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Title:
MODULAR BALL TRACK SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/137776
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a modular ball track system, comprising the following: - a plurality of module elements (12; 12'), the exterior shape of all of which is the same regular polygon in plan view and each of which has - an upper face (14), - a lower face (16) opposite the upper face, and - a number of lateral surfaces (18), said number corresponding to the number of corners of said module element, wherein each module element (12; 12') forms at least one section (20, 22) of a ball track on the upper face (14) of the module element, said section passing through a lateral surface (18) of the module element, and a plug socket (24) protrudes from each module element (12; 12') on the lower face (16) of the module element, and - a base (32) with a plurality of uniformly arranged recesses (34) for receiving a respective plug socket (24), wherein the plurality of recesses (34) are arranged on the base (32) in a grid, the size (s) of the grid corresponds to the incircle diameter of the regular polygon which forms the exterior shape of the module element, and module elements (12; 12') plugged into directly adjacently lying recesses (34) of the base (32) abut one another in a flush manner at a respective lateral surface (18).

Inventors:
HODEK, Johannes (Rosenstr. 10, Kressbronn, 88079, DE)
MUENZER, Ralph (Untere Muehlbachstr. 11, Friedrichshafen, 88045, DE)
TUERCK, Clemens (Seestr. 8, Ravensburg, 88214, DE)
Application Number:
EP2017/051820
Publication Date:
August 02, 2018
Filing Date:
January 27, 2017
Export Citation:
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Assignee:
RAVENSBURGER SPIELEVERLAG GMBH (Robert-Bosch-Str. 1, Ravensburg, 88214, DE)
International Classes:
A63F7/36
Foreign References:
EP2384797A12011-11-09
US5344143A1994-09-06
CN205699476U2016-11-23
DE3402726C21987-04-16
DE3402726C21987-04-16
EP1150753B12002-10-23
US4713038A1987-12-15
GB2285755A1995-07-26
DE202004007574U12005-09-22
Attorney, Agent or Firm:
BEYER, Andreas (Wuesthoff & Wuesthoff, Patentanwälte PartG mbBSchweigerstrasse 2, Munich, 81541, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Modulares Kugelbahnsystem, umfassend

- eine Vielzahl von Modulelementen (12; 12'), von denen alle in Draufsicht die Außenform ein und desselben regelmäßigen Vielecks haben und von denen jedes aufweist

-- eine Oberseite (14),

-- eine der Oberseite entgegengesetzte Unterseite (16), und

-- eine seiner Anzahl Ecken entsprechende Zahl von Seitenflächen (18), wobei jedes Modulelement (12; 12') auf seiner Oberseite (14) zumindest einen Abschnitt (20, 22) einer Kugelbahn ausbildet, der eine Seitenfläche (18) des Modulelements durchsetzt,

und wobei von jedem Modulelement (12; 12') auf seiner Unterseite (16) ein Stecksockel (24) hervorragt,

- eine Grundplatte (32) mit einer Vielzahl regelmäßig angeordneter Ausnehmungen (34) zur Aufnahme jeweils eines Stecksockels (24), wobei die Vielzahl Ausnehmungen (34) auf der Grundplatte (32) in einem Raster angeordnet sind und ein Rastermaß (s) des Rasters dem Inkreisdurchmesser des die Außenform der Modulelemente bildenden, regelmäßigen Vielecks entspricht, und wobei in unmittelbar nebeneinander liegende Ausnehmungen (34) der Grundplatte (32) gesteckte Modulelemente (12; 12') mit jeweils einer Seitenfläche (18) bündig aneinander stoßen.

2. Modulares Kugelbahnsystem, umfassend

- eine Vielzahl von Modulelementen, von denen alle in Draufsicht die Außenform ein und desselben regelmäßigen Vielecks haben und von denen jedes aufweist

-- eine Oberseite (14),

~ eine der Oberseite entgegengesetzte Unterseite (16), und

- eine seiner Anzahl Ecken entsprechende Zahl von Seitenflächen (18), wobei jedes Modulelement auf seiner Oberseite (14) zumindest einen Abschnitt (20, 22) einer Kugelbahn ausbildet, der eine Seitenfläche (18) des Modulelements durchsetzt,

und wobei jedes Modulelement auf seiner Unterseite (16) eine Ausnehmung zur Aufnahme eines Stecksockels hat,

- eine Grundplatte mit einer Vielzahl regelmäßig angeordneter Stecksockel zum Zusammenwirken mit jeweils einer Ausnehmung, wobei die Vielzahl Stecksockel auf der Grundplatte in einem Raster angeordnet sind und ein Rastermaß (s) des Rasters dem Inkreisdurchmesser des die Außenform der Modulelemente bildenden, regelmäßigen Vielecks entspricht, und wobei auf unmittelbar nebeneinander liegende Stecksockel der Grundplatte gesteckte Modulelemente mit jeweils einer Seitenfläche (18) bündig aneinander stoßen.

3. Kugelbahnsystem nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass die Gestalt jedes Stecksockels (24) und die Gestalt jeder zur Aufnahme jeweils eines Stecksockels (24) dienenden Ausnehmung (34) ein Einstecken von jeweils zwei nebeneinander angeordneten Modulelementen (12; 12') in bzw. auf die Grundplatte nur in einer Position erlauben, in der diese Modulelemente (12; 12') mit jeweils einer Seitenfläche (18) bündig aneinander stoßen.

4. Kugelbahnsystem nach Anspruch 3,

dadurch gekennzeichnet, dass die Gestalt jedes Stecksockels (24) und die Gestalt jeder zur Aufnahme jeweils eines Stecksockels (24) dienenden Ausnehmung (34) die gleiche Form hat wie das die Außenform der Modulelemente bildende, regelmäßige Vieleck, jedoch mit kleinerem Inkreisdurchmesser (d).

5. Kugelbahnsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet, dass es ferner Abschnitte der Kugelbahn ausbildende Verbindungsschienen (42) zum Überbrücken eines Abstands zwischen jeweils zwei nicht unmittelbar nebeneinander angeordneten Modulelementen (12; 12') umfasst.

6. Kugelbahnsystem nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet, dass jede Verbindungsschiene (42) zwei den Abschnitt der Kugelbahn ausbildende, parallel zueinander angeordnete Holme (44) aufweist, die durch mehrere sich unterhalb der Kugelbahn quer zu den Holmen erstreckende Streben (46) aneinander fixiert sind und freie Enden (48) haben.

7. Kugelbahnsystem nach Anspruch 6,

dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden (48) der Holme (44) hakenartig nach unten gebogen sind.

8. Kugelbahnsystem nach Anspruch 6 oder 7,

dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine Strebe (46) nahe den freien Enden (48) der Holme (44) angeordnet und auf beiden Seiten der Kugelbahn nach oben zur Bildung von Leitplanken (52) verlängert ist.

9. Kugelbahnsystem nach einem der Ansprüche 6 bis 8,

dadurch gekennzeichnet, dass jeder Holm (44) nahe seinem freien Ende auf seiner Oberseite mit einer rampenartigen Erhöhung (54) versehen ist.

10. Kugelbahnsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass jedes Modulelement (12; 12') unmittelbar benachbart der oder jeder Stelle, an der ein auf seiner Oberseite ausgebildete Abschnitt (20, 22) der Kugelbahn eine Seitenfläche (18) des Modulelements durchsetzt, ein Paar beidseitig in die Kugelbahn eingelassene Einhängöffnungen (50) für Verbindungsschienen (42) aufweist.

11. Kugelbahnsystem nach Anspruch 10,

dadurch gekennzeichnet, dass die Einhängöffnungen (50) zur Aufnahme von Verbindungsschienen (42) mit Holmen (44) nach einem der Ansprüche 7 bis 9 dienen.

12. Kugelbahnsystem nach Anspruch 10 oder 11,

dadurch gekennzeichnet, dass die Einhängöffnungen (50) den Verbindungsschienen (42) ein vorbestimmtes Maß (x) an Bewegung in einer Längsrichtung der Kugelbahn gestatten.

13. Kugelbahnsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass es ferner Säulenelemente (56) mit vorbestimmter Höhe umfasst, wobei jedes Säulenelement entweder

- an seiner Unterseite einen dem Stecksockel (24) der Modulelemente (12; 12') entsprechenden Stecksockel (24') und an seiner Oberseite eine den Ausnehmungen (34) zur Aufnahme jeweils eines Stecksockels (24) in der Grundplatte (32) entsprechende Ausnehmung (34') aufweist,

oder

- an seiner Unterseite eine der Ausnehmung der Modulelemente entsprechende Ausnehmung und an seiner Oberseite einen den Stecksockeln der Grundplatte entsprechenden Stecksockel aufweist.

14. Kugelbahnsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass es ferner zumindest eine Zwischen platte (58) umfasst, wobei die Zwischenplatte (58) entweder

- eine Vielzahl regelmäßig angeordneter Ausnehmungen (34") zur Aufnahme jeweils eines Stecksockels (24, 24') aufweist, die in Form und Anordnung den Ausnehmungen (34) der Grundplatte (32) zur Aufnahme jeweils eines Stecksockels (24) entsprechen, wobei jede Ausnehmung (34") der Zwischenplatte (58) an ihrer Unterseite mit einem dem Stecksockel (24) der Modulelemente (12; 12') entsprechenden Stecksockel (24") versehen ist,

oder

- eine Vielzahl regelmäßig angeordneter Stecksockel aufweist, die in Form und Anordnung den Stecksockeln der Grundplatte zum Zusammenwirken mit jeweils einer Ausnehmung entsprechen, wobei jeder Stecksockel der Zwischenplatte an seiner Unterseite mit einer der Ausnehmung der Modulelemente entsprechenden Ausnehmung versehen ist.

15. Kugelbahnsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (32) aus mehreren miteinander in der Grundplattenebene verhakbaren Grundplattensegmenten (36) gebildet ist.

16. Kugelbahnsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass es mehrere Modulelemente (12) umfasst, auf deren Oberseite (14) ein erster gekrümmter Abschnitt (20) einer Kugelbahn und ein zweiter gekrümmter Abschnitt (22) einer Kugelbahn ausgebildet sind, wobei der erste

Abschnitt (20) der Kugelbahn stärker gekrümmt ist als der zweite Abschnitt (22) der Kugelbahn.

17. Kugelbahnsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass es zumindest ein Modulelement (12") mit einer zentralen Öffnung (60) umfasst, die mit dem auf der Oberseite (14) des Modulelements ausgebildeten, zumindest einen Abschnitt (20) der Kugelbahn in

Verbindung steht und einen Funktionseinsatz aufnimmt, der dem zumindest einen Abschnitt (20) der Kugelbahn zugeordnet ist.

18. Kugelbahnsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass es Modulelemente (70, 80, 86, 94, 102, 118, 124, 132, 136, 138, 146, 154, 160, 164, 168, 172, 176, 182, 184, 188, 196, 200) umfasst, bei denen der zumindest eine Abschnitt der Kugelbahn ein Aktionselement beinhal- tet, wie etwa eine Weiche, ein Looping, einen Kugelheber, eine Gauss-Kanone, eine Schleuder, einen Trichter.

19. Kugelbahnsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass es Kugeln gleicher Größe und unterschiedlichen Gewichts umfasst.

20.. Kugelbahnsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass es Kugeln mit unterschiedlichen magnetischen Eigenschaften umfasst.

21. Kugelbahnsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass es Kugeln mit einem integrierten RFID-Chip umfasst.

22. Kugelbahnsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das regelmäßige Vieleck ein Sechseck ist und entweder

- die regelmäßige Anordnung der Vielzahl von Ausnehmungen (34) in der Grundplatte (32) zur Aufnahme jeweils eines Stecksockels (24)

oder

- die Vielzahl regelmäßig angeordneter Stecksockel der Grundplatte zum

Zusammenwirken mit jeweils einer Ausnehmung

einer Bienenwabenstruktur entspricht.

Description:
Modulares Kugelbahnsystem

Die Erfindung betrifft ein Spiel in Gestalt eines modularen Kugelbahnsystems.

Kugelrollbahnen verwendende Spiele sind seit langem bekannt, z. B. aus der deutschen Patentschrift DE 34 02 726 C2, der europäischen Patentschrift

EP 1 150 753 Bl, der US Patentschrift 4 713 038 und aus der offengelegten britischen Patentanmeldung GB 2 285 755 A. Auch modular aufgebaute Kugelbahnsysteme sind bereits bekannt, etwa aus der deutschen Gebrauchsmusterschrift DE 20 2004 007 574 Ul.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kugelbahnsystem bereitzustellen, das gegenüber bekannten Kugelbahnsystemen eine variantenreichere Bahngestaltung ermöglicht, das darüber hinaus in seiner Handhabung unkompliziert ist, insbesondere hinsichtlich eines Auf- und Abbaus einer Kugelbahn, und das sich schließlich auch in großer Serie kostengünstig fertigen lässt.

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch ein modulares Kugelbahnsystem gelöst, das die Merkmale des Patentanspruchs 1 oder des Patentanspruchs 2 aufweist.

Beiden Hauptausführungsformen des erfindungsgemäßen modularen Kugelbahnsystems ist gemeinsam, dass sie eine Vielzahl von Modulelementen umfassen, von denen alle in Draufsicht die Außenform ein und desselben regelmäßigen Vielecks haben. Jedes Modulelement hat eine Oberseite, eine der Oberseite entgegengesetzte Unterseite und eine seiner Anzahl Ecken entsprechende Zahl von Seitenflächen. Auf seiner Oberseite bildet jedes Modulelement zumindest einen Abschnitt einer Kugelbahn aus, der eine Seitenfläche des Modulelements durchsetzt. Mit anderen Worten, der zumindest eine auf der Oberseite jedes Modulelements ausgebildete Abschnitt der Kugelbahn beginnt (oder endet) an der einen Seitenfläche des Modulelements solchermaßen, dass die Kugelbahn durch einen weiteren Kugelbahnabschnitt eines angrenzenden Modulelements fortgesetzt werden kann. Vorzugsweise ist der auf der Oberseite des Modulelements ausgebildete Abschnitt der Kugelbahn ein vertiefter Abschnitt, d. h. der Kugelbahnabschnitt ist in die Oberseite des Modulelements eingelassen. Vorzugsweise ist jedes Modulelement der Vielzahl von Modulelementen scheibenförmig, d. h. eine Höhe jedes Modulelements ist deutlich geringer als eine Erstreckung des Modulelements in die beiden anderen Raumrichtungen. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen modularen Kugelbahnsystems ist das regelmäßige Vieleck ein regelmäßiges Sechseck, jedoch sind in Abweichung davon auch Ausführungsformen möglich, bei denen das regelmäßige Vieleck z. B. ein Quadrat, eine Raute, ein Dreieck, ein Fünfeck, ein Achteck etc. ist.

Bei der ersten Hauptausführungsform ragt von jedem Modulelement auf dessen Unterseite ein Stecksockel hervor. Eine zur ersten Hauptausführungsform des modularen Kugelbahnsystems gehörende Grundplatte hat eine Vielzahl regelmäßig angeordneter Ausnehmungen zur Aufnahme jeweils eines Stecksockels, wobei die Vielzahl Ausnehmungen auf der Grundplatte in einem Raster angeordnet sind und ein Rastermaß des Rasters dem Inkreisdurchmesser des die Außenform der Modulelemente bildenden, regelmäßigen Vielecks entspricht. Modulelemente, die in unmittelbar nebeneinander liegende Ausnehmungen der Grundplatte gesteckt sind, stoßen mit jeweils einer Seitenfläche bündig aneinander. Bei entsprechend angeordneten Modulelementen bilden die auf den Oberseiten der Modulelemente ausgebildeten Kugelbahnabschnitte somit eine zusammenhängende Kugelbahn, ohne dass zwischen den einzelnen Modulelementen Verbindungselemente benötigt werden und ohne dass die einzelnen Modulelemente aneinander befestigt werden müssen.

Gemäß der zweiten Hauptausführungsform des erfindungsgemäßen modularen Kugelbahnsystems hat jedes Modulelement auf seiner Unterseite eine Ausnehmung zur Aufnahme eines Stecksockels und die zur zweiten Hauptausführungsform gehörende Grundplatte weist eine Vielzahl regelmäßig angeordneter Stecksockel zum Zusammenwirken mit jeweils einer Ausnehmung auf, wobei die Vielzahl Stecksockel auf der Grundplatte wiederum in einem Raster angeordnet sind und ein Rastermaß des Rasters dem Inkreisdurchmesser des die Außenform der Modulelemente bildenden regelmäßigen Vielecks entspricht. Analog zur ersten Hauptausführungsform stoßen Modulelemente, die auf unmittelbar nebeneinander liegende Stecksockel der Grundplatte gesteckt sind, mit jeweils einer Seitenfläche bündig aneinander. Die sich hieraus ergebenden Vorteile entsprechen denen der ersten Hauptausführungsform. Als Rastermaß ist im Rahmen dieser Beschreibung der Abstand zweier auf der Grundplatte unmittelbar nebeneinander liegender Ausnehmungen bzw. Stecksockel bezeichnet.

Ein Vorteil beider Hauptausführungsformen des erfindungsgemäßen modularen Kugelbahnsystems besteht darin, dass alle Modulelemente dieselbe Außenform beispielsweise eines regelmäßigen Sechsecks und die gleichen äußeren Abmessungen haben. Dies ermöglicht zum einen eine preiswerte Herstellung, z. B. durch ein Kunststoffspritzgussverfahren, und führt zum anderen aufgrund des Rastermaßes, das dem Inkreisdurchmesser des ausgewählten, die Außenform der Modulelemente bildenden, regelmäßigen Vielecks entspricht, zu einer immensen Vielfalt an Kombinationsmöglichkeiten der Modulelemente auf der Grundplatte. Das gewählte Rastermaß und die gleiche Außenform und -große der Modulelemente hat ferner zur Folge, dass trotz der großen Anzahl von Kombinationsmöglichkeiten eine gewünschte Kombination von Modulelementen zur Realisierung einer gewünschten Kugelbahn auf unkomplizierte Weise ausgeführt werden kann. Der Unterschied zwischen der ersten Hauptausführungsform und der zweiten Hauptausführungsform des erfindungsgemäßen Kugelbahnsystems liegt lediglich in der Vertauschung der funktionellen Elemente Stecksockel und Ausnehmung zur Aufnahme eines Stecksockels. Während bei der ersten Hauptausführungsform jedes Modulelement einen Stecksockel aufweist, der von der Unterseite des Modulelements hervorragt und in eine der Ausnehmungen der Grundplatte steckbar ist, hat gemäß der zweiten Hauptausführungsform jedes Modulelement auf seiner Unterseite eine Ausnehmung, mit der es auf einen der auf der Grundplatte angeordneten Stecksockel steckbar ist. Bei beiden Hauptausführungsformen sind die Funktionselemente Stecksockel und Ausnehmung so gestaltet, dass sich im miteinander verbundenen Zustand eine leichte Klemmwirkung ergibt, die die jeweiligen Teile zusammenhält.

Grundsätzlich kann die Gestalt jedes Stecksockels unabhängig von der Außenform des die Modulelemente bildenden, regelmäßigen Vielecks sein. Beispielsweise kann das regelmäßige Vieleck ein Sechseck sein und der Stecksockel kann eine kreiszylindrische Gestalt haben, wobei die zur Aufnahme jeweils eines Stecksockels dienende Ausnehmung dann ebenfalls kreisförmig ist. Vorzugsweise sind jedoch die Gestalt jedes Stecksockels und die Gestalt jeder zur Aufnahme jeweils eines Stecksockels dienenden Ausnehmung derart gewählt, dass ein Einstecken von jeweils zwei nebeneinander angeordneten Modulelementen in bzw. auf die Grundplatte nur in einer Position möglich ist, in der diese Modulelemente mit jeweils einer Seitenfläche bündig aneinander stoßen. Mit anderen Worten sind jeder Stocksockel und jede Aufnahme so ausgeführt, dass ein Zusammenwirken dieser beiden Funktionselemente nur in einer der Anzahl Ecken des gewählten regelmäßigen Vielecks entsprechenden Positionen möglich ist, und zwar derart, dass nebeneinander angeordnete Modulelemente mit jeweils einer Seitenfläche bündig aneinander stoßen. Besonders bevorzugt sind Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Kugelbahnsystems, bei denen die Gestalt jedes Stecksockels und die Gestalt jeder zur Aufnahme jeweils eines Steck- sockels dienenden Ausnehmung die gleiche Form hat wie das die Außenform der Modulelemente bildende, regelmäßige Vieleck, jedoch mit kleinerem Inkreisdurchmesser. Ist beispielsweise das gewählte regelmäßige Vieleck ein Sechseck, dann haben auch der Stecksockel und die zur Aufnahme des Stecksockels dienende Ausnehmung eine ineinander passende Form eines regelmäßigen Sechsecks, dessen Außenabmessungen aufgrund des kleineren Inkreisdurchmessers allerdings kleiner sind als die Außenabmessung des Sechsecks, welches die Außenform der Modulelemente bildet. Die Übereinstimmung zwischen der Außenform der Modulelemente und der Gestalt der Stecksockel bzw. der zur Aufnahme jeweils eines Stecksockels dienenden Ausnehmungen erleichtert ein intuitives Kombinieren der einzelnen

Modulelemente.

Um die Variabilität des erfindungsgemäßen Kugelbahnsystems weiter zu steigern, umfassen bevorzugte Ausgestaltungen zusätzlich zu der Vielzahl von Modulelementen auch Verbindungsschienen zum Überbrücken eines Abstands zwischen jeweils zwei nicht unmittelbar nebeneinander angeordneten Modulelementen, wobei jede Verbindungsschiene einen Abschnitt der Kugelbahn ausbildet. Vorzugsweise weist jede Verbindungsschiene zwei den Kugelbahnabschnitt ausbildende, parallel zueinander angeordnete Holme auf, die auf beiden Seiten jeweils ein freies Ende haben und die durch mehrere sich unterhalb der Kugelbahn quer zu den Holmen erstreckende Streben aneinander fixiert sind. Im Ergebnis haben solche Verbindungsschienen ein leiterartiges Aussehen. Die freien Enden der Holme sind vorzugsweise hakenartig nach unten gebogen, um die Verbindungsschienen in die Modulelemente einhängen zu können, wie im Folgenden noch genauer erläutert werden wird.

Die Holme haben vorzugsweise einen zylindrischen, insbesondere kreiszylindrischen Querschnitt, damit eine Kugel gut auf den parallel zueinander angeordneten Holmen einer Verbindungsschiene abrollen kann. Die sich quer zu den Holmen erstreckenden Streben können so angeordnet sein, dass sie von einer auf einer Verbindungsschiene abrollenden Kugel nicht berührt werden, was den Reibungswiderstand vermindert, den eine Kugel beim Abrollen überwinden muss.

Vorteilhaft sind Holme und Streben aufweisende Verbindungsschienen so ausgestaltet, dass jeweils eine Strebe nahe den freien Enden der Holme angeordnet ist und auf beiden Seiten der Kugelbahn nach oben zur Bildung von Leitplanken verlängert ist, welche an den Enden der Verbindungsschiene die Gefahr eines Herabspringens einer Kugel von der Verbindungsschiene verringern. Darüber hinaus ist bei Holme und Streben aufweisenden Verbindungsschienen vorteilhaft jeder Holm auf seiner Oberseite nahe seinem freien Ende mit einer rampenartigen Erhöhung versehen, so dass eine auf der Verbindungsschiene abrollende Kugel im Bereich des Endes der Verbindungsschiene etwas angehoben wird, um störungsfrei von der Verbindungsschiene in den auf der Oberseite eines Modulelements ausgebildeten Kugelbahnabschnitt eintreten zu können. Auf diese Weise wird verhindert, dass durch mögliche Niveauunterschiede beim Übertritt von einer Verbindungsschiene auf ein Modulelement Stöße auf eine abrollende Kugel ausgeübt werden, die zum Herausspringen der Kugel aus der Kugelbahn führen könnten.

Zur einfachen und sicheren Verbindung von Verbindungsschienen und Modulelementen untereinander sind die Moduleiemente vorzugsweise so ausgeführt, dass jedes Modulelement unmittelbar benachbart der oder jeder Stelle, an der ein auf seiner Oberseite ausgebildeter Kugelbahnabschnitt eine Seitenfläche des Modulelements durchsetzt, ein Paar beidseitig in die Kugelbahn eingelassene Einhängöffnungen für Verbindungsschienen aufweist. In diese Einhängöffnungen können beispielsweise die hakenartig nach unten gebogenen freien Enden der Holme der weiter oben beschriebenen Verbindungsschienen eingeführt werden. Vorzugsweise sind diese Einhängöffnungen so gestaltet, dass sie den Verbindungsschienen ein vorbestimmtes Maß an Bewegung in Längsrichtung der Kugelbahn gestatten. Auf diese Weise können Verbindungsschienen bei konstanter Länge nicht nur Modulelemente verbinden, die sich auf ein und derselben Ebene befinden, sondern auch Modulelemente, die in unterschiedlichen Höhen angeordnet sind.

Um Modulelemente in unterschiedlichen Höhen anordnen zu können, umfassen bevorzugte Ausführungsformen erfindungsgemäßer Kugelbahnsysteme Säulenelemente mit vorbestimmter Höhe, wobei jedes Säulenelement entweder an seiner Unterseite einen dem Stecksockel der Moduleiemente entsprechenden Stecksockel und an seiner Oberseite eine den Ausnehmungen zur Aufnahme jeweils eines Stecksockels in der Grundplatte entsprechende Ausnehmung aufweist, um mit der eingangs beschriebenen, ersten Hauptausführungsform kompatibel zu sein, oder an seiner Unterseite eine der Ausnehmung der Modulelemente entsprechende Ausnehmung und an seiner Oberseite einen den Stecksockeln der Grundplatte

entsprechenden Stecksockel aufweist, um mit der eingangs genannten, zweiten Hauptausführungsform kompatibel zu sein. Vorzugsweise umfasst ein erfindungsgemäßes Kugelbahnsystem Säuleneiemente mit verschiedenen vorbestimmten Höhen, z. B. Säulenelemente, deren Höhe einer Höheneinheit entspricht und Säulenelemente, deren Höhe einer halben Höheneinheit entspricht.

Bevorzugte Ausführungsformen erfindungsgemäßer Kugelbahnsysteme umfassen ferner zumindest eine Zwischenplatte, wobei die Zwischenplatte eine Vielzahl regelmäßig angeordneter Ausnehmungen zur Aufnahme jeweils eines Stecksockels aufweist, die in Form und Anordnung den Ausnehmungen der Grundplatte zur

Aufnahme jeweils eines Stecksockels entsprechen, und wobei jede Ausnehmung der Zwischenplatte an ihrer Unterseite mit einem dem Stecksockel der Modulelemente entsprechenden Stecksockel versehen ist. Eine solchermaßen ausgestaltete

Zwischenplatte ist mit der eingangs beschriebenen, ersten Hauptausführungsform kompatibel. Alternativ weist die Zwischen platte eine Vielzahl regelmäßig angeordneter Stecksockel auf, die in Form und Anordnung den Stecksockeln der Grundplatte zum Zusammenwirken mit jeweils einer Ausnehmung entsprechen, wobei jeder Stecksockel der Zwischenplatte an seiner Unterseite mit einer der Ausnehmung der Modulelemente entsprechenden Ausnehmung versehen ist. Eine solche Ausgestaltung der Zwischenplatte ist mit der eingangs beschriebenen, zweiten Hauptausführungsform kompatibel.

Die zuvor beschriebenen Zwischenplatten erlauben es im Zusammenspiel mit den weiter oben beschriebenen Säulenelementen, über der Grundplatte angeordnete Zwischenebenen zu realisieren, auf denen sich Teile der Kugelbahn befinden.

Vorzugsweise sind die oder jede Zwischenplatte aus transparentem Material gefertigt, damit eine solche Zwischenebene einen Blick auf darunter befindliche Abschnitte der Kugelbahn ermöglicht. Mehrere Zwischenplatten ermöglichen die Realisierung einer flächenmäßig größeren Zwischenebene auf ein und demselben Niveau oder die Realisierung mehrerer Zwischenebenen auf unterschiedlichen Niveaus. Die Variabilität eines erfindungsgemäßen Kugelbahnsystems wird auf diese Weise nochmals erhöht.

Die Grundplatte eines erfindungsgemäßen Kugelbahnsystems ist vorzugsweise aus mehreren in der Grundplattenebene miteinander verhakbaren Grundplattensegmenten gebildet. Beispielsweise können an den Rändern der Grundplattensegmente schwalbenschwanzförmige Vorsprünge und Ausnehmungen vorhanden sein, die mit entsprechenden schwalbenschwanzförmigen Ausnehmungen und Vorsprüngen an einem anderen Grundplattensegment zusammenwirken. Eine Aufteilung der Grundplatte in Grundplattensegmente erleichtert das Verpacken und den Transport erfin- dungsgemäßer Kugelbahnsysteme und erlaubt es darüber hinaus, die Fläche einer Grundplatte beliebig zu vergrößern.

Die Vielzahl von Modulelementen eines erfindungsgemäßen Kugelbahnsystems haben zwar alle in Draufsicht die Außenform des gewählten, regelmäßigen Vielecks, können sich darüber hinaus jedoch auf vielfache Art und Weise voneinander unterscheiden. So kann ein erfindungsgemäßes Kugelbahnsystem beispielsweise mehrere Modulelemente umfassen, auf deren Oberseite ein erster gekrümmter Kugelbahnabschnitt und ein zweiter gekrümmter Kugelbahnabschnitt ausgebildet sind, wobei der erste Kugelbahnabschnitt stärker gekrümmt ist als der zweite Kugelbahnabschnitt. Solche Modulelemente lassen sich vielfach miteinander kombinieren, um stärker oder schwächer gekrümmte Kugelbahnverläufe zu realisieren oder gewünschte Richtungswechsel einer Kugelbahn zu realisieren.

Ferner kann ein erfindungsgemäßes Kugelbahnsystem zumindest ein Modulelement mit einer zentralen Öffnung umfassen, die mit dem auf der Oberseite des Modulelements ausgebildeten, zumindest einen Kugelbahnabschnitt in Verbindung steht und einen Funktionseinsatz aufnehmen kann, der dem zumindest einen Abschnitt der Kugelbahn zugeordnet ist. Beispielsweise kann ein solcher Funktionseinsatz eine auf dem Kugelbahnabschnitt heranrollende Kugel aufnehmen und durch ein Loch nach unten auf eine andere Ebene der Kugelbahn fallen lassen, wenn die zentrale Öffnung als Durchgangsöffnung ausgebildet ist. Alternativ kann ein solcher Funktionseinsatz als Startrampe ausgebildet sein, von der eine Kugel beginnt, eine aufgebaute Kugelbahn herabzurollen. Grundsätzlich ermöglicht ein solches Modulelement mit einer zentralen Öffnung zur Aufnahme eines Funktionseinsatzes auch eine rationellere Produktion von Modulelementen mit unterschiedlicher Funktion, da das Modulelement selbst jeweils gleich ausgebildet sein kann und die unterschiedliche Funktion erst durch den in die zentrale Öffnung eingesetzten Funktionseinsatz realisiert wird.

Bevorzugte Ausgestaltungen eines erfindungsgemäßen Kugelbahnsystems umfassen darüber hinaus Modulelemente, bei denen der zumindest eine Kugelbahnabschnitt, der auf der Oberseite des Modulelements ausgebildet ist, ein Aktionselement beinhaltet, wie etwa eine Weiche, ein Looping, einen Kugelhebemechanismus, eine Schleuder, einen Trichter etc. Solche Aktionselemente gestatten es, besonders spannende Kugel bahn Verläufe zu realisieren. Normalerweise wird ein erfindungsgemäßes Kugel bahnsystem mehrere Kugeln gleicher Größe und gleichen Gewichts umfassen. Jedoch ist es alternativ oder zusätzlich auch möglich, Kugeln gleicher Größe und unterschiedlichen Gewichts vorzusehen, um auch mittels der Kugeln selbst einen unterschiedlichen Spielverlauf erzeugen zu können.

Zusätzlich oder alternativ können auch Kugeln mit unterschiedlichen magnetischen Eigenschaften zu einem erfindungsgemäßen Kugelbahnsystem gehören, wodurch ebenfalls der Spielverlauf beeinflusst werden kann.

Schließlich können Kugeln erfindungsgemäßer Kugelbahnsysteme auch einen integrierten RFID-Chip umfassen, um auf diese Weise mit elektrischen bzw. elektronischen Komponenten erfindungsgemäßer Kugelbahnsysteme in Wechselwirkung treten zu können. Beispielsweise können in erfindungsgemäßen Kugelbahnsystemen Sensoren vorhanden sein, die die Kugeln anhand des in ihnen enthaltenem RFID- Chips unterscheiden können, um so mittels ebenfalls vorhandener Aktoren den Spielverlauf in Abhängigkeit bestimmter Kugeln beeinflussen zu können. So kann eine an einem Modulelement festgehaltene Kugel z. B. erst dann freigegeben werden, wenn bestimmte Kugeln an anderen Modulelementen erfasst werden. Auch kann mittels solcher RFID-Kugeln eine elektronische Zeitmessung vorgenommen werden, um zu ermitteln, welche Kugel ein vorgegebenes Ziel am schnellsten erreicht. Modulelemente mit einer elektronischen Ausrüstung können dazu verwendet werden, Modulelemente mit den folgenden Eigenschaften zu realisieren: o Weichen mit elektronischer Umschaltung der Weichenstellung.

o Modulelemente, bei denen die Kugel auf eine untere Ebene fällt, und Schranken können gezielt bzw. zeitlich gesteuert elektronisch geöffnet werden.

o Modulelemente, bei denen eine Kugel beschleunigt wird, können gezielt bzw. zeitlich gesteuert ausgelöst werden.

o Modul-Startstein mit Taster startet eine elektronische Zeitmessung beim Auslösen der Kugeln.

o Moduielemente erkennen über einen Farbsensor die einlaufenden Kugeln und erfassen die Reihenfolge der eingelaufenen Kugeln.

o Modulelemente stoppen die Zeitmessung, wenn eine bestimmte Anzahl Kugeln oder Kugeln in bestimmten Farben eingelaufen sind (einstellbar).

o Modulelemente können RFID-Tags auslesen. Dadurch können sie gezielt einzelne Kugeln bestimmen und unterschiedlich reagieren. Modulelemente, die über einen optischen oder elektrischen Sensor (es wird ein Kontakt geschlossen) erkennen, wenn eine Kugel das Modulelement durchquert oder in das Modulelement hineinrollt.

Modulelemente enthalten Lichtschranken zur Geschwindigkeitsmessung.

Modulelemente können eine eingebaute Soundausgabe enthalten: Sound wird abgespielt, wenn eine zuvor definierte Bedingung eintritt (z.B. Kugel durchläuft das Modulelement, oder im Ziel trifft eine Kugel ein).

Modulelemente können eine eingebaute Leuchtquelle (typischerweise LED) enthalten. Leuchtquelle leuchtet auf, wenn eine zuvor definierte Bedingung eintritt (z.B. Kugel durchläuft das Modulelement, oder im Ziel trifft eine Kugel ein). Die Leuchtquelle kann in verschiedenen Farben leuchten.

Modulelemente können eine eigene Stromversorgung besitzen (z.B. über aufladbare oder nicht aufladbare und wechselbare Batterien).

Modulelemente können einen integrierten Prozessor besitzen, mit dem sie selbständig eingehende Signale auswerten und Reaktionen auslösen können. Modulelemente können ein Funkmodul besitzen, mit dem sie untereinander und/oder mit einer zentralen Einheit kommunizieren können.

o Die zentrale Einheit kann eine eigene Stromversorgung besitzt und kann über Funk mit allen elektronischen Modulelementen mit Funkmodul kommunizieren. Über die zentrale Einheit können die Eigenschaften der elektronischen Modulelemente eingestellt werden. Über die zentrale Einheit kann außerdem eine logische Verknüpfung zwischen elektronischen Modulelementen hergestellt werden. (Beispiel: Weiche stellt sich erst um, wenn im Ziel eine definierte Kugel eingelaufen ist.)

o Die zentrale Einheit kann über Eingabeelemente (z.B. Taster, Schalter) gesteuert werden. Als Ausgabeelement kann ein eingebauter Lautsprecher oder ein eingebauter Bildschirm dienen,

o Alternativ kann sich die zentrale Einheit über Funk mit einem smart device (Smartphone, Tablet, PC) verbinden. Über das smart device können alle Einstellungen der zentralen Einheit (z.B. Parametrisierung und Programmierung der elektronischen Modulelemente) vorgenommen werden.

Elektronische Modulelemente können ein Funkmodul besitzen, mit dem sie direkt mit einem smart device (Smartphone, Tablet, PC) mit geeigneter Software (App) kommunizieren können. • Über Funk können in den Modulelementen die typischen Parameter jedes Modulelements eingestellt werden (je nach Modulelement z.B. Auslösebedingung, Wartezeiten, logische Funktionen...).

• Über Funk melden die elektronischen Modulelemente ihren Status und Statusänderungen an die zentrale Einheit oder an ein smart device oder direkt an andere elektronische Modulelemente.

• Elektronische Modulelemente können Schalter oder Taster am Modulelement besitzen, über die typische Parameter des Modulelements direkt am Modulelement eingestellt werden können.

Schließlich ist es auch möglich, erfindungsgemäße Kugelbahnsysteme im Zusammenspiel mit beispielsweise einem Smartphone, Tablet oder einem PC und spezieller Software (etwa in Gestalt einer App) mit einer sogenannten Augmented Reality oder Virtual Reality zu erweitern.

• Betrachtet man die Kugelbahn über eine spezielle Software (z. B. App) durch die Kamera eines smart device (z. B. Smartphone, Tablet, PC), so wird die Kugelbahn zum Leben erweckt. Bewegliche und unbewegliche Teile der der Bahn werden im Videobild durch virtuelle Grafiken ergänzt und/oder ersetzt. Soundeffekte werden passend zur Position der Kugeln abgespielt.

• Mit Hilfe einer Kamera in einem smart device (z. B. Smartphone, Tablet, PC) werden Aufnahmen der Bahn erstellt. Die Daten werden von einer geeigneten Software auf dem smart device oder auf Servern elektronisch ausgewertet und weiterverarbeitet. Der so entstandene räumliche Datensatz ist die Basis für die Software, um die Anzahl und Art der verwendeten Modulelemente zu berechnen. Die Software erstellt dann eine passende Bauanleitung, die auf dem smart device abgespeichert werden kann.

• Betrachtet man die Bahn über eine spezielle Software (z. B. App) durch die Kamera eines smart device, wird die Position der Kugel in Echtzeit erfasst. Passend dazu steuert das smart device elektronische Modulelemente mit Funkmodul, während die Kugel die Bahn durchläuft.

Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen modularen Kugelbahnsystems wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügten, schematischen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt: eine räumliche Darstellung eines beispielhaften Modulelements eines erfindungsgemäßen Kugelbahnsystems von schräg oben, das Modulelement aus Figur 1 in einer Seitenansicht, das Modulelement aus Figur 1 in einer räumlichen Darstellung von schräg unten, eine aus mehreren Grundplattensegmenten bestehende Grundplatte eines erfindungsgemäßen Kugelbahnsystems, ein Grundplattensegment aus Figur 4 in vergrößerter Darstellung, eine räumliche Darstellung einer Verbindungsschiene eines erfindungsgemäßen Kugelbahnsystems zum Überbrücken eines Abstands zwischen Modulelementen, das in Figur 6 obere Ende der Verbindungsschiene in vergrößerter Darstellung, und 8b das Zusammenwirken der Verbindungsschiene aus Figur 6 mit dem Modulelement aus Figur 1 in zwei verschiedenen Zuständen, ein Säulenelement einer erfmdungsgemäßen Kugelbahn in räumlicher Darstellung von schräg oben, das Säulenelement aus Figur 9 im Längsschnitt, eine Zwischenplatte eines erfindungsgemäßen Kugelbahnsystems in räumlicher Darstellung von schräg oben, ein Modulelement mit einer zentralen Öffnung zur Aufnahme eines Funktionseinsatzes in räumlicher Darstellung von schräg oben,

Figur 13a bis 13d verschiedene Funktionseinsätze, die in das Modulelement aus

Figur 12 einsetzbar sind, in räumlicher Darstellung von schräg oben, Figur 14 ein anderes Modulelement in räumlicher Darstellung von schräg oben,

Figur 15 ein noch anderes Modulelement in Verbindung mit einer Zieleinlauf- schiene in räumlicher Darstellung,

Figur 16 ein Modulelement mit Weichenfunktion in Draufsicht,

Figur 17 ein Modulelement mit Strudelfunktion in räumlicher Darstellung von

schräg oben,

Figur 18 ein Modulelement mit Startfunktion in räumlicher Darstellung von

schräg oben, Figur 19 ein Modulelement mit einer Gauss-Kanonenfunktion in räumlicher Darstellung von schräg oben,

Figur 20 ein Modulelement mit einer Kugelhebefunktion in Verbindung mit zwei angrenzenden Modulelementen,

Figur 21 ein Modulelement mit einer stärkeren Kugelhebefunktion in Verbindung mit zwei angrenzenden Modulelementen,

Figur 22 ein Modulelement mit einer Schrankenfunktion in Verbindung mit drei angrenzenden Modulelementen,

Figur 23 ein Modulelement mit einer Schleuder- bzw. Katapultfunktion in Verbindung mit zwei angrenzenden Modulelementen, Figur 24 ein Modulelement mit einer Beschleunigungsfunktion in Verbindung mit zwei angrenzenden Modulelementen,

Figur 25 ein Modulelement zum Freigeben einer Kugel durch eine andere Kugel, Figur 26 ein Modulelement mit einer Abschussfunktion in Verbindung mit zwei angrenzenden Modulelementen, Figur 27 ein Modulelement mit einer Drei-Wege-Aufteilungsfunktion in Verbindung mit vier angrenzenden Modulelementen,

Figur 28 ein Modulelement mit Glockenfunktion,

Figur 29 ein Modulelement mit einer Kreisverkehrs-Funktion in Verbindung mit zwei angrenzenden Modulelementen,

Figur 30 ein Modulelement mit einem Looping,

Figur 31 ein Modulelement mit einer Brückenfunktion,

Figur 32 ein Modulelement mit einer Zielflaggenfunktion,

Figur 33 ein Modulelement mit einer Splash-Funktion,

Figur 34 ein Modulelement mit einer Räuberleiter-Funktion,

Figur 35 ein Modulelement mit einer Lawinenfunktion,

Figur 36 ein Modulelement mit einer Sammel- und Weitergabefunktion,

Figur 37 ein Modulelement mit einer Impulsfunktion, und

Figur 38 das Modulelement aus Figur 37 in anderer Anordnung.

In den Figuren 1 bis 3 ist in verschiedenen Ansichten ein beispielhaftes Modulelement 12 eines modularen Kugelbahnsystems gezeigt, das eine Vielzahl solcher Modulelemente umfasst, die alle die dargestellte äußere Form eines regelmäßigen Sechsecks gleicher Größe haben und auf ihrer Oberseite jeweils einen oder mehrere Kugelbahnabschnitte ausbilden, die sich durch Aneinandersetzen der Modulelemente miteinander kombinieren lassen.

Das in den Figuren 1 bis 3 dargestellte, beispielhafte Modulelement 12 weist wie alle weiteren Modulelemente des modularen Kugelbahnsystems eine Oberseite 14, eine der Oberseite entgegengesetzte Unterseite 16 und sechs Seitenflächen 18 auf. Auf der Oberseite 14 sind bei dem dargestellten Modulelement 12 zwei Kugelbahn- abschnitte 20 und 22 ausgebildet, die einen kreissegmentförmigen Querschnitt haben und in die Oberfläche 14 des Modulelements 12 eingelassen sind. Ein erster Kugelbahnabschnitt 20 beginnt in der in Figur 1 linken Seitenfläche 18 des Modulelements 12 und erstreckt sich in gekrümmter Form bis zur in Figur 1 oben unmittelbar angrenzenden Seitenfläche 18 des Modulelements 12, wobei die beiden

Seitenflächen 18 von dem ersten Kugelbahnabschnitt 20 jeweils durchsetzt werden, damit die Kugelbahn durch Anfügen weiterer Modulelemente fortsetzbar ist. Ein zweiter Kugelbahnabschnitt 22 beginnt in einer linken, unteren Seitenfläche 18 des in Figur 1 dargestellten Modulelements 12 und verläuft in schwächerer Krümmung bis zu einer übernächsten, in Figur 1 rechten Seitenfläche 18 des Modulelements 12. Es versteht sich, dass der Beginn und das Ende der Kugelbahnabschnitte 20, 22 lediglich davon abhängt, in welcher Richtung eine Kugel den entsprechenden Kugelbahnabschnitt durchläuft. Der Beginn eines Kugelbahnabschnitts kann daher gleichzeitig das Ende des Kugel bah na bschnitts sein, je nach dem, in welcher Richtung die Kugel den Kugelbahnabschnitt durchläuft.

Wie insbesondere aus den Figuren 1 und 2 gut zu erkennen, sind das beispielhafte Modulelement 12 und alle weiteren Modulelemente des modularen Kugelbahnsystems insgesamt scheibenförmig, d. h. die Höhe der sich zumindest annähernd rechtwinklig zur Oberseite 14 erstreckenden Seitenflächen 18 ist deutlich geringer als die Abmessungen des Modulelements 12 in den beiden anderen Raumrichtungen eines kartesischen Koordinatensystems.

Wie am besten aus den Figuren 2 und 3 zu ersehen, ragt von der Unterseite 16 des beispielhaften Modulelements 12 und auch von allen weiteren Modulelementen des modularen Kugelbahnsystems ein Stecksockel 24 hervor, der im dargestellten Ausführungsbeispiel ebenfalls die Gestalt eines regelmäßigen Sechsecks hat, dessen Seiten parallel zu den Seitenflächen 18 des die Außenform des Modulelements 12 bildenden Sechsecks verlaufen. Wie aus Figur 3 zu erkennen, handelt es sich bei dem beispielhaften Modulelement 12 um ein durch ein Kunststoffspritzgussverfahren hergestelltes Teil, weshalb die Unterseite 16 weitestgehend offen ist. Zur Erhöhung der Stabilität eines solchen Modulelements 12 erstrecken sich Verstärkungsrippen 26 zwischen die Seitenflächen 18 ausbildenden Außenwänden 28 und den Stecksockel 24 ausbildenden, inneren Wänden 30.

Zu dem modularen Kugelbahnsystem gehört ferner eine in den Figuren 4 und 5 dargestellte Grundplatte 32 mit einer Vielzahl regelmäßig angeordneter, hier sechsecki- ger Ausnehmungen 34, von denen jede zur Aufnahme jeweils eines Stecksockels 24 dient. Die Ausnehmungen 34 sind auf der Grundplatte 32 in einem hier bienenwa- benförmigen Raster angeordnet, wobei das Rastermaß s des Rasters dem Inkreisdurchmesser des die Außenform der Modulelemente bildenden, regelmäßigen Sechsecks entspricht, also dem Durchmesser des größten Kreises, der in das die Außenform der Modulelemente bildende Sechseck eingeschrieben werden kann.

Mittels des Stecksockels 24 lassen sich somit Modulelemente wie das beispielhafte Modulelement 12 in Ausnehmungen 34 der Grundplatte 32 stecken, wobei Modulelemente, die in unmittelbar nebeneinander liegende Ausnehmungen 34 der Grundplatte 32 gesteckt werden, mit jeweils einer ihrer Seitenflächen 18 solchermaßen bündig aneinander stoßen, dass ein auf einem Modulelement ausgebildeter Kugelba h nabschnitt nahezu übergangslos in einen auf einem angrenzenden Modulelement ausgebildeten Kugelbahnabschnitt übergehen kann. Wie aus einer Zusammenschau der Figuren 3 bis 5 ohne weiteres verständlich, ist der Inkreisdurchmesser d jeder Ausnehmung 34 kleiner als der dem Rastermaß s entsprechende Inkreisdurchmesser des die Außenform eines Modulelements bildenden Sechsecks.

Die in Figur 4 dargestellte Grundplatte 32 ist aus mehreren Grundplattensegmenten 36 zusammengesetzt, von denen eines in vergrößerter Darstellung in Figur 5 wiedergegeben ist. Zur formschlüssigen Verbindung der Grundplattensegmente 36 in der Grundplattenebene ist jedes Grundplattensegment 36 an seinen Rändern mit hier schwalbenschwanzförmigen Vorsprüngen 38 und schwalbenschwanzförmigen Ausnehmungen 40 versehen, mittels derer sich die einzelnen Grundplattensegmente 36 miteinander verhaken lassen. Die dargestellte Ausführung der Vorsprünge 38 und der Ausnehmungen 40 ist lediglich beispielhaft. Bei anderen, nicht dargestellten Ausführungsformen von Grundplattensegmenten können die Vorsprünge und Ausnehmungen eine andere Form haben und es können an jeweils einem Rand eines Grundplattensegments sowohl Vorsprünge als auch Ausnehmungen vorhanden sein. Ferner bestehen die Grundplattensegmente 36 des hier dargestellten Ausführungs ¬ beispiels aus einer stabilen Pappe, wie sie beispielsweise zur Herstellung herkömmlicher Puzzles Verwendung findet, jedoch können die Grundplattensegmente auch aus einem anderen Material bestehen, beispielsweise aus Kunststoff, einem Metall oder aus Holz.

Aus der vorstehenden Beschreibung sollte klar geworden sein, dass sich Modulelemente wie das beispielhafte Modulelement 12 auf der Grundplatte 32 zu einer Kugel- bahn kombinieren lassen, indem die einzelnen Modulelemente entsprechend einem gewünschten Verlauf der Kugelbahn auf der Grundplatte 32 nebeneinander platziert werden. Allerdings brauchen die Modulelemente nicht unbedingt unmittelbar nebeneinander auf der Grundplatte 32 angeordnet zu werden, denn das modulare Kugelbahnsystem gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst ferner Verbindungsschienen 42, die in den Figuren 6 und 7 dargestellt sind. Obwohl in Figur 6 nur eine Verbindungsschiene 42 mit einer vorbestimmten Länge gezeigt ist, kann das modulare Kugelbahnsystem auch Verbindungsschienen mit anderer Länge umfassen, beispielsweise dreierlei unterschiedlich lange Verbindungsschienen, deren Länge zueinander ein Verhältnis von 1:2:3 hat, d. h. die längste Verbindungsschiene ist dreimal so lang wie die kürzeste Verbindungsschiene.

Die Verbindungsschiene 42 ist im Wesentlichen aus zwei einen Abschnitt der Kugelbahn ausbildenden, parallel zueinander angeordneten Holmen 44 mit hier kreiszylindrischem Querschnitt gebildet, wobei die Holme 44 durch mehrere (hier drei) sich unterhalb der Kugelbahn quer zu den Holmen 44 erstreckende Streben 46 miteinander zu einem leiterartigen Konstrukt verbunden sind. Jeder Holm 44 hat zwei hakenartig nach unten gebogene, freie Enden 48. Mittels dieser hakenartigen Enden 48 Iässt sich die Verbindungsschiene 42 in ein Paar Einhängöffnungen 50 einhängen, die in dem beispielhaften Modulelement 12 (und auch in jedem anderen Modulelement) am Ende bzw. Beginn jedes auf einem Modulelement ausgebildeten Kugelbahnabschnitts ausgebildet sind (siehe Figur 1). Genauer sind die Einhängöffnungen 50 beidseits der Kugelbahn unmittelbar benachbart jener Stelle in die Kugelbahn eingelassen, an der ein Kugel bah nabschnitt eine Seitenfläche 18 des Modulelements 12 durchsetzt.

Das Zusammenwirken der hakenartig nach unten gebogenen freien Enden 48 einer Verbindungsschiene 42 mit den Einhängöffnungen 50 eines Modulelements 12 ist in den Figuren 8a und 8b genauer dargestellt. Dabei zeigt Figur 8a eine Konfiguration, in der die Verbindungsschiene 42 ein Modulelement 12 mit einem weiteren in derselben Ebene befindlichen Modulelement (nicht dargestellt) verbindet, wohingegen Figur 8b eine Konfiguration zeigt, in der die Verbindungsschiene 42 ein höherliegendes Modulelement 12 mit einem tieferliegenden Modulelement (nicht dargestellt) verbindet. Die beiden in den Figuren 8a und 8b gezeigten Konfigurationen sind trotz einer konstanten Länge der Verbindungsschiene 42 möglich, da die Einhängöffnun- gen 50 den freien Enden 48 der Verbindungsschiene 42 ein vorbestimmtes Maß x an Bewegungsfreiheit in Längsrichtung der Verbindungsschiene 42 und damit in Längsrichtung der Kugelbahn gestatten.

Verbindungsschienen 42 dienen somit zum Überbrücken eines Abstands zwischen jeweils zwei nicht unmittelbar nebeneinander angeordneten Modulelementen, die sich entweder auf gleicher Ebene oder auf verschiedenen Ebenen befinden können. Um die Gefahr zur Verringern, dass eine sich entlang der Kugelbahn bewegende Kugel beim Übertritt von einem Modulelement auf eine Verbindungsschiene oder umgekehrt aus der Kugelbahn fällt, ist jede nahe den freien Enden 48 der Holme 44 angeordnete Strebe 46 seitlich verlängert und hochgezogen, um auf diese Weise nahe dem Übergang von einer Verbindungsschiene 42 auf ein Modulelement beidseits der Kugelbahn Leitplanken 52 auszubilden, an denen sich eine Kugel gegebenenfalls abstützen kann (siehe Figur 7). Um den Übergang zwischen einer Verbindungsschiene 42 und einem Modulelement für eine auf der Kugelbahn rollende Kugel möglichst stoßfrei zu gestalten, ist ferner jeder Holm 44 in einem Bereich nahe jedem freien Ende auf seiner Oberseite mit einer rampenartigen Erhöhung 54 versehen, welche eine auf der Verbindungsschiene 42 rollende Kugel kurz vor ihrem Übertritt auf ein Modulelement etwas anhebt. Die Verbindungsschienen 42 lassen sich in der gezeigten Ausgestaltung vorteilhaft als Kunststoffspritzgussteile realisieren.

Es klang bereits an, dass sich die Modulelemente des modularen Kugelbahnsystems nicht alle in ein und derselben Ebene befinden müssen. Um Modulelemente wie das beispielhafte Modulelement 12 in unterschiedlichen Höhen anordnen zu können, umfasst das Kugelbahnsystem Säulenelemente, von denen ein Säulenelement 56 in den Figuren 9 und 10 dargestellt ist. In Übereinstimmung mit den Modulelementen haben die Säulenelemente 56 die Außenform eines regelmäßigen Sechsecks mit gegenüber den Modulelementen etwas kleinerem Inkreisdurchmesser. Damit die Säulenelemente 56 frei mit Modulelementen und der Grundplatte 32 kombiniert werden können, hat jedes Säulenelement 56 an seiner Oberseite eine Ausnehmung 34', deren Anordnung und Abmessungen einer Ausnehmung 34 der Grundplatte 32 entsprechen. In diese Ausnehmung 34' passt somit der Stecksockel 24 eines Modulelements 12. Ferner weist jedes Säulenelement 56 an seiner Unterseite einen Stecksockel 24' auf, der in Form, Anordnung und Abmessung dem Stecksockel 24 des Modulelements 12 entspricht. Durch Verwenden eines oder mehrerer übereinander gestapelter Säulenelemente 56 und anschließendes Aufsetzen eines Modulelements 12 auf das oberste Säulenelement 56 können somit Modulelemente auf vielen unterschiedlichen Höhen angeordnet werden. Zur feineren Höhenabstufung kann das Kugelbahnsystem Säulenelemente mit unterschiedlichen Höhen enthalten, beispielsweise Säulenelemente, deren Höhe h nur halb so groß ist wie das in den Figuren 9 und 10 dargestellte Säulenelement 56.

Mittels der zuvor beschriebenen Säulenelemente 56 können auch größere Bereiche der erfindungsgemäßen Kugelbahn auf einem höheren Niveau als die Grundplatte 32 angeordnet werden. Hierzu dient eine in Figur 11 dargestellte Zwischenplatte 58, die wie die Grundplatte 32 eine Vielzahl regelmäßig angeordneter, sechseckiger Ausnehmungen 34" zur Aufnahme jeweils eines Stecksockels 24, 24' aufweist. Die Ausnehmungen 34" der Zwischenplatte 58 sind in demselben bienenwabenförmigen Raster angeordnet wie die Ausnehmungen 34 der Grundplatte 32 und haben dasselbe Rastermaß s. An der Unterseite jeder Ausnehmung 34" der Zwischenplatte 58 ist ein Stecksockel 24" ausgebildet, der beispielsweise in die Ausnehmung 34' eines Säulenelements 56 passt. Durch Abstützen einer Zwischenplatte 58 mittels mehrerer jeweils aus Säulenelementen 56 aufgebauter Säulen auf der Grundplatte 32 lassen sich Zwischenebenen der Kugelbahn realisieren, die den Verlauf der Kugelbahn interessanter und spannender gestalten. Um einen Blick auf unter einer Zwischenplatte 58 befindliche Bereiche der Kugelbahn zu ermöglichen, besteht die dargestellte Zwischenplatte 58 vorteilhaft aus durchsichtigem Kunststoff.

Im Folgenden werden verschiedene Ausgestaltungen der Modulelemente des erfindungsgemäßen modularen Kugelbahnsystems näher erläutert. Figur 12 zeigt ein Modulelement 12', dessen Umfangsgestalt und -abmessung dem in Figur 1 gezeigten Modulelement 12 entsprechen, das jedoch eine zentrale Öffnung 60 aufweist, die hier als Durchgangsöffnung ausgestaltet ist und mit mehreren auf der Oberseite 14 des Modulelements 12' ausgebildeten Kugelbahnabschnitten 20' in Verbindung steht und zur Aufnahme eines Funktionseinsatzes dient, der zumindest einem der Kugelbahnabschnitte 20' zugeordnet ist. In den Figuren 13a bis 13d sind mehrere beispielhafte Funktionseinsätze gezeigt.

Figur 13a zeigt einen wannenförmigen Funktionseinsatz 62, der beispielsweise als ein Ziel dienen kann, das alle Kugeln erreichen sollen. Die das Ziel erreichenden Kugeln sammeln sich dann in dem Funktionseinsatz 62.

Figur 13b zeigt einen rampenförmigen Funktionseinsatz 62', der beispielsweise dazu dienen kann, Kugeln von einer höher gelegenen Ebene aufzufangen und durch einen Auslass 64 an einen der Kugelbahnabschnitte 20' weiterzuleiten. Alternativ kann der Funktionseinsatz 62' als Startpunkt einer Kugelbahn dienen.

Figur 13c zeigt einen Funktionseinsatz 62", der eine über einen Kugelbahnabschnitt 20' des Modulelements 12' heranrollende Kugel aufnimmt und in die zentrale Durchgangsöffnung 60 des Modulelements 12' leitet, so dass diese Kugel aus einer höheren Ebene in eine darunterliegende Ebene fällt.

Figur 13d schließlich zeigt einen Funktionseinsatz 62"', der mit jedem der drei Kugelbahnabschnitte 20' des Modulelements 12' in Verbindung steht und drei Mulden 66 aufweist, in denen jeweils eine Kugel (nicht dargestellt) platziert werden kann. Fällt nun eine weitere Kugel von oben zentral auf den Funktionseinsatz 62"', beispielsweise unter Verwendung des zuvor beschriebenen Funktionseinsatzes 62" in einem auf einer darüber liegenden Ebene angeordneten Modulelement 12', "spritzen" die drei in den Mulden 66 befindlichen Kugeln in Richtung der drei Kugelbahnabschnitte 20' des Modulelements 12' davon.

Die vorstehend beschriebenen Funktionseinsätze 62, 62', 62" und 62"' sind nur beispielhaft. Viele weitere Funktionseinsätze sind möglich. Auch braucht die zentrale Öffnung 60 des Modulelements 12' nicht notwendigerweise als Durchgangsöffnung ausgestaltet zu sein, sondern kann stattdessen einen Boden (nicht dargestellt) haben, falls ein Durchtritt einer Kugel nach unten nicht gefordert ist.

Figur 14 zeigt ein weiteres Moduielement 12", das sich von dem in Figur 1 gezeigten Modulelement 12 nur dadurch unterscheidet, dass die beiden auf seiner Oberseite 14 ausgebildeten Kugelbahnabschnitte 20' und 22' sich kreuzen.

Figur 15 zeigt ein Modulelement 12"', welches drei Kugelbahnabschnitte 20", 21 und 22" zu einem gemeinsamen Ausgang führt, an dem eine der Verbindungsschiene 42 aus Figur 6 ähnliche Zieleinlaufschiene 68 eingehängt ist. Diese Zieleinlaufschiene 68 dient nicht zum Überbrücken eines Abstands zwischen zwei Modulelementen, sondern zur Aufnahme von nacheinander ins Ziel einlaufender Kugeln. Aus der Reihenfolge der von der Zieleinlaufschiene 68 aufgenommenen Kugeln ergibt sich die Zieleinlaufplatzierung der Kugeln. Im Folgenden werden Modulelemente erläutert, die zusätzlich zu dem zumindest einen Kugelbahnabschnitt, der auf ihrer Oberseite ausgebildet ist, ein Aktionselement beinhalten.

Figur 16 zeigt in Draufsicht ein Modulelement 70 mit Weichenfunktion. Auf der Oberseite 14 des Modulelements 70 sind zwei Kugelbahnabschnitte 71, 72 ausgebildet, die zusammen eine Y-förmige Gestalt haben. Ein Weichenelement 74 ist über dem Y-förmigen Teil der Kugelbahn drehbar auf der Oberseite 14 des Modulelements 70 gelagert und hat einen zum Fuß des Y gerichteten, langen Leitarm 76 und zwei zu den Schenkeln des Y gerichtete, kurze Steuerarme 78. In der in Figur 16 wiedergegebenen Stellung des Weichenelements 74 wird eine am Fuß des Y einlaufende Kugel von dem Leitarm 76 des Weichenelements 74 in den rechten Kugelbahnabschnitt 72 geleitet und trifft dort auf den rechten der beiden Steuerarme 78. Das Auftreffen der Kugel auf diesen Steuerarm 78 sorgt für ein Verdrehen des Weichenelements 74 entgegen dem Uhrzeigersinn, so dass die Kugel weiterrollen kann und der Leitarm 76 sich nunmehr an die gegenüberliegende Seite der Kugelbahn am Fuß des Y anlegt, wodurch die nächste am Fuß des Y in das Modulelement 70 einrollende Kugel in den linken Kugelbahnabschnitt 71 geleitet wird, woraufhin sich das Weichenelement 74 wieder in die in Figur 16 gezeigte Stellung verdreht. Das Modulelement 70 leitet am Fuß des Y einrollende Kugeln demnach abwechselnd in den Kugelbahnabschnitt 71 bzw. den Kugelbahnabschnitt 72. Selbstverständlich kann das Weichenelement 74 auch von Hand verdreht werden, falls gewünscht.

Figur 17 zeigt ein Modulelement 80 mit einer sogenannten Strudelfunktion. Hierzu ist das Modulelement 80 mit einem trichterförmigen Bereich 82 versehen, der unten eine zentrale Öffnung 84 aufweist. Über die Kugelbahnabschnitte 20' in das Modulelement 80 einlaufende Kugeln bewegen sich in dem trichterförmigen Bereich 82 zunächst strudellinienförmig und fallen dann durch die zentrale Öffnung 84 nach unten aus dem Modulelement 80 heraus.

Figur 18 zeigt ein Modulelement 86 mit einer Startfunktion für drei Kugeln. Hierzu sind auf der Oberseite des Modulelements 86 in einem zentralen Bereich drei Kugelaufnahmen 88 ausgebildet, in denen jeweils eine Kugel (nicht dargestellt) platziert werden kann. Ein die Kugeln übergreifendes, normal zur Oberseite des Modulelements 86 federnd gelagertes Auslöserbauteil 90 verhindert in einer oberen Stellung, in die es durch die Feder gedrängt wird, ein Herausrollen der in den Kugelaufnahmen 88 angeordneten Kugeln durch jeweils eine Schwelle 92, die aus dem zugehörigen Kugelbahnabschnitt 20' nach oben hervorragt. Durch zentrales Niederdrücken des Auslöserbauteils 90 entgegen der Federkraft werden die Schwellen 92 so weit abgesenkt, dass in den Kugelaufnahmen 88 befindliche Kugeln gleichzeitig losrollen können.

Figur 19 zeigt ein Modulelement 94 mit einer sogenannten Gauss-Kanonenfunktion. Zur Realisierung dieser Funktion wird ein sich quer über das Modulelement 94 erstreckender Kugelbahnabschnitt 96 durch einen scheibenförmigen, quer zum Kugelbahnabschnitt 96 angeordneten Magneten 98 versperrt, der in einer brückenförmigen Halterung 100 aufgenommen ist. Auf beiden Seiten des Magneten 98 können ein oder zwei Kugeln aus magnetischem Material platziert werden, die durch die Magnetkraft am Wegrollen gehindert sind. Rollt nun von einer Seite eine weitere Kugel in den Kugelbahnabschnitt 96 und trifft auf die dort bereits befindlichen Kugeln, löst sich durch den Impuls der auftreffenden Kugel eine Kugel auf der dem Aufprall entgegengesetzten Seite des Magneten 98.

Figur 20 zeigt ein Modulelement 102 mit einer Kugelhebefunktion. Auf der Oberseite 14 des Modulelements 102 ist ein Kugelbahnabschnitt 104 mit einer Rampe 106 ausgebildet, deren Niveau höher liegt als der Beginn des Kugelbahnabschnitts 104. An einem den Kugelbahnabschnitt 104 brückenförmig übergreifenden Halter 108 ist ein Hebel 110 drehbar gelagert. Der Hebel 110 ist an seinem in Figur 20 unten angeordneten Ende mit einem Auslöser 112 versehen, der einen kurzen, in der dargestellten Position nach unten ragenden Arm 113 und einen sich rechtwinklig dazu in Richtung einer heranrollenden Kugel erstreckenden, langen Arm 114 hat. Am entgegengesetzten Ende des Hebels 110 ist ein Gewicht 116 befestigt. In der in Figur 20 gezeigten Ausgangsstellung des Hebels 110 befindet sich dieser in einer sogenannten Übertotpunktsteilung, d. h. das Gewicht 116 befindet sich mit seinem Schwerpunkt etwas rechts einer durch den Halter 108 verlaufenden, normal zur Oberseite 14 des Modulelements 102 stehenden Ebene. Eine in das Modulelement 102 hereinrollende Kugel trifft auf den kurzen Arm 113 des Auslösers 112, wodurch der Hebel 110 entgegen dem Uhrzeigersinn aus seiner Übertotpunktstellung verdreht wird, so dass das sich nunmehr links der erwähnten, durch den Halter 108 verlaufenden Ebene befindliche Gewicht die Drehung des Hebels 110 fortsetzt und beschleunigt. Die Kugel wird vom langen Arm 114 des Auslösers 112 ergriffen und die Rampe 106 hinaufbewegt. Figur 21 zeigt ein weiteres Modulelement 118 mit einer stärker ausgeprägten Kugelhebefunktion. Ähnlich wie bei dem zuvor beschriebenen Modulelement 102 ist ein Hebel 110' drehbar an einem Halter 108' gelagert und mit einem Gewicht 116' versehen. An seinem dem Gewicht 116' entgegengesetzten Ende ist der Hebel 110' mit einem Becher 120 zur Aufnahme einer Kugel versehen. Der freie Rand dieses Bechers 120 stößt gegen eine im Kugelbahnabschnitt 20' angebrachte, federnd gelagerte Auslöseschiene 122 und wird dadurch an einer Drehung gehindert. Eine in den Kugelbahnabschnitt 20' rollende Kugel drückt mit ihrem Gewicht beim Hereinrollen in den Becher 120 die Auslöseschiene 122 nieder, so dass der Hebel 110' sich frei drehen kann. Das Gewicht 116' dreht den Hebel 110' im Uhrzeigersinn, wodurch die im Becher 120 befindliche Kugel auf das erhöhte Niveau des Kugelbahnabschnitts 20' befördert wird.

Figur 22 zeigt ein Modulelement 124 mit einer Schrankenfunktion. Hierzu überspannt ein bogenförmiges Schrankenelement 126 einen auf der Oberseite 14 des Modulelements 124 ausgebildeten Kugelbahnabschnitt 125. In der gezeigten Stellung versperrt das Schrankenelement 126 einer Kugel den Durchgang zum auf der anderen Seite des Schrankenelements befindlichen Teil des Kugelbahnabschnitts 125. Mit dem Schrankenelement 126 verbunden ist ein löffeiförmiger Auslöser 128, der einem weiteren Kugelbahnabschnitt 129 des Modulelements 124 zugeordnet ist. Zwischen dem löffeiförmigen Auslöser 128 und dem bogenförmigen Schrankenelement 126 ist die aus den vorgenannten beiden Teilen gebildete Schranke bei 130 drehbar gelagert. Gerät eine Kugel auf den löffeiförmigen Auslöser 128, drückt sie ihn mit ihrem Gewicht herunter und hebt gleichzeitig das Schrankenelement 126 an, wodurch einer im Kugelbahnabschnitt 125 zunächst aufgehaltenen Kugel freier Durchgang gewährt wird.

Figur 23 zeigt ein Modulelement 132 mit einer Schleuder- bzw. Katapultfunktion. Die Funktion dieses Modulelements 132 ähnelt der des mit Bezugnahme auf Figur 21 beschriebenen Modulelements 118, allerdings weist das Moduielement 132 nur einen einseitigen Hebel 110" mit dem Becher 120 auf. Dieser Hebel 110" ist mittels eines Gummirings 134 zur Drehung im Uhrzeigersinn vorgespannt. Sobald eine in den Becher 120 hereinrollende Kugel die Auslöseschiene 122 niedergedrückt hat, dreht sich der Hebel 110" aufgrund der elastischen Vorspannung des Gummirings 134 blitzartig im Uhrzeigersinn und katapultiert die im Becher 120 befindliche Kugel nach rechts. Figur 24 zeigt ein Modulelement 136, dessen Funktion ähnlich der des mit Bezugnahme auf Figur 20 beschriebenen Modulelements 102 ist. Im Unterschied zum Modulelement 102 wird eine hereinrollende Kugel nach Überwinden der Übertotpunktsteilung des Hebels 110'" allerdings nicht vom Auslöser 112' auf ein höheres Niveau gehoben, sondern das hammerartig ausgestaltete Gewicht 116" schlägt von hinten gegen die Kugel und beschleunigt sie in Figur 24 nach rechts.

Figur 25 zeigt ein Modulelement 138 mit einer Kugelfreigabefunktion durch eine andere Kugel. Ähnlich dem Modulelement 102 ist ein Hebel 140 drehbar gelagert, jedoch weist dieser Hebel 140 zwei im rechten Winkel zueinander angeordnete Arme 141, 142 auf. Ein erster Arm 141 ist oberhalb einer Ablauframpe 143 des Modulelements 138 angeordnet und hat eine kreisförmige Öffnung, deren Durchmesser dem Durchmesser einer verwendeten Kugel entspricht. Wie dargestellt kann auf diese Weise eine Kugel durch den ersten Arm 141 am oberen Ende der Ablauframpe 143 festgehalten werden. Ein zweiter, in Figur 25 senkrecht nach unten gerichteter Arm 142 des Hebels 140 trägt einen Auslöser 144. Eine in das Modulelement 138 hereinrollende Kugel trifft auf den Auslöser 144, wodurch der Hebel 140 sich etwas im Gegenuhrzeigersinn dreht und dadurch die vom ersten Arm 141 festgehaltene Kugel freigibt.

Figur 26 zeigt ein Modulelement 146 mit einer Abschussfunktion für eine andere Kugel. Auf dem Modulelement 146 ist eine Abschusseinrichtung 148 mit einem federnd vorgespannten Kolben 150 angeordnet. Links und rechts der Abschusseinrichtung 148 befinden sich auf dem Modulelement 146 zwei Auslöser 152, die durch das Gewicht einer hereinrollenden Kugel niederdrückbar sind, um den vorgespannten Kolben 150 freizugeben. Eine vor dem Kolben 150 befindliche Kugel wird sodann in den anschließenden Kugelbahnabschnitt geschossen.

Figur 27 zeigt ein Modulelement 154 mit einer Drei-Wege-Aufteilungsfunktion. Ähnlich dem mit Bezugnahme auf Figur 16 beschriebenen Modulelement 70 weist auch das Modulelement 154 Kugelbahnabschnitte mit insgesamt Y-förmigem Verlauf auf. Allerdings erstreckt sich zusätzlich der durch den Fuß des Y gebildeten Kugelbahnabschnitt über das gesamte Modulelement 154 hinweg, so dass eine in den Fuß des Y einrollende Kugel in drei verschiedene Richtungen weitergeleitet werden kann. Dies geschieht mittels zweier rechts und links der zentralen Kugelbahn angeordneter Weichenelemente 156, 157, die jeweils einen langen Leitarm 158, 158' und einen kurzen Steuerarm 159, 159' aufweisen, die wie dargestellt gewinkelt zueinander angeordnet sind. Die drehbaren Weichenelemente 156, 157 sind in Figur 27 in einer Stellung wiedergegeben, die sich ergibt, wenn eine erste Kugel das Modulelement 154 bereits durch den rechts unten liegenden Kugelbahnausgang verlassen hat. Die nächstfolgende Kugel wird nun wie dargestellt in den links oben liegenden Kugelbahnausgang des Modulelemente 154 geleitet und stellt dann das Weichenelement 156 in eine den zentralen Durchgang freigebende Stellung.

Figur 28 zeigt ein Modulelement 160 mit einer Glockenfunktion. Hierzu ist eine Klingel 162 auf dem Modulelement 160 so angeordnet, dass der Rand der Klingelkappe in einen Kugelbahnabschnitt 162 ragt, der auf der Oberseite 14 des Modulelements 160 ausgebildet ist. Eine den Kugelbahnabschnitt 162 passierende Kugel schlägt gegen die Klingel 162, so dass ein Glockenklang ertönt.

Figur 29 zeigt ein Modulelement 164 mit einer Kreisverkehrsfunktion. Hierzu ist auf dem Modulelement 164 ein sich kreisringförmig erstreckender Kugelbahnabschnitt 165 ausgebildet, der mit zwei Ausgängen 166, 167 in Verbindung steht. Eine durch einen Ausgang 166 in den kreisförmigen Kugelbahnschnitt 165 eintretende Kugel wird somit im Kreis geführt und verlässt das Modulelement 164 durch den anderen Ausgang 167.

Figur 30 zeigt ein Modulelement 168, auf welchem ein loopingförmiger Kugelbahnabschnitt 170 ausgebildet ist.

Figur 31 zeigt ein Modulelement 172 mit einer Brückenfunktion. Hierzu ist das Modulelement 172 auf seiner Oberseite 14 mit einem sich geradlinig über das gesamte Modulelement erstreckenden Kugelbahnabschnitt 173 versehen und weist ferner einen den Kugelbahnabschnitt 173 brückenartig überquerenden Kugelbahnabschnitt 174 auf.

Figur 32 zeigt ein Modulelement 176 mit einer Zielflaggenfunktion. Hierzu ist eine das Modulelement 176 brückenartig überspannende Zielflagge 178 beidseits eines Zieltrichters 179 drehbar gelagert, an dessen tiefster Stelle sich ein Auslöser 180 befindet. Rollt eine Kugel in den Zieltrichter 179, so drückt sie mit ihrem Gewicht den Auslöser 180 nach unten, wodurch die drehbar gelagerte Zielflagge 178 aus ihrer in Figur 32 gezeigten Position nach oben geschwenkt wird, um anzuzeigen, dass eine Kugel das Ziel erreicht hat. Figur 33 zeigt ein Modulelement 182 mit einer sogenannten Splash-Funktion. Die Funktion dieses Modulelements 182 entspricht der Funktion des mit Bezugnahme auf Figur 13d beschriebenen Funktionseinsatzes 62"'.

Figur 34 zeigt ein Modulelement 184 mit einer sogenannten Räuberleiter-Funktion. Auf dem Modulelement 184 ist ein erster Kugelbahnabschnitt 185 ausgebildet, der unterhalb eines den Kugelbahnabschnitt 185 brückenartig überspannenden Kugelba h na bschnitts 186 endet. In dem brückenartigen Kugelbahnabschnitt 186 befindet sich genau oberhalb des Kugelbahnabschnitts 185 ein kreisförmiges Loch 187, in dem eine den brückenartigen Kugelbahnabschnitt 186 überquerende Kugel normalerweise hängen bleibt. Befindet sich allerdings am Ende des Kugelbahnschnitts 185 eine Kugel, so füllt diese das Loch 187 so weit aus, dass eine den brückenartigen Kugelbahnabschnitt 186 überquerende Kugel weiterrollen kann. Alternativ führt eine in den Kugelbahnabschnitt 185 hereinrollende Kugel dann, wenn sich im Loch 187 schon eine Kugel befindet, dazu, dass diese Kugel von der in den Kugelabschnitt 185 hereinrollenden Kugel "befreit" wird und weiterrollen kann.

Figur 35 zeigt ein Modulelement 188 mit einer sogenannten Lawinenfunktion. Zur Realisierung dieser Funktion ist auf dem Modulelement 188 ein Trichter 190 mit einem Auslauf 192 befestigt, der zu einem Ausgang des Modulelements 188 führt. Zwei Eingänge des Modulelements 188 sind mit jeweils einem Auslöser 194 versehen, der durch das Gewicht einer hereinroilenden Kugel heruntergedrückt werden kann. Eine im Auslauf 192 angeordnete Sperre (nicht gezeigt) wird durch das Herunterdrücken des Auslösers 194 entriegelt, so dass alle sich im Trichter 190 befindlichen Kugeln nach unten fallen und durch den Auslauf 192 in die anschließende Kugelbahn rollen.

Figur 36 zeigt ein Modulelement 196 mit einer Sammel- und Weitergabefunktion. Hierzu ist das Modulelement 196 mit einem drehbar außermittig gelagerten Becher 198 versehen, in den in Figur 36 von links Kugeln von einem höheren Niveau der Kugelbahn hineinfallen können. Sobald eine gewisse Anzahl Kugeln, beispielsweise drei Kugeln, in den Becher 198 gefallen sind, überwindet der Becher 198 seine Totpunktstellung und kippt zur anderen Seite, wodurch die in ihm gesammelten Kugeln in den sich auf einem niedrigeren Niveau befindenden, angrenzenden Kugelbahnschnitt entlassen werden. Figur 37 zeigt ein Modulelement 200 mit einer Impulsfunktion. Hierzu ist auf dem Modulelement 200 ein sich längs erstreckender Stab 202 angeordnet, der über das Modulelement 200 in beide Richtungen hinausragt und in angrenzende Kugelbahnabschnitte reicht. Wird ein Ende des Stabs 202 von einer Kugel getroffen, so pflanzt sich deren Impuls durch den Stab 202 zu dessen entgegengesetztem Ende fort und kann auf eine mit dem entgegengesetzten Ende in Berührung stehende Kugel übertragen werden.

Figur 38 zeigt das Modulelement 200 aus Figur 37 in einer abgewandelten Konfigura- tion. Wieder findet durch den Stab 202 eine Impulsübertragung von einer Kugel auf eine andere Kugel statt, jedoch wird diese Impulsübertragung gemäß Figur 38 durch eine Drehung des Stabs 202 erreicht.