Weiss, Frank (Frank Weiss, Heinrich-Schütz-Str. 19, Dresden, 01277, DE)
Lehmann, Mario (Mario Lehmann, Halbkreisstr. 17, Dresden, 01187, DE)
Schellakowsky, Eugen (Eugen Schellakowsky, Zugspitzstr. 9, Wolfratshausen, 82515, DE)
Weiss, Frank (Frank Weiss, Heinrich-Schütz-Str. 19, Dresden, 01277, DE)
Lehmann, Mario (Mario Lehmann, Halbkreisstr. 17, Dresden, 01187, DE)
Schellakowsky, Eugen (Eugen Schellakowsky, Zugspitzstr. 9, Wolfratshausen, 82515, DE)
| 1. | Modulare Antennenanlage mit folgenden Merkmalen: an einem als Antennentragmodul ( 1) dienenden Mastkörper sind Antennen (11) befestigt, um das Antennentragmodul ( 1) ist ein Verkleidungsmo¬ dul (2) so angebracht, dass das Verkleidungsmodul (2) das Antennentragmodul (1) windschützend teilweise oder vollständig umhüllt, das Antennentragmodul (1) und das Verkleidungsmodul (2) sind jeweils auf einer oder mehreren Grundlagen (9, 10) voneinander statisch getrennt befestigt. |
| 2. | Antennenanlage nach Anspruch 1, bei der das Antennen tragmodul (1) und das Verkleidungsmodul (2) jeweils auf einer eigenen, voneinander statisch getrennten Grundla¬ ge (9, 10) befestigt ist. |
| 3. | Antennenanlage nach Anspruch 1 oder 2, bei der das Ver kleidungsmodul (2) um das Antennentragmodul (1) drehbar gelagert ist. |
| 4. | Antennenanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der das Verkleidungsmodul (2) Noppen, Schuppen oder an dere die Windlast (8) minimierende Oberflächenstruktu¬ ren aufweist. |
| 5. | Antennenanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der das Verkleidungsmodul (2) höhenverstellbar ist. |
| 6. | Antennenanlage nach Anspruch 5, bei der das Verklei¬ dungsmodul (2) an einem über Umlenkrollen (13) führen¬ den Hubsystem (14) mittels eines Antriebes (12) höhen¬ verstellbar ist. |
| 7. | Antennenanlage nach Anspruch 5 oder 6, bei der das Ver¬ kleidungsmodul (2 ) mittels Gegengewichten für Service¬ zwecke höhenverstellbar ist. |
| 8. | Antennenanlage nach Anspruch 7, bei der die Gegenge¬ wichte durch Teile des Antennentragmoduls (2) selbst oder an ihr befestigter Teile gebildet werden, bei¬ spielsweise durch die Antennen (11) oder durch System¬ technik (5) . |
| 9. | Antennenanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der das Antennentragmodul (1) eine vorgespannte Abspan¬ nung (4) aufweist. |
| 10. | Antennenanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der alle Module jeweils ein Maximalgewicht von 50 kg besitzen. |
| 11. | Antennenanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei der das Verkleidungsmodul (2) eine oder mehrere Serviceöffnungen (7) aufweist. |
| 12. | Antennenanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei der das Verkleidungsmodul (2) eine Flexzone (3) auf weist. |
| 13. | Antennenanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bei der sich um das Verkleidungsmodul (2) ein Schwingungs¬ dämpfer (15) befindet. |
| 14. | Antennenanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 13, bei der die Befestigung des Verkleidungsmoduls (2) auf sei¬ ner Grundlage (10) so im Abstand variierbar ist, dass Antennentypen verschiedener Art, wie beispielsweise Sektor und Richtfunkantennen, am Antennentragmodu Ie (1) befestigt werden können. |
| 15. | Antennenanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 14 mit folgenden Merkmalen: mindestens 3 Antennenanlagen bilden eine im Verbund stehende Antenneneinheit, zwischen den Antennenanlagen befindet sich eine Halte konstruktion (16) zur Aufnahme von Antennen (19), die Haltekonstruktion (17) mit den Antennen (19) ist mit einer Außenhülle (18) ummantelt, die Haltekonstruktion (17) und die Außenhülle (18) sind jeweils voneinander statisch getrennt auf Grundlagen befestigt, die Haltekonstruktion (17) ist mit den Antennentragmo dulen (1) der äußeren Antennenanlagen verbunden, die Außenhülle (18) ist mit den Verkleidungsmodulen (2) der äußeren Antennenanlagen verbunden. |
| 16. | Modulare Antennenanlage nach Anspruch 15, bei der an der Haltekonstruktion (17) mindestens eine Platt¬ form (23) befestigt ist. |
| 17. | Antennenanlage nach Anspruch 15 oder 16, bei der die Außenhülle (18) Noppen, Schuppen oder andere die Wind¬ last (8) minimierende Oberflächenstrukturen aufweist. |
| 18. | Modulare Antennenanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 14, bei der das Verkleidungsmodul (2) mittels einer Tragkonstruktion an einer Dachkonstruktion befestigt ist und das Antennentragmodul (1) in das Dachinnere bis auf den Boden reicht und dort, statisch getrennt vom Antennentragmodul, befestigt ist. |
| 19. | Modulare Antennenanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 14, bei der das Antennentragmodul (1) und/oder die Hal¬ tekonstruktion (17) aus einem Metallprofil mit integ¬ rierten Führungsschienen (22) besteht, an denen die An tennen (11, 19) verfahrbar angeordnet sind. |
Die Erfindung betrifft ein Montagesystem für Antennenanla- gen, das zum modularen Aufbau von Antennenanlagen mit Ver¬ kleidungselementen vorgesehen ist.
Aus EP 0 791 976 Bl, EP 1 024 550 Al und EP 1 089 376 Al sind Antennenmasten bzw. Antennenmastanlagen zur statischen Optimierung und optischen Anpassung an die Landschafts- und Städtearchitektur bekannt.
Beim Aufbau von Antennenanlagen mit Verkleidung sind Ein¬ zelanfertigungen bekannt, welche ebenfalls nicht über die Möglichkeit zur statischen Optimierung bezüglich der Wind¬ angriffsfläche und Windangriffskraft verfügen.
DE 202 18 101 Ul beschreibt einen Antennenträger zur Auf¬ nahme von Sektorantennen des Mobilfunks, der zumindest im Antennenbereich dielektrische Verkleidungen besitzt.
In DE 201 13 645 Ul ist ein Montagesystem zur Errichtung von Antennenanlagen mit Antennenhüllen beschrieben. Auch hier befinden sich am Mastkörper befestigte Verkleidungs- und Gestaltungselemente.
Ein in EP 1 198 024 Al beschriebener Antennenmast ist hohl ausgebildet. In seinem Inneren sind die Antennen an Trag¬ teilen befestigt und entlang von Führungen verfahrbar.
Die im Stand der Technik vorhandenen Montageelemente für Antennenanlagen werden jeweils individuell passfähig zur entsprechenden Mastbestückung zusammengestellt und gefer¬ tigt oder sie sind durch ihr hohes Transport-, Aufstell- sowie Betriebsgewicht nicht servicefreundlich. Außerdem müssen sie über eine hohe Eigensteifigkeit zur Einhaltung des maximal erlaubten Auslenkungswinkels für Antennen ent¬ sprechend den vorgegebenen Betriebsbedingungen und Richt- Charakteristiken verfügen. Sie sind anfällig gegen Windlas¬ ten und bieten eine geringe Variabilität beim Einsatz dif- ferenter Antennenarten.
Werden Antennen oder Systemtechnik der bestehenden Anlage hinzugefügt, so sind umfangreiche Änderungen an Montageele¬ menten für Antennen und Verkleidungselementen vorzunehmen. Dazu ist die gesamte Antennenanlage mit Verkleidungselemen¬ ten abzubauen und umzurüsten.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine modulare Antennenanlage zu entwickeln, welche unter Beachtung eines maximal erlaub¬ ten Auslenkungswinkels hinsichtlich Statik und Gewicht op¬ timiert ausgelegt und servicefreundlich ist. Die Funk- und Antennenanlagen, sowie die dazugehörige Systemtechnik sind so aufzubauen, dass sie eine kompakte, modulare und sta¬ tisch optimierte Einheit ergeben. Insbesondere soll eine Anwendung auch bei besonders hohen Antennenanlagen, wie bei Richtfunkantennenanlagen, sowie bei der Montage auf Dä¬ chern, insbesondere auf Satteldächern, effektiv möglich sein.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des An¬ spruches 1 gelöst. Ausgestaltende Merkmale sind in den Un¬ teransprüchen 2 bis 19 beschrieben.
Erfindungsgemäß besteht die modulare Antennenanlage aus einem als Antennentragmodul dienenden Mastkörper, an dem die Antennen befestigt sind. Um das Antennentragmodul ist ein Verkleidungsmodul so angebracht, dass das Verkleidungs- modul das Antennentragmodul windschützend teilweise oder vollständig umhüllt. Das Antennentragmodul und das Verklei¬ dungsmodul sind jeweils auf einer oder auf mehreren Grund¬ lagen voneinander statisch getrennt befestigt.
Das Antennentragmodul und das Verkleidungsmodul können auch jeweils auf einer eigenen, voneinander statisch getrennten Grundlage befestigt sein. Dies können beispielsweise ge¬ trennte Bodenplatten oder anderweitig getrennte Fundamente sein. Wichtig dabei ist es, dass keine statische Verbindung zwischen den beiden Modulen besteht, die eine wesentliche gegenseitige Beeinflussung hervorrufen. Der Windwiderstand wird somit größtenteils nur am äußeren Verkleidungsmodul der Antennenanlage wirksam. Das Verkleidungsmodul wird so dimensioniert und montiert, dass bei wechselnder Windlast insbesondere nur das Verkleidungsmodul in Richtung der Windlast nachgibt. Bei nachlassender Windlast wird es wie¬ der in Richtung Ausgangsposition zurückgeführt. Das Anten¬ nentragmodul wird damit von Windkräften abgeschirmt. Das Nachgeben und Zurückführen des Verkleidungsmoduls bei Wind¬ last kann direkt über das Material des Verkleidungsmoduls oder indirekt über Schwingungsdämpfer oder sonstigen daran befestigten Dämpfungselementen erreicht werden. Eine Flex- zone kann nur einen Teil oder den gesamten Bereich des Ver- kleidungsmoduls einnehmen.
Das Gewicht der gesamten Anlage kann somit durch Optimieren der Statik der tragenden Teile verringert werden. Um eine weitere Windlastoptimierung vorzunehmen, kann die äußere Schale des Verkleidungsmoduls oberflächenvergütet werden, indem Noppen, Schuppen oder ähnliche Elemente den Wind- und Verwirbelungsfluß zweckentsprechend beeinflussen. Somit kann gerade bei Richtfunk- und Sektorantennen durch diese Optimierungen der maximal erlaubte Auslenkungswinkel garantiert werden.
Durch den modularen Aufbau von mindestens Antennentragmodul und Verkleidungsmodul ist eine leichte Vor-Ort-Installation von nicht mehr als 50 kg Modulen möglich.
/Um den Service für Antennen oder Systemtechnik zu gewähr- leisten, kann das Verkleidungsmodul in einer Ausführungsva¬ riante höhenverstellbar sein. Bei dieser Variante kann ein Fahrstuhlprinzip Antennen, Systemtechnik sowie das Verklei¬ dungsmodul oder Teile davon als Gegengewichte nutzen, um ein leichtes Anheben und Absenken des Verkleidungsmoduls zu ermöglichen.
Bei einer weiteren Ausführungsform kann das Verkleidungsmo¬ dul drehbar gelagert sein. In dieser Variante ist mindes¬ tens eine Serviceöffnung für den Zugang und Service am An- tennentragmodul einschließlich Antennen und Systemtechnik vorgesehen.
Bei nachträglicher Montage und Einsatz von Antennen muss nicht mehr die gesamte Antennenanlage einschließlich Ver- kleidungsmodul optimiert oder ausgetauscht werden, vielmehr ist nur der Austausch des Verkleidungsmoduls vorzunehmen und Vor-Ort das Antennentragmodul und Antennen zu montieren bzw. anzupassen. Durch den modularen Aufbau ist der Einsatz von allen marktüblichen Antennentypen und speziell sogar Richtfunkantennen bei niedrigerem Gewicht der Antennenanla¬ ge möglich.
Eine weitere Ausführungsvariante ist insbesondere für höhe¬ re Richtfunkantennenanlagen geeignet. Dabei bilden mindes- tens 3 Antennenanlagen eine im Verbund stehende Antennen¬ einheit. Zwischen diesen Antennenanlagen befindet sich eine Haltekonstruktion zur Aufnahme von Richtfunkantennen. Die Haltekonstruktion ist mit einer windschützenden Außenhülle, ähnlich dem Verkleidungsmodul, ummantelt. Die Haltekon¬ struktion und die Außenhülle sind jeweils wieder voneinan¬ der statisch getrennt auf Grundlagen befestigt. Bei der Verbindung der äußeren Antenneneinheit mit den inneren Kon¬ struktionen gilt das gleiche Prinzip der statischen Tren- nung, wobei die Haltekonstruktion mit den Antennentragmodu- len der äußeren Antennenanlagen und die Außenhülle mit den Verkleidungsmodulen der äußeren Antennenanlagen verbunden sind.
Zur Verbesserung der Montage und Wartung der Antennenanla¬ gen können in beliebiger Höhe an der Haltekonstruktion der inneren Antennen eine oder mehrere, auch begehbare Platt¬ formen befestigt sein. An diesen Plattformen können gleich¬ zeitig die Verbindungen zu den Antennentragmodulen der äu- ßeren Antennenanlagen befestigt sein.
Wie bei den äußeren Antennenanlagen kann die Außenhülle der inneren Antennenanlage ebenfalls Noppen, Schuppen oder an¬ dere die Windlast minimierende Oberflächenstrukturen auf- weisen.
Eine weitere Ausführungsform ist bei der Montage von Anten¬ nenanlagen auf Dächern möglich. Dabei ist das Verkleidungs¬ modul mittels einer Tragkonstruktion an der Dachkonstrukti- on, insbesondere den Dachsparren befestigt, während dessen das Antennentragmodul in das Dachinnere bis auf den Boden reicht und dort, statisch getrennt vom Antennentragmodul, befestigt ist. Zur Verbesserung der Montage und Wartung der Antennen ist eine spezielle Mastform geeignet, bei der die Antennen in Führungsschienen, die direkt in den Mast integriert sind, verfahrbar angeordnet sind. Besonders vorteilhaft hat sich ein Aluminium-Stranggussprofil erwiesen, bei dem die Füh¬ rungsschienen bereits bei der Herstellung mit in das Profil integriert werden.
Der unerwünschte maximale Auslenkungswinkel kann mit dieser Erfindung gegenüber dem Stand der Technik auf einen Mini¬ malwert reduziert werden.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausfüh- rungsbeispielen unter Bezugnahmen auf die zugehörigen Zeichnungen. Es zeigen
Fig. 1 modularer Aufbau einer Antennenanlage mit Verklei¬ dungsmodul zur Windlastableitung Fig. 2 Antennenanlage für Richtfunkantennenanlagen Fig. 3 Schnitt A - A und B - B Fig. 4 Dachdurchführung Fig. 5 Profil eines Antennentragmoduls
Fig. 1 veranschaulicht den modularen Grundaufbau einer Tragkonstruktion bestehend aus einem Antennentragmodul 1 mit an ihr befestigten Antennen 11 auf einer eigenen Grund¬ lage 9 und einem Verkleidungsmodul 2 auf einer statisch ge- trennten Grundlage 10. Das Antennentragmodul 1 wird durch Abspannungen 4 an seinen oberen Enden zusätzlich stabili¬ siert. Diese verleihen dem Antennentragmodul 1 trotz einer relativ geringen Dimensionierung die erforderliche Eigen¬ steifigkeit. Eine Flexzone 3 gewährleistet das entsprechende Nachgeben bzw. das Einleiten von Kräften in die Grundlage 10 des Ver- kleidungsmoduls 2 bei Windlast 8. Die Antennehalterung, Winkel oder sonstige Montageelemente sind nicht darge- stellt. Die erforderliche Systemtechnik, wie Verstärker o- der Powersplitter, befindet sich ebenfalls auf der Grundla¬ ge 9 in der Nähe des Antennentragmoduls 1 oder außerhalb der Konstruktion.
Das Verkleidungsmodul 2 kann drehbar gelagert und mit einer Serviceöffnung 7 für die Montage und den Service an den An¬ tennen 11, der Systemtechnik 5 oder am Antennentragmodul 1 versehen sein. Es ist möglich, dass das Verkleidungsmodul nur als Halbschale ausgebildet und jeweils abhängig von der Windrichtung das Antennentragmodul 1 schützt.
Die Fig. 1 zeigt gleichzeitig eine Variante mit höhenver¬ stellbarem Verkleidungsmodul 2. Mittels einer Winde 12 und eines über Umlenkrollen 13 führenden Seilzugsystems 14 kann das Verkleidungsmodul 2 angehoben werden, um beispielsweise Montage- oder Serviceleistungen auszuführen.
Zur statischen Stabilisierung des Verkleidungsmodules 2 kann sich in dessen oberen Bereich ein der Auslenkung ent- gegen wirkender Schwingungsdämpfer 15 befinden.
Mit der erfindungsgemäßen Antennenanlage wird die bei Richtfunkantennen geforderte Auslenkung 6 von weniger als 0,5 bzw. 3°, je nach aktueller Vorgabe und in Abhängigkeit des Antennentypes (Richtfunk-/Sektorantennen) unterschrit¬ ten. Der eigentliche Antennenmast kann gegenüber herkömmli¬ chen Masten wesentlich geringer dimensioniert werden. Das Verkleidungsmodul 2 selbst kann ebenfalls relativ einfach ausgelegt werden, da es den äußeren Kräften nachgeben kann und dadurch keine Funktionsbeeinflussung der eigentlichen Antennenanlage erfolgt.
Fig. 2 und 3 veranschaulichen den Grundaufbau einer spe- ziellen Richtfunkantennenanlage. Dabei bilden 3 einzelne Antennenanlagen eine im Verbund stehende Antenneneinheit. Die Verkleidungsmodule 2 der äußeren Antennenanlagen sind im unteren Bereich bis etwa in Höhe von 2,60 m mit Alumini¬ umprofilen 21 verstärkt. An der Spitze des Antennentragmo- duls 1 ist jeweils eine Blitzfangstange 20 montiert.
Im Inneren der Antenneneinheit befindet sich eine Haltekon¬ struktion 17 zur Aufnahme mehrerer Richtfunkantennen 19. Dies können eine oder mehrere Stützprofile sein. Als beson- ders vorteilhaft haben sich wiederum stranggepresste Alumi¬ niumprofile erwiesen.
Um die Haltekonstruktion 17 inklusive der befestigten An¬ tennen 19 ist wiederum eine schützende Außenhülle 18 ange- bracht, wobei die Haltekonstruktion 17 und die Außenhül¬ le 18 statisch getrennt auf Fundamenten oder anderen Grund¬ lagen befestigt sind. Die Außenhülle 18 besteht aus Glasfa¬ serverstärktem Kunststoff. Dadurch ist sie sehr leicht und trotzdem stabil ausgebildet. Die Außenhülle 18 kann ganz oder nur teilweise bis zum Boden reichen. Zusätzlich kann die Außenhülle durch Stützprofile 30 abgestützt werden.
Zur Erhöhung der Steifigkeit des Systems werden sowohl die Außenhülle 18 mit den Verkleidungsmodulen 2 der äußeren An- tennenanlagen sowie die Haltekonstruktion 17 mit den Anten- nentragmodulen der äußeren Antennenanlagen verbunden. Im Bereich der Richtfunkantennen befindet sich jeweils eine Plattform 23. Die Richtfunkebenen können dabei je nach An¬ forderung auf die gewünschte Höhe positioniert werden. Der Standort der Richtfunk-Antennen ist auf der jeweiligen Ebe¬ ne frei wählbar.
Der Aufbau der Richtfunktragkonstruktion beruht auf dem gleichen Prinzip wie das der anderen Antennenanlagen, näm¬ lich einer konstruktiven Trennung zwischen Antennenhalte- rungen und Außenhülle. Die standardisierten Leichtbaumasten können somit von 6,60 m auf eine Höhe von 9,90m erweitert werden.
Mit der erfindungsgemäßen Antennenanlage wird auch bei sehr hohen Richtfunkantennen die geforderte Auslenkung von nahe¬ zu 0° eingehalten. Der eigentliche Antennenmast kann gegen¬ über herkömmlichen Masten wesentlich geringer dimensioniert werden. Die Außenhülle selbst kann ebenfalls relativ ein¬ fach ausgelegt werden, da es den äußeren Kräften nachgeben kann und dadurch keine Funktionsbeeinflussung der eigentli¬ chen Antennenanlage erfolgt.
In Fig. 4 ist eine Dachdurchführung dargestellt, die den Aufbau einer Antennenanlage auf Satteldächern ermöglicht. Diese setzt sich zusammen aus Haltewinkeln 27, einem Stahl¬ rohr 24, einer Adapterplatte 29, Spannbänder 26 und mehre¬ ren Rundstahlbügeln 28. Die Länge des Rohres 24 richtet sich nach der Breite der Felder der Sparren 25, wobei min¬ destens 3 Sparrenfelder einbezogen werden sollten.
Um eine Abstrahlung der Antennen in alle Richtungen zu er¬ möglichen, muss die Oberkante des Mastes mehr als 2,50 m über der Oberkante des Dachfirstes liegen. Dazu wird das Verkleidungsmodul 2 über die Spannbänder 26 ebenfalls auf eine Adapterplatte 32 montiert und an den Sparren 25 befes¬ tigt. Zur statischen Stabilisierung besteht die Möglich¬ keit, das Verkleidungsmodul 2 über eine Unterkonstrukti- on 31 mit der Grundlage 9/10 zu verbinden. Die Höhe der Un¬ terkonstruktion richtet sich nach der Neigung des Daches bzw. nach dem Standort des Mastes. Der als Antennentragmo- dul 1 dienende Mast wird auf der innen liegenden Dachboden- decke bzw. auf dessen Unterkonstruktion befestigt, welche als Grundlage 9/10 dient.
Bei der Montage wird der Bereich der Dachdurchführung durch einen Dachdecker geöffnet. Das Stahlrohr 24 wird mit Hilfe von Winkeln 27 und Rundstahlbügeln 28 an mindestens vier Sparren 25 befestigt. Anschließend wird die Adapterplat¬ te 29 mit Rundstahlbügeln 28 am Rohr 24 anmontiert. Durch die Spannbänder 26 wird das Verkleidungsmodul 2 über die Adapterplatte 32 fixiert. Im Anschluss wird eine fachge- rechte Abdichtung und Eindeckung des Daches durch den Dach¬ decker vorgenommen.
Die Befestigung des Verkleidungsmoduls 2 an der Dachkon¬ struktion sowie des Antennentragmoduls 1 am Dachboden ge- währleistet eine bessere Eindichtung im Dach. Ein Aufbau der Antennenanlage ist unabhängig von der Standortwahl auf der Dachfläche und der Dachneigung möglich.
In Fig. 5 ist eine spezielle Konstruktion eines Antennen- tragmoduls dargestellt, bei der die Antennen in 3 Führungs¬ schienen 22, die direkt in den Mast integriert sind, ver¬ fahrbar angeordnet sind. Bereits bei der Herstellung wird ein Aluminium-Stranggussprofil mit diesen Führungsschie¬ nen 22 versehen. Liste der Bezugszeichen
1 Antennentragmodul 2 Verkleidungsmodul 3 Flexzone 4 Abspannung 5 Systemtechnik 6 Auslenkung des Verkleidungsmoduls bei Windkrafteinwirkung 7 Serviceöffnung 8 Windkraft 9 Grundlage Antennentragmodul 10 Grundlage Verkleidungsmodul 11 Antennen 12 Winde 13 Umlenkrollen 14 Seilzugsystem 15 Schwingungsdämpfer 16 Hub 17 Haltekonstruktion 18 Außenhülle 19 Richtfunkantennen 20 Blitzfangstange 21 Aluminiumprofil 22 Führungsschienen 23 Plattform 24 Stahlrohr 25 Sparren 26 Spannband 27 Haltewinkel 28 Rundstahlbügel 29 Adapterplatte 30 Stützprofil 31 Unterkonstruktion 32 Adapterplatte
