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Patent Searching and Data


Title:
MINE VEHICLE HAVING WHEEL HUB DRIVE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/052767
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a mine vehicle, in particular a dump truck (1), having at least two wheels (2) that can be electrically independently driven, wherein a wheel (2) has at least one tire (29) and a rim body (28) and rotates about an axis (3), and at least one electric drive motor (5) and at least one portion of a transmission (4) are arranged in the region of the rim body (28) of the wheel (2).

Inventors:
KÖHLER, Marco (Rödelbergstr. 7, Neunkirchen a. Sand, 91233, DE)
SCHRAMM, Marco (Bayreuther Straße 23a, Nürnberg, 90409, DE)
BECKER, Norbert (Gartenstr. 14, Röttenbach, 91341, DE)
BERGMANN, Rainer (Läusbergring 38, Adelsdorf, 91325, DE)
Application Number:
EP2018/072200
Publication Date:
March 21, 2019
Filing Date:
August 16, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Werner-von-Siemens-Straße 1, München, 80333, DE)
International Classes:
B60K7/00; B60K1/00; B60K11/02; B60K17/04; B60K17/08; F16H57/04; H02K3/12; H02K19/02
Foreign References:
US4389586A1983-06-21
DE10355267A12005-06-30
DE10138523A12003-02-20
DE112009000491T52011-03-24
DE102012202460A12013-04-11
US20150107406A12015-04-23
DE102012216130A12013-08-29
EP2942223A12015-11-11
US20090215569A12009-08-27
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Claims:
Patentansprüche

1. Minenfahrzeug, insbesondere Muldenkipper (1) mit zumindest zwei elektrisch unabhängig antreibbaren Rädern (2), wobei ein Rad (2) zumindest einen Reifen (29) und einen Felgenkörper

(28) aufweist, und um eine Achse (3) rotiert, wobei zumindest ein elektrischer Antriebsmotor (5) und zumindest ein Abschnitt eines Getriebes (4) im Bereich des Felgenkörpers (28) des Rades (2) angeordnet ist.

2. Minenfahrzeug nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass der Antriebsmotor (5) als hochpoliger permanenterregter Synchronmaschine mit einer Polzahl 6, 8, 12, 16 oder mehr ausgeführt ist.

3. Minenfahrzeug nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass das Wicklungssystem der permanenterregten Synchronmaschine Einzelzahnspulen (17) aufweist.

4. Minenfahrzeug nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass das Wicklungssystem des An¬ triebsmotors (5) als gesehnte Wicklung mit einer Spulenweite von zwei oder mehr Nuten ausgeführt ist.

5. Minenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass der Antriebsmotor (5) eine Flüssigkeitskühlung (18) aufweist, 6. Minenfahrzeug nach Anspruch 5, d a d u r c h g e ¬ k e n n z e i c h n e t , dass zumindest ein Stator (23) des Antriebsmotors (5) an seiner radial äußeren Begrenzungs¬ fläche einen Kühlmantel (18) aufweist. 7. Minenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass eine Kapselung (31) des Felgenkörpers (28) zumindest den Antriebs- motor (5) und zumindest ein Teil eines Getriebes (4) um¬ schließt .

8. Minenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass sich in axialer Verlängerung ausgehend von einem Achskörper (11), der sich zwischen zwei Rädern (2) einer Achse befindet, zumindest eine Bremse, insbesondere Scheibenbremse (12) zwischen Achs¬ körper (11) und Felgenkörper (28) befindet.

9. Minenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass der Stator (23) des Antriebsmotors (5) radial innerhalb des Reifens (29) durch eine feststehende Halterung (8) drehfest gehalten ist.

10. Minenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass das Ge¬ triebe (4) als ein- oder zwei- oder mehrstufiges Planetenge¬ triebe ausgeführt ist, wobei zumindest eine erste Getriebe- stufe radial innerhalb eines Rotors (19) des Antriebsmotors (5) integriert ist.

11. Minenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass sich Radsatzlager (6) radial innerhalb des Reifens (29), insbeson¬ dere zumindest ein Radsatzlager (6) innerhalb des Rotors (19) befinden .

Description:
Beschreibung

Minenfahrzeug mit Radnabenantrieb

Die Erfindung betrifft ein Minenfahrzeug mit zumindest zwei elektrisch unabhängig voneinander antreibbaren Einzelrädern, wobei ein Rad zumindest einen Reifen und eine Felge aufweist, wobei das Rad um eine Achse rotiert.

Minenfahrzeuge, insbesondere Mining-Trucks , also Muldenkip ¬ per, müssen Antriebe mit einer sehr hohen Steigfähigkeit im vollbeladenen Zustand von über 20 bis 30% aufweisen. Aufgrund der festen Getriebeübersetzung ergibt sich ein sehr hohes An- fahrdrehmoment für einen Antriebsmotor, das ein entsprechend hohes Motorvolumen erfordert. Bei heckangetriebenen Muldenkippern mit Starrachse werden üblicherweise Zwillingsräder verwendet, die von einem zentralen Motor über eine Kardanwel ¬ le angetrieben werden.

Bei Schwerlastfahrzeugen ist aus der EP 2 942 223 AI eine Antriebsachsenanordnung bekannt, bei der u.a. ein Elektro- oder Verbrennungsmotor über eine Antriebsachse ein Getriebe, das in einem Rad angeordnet ist, dieses Rad antreibt.

Aus der US 2009/0215569 AI ist eine Anordnung mit Zwillings ¬ reifen bekannt, bei denen ein Getriebe in einer Felge inte ¬ griert ist. Ein Motor ist in einem Achstrichter außerhalb der Felge angeordnet und ist über eine Kardanwelle im Wesentli- chen axial mit dem Getriebe verbunden.

Als mechanische Bremsen bei derartigen Anwendungen im Minenbereich werden aufwändige Lamellenbremsen mit separater Öl- kühlung eingesetzt, die in das Getriebe integriert sind.

Ausgehend davon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei Schwerlastfahrzeugen, wie Minenfahrzeugen, insbesondere Muldenkippern ein Antriebskonzept vorzusehen, das vor allem bei den erforderlichen Drehmomenten von 20000 bis 25000 Nm pro Antrieb, einen raumökonomischen, kompakten Aufbau bietet und dem Fahrzeug erweiterte Bewegungsmöglichkeiten eine vergleichsweise verbesserte Wendigkeit einräumt. Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt durch ein Minenfahrzeug, insbesondere einen Muldenkipper mit zumindest zwei elektrisch unabhängig antreibbaren Rädern, wobei ein Rad zumindest einen Reifen und einen Felgenkörper aufweist, und um eine Achse rotiert, wobei zumindest ein elektrischer An- triebsmotor und zumindest ein Abschnitt eines Getriebes im Bereich des Felgenkörpers des Rades angeordnet sind.

Durch die erfindungsgemäße Integration von Antriebsmotor und zumindest ein Abschnitt eines Getriebes in einen Felgenkörper eines Rades bei Minenfahrzeugen, wird eine Kompaktheit in ei ¬ nem Hochleistungsanwendungsspektrum geschaffen, bei gleichzeitiger Reduzierung des Gesamtgewichts des Minenfahrzeugs.

Das Rad weist dabei einen Felgenkörper auf, an dessen radial äußeren Umfang Reifen angeordnet sind. Dabei kann es sich um einen Zwillingsreifen oder einen Einzelreifen auf dem Felgenkörper handeln. Der Felgenkörper ist mit dem Reifen drehfest verbunden und ist in seinen radialen und/oder axialen Dimensionen an dem oder den Reifen ausgerichtet. Mit anderen Wor- ten, der Felgenkörper eines Rades weist ein oder zwei Reifen auf und erstreckt sich im Wesentlichen radial bis zum Innenradius der Reifen und axial über die Reifenbreite.

Um diese Hochleistung für Minenfahrzeuge bereitstellen zu können, insbesondere die für Minenfahrzeuge erforderlichen Drehmomentanforderungen von bis zu 20000 oder 25000 Nm pro Antrieb erfüllen zu können, wird eine hochpolig permanenterregter Synchronmaschine als Antriebsmotor vorgesehen, deren Rotor Permanentmagnete aufweist. Besonders günstig ist es, wenn, abgesehen von den Flussleitblechen im Bereichs des

Luftspaltes der permanenterregter Synchronmaschine, in denen die Permanentmagnete angeordnet sind, der Rotor hohl ausge ¬ führt ist. Durch diese hohle Ausführung des Rotors wird zu- sätzlicher Bauraum, insbesondere im Felgenkörper bereitgestellt, der für Getriebeanordnungen, Lageranordnungen oder auch Bremsenanordnungen vorgesehen werden kann. Der Stator der permanenterregten Synchronmaschine wird mit einem Wicklungssystem versehen, das entweder aus Zahnspulen, also Einzelzahnspulen oder einem gesehnten Wicklungssystem, aufgebaut ist. Zahnspulen haben den Vorteil, dass sie eine äußerst geringe axiale Wickelkopfausladung aufweisen und in- sofern für den Einbauraum radial innerhalb des Reifens, also des Felgenkörpers besonders geeignet sind. Durch die ver ¬ gleichsweise geringe axiale Ausladung des Wickelkopfes ver ¬ bleibt im Felgenkörper mehr Bauraum beispielsweise für Getriebeanordnungen, Lageranordnungen oder auch Bremsenanord- nungen.

Um die Effizienz des Antriebs zu steigern, wird zumindest der Stator der permanenterregten Synchronmaschine mit einer Wasserkühlung versehen. Diese kann entweder am Außenumfang des Stators oder auch innerhalb des Blechpakets des Stators ange ¬ ordnet sein. Vor allem bei permanenterregten Synchronmaschinen mit Zahnspulen im Stator, ist eine Wasserkühlung am Joch des Stators ausreichend. Aufgrund der vergleichsweise gerin ¬ gen axialen Ausladung des Wickelkopfes, bei einem Wicklungs- System mit Zahnspulen, müssen aus dem Wickelkopf vergleichs ¬ weise wenige Wärmeverluste abgeführt werden müssen. Des Wei ¬ teren sind auch aus dem Rotor, der Permanentmagnete aufweist vergleichsweise wenig Verluste abzuführen. Die Wasserkühlung innerhalb des Felgenkörpers gestattet, die dort angeordneten unterschiedlichen anordenbaren Komponenten unterschiedlicher Temperaturgrenzen, wie Fahrmotor, Getriebe, Umrichter, Radsatzlager, Scheibenbremsen zusammen integriert zu betreiben.

Da Minenfahrzeuge in besonders staubhaltiger Umgebung unterwegs sind, ist es besonders vorteilhaft, wenn der Antrieb in ¬ nerhalb des Reifens gekapselt ausgeführt ist. Dies erhöht die Zuverlässigkeit derartiger Antriebe. Vorteilhaft ist aus die sem Grund auch eine Wasserkühlung des Antriebs, da eine Luft kühlung, insbesondere eine Durchzugsbelüftung des Antriebs, vor allem des Antriebsmotors zu einer vorzeitigen Verschmut ¬ zung des Antriebs und damit letztendlich zu einem Ausfall de gesamten Minenfahrzeugs führen würde.

Die erfindungsgemäßen Antriebssysteme eignen sich aufgrund der erhöhten Zuverlässigkeit vor allem auch für fahrerlose Schwerlastantriebe bzw. Truck-Konzepte in unterschiedlichster Umgebung, da auf ein Maschinendeck auf dem Minenfahrzeug, also beispielsweise eine Fahrerkabine verzichtet werden kann und daher auch verschmutzte Luft aus dem Fahrwerksbereich angesaugt wird.

Durch die hocheffiziente permanenterregte Synchronmaschine als Antriebsmotor wird aufgrund ihrer hohen Effizienz eine höhere Radleistung bzw. Traktionsleistung bei vorgegebener Energieversorgung gewährleistet. Dadurch kann mehr Ladung beispielsweise Schüttgut pro Zeiteinheit transportiert wer ¬ den .

Ebenso eignet sich das erfindungsgemäße Antriebskonzept auch für Allradantriebe bei Minenfahrzeugen gegebenenfalls sogar mit einzeln lenkbaren Rädern, die gegebenenfalls an einem Fahrzeugrahmen abgefedert sind. Dies führt zu einer weiteren Erhöhung der Beweglichkeit und verbesserten Wendigkeit des Minenfahrzeugs .

Der nunmehr gewonnene Platz im Achsgehäuse, also in dem Be ¬ reich zwischen den Rädern einer Achse, steht jetzt anderen Komponenten, beispielsweise Batterien für die elektrische Versorgung des Antriebs und/oder Umrichtern für den Antriebsmotor zur Verfügung. Es entfallen außerdem bisher eingesetzte Kardanwellen zwischen Antriebsmotor und Getriebe. Außerdem entfallen eine Auslegung des Antriebsmotors auf hohe Kurz ¬ schlussmomente und eine damit verbundene korrektive und prä ¬ ventive Wartung des Antriebs. Des Weiteren kann durch die kompakte Ausführung auch eine vergleichsweise einfache Scheibenbremse mit in den Felgenkör ¬ per eines Rades integriert oder aber zwischen einem Achskörper und dem Felgenkörper angeordnet werden.

Als Getriebe eignet sich je nach Ausführung ein-, zwei- oder mehrstufige Planetengetriebe, dies hängt unter anderem auch von der Auswahl des permanenterregten Synchronmotors ab. Pauschal kann davon ausgegangen werden, dass eine höherpolige Synchronmaschine gegebenenfalls nur eine Getriebestufe auf ¬ weist, die dann auch innerhalb des Felgenkörpers angeordnet wird . Das Getriebe hat dabei die grundsätzliche Aufgabe die motor ¬ getriebene Rotation in eine insbesondere langsamere Drehung der Räder (als die des Antriebsmotors) zu übersetzen.

Durch Einsatz der permanenterregten Synchronmaschine wird ei- ne Energierückgewinnung, also elektrisches Bremsen eines Minenfahrzeugs z.B. bei Bergabfahrt begünstigt, insbesondere wenn sich elektrische Speicher wie Supercaps und/oder Batte ¬ rien mit „an Bord" des Minenfahrzeugs befinden. Um die hohe Integration in einem Felgenkörper zu ermöglichen, ist eine demensprechende Tragstruktur erforderlich, an der sich zumindest einer der Komponenten eines Rades wie Fahrmo ¬ tor, Getriebe oder Radsatzlager abstützt. Die Erfindung sowie vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung werden anhand mehrerer prinzipiell dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Darin zeigen:

FIG 1 einen Muldenkipper,

FIG 2 bis 6 eine Antriebseinheit in einem Rad,

FIG 7 einen prinzipiellen Antriebsmotor,

FIG 8 einen Teilquerschnitt eines Stators, FIG 9 und 10 einen Teilquerschnitt unterschiedlicher Roto ¬ ren .

FIG 1 zeigt in Seitenansicht ein Beispiel eines Minenfahr- zeugs in Form eines Muldenkippers 1. Dabei ist im vorderen Bereich und im hinteren Bereich jeweils ein Radsatz vorgesehen, mit jeweils einem Rad 2, das sich an der Außenseite des Fahrzeugs befindet. Insbesondere im hinteren Teil des Fahr ¬ zeugs sind auch Zwillingsreifen vorgesehen, so dass ein

Radsatz in diesem Fall vier Reifen aufweist. Die Räder 2 drehen sich jeweils um eine Achse 3.

Ein Rad 2 weist dabei einen Felgenkörper 28 auf, an dessen radial äußeren Umfang Reifen 29 angeordnet sind. Dabei kann es sich um einen Zwillingsreifen oder einen Einzelreifen auf dem Felgenkörper 28 handeln. Der Felgenkörper 28 ist mit dem Reifen 29 drehfest verbunden und ist in seinen radialen und/oder axialen Dimensionen an dem oder den Reifen 29 ausgerichtet. Mit anderen Worten, der Felgenkörper 28 eines Rades 2 weist ein oder zwei Reifen 29 auf und erstreckt sich im We ¬ sentlichen radial maximal bis zum Innenradius 31 der Reifen 29 und axial maximal über die Reifenbreite 7.

Durch elektromagnetische Wechselwirkung eines bestromten Stators 23 mit einem Rotor 19 mit Permanentmagneten 20 wird dabei grundsätzlich eine Drehung des Rotors 19 um die Achse 3 generiert. Damit wird über ein Getriebe 4, das ein-, zwei-, oder mehrstufig ausgeführt ist, der Felgenkörper 28, damit der Reifen 29 und damit letztlich das gesamte Rad 2 und damit der Muldenkipper 1 angetrieben.

Bei den FIG 2 bis 6 sind sowohl die Getriebe 4, als auch die Antriebsmotoren 5 nur prinzipiell dargestellt. Beispielsweise ist in FIG 2 der Antriebsmotor 5 mit zwei „Kästchen" darge- stellt. Es handelt sich aber nur um einen Antriebsmotor 5, der gemäß FIG 7 dargestellt ist. Es sind dabei im Längs ¬ schnitt Stator 23 und Rotor 19 „zusammengefasst" . Die An ¬ triebsmotoren 5 zeigen in den FIG 2 bis FIG 7 deshalb keinen Luftspalt 27 zwischen Stator 23 und Rotor 19, wie er in FIG 7 dargestellt ist.

Außerdem ist grundsätzlich das Antriebssystem im Felgenkörper 28 mit einer Kapselung 31 versehen, die u.a. Schmutz vom Antriebssystem abhalten soll und ggf. einen abgeschlossenen Raum für einen internen Luftkühlkreislauf innerhalb des Fel ¬ genkörpers 28 bildet. Dieser interne Luftkühlkreislauf wird durch nicht näher dargestellte Lüfter aufrechterhalten und sorgt für eine vergleichmäßigte Temperaturverteilung innerhalb des Felgenkörper 28.

FIG 2 zeigt in einem Teilquerschnitt eine Antriebseinheit mit einem Antriebsmotor 5 und einem Getriebe 4, ebenso wie Rad- satzlagern 6 in dem Felgenkörper 28. Antriebsmotor 5 und Getriebe 4 sind axial betrachtet zwischen den Radsatzlagern 6 dieses Rades 2 angeordnet. In diesem Raum des Felgenkörpers 28 befindet sich nunmehr eine permanenterregte Synchronma ¬ schine 5, deren Rotor 25 hohl ausgeführt ist, so dass dort zumindest eine erste Stufe eines Getriebes 4, insbesondere eines Planetengetriebes angeordnet werden kann.

Der Stator 23 des Antriebsmotors 5 ist in einer feststehenden Halterung 8, die auch als feststehende Glocke bezeichnet wird, angeordnet. Der Antrieb der ersten oder einzigen Stufe des Planetengetriebes erfolgt über die Sonne, der Abtrieb über den Planententräger. Ein Hohlrad der ersten oder einzigen Stufe des Planetengetriebes ist an einem feststehenden Motorlagerschild fixiert. Eine gegebenenfalls zweite Stufe ist der ersten Stufe des Planetengetriebes vergleichbar auf ¬ gebaut. Der Antrieb erfolgt dabei wieder über die Sonne und der Abtrieb über den Planetenträger des Planentengetriebes. Das Hohlrad wird dabei jeweils durch eine feststehende Halte ¬ rung 8 bzw. der Glocke gehalten. Die Planetenträger werden mit einer rotierenden Halterung 9 oder auch rotierende Glocke bezeichnet verbunden, die das erforderliche Drehmoment an den Felgenkörper 28 und damit den Reifen 29 weitergibt. Axial zwischen den beiden Halterungen 8, 9 sind Radsatzlager 6 angeordnet. Diese Radsatzlager 6 müssen aufgrund der vorge ¬ sehenen Bauweise einen ausreichend großen Durchmesser aufweisen. Der Durchmesser muss radial größer sein als der Abtrieb des Getriebes 4. Da die Radsatzlager 6 axial neben dem Antriebsmotor 5 und dem Getriebe 4 angeordnet sind, wird jedoch der Durchmesser der Radsatzlager 6 nicht vom Antriebsmotoroder Getriebeaußendurchmesser festgelegt. Es können daher vergleichsweise kleinere und damit günstigere Radsatzlager 6 eingesetzt werden, wie dies beispielsweise den folgenden Aus ¬ führungsbeispielen zu entnehmen ist.

Der Antrieb des Rades 2 erfolgt nunmehr über den Antriebsmo ¬ tor 5 durch Drehung des Rotors 19, der das Drehmoment über das Planetengetriebe 4 über eine oder zwei Stufen an die ro ¬ tierende Halterung 9 weitergibt, die mit dem Reifen 29 drehfest verbunden ist.

FIG 3 zeigt eine Ausführung, die, ergänzend zu den oberen Er- läuterungen die Radsatzlager 6 axial zwischen Antriebsmotor 5 und Getriebe 4 zeigt. Auch hier gibt es eine feststehende und eine rotierende Halterung 8,9 zwischen denen sich die Radsatzlager 6 befinden. Der Durchmesser der Radsatzlager 6 in dieser Ausführung kann kleiner und damit kostengünstiger aus- fallen. Die axiale Baulänge des Antriebsmotors 5 und damit die zu erwartende Performance des Antriebs wird gegebenen ¬ falls dadurch etwas eingeschränkt, da die Anordnungen der Radsatzlager 6 gemäß dieser Ausführung etwas Bauraum-intensiver sind.

FIG 4 zeigt in Ergänzung zu den bestehenden Ausführungen die Radsatzlager 6 im Hohlraum 22 des Rotors 19, also radial innerhalb des Antriebsmotors 5 bzw. des Rotors 19. Auch hier sind die Radsatzlager 6 vergleichsweise klein und damit kos- tengünstig gestaltet. Ebenfalls sind hier eine feststehende 8 und eine rotierende 9 Halterung vorgesehen. Die radiale Bau ¬ höhe des Antriebsmotors 5 bzw. der elektromagnetisch aktiven Komponenten von Stator 23 und Rotor 19 ist hier im Vergleich zur vorherigen Ausführung gemäß FIG 3 geringer. Jedoch kann hier letztlich die axiale Ausdehnung von Stator 23 und Rotor 19 großzügiger gestaltet werden, was zu einer größeren Fläche des aktiven Luftspaltes 27 bzw. dessen Fläche des Antriebsmo- tors 5 führt. Es kann damit eine vergleichsweise höhere

Drehmomentenleistung des Antriebsmotors 5 zur Verfügung gestellt werden.

Gemäß FIG 5 sind nun die Radsatzlager 6 radial um den An- triebsmotor 5 und das Getriebe 4 angeordnet. Die beiden Hal ¬ terungen (feststehend 8), (rotierend 9) weisen eine ver ¬ gleichsweise einfache Struktur, zumindest abschnittsweise in ¬ einandergreifende Struktur auf, jedoch müssen hier die Rad ¬ satzlager 6 mit einem vergleichsweise großen Durchmesser aus- geführt werden.

Gemäß FIG 6 ist in axialer Richtung, in Richtung eines Achskörpers 11 eine Scheibenbremse 12 vorgesehen. Dies ist nun ¬ mehr möglich, da im Gegensatz zum zitierten Stand der Technik keine Kardanwelle notwendig ist, die diesen Platz bean ¬ sprucht. Eine wie auch immer ausgeführte Bremse ist an diesem Bauort vergleichsweise gut von Luft umströmt, d.h. die Abwär ¬ me dieser Bremse, insbesondere Scheibenbremse 12 kann einfach abgegeben werden. Aufwändige Bremsen, wie in einem Getriebe integrierte Lamellenbremsen mit eigenem Kühlkreislauf sind nunmehr nicht mehr notwendig.

Grundsätzlich ist die Antriebseinheit in dem Felgenkörper 28 durch zumindest einen Achskörper 11 an einem Fahrzeugrahmen gehalten, der die Antriebseinheit auch über Achsschenkel 10 abstützt .

Grundsätzlich unabhängig von den oben beschriebenen Ausführungsformen können dabei im Achskörper 11 nunmehr optional weitere für den Antrieb notwendige Komponenten, wie Batte ¬ rien, Umrichter etc. angeordnet werden. FIG 7 zeigt in prinzipieller Darstellung einen Antriebsmotor 5 mit seinem Stator 23, wobei in dem Stator 23 zu einem achsparallelen Luftspalt 27 gewandt, ein Wicklungssystem 17 in nicht näher dargestellten Nuten vorgesehen ist, das durch elektromagnetische Wechselwirkung mit einem Rotor 19 und des ¬ sen Permanentmagneten 20 eine Drehung des Rotors 19 um eine Achse 3 bewirkt. Ebenso ist in FIG 7 eine feststehende Halte ¬ rung 8 angedeutet, über die sich der Stator 23 am Fahrzeug ¬ rahmen abstützt. Zwischen Stator 23 und der Halterung 8 oder auch im Stator 23 selbst ist dabei eine Flüssigkeitskühlung vorgesehen, die als Kühlmantel 18 und/oder durch einzelne Rohre im Blechpaket des Stators 23 umgesetzt werden kann.

Es kann dort ebenso ein permanenterregter Synchronmotor mit Scheibenläufer vorgesehen werden, dabei verläuft der Luftspalt konstruktionsbedingt senkrecht zur Achse 3. Damit las ¬ sen sich weitere Anordnungen von Getrieben, Lagern oder auch Bremsenanordnungen umsetzen. Durch elektromagnetische Wechselwirkung des bestromten

Stators 23 über einen Luftspalt 27 mit dem Rotor 19, der mit Permanentmagneten 20 bestückt ist, wird dabei grundsätzlich eine Drehung des Rotors 19 um die Achse 3 generiert. Damit wird über das Getriebe 4, das ein- oder mehrstufig ausgeführt ist, die rotierende Halterung 9, des ein- oder mehrstufigen Getriebes 4 in dem Felgenkörper 28, damit der Reifen 29 und damit letztlich das gesamte Rad 2 des Muldenkippers 1 ange ¬ trieben . Der Rotor 19 ist hohl ausgeführt, um in diesem Hohlraum 22 diverse Komponenten aufnehmen zu können. Dies sind beispiels ¬ weise andere Antriebselemente wie ganze Getriebe 4 oder zu ¬ mindest Getriebestufen, Radsatzlager 6, Bremsen etc. Lediglich im radial äußeren Bereich des Rotors 19 sind Fluss- leitbereiche - also zum Beispiel Bleche - vorgesehen, um den Magnetfluss u.a. der Permanentmagnete 20 zu führen, die in im Wesentlichen axial verlaufenden Magnettaschen 26 angeordnet sind .

In einem prinzipiellen Teilquerschnitt des Stators 23 nach FIG 8 wird ein Wicklungssystem mit Zahnspulen 17 gezeigt, wobei jede Zahnspule 17 um einen Zahn 16 positioniert ist. In einer Nut befinden sich somit zwei Spulenseiten unterschiedlicher Zahnspulen 17. Der Stator 23 ist in axialer Richtung durch einzelne axial geschichtete Bleche aufgebaut, die ein Statorjoch 15 bilden. In dieser Darstellung angedeutet ist ein Kühlmantel 18, der achsparallele Kühlrohre aufweist. Es sind jedoch auch mäandernde Kühlrohre im Kühlmantel vorstell ¬ bar . FIG 9 und FIG 10 zeigen jeweils unterschiedliche Rotorausfüh ¬ rungen, wobei beiden Rotorausführungen gemein ist, dass sie einen Hohlraum 22 um die Achse 3 bilden, in dem andere Antriebselemente wie Getriebe oder einzelne Getriebestufen, Radsatzlager 6, Bremsen etc. angeordnet werden können. Zum anderen handelt sich jeweils um vergrabene Permanentmagnete 20, die in im Wesentlichen axial verlaufenden Ausnehmungen bzw. Magnettaschen 26 der Flussleitbereiche 25 (z.B. Bleche) des Rotors 19 angeordnet sind. Dabei zeigt FIG 9 eine Anordnung, bei der die Permanentmagne ¬ te 20 in Ausnehmungen eines axial gestapelten Blechpakets des Rotors 19 mehr oder weniger tangential bzgl. der Achse 3 angeordnet sind . FIG 10 zeigt einen Rotor 19, bei dem die Permanentmagnete 20 pro Pol 21 mehr oder weniger in V-Anordnung in dem Flussleit- bereich 25 angeordnet sind. Dies führt im Luftspalt 27 der permanenterregten Synchronmaschine zu einer vergleichsweise hohen Flussdichte, was die Leistungsfähigkeit dieser Maschine weiter steigert.

Die Erfindung schafft somit vor allem bei Antrieben von

Schwerlastfahrzeuge, wie sie beispielsweise bei Minenfahrzeu- gen eingesetzt werden einen raumökonomischen, kompakten Aufbau, der erweiterte Bewegungsmöglichkeiten des Fahrzeugs bei spielsweise bei der Lenkung oder Wendigkeit aufgrund seiner dezentralen Antriebe in der Radnabe, also im Felgenkörper 28 der Reifen 29 zulässt. Neben den erwähnten Antriebsmotoren sind auch Scheibenmotoren vorstellbar.

Die Erfindung stellt somit für Schwerlastfahrzeuge kompakt und integrierte Antriebssysteme zur Verfügung, die aufgrund ihrer Anordnung in dem Felgenkörper 28 auch als Radnabenantriebe bezeichnet werden können.