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JACOBS, Willi (Eichfeld 5, Königswinter, 53639, DE)
JACOBS, Willi (Eichfeld 5, Königswinter, 53639, DE)
| Patentansprüche 1. Fräswalze für mobile Arbeitsmaschinen, insbesondere für den Straßen- und Wegebau, mit einer Vielzahl von Werkzeughalterungen bestehend aus auf der Walzenrundfläche angebrachten Boxen, in die je ein Wechselhalter mit einer im wesentlichen zylindrischen Aufnahme für den Rundschaft eines Werkzeugs eingesetzt ist, wobei Box und Wechselhalter Stahlgußkörper sind und durch einen Schraubenbolzen in Eingriff gehalten sind, dadurch gekennzeinet, daß die Mittelebenen (M) der Boxen (2) und der eingesetzten Wechselhalter (3) senkrecht zur Walzenachse angeordnet sind und die Wechselhalter (3) aus Wechselhaltergruppen ausgewählt sind, die sich durch den Winkel zwischen der Achse X der Aufnahme und der Mittelebene M ihrer Wechselhalter (3) unterscheiden. 2. Fräswalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Wechselhaltergruppe den Winkel + α und eine zweite Wechselhaltergruppe den Winkel -a aufweisen, wobei α ein Wert in dem Bereich von 2 bis 12° ist. 3. Fräswalze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Wechselhaltergruppe den Winkel = 0 aufweist und ihre Wechselhalter (3) zur drehfesten Halterung des eingesetzten Werkzeugs (23) eingerichtet sind. 4. Fräswalze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wechselhalter (3) mit et τ 0 eine ringförmige, ebene Tragfläche (21) haben, die zur Senkrechten auf die Mittelebene M um den Winkel α geneigt ist. 5. Fräswalze nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Wechselhalter (3) einen Vorderteil (13) und einen Hinterteil (19) hat und daß bei in die Box (2) eingesetztem Wechselhalter (3) sein Vorderteil (13) unterseitig mit der Box (2) verriegelt ist und sein Hinterteil (19) durch Einschub in die Box (2) geführt ist. 6. Fräswalze nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an den Vorderteil (13) unterseitig ein Riegel (16) angegossen ist, in die Box (2) vorne eine Riegelaufnahme (7) eingegossen ist und die Box (2) hinten eine durch ihre Rückwand (8), eine Deckwand (9) und Seitenwände (10) gebildete Einschubaufnahme (11) für den Hinterteil (19) des Wechselhalters (2) hat. 7. Fräswalze nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel (16) und die Riegelaufnahme (7) und/oder der Hinterteil (19) und die Einschubaufnahme (11) keilförmig ausgebildet sind. 8. Fräswalze nach einem der Ansprüche 6 bis 7, dadurch gekennzeinet, daß die Rückwand (8) eine Durchgangsöffnung (12) und der Hinterteil (19) eine Gewindebohrung (20) für den Schraubenbolzen (4) hat. 9. Fräswalze nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei in die Box (2) eingesetztem Wechselhalter (3) die Stirnseite des Riegels (16) und die Stirnwand (27) der Box (2) bündig abschließen und zu den beiden Seitenflächen (28) hin zurückgewölbt sind. 10. Fräswalze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wechselhalter mit α = 0 mit Schrämmeißeln (23) bestückt sind, die in Anströmrichtung einen stromlinienförmigen Querschnitt haben. 11. Fräswalze nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Box (2) eine Rückwand (8) mit einer Durchgangsöffnung (12) hat, in einem Hinterteil (19) des Wechselhalters (3) ein Koppelkörper (33) austauschbar enthalten ist und der Koppelkörper (33) eine Gewindebohrung (33') hat, in die der auf der Rückwand (8) der Box (2) abgestützte Schraubenbolzen (4) eingeschraubt ist. 12. Fräswalze nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Hinterteil (19) eine Querbohrung (29) enthält, in die der Koppelkörper (33) drehfest eingeschoben ist. 13. Fräswalze nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (A) der Gewindebohrung (33') mit der Mittelachse (M' ) des Wechselhalters (3) einen spitzen Winkel bildet. 14. Fräswalze nach einem der Ansprüche 3 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß in der Abstützflache (26) des Wechselhalters (3) eine Nut (22) ausgebildet ist, die zu ihrem äußeren Umfang (22') hin wenigstens teilweise offen ist. 15. Fräswalze nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Box (2) eine höckerförmige Deckwand (9) mit einer Deckplatte (36) aus Hartmetall hat. |
Fräswalze
Die Erfindung betrifft eine Fräswalze für mobile Arbeitsmaschinen, insbesondere für den Straßen- und Wegebau, mit einer Vielzahl von
Werkzeughalterungen bestehend aus auf der Walzenrundfläche angebrachten Boxen, in die je ein Wechselhalter mit einer im wesentlichen zylindrischen . Aufnahme für den Schaft eines Werkzeugs eingesetzt ist, wobei Box und Wechselhalter Stahlgußkörper sind und durch einen Schraubenbolzen in Eingriff gehalten sind. Diese Arbeitsmaschinen sich auch im Forstbetrieb (Forstmulchen und Rodungsfräsen) und zur Bodenstabilisierung einsetzbar.
Eine derartige Fräswalze ist aus DE 10350604 AI bekannt. Der dort beschriebene Wechselhalter besteht aus einem mit der Box in Keileingriff befindlichen Unterteil und einem Oberteil, dessen Mittelachse gegen die Mittelebene des Unterteils um einen kleinen Winkel verschwenkt ist. Dieser Werkzeughalter ist nicht variabel einsetzbar, da durch ihn immer eine bestimmte Winkelabweichung des eingesetzten Werkzeugs vorgegeben ist. Wird eine andere Winkelabweichung des Werkzeugs aus der Mittelebene der Box gewünscht, muß ein anderer Wechselhalter mit entsprechend geänderter Schwenklage des Oberteils relativ zum Unterteil gegossen werden. Die Gießarbeit zur Herstellung der Wechselhalter für verschiedene Werkzeuge ist daher aufwendig. Durch das verschwenkte Oberteil des Wechselhalters stellt sich beim Fräsbetrieb der Walze ein erhöhter Staudruck ein, der bei gleichbleibender Fräs- und Brechleistung eine erhöhte
Leistungsaufnahme zur Folge hat.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs genannte
Fräswalze so zu modifizieren, daß sie kostengünstiger hergestellt werden kann. Insbesondere soll der gießtechnische Aufwand für die aus Box und Wechselhalter bestehenden Meißelhalterungen reduziert werden. Darüber hinaus soll die Leistungsaufnahme der Fräswalze im Betrieb gesenkt
werden. Ein weiteres Ziel gegenüber dem oben genannten Stand der Technik ist es, den Werkzeugaustausch auf der Walze zu vereinfachen, was insbesondere auf der Baustelle von Vorteil ist. Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung.
BESTÄTIGUNGSKOPIE Diese Aufgabe wird bei der eingangs angegebenen Fräswalze erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Mittelebenen der Boxen und der eingesetzten Wechselhalter senkrecht zur Walzenachse angeordnet sind und die Wechselhalter aus Wechselhaltergruppen ausgewählt sind, die sich durch den
Winkel zwischen der Achse X der Aufnahme und der Mittelebene M ihrer Wechselhalter unterscheiden. Die Wechselhalter sind ebenso wie die
Boxen zu ihrer Mittelebene symmetrisch. Da ihre Mittelebene M senkrecht zur Walzenachse steht, ergibt sich ein schmalerer Ans römquerschnitt und damit im Betrieb ein geringerer Staudruck. Die Verschwenkung des Werkzeugs um den Winkel ist nur durch die verschwenkte Werkzeugaufnahme im Oberteil des Wechselhalters realisiert, nicht durch eine Verschwenkung des Wechselhalterunterteils. Dadurch ist es möglich, alle Wechselhalter in der gleichen Form zu gießen. Die unterschiedlichen Winkel zwischen Aufnahmeachse X und Mittelebene M werden bereits beim Gießvorgang berücksichtigt. Dazu wird ein von der Stirnwand der Form ausgehender Kern in der gewünschten Winkelausrichtung in die Form eingesetzt. Zur Herstellung der verschiedenen Wechselhalter wird nur der Kern jeweils entsprechend ausgerichtet. Die Form an sich bleibt im wesentlichen unverändert.
Vorzugsweise weisen eine erste Wechselhaltergruppe den Winkel + c und eine zweite Wechselhaltergruppe den Winkel - auf, wobei α ein Wert in dem Bereich von 2 bis 12°, insbesondere von 6 bis 9° ist. Diese Wechselhalter werden im allgemeinen mit Rundschaftfräsmeißeln bestückt.
Zweckmäßigerweise weist eine Wechselhaltergruppe den Winkel = 0 auf und sind ihre Wechselhalter zur drehfesten Halterung des eingesetzten Werkzeugs eingerichtet. Diese Wechselhaltergruppe wird im allgemeinen mit Schrämmeißeln bestückt. Die Drehsicherung kann durch eine Nut in der die Aufnahme umgebenden ringförmigen Tragfläche und ein in die Nut eingreifender Zapfen auf der den Schaft umgebenden Ringfläche des Schrämmeißels realisiert sein.
Die Wechselhalter mit ot * 0 haben zweckmäßig eine ringförmige, ebene Tragfläche, die zur Senkrechten auf die Mittelebene M um den Winkel α geneigt ist und auf der sich der Meißelkopf abstützt. Der Kern zur Bildung der Schaftaufnahme und die Stirnwand der Form zur Bildung der Tragfläche sind im allgemeinen ein Formteil. Durch Drehung dieses Formteils um 180° um die Mittelache der Gießform können die beiden Wechselhalter mit + a und - α in der gleichen Form gegossen werden.
Nach der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung hat der Wechselhalter einen Vorderteil und einen Hinterteil und ist bei in die Box eingesetztem Wechselhalter sein Vorderteil unterseitig mit der Box verriegelt und sein Hinterteil durch Einschieben in die Box geführt.
Durch diese Festlegung des Wechselhalters auf der Box baut die Meißel- halterung relativ schmal, was für den Leistungsverbrauch im Betrieb von Vorteil ist.
Vorzugsweise ist an dem Vorderteil unterseitig ein Riegel angegossen, in die Box vorne eine Riegelaufnahme eingegossen und hat die Box hinten eine durch ihre Rückwand, eine Deckwand und Seitenwände gebildete Einschubaufnahme für den Hinterteil des Wechselhalters. Durch die unter dem
Vorderteil befindliche Verriegelung baut die Meißelhalterung schmal. Der Wechselhalter wird vorne und hinten gehalten wodurch eine verteilte Kraftübertragung von dem Werkzeug/Wechselhalter auf die Box und damit auf die Walze erreicht wird. Der Wechselhalter wird durch die Verriegelung an seinem vorderen Ende in Querrichtung und in Umfangsrichtung (der Walze) festgelegt.
Vorzugsweise sind der Riegel und die Riegelaufnahme und/oder der Hinterteil des Wechselhalters und die Einschubaufnahme keilförmig ausgebildet. Bei Lockerung des Wechselhalters oder Verschleiß ist eine Nachstellung möglich, indem der Wechselhalter durch den Schraubenbolzen weiter in die Box eingezogen wird.
Nach der bevorzugten Ausführungsform hat die Rückwand der Box eine Durchgangsöffnung und der Hinterteil des Wechselhalters eine Gewindebohrung für den Schraubenbolzen. Der sich mit seinem Kopf auf der Rückwand abstützende Schraubenbolzen durchgreift die Durchgangsöffnung und ist in die Gewindebohrung des Wechselhalters eingeschraubt, bis der Wechselhalter in der Box fest verankert ist. Durch den Abstand des Hinterteils von dem die Werkzeugschaftaufnahme enthaltenden Vorderteil des Wechselhalters ist das hintere Ende eines eingesetzten Werkzeugs zugänglich. Das Werkzeug kann aus dem Wechselhalter oder der Wechselhalter mit Werkzeug kann aus der Box dann von hinten herausgeschlagen werden.
Vorzugsweise schließen bei in die Box eingesetztem Wechselhalter die Stirnseite des Riegels und die Stirnwand der Box bündig ab und sind die Stirnseite und die Stirnwand zu den beiden Seitenflächen der Box hin zurückgewölbt. Die stirnseitige Gestalt des Riegels und der Box umfaßt im allgemeinen darüber hinaus auch eine Abschrägung in Aufwärtsrichtung von der Oberfläche der Fräswalze zum Meißel hin. Die so geschaffene stirnseitige "Stromlinienform" reduziert den Staudruck und damit des Leistungsverbrauch für eine gegebene Fräsarbeit.
Bei in die Box eingesetztem Wechselhalter bildet die Aufnahmeachse X mit der Tangentialebene an der Walzenoberfläche in Boxmitte- einen Winkel ß in dem Bereich von 20 bis 40°, insbesondere von 22 bis 30°. Diese Flachbauweise wirkt sich ebenfalls günstig auf den Leistungsverbrauch im Betrieb aus. Zu dessen weiterer Reduzierung kann die Wechselhaltergruppe mit et = 0 mit Schrämmeißeln bestückt sein, die in Anströmrichtung einen stromlinienförmigen Querschnitt haben.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fräswalze hat die Box eine Rückwand mit einer Durchgangsöffnung, ist in einem Hinterteil des Wechselhalters ein Koppelkörper austauschbar enthalten und hat der Koppelkörper eine Gewindebohrung, in die der auf der Rückwand der Box abgestützte Schraubenbolzen eingeschraubt ist. Bei dieser Ausführungsform wird der Schraubenbolzen nicht direkt in den hinteren Teil des Wechselhalters eingeschraubt, sondern in den in dem Hinterteil befindlichen Koppelkörper, der die von dem Schraubenbolzen ausgeübte Zugspannung auf den Wechselhalter überträgt. Die
Zwischenschaltung des Koppelkörpers hat den Vorteil, daß bei Verschleiß des Gewindes nur der Koppelkörper, nicht aber der gesamte Wechselhalter erneuert werden muß. Vorzugsweise enthält bei dieser Ausführungsform der Hinterteil des Wechselhalters eine Querbohrung, in die der Koppelkörper drehfest eingeschoben ist. Die Querbohrung geht vorzugsweise von einer Seite zur anderen durch den Hinterteil des Wechselhalters durch. Zum Austausch kann daher auch ein fest sitzender Koppelkörper aus der Querbohrung heraus geschlagen werden. Der Koppelkörper sitzt im allgemeinen formschlüssig in der Querbohrung. Die Querschnitte von dem Koppelkörper und der Querbohrung sorgen für den drehfesten Sitz des Koppelkörpers und sind z.B. kreisrund mit wenigstens einer Längsnut bzw. Längsfeder oder mehreckig, z.B. quadratisch mit abgerundeten Ecken. Die drehfeste Führung des Koppelkörpers in der Querbohrung gewährleistet die Ausrichtung der genannten Gewindebohrung auf die Durchgangsöffnung der Rückwand, so daß der Schraubenbolzen in die Gewindebohrung eingeschraubt und dadurch der Wechselhalter mittels Koppelkörper mit der Box in Eingriff gezogen werden kann. Der Wechselhalter kann auch mit der Querbohrung als Gußkörper hergestellt werden. Der Koppelkörper kann aus Normstabmaterial preiswert hergestellt werden.
Vorzugsweise bildet bei dieser Ausführungsform die Achse der Gewindebohrung mit der Mittelachse des Wechselhalters (in Uhrzeigerdrehrichtung) einen spitzen Winkel Ύ. Der Winkel Y liegt vorzugsweise in dem Bereich von 10 bis 50° , noch bevorzugter in dem Breich von
20 bis 45° . Diese Abwinkelung der Achse der Gewindebohrung bzw. des Schraubenbolzens von der Mittelachse des Wechselhalters gewährleistet, daß der Kopf der eingeschraubten Schraube Abstand von der Walzenoberfläche hat und sich daher gut fassen läßt.
In weiterer Ausbildung der Wechselhalter für Schrämmeißel (a= 0) ist in der Abstützfläche des Wechselhalters eine Nut ausgebildet, die zu ihrem äußeren Umfang hin wenigstens teilweise offen ist. Die an sich bekannte Nut zur Verdrehsicherung ist umfangsseitig geschlossen. Es ist daher nicht zu vermeiden, daß sich diese Nut mit Feinmaterial zusetzt, insbesondere, wenn ein rotierender Meißel ohne einen in die Nut eingreifenden Zapfen gehalten wird. Eine mehr oder weniger zuge- setzte Nut verhindert die vollständige Einführung und sachgemäße Ab- stützung des Meißels auf dem Wechselhaiter. Durch die erfindungsgemäße Öffnung der Nut am äußeren Umfang kann das angesammelte feste Feinmaterial austreten, so daß eine über den Umfang gleichmäßige Abstützung des Meißels auf dem Wechselhalter gewährleistet ist. Zugleich kann die Konizität am Eingang der Meißelaufnahme verbreitert werden, wodurch das Einschlagen des Meißels mit Hülse erleichtert wird.
In weiterer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Fräswalze kann die Box der Meißelhalterung eine höckerförmige Deckwand mit einer Deckplatte aus Hartmetall haben. Die Hartmetallplatte ist auf die Deckwand aufgelötet und dient als zusätzliches Brechwerkzeug. Das abgefräste
Material kann daher in erster Stufe durch die gegen die Brecherleiste arbeitenden Meißel und in zweiter Stufe durch die mit Hartmetallplatte bestückten Höcker der Boxen gegen die Brecherleiste gebrochen werden. Die Brechleistung wird hierdurch verbessert.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen
Figur 1 die Meißelhalterung in der Seitenansicht auf einem Walzensegment im Schnitt,
Figur 2 die Aufsicht der Meißelhalterung der Figur 1,
Figur 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Figur 2,
Figur 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Figur 1,
Figur 5 einen Schnitt analog zu Figur 4, jedoch mit einem Wechselhaiter aus einer zweiten Wechselhaltergruppe,
Figur 6 einen Schnitt analog zu Figur 4, jedoch mit einem Wechselhaiter einer dritten Wechselhaltergruppe und einem Schrämmeißel ,
Figur 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII der Figur 6 und Figur 8 einen Schnitt nach der Linie VIII-VIII der Figur 3.
Figur 9 eine perspektivische Darstellung eines gegenüber der
Ausführung nach Fig. 2 und 3 geänderten Ausführungsform des Wechselhalters, Figur 10 einen Schnitt nach der Linie X-X der Figur 9,
Figur 11 eine perspektivische Darstellung des in den Wechselhalter der Fig. 9 und 10 eingesetzten Koppelkörpers und
Figur 12 einen Schnitt entsprechend Fig. 3 einer Meißelhalterung, bei der die Box und der Wechselhalter modifiziert sind.
Nach Figur 1 besteht die Meißelhalterung aus einer auf die Walze 1 aufgeschweißten Box 2, einem in die Box 2 eingesetzten Wechselhalter 3 und einem Box und Wechselhalter in gegenseitigem Eingriff haltenden
Schraubenbolzen 4. In den Wechselhalter 3 ist ein Rundschaft-Fräsmeißel 5 eingesetzt. Die Box 2 hat beidseitig drei Öffnungen 6, deren Funktion an Hand von Figur 3 erläutert wird.
Nach den Figuren 2 und 3 hat die Box 2 vorderseitig eine keilförmige Riegelaufnahme 7, die zur Walzenoberfläche und zu den Seitenöffnungen 6 offen ist. Im hinteren Teil hat die Box 2 eine Rückwand 8, die nach oben in eine Deckwand 9 übergeht. Rückwand 8 und Deckwand 9 bilden zusammen mit den beiden Seitenwänden 10 eine Einschubaufnahme 11 für den hinteren Teil 19 des Wechselhalters 3. Die Rückwand 8 hat eine Durchgangsöffnung 12 für den Schraubenbolzen 4. Die Einschubaufnahme 11 hat ähnlich wie die Riegelaufnahme 7 bodenseitig Öffnungen in Verbindung mit den beidseitigen Öffnungen 6. Wie aus Figur 3 ersichtlich, ist die Einschubaufnahme 11 keilförmig ausgebildet.
Der Wechselhalter 3 besteht aus einem Vorderteil 13 mit einer zylindrischen Aufnahme 14. In die Aufnahme 14 ist der Drehschaft-Fräsmeißel 5 mit seinem zylindrischen Schaft 5 in bekannter Weise mittels einer Hülse 15 drehbar, aber axial fixiert eingesetzt. An dem Vorderteil 13 des Wechselhalters 3 ist unterseitig vorne ein keilförmiger Riegel 16 angegossen, der mit der keilförmigen Riegelaufnahme 7 der Box in Eingriff ist.
Der Vorderteil 13 des Wechselhalters 3 ist über seinen Boden 17 und seine Seitenwandungen 18 mit dem keilförmigen Hinterteil 19 verbunden. Der Hinterteil 19 enthält eine Gewindebohrung 20, in die der Gewindebolzen 4 eingeschraubt ist, um Riegel 16 und Riegelaufnahme 7 in Keileingriff zu halten. Der Kopf des Gewindebolzens hat eine Innensechskantfassung. Wie aus der Figur 2 ersichtlich ist, ist die Achse X des Rundschaft ¬ meißels 5 um einen kleinen Winkel α gegen die Mittelebene M des Wechsel ¬ halters 3 und der Box 2 versc wenkt. Figur 4 verdeutlicht diese
Verschwenkung im Axialschnitt. Bei dem in Figur 4 dargestellten Wechselhalter der Gruppe ist die Achse X der Schachtaufnahme 14 um den Winkel + gegen die Mittelachse Y von Wechselhalter und Box verschwenkt. Dementsprechend ist die tragende Ringfläche 21 des Wechselhalters gegen die Mittelachse Y des Wechselhalters geneigt.
Figur 5 zeigt den der Figur 4 entsprechenden Schnitt der Meißelhalte- rung mit einem Wechselhalter einer zweiten Wechselhaltergruppe. Die Achse X der Schaftaufnahme ist bei diesen Wechselhaltern um den Winkel - α gegen die Mittelachse Y von Wechselhalter und Box geneigt. Der Neigungswinkel α liegt im allgemeinen in dem Bereich von 3 bis 12°, z.B. bei 7°.
Figur 6 zeigt den der Figur 4 entsprechenden Schnitt der Meißelhalte- rung mit einem Wechselhalter einer dritten Wechselhaltergruppe. Bei dieser Wechselhaltergruppe fällt die Achse X der Schaftaufnahme mit der Achse Y von Wechselhalter und Box zusammen (<x = 0) . Der eingesetzte Meißel erhält daher im Betrieb keinen Drehimpuls. Diese Meißelhaltergruppe ist für Rundschaftmeißel geeignet, die sich im Betrieb nicht drehen sollen, wie der eingesetzte Schrämmeißel 23, der vorne eine
Hartmetallleiste 25 trägt. Um diesen Meißel drehfest zu halten, ist bei dieser Wechselhaltergruppe in der tragenden Fläche 21 eine Nut 22 vorgesehen, in die ein an der Abstützf äche 26 des Schrämmeißels 23 befindlicher Zapfen 24 eingreift.
Figur 7 zeigt die strömungsgünstige Querschnittsform des Schrämmeißels 23 und den Fließverlauf des abgefrästen Materials, die zu dem verminderten Leistungsbedarf der Fräswalze beitragen.
Der Querschnitt der Figur 8 zeigt die Führung des Hinterteils 19 des Wechselhalters in dem hinteren Teil der Box 2. Hierzu hat der
Hinterteil 19 des Wechselhalters oberseitig eine mittige Führungsnut 30, die mit einer an der Deckwand 9 unterseitig und mittig angeformten
Feder 31 zusammenwirkt. Die Führung erfolgt zwischen Nut 30 und Feder 31 und andererseits durch die Bodenseite 32 der Box. Wie ersichtlich, ist der Hinterteil in Querrichtung von den Seitenwänden 10 der Box beabstandet. Dies trifft auch bei den Darstellungen der Fig. 4 bis 6 zu. Die
Querführung erfolgt im wesentlichen durch Nut 30 un( * Feder 31. Die Unterseite der Feder 31 und die Bodenseite 32 verlaufen keilförmig, wie aus Figur 3 ersichtlich ist.
Der in den Figuren 9 und 10 dargestellte Wechselhalter 3 unterscheidet sich von dem in den Figuren 2 und 3 gezeigten Wechselhalter durch die geänderte Ausbildung des Hinterteils 19 und das Vorhandensein einer umfangsseitig offenen Nut 22 in der Abstützfläche 26. Der Hinterteil 19 enthält eine durchgehende Querbohrung 29 von im wesentlichen kreisförmigem Querschnitt, die die Durchgangsbohrung 37 schneidet, wie aus Figur 10 und 12 ersichtlich ist. In die Querbohrung 29 ist ein im wesentlichen zylindrischer Koppelkörper 33 drehfest eingesetzt. Hierzu hat die Querbohrung 29 eine Längsfeder 35 und der zylindrische Koppelkörper 33 eine Längsnut 34, wie aus den Figuren 10 und 11 ersichtlich ist. Die mit der Längsnut 34 zusammen wirkende Längsfeder 35 stellt die drehfeste Führung des Koppelkörpers in der Querbohrung 29 sicher. Der Koppelkörper 33 enthält eine Gewindebohrung 33' , die bei vollständig in die Querbohrung eingesetztem Koppelkörper mit der Durchgangsbohrung 37 fluchtet. Dabei bildet die
Achse A der Gewindebohrung 33' einen spitzen Winkel γ von etwa 20° mit der Mittelachse M' des Wechselhalters. Die Figuren 9 und 10 zeigen auch die Nut 22 in der Abstützfläche 26, wobei die Nut 22 zu ihrem äußeren Umfang 22' hin teilweise offen ist.
Bei der in Figur 12 gezeigten Ausführungsform der Werkzeughalterung enthält der Hinterteil 19 des Wechselhalters 3 eine durchgehende Querbohrung 29 von im wesentlichen quadratischem Querschnitt mit abgerundeten Ecken, wobei in die Querbohrung ein Koppelkörper 33 von entsprechendem Querschnitt drehfest eingesetzt ist. Der Koppelkörper 33 hat eine Durchgangsgewindebohrung 33' , die bei vollständigem Einschub des Koppel- körpers mit der Durchgangsöffnung 12 der Box und der Bohrung 37 des Hinterteils 19 des Wechselhalters fluchtet. Der in die Gewindebohrung 33' eingeschraubte Schraubenbolzen 4 zieht wie bei der Ausführungsform nach Figur 3 die Teile 16 und 19 des Wechselhalters in die entsprechenden keilförmigen Aufnahmen 7 bzw. 11. Der Winkel γ zwischen der Achse A der Gewindebohrung 33' und der Mittelachse M' des Wechselhalters 3 beträgt hier etwa 27° , wodurch der Bolzenkopf 4 Abstand von der Oberfläche der Walze 1 gewinnt.
Die Deckwand 9 der Box ist höckerartig ausgebildet. Auf die Oberseite und anströmseitig ist eine Deckplatte 36 aus Hartmetall aufgelötet. Hierdurch ergibt sich neben dem Meißel 5 ein zusätzliches mit der Brecherleiste zusammenwirkendes Werkzeug.
Die in den Fig. 10 und 12 gezeigte Ausführungsform des Wechselhalters 3 hat abweichend von dem Wechselhalter der Fig. 3 in dem Boden 17 eine Bodenöffnung 38, die bei in die Box 2 eingesetztem Wechselhalter mit einer der seitlichen Öffnungen 6 der Box in Verbindung ist. Abrieb, Staub und dergl., der sich in dem Wechselhalter ansammelt, kann durch die Bodenöffnung 38 und Öffnung 6 austreten (Fig. 12).
Bezugszeichenliste
1 Walze
2 Box
3 Wechselhalter
4 Schraubenbolzen
5 Rundschaft-Fräsmeißel
5 a Schaft von 5
6 Öffnungen
7 keilförmige Riegelaufnahme
8 Rückwand
9 Deckwand
10 Seitenwände
11 keilförmige Einschubaufnahme
12 Durchgangsöffnung
13 Vorderteil von 3
14 zylindrische Aufnahme
15 Hülse
16 keilförmiger Riegel
17 Boden
18 Seitenwandungen
19 Hinterteil von 3
20 Gewindebohrung
21 Ringfläche
22 Nut
23 Schrämmeißel
24 Zapfen
25 Hartmetallleiste
26 Abstützfläche
27 Stirnwand der Box
28 Seitenflächen
29 Querbohrung
30 Führungsnut
31 Feder
32 Bodenseite
33 Koppelkörper
33' Gewindebohrung
34 Längsnut
35 Längsfeder
36 Deckplatte
37 Durchgangsbohrung
38 Bodenöffnung
X Achse der Aufnahrae 14
Y Mittelachse des Wechselhalters
M Mittelebene des Wechselhalters
A Achse der Gewindebohrung 20 oder 33' et Winkel zwischen X und M
ß Winkel zwischen X und Tangentialebene
Ύ Winkel zwischen A und Y
