Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
MOLD FOR PRODUCING CONCRETE BLOCKS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/147016
Kind Code:
A1
Abstract:
For a mold (FO) for producing concrete blocks, having at least one mold core (FK) held on a core support strip (KHL), an advantageous connection of the core holder strip (KHL) to a sidewall (QWA; QWI) bounding the mold cavities (FN) of the mold, and/or to the mold core is described.

Inventors:
STICHEL, Holger (Bergstr. 33, Pechtelsgrün, 08485, DE)
Application Number:
EP2009/056155
Publication Date:
December 10, 2009
Filing Date:
May 20, 2009
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
KOBRA FORMEN GMBH (Plohnbachstr. 1, Lengenfeld, 08485, DE)
STICHEL, Holger (Bergstr. 33, Pechtelsgrün, 08485, DE)
International Classes:
B28B7/18; B28B7/28
Attorney, Agent or Firm:
WEBER, Gerhard (Rosengasse 13, Ulm, 89073, DE)
Download PDF:
Claims:

Ansprüche:

1. Form zur Herstellung von Betonformsteinen mit wenigstens einem durch Seitenwände begrenzten Formnest und wenigstens einem innerhalb des Formnests angeordneten und an einer das Formnest überspannenden

Kernhalterleiste gehaltenen Formkern, wobei die Kernhalterleiste in wenigstens eine Aussparungen einer Seitenwand und/oder eines Formkerns einliegt und an der Seitenwand und/oder dem Formkern durch eine Haltevorrichtung gehalten ist, welche wenigstens einen seitlich neben der Kernhal- terleiste angeordneten und lösbar an der jeweiligen Seitenwand bzw. dem

Formkern befestigten Befestigungskörper mit einem Halteelement aufweist, welches eine im wesentlichen vertikale Trennfläche zwischen dem Haltekörper und einer Seitenfläche der Kernhalterleiste quer zur Längsrichtung der Kernhalterleiste durchgreift und die Kernhalterleiste formschlüssig mit dem Haltekörper verbindet.

2. Form nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement von Oberkante und Unterkante der Kernhalterleiste um wenigstens 20 % der Höhe der Kernhalterleiste beabstandet ist.

3. Form nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement im Bereich der bezüglich vertikaler Durchbiegung neutralen Faser der Kernhalterleiste liegt.

4. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement stiftförmig ausgeführt ist und in eine Ausnehmung der Kernhalterleiste und/oder des Befestigungskörpers eingreift.

5. Form nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement in eine Ausnehmung der Kernhalterleiste oder des Befestigungskörpers ein- gepresst ist.

6. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungskörper mit der Seitenwand und/oder dem Formkern verschraubt ist.

7. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Befestigungskörper gegenüberliegend beidseitig der Kernhalterleiste angeordnet sind.

8. Form nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement einstückig zwischen beiden Befestigungskörper und durch die zwischen diesen liegende Kernhalterleiste durchgehend ausgebildet ist.

9. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwand durch eine Platte gebildet ist.

10. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwand eine Zwischenwand zwischen zwei Formnestern ist.

11. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Befestigungskörper an einem Formkern befestigt und dabei in Längs- richtung der Kernhalterleiste gegeneinander versetzt angeordnet sind.

12. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass der Formkern zumindest teilweise aus Kunststoff besteht und dass Befesti-

gungsmittel, an welchen der Befestigungskörper lösbar befestigt ist, in den Kunststoff eingebettet sind.

13. Form nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff die dem Formnest zugewandte Außenfläche des Formkerns bildet.

Description:

Form zur Herstellung von Betonformsteinen.

Die Erfindung betrifft eine Form zur Herstellung von Betonformsteinen.

Zur industriellen Herstellung von Betonformsteinen sind Formen gebräuchlich, welche in eine Formmaschine eingespannt sind und dabei auf einer Unterlage aufgesetzt sind, welche zu vertikalen Rüttelschwingungen anregbar ist. Eine solche Form enthält wenigstens ein, typischerweise mehrere oben und unten offene Formnester, welche seitlich durch Formnestwände begrenzt sind. Durch Aufsetzen auf die Unterlage werden die unteren öffnungen verschlossen und Betongemenge wird durch die oberen öffnungen in die Formnester eingefüllt. Durch die oberen öffnungen eingeführte Druckplatten drücken auf das Betongemenge, welches während eines Rüttelvorgangs zu formstabilen Betonformsteinen verfestigt wird, welche nach Abheben der Form durch die unteren Formnestöffnungen aus der Form entformt werden können.

Insbesondere bei großvolumigen Betonformsteinen, wie z. B. Hohlblocksteinen, Böschungssteinen, Pflanzkübeln sind häufig innerhalb der Formnester von deren Seitenwänden beabstandet Formkerne angeordnet, welche Hohlräume in den fertigen Steinen bestimmen. Solche Formsteine sind mittels Kernhalterleisten, welche die Formnester überspannen in definierter Position gehalten. Die Kernhalterleisten sind ihrerseits an den Seitenwänden gehalten und dort in Aussparungen eingesetzt.

Durch die insbesondere während des Rüttelvorgangs auftretenden hohen

Kräfte sind die Kernhalterleisten hohen Wechselbeanspruchungen ausgesetzt und Brüche von Kernhalterleisten treten häufig als Schäden in solchen Formen auf. Die Kernhalterleisten können daher auch lösbar an den Seitenwänden und/oder den Formkernen gehalten sein. Bekannt hierfür sind z. B. aus der

DE10146344A1 Steckverbindungen zwischen Formnestwänden und Kernhalterleisten. Bekannt ist ferner, die Aussparungen in den Seitenwänden seitlich von den Kernhalterleisten weg zu vergrößern und Befestigungskörper in den erweiterten Aussparungen zu verschrauben, welche die Kernhalterleiste in der Aussparung verklemmen. Für die lösbare Verbindung der Kernhalterleisten mit Formkernen ist in der FR 2365418 A1 vorgesehen, Spannhülsen in Bohrungen durch die Kernhalterleisten und fluchtende öffnungen in gusseisernen Kernen einzupressen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Form mit vorteilhafter Verbindung einer Kernhalterleiste mit Formkernen und/oder Seitenwänden eines Formnests anzugeben.

Die Erfindung ist im unabhängigen Anspruch beschrieben. Die abhängigen An- sprüche enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung.

Durch das quer zur Längsrichtung der Kernhalterleiste verlaufende und eine Trennfläche durchgreifende und insbesondere in die Kernhalterleiste eingrei- fende Halteelement ist vorteilhafterweise eine formschlüssige Verbindung der Kernhalterleiste mit dem wenigstens einen Befestigungskörper und über diesen eine zuverlässige Halterung an der Seitenwand und/oder dem Formkern möglich. Insbesondere kann das Halteelement innerhalb der vertikalen Erstreckung der Kernhalterleiste in einem mittleren Bereich bei der gegenüber vertikaler Durchbiegung neutralen Faser der Kernhalterleiste liegen. Vorteilhafterweise ist das Halteelement in vertikaler Richtung von Oberkante und Unterkante der Kernhalterleiste um wenigstens 20 % der Höhe der Kernhalterleiste entfernt. Vorzugsweise verläuft die genannte neutrale Faser innerhalb des Querschnittbereichs des Halteelements.

Von besonderem Vorteil ist eine Ausführung, bei welcher die Kernhalterleiste zumindest im Rahmen ihrer wechselnden Durchbiegung während des Rüttelbetriebs relativ zu dem wenigstens einen Befestigungskörper verdrehbar ge- halten ist. Vorteilhafterweise ist hierfür das Halteelement als ein Stift, Bolzen oder dergleichen mit kreisförmigem Querschnitt ausgeführt und in eine Ausnehmung, insbesondere eine Bohrung der Kernhalterleiste und/oder des Befestigungskörpers eingesetzt, wobei vorteilhafterweise Kernhalterleiste und/oder Befestigungskörper relativ zu dem Stift um die Stiftachse zumindest um ein ge- ringes Maß drehbar sind. Die Stiftachse verläuft horizontal quer zur Längsrichtung der Kernhalterleiste.

Bei der Verbindung der Kernhalterleiste mit einer Seitenwand des Formnests weist die Unterkante der Kernhalterleiste vorzugsweise einen geringen Spalt zum Grund der Aussparung in der Seitenwand des Formnests auf, so dass insbesondere in vertikaler Richtung die gesamten Kräfte zwischen Seitenwand und Kernhalterleiste definiert über das Halteelement übertragen sind. In anderer Ausführung kann auch vorgesehen sein, dass die Unterkante der Kernhalterleiste auf dem Grund der Aussparung der Seitenwand aufsteht und vertikal von der Seitenwand nach oben auf die Kernhalterleiste ausgeübte Kräfte über die Unterkante der Kernhalterleiste übertragbar sind. Die Ausnehmung in dem Befestigungskörper kann dabei auch als vertikales Langloch oder nach unten offen ausgeführt sein. Das Haltelement kann dabei auf Durchbiegung vorgespannt sein.

Besonders vorteilhaft ist eine Ausführung, bei welcher die Kernhalterleiste durch zwei Befestigungskörper, welche an quer zur Längsrichtung entgegen gesetzt gegenüber liegenden Seiten der Kernhalterleiste angeordnet sind, und wenigstens ein Halteelement an einer Seitenwand gehalten ist. Vorzugsweise

ist ein Halteelement, insbesondere ein Stift oder dergleichen, durch einen Durchbruch, insbesondere eine Bohrung, der Kernhalterleiste gesteckt und liegt mit beiderseitig überstehenden Abschnitten in korrespondierenden Aussparungen, insbesondere Bohrungen der beiden Befestigungskörper ein. Die beiden Befestigungskörper können auch, vorzugsweise unterhalb der Kernhalterleiste, als zwei Teil-Befestigungskörper miteinander verbunden sein und einen Bügel mit einer Aufnahme für die Kernhalterleiste bilden. Das Halteelement kann durch einen der Teil-Befestigungskörper hindurch geführt sein.

Die Richtungsbezeichnungen horizontal und vertikal seien auf die reguläre Betriebsposition der Form bezogen, in welcher obere und untere öffnungen der Formnester vertikal beabstandet sind und die Längsrichtung der Kernhalterleiste horizontal verläuft.

Das Halteelement kann vorteilhafterweise in den Durchbruch durch die Kernhalterleiste eingepresst sein. Anstelle eines durch die Kernhalterleiste durchgehenden Halteelements können auch getrennte Halteelemente vorgesehen sein, welche von beiden Seiten in einen Durchbruch, insbesondere eine Bohrung der Kernhalterleiste ragen. Es kann auch vorgesehen sein, einen oder zwei Befestigungskörper seitlich gegen die Kernhalterleiste zu verspannen.

Der Befestigungskörper ist vorteilhafterweise unmittelbar an der das Formnest begrenzenden Seitenwand angeordnet und bildet eine Teilfläche der Seitenwand in deren Aussparung. Der Befestigungskörper ist vorteilhafterweise durch wenigstens eine, vorzugsweise zwei Schraubverbindungen, deren Schraubenachsen im wesentlichen vertikal verlaufen, mit der Seitenwand verbunden, wofür in diese vorteilhafterweise am Boden der Aussparung der Seitenwand Gewindebohrungen eingebracht sind.

Vorteilhafterweise kann fr die vorzugsweise lösbare Verbindung, zwischen der Kernhalterleiste und einem Formkern eine entsprechende Haltevorrichtung vorgesehen sein. Vorzugsweise sind dabei zwei Verbindungsstellen mit jeweils wenigstens einem Befestigungskörper in Längsrichtung der Kernhalterleiste innerhalb eines Formkerns gegeneinander versetzt angeordnet und jeweils mit einem Halteelement mit der Kernhalterleiste verbunden.

Die Befestigungskörper können in gleicher oder ähnlicher Bauweise gestaltet sein wie der Befestigungskörper zur Verbindung der Kernhalterleiste mit einer Seitenwand, wobei bei dem Formkern geringere Einschränkungen bezüglich des verfügbaren Platzes gegeben sind und daher auch von der Wandbefestigung stärker abweichende Ausführungen der Befestigungskörper und/oder deren Befestigung an dem Formkern möglich sind. Die in Längsrichtung beab- standeten Befestigungskörper sind vorzugsweise einzeln und voneinander ge- trennt an dem Formkern befestigt.

Der Formkern besteht in bevorzugter Ausführung zumindest teilweise aus Kunststoff, wobei vorzugsweise Befestigungsmittel, an welchem die Befestigungskörper lösbar befestigt sind, in dem Kunststoff eingebettet sind. Der Kunststoff kann als Verbindungselement zu metallischen Teilen des Formkerns ausgeführt sein. Vorzugsweise besteht der Formkern überwiegend aus Kunststoff und hat insbesondere als dem Formnest zuweisende und mit Beton in dem Formnest in Kontakt stehende Oberfläche eine Kunststoff-Oberfläche. Der Kunststoff ist vorzugsweise als ein in dem Formkern aus einer flüssigen Phase verfestigter Kunststoff-Gusskörper ausgeführt.

Die Erfindung ist nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Abbildungen noch eingehend veranschaulicht. Dabei zeigt:

Fig. 1 eine Form mit Formkernen,

Fig. 2 einen Ausschnitt aus Fig. 1 ,

Fig. 3 eine geschnittene Ansicht einer Haltevorrichtung,

Fig. 4 eine Variante zu Fig. 2,

Fig. 5 eine Kernhalteranordnung in Alleinstellung,

Fig. 6 eine Kernhalterleiste zur Befestigung an eine Reihe von

Formkernen,

Fig. 7 die Anordnung nach Fig. 6 nach erfolgter Befestigung,

Fig. 8 die Befestigungskörper mit Kernhalterleiste und Kern-Befestigungsstrukturen zu Fig. 7,

Fig. 9 einen Schnitt durch Fig. 6,

Fig. 10 einen Schnitt durch Fig. 7,

Fig. 11 eine Schrägansicht einer Form.

Fig. 1 zeigt in Ansicht von schräg oben eine Form FO zur Herstellung von Hohlblocksteinen. Die Form weist in zwei in Querrichtung y eines mit eingezeichneten rechtwinkligen Koordinatensystems verlaufenden Reihen jeweils eine Mehrzahl von Formnestern FN auf. In den Formnestern sind jeweils zwei

in Längsrichtung x beabstandet aufeinander folgende Formkerne FK angeordnet, welche an Kernhalterleisten KHL gehalten sind. Die Formnester FN sind in Querrichtung y durch Längswände LW und in Längsrichtung x durch Querwände QWA, QWI begrenzt. Die Querwände QWI sind im skizzierten Beispiel in Längsrichtung x voneinander beabstandet und der Zwischenraum ist durch Deckelplatten DP abgedeckt. Mit der Form nach Fig. 1 sind beispielsweise Hohlblocksteine mit zwei Hohlräumen herstellbar.

Die Kernhalterleisten KHL sind in Längsrichtung zwischen den entgegen ge- setzt angeordneten äußeren Querwänden QWA durchgehend ausgeführt und sind in Aussparungen der Querwände QWA und der Querwände QWI von der Oberseite der Form her eingesetzt und in den Seitenwänden gehalten. Die Haltevorrichtungen sind in Fig. 2 und Fig. 3 detaillierter dargestellt.

In den Seitenwänden sind von deren Oberkanten her Aussparungen hergestellt, welche einen breiteren Aussparungsbereich AH und einen schmäleren, aber tiefer reichenden Aussparungsbereich AL enthalten. Die Aussparungsbereiche können auch eine einheitliche Tiefe besitzen. Befestigungskörper BK1 , BK2 sind in Querrichtung y gegenüber liegend beiderseits der Kernhalterleiste KHL angeordnet und in die Aussparungsbereiche AH eingesetzt. über jeweils zwei Schrauben SB sind die Befestigungskörper an der Seitenwand befestigt, wofür in der Seitenwand am Grund der Aussparungsbereiche AH Gewindebohrungen GW in z-Richtung verlaufend eingebracht sind.

Die Höhe der Kernhalterleiste KHL in z-Richtung ist im skizzierten Beispiel größer als die Erstreckung der Aussparungen AH und der Befestigungskörper BK1 , BK2 in z-Richtung und die Kernhalterleiste ragt in den tieferen Aussparungsbereich AL hinein. Die Unterkante der Kernhalterleiste KH ist vorzugswei-

se durch einen schmalen Spalt SP vom Grund des Aussparungsbereichs AL vertikal beabstandet.

In die Kernhalterleiste ist eine senkrecht zur Längsrichtung x in Querrichtung verlaufende Bohrung BL eingebracht. Ein Stift oder Bolzen BO ist mit beiderseitigem überstand in diese Bohrung BL eingesetzt. Der Stift BO ist vorzugsweise in die Bohrung BL eingepresst.

Die Bohrung BL ist vorteilhafterweise um wenigstens 20 % der Höhe der Kern- halterleiste von der Oberkante der Kernhalterleiste und von der Unterkante der Kernhalterleiste beabstandet. Vorzugsweise verläuft eine bezüglich vertikaler Durchbiegung neutrale Phase der Kernhalterleiste im Vertikalbereich der Bohrung BL.

Die Befestigungskörper BK1 , BK2 sind vorzugsweise spiegelsymmetrisch zueinander aufgebaut und weisen jeweils eine Bohrung BB auf, welche in Querrichtung y verläuft. Die beidseitig der Kernhalterleiste KHL in y-Richtung überstehenden Bereiche des Stiftes BO greifen in diese Bohrungen BB ein und verbinden die Befestigungskörper BK1 , BK2 in x- und z-Richtung über den Stift BO formschlüssig mit der Kernhalterleiste.

Die Befestigungskörper BK1 , BK2 sind über die Verschraubungen mit den Schrauben SB in den Gewindebohrungen GW lösbar an der Seitenwand befestigt.

Der Stift BO ermöglicht vorteilhafterweise eine relative Verdrehung zwischen Kernhalterleiste KHL und Befestigungskörpern BK1 , BK2 um die Mittelachse BA des Stiftes. Dadurch wird vorteilhafterweise einer dynamischen vertikalen Durchbiegung der Kernhalterleiste während des Rüttelbetriebs Rechnung ge-

tragen. Durch den geringen Spalt SP zwischen Unterkante der Kernhalterleiste KHL und Boden des Aussparungsbereichs AL in der Seitenwand ist die Kernhalterleiste mit definierten Kraftverhältnissen allein über die Befestigungskörper BK1 , BK2 und die formschlüssige Verbindung mit diesen über den Stift BO gehalten.

Die Kernhalterleiste KHL steht im skizzierten Beispiel um ein geringes Maß über die obere Begrenzungsebene OE der Form hinaus. Die Befestigungskörper BK1 , BK2 sind mit ihren Oberkanten im wesentlichen bündig zu dieser obe- ren Begrenzungsebene.

Fig. 4 zeigt eine Abwandlung zu der Ausführung nach Fig. 1 und Fig. 2 als Ausschnitt aus dem Steinfeld der Form. In dem Beispiel nach Fig. 4 sind zwei in Längsrichtung x aufeinander folgende Formnester FN nur durch eine plat- tenförmige Zwischenwand getrennt und die Befestigungskörper BK1 , BK2 in Aussparungen dieser Zwischenwand ZW sind an ihrer Oberkante zu beiden Seiten hin zu den anschließenden Formnestern hin angefast. Die in x-Richtung weisenden Seitenflächen der Befestigungskörper verlaufen, wie auch bei dem vorangegangenen Beispiel und wie bei den außen liegenden Seitenwänden, bündig mit den dem Formnest zuweisenden Flächen der Zwischenwand ZW.

Fig. 5 zeigt in von der Form isolierter Darstellung eine Formkernanordnung entsprechend dem Beispiel der Fig. 4 mit einer Kernhalterleiste KHL, an dieser befestigten Formkernen FK und Befestigungskörpern BKA zu außen liegenden Querwänden und BKZ zu der Zwischenwand ZW als zwischen benachbarten Formnestern liegender Querwand.

Fig. 6 zeigt in Schrägansicht eine Zusammenbaudarstellung zweier Baugruppen, nämlich einer Kernhalterleiste mit einer Mehrzahl von Befestigungskör-

pern BKA, BKB und eine Gruppe von vier Formkernen FKS. Fig. 7 zeigt die Anordnung in zusammengefügtem Zustand, in welchem die Formkerne FKS über die Befestigungskörper BKA, BKB mit der Kernhalterleiste KHL verbunden sind.

Die Formkerne FKS sind in einer besonders vorteilhaften Ausführungsform durch Kunststoff-Gusskörper gebildet, indem in eine die äußere Form der Formkerne FKS vorgebende Gießform ein Kunststoffmaterial in flüssiger Phase eingebracht wird und in der Form sich verfestigt, insbesondere durch Polymeri- sation. In vorteilhafter Ausführungsform enthält ein solcher Kunststoff-Formkern zusätzlich mechanisch stabilisierende Strukturen, vorzugsweise aus Metall, welche vorteilhafterweise beim Einbringen des flüssigen Kunststoffmaterials in die Gießform bereits in der Gießform enthalten sind und von dem Kunststoffmaterial zumindest überwiegend umflossen werden und nach Verfestigung des Kunststoffmaterials in dieses fest eingebettet sind. Solche mechanisch stabilisierende Strukturen, nachfolgend auch als Aussteifungen bezeichnet, können insbesondere auch als Befestigungsmittel zur Verbindung mit den Befestigungskörpern dienen, indem mechanisch besonders belastete Befestigungsstrukturen in solchen vorzugsweise metallischen Aussteifungen, beispielsweise als Gewindebohrungen und/oder Anlageflächen, ausgeführt sind.

Fig. 8 zeigt eine Zusammenstellung einer Kernhalterleiste KHL und mehrerer solcher mechanischer Aussteifungsstrukturen, welche über Befestigungskörper BKA, BKB mit der Kernhalterleiste verbunden sind. Dabei seien wie bei der bereits geschilderten Ausführung der Verbindung der Kernhalterleiste mit einer Seitenwand eines Formnests an jeder Halteposition im Längsverlauf der Kernhalterleiste paarweise zwei Befestigungskörper gegenüber liegend zu beiden Seiten der Kernhalterleiste angeordnet.

Wie in Fig. 6 und Fig. 7 dargestellt, sind zu jedem Formkern FKS zwei Paare von Befestigungskörpern BKA bzw. BKB vorgesehen, welche in Längsrichtung x der Kernhalterleiste innerhalb der Längserstreckung des jeweiligen Formkerns voneinander beabstandet angeordnet sind. Der gegenseitige Abstand in Längsrichtung zwischen der Verbindungsstelle der Befestigungskörper BKA mit der Kernhalterleiste einerseits und der Verbindungsstelle der Befestigungskörper BKB mit der Kernhalterleiste andererseits beträgt vorteilhafterweise wenigstens 30 %, insbesondere wenigstens 50 % der Längserstreckung des Formkerns in Längsrichtung x im Bereich einer Aufnahmevertiefung FAL im Formkern für die Kernhalterleiste KHL. Der genannte gegenseitige Abstand der Befestigungskörper BKA von den Befestigungskörpern BKB beträgt vorteilhafterweise höchstens 90 %, insbesondere höchstens 80 % der genannten Längserstreckung des Formkerns im Bereich der Kernhalterleiste KHL. Die Oberseiten der Befestigungskörper BKA, BKB liegen vorteilhafterweise in einer Ebene mit der Oberseite des Formkerns.

Die in Fig. 8 in Schrägansicht dargestellten mechanischen Verstärkungsstrukturen bestehen im skizzierten Beispielsfall aus einem Befestigungsabschnitt BR, an welchem die Befestigungskörper BKA bzw. BKB lösbar befestigt, vor- zugsweise verschraubt sind. Der Befestigungsabschnitt BR erstreckt sich vorteilhafterweise als ein Brückenabschnitt unter der Kernhalterleiste mit vorteilhafterweise geringem vertikalem Abstand zu dieser unter der Kernhalterleiste hindurch zu beiden Seiten der Kernhalterleiste, so dass beide Befestigungskörper BKA bzw. BKB eines Paares jeweils mit demselben Befestigungsab- schnitt BR verbunden sind. Zur weiteren stabilen Verankerung der Aussteifungsstrukturen in einem Kunststoff-Formkern ist der Befestigungsabschnitt BR mit Verankerungsstrukturen BT verbunden, welche vorteilhafterweise überwiegend, insbesondere vollständig in das Kunststoffmaterial des Formkerns eingebettet sind. Zur festen Verankerung der Verankerungselemente BT können

in diesen zusätzliche Strukturen wie beispielsweise Durchbrüche AD vorgesehen sein, welche insgesamt von dem Kunststoffmaterial umflossen und in dem ausgehärteten Kunststoff eingebettet sind. Der Befestigungsabschnitt BR und die Verankerungsstrukturen BT können insbesondere miteinander verschweißt oder auch einteilig miteinander ausgeführt sein. Auch eine mechanische Kopplung der Befestigungsabschnitte BR mit den Verankerungsstrukturen BT über weiteres Kunststoffmaterial ist möglich.

Die Anordnung nach Fig. 8 kann auch zur Herstellung der Kunststoffkerne selbst mit verwendet werden, indem die Anordnung mit die äußere Gestalt der Kunststoff-Formkerne bestimmenden Gießformen verbunden wird und die Kernhalterleiste KHL mit den Befestigungskörpern BKA, BKB und den Befestigungsabschnitten BR und den Verankerungselementen BT der mechanischen Aussteifungsstrukturen in Gießformen der Kerne eingesetzt werden. Für die Lösbarkeit der Kerne von der Kernhalterleiste und den Befestigungskörpern können diese so beschichtet sein, dass der Kunststoff nicht an diesen haftet oder es können anstelle der Kernhalterleiste und der Befestigungskörper entsprechend geformte Ersatzkörper vorgesehen sein, welche bewirken, dass in den Formkernen FKS die in Fig. 6 von schräg oben erkennbaren Aussparun- gen FAA, FAB für die Befestigungskörper und die Nut FAL für die Kernhalterleiste entstehen.

Fig. 9 zeigt einen Schnitt durch Fig. 6 in einer y-z-Schnittebene an der Längsposition von Befestigungskörpern BKA. Der Formkern FKS weist eine sich nach unten verjüngende Kontur mit leicht gegen die Vertikale geneigten Seitenflächen und eine konisch zulaufende Unterseite auf. Eine derartige Form ist an sich gebräuchlich.

In das Kunststoffmaterial des Formkerns FKS sind der Befestigungsabschnitt BR und das Aussteifungselement BT eingebettet und fest verankert, wobei auch die Aussparungen AD in dem Verankerungselement BT vom Kunststoff durchflössen sind. Eine Oberkante des Befestigungsabschnitts BR reicht bis zu Aussparungen FAA, welche zur Oberseite des Formkerns hin offen sind und zur Aufnahme der Befestigungskörper BR dienen. Von den Aussparungen FAA her sind Gewindebohrungen GB in dem Befestigungsabschnitt BR vorgesehen, in welche Befestigungsschrauben FSB einschraubbar sind, um die Befestigungskörper BKA in den Aussparungen FAA fest mit dem Befestigungsab- schnitt BR zu verbinden. Die Unterseiten der Befestigungskörper BKA, BKB können dabei vorteilhafterweise auf der Oberseite des Befestigungsabschnitts BR aufliegen.

Der Befestigungsabschnitt BR weist unterhalb einer Aussparung FAL für die Kernhalterleiste eine Vertiefung AB auf, welche im zusammengefügten Zustand von der Kernhalterleiste beabstandet ist. In dem Kunststoff des Formkerns FKS ist eine der Unterkante der Kernhalterleiste angepasste Nut AG ausgeformt und im in Fig. 10 als Schnittbild dargestellten zusammen gebauten Zustand liegt die Kernhalterleiste KHL mit ihrer Unterkante in dieser Nut ein und ist vor- zugsweise mit Vorspannung in die Nut eingedrückt. Eine solche Vorspannung kann erzeugt werden bei der Befestigung der Befestigungskörper BKA an den Befestigungsabschnitt BR über die Befestigungsschrauben FSB, welche in Bohrungen der Befestigungskörper BKA einhegen und durch diese hindurch bis zu dem Befestigungsabschnitt BR und in dessen Gewindebohrungen GB hin- durch reichen. Durch ein Andrücken der Unterkante der Kernhalterleiste KHL an die Kunststoffoberfläche der Nut AG ergibt sich vorteilhafterweise eine im wesentlichen spielfreie Verbindung, welche aber dennoch die geringe Durchbiegung der Kernhalterleiste im Rüttelbetrieb durch elastische Verformung des Kunststoffs zuläßt.

Für die Verbindung der Befestigungskörper BKA mit der Kernhalterleiste sind wieder Bolzen BO vorgesehen, welche durch Bohrungen der Kernhalterleiste KHL hindurch geführt und in beiden einander gegenüber liegend beidseitig der Kernhalterleiste angeordneten Befestigungskörpern gehalten sind.

Für die Verbindung der Befestigungskörper BKA mit der Kernhalterleiste KHL über die Bolzen BO ist in Fig. 9 und Fig. 10 eine weitere besonders vorteilhafte Ausführungsform skizziert, in welcher die Bolzen BO nicht in bezüglich der BoI- zenachse radial allseitig fixierende Bohrungen der Befestigungskörper eingesetzt sind, sondern bei welchen in den Befestigungskörpern BKA von deren Unterseite her nach unten offene Nuten AA eingefräst sind, in welchen die Bolzen BO einhegen. Die Befestigungskörper BKA fixieren die Bolzen BO lediglich gegen eine Verschiebung nach oben und gegen Verschiebungen in Längs- richtung x und Querrichtung y der Anordnung. Eine Verschiebung der Kernhalterleiste mit den Bolzen relativ zu den Befestigungskörpern nach unten ist durch Anliegen der Unterkante der Kernhalterleiste KH an dem Kunststoff in der Nut AG blockiert.

Die Kernhalterleiste KHL kann vorteilhafterweise auch in x-Richtung unter Vorspannung in der Nut FAL des Kunststoffkerns eingeklemmt gehalten sein, wofür bei der Herstellung des Kunststoffkörpers beispielsweise ein Ersatzkörper für die Kernhalterleiste benutzt wird, welcher gegenüber der Kernhalterleiste ein geringes Untermaß aufweist. In entsprechender weise können auch die Befestigungskörper BKA, BKB bei der Herstellung des Kunststoffkerns durch Ersatzkörper repräsentiert sein.

Fig. 11 zeigt eine Anordnung, bei welcher eine Formkernanordnung mit mehreren Kernen in Formnestern einer Form eingesetzt und über eine Kernhalterlei-

ste gehalten sind, wobei in diesem Beispiel die Kernhalterleiste sowohl mit den Formkernen FKS als auch mit Seitenwänden QWA, QWI der Form über Befestigungskörper BK in der geschilderten Art verbunden ist, wobei die Befestigungskörper BK an den Seitenwänden von denen an den Formkernen ver- schieden sein können.

Die vorstehend und die in den Ansprüchen angegebenen sowie die den Abbildungen entnehmbaren Merkmale sind sowohl einzeln als auch in verschiedener Kombination vorteilhaft realisierbar. Die Erfindung ist nicht auf die be- schriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern im Rahmen fachmännischen Könnens in mancherlei Weise abwandelbar.