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Title:
MICRONEEDLE AND METHOD FOR THE PRODUCTION THEREOF
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/142728
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing a microneedle (12) that can be inserted into body tissue, wherein a needle tip (20) and a preferably capillary collecting channel (14) having a distal inlet for bodily fluid at the needle tip (20) are formed, wherein at least part of a prefabricated preform (38) made of a flat material is shaped into a tubular structure (22) so that the collecting channel (14) is at least substantially annularly closed in the cross-section in the area of the tubular structure (22).

Inventors:
HAAR, Hans-Peter (Waldstrasse 2, Wiesloch, 69168, DE)
Application Number:
EP2010/058091
Publication Date:
December 16, 2010
Filing Date:
June 09, 2010
Export Citation:
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Assignee:
ROCHE DIAGNOSTICS GMBH (Sandhofer Strasse 116, Mannheim, 68305, DE)
F. HOFFMANN-LA ROCHE AG (Grenzacherstrasse 124, Basel, CH-4070, CH)
HAAR, Hans-Peter (Waldstrasse 2, Wiesloch, 69168, DE)
International Classes:
A61B5/15; A61B17/34; A61M25/00; B21C37/08; B21G1/08
Attorney, Agent or Firm:
PFIZ, Thomas et al. (Hauptmannsreute 93, Stuttgart, 70193, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Herstellung einer in Körpergewebe einstechbaren Mikronadel (12), bei welchem eine Nadelspitze (20) und ein vorzugswei- se kapillarer Sammelkanal (14) mit einem an der Nadelspitze (20) ausgebildeten distalen Einlass für Köperflüssigkeit geformt wird, wobei ein Vorformling (38) aus einem Flachmaterial vorgefertigt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil des Vorformlings (38) zu einer Rohrstruktur (22) umgeformt wird, so dass der Sammel- kanal (14) im Bereich der Rohrstruktur (22) zumindest im Wesentlichen im Querschnitt ringförmig geschlossen wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrstruktur (22) unter Ausbildung eines längs durchlaufenden Schließspalts (28) im Querschnitt ringförmig gebogen wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei voneinander abgewandte Randkanten (26) des Vorformlings (38) auf Stoss zusammengebracht werden, und dass die Randkanten (26) zumindest punktweise durch Verbindungsmittel, insbesondere durch

Laserschweißstellen verbunden werden.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorformling (38) durch einen Formstempel (48) in ein halboffenes Formnest (46) eines Formwerkzeugs (44) eingedrückt wird, wobei das Formnest (46) eine Teilkontur der zu fertigenden Rohrstruktur (22) definiert.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Rohrstruktur (22) durch einen auf freie Randkan- ten (26) des Vorformlings (38) aufgedrückten Schließstempel (50) ausgeformt wird.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Vorformling (38) durch einen Ziehstein hindurchgezogen wird, wobei der Ziehstein eine die Kontur der Rohrstruktur (22) definierende Öffnung aufweist.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Vorformling (38) aus einer Kunststofffolie gebildet und durch Thermoformen in die Rohrstruktur (22) umgewandelt wird.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Vorformling (38) eine Haltestruktur (24), ins- besondere proximal abstehenden Haltearme angeformt werden.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Vorformlingen (38) als zusammenhängender Verbund vorzugsweise durch Ätzen oder Laserschneiden vorstrukturiert werden.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Sammelkanal (14) an einem proximalen Auslass mit einem auf einen Inhaltsstoff der Körperflüssigkeit ansprechenden analytischen Testelement (32) verbunden wird.

11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an einem proximalen Auslass des Sammelkanals (14) ein die aufgenommene Körperflüssigkeit flächig verteilendes Spreit- element angebracht wird.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass der Vorformling (38) mittels der Haltestruktur (24) mit einem ein analytisches Testelement (32) und/oder Lichtleiter (30) tragenden Adapter (18) vorzugsweise durch eine Steckverbindung ver- bunden wird.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrstruktur (22) mit einer von der Kreisform abweichenden, insbesondere elliptischen proximalen Öffnung (54) ver- sehen wird.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrstruktur (22) insbesondere durch Faltlinien in dem Vorformling (38) mit einer mehreckigen Kontur gebildet wird.

15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Nadelspitze (20) durch Ätzen, Schneiden oder Schleifen an dem Vorformling (38) ausgebildet und/oder nach der Ausbildung der Rohrstruktur (22) ausgearbeitet wird.

16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest auf der Innenseite der Rohrstruktur (22) eine hydrophile Schicht (56) aufgebracht wird.

17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Sammelkanal (14) als kapillare Fließstrecke zwischen dem distalen Einlass und einem proximalen Auslass ausgebildet wird, so dass die Körperflüssigkeit von dem Einlass zu dem Auslass kapillaraktiv transportiert wird.

18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Sammelkanal (14) mit einem Durchmesser im Bereich zwischen 50 bis 500 μm, vorzugsweise zwischen 100 bis 200 μm gebildet wird.

19. Mikronadel hergestellt nach dem Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine zumindest im Wesentlichen umlaufend geschlossene Rohrstruktur (22).

Description:
Mikronadel und Verfahren zu deren Herstellung

Beschreibung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer in Körpergewebe einstechbaren Mikronadel, bei welchem eine Nadelspitze und ein vorzugsweise kapillarer Sammelkanal mit einem an der Nadelspitze ausgebildeten distalen Einlass für Köperflüssigkeit geformt wird, wobei ein Vorformling aus einem Flachmaterial vorgefertigt wird. Die Erfindung betrifft weiter eine sol- chermaßen hergestellte Mikronadel.

Aus der WO 2008/122541 ist ein gattungsgemäßes Verfahren bekannt. Dort wird vorgeschlagen, einen kapillaraktiven Sammelbereich für Körperflüssigkeit durch zwei gegeneinander gefaltete Biegeteile zu definieren. Damit wird erreicht, dass der Benutzer nach einem Hauteinstich die Probennahme für eine Blutzuckermessung selbst nicht weiter kontrollieren muss. Zugleich wird eine herstellungstechnische Vereinfachung dahingehend erreicht, dass der Sammelbereich ohne aufwändige Materialbearbeitungsschritte geschaffen werden kann, wie sie etwa bei für den Materialabtrag bei einem Drahtmate- rial erforderlich wären. Durch die Faltung wird allerdings eine nur halbseitig begrenzte U-förmige Kanalstruktur geschaffen, bei der die Verdunstung der Flüssigprobe während des Kapillartransports insbesondere bei mikroskopischen Entnahmemengen noch problematisch ist. Hierbei ist auch zu beachten, dass das Zeitfenster für die Entnahme und Messung nach unten be- grenzt ist, um einen hinreichenden Messerfolg noch sicherzustellen.

Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die im Stand der Technik bekannten Verfahren und Vorrichtungen weiter zu verbessern und insbesondere für die Massenfertigung von analytischen Verbrauchsmit- teln eine einfache Herstellbarkeit bei gleichzeitig hoher Gebrauchssicherheit zu gewährleisten. Zur Lösung dieser Aufgabe wird die in den unabhängigen Patentansprüchen angegebene Merkmalskombination vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängi- gen Ansprüchen.

Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, durch die Umformung von fertigungstechnisch vorteilhaften Flachteilen eine für den Einsatzzweck günstige 3D-Struktur zu schaffen. Dementsprechend wird erfindungsgemäß vorge- schlagen, dass zumindest ein Teil des Vorformlings zu einer Rohrstruktur umgeformt wird, so dass der Sammelkanal im Bereich der Rohrstruktur zumindest im Wesentlichen im Querschnitt ringförmig bzw. zylinderförmig geschlossen wird. Auf diese Weise wird ein besonders günstiges Verhältnis von Flüssigvolumen zu freier Oberfläche geschaffen, so dass die Verduns- tung während der Probenverarbeitung deutlich reduziert werden kann. Durch die Rohrstruktur wird ggf. mit Ausnahme eines für die Verdunstung unbedeutenden Schließspalts eine umlaufende Begrenzung geschaffen, die auch für die Erhöhung der Kapillarität von Vorteil ist.

Vorteilhafterweise wird die Rohrstruktur unter Ausbildung eines längs durchlaufenden Schließspalts ringförmig gebogen, so dass ein zylindrischer Sammelkanal geschaffen wird. Hierfür ist es günstig, wenn zwei voneinander abgewandte Randkanten des Vorformlings auf Stoss zusammengebracht werden, wobei ggf. die Randkanten zumindest punktweise durch Verbindungs- mittel, insbesondere durch Laserschweißstellen verbunden werden können.

Eine herstellungstechnische Vereinfachung ergibt sich dadurch, dass der Vorformling durch einen Formstempel in ein halboffenes Formnest eines Formwerkzeugs eingedrückt wird, wobei das Formnest eine Teilkontur der zu fertigenden Rohrstruktur definiert. Anschließend kann die Rohrstruktur durch einen auf freie Randkanten des Vorformlings aufgedrückten Schließstempel ausgeformt werden. Alternativ ist es auch möglich, dass der Vorformling durch einen Ziehstein bzw. eine Matrize hindurchgezogen wird, wobei der Ziehstein eine die Kontur der Rohrstruktur definierende Öffnung aufweist.

Denkbar ist es auch, dass der Vorformling aus einer Kunststofffolie gebildet und durch Thermoformen in die Rohrstruktur umgewandelt wird.

Zur Kopplung mit einer automatischen Stech- und Messeinrichtung ist es vorteilhaft, wenn an dem Vorformling eine Haltestruktur, insbesondere proximal abstehenden Haltearme angeformt werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass eine Mehrzahl von Vorformlingen als zusammenhängender Verbund vorzugsweise durch Ätzen oder Laserschneiden vorstrukturiert werden.

Im Sinne einer erhöhten Systemintegration ist es weiterhin von Vorteil, wenn der Sammelkanal an einem von der Nadelspitze entfernten proximalen Aus- lass mit einem auf einen Inhaltsstoff der Körperflüssigkeit ansprechenden analytischen Testelement verbunden wird, so dass ein „One-Step-Handling" insbesondere für die Blutzuckerbestimmung ermöglicht wird. Vorteilhafterweise wird an einem proximalen Auslass des Sammelkanals ein die aufgenommene Körperflüssigkeit flächig verteilendes Spreitelement bzw. eine Spreitmembran angebracht, so dass eine Vergrößerung der zugänglichen Messfläche erreicht wird. In diesem Zusammenhang ist es auch von Vorteil, wenn der Vorformling mittels einer Haltestruktur mit einem ein analytisches Testelement und/oder Lichtleiter tragenden Adapter vorzugsweise durch eine Steckverbindung verbunden wird.

Für eine verbesserte Anpassung an die Testgeometrie ist es günstig, wenn die Rohrstruktur mit einer von der Kreisform abweichenden, insbesondere elliptischen proximalen Öffnung versehen wird. In diesem Zusammenhang ist es auch denkbar, dass die Rohrstruktur insbesondere durch Faltlinien in dem Vorformling mit einer mehreckigen Kontur gebildet wird.

Um einen möglichst schmerzarmen Einstich zu ermöglichen, kann die Nadelspitze durch Ätzen, Schneiden oder Schleifen an dem Vorformling ausgebildet und/oder nach der Ausbildung der Rohrstruktur ausgearbeitet werden.

Für eine weiter verbesserte Flüssigkeitsaufnahme ist es vorteilhaft, wenn zumindest auf der Innenseite der Rohrstruktur eine hydrophile Schicht aufgebracht wird.

Vorteilhafterweise wird der Sammelkanal als kapillare Fließstrecke zwischen dem distalen Einlass und einer proximalen Mündung ausgebildet, so dass die aus dem Körpergewebe gewonnene Körperflüssigkeit von dem Einlass von der Nadelspitze weg zu der Mündung bzw. dem Auslass kapillaraktiv transportiert wird. Dabei ist es auch vorteilhaft, wenn der Sammelkanal eine Durchmesser im Bereich zwischen 50 bis 500 μm, vorzugsweise zwischen 100 bis 200 μm aufweist.

Gegenstand der Erfindung ist auch eine Mikronadel mit einer aus einem flachen Vorformling gebildeten und zumindest im Wesentlichen umlaufend geschlossenen Rohrstruktur.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand der in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen

Fig. 1 eine Mikronadel mit Sensoreinheit als disposibler Microsampier zur Blutzuckerbestimmung in perspektivischer Ansicht;

Fig. 2 die Mikronadel nach Fig. 1 ; Fig. 3 einen Abschnitt der Sensoreinheit nach Fig. 1 mit integrierten Lichtleitern;

Fig. 4 die Sensoreinheit nach Fig. 1 mit stirnseitigem Testelement;

Fig. 5 einen Verbund von Flachformteilen als Vorformlinge von Mikronadeln in der Draufsicht;

Fig. 6 und 7 ein Formwerkzeug zur Umformung der Vorformlinge zu Mikronadeln gemäß Fig. 2 in schaubildlicher Darstellung.

Die in Fig. 1 dargestellten Microsampier 10 lassen sich als Einmalartikel für eine Blutzuckermessung in einem dafür ausgebildeten Handgerät einsetzen, um eine mikroskopische Blutprobe zu gewinnen und vor Ort zu analysieren. Zu diesem Zweck umfassen die Microsampier 10 eine in die Haut bzw. Körpergewebe einstechbare Mikronadel 12, einen daran ausgebildeten Sammelkanal 14 zur Aufnahme von durch den Einstich erhaltener Körperflüssigkeit (Blut und/oder Gewebeflüssigkeit) über einen distalen Einlass und eine Sensoreinheit 16 für eine unmittelbare optische Probenvermessung. Die Sensoreinheit 16 weist einen mit einer Messeinrichtung koppelbaren Adapter 18 auf, wie es aus der WO 2008/122541 hervorgeht, auf die in diesem Zusammenhang Bezug genommen wird.

Wie am besten aus Fig. 2 ersichtlich, besitzt die Mikronadel 12 eine spitz zulaufende, abgeflachte distale Nadelspitze 20 als Stechorgan, eine kapillare Rohrstruktur 22 zur umlaufenden Begrenzung des Sammelkanals 14 und zwei proximal abstehende Haltearme 24 zum Aufstecken auf den Adapter 18. Die Rohrstruktur 22 ist im Querschnitt ringförmig bzw. in Längsrichtung gesehen zylindrisch gebogen, wobei die Randkanten 26 unter Begrenzung eines durchgehenden engen Schließspalts 28 auf Stoss zusammengeführt sind. Grundsätzlich ist es möglich, dass der Schließspalt 28 durch Laserschweißen zumindest punktweise überbrückt wird, so dass die Strukturstabilität noch weiter erhöht wird.

Fig. 3 zeigt den distalen Endabschnitt des Adapters 18 mit drei parallel verlaufenden integrierten Lichtleitern 30 für eine reflektometrische optische Messung. Zu diesem Zweck ist auf die distalen Lichtleiterenden ein Testelement 32 aufgebracht, wie es in Fig. 4 dargestellt ist. Zur Steckverbindung mit der Mikronadel 12 lassen sich deren Haltearme 24 in seitliche Aufnahmenuten 36 des Adapters 18 einführen. Das Testelement 32 ist somit am proximalen Ende der durch den Sammelkanal 14 gebildeten Fließstrecke angeordnet. Der zylindrische Sammelkanal 14 gibt die Flüssigprobe nur an seinem Ende ab und sollte dazu einen lichten Durchmesser zweckmäßig im Bereich zwischen 100 bis 200 μm aufweisen. Im Messzustand steht das Testelement 32 über eine vorderseitige Nachweisschicht 34 in fluidischem Kontakt mit der proximalen Mündung des Sammelkanals 14, während über die Lichtleiter 30 eine rückseitige optische Erfassung einer Farbänderung möglich ist, die auf einer Reaktion mit Blutglukose beruht. Für eine sichere endständige Benetzung ist es wichtig, dass die Blutflüssigkeit ohne Verdunstungsverluste transportiert werden kann, was durch den im

Wesentlichen seitlich geschlossenen Sammelkanal 14 gewährleistet ist.

Um eine kostengünstige Massenfertigung zu ermöglichen, wird die Hohlstruktur aus einem Flachmaterial erzeugt, wie es in Fig. 5 bis 7 veranschau- licht ist.

Fig. 5 zeigt einen Verbund von Flachlanzetten als Vorformlinge 38, die beispielsweise aus einer Edelstahlfolie durch einen Ätzprozess oder Laserschneiden gebildet werden können, so dass die Nadelspitze 20, die Wan- düng 40 der Rohrstruktur 22 und die Haltearme 24 bereits in der Material- ebene vorstrukturiert sind. Die Vorformlinge 38 können dabei noch über Materialbrücken 42 verbunden bleiben.

In einem nachfolgenden Umformprozess werden die Vorformlinge 38 verein- zeit auf einem Formwerkzeug 44 positioniert, wie es in Fig. 6 veranschaulicht ist. Das Formwerkzeug 44 weist ein halboffenes, etwa U-förmiges Formnest 46 auf, das eine Teilkontur der zu fertigenden Rohrstruktur definiert.

Die Biegeumformung erfolgt dann durch Stempel 48, 50 gemäß Fig. 7. Zu- nächst wird der Vorformling 38 durch den Formstempel 48 nach unten in das Formnest 46 eingedrückt, so dass die untere Halbseite der Rohrstruktur 22 geprägt wird. Sodann wird der Schließstempel 50 auf die nach oben überstehenden Randkanten 26 aufgedrückt, um die obere Halbseite der Rohrstruktur 22 entsprechend der Stirnkontur 52 des Schließstempels 50 ring- förmig zu schließen. Das auf diese Weise erzeugte Formteil entspricht dann der Mikronadel gemäß Fig. 2. Gegebenenfalls kann die Nadelspitze 20 noch durch eine Nachbearbeitung, insbesondere durch einen Anschliff geschärft werden.

Die Rohrstruktur 22 kann einen durchgehenden kreisförmigen Querschnitt aufweisen. Zur Anpassung an die Rechteckform des Testelements 32 ist es auch möglich, den proximalen Bereich abzuflachen, so dass eine ovale bzw. elliptische Mündungsöffnung 54 erreicht wird. Durch die Wandverengung wird auch eine in Transportrichtung zunehmende Kapillarität erreicht, die eine sichere Benetzung des Testelements 32 begünstigt. In diesem Zusammenhang ist es auch günstig, wenn die Innenseite der Rohrstruktur 22 mit einer hydrophilen Schicht 56 versehen ist, die bereits im Zuge der Flachmaterialverarbeitung als Fließstrecke für die Körperflüssigkeit aufgebracht werden kann.