WEDER, Markus (Erlenstrasse 4, Flawil, CH-9230, CH)
| Patentansprüche 1 . Sensorkontakteinheit (2) zum Herstellen und Aufrechterhalten eines elektrischen Kontaktes zwischen der Haut (30) einer Person und einer elektri- sehen Einheit, insbesondere eines elektrischen Messsensors zur Messung von elektrischen Daten der Person, wobei die Sensorkontakteinheit umfasst eine erste textile Schicht (4), in oder auf der elektrisch leitende Fäden (28), vorzugsweise aus Metall oder metallisierten Kunststoffgarnen, angeordnet sind, ein flächiges Befeuchtungselement (10), welches auf der textilen Schicht (4) aufliegt, einen elektrischer Anschluss (34), der mit der ersten textilen Schicht (4) in elektrischem Kontrakt steht, und - ein Flüssigkeitsreservoir (26), wobei das flächige Befeuchtungselement (10) zumindest eine auf der ersten textilen Schicht (4) aufliegende Innenschicht (14), eine Aussenschicht (16) sowie einen dazwischen angeordneten Befeuchtungsbereich (18) aufweist und der Befeuchtungsbereich (18) mit dem Flüssigkeitsreservoir (26) zur Versorgung des Befeuchtungsbereichs (18) in Verbindung bringbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenschicht (14) aus einem wasserdampfdurchlässigen, wasserdichtem Material gebildet ist. 2. Sensorkontakteinheit nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die wasserdampfdurchlässige, wasserdichte Innenschicht (14) einen Wasser- dampfdurchgangswiderstand Ret von < 20 m2Pa/W und eine Wasserdichtigkeit von > 1300 mm aufweist. 3. Sensorkontakteinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die der ersten textilen Schicht (4) zugewandte Seite der Innenschicht (14) hydrophob und der Befeuchtungsbereich (18) hydrophil ausgebildet ist, so dass ein Saugeffekt durch den hydrophilen Befeuchtungsbereich (18) des Befeuchtungselements (10) erzielt wird. Sensorkontakteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenschicht (16) wasserdicht mit einem Wert von > 1300 mm, vorzugsweise auch wasserdampfundurchlässig mit einem Wasserdampfdurchgangswiderstand Ret von > 20 m2Pa/W, ausgebildet ist. Sensorkontakteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenschicht (14) eine Dicke von 1 bis 50 μιτι, vorzugsweise 5 bis 15 μιτι aufweist. Sensorkontakteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Befeuchtungselement (10) an dessen Seiten wasserdicht ausgebildet ist, vorzugsweise durch Verschweissen der Innenschicht (14) mit der Aussenschicht (16) im Bereich ihres Aussenbereichs (22). Sensorkontakteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge kennzeichnet, dass der Befeuchtungsbereich (18) des Befeuchtungsele mentes (10) flächige, kanalartige Strukturen aufweist, die von einer Flüs sigkeit aus dem Flüssigkeitsreservoir (26) durchströmbar sind. Sensorkontakteinheit nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine in der Innen- und oder der Aussenschicht (14, 16) angebrachte, flächige Entlüftungsmembrane (20) oder ein flächiges Entlüftungsventil, welche jeweils mit den Kanälen in Verbindung steht. Sensorkontakteinheit nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die flächige Ausgestaltung der eingeprägten kanalar- tigen Struktur als Spiralen oder mäanderförmige Strukturen ausgebildet ist. 10. Sensorkontakteinheit nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicken der kanalartigen Struktur variieren, wobei vorzugsweise die zuführenden, dem Flüssigkeitsreservoir näherstehenden Kanäle etwas dicker als die abführenden, der Entlüftungsmembran (20) bzw. des Entlüftungsventils näherstehenden Kanäle sind. 1 1 . Sensorkontakteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Flüssigkeitsreservoir (26) einen flexiblen Tank, vorzugsweise aus z.B. Polyäthylen oder PVC aufweist. 12. Sensorkontakteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , gekennzeichnet durch ein textiles Trägermaterial (32), welches sich flächig an die Aussen- schicht anschliesst. 13. Brustsensor mit einer Sensorkontakteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 12 und einem Brustgurt, wobei das Flüssigkeitsreservoir (26) mittels eines flexiblen Tank ausgebildet ist und in den Gurt integriert ist, sodass durch die leichte Pressung des Gurts auf den Tank ein Druck ausgeübt werden kann, der die Befeuchtung des Befeuchtungsbereich (8) bewirkt oder unterstützt. |
Die Erfindung betrifft eine Sensorkontakteinheit zur Messung von elektrischen Signalen eines Körpers, insbesondere eines menschlichen Körpers. Weiterhin betrifft die Erfindung einen Brustgurt mit einer entsprechenden Sensorkontakteinheit, insbesondere zur Messung von EKG-Daten.
Stand der Technik
Die Messung von elektrischen Körpersignalen wie z.B. EKG (Elektrokardiogramm), EEG (Elektro-Enzephalogramm), EMG (Elektromyogramm) sind weit verbreitete Messmethoden zur Ableitung von Körpersignalen. Bisher wird das EKG im medizinischen Bereich praktisch ausschliessliich mit den Ag/AgCI Gelelektroden gemessen, welche um den Brustbereich auf die Haut geklebt wurden. Diese Elektroden bilden quasi einen Standard und werden weltweit angewendet, wenn es um EKG Messungen im medizinischen Bereich geht. Der Nachteil ist dass diese Elektroden nur eine limitierte Zeit von bis zu ca. 24 h funktionieren. Danach trocknen sie aus und ergeben kein geeignetes Signal mehr. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass auch Langzeitmessungen wesentlich sein können. Dabei ist es wichtig, auch über mehere Tage das EKG mittels spezieller Holter - tragbare Logger - erfassen zu können. Dazu sind neue trockene Elektroden auf dem Markt aufgetaucht, die für EKG Messungen geeignet sein sollen. Beispielsweise sind Stickelektroden und Sensor-Shirts bekannt. Solche Elektroden funktionieren bei einer körperlichen Aktivität gut und ergeben gute Signale, insbesondere wenn die Person schwitzt und somit eine feuchte Haut hat, aber eben nur solange die Haut feucht ist. Sobald aber die Elektroden trocken sind ist keine Messung mehr möglich. Der gesamte medizinische Bereich wo keine feuchte, sondern eine trockene Haut vorliegt, kann mit diesen Elektroden langzeitig nicht gemessen werden. Gerade dieser Bereich wäre aber aus wissenschaftlicher und medizinischer Sicht sehr interessant, z.B. die Ueberwachung von Herzhsikopatienten oder generell bei älteren Leuten wo normalerweise eine trockene Haut vorliegt.
Ein weiteres Problem bei trockenen Elektroden sind die Bewegungsartefakte und die relativ hohe Pressung der Elektrode auf die Haut. Bei trockener Haut ist das Bewegen noch viel kritischer, d.h. die geringste Bewegung der Arme oder Beine kann zu extrem hohen Artefakten führen und aus diesen ein vernünftiges EKG- Signal herauszufiltern ist extrem schwierig. Im Zusammenhang mit der Überwachung des Menschen können mit solchen Systemen wo eine Langzeiterfassung des EKG möglich ist auch Schlafversuche durchgeführt werden wo über die HRV Chaostheorie die Tiefschlafphasen exakt erkannt werden können oder z.B. als Sensor für die Stresserkennung von Feuerwehrleuten oder Piloten, Lastwagenfahrer etc..
Als Beispiele für den Stand der Technik seien hier die EP-A-0 01 1 813 aufgeführt, bei der ein flexibles Kissen mit Chemikalie zur Abgabe an die Haut vorgeschlagen wird, wobei die Unterseite zur Haut eine permeable Membrane aufweisen soll. Nachteilig daran ist, dass die Befeuchtung von der Hautseite kommt und dass der Vorschlag eine Chemikalie zwingend erfordert. Weiterhin erscheint die EP 0 409 067 A2 als Hintergrundinformation interessant, bei der eine benetzbare Elektrode mit Flüssigkeitsspeicherndem Absorbermaterial vorgeschlagen wird, wobei ein Absorber mit ionischer Flüssigkeit zwischen der Elektrode und der Haut vorgesehen ist. In der US 5 057 072 A wird eine Elektrode mit Re- servoir mit einer Chemikalie bzw. ionischen Flüssigkeit vorgeschlagen, wobei die Flüssigkeit auf der Hautseite ist und sich dahinter die Elektrode befindet. Auch hier erscheint es nachteilig, dass die Befeuchtung von der Hautseite kommt.
Aus der US 6263226 B1 ist eine Wegwerfelektrode bekannt, welche nach 8 bis 12 h entsorgt wird. Dieses ist unzweckmässig. Für die Elektroden gemäss der Aufgabe der Erfindung ist ein wochenlanger Dauereinsatz gefordert. Weiterhin ist zwischen der Haut und der eigentlichen elektrischen Elektrode in der US 6263226 B1 ein elektrisch leitendes Gel erforderlich. Gemäss der Aufgabe der Erfindung soll die (Stick)-Elektrode direkt auf der Haut aufliegen und es kein Gel notwendig resp. kein Schwamm zwischen der Haut der Elektrode erforderlich sein.
Aus der WO 2004/017829 A1 sind Elektroden bekannt, die für Impedanz- Tomography vorgesehen sind. Für Elektrokardiographie gemäss der Aufgabe der Erfindung erscheinen diese Elektroden ungeeignet. Wiederum ist zwischen der Elektrode und der Haut ein Gel vorgesehen, welches es - gemäss der Aufgabe der Erfindung - wegen des Dauereinsatzes zu vermeiden gilt. Bei der Elektrode der WO 2004/017829 A1 ist die Befeuchtung von hinten vorgesehen, jedoch unvorteilhafterweise mit Ionen. Wie vorstehend beschrieben, soll - gemäss der Aufgabe der Erfindung - der Verdunstungsgenerator nachgefüllt werden kön- nen, während derjenige in der WO 2004/017829 A1 komplett versiegelt und nach Gebrauch weggeworfen werden muss.
Aus der EP 510 786 A1 ist eine Elektrode bekannt, die auf einem Hydrogellayer beruht, welcher in Kombination mit einer nicht leitenden Materialschicht zusam- mengebracht ist und an eine wiederverwendbare Klammer angeschlossen wird. Es ist keine Befeuchtungseinrichtung vorgesehen. Die Vorrichtung der EP 510 786 A1 beruht auf dem Prinzip eines Elektrolytiayers auf der Basis von Hydrogel. Aus den vorstehend genannten Gründen soll dies erfindungsgemäss vermieden werden.
Darstellung der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es demnach, eine verbesserte Sensorkontakteinheit vorzuschlagen, bei der die beschriebenen Nachteile vom Stand der Technik zumindest vermieden werden können. Diese Aufgabe wird gelöst durch die Sensorkontakteinheit zum Herstellen und Aufrechterhalten eines elektrischen Kontaktes zwischen der Haut einer Person und einer elektrischen Einheit gemäss Anspruch 1 . Die Sensorkontakteinheit ist besonders geeignet zur Messung von elektrischen Daten der Person und um- fasst eine erste textile Schicht, in oder auf der elektrisch leitende Fäden, vorzugsweise aus Metall oder leitfähigen Kunststoffgarnen, angeordnet sind, ein flächiges Befeuchtungselement, welches auf der textilen Schicht aufliegt, einen elektrischen Anschluss, der mit der textilen Schicht in elektrischem Kontakt steht, und ein Flüssigkeitsreservoir. Das flächige Befeuchtungselement umfasst zu- mindest eine Innenschicht, eine Aussenschicht sowie einen dazwischen angeordneten Befeuchtungsbereich. Die Innenschicht ist aus einem wasserdampfdurchlässigen Material gebildet und der Befeuchtungsbereich ist mit dem Flüssigkeitsreservoir zur Versorgung des Befeuchtungsbereichs in Verbindung bringbar. Die vorliegende Erfindung beruht auf einer definierten, dampfförmigen Abgabe von Feuchtigkeit an die Elektroden. Damit ist die Erfindung - im Gegensatz zu den Einrichtungen gemäss dem Stand der Technik - durch die Materialauswahl und den Aufbau geeignet, die Aggregatzustände vorteilhaft auszunützen, nämlich die langsame und definierte Abgabe von Wasserdampf. Diese langsame und definierte Abgabe von Wasserdampf geschieht von hinten, also von der den Elektroden abgewandten Seite und wird mittels eines speziellen Befeuchtungselementes ermöglicht, welches mit einem flexiblen Tank gespeist wird. Dabei haben die Massnahmen der Erfindung zunächst einmal zur Folge, dass langzeitig und unabhängig von chemischen Zusätzen, die als Hilfsmittel allerdings nicht grundsätzlich ausgeschlossen sind, die Sensorkontakteinheit guten Kontakt für die elektrischen Personendaten bereitstellt. Die Innenschicht ist zwar wasserdampfdurchlässig, aber erfindungsgemäss wasserdicht ausgebildet, um ein Auslaufen der Flüssigkeit zu verhindern.
Wasserdampfdurchlässigkeit ist mit einem Wasserdampfdurchgangswiderstand Ret gemäss ISO 1 1092 definiert und beträgt im Sinne dieser Erfindung einen Wert < 20 m 2 Pa/W, während die Wasserdichtigkeit nach EN 2081 1 definiert ist und einen Wert von > 1300 mm Wassersäule betragen soll.
Textile Materialien, die solche Werte in Bezug auf die Wasserdampfdurchlässig- keit und die Wasserdichtigkeit aufweisen, sind bekannt, wobei hier - nur beispielhaft - auf als Membranen ausgebildete Textilien aus Polyetherester, einer Verkettung von Polyester- und Polyethermolekülen hingewiesen wird, wobei für die vorliegende Anwendung die so genannten atmungsaktiven Eigenschaften mit einem Wasserdampfdurchgangswiderstand gemäss ISO 1 1092 von R e t < 6 m 2 Pa/W nicht erforderlich erscheint. Ein weiteres Beispiel solcher wasserdampfdurchlässiger aber wasserdichter Materialien ist als textile Polyfluourethen- membran bekannt (im Handel z.B. unter dem Namen Goretex® erhältlich).
Es sollte an dieser Stelle nochmals auf den Unterschied zwischen der Eigen- schaft der Schicht bezüglich der Permeation bezüglich Wasserdampf und der Dichtheit dieser Membrane gegenüber flüssigem Wasser hingewiesen werden.
Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
Die Innenschicht kann auch hydrophob und der Befeuchtungsbereich hydrophil ausgebildet sein, so dass ein Saugeffekt durch den hydrophilen Befeuchtungsbereich des Befeuchtungselements erzielt wird. Hydrophob heisst, dass die Aus- senseite der zum Körper geneigten Schicht hydrophob sein kann, z.B. durch ei- ne geeignete Membrane und die Schicht selber wiederum wasserdampfdurchlässig ist. Dies ist kein Widerspruch und ist bei den zuvor beschriebenen mikroporösen Membranen anzutreffen. Ebenfalls kann z.B. die Aussenseite einer hydrophilen, wasserdampfdurchlässigen Membrane mittels Plasmabehandlung hydrophobisiert werden. Die Aussenschicht kann vorteilhafterweise wasserdicht ausgebildet und zudem auch wasserdampfundurchlässig sein, jeweils mit den zuvor verwendeten Werten. Für die Innenschicht wird eine Dicke von 1 bis 50 μηη angegeben, wobei vorzugsweise Dicken von 5 bis 15 μηη zum Einsatz kommen werden. Das Befeuchtungselement ist vorteilhafterweise an den Seiten wasserdicht ausgebildet, vorzugsweise durch Verschweissen der Innenschicht mit der Aussen- schicht im Bereich ihres Aussenbereichs.
Besonders vorteilhaft ist die Sensorkontakteinheit, wenn der Befeuchtungsbe- reich des Befeuchtungselementes flächige, kanalartige Strukturen aufweist, die von einer Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsreservoirs durchströmbar sind. Zur Versorgung ist eine in der Innen- und oder der Aussenschicht angebrachte, flächige Entlüftungsmembrane vorteilhaft, welche mit den Kanälen in Verbindung steht. Alternativ dazu ist ein in der Innen- und oder der Aussenschicht ange- brachtes, flächiges Entlüftungsventil. Die flächige Ausgestaltung der eingeprägten kanalartigen Struktur ist vorzugsweise als Spiralen oder mäanderförmige Strukturen ausgebildet. Die Dicken der kanalartigen Struktur können variieren, wobei vorzugsweise die zuführenden, dem Flüssigkeitsreservoir näherstehenden Kanäle etwas dicker als die abführenden, der Entlüftungsmembran näherste- henden Kanäle sind.
Das Flüssigkeitsreservoir umfasst bevorzugt einen flexiblen Tank, vorzugsweise aus z.B. Polyäthylen oder PVC. Die Sensorkantakteinheit umfasst in einer bevorzugten Ausgestaltung ein textiles Trägermaterial, welches sich flächig an die Aussenschicht anschliesst.
Gemäss einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Brustsensor mit einer Sensorkontakteinheit gemäss dem ersten Aspekt ausgestattet und um- fasst einen Brustgurt. Das Flüssigkeitsreservoir ist dann mittels eines flexiblen Tanks ausgebildet und in den Gurt integriert, sodass durch die leichte Pressung des Gurts auf den Tank ein Druck ausgeübt werden kann, der die Befeuchtung des Befeuchtungsbereichs bewirkt oder unterstützt.
Die vorbenannten sowie die beanspruchten und in den nachfolgenden Ausfüh- rungsbeispielen beschriebenen, erfindungsgemäss zu verwendenden Elemente unterliegen in ihrer Grösse, Formgestaltung, Materialverwendung und ihrer technischen Konzeption keinen besonderen Ausnahmebedingungen, so dass die in dem jeweiligen Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt Anwendung finden können.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher beschrieben, dabei zeigen: Fig. 1 einen Schichtaufbau einer Sensorkontakteinheit gemäss einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung; Fig. 2 ein Befeuchtungselement nach Figur 1 in Draufsicht, schematisch.
Wege zur Ausführung der Erfindung
Die in Figur 1 in ihrer Schichtung dargestellte Sensorkontakteinheit 2 umfasst eine erste textile Schicht 4, in oder auf der elektrisch leitende Elemente, insbesondere Leiterfäden - in dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel als Stickelektroden 28 - angeordnet sind, ein flächiges Befeuchtungselement 10, welches auf der textilen Schicht 4 aufliegt, einen elektrischer Anschluss 34, der mit der ersten textilen Schicht 4 in elektrischem Kontakt steht, und ein Flüssigkeitsreservoir 26. Das flächige Befeuchtungselement 10 umfasst zumindest eine Innenschicht 14, eine Aussenschicht 16 sowie einen dazwischen angeordneten Befeuchtungsbereich 18. Die Innenschicht 14 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus einem wasserdampfdurchlässigen, aber wasserundurchlässigem Mate- rial gebildet und der Befeuchtungsbereich 18 steht mit dem Flüssigkeitsreservoir 26 zur Versorgung des Befeuchtungsbereichs mittels eines Zuführschlauches 24 in Verbindung. Die Innenschicht ist zwar wasserdampfdurchlässig ausgebildet, ist aber wasserdicht, um ein Auslaufen der Flüssigkeit zu verhindern. Die Aussenschicht ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel wasserdicht und zudem auch wasserdampfundurchlässig. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird als In- nenschicht 14 sowie als Aussenschicht 16 als Membranen ausgebildete Textilien aus Polyetherester verwendet, die im Handel (z.B. unter dem Namen Sympa- tex®) erhältlich ist. Die Innenschicht 14 hat im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Dicke von ca. 5 bis 15 μιτι. Sie ist wasserdampfdurchlässig mit einem Was- serdampfdurchgangswiderstand R e t gemäss ISO 1 1092 < 20 m 2 PaA W, während die Wasserdichtigkeit nach EN 2081 1 der Innenschicht einen Wert von > 1300 mm Wassersäule hat.
Gewisse Polymere/Membranen sind von Hause aus hydrophob oder hydrophil, sind Polyether-esther (Sympatex®) hydrophil, Polyfluourethenmembranen(Gore- Tex®) hingegen ist hydrophob. Zum besseren Verständnis wird hier noch angegeben , dass es folgende Möglichkeiten gibt, ein Gewebe hydrophob oder hydrophil auszurüsten, nämlich eine Plasmabeschichtung, bei der für die Eigenschaft "hydrophob" eine Gasmischung aus Fluorkohlenstroff Monomer oder Sili- konmonomer verwendet wird, bzw. "hydrophil", bei der eine Gasmischung aus Kohlenwasserstoffmonomer plus Sauerstoff oder stickstoffhaltigem Monomer verwendet wird, sowie eine nasschemische Ausrüstung, nämlich Hydrophobierungen mit Fluorkarbonharzen oder Silikonen bzw. eine Hydrophilisierung mit Netzmittel aus Tensidebasis. Das Befeuchtungselement 10 ist im Ausführungsbeispiel an den Seiten wasserdicht ausgebildet, vorzugsweise durch Verschweissen der Innenschicht mit der Aussenschicht 16 im Bereich ihres Aussenbereichs.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel weist der Befeuchtungsbereich 18 des Be- feuchtungselementes 10 flächige, kanalartige Strukturen auf, die von der Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsreservoir 26 durchströmbar sind. Im Ausführungs- beispiel ist in der Aussenschicht eine flächige Entlüftungsmembrane 20 angebracht, welche mit den Kanälen in Verbindung steht. Alternativ dazu ist ein in der Innen- und oder der Aussenschicht angebrachtes, flächiges Entlüftungsventil. Die flächige Ausgestaltung der eingeprägten kanalartigen Struktur ist im vorlie- genden Ausführungsbeispiel als Spiralen -alternativ als mäanderförmige Strukturen - ausgebildet. Die Dicken der kanalartigen Struktur variieren, wobei die zuführenden, dem Flüssigkeitsreservoir 26 näherstehenden Kanäle etwas dicker als die abführenden, der Entlüftungsmembran 20 näherstehenden Kanäle sind. Das Flüssigkeitsreservoir 26 umfasst bevorzugt einen flexiblen Tank, im Ausführungsbeispiel aus Polyäthylen.
Die Sensorkontakteinheit 2 umfasst im Ausführungsbeispiel ein textiles Trägermaterial 32, welches sich flächig an die Aussenschicht 16 anschliesst. Im vorlie- genden Ausführungsbeispiel bildet dieses textile Trägermaterial 32 einen Brustgurt aus. Das Flüssigkeitsreservoir 26 ist dabei mittels eines flexiblen Tanks ausgebildet und in den Gurt integriert, sodass durch die leichte Pressung des Gurts auf den Tank ein Druck ausgeübt werden kann, der die Befeuchtung des Befeuchtungsbereichs bewirkt oder zumindest unterstützt.
Die Leitfähigkeit ist - wie in Figur 1 dargestellt - dadurch bewirkt, dass in die erste textile Schicht 4 Leiterfäden zur Ausbildung einer Stickelektrode 28 eingestickt sind, die durch die erste textile Schicht 4 hindurch gehen. Durch die in Figur 2 dargestellte, praktisch luftdichte Randabschliessung des Befeuchtungselements 10 entsteht beim Verdunsten von Wasser ein Unterdruck, welcher bewirkt, dass Wasser vom Reservoir in das Befeuchtungselement gelangt. Es entsteht als ein Saugeffekt analog dem Blattspalt bei Baumblättern. Die Befüllung des Tanks mit destilliertem Wasser erfolgt im Ausführungsbeispiel mittels einer medizinischen Spritze und einem speziellen Verschluss mit Rückschlagventil in der Zuleitung von Tank zu Befeuchtungselementen. Zur Verhinderung von Algen, Bakterien und Pilzen wird dem destilliertem Wasser noch ein Zusatz eines Bakterizids zugefügt.
Bezugszeichenliste
2 Sensorkontakteinheit
4 erste textile Schicht
10 Befeuchtungselement
14 Innenschicht
16 Aussenschicht
18 Befeuchtungsbereich
20 Entlüftungsmembrane
22 Randverschweissung
24 Zuführschlauch
26 Flüssigkeitsreservoir
28 Stickelektrode
30 Haut
32 textiles Trägermaterial
34 elektrischer Anschluss
Next Patent: FLOW FILTER FOR SEPARATING BLOOD INTO PLASMA AND CELLULAR CONSTITUENTS
