugsweise werden Waschtemperaturen von 40 bis 70 °C und insbesondere von etwa 45 bis 65 °C eingestellt. Der pH-Wert der Waschflotte liegt vorzugsweise zwischen 7 und 9.

Für die Überprüfung von Waschmitteln im Labormaßstab wird das folgende Verfahren angewendet : Zur Unterscheidung der Effektivität von verschiedenen Waschsystemen wird nach jedem Waschgang die gebrauchte Waschflotte mit (möglichst geringen Anteilen) frischer Flotte auf das Ursprungsvolumen aufgefüllt um dann diese regenerierte Flotte zu verwenden. Die Größe des Anstiegs im Restfettgehalt und der Abnahme im Weißgrad korreliert mit der Effektivität des Systems. In der Regel wird man die Wolle zwischen 1 und 15 mal mit der Flotte in Kontakt bringen.

Im industriellen Maßstab geschieht dies in speziellen Waschbädern, wobei die Waschflotte in Abhängigkeit vom Verschmutzungsgrad zwischen den einzelnen Bädern ausgetauscht wird.

Die industriellen Verfahren werden in der Regel kontinuierlich durchgeführt, wobei die Wolle die einzelnen Bädern hintereinander durchläuft und nach jedem Bad jeweils durch Ausquetschen von der Waschflotte befreit wird. Der Resffettgehalt der Wolle nach Durchlaufen des Waschverfahrens liegt vorzugsweise im Bereich von 0,1 bis 2 Gew.-% und vorzugsweise im Bereich von 0,2 bis 1 Gew.-%, bezogen auf das Rohwollgewicht. Nach dem in Kontakt bringen der Wolle mit der Waschflotte wird die gewaschene Rohwolle auf an sich bekannte Weise getrocknet, z. B. durch Heißluft, und kann dann weiterverarbeitet werden.

Beispiele Es wurden die folgenden Produkte geprüft : Tabelle I : ethoxylierte Fettalkohole : Nr. Verbindung Biologische Eliminier-Test-Nr. * Abbaubarkeit barkeit in % 1 Isodecylalkohol mit 5 EO gut abbaubar ca. 90 % 301 E 2"mit 6 EO gut abbaubar ca. 90 % 301 E 3 Undecylalkohol mit 5 EO gut abbaubar ca. 80 % 301 E 4 " mit 6 EO gut abbaubar ca. 80 % 301 E mit7EOgutabbaubarca.80%301E5" 6 Isododecanol mit 6,5 EO gut abbaubar ca. 70 % 301 E 7"Mit 7,4 EO gut abbaubar ca. 70 % 301 E 8 Isododecanol mit 6 EO gut abbaubar ca. 70 % 301 E 9 Isododecanol mit 8 EO gut abbaubar ca. 70 % 301 E Tabelle II : Zusatzstoffe Nr. Verbindung Biologische Eliminier-Test-Nr. * Abbaubarkeit barkeit in% (A) Polyasparaginsäure, Na-Salz gut abbaubar 68% 301 B (38 Gew.-%, Fa. Bayer) (B) Iminodisuccinat, Na-Salz sehr gut 79 % 301 E (35 Gew.-%, Fa. Bayer) abbaubar (C) Hydroxyethandiphosphonsäure- eliminierbar ca. 50 % 302 B Amino-trismethylen- phosphonsäure-Gemisch (29 Gew.-% AS, Fa. Henkel) Versuchsablauf : Es wurde Rohwolle mit unterschiedlich hohem Fettgehalt bis ca. 20 Gew.-% in eine wäßrige Lösung des Waschmittels gelegt und leicht bewegt. Der pH-Wert war neutral bzw. wurde mit Soda auf ca. 8,5 eingestellt. Die Rohwollprobe hatten ein Gewicht von 50 g. Die Konzentration des Fettalkoholethoxylats (Tabelle I) in der Waschflotte lag bei 1,0 g/l.

Gegebenenfalls wurden Zusatzstoffe (Tabelle II) in Mengen von 0,10,0,25 und 0,5 g/l verwendet. Die Temperatur der Waschflotte lag bei 64 °C und 54 °C. Die Waschzeit betrug jeweils 6 Minuten.

*OECD-Test Danach wurden die Wollproben aus der Flotte genommen und jeweils 20 Sekunden zentrifugiert (Miele WZ5942). Dieser Waschprozeß wurde bis zu 15 mal wiederholt. Die gewaschenen und zentrifugierten Wollproben wurden anschließend bei 70° C getrocknet.

Um das Verhalten der einzelnen Verbindungen besser unterscheiden zu können, wurden in den beschriebenen Laborversuchen mehrere Waschgänge mit einer regenerierten Flotte durchgeführt. Dazu wurde die Flotte jeweils nach einem Waschgang mit frischer Flotte aufgefüllt und dieses regenerierte Flotte für den nächsten Waschgang verwendet. Durch dieses Verfahren erhöht sich natüriich der Anteil an Fett und Schmutz in der Flotte kontinuierlich. Insbesondere bei hohen Anteilen an Fett und Schmutz zeigt sich aber das Fett-und Schmutztragevermögen der untersuchten Tenside besonders deutlich.

An den gewaschenen Wollproben wurden bestimmt : Remission bei 460 nm (Spekraflash F. Datacolor) Wascheffekt über die Bestimmung des Resffettgehalts (Extraktion der Wollprobe im Soxhlet für 2,5 Stunden mit Aceton nach DIN 54278) Sedimentierung der Waschflotte : 2 Liter der Waschflotte wurden in einem Meßzylinder bis zur Eichmarke aufgefüllt und die Sedimentation nach 24 und 48 Stunden ermittelt und in ml angegeben.

Fettabscheidung der Waschflotte : 2 Liter der Waschflotte wurden in einem Meßzylinder bis zur Eichmarke aufgefüllt und die Fettaufrahmung der Waschflotte nach 24 und 48 Stunden ermittelt und in ml angegeben.

Die Ergebnisse sind den Tabelle III bis Vil zu entnehmen. In der Tabelle IX wurden die Ergebnisse eines kommerziell verfügbaren Produkt auf Basis eines C9/11-iso Polyglykolethers und in Tabelle X die Ergebnisse eines Nonylphenol-Polyglykolethers zum Vergleich aufgeführt. Man erkennt, da# die erfindungsgemäßen Waschmittel teilweise eine höhere Effizienz im Vergleich zu den bekannten Produkten aufweisen. Gegenüber den Vergleichsprodukten, insbesondere dem Nonylphenol-Derivat, sind die erfindungsgemäßen Produkte toxikologisch unbedenklich und biologisch abbaubar.

Tabelle III Rohwolle. Fettgehalt ca. 20 Gew.-%, neural, 64 °C Restfettgehalt Weissgrad Produkt Waschzyklus % 460 nm 1 60,30,4 5 1, 5 46, 2 10 1, 5 45, 2 15 3, 8 35, 6 0,559,721 5 0, 6 47, 9 10 1, 6 46, 5 38,4152,3 Tabelle IV Rohwolle Fettgehalt ca. 20 Gew.-%, , neutral, 64 °C Restfettgehalt Weissgrad Produkt Waschzyklus % 460 nm 3 1 0, 6 57,9 42,951,3 10 1, 8 38 15 2, 3 33, 6 4 1 0, 3 61, 3 5 2, 6 36 10 3, 5 31, 5 15 4, 2 32, 7 5 1 0, 4 56, 1 5 0, 8 51, 8 10 1, 5 41, 1 15 2, 4 37, 9 Tabelle Va Rohwolle Fettgehalt ca. 20 Gew.-%, neural, 64 °C Resffettgehalt Weissgrad %460nmProduktWaschzyklus 9 0, 9 0,9 54,9 5 49,4 45,2101,4 15 2 41, 1 0,560,29+A1 0,5 glu 5 1,2 49, 7 10 1, 8 46, 5 43,2151,8 Tabelle Vb Rohwolle Fettgehalt ca. 12 Gew.-%, neural, 64 °C Resffettgehalt Weissgrad Produkt Waschzyklus % 460 nm 8 1 0,9 59,5 5 1, 6 57, 4 10 2, 4 52,6 49,8153,5 8 + A 1 1,0 61,4 0,5g/l 55,251,8 53,0102,3 15 2, 2 50, 8 8 + B 1 0, 6 60 0,5/I 55,051,5 52,7101,8 15 2, 5 51, 2 Tabelle VI Rohwolle Fettgehalt 20 Gew.-%, neural, 64 °C Restfettgehalt Weissgrad %460nmProduktWaschzyklus 6 1 0, 5 59,9 47,851,2 10 2, 5 36, 6 15 2, 7 34, 3 0,457,871 44,951,5 10 4, 6 33, 9 15 5, 9 28, 3 Tabelle VI-Fortsetzung : RestfettgehaltWeissgrad %460nmproduktWaschzyklus 157,181 5 4, 6 42, 5 10 8, 2 31 15 10 31, 5 TabelleVII Rohwolle Fettgehalt ca. 20 Gew.-%, neural, 64 °C Restfettgehaltweissgrad %460nmProduktWaschzyklus 7 + C 1 0,2 58 0,5 gel 5 1,1 51,4 10 2, 9 40, 1 15 9, 5 27, 8 0,856,17+A1 0,5g/l 5 2,3 43,9 10 2, 8 38, 9 15 6, 3 32, 9 Tabelle VIII : Fettgehalt ca. 20 Gew.-% alkalisch, 54 °c Produkt Waschzyklus Restfett Weißgrad 0,557,391 5 0, 8 52, 1 10 1,1 45,3 44,1151,1 0,458,29+A1 0,5g/l 5 0, 9 52,5 10 1, 5 44, 6 15 1, 7 42, 2 0,558,19+A1 0,25 g/l 5 1, 0 49,8 10 0, 8 46, 3 15 0, 9 42, 7 0,561,39+A1 0,1 gel 54,351,1 10 1, 3 51, 7 15 1, 5 49, 9 (Vergleich),neutral,64°CTabelleIX Restfettgehalt Weissgrad Produkt Waschzyklus % 460 nm Vergleich X 1 0,6 60,4 Rohwolle alt Fettgehalt ca. 12 Gew. % 5 56,3 10 2, 0 51, 6 15 2, 2 49, 8 Vergleich X 1 0, 7 58,8 Rohwolle Fettgehalt ca. 20 Gew. % 5 5,4 37,5 10 9, 5 33, 1 15 19, 8 25, 4 10,862,8VergleichX + (A)0,5 g/l Rohwolle Fettgehalt ca. 12 Gew. % 5 0,8 55,4 10 1, 6 53, 4 15 2, 1 50, 2 Vergleich Tensid X : iso C9-11-Polyglycolether Tabelle X : Fettgehalt ca. 20 Gew.-% alkalisch, 54 °C Produkt Waschzyktus Restfett Weißgrad 400 nm 0,560,69+A1 0,1g/l 5 0,8 53,2 10 1, 0 44, 0 15 1, 2 45, 9 Vergleich Y 1 0,4 61,8 5 0, 7 54, 9 10 0, 8 51, 6 15 1, 2 49, 2 Vergleichs-Tensid y : Nonylphenolpolyglykolether