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Title:
METHODS FOR THE IMMOBILISATION OF COMBUSTION RESIDUES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2003/008045
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to methods for the immobilisation of solid, liquid and/or paste-like residues from combustion and from the post-combustion exhaust treatment, in particular, from plants for the thermal treatment of waste. According to the invention, the method comprises the following steps: a) separate isolation of residues from differing process steps; b) wet-chemical treatment of the residues not suitable for direct dumping or for production of dumping material, whereby a basic pH is generated in a closed reactor; c) mechanical drainage of the reaction product from the wet-chemical treatment; d) recycling of the filtrate from c) to the wet-chemical treatment in b) with supplementation of the recycled filtrate amounts with effluent or thin slurry, according to the water balance; e) production of dumping material according to a given procedure with addition of residues which are suitable for direct dumping or for production of dumping material, from the combustion and/or from residues and waste from external treatment and production units and f) deposition and storage of the dumping material produced in e) preferably in surface dumps or by filling of subterranean cavities by mining techniques.

Inventors:
Scheidl, Kurt (Wernerstrasse 12, Eisenstadt, A-7000, AT)
Neubacher, Franz (Tulpenweg 15, Stockerau, A-2000, AT)
Application Number:
PCT/AT2002/000211
Publication Date:
January 30, 2003
Filing Date:
July 16, 2002
Export Citation:
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Assignee:
UV & P UMWELTMANAGEMENT - VERFAHRENSTECHNIK NEUBACHER & PARTNER GES.M.B.H. (Praterstrasse 40/20, Wien, A-1020, AT)
Scheidl, Kurt (Wernerstrasse 12, Eisenstadt, A-7000, AT)
Neubacher, Franz (Tulpenweg 15, Stockerau, A-2000, AT)
International Classes:
A62D3/33; B09B1/00; B09B3/00; A62D101/08; (IPC1-7): A62D/
Attorney, Agent or Firm:
Babeluk, Michael (Mariahilfer Gürtel 39/17, Wien, A-1150, AT)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zur Immobilisierung fester, flüssiger und/oder pastöser Rück stände aus der Verbrennung sowie aus der der Verbrennung nachfolgenden Abgasreinigung, insbesondere aus Anlagen zur thermischen Behandlung von Abfällen, gekennzeichnet durch a) getrennte Erfassung der Rückstände aus unterschiedlichen Prozess schritten ; b) nasschemische Behandlung der nicht direkt deponierbaren oder nicht direkt zur Herstellung von Deponiegut geeigneten Rückstände, wobei in einem geschlossenen Reaktor ein basischer pHWert eingestellt wird ; c) mechanische Entwässerung des Reaktionsproduktes aus der nassche mischen Behandlung ; d) Rückführung des in Punkt c) entstehenden Filtrates in die nasschemi sche Behandlung gemäß Punkt b) sowie Ergänzung der rückgeführten Filtratmenge gemäß Wasserbilanz mit Abwasser oder Dünnschlamm ; e) Herstellung von Deponiegut nach vorgegebener Rezeptur unter Zugabe von direkt deponierbaren oder zur Herstellung von Deponiegut geeig neten Rückständen aus der Verbrennung und/oder von Rückständen und Abfällen aus externen Behandlungsund Produktionsanlagen ; so wie f) Einbau und Lagerung des in Punkt e) hergestellten Deponieguts, vor zugsweise auf obertägigen Deponien oder zur bergbautechnischen Verfüllung unterirdischer Hohiräume. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die nassche mische Behandlung unter Zugabe von Lauge, vorzugsweise in Form alkali scher Rückstände oder Abfälle erfolgt. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbesserung der chemischen Umsetzung in Punkt b) ergänzend elektro chemische Verfahren eingesetzt werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der pHWert im Bereich von 8 bis 13, vorzugsweise im Bereich von 11,5 bis 12,5 eingestellt wird, um einen Abbau des Gasbildungspotentiales aus der Reaktion metallischer Verbindungen sicherzustellen.
2. 5 Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasmenge erfasst und einer Verwertung, vorzugsweise zur energetischen Nutzung im Bereich der Verbrennungsanlage oder in einer externen Anlage, zugeführt wird.
3. 6 Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die in Punkt d) rückgeführte Menge des Filtrates in Abhängigkeit vom Feststoffgehalt in der nasschemischen Behandlung und dem Wassergehalt im mechanisch entwässerten Reaktionsprodukt 3 : 1 bis 20 : 1 bezogen auf die der nasschemischen Behandlung zugeführte Abfallmenge beträgt.
4. 7 Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zwischenbehandlung des rückzuführenden Filtrates, beispielsweise zur chemischen Fällung von gelösten Schwermetallen, erfolgt.
5. 8 Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischen behandlung des rückzuführenden Filtrates unter Einsatz von organosulfidi schen Verbindungen erfolgt.
6. 9 Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Verarbeitung des mechanisch entwässerten Reaktionspro duktes unter Zugabe von mineralischen bzw. anorganischen Hilfsstoffen so wie anderer geeigneter Rückstände und Abfälle zu ablagerungsfähigem De poniegut erfolgt.
Description:
Verfahren zur Immobilisierung von Verbrennungsrückständen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Immobilisierung fester, flüssiger und/oder pastöser Rückstände aus der Verbrennung sowie aus der der Verbren- nung nachfolgenden Abgasreinigung, insbesondere aus Anlagen zur thermischen Behandlung von Abfällen.

Gemäß der Entwicklung seit 1988 in der Abfallwirtschaft werden zwar in zuneh- mendem Maße Verfahren zur Behandlung von Abfällen, insbesondere thermische Verfahren wie Pyrolyse oder Verbrennung, eingesetzt, die langfristig umweltver- tägliche Ablagerung der dabei entstehenden Rückstände ist jedoch ein weitge- hend ungelöstes Problem. Bisher wurde großes Augenmerk auf die Abgasreini- gung gelegt und in weiterer Folge auch auf die Reinigung von Abwasser vor des- sen Ableitung. Die Behandlung der pastösen und festen Rückstände aus der Verbrennung sowie der Abgas-und Abwasserreinigung fand bisher wenig Be- achtung, da in der Regel noch ausreichende und kostengünstige Deponiekapa- zitäten mit großzügigen Genehmigungen aus vergangenen Zeiten (ohne entspre- chend strenge Umweltauflagen, insbesondere Anforderungen an die Stoffeigen- schaften der abzulagernden Abfälle) vorhanden sind. Durch die zunehmend strengeren gesetzlichen Anforderungen an die Ablagerung von Rückständen sind jedoch grundlegende Änderungen in nächster Zukunft zwingend erforderlich.

Dies betrifft beispielsweise in Österreich das Verbot der obertägigen Ablagerung gefährlicher Abfälle gemäß § 17 Abs. l Abfallwirtschaftsgesetz (BGBI. 1 2000/90).

Weiters sind gemäß Deponieverordnung in Österreich für neue Deponien seit 1.1. 1997 sowie für bereits vor diesem Zeitpunkt bestehende Deponien ab 1. 1. 2004 strenge Anforderungen an die Ablagerung von Abfällen zu beachten (Ausnahmen sind in begrenztem Umfang durch den jeweiligen Landeshauptmann für einzelne Deponien bis längstens 31.12. 2008 möglich).

Die Ablagerung von Rückständen wird daher, wie das Beispiel Österreich zeigt, durch strenge gesetzliche Anforderungen zunehmend eingeschränkt (siehe bei- spielsweise Anforderungen an die Ablagerung auf Massenabfall-sowie Reststoff- deponien mit Beschränkung von Gesamtschadstoffgehalten sowie der Eluierbar- keit). Weiters ist bei einzelnen Rückständen auf das Reaktionsverhalten bei Ein- wirkung von Wasser mit unterschiedlichen pH-Werten im Hinblick auf die Freiset- zung von gasförmigen Verbindungen zu achten. Dies betrifft insbesondere die Freisetzung von Wasserstoff aus metallischem Aluminium im alkalischen Milieu.

Daher sind in der bisherigen Praxis der Abfallwirtschaft verschiedene Abfälle und Rückstände als gefährlich einzustufen und sind daher künftig von einer obertägi- gen Ablagerung ausgeschlossen und müssen auf Grund ihrer Beschaffenheit ei- ner weiteren Behandlung oder einer untertägigen Deponierung zugeführt werden.

Diese Methoden sind kostenmäßig aufwendig und teilweise auch ökologisch un- befriedigend.

Für Müllverbrennungsanlagen, in welchen neben Schlacke Chlorwasserstoff aus der Rauchgaswäsche anfällt, wird gemäß EP 0 635 282 AI ein Verfahren vorge- schlagen, bei welchem die Schlacke nach vorgängiger mechanischer Zerkleine- rung mit der rohen Salzsäure aus dem Nasswäscher der Rauchgasreinigungsan- lage gewaschen wird. Der Chloridgehalt in der so behandelten Schlacke wird da- nach durch Waschen mit Wasser reduziert und die Schwermetallchloride in bei- den Waschwassern durch Zugabe von Soda ausgefällt. Endprodukte dieser Be- handlung sind Schlacke in Baustoffqualität sowie verwertbares Kochsalz. Ein der- artiges Verfahren ist allerdings nur für die Behandlung spezieller Reststoffe vor- teilhaft einsetzbar.

In diesem Zusammenhang ist aus der JP 8-309310 A die Behandlung von Flug- asche aus Verbrennungsanlagen geoffenbart, welche Schwermetalle enthält. In einem ersten Schritt wird die Flugasche mit einer wässrigen Mineralsäurelösung versetzt und ein pH-Wert kleiner oder gleich 4 eingestellt, wobei die Schwerme- talle eluiert werden. Mit Hilfe von Eisenionen, einer Oxidationsreaktion und einer anschließenden Fällungsreaktion werden die Schwermetalle in ein Fällungspro- dukt mit Eisenhydroxid umgewandelt und schließlich durch Zugabe einer alkali- schen Substanz als Ferrit gebunden.

Aufgabe der Erfindung ist es, die angeführten Nachteile in der Deponierung von unzureichend behandelten Rückständen zu vermeiden und ein Verfahren zur Immobilisierung fester, flüssiger und/oder pastöser Rückstände aus der Verbren- nung sowie aus der der Verbrennung nachfolgenden Abgasreinigung zu entwi- ckeln, das die Ziele und Grundsätze einer zukunftsorientierten Abfallwirtschaft mit betriebswirtschaftlich vertretbaren Kosten erfüllt.

Erfindungsgemäß ist ein derartiges Verfahren durch folgende Schritte gegeben : a) getrennte Erfassung der Rückstände aus unterschiedlichen Prozessschrit- ten ; b) nasschemische Behandlung der nicht direkt deponierbaren oder nicht di- rekt zur Herstellung von Deponiegut geeigneten Rückstände, wobei in ei- nem geschlossenen Reaktor ein basischer pH-Wert eingestellt wird ; c) mechanische Entwässerung des Reaktionsproduktes aus der nasschemi- schen Behandlung ; d) Rückführung des in Punkt c) entstehenden Filtrates in die nasschemische Behandlung gemäß Punkt b) sowie Ergänzung der rückgeführten Filtrat- menge gemäß Wasserbilanz mit Abwasser oder Dünnschlamm ; e) Herstellung von Deponiegut nach vorgegebener Rezeptur unter Zugabe von direkt deponierbaren oder zur Herstellung von Deponiegut geeigne- ten Rückständen aus der Verbrennung und/oder von Rückständen und Abfällen aus externen Behandlungs-und Produktionsanlagen ; sowie f) Einbau und Lagerung des in Punkt e) hergestellten Deponieguts, vorzugs- weise auf obertägigen Deponien oder zur bergbautechnischen Verfüllung unterirdischer Hohlräume.

Durch die nasschemische Behandlung bei basischen pH-Werten erfolgt teilweise eine Eluierung schädlicher Stoffe aus den Rückständen und eine gezielte Verän- derung der hydraulischen und mineralogischen Eigenschaften ; weiters wird die Gasbildung aus metallischen Rückständen (z. B. Aluminium) gefördert, sodass das Reaktionsprodukt aus der nasschemischen Behandlung nach dessen Entwässe- rung den weiteren Immobilisierungsschritten unterworfen werden kann. Dies wird insbesondere dadurch erreicht, dass der pH-Wert im Bereich von 8 bis 13, vorzugsweise im Bereich von 11,5 bis 12,5 eingestellt wird, um einen Abbau des Gasbildungspotentiales aus der Reaktion metallischer Verbindungen sicherzu- stellen.

Erfindungsgemäß kann die nasschemische Behandlung unter Zugabe von Lauge, vorzugsweise in Form alkalischer Rückstände oder Abfälle erfolgen, wobei zur Verbesserung der chemischen Umsetzung in Punkt b) ergänzend elektrochemi- sche Verfahren eingesetzt werden können.

Schließlich ist eine unbefristete Lagerung des nach entsprechender Rezeptur aus unterschiedlichen Abfällen und Rückständen sowie ggf. mineralischen Hilfsstoffen hergestellten Deponieguts auch auf obertägigen Deponien möglich.

Das erfindungsgemäße Verfahren erfüllt auch die Leitlinien zur Abfallwirtschaft, herausgegeben vom Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie im Jahre 1988, wonach eine zukunftsorientierte Abfallwirtschaft eine umfassende Behandlung von Abfällen beinhaltet, sodass letztlich nur noch"erdkrustenähnli- che"Rückstände abgelagert werden. Unter"erdkrustenähnlich"sind folgende Eigenschaften zu verstehen : unlöslich, bzw. dauerhaft schwerlöslich reaktionsträge mit Luft, Wasser und anderen Abfallstoffen kein die Umwelt über die Medien Luft (gasförmig, staubförmig), Was- ser und Boden beeinträchtigendes Emissionsverhalten.

Einfach formuliert ist eine Deponie dann umweltverträglich, wenn ihre Emissio- nen ohne weitere Behandlung in die Umwelt (Wasser, Boden, Luft) über Jahrtau- sende keine negativen ökologischen Auswirkungen hat.

Eine umweltverträgliche Entsorgung fester, flüssiger und/oder pastöser Rück- stände aus der Verbrennung sowie aus der der Verbrennung nachfolgenden Ab- gasreinigung umfasst somit : Inertisierung Immobilisierung Deponierung Die bei der nasschemischen Behandlung gemäß Punkt b) entstehenden Gase, wie Wasserstoffgas, Ammoniak, Methan, Phosphin etc. können abgefackelt, gespei- chert oder einer Verwertung, vorzugsweise zur energetischen Nutzung im Be- reich der Verbrennungsanlage oder in einer externen Anlage, zugeführt werden.

Vorteilhafter Weise kann die in Punkt d) rückgeführte Menge des Filtrates in Ab- hängigkeit vom Feststoffgehalt in der nasschemischen Behandlung und dem Wassergehalt im mechanisch entwässerten Reaktionsprodukt 3 : 1 bis 20 : 1 bezo- gen auf die der nasschemischen Behandlung zugeführte Abfallmenge betragen.

Dabei wird auf der Basis einer geschlossenen Wasserbilanz gearbeitet und ergän- zend erforderliches Prozesswasser vorteilhaft aus der Verbrennungsanlage (z. B.

Dünnschlamm aus der Abwasserbehandlung) zugeführt In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass eine Zwi- schenbehandlung des rückzuführenden Filtrates, beispielsweise zur chemischen Fällung von gelösten Schwermetallen, erfolgt. Insbesondere kann die Zwischen- behandlung des rückzuführenden Filtrates unter Einsatz von organosulfidischen Verbindungen, beispielsweise TMT 15, erfolgen.

Schließlich kann das mechanisch entwässerte Reaktionsprodukt unter Zugabe von mineralischen bzw. anorganischen Hilfsstoffen sowie anderer geeigneter Rückstände und Abfälle zu ablagerungsfähigem Deponiegut verarbeitet werden.

Dabei kann das Prinzip"diagenetische Inertisierung" (siehe AT 389 474 B) oder sonstige Verfahren, z. B. Verfestigung mit hydraulischen Bindemitteln, zur An- wendung kommen.

Bei der Herstellung des Deponiegutes werden zum entwässerten Reaktionspro- dukt vorzugsweise trockene Materialien und nach Erfordernis auch Abwasser zur Einstellung der optimalen Feuchte für den kontrollierten Einbau und Verdichtung auf der Deponie (z. B. Erreichung der optimalen Procterdichte) eingesetzt. Bei- spielsweise können Kieswaschschlämme zugesetzt werden. Die erforderliche Wassermenge kann durch Nutzung der im Bereich der Einbaustelle der Deponie auftretenden gegebenenfalls verunreinigten Niederschlagswässer sowie im Zuge der Verdichtungsvorgänge allenfalls noch ausgepressten Sickerwässer gedeckt werden.

Das erfindungsgemäße Verfahren wird anhand eines in der Abbildung beispielhaft dargestellten Flussdiagrams näher erläutert : Zuerst erfolgt im Bereich 1 eine getrennte Erfassung einzelner prozessspe- zifischer Stoffströme bzw. Rückstände (z. B. verschiedene Flugasche so- wie bestimmte Fraktionen aus der Aufbereitung von Schlacke aus der Verbrennungsanlage, flüssige und pastöse Rückstände aus der Abwas- serreinigung, etc.).

Im nächsten Schritt erfolgt die nasschemische Behandlung 2 von nicht di- rekt deponierbaren oder nicht direkt zur Herstellung von Deponiegut ge- eigneten Rückständen (z. B. von Asche) unter Einstellung eines basischen pH-Wertes, allenfalls in Kombination oder in Ergänzung mit elektrochemi- scher Behandlung.

Die bei der nasschemischen Behandlung 2 anfallenden Gase, insbesondere Wasserstoff, sowie gegebenenfalls weiterer Gase wie Ammoniak, Schwe- felwasserstoff, Methan und Phosphin werden bevorzugt der Verbrennungs- anlage im Bereich 1 zwecks energetischer Nutzung oder einem Gasspei- cher 3 zugeführt, bzw. in einer externen Anlage energetisch genutzt (z. B.

Gasmotor) oder entsorgt (z. B. Gasfackel).

Abwässerkonzentrate bzw. Dünnschlamm aus der Abwasserreinigung, bei- spielsweise aus der nassen Abgasreinigung können der nasschemischen Behandlung 2 zugeführt werden. Dies ist im Hinblick auf die Gesamtwas- serbilanz und dem Ersatz für die über die Herstellung des Deponieguts 4 auf den Deponiekörper 5 ausgetragene Feuchte notwendig und im Ver- gleich zum Einsatz von frischem Wasser vorteilhaft.

Die mechanische Entwässerung 6 der Suspension aus der nasschemischen Behandlung 2, erfolgt vorzugsweise mit Filterpressen oder anderen Ein- richtungen, vorteilhaft gemeinsam oder alternierend mit anderen Rück- ständen aus derselben Anlage.

Das in der mechanischen Entwässerung 6 anfallende Filtrat wird, -gegebe- nenfalls nach einer chemischer Zwischenbehandlung 7 durch Fällungsmit- tel, beispielsweise Organosulfide zur Fällung und Abscheidung von gelös- ten Schwermetallen-in die nasschemische Behandlung 2 rückgeleitet. Die rückgeführte Filtratmenge ergibt sich auf der Grundlage einer geschlosse- nen Wasserbilanz, wobei ergänzend erforderliches Wasser vorteilhaft aus dem Bereich 1 der Verbrennungsanlage zugeführt wird (beispielsweise Dünnschlamm aus der Abwasserreinigung).

Die entwässerten Rückstände aus der mechanischen Entwässerung 6 wer- den zusammen mit direkt deponierbaren Rückständen der Verbrennungs- anlage 1, mit mineralischen Hilfsstoffen und/oder anderen festen, pastö- sen oder flüssigen Rückständen aus externen Anlagen z. B. gemäß dem Prinzip"diagenetische Inertisierung" (AT 389 474 B) zu einer deponierba- ren Masse bzw. Deponiegut verarbeitet (siehe Herstellung Deponiegut 4).

Schließlich erfolgt die unbefristete Lagerung des nach entsprechender Re- zeptur hergestellten Deponieguts gemäß den gesetzlichen Vorgaben, vor- zugsweise auf obertägigen Deponien 5 oder zur bergbautechnischen Ver- füllung unterirdischer Hohlräume. Die geringfügig auftretenden Sickerwäs- ser (aus dem Bereich der Einbaustelle 8 sowie allfälliges ausgepresstes Wasser aus dem Deponiegut) können bei Bedarf in der Herstellung des Deponiegutes 4 eingesetzt werden.




 
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