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Patent Searching and Data


Title:
MOBILE ACCOMMODATION SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/058153
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a system for the transportation and mobile installation of mobile, ready-to-occupy accommodation units using standardized containers. In particular, the system allows simple and rapid installation and tear-down of a configuration of accommodation units in the form of a detention camp for refugees, a training camp or a military camp. The problem addressed by the invention consists in the creation of a system for the transportation and rapid installation of mobile, reusable accommodation units in which minimal effort is required for assembly and dismantling in the mobile use of accommodation units and the prefabricated shape and design of the accommodation units is retained. Said problem is solved in that the structural units of ready-to-occupy accommodation units are transported to the installation site, installed as mobile units and transported away again to be re-used or placed in storage in the unmodified, prefabricated form and design thereof adapted to the volume of standardized containers. Advantageously, the installed, ready-to-occupy accommodation is provided with connection points attached to the external surfaces thereof and, by means of said connection points, the pre-installed power and supply lines are separably connected to each other and/or by lines to centralized power and supply sources. The accommodation units place minimal demands on the ground surface. All that is required is a solid and level surface or at least six pillars forming a level plane.

Inventors:
SEGAL, Gil (Safe Global Housing ltd, San Michel Building110 St-Georges Rd, 3202 St-Julian's, MT)
Application Number:
IB2017/001369
Publication Date:
March 28, 2019
Filing Date:
September 24, 2017
Export Citation:
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Assignee:
SAFE GLOBAL HOUSING LTD. (San Michel Building, 110 St. Georges Road, St. Julian's, MT)
International Classes:
E04B1/343; E04H1/12
Domestic Patent References:
WO2014169310A12014-10-23
Foreign References:
US20110023381A12011-02-03
US4275533A1981-06-30
US2296413A1942-09-22
US4599829A1986-07-15
CA2000225A11991-04-05
US20060185264A12006-08-24
US20090223144A12009-09-10
EP2419573B12016-06-15
Attorney, Agent or Firm:
BEYER, Wolfgang (Dinter Kreissig & Partner, Gottschedstrasse 12, Leipzig, 04109, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. System für den Transport und die Aufstellung von vorgefertigten baulichen Einheiten für Unterkünfte, die für den Transport zum Aufstellungsort in standardisierten Frachtcontainern untergebracht werden, dadurch gekennzeichnet, dass die baulichen Einheiten (1) bezugsfertiger Unterkünfte in ihrer jeweiligen unveränderten, vorgefertigten, dem Volumen standardisierter Container (6) angepassten Form und Ausgestaltung zum Aufstellungsort transportiert, mobil aufgestellt und zwecks erneuter Verwendung oder Einlagerung wieder abtransportiert werden.

2. System nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aufgestellten bezugsfertigen Unterkünfte mit an ihren äußeren Wandelementen (2) angebrachten Anschlussstellen mit in ihrem baulichen Inneren vorinstallierter Energie- und Versorgungsleitungen untereinander und/oder mit Leitungen zu zentralen Energie- und Versorgungsquellen lösbar verbunden werden.

3. System nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Aufstellung von mehreren der mobilen bezugsfertigen Unterkünfte am Aufstellungsort diese aufgrund ihrer identischen Form und Ausgestaltung untereinander ausgetauscht werden können.

4. System nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mobile Aufstellung der bezugsfertigen Unterkünfte in unveränderter Gestaltungsform der baulichen Einheiten (1) und der Gestaltung der Außenflächen von Wand-, Boden- und Deckenelementen (2; 3; 4) erfolgt.

5. Bauliche Einheiten für die Unterkünfte zur Durchführung des Systems nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit Mitteln zur gleitenden Fortbewegung auf dem Boden des Aufstellungsortes und zur Fortbewegung auf dem Containerboden bei der Be- und Entladung versehen sind sowie Befestigungsbaugruppen (8) für die Zugmittel zur Entladung aus dem Container (6) angebracht sind.

6. Bauliche Einheiten für bezugsfertige Unterkünfte nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite der baulichen Einheiten (1) Kufen (14) angebracht sind.

7. Bauliche Einheiten für bezugsfertige Unterkünfte nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass am unteren Ende der vertikalen Eckkanten der baulichen Einheiten (1) Vorrichtungen (7) befestigt sind, die Befestigungsbaugruppen (8) für Zugmittel aufweisen.

8. Bauliche Einheiten für bezugsfertige Unterkünfte nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wand- und/ oder Boden- und/oder Deckenelemente (2; 3; 4) aus wärmeisolierende Holzmaterialien und Isoliermaterial bestehen.

9. Bauliche Einheiten für bezugsfertige Unterkünfte nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit Mitteln zur rollenden Fortbewegung auf dem Boden des Aufstellungsortes und zur rollenden Fortbewegung auf dem Containerboden bei der Be- und Entladung versehen sind sowie Befestigungsbaugruppen (8) für die Zugmittel zur Entladung aus dem Container (6) angebracht sind.

Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.

Description:
Mobiles Unterkunftssystem

Die Erfindung betrifft ein System für den Transport und die ortsveränderliche Aufstellung von vorgefertigten, mobilen Unterkünften mittels standardisierter Container. Insbesondere dient das System zur einfachen und schnellen Errichtung und der Verlegung eines Verbundes von Unterkünften in Form von Auffanglagern für Flüchtlinge, im Katastrophenschutz oder im militärischen Bereich.

Bekannt sind Verfahren für den Transport und die Endmontage von vorgefertigten Wohnunterkünften, bei denen die Abmessungen der vorgefertigten Baueinheiten der aufzustellenden Häuser den standardisierten Vorgaben von Containern entsprechen, beziehungsweise, die strukturell aus eben solchen standardisierten Containern bestehen.

So wird beispielsweise in der Schrift US 4599 829 ein Gebäudesystem beschrieben, das aus modularen Versandcontainereinheiten besteht. Jede der beanspruchten Einheiten weist eine spezifische Gebäudeumgebungsfunktion auf, so dass, wenn die Einheiten strukturell vertikal tragbar montiert und horizontal verbunden sind, ein komplettes Gebäude gebildet wird. Ein speziell entwickelter, selektiv betätigbarer, verriegelter und selbstnivellierender Verbinder verbindet obere und untere Behältereinheiten, um die Lagerkraft des Gebäudes zu tragen. Angrenzend montierte Eckeinheiten werden mit speziellen Leitungen für Versorgungseinrichtungen und Entwässerung zur Verfügung gestellt. In einer bevorzugten Ausführungsform gibt es Insassenzelleneinheiten und Flureinheiten, die angeordnet sind, um eine hochfunktionelle Gefängniseinrichtung-Unterstruktur zu bilden. Diese Lösung ist für die Errichtung stationärer Wohnunterkünfte geschaffen worden. Eine Demontage würde einen unverhältnismäßig hohen Aufwand erfordern. Aufgrund dieser Nachteile ist eine mobile Nutzung der Wohnunterkünfte dieses Gebäudesystems nicht geeignet.

In der Schrift CA 2,000,225 werden mobile Module für Häuser beschrieben, die auf die Standardgröße von Schiffscontainer gebracht werden. Das Haus besteht dabei aus einem Gehäuse mit einer ersten und zweiten Längsseitenwand, einer ersten und einer zweiten Stirnwand und einem unteren sowie einem oberen Abschnitt. Die erste und zweite Stirnwand des Gehäuses sind fest an dem Bodenabschnitt angebracht, um einen Teil einer ersten und zweiten Seitenwand des Hauses zu bilden. Die erste und zweite Längsseitenwand des Gehäuses sind schwenkbar entlang einer ersten Kante zum Bodenabschnitt des Gehäuses angebracht. Zusammen mit dem Bodenabschnitt bilden sie einen Grundrahmen des Hauses. Der obere Abschnitt ist fest an der ersten und zweiten Stirnwand montiert, um einen Teil eines zweiten Grundrisses des Hauses zu bilden. Mehrere Rahmenverbundplatten, die in geeigneter Weise im Gehäuse gelagert sind, bilden die verbleibenden Abschnitte der Seitenwände, Vorder- und Rückwände sowie Dachabschnitte des Hauses. Diese auf Containergröße gebrachten vorgefertigten Module des zu errichtenden Hauses erfordern einen hohen zeitlichen Montageaufwand am Aufstellungsort. Ein erforderlicher Abbau des Fertighauses und die für den Transport erforderliche Rückbildung der Module auf Containergröße können ebenfalls nur mit einem erheblichen Aufwand durchgeführt werden.

Nach der Schrift US 2006/0185264 wird eine vorgefertigte Gebäudestruktur beschrieben, die einfach zu montieren und zu zerlegen ist. Zwecks Transportfähigkeit wird die Gebäudestruktur als eine im Wesentlichen einzelne Einheit gestaltet, die ein standardisiertes Versandbehälterformat aufweist. Um den materialmäßigen Aufwand, insbesondere für den Versandcontainer, zu senken, kommen Platten zur Anwendung. Diese dienen gleichermaßen für die Zusammensetzung zum Versandbehälter wie auch nach dem Transport als Bestandteile der Gebäudestruktur. Dabei bieten Features wie Befestigungsteile eine einfache Montage und eine robuste Struktur des Gebäudes im zusammengebauten Zustand. Nachteilig an der Gebäudestruktur ist der erhebliche Montageaufwand am Aufstellungsort für den Umbau des Versandcontainers zum fertigen Gebäude.

Desweiteren beschreibt die Schrift US 2009/0223144 ein System und ein Verfahren zur Bereitstellung eines modular aufgebauten Gebäudes, das in einem Standardversandbehälter transportiert wird. Das Gebäude besteht aus vorgefertigten Plattenwandkomponenten und kann leicht zusammengebaut werden. Dazu wird eine vorbestimmte Struktur des Gebäudes unter Verwendung eines nockenbasierten Komponentenverbinders gebildet. Das beschriebene System ermöglicht eine Paarung, eine zweispurige Ausrichtung und die Verriegelung der modularen Platten miteinander an ihren jeweils benachbarten Nähten. Durch die genormten Größen der unterschiedlichen Plattenwandkomponenten des modularen Gebäudes lassen sich die in den Versandcontainer transportierbaren Platten so anordnen, dass eine nahezu vollständige Volumenausnutzung des Containers ermöglicht wird. Nachteilig ist auch an diesem System der erforderliche Aufwand für die Montage und Demontage am Aufstellungsort.

Weiterhin bekannt ist nach der EP 241 9573 Bl eine optional als Unterkunft und gleichermaßen als Container konfigurierbare in sich geschlossene Struktur, bestehend aus einem Boden für das Fundament der Unterkunft und einer Decke zur Bildung des Daches der Unterkunft sowie einer Mehrzahl von Wandelementen. Die Wandelemente dienen zur Bildung von Teilhohlräumen, die bei der Konfiguration zur Nutzung als Transportbehälter genutzt werden. Zudem besitzt die Struktur eine Mehrzahl von Erweiterungswänden, die innerhalb der Teilhohlräume verstaubar sind. Diese Erweiterungswände schließen bei der Konfiguration zum Transportbehälter die ungefähre Fläche der Unterkunft mit ein. Bei der Konfiguration der Struktur als Transportbehälter entspricht dieser dann den Standards für Frachtcontainer der Internationalen Organisation für Normung (ISO). Nachteilig an dieser Lösung ist der erforderliche zeitliche Aufwand für die Konfiguration der Struktur als Unterkunft am Aufstellungsort. Eine schnelle Aufstellung und Abbau der mobilen Unterkünfte vor Ort ist aufgrund der erforderlichen zusätzlichen Montagearbeiten mit dieser Struktur nicht möglich. Nach der WO 2014/169 310 AI wird ein Klapphaus sowie ein Verfahren zum Umbau eines Klapphauses beschrieben, das aus einem in sich starren Wohnblock und einem in sich starren Grundblock besteht. Der Wohnblock und der Grundblock werden von einer Wohnposition in eine Transportposition gebracht, wobei der Wohnblock und der Grundblock in der Wohnposition einander ergänzend angeordnet sind. Dabei soll mit geringem Aufwand das Klapphaus von einer Wohnposition in eine Transportposition gebracht werden können und auf kleinem Raum transportierbar sein. Mit dieser Lösung soll der bisher erforderliche Aufwand für die Entfernung sämtlichen Inventars aus dem klappbaren Gebäude zwecks Herstellung der Transportposition verringert werden. Durch die Schaffung eines Grundblockes werden die Gegenstände im Inneren des Grundblockes untergebracht und müssen nicht separat transportiert werden. Nachteilig sind jedoch an diesem Klapphaus und dem Verfahren zum Umbau dieses Klapphauses die erforderlichen erheblichen Montagearbeiten am Aufstellungsort. Ein schneller Auf- und Abbau der Klapphäuser ist mit dieser Lösung nicht möglich.

Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb in der Schaffung eines Systems für den Transport und die schnelle Aufstellung von mobilen und mehrfach verwendbaren Unterkünften, mit dem bei einer mobilen Nutzung der Unterkünfte ein geringerer Montage- sowie Demontageaufwand aufgebracht werden muss und dabei die vorgefertigte Form und Ausgestaltung der Unterkünfte beibehalten wird.

Gelöst wird die Aufgabe mit dem erfindungsgemäßen System entsprechend den beschreibenden Merkmalen des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen des Systems werden durch die kennzeichnenden Merkmale der Patentansprüche 2 bis 4 beschrieben. Die baulichen Einheiten der Unterkünfte des Systems werden nach Patentanspruch 5 vorteilhaft so ausgebildet, dass sie mit Mitteln zur gleitenden und oder rollenden Fortbewegung auf dem Erdboden des Aufstellungsortes und dem Containerboden versehen sind sowie mit Befestigungsbaugruppen für die Zugmittel verbunden sind, die zur Entladung aus dem Container und der erneuten Verladung in den Container dienen. Vorzugsweise werden die baulichen Einheiten der Unterkünfte entsprechend der von den Patentansprüchen 6 bis 9 beanspruchten Weiterbildungen ausgebildet. Mit dem System soll der sichere Transport mit üblichen, standardisierten Transportmitteln zu Land und Wasser ermöglicht werden. Die Aufstellung der Unterkünfte soll ohne größeren Montageaufwand bei minimalen Anforderungen an die genutzten Bodenflächen in kürzester Zeit ermöglicht werden. Die Unterkünfte sollen im Bedarfsfall ebenfalls mit minimalem Aufwand wieder abgebaut und verlegt oder eingelagert werden können. Im Gegensatz zu konventionellen Zeitunterkünften stellen die erfindungsgemäßen Unterkünfte feste Behausungen dar, die wesentlich besseren Schutz vor Klimaeinflüssen gewähren und ein höheres Maß an Privatsphäre, Schutz und Würde bieten. Anders als die konventionellen Zeitunterkünfte weisen die erfindungsgemäßen Unterkünfte hohe Flammschutzwerte auf, die schnell um sich greifende Feuer, wie sie in Flüchtlingslagern immer wieder vorkommen, verhindern. Im Gegensatz zu den Zeltunterkünften oder den bekannten Containerunterkünften sind die erfindungsgemäßen Unterkünfte ohne jeden Montageaufwand sofort nach der Entladung bezugsfertig. Dabei bezieht sich der bezugsfertige Zustand « der Unterkünfte auf die bauliche und versorgungstechnische Grundausstattung, so dass lediglich das Mobiliar, wie z.B. Schul-, Wohn- und Büromöbel, für die vorgesehene Nutzung beigebracht werden muss. Lokal vorhandene Montagekräfte sind nicht erforderlich. Dem hingegen genügt bereits das Herausziehen der Unterkünfte auf eine ebene Fläche und der Anschluss an die Versorgungsleitungen, um die Unterkünfte in kurzer Zeit bezugsfertig zu machen. Im Gegensatz zu containerbasierten Unterkünften wahren die Unterkünfte ihre Mobilität. Sie bieten darüber hinaus den Vorteil, dass es sich nicht um Containerbehausungen handelt, die mit sozialer Stigmatisierung einhergehen können, sondern um Fertighäuser aus Holz. Diese können über Jahre am selben Standort genutzt werden, aber auch flexibel in kurzer Zeit verlegt oder bis zur erneuten Nutzung in Standardcontainern eingelagert werden. Die bezugsbereit vorgefertigten Unterkünfte sind so ausgebildet, dass sie passgenau in Standardcontainer eingeschoben werden können. Die Unterkünfte nutzen dabei das Raumvolumen der Standardcontainer vollständig aus. Sie sind passgenau gefertigt und ermöglichen damit den sicheren Transport im Container zur und von der Einsatzstelle. Um die einfache und schnelle Be- sowie Entladung des Containers zu ermöglichen, werden an der Unterseite der baulichen Einheiten metallische Kufen angebracht. Für eine feste Fixierung der Zugmittel an den baulichen Einheiten werden an deren vertikalen Eckkanten Vorrichtungen angebracht, die Befestigungsbaugruppen für die Zugmittel aufweisen. Aufgrund der sehr guten Wärmedämmeigenschaften von Holz werden die Wand-, Boden- und Deckenelemente aus wärmeisolierenden Holzmaterialien gefertigt.

Nachfolgend soll die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1: die Vorderansicht der baulichen Einheit,

Fig. 2: die Innenansicht der baulichen Einheit,

Fig. 3: die schematische Draufsicht des Containers,

Fig. 4: den schematischen Querschnitt des beladenen Containers,

Fig. 5: eine der Vorrichtungen mit Befestigungsbaugruppe und

Fig. 6: eine der Schienen mit Kufe.

Die Darstellung der Figur 1 zeigt die Vorderansicht der baulichen Einheit 1. Bei bisherigen Lösungen wurde teilweise der Container 6 selbst als Unterkunft genutzt. Der aus überwiegend Stahl bestehende Container 6 besitzt eine relativ hohe Wärmeleitfähigkeit und damit eine geringe Wärmedämmung. Bei der vorliegenden Lösung werden die bezugsfertigen Unterkünfte in ihrer endgültigen Form und Ausgestaltung als bauliche Einheiten mit Fenstern, Türen u.a. vorgefertigt. Dazu werden die Abmessungen dieser Einheiten den standardisierten Maßen der Container 6 (ISO-Norm) angepasst. Durch Nutzung von Holz als Baumaterial für die Herstellung der Wand-, Boden- und Deckenelemente 2, 3, 4 können die Wohnunterkünfte nach den Gegebenheiten der jeweiligen vorgegebenen Aufstellungsorte im Vorfeld vorgefertigt werden. Aufgrund der wärmedämmenden Eigenschaft von Holz und der verwendeten Isoliermaterialien können die Unterkünfte in unterschiedlichen Klimazonen eingesetzt werden. Zudem wirkt sich das günstige Verhältnis der erforderlichen Festigkeit des Baumaterials zum spezifischen Gewicht des Holzes vorteilhaft auf die Logistik aus. Der Vorteil gegenüber aus Containern gefertigten Unterkünften liegt maßgeblich darin, dass bekannte Containerunterkünfte nach der erstmaligen Einrichtung an Mobilität verlieren. Die Aufbringung von Dämmmaterialien sowie die Einbringung von Türen und Fenstern verändert die Eigenschaften und Maße der Standardcontainer und verschlechtern damit die Mobilität. Ein erneuter Transport erfordert regelmäßig einen umfassenden Rückbau. Eingebaute Fenster und Türen an den bekannten Containerunterkünften beeinflussen die Transportmöglichkeiten. Die Unterkünfte des erfindungsgemäßen Unterkunftssystems passen hingegen vollständig und bezugsfertig in den Container. Dies bedeutet, dass sie in unveränderter Form zum Einsatzort transportiert und später in derselben Form wieder in den Container eingeladen und geschützt zur erneuten Verwendung oder zum Einlagern abtransportiert werden können.

Die Innenansicht der baulichen Einheit 1 entsprechend der Darstellung in der Figur 2 zeigt eine mögliche Anordnung des Innenausbaus. Bei der Vorfertigung werden ebenso die Energie- und sanitären Versorgungsleitungen der baulichen Einheit fest installiert. Die Energie- und Versorgungsleitungen werden an den Wandflächen mit nach außen verbindbaren Anschlussstellen versehen. Diese können den regionalen Normen des Einsatzgebietes angepasst werden. Nach der Aufstellung der Unterkünfte können über diese Anschlussstellen mittels Verbindungskabel bzw. Rohrverbindungen die Unterkünfte energietechnisch untereinander verbunden werden. Gleichermaßen werden die Anschlussstellen zur Verbindung mit zentralen Energieversorgungsstellen sowie Pumpstationen und Absaugstationen genutzt.

Mit der Figur 3 wird die schematische Draufsicht des beladenen Containers 6 wiedergegeben. Im Inneren des Containers 6 befindet sich die im Endzustand befindliche und während der Vorfertigung an die Abmessungen des Containers 6 angepasste bauliche Einheit 1.

Die Darstellung der Figur 4 zeigt den schematischen Querschnitt des beladenen Containers 6. Gezeigt wird die in den Innenraum geschobene bauliche Einheit 1 mit ihren Wandelementen 2, dem Bodenelement 3 und dem seitlich abfallenden Deckenelement. 4.

In der Figur 5 wird der schematische Aufbau einer der an den vertikalen Eckkanten der baulichen Einheit angebrachten Vorrichtungen 7 mit der Befestigungsbaugruppe 8 abgebildet. Die Vorrichtung 7 mit der verbundenen Befestigungsbaugruppe 8 dient zur Aufnahme und Fixierung eines Seiles 10, mit dem die bauliche Einheit 1 aus dem Container 6 gezogen wird. Die beiden Teile der Vorrichtung 7 sind über ein Scharnier 9 axial beweglich miteinander verbunden. Mittels Schrauben 1 1 sind die jeweiligen Teile der Vorrichtung 7 mit dem jeweils zugeordneten Wandelement 2 verbunden. Eine Verschiebung der Lage des Seiles 10 während des Entladevorganges mit damit verbundenen Beschädigungen der baulichen Einheit 1 werden dadurch verhindert.

Um eine einfache Be- und Entladung der Unterkünfte auch wiederholt zu ermöglichen, werden an der Unterseite der baulichen Einheiten 1 Kufen angebracht. Wie mit der schematischen Darstellung der Figur 6 wiedergegeben, befinden sich mehrere dieser Kufen an der hölzernen Unterstruktur der Unterkünfte. Befestigt werden die Kufen mittels Schrauben 15 an der Unterseite. Desweiteren dienen metallische Führungsösen und Schutzbleche der Führung eines Stahlseiles, mit dem die Unterkünfte schnell und ohne Beschädigungen der Holzstruktur aus dem Container gezogen werden können. Das Einschieben erfolgt auf den Kufen mittels eines Gabelstaplers.

Bezugszeichen bauliche Einheit

Wandelement

Bodenelement

Deckenelement

Innenansicht der baulichen Einheit

Container

Vorrichtung

Befestigungsbaugruppe

Scharnier

Seil

Schraube

hinterer Teil der Schiene

vorderer Teil der Schiene

Kufe

Schraube