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Title:
MODULAR FOOT PLATFORM FOR A DRIVER'S CAB OF A RAIL VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/214956
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a modular foot platform (1) for a driver's cab of a rail vehicle and to the assembly thereof, the foot platform (1) comprising at least a base frame (2) having a height adjustment mechanism (5), an intermediate frame (3) mounted on the base frame (2), and a step plate (4) lying on the intermediate frame (3). The height adjustment mechanism (5) comprises at least one operating element (34), which is arranged at least partially in a region on or above the top side of the step plate (4), which top side faces away from the base frame (2). A rail vehicle (50) having a driver's cab (51) and having a modular foot platform (1) arranged therein is also described.

Inventors:
HENGSTENBERG, Thomas (Bussardstr. 90, Gröbenzell, 82194, DE)
BEZOLD, Michael (Simonsfeldstraße 15, München, 80997, DE)
Application Number:
EP2019/060589
Publication Date:
November 14, 2019
Filing Date:
April 25, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS MOBILITY GMBH (Otto-Hahn-Ring 6, München, 80333, DE)
International Classes:
B61C17/04
Domestic Patent References:
WO2015106807A12015-07-23
Foreign References:
CN107933584A2018-04-20
DE202016004888U12016-10-19
AU2003203693A12004-11-04
CN107963088A2018-04-27
US20130220168A12013-08-29
JP2011143811A2011-07-28
CN206678987U2017-11-28
DE202016004888U12016-10-19
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Claims:
Patentansprüche

1. Modulares Fußpodest (1) für einen Führerstand eines

Schienenfahrzeugs, umfassend zumindest die folgenden

Komponenten :

- einen Grundrahmen (2), welcher einen Höhenverstell

mechanismus (5) aufweist,

- einen auf dem Grundrahmen (2) angebrachten Zwischenrahmen (3) ,

- ein auf dem Zwischenrahmen (3) angeordnetes Trittblech (4), wobei der Höhenverstellmechanismus (5) zumindest ein

Bedienelement (34) umfasst, welches zumindest teilweise in einem Bereich auf oder oberhalb der vom Grundrahmen (2) wegweisenden Oberseite des Trittblechs (4) angeordnet ist.

2. Modulares Fußpodest nach Anspruch 1, wobei der Höhen verstellmechanismus (5) einen Hubtisch (6) umfasst,

vorzugsweise einen Scherenhubtisch (6) mit zumindest einer Hubschere ( 7 ) .

3. Modulares Fußpodest nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Höhenverstellmechanismus (5) zumindest eine Feder (32), vorzugsweise zumindest eine Gasdruckfeder (32),

umfasst .

4. Modulares Fußpodest nach Anspruch (3), wobei der

Höhenverstellmechanismus (5) zumindest einen Bowdenzug (33) umfasst, welcher mit der Feder (32) und dem Bedienelement (34) verbunden ist.

5. Modulares Fußpodest nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei die Feder (32) und/oder die Hubschere (7) in einer Längsrichtung (L) des Fußpodests (1) im Grundrahmen (2) angeordnet sind.

6. Modulares Fußpodest nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Grundrahmen (2) zumindest zwei Auflagebereiche (23, 24) für den Zwischenrahmen (3) aufweist, wobei die Auflage bereiche (23, 24) unterschiedliche Winkelstellungen zu einer Unterseite des Fußpodests (1) aufweisen.

7. Modulares Fußpodest nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Grundrahmen (2) zumindest eine Befestigung (21) aufweist, an welchem der Bowdenzug (33) angebracht ist.

8. Modulares Fußpodest nach einem der Ansprüche 2 bis 7, wobei ein Fersenpunkt (F) auf dem Trittblech (4) unterhalb einer Oberkante (0) des Hubtisches (6) liegt.

9. Modulares Fußpodest nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei eine Unterkante (U) des Bedienelements (34) in einem Abstand von maximal 10 mm, bevorzugt maximal 5 mm, auf der vom Grundrahmen (2) wegweisenden Oberseite des Trittblechs (4) angeordnet ist.

10. Modulares Fußpodest nach einem der vorstehenden

Ansprüche, wobei das Trittblech (4) eine Aussparung (43) für das Bedienelement (34) aufweist und zwischen dem

Bedienelement (34) und der vom Grundrahmen (2) wegweisenden Oberseite des Trittblechs (4) zumindest ein Abdeckblech (30a, 30b) angeordnet ist, welches die Aussparung (43) zumindest teilweise abdeckt.

11. Schienenfahrzeug (50) mit einem Führerstand (51) und einem darin angeordneten modularem Fußpodest (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche.

12. Verfahren zur Montage eines modularen Fußpodests (1) für einen Führerstand eines Schienenfahrzeugs, umfassend

zumindest die folgenden Schritte:

- Bereitstellen eines Grundrahmens (2), welcher einen

Höhenverstellmechanismus (5) aufweist,

- Anbringen eines Zwischenrahmens (3) auf dem Grundrahmen

(2) , - Anordnen eines Trittblechs (4) auf dem Zwischenrahmen (3), wobei der Höhenverstellmechanismus (5) mit zumindest einem Bedienelement (34) versehen wird, welches zumindest teilweise in einem Bereich auf oder oberhalb der vom Grundrahmen (2) wegweisenden Oberseite des Trittblechs (4) angeordnet wird.

13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei das Bedienelement (34) an dem Grundrahmen (2) oder dem Zwischenrahmen (3) montiert wird und das Trittblech (4) eine Aussparung (43) aufweist und das Trittblech (4) so auf dem Zwischenrahmen (3) angeordnet wird, dass das Bedienelement (34) durch die Aussparung (43) im Trittblech (4) hinausragt.

Description:
Modulares Fußpodest für einen Führerstand eines

Schienenfahrzeugs

Die Erfindung betrifft ein modulares Fußpodest für einen Führerstand eines Schienenfahrzeugs, ein Verfahren zur

Montage eines solchen modularen Fußpodests sowie ein

Schienenfahrzeug mit einem darin angeordnetem modularen Fußpodest .

Bei Schienenfahrzeugen bzw. einem angetriebenem Eisenbahn fahrzeug, das zur Zugförderung dient, werden in der Regel höhenverstellbare Fahrersitze verwendet, um Fahrzeugführern bzw. Lokführern unterschiedlichster Größe die erforderliche Sicht nach vorne zu ermöglichen. Damit die Fahrzeugführer auch weiterhin mit dem Fuß die erforderlichen Pedale

erreichen können und ihre Füße bequem abstützen können, sind ebenfalls höhenverstellbare Fußpodeste erforderlich.

In der DE 20 2016 004 888 Ul wird daher vorgeschlagen, ein Fußpodest mittels einer Scherenkonstruktion von unten nach oben zu verfahren. Hierbei sind zwei Hubscheren bzw. ein Hubscherenpaar zwischen einer Bodenplatte und einer

Trittplatte angeordnet und jeweils an diesen befestigt. Zudem weist das Fußpodest eine mechanische Federeinheit in

Kombination mit einem Pneumatikzylinder auf. Da die

Bodenplatte, die Trittplatte und die Hubscheren eine Einheit bilden, muss das gesamte Fußpodest je nach Fahrzeug bzw.

Projektanforderung individuell angepasst und gestaltet werden. Hierdurch kann es passieren, dass aufgrund von nur kleinen Änderungen, wie beispielsweise einer geänderten Fußnischenabmessung im Führerstand, ein komplett neues

Fußpodest gestaltet werden muss. Die Herstellung bzw. die Montage eines komplett neuen Fußpodests kann aber sehr zeit- und somit auch sehr kostenintensiv sein.

In der Regel erfolgt zudem die Betätigung der Höhenver stellung mittels eines Bedienelements räumlich vom Fußpodest getrennt, z. B. mittels eines am Fahrerpult angeordneten Schalters bzw. Tasters. Das Fahrerpult ist dabei in der Regel oberhalb des Fußraums im Führerstand angeordnet. Dies erhöht zusätzlich den Montageaufwand, wenn das Bedienelement und eine Verbindung vom Bedienelement zum Fußpodest an das

Fahrerpult angepasst werden muss.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein eigenständig höhenverstellbares Fußpodest bereitzustellen, dass eine

Vielzahl von Fahrzeug- und Projektanforderungen erfüllt, wobei die Montage des Fußpodests schnell, einfach und

kostensparend erfolgt.

Diese Aufgabe wird durch ein modulares Fußpodest gemäß

Patentanspruch 1, ein Schienenfahrzeug gemäß Patentanspruch 11 sowie durch ein Verfahren zur Montage eines modularen Fußpodests gemäß Patentanspruch 12 gelöst.

Das erfindungsgemäße modulare Fußpodest für einen Führerstand bzw. eine Steuerkanzel eines Schienenfahrzeugs bzw.

Triebfahrzeugs umfasst zumindest die folgenden Komponenten:

Eine Komponente ist ein Grundrahmen, welcher als eine Art standardisierter Grundrahmen für verschiedene Fahrzeuge, wie z. B. Straßenbahnen, Metro, Lokomotiven, Regionalzüge und Hochgeschwindigkeitszüge sowie für verschiedenste

Kundenprojekte verwendet werden kann. Der Grundrahmen weist dabei einen Höhenverstellmechanismus auf, mit dem das

Fußpodest in eine beliebige Höhe verfahren werden kann. Die Grundabmessung des Grundrahmens und der dazu gehörende

Höhenverstellmechanismus sind auch bei unterschiedlichen Anforderungen immer identisch und müssen daher nicht extra abgeändert bzw. angepasst werden.

Eine weitere Komponente des modularen Fußpodests ist ein auf dem Grundrahmen angebrachter bzw. aufgelegter individueller Zwischenrahmen bzw. Versteifungsrahmen. Der Zwischenrahmen weist zum einen eine stabilisierende Funktion für den

Grundrahmen und eine tragende Funktion für ein Trittblech bzw. die Fußauflage eines Fahrzeugführers auf. Dieser

Zwischenrahmen kann so ausgestaltet und auf dem Grundrahmen aufgebracht werden, dass er individuell an eine Fußnische in einem Führerstand gemäß der Fahrzeug- und Projektanforderung angepasst ist. Es handelt sich also bei dem Zwischenrahmen nicht um eine standardisierte Einzelbaugruppe (wobei als „Einzelbaugruppe" auch ein einzelnes Bauteil verstanden werden kann), sondern um eine fahrzeug- bzw.

proj ektspezifische Einzelbaugruppe .

Eine dritte Komponente ist ein auf dem Zwischenrahmen

aufliegendes Trittblech. Das Trittblech oder auch

beispielsweise ein zusätzliches Blech, das die Seitenwände des Grundrahmens umgibt, so dass beispielsweise kein Fuß etc. einer Person zwischen den Höhenverstellmechanismus gelangen kann, können ebenfalls proj ektspezifisch ausgestaltet werden.

Der Höhenverstellmechanismus umfasst zumindest ein Bedien element mit dem der Höhenverstellmechanismus ausgelöst und welches beispielsweise durch Antippen eines Fahrzeugführers mit dem Fuß bedient werden kann. Das Bedienelement ist dabei individuell für eine Fußbedienung zumindest teilweise in einem Bereich auf oder oberhalb der vom Grundrahmen

wegweisenden Oberseite des Trittblechs angeordnet. Somit kann das Bedienelement vorzugsweise direkt auf einer Oberfläche des Trittblechs angeordnet sein. Das Bedienelement kann aber ebenso auch vorzugsweise in einem kurzen Abstand über der Oberfläche eines Trittblechs angeordnet sein und dazu

beispielsweise, wie später noch erläutert wird, auf einer Art Abdeckblech oder dergleichen aufliegen. Ebenso kann es nur teilweise durch das Trittblech nach oben soweit hindurch ragen, dass es vom Fahrzeugführer mit dem Fuß bedient werden kann . Auch weitere Bedienelemente wie beispielsweise ein Pedal einer Sicherheitsfahrschaltung (oft auch als Totmannschaltung bezeichnet) , im Folgenden Sifa-Pedal genannt, können auf dem Trittblech angeordnet sein. Solche Sicherheitsfahrschaltungen dienen dazu einen Zug per Zwangsbremsung zum Stehen zu bringen, wenn ein Schienenfahrzeugführer während einer Fahrt handlungsunfähig wird. Eine Hornbetätigung, ein Schalter, um beispielsweise Spiegel einzuklappen, oder dergleichen, können auch auf dem Trittblech angeordnet werden. Diese

Bedienelemente können individuell ausgestaltet und angeordnet sein .

Es soll in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen werden, dass sich die Begriffe „oben" und „unten" etc. allgemein und auch im Rahmen der vorliegenden Erfindung im Folgenden auf Ausrichtungen in einer üblichen Anordnung im Raum beziehen. Dabei entspricht „oben" in Richtung einer Deckenwand weisend und „unten" in Richtung eines Bodens weisend. Der Begriff „hinten", in Bezug auf das Fußpodest, bedeutet dabei in

Richtung auf eine vorgesehene Fahrzeugführerposition (bei einer bestimmungsgemäßen Montage bzw. Nutzung des Fußpodests im Schienenfahrzeug), d.h. die Seite die näher am

Fahrzeugführer ist. Hier befindet sich der „Fersenpunkt", der einen Punkt bzw. Bereich beschreibt, auf welchem die Ferse eines Fahrzeugführers auf dem Fußpodest während einer Fahrt im Schienenfahrzeug normalerweise bzw. bestimmungsgemäß aufliegt. Der Begriff „vorne", in Bezug auf das Fußpodest, bezieht sich dabei auf eine Front des Fußpodest, welche in Richtung ins Innere der Fußnische weist, also vom

Fahrzeugführer weg und normalerweise in Richtung zur Front des Schienenfahrzeugs. Als „Längsrichtung" des Fußpodests wird die Richtung zwischen Fersenpunkt und der Front des Fußpodests definiert, d. h. die Längsrichtung verläuft in Fahrtrichtung eines Schienenfahrzeugs, in dem sich das

Fußpodest befindet. In einem entsprechenden erfindungsgemäßen Verfahren zur

Montage eines erfindungsgemäßen modularen Fußpodests für einen Führerstand eines Betriebsfahrzeugs, wird zunächst ein Grundrahmen bereitgestellt.

Daraufhin wird ein Zwischenrahmen auf dem Grundrahmen

angebracht bzw. aufgelegt. Der Zwischenrahmen kann dabei vorzugsweise mittels Befestigungsmitteln, z. B. Schrauben, am Grundrahmen montiert werden.

Anschließend wird ein Trittblech auf dem Zwischenrahmen angeordnet, welches beispielsweise bei Bedarf auch wieder abgenommen werden kann. Das Trittblech kann aber auch

dauerfest montiert werden.

Der Höhenverstellmechanismus des Grundrahmens wird mit zumindest einem Bedienelement versehen. Dieses Bedienelement wird zumindest teilweise in einem Bereich auf oder oberhalb der vom Grundrahmen wegweisenden Oberseite des Trittblechs angeordnet .

Der Zeitpunkt, wann das Bedienelement innerhalb des

Montageverfahrens montiert wird, kann variieren. So kann das Bedienelement z. B. nach Anbringung des Zwischenrahmens auf diesem angeordnet werden oder aber auch erst nachdem das Trittblech auf dem Zwischenrahmen angebracht wurde. Dies kann von der konkreten Ausgestaltung der Komponenten bzw.

Einzelbaugruppen abhängen.

Das erfindungsgemäße modulare Fußpodest wird also im

Wesentlichen aus drei modularen Einzelbaugruppen gebildet. Durch diese Reduzierung der Teilevielfalt kommt es somit gleichzeitig auch zu einer Reduzierung des Wartungsaufwandes. Durch den modularen Aufbau mit einem „standardisiertem"

Grundrahmen für eine Vielzahl von Schienenfahrzeugen und durch den anpassbaren Zwischenrahmen und das individuell gestaltbare Trittblech ist das Fußpodest bei gleichzeitiger Reduzierung der Teilevielfalt dennoch sehr flexibel auf projekt- und kundenspezifische Anforderungen anpassbar.

Da das Bedienelement ebenfalls im Fußpodest integriert ist, ist auch insoweit ein geringerer Montageaufwand nötig, als wenn das Bedienelement beispielsweise auf dem Fahrerpult angebracht wird.

Durch die oben beschriebene einfache und schnelle Montage des Fußpodests sowie durch die vereinfachte Anpassung des

Fußpodests kann es insbesondere zu einer enormen

Kosteneinsparung kommen.

Das modulare Fußpodest kann während der Fertigung eines beliebigen Schienenfahrzeugs in einer Fußnische eines

Führerstands angeordnet bzw. eingebaut werden.

Das erfindungsgemäße modulare Fußpodest kann aber auch in einen Führerstand eines bereits bestehenden Schienenfahrzeugs eingebaut werden, um dieses so nachzurüsten.

Weitere, besonders vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiter bildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen

Ansprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung, wobei die Ansprüche einer Anspruchskategorie auch analog zu den Ansprü chen und Beschreibungsteilen zu einer anderen Anspruchskate gorie weitergebildet sein können und insbesondere auch einzelne Merkmale verschiedener Ausführungsbeispiele bzw. Varianten zu neuen Ausführungsbeispielen bzw. Varianten kom biniert werden können.

Um die Höhe des Fußpodest leicht und stufenlos einzustellen umfasst der Höhenverstellmechanismus des Grundrahmens

bevorzugt einen Hubtisch bzw. ist als Hubtisch ausgestaltet, besonders bevorzugt einen Scherenhubtisch bzw. einen

Scherenmechanismus mit zumindest einer Hubschere bevorzugt zwei parallel arbeitenden bzw. parallel montierten Hubscheren. Diese Hubschere verbindet ein

Grundrahmenunterteil (Basis) des Scherenhubtisches bzw.

Grundrahmens mit einem zum Grundrahmenunterteil beweglichen Grundrahmenoberteil .

Der Scherenmechanismus weist vorzugsweise zwei gelenkige Festlager und zwei gelenkige Loslager auf, wobei die beiden vorderen Lager, vorzugsweise lose sind und die beiden

hinteren Lager (im Bereich des Fersenpunkts) vorzugsweise fest sind.

Vorzugsweise ist die Hubschere, nicht wie sonst ebenfalls üblich mittig im Grundrahmen angeordnet, sondern seitlich im Grundrahmen. Dies hat den Vorteil, dass im Grundrahmen, beispielsweise Leitungen von Bedienelementen etc. leichter verlegt und untergebracht werden können.

Als Aktor kann der Höhenverstellmechanismus beispielsweise einen Hydraulikzylinder umfassen, der z. B. von einem

Spindelmotor betrieben wird. Bevorzugt umfasst der

Höhenverstellmechanismus als Aktor aber zumindest eine Feder, besonders bevorzugt zumindest eine Gasdruckfeder. Der Aktor, vorzugsweise die Feder bzw. Gasdruckfeder, ist parallel zur Hubschere einerseits mit dem Grundrahmenunterteil und

andererseits mit dem Grundrahmenoberteil des Grundrahmens, vorzugsweise beweglich, z. B. gelenkig, verbunden.

Zur Auslösung des Aktors, beispielsweise Federkraft,

insbesondere der Druckkraft der Gasdruckfeder, umfasst der Höhenverstellmechanismus bevorzugt zumindest einen Bowdenzug, welcher mit dem Aktor, insbesondere der Feder bzw.

Gasdruckfeder, und dem Bedienelement verbunden ist.

Tippt der Fahrzeugführer z. B. mit einer Fußspitze,

beispielsweise von hinten, also vom Fersenpunkt aus gesehen, das Bedienelement an, so wird die Gasdruckfeder gelöst und das Fußpodest verfährt von unten nach oben. Beim Lösen des Bedienelements verharrt das Fußpodest dann in der gewünschten Höhenposition des Fahrzeugführers. Durch gleichzeitiges

Belasten des Fußpodests und Drücken des Bedienelements kann der Fahrzeugführer das Fußpodest wieder niedriger stellen.

Bei Bedarf können gegebenenfalls zusätzliche Aktoren, insbesondere Gasdruckfedern, in den Grundrahmen bzw.

Hubmechanismus integriert werden, welche in einer untersten Position des Fußpodests die Gasdruckfedern unterstützen können .

Damit der Bowdenzug beispielsweise nicht vom Scherenmechanis mus während einer Höhenverstellung eingeklemmt wird, kann der Bowdenzug an einer Befestigung, beispielsweise einem

Montageblech, des Grundrahmens angebracht werden. Um den Bowdenzug am Montageblech anzuordnen, weist dieses

vorzugsweise Löcher auf, an denen der Bowdenzug z. B. mit Kabelbindern oder dergleichen auf seiner Wegstrecke von der Gasdruckfeder zum Bedienelement angebracht bzw. fixiert werden kann. Somit wird ein ausreichender Längenausgleich des Bowdenzugs auf Grund des Weges der Gasdruckfeder und eine ausreichend feste Verlegung beispielsweise gegen ein Verhaken und/oder Abknicken des Bowdenzugs realisiert.

Damit ein Fahrzeugführer das Bedienelement auf dem Trittblech gut erreichen kann, während er beispielsweise auf dem

Fahrerstuhl sitzt, um wie bereits erwähnt, die Höhe des

Fußpodests, vorzugsweise um mindestens bis zu 150 mm, zu verändern, ist eine Unterkante des Bedienelements bevorzugt in einem Abstand von maximal 10 mm und besonders bevorzugt von maximal 5 mm auf der vom Grundrahmen wegweisenden

Oberseite des Trittblechs angeordnet.

Das Bedienelement zur Höhenverstellung des Fußpodests wird in der Regel nur einmal vor Fahrtantritt vom Fahrzeugführer bedient und eher selten während der Fahrt. Andere Taster oder Schalter, wie beispielsweise ein Sifa-Pedal und ein Horntaster, müssen dauerhaft oder relativ schnell und einfach erreicht werden. Um für solche Taster oder Schalter mehr Platz zu schaffen, ist das Bedienelement für die

Höhenverstellung zwar noch für die Füße eines Fahrzeugführers bequem erreichbar, aber vorzugsweise außerhalb eines

Hauptaktionsbereichs der Füße angeordnet. Der

Hauptaktionsbereich beschreibt dabei einen Bereich auf dem Trittblech, welchen der Fahrzeugführer besonders schnell und leicht mit nur kleinsten Bewegungen der Füße erreichen kann. In diesem Bereich können nun frei wählbar Taster und Schalter angeordnet werden, welche häufig bzw. schnell vom

Fahrzeugführer bedient werden müssen.

In einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Fußpodests weist das Trittblech eine

Aussparung bzw. Öffnung für das Bedienelement auf.

Das Bedienelement kann dann vorteilhafterweise während der Montage so an dem Grundrahmen oder bevorzugt dem

Zwischenrahmen montiert werden, dass das Bedienelement durch die Aussparung im Trittblech hinausragt. Für eine besonders bequeme Montage ist das lichte Maß der Aussparung

vorzugsweise größer als die Außenabmessungen des

Bedienelements, d. h. das Bedienelement kann komplett durch die Aussparung geschoben werden. Die Aussparung für das

Bedienelement kann dabei ein Loch im Trittblech sein oder aber auch eine Aussparung am Rand des Trittblechs, wenn beispielsweise das Bedienelement am Rand des Fußpodest außerhalb des oben beschriebenen Hauptaktionsbereichs

angeordnet ist.

Bevorzugt ist zwischen dem Bedienelement und der vom

Grundrahmen wegweisenden Oberseite des Trittblechs zumindest ein Abdeckblech angeordnet, welches die Aussparung des

Trittblechs zumindest teilweise abdeckt. Das Abdeckblech kann bei Bedarf leicht wieder abgenommen werden, sodass beispielsweise der Bowdenzug und die

Gasdruckfeder mitsamt des Bedienelements relativ einfach und schnell entfernt und beispielsweise gewartet oder

ausgetauscht werden kann. Ein leichter Zugang und Austausch der Trittblechbedienelemente und deren Leitungen kann zudem z. B. durch ein abnehmbares Trittblech, wie bereits erwähnt, erreicht werden.

Um die Montage weiter zu vereinfachen, weist auch der

Zwischenrahmen bevorzugt zumindest eine Aussparung auf, durch welche beispielsweise Wartungsarbeiten des unter dem

Zwischenrahmen liegenden Höhenverstellmechanismus

durchgeführt werden können, ohne dass es von Nöten ist, den Zwischenrahmen extra vom Grundrahmen abzumontieren.

Um eine möglichst gute ergonomische Ausrichtung für den Fuß eines Fahrzeugführers zu erreichen, ist das Trittblech nicht horizontal, sondern in Längsrichtung des Grundrahmens schräg nach vorne ansteigend ausgerichtet. Hierdurch kann auch der Fuß schräg auf das Trittblech aufgesetzt werden, wobei sich ein Fersenpunkt an einer unteren Position des Trittblechs befindet .

Dazu weist der Grundrahmen bevorzugt einen oder mehrere

Auflagebereiche auf, die in Längsrichtung des Grundrahmens entsprechend schräg nach vorne ansteigend ausgerichtet sind und auf die der Zwischenrahmen oder das Trittblech aufgelegt werden können.

Die Auflagebereiche haben weiterhin den Vorteil, dass sie die Bauhöhe beschränken können. Denn ein Kriterium bei der

Konstruktion eines Fußpodestes ist die Erfüllung des

Höhenverstellbereichs und der Lage des Fersenpunktes nach der Norm EN161861/1. Auf Grund dieser Kriterien weisen die meisten bestehenden Fußpodeste einen relativ großen

Einbauraum auf. Um die Einbauhöhe zu beschränken und dennoch unterschiedliche Ausrichtungswinkel des Trittblechs zu ermöglichen, ohne dieses austauschen zu müssen, weist der Grundrahmen zumindest zwei standardisierte Auflagebereiche mit unterschiedlichen Winkelstellungen zu einer Unterseite des Fußpodests auf. Die Unterseite stellt dabei eine virtuelle Ebene dar, auf der das Fußpodest steht.

Die Auflagebereiche mit unterschiedlichen Winkelstellungen können beispielsweise mittels eines abgeknickten Auflage winkels realisiert werden, der vorzugsweise entsprechend der Anzahl an unterschiedlichen Winkelstellungen, eine Anzahl an Abknickungen aufweist. Die Auflage bzw. der Auflagewinkel weist vorzugsweise einen Auflagebereich mit einer 8° Neigung bzw. Winkelstellung und vorzugsweise einen Auflagebereich mit einer 15° Neigung bzw. Winkelstellung auf.

Die Auflagebereiche bzw. der Auflagewinkel sind vorzugsweise an einem vorderen oberen Bereich des Grundrahmens, d.h. am Grundrahmenoberteil bzw. oben am Hubtisch, angeordnet, z.B. als ein vom Grundrahmenoberteil abgewinkeltes Blechteil.

Zusätzlich weist der Grundrahmen vorzugsweise auch eine untere Auflage auf, die einen hinteren Teil des Grundrahmens umfasst und sich unterhalb der oberen Auflagebereiche

befindet. Soll nun beispielsweise eine 15° Neigung des

Trittblechs erreicht werden, so wird der Zwischenrahmen auf den Auflagebereich mit einer 15° Neigung des oberen

Auflagewinkels gelegt und auf die untere Auflage. Weist die untere Auflage nur eine Winkelstellung auf, beispielsweise die 15 ° Neigung anstatt der 8° Neigung des oberen

Auflagewinkels, so kann vorzugsweise ein entsprechendes

Zwischenelement auf die untere Auflage gelegt werden, um so einen Ausgleich zwischen der 15° Neigung des unteren

Auflagewinkels des abgewinkeltes Blechteils und der 8°

Neigung der oberen Auflage, die einen hinteren Teil des

Grundrahmens umfasst zu erreichen. Aber auch weitere Auflagebereiche bzw. Auflagen mit anderen Neigungsgraden bzw. Winkelstellungen können verwendet werden, wenn dies gewünscht ist .

Je nachdem also auf welchem Auflagebereich der Zwischenrahmen bzw. das Trittblech aufgelegt wird, können so unterschied liche Neigungen bzw. Ausrichtungen des Trittblechs erreicht werden .

Auch eine Anordnung der einzelnen Komponenten des

Höhenverstellmechanismus im Fußpodest kann einen Einfluss auf die Höhe des entstehenden Fußpodests haben. Aus diesem Grund ist die Feder bzw. Gasdruckfeder vorzugsweise in einer

Längsrichtung im Grundrahmen des erfindungsgemäßen Fußpodests angeordnet. Auch die Hubschere kann vorzugsweise in einer Längsrichtung im Grundrahmen des erfindungsgemäßen Fußpodests angeordnet sein. Dadurch kann eine relativ geringe Bauhöhe erreicht werden. Bevorzugt wird so eine Bauhöhe von maximal 70 mm, besonders bevorzugt von maximal 58 mm, des Hubtisches erreicht, in dem der Hubmechanismus angeordnet ist, d.h. des Grundrahmens ohne die zusätzlichen Komponenten wie das vom Grundrahmenoberteil abgewinkelte Blechteil zur Realisierung der Winkelstellung des Trittblechs.

Ein weiteres Mittel um das Fußpodest relativ kompakt zu gestalten, ist es, den Zwischenrahmen in der Längsrichtung des Fußpodests vorzugsweise schräg nach unten hinten über den Grundrahmen hinauszuziehen. Hierdurch reicht der

Zwischenrahmen in Längsrichtung des Fußpodests bevorzugt mindestens 50 mm, besonders bevorzugt mindestens 200 mm über den Grundrahmen nach hinten, also in Richtung auf die

vorgesehene Fahrzeugführerposition, hinaus. Durch das

Herausziehen des Zwischenrahmens, kann somit auch der

Fersenpunkt weiter in Richtung zum Fahrzeugführer bzw. unten gezogen werden, wobei ein Fersenpunkt auf dem Trittblech unterhalb einer Oberkante des Hubtisches liegt. Der Fersenpunkt liegt dabei bevorzugt mindestens 30 mm unterhalb der Oberkante des Hubtisches, besonders bevorzugt ca. 34 mm unterhalb der Oberkante des Hubtisches.

Die Erfindung wird im Folgenden unter Hinweis auf die beigefügten Figuren anhand von Ausführungsbeispielen noch einmal näher erläutert. Dabei sind in den verschiedenen Figuren gleiche Komponenten mit identischen Bezugsziffern versehen. Es zeigen:

Figur 1 eine perspektivische Darstellung eines Grundrahmens zur Montage eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen modularen Fußpodests,

Figur 2 eine perspektivische Darstellung des Grundrahmens gemäß Figur 1 mit einem darauf montiertem

Zwischenrahmen nach einem zweiten Montageschritt zur Montage des modularen Fußpodests,

Figur 3 eine perspektivische Darstellung des Grundrahmens und des Zwischenrahmens gemäß Figur 2 mit einem auf dem Zwischenrahmen angeordneten Bedienelement nach einem dritten Montageschritt zur Montage des modularen Fußpodests,

Figur 4 eine perspektivische Darstellung des Grundrahmens, des Zwischenrahmens und des Bedienelements gemäß Figur 3 mit einem auf dem Zwischenrahmen aufgelegtem Trittblech nach einem vierten Montageschritt zur Montage des modularen Fußpodests,

Figur 5 eine perspektivische Darstellung des Grundrahmens, des Zwischenrahmens, des Bedienelements und des Trittblechs gemäß Figur 4 mit zwei Abdeckblechen zwischen dem Trittblech und einer Unterkante des Bedienelements nach einem fünften Montageschritt zur Montage des modularen Fußpodests, Figur 6 eine Schnittansicht des Grundrahmens und des

Zwischenrahmens des modularen Fußpodest in dem

Montagezustand nach Figur 4 in einer ersten Position,

Figur 7 eine Schnittansicht des Grundrahmens und des

Zwischenrahmens des Fußpodest wie in Figur 6, jedoch in einer zweiten Position.

Figur 8 schematisch eine Draufsicht auf einen Führerstand eines Triebfahrzeug mit einem im Führerstand angeordnetem modularen Fußpodest.

Die Figuren 1 bis 5 zeigen den Aufbau eines erfindungsgemäßen modularen Fußpodests 1 und werden daher gemeinsam

beschrieben .

Figur 1 zeigt dabei einen Grundrahmen 2 des modularen

Fußpodests 1. Der Grundrahmen 2 weist einen Höhenverstell mechanismus 5, hier einen Hubtisch 6 bzw. Scherenhubtisch 6 mit zwei Hubscheren 7 auf. Die beiden Hebel 18 der Hubscheren 7 sind dabei an eine Mittelachse bzw. Drehachse der

Hubscheren 7 über ein Befestigungsmittel 8, hier eine

Schraube 8, gelenkig miteinander verbunden. Die Hebel 18 der Hubscheren 7 sind endseitig jeweils an einem Gestell 10 des Grundrahmens 2 befestigt.

Die Hubscheren 7 sind dabei in Längsrichtung L parallel zueinander im Gestell 10 angeordnet, und befinden sich seitlich rechts und links am Gestell 10, wodurch

beispielsweise Leitungen oder dergleichen von Bedienelementen leichter im Grundrahmen 2 angeordnet werden können. Der Grundrahmen 2 ist hier also symmetrisch aufgebaut.

Das Gestell 10 umfasst zwei im Wesentlichen rechteckige übereinander liegende Rahmen 11, 12. Der untere Rahmen 12 bildet hier das Grundrahmenunterteil 12, der obere Rahmen 11 das Grundrahmenoberteil 11. Das Grundrahmenunterteil 12 und das Grundrahmenoberteil 11 des Gestells 10 sind über die Hubschere 7 beweglich, nämlich höhenverstellbar, miteinander verbunden und bilden so zusammen mit den Hubscheren 7 den Hubtisch 6.

Der obere Rahmen 11 und der untere Rahmen 12 weisen jeweils an beiden Seiten in Längsrichtung L verlaufende Längsprofile 13, 14, 15, 27 auf sowie vorne und hinten quer verlaufende Querprofile 44, 45, 46, 47, die die Längsprofile 13, 14, 15, 27 auf den beiden Seiten untereinander verbinden.

Die sich in Längsrichtung L erstreckenden Profile 13, 14 des oberen Rahmens 11 und die darunter liegenden Profile 15

(aufgrund der Perspektive in Figur 1, ist hier ein Profil nicht zu sehen) des unteren Rahmens 12 weisen hier jeweils eine Gleitschiene auf. Zwischen den Gleitschienen des oberen Rahmens 11 und des unteren Rahmens 12 erstrecken sich jeweils zwei Rundstangen 16, 17 (in Figur 1 ist nur jeweils eine

Rundstange zu erkennen) parallel zu den Querprofilen 44, 45, 46, 47 der Rahmen 11, 12. Die Enden der Hebel 18 der

Hubscheren 7 sind mit den Rundstangen 16, 17 befestigt.

An dem Gestell 10 ist hier vorne, an einer Vorderseite V des Fußpodests 1, eine Art gekantetes Blech 20 an einer Oberseite des oberen Rahmens 10 befestigt. Das gekantete Blech 20 weist dabei an seiner Oberseite zwei Auflageflächen bzw.

Auflagewinkel 26 auf. Ein Auflagewinkel 26 ist dabei ein rechter Teil des Blechs 20 und ein Auflagewinkel 26 ist ein linker Teil des Blechs 20. Die Auflagewinkel 26 verlaufen leicht schräg nach unten hinten. Die Auflagewinkel 26 sind dabei abgeknickt, d.h. sie weisen zwei verschiedene

Auflagebereiche 23, 24 mit jeweils unterschiedlichem

Neigungswinkel auf. An einer Unterseite des Blechs 20 befindet sich ein weiterer abgewinkelter Teil, hier eine Befestigung 21, welche mehrere Löcher 22 aufweist. Die Befestigung 21 erstreckt sich im Wesentlichen horizontal in Längsrichtung L über einen

Teilbereich des Grundrahmens 2.

Auf der hinteren Seite des Grundgestells 10 bzw. Hinterseite H des Fußpodests 1 befindet sich am oberen Rahmen 11 eine weitere Auflage bzw. Auflagewinkel 25, der ebenfalls schräg nach hinten unten ausläuft.

An den Ecken der Außenseiten des unteren Rahmens 12 des Gestells 10 befinden sich hier Befestigungslaschen 19,

19 ',19'', über die das Fußpodest 1 im Führerstand 51 eines Schienenfahrzeugs 50 befestigt werden kann. Alternativ kann beispielsweise an die Befestigungslaschen 19, 19 ',19'' zusätzlich und bei Bedarf ein Blech bzw. eine Blende

angebracht werden, die das Fußpodest 1 an seinen Seiten umschließt, so dass beispielsweise eine Person nicht mit dem Fuß in das Innere des Fußpodest und somit zwischen den

Scherenmechanismus gelangen kann.

Der hier gezeigte Grundrahmen 2 kann für diverse Projekt- und Kundenwünsche genutzt werden, ohne dass seine Abmaße

abgeändert werden müssen. Er weist bevorzugt eine maximale Breite von 500 mm auf, besonders bevorzugt von 430 mm.

Bevorzugt weist der Grundrahmen 2 zudem eine maximale Länge von 400 mm auf, besonders bevorzugt von 320 mm.

Auch die Höhe des Grundrahmens 2 ist standardisiert. Im zusammengefahrenen Zustand (wie dies in Figur 6 zu sehen ist und die später noch näher erläutert wird) , weist der

Hubtisch 6, in dem der Hubmechanismus angeordnet ist, d.h. der Grundrahmen 2 ohne die zusätzlichen Komponenten wie das vom oberen Rahmen 11 abgeknickte Blech 20 zur Realisierung der Winkelstellung des Trittblechs 4, bevorzugt eine maximale Höhe von 70 mm auf, besonders bevorzugt von 58 mm.

Im ausgefahrenen Zustand des Grundrahmens 2 (wie es in Figur 7 zu sehen ist und welche später noch näher erläutert wird) , weist der Hubtisch 6 bevorzugt eine maximale Höhe von 260 mm auf, besonders bevorzugt von 208 mm.

Auf die Auflagen 25, 26 kann dann in einem zweiten Montage schritt ein Zwischenrahmen 3 aufgelegt und mittels Schrauben und/oder Einnietmuttern 29 auf diesem montiert werden. Figur 2 zeigt dazu den Grundrahmen 2 und den darauf montierten Zwischenrahmen 3. Je nachdem, auf welchen Auflagebereich 23, 24 des Auflagewinkels 26 der Zwischenrahmen 3 aufgelegt wird, ergibt sich so der entstehende Neigungswinkel des

Zwischenrahmens 3.

Der Zwischenrahmen 3 weist mehrere Ausschnitte auf, durch die beispielsweise Bedienelemente hindurchgeführt werden können. Die Ausschnitte erlauben es außerdem, Wartungsarbeiten z. B. am Höhenverstellmechanismus 5 durchführen zu können, ohne den Zwischenrahmen 3 abmontieren zu müssen.

Um den Hubtisch 6 bzw. die Hubschere 7 zu unterstützen und aufzurichten, um so den Hubtisch 6 vertikal nach oben zu verfahren, wird in einem dritten Montageschritt, parallel zu den Hubscheren 7 wirkend, hier zwei Gasdruckfedern 32 an den Hubtisch 6 angeschlossen (Aufgrund der Perspektive in den Figuren 1 bis 5 ist eine der Gasdruckfedern 32 nur schwer zu erkennen, da diese Gasdruckfeder 32 von den Längsprofilen 13, 27 verdeckt wird) . An die Gasdruckfedern 32 sind Bowdenzüge 33 angeschlossen, die mit einem Bedienelement 34 für den Höhenverstellmechanismus 5 verbunden sind.

Die Gasdruckfedern 32 mitsamt den Bowdenzügen 33 und dem Bedienelement 34 können bereits vormontiert geliefert werden, sodass sie, wie in Figur 3 gezeigt, als eine zusammenhängende Komponente angebracht werden kann. Sollen diese Komponenten nun montiert werden, werden die Gasdruckfedern 32 mitsamt den Bowdenzügen 33, die mit dem Bedienelement 34 verbunden sind, durch einen Ausschnitt 31 des Zwischenrahmens 3 von oben hindurchgeführt. Die Gasdruckfedern 32 werden dann seitlich außen am Gestell 10 des Grundrahmens 2 mittels Aufnahmen 28 einerseits am Grundrahmenunterteil 12 und andererseits am Grundrahmenoberteil 11 befestigt. Die Gasdruckfedern 32 befinden sich dabei in Längsrichtung L des Grundrahmens 2 auf der linken Seite (siehe Figur 3) und auf der rechten Seite des Grundrahmens 2. Die Bowdenzüge 33 werden, z. B. mittels Schellen oder Kabelbindern oder dergleichen, dann an den Löchern 22 der Befestigung 21 befestigt, sodass sie vor einem Verhaken oder Verknicken geschützt sind.

Das Bedienelement 34 wird auf einer Art Vorsprung 37 bzw. Lasche 37 des Zwischenrahmens 3 montiert, der in einen

Ausschnitt 31 des Zwischenrahmens 3 hineinreicht. Somit ist das Bedienelement 34 auf dem Zwischenrahmen 3 angebracht.

Das Bedienelement 34, die Bowdenzüge 33 und die

Gasdruckfedern 32 können aber auch einzeln geliefert und vor Ort montiert und miteinander gekoppelt werden.

Der Höhenverstellmechanismus 5 ist nach Anbringung des

Bedienelements 34, der Gasdruckfedern 32 und der Bowdenzüge 33 bereits voll funktionsfähig und der Grundrahmen 2 kann in seiner Höhe verstellt werden.

Die Figuren 6 und 7 zeigen hierzu zwei verschiedene

Positionen des Grundrahmens 2 mit dem Zwischenrahmen 3 und einem auf ihm angeordneten Trittblech 4 des modularen

Fußpodests 1. Zur besseren Übersicht wurden hier die

Bedienelemente nicht dargestellt.

Figur 6 zeigt dabei die Teile des modularen Fußpodests 1 in einer untersten Position bzw. in einem zusammengefahrenen Zustand. Es ist deutlich zu erkennen, dass der Zwischenrahmen 3 in einer Längsrichtung des Grundrahmens 2 weit über diesen nach hinten hinausreicht. Dies ist auch in den Figuren 2 und 3 deutlich zu erkennen. Der Zwischenrahmen 3 weist hier zwei Vorsprünge 38 (siehe Figur 2) auf, auf denen das Trittblech 4 aufgelegt wird, die nach hinten unten über den Grundrahmen 2 hinausreichen. Dementsprechend reicht auch das Trittblech 4 nach hinten unten über den Grundrahmen 2 hinaus . Der

Fersenpunkt F eines Fahrzeugführers, der in den Figuren 4 bis 7 exemplarisch eingezeichnet wurde, liegt somit und wie bereits erwähnt, vor dem Grundrahmen 2 und unterhalb der Oberkante 0 des oberen Rahmens 11 des Gestells 10 des

Grundrahmens 2. Der Abstand F H zwischen der Oberkante O des oberen Rahmens 11 und dem Fersenpunkt F beträgt bevorzugt mindestens 30 mm, besonders bevorzugt ca. 34 mm. Hierdurch wurde es ermöglicht, dass bei einer besonders geringen

Bauhöhe die Anforderung der EN16186-1 erfüllt wurde.

Figur 7 zeigt diese Teile des modularen Fußpodests 1, in einer zweiten Position, bei der die Hubscheren 7 vertikal nach oben verfahren werden. Aufgrund ihrer Anordnung ist aber nur eine Hubschere 7 in den Figuren 6 und 7 zu erkennen, da die zweite Hubschere 7 von der ersten Hubschere 7 verdeckt ist. Wie hier besonders gut zu sehen ist, ist die Hubschere 7 verschiebbar über zwei hintere vertikal zueinander

ausgerichtete Festlager 41 und über zwei vertikal zueinander ausgerichtete vordere Loslager 40 mit den Längsprofilen 13,

27 gekoppelt.

Figur 4 zeigt das zu montierende Fußpodest 1 nach einem weiteren Montageschritt, in welchem das Trittblech 4 von oben auf den Zwischenrahmen 3 aufgelegt wurde. Das Trittblech 4 kann dann mittels Schrauben 39 einfach auf dem Zwischenrahmen 3 montiert werden.

Auf dem Trittblech 4 sind hier ein Sifa-Pedal 35, ein

Horntaster 36a und ein Taster 36b, um Spiegel eines Schienenfahrzeugs 50 einzuklappen, bereits vormontiert. Die Komponenten können aber auch erst nach Aufbringen des

Trittblechs 4 angebracht werden. Auch eine Anbringung

weiterer Komponenten wäre möglich. Auch ist die Anordnung der Komponenten frei wählbar und kann entsprechend angepasst werden .

Das Trittblech 4 zeigt zudem eine Aussparung 43, die ent sprechend einer Position des Bedienelements 34 auf dem

Zwischenrahmen 3 angeordnet ist, so dass das Bedienelement 34 durch die Aussparung 43 hinausragt.

Das Bedienelement 34 ist außerhalb eines Hauptaktionsbereichs HA für die Füße eines Fahrzeugführers angeordnet. Dadurch bleibt mehr Platz im Hauptaktionsbereich HA, um die genannten anderen Komponenten, wie beispielsweise das Sifa-Pedal 35 oder den Horntaster 36a, im Hauptaktionsbereich HA

anzuordnen, welche häufiger und schneller bzw. leichter erreicht werden müssen, als das Bedienelement 34 zur

Höhenverstellung des Fußpodests 1.

In einem letzten Montageschritt werden zwei Abdeckbleche 30a, 30b nebeneinander zwischen das Trittblech 4 und eine

Unterkante U des Bedienelements 34 geschoben, so dass die Aussparung 43 hier vollständig abgedeckt wird. Soll nun beispielsweise das Trittblech 4 entfernt werden, um an

Funktionsteile im Fußpodest 1 leichter heran zu kommen, so können einfach die Abdeckbleche 30a, 30b herausgenommen werden und das Trittblech 4 kann wieder über das

Bedienelement 34 nach oben abgezogen und entfernt werden. Weiter können dann das Bedienelement 34 gegebenenfalls mitsamt der Bowdenzüge 33 und der Gasdruckfedern 32 leicht gewartet oder ausgetauscht werden.

Figur 8 zeigt den vorderen Teil eines Schienenfahrzeugs 50, in dem sich ein Führerstand 51 eines Fahrzeugführers

befindet. In Fahrtrichtung FR des Schienenfahrzeugs 50 befindet sich vorne wie üblich eine Frontscheibe 55. Hinter der Frontscheibe 55 ist im Führerstand 51 ein Fahrerpult 52 angeordnet. Zudem befindet sich hinter dem Fahrerpult 52 hier ein Fahrerstuhl 54 auf dem der Fahrzeugführer sitzen kann.

Vor dem Fahrerstuhl 54 und hinter der Scheibe 55 ist im

Fahrerpult 52 eine Fußnische 53, in der das erfindungsgemäße modulare Fußpodest 1 angeordnet ist.

Es wird abschließend noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich bei der vorhergehend detaillierten beschriebenen

Vorrichtung sowie bei dem dargestellten Verfahren zur Montage eines modularen Fußpodest lediglich um Ausführungsbeispiele handelt, welche vom Fachmann in verschiedenster Weise

modifiziert werden können, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen. So können beispielsweise das Trittblech und der Zwischenrahmen beliebig ausgestaltet werden und mit dem

Grundrahmen kombiniert werden. Weiterhin schließt die

Verwendung der unbestimmten Artikel „ein" bzw. „eine" nicht aus, dass die betreffenden Merkmale auch mehrfach vorhanden sein können. Ebenso schließt der Begriff „Einheit" nicht aus, dass die betreffenden Komponenten aus mehreren

zusammenwirkenden Teil-Komponenten bestehen, die

gegebenenfalls auch räumlich verteilt sein können.