Mischbatterie und Verfahren zum Zapfen von mit C02 versetz- ten Kaltwasser Beschreibung : Die Erfindung betrifft eine Mischbatterie bestehend aus ei- ner Wasserzapfstelle mit mindestens einem Kaltwasserzulauf.
Wasserzapfstellen, wie sie insbesondere in Küchen und pri- vaten Haushalten benutzt werden, weisen üblicherweise bei einer Verwendung als Mischbatterie einen Kaltwasserzulauf und einen Warmwasserzulauf auf. Über einen Auslauf kann Kalt-, Warm-oder Mischwasser gezapft werden. Eine Bedie- nung der bekannten Wasserzapfstellen erfolgt bei einem Zweigriff-Mischbatterie-Wasserhahn aber zwei getrennte Ven- tile oder bei einem Einhandhebel-Mischbatterie-Wasserhahn aber einen gemeinsamen Einhandhebel.
Zur Eigenerzeugung von mit C02 versetztem Trinkwasser bzw.
Kaltwasser sind Geräte bekannt, die mit Kaltwasser gefüllt werden und bei denen über eine C02-Patrone Kohlendioxyd zu- geführt wird. Die Erzeugung von erheblichen Mengen von koh- lendioxydhaltigem Trinkwasser mit diesen Geräten ist rela- tiv umständlich und teuer.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die be- kannten Mischbatterien so zu modifizieren, daß auf einfache Weise und kostengünstig aus einer normalen Haushaltswasser- zapfstelle kohlendioxydhaltiges Trinkwasser, also mit C02 versetztes Kaltwasser, gezapft werden kann.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein zweiter Kaltwasserzulauf mit einem C02-Vorrat verbunden ist.
Dadurch, daß die Wasserzapfstelle einen zweiten Kaltwasser- zulauf aufweist, der mit einem C02-Vorrat verbunden ist, kann einfach und kostengünstig aus einer Wasserzapfstelle kohlendioxydhaltiges Trinkwasser gezapft werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der C02-Vorrat aber eine C02-Leitung mit einer im zweiten Kaltwasserzulauf angeordneten Dosierstation verbunden. Zwi- schen Dosierstation und Wasserzapfstelle, ist ein statio- närer Mischer angeordnet. Dadurch kann einfach und kosten- günstig eine gute Durchmischung des Kaltwassers mit C02 er- reicht werden.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfin- dung ist zwischen Dosierstation und Wasserzapfstelle der zweite Kaltwasserzulauf als Reaktionsleitung ausgebildet.
Durch eine entsprechende Länge der Reaktionsleitung wird dabei sichergestellt, daß eine ausreichende Reaktionszeit zur optimalen Vermischung von Kaltwasser und C02 erzielt wird.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfin- dung ist die Wasserzapfstelle als Zweigriff-Mischbatterie- Wasserhahn zur Vermischung von Kalt-und Warmwasser mit zu- sätzlichem Bedienteil für den zweiten Kaltwasserzulauf zum Zapfen von mit C02 versetztem Kaltwasser ausgebildet.
Dadurch kann in üblicher Weise durch Aufdrehen des entspre- chenden Bedienteiles Wasser gezapft werden.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfin- dung ist die Wasserzapfstelle als Einhandhebel-Mischbatte- rie-Wasserhahn mit einer zusätzlichen Funktion für den zweiten Kaltwasserzulauf zum Zapfen von mit C02 versetztem Kaltwasser ausgebildet.
Durch eine zusätzliche Ventilfunktion kann über den Ein- handhebel ohne zusätzliches Bedienelement mit C02 versetz- tes Kaltwasser gezapft werden.
Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Zapfen von mit C02 versetztem Kaltwasser an Wasserzapfstellen von Mischbatterien mit mindestens einem Kaltwasserzulauf.
Weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein kostengünstiges Verfahren zum Zapfen von mit C02 versetztem Wasser an Was- serzapfstellen, wie sie insbesondere in privaten Haushalten verwandt werden, zur Verfügung zu stellen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß C02 aus einem C02-Vorrat über eine Dosierstation einem zweiten Kaltwasserzulauf zugeführt, mit Kaltwasser vermischt und über eine zusätzliche Ventilfunktion einem Auslauf der Was- serzapfstelle zugeführt wird.
Dadurch ist es auf einfache Weise kostengünstig möglich, aus einer Wasserzapfstelle mit C02 versetztes Kaltwasser zu zapfen.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung und den beigefüg- ten Zeichnungen, in denen bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise veranschaulicht sind.
In den Zeichnungen zeigen : Figur 1 : Eine schematische Darstellung einer Mischbatterie als Zweigriff-Mischbatterie-Wasserhahn mit einem zusätzlichen Bedienteil für den zweiten Kaltwas- serzulauf, Figur 2 : eine schematische Darstellung einer Mischbatterie als Zweigriff-Mischbatterie-Wasserhahn mit zu- sätzlichem Bedienteil für den zweiten Kaltwasser- zulauf mit wendelförmiger Reaktionsleitung, Figur 3 : eine schematische Darstellung einer Mischbatterie als Einhandhebel-Mischbatterie-Wasserhahn mit zu- sätzlicher Funktion für den zweiten Kaltwasserzu- lauf, Figur 4 : eine schematische Darstellung einer Mischbatterie als Zweigriff-Mischbatterie-Wasserhahn mit einer an lösbaren Verschraubungen trennbaren Baueinheit und Figur 5 : eine schematische Darstellung einer Mischbatterie als Zweigriff-Mischbatterie-Wasserhahn mit einer im Bereich der Baueinheit vorgesehenen Quetsch- verbindung.
Eine Mischbatterie (1) besteht im wesentlichen aus einer Wasserzapfstelle (2), einem Kaltwasserzulauf (3), einem Warmwasserzulauf (4), einem zweiten Kaltwasserzulauf (5) und einem C02-Vorrat (6).
Der zweite Kaltwasserzulauf (5) wird aber eine Abzweiglei- tung (7) aus dem Kaltwasserzulauf (3) gespeist. Es ist aber auch möglich, den zweiten Kaltwasserzulauf (5) direkt mit der nicht dargestellten Hauptwasserleitung zu verbinden bzw. aus dieser zu speisen.
Der C02-Vorrat (6) ist in einem C02-Vorratsbehälter (8) an- geordnet. Der C02-Vorratsbehälter (8) ist aber eine C02- Leitung (9) mit einer im zweiten Kaltwasserzulauf (5) ange- ordneten Dosierstation (10) verbunden. Die Dosierstation (10) ist als eine in den zweiten Kaltwasserzulauf (5) hin- einragende Düse (11), die radial zum zweiten Kaltwasserzu- lauf (5) angeordnet ist, ausgebildet.
Hinter der Dosierstation (10) ist in Richtung auf die Was- serzapfstelle (2) ein Mischer (12) angeordnet, der als sta- tischer Mischer ausgebildet ist. Als Mischer kommen Stan- dardmischer, ähnlich wie sie beispielsweise von der SULZER AG in Winterthur, Schweiz, als sogenannte SULZER-Mischer für C02-Eintrag für Großanlagen angeboten werden, in Be- tracht. Die bekannten Mischer müssen allerdings für die hier benötigten Zwecke in ihren Dimensionen verkleinert werden. Der Mischer kann beispielsweise mit fünf Mischele- menten ausgerüstet sein, die in ein Rohr der Nennweite (10) eingebaut worden sind.
Der zweite Kaltwasserzulauf (5) ist zwischen Dosierstation (10) und Wasserzapfstelle (2) als Reaktionsleitung (13) ausgebildet. Die Reaktionsleitung (13) ist in ihrer Länge auf eine Reaktionszeit zur Vermischung von Kaltwasser und C02 abgestimmt. Die Reaktionsleitung (13') kann zur Erzie- lung einer ausreichenden Länge wendelförmig ausgebildet sein. Der zweite Kaltwasserzulauf (5) weist an der Wasser- zapfstelle ein Bedienteil auf. Das Bedienteil kann bei- spielsweise als nicht dargestelltes Hahnoberteil eines Zu- satzventiles (14) für die Entnahme von mit C02 gemischten Kaltwasser ausgebildet sein. Bei dieser Ausstattung ist die Wasserzapfstelle (2) als Zweigriff-Mischbatterie-Wasserhahn (17) zur Vermischung von Kalt-und Warmwasser mit zusätzli- chen Bedienteil für den zweiten Kaltwasserzulauf (5) zum Zapfen von mit C02 versetztem Kaltwasser ausgebildet. Warm- wasser kann dabei in üblicher Weise aber ein Warmwasser- Hahnoberteil (15) und Kaltwasser über ein Kaltwasser-Hahno- berteil (16) bedient werden.
Das Bedienteil des zweiten Kaltwasserzulaufes (5) kann aber auch als Einhandhebel (18) eines Einhandhebel-Mischbatte- rie-Wasserhahnes (19) mit zusätzlicher Funktion für den zweiten Kaltwasserzulauf (5) zum Zapfen von mit C02 ver- setztem Kaltwasser ausgebildet sein (Fig. 3).
Der C02-Vorratsbehälter (8) kann als auswechselbare C02- Flasche ausgebildet sein. Der C02-Vorratsbehälter (8) bzw. die C02-Flasche ist über eine Schnellverschlußkupplung (20) mit der C02-Leitung (9) verbindbar. Der C02-Vorratsbehälter (8) kann aber auch als auffüllbarer C02-Tank ausgebildet sein.
Dem C02-Vorratsbehälter (8) ist in Richtung auf die Wasser- zapfstelle (2) ein nicht dargestellter Druckminderer und Durchflußmengenregler vorgelagert. Weiter kann dem C02-Vor- ratsbehälter (8) ein ebenfalls nicht dargestelltes Manome- ter vorgelagert sein.
Grundsätzlich ist es auch möglich, in Richtung auf jewei- lige Wasserzapfstellen (2) der Dosierstation (10) einen nicht dargestellten Verteiler nachzuschalten, der den zwei- ten Kaltwasserzulauf (5) aber Verteilungsleitungen mit ei- ner Mehrzahl von Wasserzapfstellen (2) verbindet.
Der zweite Kaltwasserzulauf (5) kann einen Rückflußverhin- derer (22) bzw. ein Rückschlagventil aufweisen, das verhin- dert, daß mit C02 versetztes Kaltwasser des zweiten Kalt- wasserzulaufes (5) in den Kaltwasserzulauf (3) eindringt.
Dieser Rückflußverhinderer (22) ist zweckmäßigerweise in der Abzweigleitung (7) vorgesehen.
Aus Gründen einer einfachen Wartung kann die Mischbatterie (1) mit einer Dosierstation (10) versehen sein, die eine vom Kaltwasserzulauf (3,5) trennbare Baueinheit (23) dar- stellt. In diese Baueinheit (23) kann insbesondere auch der Mischer (12) und auch der Rückflußverhinderer (22) mit ein- bezogen sein. Diese Baueinheit (23) ist über Verbindungs- teile (24,25) zwischen den Kaltwasserzulauf (3) und dem zweiten Kaltwasserzulauf (5) eingefügt. Sie dient dazu, die für die Mischung von Kaltwasser und C02 notwendigen Teile, beispielsweise den Mischer (12) und den C02-Vorratsbehälter (8) einschließlich der C02-Leitung (9) auf einfache Weise von der Mischbatterie (1) zu trennen, um sie gegebenenfalls instandsetzen oder säubern zu können.
Die Verbindungsteile (24,25) können als lösbare Verschrau- bungen ausgebildet sein. Eine erste Verschraubung (26) liegt zweckmäßigerweise in Fließrichtung des Kaltwassers vor der Dosierstation (10) in der Abzweigleitung (7). Eine zweite Verschraubung (27) bildet das Verbindungsteil (24) und ist in der Reaktionsleitung (13) angeordnet. Der Mi- scher (12) liegt in Fließrichtung des Kaltwassers vor der zweiten Verschraubung (27) innerhalb der Baueinheit (23).
Besonders einfach können die Verschraubungen (26,27) als Quetschdichtung (28) ausgebildet sein (vgl. Fig. 5). Diese Quetschdichtung (28) wird mit Hilfe einer Überwurfmutter (29) hergestellt, mit deren Hilfe die in Dichtrichtung der Quetschdichtung (28) wirkende Dichtkraft auf die Quetsch- dichtung (28) aufgebracht wird.
Zweckmäßigerweise ist die Überwurfmutter (29) von außerhalb eines Gehäuses (30) zu bedienen. Dieses Gehäuse (30) umgibt die Zuläufe (3,4,5).
Zur weiteren Vereinfachung der Bedienung besitzt die Misch- batterie (1) noch eine weitere lösbare Verbindung (31), die in der C02-Leitung (9) vorgesehen ist. Mit Hilfe dieser lösbaren Verbindung (31) kann der C02-Vorratsbehälter (8) und die C02-Leitung (9) von der Dosierstation (10) getrennt werden. Zu diesem Zwecke ist die lösbare Verbindung (31) relativ nahe an der Dosierstation (10) vorgesehen. Sie ge- stattet eine einfache Abnahme des C02-Vorratsbehälters (8) und der C02-Leitung (9) von der Dosierstation (10), so daß diese Dosierstation (10) nach Abnahme der C02-Leitung (9) und des C02-Vorratsbehälters (8) leicht einer eingehenden Inspektion unterworfen werden kann.
Durch Öffnen des Zusatzventiles (14) bzw. durch Bewegen des Einhandhebels (18) in seine Zusatzfunktionsstellung zum Zapfen aus dem zweiten Kaltwasserzulauf (5) fließt mit C02 vermischtes Kaltwasser aus dem Auslauf (21). Dadurch tritt Kaltwasser aus dem Kaltwasserzulauf (3) aber die Ab- zweigleitung (7) in die Dosierstation (10) ein. In dieses Kaltwasser tritt C02 aus dem C02-Vorrat (6) bzw. dem C02- Vorratsbehälter (8) aber die Düse (11) der Dosierstation (10) ein, während es durch den zweiten Kaltwasserzulauf (5) strömt, und wird in dem Mischer (12) mit dem Kaltwasser vermischt. Nach dem Verlassen des Mischers (12) reagiert das C02 in der Reaktionsleitung (13,13') weiter mit dem Kaltwasser und tritt an dem Auslauf (21,21') der Mischbat- terie (1,1') als Tafelwasser aus.