Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
MOBILE MODULE AND PLATFORM AND MOBILE MODULE SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/133595
Kind Code:
A2
Abstract:
The present invention relates to a mobile module system (1), comprising at least one mobile module (2), at least one platform (3) and at least one vehicle, wherein the mobile module (2) may selectively be received on the platform (3) or on the vehicle, and proposes as an advantageous further development that the module (2) and the platform (3) can be collectively loaded onto the vehicle, that the vehicle has at least one receiving base (34) for the module (2), that the platform (3) has at least one receiving base (32) for the module (2), and that, with respect to an imaginary common installation plane (26) for the vehicle and the platform (3), a supporting height (H2) of the receiving base (34) on the vehicle (4) for the module (2) corresponds to or substantially corresponds to a supporting height (H1) of the receiving base (32) at the platform (3) for the module (2) in at least one usage position. The invention also relates to a mobile module and a platform, to a method for using a mobile module system, to a mobile supporting device system, and to a method for using a mobile supporting device system.

Inventors:
THAL, Wilfried (Wildenbruchstraße 41, Düsseldorf, 40545, DE)
Application Number:
EP2010/056818
Publication Date:
November 25, 2010
Filing Date:
May 18, 2010
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
THAL, Wilfried (Wildenbruchstraße 41, Düsseldorf, 40545, DE)
International Classes:
B60R15/00; A47K11/00; B60P1/44; B60P3/32; B62D63/00; E03D7/00; E04H1/12
Attorney, Agent or Firm:
BRÖTZ, Helmut et al. (Rieder & Partner, Corneliusstraße 45, Wuppertal, 42329, DE)
Download PDF:
Claims:
ANSPRÜCHE

1. Mobiles Raumzellensystem, umfassend zumindest eine mobile Raumzelle, insbesondere mobile Sanitärzelle, zumindest ein Podest für die mobile Raumzelle und zumindest ein Fahrzeug, insbesondere Kraftfahrzeug oder

Anhänger für Kraftfahrzeuge, wobei die mobile Raumzelle wahlweise auf dem Podest oder auf dem Fahrzeug aufnehmbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Raumzelle (2) und das Podest (3) auf das Fahrzeug (4) gemeinsam aufladbar sind, dass das Fahrzeug (4) zumindest eine Auf- nahmebasis (34) für die Raumzelle (2) aufweist, dass das Podest (3) zumindest eine Aufnahmebasis (32) für die Raumzelle (2) aufweist, und dass in Bezug auf eine gedachte gemeinsame Aufstellebene (26) für das Fahrzeug (4) und das Podest (3) in zumindest einer Gebrauchsstellung eine Stützhöhe (H2) der Aufnahmebasis (34) an dem Fahrzeug (4) für die Raumzelle (2) einer Stützhöhe (Hi) der Aufnahmebasis (32) an dem Podest

(3) für die Raumzelle (2) entspricht oder im Wesentlichen entspricht.

2. Mobiles Raumzellensystem gemäß Anspruch 1, wobei als mobile Raumzelle insbesondere eine mobile Sanitärzelle vorgesehen ist, und wobei das Podest insbesondere zumindest einen Tank, insbesondere einen Abwassertank und/ oder einen Frischwassertank, aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Podest (3) an der Raumzelle (2) benachbart zu einer seitlichen Wand (6) der Raumzelle (2) lösbar befestigbar, insbesondere lösbar befestigt ist.

3. Mobiles Raumzellensystem gemäß einem oder beiden der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem unteren Rand der Raumzelle (2) oder in dessen Nähe Gelenkmittel vorgesehen sind, welche gemeinsam mit Gelenkmitteln an dem Podest (3) zumindest ein lösbares Drehgelenk (13) bilden, um dessen Gelenkdrehachse (19) das Podest (3) mit seiner Aufnahmebasis (32) für die Raumzelle (2) der seitlichen Wand (6) der Raumzelle (2) zugewandt wahlweise gegen diese seitliche Wand (6) anklappbar oder von dieser seitlichen Wand (6), insbesondere um zumindest eine Viertelumdrehung, abklappbar ist.

4. Mobile Raumzelle, insbesondere mobile Sanitärzelle, und Podest, welches insbesondere zumindest einen Tank, insbesondere einen Abwassertank und/ oder einen Frischwassertank, aufweist, für die Raumzelle, wobei das Podest zumindest eine Aufnahmebasis für die Raumzelle aufweist, da- durch gekennzeichnet, dass das Podest (3) an der Raumzelle (2) benachbart zu einer seitlichen Wand (6) der Raumzelle (2) lösbar befestigbar, insbesondere lösbar befestigt ist.

5. Mobile Raumzelle und Podest gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeich- net, dass an dem unteren Rand der Raumzelle (2) oder in dessen Nähe Gelenkmittel vorgesehen sind, welche gemeinsam mit Gelenkmitteln an dem Podest (3) zumindest ein lösbares Drehgelenk (13) bilden, um dessen Gelenkdrehachse (19) das Podest (3) mit seiner Aufnahmebasis (32) für die Raumzelle (2) der seitlichen Wand (6) der Raumzelle (2) zugewandt wahlweise gegen diese seitliche Wand (6) anklappbar oder von dieser seitlichen Wand (6), insbesondere um zumindest eine Viertelumdrehung, abklappbar ist.

6. Mobiles Raumzellensystem gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Fahrzeug (4), insbesondere an der oder im Bereich der Aufnahmebasis (34) des Fahrzeugs (4) für die Raumzelle (2), Gelenkmittel vorgesehen sind, welche gemeinsam mit an dem Podest (3) vorgesehenen Gelenkmitteln ein lösbares Drehgelenk (13) bilden, um dessen Gelenkdrehachse (19) das Podest (3) mit seiner daran vorgesehenen Aufnahmebasis (32) für die Raumzelle (2) einer seitlichen Wand (6) der Raumzelle (2) zugewandt wahlweise gegen diese seitliche Wand (6) anklappbar oder von dieser seitlichen Wand, insbesondere um zumindest eine Viertelumdrehung, abklappbar ist.

7. Mobiles Raumzellensystem gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, 6, dadurch gekennzeichnet, dass Gelenkmittel des Fahrzeugs (4) an dessen Rückseite und/ oder an zumindest dessen einer Längsseite angebracht sind.

8. Mobiles Raumzellensystem gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, 6 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Raumzelle (2) an ihrer Unterseite Verschiebehilfsmittel, insbesondere Laufrollen (37) für Schienen (30, 33), aufweist, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass die Aufnahmebasis (34) an dem Fahrzeug (4) für die Raumzelle (2) Verschiebehilfsmittel, insbesondere eine oder mehrere zu den Laufrollen (37) der Raumzelle (2) passende Schienen (33) aufweist, welche insbesondere eine im Querschnitt hinterschnittene, insbesondere T-profilartige, Nut (38) aufweisen und / oder in einer umgebenden Oberfläche ganz oder teilweise versenkt eingelassen sind und/ oder aus Leichtmetall hergestellt sind.

9. Mobiles Raumzellensystem gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 1 bis 3, 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die an dem Fahrzeug (4) angebrachten Schienen (33) sich in Längsrichtung des Fahrzeugs (4) erstrecken.

10. Mobiles Raumzellensystem gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 1 bis 3, 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die an dem Fahrzeug (4) angebrachten Schienen (33) sich quer zur Längsrichtung (LF) des Fahrzeugs (4) erstrecken, wobei insbesondere mehrere zueinander pa- rallel verlaufende Schienengruppen, insbesondere Schienenpaare (55), vorgesehen sind, von denen jede Schienengruppe bzgl. ihres internen Schienenabstands an seitliche Abstände zwischen an der Unterseite der Raumzelle (2) angebrachten Laufrollen (37) angepasst ist.

11. Mobiles Raumzellensystem gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 1 bis 3, 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Anhänger (5) in Leichtbauweise überwiegend aus Leichtmetall, insbesondere aus Aluminium, hergestellt ist.

12. Mobile Raumzelle und Podest gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 4 bis 5 oder mobiles Raumzellensystem gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 1 bis 3, 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Raumzelle (2) an ihrer Unterseite Verschiebehilfsmittel, insbesondere Laufrollen (37) für Schienen (30, 33), aufweist, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass die Aufnahmebasis (32) an dem

Podest (3) als Verschiebehilfsmittel eine oder mehrere zu den Laufrollen (37) passende Schienen (30), insbesondere in eine Oberfläche ganz oder teilweise versenkt eingelassene Schienen (30), insbesondere aus Leichtmetall, aufweist.

13. Mobile Raumzelle und Podest gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 4 bis 5, 12 oder mobiles Raumzellensystem gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 1 bis 3, 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schienen (30, 33) eine im Querschnitt hin- terschnittene, insbesondere T-profilartige, Nut (31, 38) aufweisen, in welche die Laufrollen (37) formschlüssig eingreifen.

14. Mobile Raumzelle und Podest gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 4 bis 5, 12 bis 13 oder mobiles Raumzellensystem ge- maß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 1 bis 3, 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkmittel so ausgeführt und/ oder angeordnet sind, dass sich in einer bestimmten erreichbaren Drehstellung des Podests (3) um die Gelenkdrehachse (19) dessen Aufnahmebasis (32) für die Raumzelle (2) in oder parallel zu einer von der Unterseite der Raumzelle (3) aufgespannten Ebene erstreckt, wobei sich in dieser Drehstellung insbesondere die Laufrollen (37) in einer zur Führung in den Schienen (30) des Podests (3) passenden Ebene befinden.

15. Mobile Raumzelle und Podest gemäß einem oder mehreren der vorange- henden Ansprüche 4 bis 5, 12 bis 14 oder mobiles Raumzellensystem gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 1 bis 3, 6 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Podest (3) in Leichtbauweise überwiegend oder ganz aus den Materialien Kunststoff und/ oder Leichtmetall hergestellt ist.

16. Mobile Raumzelle und Podest gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 4 bis 5, 12 bis 15 oder mobiles Raumzellensystem gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 1 bis 3, 6 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Podest (3) zumindest einen Tank auf- weist oder als zumindest ein Tank ausgebildet ist, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass der Tank eine im Vergleich zu der Raumzelle (2) gleiche oder im Wesentlichen gleiche Grundfläche aufweist, und wobei insbesondere vorgesehen ist, dass das Podest zumindest einen Abwassertank und/ oder zumindest einen Frischwassertank aufweist.

17. Mobile Raumzelle und Podest gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 4 bis 5, 12 bis 16 oder mobiles Raumzellensystem gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 1 bis 3, 6 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (42) des Tanks aus Kunststoff, insbesondere aus thermoplastischem Kunststoff, aus Komposit-Material und/ oder aus Leichtmetall hergestellt ist und Verstärkungen (44), insbesondere aus Metall, wie bspw. aus Stahl oder aus Aluminiumlegierung, aufweist.

18. Mobile Raumzelle und Podest gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 4 bis 5, 12 bis 17 oder mobiles Raumzellensystem gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 1 bis 3, 6 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Raumzelle (2) in Leichtbauweise hergestellt ist, insbesondere unter Verwendung von Kammerwänden, deren Oberflächen von vergleichsweise dünnen Platten, insbesondere GFK-

Platten, gebildet werden und die in ihrer Kammer Formisolierschaum oder dergleichen enthalten, und insbesondere unter Verwendung von an den Kammerwänden angebrachten Strangprofilen (45) aus Leichtmetall, insbesondere aus Aluminium-Legierung.

19. Mobile Raumzelle und Podest gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 4 bis 5, 12 bis 18 oder mobiles Raumzellensystem gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 1 bis 3, 6 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Raumzelle (2) Sanitäreinbauten, insbe- sondere zumindest eine Toilette (7) mit Wasserspülung und/ oder zumindest eine Stehtoilette (8) mit Wasserspülung und/ oder zumindest ein Waschbecken (9) und/ oder zumindest eine Dusche, beinhaltet.

20. Mobile Raumzelle und Podest gemäß einem oder mehreren der vorange- henden Ansprüche 4 bis 5, 12 bis 19 oder mobiles Raumzellensystem gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 1 bis 3, 6 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Abwassertank (12) insbesondere an seiner Oberseite (27), welche seiner Aufnahmebasis für die Raumzelle (2) zugewandt ist, eine verschließbare Anschlussöffnung (47) aufweist und dass die Raumzelle (2), insbesondere in ihrem Boden (35), eine Öffnung (48) zum Anschluss der Sanitäreinbauten an die Anschlussöffnung (47) des Abwassertanks (12) aufweist.

21. Mobile Raumzelle und Podest gemäß einem oder mehreren der vorange- henden Ansprüche 4 bis 5, 12 bis 20 oder mobiles Raumzellensystem gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 1 bis 3, 6 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass in Bezug auf die Podestaufstellebene die Podestbreite (Bp) der Raumzellenbreite (BR) und die dazu quer messbare Podestlänge (Lp) der Raumzellenhöhe (HR) entspricht.

22. Mobile Raumzelle und Podest gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 4 bis 5, 12 bis 21 oder mobiles Raumzellensystem gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 1 bis 3, 6 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Raumzellenlänge (LR) der Raumzellen- höhe (HR) oder einem ganzzahligen Mehrfachen der Raumzellenhöhe (HR) entspricht.

23. Verfahren zum Gebrauch eines mobilen Raumzellensystems (1), umfassend die Verfahrensschritte: Bereitstellen von zumindest einer mobilen Raumzelle (2), insbesondere mobilen Sanitärzelle, Bereitstellen von zumindest einem Podest (3) für die mobile Raumzelle (2) und

Bereitstellen von zumindest einem Fahrzeug (4), insbesondere Kraftfahrzeug oder Anhänger (5) für Kraftfahrzeuge, wobei die mobile Raumzelle (2) wahlweise auf dem Podest (3) oder auf dem Fahrzeug (4) aufnehmbar ist und wobei die Raumzelle (2) und das Podest (3) auf das Fahrzeug (4) gemeinsam aufladbar sind, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass das Fahrzeug (4) zumindest eine Aufnahmebasis (34) für die Raumzelle (2) aufweist, dass das Podest (3) zumindest eine Aufnahmebasis (32) für die Raumzelle (2) aufweist, und dass in Be- zug auf eine gedachte gemeinsame Aufstellebene (26) für das Fahrzeug (4) und das Podest (3) in zumindest einer Gebrauchsstellung eine Stützhöhe (H2) der Aufnahmebasis (34) an dem Fahrzeug (4) für die Raumzelle (2) einer Stützhöhe (Hi) der Aufnahmebasis (32) an dem Podest (3) für die Raumzelle (2) entspricht oder im Wesentlichen entspricht, gekennzeichnet durch die Verfahrensschritte, dass das Podest (3) dicht neben oder hinter das Fahrzeug (4) gestellt wird und dass die Raumzelle (2) von dem Fahrzeug (4) horizontal auf das Podest (3) verschoben oder verfahren wird.

24. Verfahren nach dem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das mit der Raumzelle (2) auf dem Fahrzeug (4) aufgeladene Podest (3), um das Podest (3) dicht neben oder hinter das Fahrzeug (4) zu stellen, um eine Gelenkdrehachse (19) eines lösbaren Drehgelenks (13), das aus an dem Podest (3) und an dem Fahrzeug (4) oder aus an dem Podest (3) und an der Raumzelle (2) vorgesehenen Gelenkmitteln gebildet wird, auf die Aufstellebene (26) nach unten geklappt wird und insbesondere das lösbare Drehgelenk (13), sofern es aus Gelenkmitteln des Podests und des Fahrzeugs gebildet wird, nach oder vor dem Verschieben bzw. Verfahren der Raumzelle gelöst wird oder, wenn es aus Gelenkmitteln des Podests und der Raumzelle gebildet wird, vor dem Verschieben bzw. Verfahren der Raumzelle (2) gelöst wird.

25. Mobiles Trageinrichtungssystem (61), umfassend zumindest eine mobile Trageinrichtung (62), wie beispielsweise einen Wagen oder Schlitten, für

Lasten wie beispielsweise Maschinen oder dergleichen, und umfassend zumindest ein Podest (3) für die mobile Trageinrichtung (62) und weiterhin umfassend zumindest ein Fahrzeug (4), insbesondere Kraftfahrzeug oder Anhänger (5) für Kraftfahrzeuge, wobei die mobile Trageinrichtung (62) wahlweise auf dem Podest (3) oder auf dem Fahrzeug (4) aufnehmbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Trageinrichtung (62) und das Podest (3) auf das Fahrzeug (4) gemeinsam aufladbar sind, dass das Fahrzeug (4) zumindest eine Aufnahmebasis (34) für die Trageinrichtung (62) aufweist, dass das Podest (3) zumindest eine Aufnahmebasis (32) für die Tragein- richtung (62 ) aufweist, und dass in Bezug auf eine gedachte gemeinsame

Aufstellebene (26) für das Fahrzeug (4) und das Podest (3) in zumindest einer Gebrauchsstellung eine Stützhöhe (H2) der Aufnahmebasis (34) an dem Fahrzeug (4) für die Trageinrichtung (62) einer Stützhöhe (Hi) der Aufnahmebasis (32) an dem Podest (3) für die Trageinrichtung (62) ent- spricht oder im Wesentlichen entspricht.

26. Mobiles Trageinrichtungssystem (61) gemäß Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Wagen oder Schlitten, insbesondere an dessen unterem Rand oder in der Nähe dessen unteren Randes, Gelenkmittel vorgesehen sind, welche gemeinsam mit Gelenkmitteln an dem Podest (3) zumindest ein lösbares Drehgelenk (13) bilden, um dessen Gelenkdrehachse (19) das Podest (3) mit seiner Aufnahmebasis (32) für den Wagen oder Schlitten einer auf dem Wagen bzw. Schlitten befindlichen Last (60) zugewandt bei auf das Fahrzeug aufgeladenem Wagen bzw. Schlitten wahlweise in Richtung zu der Last (60) klappbar oder entgegengesetzt über eine vertikale Ausrichtung des Podests (3) hinaus, insbesondere um zumindest eine Vierteldrehung hinaus, klappbar ist.

27. Mobiles Trageinrichtungssystem (61) gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Fahrzeug (4), insbesondere an der oder im Bereich der Aufnahmebasis (34) des Fahrzeugs (4) für den Wagen oder Schlitten, Gelenkmittel (63) vorgesehen sind, welche gemeinsam mit an dem Podest (3) vorgesehenen Gelenkmitteln (64) ein lösbares Drehgelenk (13) bilden, um dessen Gelenkdrehachse (19) das Podest (3) mit seiner daran vorgesehenen Aufnahmebasis (32) für den Wagen oder Schlitten einer auf dem Wagen oder Schlitten befindlichen Last (60) zugewandt bei auf das Fahrzeug (4) aufgeladenem Wagen bzw. Schlitten wahlweise in Richtung zu der Last (60) klappbar oder entgegengesetzt über eine vertikale Ausrichtung des Podests (3) hinaus, ins- besondere um zumindest eine Vierteldrehung hinaus, klappbar ist.

28. Verfahren zum Gebrauch eines mobilen Trageinrichtungssystems (61), umfassend die Verfahrensschritte: Bereitstellen von zumindest einer mobilen Trageinrichtung (62), insbeson- dere einem Wagen oder Schlitten,

Bereitstellen von zumindest einem Podest (3) für die mobile Trageinrichtung (62) und

Bereitstellen von zumindest einem Fahrzeug (4), insbesondere Kraftfahrzeug oder Anhänger für Kraftfahrzeuge, wobei die mobile Trageinrichtung (62) wahlweise auf dem Podest (3) oder auf dem Fahrzeug (4) aufnehmbar ist und wobei die Trageinrichtung (62) und das Podest (3) auf das Fahrzeug (4) gemeinsam aufladbar sind, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass das Fahrzeug (4) zumindest eine Aufnahmebasis (34) für die Trageinrichtung (62) aufweist, dass das Podest (3) zumindest eine Aufnahmebasis (32) für die Trageinrichtung (62) aufweist, und dass in Bezug auf eine gedachte gemeinsame Aufstellebene (26) für das Fahrzeug (4) und das Podest (3) in zumindest einer Gebrauchsstellung eine Stützhöhe (H2) der Aufnahmebasis (34) an dem Fahrzeug (4) für die Trageinrichtung (62) einer Stützhöhe (Hi) der Aufnahmebasis (32) an dem Podest (3) für die Trageinrichtung (62) entspricht oder im Wesentlichen entspricht, gekennzeichnet durch die Verfahrensschritte, dass das Podest (3) dicht neben oder hinter das Fahrzeug (4) gestellt wird und dass die Trageinrichtung (62) von dem Fahrzeug (4) auf das Podest (3) verschoben oder verfahren wird.

29. Verfahren nach dem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das mit der Trageinrichtung (62) auf dem Fahrzeug (4) aufgenommene Podest (3), um das Podest (3) dicht neben oder hinter das Fahrzeug (4) zu stellen, um eine Gelenkdrehachse (19) eines lösbaren Drehgelenks (13), das aus an dem Podest (3) und an dem Fahrzeug (4) oder aus an dem Podest (3) und an der Trageinrichtung (62) vorgesehenen Gelenkmitteln gebildet wird, auf die Aufstellebene (26) nach unten geklappt wird und insbesondere das lösbare Drehgelenk (13), sofern es aus Gelenkmitteln des Podests und des Fahrzeugs gebildet wird, nach oder vor dem Verschieben bzw. Verfahren der Trageinrichtung gelöst wird oder, wenn es aus Gelenkmitteln des Podests und der Trageinrichtung gebildet wird, vor dem Verschieben bzw. Verfahren der Trageinrichtung gelöst wird.

30. Mobiles Raumzellensystem (1) oder mobiles Trageinrichtungssystem (61) gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Podest (3) einen sich entlang des Randes bzw. Um- fanges einer Podestgrundfläche erstreckenden Rahmen (77) aufweist, der mit den Gelenkmitteln verbunden ist, und dass innerhalb des Rahmens (77) einer oder mehrere Tanks (78) auswechselbar lösbar befestigt sind.

31. Mobiles Raumzellensystem (1) oder mobiles Trageinrichtungssystem (61) gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Podest (3) einen sich entlang des Randes bzw. Um- fanges einer Podestgrundfläche erstreckenden, insbesondere durchgehenden, Rahmen (77) aufweist, wobei auf der Podestseite, die in einer Gebrauchsstellung, in der eine Raumzelle (2) oder Trageinrichtung (62) auf dem Podest (3) aufgenommen ist, nach unten weist, ein, insbesondere geschlossener, Podestboden (79) vorgesehen ist, und wobei das Podest (3) an der dazu gegenüberliegenden, in dieser Gebrauchsstellung oberen Po- destseite eine Öffnung aufweist, und dass die Raumzelle (2) oder die Trageinrichtung (62) an ihrer Unterseite, die dem Podest (3) in der besagten Gebrauchsstellung zugewandt ist, eine Öffnung (80) aufweist, die insbesondere die gleiche oder im Wesentlichen gleiche Form und Größe wie die Öffnung (81) des Podests (3) aufweist.

32. Mobiles Raumzellensystem (1) oder mobiles Trageinrichtungssystem (61) gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeug (4) an seiner Aufnahmebasis (34) für die Raumzelle (2) oder Trageinrichtung (62) und/ oder das Podest (3) an seiner Aufnahmebasis (32) für die Raumzelle (2) oder Trageinrichtung (62) als Verschiebehilfsmittel je ein Schienenpaar (55) aufweist, dessen Schienen (33) sich zueinander parallel entlang je eines Seitenrandes erstrecken.

33. Mobiles Raumzellensystem (1) oder mobiles Trageinrichtungssystem (61) gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schienen (30, 33) je einen Schienenboden (70) aufweisen, der auf seiner der jeweils anderen bzw. parallelen Schiene zugewandten Seite in einen im Schienenquerschnitt schräg oder gerundet an- steigenden Schienensteg (71) übergeht, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass sich an den Schienensteg (71) und/ oder an die gegenüberliegende Seite des Schienenbodens (70) je eine zu dem Schienenboden (70) senkrechte Schienenwand (72) anschließt.

34. Mobiles Raumzellensystem (1) oder mobiles Trageinrichtungssystem (61) gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schienenlänge (Lsv) an dem Fahrzeug (4) zumindest im Wesentlichen der Länge (LRV) einer Raumzelle (2) oder Trageinrichtung (62) in deren Verfahr- bzw. Verschieberichtung zuzüglich der Länge (Lpv) eines gegen die Raumzelle (2) bzw. gegen die Trageinrichtung (62) angeklappten Podestes (3) in Verfahr- bzw. Verschieberichtung entspricht.

35. Mobiles Raumzellensystem (1) oder mobiles Trageinrichtungssystem (61) gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeug Arretiermittel (86) aufweist, mittels denen die Raumzelle (2) oder die Trageinrichtung (62) in zumindest einer Verschiebe-Zwischenstellung auf dem Fahrzeug (4) in Verschieberichtung lösbar arretierbar ist, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass das Podest (3) in der Verschiebe-Zwischenstellung um das Drehgelenk (13) auf eine

Aufstellebene (26) des Fahrzeuges (4) abschwenkbar ist.

36. Mobiles Raumzellensystem (1) oder mobiles Trageinrichtungssystem (61) gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Arretiermittel (86) zumindest einen Arretierbolzen

(87) umfassen, der an der Raumzelle (2) bzw. Trageinrichtung (62) quer zu einer Schiene (33) des Fahrzeuges (4) längsverschieblich, insbesondere federbelastet, gehalten ist, und dass die Arretiermittel zumindest eine, dem Arretierbolzen (87) zum formschlüssigen Eingriff zugeordnete Öffnung (89) der Schiene des Fahrzeugs umfassen.

37. Mobiles Raumzellensystem (1) oder mobiles Trageinrichtungssystem (61) gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeug (4) im Bereich eines Längsrandes seiner Aufnahmebasis (34) eine Winde (73) mit einem Zugelement (74), wie bspw. mit einem Seil oder dergleichen, aufweist, wobei an dem freien Ende des Zugelements (74) ein Befestigungselement (75), wie bspw. ein Haken, angebracht ist, der lösbar an dem Podest (3) befestigt ist, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass das Fahrzeug (4) im Bereich der der Winde (73) gegenüberliegenden Seite der Aufnahmebasis (34) Gelenkmittel (63) aufweist, die mit Gelenkmitteln (65) des Podests (3) ein lösbares Drehgelenk (13) ausbilden.

38. Mobiles Raumzellensystem (1) oder mobiles Trageinrichtungssystem (61) gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkmittel (63) des Fahrzeugs (4) zumindest einen Gelenkzapfen (64) aufweisen und dass die Gelenkmittel (65) des Podestes (3) zumindest einen, insbesondere zumindest im Wesentlichen U- förmig gebogenen, den Gelenkzapfen umgreifenden Haken (66) aufwei- sen, dessen Einhaköffnung (67) in einem Gebrauchszustand, in welchem das Podest (3) um das mit dem Fahrzeug (4) oder mit der Raumzelle (2) oder mit der Trageinrichtung (61) gebildete Drehgelenk (13) nach unten, insbesondere bis auf eine Aufstellebene (26), abgeklappt ist, zu der Aufstellebene (26) hinweist.

Description:
Mobile Raumzelle und Podest sowie mobiles Raumzellensystem

Die vorliegende Erfindung betrifft zunächst eine mobile Raumzelle, vorzugsweise mobile Sanitärzelle, und ein Podest, welches vorzugsweise zumindest einen Tank, insbesondere einen Abwassertank und/ oder einen Wassertank, aufweist bzw. ausbildet, für die Raumzelle, welches Podest zumindest eine Aufnahmebasis für die Raumzelle aufweist.

Mobile Sanitärzellen bzw. Räume finden herkömmlich häufig dort Einsatz, wo kein Kanalanschluss für die Abwasserentsorgung vorhanden ist. In der Regel ist der Einsatz an einem bestimmten Ort zeitlich begrenzt, woran anschließend die Sanitärzelle und ihr Podest an einen anderen Einsatzort transportiert werden müssen. In solchen Fällen werden entweder schwere, teilweise luftgebremste Fahrzeug- Anhänger mit entsprechend schweren Abwassertanks einge- setzt oder handelsübliche Raum-/Sanitärcontainer auf Stahlabwassertanks aufgebaut. In beiden Fällen ist die Anlieferung nur mit großen, schweren und teuren Transportfahrzeugen und im Fall der Container per Ladekran oder per Hakenlift durchführbar. Im Fall der Container benötigt herkömmlich der Abwassertank zusätzlichen Transportraum auf einem weiteren Kraftfahrzeug (in der Regel LKW) oder Anhänger. Ferner ist herkömmlich bei einer festen Verbindung von Abwassertank und Toilettenanhänger oder Sanitäranhänger ein Übergang der Geruchsbelästigung vom Fäkalien- bzw. Abwassertank in den Benutzerraum durch Leeren des Syphons beim Transport nicht zu verhindern. Als Alternative sind Leichtbauanhänger bekannt, welche jedoch aus Gewichts- gründen keine Tanks besitzen oder bei hohem Gewicht Raum unter oder in der Raumzelle benötigen. Wenn es sich dabei um Sanitärräume, d. h. Sanitärzellen handelt, gibt es keine oder nur sehr aufwändige Lösungen für einen Wasser- / Abwassertank. Ferner sind die bekannten Raumzellen in Leichtbauweise immer fest mit einem Anhängerchassis verbunden. Daran wird als nachteilig emp- funden, dass Räder und Deichseln häufig im Weg sind, die Standzeiten der be- kannten Raumzellen durch die vorgeschriebenen Überprüfungen (TÜV) der Anhänger behindert werden und dass Kosten für Versicherung der Anhänger während der Standzeit anfallen.

Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung zunächst die Aufgabe zugrunde, die eingangs genannte Raumzelle und deren Podest vorteilhaft weiterzubilden, so dass insbesondere zuvor beschriebene Nachteile möglichst weitgehend vermieden werden können.

Gemäß dem ersten bzw. gemäß einem Aspekt der Erfindung ist die Aufgabe zunächst und im wesentlichen in Verbindung mit dem Merkmal gelöst, dass das Podest seitlich benachbart zu einer seitlichen Wand der Raumzelle, insbesondere an einer seitlichen Wand der Raumzelle, lösbar befestigbar bzw. daran je nach Gebrauchsstellung lösbar befestigt ist. Dies ermöglicht insbesondere bei einer von einem Fahrzeug, wie Kraftfahrzeug oder Anhänger, getrennten Bauform der Raumzelle, dass ein für deren Verwendung bestimmtes Podest gekoppelt mit der Raumzelle mitgeführt und bspw. mit der Raumzelle gemeinsam als trennbare Einheit auf ein Fahrzeug geladen oder davon entladen werden kann, wodurch die Handhabung vereinfacht wird. An dem für die Ver- wendung bestimmten Ort kann die Raumzelle von einem Fahrzeug abgeladen, das Podest von der seitlichen Wand der Raumzelle abgelöst und die Raumzelle auf das Podest gestellt werden. Vorzugsweise kann dabei das Podest auf die noch nachfolgend beschriebene Weise auch schon als Hilfsmittel beim Abladen der Raumzelle dienen. Das Fahrzeug, bspw. ein Anhänger, wird dann während der Verwendung der Raumzelle bspw. als Sanitärzelle nicht mehr benötigt und kann bspw. als Bestandteil eines mobilen Raumzellensystems für den Transport weiterer Raumzellen oder für andere Zwecke eingesetzt werden. Nach Verwendung der Raumzelle an einem Ort kann diese zum Abtransport wieder auf ein Fahrzeug aufgeladen und das Podest an ihrer seitlichen Wand lösbar befes- tigt werden. Bei der Aufnahmebasis kann es sich um jede Art von zur Abstüt- zung bzw. zum Tragen der Raumzelle geeignete Basis handeln, also bspw. um eine einfache Stellfläche, um eine gerüst- oder stativartige Aufnahmebasis oder dergleichen. Wie auch noch nachstehend beschrieben, kann die Aufnahmebasis Hilfsmittel, insbesondere Verschiebehilfsmittel, für den Transfer der Raumzelle besitzen oder durch solche Hilfsmittel ausgebildet sein, bspw. Schienen, Rollen, usw. Die mobile Raumzelle könnte je nach Ausführung auch als Container oder Raumcontainer bezeichnet werden. Bezüglich einer bevorzugten mobilen Sanitärzelle wäre insofern also auch von einem Sanitärcontainer bzw. von einem mobilen Sanitärraum zu sprechen, der sanitäre Einrichtungen (bspw. Toilette, Stehtoilette, Waschbecken, Duschwanne oder dergleichen) aufweisen kann. Alternativ könnte die Raumzelle auch Büro- oder Wohneinrichtung beinhalten. Allgemein wird damit unter einer Raumzelle ein mobiler umbauter und von Personen aufsuchbarer Raum verstanden.

Bei einer von der Erfindung bevorzugten mobilen Sanitärzelle kann das Podest zugleich zumindest einen Tank aufweisen und vorzugsweise insgesamt als ein oder mehrere Tanks ausgebildet sein, so dass sich ein vergleichsweise großes Aufnahmevolumen erreichen lässt. Als Tank kommt bspw. ein Abwassertank, ein Wasser- bzw. Frischwassertank und/ oder ein Tank für ein anderes Medium in Betracht. Auf diesbezügliche Ausgestaltungsmöglichkeiten wird noch nachfolgend eingegangen. Indem Raumzelle und Podest lösbar aneinander befestigbar sind, kann der zum gemeinsamen Beladen an einem Fahrzeug benötigte Laderaum verringert werden, bspw. indem nur die Raumzelle an dem Fahrzeug gehalten wird und bspw. das Podest über das Fahrzeug, unter Einhaltung der einschlägigen Vorschriften, übersteht. Das Podest kann prinzipiell benachbart zu und insbesondere an jeder der in Bezug auf die Gebrauchsstellung seitlichen Wände der Raumzelle lösbar befestigbar sein, wozu an der Raumzelle und/ oder an dem Podest geeignete Befestigungsmittel vorhanden sein können. Vorzugsweise sind diese Mittel daran angepasst, dass das Podest mit seiner Aufnahmebasis, also bspw. mit Schienen auf einer Podestoberfläche, der Raumzelle zugewandt, benachbart zu der seitlichen Wand befestigbar ist. Unter einem Abwassertank wird bedeutungsmäßig auch ein je nach Ausstattung einer Sanitärzelle benötigter Abwasser- und Fäkalientank verstanden. Zur zweckmäßigen Weiterbildung können an dem unteren Rand der Raumzelle oder in des- sen Nähe Gelenkmittel (bspw. Gelenkzapfen, Zapfenaufnahme oder dergleichen) vorgesehen sein, welche gemeinsam mit Gelenkmitteln an dem Podest zumindest ein lösbares Drehgelenk bilden, um dessen geometrische Gelenkdrehachse das Podest mit seiner Aufnahmebasis für die Raumzelle der seitlichen Wand der Raumzelle zugewandt wahlweise gegen diese seitliche Wand anklappbar oder von dieser seitlichen Wand, vorzugsweise um zumindest eine Viertelumdrehung bzw. um zumindest 90°, nach unten abklappbar ist. Um die angeklappte Drehlage zu sichern, können an der Raumzelle und/ oder an dem Podest vorzugsweise von der Drehachse beabstandet nachstehend noch exemplarisch beschriebene Befestigungsmittel zur lösbaren Befestigung vorhanden sein, bspw. Mittel zur Steck- und/ oder Schraub Verbindung. Zur Erleichterung der Handhabung des Podestes können auch mechanische Hilfsmittel (wie bspw. eine Kurbel), elektrische oder hydraulische Hilfsmittel oder dergleichen vorhanden sein.

Gemäß einem zweiten bzw. weiteren selbstständigen Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein mobiles Raumzellensystem, umfassend zumindest eine mobile Raumzelle, vorzugsweise eine mobile Sanitärzelle, zumindest ein Podest für die mobile Raumzelle und zumindest ein Fahrzeug, vorzugsweise ein Kraftfahrzeug oder ein Anhänger für Kraftfahrzeuge, wobei die mobile Raumzelle wahlweise auf dem Podest oder auf dem Fahrzeug anordbar ist.

Derartige mobile Raumzellensysteme sind gemäß dem eingangs beschriebenen Stand der Technik bekannt in Gestalt von Toilettencontainern, die von einem schweren LKW mit einem Schwerlastkran auf ein Stahlpodest abgesetzt werden können. Als daran nachteilig wird insbesondere empfunden, dass die benötig- ten schweren Transportfahrzeuge und Ladekräne zu hohen Kosten führen und häufig mehrere Personen erforderlich sind. Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes mobiles Raumzellensystem vorteilhaft weiterzubilden, so dass insbesondere die insofern zum Stand der Technik beschriebenen Nachteile möglichst weitgehend vermieden werden können.

Die Aufgabe wird gemäß einem Aspekt der Erfindung zunächst und im wesentlichen mit den Merkmalen gelöst, dass die Raumzelle und das Podest auf das Fahrzeug gemeinsam aufladbar sind, dass das Fahrzeug zumindest eine Aufnahmebasis für die Raumzelle aufweist, dass das Podest zumindest eine Aufnahmebasis für die Raumzelle aufweist und dass in Bezug auf eine gemeinsame gedachte Aufstellebene für das Fahrzeug und das Podest in zumindest einer Gebrauchsstellung die für die Abstützung maßgebliche Höhe der Auf- nahmebasis an dem Fahrzeug für die Raumzelle der für die Abstützung maßgeblichen Höhe der Aufnahmebasis an dem Podest für die Raumzelle entspricht oder im wesentlichen entspricht. Dies ermöglicht eine kraftarme Verlagerung der Raumzelle von dem Fahrzeug auf das Podest bzw. umgekehrt. Dabei besteht bevorzugt die Möglichkeit, dass das Fahrzeug und/ oder das Podest Hilfsmittel zur insbesondere stufenlosen Einstellung von dessen besagter Höhe aufweist. Auch in diesem Zusammenhang kann es sich bei der genannten Aufnahmebasis von Fahrzeug bzw. Podest prinzipiell um jede Art von Trag- oder Abstützbasis handeln, bspw. bei einem Kraftfahrzeug oder Anhänger unmittelbar um dessen Ladebereich bzw. Fläche oder bspw. um daran befestigte Schie- nen oder dergleichen. Der Erfindung liegt hier der Gedanke zugrunde, dass sich eine auf einem Fahrzeug transportierte Raumzelle an ihrem Einsatzort problemlos auf das dort dicht neben oder hinter das Fahrzeug gestellte Podest horizontal verschieben lässt, da es keinen dies behindernden Höhenunterschied zwischen der Höhe der Fahrzeug- Aufnahmebasis und der Höhe der Podest- Aufnahmebasis gibt. Insofern ist mit der Höhe der jeweiligen Aufnahmebasis ihre jeweilige Abstützhöhe, also die Höhe der die Abstützung bzw. Tragfunktion für die Raumzelle bewirkenden Einrichtungen bzw. Oberflächenbereiche der jeweiligen Aufnahmebasis gemeint. In dem einfachen Beispiel einer glatten Ladefläche bzw. Aufnahmebasis ist damit deren Höhe über der Aufstellebene angesprochen, andererseits bei dort bspw. vorhandenen Schienen die Höhe der daran für die Abstützung bspw. von Laufrollen der Raumzelle maßgeblichen Oberfläche. Wenn die Aufnahmebasis von Fahrzeug und Podest jeweils Schienen aufweist, bedeutet dies, dass in Bezug auf eine gedachte gemeinsame Aufstellebene für das Fahrzeug und das Podest in zumindest einer Gebrauchsstel- lung die Höhe der Schienen bzw. deren Laufflächen an dem Fahrzeug der Höhe der Schienen bzw. deren Laufflächen an dem Podest entspricht oder im wesentlichen entspricht. Unter einer Gebrauchsstellung wird dabei, wie sich auch aus der Beschreibung zu den Figuren eindeutig ergibt, prinzipiell jede der beim Gebrauch der beschriebenen Komponenten mögliche Stellung verstanden (d.h. der Begriff bezieht sich gerade nicht nur auf solche Gebrauchs Stellungen, in denen bspw. eine Verwendung einer Raumzelle nach fertiger Aufstellung als bspw. Toilette oder dergleichen möglich ist).

In der Praxis kommen als Aufstellebene insbesondere asphaltierte (bspw. Stra- ßen) oder natürliche Oberflächen in Betracht. Dabei ist nicht notwendig, dass die beiden oben angesprochenen verglichenen Höhen einander exakt entsprechen. Als ausreichend wird vielmehr angesehen, dass ein horizontales Verschieben einer Raumzelle vom Fahrzeug auf das Podest oder umgekehrt nicht von einem evtl. vorhandenen Höhenunterschied (wie dieser bspw. schon auf- grund des variablen Reifendrucks denkbar wäre) verhindert oder maßgeblich behindert wird. Insofern sind auch etwa gleiche Höhen der jeweiligen Aufnahmebasis an Fahrzeug und Podest für die Erfindung ausreichend. Bevorzugt ist vorgesehen, dass das Podest und/ oder das Fahrzeug Mittel zur insbesondere stufenlosen Einstellung der Höhe und/ oder Neigung auf einer Aufstellfläche (bspw. unebener natürlicher Untergrund) aufweist. Zweckmäßig kann das Po- dest dazu bspw. über höhenverstellbare Füße zum Geländeausgleich verfügen, die entweder außen angebracht oder das Podest durchgreifend ausgeführt sein können. Das erfindungsgemäße mobile Raumzellensystem kann bevorzugt jeweils eine Mehrzahl von Fahrzeugen, Raumzellen und Podesten dafür umfas- sen. Da die Raumzellen zum Gebrauch mittels ihres Podests unabhängig von einem Transportfahrzeug aufstellbar sind und das Fahrzeug während des Gebrauchs der Raumzelle anderweitig zu verwenden ist, ist bevorzugt daran gedacht, dass bei dem mobilen Raumzellensystem die Anzahl von Raumzellen und Podesten größer als die Anzahl von Fahrzeugen ist, wodurch sich Kosten- vorteile ergeben. Auch bei dem erfindungs gemäßen Raumzellensystem besteht die Möglichkeit, dass eine Raumzelle und ein oder mehrere Podeste zu Transportzwecken lösbar aneinander befestigt werden und ggf. nach dem Aufladen auf ein Fahrzeug bspw. das Podest über das Fahrzeug nach hinten übersteht. Dies lässt es zum Beispiel zu, eine Raumzelle, deren Grundriss gerade auf einen Anhänger passt, dennoch gemeinsam mit ihrem Podest auf den Anhänger zu laden.

Das mobile Raumzellensystem kann auf vielfältige Weise bevorzugt weitergebildet werden. Es besteht einerseits die Möglichkeit, dass das Raumzellensys- tem eine oder mehrere mobile Raumzellen und/ oder Podeste aufweist, welche jeweils einzelne oder mehrere der mit Bezug auf den ersten Erfindungsaspekt beschriebenen Merkmale aufweisen, wobei zu möglichen Wirkungen und Vorteilen auch auf die dortige Beschreibung Bezug genommen wird. Alternativ oder kombinativ kann vorgesehen sein, dass an dem Fahrzeug, vorzugsweise an der oder im Bereich der Aufnahmebasis des Fahrzeuges für die Raumzelle, Gelenkmittel vorgesehen sind, welche gemeinsam mit an dem Podest vorgesehenen Gelenkmitteln ein lösbares Drehgelenk bilden, um dessen Gelenkdrehachse herum das Podest mit seiner daran vorgesehenen Aufnahmebasis für die Raumzelle einer seitlichen Wand einer auf das Fahrzeug aufgeladenen Raum- zelle zugewandt wahlweise gegen diese seitliche Wand anklappbar oder von dieser seitlichen Wand, vorzugsweise um zumindest eine Viertelumdrehung bzw. 90°, abklappbar ist. Auch hier können, jeweils beabstandet von der geometrischen Gelenkdrehachse, an dem Podest und/ oder an der Raumzelle Befestigungsmittel vorhanden sein, die zur lösbaren Befestigung des Podests an der Raumzelle geeignet sind. Wird die Raumzelle während des Transports auf dem Fahrzeug an dessen Aufnahmebasis fest gehalten (bspw. mit Gurten fest verzurrt), kann so auch ein unbeabsichtigtes Herunterklappen des Podestes beim Transport vermieden werden. Alternativ kann die Klapp- bzw. Drehlage des Podestes auch mittels einer lösbaren Verriegelung zwischen Podest und Fahr- zeug verhindert werden. Als zweckmäßig wird angesehen, dass die Gelenkmittel des Fahrzeuges an dessen Rückseite und/ oder an dessen zumindest einer Längsseite angebracht sind. Die Positionierung der Gelenkmittel hängt davon ab, in welcher Richtung das Podest bzw. der Tank abgeklappt werden soll, womit dann auch eine bevorzugte Verschieberichtung für die Raumzelle mit vorgegeben wird. Auch können Hilfsmittel zur mechanischen Unterstützung der Klappbewegung vorhanden sein.

Um die kraftsparende Verschiebung der Raumzelle zu erleichtern, kann diese an ihrer Unterseite Verschiebehilfsmittel, vorzugsweise Laufrollen für Schienen, aufweisen, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die Aufnahmebasis an dem Fahrzeug für die Raumzelle Verschiebehilfsmittel, vorzugsweise eine oder mehrere zu den Laufrollen der Raumzelle passende Schienen aufweist, welche vorzugsweise eine im Querschnitt hinterschnittene, vorzugsweise T-profilarti- ge, Nut aufweisen und/ oder in einer umgebenden Oberfläche ganz oder teil- weise versenkt eingelassen sind und/ oder aus Leichtmetall oder bspw. aus

Verbundwerkstoff (bspw. Komposit-Material) hergestellt sind. Funktionsmäßig gleichwertig wäre eine Umkehrung mit Schienen an der Unterseite der Raumzelle und Rollen an der Aufnahmebasis des Fahrzeugs. Hinsichtlich der Ausrichtung von Schienen und geometrischer Gelenkdrehachse in Bezug auf die Fahrzeuglängsrichtung bestehen verschiedene Möglichkeiten, wobei sich die Gelenkdrehachse jeweils bevorzugt senkrecht zur Schienenrichtung erstreckt. Einerseits können sich die an dem Fahrzeug angebrachten Schienen in dessen Längsrichtung erstrecken. Andererseits kann die Schienenlängsrichtung quer zur Fahrzeuglängsrichtung liegen. Besonders bei vergleichsweise längeren Fahrzeugen besteht so die Möglichkeit, dass mehrere zueinander parallel verlaufende Schienengruppen, vorzugsweise Schienenpaare, vorgesehen sind, von denen jede Schienengruppe bzgl. ihres inneren Schienenabstands an seitliche Abstände zwischen den an der Unterseite der Raumzelle angebrachten Laufrollen angepasst ist. Auf diese Weise kann je Schienengruppe bzw. Schienenpaar eine Raumzelle, d. h. insgesamt mehrere Raumzellen auf einem Fahrzeug transportiert werden. Bevorzugt ist auch, dass das Fahrzeug, insbesondere der Anhänger, in Leichtbauweise, insbesondere überwiegend aus Leichtmetall wie bspw. Aluminiumlegierung hergestellt ist, wodurch die Bedienung durch eine Person erleichtert wird.

Darüber hinaus bestehen zahlreiche weitere Möglichkeiten zur bevorzugten Weiterbildung, die sowohl für die erfindungsgemäße Raumzelle mit deren Podest als auch für das erfindungsgemäße mobile Raumzellensystem in Betracht zu ziehen sind. Zum Beispiel kann die Raumzelle an ihrer Unterseite Verschie- behilfsmittel, vorzugsweise Laufrollen für Schienen, aufweisen, wobei bevorzugt ist, dass die Aufnahmebasis an dem Podest als Verschiebehilfsmittel eine oder mehrere zu den Laufrollen passende Schienen, vorzugsweise in eine Oberfläche ganz oder teilweise versenkt eingelassene Schienen, vorzugsweise aus Leichtmetall, aufweist. Als Laufrollen kommen vorzugsweise Gummileichtlauf - rollen zum Einsatz, um eine kraftsparende Horizontalverschiebung zu ermöglichen. Alternativ können als Verschiebehilfsmittel bspw. auch Kufen oder dergleichen verwendet werden. Um eine möglichst kippsichere Abstützung der Raumzelle zu erreichen, werden in Verschieberichtung der Raumzelle betrachtet vorzugsweise zwei oder mehr (bspw. drei) voneinander beabstandete Rollen angeordnet. Hinsichtlich der Schienen an Podest und Fahrzeug ist wiederum bevorzugt, dass sich diese senkrecht zur geometrischen Gelenkdrehachse erstrecken. Um eine besonders zuverlässige und ggf. auch gegen ein Abheben der Raumzelle von der Aufnahmebasis gesicherte Längsführung in Verschieberichtung zu erreichen, können die Schienen eine im Querschnitt hinterschnitte- ne, vorzugsweise T-profilartige, Nut aufweisen, in welche die hieran angepass- ten Laufrollen quer zur Längsrichtung der Schienen formschlüssig eingreifen. Der formschlüssige Eingriff in die Schienennut kann alternativ auch mittels je eines an einem mittleren Steg gehaltenen Laufrollenpaares erfolgen.

Als zweckmäßig wird angesehen, dass die Gelenkmittel so ausgeführt und/ oder angeordnet sind, dass sich in einer bestimmten erreichbaren Drehstellung des Podests um die geometrische Gelenkdrehachse dessen Aufnahmebasis für die Raumzelle in oder parallel zu einer von der Aufnahmebasis am Fahrzeug bzw. zu einer von der Unterseite einer darauf aufgenommenen Raumzelle aufgespannten Ebene erstreckt, wobei sich in dieser Drehstellung vorzugsweise die Laufrollen der Raumzelle in einer zur Führung in den Schienen des Podests passenden Ebene befinden. Es kann ausreichen, wenn sich in der besagten Drehstellung des Podests der dem Fahrzeug zugewandte Rand der Podest- Aufnahmebasis auf Höhe der Fahrzeug- Aufnahmebasis befindet, so dass bei einem solchen unmittelbaren Verschiebeanschluss zwischen Fahrzeug und Podest auch eine im übrigen bestehende Neigung, welche die Verschiebebewegung nicht verhindert, in Kauf genommen werden kann. Um die Handhabung des Podests insbesondere beim Schwenken zu erleichtern, kann dieses in Leichtbauweise überwiegend oder ganz aus den Materialien Kunststoff und/ oder Leichtmetall als Leichtbaupodest ausgeführt sein. Insbesondere dies erleichtert eine Handhabung des Systems durch nur eine Person, sog. EinMann-System.

Wie schon angesprochen, ist bevorzugt, dass das Podest zumindest einen Tank oder als zumindest ein Tank ausgebildet ist. Vorzugsweise ist daran gedacht, dass der zumindest eine Tank eine im Vergleich zu der Raumzelle gleiche oder im wesentlichen gleiche Grundfläche aufweist. Beispielsweise kann das Podest zumindest einen Abwassertank und/ oder zumindest einen Wasser- bzw. Frischwassertank aufweisen. Dadurch wird im Vergleich zu herkömmlichen Sanitärwagen, bei denen aufgrund der Achsen usw. für den Tank nur wenig Platz zur Verfügung steht, ein vergleichsweise größeres Tankvolumen erreicht. Ein insgesamt im Podest untergebrachtes Tankvolumen ist vorzugsweise unterteilbar. Wird das Tankvolumen in mehrere Tanks unterteilt, kann bspw. zusätzlich zu einem Tank für Abwasser (Fäkalien usw.) zusätzlich ein Tank für Frischwasser zur Versorgung von WC-Spülungen und/ oder Handwaschbecken vorhanden sein. Auch bezüglich des Tanks bspw. Abwassertanks wird eine Leichtbauweise als vorteilhaft angesehen. Dazu kann das Gehäuse des Tanks bspw. aus Kunststoff oder bspw. aus Komposit, vorzugsweise aus thermoplastischem Kunststoff, und/ oder aus Leichtmetall hergestellt sein. Um gleichzeitig eine hohe Stabilität und Tragfähigkeit des als Podest für die Raumzelle dienenden Tanks zu erreichen, können Verstärkungen, insbesondere aus Metall wie bspw. aus Stahl oder aus Aluminiumlegierung vorhanden sein. Diese können bspw. stativ- und/ oder rahmenartig ausgestaltet sein und das Tankgehäuse um- und/ oder durchgreifen. Das Podest kann insofern als stabiler Leichtbau- tank ausgestaltet werden. Insbesondere in Verbindung damit ist bevorzugt, dass auch die Raumzelle in Leichtbauweise hergestellt ist, vorzugsweise unter Verwendung von Kammerwänden, deren Oberflächen von im Vergleich zur Wanddicke dünnen Platten, vorzugsweise GFK-Platten, gebildet werden und die in ihrer Kammer zwischen den beiden dünnen Platten sandwichartig Form- isolierschaum oder dergleichen enthalten. Zur Verbindung und Verstärkung der Kammerwände können vorzugsweise daran angebrachte Strangprofile aus Leichtmetall, vorzugsweise aus Aluminiumlegierung, dienen. Durch die Kombination aus einem Leichtbaupodest bzw. Leichtbautank mit einer Leichtbauraumzelle wird ein auch insgesamt leichter Verbund erreicht mit der Besonder- heit, dass der Leichtbautank/ Podest mit entsprechenden Verstärkungen/ Ver- steifungen eine entsprechend leichte Raumzelle tragen kann. Insbesondere ist ein solches System durch Nutzung von Fahrzeug-/ LKW-Chassis als Basis auch auf den Kleintransporterbereich erweiterbar. Dies ermöglicht vorteilhaft den Einsatz von kleinstmöglichen und damit leichten und energiesparenden Fahr- zeugen für den Transport der Raumzellen. Gleichzeitig können in Abhängigkeit von Länge und Breite der Raumzelle und der Tankhöhe bzw. Höhe der am Fahrzeug vorhandenen Aufnahmebasis verschiedene Abwassertankvolumina verwirklicht werden.

Um die Raumzelle vorzugsweise als Sanitärraumzelle weiterzubilden, kann diese Sanitäreinbauten, vorzugsweise zumindest eine Toilette mit Wasserspülung und/ oder zumindest eine Stehtoilette mit Wasserspülung und/ oder zumindest ein Waschbecken und/ oder zumindest eine Dusche beinhalten. In diesem Zusammenhang kann auch von einem mobilen Sanitärraum bzw. Sanitär- Container oder spezieller von einem bspw. Bad- oder Toilettencontainer gesprochen werden. Zur Erzielung einer von außen unsichtbaren und Geruchsbelästigung vermeidenden Verbindung kann der Abwassertank insbesondere an seiner Oberfläche, welche die Aufnahmebasis für die Raumzelle bildet, eine verschließbare Anschlussöffnung aufweisen, während die Raumzelle vorzugswei- se in ihrem Boden eine Öffnung zum Anschluss der Sanitäreinbauten an die

Abschlussöffnung des Abwassertanks besitzen kann. Alternativ oder kombina- tiv kann die Raumzelle Büro- und/ oder Wohneinrichtung beinhalten, d.h. als Büro- und/ oder Aufenthaltscontainer ausgebildet sein. Auch eine derartige Raumzelle kann vorzugsweise mit einem geländeausgleichenden, höhenver- stellbaren Podest eingesetzt werden.

Betreffend die Abmessungen bzw. Abmessungsverhältnisse wird im Hinblick auf die von einem Fahrzeug abgesetzte Gebrauchsstellung bevorzugt, dass in Bezug auf die Podestaufstellebene die Podestbreite der Raumzellenbreite und die dazu quer messbare Podestlänge der Raumzellenhöhe entspricht. Insbeson- dere in Verbindung damit ist bevorzugt, dass die Raumzellenlänge der Raumzellenhöhe unter Ausbildung einer würfelförmigen Raumzelle entspricht oder dass die Raumzellenlänge einem ganzzahligen Mehrfachen, bspw. dem Doppelten oder Dreifachen, der Raumzellenhöhe entspricht. In diesem Fall kann der Tank bspw. aus zwei oder entsprechend mehr gelenkig miteinander verbundenen Tankkörpern bestehen, welche auseinander geklappt nebeneinander liegen und gemeinsam die Podest- Aufnahmebasis für die Raumzelle bilden.

Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Gebrauch eines mobilen Raum- zellensystems, vorzugsweise eines Raumzellensystems, welches einzelne oder mehrere der vorangehend beschriebenen Merkmale aufweist, umfassend die Verfahrensschritte: Bereitstellen von zumindest einer mobilen Raumzelle, vorzugsweise mobilen Sanitärzelle, Bereitstellen von zumindest einem Podest für die mobile Raumzelle und Bereitstellen von zumindest einem Fahrzeug, vor- zugsweise einem Kraftfahrzeug oder einem Anhänger für Kraftfahrzeuge, wobei die mobile Raumzelle wahlweise auf dem Podest oder auf dem Fahrzeug aufnehmbar ist und wobei die Raumzelle und das Podest auf das Fahrzeug gemeinsam aufladbar sind, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass das Fahrzeug zumindest eine Aufnahmebasis für die Raumzelle aufweist, dass das Podest zumindest eine Aufnahmebasis für die Raumzelle aufweist und dass in Bezug auf eine gedachte gemeinsame Aufstellebene für das Fahrzeug und das Podest in zumindest einer Gebrauchsstellung eine Stützhöhe der Aufnahmebasis an dem Fahrzeug für die Raumzelle einer Stützhöhe der Aufnahmebasis an dem Podest für die Raumzelle entspricht oder im Wesentlichen entspricht.

Um im Hinblick auf den eingangs erläuterten Stand der Technik ein derartiges Verfahren vorteilhaft weiterzubilden, schlägt die Erfindung vor, dass das Podest dicht neben oder hinter das Fahrzeug gestellt wird und dass die Raumzelle von dem Fahrzeug horizontal auf das Podest verschoben oder verfahren wird. Die Raumzelle kann somit unmittelbar und ohne Verwendung von zusätzli- chen Hebezeugen, wie bspw. einem Kran oder Stützen, je nach Bedarf von dem Fahrzeug auf das Podest oder von dem Podest auf das Fahrzeug bewegt werden. Bei einer bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, dass das mit der Raumzelle auf dem Fahrzeug aufgeladene Podest, um das Podest dicht neben oder hinter das Fahrzeug zu stellen, um eine Gelenkdrehachse eines lösbaren Drehgelenks, das aus an dem Podest und an dem Fahrzeug oder aus an dem Podest und an der Raumzelle vorgesehenen Gelenkmitteln gebildet wird, auf die Aufstellebene nach unten geklappt wird und insbesondere das lösbare Drehgelenk, sofern es aus Gelenkmitteln des Podests und des Fahrzeugs gebil- det wird, vor oder nach dem Verschieben der Raumzelle gelöst wird oder, wenn das Gelenk aus Gelenkmitteln des Podests und der Raumzelle gebildet wird, vor dem Verschieben der Raumzelle gelöst wird.

Die Erfindung betrifft gemäß einem allgemeineren Erfindungsgedanken auch ein mobiles Trageinrichtungssystem, umfassend zumindest eine mobile Trageinrichtung, wie insbesondere einen Wagen oder Schlitten, für Lasten, wie bspw. für Maschinen oder dergleichen, und umfassend zumindest ein Podest für die mobile Trageinrichtung und weiter umfassend zumindest ein Fahrzeug, vorzugsweise Kraftfahrzeug oder Anhänger für Kraftfahrzeuge, wobei die mo- bile Trageinrichtung wahlweise auf dem Podest oder auf dem Fahrzeug aufnehmbar ist.

Vor dem Hintergrund des eingangs beschriebenen Standes der Technik und der dazu beschriebenen Nachteile schlägt die Erfindung zur vorteilhaften Weiter- bildung des Trageinrichtungssystems vor, dass die Trageinrichtung und das Podest auf das Fahrzeug gemeinsam aufladbar sind, dass das Fahrzeug zumindest eine Aufnahmebasis für die Trageinrichtung aufweist, dass das Podest zumindest eine Aufnahmebasis für die Trageinrichtung aufweist, und dass in Bezug auf eine gedachte gemeinsame Aufstellebene für das Fahrzeug und das Podest in zumindest einer Gebrauchsstellung eine Stützhöhe der Aufnahmeba- sis an dem Fahrzeug für die Trageinrichtung einer Stützhöhe der Aufnahmebasis an dem Podest für die Trageinrichtung entspricht oder im Wesentlichen entspricht. Betreffend dadurch erreichbare Wirkungen und Vorteile wird auf die diesbezügliche Beschreibung des mobilen Raumzellensystems Bezug genom- men. Auch die zur vorteilhaften Weiterbildung des mobilen Raumzellensystems beschriebenen Möglichkeiten können entsprechend auf das mobile Trag- einrichtungssystem übertragen werden. Der Begriff Trageinrichtung erf asst in einem weit verstandenen Sinne jedwede Einrichtung, die zum Tragen von praktisch beliebigen Lasten geeignet ist. Bei der Trageinrichtung kann es sich bspw. um einen Wagen handeln, der zwecks leichter Beweglichkeit Räder aufweist. Alternativ kann es sich bei der Trageinrichtung bspw. um einen Schlitten handeln, wobei auch dieser Begriff weit auszulegen ist und insbesondere Trageinrichtungen mit Kufen oder sonstigen Verschiebehilfsmitteln, welche das Verschieben erleichtern oder in eine gewünschte Richtung führen können, mit er- fasst. Zur Aufnahme einer Last eignet sich bspw. schon eine rahmen- oder plattenartige Trageinrichtung. Je nach Anforderungen können auf dem Rahmen bzw. der Platte eine oder mehrere Seitenwände vorhanden sein, und insbesondere kann zusätzlich darüber eine Abdeckung vorgesehen sein. Angesichts dieser möglichen Weiterbildungen kommen also auch Raumzellen als Trageinrich- tungen in Betracht.

Zur Weiterbildung ist bevorzugt, dass an dem Wagen oder Schlitten, vorzugsweise an dessen unterem Rand oder in der Nähe dessen unteren Randes, Gelenkmittel vorgesehen sind, welche gemeinsam mit Gelenkmitteln an dem Po- dest zumindest ein lösbares Drehgelenk bilden, um dessen Gelenkdrehachse das Podest mit seiner Aufnahmebasis für den Wagen oder Schlitten einer auf dem Wagen bzw. Schlitten befindlichen Last zugewandt bei auf das Fahrzeug aufgeladenem Wagen bzw. Schlitten wahlweise in Richtung zu der Last hin klappbar oder entgegengesetzt von der Last weg über eine vertikale Ausrich- tung des Podests hinaus, vorzugsweise um zumindest eine weitere Vierteldre- hung hinaus, klappbar ist. Alternativ besteht die Möglichkeit, dass an dem Fahrzeug, vorzugsweise an der oder im Bereich der Aufnahmebasis des Fahrzeugs für den Wagen oder Schlitten, Gelenkmittel vorgesehen sind, welche gemeinsam mit an dem Podest vorgesehenen Gelenkmitteln ein lösbares Drehge- lenk bilden, um dessen Gelenkdrehachse das Podest mit seiner daran vorgesehenen Aufnahmebasis für den Wagen oder Schlitten einer auf dem Wagen oder Schlitten befindlichen Last zugewandt bei auf das Fahrzeug aufgeladenem Wagen bzw. Schlitten wahlweise in Richtung zu der Last hin klappbar oder entgegengesetzt von der Last weg gerichtet über eine vertikale Ausrichtung des Po- dests hinaus, vorzugsweise um zumindest eine weitere Vierteldrehung darüber hinaus, klappbar ist.

Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Gebrauch eines mobilen Trag- einrichtungssystems, welches insbesondere einzelne oder mehrere der dazu vorangehend beschriebenen Merkmale aufweist, umfassend die Verfahrensschritte: Bereitstellen von zumindest einer mobilen Trageinrichtung, vorzugsweise einem Wagen oder Schlitten, Bereitstellen von zumindest einem Podest für die mobile Trageinrichtung und Bereitstellen von zumindest einem Fahrzeug, vorzugsweise Kraftfahrzeug oder Anhänger für Kraftfahrzeuge, wobei die mobile Trageinrichtung wahlweise auf dem Podest oder auf dem Fahrzeug aufnehmbar ist und wobei die Trageinrichtung und das Podest auf das Fahrzeug gemeinsam aufladbar sind, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass das Fahrzeug zumindest eine Aufnahmebasis für die Trageinrichtung aufweist, dass das Podest zumindest eine Aufnahmebasis für die Trageinrichtung auf- weist, und dass in Bezug auf eine gedachte gemeinsame Aufstellebene für das Fahrzeug und das Podest in zumindest einer Gebrauchsstellung eine Stützhöhe der Aufnahmebasis an dem Fahrzeug für die Trageinrichtung einer Stützhöhe der Aufnahmebasis an dem Podest für die Trageinrichtung entspricht oder im Wesentlichen entspricht. Vor dem Hintergrund des eingangs beschriebenen Standes der Technik und der dortigen Einschränkungen schlägt die Erfindung zur vorteilhaften Weiterbildung eines derartigen Verfahrens vor, dass das Podest dicht neben oder hinter das Fahrzeug gestellt wird und dass die Trageinrichtung von dem Fahrzeug horizontal auf das Podest verschoben wird. Zu dadurch möglichen Wirkungen und Vorteilen wird auf die diesbezügliche Beschreibung des Verfahrens zum Gebrauch eines mobilen Raumzellensystems Bezug genommen. Entsprechend ist auch in diesem Zusammenhang bevorzugt, dass das mit der Trageinrichtung auf dem Fahrzeug aufgenommene Podest, um das Podest dicht neben oder hin- ter das Fahrzeug zu stellen, um eine Gelenkdrehachse eines lösbaren Drehgelenks, welches aus an dem Podest und an dem Fahrzeug oder aus an dem Podest und an der Trageinrichtung vorgesehenen Gelenkmitteln gebildet wird, auf die Aufstellebene nach unten geklappt wird und insbesondere das lösbare Drehgelenk, sofern es aus Gelenkmitteln des Podests und des Fahrzeugs gebil- det wird, vor oder nach dem Verschieben bzw. Verfahren der Trageinrichtung gelöst wird, oder, wenn das Gelenk aus Gelenkmitteln des Podests und der Trageinrichtung gebildet wird, vor dem Verschieben bzw. Verfahren der Trageinrichtung gelöst wird.

Das mobile Raumzellensystem und das mobile Trageinrichtungssystem können auf vielfältig weitere Art und Weise bevorzugt weitergebildet werden. So besteht die Möglichkeit, dass das Podest einen sich entlang des Randes bzw. Um- fanges einer Podestgrundfläche erstreckenden Rahmen aufweist, der mit den Gelenkmitteln des Podests verbunden ist, und dass innerhalb dieses Rahmens ein Tank oder mehrere Tanks auswechselbar lösbar befestigt sind. Auf diese Weise kann der Rahmen des Podests als Aufnahmeeinrichtung für wahlweise verschiedene Tanks von unterschiedlicher Form und/ oder Größe dienen. Es besteht z.B. die Möglichkeit, dass in dem Rahmen nur ein einziger Tank aufgenommen wird, der den inneren Rahmenquerschnitt ausfüllen kann. Alternativ könnten bspw. zwei Tanks (bspw. je ein Frisch- und ein Abwassertank) von jeweils halber Größe in dem Rahmen aufgenommen werden. Es versteht sich, dass weitere Varianten dazu möglich wären, auch bspw. mit drei oder mehr Tanks, wobei bevorzugt ist, dass sich die Grundfläche der gemeinsam in dem Rahmen eingesetzten Tanks zur Grundfläche des von dem Rahmen umfange- nen Hohlraums ergänzt. Die Befestigung der Tanks in dem Rahmen kann mittels herkömmlicher Befestigungsmittel, wie bspw. lösbaren Steck- oder Schraubverbindungen oder anderen Befestigungsmitteln, erfolgen. Wird die Befestigung gelöst, kann der betreffende Tank aus dem Rahmen entnommen und bspw. vor dem Abtransport des Podests entleert werden.

Es besteht auch die Möglichkeit, dass das Podest einen sich entlang des Randes bzw. Umfanges einer Podestgrundfläche erstreckenden, vorzugsweise durchgehenden Rahmen aufweist, wobei auf der Podestseite, die in einer Gebrauchsstellung, in der eine Raumzelle oder eine Trageinrichtung auf dem Podest auf- genommen ist, nach unten weist, ein, vorzugsweise geschlossener, Podestboden vorgesehen ist, und wobei das Podest an der dazu gegenüberliegenden, in dieser Gebrauchs Stellung oberen Podestseite, welche die Aufnahmebasis für die Raumzelle bzw. für die Trageinrichtung bildet, eine Öffnung aufweist, und dass die Raumzelle oder die Trageinrichtung an ihre Unterseite, die dem Podest in der besagten Gebrauchs Stellung zugewandt ist, eine Öffnung aufweist, die vorzugsweise die gleiche oder im Wesentlichen gleiche Form und Größe wie die Öffnung des Podestes aufweist. Wenn bspw. eine Raumzelle auf dem Podest aufgenommen ist, geht somit der Innenraum der Raumzelle ohne Unterbrechung in den Innenraum des Podests über bzw. wird durch den Podestin- nenraum vergrößert. Insbesondere ist bevorzugt, dass in dieser Gebrauchsstellung das Podest und die Raumzelle auf der gleichen Seite je ein mittels Scharnier oder dergleichen angelenktes Türsegment besitzen, dass diese Türsegmente aneinandergrenzen und eine gemeinsame geometrische Drehachse aufweisen und mittels geeigneter Verbindungsmittel (bspw. mittels eines Verschieberie- gels) aneinander lösbar befestigbar sind, so dass sie gemeinsam eine Tür aus- bilden können. Insofern kann auch von einem mit der Raumzelle begehbaren Podest gesprochen werden, wobei die gesamte Raumhöhe größer als die Raumhöhe der Raumzelle ist.

Eine zweckmäßige Weiterbildung wird auch darin gesehen, dass das Fahrzeug an seiner Aufnahmebasis für die Raumzelle oder Trageinrichtung und/ oder das Podest an seiner Aufnahmebasis für die Raumzelle oder Trageinrichtung als Verschiebehilfsmittel je ein Schienenpaar aufweist, dessen beide Schienen sich zueinander parallel entlang je eines Seitenrandes des Podests bzw. des Fahrzeugs erstrecken. Derartige Schienen können je einen Schienenboden aufweisen, der auf seine der jeweils anderen bzw. parallelen Schiene zugewandten Seite in einen im Schienenquerschnitt schräg oder gerundet ansteigenden Schienensteg übergeht, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass sich an den Schienensteg und/ oder an die gegenüberliegende Seite des Schienenbodens je eine zu dem Schienenboden senkrechte Schienenwand anschließt. Bezüglich der Querschnitte der beiden zueinander parallel beabstandeten Schienenstege ist insbesondere eine bezüglich einer vertikalen Mittellinie achsen- bzw. spiegelsymmetrische Gestaltung bevorzugt. Ein derartiges Schienenpaar wirkt auf einen darin mit Rädern verfahrbaren Wagen (analog auf einen Schlitten mit Ku- fen oder dergleichen) richtungsführend und quer zu der Bewegungsrichtung selbstzentrierend. Bevorzugt ist auch an die Möglichkeit gedacht, dass die Schienenlänge an dem Fahrzeug zumindest im Wesentlichen der Länge einer Raumzelle oder Trageinrichtung in deren Verschieberichtung zuzüglich der Erstreckung eines gegen die Raumzelle bzw. gegen die Trageinrichtung ange- klappten Podestes in Verschieberichtung entspricht. So lässt sich erreichen, dass eine Kombination aus Raumzelle (bzw. Trageinrichtung) und Podest, die gemeinsam auf die Aufnahmebasis des Fahrzeugs, bzw. auf dessen Schienen, aufgeladen ist, in Verschiebelängsrichtung nicht über die Schienen übersteht. Auf diese Weise lässt sich bspw. vermeiden, dass an dem Fahrzeug hinten ange- brachte Kennzeichen oder Beleuchtungseinrichtungen (bspw. auch Blinker) von einem überstehenden Podest verdeckt werden oder schwer einsehbar sind. Insbesondere in Kombination mit Schienen, deren Länge größer als die Länge der Raumzelle bzw. Trageinrichtung in Verschieberichtung ist, wird auch bevorzugt, dass das Fahrzeug Arretiermittel aufweist, mittels denen die Raumzelle oder die Trageinrichtung in zumindest einer Verschiebe-Zwischenstellung zwischen den Längsenden der Schienen auf dem Fahrzeug in Verschieberichtung lösbar arretierbar ist, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass das an der Raumzelle oder der Trageinrichtung angelenkte Podest in der Verschiebe- Zwischenstellung um das Drehgelenk auf eine Aufstellebene des Fahrzeugs abschwenkbar ist. Abhängig von den gewählten Arretiermitteln kann die Arretierung in Verschieberichtung ein- oder beidseitig wirken. So ist denkbar, dass die Arretierung nur ein weiteres Verschieben einer Raumzelle (bzw. einer Trageinrichtung) auf dem Fahrzeug in Richtung zu einem Podest bzw. zu einer Fahrzeugladekante verhindert, um insbesondere ein ungewolltes Abrutschen der Raumzelle bzw. der Tragvorrichtung von dem Fahrzeug zu verhindern. Alternativ oder kombinativ kann die lösbare Arretierung bewirken, dass sich die Raumzelle bzw. Trageinrichtung auf dem Fahrzeug nicht wieder von dem Podest bzw. von der Ladekante weggerichtet verlagern lässt, um so insbesondere beim Herabschwenken des Podests um die mit der Raumzelle bzw. Trag- Vorrichtung gebildete Gelenkachse eine Abstützung zu ermöglichen. Eine Arretiereinrichtung, die eine lösbare, in beide Richtungen wirksame Arretierung ermöglicht, kann zumindest einen Arretierbolzen umfassen, der an der Raumzelle bzw. an der Trageinrichtung quer zu einer Schiene des Fahrzeugs längs- verschieblich, vorzugsweise federbelastet, gehalten ist, wobei ferner an zumin- dest einer Schiene des Fahrzeugs zumindest eine dem Arretierbolzen zum formschlüssigen Eingriff zugeordnete Öffnung ausgebildet ist.

Als zweckmäßig wird auch angesehen, dass das Fahrzeug im Bereich eines vorzugsweise von der Ladekante entfernten Längsrandes seiner Aufnahmebasis eine Winde mit einem Zugelement, wie bspw. mit einem Seil oder dergleichen, aufweist, wobei an dem freien Ende des Zugelements ein Befestigungselement, wie bspw. ein Haken, angebracht ist, der lösbar an dem Podest befestigt ist, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass das Fahrzeug im Bereich der der Winde gegenüberliegenden Seite der Aufnahmebasis Gelenkmittel aufweist, die mit Gelenkmitteln des Podests das lösbare Drehgelenk bilden. Eine derartige Winde kann zu ihrem Antrieb bspw. eine Handhabe zur manuellen Betätigung oder bspw. einen Elektromotor aufweisen. Mittels dieser Ausgestaltung kann das Herab- und Hochschwenken des Podests um sein Drehgelenk, insbesondere im Hinblick auf eine bevorzugte Bedienung durch nur eine Person, weiter vereinfacht werden.

Bezüglich des Drehgelenks selbst ist bevorzugt, dass die Gelenkmittel des Fahrzeugs zumindest einen Gelenkzapfen aufweisen und die Gelenkmittel des Podests zumindest einen, zumindest im Wesentlichen U-förmig gebogenen, Ein- haksteg aufweisen, dessen Einhaköffnung in einem Gebrauchszustand, in welchem das Podest um das mit dem Fahrzeug oder mit der Raumzelle oder mit der Trageinrichtung gebildete Drehgelenk nach unten, insbesondere bis auf eine Aufstellebene, abgeklappt ist, zu der Aufstellebene hinweist. Analog ist bevorzugt, dass in einer anderen Gebrauchsstellung, in welcher das Podest zu einer auf dem Fahrzeug aufgenommenen Raumzelle bzw. Trageinrichtung hin geklappt ist, die genannte Einhaköffnung von der Raumzelle bzw. Trageinrichtung weg gerichtet ist. Eine derartige Ausgestaltung eines Drehgelenks ermöglicht, dass sich das Fahrzeug zum Ablösen von dem auf der Aufstellebene abgestellten Podest an seiner Gelenkseite kurzfristig absenken lässt, bis der Gelenk- zapfen aus dem Haken heraustritt, und dann von dem Podest seitlich wegziehen lässt. Entsprechend kann das Fahrzeug umgekehrt an ein Podest angeschlossen werden, wobei die Neigung des Fahrzeuges bevorzugt um dessen eigene Radachse erfolgt. Die beschriebene Zuordnung und Ausgestaltung von Gelenkzapfen und Haken ermöglicht nicht nur ein einfaches Lösen und An- koppeln, sondern auch eine gegen unbeabsichtigtes Lösen gesicherte Gelenk- Verbindung, wenn das Podest gegen die Raumzelle bzw. Trageinrichtung geklappt ist. Es versteht sich, dass das betreffend die Lage von Gelenkzapfen und Haken an dem Fahrzeug und dem Podest und betreffend die Ausgestaltung des Hakens auch Abweichungen von der zuvor beschriebenen Ausgestaltung mög- lieh sind.

Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beigefügten Figuren, welche bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung angeben, weiter beschrieben.

Darin zeigt:

Fig. 1 perspektivisch und in einer ersten exemplarisch ausgewählten

Gebrauchsstellung ein erfindungsgemäßes mobiles Raumzellensystem unter Einschluss einer mobilen Raumzelle mit Podest gemäß Erfindung in einem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel;

Fig. 2 die in Figur 1 gezeigte Anordnung bei etwa entgegengesetzter Blickrichtung;

Fig. 3 die in Figur 1 gezeigte Anordnung, jedoch in einer weiteren Gebrauchsstellung;

Fig. 4 eine Seitenansicht in Blickrichtung IV gemäß Figur 3;

Fig. 5 perspektivisch das Raumzellensystem gemäß Figur 1, jedoch in einer dritten exemplarischen Gebrauchsstellung und mit durchscheinend dargestellten Raumzellenwänden;

Fig. 6 die Situation von Figur 5, jedoch in einer anderen Blickrichtung und mit bereichsweisem Aufbruch der Außenwand; Fig. 7 das Raumzellensystem gemäß Figur 1, in einer weiteren Gebrauchsstellung;

Fig. 8 eine Ausschnittsvergrößerung von Detail VIII aus Figur 3;

Fig. 9 eine Ausschnittsvergrößerung von Detail IX aus Figur 7;

Fig. 10 in einer anderen Blickrichtung die in Figur 7 gezeigte Kombination aus Raumzelle und Podest;

Fig. 11 eine Seitenansicht in Blickrichtung XI gemäß Figur 10;

Fig. 12 eine Ausschnittsvergrößerung von Detail XII in Figur 11;

Fig. 12a eine Ausführungs Variante zu dem in Figur 12 gezeigten Detail;

Fig. 12b perspektivisch die in den vorangehenden Figuren gezeigte Raumzelle in Kopflage, d. h. mit nach oben weisender Bodenplatte;

Fig. 13 perspektivisch ein zweites bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines mobilen Raumzellensystems unter Einschluss einer erfindungsgemäßen Raumzelle und einem an die größere Länge angepassten Faltpodest;

Fig. 14 das Raumzellensystem gemäß Figur 13 in etwa entgegengesetzter

Blickrichtung, wiederum in einer ersten bevorzugten Gebrauchsstellung;

Fig. 15 das Raumzellensystem gemäß Figuren 13 und 14, jedoch in einer weiteren Gebrauchsstellung; Fig. 16 eine Seitenansicht in Blickrichtung XVI gemäß Figur 15;

Fig. 17 das zweite Ausführungsbeispiel in einer weiteren möglichen Gebrauchsstellung;

Fig. 18 ein drittes bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen mobilen Raumzellensystems, aufweisend eine erfindungsgemäße Kombination aus Raumzelle und Podest, in einer ersten Gebrauchs- Stellung;

Fig. 19 das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 18, jedoch in einer abweichenden Gebrauchsstellung;

Fig. 20 ein viertes bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen mobilen Raumzellensystems, umfassend eine erfindungsgemäße Kombination aus Raumzelle und Podest, in einer ersten Gebrauchsstellung;

Fig. 21 das vierte Ausführungsbeispiel, jedoch in einer abweichenden Gebrauchsstellung;

Fig. 22 ein fünftes bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen mobilen Raumzellensystems, umfassend eine erfindungsgemäße Kombination aus Raumzelle und Podest, in einer bevorzugten ersten

Gebrauchsstellung;

Fig. 23 das fünfte Ausführungsbeispiel in einer abweichenden Gebrauchsstellung; Fig. 24 eine Heckansicht in Blickrichtung XXIV gemäß Figur 23;

Fig. 25 das fünfte Ausführungsbeispiel in einer weiteren abweichenden

Gebrauchsstellung;

Fig. 26 perspektivisch ein sechstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen mobilen Raumzellensystems, umfassend eine erfindungsgemäße Kombination aus Raumzelle und Podest, in einer ersten Gebrauchsstellung;

Fig. 27 das sechste Ausführungsbeispiel in einer weiteren Gebrauchsstellung;

Fig. 28 eine Heckansicht in Blickrichtung XXVIII gemäß Figur 27;

Fig. 29 das sechste Ausführungsbeispiel in einer weiteren Gebrauchsstellung;

Fig. 30 perspektivisch ein erfindungsgemäßes mobiles Trageinrichtungssys- tem gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel in einem ersten

Gebrauchszustand;

Fig. 31 das in Fig. 30 gezeigte Trageinrichtungssystem in einem weiteren

Gebrauchszustand;

Fig. 32 das Trageinrichtungssystem in einer Seitenansicht in Blickrichtung XXXII gemäß Fig. 31, in einer weiteren Gebrauchsstellung, in welcher das Podest auf einer Aufstellebene abgeklappt wurde; Fig. 33 das in den Figuren 30 - 32 gezeigte Trageinrichtungssystem in einer weiteren Gebrauchsstellung, wobei die Trageinrichtung von dem Fahrzeug auf das Podest verschoben und das Fahrzeug abgekuppelt wurde;

Fig. 34 perspektivisch eine Gebrauchsstellung des erfindungsgemäßen mobilen Raumzellensystems gemäß einem siebten bevorzugten Ausführungsbeispiel;

Fig. 35 perspektivisch eine Gebrauchsstellung des erfindungs gemäßen mobilen Raumzellensystems gemäß einem achten bevorzugten Ausführungsbeispiel;

Fig. 36 das in Fig. 35 gezeigte Raumzellensystem in einem weiteren Gebrauchszustand, in Blickrichtung XXXVI gemäß Fig. 35;

Fig. 37 das Raumzellensystem der Figuren 35, 36 in einer noch weiteren Gebrauchsstellung;

Fig. 38 eine Unteransicht der in den Figuren 35 - 37 gezeigten Kombination aus Raumzelle und daran befestigtem Podest;

Fig. 39 perspektivisch eine Gebrauchsstellung des erfindungsgemäßen mobilen Raumzellensystems gemäß einem neunten bevorzugten Aus- führungsbeispiel;

Fig. 40 das Raumzellensystem gemäß Fig. 39 in einer weiteren Gebrauchsstellung; Fig. 41 das Raumzellensystem der Figuren 39, 40 in einer noch weiteren Gebrauchsstellung;

Fig. 42 eine Draufsicht auf ein Fahrzeug eines mobilen Raumzellensystems oder eines mobilen Trageinrichtungssystems gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel,

Fig. 43 perspektivisch eine Gebrauchsstellung eines erfindungsgemäßen mobilen Raumzellensystems gemäß einem elften bevorzugten Aus- führungsbeispiel;

Fig. 44 eine weitere Gebrauchsstellung des in Fig. 43 gezeigten Raumzellensystems,

Fig. 44a einen Ausschnitt in Blickrichtung XLIVa und

Fig. 45 eine Draufsicht auf das in Fig. 44 gezeigte Fahrzeug in Blickrichtung XXXXV.

Mit Bezug auf die Figuren 1 bis 12b wird zunächst ein erfindungsgemäßes mobiles Raumzellensystem 1 gemäß einem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel vorgestellt. Dieses umfasst in der Darstellung eine mobile Raumzelle 2, ein Podest 3 und einen in dem Beispiel als Fahrzeug 4 dienenden, auch mit dem Bezugszeichen 5 versehenen Anhänger. Aus der vorangehenden Beschreibung wird aber deutlich, dass das mobile Raumzellensystem 1 eine im Vergleich zur Darstellung beliebig größere Anzahl dieser Komponenten aufweisen kann. Bei dem in den Figuren 1, 2 gezeigten Gebrauchszustand ist das Podest 3 lösbar und benachbart zu einer seitlichen Wand 6 der Raumzelle 2, welche in Heckrichtung des Anhängers 5 weist, an der Raumzelle 2 befestigt. Figur 5 veran- schaulicht, dass die mobile Raumzelle 2 in dem gewählten Beispiel mittels einer darin eingebauten Toilette 7 und Stehtoilette 8, jeweils mit Wasserspülung, und mittels eines darin eingebauten Waschbeckens 9 als Sanitärzelle ausgebildet ist, welche in den Figuren auch mit dem Bezugzeichen 10 bezeichnet wird. Die genannten Sanitär-Einbauten können bspw. von einem eingebauten (in den Figu- ren nicht gezeigten) Tank oder mittels einer externen Zuleitung mit Wasser versorgt werden. Die Sanitärzelle 10 kann von einer Person durch eine verschließbare Tür 11 (oder je nach Ausführung durch mehrere Türen) betreten bzw. verlassen werden. Auf die Sanitärzelle 10 abgestimmt, ist das Podest 3 in dem Beispiel als Abwassertank ausgebildet, der in den Figuren auch das Bezugszeichen 12 trägt. Alternativ von der gezeigten Ausgestaltung könnte bspw. vorgesehen sein, dass das von dem Podest gebildete Volumen unterteilt ist. Beispielsweise könnte sich im Inneren des Podests neben einem Abwassertank auch noch der schon oben angesprochene Tank zur Versorgung bspw. einer WC-Spülung eines Handwaschbeckens oder dergleichen mit sauberem Wasser befinden. Prin- zipiell können im Podest mehrere Tanks für verschiedene Medien enthalten sein (so bspw. Frischwasser, Brauchwasser, Fäkalien usw.). In dem in den Figuren 1, 2 gezeigten Gebrauchszustand ist die Sanitärzelle 10 mit daran seitlich lösbar angebrachtem Abwassertank 12 auf den Anhänger 5 aufgeladen, wobei der Abwassertank 12 über das Anhängerheck übersteht. Zur lösbaren Befesti- gung dienen zwei am unteren Rand der Sanitärzelle 10 gebildete Drehgelenke 13, von denen je eines je einer Anhängerseite zugewandt liegt. Besonders die Figuren 8, 9 verdeutlichen, dass jedes Drehgelenk 13 einen Gelenkzapfen 14 mit halbkreisförmigem Querschnitt und eine an dessen Durchmesser angepasste und den Gelenkzapfen 14 dadurch drehgelenkig umgreifende Gelenk- Halbschale 15 umfasst. In Figur 8 ist der Gelenkzapfen 14 in seiner Längsrichtung in eine am Rahmen 16 integrierte, dafür im Querschnitt angepasst halbkreisförmige Öffnung 17 bis zu einem Anschlag eingeschoben und kann in dieser Position (bspw. durch einen nicht mit dargestellten Sicherungsstift) arretiert werden. In der Gebrauchsstellung der Figuren 1, 2 umschließt die jeweilige, an dem Abwassertank 12 seitlich fest angebrachte Gelenk-Halbschale 15 den halb- runden Umfang des Gelenkzapfens 14, so dass vertikal und dazu seitlich ein Formschluss resultiert. Zur lösbaren Befestigung sind zusätzlich verspannbare Verriegelungseinrichtungen 18 vorhanden, die im oberen Bereich des Rahmens 16 jeweils seitlich der Wand 6, also vertikal beabstandet zur geometrischen Ge- lenkdrehachse 19, angeordnet sind. Jede der beiden Verriegelungseinrichtungen 18 umfasst einen am Rahmen 20 des Abwassertanks 12 schwenkbar angebrachten Verriegelungsbolzen 21, auf dessen freies Ende eine Mutter 22 verstellbar aufgeschraubt ist (vgl. Figur 9), sowie ein an dem Rahmen 16 der Raumzelle 2 fest angebrachtes Verriegelungsblech 23 mit einer zu seiner jewei- ligen Außenseite hin offenen Aufnahmenut 24 für den Verriegelungsbolzen 21 (vgl. auch Figur 11). In bspw. Figur 1 ist der Verriegelungsbolzen 21 in die zugehörige Nut 24 eingeschwenkt und diese Schwenklage durch Anziehen der Mutter 22 fixiert worden. Es wird angemerkt, dass die Drehgelenke 13 und auch die Verriegelungseinrichtungen 18 je nach Anforderungen auch alternativ mittels von den Figuren abweichender Gelenk- und Verriegelungsmittel realisiert werden könnten.

Zum Übergang in die in den Figuren 3, 4 gezeigte weitere Gebrauchsstellung wurden die beiden Verriegelungseinrichtungen 18 entriegelt und der Abwas- sertank 12 um die Gelenkdrehachse 19 um eine Vierteldrehung, d. h. um 90°, von der Wand 6 der Sanitärzelle 10 nach unten geklappt. In dieser Klappstellung liegt die vormals (in den Figuren 1, 2) in Fahrzeug-Heckrichtung weisende Unterseite 25 des Podests 3 auf einer schematisch angedeuteten Aufstellebene 26, bspw. einer Straße, auf welcher auch der Anhänger 5 abgestellt wurde. Die gegenüberliegende Oberseite 27 des Podests erstreckt sich nun parallel zu der Aufstellebene 26 und auf insofern gleicher Höhe wie die bspw. auch in Figur 7 gezeigte ebene Ladefläche 28 des Anhängers 5. Figur 3 zeigt, dass in die Oberseite 27 des Abwassertanks 12 im Bereich beider Längsseiten 29 je eine sich in Längsrichtung des Podests 3 erstreckende und in die Oberfläche 27 vertieft ein- gelassene Schiene 30 mit im Querschnitt T-profilartiger Nut 31 (vgl. Figur 12) erstreckt. Die beiden parallelen Schienen 30 bilden mit ihren Laufflächen an dem Podest 3 gemeinsam eine Aufnahmebasis 32 für die Raumzelle 2. Ebenso bilden zwei entlang der beiden Längsränder des Fahrzeugs 4 zueinander parallel verlaufende und in die Ladefläche 28 versenkt eingelassene Schienen 33, welche den gleichen Querschnitt wie die Schienen 30 besitzen, gemeinsam an dem Fahrzeug 4 bzw. Anhänger 5 eine Aufnahmebasis 34 für die Raumzelle 2. Figur 12b zeigt schematisch, dass von der Unterseite des Bodens 35 der Raumzelle 2 entlang beider seitlicher Längsränder jeweils ein im Querschnitt T- profilartiger Rollenträger 36 verläuft, an welchem jeweils drei in Längsrichtung voneinander beabstandete Rollenpaare aus je zwei Laufrollen 37 gehalten sind. Dabei erstrecken sich die beiden Laufrollen 37 je eines Paares von dem für sie mittleren Steg des Rollenträgers 36 in zueinander entgegengesetzte Richtungen, so dass sie mit dem besagten Steg eine im Querschnitt gleichfalls T-profilartige Eingriffsstruktur bilden. Diese greift in der von Figur 12 gezeigten Quer- schnittsebene sowohl horizontal als auch vertikal jeweils beidseitig mit nur geringem Bewegungsspiel in die Nut 31 bzw. 38 der Schienen 30 bzw. 33 ein. Die vertikale bzw. gewichtsmäßige Abstützung der Raumzelle 2 erfolgt somit mittels der Laufrollen 37 an der am Podest 3 ausgebildeten Aufnahmebasis 32 auf den Laufflächen 39 der Schienen 30 und an der am Fahrzeug 4 ausgebildeten Aufnahmebasis 34 für die Raumzelle 2 mittels der Laufrollen 37 auf den Laufflächen 40 der Schienen 33. In Figur 4 ist die senkrechte Höhe der Laufflächen 39 über der Aufstellebene 26 mit Hi und die vertikale Höhe der Laufflächen 40 über der Aufstellebene 26 mit H 2 bezeichnet. Die Höhe H p des Podests 3 (bezogen auf seine Gebrauchsstellung als Podest) ist hier auf die Chassishöhe des Fahrzeugs 4 (bzw. des Anhängers 5) so abgestimmt, dass die Höhe Hi der Höhe H 2 entspricht und sich die Schienen 30 und 33 somit in einer gemeinsamen, parallel von der Aufstellebene 26 beabstandeten Schienenebene erstrecken. Wie erläutert, entspricht somit die Stützhöhe Hi der Aufnahmebasis 32 an dem Podest 3 der Stützhöhe H 2 der Aufnahmebasis 34 an dem Fahrzeug 4 für die Raumzelle 2. Auch entspricht der Abstand quer zur Längsrichtung der Schie- nen 30 dem Abstand quer zur Längsrichtung der Schienen 34, so dass in der in Figur 5, 6 gezeigten Gebrauchsstellung je eine Schiene 30 in ihrer Längsrichtung mit je einer Schiene 33 fluchtet und daraus quasi ein längerer Schienenstrang entsteht. Wie gezeigt, ermöglicht dies, dass die Raumzelle 2 mittels der Laufrol- len 37 und Schienen 30, 33 horizontal mit nur geringem Kraftaufwand von dem Fahrzeug 4 auf das Podest 3 (oder umgekehrt) verschoben werden kann. Die Figuren 7 und 10 zeigen einen Gebrauchszustand des mobilen Raumzellensystems 1, in welchem die mobile Raumzelle 2 vollständig auf das Podest 3 geschoben wurde, wobei deutlich wird, dass die Raumzelle 2 und das Podest 3 zueinander gleiche Grundrisse aufweisen. Der Anhänger 5 ist somit frei und kann während des Gebrauchs der Raumzelle 2 für andere Zwecke verwendet werden.

Figur 10 zeigt ergänzend, dass an das Podest 3 seitlich unterhalb der Tür 11 eine Treppe 41 gestellt werden kann, um auch selbst bei einer vergleichsweise großen Podesthöhe H p den Zugang zu erleichtern. Figur 12a zeigt eine zu dem Detail aus Figur 12 alternative Ausführung, wobei anstelle eines zentralen Rollenträgers 36 zwei parallel beabstandete Rollenträger 36 (jeweils L-profilartig) vorgesehen sind, zwischen denen im Querschnitt jeweils eine einzelne Laufrolle 37 achsgelagert gehalten ist. Figur 5 ist bei Vergleich mit Figur 3 zu entnehmen, dass vor Beginn des Verschiebens der Raumzelle 2 die beiden Gelenkzapfen 14 aus ihrer Öffnung 17 entnommen wurden.

Mit Bezug auf Figur 6 wird ausgeführt, dass das Podest 3 im Ganzen als ein Abwassertank 12 in Leichtbauweise ausgeführt ist. Es besitzt eine im Grundriss quadratische Form und eine im Vergleich zu den Seitenlängen vergleichsweise geringere, dafür an die Höhe des Anhängerchassis angepasste Podesthöhe H p . Das einteilige, aus thermoplastischem Kunststoff hergestellte Gehäuse 42, von welchem in Figur 6 die Oberseite 27 und zwei Seitenwände 43 sichtbar sind, ist an den Ecken sowie oben und unten an dazu quer verlaufenden Rändern mit L- profilartigen Verstärkungen 44, welche den Rahmen 20 bilden, zur Aufnahme größerer Traglasten verstärkt. Auch die Seitenwände der ebenfalls in Leichtbauweise erstellten Raumzelle 2 sind mit L-profilartigen Strangprofilen 45, welche den Rahmen 16 bilden, verstärkt. Der Abwassertank 12 besitzt an seiner Oberseite 27, die seiner Aufnahmebasis 32 zugewandt liegt, eine mittels eines Gewindestopfens 46 verschließbare Anschlussöffnung 47, die in der bspw. in Figur 7 gezeigten Verschiebestellung der Raumzelle 2 mit einer in deren Boden 35 enthaltenen Öffnung 48 zum Anschluss der von den Sanitäreinbauten kommenden Abwasserleitung 49 an die Anschlussöffnung 47 fluchtet. In Figur 6 ist eine Einrichtung zur Zerkleinerung von im Abwasser enthaltenen Fäkalien und (falls die Sanitärzelle 10 alternativ an ein ggf. höher liegendes Kanalnetz angeschlossen werden soll) zum Pumpen des Abwassers gezeigt. Zum Anschließen der Sanitärzelle 10 an den Abwassertank 12 kann eine Klappe 50 geöffnet und das Austrittsrohr 51 mittels eines (in den Zeichnungen nicht mit dargestellten) Schlauches durch die Öffnung 48 hindurch mit der Anschlussöffnung 47 verbunden werden.

Mit Bezug auf Figur 1 sind als äußere Abmessungen der Raumzelle 2 die Raumzellenlänge als LR, die Raumzellenbreite als BR und die Raumzellenhöhe als HR bezeichnet sowie die Podestlänge als Lp, die Podestbreite als Bp und die Podesthöhe als Hp. Bezüglich Raumzelle und Podest wurden diese Begriffe bezogen auf eine Gebrauchsstellung gewählt, in welcher das Podest zum Verschieben der Raumzelle nach unten geklappt wurde. Die Länge L erstreckt sich jeweils in bevorzugter Verschieberichtung der Raumzelle, die Breite B dazu quer in der Grundfläche und die Höhe H quer zur Länge und Breite. Bei dem in Figur 1 gewählten Beispiel entspricht die Podestbreite Bp der Raumzellenbreite BR und die Podestlänge Lp der Raumzellenhöhe HR. Gleichzeitig sind die Raumzellenlänge LR, Raumzellenbreite BR und Raumzellenhöhe HR zueinander gleich groß gewählt, so dass von einem Würfel zu sprechen ist. Die Figuren 13 bis 17 zeigen ein zweites bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungs gemäßen Raumzellensystems 1. Sowohl für das zweite Ausführungsbeispiel als auch für die folgenden Ausführungsbeispiele werden für darin verwirklichte, den vorangehenden Figuren entsprechende Merkmale zur besseren Übersicht die gleichen Bezugszeichen beibehalten. Der Unterschied gegenüber der vorangehend beschriebenen Ausführung liegt darin, dass die Raumzellenlänge LR dem Doppelten der Raumzellenhöhe HR entspricht, wobei die Raumzellenhöhe HR aber wieder der Raumzellebreite BR entspricht. In Figur 13 ist benachbart zu einer breitseitigen, als vergleichsweise schmaleren seitli- chen Wand der Raumzelle 2 zunächst lösbar ein Podest 3 befestigt, welches zwei mittels eines Gelenks 52 miteinander verbundene Abwassertanks 12 aufweist. Wie angegeben, entspricht die Podestbreite Bp und die Tankbreite BT der dazu parallel gemessenen Raumzellebreite BR sowie der Tanklänge LT, SO dass jeder Abwassertank 12 einen quadratischen Grundriss besitzt. Aus der Gebrauchsstellung gemäß Figur 15 geht hervor, dass beide Abwassertanks 12 gemeinsam in ihrer nebeneinander geklappten Lage ein Podest 3 bilden, dessen Podestlänge Lp dem Doppelten der Tanklänge LT und damit der Raumzellenlänge LR entspricht und dessen Podestbreite Bp der Raumzellenbreite BR jeweils entspricht.

Das in den Figuren 18, 19 gezeigte dritte bevorzugte Ausführungsbeispiel des mobilen Raumzellensystems 1 weicht dadurch von den vorangehenden Bauformen ab, dass es sich bei dem Podest 3 nicht um einen Hohlkörper bzw. Abwassertank handelt. Stattdessen besitzt das Podest 3 dort eine Grundplatte 53 mit an deren Unterseite ausschwenkbaren Füßen 54, wobei die Schienen 30 in die Grundplatte 53 eingelassen sind.

Die Figuren 20, 21 betreffen ein viertes bevorzugtes Ausführungsbeispiel. Der Unterschied zu der bspw. in den Figuren 1 bis 12 gezeigten Bauform besteht darin, dass hier die auf beiden Seiten vorhandenen Drehgelenke 13 eine drehge- lenkige Verbindung zwischen dem Podest 3 und dem Fahrzeug 4 schaffen. Dazu sind die wiederum mit dem Bezugzeichen 14 bezeichneten Gelenkzapfen 14 fest an dem Anhänger 5 angebracht. Im übrigen ist die Ausführung wieder so gewählt, dass im heruntergelassenen Zustand des Podests 3 (vgl. Figur 21) die Schienen 30 auf gleicher Höhe zu den Schienen 33 liegen, so dass eine problemlose Horizontalverschiebung der Raumzelle 2 erfolgen kann.

Mit Bezug auf die Figuren 22 bis 25 wird ein fünftes Ausführungsbeispiel beschrieben. Dort handelt es sich bei dem Fahrzeug 4 um ein angetriebenes Kraft- fahrzeug, bspw. um einen Kleintransporter. Figur 25 zeigt, dass auf der tiefliegenden Ladefläche des Fahrzeugs 4 insgesamt drei Raumzellen 2 mit daran jeweils lösbar befestigtem Podest 3 gleichzeitig aufgenommen werden können. Die auf die Ladefläche aufgesetzten Schienen 33 erstrecken sich quer zur Längsrichtung LF des Fahrzeuges 4 und bilden Schienenpaare 55. Ausgehend von Figur 22 kann eine gewünschte Raumzelle 2 mit daran lösbar befestigtem Podest 3 quer zur Längsrichtung LF des Fahrzeugs 4 auf der Ladefläche verschoben werden bis zu der in Figur 23 gezeigten Verschiebeposition. Dort kann das Podest 3 entriegelt und um das Gelenk 13 nach unten geschwenkt werden. Figur 24 zeigt, dass dann die Stützhöhe Hi der Aufnahmebasis 32 an dem Podest 3 (d. h. die Höhe der Laufflächen 39 über der Aufstellebene 26) wieder der Stützhöhe H 2 der Aufnahmebasis 34 an dem Fahrzeug 4 (d. h. der Höhe der Laufflächen 40 der Schienen 33 über der Aufstellebene 26) entspricht, so dass die Raumzelle 2 wiederum problemlos und ohne nennenswerte Kraftanstrengung von dem Fahrzeug 4 auf das Podest 3 geschoben werden kann, vgl. Figur 25.

Die Figuren 26 bis 29 zeigen ein sechstes bevorzugtes Ausführungsbeispiel des mobilen Raumzellensystems 1 gemäß der vorliegenden Erfindung. Das Fahrzeug 4 trägt auf seiner Ladefläche vier zu seiner Fahrzeuglängsrichtung LF quer orientierte Schienen 33. Die Raumzellenbreite BR entspricht der Podestbreite Bp, ist dabei aber doppelt so groß wie die Raumzellenhöhe HR, welche auch der Raumzellenlänge LR und der Podestlänge Lp entspricht. Die Podesthöhe Hp ist so an die Höhe des Chassis des Fahrzeuges 4 angepasst, dass (vgl. Figur 28) die Stützhöhe Hi am Podest wiederum der Stützhöhe H 2 am Fahrzeug 4 für die Raumzelle 2 entspricht. Das Abladen von Raumzelle 2 und Podest 3 kann analog den vorangehenden Figuren erfolgen.

Ein Fachmann erkennt, dass das Aufladen von Raumzelle 2 und Podest 3 auf ein gewähltes Fahrzeug 4 bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen jeweils in umgekehrter Reihenfolge zu den für das Abladen beschriebenen Schritten möglich ist. Ein Fachmann versteht außerdem, dass jedes der exemplarisch beschriebenen Ausführungsbeispiele auch in Abwandlung von den Figuren wahlweise als Fahrzeug einen Anhänger oder bspw. einen Lastkraftwagen (insbesondere einen Leichttransporter) aufweisen kann.

Die Figuren 30 - 33 zeigen ein mobiles Trageinrichtungssystem 61 gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel. In einem Vergleich mit dem vorangehend beschriebenen Raumzellensystem tritt dort an die Stelle der Raumzelle eine Trageinrichtung für beliebige Lasten wie bspw. für Maschinen oder derglei- chen. In den Figuren ist lediglich schematisch mit strichpunktierten Linien eine Last 60 angedeutet. Die im Wesentlichen plattenartig ausgeführte Trageinrichtung besitzt in den Figuren das Bezugszeichen 62, wobei sich eine derartige Trageinrichtung jedoch durch Ergänzung bzw. Anbringung von seitlichen und insbesondere oberen Wänden als Raumzelle 2 ausgestalten lässt. Da im Übrigen der Aufbau und die Funktion des mobilen Trageinrichtungssystems 61 und des mobilen Raumzellensystems 1 einander in erfindungswesentlichen Merkmalen entsprechen, werden einander entsprechende Komponenten des Trageinrichtungssystems 61 zur besseren Übersicht mit gleichen Bezugszeichen wie bei dem mobilen Raumzellensystem 1 versehen. Die Trageinrichtung 62 ist in dem Beispiel im Wesentlichen plattenartig ausgeführt und in Fig. 30 auf einem Fahr- zeug 4 (speziell einem Anhänger 5 für ein Kraftfahrzeug) aufgenommen. Sie trägt an ihrer Oberseite T-profilartige Längsnuten 56, an denen sich praktisch beliebige Lasten (bspw. eine Pumpe, ein Generator, usw.) mittels bekannter Einrichtungen (bspw. Schrauben) lösbar anbringen lassen. An der Unterseite befinden sich an beiden Seitenrändern jeweils mehrere Räder 57, so dass von einem Wagen zu sprechen ist. Die Räder 57 werden in zwei zueinander parallel beabstandeten Schienen 33 des Fahrzeuges 4, welche dessen Aufnahmebasis 34 für die Trageinrichtung 62 bilden, geführt. In Fig. 30 ist die mobile Trageinrichtung 62 mittels lösbarer Halteeinrichtungen 58 an dem Fahrzeug 4 fixiert, um ein ungewolltes Verfahren der Trageinrichtung 62 auf dem Fahrzeug 4 zu verhindern. Die beiden Schienen 33 bilden gemeinsam eine Aufnahmebasis 34 für die Trageinrichtung 62. Ein Podest 3 ist mittels eines Drehgelenks 13 (vgl. die Ausschnittsvergrößerung in Fig. 32) schwenkbar an dem Fahrzeug 4 angebracht. Der Aufbau und die nachfolgende Beschreibung zeigt, dass das Drehge- lenk 13 zwei jeweils lösbare, voneinander seitlich beabstandete und die gleiche geometrische Gelenkdrehachse 19 aufweisende Drehgelenke umfasst, so dass sich bei herunter geschwenktem Podest 3 (vgl. Fig. 32) die Gelenkverbindung trennen und so das Fahrzeug 4 und das Podest 3 voneinander ablösen lassen. Das Podest 3 ist ebenfalls plattenartig ausgebildet mit einer Grundplatte 53, welche unterseitig an- und abklappbare Füße 54 aufweist. Auf der gegenüberliegenden Oberseite trägt die Grundplatte 53 entlang ihrer beiden seitlichen Längsränder je eine Schiene 30. Die Schienen 30 sind baugleich zu den Schienen 33, besitzen auch deren seitlichen Abstand und bilden gemeinsam eine Aufnahmebasis 32 des Podests 3 für die Trageinrichtung 62. In Fig. 30 sind das Po- dest 3 und die Trageinrichtung 62 gemeinsam auf das Fahrzeug 4 aufgeladen, wobei die Trageinrichtung 62 auf der Aufnahmebasis 34 des Fahrzeugs 4 aufgenommen ist. Das Podest 3 stützt sich mit dem Drehgelenk 13 an dem Fahrzeug 4 ab und wird mittels zwei Podeststreben 59, die sowohl an dem Podest 3 als auch an dem Fahrzeug 4 angreifen, in der gezeigten senkrechten Ausrich- tung fixiert. An dem Fahrzeug 4 sind als Gelenkmittel 63 zwei die Gelenkdreh- achse 19 bestimmende Gelenkzapfen 64 vorgesehen, und an dem Podest 3 sind als Gelenkmittel 65 zwei Haken 66 angebracht. Der Haken 66 ist (vgl. Fig. 32) U- förmig gebogen, so dass seine Einhaköffnung 67 in einer Drehstellung des Po- dests 3, in welcher das Podest um das Drehgelenk 13 nach unten auf die Auf- stellebene 26 abgeklappt ist, zu der Aufstellebene 26 hinweist. Eine bei der Verwendung bevorzugte Verfahrensweise sieht vor, dass die Trageinrichtung 62 mit einer darauf aufgenommenen beliebigen, in Fig. 30 nur schematisch angedeuteten Last 60 auf dem Fahrzeug 4 aufgenommen wird, dass dann das Podest 3 zunächst von der Aufstellebene 26 empor geklappt und fixiert wird (so dass die Situation in Fig. 30 entsteht) und dass die Last 60 mittels des Fahrzeugs 4 zu einem gewünschten Verwendungsort transportiert wird. Dort kann, wie Fig. 31 zeigt, das Podest 3 um das Drehgelenk 13 nach unten geklappt werden, bis es mit seinen Füßen 54 auf die gemeinsame Aufstellebene 26 von Podest 3 und Fahrzeug 4 trifft. Dies kann mit Hilfe der Winde 73 erfolgen. In dieser in Fig. 32 gezeigten Gebrauchs Stellung entspricht die Stützhöhe H 2 der Aufnahmebasis 34 an dem Fahrzeug für die Trageinrichtung 62 der Stützhöhe Hi der Aufnahmebasis 32 an dem Podest 3 für die Trageinrichtung 62. In dem gewählten Beispiel bedeutet dies, dass sich die Schienen 30 und 33 auf gleicher Höhe über der Aufstellebene 26 befinden. Da die Schienen 30 zu den Schienen 33 auch im Übrigen fluchten, kann die Trageinrichtung 61 nun von dem Fahrzeug 4 ohne Mühe horizontal auf das Podest 3 verfahren werden, was Fig. 32 zeigt. Die Trageinrichtung 61 kann an dem Podest 3 bei Bedarf mittels (nicht in den Figuren gezeigter) Befestigungsmittel festgelegt werden, um ein ungewolltes Verschieben zu verhindern. Ausgehend von der in Fig. 32 gezeigten Gebrauchsstellung kann eine verstellbare Fahrzeugstütze 68 eingeklappt werden und sodann das Fahrzeug um seine Radachse in die mit einem Pfeil angedeutete Neigungsrichtung 69 geschwenkt werden, um das Drehgelenk 13 außer Eingriff zu bringen und um das Fahrzeug 4 von dem Podest 3 zum Abkuppeln wegzuziehen. Diesen Gebrauchszustand zeigt Fig. 33. Es versteht sich, dass die vorangehend beschriebenen Verfahrensschritte in umgekehrter Reihenfolge ausgeführt werden können, um die Trageinrichtung 62 und das Podest 3 wieder auf das Fahrzeug 4 aufzuladen, um es an einen anderen Ort zu transportieren.

Die Figuren 30 - 33 zeigen als weitere Einzelheiten, dass in dem Beispiel die Schienen 30 und 33 je einen horizontalen Schienenboden 70 aufweisen, der auf seiner der gedachten Fahrzeuglängsmittelebene zugewandten bzw. inneren Seite in einen im Schienenquerschnitt schräg zur Mitte hin ansteigenden Schienensteg 71 übergeht. An den Schienensteg 71 und an die gegenüberliegende Seite des Schienenbodens 70 schließt sich je eine zu dem Schienenboden 70 senkrechte Schienenwand 72 an. Die Schienen 30, 33 sind dadurch als Rinnen ausgebildet, in denen die Räder 57 der Trageinrichtung 62 in Verfahrrichtung bzw. Verschieberichtung geführt werden, wobei die Schienen 30, 33 zugleich eine Zentrierwirkung quer zur Verfahr- bzw. Verschieberichtung auf die Trag- einrichtung 62 ausüben.

Die Figuren 30 - 33 zeigen auch, dass in dem Beispiel das Fahrzeug 4 im Bereich des in Fahrrichtung vorderen Längsrandes seiner Aufnahmebasis 34 eine Winde 73 aufweist, auf welcher ein als Zugelement 74 dienender Gurt aufgewi- ekelt ist. An dessen freiem Ende ist als Befestigungselement 75 ein Karabinerhaken angebracht, welcher lösbar an dem von dem Drehgelenk 13 entfernten Längsende des Podests 3 befestigt ist. Um das Podest 3 aus der Gebrauchsstellung von Fig. 30 nach unten zu schwenken, können die Podeststreben 59 entriegelt und das Zugelement 74 bzw. der Gurt mittels einer Handkurbel 76 von der Winde 73 abgewickelt werden, so dass das Herabschwenken kontrollierbar ist. Es versteht sich, dass die Winde 73 bei Bedarf mit einem einseitig wirkenden, ggf. richtungsumschaltbaren Sperrgetriebe ausgestattet werden kann. Ebenso kann die Winde 73 in umgekehrter Richtung zum Herauf schwenken des Podests 3 verwendet werden. Bei dem in Fig. 34 gezeigten mobilen Raumzellensystem 1 besitzt das Podest 3 einen sich entlang des Randes der Podestgrundfläche umlaufend erstreckenden Rahmen 77. Dieser besitzt Gelenkmittel 65 (bspw. den in den Figuren 30 - 33 gezeigten Haken 66) die mit Gelenkmitteln 63 des Fahrzeuges 4 oder mit an der Raumzelle 2 befestigten Gelenkmitteln ein Drehgelenk 13 bilden. Innerhalb des Rahmens 77 sind zwei zueinander baugleiche Tanks 78, die sich nebeneinander in Podestlängsrichtung erstrecken, mittels nicht näher dargestellter Befestigungselemente lösbar befestigt. Die Tanks 78 können bei Bedarf aus dem Rahmen 77 entnommen und wieder eingesetzt oder gegen andere Tanks, auch mit abweichender Geometrie, ausgetauscht werden, so dass der Rahmen 77 auch als Wechselrahmen zu bezeichnen ist.

Die Figuren 35 - 38 zeigen ein mobiles Raumzellensystem 1, dessen Raumzelle 2 und dessen Podest 3 sich zu einem durchgehenden Innenraum ergänzen, wenn die Raumzelle 2 auf dem Podest 3 aufgenommen ist. Das Podest 3 besitzt einen sich entlang des Umfanges seiner Podestgrundfläche (dies ist die Podestfläche, die in abgeschwenktem Gebrauchszustand der Aufstellebene zuweist) erstreckenden, durchgehenden Rahmen 77. Auf der Podestseite, die in den Figuren 36, 37, in denen das Podest 3 auf die Aufstellebene nach unten geklappt ist, nach unten weist, ist ein geschlossener Podestboden 79 vorhanden. An der dazu gegenüberliegenden bzw. oberen Podestseite ist das Podest 3 offen. Die Raumzelle 2 besitzt an ihrer Unterseite (vgl. Fig. 38) eine Öffnung 80 von der Größe des Rahmen-Innenquerschnitts, welche die gleiche Form und Größe wie die Öffnung 81 des Podests 3 besitzt. Die Raumzelle 2 besitzt ein Türsegment 82, und das Podest 3 besitzt ein Türsegment 83. Die Türsegmente 82, 83 grenzen in einer Gebrauchsstellung, in der die Raumzelle 2 auf dem Podest 3 aufgenommen ist (vgl. Fig. 37), aneinander, sind dabei um eine gemeinsame geometrische Drehachse mittels Scharnieren an der Raumzelle 2 bzw. dem Podest 3 angelenkt und können zur Bildung einer durchgehenden Tür 84 mittels einer angedeuteten Verriegelungseinrichtung 85 aneinander fixiert werden. Insofern ist das Podest 3 in der Gebrauchsstellung von Fig. 37 gemeinsam mit der Raumzelle 2 begehbar. Das Auf- und Abladen von Raumzelle 2 und Podest 3 von dem Fahrzeug 4 kann wie zuvor beschrieben erfolgen, wobei das Drehgelenk 13 wieder aus Gelenkmitteln an dem Podest 3 und an dem Fahrzeug 4 ge- bildet wird.

Bei dem in den Figuren 39 - 41 gezeigten mobilen Raumzellensystem 1 ist die Schienenlänge Lsv an dem Fahrzeug 4 im Wesentlichen gleich der Summe aus der in Verfahr- bzw. Verschieberichtung gemessenen Länge LRV der Raumzelle 2 und der ebenfalls in dieser Richtung gemessenen Länge Lpv des Podests 3 in der in Fig. 39 gezeigten Gebrauchsstellung. Davon ausgehend kann die Raumzelle 2 nach Lösen von Halteeinrichtungen 58 auf den Schienen 33 zunächst bis in die in Fig. 40 gezeigte Verfahr- bzw. Verschiebe-Zwischenstellung bewegt werden, in welcher die Bewegung durch lösbare Arretiermittel 86 gestoppt wird. Die Arretiermittel 86 umfassen einen Arretierbolzen 87, der an der Raumzelle 2 quer zu der in Blickrichtung vorderen Schiene 33 längsverschieblich gehalten ist. Die Ausschnittsvergrößerung von Fig. 39 zeigt, dass der Arretierbolzen 87, wenn dessen oberes Ende aus einer Schnapphalterung gelöst wird, mittels einer Druckfeder 88 nach unten auf die Schiene 33 gedrückt wird. Wie die Ausschnittsvergrößerung in Fig. 41 zeigt, besitzt die Schiene 33 eine dem Arretierbolzen 87 zum formschlüssigen Eingriff zugeordnete Öffnung 89, in welche der Arretierbolzen 87 in Fig. 40 eingreift. Das Drehgelenk 13 ist zwischen in die Raumzelle 2 einsteckbaren Gelenkzapfen 14 und an dem Podest 3 befestigten Gelenkhalbschalen 15 gebildet. Die Verfahr-Zwischenstellung ist mittels der Position der Öffnung 89 so gewählt, dass sich darin das Podest 3 auf die Aufstellebene des Fahrzeuges abschwenken lässt, so dass die Schienen 30 zu den Schienen 33 fluchtend verlaufen. Von dieser in Fig. 40 gezeigten Gebrauchsstellung ausgehend kann das Drehgelenk 13 gelöst werden, indem die Gelenkzapfen 14 entnommen werden. Anschließend kann die Raumzelle 2 von dem Fahrzeug 4 auf das Podest 3 horizontal verfahren werden und das Fahrzeug 4 entfernt werden, wodurch die in Fig. 41 gezeigte Gebrauchsstellung entsteht.

Das in Fig. 42 dargestellte Fahrzeug 4 weist alternativ ausgestaltete Arretiermit- tel 86 zur Vorgabe einer Verfahr- bzw. Verschiebe-Zwischenstellung für die Raumzelle oder eine Trageinrichtung auf. Diese umfassen Backen 90, die entlang einer quer zu den Schienen 33 orientierten Führung 91 bewegt werden können. Dazu dient ein um einen Drehpunkt 92 drehbarer Hebel 93, an dessen Enden je ein Hebel 94 gelenkig angeschlossen ist, der wiederum gelenkig mit je einer Backe 90 verbunden ist. Ein Bedienhebel 95 ist starr mit dem Hebel 93 verbunden. In durchgezogener Linie ist eine Stellung gezeigt, in welcher die Backen 90 nicht in die Schienen 33 eingreifen, so dass eine Raumzelle oder eine Trageinrichtung unbegrenzt verfahren werden kann. Hingegen ist strichpunktiert eine Drehstellung angegeben, in welcher die Backen 90 in die Schienen 33 durch entsprechende Öffnungen eingreifen, so dass eine Begrenzung des Verfahr- bzw. des Verschiebeweges resultiert.

Ein auch den Verfahrweg begrenzender und wahlweise eine Verfahrbewegung auslösender konstruktiv abweichender Mechanismus ist bei dem in den Figu- ren 43 bis 45 gezeigten mobilen Raumzellensystem 1 vorhanden. Der Bedienhebel 95 ist rechtwinklig starr mit einer Stange 96 verbunden, die in einem Zylinder 97 teleskopierbar aufgenommen ist. Der Zylinder 97 greift gelenkig an einem Mitnehmer 98 an, der seinerseits formschlüssig an oder in der Raumzelle 2 eingreift und in Verfahr- bzw. in Verschieberichtung in einer Längsnut 99 der Schiene 33 geführt wird. Auf diese Weise kann die Raumzelle bei einem beidseitig wirksamen Eingriff je nach Drehung des Bedienhebels 95 um den Drehpunkt 92 hin- und herbewegt werden. Anstelle eines beidseitig wirksamen Mitnehmers ist auch ein einseitig wirksamer Mechanismus, mittels dem die Raumzelle nur in eine Richtung aktiv verlagerbar ist, denkbar. Es versteht sich auch, dass zur vorübergehenden Fixierung der Raumzelle 2 bzw. einer Tragvorrich- tung an dem Fahrzeug 4 oder dem Podest lösbare Befestigungsmittel 58 vorhanden sein können. Ebenso können Mittel zur lösbaren Befestigung einer Last auf der Trageinrichtung vorgesehen sein.

Aus der vorangehenden Beschreibung wird deutlich, dass die prinzipielle

Funktionsweise des mobilen Raumzellensystems 1 beim Auf- und Abladen der Funktionsweise des mobilen Trageinrichtungssystems 61 entspricht.

Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offen- barung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen. Die Merkmale der Unteransprüche charakterisieren auch ohne ihren Rückbezug auf vorangehende Ansprüche, d.h. für sich allein, jeweils eigenständige Weiterbildungen des

Standes der Technik und werden insofern auch selbstständig mit in die Offenbarung einbezogen, insbesondere um auf Basis ihrer Merkmale Teilanmeldungen vorzunehmen.