| JP59007835 | MACHINE PROVIDED WITH VENTILATOR AND LIGHTING DEVICE |
| JP2002200183 | SMOKEPROOF MASK WITH FLASHLIGHT |
| JP2003217338 | LUMINAIRE |
BURDA, Jiri (Merianweg 21, Friedrichsdorf, 61381, DE)
| Ansprüche 1. Modulares Heiz- und Beleuchtungssystem mit zumindest einer Modulreihe (1), die von wenigstens zwei, hintereinander in einer Reihe angeordneten Funktionsmodulen (2) mit einer, zueinander unterschiedlichen Funktion gebildet ist, wobei die Funktionsmodule (2) aus der folgenden Typenliste ausgewählt sind: Heizmodule mit zumindest einem Wärme abgebenden Wärmestrahler, Beleuchtungsmodule mit zumindest einem Licht abgebenden Leuchtelement, Beschallungsmodule mit zumindest einem Lautsprecher, Anzeigemodule mit zumindest einer hintergrundbeleuchteten Informationsfläche oder Multifunktionsmodule mit einer Kombination einzelner oder sämtlicher Funktionen der übrigen Funktionsmodule (2), und wobei die Modulreihe (1 ) einen zentralen Versorgungsanschluss (4) aufweist und ausgehend von diesem Versorgungsanschluss die Funktionsmodule (2) mit den für ihre Funktion notwendigen Eingängen über Versorgungsleitungen gespeist sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Versorgungsanschluss (4) mit einem Modulanschluss (5) verbunden ist und sich längs der Modulreihe (1) ein Versorgungsstrang (6) erstreckt, der parallel zueinander die Versorgungsleitungen zur Versorgung aller in der Modulreihe (1) vorgesehener Funktionsmodule (2) aufweist, wobei der Versorgungsstrang (6) Ausgangsschnittstellen (3) zum Anschluss der Funktionsmodule (2) aufweist. 2. Modulares Heiz- und Beleuchtungssystem zum Aufbau von Leucht- und Heizelementen nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass jede Ausgangsschnittstelle (3) eine Verbindung mit allen Versorgungsleitungen des Versorgungsstrangs (6) ermöglicht, so dass jeder Typ der Funktionsmodule (2) an jede Ausgangsschnittstelle (3) anschließbar ist. 3. Modulares Heiz- und Beleuchtungssystem zum Aufbau von Leucht- und Heizelementen nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangsschnittstellen (3), neben- oder übereinander angeordnet, eine Teilschnittstelle für den Anschluss der unterschiedlichen Typen von Funktionsmodulen (2) aufweisen, wobei die Funktionsmodule (2) jeweils eine, in die Teilschnittstelle einsteckbare Anschlussschnittstelle (7) aufweisen. 4. Modulares Heiz- und Beleuchtungssystem zum Aufbau von Leucht- und Heizelementen nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsmodule (2) ein Gehäuse (8) aufweisen, wobei das Gehäuse (8) unmittelbar oder über einen Montageträger drehfest oder gelenkig mit einer Wand oder einem Modulreihenträger (9) verbindbar ist. 5. Modulares Heiz- und Beleuchtungssystem zum Aufbau von Leucht- und Heizelementen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsmodule (2) einer Modulreihe (1) zumindest abschnittsweise hintereinander geschaltet sind und sich der Versorguπgsstrang (6) durch die Funktionsmodule (2) erstreckt, wobei die Funktionsmodule (2) eine Anschlussschnittstelle (7) und eine Ausgangsschnittstelle (3) aufweisen und unabhängig von dem Typ des Funktionsmoduls (2) alle Versorgungsleitungen durch das Funktionsmodul (2) von der Anschlussschnittstelle (7) zu der Ausgangsschnittstelle (3) durchgeschleift sind. 6. Modulares Heiz- und Beleuchtungssystem zum Aufbau von Leucht- und Heizelementen nach den beiden vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuse (8) der Funktionsmodule (2), insbesondere von Steckern und Buchsen gebildete Verbindungsmittel aufweist, über die die Gehäuse (8) benachbarter Funktionsmodule (2) zusammensteckbar sind. 7. Modulares Heiz- und Beleuchtungssystem zum Aufbau von Leucht- und Heizelementen nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussschnittstellen (7) und die Ausgangsschnittstellen (3) als Stecker-/Buchsenpaarung ausgebildet sind, wobei Stecker-/Buchsenpaarung derart ausgebildet ist, dass beim Zusammenstecken zweier Funktionsmodule die jeweilige Anschlussschnittstelle (7) und der benachbarten Ausgangsschnittstelle (3) verbunden ist. 8. Modulares Heiz- und Beleuchtungssystem zum Aufbau von Leucht- und Heizelementen nach den beiden vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel von der Stecker-/Buchsenpaarung gebildet sind. 9. Modulares Heiz- und Beleuchtungssystem zum Aufbau von Leucht- und Heizelementen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Modulreihe (1 ) zumindest zwei Funktionsmodule (2) aufweist, deren Anschlussschnittstelle (7) und Ausgangsschnittstelle (3) über eine zusätzliche, insbesondere flexible Überbrückungsleitung miteinander verbunden sind. 10. Modulares Heiz- und Beleuchtungssystem zum Aufbau von Leucht- und Heizelementen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Typenliste, aus der die Funktionsmodule (2) ausgewählt sind, zusätzlich die Funktionsmodule (2) Wassermodul mit zumindest einer Wassersprühvorrichtung und/oder Nebelmodule mit wenigstens einem, vernebeltes Wasser abgebenden Sprühelement und/oder Videoabspielmodule mit einem Display zum Anzeigen von Bildern und/oder zum Abspielen von Filmen oder Laufschrift und/oder Aufzeichnungsmodule mit zumindest einer Vorrichtung zur Aufzeichnung von Bild-, Film- oder Tonsignalen umfasst. 1 1. Modulares Heiz- und Beleuchtungssystem zum Aufbau von Leucht- und Heizelementen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsmodule (2) zumindest teilweise einen Schalter aufweisen, über den die Funktion des Funktionsmoduls (2) ohne Unterbrechung des Versorgungsstrangs (6) abschaltbar ist. 12. Modulares Heiz- und Beleuchtungssystem zum Aufbau von Leucht- und Heizelementen nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter ein Bewegungsmelder, ein Wärmedetektor oder ein per Fernbedienung fernschaltbarer Schalter ist. 13. Modulares Heiz- und Beleuchtungssystem zum Aufbau von Leucht- und Heizelementen nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Versorgungsstrang (6) eine Steuerleitung aufweist, die mit einem über ein insbesondere über das Netzwerkprotokoll TCP/IP abgewickeltes Adressierungssystem mit dem Schalter zusammenwirkt, wobei eine externe Steuerung vorgesehen ist, die über die Steuerleitung und das Adressierungssystem den Schalter anzusprechen und zu aktivieren bzw. zu deaktivieren vermag. 14. Modulares Heiz- und Beleuchtungssystem zum Aufbau von Leucht- und Heizelementen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzliche, geradlinige oder gebogene, passive Distanzstücke vorgesehen sind, die zwischen zwei oder mehr Funktionselemente (2) schaltbar sind und jeweils eine Anschlussschnittstelle (7) und zumindest eine Ausgangsschnittstelle (3) zum Durchschleifen des Versorgungsstrangs (6) aufweisen. 15. Modulares Heiz- und Beleuchtungssystem zum Aufbau von Leucht- und Heizelementen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Funktionselement (2) zur Bildung einer funktionalen Abzweigung zwei oder mehr Ausgangsschnittstellen (3) zum Anschluss weiterer Modulreiheπ (1) oder einzelner Funktionselemente (2) aufweist, wobei der Versorgungstrang (6) in der Abzweigung in Einzeläste aufgeteilt ist und an jeder Ausgangsschnittstelle alle durch den Versorgungsstrang (6) bereitgestellten Eingänge abgreifbar sind. 16. Modulares Heiz- und Beleuchtungssystem zum Aufbau von Leucht- und Heizelementen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionselemente (2) in der Länge veränderlich sind. 17. Modulares Heiz- und Beleuchtungssystem zum Aufbau von Leucht- und Heizelementen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die passiven Distanzstücke in der Länge veränderlich sind. |
MODULARES HEIZ- UND BELEUCHTUNGSSYSTEM Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein modulares Heiz- und Beleuchtungssystem mit zumindest einer Modulreihe, die von wenigstens zwei, hintereinander in einer Reihe angeordneten Funktionsmodulen mit einer zueinander unterschiedlichen Funktion gebildet ist. Die Funktionsmodule umfassen dabei zumindest zwei in der folgenden Typenliste genannte Typen von Funktionsmodulen:
• Heizmodule mit zumindest einem Wärme abgebenden Wärmestrahler,
• Beleuchtungsmodule mit zumindest einem Licht abgebenden Leuchtelement,
• Beschallungsmodule mit zumindest einem Lautsprecher,
• Anzeigemodule mit zumindest einer hintergrundbeleuchteteπ Informationsfläche oder
• Multifunktionsmodule mit einer Kombination einzelner oder sämtlicher Funktionen der übrigen Funktionsmodule.
[0002] Die Modulreihe weist einen zentralen Versorgungsanschluss auf, über den die Funktionsmodule mit den für ihre Funktion notwendigen Eingängen über Versorgungsleitungen gespeist werden.
Stand der Technik
[0003] Ein modulares Heiz- und Beleuchtungssystem zum Aufbau von multifunktionalen Leucht- und Heizelementen dieser Art ist aus der EP 1530404 Abekannt. Bei der bekannten Vorrichtung sind zu beiden Seiten eines Infrarotstrahlung abgebenden Heizstrahlers Lichtquellen in Form von Halogeneinbaustrahlern angeordnet. Der Infrarotstrahler ist hier in einem separaten Gehäuse vorgesehen, während die beiden Lichtquellen in getrennten Gehäusen untergebracht sind, die über Gelenke mit dem Strahlergehäuse verbunden sind. Auf diese Weise kann die Strahlungsrichtung des Lichtes im Vergleich zur Ausbreitungsrichtung der Wärmestrahlung variiert werden.
[0004] Mit den bekannten Kombinationsstrahlern kann recht gut, beispielsweise in einem Zelt oder unter einem Pavillondach, sowohl Wärmestrahlung als auch Lichtstrahlung abgegeben werden. Ein gewisser Nachteil besteht jedoch darin, dass bei größeren Installationen unabhängig voneinander mehrere Geräte installiert werden müssen, was insbesondere eine externe Verkablung erfordert. Ferner kann natürlich nur die Vorrichtung, so wie sie als Einzelteil angeboten wird, verbaut werden. Hierunter leidet die Flexibilität, da nicht jeder Anwender Licht- und Wärmequellen in einem vorgegebenen Abstand zueinander montieren möchte und darüber hinaus auch nicht jeder Anwender darauf angewiesen ist, beispielsweise eine Lichtquelle neben der Wärmequelle vorzusehen.
[0005] Neben der Beseitigung der oben genannten Einschränkungen der Funktionalität besteht ferner die Notwendigkeit, Licht-/Wärmequellen optisch und funktional in ihrer Attraktivität zu erweitern, um so neue Anwendungsbereiche und damit auch Kundenkreise zu erschließen.
Darstellung der Erfindung
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher, das bestehende System eines modularen Heiz- und Beleuchtungssystems flexibler auszubilden und dahingehend zu erweitern, dass bei Bedarf weitere Funktionen hinzugefügt werden können.
[0007] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass der
Versorgungsanschluss mit einem Modulanschluss verbunden ist und sich längs der Modulreihe ein Versorgungsstrang erstreckt, der parallel zueinander die Versorgungsleitungen zur Versorgung aller in der Modulreihe vorgesehener Funktionsmodule aufweist, wobei der Versorgungsstrang Ausgangsschnittstellen zum Anschluss der Funktionsmodule aufweist.
[0008] Einer der Grundgedanken der vorliegenden Erfindung ist die Tatsache, dass ein modulares System aufgebaut wird, bei dem einzelnen Funktionsmodule verwendet werden, die in beliebiger Reihenfolge hintereinander oder auch nebeneinander verwendet werden können. Bei diesen Funktionsmodulen kann es sich um verschiedenste Module handeln, insbesondere die oben genannten Einzelmodule. Die Erfindung ist allerdings nicht auf die Verwendung dieser Einzelmodule beschränkt, sie ist auch mit anderen Modulen, selbst wenn die oben genannten Module dabei nicht verwendet würden aber insbesondere in Kombination mit der oben genannten Typenserie verwendbar.
[0009] Die Erfindung kann sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eingesetzt werden. Ferner ist sie sowohl für Privatanwender als auch für industrielle als auch für gewerbliche Anwender verwendbar.
[0010] Im einfachsten Fall weist ein erfindungsgemäßes Modul genau eine Funktion auf. Es handelt sich hierbei um ein Heizmodul, ein Beleuchtungsmodul, ein Lautsprechermodul oder ein Anzeigemodul bis hin zu einem Modulhandel, dass in der Lage ist, bewegte Bilder zu übertragen. All diese Einzelfunktionen können in separaten Modulen angeboten werden, es ist jedoch auch möglich und wird auch in der Praxis vorteilhaft sein, wenn ein Einzelmodul mehrere Funktionen aufweist, die in einem gemeinsamen Gehäuse integriert sein können oder auch über einen Gehäuseverbund realisiert sein können, so dass jedes Modul, wie aus dem oben genannten Stand der Technik bekannt, mehrere Teilgehäuse aufweist, die übereinander fest oder gelenkig verbunden sein können.
[0011] Ein weiterer Grundgedanke der Erfindung besteht darin, dass die einzelnen Module nicht separat voneinander versorgt werden, sondern dass ein Versorgungsstrang aufgebaut wird, der in parallel zueinander verlaufenden, die einzelnen Module mit den notwendigen informations- und medienspeisenden Versorgungsleitungen den Anschluss aller Module ermöglicht. So können alle Module des Systems hintereinander in Reihe geschaltet werden. Der Versorgungsstrang ist wiederum mit einem Versorgungsanschluss verbunden, über den die in Reihe geschalteten oder möglicherweise auch parallel zueinander geschalteten Funktionsmodule mit einer lokalen Installation eines Modulanschlusses verbunden werden können.
[0012] Zum Aufbau eines modularen, multifunktionalen Systems ist es also lediglich notwendig, dass gebaudeseitig oder grundstücksseitig der Modulanschlussbereit bereitgestellt wird. Dieser Modulanschluss weist alle Zuleitungen auf, die der Versorgungsstrang erfordert, um die einzelnen Funktionsmodule mit ihrer benötigten Eingangsgröße zu versorgen. Modulanschluss und Versorgungsanschluss können auch fest miteinander verbunden werden, beispielsweise im Rahmen einer fest verlöteten oder verdrahteten Installation.
[0013] Bevorzugt werden jedoch die einzelnen Funktionsmodule und auch der Versorgungsstrang mit dem Modulanschluss über geeignete, lösbare Steckverbindungen miteinander verbunden. So erfordern beispielsweise ein Lichtmodul und ein Heizmodul einen Stromanschluss, je nach benötigter Heizleistung meist zusätzlich auch einen Drehstromanschluss für die Versorgung des Wärmestrahlers, was insbesondere bei mehreren, hintereinander geschalteten Wärmestrahlern der Fall ist. Ein, einen oder mehrere Lautsprecher aufweisendes Modul dagegen verlangt nach einem Niederspannungsanschluss, über den das Lautsprechersignal übertragen werden kann. Gleiches gilt für Fernsehmodule oder Telekommunikationsmodule, die im Weiteren noch ausführlich beschrieben werden.
[0014] Eine andere Modulvariante wiederum verlangt nach einer Wasser- oder Gasinstallation. So kann beispielsweise in wärmeren Gebieten die Typenliste der Funktionsmodule auch Module umfassen, die Wasser in Form feiner Tröpfchen oder eines Nebels abgeben, so dass unterhalb des Funktionsmoduls durch die in Folge der Verdampfungsenthalpie entzogenen Luftenergie eine Kühlwirkung eintritt. Solche Vorrichtungen sind im Wesentlichen aus südlichen Ländern bekannt, allerdings nicht in Verbindung mit einem separat anschaltbaren Funktionsmodul sondern als festinstallierte Anlage. Ein solches Funktionsmodul müsste entweder ein Wasseranschluss aufweisen, so dass es über den Frischwasserzugang zugeführte Wasser im Modul selbst vernebelt wird.
[0015] Alternativ und für den Aufbau des Moduls natürlich wesentlich einfacher kann das vernebelte Wasser bereits sprühfertig über den Versorgungsstrang zugeführt werden. Ein solches Modul kann natürlich sehr viel kompakter und einfacher ausgebildet sein, das aus optischen Gründen und Kostengründen bevorzugt wird. Ferner wird kein Druckwasser durch den Versorgungsstrang geleitet, was wiederum diesen vereinfacht und die Gefahr eines unerwünschten Wasseraustritts reduziert.
[0016] Derartige Module können auch im Bereich der Unterhaltung eingesetzt werden, um zum Beispiel in einer Diskothek oder auf einer Freifläche Nebel als Effekt auf die Tanzfläche zu leiten.
[0017] Sofern solche Module im Typenkatalog aufgenommen sind, weist der Versorgungsstrang eine Leitung auf, die eine Flüssigkeit oder einen Dampf transportiert. Der Versorgungsanschluss und der Modulanschluss sind dann bevorzugt mit entsprechenden Verbindungen der Wasserinstallation, insbesondere den bekannten Ventilanschlüssen, versehen. Der Modulanschluss und auch der Versorgungsanschluss zum Anschließen des Versorgungsstrangs an den Modulanschluss können einheitlich ausgebildet sein, so dass mit einem einzelnen Steckvorgang sämtliche Versorgungsleitungen verbunden werden.
[0018] Einfacher auszugestalten und insbesondere funktionaler ist dagegen eine Technik, bei der Modulanschluss und Versorgungsanschluss über separate Steckverbindungen verfügen, so dass sie unabhängig voneinander untereinander verbindbar sind. Dies führt zwar zu einem gewissen Installationsrisiko, da möglicherweise vergessen wird, einen der Einzelanschlüsse zu befestigen, führt aber zu einer höheren Funktionalität, da selbst dann, wenn der Versorgungsstrang alle Formen von Zuleitungen aufweist, gebäudeseitig bzw. grundstückseitig der Modulanschluss nicht alle Anschlussleitungen aufweisen muss, sofern gewisse Modultypen vom Anwender nicht gewünscht werden. Ferner kann der Modulanschluss auf diese Weise in Form von gebündelten Einzelanschlüssen vorliegen, die leicht und preisgünstig herstellbar sind.
[0019] Eine besonders attraktive Eigenschaft des Modulsystems ist die Tatsache, dass die Funktionsmodule astfömig mit geradlinigem oder gebogenen Verlauf, netzwerkartig, ringförmig oder stremförmig miteinander kombiniert und verbunden werden können. Dabei können „Dummies", also funktinslose Module mit Weiterleitung des Versorgungstranges, die einzelnen Abschnitte verlängern. Auf diese Weise kann der Verlauf der von den Modulen gebildeten Abschnitte nahezu vollständig an den Einsatzzweck angepasst werden. [0020] So kann zum Beispiel unter einem runden Schirm, etwa einem großen Schirm einer Freiluftbar, rund um den äußeren Rand ein Ring von gebogenen Funktionsmodulen angeordnet werden, der entweder direkt gespeist wird, als den Versorgungsanschluss aufweist, oder einen oder mehr, nach innen zur Schirmmitte verlaufende, Äste aufweist, die sich speichenartig unter dem Schirm nach außen erstrecken, wobei einer dieser Äste dann den Versorgungsast bildet, also in der Mitte mit dem Modulanschluss verbunden ist, während sich am gegenüberliegenden Ende der Versorgungsstrang von diesem Ast in den Ring fortsetzt.
[0021] Auch können Terrassenüberdachungen, Zelte, Hauswände und dergleichen passgenau mit einer Reihe von Funktionsmodulen versehen werden, so dass sich ein sehr hochwertiger optischer Eindruck bei gleichzeitiger optimaler Ausnutzung des Raumes ergibt. Hierzu kann zum einen ein Spektrum unterschiedlichster Gehäuselängen und zum anderen eine Maßanfertigung angeboten werden. Letztere kann vergleichsweise einfach angeboten werden, denn das Gehäuse röhrenförmig ausgebildet ist und an den Gehäuseenden in einem Ablängbereich keine Funktionselemente vorgesehen sind. So kann das Gehäuse einfach auf die erforderliche Länge gekürzt werden, wobei der Ablängbereich beispielsweise so dimensioniert werden kann, dass die zulässige Maximalkürzung so groß ist, dass sich hieran die nächst kürzere Gehäuseform innerhalb des Angebotsspektums anschließt.
[0022] Die Funktonalität noch erhöht werden, wenn entweder die Gehäuse der Funktionsmodule bzw. die oben genannten Dummies, sofern solche verwendet werden, oder zwischengeschaltete Distanzstücke vorgesehenen sind, die jeweils ausziehbare Gehäuse oder Gehäuse aufweisen, die über seitlich ansetzbare bzw. abnehmbare Distanzstücke kürzbar sind.
[0023] Der Versorgungsstrang ist mit einzelnen Ausgangsschnittstellen versehen, über die die Funktionsmodule an den Versorgungsstrang angekoppelt werden können. Zur Umsetzung dieser Technik kommen im Wesentlichen zwei bevorzugte Ausgestaltungen in Betracht:
[0024] Bei einer ersten Ausgestaltung erstreckt sich der Versorgungsstrang parallel zu den Funktionsmodulen, so dass die Funktionsmodule, beispielsweise an der Rückseite ihres Gehäuses, über eine dort angeordnete Anschlussschnittstelle mit dem Versorgungsstrang verbunden werden können.
[0025] Bei dieser Ausgestaltung kann beispielsweise ein Schienensystem als Träger für die Funktionsmodule verwendet werden, dass intern oder extern den Versorgungsstrang aufweist. Eine mögliche Ausgestaltung eines solchen Schienensystems ist beispielsweise ein Flachkanal, der in Form von Hohlprofilen mit rundem oder rechteckigem Querschnitt ausgebildet ist und im Inneren die Versorgungsleitungen aufweist, wobei das Schienensystem seitlich anschließbar die Anschlussschnittstellen aufweist.
[0026] Die einzelnen Funktionsmodule können dann entweder unmittelbar mit ihren beispielsweise steckerartig hervorspringenden Anschlussschnittstellen in die Ausgangsschnittstellen eingesteckt werden oder auch über eine starre oder flexible Zwischenleitung, die von der Anschlussschnittstelle zur Ausgangsschnittstelle verläuft, angeschaltet werden. Je nach Erfordernis kann entweder das unmittelbare Einstecken bereits das Befestigen des Funktionsmoduls bewirken, so dass keine zusätzlichen Befestigungsmittel erforderlich sind. Hier kann die Steckverbindung entsprechend ausgestaltet sein, so dass ein sicherer Halt möglich ist.
[0027] Schließlich muss auch die Anschlussschnittstelle bzw. die
Versorgungsschnittstelle nicht einheitlich ausgebildet sein, vielmehr ist es möglich, das beispielsweise im Abstand zueinander verschiedene Teilschnittstellen vorgesehen sind, so dass insbesondere bei einer Steckerbuchseverbindung zwischen Anschlussschnittstelle und Ausgangsschnittstelle, die dann natürlich ebenfalls im entsprechenden Abstand zueinander am Schienensystem angeordnet sind, eine Zwei- oder Mehrpunktlagerung aufgebaut werden kann. Das Schienensystem selbst besteht bevorzugt aus einzelnen Modulen, die im Wesentlichen die Länge eines Funktionsmoduls oder eine größere Länge aufweisen. An den Enden des Schienensystems sind dann Anschlüsse vorgesehen, so dass nach Zusammenstecken oder durch Zusammenstecken der einzelnen Module des Schienensystems der Versorgungsstrang zwischen den beiden angrenzenden Schienensystemmodulen geschlossen wird.
[0028] Alternativ zur einer unmittelbaren Befestigung der einzelnen
Funktionsmodule an dem Schienensystem, entweder über die oben beschriebene Steckverbindung oder über einen separaten Befestigungsmechanismus, kann zwischen dem Gehäuse des Funktionsmoduls und dem Schienensystems auch ein Montagetrager vorgesehen sein, über den das Gehäuse des Funktioπsmoduls fest oder gelenkig mit dem Schienensystem verbunden sein kann. Eine solche gelenkige Verbindung kann in verschiedenster weise ausgestaltet werden, so kann beispielsweise der Montageträger U-förmig ausgebildet sein, so dass das Gehäuse des Funktionsmoduls zwischen zwei Gelenkpunkten, drehbar oder je nach Anlenkpuπkt auch schwenkbar am Montageträger gehalten sein kann.
[0029] Eine alternative Montageart sieht die Befestigungsmöglichkeit eines länglichen Gehäuses des Funktionsmoduls an einer Stirnseite vor, so dass das Funktionsmodul rechtwinklig oder in jedem anderen Winkel von dem Schienensystem absteht. Hier kann insbesondere über eine Kugelbefestigung eine dreh- oder schwenkbar Anlenkung erzielt werden, die weitgehend jede Ausrichtung des Funktionsmoduls ermöglicht. Bei einem solchen Kugelgelenk muss natürlich zwischen der Ausgangsschnittstelle und der Anschlussschnittstelle ein flexibles Schlauchelement vorgesehen sein, so dass die Beweglichkeit des Funktionsmoduls in die erforderlichen Richtungen sichergestellt ist. Natürlich können auch innerhalb einer Leitung zwischen der Anschlussschnittstelle und der Ausgangsschnittstelle entsprechende Gelenke vorgesehen sein, auch wäre es möglich, mit entsprechendem Aufwand, die Gelenkigkeit im Eingangsbereich herzustellen.
[0030] Anstelle des oben beschriebenen Schienensystems kann natürlich auch jede weitere Form eines Modulreihenträgers vorgesehen sein, wobei dieser Modulreihenträger sogar von einem Mauerwerk oder ähnlichen, bauseitig bereits vorhandenen, sich in Längsrichtung der Modulreihe erstreckenden Tragwerk gebildet sein kann. Der Modulreihenträger kann auch von einem Ständerwerk gebildet sein, dass vertikale Stützen aufweist, wobei die Funktionsmodule zwischen den Stützen angeordnet sein können oder alternativ zwischen den Stützen auch weitere Modulträger vorgesehen sein können.
[0031] Hier hängen die Gestaltungsmöglichkeiten neben den finanziellen Anforderungen von der bauseitigen Vorinstallation ab, wobei der Versorgungsstrang sich längs der Modulreihe erstrecken muss. Dies setzt allerdings nicht notwendigerweise voraus, dass der Versorguπgsstrang jedes einzelne Modul unmittelbar untereinander verbindet, vielmehr kann zum Beispiels bei vertikalen Stützen auch der Versorgungsstrang im Bereich des Bodens angeordnet sein, wobei dann der Versorgungsstrang mit einem nach oben gerichteten Ast oder auch schleifenförmig an der Stütze nach oben geführt ist, um das dort befestigte Funktionsmodul zu versorgen.
[0032] Eine weitere sehr günstige Ausgestaltung der Erfindung nutzt die Funktion zum Modul selbst, um den Versorgungsstrang aufzubauen. Bei dieser Ausgestaltung ist jedes Funktionsmodul mit einem Gehäuse versehen oder weist an seiner Rückseite ein Versorgungsstrangabschnitt auf, wobei die Funktionsmodule Ansatzbereiche aufweisen, an denen benachbarte Funktionsmodule oder auch funktionslose Distanzstücke angeordnet sind.
[0033] Bei dieser Ausgestaltung weist jedes Funktionsmodul einen Abschnitt des Versorgungsstranges auf, wobei bei Verbindung der Anschlussschnittstellen der Funktionsmodule untereinander der Versorgungsstranganschnitt entsprechend erweitert wird. Die funktionslosen Distanzelemente weisen in diesem Fall ebenfalls einen Abschnitt des Versorgungsstrangs auf, so dass sich mit diesen Distanzelementen der Abstand der Funktionselemente untereinander ohne Unterbrechung des Versorgungsstranges erweitern lässt.
[0034] Die oben beschriebene Ausgestaltung hat den besonderen Vorteil, dass unabhängig von den lokalen Begebenheiten durch leichtes Zusammenstecken der Funktionselemente eine Modulreihe aufgebaut werden kann, die über die gewünschte Zusammenstellung der Einzelfunktionen verfügt. Durch die Verwendung von Distanzelementen oder unterschiedlichen Modulelementen, beispielsweise auch funktionslose Gehäuseabschnitte aufweisen können, kann so dem Kundenwunsch weitgehend Rechnung getragen werden.
[0035] Der Aufbau eines zusätzlichen Modulreihenträgers ist nur noch aus mechanischen Festigkeitsgründen notwendig, sofern eine entsprechende Installation vor Ort nicht vorgefunden werden sollte. Es ist allerdings nicht mehr notwendig, den Versorgungsstrang extern aufzubauen. Hier muss also nur am Startpunkt der Modulreihe ein Modulanschluss vorgesehen sein, an dem dann das erste Funktionselement oder ein Distanzstück angeschlossen werden kann, wobei die Anschlussschnittstelle dieses ersten Modulelementes dann als Versorgungssahnschluss für die gesamte Modulreihe fungiert.
[0036] Ein weiteres Merkmal dieser Ausgestaltung ist die Tatsache, dass der
Versorgungsstrang sämtliche Zuführleitungen aufweist, die zum Speisen sämtlicher Modulelemente innerhalb der Modulreihe erforderlich sind, selbst wenn das einzelne Funktionselement, dass von dem entsprechenden Segment des Versorgungsstranges durchsetzt wird, dieses Funktion selbst nicht aufweisen sollte. So sind alle von der Modulreihe zur Verfügung gestellten Funktionen an jeder Stelle der Modulreihe abgreifbar.
[0037] Durch die erfindungsgemäße Aufbautechnik des Modulsystems kann nicht nur eine geradlinige Modulreihe aufgebaut werden. Vielmehr kann ein regelrechtes Schienen- und Gitternetz aufgebaut werden, wobei hier funktionslose oder Funktionsbehaftete Kreuzungs- oder Abzweigmodule vorgesehen sein können, die Versorgungsleitungen des Versorgungsstrangs auf mehrere Äste aufteilen.
[0038] So kann beispielsweise aus den Funktionselementen zur Versorgung eines Bereiches einer Außengastronomie eine Gitterstruktur mit rechteckigen Waben aufgebaut werden, wobei zwischen den einzelnen Kreuzungspunkten jeweils die gewünschte Anzahl und Funktionalität der Funktionsmodule vorgesehen werden kann. Weder die Funktionselemente noch die Kreuzungs- bzw. Abzweigelemente müssen geradlinig sein, auch gebogene Elmente oder auf Grund ihrer Elastizität gar biegbare Elemente sind möglich. Schließlich ist es möglich, dass die Funktionsmodule in ihrer Länge ausziehbar sind, beispielsweise durch die Funktion einer Teleskopstange.
[0039] Durch das erfindungsgemäße, multifunktionale Heiz- und
Beleuchtungssystem kann nun eine größere Fläche optisch attraktiv und mit einem hochwertigen Qualitätseindruck bestückt werden. So kann beispielsweise ein Biergarten mit Heizelementen versorgt werden, und im Bereich der Tische über Wärmestrahlung erwärmen. Bei diesen Heizelementen wird es sich bevorzugt um Infrarotstrahler handeln, auf Grund der Multifunktionalität des Versorgungsstrangs könnten aber auch Gasstrahler in Betracht kommen. Die Verwendung der Infrarotstrahler weist hier allerdings aus Sicherheitsgründen einen großen Vorteil auf, da das Entweichen von Gas und unbeabsichtigte Verbrennungen bei elektrischer Speisung des Wärmestrahlers vermieden werden kann.
[0040] Neben der Beleuchtung des Biergartens und der Beheizung der Sitz- bzw. Stehflächen kann aber auch eine weitere Funktion, etwa zur Finanzierung des Systems für den Betreiber realisiert werden. In einem einfachen Fall kann dies eine Hintergrundbeleuchtete Fläche im Rahmen eines Funktionsmoduls sein, die die Werbung, etwa einer Brauerei, zur Verfügung stellt. Alternativ oder zusätzlich kann auch eine Anzeige von Laufschrift erfolgen, um etwa auf Sonderangebote oder aktuelle Geschehnisse oder Sportereignisse hinzuweisen. Auch kleine Videomodule können vorgesehen sein, so dass hierüber zusätzliche Informationen angezeigt werden können.
[0041] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung sieht Schalter vor, über die die einzelnen Funktionselemente angesteuert werden können. Dies können im einfachsten Fall normale Umschalter sein, die manuell bedient werden. Diese Schalter können entweder nur die Funktion eines einzelnen Funktionselementes abschalten oder auch den Versorgungsstrang vollständig unterbrechen, so dass der gesamte Bereich der Modulreihe hinter dem Schalter deaktiviert werden kann.
[0042] Anstelle eines normalen Wechselschalters kann auch ein Schalter verwendet werden, der über eine Funkfernbedienung oder in sonstiger Weise fernsteuerbar ist. Auch kann der Versorgungsstrang eine Steuerleitung aufweisen, bzw. eine Steuerleitung parallel zum Versorgungsstrang gesondert verlegt werden, die den Schalter anspricht. Auf diese Weise kann über eine zentrale Bedienstelle jedes einzelne Funktionsmodul oder eine Reihe von Funktionsmodulen aktiviert oder deaktiviert werden. Sowohl über diesen Schalter als auch über den herkömmlichen oder fernbedienten Schalter kann die Leistung des Funktionselementes manipuliert werden, etwa um die Wärme- oder Lichtstrahlung zu dimmen oder die Ausgangsleistung eines Kühlmittelstrahlers zu variieren. Laufschriften oder Werbeanzeigen können auf diese Weise ferner von einem Nacht- auf einen Tagbetrieb umgeschaltet werden. Letzteres kann allerdings auch automatisch über einen Helligkeitssensor erfolgen, der in das Funktionsmodul integriert sein kann.
[0043] Gerade im Bereich einer Gastronomie aber auch für sonstige Anwendungen ist es vorteilhaft, wenn innerhalb der Modulreihe automatische Melder angeordnet sind, die die Funktion der Funktionsmodule beeinflussen. Diese Melder können beispielsweise Bewegungsmelder oder Wärmedetektoren sein, die die Anwesenheit von Personen erkennen, so dass die Heizleistung zielgerichtet nur dort eingeschaltet wird, wo auch tatsächlich Personen verweilen.
[0044] Der Melder kann auf einzelne Funktionen oder auch auf das vollständige Funktionsmodul Einfluss haben, so dass das Funktionsmodul entweder nur teilweise abgeschaltet wird oder vollständig deaktiviert wird. So kann es beispielsweise im Bereich der Gastronomie zweckmäßig sein, wenn das Funktionsmodul die Beleuchtung aufrecht erhält, die kosten intensive Heizstrahlung dagegen abschaltet. Auf diese Weise entsteht der Eindruck eines gemütlichen, attraktiven Biergartens, ohne dass für nicht genutzte Bereiche aufwändige Heizenergie aufgewendet werden müsste.
[0045] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung verwendet Funktionsmodule, die eine Interaktion zwischen den sich in der Nähe des Funktionsmoduls befindlichen Personen und einer Zentrale ermöglichen. So kann es beispielsweise sein, dass der Versorgungsstrang auch eine Telekommunikationsleitung aufweist, über die beispielsweise der Gast eines Biergartens Kontakt mit dem Personal aufnehmen kann. Hier kann entweder ein Telefonhörer an dem Funktionsmodul vorgesehen sein oder auch eine Sprechstelle mit Lautsprecher und Mikrofon im Bereich des Funktionsmoduls angeordnet sein.
[0046] Auch alle anderen Signaltypen, beispielsweise ein Internetzugang oder der Zugang zu einem Lokalen Rechnernetz kann über das Funktionsmodul und die entsprechende Erweiterung des Versorgungsstrangs realisiert werden. Die einzelnen Funktionsmodule müssen dabei nicht eine bestimmte Form aufweisen, vielmehr sollte unter Funktionsmodul jedes Modul verstanden werden, dass über Anschlussschnittstelle mit der Ausgangsschnittstelle des Versorgungsstrangs verbunden werden kann. So können beispielsweise Beleuchtungselemente in einem Gehäuse integriert sein, während andererseits auch übliche Lampen über Verbindungsstangen oder Ähnliches von dem Gehäuse abstehen oder herunterhängen können. Hier ist der Gestaltungsvielfalt des Designers keine Grenzen gesetzt.
[0047] Eine weitere Anwendung der Erfindung besteht darin, dass die
Funktionsmodule benutzt werden, um beispielsweise Fluchtrichtungen oder auch sonstige Richtungen anzuzeigen. So kann beispielsweise das erfindungsgemäße System auch zur Beschilderung, beispielsweise innerhalb einer Messehalle genutzt werden und gleichzeitig die Stände mit entsprechenden Versorgungsleitungen versorgen.
[0048] Bei allen Ausgestaltungen können Funktionsmodule vorgesehen sein, die das reine Abgreifen der einzelnen Teile des Versorgungsstranges ermöglichen, etwa um hieran weitere Elemente anzuschließen. So kann beispielsweise der Versorgungsstrang auch eine Wasserleitung umfassen, die das Abgreifen einer Frischwasserzufuhr, etwa an dem Messestand, ermöglicht. Auch reine Steckdosen oder Ähnliches können über diese Weise realisiert werden.
[0049] Schließlich kann es möglich sein, dass die einzelnen Modulreihen über längere Strecken unterbrochen sind, wobei der Versorgungsstrang dann über eine flexible Leitung von einem ersten Modulreihenabschπitt zu einem zweiten Modulreihenabschnitt geführt wird. Eine Einsatzmöglichkeit für eine solche Ausgestaltung ist beispielsweise ein Weihnachtsmarkt, bei dem aneinandergrenzende Funktionsmodule innerhalb der einzelnen Häuschen angeordnet sind, während zwischen den Häuschen ein flexibler, überbrückender Schlauch den Versorgungsstrang schließt.
[0050] Schließlich kann die oben beschriebene Steuerleitung oder auch der Versorgungsstrang ein Adressierungssystem aufweisen, über den beispielsweise einzelne Schalter der Funktionselemente adressierbar sind. Die Adressierung kann hier im Wesentlichen nach den Techniken der Netzwerktechnik erfolgen, insbesondere den TCP/IP-Protokoll gehorchen. Hier muss das Funktionselement natürlich über eine kleine Eigenlogik verfügen, die über das Adressierungssystem ansprechbar ist, so dass ein individueller Schalter oder eine Mehrzahl von Schaltern ansprechbar sind. Entsprechende elektrische Schaltungen, insbesondere Relais-Schaltungen ermöglichen dann das Schalten von Verbrauchern, die höhere Leistungen abrufen.
[0051] Die zuvor beschriebenen Ausführungsformen stellen lediglich
Anwendungsbeispiele des erfindungsgemäßen Grundgedankens dar, dass multifunktionale Funktionsmodule genutzt werden, um gemeinsam mit einem Versorgungsstrang von dem sämtliche notwendigen Signale abgreifbar sind, eine größere Fläche mit Funktionen auszustatten. Der Versorgungsstrang ist hierbei entweder so gehalten, dass nur die im System gewünschten Funktionen möglich sind oder er weist auch sämtliche Funktionen auf, so dass Teile des Versorgungsstranges dann nicht benötigt werden, wenn nur einige Funktionen in die Module reinintegriert sind.
[0052] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen und aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0053] In den Zeichnungen zeigt:
[0054] Fig. 1 eine erste Ausgestaltung eines Funktionsmoduls, [0055] Fig. 2 eine zweite Ausgestaltung eines Funktionsmoduls, [0056] Fig. 3 eine dritte Ausgestaltung eines Funktionsmoduls, [0057] Fig. 4 eine vierte Ausgestaltung eines Funktionsmoduls, [0058] Fig. 5 eine fünfte Ausgestaltung eines Funktionsmoduls, [0059] Fig. 6 ein Funktionsmodul mit einem Modulreihenträger in einer
Seitenansicht im Schnitt,
[0060] Fig. 7 eine erste Ausgestaltung einer Modulreihe, [0061] Fig. 8 eine zweite Ausgestaltung einer Modulreihe und [0062] Fig. 9 ein beispielhafter Aufbau mit dem erfindungsgemäßen
Modulsystem. [0063]
Bester Weg zur Ausführung der Erfindung
[0064] In den Figuren 1 bis 5 sind beispielhafte Funktionsmodule 2 angegeben, die in Verbindung mit der vorliegenden Erfindung Verwendung finden könne, ohne dass die Erfindung auf die gezeigten Ausführungsbeispiele beschränkt sein soll.
[0065] Figur 1 zeigt ein Heizelement, dass ein Gehäuse 8 aufweist, in dem ein Wärmestrahler hinter einem Schutzgitter angeordnet ist. Dieser Aufbau entspricht im Wesentlichen dem Aufbau der bekannten Wärmestrahler. Das bevorzugt aus einem hochwertigen Material, wie beispielsweise Aluminium oder Edelstahl gefertigte Gehäuse ist langgestreckt weist an seinen beiden stirnseitigen Enden eine Anschlussschnittstelle 7 und eine Ausgangsschnittstelle 3 auf.
[0066] Bei der hier dargestellten Ausführungsform des Funktionsmoduls 2 ist der Versorgungsstrang 6 (hier nicht dargestellt) in das Gehäuse 8 des Funktionsmoduls 2 integriert, dass heißt, die Anschlussschnittstelle und die Ausgangsschnittstelle 3 sind Bestandteile des Gehäuses 8. Hierdurch können die Funktionsmodule 2 einfach und leicht zusammengesteckt werden. Da der Versorgungsstrang schon durch dass zusammenstecken der Funktionsmodule 2 verlängert bzw. geschlossen wird, kann so jedes Funktionsmodul 2 das oder die nachfolgenden Funktionsmodule 2 mit den für deren Funktion notwendigen Einspeisungen versorgen, selbst wenn eines der vorderen Funktionsmodule 2 innerhalb der Modulreihe 1 eine andere oder im Extremfall sogar gar keine Funktion aufweist.
[0067] Anschlussschnittstelle 7 und Ausgangsschnittstelle 3 sind in den Figuren 1 bis 5 nur schematisch gezeichnet. In den meisten Anwendungsfällen werden die beiden Schnittstellen mehrere, parallel angeordnete Stecker-Buchsen-Paarungen aufweisen, die die Einzelnen Versorgungsleitungen des Versorgungsstrangs 6 jeweils einzeln oder gebündelt kontaktieren. Sofern diese Leitungen Stromkabel sind, kommen alle Steckverbindungen aus der Elektrotechnik in Betracht. Sofern der Versorgungsstrang 6 auch wasser- oder dampfführende Leitungen umfasst, kommen hier die aus der Labortechnik bekannten Steckventile in Betracht, die bei Zusammenstecken von Buchse und Stecker automatisch öffnen und beim Abnehmen selbstständig schließen. Natürlich sind auch alle anderen Arten von Verbindungen möglich, einschließlich der herkömmlichen Schraubverbindungen aus der Installationstechnik des Wasserhandwerks.
[0068] Die hier dargestellten Funktionselemente 2 werden kann zu einer Modulreihe 1 oder einem Netz von solchen Modulreihen 1 zusammengesteckt und könnten dann zwischen zwei oder mehr Befestigungspunkten freihängend montiert werden, sofern das Gehäuse 8 entsprechend biegesteif ausgebildet ist. Alternativ kommen Aufhängungen an einem oberen Trägerwerk als Modulreihenträger 9 in Betracht. Auch kann im Bereich der Modulreihe 1 eine Tragkonstruktion vorgesehen sein, an der die Funktionselemente befestigt sind. Dies kann zum Beispiel ein Stangengerüst oder ähnliches sein.
[0069] In Figur 2 ist Ein Funktionselement 2 dargestellt, dass ausschließlich Halogeneinbaustrahler für Beleuchtungszwecke aufweist. In Figur 3 wiederum ist ein Funktionselement 2 dargestellt, dass als Anzeigemittel verwendet werden kann. Hier ist längs des Gehäuses 8 ein Display vorgesehen, dass Laufschrift anzuzeigen vermag. Die Daten zum Anzeigen der Informations-Streams können entweder als Videosignal über einen in den Versorgungsstrang 6 integrierten Datenbus übermittelt werden oder auch in dem Funktionsmodul 2 gespeichert sein, das zu diesem Zweck einen Datenspeicher aufweisen kann. Dieser kann auch in Form einer einsteckbaren SD-Karte oder einem sonstigen Datenspeicher vorliegen.
[0070] Die angezeigte Laufschrift kann zur Information zum Beispiel der Gäste über aktuelle Geschehnisse genutzt werden. Hier kann zum Beispiel der Inhalt eines RSS-Streams angezeigt werden, zum Beispiel mit den aktuellen Ergebnissen von Sportveranstaltungen. Auch festgespeicherte Werbeanzeigen oder die Anzeige von Sonderangeboten oder Veranstaltungshinweisen ist möglich, so dass dieses Funktionsmodul in vielfältiger Weise die Attraktivität des Modulsystems steigern kann. Zur Übermittlung der Laufschrift kann auch, sofern die entsprechenden Videosignale anderweitig erzeugt werden und an dem Modulanschluss 5 zum Anschließen der Modulreihe anliegen, ein Datenbus genutzt werden, der parallel zum Versorgungsstrang 6 verlaufen kann oder der in den Versorgungsstrang 6 integriert sein kann.
[0071] In den Figuren 4 und 5 sind zwei weitere Ausgestaltungen von
Funktionsmodulen 2 gezeigt, die multifunktional ausgebildet sind. Das in Figur 4 dargestellte Funktionsmodul 2 weist seitlich an den beiden Endbereichen je einen Lautsprecher und dazwischen einen Ausströmer für vernebeltes Wasser auf. Von der Unterseite des Gehäuses 8 hängen Lampen (die Kabellängen sind hier verkürzt dargestellt) herab, die für eine stimmungsvolle Beleuchtung sorgen. In Figur 5 ist eine weitere Kombination dargestellt, hier wurden zwei Lautsprecher mit einem Wärmestrahler kombiniert. Alle dargestellten Funktionsmodule stellen nur exemplarische Ausführungsbeispiele dar, alle anderen und auch Kombinationen mit nicht aufgeführten Funktionen sind möglich.
[0072] In Figur 6 ist das Funktionsmodul 2 aus Figur 1 in einer Seitenansicht im Schnitt dargestellt. Hier ist schematisch der Versorgungsstrang 6 im Schnitt dargestellt, der hier eine Wasserzuleitung (rechts oben), zwei Stromkabel (links oben) und ein 4-adriges Drehstomkabel (links unten) zur Versorgung des Heizstrahlers aufweist. Obwohl das Funktionselement 2 nur ein Heizelement aufweist, sind doch alle Kabel für Funktionen anderer Funktionselemente 2 in dem Versorgungsstrang 6 enthalten, so dass die übrigen Funktionselemente 2, etwa die in den Figuren 2 bis 4 dargestellten, an den Versorguπgsstrang 6 angeschlossen werden können.
[0073] Der Versorgungsstrang 6 ist mit der Ausgangschnittstelle 3 verbunden. Diese Ausgangsschnittstelle 3 dient zur Verbindung mit einer Anschlussschnittselle 7 des jeweiligen Funktionselementes 2. Wenn in diesem Zusammenhang von „einer" Ausgangsschnittstelle 3 gesprochen wird, bedeutet dies nicht, dass alle Versorgungsleitungen des Versorgungsstrangs 6 über einen in einem Gehäuse oder über eine Stecker-/Buchse-Kombiπation angeschlossen werden muss. Die Anschlussschnittstelle 3 kann sich vielmehr, wie auch die Ausgangsschnittstelle 7 über mehrere, auch räumlich voneinander getrennte Teilschnittstellen verteilen.
[0074] Ein wesentlicher Aspekt einer Ausführungsform der Erfindung ist die
Tatsache, dass das Gehäuse 8 eine bestimmte Länge aufweist, wobei der Modulreihenträger 9 derart ausgebildet ist und die Ausgangsschnittstelle derart angeordnet ist, dass die Anschlussschnittstelle 7 und die Ausgangsschnittselle 3 unmittelbar durch Zusammenstecken oder über ein Zwischenkabel miteinander verbindbar sind. Hierzu kann, sofern sie über ein in dem Modulreihenträger integriertes oder auch ein externes Kabel mit dem Versorgungsstrang verbunden ist, die Ausgangsschnittstelle 3 auch verschiebbar an dem Modulreihenträger angeordnet sein.
[0075] Von der Ausgangsschnittstelle 3 verläuft im gezeigten Ausführungsbeispiel ein Kabel zur Anschlussschnittstelle 7. Da hier das Funktionsmodul nur eine Funktion aufweist, sind zwar alle inneren Kabel vom Versorgungsstrang 6 zur Ausgangsschnittstelle 3 geführt, beschaltet ist dort allerdings, was hier nicht sichtbar ist, die Schnittstelle für das 4-adrige Anschlusskabel des Wärmestrahlers. Hierzu ist die Ausgangsschnittstelle 3 so ausgebildet, dass der eingesteckte Stecker des Kabels nur die Verbindung zu diesem Kabel herstellt, aber beispielsweise das oben rechts dargestellte Wasserversorgungssystem geschlossen bleibt. Die wird hier über eine nicht sichtbare, federbelastete Verschlussvorrichtung, die den Ausgang dieser Wasserversorgung im inaktiven Fall verschließt, realisiert.
[0076] In den Figuren 7 und 8 sind zwei unterschiedliche Ausgestaltungen des Modulsystems dargestellt. Figur 7 zeigt ein System, bei dem unterhalb eines Modulreihenträgers 9 vier Funktionsmodule 2 angeordnet sind, die über eine Montagehilfe mit dem Modulreihenträger 9 schwenkbar verbunden sind. Hier verläuft der Versorgungsstrang 6 durch den oberen Träger des Modulreihenträgers 9, der sich über die ganze Länge des der Modulreihe 1 erstreckt und an seinem linken Ende einen mit dem Versorgungsstrang 6 verbundenen Versorgungsanschluss 4 aufweist. Über diesen Versorgungsanschluss 4ist der Versorgungsstrang 6 mit einem hausseitigen Modulanschluss 5 verbunden. Diese Verbindung koppelt alle notwendigen Signale und Medien zur Versorgung der einzelnen Funktionsmodule 2 in den Versorgungsstrang 6 ein, wobei über die Ausgangsschnittstelle 3 wiederum die Verbindung zur Anschlussschnittstelle 7 hergestellt ist. Dafür ist der Modulreihenträger 9und der Versorgungsstrang 6 so ausgebildet, dass die Abstande der Ausgangsschnittstellen 3 der Lange der Funktionsmodule entspricht, wobei dies nicht erforderlich ist. Ebenso könnte eine längere Entfernung über Kabel-, Leitungs- oder Schiebeverbindungen realisiert werden.
[0077] Figur 8 zeigt eine Abwandlung, bei der der Versorgungsstrang nicht im oberen Träger des Modulreihenträgers 9 angeordnet ist, sondern die Gehäuse 8 der Funktionsmodule 2 durchsetzt.- Hier sind also die enden der Funktionsmodule 2 mit rechts mit der Ausgangsschnittstelle 3 und links mit der Anschlussschnittstelle 7 (oder umgekehrt) verbunden. Natürlich muss das Gehäuse 8 der Funktionsmodule 2 auch bei dieser Ausgestaltung nicht geradlinig und langestreckt sein, sondern kann jede beliebige Form annehmen.
[0078] Figur 9 schließlich zeigt einen Biergarten als Anwendungsbespiel, der mit dem erfindungsgemäßen Modulsystem ausgerüstet ist. Hier erstrecken sich ausgehend von der rechts angedeuteten Gaststätte drei Modulreihen 1 rechtwinklig in die Freifläche, wobei die oberen und die obere und die untere Modulreihe 1 jeweils einseitig mit drei Funktionsmodulen 2 ausgerüstet sind, die, die in Figur 7 dargestellt, mit einem Modulreihenträger 9 verbunden sind. Im mittleren Bereich weist der Modulreihenträger 9 zwei Reihen von Funktionsmodulen 2 auf, die zu beiden Seiten des Modulreihenträgers 9 abstrahlen.
[0079] Die in Figur 9 dargestellte Ausführung ist nur eine der unzähligen
Zusammenstellungen der erfindungsgemäßen Funktionsmodule 2. Der besondere Vorteil dieser Art der Versorgung eines Bereiches mit unterschiedlichen Modulen besteht darin, dass so eine optisch ansprechende, sehr funktionale und sichere Versorgung der Fläche mit Heizenergie, Licht und/oder sonstigen Medien erzielt werden kann. Über Teilabschaltungen kann ferner selbsttätig oder manuell ein Teil der Funktionsmodule oder auch nur Teile der Funktionen eines Moduls abgeschaltet werden, um etwa unnötige Energiekosten zu vermeiden oder den Geräuschpegel in einem Biergarten zu senken.
[0080] Bezuαszeichenliste:
[0081] 1 Modulreihe
[0082] 2 Funktionsmodul
[0083] 3 Ausgangssch n ittstel Ie
[0084] 4 Versorgungsanschluss
[0085] 5 Modulanschluss
[0086] 6 Versorgungsstrang
[0087] 7 Anschlussschnittstelle
[0088] 8 Gehäuse
[0089] 9 Modulreihenträger
Next Patent: EXPANDING A TUBULAR ELEMENT IN A WELLBORE
