SEYBOLD, Marcus (Sülzbachstrasse 8, Crailsheim, 74564, DE)
ZEHNER, Ulrich (Am Gromberg 43, Bad Rappenau, 74906, DE)
SEYBOLD, Marcus (Sülzbachstrasse 8, Crailsheim, 74564, DE)
ZEHNER, Ulrich (Am Gromberg 43, Bad Rappenau, 74906, DE)
Ansprüche
01. Mobile Abfall-Entsorgungseinrichtung (10, 10.2),
- gekennzeichnet durch,
- eine auf einem ersten Grundträger (16, 16.1) angeordnete Verdichtungsvorrichtung (12) für zu Ballen zu verdichtendes beim Aus- oder Umpacken von Waren anfallendes Verpackungsmaterial und vergleichbare Abfälle,
- eine elektrische Versorgungseinrichtung zum Betreiben der Verdichtungsvorrichtung (12),
- eine an der Verdichtungsvorrichtung (12) oder auf einem zweiten Grundträger (16.2, 16.3, 16.4) angeordnete Aufnahmeeinrichtung (14, 14.2, 14.3, 14.5) für unverdichtete und/oder zu Ballen verdichtete Abfälle,
- wobei zumindest ein Grundträger Fahrrollen (50, 51) und/oder eine Aufnahmeeinrichtung (48) zur Aufnahme durch ein Flurfördergerät besitzt.
02. Mobile Abfall-Entsorgungseinrichtung,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- ein erster und zweiter Grundträger miteinander verbunden oder verbindbar sind.
03. Mobile Abfall-Entsorgungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- eine Einladehilfe (60, 62, 64, 66, 68) zum gewichtserleichternden Anheben eines Ballens (28) vorhanden ist.
04. Mobile Abfall-Entsorgungseinrichtung nach Anspruch 3,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die, Einladehilfe an der Aufnahmeeinrichtung befestigt ist,
- die Einladehilfe zwei Bügelarme (66, 68) zum Ergreifen eines Ballens, insbesondere an dessen beiden Stirnseiten besitzt.
05. Mobile Abfall-Entsorgungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die Aufnahmeeinrichtung (14, 14.2, 14.3, 14.5) insbesondere austauschbare Behältnisse (70, 70.3. 70.4, 70.5, 70.6) für nicht verdichtete Abfälle aufweist.
06. Mobile Abfall-Entsorgungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die Verdichtungsvorrichtung (12) einen Einfülltrichter (20) mit zumindest einer insbesondere verstellbaren Trichterwand (24) derart besitzt, dass die Größe der Trichteröffnung (36) veränderbar ist.
07. Mobile Abfall-Entsorgungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- eine insbesondere als Lichtschranke ausgebildete Innenraum- überwachung für die Trichteröffnung (36) der Verdichtungsvorrichtung (12) vorhanden ist.
08. Mobile Abfall-Entsorgungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- eine den elektrischen Betrieb der Verdichtungsvorrichtung (12) zeitlich begrenzende, insbesondere als Zeitrelais ausgebildete Einrichtung vorhanden ist.
09. Mobile Abfall-Entsorgungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die elektrische Versorgungseinrichtung zum Betreiben der Verdichtungsvorrichtung (12) einen elektrischen, insbesondere wiederaufladbaren, Energiespeicher und/ oder ein elektrisches Anschlusskabel besitzt.
10. Mobile Abfall-Entsorgungseinrichtung nach Anspruch 9,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- ein elektrischer Energiespeicher einerseits an der Verdichtungsvorrichtung (12) und/oder an der Aufhahmeeinrichtung (14) für die Abfälle, und/oder andererseits an einem Flurfördergerät vorhanden ist.
11. Mobile Abfall-Entsorgungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die elektrische Versorgungseinrichtung zum verfahrbaren Antreiben von zumindest einer Fahrrolle ausgebildet ist.
12. Mobile Abfall-Entsorgungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die Verdichtungsvorrichtung (12) und /oder die Aufnahmeeinrichtung (14, 14.2, 14.3, 14.5) mittels eines Flurfördergerätes verfahrbar sind beziehungsweise ist.
13. Verfahren zum Handhaben von beim Aus- oder Umpacken von Waren anfallenden Abfällen an Verpackungsmaterial,
- gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
- Positionieren einer eine Verdichtungsvorrichtung für Abfälle und eine Aufnahmeeinrichtung für unverdichteten und/oder zu Ballen verdichteten Abfall enthaltende, mobile Abfall-Entsorgungseinrichtung (10, 10.2) an oder in der Nähe von zumindest einem Ort, an dem aus- oder umgepackt wird, und/oder bei zumindest einer ortsfesten Sammelstation für solche Abfälle, oder nacheinander an mehreren solcher Orte und /oder Sammelstationen, - Eingeben von zumindest einem Teil des anfallenden oder angefallenen Abfalles in die Verdichtungsvorrichtung (12) zum Herstellen von zumindest einem Teil eines Ballens (28), und /oder Eingeben von zumindest einem Teil des anfallenden oder angefallenen Abfalles unverdichtet in die Aufnahmeeinrichtung (14, 14.2, 14.3, 14.5) und gegebenenfalls Einlagern von in der Verdichtungsvorrichtung (12) fertig hergestellten Ballen (28) in die Aufnahmeeinrichtung (14, 14.2, 14.3, 14.5),
- Wegführen der Aufnahmeeinrichtung (14, 14.2, 14.3, 14.5) mit oder ohne Verdichtungsvorrichtung (12) zum Entleeren ihres Abfalles.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- Ballen (28) aus sortenreinem und/oder nicht sortenreinem Abfall hergestellt werden.
15. Verfahren nach Anspruch 13,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- Ballen (28) aus in der Aufnahmeeinrichtung (14, 14.2, 14.3, 14.5) zwischengelagertem Abfall hergestellt werden.
16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- eine befüllte Aufnahmeeinrichtung (14.2, 14.3, 14.5) gegen eine leere Aufnahmeeinrichtung (14.2, 14.3, 14.5) ausgetauscht wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 16,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die Aufnahmeeinrichtung (14, 14.2, 14.3, 14.5) mit oder ohne Verdichtungsvorrichtung (12) zum Entleeren ihres Abfalles zu einer Umladestation verbracht wird,
- die Ballen (28) auf Verladeeinrichtungen aufgelagert wie insbesondere aufgestapelt werden.
18. Verfahren nach Anspruch 17,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- auf einer Verladeeinrichtung Ballen (28) gleicher oder ungleicher Abfallfraktion eingelagert werden.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 oder 18,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- auf einer Verladeeinrichtung vorhandene Ballen (28) mit Gurten, Schnüren, Bändern oder aufgeschrumpfter Folienbahn lagefixiert werden.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 19,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die Verladeeinrichtung als palettenartiger Träger oder als Container ausgebildet ist.
21. Verfahren nach Anspruch 20,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- in einem Container unverdichteter Abfall und zu Ballen (28) verdichteter Abfall eingelagert wird.
22. Verfahren nach Anspruch 21,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- auf unverdichtetem Abfall Ballen (28) aufgelagert werden.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 22,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die zumindest eine mit Abfall beladene Verladeeinrichtung von der Umladestation zu einer Abfall- Verwertungsanlage verbracht wird. |
BESCHREIBUNG
Mobile Abfall-Entsorgungseinrichtung und Verfahren zum Handhaben derselben
TECHNISCHES GEBIET
Die Erfindung betrifft eine mobile Entsorgungseinrichtung für Abfälle. Solche Abfälle können Kartonagen und Folien sein, die sich verdichtend verpressen lassen. Die Abfälle können auch andere verdichtbare Abfallstoffe sein, die gleichzeitig auch Wertstoffe sein können. Solche Abfälle können beispielsweise Glaswolle, Schaumstoffe, PET-Flaschen oder sonstige in der Verpackungstechnik verwendete Materialien sein. Alle diese allgemein als Abfälle (Abfallfraktionen) bezeichneten Stoffe fallen beim Einlagern oder Auslagern von in größeren oder kleineren Warenumschlagplätzen vorhandenen Regalplätzen mit Waren an. Solche Warenumschlagplätze sind beispielsweise kleinere oder größere Warenhäuser oder auch vergleichsweise sehr große Logistikzentren. Vergleichbare Abfälle fallen ganz allgemein regelmäßig beim Aus- und Umpacken von Waren an, so zum Beispiel auch in der Industrie und in der Verwaltung. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Handhaben einer solchen mobilen Abfall-Entsorgungseinrichtung beim Aus- und /oder Umpacken von derartigen Abfällen.
STAND DER TECHNIK
Beim Einlagern von Waren wie beispielsweise Lebensmittelpackungen in die für sie jeweils vorgesehenen einzelnen Regalplätze wie beispielsweise Regalfächer der betreffenden Warenhauseinrichtungen werden die beispielsweise Lebensmittelpackungen aus Umverpackungen herausgenommen und auf den Regalfächern abgelegt. Dabei fallen Verpackungsmaterial- Abfälle an. Auch in Logistikzentren fallen solche Abfälle an; allerdings im Gegensatz zu Warenhauseinrichtungen wo sie beim Auffüllen der Regalfächer mit frischer Ware anfallen, fallen sie in Logistikzentren hauptsächlich beim kommisionierten Entnehmen der Waren aus den Regalfächern an. Oftmals werden hier nämlich die regelmäßig auf Paletten angelieferten Waren, so wie sie auf der Palette verpackt vorhanden sind, auf dem für sie vorgesehenen Regalfach abgestellt. Die Ware wird in den Regalplätzen von Logistikzentren nämlich in aller Regel nicht ausgepackt zwischengelagert, um sie erst später, im Zusammenhang mit ihrer kommisionierten Auslagerung auszupacken. Bei diesem Umlagern von Waren fallen insgesamt große Mengen an
Abfällen an. Beim öffnen der Umverpackυng, in der die einzelnen Waren vorhanden sind, fallen beispielsweise insbesondere Kartonagen, Folien und auch Wertstoffe wie zum Beispiel wiederverwendbare Umreif ungsb ander an. Auch müssen die auf den Regalfächern liegenden, zu Bruch gegangenen Waren erst weggeschafft werden, bevor die den Umkartons entnommene, verpackte oder unverpackte, frische Ware wieder eingelagert werden kann.
Es hat sich herausgestellt, dass in Warenhäusern oftmals die größte Abfallfraktion aus Kartonagen und die zweitgrößte Abfallfraktion aus Folien bestehen kann. In Warenhäusern wird die beispielsweise auf Paletten vorrätig gehaltene frische Ware neben dem zu befüllenden Regalplatz abgestellt. Die frische Ware wird dann aus den entsprechenden Verpackungskartons entnommen und in das Regal eingesetzt. Verpackungskartons und Verpackungsfolien, Umreifungsbänder und zu Bruch gegangene und im Regal noch befindliche Ware wird in der Regalgasse mehr oder weniger ungeordnet abgelegt und beispielsweise anschließend in eine in dem Verkaufsraum bereit stehende Entsorgungs-Gitterbox oder eine vergleichbare Sammelstation umsortiert und lose hinein geworfen. Die volle Gitterbox wird dann zu einer zentralen Umladestation transportiert. Dort werden die in der Gitterbox vorhandenen verschiedenen Abfallfraktionen, wie zum Beispiel Kartonagen, Folien und dergleichen sortiert und in dafür vorgesehene Behältnisse sortiert hinein geworfen. Solche Behältnisse können für Kartonagen und Folien entsprechende Presscontainer sein. Diese Entsorgung von Kartonagen und sonstigen Abfällen in Zusammenhang mit dem Befüllen von Regalfächern mit frischer Ware ist mit hohem Personalaufwand verbunden, da die einzelnen Abfallstoffe mehrfach in die Hand genommen werden müssen. Für die zum Teil sehr voluminösen Abfälle wie Kartonagen müssen sehr viele Gitterboxen vorrätig gehalten, beziehungsweise die Gitterboxen mehrfach am Tag und in sehr kurzen Zeiträumen abgefahren, entleert und durch leere Gitterboxen ersetzt werden.
Die zur Volumen Verringerung der Abfallfraktionen verwendeten Presscontainer haben aufgrund ihres hohen Eigengewichts eine vergleichsweise geringe Aufnahmekapazität. So besitzt ein bekannter derartiger Presscontainer eine Aufnahmekapazität von etwa 3,5 Tonnen bei einem Eigengewicht von 5,2 Tonnen, was eine geringe Transportauslastung bei ihrem Transport zu einem Abfall- Entsorgungsbetrieb zur Folge hat. Dort werden sie nämlich entleert und Abfallfraktionen wie Kartonagen und Folien zu Großballen von etwa einer Tonne umgepresst.
Solche Großballen werden dann zu einer Weiterverarbeitungseinrichtung wie beispielsweise einer Papierfabrik transportiert.
Sofern in der Regalgasse des betreffenden Warenhauses ausreichend Platz vorhanden ist und die Verkaufssituation es erlaubt, weil der Verkauf an Endverbraucher nicht gestört wird, können die verschiedenen Abfälle auch in der Regalgasse erst einmal lose zwischengelagert werden und anschließend auf die von frischer Ware geleerte Palette wieder aufgelagert und mit der Palette dann zu der Umladestation hingefahren werden. In aller Regel wird die Palette aber mehrfach umgesetzt, bevor sie von ihrer frischen Ware vollständig geleert ist. Das bedeutet, dass Abfälle in den Regalgassen längere Zeit an verschiedenen Stellen herum liegen, von denen sie dann nacheinander, wenn die Palette leer ist, aufgesammelt werden müssen. Auch dies ist mit sehr hohem Personalaufwand verbunden, abgesehen davon, dass der Abfall unerwünscht lange in den Regalgassen herum liegt.
In größeren Warenumschlagplätzen, wie Logistikzentren., können beispielsweise Gitterboxen in den Regalgassen platziert werden, da Endverbraucher nicht vorhanden sind und dadurch auch nicht durch die Gitterboxen gestört werden können. In Logistikzentren wird eine sehr große Menge an Waren umgeschlagen, wodurch eine entsprechend große Menge an Abfall anfällt. Daher sind in Logistikzentren regelmäßig sehr viele Personen nur mit dem Abfahren und Entleeren von Gitterboxen beschäftigt.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
Ausgehend von diesem vorbekannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den Aufwand bei der Entsorgung von Abfällen, der beim Einbeziehungsweise Auslagern von im Handel, in der Industrie oder Verwaltung vorhandenen Warenumschlagplätzen mit Waren entsteht, zu reduzieren.
Diese Erfindung ist für eine mobile Abfall-Entsorgungseinrichtung durch die Merkmale des Patentanspruches 1 und für ein Verfahren zum Handhaben von beim Aus- oder Umpacken von Waren anfallenden Abfällen an Verpackungsmaterial durch die Merkmale des Patentanspruches 13 gegeben. Sinnvolle Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand von sich an diese Patentansprüche jeweils anschließenden weiteren Ansprüchen.
Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass eine mobile Abfall-Entsorgungseinrichtung zum Handhaben der beim Aus- oder Umpacken anfallenden Verpackungsabfälle verwendet wird. In dieser Abfall-Entsorgungseinrichtung können die Abfälle nacheinander in einer Verdichtungsvorrichtung zu Ballen verdichtet werden. Solche Ballen und wahlweise auch nicht verdichtete Abfälle können in einer entsprechend ausgebildeten Aufnahmeeinrichtung der Abfall- Entsorgungseinrichtung gelagert werden. Die Verdichtungsvorrichtung und die Aufnahmeeinrichtung können auf einem gemeinsamen oder auf separaten Grundträgern gelagert sein, so dass sie gemeinsam oder getrennt verfahren werden können. Dieses Verfahren kann durch an den Grundträgern angebrachte, auch elektrisch antreibbare, Fahrrollen ermöglicht werden. Es können auch - zusätzlich oder alternativ - Aufnahmeeinrichtungen vorgesehen sein, mittels derer der betreffende Grundträger oder beide Grundträger gemeinsam mittels eines Flurfördergerätes verfahren werden können. Die Aufnahmeeinrichtung kann auch an der Verdichtungsvorrichtung fest oder entnehmbar, wie beispielsweise anhängbar angebracht sein, so dass sie auch ohne eigene Grundträger ausgebildet sein kann.
Beim Betrieb der Abfall-Entsorgungseinrichtung wird dieselbe nacheinander an oder in die Nähe von Orten gebracht, an denen Ware aus- oder umgepackt werden soll. Solche Orte können Waren-Regalplätze sein, an denen beispielsweise Waren zum Verkauf vorrätig gehalten oder bereitgestellt werden. Solche Orte können auch Abfall-Sammelstationen wie beispielsweise Entsorgung-Gitterboxen sein, in denen beim Aus- oder Umpacken anfallende Abfälle zwischengelagert worden sind. Anschließend kann dann eine mit verdichteten und/oder unverdichteten Abfällen beladene Abfall-Entsorgungseinrichtung zu einer Umladestation gebracht und dort entleert, und die Abfälle dann weiter zu einer Weiterverarbeitungseinrichtung oder einer Beseitigungsanlage gefahren werden. Die zu Ballen verdichteten Abfälle können dabei ohne Umweg über einen Abfall-Entsorgungsbetrieb auch direkt ihrer Endbestimmung zugeführt werden.
Die mobile Abfall-Entsorgungseinrichtung kann also neben dem jeweils mit frischer Ware zu befüllenden Regalfach bereitgestellt werden. Insbesondere wenn die größte bei einem Ein- oder Auslagern von Regalfächern anfallende Abfallfraktion, die beispielsweise aus Kartonagen bestehen kann, gleich an Ort und Stelle wo sie anfällt, verdichtet wird, braucht die Abfall-Entsorgungseinrichtung wesentlich seltener zu einer zentralen Umladestation hingefahren und entleert zu
werden, als es beispielsweise mit den im Stand der Technik bekannten Gitterboxen der Fall ist. In kleineren Warenhäusern kann eine solche mobile Entsorgungsseinrichtung vom Bedienpersonal in den Regalgassen entlang geschoben werden. Es ist auch möglich, mit einem kleineren oder größereren Flurfördergerät die Entsorgungseinrichtung in den Regalgassen hin und her zu verfahren. Letzteres wird insbesondere in größeren Warenumschlagplätzen der Fall sein.
Zum Bedienen der Verdichtungsvorrichtung, die insbesondere als eine an sich im Stand der Technik zum Verdichten von Kartonagen und Folien bekannte Ballenpresse ausgebildet sein kann, besitzt die Abfall-Entsorgungseinrichtung eine entsprechende elektrische Versorgungseinrichtung. Diese elektrische Versorgungseinrichtung kann mit einem elektrischen Energiespeicher ausgestattet sein, der als wieder aufladbarer Akku an der Verdichtungs Vorrichtung, an der Aufnahmeeinrichtung für Abfälle oder an einem Flurfördergerät mitgeführt werden kann, so dass die mobile Abfall-Entsorgungseinrichtung weitestgehend autark betrieben werden kann.
Bei größeren Warenumschlagplätzen, wie insbesondere bei einem Logistikzentrum, wird die erfindungsgemäße mobile Abfall-Entsorgungseinrichtung nämlich regelmäßig zusammen mit einem Flurfördergerät benutzt werden. In einem solchen Fall ist es dann möglich, die Verdichtungsvorrichtung über die elektrische Versorgungseinrichtung des Flurfördergerätes zu betreiben. Zum sinnvollen Einsetzen der durch das Flurfördergerät zur Verfügung gestellten elektrischen Versorgungsspannung ist es sinnvoll, und auch für den Betrieb der Abfall-Entsorgungseinrichtung nicht nachteilig, wenn die Verdichtungsvorrichtung nur bei Stillstand des Flurfördergerätes betrieben werden kann; beim Verfahren des Flurfördergerätes sollte es nämlich in aller Regel nicht erforderlich sein, die Verdichtungsvorrichtung mit zu betreiben.
Zusätzlich oder alternativ kann die elektrische Versorgungseinrichtung auch ein elektrisches Anschlusskabel besitzen um auch eine elektrische Versorgung durch eine nicht im Bereich der mobilen Abfall-Entsorgungseinrichtung oder ihres Flurfördergerätes vorhandene Spannungsquelle zu ermöglichen. Dieses Anschlusskabel kann ein auf einer Kabeltrommel aufgerolltes Kabel sein. Eine solche Kabeltrommel und gegebenenfalls auch beispielsweise ein Akku mit Ladegerät können in einem Zwischenraum vorrätig gehalten werden, der entsprechend in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele ausgebildet
sein kann zwischen der Verdichtungsvorrichtung und der Aufnahmeeinrichtung einerseits und dem die Fahrrollen und die Aufnahmeführungen zur Aufnahme durch ein Flurfördergerät enthaltenden Grundträger andererseits.
Sofern zumindest eine der an einer mobilen Abfall-Entsorgungseinrichtung vorhandenen Fahrrollen elektrisch angetrieben werden kann, lässt sich dieselbe auch ohne ein Flurfördergerät ohne großen Kraftaufwand verfahren.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung sind den in den Ansprüchen ferner angegebenen Merkmalen sowie den nachstehenden Ausführungsbeispielen zu entnehmen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
Die Erfindung wird im Folgenden anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher beschrieben und erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer mobilen Abfall-Entsorgungseinrichtung nach der Erfindung, mit einer Verdichtungsvorrichtung und einer schrankartigen Aufnahmeeinrichtung,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform für eine erfindungsgemäße mobile Abfall-Entsorgungseinrichtung, mit einer gegenüber Fig. 1 zweiten Ausführungsform für eine Aufnahmeeinrichtung,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer dritten Ausführungsform für eine bei einer mobilen Abfall-Entsorgungseinrichtung nach der Erfindung vorhandene Aufnahmeeinrichtung,
Fig.4 eine vierte Ausführungsform für eine bei einer erfindungsgemäßen mobilen Abfall-Entsorgungseinrichtung vorhandene Aufnahmeeinrichtung,
Fig. 5 eine Seitenansicht eines Flurfördergerätes mit einer Verdichtungsvorrichtung und der in Fig. 3 dargestellten Aufnahmeeinrichtung.
WEGE ZUM AUSFüHREN DER ERFINDUNG
Eine mobile Abfall-Entsorgungseinrichtung 10 besitzt eine Verdichtungsvorrichtung 12 und eine in Art eines Schrankes ausgebildete Aufnahmeeinrichtung 14. Die Aufnahmeeinrichtung 14 könnte auch als eine eigenständig verfahrbare Gitterbox ausgebildet sein. Aufnahmeeinrichtung 14 und Verdichtungsvorrichtung 12 sind im vorliegenden Beispielsfall auf einem gemeinsamen Grundträger 16 gelagert. Zwischen dem Grundträger 16 und der Verdichtungsvorrichtung 12 sowie der Aufnahmeeinrichtung 14 ist ein Zwischenraum 18 vorhanden.
Die Verdichtungsvorrichtung 12 ist im vorliegenden Beispielsfall als sogenannte Ballenpresse ausgebildet. In ihren oberen Einwurftrichter 20, der einerseits durch eine linke Stirnwand 22 und eine ihr mit Abstand gegenüberliegende rechte Stirnwand 23 und andererseits einer linken und rechten Trichterwand 24, 26 an seinen vier Seiten begrenzt wird, können Kartonagen und Folien hinein geworfen werden. Der Einwurftrichter stellt auch eine der eigentlichen Presse vorgelagerte Art Puffereinrichtung dar. In der Verdichtungsvorrichtung 12 werden diese Abfälle zu Ballen 28 verdichtet. Der jeweilige Ballen 28 verlässt die Verdichtungsvorrichtung 12 aus einer in ihrem unteren Bereich vorhandenen Auswurf öffnung 30. Die Ballen haben jeweils einen etwa kreisförmigen Durchmesser D von etwa 40 Zentimetern und eine Länge L von etwa 60 Zentimetern. Ihr Gewicht beträgt je nach Art des verdichteten Materials etwa 20 bis 30 Kilogramm.
Die im vorliegenden Fall linke Trichterwand 24 ist längs einer in der linken Stirnwand 22 gelagerten Führungsschiene 32 in Querrichtung, in Richtung des Pfeils 34, in Richtung zu der ihr gegenüber liegenden rechten Trichterwand 26 verschiebbar. Der gegenseitige Abstand der beiden Trichterwände 24, 26 und damit die Trichteröffnung 36 können dadurch verkleinert werden. Die linke Trichterwand 24 kann dadurch als eine Art Anpressschieber verwendet werden, um Abfälle, wie im vorliegenden Fall Kartonagen, die von der Verdichtungsvorrichtung 12 nicht selbstständig in ihr Inneres hinein gezogen werden, doch noch durch die Trichteröffnung 36 hindurchziehen zu können. Die beiden relativ aufeinander verfahrbaren Trichterwände 24, 26 können den Anpressdruck auf die zwischen ihnen befindliche Kartonage oder Folie verstärken und dadurch einen erhöhten Anpressdruck zum Einziehen dieser Abfälle erzeugen. Das entsprechende Verschieben der Trichterwand 24 erfolgt im vorliegenden Fall manuell durch eine entsprechende Person, die zum Befüllen eines Regalfachs mit
frischer Ware die mobile Abfall- und Entsorgungseinrichtung benutzt. Das Verschieben kann aber auch motorisch bewirkt werden.
Die rechte Stirnwand 23 der Verdichtungsvorrichtung 12 bildet die Rückwand der Aufnahmeeinrichtung 14. In dieser Aufhahmeeinrichtung 14 sind zwischen einem umlaufenden Wandrahmen 40 mehrere Regalböden 52 vorhanden. Der unterste Regalboden 52 bildet gleichzeitig den Boden des Wandrahmens 40. Der oberste Regalboden 52 wird von einem Querrahmen 44 des Wandrahmens 40 bedeckt. Dadurch sind in der Aufnahmeeinrichtung 14 im vorliegenden Fall vier Stauräume 46 vorhanden. In den Stauräumen 46 können lose Abfälle, die nicht in die Verdichtungsvorrichtung 12 eingeworfen werden sollen oder können, zwischengelagert werden.
Der Grundträger 16 besitzt drei in Längsrichtung 42 ausgerichtete und parallel mit gegenseitigem Abstand angeordnete Aufnahmeführungen 48. In die beiden in Längsrichtung 42 durchgehenden, zwischen den drei Aufnahmeführungen 48 vorhandenen beiden öffnungen kann beispielsweise das in Rg. 5 dargestellte Flurfördergerät 94 seine beiden gabelartigen Aufnahmezinken 97 hinein schieben und dadurch die gesamte Entsorgungseinrichtung 10 anheben und mit derselben hin und her fahren. Die Aufnahmeführungen 48 stellen damit eine Aufnahmeeinrichtung für das Flurfördergerät 94 dar. Die beiden äußeren Aufnahmeführungen 48 besitzen im vorliegenden Beispielsfall jeweils seitlich außen zwei Fahrrollen 50, 51, so dass die Entsorgungseinrichtung 10 auch mit diesen Fahrrollen 50, 51 unmittelbar auf einer Bodenfläche 69 hin und her geschoben werden kann.
Die in Fig. 2 dargestellte mobile Abfall-Entsorgungseinrichtung 10.2 besitzt die Verdichtungsvorrichtung 12, wie sie in Fig. 1 bereits dargestellt und beschrieben ist. Die Aufnahmeeinrichtung 14.2 unterscheidet sich von der Aufnahmeeinrichtung 14 durch ihre vergrößerte Länge in Längsrichtung 42 und ihren dadurch größeren Innenstauraum.
In ihrem in Fig. 2 dargestellten hinteren linken Querschnittsbereich besitzt die Aufnahmeeinrichtung 14.2 drei übereinander liegende Stauräume 56, die durch entsprechende Regalböden 52 voneinander getrennt sind. Jeder dieser Stauräume 56 ist zum Einlagern eines Ballens 28 größenmäßig ausgebildet. Solche Ballen 28 können in den drei Stauräumen 56 eingelagert werden. Außerdem kann noch ein vierter, mehr oder weniger fertig hergestellter Ballen 28 unmittelbar in der Verdichtungsvorrichtung 12 vorhanden sein. Da das Gewicht eines Ballens etwa 20
bis 30 Kilogramm beträgt, können also beispielsweise Kartonagen im Gewicht von 80 bis 120 Kilogramm durch diese mobile Abfall-Entsorgungseinrichtung 10.2 eingesammelt werden, bevor die Entsorgungseinrichtung 10.2 entleert werden muss.
Der oberste Stauraum 56.2 unterscheidet sich von den übrigen Stauräumen 56 durch seine im vorliegenden Beispiel geringere Höhe. In diesem Stauraum 56.2 ist eine Federzugeinrichtung 60 mit einem endseitig an ihr angebrachten Greifer 62 vorhanden. Die Federzugeinrichtung 60 ist in einem im vorliegenden Beispielsfall auf dem oberen Querrahmen 54 der Aufnahmeeinrichtung 14.2 platzierten Federzugspeicher 64 ausziehbar gespeichert. über eine im Inneren des Stauraumes 56.2 angeordnete Umlenkrolle kann der Greifer 62 mit seinen quer auseinander- ziehbaren zwei Bügelarmen 66, 68 nach unten und auch um eine beispielsweise vertikale Achse verschwenkt werden. Dadurch kann mit seinen zwei Bügelarmen 66, 68 ein Ballen 28, der aus der Auswurföffnung 30 heraus gerollt ist, von der Bodenfläche 69, auf der die Entsorgungseinrichtung 10.2 aufruht, im Bereich seiner mehr oder weniger kreisförmigen Stirnflächen erfasst und mit vergleichsweise geringer Kraft hoch gehoben und in einen der drei Stauräume 56 eingelagert werden. In Fig. 2 ist ein solcher, in dem untersten Stauraum 56 bereits eingelagerter Ballen 28 strichpunktiert dargestellt. Der Greifer 62 stellt eine Art Einladehilfe zum gewichtserleichternden Anheben eines Ballens dar. Eine solche Einladehilfe kann auch für die Verdichtungsvorrichtung 12 vorgesehen werden.
Neben den Stauräumen 56, 56.2 sind bei der Aufnahmeeinrichtung 14.2 drei im vorliegenden Fall gleich große, übereinander angeordnete Stauräume 72 ausgebildet. Jeder dieser Stauräume 72 enthält eine Abfall-Box 70 mit einer auf ihrer Vorderseite vorhandenen Einwurf öffnung 74. Die Boxen 70 können dem jeweiligen Stauraum 72 entnommen werden. In die Boxen 70 können bis zu drei verschiedene Abfallfraktionen eingelagert werden, die nicht sofort oder erst zu einem späteren Zeitpunkt in der Verdichtungsvorrichtung 12 zu Ballen 28 verdichtet werden sollen. So könnten beispielsweise erst Kartonagen- Abfälle zu entsprechenden Ballen verpresst und anfallende Folien- Abfälle lose gesammelt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte dann ein Folien-Ballen in der Verdichtungsvorrichtung 12 und damit jeweils sortenreine Ballen hergestellt werden.
Statt der Boxen könnte ein Stauraum 72 - und dies gilt grundsätzlich für alle Stauräume - mit einer eine oder mehrere Einwurföffhungen aufweisenden Verschlussklappe räumlich verschließbar ausgebildet sein. Zum Entleeren eines solchen Stauraumes könnte die Verschlussklappe um eine beispielsweise unten an ihr angeordnete Scharnierschiene aufschwenkbar ausgebildet sein.
Beim Verfahren der Abfall-Entsorgungseinrichtung 10.2 kann die Aufnahmeeinrichtung 14.2 durch hintere zwei Schranktüren 76, 78 verschlossen werden. Die linke Tür 76 verschließt dabei die Stauräume 56, 56.2 und die rechte Tür 78 die Stauräume 72 mit den drei Boxen 70.
Während die in Fig. 1 dargestellte Abfall-Entsorgungseinrichtung 10 einen einzigen Grundträger 16 mit seinen drei Aufnahmeführungen 48 besitzt, besitzt die in Fig. 2 dargestellte Entsorgungseinrichtung 10.2 einen ersten Grundträger 16.1, auf dem die Verdichtungsvorrichtung 12 aufruht, und einen zweiten Grundträger 16.2 , auf dem die Aufnahmeeinrichtung 14.2 aufruht. Während zwischen dem Grundträger 16.1 und der Verdichtungsvorrichtung 12 ein Zwischenraum 18.1 ausgebildet ist, um dort, wie in Zusammenhang mit Fig. 1 beschrieben, beispielsweise eine elektrische Versorgungseinrichtung zum Betrieb der Verdichtungsvorrichtung 12 unterzubringen, ist im vorliegenden Beispielsfall auch unterhalb der Aufnahmeeinrichtung 14.2 ein vergleichbarer Zwischenraum 18.2 ausgebildet. Dieser Zwischenraum 18.2 könnte als Stauraum für sonstige Utensilien oder Abfälle benutzt werden. Er könnte auch weggelassen und dafür beispielsweise die entsprechenden Stauräume 56, 56.2 , 72 entsprechend größer ausgebildet werden. Jeder der beiden Grundträger 16.1, 16.2 ist mit jeweils zwei Fahrrollen 50, 51 neben den beiden seitlichen seiner drei Aufhahmeführungen 48 ausgestattet.
Von der in Fig. 3 dargestellten Abfall-Entsorgungseinrichtung ist lediglich ihre leere Aufnahmeeinrichtung 14.3 dargestellt. An ihre Stirnwand 23 schließt sich, wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt, eine Verdichtungsvorrichtung 12 mit einer Länge 79 von 85 Zentimetern an. Die Aufnahmeeinrichtung 14.3 besitzt eine vergleichsweise größere Länge. Die Länge 80.3 beträgt bei der Entsorgungseinrichtung 14.3 (Fig. 3) 90 Zentimeter. Die vergleichbare Länge 80.2 der Entsorgungseinrichtung 10.2 (Fig. 2) beträgt 45 Zentimeter. Bei der in Fig. 1 dargestellten Entsorgungseinrichtung 10 beträgt die vergleichbare Länge 80 lediglich 20 Zentimeter.
Alle drei Entsorgungseinrichtungen 1O 7 10.2 und 10.3 haben eine Breite 82 von jeweils 100 Zentimetern. Auch die Höhe 84 für die Verdichtungsvorrichtung 12 und für die jeweilige Aufnahmeeinrichtung ist bei allen drei Entsorgungseinrichtungen 10, 10.2 und 10.3 mit 155 Zentimetern gleich groß. Auch der Zwischenraum 18, 18.1, 18.2, 18,3 besitzt jeweils eine gleiche Höhe 86 von 20 Zentimetern. Der Grundträger inklusive der Fahrrollen 50, 51 besitzt jeweils eine Höhe 88 von 15 Zentimetern.
Durch die vergleichsweise größere Länge 80.3 der Aufnahmeeinrichtung 14.3 (Fig. 3) können in jeden ihrer drei Stauräume 56.3 zwei Ballen 28 eingelagert werden. In den obersten Stauraum 56.4 kann, wie auch bei der Aufnahmeeinrichtung 14.2, kein Ballen 28 eingelagert werden. In diesem Stauraum 56.4 ist wiederum der Greifer 62 an der Federzugeinrichtung 60 angehängt vorhanden, um Ballen 28 in die drei Stauräume 56.3 einzulagern, wie es im Vorstehenden bereits in Zusammenhang mit der Abfall-Entsorgungseinrichtung 10.2 beschrieben ist.
Bei der Aufnahmeeinrichtung 14.3 sind drei untereinander angeordnete gleich hohe Boxen 70.3 und eine oberste etwas niedrigere vierte Box 70.4 vorhanden. Die Boxen haben eine Höhe entsprechend den neben ihnen vorhandenen Stauräumen 56.3, 56.4. Die Boxen sind prinzipiell wie die Boxen 70 ausgebildet und können ihrem jeweiligen Stauraum 72.3, 72.4 entnommen werden. Bei der Aufnahmeeinrichtung 14.3 sind eine linke Tür 76.3 und eine rechte Tür 78.3 vorhanden, mit denen einerseits die Stauräume 56.3, 56.4 und andererseits die Stauräume 72.3, 72.4 mit den Boxen 70.3, 70.4 jeweils an der Rückseite der Entsorgungseinrichtung verschlossen werden können. Die Aufnahmeeinrichtung 14.3 ruht unter Bildung wiederum eines Zwischenbodens 18.3 auf einem Grundträger 16.3 auf, der eine der Aufnahmeeinrichtung entsprechende Länge 80.3 und Höhe 88 aufweist. Eine vergleichbare Länge besitzen auch die drei, Fahrrollen 50, 51 aufweisenden, Aufnahmeführungen 48.
Die in Fig.4 dargestellte Aumahmeeinrichtung 14.5 ist prinzipiell wie die Aufnahmeeinrichtung 14.3 ausgebildet. Oberhalb eines Zwischenraums 18.5, der auf einem Grundträger 16.4 angeordnet ist, ruhen im vorliegenden Fall zwei voneinander 'getrennte Schrankeinheiten 90, 92 auf. Die Schrankeinheit 92 ist zum Einlagern von Ballen 28 ausgebildet. Sie besitzt eine vergleichsweise größere Breite 82.5 von im vorliegenden Beispielsfall 125 Zentimetern. Dadurch ist es möglich, die einzelnen unteren drei Stauräume 56.5 so tief in Querrichtung auszubilden, dass
drei Ballen 28 hintereinander in jeden Stauraum 56.5 eingelagert werden können. Außerdem besitzt diese Schrankeinheit 92 eine Länge 80.5 von 125 Zentimetern, so dass in jeden Stauraum auch zwei Ballen 28 in Längsrichtung 42 eingelagert werden können. In jeden der drei Stauräume 56.5 können also insgesamt sechs Ballen eingelagert werden. In diese drei Stauräume können damit 18 Ballen eingelagert werden. Zusammen mit einem Ballen, der wiederum in der Verdichtungsvorrichtung 12 noch vorhanden sein kann, können mit der entsprechenden Entsorgungseinrichtung insgesamt 19 Ballen hergestellt und zwischengelagert werden. In dem obersten Stauraum 56.6 können wegen seiner vergleichsweise niedrigen Ausbildung keine Ballen 28 eingelagert werden. In diesem Stauraum 56.6 ist wiederum ein Greifer 62 mit seiner Federzugeinrichtung 60 zum gewichtsentlastenden Anheben einzelner, in die entsprechenden Stauräume einzulagernden Ballen 28 platziert, wie dies bereits im Vorstehenden beschrieben ist.
Die Aufnahmeeinrichtung 14.5 besitzt bei dieser Ausführungsform zwei große Boxen 70.5, 70.6, die in entsprechend großen Stauräumen 72.5, 72.6 austauschbar gelagert sind. Die diese beiden Boxen 70.5, 70.6 enthaltende Schrankeinheit 90 kann im vorliegenden Beispielsfall durch eine Tür 78.5 verschlossen werden. Die gesamte Schrankeinheit 90, 92 ruht auf dem Grundträger 16.4 mit der Länge 80.7 von im vorliegenden Beispielsfall 160 Zentimetern auf. Die Länge 80.7 ergibt sich aus den beiden Teillängen 80.5 von 125 Zentimetern für die Länge der rechten Schrankeinheit 92 und der Teillänge 80.6 für die Länge der linken Schrankeinheit 90 von 35 Zentimetern. Der Grundträger 16.4 besitzt wiederum eine linke, eine rechte und eine mittlere Aufnahmeführung 48, damit die gesamte Aufnahmeeinrichtung 14.5 von einem in dieser Fig. nicht dargestellten Flurfördergerät aufgenommen werden kann. Das Flurfördergerät wird also mit einer Verdichtungsvorrichtung 12 und einer Aufnahmeeinrichtung 14.5 beispielsweise neben dem jeweils mit frischer Ware zu befüllenden Regalplatz in der entsprechenden Regalgasse platziert werden können.
Die jeweilige Verdichtungsvorrichtung 12 und die betreffende Aufnahmeeinrichtung können miteinander fest verbunden oder sie können auch lösbar miteinander Verbunden sein. Die Aufnahmeeinrichtung kann dabei auch auf einem separaten Grundträger aufruhen oder zusammen mit der Verdichtungsvorrichtung auf einem gemeinsamen Grund träger gelagert sein.
Der Betrieb der Verdichtungsvorrichtung kann, wie bereits dargestellt, über die Stromversorgung des Flurfördergerätes durchgeführt werden. Es ist auch möglich, einen elektrischen Speicher auf der Entsorgungseinrichtung zu lagern, so dass die Entsorgungseinrichtung 10 ohne ein beispielsweise Flurfördergerät oder ohne Anschluss an eine stationäre Steckdose betrieben werden kann. Der elektrische Betrieb der Verdichtungsvorrichtung kann zeitlich begrenzt werden beispielsweise durch ein in ihre Spannungsversorgung eingebautes Zeitrelais. Es kann auch vorgesehen werden, beispielsweise im Bereich des Einwurftrichters 20 eine Lichtschranke einzubauen, durch die sichergestellt werden kann, dass nur beim Einwurf einer Kartonage, Folie oder dergleichen Abfall, die Verdichtungsvorrichtung 12 arbeitet. Darüber hinaus kann die Verdichtungsvorrichtung eine Füllstandsanzeige enthalten, dergestalt, dass ersichtlich ist, wann ein vollständig hergestellter Ballen 28 vorhanden ist beziehungsweise wieviel Kartonagen oder Folien noch in der Verdichtungsvorrichtung verarbeitet werden können. Auch eine Ladestandsanzeige für einen optional vorhandenen Akku kann vorhanden sein. Die jeweiligen Anzeigen können durch eine optische und akustische Meldeeinrichtung kenntlich gemacht werden.
In Fig. 5 ist ein elektrisch betriebenes Flurfördergerät 94 schematisiert dargestellt. Ein solches Flurfördergerät 94 besitzt einen senkrecht ausgerichteten Hubmast 95, längs dessen ein Gabelträger 96 höhenmäßig verstellt werden kann. Von dem Gabelträger 96 ist einer seiner beiden Zinken 97 erkennbar. Beide Zinken sind zwischen die drei Aufnahmeführungen 48 der Verdichtungsvorrichtung 12 sowie der Aufnahmeeinrichtung 14.3 hineingeschoben. In Fig. 5 ist jeweils eine Aufnahmeführung 48 von jeder Vorrichtung 12, 14.3 erkennbar. Die unmittelbar hinter dem Führerstand vorhandene Verdichtungsvorrichtung 12 kann über eine hier nicht dargestellte elektrische Verbindungsleitung an die elektrische Versorgungseinrichtung 98 des Flurfördergerätes 94 angeschlossen werden. Verdichtungsvorrichtung 12 und Aufnahmeeinrichtung 14.3 können einzeln oder zusammen auf einem Untergrund 69 abgestellt werden, indem das Flurfördergerät 94 mit seinen Zinken 97 in Längsrichtung 42 aus den Aufnahmeführungen der Verdichtungsvorrichtung 12 und der Aufnahmeeinrichtung 14.3 heraus fährt, so dass diese 12, 14.3 dann auf ihren jeweiligen vier Fahrrollen 50, 51 auf der Bodenfläche 69 aufruhen. Auf dieser Bodenfläche 69 können sie gemeinsam oder getrennt voneinander hin und her geschoben werden. In vergleichbarer Weise können auch die zusammen mit den anderen vorstehend beschriebenen Aufnahmeeinrichtungen verwendeten Verdichtungsvorrichtungen mittels eines
solchen Flurfördergerätes 94 oder eines vergleichbaren Flurfördergerätes zusammen oder getrennt voneinander transportiert werden.
Die drei Aufnahmeführungen 48 bestehen aus Gründen der hohen, insbesondere durch das Gewicht der Verdichtungsvorrichtung 12 und der Ballen 28 verursachten Belastung aus entsprechend biegesteifen, insbesondere Stahlprofilen. An die beiden äußeren Hohlkasten-Profile 48 sind, wie bereits vorstehend erwähnt, die Fahrrollen 50, 51 angeflanscht. Die Profile 48 können insbesondere einen Quadrat- oder Rechteck-Querschnitt besitzen. Die Profile 48 können insbesondere auch stirnseitig verschlossen und in Längsrichtung 42 auch nur bereichsweise vorhanden sein.
Die Stauräume für die Ballen 28 können mit Vorkehrungen ausgestattet sein, um zu verhindern, dass eingelagerte Ballen 28 etwa bei starken Beschleunigungs- oder Bremsvorgängen oder Fahr-Richtungswechseln aus dem oder den Stauräumen ungewollt herausrollen oder herausfallen können. Solche Vorkehrungen können beispielsweise die jeweilige Stauraum-öffnung wahlweise freigebende oder verschließbare Sperrstäbe, Sperrgitter oder dergleichen umfassen.
Das erfindungsgemäße Verdichten von verdichtbaren Abfallfraktionen zu Ballen jeweils direkt am Ort, wo sie beim Aus- oder Umpacken anfallen, hat den Vorteil, dass diese nicht mehr zu (Groß-) Ballen, wie es im Stand der Technik erforderlich ist, umgepresst und in diesem Zusammenhang umgeladen werden müssen. Ihr . Transport von der Umladestation als der zentralen Sammelstation eines Warenhauses, eines Logistikzentrums oder eines sonstigen Warenumschlagplatzes zu einem Abfall-Entsorgungsbetrieb entfällt. Derjenige Teil des insgesamt beim Aus- oder Umpacken entstehenden Abfalles, der von der mobilen Abfall- Entsorgungseinrichtung zu Ballen verdichtet worden ist, kann von der Umladestation damit direkt zu einer Weiterverarbeitungseinrichtung wie beispielsweise zu einer Papierfabrik gefahren werden. Von der Umladestation können Ballen mittels Verladeeinrichtungen wie Paletten oder Containern, wie beispielsweise Abrollcontainern, zu den jeweiligen Weiterbearbeitungsein- richtungen gefahren werden. Sofern nur sortenreine Ballen einer Abfallfraktion wie beispielsweise Kartonagen auf Paletten aufgestapelt oder in Container eingelagert sind, können diese direkt zu einer beispielsweise Papierfabrik gefahren werden. Auf Paletten gestapelte Ballen können dabei mit Umschnürungen oder mittels aufgeschrumpfter Folienbahn lagefixiert gesichert werden.
Beim Weitertransport von unverdichteten Abfallfraktionen in einem Container, wie einem großvolumigen Abrollcontainer, können in denselben zuunterst unver- dichtete Abfallfraktionen eingefüllt und auf diese dann Ballen gepackt werden. Die Ballen verdichten einerseits die losen Abfälle und verhindern andererseits, dass diese aus dem Container beim Transport ungewollt herausfallen können.
Das erfinderische Verdichten von verdichtbaren Abfallfraktionen zu Ballen erlaubt ein flexibles Einsetzen von wahlweise Paletten oder Containern oder sonstigen Verladeeinrichtungen und von deren Transportmitteln.
