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Title:
MIXTURE TO BE APPLIED ONTO A DUMP OF RESIDUE SALT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/147403
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a mixture to be applied onto a dump of residue salt as an infiltration-inhibiting layer for reducing the occurrence of pile waste water caused by precipitation, wherein the mixture comprises residue salt and a mineral additive which is poorly soluble to insoluble and has hydraulically and/or pozzolanically setting properties.

Inventors:
PALM, Albrecht (Alte Dorfstrasse 1, Garlipp, 39579, DE)
KIND, Hans-Joachim (Bruchstrasse 10a, Hohenwarthe, 39291, DE)
WESTPHAL, Martin (Grüner Weg 28, Wolmirstedt, 39326, DE)
Application Number:
DE2011/001083
Publication Date:
December 01, 2011
Filing Date:
May 18, 2011
Export Citation:
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Assignee:
K + S KALI GMBH (Bertha-von-Suttner-Strasse 7, Kassel, 34131, DE)
PALM, Albrecht (Alte Dorfstrasse 1, Garlipp, 39579, DE)
KIND, Hans-Joachim (Bruchstrasse 10a, Hohenwarthe, 39291, DE)
WESTPHAL, Martin (Grüner Weg 28, Wolmirstedt, 39326, DE)
International Classes:
B09B1/00
Attorney, Agent or Firm:
WALTHER - WALTHER & HINZ GBR (Heimradstrasse 2, Kassel, 34130, DE)
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Claims:
Ansprüche:

1. Gemisch zum Aufbringen auf eine Rückstandssalzhalde zur

Verminderung des niederschlagsbedingten Haldenwasseranfalls, dadurch gekennzeichnet,

dass das Gemisch Rückstandssalz sowie ein mineralisches, schwer bis unlösliches Additiv mit hydraulisch und/oder puzzolanisch abbindenden Eigenschaften aufweist. 2. Gemisch nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Additiv überwiegend in schluff ig bis toniger Form vorliegt.

3. Gemisch nach einem der voranstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass als Additiv Asche aus der Verbrennung von fossilen

Energieträgern, insbesondere Braunkohle, verwendet wird.

4. Gemisch nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass als Additiv Stoffe, wie z. B. Rückstände aus Wärmebehandlungsund Verbrennungsprozessen, verwendet werden.

5. Gemisch nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass als Additiv Ton und/oder Gips verwendet wird.

6. Gemisch nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Anteil des Additivs als zweiter Feststoff anteil neben dem Rückstandssalz am Gesamtfeststoffanteil des Gemisches 1 bis 10 Masse-%, vorzugsweise 3 bis 7 Masse-% beträgt.

7. Gemisch nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Reibungswinkel des Gemisches aus Additiv und

Rückstandsalz in etwa dem Reibungswinkel des Rückstandssalzes entspricht.

8. Verfahren zum Abdecken von Rückstandssalzhalden oder Teilen von Rückstandssalzhalden,

gekennzeichnet durch

die Verwendung eines Gemischs gemäß einem oder mehrerer der Ansprüche 1 bis 7.

9. Verfahren nach Anspruch 8,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Rückstandssalz mit dem Additiv vor dem Absetzvorgang des Gemischs auf der Halde vermischt wird.

10. Verfahren nach Anspruch 8,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Mischung von Rückstandssalz und Additiv beim

Absetzvorgang auf die Halde erfolgt.

11. Rückstandssalzhalde,

gekennzeichnet durch

eine Abdeckung mit einem Gemisch gemäß den Ansprüchen 1 bis 7.

12. Rückstandssalzhalde nach Anspruch 11 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Gemisch in einer Mächtigkeit von mehreren Metern auf der Halde aufliegt.

Description:
GEMISCH ZUM AUFBRINGEN AUF EINE

RÜCKSTANDSSALZHALDE

Die Erfindung betrifft ein Gemisch zur Aufbringung auf einer

Rückstandssalzhalde z. B. der Kali-Industrie, ein Verfahren zum Abdecken von Rückstandssalzhalden, sowie eine Rückstandssalzhalde mit einer Abdeckung (Infiltrationshemmschicht).

Bei der Verarbeitung von Rohsalzen, z, B. zur Kaliherstellung, fallen Rückstände an, die im Wesentlichen aus Salz bestehen. Der Rückstand wird, soweit er nicht anders entsorgt wird, aufgehaldet. Um möglichst wenig Grundfläche für eine solche Halde in Anspruch zu nehmen und um den Niederschlägen eine im Verhältnis möglichst kleine Oberfläche zum

Volumen der Halde zu bieten, werden die Halden bevorzugt in

Kegelstumpfform mit steilen Böschungen angelegt. Das Versickern von Haldenwasser in den Untergrund wird dadurch verhindert, dass viele Halden an der Basis eine Dichtung aufweisen. Die Halden sind

üblicherweise von Gräben eingefasst, um das anfallende Haldenwasser zu fassen und geordnet ableiten zu können, wobei die Menge an

Haldenwasser u. a. abhängig ist von der Niederschlagsmenge. Das Haldenwasser soll in der anfallenden Menge so gering wie möglich gehalten werden. Insofern sind bereits aus dem Stand der Technik verschiedene Verfahren zur Abdeckung von Halden auch zum Zwecke der Begrünung und Rekultivierung bekannt. Sinn und Zweck einer solchen Abdeckung ist, immer eine standsichere Abdeckung mit den

unterschiedlichsten Materialien bereitzustellen, die weitestgehend verhindert, dass Niederschlagswasser in den Haldenkörper eindringt, dort zu Lösungsvorgängen führt, und das zuvor erwähnte Haldenwasser bildet.

In diesem Zusammenhang ist aus der DE-PS 39 25 953 bekannt, Halden mit einer abbindenden Schicht geschlossen zu überdecken. Hierbei besteht diese Schicht zum überwiegenden Teil aus Kalziumsulfat. Eine solche Abdeckung wird dann zusätzlich mit einer dünnen Schicht aus Erde oder Biomasse versehen, um eine Begrünung zu ermöglichen. Bekannt aus der DE-OS 4 1 17 270 ist ebenfalls, Halden mit einer

Filterasche-Zementsuspension zu versehen, um hierdurch die Oberfläche zu versiegeln.

Des Weiteren ist aus der DE-PS 43 37 730 bekannt, auf eine Salzhalde Bodenaushub und Bauschutt als Abdeckschicht aufzubringen. Hierbei wird zunächst eine aus grobkörnigem Gut bestehende Kontaktschicht auf die Halde aufgebracht und dann in einem zweiten Schritt Bodenaushub und Bauschutt in einer Mischung auf diese Kontaktschicht aufgelegt. Eine Haldenabdeckung bestehend aus hydraulisch und/oder puzzolanisch abgebundenen Gemischen mineralischer Reststoffe als Haldenabdeckung ist in der DE-PS 196 32 154 beschrieben. Die Reststoffe umfassen insbesondere Aschen aus der Verbrennung von Klärschlamm, Biomassen und Holz und/oder gipshaltige Reststoffe. Diese Stoffgemische werden in Form einer angefeuchteten Masse in mehreren Schichten beginnend am Haldenfuß auf die Haldenoberfläche aufgebracht und zur Haldeninnenseite verdichtet.

Bekannt ist, dass Salzhalden aufgrund des Haidenkörperverhaltens (z. B. Viskoplastizität, Löslichkeit und Ummineralisation) nur schwerlich abzudecken sind. Aus der DE 199 37 270 A1 ist eine Haldenabdeckung auch für eine

Rückstandssalzhalde bekannt, bei der ein rolliges, krümeliges Grüngranulat auf die Halde aufgebracht wird. Das Grüngranulat umfasst salzhaltige Schlacken aus der Aluminiumherstellung sowie abbindefähige

Kraftwerksaschen. Zum Abdecken einer Salzhalde werden etwa 20 t m 2 des Grüngranulats benötigt, wobei von einer Mächtigkeit der Abdeckung im Mittel von ca. 15 m ausgegangen wird. Im Einzelfall ist die Abdeckung zwischen 5 und 25 m mächtig. Vorteilhaft hierbei ist, das vom Tag der Aufbringung an der Haidenwasseranteil signifikant vermindert wird.

Nachteilig ist die Menge des benötigten Abdeckmaterials sowie die

Sicherstellung der Qualität des Abdeckmaterials, insbesondere der physikalischen und biologischen Eigenschaften. Um eine Abdeckung der in ganz Europa vorhandenen Salzhalden mit dem zuvor beschriebenen Abdeckmaterial zu ermöglichen, wären Mengen erforderlich, die auch in Jahrhunderten nicht zur Verfügung stünden.

Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht demzufolge darin, auf einfache und preiswerte Weise zu gewährleisten, dass die Infiltration des Niederschlagswassers in die Halde selbst dauerhaft gehemmt ist, mit dem Ziel der Verminderung des Haidenwasseranfalls.

Zu Lösung der Aufgabe wird erfindungsgemäß ein Gemisch zum

Aufbringen auf eine Rückstandssalzhalde vorgeschlagen, das sich dadurch auszeichnet, dass das Gemisch Rückstandssalze, was dem Haldenmaterial entspricht, sowie zumindest ein mineralisches, schwer bis unlösliches Additiv mit hydraulisch und/oder puzzolanisch abbindenden Eigenschaften aufweist.

Der Kern der Erfindung besteht demzufolge darin, ein mineralisches, schwer bis unlösliches Additiv mit hydraulischen und/oder puzzolanischen Eigenschaften mit dem Rückstandssalz zu vermischen, wobei das Gemisch dann auf der Halde genau so abgesetzt wird, wie das Rückstandssalz selbst.

Dadurch, dass das Gemisch aus dem mindestens einen Additiv mit dem 5 hydraulisch und/oder puzzotanisch abbindenden Eigenschaften und dem Rückstandsalz besteht, wird in der ersten Zeit bei auftreffendem

Niederschlagswasser dieses Niederschlagswasser durch das Gemisch im Wesentlichen vollständig aufgenommen. Hierdurch verlangsamen sich die Lösungsvorgänge. Dies deshalb, weil durch die puzzolanisch und/oder i o hydraulisch abbindenden Eigenschaften des Additivs das Wasser anteilig gebunden wird. Im Laufe der Zeit finden Ablaugungsvorgänge im Bereich der Haldenoberfläche statt, die zur Folge haben, dass sich ' sui iuris ' eine Oberfläche ausbildet {Infiltrationshemmschicht), die im Wesentlichen aus unlöslichen Bestandteilen besteht. Diese aus im Wesentlichen unlöslichen 15 Bestandteilen bestehende Schicht kann sich selbst regenerieren. Hieraus folgt, dass diese Schicht über die Jahre anwächst. Eine solche Abdeckung, die sich kontinuierlich regeneriert, ist über die Zeit stand- und

verformungssicher. Das hat zur Folge, dass bei Nährstoffauftrag auf die Halde sich eine solche Schicht selbst begrünt.

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Durch eine solche Abdeckung mit einem Gemisch aus Halde rückstand und dem Additiv wird zuverlässig die Infiltration von Niederschlagswasser in die Halde gehemmt. Das heißt, die Schicht wirkt als Infiltrationshemmschicht. Diese Infiltrationshemmschicht unterstützt die Speicherung

25 und Verdunstung von Niederschlagswasser nachhaltig und hemmt somit die Niederschlagsinfiltration und damit den Haldenwasseranteil. Allerdings ist davon auszugehen, dass ein gewisser Anteil des Niederschlags in den Haldenkörper eindringt, was den rückstandsspezifischen viskoplastischen Verformungen entgegenwirkt. Das heißt, die Abdeckung ist in der Lage,

30 sich haldenspezifischen Formänderung, wie sie im Laufe der Zeit auftreten, anzupassen. Ein weiterer Vorteil neben einer signifikanten Verminderung des

Haldenabwassers besteht darin, das auch eine bereits abgedeckte Halde erneut mit Rückstandssalz überschüttet werden kann. Das heißt, eine solche Halde ist trotz Abschluss dennoch, im Gegensatz zu einer nach dem Stand der Technik gemäß der DE 199 37 270 A1 abgedeckten Halde, entwicklungsfähig. Der Grund hierfür liegt darin, dass die entsalzene Abdeckschicht die gleichen physikalischen Eigenschaften aufweist, wie das Rückstandssalz selbst. Das heißt, der Böschungswinkel ändert sich auch bei erneutem Aufschütten nicht; die Standsicherheit ist somit aufgrund des gleichen Böschungswinkels gewährleistet.

Vorteilhaft ist darüber hinaus, dass im Zuge des regulären

Aufhaldungsbetriebes das Abdeckmaterial bedarfsweise zugeführt werden kann, d. h., die Rückstandssalzhalde kann selbst während der Aufhaidung des Rückstandssalzes partiell abgedeckt werden, was bedeutet, dass der Anteil des Haldenwassers während der laufenden Aufhaidung

entsprechend vermindert wird. Hierdurch ist die Entsorgung während des Aufbereitungsprozesses des Rohsalzes in jedem Fall gewährleistet. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass durch die erfindungsgemäße Abdeckung die chemische Zusammensetzung des Haldenwassers nicht verändert wird; insofern können die vorhandenen Entsorgungswege beibehalten werden. Vorteilhafte Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen.

So ist insbesondere vorgesehen, dass das Additiv in schluffiger bis toniger Form vorliegt. In Verbindung mit puzzolanischen und und/oder

hydraulischen Eigenschaften sind sie in der Lage freies Porenwasser, die sogenannte freie Restfeuchte, im Rückstandssalz zu binden. Hierbei können Aschen aus der Verbrennung von fossilen Energieträgern, insbesondere aus der Braunkohleverbrennung, sowie auch Rückstände aus der Aufbereitung von Stoffen aus Wärmebehandlungs- und

Verbrennungsprozessen verwendet werden. Des Weiteren können Ton und/oder Gips Verwendung finden. Gegenstand der Erfindung ist auch ein Gemisch aus Additiven aus den zuvor erwähnten Bestandteilen.

Die Wahl des Additivs und damit des Gemisches aus Feststoffanteilen ist u. a. abhängig von der Zusammensetzung des Rückstands und auch den klimatischen Bedingungen und ist insbesondere abhängig von der durchschnittlichen Niederschlagsmenge pro Jahr. Wesentlich ist allerdings auch die Lage der Oberfläche, die auf der Halde abgedeckt wird. So ist insbesondere zu beachten, dass die Wetterseite gegebenenfalls eine Schicht größerer Mächtigkeit aufweist als die Böschung der Halde, die auf der dem Wetter abgewandten Seite liegt.

Nach einem besonders vorteilhaften Merkmal der Erfindung beträgt der Anteil des Additivs am Gesamtgemisch 1 -10 Masse %, vorzugsweise 3 bis 7 Masse %. Mit solchen Werten ergibt sich eine Oberfläche auf der Halde, die zuverlässig bereits nach kurzer Zeit die Infiltration von

Oberflächenwasser hemmt.

Vorgesehen ist des Weiteren, dass das Additiv bzw. die einzelnen

Bestandteile des Additivs in Partikelform vorliegen. Gegenstand der Erfindung ist ebenfalls ein Verfahren zum Abdecken von Rückstandssalzhalden oder Teilen von Rückstandssalzhalden mit einem Gemisch der zuvor beschriebenen Art. Die Vermischung von

Rückstandsalz und Additiv bzw. additiven Bestandteilen kann hierbei vor dem eigentlichen Absetzvorgang auf der Salzhalde erfolgen aber auch während des Absetzvorganges. Gegenstand der Erfindung ist ebenfalls eine Rückstandssalzhalde die sich durch eine Abdeckung mit einem Gemisch der zuvor beschriebenen Art auszeichnet. Hierbei ist vorgesehen, dass das Gemisch in einer Mächtigkeit von mehreren Metern auf die Halde aufgebracht wird. Bei einer Mächtigkeit von mehreren Metern ist es auch völlig gleich, wenn lokale Erosionen auftreten oder sich Risse bilden, da sich die Infiltrationshemmschicht im Zuge der kontinuierlich ablaufenden Lösungsprozesse 'sui iuris'

immer wieder nachbildet. Das heißt, eine in solcher Weise abgedeckte Halde verfügt über ein Selbstheilungsvermögen, und ist im Wesentlichen in Bezug auf die Oberflächenabdeckung nachsorgefrei. Darüber hinaus erfordert eine solche Infiltrationshemmschicht, die durch das Aufbringen des erfindungsgemäßen Gemisches gebildet wird, im Wesentlichen keinen zusätzlichen Flächenmehrverbrauch im Haldenvorland, da der Anteil des Additivs mit 1 % bis 10% in Bezug auf die Menge an Rückstandssalz kaum ins Gewicht fällt.

Durch die Beimischung des Additivs zum Rückstand werden die

mechanischen Eigenschaften des Rückstandes nicht verändert, d. h. der Schüttwinkel verändert sich nicht. Deshalb kann das Gemisch auf rückstandshaldentypische Böschungen und Plateaubereiche aufgebracht werden.

Es wurde beispielhaft herausgefunden, dass bei einer Zugabe von 5 Masse-% unlöslicher Additive wie z. B. Asche und Gips mit den zuvor genannten Eigenschaften in das Rückstandssalz, bei einem

Jahresniederschlag von durchschnittlich 600 mm sich eine

Infiltrationshemmschicht mit einer Dicke von circa 8 mm pro Jahr ausbildet. Aufgrund der Eigenschaften der unlöslichen Feststoffe und ihrer

Wechselwirkungen mit dem Rückstandsmaterial und der Feuchte des Rückstandsmaterials weist die Infiltrationshemmschicht eine dauerhafte Stabilität und Standsicherheit auf. Eventuelle Erosionen an exponierten Lagen, zum Beispiel an sehr steilen Böschungen bedingt durch Wasser oder auch an Kanten bedingt durch Wind, erneuern sich im Zuge der kontinuierlich ablaufenden Lösungsprozesse ständig. Die

Leistungsfähigkeit der Infiltrationshemmschicht im Hinblick auf das

Speichervermögen und die Unterstützung der Verdunstung erhöht sich mit wachsender Schichtstärke. Die Infiltrationshemmschicht durchläuft im Zuge ihrer längjährigen Entwicklung in Folge klimatischer Einflüsse und

Nährstoffanreicherung einen quasi dem Bodenbildungsprozess ähnlichen Transformationsprozess, der die Ansiedlung angepasster Pflanzen begünstigt.

Anhand eines Beispieles soll die Erfindung nachstehend näher erläutert werden. So zeigen

Fig. 1 schematisch eine Rückstandshalde;

Fig. 2 eine frische Schüttung mit dem erfindungsgemäßen Gemisch;

Fig. 3 die beginnende Ausbildung einer Infiltrationshemmschicht infolge niederschlagsbedingter Lösung und Ablagerung nach etwa 1 bis 3

Jahren;

Fig. 4 eine Infiltrationshemmschicht gemäß Fig. 3 im 4. Jahr.

Fig. 1 zeigt schematisch eine Rückstandssalzhalde, wobei das eigentliche Haldenmaterial mit 1 bezeichnet ist, und das auf der Halde aufgebrachte erfindungsgemäße Gemisch mit einer Mächtigkeit von etwa 10 m mit 2.

Unmittelbar nach Aufbringen des erfindungsgemäßen Gemisches wirkt diese Schicht infiltrationshemmend, wie sich dies Fig. 2 entnehmen lässt. Im Laufe der Zeit erfolgt niederschlagsbedingt eine Lösung und Ablaugung an der Oberfläche des erfindungsgemäßen Gemisches. Diese sich herausbildende Infiltrationshemmschicht in Fig. 3 mit 3 bezeichnet, zeichnet sich dadurch aus, dass sie infolge von Lösungs- und Ablaugungsvorgängen im Wesentlichen nur noch aus unlöslichen Anteilen besteht. Diese sich ' sui iuris ' herausbildende Infiltrationshemmschicht 3 verzeichnet einen Zuwachs von ca. 0,8 bis 1 cm im Jahr. Das heißt, dass sie im Laufe der Zeit immer stärker wird. Im 4. Jahr weist sie eine Dicke von > 3 cm auf, wobei die Dicke über die Jahre weiterhin zunimmt. Aus der Darstellung gemäß den Fig. 2 bis 4 wird auch deutlich, dass die Infiltrationshemmschicht sich über die Zeit immer wieder selbst zu regenerieren in der Lage ist. Bilden sich beispielsweise in der Oberfläche der Infiltrationshemmschicht 3 Risse, so wird die darunterliegende Schicht 2, die im Wesentlichen dem

ursprünglichen Gemisch aus dem Abdeckmaterial entspricht, durch

Ablaugungsvorgänge und Lösungsvorgänge wieder eine Schicht bilden, die als Infiltrationshemmschicht den Eintritt von Niederschlagswasser zumindest hemmt.