KAMALSKI, Theodor (Hallenhof 8, NC Weert, NL-6006, NL)
| Patentansprüche
1. Mobiles Endgerät für ein Verkehrsinformationssystem aufweisend - einen Empfänger (2) für ortsbezogene Verkehrsinformationen (TI), wobei die Verkehrsinformationen (TI) eine unverschlüsselte Ortskennung (LD) oder eine verschlüsselte Ortskennung (cLD) und Kontrolldaten (CD) umfassen,
- eine Auswerteeinheit (8) für Kontrolldaten (CD), - eine Speichermöglichkeit (12) für mindestens eine tabella ¬ rische Landkarte (13) mit Ortseinträgen,
- eine von der Auswerteeinheit (8) aktivierbare Zugriffskon ¬ trollvorrichtung (9), die geeignet ist, den Zugriff auf die mindestens eine tabellarische Landkarte (13) abhängig von vorgegebenen Nutzungsberechtigungen entweder zuzulassen oder zu verhindern,
- eine von der Auswerteeinheit (8) aktivierbare Entschlüsse ¬ lungseinrichtung (5) zur Entschlüsselung der verschlüsselten Ortskennung (cLD) , wobei die Auswerteeinheit (8) derart eingerichtet ist, dass abhängig von den Kontrolldaten (CD) die Zugriffskontrollvorrichtung (9) und die Entschlüsselungseinrichtung (5) beide aktiviert sind, wenn die Verkehrsinformationen (TI) eine verschlüsselte Ortskennung (cLD) aufweisen, oder beide deakti- viert sind, wenn die Verkehrsinformationen (TI) eine unverschlüsselte Ortskennung (LD) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Manipulationseinheit (7) vorgesehen ist, die dazu eingerichtet ist, die Kontrolldaten (CD) derart zu verändern, dass die Auswerteeinheit (8) die Entschlüsselungseinrichtung (5) und die Zugriffskontrollvorrichtung (9) aktiviert, wenn die Verkehrsinformationen (TI) eine unverschlüsselte Ortskennung (LD) aufweisen.
2. Mobiles Endgerät nach Anspruch 1, bei dem eine zweite Ma ¬ nipulationseinheit (10) vorgesehen ist, die dazu eingerichtet ist, die Entschlüsselungseinrichtung (5) in einen Sondermodus zu versetzen, in dem eine von der Entschlüsselungseinrichtung (5) ausgegebene Ortskennung (LD) identisch mit einer der Entschlüsselungseinrichtung (5) zugeführten Ortskennung (LD) ist.
3. Mobiles Endgerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, bei dem die erste und/oder die zweite Manipulationseinheit (7, 10) aktivierbar und deaktivierbar sind und bei dem ein mit der ersten und/oder der zweiten Manipulationseinheit (7, 10) verbundener Vergleicher (6) für Kontrolldaten (CD) vorgesehen ist, der dazu eingerichtet ist, empfangene Kontrolldaten (CD) mit vorgegebenen zu vergleichen und abhängig vom Ergebnis des Vergleichs die erste und die zweite Manipulationseinheit (7, 10) zu aktivieren oder zu deaktivieren.
4. Mobiles Endgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem die erste Manipulationseinheit derart mit dem Empfänger (2) und der Auswerteeinheit (8) verbunden ist, dass die von dem Empfänger (2) empfangenen Kontrolldaten (CD) durch die erste Manipulationseinheit (7) veränderbar sind, bevor sie an die Auswerteeinheit (8) geleitet werden.
5. Mobiles Endgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, das zum Empfang und zur Verarbeitung von Verkehrsinformationen nach dem RDS-TMC System geeignet ist.
6. Mobiles Endgerät nach Anspruch 5, bei dem der Empfänger zum Empfang von Kontrolldaten (CD) eingerichtet ist, die eine Auswahlnummer (LTN) und eine weitere Auswahlnummer (LTNBE) zur Auswahl der tabellarischen Landkarten umfassen und bei dem die erste Manipulationseinheit (7) dazu eingerichtet ist, zur Veränderung der Kontrolldaten (CD) einen empfangenen Wert für die Auswahlnummer (LTN) als weitere Auswahlnummer (LTNBE) abzulegen und die Auswahlnummer (LTN) auf den Wert Null zu setzen .
7. Verfahren zum Aktivieren einer Zugriffskontrollvorrichtung für eine tabellarische Landkarte in einem mobilen Endgerät eines Verkehrsinformationssystems, wobei das mobile Endgerät umfasst :
- einen Empfänger (2) für ortsbezogene Verkehrsinformationen
(TI), aufweisend eine unverschlüsselte Ortskennungen (LD) oder eine verschlüsselte Ortskennung (cLD) und Kontrollda ¬ ten (CD),
- eine Auswerteeinheit (8) für Kontrolldaten (CD),
- Speichermöglichkeit (12) für mindestens eine tabellarische Landkarte (13) mit Ortseinträgen, - eine von der Auswerteeinheit (8) aktivierbare Zugriffskon ¬ trollvorrichtung (9), die geeignet ist, den Zugriff auf die mindestens eine tabellarische Landkarte (13) abhängig von vorgegebenen Nutzungsberechtigungen entweder zuzulassen oder zu verhindern, - eine von der Auswerteeinheit (8) aktivierbare Entschlüsse ¬ lungseinrichtung (5) zur Entschlüsselung der verschlüsselten Ortskennung (cLD) ,
- ein Vergleicher (6) für die Kontrolldaten (CD) und
- eine erste Manipulationseinheit (7) für die Kontrolldaten (CD), mit den folgenden Schritten:
- empfangen von Verkehrsinformationen (TI), umfassend eine unverschlüsselte Ortskennung (LD) oder eine verschlüsselte Ortskennung (cLD) und Kontrolldaten (CD) , wobei in den Kontrolldaten (CD) angezeigt ist, ob die Verkehrsinforma ¬ tionen (TI) eine unverschlüsselte Ortskennung (LD) oder eine verschlüsselte Ortskennung (cLD) aufweisen,
- vergleichen der Kontrolldaten (CD) mit vorgegebenen Kontrolldaten, - abhängig vom Ergebnis des Vergleichs verändern der Kontrolldaten (CD) einer Verkehrsinformation (TI), die eine unverschlüsselte Ortskennung (LD) aufweist, derart, dass die Kontrolldaten (CD) eine verschlüsselte Ortskennung (cLC) anzeigen, - aktivieren der Entschlüsselungseinrichtung (5) und der Zugriffskontrollvorrichtung (9), wenn die Kontrolldaten (CD) eine verschlüsselte Ortskennung (cLC) anzeigen.
8. Verfahren nach Anspruch 7, bei dem abhängig vom Ergebnis des Vergleichs die Entschlüsselungseinrichtung (5) in einen Sondermodus versetzt wird, in dem eine von der Entschlüsse ¬ lungseinrichtung (5) ausgegebene Ortskennung (LD) identisch ist mit einer der Entschlüsselungseinrichtung (5) zugeführten Ortskennung (LD) .
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 oder 8, bei dem die empfangenen Kontrolldaten (CD) eine Auswahlnummer (LTN) und eine weitere Auswahlnummer (LTNBE) zur Auswahl einer der tabellarischen Landkarten umfassen und bei dem zur Veränderung der Kontrolldaten (CD) ein empfangener Wert für die Auswahlnummer (LTN) als weitere Auswahlnummer (LTNBE) abgelegt wird und die Auswahlnummer (LTN) auf den Wert Null gesetzt wird. |
Beschreibung
Mobiles Endgerät für ein Verkehrsinformationssystem und Verfahren zum Aktivieren einer Zugriffskontrollvorrichtung in einem mobilen Endgerät
Die Erfindung betrifft ein mobiles Endgerät für ein Verkehrs ¬ informationssystem zum Empfang und zur Ausgabe von ortsbezogenen Verkehrsinformationen, wobei die Verkehrsinformationen Ortsangaben in Form von Ortskennungen aufweisen, die im mobilen Endgerät anhand einer tabellarischen Landkarte mit Ort ¬ seinträgen in verständliche Ortsangaben umgesetzt werden. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Aktivieren einer Zugriffskontrollvorrichtung für eine tabellarische Land- karte in einem mobilen Endgerät eines Verkehrsinformations ¬ systems .
In Verkehrsinformationssystemen werden aktuelle Verkehrsinformationen von einer Sendeeinrichtung an ein mobiles, übli- cherweise in einem Fahrzeug installiertes Endgerät übertra ¬ gen. Die Verkehrsinformationen, auch Verkehrsmeldungen genannt, können vom mobilen Endgerät direkt an einen Fahrer des Fahrzeugs ausgegeben werden, für ein späteres oder erneutes Abrufen bereitgestellt werden oder an ein System zur automa- tischen Fahrtroutenplanung (Navigationssystem) übergeben werden .
Ein bekanntes Verkehrsinformationssystem dieser Art ist das RDS-TMC (Radio Data System - Traffic Message Channel) . Bei diesem System werden die aktuellen Verkehrsinformationen digital codiert in einem analogen Radiosignal übertragen. Auf ¬ grund der geringen Bandbreite, die neben dem eigentlichen Tonsignal des eigentlichen Radiosignals für den TMC-Kanal zur Verfügung steht, werden Ortsbezeichnungen im RDS-TMC System nicht im Klartext übertragen, sondern gemäß der ISO 14819-3 Norm anhand einer zwei Byte langen Identifizierungsnummer, der Ortskennung, referenziert .
In solchen Verkehrsinformationssystemen, bei denen eine Ortsangabe in Form einer Ortskennung erfolgt, ist zur Umsetzung der Ortskennung in eine verständliche Ortsangabe im mobilen Endgerät eine tabellarische Landkarte mit Ortseinträgen er- forderlich. Indiziert nach der Ortskennung umfasst die tabellarische Landkarte wichtige Parameter zur Beschreibung des Ortes, unter anderem auch einen Ortsnamen im Klartext.
Für ein Land können mehrere tabellarische Landkarten parallel vorgesehen sein, die anhand von Auswahlnummern, die neben weiteren Kontrolldaten zu einer Ortskennung im Rahmen einer Verkehrsinformation übertragen werden, selektiert werden. Innerhalb eines Landes können verschiedene Dienstanbieter pa ¬ rallel nebeneinander agieren, wobei Dienste teilweise kosten- frei, teilweise kostenpflichtig angeboten werden. In vielen
Ländern sind dabei allgemeine, von mehreren Anbietern genutzte tabellarische Landkarten vorhanden, auf die Dienstanbieter über entsprechende, den tabellarischen Landkarten zugeordnete Auswahlnummern zugreifen können. Alternativ können Dienstan- bieter bei einer für jedes Land festgelegten Verwaltungszent ¬ rale die Nutzung eigener, proprietärer tabellarischer Landkarten beantragen. Nachdem die proprietären tabellarischen Landkarten den mobilen Endgeräten zugänglich gemacht sind, werden sie ebenfalls über die ihnen zugewiesenen Auswahlnum- mern angesprochen werden. Proprietäre tabellarische Landkarten stellen eine Möglichkeit einer Zugriffskontrolle für ei ¬ nen kostenpflichtigen Verkehrsinformationsdienst dar. Nur solche Endgeräte, die über die entsprechende proprietäre ta ¬ bellarische Landkarte verfügen, sind in der Lage, die von diesem Dienstanbieter übertragenen Verkehrsinformationen korrekt auszugeben.
Für die Ausstattung von Endgeräten mit den tabellarischen Landkarten ist häufig der Gerätehersteller oder auch der Au- tomobilhersteller verantwortlich. Je nach gezahlter Nutzungsgebühr wird dem jeweiligen Endgerät ein Datenträger, zum Beispiel eine Compact Disk, mit tabellarischen Landkarten beigelegt oder diese Landkarten in einem dafür vorgesehenen Spei-
eher des jeweiligen Endgeräts gespeichert. Bei einer Aktuali ¬ sierung der tabellarischen Landkarte muss der Geräte- beziehungsweise Autohersteller Kunden- oder endgerätspezifisch Datenträger mit den aktualisierten Daten bereitstellen oder diese aktualisierten Daten direkt ins Endgerät einspeichern, zum Beispiel im Rahmen einer Inspektion des Fahrzeugs. Dieses Verfahren ist aufwändig und entsprechend kostenintensiv.
Im Rahmen der RDS-TMC-Spezifikation ist durch die Erweiterung nach ISO 14819-6 nachträglich eine alternative Form der Zu ¬ griffskontrolle ermöglicht worden. Gemäß dieser Erweiterung können Ortskennungen verschlüsselt übertragen und im Endgerät entschlüsselt werden, bevor sie anhand einer entsprechenden tabellarischen Landkarte in verständliche Ortsangaben umge- setzt werden. Darüber hinaus ist eine Zugriffskontrollvorrichtung vorgesehen, die geeignet ist, den Zugriff auf tabellarische Landkarten abhängig von vorgegebenen, in dem Endgerät gespeicherten Berechtigungen entweder zuzulassen oder zu verhindern. Nur bei vorliegender Nutzungsberechtigung werden zur Entschlüsselung der Ortskennung notwendige Entschlüsselungsparameter von der Zugriffskontrollvorrichtung bereitgestellt.
Das Vorgeben und Einspeichern von Nutzungsberechtigungen in das mobile Endgerät kann dabei auf einfache Weise zum Bei ¬ spiel durch Eingeben eines entsprechenden Freischaltungscodes vom Benutzer des mobilen Endgeräts erfolgen, wobei die Zustellung des Freischaltungscodes je nach gezahlter Nutzungs ¬ gebühr erfolgt. Landkarten, die auf diese Weise vor unberech- tigtem Zugriff geschützt sind, können unabhängig von gezahlten Nutzungsgebühren in allen mobilen Endgeräten vorgesehen sein und Wechseldatenträger mit Aktualisierungsdaten für tabellarische Landkarten können ohne die Gefahr einer unberechtigten Nutzung an alle Kunden weitergegeben werden. Das auf- wändige, kundenspezifische Verteilungsverfahren für tabella ¬ rische Landkarten beziehungsweise deren Aktualisierungsdaten entfällt.
Ein Problem dabei ist, dass das Zugriffskontrollverfahren gemäß der ISO 14819-6-Spezifikation an verschlüsselt übertrage ¬ ne Ortseinträge geknüpft ist. Aus Gründen der Rückwärtskompa ¬ tibilität mit bestehenden Systemen sind Dienstanbieter, die proprietäre tabellarische Landkarten mit unverschlüsselt übertragenen Ortsidentifikationsnummern nutzen, häufig nicht gewillt, ihre übertragungsverfahren gemäß der Erweiterung des RDS-TMC-Verfahrens nach ISO 14819-6 zu ändern. Die Zugriffs ¬ kontrollvorrichtung mobiler Endgeräte gemäß dieser Spezifika- tion steht für solche Anbieter nach dem Stand der Technik folglich nicht zur Verfügung.
Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein mobiles Endgerät für ein Verkehrsinformationssystem der ein- gangs genannten Art zu schaffen, das eine Nutzung des Zu ¬ griffskontrollverfahrens auch bei unverschlüsselt übertrage ¬ nen Ortkennungen ermöglicht. Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Aktivieren einer Zugriffskontrollvorrichtung für eine tabellarische Landkarte in einem mobilen Endgerät eines Verkehrsinformationssystems anzugeben, durch das eine Nutzung der Zugriffskontrollvorrichtung auch bei unverschlüsselt übertragenen Ortskennungen ermöglicht wird.
Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den jeweiligen abhängigen Ansprüchen angegeben.
Gemäß einem ersten Aspekt wird die Aufgabe gelöst durch ein mobiles Endgerät für ein Verkehrsinformationssystem, das einen Empfänger für ortsbezogene Verkehrsinformationen aufweist, wobei die Verkehrsinformationen TI eine unverschlüs ¬ selte Ortskennung oder eine verschlüsselte Ortskennung und Kontrolldaten umfassen. Es ist eine Auswerteeinheit für Kon- trolldaten vorgesehen, eine Speichermöglichkeit für mindes ¬ tens eine tabellarische Landkarte mit Ortseinträgen, eine von der Auswerteeinheit aktivierbare Zugriffskontrollvorrichtung und eine von der Auswerteeinheit aktivierbare Entschlüsse-
lungseinrichtung zur Entschlüsselung der verschlüsselten Ortskennung. Die Zugriffskontrollvorrichtung ist dabei geeignet, den Zugriff auf die mindestens eine tabellarische Land ¬ karte abhängig von vorgegebenen Nutzungsberechtigungen entwe- der zuzulassen oder zu verhindern. Die Auswerteeinheit ist derart eingerichtet, dass abhängig von den Kontrolldaten die Zugriffskontrollvorrichtung und die Entschlüsselungseinrichtung beide aktiviert sind, wenn die Verkehrsinformationen eine verschlüsselte Ortskennung aufweisen, oder beide deakti- viert sind, wenn die Verkehrsinformationen eine unverschlüs ¬ selte Ortskennung aufweisen.
Das mobile Endgerät zeichnet sich durch eine erste Manipula ¬ tionseinheit aus, die dazu eingerichtet ist, die Kontrollda- ten derart zu verändern, dass die Auswerteeinheit die Ent ¬ schlüsselungseinrichtung und die Zugriffskontrollvorrichtung aktiviert, wenn die Verkehrsinformationen eine unverschlüs ¬ selte Ortskennung aufweisen.
Durch die Manipulation der Kontrolldaten wird erreicht, dass die Zugangskontrollvorrichtung auch bei Verkehrsinformationen mit unverschlüsselter Ortskennung genutzt werden kann. Dadurch kann auf unaufwändige Weise die für verschlüsselte Ortsangaben konzipierte Nutzungskontrolle auch für die Diens- te solcher Dienstanbieter, die keine Verschlüsselung für
Ortskennungen einsetzten können oder wollen, ausgeweitet werden. Eine an die Nutzungskontrolle geknüpfte Infrastruktur zur Einstellung und Aktualisierung von Nutzungsberechtigungen kann ebenso mitgenutzt werden. Das mobile Endgerät ist zudem mit bestehenden Verkehrsinformationssystemen voll kompatibel, d.h. dass Dienste mit unverschlüsselt oder verschlüsselt ü- bertragenen Ortskennungen in der bestehenden Form genutzt werden können.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung des ersten Aspekts ist eine zweite Manipulationseinheit vorgesehen, die dazu einge ¬ richtet ist, die Entschlüsselungseinrichtung in einen Sondermodus zu versetzen, in dem eine von der Entschlüsselungsein-
richtung ausgegebene Ortskennung identisch mit einer der Entschlüsselungseinrichtung zugeführten Ortskennung ist. Auf diese Weise wird verhindert, dass eine unverschlüsselte Ortskennung durch die Entschlüsselungseinrichtung verändert wird, was eine nicht korrekte Umsetzung der Ortskennung durch eine nicht entsprechend angepasste tabellarische Landkarte zur Folge hätte. Durch die zweite Manipulationseinheit wird somit eine andernfalls erforderliche Anpassung der Ortsein ¬ träge einer tabellarischen Landkarte entbehrlich.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des ersten Aspekts sind die erste und/oder die zweite Manipulationseinheit aktivierbar und deaktivierbar und es ist ein mit der ersten und/oder der zweiten Manipulationseinheit verbundener Vergleicher für Kontrolldaten vorgesehen. Der Vergleicher ist dazu eingerichtet, empfangene Kontrolldaten mit vorgegebenen zu vergleichen und abhängig vom Ergebnis des Vergleichs die erste und die zweite Manipulationseinheit zu aktivieren oder zu deaktivieren. Auf diese Weise kann die Manipulation der Kontrolldaten und/oder der Entschlüsselungsparameter gezielt auf bestimmte Dienste, die anhand der Kontrolldaten identifi ¬ zierbar sind, gerichtet werden.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des ersten As- pekts ist die erste Manipulationseinheit derart mit dem Emp ¬ fänger und der Auswerteeinheit verbunden, dass die von dem Empfänger empfangenen Kontrolldaten durch die erste Manipulationseinheit veränderbar sind, bevor sie an die Auswerteeinheit geleitet werden. Durch diese Anordnung der Einheit wird es möglich, die erste Manipulationseinheit in einem mobilen Endgerät zusammen mit einem Empfänger und einer Auswerteeinheit einzusetzen, die Standardeinheiten nach dem Stand der Technik sind.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des ersten Aspekts ist das mobile Endgerät zum Empfang und zur Verarbei ¬ tung von Verkehrsinformationen nach dem RDS-TMC System geeignet. Insbesondere ist das mobile Endgerät zum Empfang von
Kontrolldaten eingerichtet, die eine Auswahlnummer und eine weitere Auswahlnummer zur Auswahl von der tabellarischen Landkarten umfassen, wobei die erste Manipulationseinheit zur Veränderung der Kontrolldaten einen empfangenen Wert für die Auswahlnummer als weitere Auswahlnummer ablegt und die Aus ¬ wahlnummer auf den Wert Null setzt. Auf diese Weise kann im RDS-TMC System durch einfache Manipulation der Kontrolldaten die Zugangskontrollvorrichtung aktiviert werden.
Gemäß einem zweiten Aspekt wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum Aktivieren einer Zugriffskontrollvorrichtung für eine tabellarische Landkarte in einem mobilen Endgerät eines Verkehrsinformationssystems. Das mobile Endgerät weist dabei die zuvor beschriebenen Merkmale auf. Das Verfahren um- fasst die folgenden Schritte. Es werden Verkehrsinformationen empfangen, die eine unverschlüsselte Ortskennung oder eine verschlüsselte Ortskennung und Kontrolldaten umfassen. In den Kontrolldaten ist dabei angezeigt, ob die Verkehrsinformatio ¬ nen eine unverschlüsselte Ortskennung oder eine verschlüssel- te Ortskennung aufweisen. Die Kontrolldaten werden mit vorgegebenen Kontrolldaten verglichen. Abhängig vom Ergebnis des Vergleichs werden die Kontrolldaten einer Verkehrsinformati ¬ on, die eine unverschlüsselte Ortskennung aufweist, derart verändert, dass die Kontrolldaten eine verschlüsselte Ortskennung anzeigen. Daraufhin werden die Entschlüsselungseinrichtung und die Zugriffskontrollvorrichtung aktiviert, wenn die Kontrolldaten eine verschlüsselte Ortskennung anzeigen .
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des zweiten Aspekts wird abhängig vom Ergebnis des Vergleichs die Entschlüsse ¬ lungseinrichtung in einen Sondermodus versetzt. In dem Sondermodus ist eine von der Entschlüsselungseinrichtung ausgegebene Ortskennung identisch mit einer der Entschlüsselungs- einrichtung zugeführten Ortskennung.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des zweiten Aspekts umfassen die empfangenen Kontrolldaten eine Auswahlnummer und
eine weitere Auswahlnummer zur Auswahl einer der tabellarischen Landkarten. Zur Veränderung der Kontrolldaten wird ein empfangener Wert für die Auswahlnummer als weitere Auswahlnummer abgelegt und die Auswahlnummer auf den Wert Null ge- setzt. Die Vorteile des zweiten Aspekts und seiner Weiterbil ¬ dungen entsprechen denen des ersten Aspekts.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbei ¬ spiels mit Hilfe von drei Figuren näher erläutert. Es zeigt:
Figur 1 eine schematische Darstellung eines mobilen Endge ¬ räts für ein Verkehrsinformationssystem,
Figur 2 ein Flussdiagramm eines Verfahrens zum Aktivieren einer Zugriffskontrollvorrichtung für eine tabellarische Landkarte und
Figur 3 eine schematische Darstellung eines mobilen Endge- räts für ein Verkehrsinformationssystem nach dem
Stand der Technik.
Figur 3 zeigt ein mobiles Endgerät für ein Verkehrsinformati ¬ onssystem nach dem Stand der Technik in einer schematischen Darstellung. Ein mit einer Antenne 1 verbundener Empfänger 2 leitet Verkehrsinformationen TI an einen Separator 3 weiter. Im Separator 3 werden von den Verkehrsinformationen TI zum einen Ortskennungen LC und verschlüsselte Ortskennungen cLC abgetrennt und zum anderen Kontrolldaten CD. Ortskennungen LC und verschlüsselte Ortskennungen cLC werden an einen Umschal ¬ ter 4 weitergeleitet, der mit einer Entschlüsselungseinheit 5 verbunden ist . Kontrolldaten CD werden an eine Auswerteeinheit 8 weitergeleitet, die eine Zugriffskontrollvorrichtung 9 umfasst. Die Auswerteeinheit 8 ist zu dessen Steuerung mit einem Umschalter 4 verbunden und ist weiterhin zur übermittlung von Entschlüsselungsparametern EP (Encryption Parameter) mit der Entschlüsselungseinheit 5 verbunden. Ortskennungen LC werden von der Entschlüsselungseinheit 5 beziehungsweise vom
Umschalter 4 an eine Ausgabeeinheit 11 weitergegeben, ebenso wie die Kontrolldaten CD von der Auswerteeinheit 8. Die Aus ¬ gabeeinheit 11 ist mit einem Speicher 12 verbunden, der tabellarische Landkarten 13 aufweist.
Die Figur 3 gibt beispielhaft ein mobiles Endgerät wieder, das zum Empfang und zur Ausgabe von Verkehrsinformationen TI gemäß dem RDS-TMC-Standard geeignet ist. Der Empfänger 2 ist üblicherweise auch für den Empfang von Audio-Radiosignalen geeignet, was hier jedoch nicht weiter dargestellt ist. Die empfangenen Verkehrsinformationen TI umfassen eine Vielzahl von Informationen, von denen der Separator 3 die Ortskennung LC beziehungsweise die verschlüsselten Ortskennung cLC an den Umschalter 4 weiterleitet.
Die weiteren in den Verkehrsinformationen TI enthaltenen Informationen werden als Kontrolldaten CD an die Auswerteeinheit 8 weitergegeben. Die Kontrolldaten CD dienen unter anderem der Auswahl einer zur Umsetzung der empfangenen Ortsken- nung LC geeigneten tabellarischen Landkarte 13. Die Kontroll ¬ daten umfassen beispielsweise eine Länderkennung CC (Country Code), eine Dienstkennung SID (Service Identification) und eine Auswahlnummer LTN (Location Table Number) für tabellarische Landkarten. Nur anhand einer empfangenen Ortskennung ist nicht festzustellen, ob diese Ortskennung verschlüsselt oder unverschlüsselt ist. Die Art der Ortskennung wird daher in den Kontrolldaten angezeigt. Wenn eine Ortskennung als unverschlüsselte Ortskennung LC übertragen wird, ist diese durch eine Auswahlnummer LTN > 0 in den Kontrolldaten CD angegeben. Wenn eine Ortskennung als verschlüsselte Ortskennung cLC übertragen wird, wird dieses gemäß der Spezifikation I- SO14819-6 in den Kontrolldaten CD durch eine Auswahlnummer LTN = 0 angezeigt. In den Kontrolldaten CD ist in dem Fall eine weitere Auswahlnummer LTNBE (Location Table Number Befo- re Encryption) zur Selektion der tabellarischen Landkarte vorgesehen .
Wenn die Auswerteeinheit 8 eine unverschlüsselte Ortskennung anhand einer Auswahlnummer LTN > 0 in den Kontrolldaten CD erkennt, steuert sie den Umschalter 4 so an, dass er die in der Figur 3 gezeigte Stellung einnimmt. In dieser Stellung werden empfangene Ortskennungen LC direkt an die Ausgabeeinheit 11 weitergereicht. Anhand der Auswahlnummer LTN, dem Ländercode CC und gegebenenfalls der Dienstkennung SID, die der Ausgabeeinheit 11 von der Auswerteeinheit 8 übermittelt werden, wählt die Ausgabeeinheit 11 aus den tabellarischen Landkarten 13 diejenige aus, anhand derer die Ortskennung LC in eine klar verständliche Ortsbezeichnung umgesetzt wird. In den Kontrolldaten CD ist weiterhin eine Ereigniskennung enthalten, die gemäß einer vorgegebenen, hier nicht dargestellten Ereignistabelle in ein Verkehrsereignis im Klartext umge- setzt wird. Dieses Verkehrsereignis bildet zusammen mit der Ortsangabe eine Verkehrsmeldung, die von der Ausgabeeinheit 11 in Form einer Sprachmeldung und/oder als optisch angezeigte Meldung ausgegeben wird.
Der Speicher 12 zur Aufnahme der tabellarischen Landkarten 13 kann entweder ein interner Speicher, zum Beispiel ein auf der Flash-Technologie beruhender nichtflüchtiger Speicher sein, und/oder ein Wechselspeichermedium, zum Beispiel eine Compact Disk oder eine Versatile Digital Disk (DVD) , die in das mobi- Ie Endgerät eingelegt ist. Die Anzahl der tabellarischen
Landkarten 13 ist dabei nicht auf die in der Figur beispiel ¬ haft dargestellte Zahl von drei Landkarten beschränkt, son ¬ dern prinzipiell beliebig.
Wenn eine Ortskennung als verschlüsselte Ortskennung cLC übertragen wird, ist dieses wie erwähnt durch eine Auswahl ¬ nummer LTN = 0 angegeben. In diesem Fall wird die Nummer der zu benutzenden tabellarischen Landkarte 13 durch die zusätzlich übermittelte weiter Auswahlnummer LTNBE angegeben. Die Auswerteeinheit 8 ist dazu eingerichtet, in einem solchen Fall die Zugangskontrollvorrichtung 9 zu aktivieren. Diese Zugangskontrollvorrichtung 9 kann, wie gezeigt, innerhalb der
Auswerteeinheit 8 angeordnet sein oder eine eigenständige Einheit darstellen.
Die Zugangskontrollvorrichtung 9 hat Zugang zu im mobilen Endgerät gespeicherten Zugangsprofilen. Zugangsprofile, auch Access Profiles genannt, sind Datensätze in denen eine Nut ¬ zungsberechtigung für bestimmte Dienste abgespeichert ist, gegebenenfalls einschließlich einer Gültigkeitsperiode. Nut ¬ zungsberechtigungen in Zugangsprofilen können auf einfache Art, beispielsweise durch Eingabe von Codenummern oder ähnlichem, vom Hersteller, Verkäufer oder Benutzer des mobilen Endgeräts entsprechend gezahlter Nutzungsgebühren eingegeben oder aktualisiert werden.
Die Zuordnung eines Zugangsprofils zu einer empfangenen Verkehrsinformation TI wird durch einen Vergleich der empfangenen Länderkennung CC, der weiteren Auswahlnummer LTNBE und ggf. der Dienstkennung SID mit entsprechenden in den Zugangsprofilen gespeicherten Werten bewerkstelligt. Falls das mobi- Ie Endgerät zur Nutzung des entsprechenden Dienstes freige ¬ schaltet ist, werden ebenfalls in dem Zugangsprofil hinter ¬ legte Entschlüsselungsparameter EP an die Entschlüsselungseinheit 5 übergeben, die mit Hilfe dieser Entschlüsselungspa ¬ rameter EP die verschlüsselte Ortskennung cLC in eine unver- schlüsselte Ortskennung LC umrechnet. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass bei dem beim RDS-TMC eingesetzten Verfahren die Entschlüsselungsparameter EP nicht unmittelbar in den Zugangsprofilen gespeichert sind, sondern aus einer Tabellenzeile aus einer von mehreren Tabellen entnommen wer- den, wobei die Tabelle im Zugangsprofil angegeben ist und die Tabellenzeile anhand eines weiteren übertragenen, Encryption Identifier genannten Parameters bestimmt wird. Für das darge ¬ stellte Verfahren ist dieser Zwischenschritt jedoch unerheb ¬ lich.
Nach der Entschlüsselung einer verschlüsselten Ortskennung cLC durch die Entschlüsselungseinheit 5 wird die entschlüs ¬ selte Ortskennung analog zum Fall einer unverschlüsselt über-
tragenen Ortskennung LC an die Ausgabeeinheit 11 weitergelei ¬ tet. Mithilfe einer durch die Kontrolldaten CD bestimmten tabellarischen Landkarte 13 wird wiederum eine Verkehrsmeldung optisch oder akustisch im Klartext zusammengesetzt und ausge- geben. Alternativ oder zusätzlich zu der Klartextausgabe kann eine übergabe der Verkehrsmeldung an ein Navigationssystem in einem dafür vorgesehenen Datenformat erfolgen. Wenn von der Zugangskontrollvorrichtung 9 festgestellt wird, dass das mo ¬ bile Endgerät keine Berechtigung zur Nutzung des entsprechen- den Dienstes hat, sind weder geeignete Entschlüsselungspara ¬ meter EP verfügbar, noch werden die Kontrolldaten CD an die Auswerteeinheit 11 weitergeleitet, wodurch eine nichtberech ¬ tigte Nutzung des entsprechenden Dienstes verhindert ist.
In Figur 1 ist eine schematische Darstellung eines erfin ¬ dungsgemäßen mobilen Endgerätes eines Verkehrsinformations ¬ systems dargestellt. Gleiche Bezugszeichen in Figur 1 und Fi ¬ gur 3 bezeichnen gleiche, beziehungsweise gleich wirkende E- lemente .
Gegenüber dem mobilen Endgerät aus Figur 3 unterscheidet sich das erfindungsgemäße mobile Endgerät nach Figur 1 durch einen Vergleicher 6 und damit verbundene erste Manipulationseinheit 7 und zweite Manipulationseinheit 10. Der Vergleicher 6 und die erste Manipulationseinheit 7 sind - bezogen auf den über ¬ gabeweg der Kontrolldaten CD - zwischen dem Separator 3 und der Auswerteeinheit 8 angeordnet . Die zweite Manipulations ¬ einheit 10 ist - bezogen auf den übergabeweg der Entschlüsse ¬ lungsparameter EP - zwischen der Auswerteeinheit 8 und der Entschlüsselungseinheit 5 angeordnet. In alternativen Ausges ¬ taltungen des mobilen Endgeräts kann der Vergleicher 6 natürlich auch mit der ersten Manipulationseinheit 7 zusammenge- fasst innerhalb einer Einheit realisiert sein. Vergleicher 6, erste und/oder zweite Manipulationseinheit 7, 10 können so- wohl als Hard- oder als Softwarekomponenten ausgeführt sein.
Der Vergleicher 6 ist dazu eingerichtet, anhand von Dienst- kennung SID, Länderkennung CC und der Auswahlnummer LTN vor-
gegebene Dienste bestimmter Dienstanbieter in bestimmten Ländern zu identifizieren. Dem Vergleicher 6 kann zu diesem Zweck eine Liste mit den entsprechenden Werten für Dienstken- nung SID, Länderkennung CC und der Auswahlnummer LTN der zu identifizierenden Dienste vorgegeben sein. Die Liste sollte alle Dienste umfassen, für die eine endgeräteseitige Zugangs ¬ kontrolle gewünscht, aber nicht gegeben ist, also insbesonde ¬ re kostenpflichtige Dienste, bei denen eine Ortskennung als unverschlüsselte Ortskennung LC übertragen wird und bei denen somit die Zugangskontrolle, wie sie im Zusammenhang mit Figur 3 beschrieben ist, nicht zur Verfügung steht. Bei diesen Diensten besteht eine mögliche Zugangskontrolle lediglich darin, proprietäre tabellarische Landkarten, die von dem ent ¬ sprechenden Dienstanbieter eingesetzt werden, nur solchen mo- bilen Endgeräten zur Verfügung zu stellen, die nutzungsberechtigt sind.
Der Vergleicher 6 aktiviert die erste und die zweite Manipu ¬ lationseinheit 7 bzw. 10, wenn der Vergleicher 6 einen sol- chen Dienstanbieter anhand abgespeicherter Werte für Dienst- kennung SID, Länderkennung CC und der Auswahlnummer LTN erkennt. In einer alternativen Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass neben der Länderkennung CC gegebenenfalls eine so genannte erweiterter Länderkennung (Extended Country Code - ECC) vom Vergleicher 6 zur Dienstidentifizierung eingesetzt wird. Die erweiterte Länderkennung ist eine im RDS-TMC System spezifizierte zusätzliche Kennung, durch die die Anzahl ko ¬ dierbarer Länder gegenüber der Länderkennung CC erweitert wird. Darüber hinaus können weitere Informationen ausgewertet werden, die Aufschluss über das Land geben, in dem die Verkehrsinformationen TI empfangen werden und für das sie somit vermutlich gelten. Solche Informationen können dem mobilen Endgerät z.B. von einem GPS-Empfänger (Global Positioning System) bereitgestellt werden
Die erste Manipulationseinheit 7 ist dazu eingerichtet, Werte der Kontrolldaten CD, insbesondere für die Auswahlnummer LTN und die weitere Auswahlnummer LTNBE zu verändern, bevor die
Werte an die Auswerteeinheit 8 gereicht werden. Die zweite Manipulationseinheit 10 ist dazu eingerichtet, Werte für die Entschlüsselungsparameter EP zu verändern, bevor diese von der Auswerteeinheit 8 beziehungsweise der Zugriffskontroll- Vorrichtung 9 an die Entschlüsselungseinheit 5 übertragen werden .
Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Aktivieren einer Zugriffskontrollvorrichtung für eine tabel- larische Landkarte in einem mobilen Endgerät eines Verkehrs ¬ informationssystems, wie es beispielsweise von dem in Figur 1 gezeigten mobilen Endgerät durchgeführt werden könnte, ist im Folgenden im Zusammenhang mit dem Blockschaltbild aus Figur 2 näher beschrieben.
In einem ersten Schritt Sl werden Verkehrsinformationen TI empfangen. In einem folgenden Schritt S2 werden Kontrolldaten CD aus den Verkehrsinformationen TI extrahiert und an einen Vergleicher, beispielsweise den Vergleicher 6 aus Figur 1, weitergeleitet. Der Vergleicher 6 vergleicht eine Dienstken- nung SID, einen Ländercode CC und eine Auswahlnummer LTN, die in den Kontrolldaten CD enthalten sind mit entsprechenden Einträgen einer vorgegebenen Liste. Falls die empfangene Kombination von Dienstkennung SID, Länderkennung CC und Auswahl- nummer LTN in der vorgegebenen Liste enthalten ist, verzweigt das Verfahren zu einem Schritt S4.
In dem Schritt S4 wird ein Merker (Flag) gesetzt, der die in dem Schritt S3 gefundene übereinstimmung zur späteren Verwen- düng speichert. Weiterhin wird in einem Schritt S5 der empfangene Wert für die Auswahlnummer LTN als Wert für die wei ¬ tere Auswahlnummer LTNBE übernommen und der Wert für die Auswahlnummer LTN auf 0 gesetzt. Im Ausführungsbeispiel der Fi ¬ gur 1 wird diese änderung der Kontrolldaten CD durch die ers- te Manipulationseinheit 7 durchgeführt. Das Verfahren wird daraufhin mit einem Schritt S6 fortgeführt. Falls in dem Schritt S3 keine übereinstimmung der empfangenen Parameter mit den hinterlegten gefunden wurde, wird das Verfahren unter
Auslassung der Schritte S4 und S5 ebenfalls mit dem Schritt S6 fortgeführt.
In dem Schritt S6 wird ausgewertet, ob die gespeicherte Aus- wahlnummer LTN = 0 ist. Wenn die Auswahlnummer LTN = 0 ist, verzweigt das Verfahren zu einem Schritt S7, andernfalls zu einem Schritt Sil. In dem Schritt S7 wird anhand von vorgege ¬ benen Zugangsprofilen ermittelt, ob der durch Länderkennung CC, Dienstkennung SID und weitere Auswahlnummer LTNBE be- zeichnete Dienst auf dem jeweiligen mobilen Endgerät zur Nut ¬ zung freigeschaltet ist. Falls nicht, endet das Verfahren. Falls der entsprechende Dienst freigeschaltet ist, werden Entschlüsselungsparameter EP abhängig von dem gespeicherten Zugriffsprofil zur Entschlüsselung bereitgestellt.
Das Verfahren verzweigt daraufhin zu einem Schritt S8, in dem der Zustand des in dem Schritt S4 eventuell gesetzten Merkers abgefragt wird. Falls der Merker gesetzt ist, verzweigt das Verfahren zu einem Schritt S9, in dem die Entschlüsselungspa- rameter EP auf einen vorgegebenen, einen Sondermodus angebenden Wert gesetzt werden. Danach verzweigt das Verfahren zu einem Schritt SlO, in dem die verschlüsselte Ortskennung cLC unter Benutzung der Entschlüsselungsparameter EP in eine unverschlüsselte Ortskennung LC umgesetzt wird. Im Ausführungs- beispiel der Figur 1 wird diese Entschlüsselung von der Entschlüsselungseinheit 5 vorgenommen. Dabei ist die Entschlüs ¬ selungseinheit 5 derart eingerichtet, dass bei einem Ent ¬ schlüsselungsparameter EP, der dem vorgegebenen Wert für den Sondermodus entspricht, keine Entschlüsselung vornimmt und folglich die von der Entschlüsselungseinheit 5 ausgegebene Ortskennung identisch mit der der Entschlüsselungseinheit 5 zugeführten Ortskennung ist. Dieser Sondermodus ist für das RDS-TMC Verkehrsinformationssystem im Rahmen der Spezifikation ISO 14819-6 standardmäßig zu Testzwecken vorgesehen. Nach einer Entschlüsselung beziehungsweise einer vermeintlichen Entschlüsselung der empfangenen Ortskennung durch die Entschlüsselungseinheit 5 wird das Verfahren mit dem Schritt Sil fortgeführt .
In dem Schritt Sil wird anhand der Kontrolldaten eine der ta ¬ bellarischen Landkarten 13 ausgewählt, mit Hilfe derer die entschlüsselte Ortskennung LC in eine Ortsangabe im Klartext umgesetzt wird, sodass eine Verkehrsmeldung zusammengesetzt und ausgegeben werden kann. Neben der Umsetzung und Ausgabe im Klartext kann wiederum alternativ oder zusätzlich eine Umsetzung und übergabe der Verkehrsmeldung an ein Navigationssystem in einem dafür vorgesehenen Datenformat erfolgen. Im Ausführungsbeispiel von Figur 1 wird der Schritt Sil von der Ausgabeeinheit 11 zusammen mit dem Speicher 12 und den darin enthaltenen tabellarischen Landkarten 13 durchgeführt.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird für Verkehrsinfor- mationen solcher Dienstanbieter, die in der vorgegebenen Liste des Vergleichers 6 hinterlegt sind, erreicht, dass die Zu ¬ gangskontrolle, die gemäß der standardisierten Ausführung eines RDS-TMC-tauglichen mobilen Endgeräts für unverschlüsselt übertragene Ortskennungen nicht zugänglich ist, zugänglich gemacht wird. Die mit der Aktivierung der Zugangskontrollvorrichtung verbundene Aktivierung der Entschlüsselungseinheit wird nicht verhindert, bleibt wegen der Nutzung des zu Test ¬ zwecken vorgesehenen Sondermodus jedoch ohne Auswirkungen auf die übertragene Ortskennung.
In einer alternativen Ausgestaltung des mobilen Endgeräts kann die zweite Manipulationseinheit 10 entfallen. In einem solchen Fall müsste die vom Hersteller mit unverschlüsselten Ortskennungen einer proprietären tabellarischen Landkarte 13 vor ihrer Nutzung im mobilen Endgerät einer Verschlüsselung unterworfen werden, z.B. vorgenommen von dem Hersteller des mobilen Endgeräts, der für die Bereitstellung der tabellarischen Landkarten im mobilen Endgerät zuständig ist. In dem zugeordneten Zugriffsprofil müssten die gleichen Entschlüsse- lungsparameter hinterlegt sein, die zur Modifikation der tabellarischen Landkarte benutzt wurden. Eine vom Dienstanbie ¬ ter im Rahmen von Verkehrsinformationen TI übertragene unverschlüsselte Ortskennung LC würde dann von der Entschlüsse-
lungseinheit 5 mit den bereitgestellte Entschlüsselungspara ¬ metern verarbeitet, d.h. hier ver- statt entschlüsselt, und gerade so umgesetzt, dass die verarbeitete Ortskennung den korrekten Eintrag in der verschlüsselten tabellarischen Land- karte angibt. Dieses ist möglich, da das Ver- und Entschlüs ¬ selungsverfahren im Rahmen der ISO 14819-6 Spezifikation ein symmetrisches Permutationsverfahren ist, das eine eineindeu ¬ tige Abbildungsvorschrift zwischen unverschlüsselten und verschlüsselten Werten darstellt.
Die vorgestellte Lösung hat insbesondere den Vorteil, dass das erfindungsgemäße mobile Endgerät auf einer Vielzahl be ¬ kannter und erprobter Komponenten basiert . Die Funktionsweise dieser einzelnen Komponenten, zum Beispiel der Auswerteein- heit 8, der Zugriffskontrollvorrichtung 9 und der Entschlüsselungseinheit 5, ist unverändert, das Zusammenspiel dieser Komponenten wird jedoch durch die hinzugefügten Komponenten Vergleicher 6, erste Manipulationseinheit 7 und zweite Mani ¬ pulationseinheit 10 derart verändert, dass eine Aktivierung der Zugangskontrollvorrichtung 9 auch für unverschlüsselt ü- bertragene Ortskennungen möglich wird. Der Dienstanbieter, der für die Bereitstellung der tabellarischen Landkarten 13 des mobilen Endgeräts verantwortlich ist, also beispielsweise der Hersteller des mobilen Endgeräts, kann einheitlich für alle mobilen Endgeräte und Kunden tabellarische Landkarten 13 bereitstellen, unabhängig von der konkreten, endgerätbezoge- nen Nutzungsberechtigung dieser Landkarten. Eine Nutzungskontrolle ist in einheitlicher Art und Weise, d.h. wie bei sol ¬ chen Dienstanbietern, die ihre Verkehrsinformationen mit verschlüsseten Ortskennungen übertragen, anhand der Zugangsprofile möglich.
Next Patent: VALVE FOR THE VENTING CIRCUIT OF A LIQUID TANK
