ZORN, Tammo (Forsythienweg 12, Dortmund, 44267, DE)
HERMANN, Thomas (Feldmarkring 229, Iserlohn, 58640, DE)
BUCHKREMER, Wolfgang (Joseph-Pannenbecker-Strasse 12, Grevenbroich, 41515, DE)
ZORN, Tammo (Forsythienweg 12, Dortmund, 44267, DE)
HERMANN, Thomas (Feldmarkring 229, Iserlohn, 58640, DE)
| Patentansprüche 1. Mobile Mess- und Kalibriereinheit zur Kalibrierung von Maschinen mit mindestens einer Schnittstelle (312) zum Herstellen einer Verbindung zum Übertragen von Daten- und/oder Messsignalen zwischen der Mess- und Kalibriereinheit (1 , 100, 200) und einer Maschine, wobei die Mess- und Kalibriereinheit (1 , 100, 200) mit einem Datenspeicher gekoppelt ist und Mittel zur Erzeugung und Wiedergabe von Information und mindestens ein Messmodul um- fasst, und die Mess- und Kalibriereinheit (1 , 100, 200) dazu konfiguriert ist, durch Messen aktueller Betriebsparameter der Maschine mittels des mindestens einen Messmoduls eine Abweichung eines aktuellen Betriebszustands der Maschine von einem Normzustand der Maschine festzustellen und zu dokumentieren, wobei die mobile Mess- und Kalibriereinheit erst durch Eingabe einer Nutzerkennung und deren Überprüfung mittels eines in der Mess- und Kalibriereinheit (1 , 100, 200) implementierten Erkennungsmechanismus genutzt werden kann, wobei durch Eingabe der Nutzerkennung der entsprechende Nutzer insoweit identifiziert werden kann, welche Qualifikation er bei Bedienung der Maschine bzw. Kalibrierung derselben mitbringt, so dass nach Abgleich der Nutzerkennung mit einer mit der Mess- und Kalibriereinheit (1 , 100, 200) gekoppelten Datenbank je nach Nutzer eine entsprechende Anleitung zur Nutzung der Mess- und Kalibriereinheit (1 , 100, 200) zur Verfügung gestellt wird. 2. Mobile Mess- und Kalibriereinheit nach Anspruch 1 , wobei der aktuelle Betriebszustand der Maschine durch aktuell mittels des mindestens einen Messmoduls gemessene Betriebsparameter der Maschine bestimmt ist. 3. Mobile Mess- und Kalibriereinheit nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der die aktuell gemessenen Betriebsparameter und somit der aktuelle Betriebszustand optisch auf einem Bildschirm angezeigt werden. 4. Mobile Mess- und Kalibriereinheit nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei das mindestens eine Messmodul gewählt ist aus der Gruppe bestehend aus einem Thermo-Scanner/Kamera, einer pH-Wert-Messsonde, einem Schalldruckmess- gerät, einem Gasmessgerät, einem Konzentrationsmessgerät, einem Ausrichtungsmessgerät, einem Drehzahlmesser, einem Positionsmesser und einem Originalitätsscanner. 5. Mobile Mess- und Kalibriereinheit nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei die Mess- und Kalibriereinheit (1 , 100, 200) die aktuell gemessenen Betriebsparameter der Maschine automatisch protokolliert und lokal speichert und/oder mittels einer Sendeeinheit an eine zentrale Recheneinheit weiterleitet. 6. Mobile Mess- und Kalibriereinheit nach Anspruch 5, wobei die Mess- und Kalibriereinheit (1, 100, 200) mittels einer Signalisierungseinheit signalisiert, wenn eine Abweichung mindestens eines der aktuell gemessenen Betriebsparameter von einem mit dem Betriebsparameter assoziierten Sollwerts einen Schwellwert überschreitet. 7. Mobile Mess- und Kalibriereinheit nach Anspruch 6, wobei die Signalisierungseinheit ein motorisch leitbarer Laserzeiger (15) und/oder eine Sprachausgabeeinheit ( 3) ist. 8. Mobile Mess- und Kalibriereinheit nach Anspruch 6 oder 7, wobei, wenn eine Abweichung mindestens eines der aktuell gemessenen Betriebsparameter von einem mit dem Betriebsparameter assoziierten Sollwerts einen Schwellwert überschreitet, die Mess- und Kalibriereinheit (1 , 100, 200) automatisch eine Abschaltung und/oder eine angepasste Leistungsminderung der Maschine bewirkt. 9. Mobile Mess- und Kalibriereinheit nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei, wenn eine Abweichung mindestens eines der aktuell gemessenen Betriebsparameter von einem mit dem Betriebsparameter assoziierten Sollwert einen Schwellwert überschreitet, automatisch mittels einer Anzeigeeinheit (12, 110, 310) Behebungsroutinen angezeigt werden. 10. Verfahren zum Betrieb einer mobilen Mess- und Kalibriereinheit mit mindestens einer Schnittstelle zum Herstellen einer Verbindung zum Übertragen von Daten- und/oder Messsignalen zwischen der Mess- und Kalibriereinheit und einer Maschine, wobei die Mess- und Kalibriereinheit mit einem Datenspeicher gekoppelt ist und Mittel zur Erzeugung und Wiedergabe von Information und mindestens ein Messmodul umfasst, und mittels der Mess- und Kalibriereinheit aktuelle Betriebsparameter der Maschine gemessen werden und anhand der aktuell gemessenen Betriebsparameter eine Abweichung eines aktuellen Betriebszustands der Maschine von einem Normzustand der Maschine festgestellt und dokumentiert wird, wobei die mobile Mess- und Kalibriereinheit erst durch Eingabe einer Nutzerkennung und deren Überprüfung mittels eines in der Mess- und Kalibriereinheit (1 , 100, 200) implementierten Erkennungsmechanismus genutzt werden kann, wobei durch Eingabe der Nutzerkennung der entsprechende Nutzer insoweit identifiziert werden kann, welche Qualifikation er bei Bedienung der Maschine bzw. Kalibrierung derselben mitbringt, so dass nach Abgleich der Nutzerkennung mit einer mit der Mess- und Kalibriereinheit gekoppelten Datenbank je nach Nutzer eine entsprechende Anleitung zur Nutzung der Mess- und Kalibriereinheit zur Verfügung gestellt wird. 11. Computerprogramm mit Programmcodemitteln, um eine Mess- und Kalibriereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 9 funktionsgemäß zu nutzen, wenn das Computerprogramm auf einer mit der Mess- und Kalibriereinheit gekoppelten Recheneinheit ausgeführt wird. 12. Computerprogramm nach Anspruch 11 , das auf einem computerlesbaren Datenträger gespeichert ist. |
Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine mobile Mess- und Kalibrierein- heit zur Kalibrierung von Maschinen. Ferner bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein entsprechendes Kalibrierverfahren und ein zur Realisierung eines derartigen Verfahrens geeignetes Computerprogramm und ein entsprechendes Computerprogrammprodukt.
Stand der Technik Mobile Mess- und Kalibriereinheiten sind beispielsweise aus der Druck- und Temperaturmesstechnik bekannt, wo mobile Messeinheiten in Reinräumen und Kalibrierlaboratorien eingesetzt werden. Bei einer herkömmlichen Messung und Kalibrierung einer Maschine wird jedoch der größte Zeitaufwand für eine genaue Kalibrierung und Einstellung gewünschter Messwerte aufgrund einer ein- zusetzenden Vielzahl von Mess- und Kalibriergeräten benötigt. Im Regelfall benötigen diese Geräte auch eine eigenständige Software. Ferner gibt es Softwaretools mit proprietären Schnittstellenkabel, um direkt an der Mess- und Kalibriereinheit Parameter einzustellen.
Demnach wäre es wünschenswert, ein Mess- und Kalibriergerät bereitzustellen, mit dem in einem weiten Mess- und Kalibrierbereich und zudem mit hoher Genauigkeit die für die zu kalibrierende Maschine notwendigen physikalischen Messgrößen gemessen werden können, ohne dass nacheinander verschiedene Mess- und Kalibriergeräte für verschiedene Aufgaben eingesetzt werden müssen. Zusammenfassung der Erfindung
Dazu schlägt die vorliegende Erfindung eine mobile Mess- und Kalibriereinheit gemäß Patentanspruch 1 vor, die eine effiziente Kalibrierung einer Maschine ermöglicht, ohne dass ein Einsatz einer Mehrzahl von Mess- und Kalibriergeräten notwendig wird. Ferner wird ein entsprechendes Computerprogramm vorgeschlagen, mit welchem eine Realisierung einer derartigen Kalibrierung an einer Maschine ermöglicht wird. Ebenso bezieht sich die Erfindung auf ein ent- sprechendes Verfahren zur Kalibrierung einer Maschine.
Die von Patentanspruch 1 abhängigen Ansprüche beschreiben weitere Details von möglichen Ausführungsformen der vorgeschlagenen mobilen Mess- und Kalibriereinheit.
Gemäß Patentanspruch 1 wird eine mobile Mess- und Kalibriereinheit zur Kalibrierung von Maschinen mit mindestens einer Schnittstelle zum Herstellen einer Verbindung zum Übertragen von Daten- und/oder Messsignalen zwischen der Mess- und Kalibriereinheit und einer Maschine bereitgestellt. Dabei umfasst die Mess- und Kalibriereinheit Mittel zur Erzeugung und Wiedergabe von Informationen und mindestens ein Messmodul. Ferner ist die Mess- und Kalibriereinheit mit einem Datenspeicher gekoppelt, auf welchen sie nach Bedarf zugreifen kann. Die Mess- und Kalibriereinheit ist ferner dazu konfiguriert, durch Messen aktueller Betriebsparameter der Maschine mittels des mindestens einen Messmoduls eine Abweichung eines aktuellen Betriebszustands der Maschine von einem Normzustand der Maschine festzustellen und zu dokumentieren. Der Da- tenspeicher kann sowohl in der Mess- und Kalibriereinheit integriert sein als auch als externe Einheit geeignet mit der Mess- und Kalibriereinheit verbunden sein.
Durch Einsatz der erfindungsgemäßen Mess- und Kalibriereinheit wird eine die Mess- und Kalibriereinheit bedienende Person vor Ort der zu kalibrierenden Maschine in die Lage versetzt, ohne Anwendung einer Vielzahl von Mess- und Kalibriergeräten alle Mess- und Kalibriervorgänge an der Maschine vornehmen zu können, wobei die seitens der Person durchgeführten Messungen bzw. die sich daraus ergebenden Abweichungen eines aktuell ermittelten Betriebszustands von einem Normzustand der Maschine festgestellt und dokumentiert werden. Die vorgeschlagene Mess- und Kalbriereinheit macht es möglich, lokal, 01276
3 ohne Anwendung einer Mehrzahl von Geräten alle notwendigen Messvorgänge, die zur Kalibrierung der entsprechenden Maschine notwendig sind, erledigen zu können.
Zur Durchführung der erforderlichen Messaufgaben, die während des Kalibrier- prozesses anfallen, ist es nötig, eine diesbezügliche Ausrüstung einerseits und eine geeignete Software andererseits durch die erfindungsgemäß einzusetzende Mess- und Kalibriereinheit zur Verfügung zustellen.
Gemäß einer möglichen Ausführungsform der vorgeschlagenen mobilen Mess- und Kalibriereinheit wird deren Nutzung erst durch Eingabe einer Nutzerken- nung und deren Überprüfung mittels eines in der Mess- und Kalibriereinheit implementierten Erkennungsmechanismus ermöglicht. Dadurch ist es zum einen möglich, nur autorisierten Nutzern die Funktionalität der Mess- und Kalibriereinheit generell zur Verfügung zu stellen, zum anderen wird dadurch die Möglichkeit gegeben, durch Eingabe einer Nutzerkennung den Nutzer insoweit identifizieren zu können, welche Qualifikation er bei Bedienung der Maschine bzw. Kalibrierung derselben mitbringt, so dass nach Abgleich der Nutzerkennung mit einer mit der Mess- und Kalibriereinheit gekoppelten Datenbank je nach Nutzer eine entsprechende Anleitung zur Nutzung der Mess- und Kalibriereinheit zur Verfügung gestellt wird. Es sei angemerkt, dass die Datenbank nicht in der Mess- und Kalibriereinheit integriert sein muss, sondern auch extern vorgesehen sein kann, aber für die Mess- und Kalibriereinheit zugänglich sein muss. Zur Durchführung des Erkennungsmechanismus ist es dabei nötig, dass in dem mit der Mess- und Kalibriereinheit gekoppelten Datenspeicher autorisierte Nutzer mit einer entsprechenden ID hinterlegt sind und zudem mit der hinter- legten ID ferner Eigenschaften des entsprechenden Nutzers im Hinblick auf seine Qualifikation bzw. seinen Status im Zusammenhang mit der durchzuführenden Kalibrierung und/oder der zu kalibrierenden Maschine verknüpft sind.
In einer weiteren Ausführungsform der mobilen Mess- und Kalibriereinheit ist der aktuelle Betriebszustand der Maschine durch aktuell mittels des mindestens einen Messmoduls gemessene Betriebsparameter der Maschine bestimmt. Das 11 001276
4 bedeutet, dass eine Abweichung des aktuellen Betriebszustands der Maschine von einem Normzustand der Maschine aufgrund einer Abweichung mindestens eines der aktuell gemessenen Betriebsparametern von einem mit dem mindestens einen Betriebsparameter assoziierten Sollwert festgestellt und entspre- chend dokumentiert wird. In der Regel ist für jeden zu messenden und bei der Kalibrierung der Maschine zu beachtenden Betriebsparameter ein Sollwert, vorzugsweise in der mit der Mess- und Kalibriereinheit gekoppelten Datenbank, hinterlegt, so dass eine Abweichung eines aktuell bestimmten Messwertes des jeweiligen Betriebsparameters von dem jeweils hinterlegten Sollwert einfach und schnell festgestellt und entsprechend in Assoziation mit dem jeweiligen Betriebsparameter dokumentiert werden kann. Der Normzustand der Maschine ist in der Regel bestimmt über die mit den jeweiligen Betriebsparametern assoziierten Sollwerten und entsprechend in geeigneter Form, vorzugsweise in dem mit der Mess- und Kalibriereinheit gekoppelten Datenspeicher, hinterlegt, so dass durch Abgleich der aktuell gemessenen Betriebsparameter der Maschine mit den hinterlegten Sollwerten der jeweiligen Betriebsparameter der Maschine eine jeweilige mögliche Abweichung festgestellt und dokumentiert werden kann. Ferner ist es möglich, dass die aktuell gemessenen Betriebsparameter und somit der aktuelle Betriebszustand sowie auch eine eventuell festgestellte Abwei- chung des aktuellen Betriebszustands vom Normzustand optisch auf einem
Bildschirm angezeigt werden. Dieser Bildschirm ist dabei vorzugsweise Teil der mobilen Mess- und Kalibriereinheit. Es ist jedoch auch denkbar, dass der Bildschirm als externes Bauteil an die Mess- und Kalibriereinheit angeschlossen ist. Ferner kann eine jeweilige Abweichung der aktuell gemessenen Betriebspara- meter von den hinterlegten mit den Betriebsparametern jeweils assoziierten Sollwerten optisch angezeigt werden.
Gemäß einer weiteren denkbaren Ausführungsform der mobilen Mess- und Kalibriereinheit ist das mindestens eine Messmodul gewählt aus der Gruppe bestehend aus einem Thermo-Scanner/Kamera, einer pH-Wert-Messsonde, ei- nem Schalldruckmessgerät, einem Gasmessgerät, einem Konzentrationsmessgerät, einem Ausrichtungsmessgerät, einem Drehzahlmesser, einem Positionsmesser und einem Originalitätsscanner. Sind mehrere der genannten Ein- heiten als Messmodule in der mobilen Mess- und Kalibriereinheit vorgesehen, so ist zumindest ein Teil der genannten Einheiten in der Mess- und Kalibriereinheit implementiert. Es ist jedoch auch denkbar, dass entweder alle genannten Einheiten in der Mess- und Kalibriereinheit implementiert sind oder aber ein Teil als externe Bauteile in geeigneter Weise an die mobile Mess- und Kalibriereinheit angeschlossen sind. Dazu weist die mobile Mess- und Kalibriereinheit dann geeignete Schnittstellen auf, um einen Datenaustausch des jeweiligen Messmoduls mit der mobilen Mess- und Kalibriereinheit zu gewährleisten. Ein derartiger Datenaustausch kann sowohl leitungsgebunden als auch schnurlos reali- siert sein.
Gemäß einer weiteren möglichen Ausführungsform der mobilen Mess- und Kalibriereinheit werden aktuell gemessene Betriebsparameter der Maschine automatisch protokolliert und lokal gespeichert und/oder mittels einer Sendeeinheit an eine zentrale Recheneinheit weitergeleitet. Bei einer Weiterleitung von aktu- eil gemessenen Betriebsparametern an eine zentrale Recheneinheit wird ermöglicht, dass möglichst wenige Daten lokal gespeichert sind und somit Arbeitsspeicherplatz eingespart werden kann.
Die erfindungsgemäß vorgeschlagene mobile Mess- und Kalibriereinheit kann ferner eine Signalisierungseinheit umfassen, die im Falle, dass eine Abwei- chung mindestens eines der aktuell gemessenen Betriebsparameter von einem mit dem Betriebsparameter assoziierten Sollwert einen Schwellwert überschreitet, ein entsprechendes Signal ausgibt. Dabei kann es sich bei der Signalisierungseinheit beispielsweise um einen motorisch leitbaren Laserzeiger und/oder um eine Sprachausgabeeinheit handeln. Eine Kombination dieser beiden Sig- nalisierungseinheiten ist ebenfalls denkbar.
Wenn eine Abweichung mindestens eines der aktuell gemessenen Betriebsparameter von einem mit dem jeweiligen Betriebsparameter assoziierten Sollwert einen Schwellwert überschreitet, so ist es denkbar, dass die Mess- und Kalibriereinheit automatisch eine Abschaltung und/oder angepasste Leistungsminde- rung der Maschine bewirkt bzw. auslöst. P2011/001276
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Ferner ist es denkbar, dass die mobile Mess- und Kalibriereinheit im Falle, dass eine Abweichung mindestens eines der aktuell gemessenen Betriebsparameter von einem mit dem Betriebsparameter assoziierten Sollwert einen Schwellwert überschreitet, automatisch mittels einer Anzeigeeinheit Behebungsroutinen an- zeigt. Derartige Behebungsroutinen sind dazu geeignet, instantan und vor Ort die für die Abweichung erantwortliche Ursache zu beheben. Somit ist eine schnelle, effiziente und insbesondere kontinuierliche Kontrolle der entsprechenden Maschine möglich.
Als Messmodule, die in der Mess- und Kalibrier- einheit implementiert sein können, zählen beispielsweise, wie bereits erwähnt, ein Thermo-Scanner bzw. eine Thermo-Kamera, eine pH-Wert-Messsonde, ein Schalldruckmessgerät, ein Gasmessgerät, ein Konzentrationsmessgerät, ein Ausrichtungsmessgerät, ein Originalitätsscanner, ein Drehzahlmesser sowie ein Positionsmesser. Im Folgenden sollen nun die genannten Messmodule im Ein- zelnen kurz erläutert werden.
Ein Thermo-Scanner ist ein Messmodul, welches es ermöglicht, schadhafte Bauelemente einer Maschine anhand der durch den Defekt verursachten Wärme detektieren zu können. Dadurch kann einer Überlastung der jeweiligen Bauteile vorgebeugt werden sowie gegebenenfalls die Maschine ganz abgeschaltet oder zumindest deren Leistung entsprechend heruntergefahren werden. Dabei werden die einzelnen Bauteile der Maschine "abgescannt", so dass eine lokal festgestellte erhöhte Wärme an einem Bauteil instantan erkannt und eine Abweichung von einem entsprechend hinterlegten Sollwert, welcher mit dem Bauteil assoziiert ist, festgestellt und dokumentiert wird. Ein gleiches Vorgehen kann auch mit einer entsprechenden Thermo-Kamera durchgeführt werden.
Eine pH-Wert-Messsonde ist dazu geeignet, den pH-Wert an verschiedenen Stellen der Maschine instantan messen zu können, so dass auch hier eine Abweichung des gemessenen pH-Werts von einem Sollwert festgestellt, dokumentiert und gegebenenfalls Schritte zur Behebung der Abweichung eingeleitet werden können. 1 001276
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Ein Schalldruckmessgerät ermöglicht es, Druckschwankungen, die bei Ausbreitung von Schall auftreten, zu messen. Auch diese physikalische Messgröße ist bei einem Kalibriervorgang einer entsprechenden Maschine von Bedeutung und Abweichungen dieser Messgröße von einem hinterlegten Sollwert können es erforderlich machen, dass entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, wie beispielsweise das Abschalten oder zumindestens "Herunterfahren" der Maschine.
Ein Gasmessgerät zur Messung verschiedener Gase, je nachdem auf welches Gas das entsprechende Gerät spezifiziert ist, kann jeweils Hinweis sein auf ein nicht der Norm entsprechendes Gas und somit einen möglichen Defekt der Maschine.
Ebenso kann als physikalische Messgröße die Konzentration einer entsprechenden Substanz von Bedeutung sein, so dass auch ein Konzentrationsmessgerät als weiteres Messmodul in der vorgeschlagenen Mess- und Kalibrierein- heit vorgesehen sein kann. Beispielsweise könnte der Salzgehalt und/oder Wassergehalt innerhalb der Maschine von Bedeutung sein und eine für die Funktion der Maschine wesentliche physikalische Messgröße beinhalten.
Ferner ist ein Ausrichtungsmessgerät denkbar, welches eine weitere gegebenenfalls wichtige physikalische Messgröße der Maschine zugänglich macht, beispielsweise mittels einer digitalen Wasserwaage, eine sogenannte "TriAn- gel ® -Messung". Hierbei wird ein Autokollimator eingesetzt, wobei Eigenschaften eines Kollimators und eines Teleskops kombiniert werden. Es werden kleinste Winkelabweichungen von Spiegeln mit Hilfe des eigenen kollimierten Lichts de- tektiert. Der für eine genannte TriAngel ® -Messung eingesetzte TriAngel ® Auto- kollimator verfügt über einen integrierten Sensor und eine Lichtquelle und erlaubt sehr präzise Messungen von kleinsten Winkelabweichungen.
Ferner kann als weiteres Messmodul ein Originalitätsscanner vorgesehen sein, der die Originalität verschiedener Bauteile überprüft und eine Abweichung sofort signalisiert. Je nach Maschine kann auch ein Drehzahlmesser und/oder ein Positionsmesser vonnöten sein, um weitere wesentliche physikalische Messgrößen, die zur Funktionalität der Maschine beitragen, instantan bestimmen und eine mögliche Abweichung von hinterlegten Sollwerten feststellen und dokumentieren zu kön- nen.
Alle aktuell gemessenen Betriebsparameter der Maschine mittels entsprechender Messmodule und die jeweiligen Abweichungen dieser aktuell gemessenen Betriebsparameter von jeweils hinterlegten Sollwerten der Betriebsparameter, über welche der Normzustand der Maschine bestimmt ist, können zum Einen lokal hinterlegt werden und/oder auch an eine zentrale Recheneinheit weitergeleitet werden.
Ferner betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Betrieb einer mobilen Mess- und Kalibriereinheit mit mindestens einer Schnittstelle zum Herstellen einer Verbindung zum Übertragen von Daten- und/oder Messsignalen zwischen der Mess- und Kalibriereinheit und einer Maschine. Dabei umfasst die Mess- und Kalibriereinheit Mittel zur Erzeugung von Wiedergabe von Informationen und mindestens ein Messmodul. Ferner ist die mobile Mess- und Kalibriereinheit in geeigneter Weise mit einem Datenspeicher gekoppelt. Dieser kann sowohl in Bezug auf die Mess- und Kalibriereinheit eine integrierte als auch eine externe Einheit sein. Es ist vorgesehen, dass mittels der Mess- und Kalibriereinheit aktuelle Betriebsparameter der Maschine gemessen werden und anhand der aktuell gemessenen Betriebsparameter eine Abweichung eines aktuellen Betriebszustands der Maschine von einem Normzustand der Maschine festgestellt und dokumentiert wird. Das Verfahren betrifft insbesondere die Nutzung einer voranstehend ausführlich beschriebenen mobilen Mess- und Kalibriereinheit.
Ferner betrifft die vorliegende Erfindung ein Computerprogramm mit Programmcodemitteln, um eine vorstehend beschriebene Mess- und Kalbrierein- heit funktionsgemäß zu nutzen, wenn das Computerprogramm auf einer mit der Mess- und Kalibriereinheit gekoppelten Recheneinheit ausgeführt wird. Dabei ist vorzugsweise vorgesehen, dass die mit der Mess- und Kalibriereinheit gekoppelte Recheneinheit in der Mess- und Kalibriereinheit implementiert ist.
Ferner betrifft die vorliegende Erfindung ein entsprechendes Computerpro- gramm, das auf einem computerlesbaren Datenträger gespeichert ist.
Es ist denkbar, dass eine Kommunikation bzw. ein Datenaustausch zwischen der Mess- und Kalibriereinheit und der zu kalibrierenden Maschine dadurch ermöglicht wird, dass zumindest ein Teil der Maschine, d.h. Bauteile bzw. Formatteile bzw. Elemente der Maschine mit einem sogenannten Smart Item bei- spielsweise in Form eines RFID- oder eines Funk-Tags versehen ist, so dass über beispielsweise eine Funkverbindung ein unmittelbarer Datenaustausch zwischen einer Baugruppe und der mobilen Mess- und Kalibriereinheit ermöglicht wird. Mittels einer derartig vorgesehenen Verknüpfung zwischen einem Smart Item mit einer durch die Mess- und Kalibriereinheit bereitgestellten An- zeige können Daten, die auf dem Smart Item gespeichert sind, ohne zusätzliche Komponenten, wie beispielsweise eine Baugruppennummer, eine Seriennummer oder weitere Informationen, unmittelbar angezeigt werden. Eine Kombination aus den auf dem Smart Item gespeicherten Daten und einer Aktivierung dieser Daten beispielsweise per Funk und einer entsprechenden Anzeigefunktion ermöglicht ein einfaches Zuordnen.
Es verseht sich, dass die voranstehend genannten und die nachfolgend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen. Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsformen in Verbindung mit einer entsprechenden Zeichnung. Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispiels in der Zeichnung schematisch dargestellt und wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung ausführlich beschrieben.
Kurzbeschreibung der Zeichnung Figur 1 zeigt eine mögliche Ausführungsform einer mobilen Mess- und Kalibriereinheit;
Figur 2 zeigt eine Frontansicht einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäß vorgestellten mobilen Mess- und Kalibriereinheit;
Figur 3 zeigt eine Vorder- (3a) und eine Rück- (3b)-AnsicJit einer weiteren Aus- führungsform der erfindungsgemäß vorgeschlagenen mobilen Mess- und Kalibriereinheit.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnung
Figur 1 zeigt eine mögliche Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Mess- und Kalibriereinheit. Die dargestellte Mess- und Kalibriereinheit 1 umfasst einen Datenspeicher 10, in welchem lokal Daten abgespeichert werden können. Ferner umfasst die Mess- und Kalibriereinheit 1 eine Sendeeinheit 11 , um Daten gegebenenfalls auch an eine andere Recheneinheit, wie beispielsweise an einen zentralen Server senden zu können.
Darüber hinaus verfügt die hier dargestellte Mess- und Kalibriereinheit über ei- ne Anzeige 12, was auch als Display bezeichnet wird, über welche Daten, die gemessen wurden, angezeigt werden können oder auch Darstellungen angezeigt werden können, die bereits eine durch die Mess- und Kalibriereinheit vorgenommene Auswertung beinhalten. So können beispielsweise Abweichungen von aktuell gemessenen Betriebsparametern von jeweils mit den Betriebspara- metern assoziierten und in dem Datenspeicher 10 hinterlegten Sollwerten dezi- diert aufgezeigt und in geeigneter Form dargestellt werden. Ferner zeigt die hier dargestellte Mess- und Kalibriereinheit 1 eine Sprachausgabeeinheit 13, welche beispielsweise durch einen Lautsprecher realisiert sein kann. Mittels dieser Sprachausgabeeinheit 13 ist es möglich, beispielsweise im Falle, dass eine Abweichung mindestens eines der aktuell gemessenen Be- triebsparameter von einem entsprechenden Sollwert einen Schwellwert überschreitet, dies instantan durch die Sprachausgabeeinheit 13 einem Nutzer anzuzeigen, so dass gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können. Mittels der Sprachausgabeeinheit 13 ist es jedoch auch möglich, dass gegebenenfalls seitens der Mess- und Kalibriereinheit 1 einem jeweiligen Nutzer Anleitungen zur Nutzung der Mess- und Kalibriereinheit ausgegeben werden.
Bei Nutzung der dargestellten Mess- und Kalibriereinheit 1 ist es denkbar, dass ein Nutzer nur durch Eingabe einer Nutzerkennung und nach deren Überprüfung mittels eines in der Mess- und Kalibriereinheit 1 implementierten Erken- nungsmechanismus befugt ist, die Mess- und Kalibriereinheit 1 anzuwenden. Dabei kann beispielsweise vorgesehen sein, dass der jeweilige Nutzer eine entsprechende Karte eingibt, die von der Mess- und Kalibriereinheit 1 eingelesen und die darauf gespeicherte Nutzerkennung in Form beispielsweise einer ID mit in dem Datenspeicher 10 hinterlegten Nutzerkennungen abgeglichen wird. Das Einlesen einer derartigen Karte kann beispielsweise nach Einschieben der Karte in einen dafür vorgesehenen Schlitz 14 der Mess- und Kalibriereinheit 1 erfolgen. Dem jeweiligen Nutzer wird nunmehr auf Grundlage eines mit der Nutzerkennung übertragenen Status ein definierter Zugriff auf die Mess- und Kalibriereinheit 1 eingeräumt. Bei der Kennung kann es sich um eine Zei- chenkette vorgegebener Länge handeln, die entweder mit den von einer beispielsweise RFID-Karte übertragenen Informationen übermittelt wurde oder von einem Zentralserver abgefragt werden kann.
Ferner umfasst die hier dargestellte Mess- und Kalibriereinheit 1 einen motorisch leitbaren Laser 15, welcher direkt oder über einen vorgesehenen Spiegel geleitet ist und mit dessen Hilfe beispielsweise der Ort einer möglicherweise erkannten bzw. festgestellten Abweichung eines aktuell gemessenen Betriebspa- rameters von einem entsprechenden Sollwert unmittelbar signalisiert werden kann.
Ferner ist es denkbar, dass zur Datenübertragung von der Maschine zur Mess- und Kalibriereinheit 1 geeignete Schnittstellen vorzusehen sind, die leitungsge- bunden, wie hier durch Referenznummer 16 angedeutet, oder aber auch drahtlos, wie hier durch Referenznummer 17 dargestellt, ausgeführt sein können.
Die Mess- und Kalibriereinheit 1 umfasst mindestens ein Messmodul, in der Regel handelt es sich aber um mehrere innerhalb der Mess- und Kalibriereinheit implementierte Messmodule, um eine zu kalibrierende Maschine vollum- fänglich mittels ein und derselben Mess- und Kalibriereinheit kalibrieren zu können. Bei den in der Mess- und Kalibriereinheit 1 implementierten Messmodulen kann es sich beispielsweise um eine Thermo-Scanner/Kamera, eine pH-Wert- Messsonde, ein Schalldruckmessgerät, ein Gasmessgerät, ein Konzentrationsmessgerät, ein Ausrichtungsmessgerät, einen Originalitätsscanner, einen Drehzahlmesser oder einen Positionsmesser handeln. Im Falle, dass eine Mehrzahl von Messmodulen nötig ist, um die Funktionalität der Mess- und Kalibriereinheit 1 in Bezug auf eine bestimmte zu kalibrierende Maschine vollständig zu gewährleisten, kann zumindest ein Teil dieser Messmodule in der Mess- und Kalibriereinheit 1 implementiert sein und ein Teil kann auch von extern in geeigneter weise an die Mess- und Kalibriereinheit 1 angeschlossen sein.
Im Falle, dass bei Durchführung eines Kalibrierungsprozesses an einer Maschine mindestens ein aktuell gemessener Betriebsparameter von einem mit dem Betriebsparameter assoziierten Sollwert derart abweicht, dass die Abweichung einen vorgegebenen Schwellwert überschreitet, ist es denkbar, dass in der An- zeige 12 instantan geeignete Behebungsroutinen angezeigt werden, welche es ermöglichen, die für die Abweichung verantwortliche Ursache möglichst schnell und effizient zu beheben. Ferner ist es in diesem Falle auch denkbar, dass die Mess- und Kalibriereinheit 1 automatisch ein Abschalten oder zumindest eine Leistungsminderung der Maschine auslöst, so dass keine größeren Schäden an der Maschine verursacht werden können. Figur 2 zeigt eine Frontansicht einer anderen Ausführungsform einer mobilen Mess- und Kalibriereinheit 100. Die hier dargestellte Mess- und Kalibriereinheit 100 hat eine etwa quadratische Form mit einer Seitenlänge im Bereich von etwa 15 - 35 cm. Sie verfügt über ein Display 110, was bspw. als eine Berüh- rungsanzeige„Touch Display" (Multitouch) ausgebildet sein kann. Im unteren Bereich der mobilen Mess- und Kalibriereinheit 100 ist links ein deutlich markierter, gegenüber den anderen Knöpfen vergrößerter Knopf 120 angeordnet, wobei ein Drücken desselben bewirkt, dass ein Not-Stop („emergency stop") ausgelöst wird. Ferner sind im unteren Bereich unterhalb der Anzeige 110 ein Start-Knopf 130 und ein Stop-Knopf 140 für die mobile Einheit angeordnet. Darüber hinaus sind ein oder mehrere Knöpfe 150 vorgesehen, welche ein Nutzer der mobilen Mess- und Kalibriereinheit bzw. eine die Einheit konfigurierende Person selbst definieren kann bzw. über welche der Nutzer bzw. die entsprechende Person eigene Konfigurationen an der Mess- und Kalibriereinheit 100 vornehmen kann. Ein im unteren rechten Bereich der Mess- und Kalibriereinheit 100 vorgesehene Buchse 160 erlaubt einen Nutzerzugang zur mobilen Mess- und Kalibriereinheit 100. Rechts oben in dem Display 110 ist in der hier exemplarisch dargestellten Ausführungsform eine Identifikation 170 eines aktuellen Nutzers der mobilen Mess- und Kalibriereinheit 100 angegeben. In der oberen Mitte des Displays 110 ist ein aktuelles Datum und eine aktuelle Uhrzeit 175 angegeben. Links oben in dem Display 110 ist eine Identifikation 180 der zu kalibrierenden Maschine angegeben, was bspw. ein der zu kalibrierenden Maschine gegebener Name sein kann. Das Display 110 kann in verschiedene Tast- und Anzeigeelemente bzw. -felder aufgeteilt sein. Das Display 110 zeigt in der in Figur 2 dargestellten spezifischen Ausführungsform 100 in seiner Mitte ein Anzeigfeld 111 , auf welchem Daten für den Nutzer angezeigt werden, wobei diese auch geeignet farblich gekennzeichnet oder farblich hinterlegt sein können. Anhand spezifischer Farben können die angezeigten Daten neben ihrem reinen Inhalt auch weitere damit verbundene Informationen geben, wobei eine Bedeutung einer spezifischen Farbgebung dem Nutzer bekannt sein muss. Ggf. verfügt die mobile Mess- und Kalibriereinheit 100 auch über eine aufrufbare „Hilfsfunktion", die u.a. auch Auskunft bzgl. dieser Bedeutung gibt. Das Display 110 verfügt auf der rechten Seite über einen Scrollbar 112. Im oberen und unte- ren Bereich des hier dargestellten Displays 110 ist je eine Symbolleiste 113 bzw.114 vorgesehen. Jede der Symbolleisten 113 bzw. 114 zeigt über geeignete, einem Nutzer bekannte Symbole verschiedene Funktionen der mobilen Mess- und Kalibriereinheit 100, wobei die jeweiligen Funktionen durch entspre- chende Berührung aktivierbar sind. In der dargestellten Ausführungsform 100 ist zumindest die Symbolleiste 113 ferner erweiterbar, bspw. durch Berühren eines Pfeilsymbols 115.
Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform 200 einer erfindungsgemäß vorgeschlagenen mobilen Mess- und Kalibriereinheit. Die hier dargestellte Mess- und Kalibriereinheit 200 hat eine rechteckige Form mit einer Längsseite von etwa 10 bis 20 cm und einer Breitseite von etwa 5 bis 15 cm. Figur 3a zeigt eine Frontansicht der Mess- und Kalibriereinheit 200, während Figur 3b eine Rückansicht zeigt. Mess- und Kalibriereinheit 200 verfügt über eine Berührungsanzeige 310 (Touch Screen), über welche durch geeignete Berührung direkt Befehle einge- geben werden können. Unterhalb der Anzeige 310 sind Navigationsknöpfe 311 vorgesehen, die zur Navigation dienen. Auf der Rückseite der Mess- und Kalibriereinheit 300, wie in Figur 3b gezeigt, sind Schnittstellen 312 gezeigt. Bei einer der Schnittstellen 312 kann es sich bspw. um ein RFID-Interface handeln, welches einen Datenaustausch, insbesondere ein Auslesen eines RFID-Tags, wie er auf Bauteilen einer zu kalibrierenden Maschine vorgesehen sein können, ermöglicht. Bei einer anderen der Schnittstellen 312 kann es sich bspw. um ein Barcode Interface handeln, welches ein Einlesen eines Barcodes als Identifikation bspw. eines Bauteils ermöglicht. Ferner ist auf der Rückseite eine Versorgung 315 vorgesehen, mit deren Hilfe die Mess- und Kalibriereinheit 300 betrie- ben werden kann.
