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Title:
MODULAR ENERGY SUPPLY SYSTEM, ENERGY SUPPLY DEVICE, AND METHOD FOR ENERGY SUPPLY OF A WATERCRAFT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/211287
Kind Code:
A1
Abstract:
In order to provide a modular energy supply system, which can be flexibly modified to the requirements of different energy consumers and to local conditions and can be easily transported, the invention relates to a modular energy supply system (100) comprising a plurality of modules (10), wherein the plurality of modules (10) comprises a machine module (13) having an internal combustion engine (14) and a fuel storage module (15) having a fuel store (16), wherein the modular energy supply system comprises a cooling module (18) and a heat exchanger module (19), wherein a sub-group (11) of the plurality of modules (10) can be detachably connected to each other to form an energy supply device (12), wherein the energy supply device (12) comprises only one from the group consisting of a cooling module (18) and a heat exchanger module (19), and wherein the cooling module (18) and the heat exchanger module (19) of the energy supply device (12) are interchangeable for each other.

Application Number:
EP2019/061079
Publication Date:
November 07, 2019
Filing Date:
April 30, 2019
Export Citation:
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Assignee:
BECKER MARINE SYSTEMS GMBH (Blohmstraße 23, Hamburg, 21079, DE)
International Classes:
B63J3/04; F02B63/04; F02G5/02
Domestic Patent References:
WO2017054079A12017-04-06
WO2015004288A12015-01-15
WO2015004288A12015-01-15
Foreign References:
CN103032160B2015-06-24
US20150292435A12015-10-15
JPS5622556A1981-03-03
US6250080B12001-06-26
US20120102929A12012-05-03
DE102009011475A12010-12-09
US20060006652A12006-01-12
US20150303770A12015-10-22
US6450133B12002-09-17
US3602730A1971-08-31
Attorney, Agent or Firm:
RGTH PATENTANWÄLTE PARTGMBB (Neuer Wall 10, Hamburg, 20354, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Modulares Energieversorgungssystem (100) umfassend eine Vielzahl Module (10), wobei die Vielzahl Module (10) ein Maschinenmodul (13) mit einer Ver- brennungskraftmaschine (14) und ein Brennstoffspeichermodul (15) mit einem Brennstoffspeicher (16) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass das modulare Energieversorgungssystem ein Kühlmodul (18) und ein Wärmetauschermodul (19) umfasst, dass eine Untergruppe (11) der Vielzahl von Modulen (10) zu ei- ner Energieversorgungsvorrichtung (12) lösbar miteinander verbindbar ist, wo- bei die Energieversorgungsvorrichtung (12) nur eines aus der Gruppe beste- hend aus Kühlmodul (18) und Wärmetauschermodul (19) umfasst, und wobei das Kühlmodul (18) und das Wärmetauschermodul (19) der Energieversor- gungsvorrichtung (12) gegeneinander austauschbar sind.

2. Modulares Energieversorgungssystem (100) nach Anspruch 1, wobei das Kühl- modul (18) zum Kühlen der Verbrennungskraftmaschine (14) und/oder zum Kühlen von, insbesondere gasförmigen, Verbrennungsprodukten der Verbren- nungskraftmaschine (14) ausgebildet ist, und bevorzugt nicht dazu ausgebildet ist, Wärme der Verbrennungskraftmaschine (14) und/oder der, insbesondere gasförmigen, Verbrennungsprodukte der Verbrennungskraftmaschine (14) auf ein Wärmeträgermedium, insbesondere Wasser, zu übertragen und/oder wo- bei das Wärmetauschermodul (19) ausgebildet ist, Wärme der Verbrennungs- kraftmaschine (14) und/oder der, insbesondere gasförmigen, Verbrennungs- produkte der Verbrennungskraftmaschine (14) auf ein Wärmeträgermedium, insbesondere Wasser, zu übertragen.

3. Modulares Energieversorgungssystem (100) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Energieversorgungsvorrichtung (12) Abmessungen eines Standard-Containers, insbesondere eines ISO-Containers (29), aufweist.

4. Modulares Energieversorgungssystem (100) nach einem der vorgenannten An- sprüche, wobei die aus der Untergruppe (11) von Modulen (10) zusammen- setzbare Energieversorgungsvorrichtung (12) eine Länge (30) von 10 Fuß, 30 Fuß oder 40 Fuß aufweist, und/oder wobei die Energieversorgungsvorrichtung (12) eine Flöhe (31) von 8 Fuß und 6 Zoll aufweist.

5. Modulares Energieversorgungssystem (100) nach einem der vorgenannten An- sprüche, wobei jedes Modul (10) der Vielzahl von Modulen (10) eine Trä- gerstruktur (36) aufweist, wobei die Trägerstrukturen (36) der Module (10) mit- tels Verbindungsvorrichtungen (27), insbesondere Twist-Lock-Vorrichtungen (28), zur Herstellung der Energieversorgungsvorrichtung (12) verbindbar sind.

6. Modulares Energieversorgungssystem (100) nach Anspruch 5, wobei die Trä- gerstruktur (36) ein Tragrahmen (35) ist und/oder wobei die Trägerstruktur (36) ein, insbesondere geschlossenes, Gehäuse ist.

7. Modulares Energieversorgungssystem (100) nach einem der vorgenannten An- sprüche, wobei die Vielzahl von Modulen (10) ein Gasaufbereitungsmodul (26) und/oder ein Steuereinrichtungsmodul (20) und/oder ein Anschlussmodul (21) und/oder ein Generatormodul umfasst.

8. Modulares Energieversorgungssystem (100) nach einem der vorgenannten An- sprüche, wobei der Brennstoffspeicher (16) ein Tank (17) für verflüssigtes Erd- gas und/oder für komprimiertes Erdgas ist, wobei die Energieversorgungsvor- richtung (12) bevorzugt nur ein Brennstoffspeichermodul (15) mit einem Tank (17) für verflüssigtes Erdgas oder nur ein Brennstoffspeichermodul (15) mit ei- nem Tank (17) für komprimiertes Erdgas, oder ein Brennstoffspeichermodul (15) mit einem Tank (17) für verflüssigtes Erdgas und ein Brennstoffspeicher- modul (15) mit einem Tank (17) für komprimiertes Erdgas umfasst.

9. Modulares Energieversorgungssystem (100) nach einem der vorgenannten An- sprüche, wobei die Vielzahl von Modulen (10) ein Erdgasleitungsanschlussmo- dul (40) umfasst, wobei das Erdgasleitungsanschlussmodul (40) ausgebildet ist, mit einer Erdgasleitung eines Erdgasleitungsnetzes verbunden zu werden, wo- bei die Energieversorgungsvorrichtung (12) bevorzugt nur eines aus der Gruppe bestehend aus Brennstoffspeichermodul (15) und Erdgasleitungsanschlussmo- dul (40) umfasst.

10. Energieversorgungsvorrichtung (12), herstellbar mit einem modularen Energie- versorgungssystem (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 9.

11. Modul (10) für ein Modulares Energieversorgungssystem (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 oder für eine Energieversorgungsvorrichtung (12) nach An- spruch 10.

12. Verfahren (200) zur Energieversorgung eines Wasserfahrzeugs und/oder eines landseitigen Verbrauchers mit Energie, wobei ein Modulares Energieversor- gungssystem (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 und/oder eine Energie- versorgungsvorrichtung (12) nach Anspruch 10 oder 11 verwendet wird, wobei die Energieversorgungsvorrichtung (12) bei der Energieversorgung des Wasser- fahrzeugs nur ein Kühlmodul (18) umfasst, und wobei die Energieversorgungs- Vorrichtung (12) das Wasserfahrzeug bevorzugt nur mit elektrischer Energie versorgt.

13. Verfahren (200) zur Energieversorgung eines Wasserfahrzeugs und/oder eines landseitigen Verbrauchers mit Energie nach Anspruch 12, wobei die Energie- versorgungsvorrichtung (12) bei der Energieversorgung des landseitigen Ver- brauchers nur ein Wärmetauschermodul (19) umfasst, und wobei die Energie- versorgungsvorrichtung (12) den landseitigen Benutzer mit elektrischer Energie und Wärmeenergie versorgt, wobei bevorzugt mittels des Wärmetauschermo- duls (19) Wärme der Verbrennungskraftmaschine (14) und/oder der, insbeson- dere gasförmigen, Verbrennungsprodukte der Verbrennungskraftmaschine (14) auf ein Wärmeträgermedium, insbesondere Wasser, übertragen wird, wobei weiter bevorzugt die Wärme in ein Wärmenetz, insbesondere ein Fernwärme und/oder ein Nahwärmenetz, eingespeist wird.

14. Verfahren (200) zur Energieversorgung eines Wasserfahrzeugs und/oder eines landseitigen Verbrauchers mit Energie nach Anspruch 12 oder 13, wobei das Kühlmodul (18) und das Wärmetauschermodul (19) gegeneinander ausge- tauscht werden, um die Energieversorgungsvorrichtung (12) für die Energiever- sorgung eines Wasserfahrzeugs und/oder eines landseitigen Verbrauchers zu konfigurieren.

15. Verfahren (200) zur Energieversorgung eines Wasserfahrzeugs und/oder eines landseitigen Verbrauchers mit Energie nach einem der Ansprüche 12 bis 14, wobei die Energieversorgungsvorrichtung (12) bei der Energieversorgung des landseitigen Verbrauchers ein Erdgasleitungsanschlussmodul (40) umfasst und an ein landseitiges Erdgasleitungssystem angeschlossen wird.

Description:
Modulares Energieversorgungssystem, Energieversorgungsvorrichtung und Verfahren zur Energieversorgung eines Wasserfahrzeuges

Die vorliegende Erfindung betrifft ein modulares Energieversorgungssystem umfas- send eine Vielzahl Module, wobei die Vielzahl Module ein Maschinenmodul mit einer Verbrennungskraftmaschine und ein Brennstoffspeichermodul mit einem Brenn- stoffspeicher umfasst. Ferner betrifft die vorliegende Erfindung eine Energieversor- gungsvorrichtung, ein Modul für ein modulares Energieversorgungssystem und ein Verfahren zur Energieversorgung eines Wasserfahrzeuges.

Technologischer Hintergrund

Aus der WO 2015/004288 Al ist ein Wasserfahrzeug mit einer Stromversorgungsan- ordnung bekannt. Die Stromversorgungsanordnung umfasst mehrere Stromversor- gungseinheiten, wobei die Stromversorgungseinheiten zur Versorgung eines Wasser- fahrzeuges mit elektrischer Energie ausgebildet sind. Die Stromversorgungseinheiten sind in einem Transportcontainer oder mehreren, miteinander verbindbaren Trans- portcontainern enthalten, wobei der Transportcontainer oder die mehreren Trans- portcontainer als eine einzelne, zusammenhängende Einheit transportierbar sind.

Die US 2012/0102929 Al offenbart ein Energieversorgungssystem mit einer integrier- ten Abgasnachbehandlung und modularer Bauweise. Das Energieversorgungssystem kann innerhalb eines einzigen ISO-Transportcontainers mit Standardabmessungen angeordnet sein. Die modulare Bauweise ermöglicht die Instandhaltung, das Entfer- nen und Austauschen von Komponenten.

Aus der DE 10 2009 011 475 Al ist ein modulares Blockheizkraftwerk bekannt. Das modulare Blockheizkraftwerk ist für Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser geeignet. Die Module können Rahmenstrukturen oder andere stabilisierende Mittel aufweisen und weisen Kontaktflächen auf, die so ausgestaltet sind, dass der Kontakt zwischen zwei Modulen eine formschlüssige und/oder kraftschlüssige Verbindung aufweist. Die US 2006/0006652 Al offenbart eine Vorrichtung zur temporären Energieversor- gung. Die Vorrichtung ist modular, transportierbar und kann elektrischen Strom mit unterschiedlichen Spannungen und Frequenzen erzeugen.

Aus der US 2015/0303770 Al ist ein modulares System zur Energieversorgung be- kannt, welches in ISO-Transportcontainern angeordnet ist. Ein erster ISO- Transportcontainer umfasst eine Stromerzeugungseinheit und ein zweiter ISO- Transportcontainer umfasst ein Treibstoffsystem.

Die US 6,450,133 Bl betrifft einen Stromerzeuger, welcher in einem Container ange- ordnet ist. Der Container ist in drei Bereiche aufgeteilt, wobei in einem hinteren Be- reich ein Motor und ein Generator zur Stromerzeugung angeordnet sind. Ein vorderer Bereich umfasst Radiatoren zur Kühlung und der mittlere Bereich beherbergt Fluidlei- tungen und Luftauslässe.

Die US 3,602,730 B offenbart ein portables Stromerzeugungssystem, welches in einem Container angeordnet ist. Das Stromaggregat liefert Energie für auf einem Schiff an- geordnete Container.

Die aus dem Stand der Technik bekannten Stromversorgungsvorrichtungen eignen sich nicht für die Energieversorgung unterschiedlicher Verbraucher mit unterschiedli- chen Anforderungen, wie beispielsweise Wasserfahrzeuge und landseitige Verbrau- cher. Insbesondere sind die bekannten Energieversorgungsvorrichtungen nicht in ein- facher Weise für unterschiedliche Energieversorgungsaufgaben konfigurierbar.

Darstellung der Erfindung. Aufgabe, Lösung, Vorteile

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein modulares Energieversor- gungssystem bereitzustellen, welches flexibel an Anforderungen unterschiedlicher Energieverbraucher und an lokale Begebenheiten anpassbar ist und einfach transpor- tiert werden kann. Ferner ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Energiever- sorgungsvorrichtung, ein Modul für ein modulares Energieversorgungssystem und ein Verfahren zur Energieversorgung eines Wasserfahrzeugs und/oder eines landseitigen Verbrauchers mit Energie bereitzustellen, mit denen die vorgenannten Vorteile erzielt werden.

Zur Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe wird ein modulares Ener- gieversorgungssystem umfassend eine Vielzahl Module, wobei die Vielzahl Module ein Maschinenmodul mit einer Verbrennungskraftmaschine und ein Brennstoffspei- chermodul mit einem Brennstoffspeicher umfasst, vorgeschlagen, wobei das modula- re Energieversorgungssystem ein Kühlmodul und ein Wärmetauschermodul umfasst, wobei eine Untergruppe der Vielzahl von Modulen zu einer Energieversorgungsvor- richtung lösbar miteinander verbindbar ist, wobei die Energieversorgungsvorrichtung nur eines aus der Gruppe bestehend aus Kühlmodul und Wärmetauschermodul um- fasst, und wobei das Kühlmodul und das Wärmetauschermodul der Energieversor- gungsvorrichtung gegeneinander austauschbar sind.

Erfindungsgemäß umfasst das modulare Energieversorgungssystem sowohl ein Wär- metauschermodul als auch ein Kühlmodul. Das Kühlmodul bietet den Vorteil, dass für den Fall, dass ausschließlich elektrische Energie bereitgestellt werden soll, eine Küh- lung der Verbrennungskraftmaschine des Maschinenmoduls durchgeführt werden kann. Zudem wird es mit dem Wärmetauschermodul möglich, die Wärme der Ver- brennungskraftmaschine oder deren Verbrennungsprodukte zu nutzen, für den Fall, dass neben elektrischer Energie auch Wärmeenergie bzw. Wärme an einen Verbrau- cher geliefert werden soll. Durch die Maßnahme, dass ausschließlich eine Untergrup- pe, das heißt nicht alle der Vielzahl von Modulen zu einer Energieversorgungsvorrich- tung lösbar miteinander verbunden werden, wird sichergestellt, dass die Abmessun- gen der aus den Modulen des modularen Energieversorgungssystems herstellbaren Energieversorgungsvorrichtung begrenzt bleiben, sodass die Energieversorgungsvor- richtung einfach und leicht transportierbar ist und einen geringen Platzbedarf hat.

Mit besonderem Vorteil umfasst die aus den Modulen des modularen Energieversor- gungssystems zusammensetzbare Energieversorgungsvorrichtung nur das Kühlmodul oder das Wärmetauschermodul des modularen Energieversorgungssystems, wobei das Kühlmodul und das Wärmetauschermodul der Energieversorgungvorrichtung ge- geneinander austauschbar sind. Insbesondere sind die Module der Vielzahl Module derart ausgebildet, dass die aus der Untergruppe zusammensetzbare Energieversor- gungsvorrichtung nicht gleichzeitig das Kühlmodul und das Wärmetauschermodul um- fassen kann. Beispielsweise können für diesen Zweck mechanische oder elektronische Mittel vorgesehen sein. Die elektronischen Mittel können in Steuereinheiten der Mo- dule gespeicherte Kopplungsschlüssel sein. Da nur entweder das Kühlmodul oder das Wärmetauschermodul in der Energieversorgungsvorrichtung enthalten ist, wird der Platz- und Raumbedarf der Energieversorgungsvorrichtung verringert. Durch die Aus- tauschbarkeit von Kühlmodul und Wärmetauschermodul wird ferner eine größere Flexibilität der Energieversorgungsvorrichtung ermöglicht wird. Wird beispielsweise ausschließlich die Lieferung elektrischer Energie benötigt, so umfasst die Energiever- sorgungsvorrichtung das Kühlmodul, jedoch nicht das Wärmetauschermodul. Wird hingegen auch zusätzlich eine Energieversorgung mit Wärmeenergie benötigt, so um- fasst die Energieversorgungsvorrichtung anstelle des Kühlmoduls das Wärmetau- schermodul, durch welches neben elektrischer Energie auch Wärmenergie oder Wär- me abgeführt und zur Nutzung an einen Verbraucher geliefert werden kann.

Aufgrund der erhöhten Flexibilität müssen zudem nicht zwei Energieversorgungsvor- richtungen, eine erste Energieversorgungsvorrichtung ausgebildet zur Lieferung aus- sch ließlich elektrischer Energie und eine zweite Energieversorgungsvorrichtung aus- gebildet zur Lieferung von elektrischer Energie und Wärmeenergie, vorgehalten wer- den. Lediglich das für den jeweiligen Einsatzzweck nicht benötigte Modul, also entwe- der das Kühlmodul oder das Wärmetauschermodul, muss zwischengelagert werden. Durch den Austausch von Kühlmodul und Wärmetauschermodul kann die Energiever- sorgungsvorrichtung an den Bedarf des jeweiligen Energieverbrauchers angepasst werden. Bevorzugt weisen das Wärmetauschermodul und das Kühlmodul identische Anschlüsse auf, sodass das Kühlmodul und das Wärmetauschermodul mit den weite- ren Modulen des modularen Energieversorgungssystems verbunden werden können, ohne dass eine Anpassung der Anschlüsse vorgenommen werden muss.

Ist die aus den Modulen des modularen Energieversorgungssystems zusammenge- setzte Energieversorgungsvorrichtung für den Betrieb an Bord eines Wasserfahrzeu- ges, insbesondere an Bord eines Schiffes, vorgesehen, so ist das Kühlmodul in der Energieversorgungsvorrichtung vorgesehen. In diesem Betriebsmodus erzeugt die Energieversorgungsvorrichtung ausschließlich mechanische Energie oder elektrische Energie und das Kühlmodul dient zur Kühlung der Verbrennungskraftmaschine. Wird die Energieversorgungsvorrichtung durch Austausch des Kühlmoduls gegen das Wär- metauschermodul umkonfiguriert, so eignet sich die aus den Modulen des modularen Energieversorgungssystems zusammengesetzte Energieversorgungsvorrichtung für einen Betrieb an Land, außerhalb des Wasserfahrzeuges. So kann dann sowohl me- chanische und/oder elektrische Energie als auch Wärmeenergie beziehungsweise Wärme an den landseitigen Verbraucher geliefert werden.

Durch die Modularität wird ferner ein schneller und effizienter Austausch von Modu- len für Reparatur und Wartung ermöglicht.

Mit Vorteil kann vorgesehen sein, dass das Kühlmodul zum Kühlen der Verbrennungs- kraftmaschine und/oder zum Kühlen von, insbesondere gasförmigen, Verbrennungs- produkten der Verbrennungskraftmaschine ausgebildet ist, und bevorzugt nicht dazu ausgebildet ist, Wärme der Verbrennungskraftmaschine und/oder der, insbesondere gasförmigen, Verbrennungsprodukte der Verbrennungskraftmaschine auf ein Wärme- trägermedium, insbesondere Wasser, zu übertragen und/oder dass das Wärmetau- schermodul ausgebildet ist, Wärme der Verbrennungskraftmaschine und/oder der, insbesondere gasförmigen, Verbrennungsprodukte der Verbrennungskraftmaschine auf ein Wärmeträgermedium, insbesondere Wasser, zu übertragen.

Das Kühlmodul ist insbesondere nicht dazu ausgebildet, Wärme der Verbrennungs- kraftmaschine und/oder der, insbesondere gasförmigen, Verbrennungsprodukte der Verbrennungskraftmaschine auf ein Wärmeträgermedium, insbesondere Wasser, zu übertragen. Mit anderen Worten dient das Kühlmodul ausschließlich der Kühlung der Verbrennungskraftmaschine und/oder deren Verbrennungsprodukten. Durch diese Maßnahmen kann das Kühlmodul technisch einfacher ausgestaltet sein als das Wär- metauschermodul, wodurch die Kosten für Herstellung, Wartung und Betrieb redu- ziert werden. Ferner müssen bei dem Betrieb der Energieversorgungsvorrichtung an Bord eines Wasserfahrzeuges keine Maßnahmen getroffen werden, um die in dem Wärmeträgermedium enthaltene Wärmeenergie abzuführen, wie es bei einem Wär- metauschermodul notwendig wäre. An Bord eines Wasserfahrzeuges versorgt die Energieversorgungsvorrichtung das Stromnetz oder das Bordnetz des Schiffes mit elektrischer Energie. Dafür kann bevorzugt ein Generator in dem Maschinenmodul oder ein separates Generatormodul mit einem Generator in der Energieversorgungs- Vorrichtung vorgesehen sein. Ferner können die Verbrennungskraftmaschin und der Generator integriert ausgebildet sein. Das Wärmetauschermodul ist ausgebildet Wärme beziehungsweise Wärmeenergie der Verbrennungskraftmaschine und/oder der, insbesondere gasförmigen, Verbren- nungsprodukte der Verbrennungskraftmaschine auf ein Wärmeträgermedium, insbe- sondere Wasser, zu übertragen. Durch diese Maßnahme kann die anfallende Wärme- energie bei einem landseitigen Betrieb der Energieversorgungsvorrichtung an den landseitigen Energieverbraucher geliefert werden, sodass eine effizientere Nutzung der Energieversorgungsvorrichtung beziehungsweise des modularen Energieversor- gungssystems ermöglicht wird.

Das Wärmeträgermedium kann, muss jedoch nicht Wasser sein. Jedes weitere geeig- nete Wärmeträgermedium kann für den Betrieb des Wärmetauschermoduls bezie- hungsweise die Lieferung von Wärmeenergie oder Wärme an einem landseitigen Ver- braucher verwendet werden.

Wird die Energieversorgungsvorrichtung an Land, insbesondere außerhalb eines Was serfahrzeuges, betrieben und ist ein Wärmenetz, insbesondere ein Nahwärmenetz oder ein Fernwärmenetz, am Ort des Betriebs vorhanden, kann die von der Verbren- nungskraftmaschine erzeugte Abwärme oder die Abwärme der, insbesondere gasför- migen, Verbrennungsprodukte der Verbrennungskraftmaschine genutzt werden, um thermische Energie in Form von Wärme oder Wärmeenergie in das Wärmenetz einzu- speisen. Hierfür ist dann vorgesehen, dass anstelle des Kühlmoduls das Wärmetau- schermodul in der Energieversorgungsvorrichtung angeordnet ist. Es muss dann ledig- lich das Kühlmodul zwischengelagert werden, sodass ein äußerst geringer Platzbedarf für das modulare Energieversorgungssystem während der Lagerung benötigt wird. Durch die Modularität wird insbesondere ein schneller Austausch von Wärmetau- schermodul und Kühlmodul ermöglicht.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass die aus der Untergruppe von Modulen des modularen Energieversorgungssystems zusammensetzbare Energieversorgungsvorrichtung Ab- messungen eines Standard-Containers, insbesondere eines ISO-Containers, aufweist.

Dabei sind bevorzugt die einzelnen Module des modularen Energieversorgungssys- tems so ausgestaltet, dass eine gedachte Umhüllung der zu einer Energieversorgungs- Vorrichtung zusammengesetzten Untergruppe von Modulen den Ausmaßen eines ISO-Containers entspricht. Somit kann die Energieversorgungsvorrichtung auf ein Schiff aufgesetzt werden und im Hafenbereich von entsprechenden Fördervorrichtun- gen befördert werden. Da das modulare Energieversorgungssystem beziehungsweise die daraus zusammengesetzte Energieversorgungsvorrichtung Standardabmessungen eines ISO-Containers aufweisen kann, kann die Energieversorgungsvorrichtung zu- sammen mit weiteren ISO-Containern, welche zum Transport von Waren oder Gütern vorgesehen sind, an Bord des Schiffes verfrachtet werden. So kann die mechanische Energie oder die elektrische Energie der Verbrennungskraftmaschine auch an Kühl- container für verderbliche Produkte abgegeben werden.

Die Energieversorgungsvorrichtung weist Standard-ISO-Containermaße auf und kann daher leicht beim Be- und Entladen des Wasserfahrzuges, insbesondere des Schiffes, umgesetzt werden, um jeweils an einer dem Anwendungszweck entsprechenden bes- ten Position auf dem Schiff angeordnet zu werden.

Mit weiterem Vorteil ist vorgesehen, dass die aus der Untergruppe von Modulen zu- sammensetzbare Energieversorgungsvorrichtung eine Länge von 10 Fuß, 30 Fuß oder 40 Fuß aufweist, und/oder dass die Energieversorgungsvorrichtung eine Höhe von 8 Fuß und 6 Zoll aufweist.

Darüber hinaus kann die Höhe, die Länge oder die Breite der Energieversorgungsvor- richtung jedes Standard-ISO-Maß für Transportcontainer aufweisen. Beispielsweise ist es möglich, dass die Länge der Energieversorgungsvorrichtung 20 Fuß, 45 Fuß oder 53 Fuß beträgt. Die Höhe kann zudem 9 Fuß und 6 Zoll betragen. Die Breite kann 8 Fuß, 8 Fuß 2 Zoll oder 8 Fuß 6 Zoll betragen.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass jedes Modul der Vielzahl von Modulen eine Trä- gerstruktur aufweist, wobei die Trägerstrukturen der Module mittels Verbindungsvor- richtungen, insbesondere Twist-Lock-Vorrichtungen, zur Herstellung der Energiever- sorgungsvorrichtung verbindbar sind.

Die Trägerstrukturen sind dabei im Wesentlichen quaderförmig ausgebildet und las- sen sich somit einfach zu einer Energieversorgungsvorrichtung mit ISO- Containerabmessungen zusammensetzen. Die aus den Modulen des Energieversor- gungssystems zusammengesetzte Energieversorgungsvorrichtung weist dabei zwi- schen den Trägerstrukturen beziehungsweise den Modulen bevorzugt keine Freiräu- me auf. Das heißt, dass die Module dicht gepackt oder zusammengesetzt in der Ener- gieversorgungsvorrichtung angeordnet sind. Dadurch wird die Stabilität der Energie- versorgungsvorrichtung erhöht, zudem wird eine besonders platzsparend ausgestal- tende Energieversorgungsvorrichtung bereitgestellt.

Die aus der Untergruppe von Modulen zusammengesetzte Energieversorgungsvor- richtung besteht entweder ausschließlich aus den Modulen, sodass Außenseiten der Module gleichzeitig die Außenseiten der Energieversorgungsvorrichtung bilden. Je- doch ist es auch möglich, dass die Module beziehungsweise die die Module enthal- tenden Trägerstrukturen in einem Standard-ISO-Container angeordnet werden.

Durch die, insbesondere standardisierten, Verbindungsvorrichtungen, wie beispiels weise Twist-Lock-Vorrichtungen, lässt sich ein schneller Aufbau der Energieversor- gungsvorrichtung aus den Modulen des modularen Energieversorgungssystems be- reitstellen.

Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass die Trägerstruktur ein Tragrahmen ist und/oder dass die Trägerstruktur ein, insbesondere geschlossenes, Gehäuse ist.

Die Trägerstruktur kann entweder ein offener Tragrahmen, beispielsweise eine Git terstruktur, sein. Darüber hinaus ist es auch möglich, dass jede Trägerstruktur ein ins besondere geschlossenes Gehäuse aufweist, wobei in den Seitenwänden des Gehäu- ses Anschlussvorrichtungen für Fluide und Verbindungsvorrichtungen für die mecha- nische Verbindung mit weiteren Modulen vorgesehen sind. Ferner können an den Gehäuseseiten auch Anschlüsse für die Übertragung elektrischer Energie, von Brenn- stoffen oder Kühlflüssigkeiten vorgesehen sein.

Mit besonderem Vorteil ist vorgesehen, dass die Vielzahl von Modulen ein Gasaufbe- reitungsmodul und/oder ein Steuereinrichtungsmodul und/oder ein Anschlussmodul und/oder ein Generatormodul umfasst.

Das Gasaufbereitungsmodul ist insbesondere ausgebildet, den Brennstoff, insbeson- dere ein Gas, zu erwärmen oder dessen Druck zu reduzieren, bevor es der Verbren- nungskraftmaschine des Maschinenmoduls zugeführt wird. Das Steuereinrichtungs- modul umfasst insbesondere Schaltschränke zur Steuerung des Betriebs der Energie- versorgungsvorrichtung.

Das Anschlussmodul kann beispielsweise eine Kabeltrommel und elektrische An- schlüsse oder eine Batterieeinheit umfassen. Die elektrischen Anschlüsse oder das Kabel der Kabeltrommel sind dazu ausgebildet, mit einem Bordnetz eines Schiffes o- der mit einem landseitigen elektrischen Verbraucher verbunden zu werden.

Ferner kann ein Generatormodul vorgesehen sein. Auch ein Abgasaufbereitungsmo- dul kann von dem modularen Energieversorgungssystem umfasst sein. Darüber hinaus ist es auch möglich, dass der Generator nicht in einem separaten Generatormodul, sondern in dem Maschinenmodul angeordnet ist. Ebenso können die Schaltschränke und das Abgasmodul in das Maschinenmodul integriert sein.

Mit Vorteil ist vorgesehen, dass der Brennstoffspeicher ein Tank für verflüssigtes Erd- gas und/oder für komprimiertes Erdgas ist, wobei die Energieversorgungsvorrichtung bevorzugt nur ein Brennstoffspeichermodul mit einem Tank für verflüssigtes Erdgas oder nur ein Brennstoffspeichermodul mit einem Tank für komprimiertes Erdgas, oder ein Brennstoffspeichermodul mit einem Tank für verflüssigtes Erdgas und ein Brenn- stoffspeichermodul mit einem Tank für komprimiertes Erdgas umfasst.

Je nach Brennstoffangebot kann das Brennstoffspeichermodul beziehungsweise der Brennstoffspeicher des Brennstoffspeichermoduls ausgebildet sein verflüssigtes Erd- gas oder komprimiertes Erdgas aufzunehmen. Durch die Modularität des Energiever- sorgungssystems und der daraus herstellbaren Energieversorgungsvorrichtung ist ein einfacher Austausch des Brennstoffspeichermoduls möglich, sodass die Energiever- sorgungsvorrichtung auf einfache Weise für den Betrieb mit verflüssigtem Erdgas oder mit komprimiertem Erdgas konfigurierbar ist. Darüber hinaus können auch zwei Brennstoffspeichermodule in der Energieversorgungsvorrichtung vorgesehen sein, wobei das erste Brennstoffspeichermodul einen Tank für komprimiertes Erdgas und das zweite Brennstoffspeichermodul einen Tank für verflüssigtes Erdgas aufweist. Durch diese Ausgestaltung wird es möglich, im Betrieb schnell zwischen verschiede- nen Brennstoffquellen, also zwischen verflüssigtem Erdgas und komprimierten Erdgas, umzuschalten. Mit besonderem Vorteil ist das modulare Energieversorgungssystem beziehungsweise die Energieversorgungsvorrichtung ausgebildet, Strom unterschiedlicher Spannungen oder Frequenzen bereitzustellen. Beispielsweise ist die Energieversorgungsvorrich- tung, und insbesondere das Anschlussmodul, ausgebildet, Strom mit 50 Hertz oder 60 Hertz an das Bordnetz eines Schiffes oder an einen landseitigen Verbraucher zu lie- fern.

Mit besonderem Vorteil kann vorgesehen sein, dass die Vielzahl von Modulen ein Erd- gasleitungsanschlussmodul umfasst, wobei das Erdgasleitungsanschlussmodul ausge- bildet ist, mit einer Erdgasleitung eines Erdgasleitungsnetzes verbunden zu werden, wobei die Energieversorgungsvorrichtung bevorzugt nur eines aus der Gruppe beste- hend aus Brennstoffspeichermodul und Erdgasleitungsanschlussmodul umfasst.

Dadurch, dass das Brennstoffspeichermodul gegen ein Erdgasleitungsanschlussmodul ausgetauscht werden kann, ergibt sich die Möglichkeit, dass die Energieversorgungs- Vorrichtung, insbesondere bei einem landseitigen Betrieb für eine Energielieferung an einen landseitigen Verbraucher, an ein landseitiges Erdgasleitungsnetz angeschlossen werden kann. Hierdurch ist die Energieversorgungsvorrichtung nicht auf die in einem Tank des Brennstoffspeichermoduls gelagerte Brennstoffmenge limitiert. Das Erdgas- modul weist bevorzugt Anschlussmöglichkeiten für eine Erdgasleitung auf, beispiels- weise Rohrleitungen einschließlich Anschlusstücke, Druckminderungseinheiten und Ventile. Ein Betrieb der Energieversorgungsvorrichtung mit einem Erdgasleitungsan- schlussmodul ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn die Energieversorgungseinheit mittel- bis längerfristig am selben Ort, insbesondere landseitig, betrieben wird.

Ferner kann bevorzugt vorgesehen sein, dass die Verbrennungskraftmaschine eine Gasverbrennungskraftmaschine, insbesondere für verflüssigtes Erdgas und/oder für komprimiertes Erdgas, ist.

Die Energieversorgungsvorrichtung beziehungsweise das modulare Energieversor- gungssystem kann dazu ausgelegt sein, 500 kWh bis 9.000 kWh Energie zu liefern. Die Spannungsbereiche sind bevorzugt 380 Volt bis 11000 Volt, weiter bevorzugt 400 Volt bis 1100 Volt, insbesondere bevorzugt 400 Volt bis 440 Volt, und das Energieversor- gungssystem ist bevorzugt betreibbar in einem Temperaturbereich zwischen 90 und 100°C. Die Spannungen können bevorzugt auch 1000 Volt bis 11000 Volt, weiter be- vorzugt 5000 Volt bis 11000 Volt, insbesondere bevorzugt 10000 Volt bis 11000 Volt betragen.

Eine weitere Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe besteht in einer Energieversorgungsvorrichtung, welche aus einem vorbeschrieben modularen Ener- gieversorgungssystem herstellbar ist beziehungsweise aus den Modulen des vorbe- schriebenen modularen Energieversorgungssystems zusammensetzbar ist.

Eine noch weitere Lösung des der Erfindung zugrundeliegenden Problems liegt in der Bereitstellung eines Moduls für ein vorbeschriebenes modulares Energieversorgungs- system oder für eine vorbeschriebene Energieversorgungsvorrichtung.

Eine weitere Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe liegt in der Bereit- stellung eines Wasserfahrzeuges mit einem vorbeschriebenen modularen Energiever- sorgungssystem und/oder einer vorbeschriebenen Energieversorgungsvorrichtung.

Eine weitere Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe liegt in der Bereit- stellung eines Verfahrens zur Energieversorgung eines Wasserfahrzeuges und/oder eines landseitigen Verbrauchers mit Energie, insbesondere elektrischer, mechanischer oder Wärmeenergie, wobei ein vorbeschriebenes modulares Energieversorgungssys- tem und/oder eine vorbeschriebene Energieversorgungsvorrichtung verwendet wird, wobei die Energieversorgungsvorrichtung bei der Energieversorgung des Wasserfahr- zeuges nur ein Kühlmodul umfasst, und wobei die Energieversorgungsvorrichtung das Wasserfahrzeug bevorzugt nur mit elektrischer Energie versorgt.

Sämtliche im Zusammenhang mit dem modularen Energieversorgungssystem be- schriebenen Merkmale und Vorteile sind in entsprechender Weise auch auf die Ener- gieversorgungsvorrichtung, das Modul für eine modulare Energieversorgungsvorrich- tung und auf das Verfahren zur Energieversorgung übertragbar.

Durch die Maßnahme, dass die Energieversorgungsvorrichtung Im Betrieb zur Liefe- rung von elektrischer Energie an ein Wasserfahrzeug verfahrensgemäß nur ein Kühl- modul umfasst, kann die verwendete Energieversorgungsvorrichtung kompakter aus- gestaltet werden. Mit Vorteil kann vorgesehen sein, dass die Energieversorgungsvorrichtung bei der Energieversorgung des landseitigen Verbrauchers nur ein Wärmetauschermodul um- fasst, und dass die Energieversorgungsvorrichtung den landseitigen Benutzer mit elektrischer Energie und Wärmeenergie versorgt, wobei bevorzugt mittels des Wär- metauschermoduls Wärme der Verbrennungskraftmaschine und/oder der, insbeson- dere gasförmigen, Verbrennungsprodukte der Verbrennungskraftmaschine auf ein Wärmeträgermedium, insbesondere Wasser, übertragen wird, wobei weiter bevor- zugt die Wärme in ein Wärmenetz, insbesondere ein Fernwärme und/oder ein Nah- wärmenetz, eingespeist wird.

Das Wärmetauschermodul gestattet es Wärmeenergie beziehungsweise Wärme bei der Energieversorgung eines landseitigen Verbrauchers an denselben oder andere landseitige Verbraucher zu liefern. Beispielsweise kann die Wärme beziehungsweise die Wärmeenergie über ein Wärmeträgermedium, insbesondere Wasser, in ein Wär- menetz, insbesondere ein Fernwärme- und/oder ein Nahwärmenetz, eingespeist wer- den. Flierdurch wird die Effizienz des Verfahrens zur Energieversorgung erhöht.

Mit Vorteil kann vorgesehen sein, dass das Kühlmodul und das Wärmetauschermodul gegeneinander ausgetauscht werden, um die Energieversorgungsvorrichtung für die Energieversorgung eines Wasserfahrzeugs und/oder eines landseitigen Verbrauchers zu konfigurieren.

Durch den Austausch des Kühlmoduls gegen das Wärmetauschermodul kann das Ver- fahren auf einfache Weise an die Energieversorgung eines Wasserfahrzeuges und an die Energieversorgung eines landseitigen Verbrauchers angepasst werden. Es wird dafür nur ein Austauschschritt eines einzigen Moduls mit einem anderen Modul, näm- lich des Kühlmoduls mit dem Wärmetauschermodul, benötigt. Es muss dann lediglich das ausgetauschte Modul zwischengelagert werden. Hierdurch wird der Platzbedarf während der Durchführung des Verfahrens verringert. Die Konfiguration der Energie- versorgungsvorrichtung kann schnell und einfach über entsprechende Verbindungen zwischen den Modulen der Energieversorgungsvorrichtung von Statten gehen. Es wird somit ein einfaches und flexibles Verfahren zur Energieversorgung von Wasserfahr- zeugen und/oder landseitigen Verbrauchern bereitgestellt. Mit besonderem Vorteil kann vorgesehen sein, dass die Energieversorgungsvorrich- tung bei der Energieversorgung des landseitigen Verbrauchers ein Erdgasleitungsan- schlussmodul umfasst und an ein landseitiges Erdgasleitungssystem angeschlossen wird.

Durch den bevorzugten Austausch des Brennstoffspeichermoduls mit einem Erdgas- anschlussleitungsmoduls kann das Verfahren bzw. die in dem Verfahren verwendete Energieversorgungsvorrichtung für die Lieferung von elektrischer, mechanischer und Wärmeenergie an einen landseitigen Verbraucher derart angepasst werden, dass das Verfahren nicht mehr an eine limitierte in einem Brennstoffspeichermodul gespei- cherte Brennstoff menge gebunden ist. Insbesondere bei einer mittel- oder längerfris- tigen Durchführung des Verfahrensschritts der Lieferung von Energie an einen landsei- tigen Verbraucher ist der Austausch eines Brennstoffspeichermoduls mit einem Erd- gasleitungsanschlussmodul vorteilhaft.

Kurze Beschreibung der Figuren

Die vorliegende Erfindung wird nachstehend anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen

Fig. 1 eine Seitenansicht eines modularen Energieversorgungssystems mit einer

Energieversorgungsvorrichtung für den Betrieb auf einem Wasserfahrzeug,

Fig. 2 eine Seitenansicht eines modularen Energieversorgungssystems mit einer

Energieversorgungsvorrichtung für die Lieferung von Energie an einen landsei- tigen Verbraucher,

Fig. 3 eine Aufsicht auf ein modulares Energieversorgungssystem mit einer Energie- versorgungsvorrichtung.

Fig. 4 eine Seitenansicht eines modularen Energieversorgungssystems mit einer

Energieversorgungsvorrichtung mit einem Erdgasleitungsanschlussmodul, und Fig. 5 ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Energieversorgung eines Wasserfahr- zeugs und/oder eines landseitigen Verbrauchers mit Energie. Ausführliche Beschreibung der Figuren

Fig. 1 zeigt schematisch ein modulares Energieversorgungssystem 100 umfassend eine Vielzahl Module 10. Eine Untergruppe 11 der Vielzahl von Modulen 10 ist zu einer Energieversorgungsvorrichtung 12 zusammengesetzt. Das Energieversorgungssystem 100 umfasst ein Maschinenmodul 13 mit zwei Verbrennungskraftmaschinen 14 und ein Brennstoffspeichermodul 15 mit einem Brennstoffspeicher 16. Der Brenn- stoffspeicher 16 ist als Tank 17 für verflüssigtes Erdgas ausgebildet. Ferner umfasst das Energieversorgungssystem 100 ein Kühlmodul 18, ein Wärmetauschermodul 19, ein Steuereinrichtungsmodul 20 sowie ein Anschlussmodul 21. Das Steuereinrich- tungsmodul 20 umfasst eine elektrische Steuervorrichtung 22, welche ausgebildet ist, den Betrieb der Energieversorgungsvorrichtung 12 zu steuern. Das Anschlussmodul 21 umfasst eine Kabeltrommel 23 mit einem Kabel 24, über welches elektrische Energie an ein nicht dargestelltes Wasserfahrzeug beziehungsweise einen landseitigen Ver- braucher geliefert werden kann.

Die Energieversorgungsvorrichtung 12 umfasst zudem ein Gasaufbereitungsmodul 26. Die Energieversorgungsvorrichtung 12 der Fig. 1 ist für eine Energieversorgung eines Wasserfahrzeuges ausgebildet. Die Untergruppe 11 der Module 10 umfasst daher das Kühlmodul 18, während das Wärmetauschermodul 19 nicht Teil der Energieversor- gungsvorrichtung 12 ist. Die Module 10 der Untergruppe 11 sind über Verbindungs- Vorrichtungen 27, welche als Twistlock-Verbindungen 28 ausgebildet sind, miteinan- der verbunden.

Die aus der Untergruppe 11 von Modulen 10 zusammengesetzte Energieversorgungs- Vorrichtung 12 weist Abmessungen eines Standard-ISO-Containers 29 auf. Insbeson- dere beträgt die Länge 40 Fuß und die Flöhe 31 beträgt 8 Fuß 6 Zoll. Die Untergruppe 11 der Module 10 ist auf einem doppelten Boden 32 angeordnet. Der doppelte Boden 32 kann ebenfalls als ein Modul 10 der Untergruppe 11 ausgebildet sein. Das Gasauf- bereitungsmodul 26 umfasst Gasaufbereitungsmittel 33 zum Erwärmen und Druckre- duzieren des flüssigen Erdgases aus dem Tank 17 des Brennstoffspeichermoduls 15. Das Erdgas wird über Fluidleitungen 34 durch das Gasaufbereitungsmodul 26 zu der Verbrennungskraftmaschine 14 beziehungsweise zu dem Generator 25 geleitet. Dafür sind zwischen den Modulen 10 der Untergruppe 11 entsprechende Anschlüsse 34a vorgesehen. Das Kühlmodul 18 ist ausschließlich dazu ausgebildet, die Verbrennungs- kraftmaschinen 14 beziehungsweise die Generatoren 25 zu kühlen. Wärme bezie- hungsweise Abwärme der Verbrennungskraftmaschinen 14 oder der Generatoren 25 wird von dem Kühlmodul 18 abgeführt und an die Außenumgebung abgegeben, ohne dass die Wärmeenergie zur weiteren Energieversorgung genutzt wird.

Das Kühlmodul 18 weist im Wesentlichen identische Ausmaße wie das Wärmetau- schermodul 19 auf, sodass das Kühlmodul 18 gegen das Wärmetauschermodul 19 ein- fach ausgetauscht werden kann. Entsprechend weist das Wärmetauschermodul 19 ebenfalls Verbindungsvorrichtungen 27, welche als Twistlock-Vorrichtungen 28 aus- gebildet sind, auf. Beispielhaft ist am Wärmetauschermodul 19 dargestellt, dass die Module 10 eine als Tragrahmen 35 ausgebildete Trägerstruktur 36 aufweisen. Zwar ist in der Fig. 1 nur das Wärmetauschermodul 19 mit einer Trägerstruktur 36 versehen, jedoch ist bevorzugt jedes der Module 10 des modularen Energieversorgungssystems 100 mit einem entsprechenden Tragrahmen 35 beziehungsweise einer Trägerstruktur 36 ausgebildet.

Das Brennstoffspeichermodul 15 umfasst einen Tank 17 für flüssiges Erdgas. Jedoch ist es auch möglich, dass das Brennstoffspeichermodul 15 einen Tank 17 für kompri- miertes Erdgas aufweist. Das Brennstoffspeichermodul 15 ist wie das Kühlmodul 18 austauschbar und über Verbindungsvorrichtungen 27 mit den weiteren Modulen 10 verbunden. Durch einfaches Austauschen des Brennstoffspeichermoduls 15 kann die Energieversorgungsvorrichtung 12 zwischen einem Betrieb mit flüssigem Erdgas und einem Betrieb mit komprimierten Erdgas konfiguriert werden. Das Wärmetauscher- modul 19 weist einen Wärmetauscher 37 auf. Das Kühlmodul 18 weist Kühlvorrich- tungen 38 auf.

Fig. 2 zeigt das modulare Energieversorgungssystem 100 der Fig. 1. Entgegen der Dar- stellung in Fig. 1 umfasst die Energieversorgungsvorrichtung 12 jedoch anstatt des Kühlmoduls 18 das Wärmetauschermodul 19. Darüber hinaus bestehen keine Unter- schiede des Energieversorgungssystems 100 der Fig. 2 zu dem Energieversorgungssys- tem 100 der Fig. 1. Die Untergruppe 11 des modularen Energieversorgungssystems 100 umfasst somit das Maschinenmodul 13, das Brennstoffspeichermodul 15, das Wärmetauschermodul 19, das Steuereinrichtungsmodul 20, das Anschlussmodul 21 sowie das Gasaufbereitungsmodul 26 und den doppelten Boden 32. Wie in Fig. 2 wei- ter zu erkennen ist, umfasst auch das Kühlmodul 18 eine als Tragrahmen 35 ausgebil- dete Trägerstruktur 36. Auch in der Ausführungsform der Fig. 2 ist jedes weitere Mo- dul 10 der Untergruppe 11 von Modulen 10 mit einer entsprechenden Trägerstruktur 36 ausgebildet.

Die Energieversorgungsvorrichtung 12 der Fig. 2 ist insbesondere für einen landseiti- gen Betrieb zur Energieversorgung eines landseitigen Verbrauchers ausgebildet. Hier für wird einerseits über das Kabel 24 der Kabeltrommel 23 des Anschlussmoduls 21 elektrische Energie an einen landseitigen Verbraucher geliefert. Darüber hinaus wird über den Wärmetauscher 37 des Wärmetauschermoduls 19 Wärme beziehungsweise Wärmeenergie der Verbrennungskraftmaschinen 14 beziehungsweise der insbeson- dere gasförmigen Verbrennungsprodukte der Verbrennungskraftmaschinen 14 auf ein Wärmeträgermedium wie Wasser übertragen und in ein nicht dargestelltes landseiti ges Nahwärme- beziehungsweise Fernwärmenetz eingespeist.

Fig. 3 zeigt eine Aufsicht auf das modulare Energieversorgungssystem der Fig. 1. Das Maschinenmodul 13 weist Verbrennungskraftmaschinen 14 beziehungsweise Genera- toren 25 auf. Ferner sind im Maschinenmodul 13 weitere technische Einrichtungen 39 vorgesehen. Die technischen Einrichtungen 39 können beispielsweise Abgastechnik umfassen. In der Fig. 3 sind die technischen Einrichtungen 39 in dem Maschinenmodul 13 angeordnet. Jedoch ist es auch möglich, dass die technischen Einrichtungen 39 in separaten Modulen 10 vorgesehen sind.

Fig. 4 zeigt schließlich eine weitere Ausgestaltung des modularen Energieversorgungs- systems 100. Gegenüber der Ausgestaltung der Fig. 2 unterscheidet sich bei dem mo- dularen Energieversorgungssystem 100 der Fig. 4 die aus der Untergruppe 11 von Modulen 10 zusammengesetzte Energieversorgungsvorrichtung 12 darin, dass anstel- le eines Brennstoffspeichermoduls 15 ein Erdgasleitungsanschlussmodul 40 vorgese- hen ist. Das Erdgasleitungsanschlussmodul 40 weist eine Anschlussvorrichtung 41 für den Anschluss an ein landgebundenes nicht dargestelltes Erdgasleitungsnetz auf. Fer- ner weist das Erdgasleitungsanschlussmodul 40 eine Vorrichtung 42 mit Druckminde- rungseinheiten und Ventilen auf. In der Ausführungsform der Energieversorgungsvor- richtung 12 nach Fig. 4 ist das modulare Energieversorgungssystem 100 beziehungs- weise die Energieversorgungsvorrichtung 12 besonders geeignet für den landseitigen Einsatz, in dem elektrische Energie und Wärmeenergie an einen landseitigen Verbrau- cher geliefert wird. Durch die Möglichkeit, mittels des Erdgasleitungsanschlussmoduls 40 die Energieversorgungsvorrichtung 12 an ein landseitiges Erdgasnetz anzuschlie- ßen, ist diese insbesondere für einen mittel- oder langfristigen Betrieb an Land ausge- bildet. Insbesondere ist die Energieversorgungsvorrichtung 12 in der Ausführungsform nach Fig. 4 nicht an die begrenzte Speicherkapazität eines Brennstoffspeichers 16 in einem Brennstoffspeichermodul 15 gebunden.

Fig. 5 zeigt schließlich eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Ver- fahrens 200 zur Energieversorgung eines Wasserfahrzeuges und/oder eines landseiti gen Verbrauchers.

Im Verfahrensschritt S1 ist die Energieversorgungsvorrichtung 12 des modularen Energieversorgungssystems 100 gemäß der Ausführungsform nach Fig. 1 ausgebildet und auf einem Wasserfahrzeug angeordnet. Die Energieversorgungsvorrichtung 12 des modularen Energieversorgungssystems 100 versorgt das Bordnetz des Wasser- fahrzeuges, insbesondere des Schiffes, mit elektrischer Energie. Das Kühlmodul 18 der Energieversorgungsvorrichtung 12 ist ausschließlich dazu ausgebildet, die Verbren- nungskraftmaschinen 14 beziehungsweise die Generatoren 25 der Energieversor- gungsvorrichtung 12 zu kühlen. Die Wärme wird als Abwärme an die Umgebung ab- gegeben. In einem zweiten Verfahrensschritt S2 wird das Kühlmodul 18 der Energie- versorgungsvorrichtung 12 entfernt und an dessen Stelle ein Wärmetauschermodul 19 eingesetzt, sodass die Energieversorgungsvorrichtung 12 nach der Ausführungs- form gemäß Fig. 2 ausgebildet ist. Im Verfahrensschritt S3 wird die Energieversor- gungsvorrichtung 12 nach der Fig. 2 an Land eingesetzt und versorgt einen landseiti gen Verbraucher mit elektrischer Energie und Wärme beziehungsweise Wärmeener- gie. Die Energieversorgungsvorrichtung 12 kann wiederum für eine Energieversorgung des Wasserfahrzeuges umkonfiguriert werden, indem die Verfahrensschritte S1 bis S3 in umgekehrter Richtung, das heißt von S3 über S2 nach Sl, durchlaufen werden. Liste der Bezugszeichen

100 Modulares Energieversorgungssystem

10 Modul

11 Untergruppe

12 Energieversorgungsvorrichtung

13 Maschinenmodul

14 Verbrennungskraftmaschine

15 Brennstoffspeichermodul

16 Brennstoffspeicher

17 Tank

18 Kühlmodul

19 Wärmetauschermodul

20 Steuereinrichtungsmodul

21 Anschlussmodul

22 Steuervorrichtung

23 Kabeltrommel

24 Kabel

25 Generator

26 Gasaufbereitungsmodul

27 Verbindungsvorrichtung

28 Twist-Lock-Vorrichtung

29 ISO-Container

30 Länge

31 Höhe

32 Doppelter Boden

33 Gasaufbereitungsmittel

34 Leitungen

34a Anschlüsse

35 Tragrahmen

36 Trägerstruktur Wärmetauscher

Kühlvorrichtung

Technische Einrichtung Erdgasleitungsanschlussmodul Anschlussvorrichtung

Vorrichtung Verfahren Verfahrensschritt

Verfahrensschritt

Verfahrensschritt