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Title:
MODULAR DEVICE FOR TRACKING A GEOGRAPHICAL POSITION OF AN OBJECT AND/OR A LIVING THING, AND METHOD FOR ACTIVATING AND DEACTIVATING A FLIGHT MODE OF THE DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/106042
Kind Code:
A2
Abstract:
The object of the invention is to design, with particular flexibility, a modular device (100) for tracking a geographical position of an object (31) and/or a living thing, the device (100) being positionable or being attached to or located on or in the object (31) and/or the living thing. To achieve this, according to the invention each of the at least one mechanical connection means (15) of a first housing (12) and of a second housing (13) is designed as a bayonet connection, such that the modules can be mechanically and electrically connected by stacking the two housings (12, 13) one on top of the other in a first position and by subsequently rotating the two housings (12, 13) relative to one another into a second position.

Inventors:
GLAGE, Tina (Hegestraße 40, Hamburg, 20251, DE)
Application Number:
EP2018/082890
Publication Date:
June 06, 2019
Filing Date:
November 28, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SUPERFARI GMBH (Hegestraße 40, Hamburg, 20251, DE)
International Classes:
A01K11/00; A45C13/18
Foreign References:
EP2458399A12012-05-30
DE202009016412U12010-03-18
US20140139334A12014-05-22
US8531290B22013-09-10
US6342836B22002-01-29
Attorney, Agent or Firm:
RGTH PATENTANWÄLTE PARTGMBB (Neuer Wall 10, Hamburg, 20354, DE)
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Claims:
A n s p r ü c h e

1. Vorrichtung (100) zum Nachverfolgen einer geografischen Position eines Gegenstandes (31) und/oder eines Lebewesens, wobei die Vorrichtung (100) an oder in dem Gegenstand (31) und/oder dem Lebewesen anbringbar, angebracht oder angeordnet ist, wobei die Vorrichtung (100) modular aufgebaut ist und mindestens eine Positionsbestimmungseinheit (10) und eine Kommunikationseinheit (24) in einem ersten Gehäuse (12) sowie eine austauschbare Batterieeinheit (11) in einem zweiten Gehäuse (13) aufweist, wobei beide Gehäuse (12, 13) jeweils mehrere elektrische Verbindungsmittel (14) und mindestens ein mechanisches Verbindungsmittel (15) zur gegenseitigen elektrischen und mechanischen Verbindung aufweisen,

dadurch gekennzeichnet,

dass das jeweils mindestens eine mechanische Verbindungsmittel (15) bajonettartig ausgebildet ist, derart, dass die mechanische und elektrische Verbindung durch ein Aufeinandersetzen der beiden Gehäuse (12, 13) in einer ersten Position und eine anschließende Drehbewegung der beiden Gehäuse (12, 13) relativ zueinander in eine zweite Position hergestellt werden.

2. Vorrichtung (100) gemäß Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

dass das mindestens eine mechanische Verbindungsmittel (15) am jeweiligen Gehäuse (12, 13) derart ausgebildet ist und die elektrischen Verbindungsmittel (14) umfänglich umschließt, dass eine wasserdichte Verbindung der beiden Gehäuse (12, 13) hergestellt wird.

3. Vorrichtung (100) gemäß Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass die elektrischen Verbindungsmittel (14) jeweils um ein Zentrum (16) einer Seitenwand des jeweiligen Gehäuses (12, 13) herum angeordnet sind.

4. Vorrichtung (100) gemäß Anspruch 3,

dadurch gekennzeichnet,

dass die elektrischen Verbindungsmittel (14) am jeweiligen Gehäuse (12, 13) in Bezug auf das Zentrum (16) in einem ersten Winkel (17) von 120° zueinander angeordnet sind.

5. Vorrichtung (100) gemäß Anspruch 4,

dadurch gekennzeichnet,

dass die elektrischen Verbindungsmittel (14) am ersten Gehäuse (12) in Bezug auf das Zentrum (16) in einem zweiten Winkel (18) von 30° versetzt zu den korrespondierenden elektrischen Verbindungsmitteln (14) des zweiten Gehäuses (13) angeordnet sein.

6. Vorrichtung (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass das jeweils mindestens eine mechanische Verbindungsmittel (15) um ein Zentrum (16) einer Seitenwand des jeweiligen Gehäuses (12, 13) herum angeordnet ist.

7. Vorrichtung (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass das jeweils mindestens eine mechanische Verbindungsmittel (15) um die elektrischen Verbindungsmittel (14) vollumfänglich herum angeordnet ist.

8. Vorrichtung (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass an einer Seitenwand des jeweiligen Gehäuses (12, 13) mehrere Magnete (19) zur Positionierung der beiden Gehäuse (12, 13) in der ersten Position angeordnet sind.

9. Vorrichtung (100) gemäß Anspruch 8,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Magnete (19) am jeweiligen Gehäuse (12, 13) zwischen zwei Platten angeordnet sind.

10. Vorrichtung (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die elektrischen Verbindungsmittel (14) über Federbügel (20) im ersten Gehäuse (12) mit Kontakten auf einer Leiterplatte der Positionsbestimmungseinheit (10) und/oder der Kommunikationseinheit (24) elektrisch verbunden sind.

11. Vorrichtung (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Vorrichtung (100) eine Funktionseinheit (22) in einem weiteren Gehäuse (21) mit mehreren elektrischen Verbindungsmitteln (14) und mindestens einem mechanischen Verbindungsmittel (15) aufweist, wobei das weitere Gehäuse (21) zwischen dem ersten Gehäuse (12) und dem zweiten Gehäuse (13) anordbar oder angeordnet ist.

12. Vorrichtung (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Vorrichtung (100) mindestens einen Sensor (25) aufweist, welcher im ersten Gehäuse (12) angeordnet ist.

13. Vorrichtung (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Vorrichtung (100) eine Verbindungseinheit (23) in einem weiteren Gehäuse (21) mit mehreren elektrischen Verbindungsmitteln (14) und mindestens einem mechanischen Verbindungsmittel (15) aufweist, wobei das weitere Gehäuse (21) mit dem ersten Gehäuse (12) und/oder dem zweiten Gehäuse (13) verbindbar oder verbunden ist.

14. Vorrichtung (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass mindestens eines der elektrischen Verbindungsmittel (14) zur Datenübertragung ausgebildet ist, wobei dadurch ein Datenbus zur Datenübertragung zwischen den einzelnen Modulen ausgebildet wird.

15. System (200) zum Nachverfolgen einer geografischen Position mehrerer Gegenstände (31) und/oder mehrerer Lebewesen mit einer Vorrichtung (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das System (200) mehrere Kopplungsmodule (26) aufweist, welche jeweils eine Nahfeldkommunikationseinheit (27) zum Senden von Signalen an eine Kommunikationseinheit (24) der Vorrichtung (100) aufweisen. lö.Verfahren zum Aktivieren und Deaktivieren eines Flugmodus, wobei im Flugmodus eine Positionsbestimmungseinheit (10) und eine Kommunikationseinheit (24) einer Vorrichtung (100) abgeschaltet werden, wobei das Verfahren zumindest die folgenden Schritte aufweist:

a) Bestimmen der aktuellen geografischen Position der Vorrichtung (100) mittels der Positionsbestimmungseinheit (10); und

b) Vergleichen der aktuellen geografischen Position mit vorgegebenen Flughafenpositionsdaten und Aktivieren eines Flughafenmodus falls sich die aktuelle geografische Position im Bereich eines Flughafens befindet; und c) Abschalten der Positionsbestimmungseinheit (10) und der Kommunikationseinheit (24) falls der Flughafenmodus aktiviert ist und eine weitere vorgegebene Bedingung erfüllt ist; und

d) Bestimmen einer Geschwindigkeit und/oder einer Beschleunigung einer Bewegung der Vorrichtung (100); und

e) Aktivieren der Positionsbestimmungseinheit (10) und der Kommunikationseinheit (24), falls die in Schritt d) ermittelte Geschwindigkeit und/oder Beschleunigung über eine vorgegebene Zeitspanne eine vorgegebene Schwelle unterschreitet.

17. Verfahren gemäß Anspruch 16,

dadurch gekennzeichnet,

dass die weitere vorgegebene Bedingung erfüllt ist, falls vom Zeitpunkt der Aktivierung des Flughafenmodus eine vorgegebene Zeitspanne verstrichen ist.

18. Verfahren gemäß Anspruch 16 oder 17,

dadurch gekennzeichnet,

dass die weitere vorgegebene Bedingung erfüllt ist, falls eine Geschwindigkeit und/oder eine Beschleunigung einer Bewegung der Vorrichtung (100) über einen vorgegebenen Zeitraum eine vorgegebene Schwelle überschreitet.

19. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 16 bis 18,

dadurch gekennzeichnet,

dass im Flughafenmodus ein Batterietyp einer Batterieeinheit (11) der Vorrichtung (100) ermittelt wird, wobei nach Ablauf einer vorgegebenen Zeitspanne die Positionsbestimmungseinheit (10) sowie die Kommunikationseinheit (24) oder die gesamte Vorrichtung (100) abgeschaltet wird, falls der Batterietyp einem vorgegebenen Batterietyp entspricht.

20. Vorrichtung (100) zum Nachverfolgen einer geografischen Position eines Gegenstandes (31) und/oder eines Lebewesens, wobei die Vorrichtung (100) an oder in dem Gegenstand (31) und/oder dem Lebewesen anbringbar, angebracht oder angeordnet ist,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Vorrichtung (100) zum Aktivieren und Deaktivieren eines Flugmodus gemäß einem Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 19 ausgebildet ist.

21. Vorrichtung (100) gemäß Anspruch 20,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Vorrichtung (100) einen Speicher aufweist, auf welchem die vorgegebenen Flughafenpositionsdaten abgespeichert sind.

22. Vorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 20 oder 21,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Vorrichtung (100) zum Nachverfolgen der geografischen Position des Gegenstandes (31) und/oder des Lebewesens gemäß einem der Ansprüche 1 bis 14 ausgebildet ist.

Description:
Modulare Vorrichtung zum Nachverfolgen einer geografischen Position eines Gegenstandes und/oder eines Lebewesens sowie Verfahren zum Aktivieren und Deaktivieren eines Flugmodus der Vorrichtung

Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Nachverfolgen einer geografischen Position eines Gegenstandes und/oder eines Lebewesens, wobei die Vorrichtung an oder in dem Gegenstand und/oder dem Lebewesen anbringbar, angebracht oder angeordnet ist. Die Vorrichtung ist modular aufgebaut und weist mindestens eine Positionsbestimmungseinheit in einem ersten Gehäuse sowie eine austauschbare Batterieeinheit in einem zweiten Gehäuse auf. Beide Gehäuse weisen jeweils mehrere elektrische Verbindungsmittel und mindestens ein mechanisches Verbindungsmittel zur gegenseitigen Verbindung auf.

Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Aktivieren und Deaktivieren eines Flugmodus, wobei im Flugmodus eine Positionsbestimmungseinheit und eine Kommunikationseinheit einer Vorrichtung abgeschaltet werden.

Vorrichtungen zum Nachverfolgen einer geografischen Position eines Gegenstandes und/oder eines Lebewesens finden in vielen Bereichen Anwendung. Beispielsweise können derartige Vorrichtungen an Gepäckstücke angebracht werden, um nachzuverfolgen, wo sich das Gepäckstück befindet.

Gerade bei Verwendung derartiger Vorrichtungen zum Nachverfolgen einer geografischen Position eines Gepäckstückes ist es wichtig, dass diese Vorrichtung auch zusammen mit dem Gepäckstück in einem Flugzeug transportiert werden kann. Hierzu müssen einige gesetzliche beziehungsweise sicherheitsrelevante Bestimmungen eingehalten werden. Vorrichtungen zum Nachverfolgen einer geografischen Position weisen zum einen in der Regel eine

Positionsbestimmungseinheit, beispielsweise einen GPS-Empfänger auf. Des Weiteren senden derartige Vorrichtungen Signale und Informationen, beispielsweise die ermittelte geografische Position, mittels einer Kommunikationseinheit, beispielsweise eines Mobilfunk-Senders, an einen Empfänger. Aus sicherheitsrelevanten Aspekten dürfen derartige Sendeeinheiten wie die Positionsbestimmungseinheit und die Kommunikationseinheit während Start, Flug und Landung nicht in Betrieb sein.

Stand der Technik

In der EP 2 458 399 Al wird ein Verfahren zum Detektieren und Ausgeben der aktuellen Position eines Gegenstandes beschrieben. Dabei werden satellitengestützte Ortungssignale empfangen und daraus aktuelle Positionsdaten ermittelt. Mittels Funkübertragung werden die ermittelten Positionsdaten an eine Basisstation übermittelt. Des Weiteren beschreibt die EP 2 458 399 Al einen Flugmodus, wobei das sendende Modul abgeschaltet wird, falls keine GPS-Koordinaten empfangen werden.

Die DE 20 2009 016 412 Ul beschreibt GPS-gestützte Taschen, Schulranzen, Rucksäcke und Koffer mit einem modularen Aufbau.

In der US 2014/0139334 Al wird eine Vorrichtung zum Nachverfolgen von Gepäckstücken mit einem Flugmodus beschrieben, wobei über eine Druck-, Beschleunigungs- oder Geschwindigkeitsmessung erkannt wird, ob sich das Gepäckstück beziehungsweise die Vorrichtung zusammen mit dem Gepäckstück in einem Flugzeug befindet.

Die US 8,531,290 beschreibt ebenfalls eine Vorrichtung zum Nachverfolgen von Gepäckstücken mit einem Flugmodus. Zur Aktivierung des Flugmodus beziehungsweise zum Abschalten einer Kommunikationseinheit der Vorrichtung wird die Bewegung des Gepäckstücks ermittelt.

In der US 6,342,836 wird eine Vorrichtung zum Nachverfolgen von Gepäckstücken vorgeschlagen, wobei für ein Flugprofil typische Beschleunigungsmuster, Vibrationen oder Druckinformationen erkannt werden und die Vorrichtung dadurch in den Flugmodus gesetzt werden kann. Darstellung der Erfindung: Aufgabe, Lösung, Vorteile

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es zum einen eine Vorrichtung zum Nachverfolgen einer geografischen Position eines Gegenstandes und/oder eines Lebewesens, wobei die Vorrichtung an oder in dem Gegenstand und/oder dem Lebewesen anbringbar, angebracht oder angeordnet ist, modular aufzubauen, damit in möglichst einfacher Weise einzelne Module, insbesondere eine Batterieeinheit, der Vorrichtung ausgetauscht werden können.

Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung zum Nachverfolgen einer geografischen Position eines Gegenstandes und/oder eines Lebewesens, wobei die Vorrichtung an oder in dem Gegenstand und/oder dem Lebewesen anbringbar, angebracht oder angeordnet ist. Die Vorrichtung ist modular aufgebaut und weist zumindest zwei separate Module in jeweils einem separaten Gehäuse auf. Die Vorrichtung weist mindestens eine Positionsbestimmungseinheit und eine Kommunikationseinheit in einem ersten Gehäuse sowie eine austauschbare Batterieeinheit in einem zweiten Gehäuse auf. Ein erstes Modul weist somit zumindest die Positionsbestimmungseinheit und die Kommunikationseinheit in dem ersten Gehäuse und ein zweites Modul die austauschbare Batterieeinheit in dem zweiten Gehäuse auf.

Beide Gehäuse weisen jeweils mehrere elektrische Verbindungsmittel und mindestens ein mechanisches Verbindungsmittel zur gegenseitigen elektrischen beziehungsweise mechanischen Verbindung auf. Das jeweils mindestens eine mechanische Verbindungsmittel ist erfindungsgemäß bajonettartig ausgebildet, derart, dass die mechanische und elektrische Verbindung durch ein Aufeinandersetzen beziehungsweise Aufeinanderstecken der beiden Gehäuse beziehungsweise Module in einer ersten Position und durch eine anschließende Drehbewegung der beiden Gehäuse beziehungsweise Module relativ zueinander in eine zweite Position hergestellt werden.

Bei den nachzuverfolgenden Gegenständen kann es sich beispielsweise um Gepäckstücke, Fahrzeuge oder Pakete handeln. Ferner können mit der Vorrichtung Lebewesen, zum Beispiel Menschen oder Tiere, nachverfolgt werden. Hierfür könnte die Vorrichtung zum Beispiel an einem Kleidungsstück oder einer Tasche eines Menschen, beispielsweise eines Kindes, angebracht werden. Des Weiteren könnte die Vorrichtung beispielsweise an einem Halsband für ein Haustier angebracht werden.

Die Positionsbestimmungseinheit weist Mittel zur Ermittlung der aktuellen geografischen Position der Vorrichtung auf. Beispielsweise kann die Positionsbestimmungseinheit hierfür einen GPS-Empfänger, ein Magnetometer, ein Mobilfunk-Modul, ein Bluetooth LE-Empfänger in Kombination mit einem in einem Gebäude befindlichen Bluetooth LE-Beacon oder ähnliches aufweisen. Die mittels der Positionsbestimmungseinheit ermittelten geografischen Positionsdaten werden über die Kommunikationseinheit, beispielsweise über einen Mobilfunk-Sender oder ein Bluetooth-Modul, übermittelt. Die übermittelten Daten können von einem Empfänger, beispielsweise ein Handy, ein Smartphone, ein Tablet oder einem Computer, empfangen und ausgelesen werden.

Das erste Modul, welches zumindest die Positionsbestimmungseinheit und die Kommunikationseinheit aufweist, wird über die austauschbare Batterieeinheit, nämlich das zweite Modul, mit Strom beziehungsweise elektrischer Spannung versorgt. Die Vorrichtung ist modular aufgebaut, sodass die zumindest zwei Module in separaten Gehäusen, nämlich dem ersten Gehäuse und dem zweiten Gehäuse angeordnet sind. Die Vorrichtung kann noch weitere Module in weiteren Gehäusen aufweisen.

Unter einer mechanischen Verbindung ist erfindungsgemäß eine mechanische Kopplung beziehungsweise eine feste und stabile, aber lösbare Verbindung zu verstehen. Unter einer elektrischen Verbindung ist eine elektrische Kopplung beziehungsweise eine elektrische Kontaktierung der gegenseitigen elektrischen Verbindungsmittel zu verstehen.

Erfindungsgemäß sind die elektrischen Verbindungsmittel separat zu dem mindestens einen mechanischen Verbindungsmittel ausgebildet und am jeweiligen Gehäuse angeordnet. Die elektrische und mechanische Verbindung beziehungsweise Kopplung der beiden Module beziehungsweise Gehäuse wird erfindungsgemäß in zwei hintereinander folgenden Schritten, nämlich ein Aufeinandersetzen beziehungsweise Aufeinanderstecken der beiden Module in einer ersten Position und eine anschließende Drehbewegung der beiden Module beziehungsweise Gehäuse relativ zueinander in eine zweite Position hergestellt. Beim Aufeinandersetzen beziehungsweise Aufeinanderstecken der beiden Module wird eine formschlüssige Verbindung zwischen den jeweiligen bajonettartig ausgebildeten mechanischen Verbindungsmitteln hergestellt. Beispielsweise kann das mechanische Verbindungsmittel am ersten Gehäuse als Vertiefung beziehungsweise Nut und das bajonettartige Verbindungsmittel am zweiten Gehäuse als korrespondierende Erhebung ausgebildet sein, sodass beim Aufeinandersetzen beziehungsweise Aufeinanderstecken der beiden Gehäuse die Erhebung in die Nut eingesetzt wird. Die jeweiligen korrespondierenden elektrischen Verbindungsmittel der beiden Module sind versetzt zueinander angeordnet, so dass in dieser ersten Position noch keine elektrische Verbindung hergestellt wird.

Durch die anschließende Drehbewegung der beiden Module beziehungsweise Gehäuse relativ zueinander werden die beiden Module um einen vorgegebenen Winkel, bevorzugterweise um 90°, relativ zueinander gedreht, wobei die mechanischen Verbindungsmittel so ausgebildet beziehungsweise geformt sind, dass bei dieser Drehbewegung eine kleine Kraft überwunden werden muss, um ein Verrasten der beiden Module beziehungsweise Gehäuse zu erzielen, damit eine feste, stabile, aber lösbare Verbindung zwischen den beiden Modulen beziehungsweise Gehäusen hergestellt wird. Die elektrischen Verbindungsmittel der beiden Module werden durch den zweiten Schritt, nämlich die Drehbewegung, in Position beziehungsweise in gegenseitigen Kontakt gebracht. Somit wird erfindungsgemäß sowohl die mechanische sowie auch die elektrische Verbindung beziehungsweise Kopplung durch die beiden aufeinander folgenden Schritte hergestellt.

Die einzelnen Gehäuse der Module können grundsätzlich jede hierfür geeignete Form aufweisen. Bevorzugterweise weisen die Gehäuse aber eine quadratische Grundform auf, wobei jedes Gehäuse dieselbe Seitenlänge besitzt.

Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Nachverfolgen einer geografischen Position eines Gegenstandes und/oder eines Lebewesens können Module in einfacher, aber auch sicherer Weise ausgetauscht beziehungsweise gewechselt werden. Zum Beispiel ist es in einfacher Weise möglich, die Batterieeinheit zu tauschen. Hierfür kann das erste Modul mit unterschiedlichen Batterieeinheiten verbunden werden. Zum Beispiel kann eine lithiumbasierte Batterieeinheit für alltägliche Anwendungen verwendet werden. Wird die Vorrichtung zum Nachverfolgen einer geografischen Position eines Gepäckstückes verwendet, kann zum Beispiel eine Nickel-Metall-Hydrid oder ähnlich basierte Batterieeinheit verwendet werden, welche aufgrund gesetzlicher Bestimmungen auch in Flugzeugen verwendet werden kann.

Das mindestens eine mechanische Verbindungsmittel am jeweiligen Gehäuse ist bevorzugterweise derart ausgebildet und umschließt bevorzugterweise die elektrischen Verbindungmittel umfänglich, damit eine wasserdichte Verbindung der beiden Gehäuse beziehungsweise Module hergestellt wird. Hierunter ist zu verstehen, dass das mechanische Verbindungsmittel und die elektrischen Verbindungsmittel am jeweiligen Gehäuse derart ausgebildet und zueinander angeordnet sind, dass ein Eindringen von Flüssigkeit ins Innere des Gehäuses, insbesondere im Bereich der elektrischen Verbindungsmittel, vermieden wird.

Bevorzugterweise sind die elektrischen Verbindungsmittel jeweils um ein Zentrum einer Seitenwand des jeweiligen Gehäuses herum angeordnet. Die elektrischen Verbindungsmittel können als Kontakte beziehungsweise Pins ausgebildet und gleichmäßig verteilt um das Zentrum herum angeordnet sein. Dabei sind die einzelnen elektrischen Verbindungsmittel bevorzugterweise jeweils in einem identischen Abstand zu dem Zentrum und/oder in einem identischen Abstand zueinander angeordnet.

Auch ist bevorzugterweise vorgesehen, dass die elektrischen Verbindungsmittel am jeweiligen Gehäuse in Bezug auf das Zentrum in einem ersten Winkel von 120° zueinander angeordnet sind. Somit sind bevorzugterweise jeweils genau drei elektrische Verbindungsmittel an einem Modul vorgesehen.

Bevorzugterweise sind die elektrischen Verbindungsmittel am ersten Gehäuse in Bezug auf das Zentrum in einem zweiten Winkel von 30° versetzt zu den korrespondierenden elektrischen Verbindungsmittel des zweiten Gehäuses beziehungsweise Moduls angeordnet. Hierunter ist zu verstehen, dass die elektrischen Verbindungsmittel der beiden Module beziehungsweise Gehäuse in Drehrichtung beziehungsweise Umfangsrichtung um 30° versetzt zueinander sind. Dadurch wird erreicht, dass beim Aufeinandersetzen der beiden Module beziehungsweise Gehäuse in einer ersten Position die jeweiligen elektrischen Verbindungsmittel noch nicht in elektrischen Kontakt gebracht werden, sondern erst durch eine Drehung der beiden Module beziehungsweise Gehäuse relativ zueinander um einen Winkel von exakt 90° der elektrische Kontakt hergestellt wird.

Bevorzugterweise ist das jeweils mindestens eine mechanische Verbindungsmittel um ein Zentrum einer Seitenwand des jeweiligen Gehäuses herum angeordnet. Besonders bevorzugterweise ist das mindestens eine mechanische Verbindungsmittel ringförmig beziehungsweise kreisförmig ausgebildet, wobei das Zentrum im Mittelpunkt des kreisförmigen beziehungsweise ringförmigen mechanischen Verbindungsmittels angeordnet ist. Das ringförmige mechanische Verbindungsmittel kann als Vertiefung beziehungsweise Nut oder als Erhebung ausgebildet sein. An einem der beiden Gehäuse ist das mechanische Verbindungsmittel als Vertiefung beziehungsweise Nut und am anderen Gehäuse als korrespondierende Erhebung ausgebildet. Besonders bevorzugterweise können mehrere konzentrisch zueinander angeordnete ringförmig ausgebildete mechanische Verbindungsmittel an einem Modul beziehungsweise Gehäuse angeordnet sein. Dadurch lassen sich verschiedene Kombinationsmöglichkeiten einzelner Module realisieren und gleichzeitig sicherstellen, dass nur dafür vorgesehene Module miteinander kombiniert beziehungsweise zusammengefügt werden können. Bevorzugterweise sind an einem Modul beziehungsweise Gehäuse zwischen ein und drei ringförmig ausgebildete mechanische Verbindungsmittel angeordnet.

Des Weiteren ist bevorzugterweise vorgesehen, dass das jeweils mindestens eine mechanische Verbindungsmittel um die elektrischen Verbindungsmittel vollumfänglich herum angeordnet ist. Das mindestens eine mechanische Verbindungsmittel umschließt somit das Zentrum sowie auch die mehreren elektrischen Verbindungsmittel vollumfänglich. Dabei sind die elektrischen Verbindungsmittel in Vergleich zu dem mindestens einen mechanischen Verbindungsmittel relativ nahe am gemeinsamen Zentrum angeordnet. Der radiale Abstand zwischen einem der elektrischen Verbindungsmittel und dem mindestens einen mechanischen Verbindungsmittel ist dabei größer, besonders bevorzugterweise mehr als doppelt so groß, sowie ganz besonders bevorzugterweise mindestens dreimal so groß, wie der radiale Abstand zwischen dem gemeinsamen Zentrum und dem jeweiligen elektrischen Verbindungsmittel. Auch ist bevorzugterweise vorgesehen, dass an einer Seitenwand des jeweiligen Gehäuses mehrere Magnete zur Positionierung der beiden Gehäuse in der ersten Position angeordnet sind. Hierdurch wird das Aufeinandersetzen in der ersten Position erleichtert. Obwohl in der ersten Position zwischen den jeweiligen mechanischen Verbindungsmitteln zwar bereits ein Formschluss, aber noch keine feste Verbindung beziehungsweise noch kein Kraftschluss, hergestellt wird, können durch das Vorsehen der Magnete beide Gehäuse in der ersten Position gehalten werden. Somit ist eine leichte Fixierung in der ersten Position vor der Drehbewegung beziehungsweise dem Herstellen der mechanischen festen Verbindung möglich. Besonders bevorzugterweise sind pro Modul beziehungsweise Gehäuse jeweils vier Magnete in den Eckbereichen einer Seitenwand angeordnet.

Die Magnete sind bevorzugterweise am jeweiligen Gehäuse zwischen zwei Platten angeordnet. Dabei ist vorzugsweise vorgesehen, dass ein Gehäuse eine innere Ringplatte und eine äußere Ringplatte zur Ausbildung der ringförmigen bajonettartigen mechanischen Verbindungsmittel aufweist. Beide Ringplatten sind dabei aufeinandergesetzt. Zwischen den beiden Ringplatten sind vorzugsweise in den Eckbereichen die Magnete angeordnet.

Ferner sind die elektrischen Verbindungsmittel bevorzugterweise über Federbügel im ersten Gehäuse mit Kontakten auf einer Leiterplatte der Positionsbestimmungseinheit und/oder der Kommunikationseinheit elektrisch verbunden. Über die Federbügel wird somit die elektrische Kontaktierung innerhalb des Gehäuses realisiert. Dabei ist besonders bevorzugterweise für jedes einzelne elektrische Verbindungsmittel ein separater Federbügel innerhalb des Gehäuses angeordnet. Ganz besonders bevorzugterweise sind genau drei elektrische Verbindungsmittel und somit genau drei separate Federbügel innerhalb eines Gehäuses angeordnet und verbinden die jeweiligen elektrischen Verbindungsmittel mit den Kontakten auf einer Leiterplatte im Inneren des Gehäuses. Alle im Inneren des Gehäuses angeordneten Federbügel sind besonders bevorzugterweise identisch ausgebildet. Jeder einzelne Federbügel weist im Wesentlichen drei Schenkel auf, wobei jeweils benachbarte Schenkel in einem 90°- Winkel zueinander angeordnet sind. Optional weist die Vorrichtung einen Verschlussmechanismus auf, um ein Trennen der beiden Gehäuse nach dem Verbinden zu verhindern. Hierzu kann im ersten Gehäuse ein in axialer Richtung bewegbarer beziehungsweise verschiebbarer erster Stift angeordnet sein. Im zweiten Gehäuse ist ebenfalls ein in axialer Richtung bewegbarer beziehungsweise verschiebbarer zweiter Stift angeordnet. Beide Stifte werden mittels im Inneren der Gehäuse angeordneter Haltemittel in axialer Richtung positioniert beziehungsweise gehalten. Das Haltemittel ist bevorzugterweise als Magnet ausgebildet oder weist zumindest einen Magneten auf. Der erste Stift wird vom Haltemittel im ersten Gehäuse nach außen gedrückt, damit der erste Stift vor dem Verbinden der beiden Gehäuse abschnittsweise aus dem ersten Gehäuse herausragt. Der zweite Stift wird dagegen vom Haltemittel im zweiten Gehäuse, vorzugsweise vollständig innerhalb des zweiten Gehäuses gehalten. Hierfür sind besonders bevorzugterweise nicht nur die Haltemittel, sondern auch beide Stifte als Magnete ausgebildet.

Beim Aufeinandersetzen der beiden Gehäuse wird dem Haltemittel im ersten Gehäuse eine mechanische Kraft entgegengerichtet, so dass der erste Stift in das erste Gehäuse hineingedrückt wird. Durch die anschließende Drehbewegung der beiden Gehäuse relativ zueinander, werden der erste Stift und der zweite Stift axial zueinander ausgerichtet. Hierunter ist zu verstehen, dass die beiden Stifte durch die Drehbewegung entlang einer axialen Linie ausgerichtet werden. Dabei wird der erste Stift wieder vom Haltemittel im ersten Gehäuse nach außen und somit gegen den zweiten Stift gedrückt. Bevorzugterweise weist das erste Haltemittel eine stärkere Haltekraft, zum Beispiel Magnetkraft, als das zweite Haltemittel auf. Dadurch wird der erste Stift abschnittsweise in das zweite Gehäuse hineingedrückt, wobei der erste Stift den zweiten Stift abschnittsweise aus dem zweiten Gehäuse herausdrückt. Dadurch, dass der erste Stift abschnittsweise in das zweite Gehäuse hineingedrückt wird, ist die Verbindung der beiden Gehäuse mechanisch verriegelt. Die Gehäuse lassen sich somit nicht mehr relativ zueinander verdrehen.

Durch ein manuelles Hineindrücken des zweiten Stiftes in das zweite Gehäuse wird der erste Stift wieder vollständig in das erste Gehäuse hineingedrückt. Dabei wird die Verriegelung gelöst und die beiden Gehäuse lassen sich wieder relativ zueinander verdrehen, so dass die Bajonettverbindung gelöst werden kann. Besonders bevorzugterweise weist die Vorrichtung ein Blockiermittel auf um ein Zurückdrücken des ersten Stiftes zu verhindern. Das Blockiermittel kann hierfür beispielsweise einen Spindelmotor und eine damit verbundene Platte aufweisen. Mittels des Spindelmotors kann die Platte derart über dem ersten Stift angebracht werden, dass ein Zurückschieben blockiert und verhindert wird.

Bevorzugterweise ist im ersten Gehäuse eine flexible Membran angeordnet, die der Bewegung des ersten Stifts folgt und ein Eindringen von Flüssigkeiten entlang des ersten Stifts in das erste Gehäuse hinein verhindert.

Des Weiteren ist bevorzugterweise vorgesehen, dass die Vorrichtung eine Funktionseinheit in einem weiteren Gehäuse mit mehreren elektrischen Verbindungsmitteln und mindestens einem mechanischen Verbindungsmittel aufweist, wobei das weitere Gehäuse zwischen dem ersten Gehäuse und dem zweiten Gehäuse anordbar oder angeordnet ist. Somit ist bevorzugterweise ein drittes Modul vorgesehen, wobei das erste Modul mit der Positionsbestimmungseinheit und der Kommunikationseinheit, das zweite Modul mit der Batterieeinheit und das dritte Modul mit der Funktionseinheit in einer Sandwichanordnung aufeinander gesteckt beziehungsweise aneinander angeordnet sein können. Das weitere Gehäuse für das zusätzliche Modul mit der Funktionseinheit weist wie auch das erste Modul und das zweite Modul mehrere elektrische Verbindungsmittel und mindestens ein mechanisches Verbindungsmittel auf. Ganz besonders bevorzugterweise sind dabei mehrere elektrische Verbindungsmittel und mindestens ein mechanisches Verbindungsmittel an je zwei einander gegenüberliegenden Seitenwänden des weiteren Gehäuses angeordnet, sodass es in einfacher Weise zwischen dem ersten Gehäuse und dem zweiten Gehäuse angeordnet und mit diesen verbunden werden kann. Die Funktionseinheit kann unterschiedliche Funktionen aufweisen. Beispielsweise kann die Funktionseinheit einen Lautsprecher, ein Mikrophon, ein Kameramodul, ein Messsystem oder Sensoren jeglicher Art aufweisen.

Alternativerweise oder zusätzlich kann die Vorrichtung mindestens einen Sensor aufweisen, welcher zusammen mit der Positionsbestimmungseinheit und der Kommunikationseinheit im ersten Gehäuse angeordnet ist. Als Beispiele von Sensoren für die Funktionseinheit und/oder das erste Modul im ersten Gehäuse sind Beschleunigungssensoren, Gyroskopsensoren, Temperatursensoren und Drucksensoren.

Bevorzugterweise ist das erste Modul im ersten Gehäuse mit der Positionsbestimmungseinheit und der Kommunikationseinheit sowie bevorzugterweise einem Sensor als Master-Modul ausgebildet. Ausgehend vom Master-Modul weist die Vorrichtung mindestens einen Datenbus zur Übertragung von Daten beziehungsweise Signalen auf, wobei der Datenbus durch mindestens eines der elektrischen Verbindungsmittel realisiert wird. Somit können beispielsweise Daten von einem Modul zum nächsten Modul über den Datenbus übertragen werden.

Die Vorrichtung weist ferner bevorzugterweise eine Verbindungseinheit in einem weiteren Gehäuse mit mehreren elektrischen Verbindungsmitteln und mindestens einem mechanischen Verbindungsmittel auf, wobei das weitere Gehäuse mit dem ersten Gehäuse oder dem zweiten Gehäuse verbindbar oder verbunden ist. Die Verbindungseinheit kann als sogenannte Abschlusseinheit und zur mechanischen Verbindung mit dem nachzuverfolgenden Gegenstand oder dem nachzuverfolgenden Lebewesen dienen. Die Verbindungseinheit bildet somit ein weiteres separates Modul, welches in einem weiteren beziehungsweise separaten Gehäuse angeordnet ist. Dieses weitere Gehäuse weist wiederum zumindest an einer Seitenwand mehrere elektrische Verbindungsmittel und mindestens ein mechanisches Verbindungsmittel auf. Ferner weist die Verbindungseinheit bevorzugterweise einen Abschlusswiderstand in Form eines elektrischen Widerstandes auf, welcher den vom Master-Modul ausgehenden Datenbus abschließt. Der Abschlusswiderstand kann fest, individuell für das jeweilige Modul vorgegeben oder individuell einstellbar sein. Beispielsweise kann mittels des Abschlusswiderstandes erkannt werden, ob die Vorrichtung mittels der Verbindungseinheit an dem nachzuverfolgenden Gegenstand oder dem Lebewesen richtig angeordnet ist. Des Weiteren kann mittels eines individuellen Abschlusswiderstandes erkannt werden, um welchen Gegenstand beziehungsweise welches Lebewesen es sich genau handelt. Somit können individuelle Funktionen je nach nachzuverfolgendem Gegenstand und/oder Lebewesen durchgeführt werden. Erfindungsgemäß ist ferner ein System zum Nachverfolgen einer geografischen Position mehrerer Gegenstände und/oder mehrerer Lebewesen mit einer vorbeschriebenen Vorrichtung vorgesehen. Das System weist hierfür erfindungsgemäß mehrere Kopplungsmodule beziehungsweise Maschennetzmodule auf, welche jeweils eine Nahfeldkommunikationseinheit zum Senden von Signalen an eine Kommunikationseinheit der vorbeschriebenen Vorrichtung aufweisen. Die Kopplungsmodule haben somit bevorzugterweise keine eigene Positionsbestimmungseinheit und/oder Kommunikationseinheit zur Übermittlung von Daten über eine größere Entfernung. Bevorzugterweise handelt es sich bei den Kopplungsmodulen um sogenannte Low-Power-Einheiten. Als Nahfeldkommunikationseinheit dient bevorzugterweise eine Bluetooth LE-Einheit, welche Signale an die vorbeschriebene Vorrichtung, welche im erfindungsgemäßen System als Master dient, im Umfeld sendet. Somit bestimmt die vorbeschriebene Vorrichtung als Master nicht nur dessen eigene Position mittels dessen Positionsbestimmungseinheit, sondern sammelt auch Informationen zu beziehungsweise von den einzelnen Kopplungsmodulen im Umfeld beziehungsweise Nahfeld und ermittelt somit die Position von weiteren Gegenständen und/oder Lebewesen, an welchen die Kopplungsmodule angeordnet sind. Die vorbeschriebene Vorrichtung beziehungsweise das Master-Modul kann dessen Positionsdaten dann zusammen mit Informationen bezüglich der Kopplungsmodule im Umfeld der Vorrichtung an einen Empfänger schicken. Das Master Modul kann auch Positionsdaten mittels einer in der Nähe befindlichen, festangebrachten Bluetooth LE Beacon Einheit übermitteln, um die Genauigkeit seiner eigenen Ortung und die der Kopplungsmodule zu verbessern.

Beispielanwendungen für derartige Systeme sind das Bestimmen von Positionen mehrerer Spieler auf einem Sportplatz, das Bestimmen von Positionen einzelner Schüler in der Schule, zum Beispiel im Klassenzimmer, das Nachverfolgen von Gepäckstücken innerhalb von Flughafeneinrichtungen und das Verfolgen von einzelnen Servicewägen eines Cateringsystems. Grundsätzlich ist das vorbeschriebene System auch für zahlreiche weitere Anwendungen einsetzbar. Ein solches System besteht somit immer aus mindestens einem Master-Modul, welches gemäß einer vorbeschriebenen Vorrichtung ausgebildet ist und mehreren Kopplungsmodulen, welche jeweils mindestens eine Nahfeldkommunikationseinheit aufweisen und darüber Signale an das Master-Modul senden. Die Gegenstände oder Lebewesen, an denen diese Kopplungsmodule angeordnet sind, können somit nachverfolgt werden beziehungsweise dessen geografische Position nachverfolgt werden, so lange sie sich im Umfeld des Master-Moduls befinden. Es kann somit auch erkannt werden, wenn eines der Kopplungsmodule sich aus dem Umfeld herausbewegt beziehungsweise entfernt.

Erfindungsgemäß ist ferner ein Verfahren zum Aktivieren und Deaktivieren eines Flugmodus vorgesehen, wobei im Flugmodus eine Positionsbestimmungseinheit und eine Kommunikationseinheit einer Vorrichtung abgeschaltet werden. Das Verfahren weist dabei zumindest die folgenden Schritte auf: a) Bestimmen der aktuellen geografischen Position der Vorrichtung mittels der Positionsbestimmungseinheit; und

b) Vergleichen der aktuellen geografischen Positionen mit vorgegebenen Flughafenpositionsdaten und Aktivieren eines Flughafenmodus, falls sich die aktuelle geografische Position im Bereich eines Flughafens befindet; und c) Abschalten der Positionsbestimmungseinheit und der Kommunikationseinheit, falls der Flughafenmodus aktiviert ist und eine weitere vorgegebene Bedingung erfüllt ist; und

d) Bestimmen einer Geschwindigkeit und/oder einer Beschleunigung einer Bewegung der Vorrichtung; und

e) Aktivieren der Positionsbestimmungseinheit und der Kommunikationseinheit, falls die in Schritt d) ermittelte Geschwindigkeit und/oder Beschleunigung über eine vorgegebene Zeitspanne eine vorgegebene Schwelle unterschreitet.

Bei der Vorrichtung handelt es sich bevorzugterweise um eine Vorrichtung zum Nachverfolgen einer geografischen Position eines Gegenstandes und/oder eines Lebewesens. Ganz besonders bevorzugterweise handelt es sich dabei um eine Vorrichtung zum Nachverfolgen von Gepäckstücken oder Fracht. Mittels der Positionsbestimmungseinheit, welche beispielsweise als GPS-Empfänger oder Mobilfunk-Ortung ausgebildet sein kann oder einen solchen aufweist, ermittelt die Vorrichtung dessen aktuelle geografische Position. Mittels der Kommunikationseinheit wird die aktuelle ermittelte geografische Position an einen Empfänger, beispielsweise ein Flandy, Smartphone, Tablet oder einen Computer gesendet. Somit kann ein Nutzer beziehungsweise eine Person ständig nachverfolgen, wo sich beispielsweise das Gepäckstück zur Zeit befindet.

Erfindungsgemäß ist die Aktivierung des Flugmodus, in welchem die Positionsbestimmungseinheit und die Kommunikationseinheit abgeschaltet beziehungsweise deaktiviert werden, in zwei Schritten vorgesehen. In einem ersten Schritt wird die aktuelle geografische Position mit vorgegebenen Flughafenpositionsdaten verglichen. Dabei wird erkannt, ob sich die aktuelle geografische Position im Bereich eines erfassten Flughafens befindet. Ist dies der Fall, wird ein Flughafenmodus aktiviert. Erst nach Eintreten einer weiteren vorgegebenen Bedingung wird dann der Flugmodus selbst aktiviert und die Positionsbestimmungseinheit sowie die Kommunikationseinheit abgeschaltet beziehungsweise deaktiviert.

Bevorzugterweise kann die weitere vorgegebene Bedingung dann erfüllt sein, falls vom Zeitpunkt der Aktivierung des Flughafenmodus eine vorgegebene Zeitspanne verstrichen ist. Die vorgegebene Zeitspanne kann beispielsweise 15 Minuten betragen. Es wird somit nach dem Erkennen, dass sich die Vorrichtung im Flughafenbereich befindet, die Zeitspanne, beispielsweise 15 Minuten, abgewartet und dann bedingungslos beziehungsweise ohne das Abwarten einer zusätzlichen Bedingungen, die Vorrichtung in den Flugmodus versetzt und dabei die Positionsbestimmungseinheit und die Kommunikationseinheit abgeschaltet beziehungsweise deaktiviert. Man kann dann sicher sein, dass generell rechtzeitig vor dem Start eines Flugzeuges der Flugmodus aktiviert ist. In diesem Fall würde der Flugmodus aber auch aktiviert werden, falls sich die Vorrichtung noch gar nicht im Flugzeug befindet. Die Zeitspanne ist dementsprechend so zu wählen, dass innerhalb der kürzest möglichen Zeit, in welcher das Gepäckstück ins Flugzeug transportiert werden kann, der Flugmodus aktiviert wird.

Auch kann die weitere vorgegebene Bedingung vorzugsweise dann erfüllt sein, falls eine Geschwindigkeit und/oder eine Beschleunigung einer Bewegung der Vorrichtung über einen vorgegebenen Zeitraum eine vorgegebene Schwelle überschreitet. Hierfü r weist die Vorrichtung beispielsweise entsprechende Beschleunigungssensoren auf. Dabei kann die Bewegung eines Flugzeuges erkannt werden. Je nachdem, wie die Schwelle für die Geschwindigkeit beziehungsweise die Beschleunigung der Bewegung der Vorrichtung vorgegeben wird, kann auch schon bevorzugterweise der Transport auf einem Gepäckband zum Flugzeug hin erkannt werden und der Flugmodus schon vor dem Erreichen aktiviert werden.

Erfindungsgemäß wird der Flugmodus somit nur dann aktiviert, wenn mindestens zwei vorgegebene Bedingungen eintreten. Die erste Bedingung ist immer die, dass erkannt wurde, dass sich die Vorrichtung im Bereich eines Flughafens befindet. Dies geschieht durch den Vergleich der aktuellen ermittelten Position und vorgegebenen Flughafenpositionsdaten. Die zweite Bedingung kann eine vorgegebene Zeitspanne oder das Überschreiten einer vorgegebenen Geschwindigkeit und/oder das Überschreiten einer vorgegebenen Beschleunigung der Bewegung der Vorrichtung sein.

Im Flugmodus sind die Positionsbestimmungseinheit und die Kommunikationseinheit abgeschaltet. Dies entspricht den Sicherheitsbestimmungen im Flugverkehr. Mittels eingebauter Sensoren, beispielsweise mittels Beschleunigungssensoren, kann auch im Flugmodus die Geschwindigkeit der Bewegung und/oder die Beschleunigung der Vorrichtung, besonders bevorzugterweise in drei Richtungen (x-, y- und z-Richtung) ermittelt werden. Unterschreitet die im Flugmodus gemessene Geschwindigkeit beziehungsweise Beschleunigung für die Dauer einer vorgegebenen Zeitspanne eine vorgegebene Schwelle, kann der Flugmodus wieder deaktiviert werden und die Positionsbestimmungseinheit und die Kommunikationseinheit eingeschaltet werden. In dieser Situation wird davon ausgegangen, dass sich die Vorrichtung nicht mehr im Flugzeug befinden kann.

Es wird dann mittels der Positionsbestimmungseinheit wieder die aktuelle geografische Position der Vorrichtung bestimmt und anschließend wieder mit den vorgegebenen Flughafenpositionsdaten verglichen. Es kann dadurch erkannt werden, ob sich der nachzuverfolgende Gegenstand, beispielsweise das Gepäckstück, am richtigen Zielflughafen befindet. Mittels der Kommunikationseinheit können die aktuellen geografischen Positionsdaten wieder übermittelt werden. Durch die kontinuierliche Bestimmung der aktuellen geografischen Position und dem kontinuierlichen Vergleich mit den geografischen vorgegebenen Flughafenpositionsdaten wird erkannt, wenn sich die Vorrichtung aus dem Flughafenbereich entfernt. Dadurch, dass nach dem Deaktivieren des Flugmodus und der erneuten Bestimmung der aktuellen geografischen Position und dem erneuten Vergleich mit den vorgegebenen Flughafenpositionsdaten ermittelt werden kann, ob sich die Vorrichtung noch am selben Ausgangsflughafen oder an einem neuen Flughafen, zum Beispiel dem Zielflughafen, befindet, können wichtige Informationen bezüglich der aktuellen geografischen Position des Gepäckstücks erfasst und an einen Nutzer übermittelt werden

Ferner ist bevorzugterweise vorgesehen, dass im Flughafenmodus ein Batterietyp einer Batterieeinheit der Vorrichtung ermittelt wird, wobei nach Ablauf einer vorgegebenen Zeitspanne die Positionsbestimmungseinheit und die Kommunikationseinheit, sowie ganz besonders bevorzugterweise die gesamte Vorrichtung, abgeschaltet werden, falls der Batterietyp einem vorgegebenen Batterietyp entspricht. Bei dem vorgegebenen Batterietyp handelt es sich beispielsweise um einen auf einem Flug nicht gestatteten Batterietyp, zum Beispiel Akkus auf Lithiumbasis. Bei einer vorbeschriebenen Vorrichtung zum Nachverfolgen einer geografischen Position eines Gegenstandes und/oder Lebewesens können durch den modularen Aufbau die Batterieeinheiten in einfacher Weise getauscht werden. Beispielsweise kann vor einer Reise die Batterieeinheit durch eine auf Flügen erlaubte Nickel-Metal I-Hydrid basierte Batterieeinheit gewechselt werden. Bevorzugterweise wird aber durch die eigenständige Überprüfung des angeschlossenen Batterietyps im Flughafenmodus, also wenn erkannt wurde, dass sich die Vorrichtung im Bereich eines Flughafens befindet, sichergestellt, dass zumindest die Positionsbestimmungseinheit und die Kommunikationseinheit, sowie aber bevorzugterweise die gesamte Vorrichtung, elektrisch von der Batterieeinheit getrennt werden, falls ein auf Flügen nicht erlaubter Batterietyp in der Batterieeinheit verwendet wird.

Erfindungsgemäß ist eine Vorrichtung zum Nachverfolgen einer geografischen Position eines Gegenstandes und/oder eines Lebewesens vorgesehen, wobei die Vorrichtung an oder in dem Gegenstand und/oder dem Lebewesen anbringbar, angebracht oder angeordnet ist, wobei die Vorrichtung gemäß eines vorbeschriebenen Verfahrens zum Aktivieren und Deaktivieren eines Flugmodus ausgebildet ist. Hierfür weist die Vorrichtung bevorzugterweise einen Speicher auf, auf welchem die vorgegebenen Flughafenpositionsdaten abgespeichert sind. Dadurch kann die Vorrichtung eigenständig nicht nur dessen Position mittels deren Positionsbestimmungseinheit ermitteln, sondern auch mit den auf dem Speicher abgelegten Flughafenpositionsdaten vergleichen und ermitteln, ob sich die Vorrichtung im Bereich eines Flughafens befindet. Somit ist sichergestellt, dass das vorbeschriebene Verfahren auch dann funktioniert, falls die Kommunikationseinheit keine Verbindung hat.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Es zeigen schematisch:

Figur 1: eine an einem Gegenstand angebrachte Vorrichtung zum

Nachverfolgen einer geografischen Position des Gegenstandes; Figuren 2a und 2b: modulartig ausgebildete Vorrichtungen zum Nachverfolgen einer geografischen Position eines Gegenstandes und/oder eines Lebewesens, wobei die Vorrichtung an dem Gegenstand angebracht ist;

Figuren 3a und 3b: Seitenansichten eines Gehäuses eines Moduls einer Vorrichtung zum Nachverfolgen einer geografischen Position eines Gegenstandes und/oder eines Lebewesens;

Figur 4: eine perspektivische Ansicht einer Vorrichtung zum

Nachverfolgen einer geografischen Position eines Gegenstandes und/oder eines Lebewesens;

Figur 5: einen Federbügel eines Moduls einer Vorrichtung zum

Nachverfolgen einer geografischen Position;

Figur 6: ein System zum Nachverfolgen einer geografischen Position von mehreren Gegenständen und/oder mehreren Lebewesen; und Figuren 7a bis 7d: einen Verschlussmechanismus zum Verriegeln der Verbindung beider Gehäuse der Vorrichtung. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung

Figur 1 zeigt eine Vorrichtung 100 zum Nachverfolgen einer geografischen Position eines Gegenstandes 31, nämlich eines Koffers. Die beispielhaft in Figur 1 dargestellte Vorrichtung 100 ist am Gegenstand 31 angebracht und besteht aus zwei separaten Modulen, wobei jedes Modul in einem separaten Gehäuse 12, 13 angeordnet ist. Im ersten Gehäuse 12 ist das erste Modul mit einer Positionsbestimmungseinheit 10 und einer Kommunikationseinheit 24 angeordnet. Mittels der Positionsbestimmungseinheit 10 bestimmt die Vorrichtung 100 dessen aktuelle geografische Position. Mittels der Kommunikationseinheit 24 wird diese aktuelle geografische Position an einen Empfänger 30 gesendet. Der Empfänger 30 kann beispielsweise ein Smartphone sein. Das zweite Modul im zweiten Gehäuse 13 weist eine Batterieeinheit 11 auf. Das erste Modul könnte zusätzlich noch weitere Einheiten beziehungsweise Funktionalitäten aufweisen. Beispielsweise könnte ein Beschleunigungssensor vorgesehen sein. Dann kann die Vorrichtung 100 zum Nachverfolgen eines Gepäckstückes verwendet und ein Verfahren zur Aktivierung und Deaktivierung eines Flugmodus realisiert werden.

Figuren 2a und 2b zeigen zwei verschiedene Beispiele von modulartig ausgebildeten Vorrichtungen 100 zum Nachverfolgen einer geografischen Position eines Gegenstandes 31. In beiden Beispielen ist die Vorrichtung 100 am Gegenstand 31 angebracht. Die in Figur 2a beispielhaft dargestellte Vorrichtung 100 besteht aus einem ersten Modul in einem ersten Gehäuse 12. Das erste Modul weist eine Positionsbestimmungseinheit 10 und eine Kommunikationseinheit 24 auf. Das zweite Modul weist eine Batterieeinheit 11 auf und ist im zweiten Gehäuse 13 angeordnet. Mittels eines dritten Moduls mit einer Verbindungseinheit 23, welches in einem weiteren Gehäuse 21 angeordnet ist, ist die gesamte Vorrichtung 100 am Gegenstand 31 angebracht.

Die in Figur 2b beispielhaft dargestellte Vorrichtung 100 weist zusätzlich zu den in Figur 2a gezeigten Modulen eine Funktionseinheit 22 in einem weiteren Gehäuse 21 auf. Die Funktionseinheit 22 ist zwischen dem ersten Modul im ersten Gehäuse 12 und dem zweiten Modul im zweiten Gehäuse 13 angeordnet. In den Figuren 3a und 3b sind beispielhaft Seitenansichten eines Gehäuses 12, 13 eines Moduls einer Vorrichtung 100 zum Nachverfolgen einer geografischen Position gezeigt. Die Seitenansichten zeigen eine Seite des Gehäuses 12, 13 mit den elektrischen Verbindungsmitteln 14, den mechanischen Verbindungsmitteln 15 und den Magneten 19.

In Figur 3a ist beispielhaft ein Gehäuse 12, 13 mit mehreren mechanischen Verbindungsmitteln 15 gezeigt. Dabei sind die mechanischen Verbindungsmittel 15 ringförmig beziehungsweise kreisförmig ausgebildet und um ein Zentrum 16 der Seitenwand des Gehäuses 12, 13 umfänglich herum angeordnet. Im näheren Bereich zum Zentrum 16 sind um dieses Zentrum 16 herum die drei elektrischen Verbindungsmittel 14 angeordnet. Die drei um das Zentrum 16 herum verteilt angeordneten elektrischen Verbindungsmittel 14 sind in Bezug auf das Zentrum 16 in einem ersten Winkel 17 von 120° zueinander angeordnet. Dies ist in Figur 3b näher dargestellt. Im Gegensatz zu dem in Figur 3a gezeigten Beispiel ist in Figur 3b nur ein mechanisches Verbindungsmittel 15 vorgesehen.

In den in Figur 3a und 3b gezeigten Beispielen sind die mechanischen Verbindungsmittel 15 jeweils bajonettartig und ringförmig beziehungsweise kreisrund ausgebildet und vollumfänglich um ein Zentrum 16 herum angeordnet. Die elektrischen Verbindungsmittel 14 sind um dasselbe Zentrum 16 herum, aber näher zum Zentrum hin angeordnet.

In den vier Eckbereichen eines Gehäuses 12, 13 sind an der Seitenwand Magnete 19 angeordnet. Die Magnete 19 können zwischen zwei Ringplatten angeordnet sein. Durch die Magnete 19 können einzelne Gehäuse 12, 13 beziehungsweise Module beim aufeinandersetzen leichter positioniert werden.

Nach dem Aufeinandersetzen von zwei Modulen beziehungsweise Gehäusen 12, 13 und einer anschließenden Drehbewegung von 90° der beiden Gehäusen 12, 13 relativ zueinander, wird eine stabile, aber lösbare mechanische Verbindung realisiert. Gleichzeitig wird dabei ein elektrischer Kontakt zwischen den jeweiligen korrespondierenden elektrischen Verbindungsmitteln 14 hergestellt. In Figur 4 ist eine perspektivische Ansicht einer Vorrichtung 100 zum Nachverfolgen einer geografischen Position gezeigt. Der besseren Übersicht halber ist die Vorrichtung 100 der Figur 4 halb transparent dargestellt. Die drei elektrischen Verbindungsmittel 14 sind um das Zentrum 16 am jeweiligen Gehäuse 12, 13 herum angeordnet und über separate Federbügel 20 im Inneren des jeweiligen Gehäuses 12, 13 mit einer Leiterplatte elektrisch verbunden.

In Figur 5 ist beispielhaft ein Federbügel 20 in drei verschiedenen Ansichten gezeigt. Der Federbügel 20 besteht im Wesentlichen aus drei Schenkeln, einem ersten Schenkel 20a, einem zweiten Schenkel 20b, welcher in einem rechten Winkel zum ersten Schenkel 20a angeordnet ist, und einem dritten Schenkel 20c, welcher ebenfalls in einem rechten Winkel zum zweiten Schenkel 20b angeordnet ist. Alle drei Federbügel 20 in einem Gehäuse 12, 13 sind dabei identisch ausgebildet.

Figur 6 zeigt ein System 200 zum Nachverfolgen einer geografischen Position von mehreren Gegenständen 31. Dabei ist eine Vorrichtung 100 als Master- Mod ul ausgebildet. Die Vorrichtung 100 ist an einem Gegenstand 31, nämlich einem Koffer, angebracht. Die Vorrichtung 100 ist wie in den vorherigen Figuren beschrieben ausgebildet und weist zumindest ein erstes Modul mit einer Positionsbestimmungseinheit 10 und einer Kommunikationseinheit 24 sowie ein zweites Modul mit einer Batterieeinheit 11 auf. Das System 200 weist ferner an weiteren Gegenständen angeordnete Kopplungsmodule 26 auf. Die Kopplungsmodule 26 weisen selbst keine Positionsbestimmungseinheiten 10 auf. Jedes Kopplungsmodul weist eine Nahfeldkommunikationseinheit 27 vorzugsweise in Form einer Bluetooth LE-Einheit auf. Mittels der Nahfeldkommunikationseinheit 27 können die einzelnen Kopplungsmodule 26 Signale an das Master-Modul, nämlich die Vorrichtung 100, senden, so lange sie sich in einem entsprechenden Umfeld um die Vorrichtung 100 herum befinden. Dadurch kann die Vorrichtung 100 Informationen über in deren Umfeld befindliche Kopplungsmodule sammeln und diese Informationen zusammen mit den geografischen Positionsdaten, welche durch die Positionsbestimmungseinheit 10 der Vorrichtung 100 ermittelt wurden, an einen Empfänger 30 senden. Somit können mit dem Empfänger 30 mehrere Gegenstände 31 nachverfolgt werden, so lange sie sich im Umfeld eines Master-Moduls befinden. Bei dem in Figur 6 gezeigten Beispiel sind im Bereich des Master-Moduls, z.B. in einem Raum, fest installierte Bluetooth LE Beacon Einheiten 28 angeordnet. Das Master Modul kann somit Positionsdaten mittels der in der Nähe befindlichen, festangebrachten Bluetooth LE Beacon Einheiten 28 berechnen, um die Genauigkeit seiner eigenen Ortung und die der Kopplungsmodule 26 zu verbessern.

Figuren 7a bis 7d zeigen einen Verschlussmechanismus zum Verriegeln der miteinander verbundenen Gehäuse 12, 13 der Vorrichtung 100. Hierzu kann im ersten Gehäuse 12 ein in axialer Richtung bewegbarer beziehungsweise verschiebbarer erster Stift 40 angeordnet sein. Im zweiten Gehäuse 13 ist ebenfalls ein in axialer Richtung bewegbarer beziehungsweise verschiebbarer zweiter Stift 41 angeordnet. Beide Stifte 40, 41 werden mittels im Inneren der Gehäuse 12, 13 angeordneter Magnete 42 in axialer Richtung positioniert beziehungsweise gehalten. Der erste Stift 40 wird vom Magneten 42 im ersten Gehäuse 12 nach außen gedrückt, damit der erste Stift 40 vor dem Verbinden der beiden Gehäuse 12, 13 abschnittsweise aus dem ersten Gehäuse 12 herausragt. Der zweite Stift 41 wird dagegen vom Magneten 42 im zweiten Gehäuse 13 vollständig innerhalb des zweiten Gehäuses 13 gehalten. Hierfür sind auch die beiden Stifte 40, 41 als Magnete ausgebildet.

Figur 7b zeigt das Aufeinandersetzen der beiden Gehäuse 12, 13. Dabei wird dem Magneten 42 im ersten Gehäuse 12 eine mechanische Kraft entgegengerichtet, so dass der erste Stift 41 in das erste Gehäuse 12 hineingedrückt wird. Im ersten Gehäuse 12 ist eine flexible Membran 43 angeordnet, die der Bewegung des ersten Stifts 40 folgt und ein Eindringen von Flüssigkeiten entlang des ersten Stifts 40 in das erste Gehäuse 12 hinein verhindert.

Durch die anschließende Drehbewegung (vergleiche hierzu Figur 7c) der beiden Gehäuse 12, 13 relativ zueinander, werden der erste Stift 40 und der zweite Stift 41 axial zueinander ausgerichtet. Dabei wird der erste Stift 40 wieder vom Magneten 42 im ersten Gehäuse 12 nach außen und somit gegen den zweiten Stift 41 gedrückt. Hierfür weist der Magnet 42 im ersten Gehäuse 12 eine stärkere Magnetkraft als der Magnet 42 im zweiten Gehäuse 13 auf. Der erste Stift 40 wird abschnittsweise in das zweite Gehäuse 13 hineingedrückt, wobei der erste Stift 40 den zweiten Stift 41 abschnittsweise aus dem zweiten Gehäuse 13 herausdrückt. Dadurch, dass der erste Stift 40 abschnittsweise in das zweite Gehäuse 13 hineingedrückt wird, ist die Verbindung der beiden Gehäuse 12, 13 mechanisch verriegelt. Die Gehäuse 12, 13 lassen sich somit nicht mehr relativ zueinander verdrehen.

Durch ein manuelles Hineindrücken des zweiten Stiftes 40 in das zweite Gehäuse 13 wird der erste Stift 40 wieder vollständig in das erste Gehäuse 12 hineingedrückt. Dabei wird die Verriegelung gelöst und die beiden Gehäuse 12, 13 lassen sich wieder relativ zueinander verdrehen, so dass die Bajonettverbindung gelöst werden kann. Dieser Schritt ist in den Figuren nicht dargestellt.

Die Vorrichtung 100 weist ein Blockiermittel auf um ein Zurückdrücken des ersten Stiftes 40 zu verhindern. Das Blockiermittel weist hierfür einen Spindelmotor 44 und eine damit verbundene Platte 45 auf. Mittels des Spindelmotors 44 kann die Platte 45 derart über dem ersten Stift 40 angeordnet werden, dass ein Zurückschieben blockiert und verhindert wird. Dies ist in Figur 7d dargestellt.

Bezugszeichenliste

100 Vorrichtung zum Nachverfolgen einer geografischen Position 200 System zum Nachverfolgen einer geografischen Position

10 Positionsbestimmungseinheit

11 Batterieeinheit

12 Erstes Gehäuse

13 Zweites Gehäuse

14 Elektrische Verbindungsmittel

15 Mechanisches Verbindungsmittel

16 Zentrum

17 Erster Winkel

18 Zweiter Winkel

19 Magnete

20 Federbügel

20a Erster Schenkel

20b Zweiter Schenkel

20c Dritter Schenkel

21 Weiteres Gehäuse

22 Funktionseinheit

23 Verbindungseinheit

24 Kommunikationseinheit

25 Sensor

26 Kopplungsmodule

27 Nahfeldkommunikationseinheit

28 Bluetooth LE Beacon

30 Empfänger

31 Gegenstand

40 Erster Stift

41 Zweiter Stift

42 Magnet

43 Membran 44 Spindelmotor

45 Platte