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Title:
MONITORING SYSTEM FOR THE OPERATION OF AT LEAST ONE ENERGY DRAG CHAIN
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2004/090375
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a monitoring system for the operation of at least one energy drag chain (1) that comprises a plurality of chain members hinged to one another and that guides tubing, cables or the like between two junctions (2, 3) that are movable relative to each other. The system further comprises a measuring device that measures a force and/or another physical variable acting upon the energy drag chain or upon a part thereof, and an evaluation unit that compares the values measured by the measuring device with a defined standard value (10b) and generates a signal if the measured values are outside a defined tolerance range (14b) of the standard value (10b).

Inventors:
Blase, Günter (Oberkühlheim 10, Bergisch Gladbach, 51429, DE)
Hermey, Andreas (Annostrasse 96, Hennef, 53773, DE)
Application Number:
PCT/DE2004/000709
Publication Date:
October 21, 2004
Filing Date:
April 01, 2004
Export Citation:
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Assignee:
IGUS GMBH (Spicher Strasse 1a, Köln, 51147, DE)
Blase, Günter (Oberkühlheim 10, Bergisch Gladbach, 51429, DE)
Hermey, Andreas (Annostrasse 96, Hennef, 53773, DE)
International Classes:
F16G13/16; F16G13/18; G01M13/02; H02G11/00; F16G13/00; G01M13/02; H02G11/00; (IPC1-7): F16G13/16; G01M13/02; H02G11/00
Attorney, Agent or Firm:
Stachow, Ernst-walther (Lippert, Stachow Schmidt & Partne, Frankenforster Strasse 135-137 Bergisch Gladbach, 51427, DE)
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Claims:
Überwachungssystem für den Betrieb wenigstens einer Energie <BR> <BR> <BR> führungslzette<BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> Ansprüche
1. Überwachungssystem für den Betrieb wenigstens einer Ener gieführungskette (1), die mehrere miteinander gelenkig verbundene Kettenglieder umfasst und zwischen zwei relativ zueinander beweglichen Anschlussstellen (2,3) Schläuche, Kabel oder dergleichen führt, mit wenigstens einer Mess einrichtung, die eine auf die Energieführungskette (1) o der auf einen Teilbereich derselben wirkende Kraft und/oder eine andere physikalische Grösse misst, und mit einer Auswerteeinheit, die die Messwerte der Messeinrich tung mit einem vorbestimmten Sollwert (lOb) vergleicht und ein Signal erzeugt, wenn die Messwerte außerhalb eines vorbestimmten Toleranzbereiches (14b) des Sollwertes (lOb) liegen.
2. System nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das Signal zu einer Einrich tung übertragen wird, die aufgrund des ursprünglichen oder gegebenenfalls verarbeiteten Signals den Betriebszustand der Energieführungskette (1) ändert.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das Signal zu einer Einrichtung ü bertragen wird, die aufgrund des ursprünglichen oder gege benenfalls verarbeiteten Signals eine Relativbewegung der Anschlussstellen (2,3) stoppt.
4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der vorbestimmte Soll wert (lOb) und/oder vorbestimmte Toleranzbereich (14b) von der Position wenigstens einer Anschlussstelle (2, 3) abhängt.
5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Sollwert (lOb) und/oder der Toleranzbereich (14b) von der Bewegungsrichtung (12b, 13b) wenigstens einer Anschluss stelle (2,3) abhängt.
6. System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, g e k e n n z e i c h n e t durch eine erste Messeinrichtung, die eine auf ein Kettenglied wirkende Kraft und/oder eine andere physikalische Größe an diesem Kettenglied misst, und we nigstens eine zweite Messeinrichtung, die eine auf ein an deres Kettenglied wirkende Kraft und/oder eine andere phy sikalische Größe an diesem Kettenglied misst, und eine Auswerteeinheit (13a), die Messwerte der Messeinrichtungen (9b, 9c, 9d, 9e) einliest, wenigstens einen Messwert einer Messeinrichtung mit dem jeweiligen Sollwert vergleicht und ein Signal erzeugt, wenn der Messwert außerhalb des Tole ranzbereiches des jeweiligen Sollwerts liegt.
7. System nach Anspruch 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Messwert der ersten Messeinrich tung als Grundlage für die Festlegung des Sollwerts und/oder Toleranzbereiches des Messwerts der zweiten Mess einrichtung dient.
8. System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, g e k e n n z e i c h n e t durch wenigstens einen Kraft aufnehmer (8b) zur Erfassung einer in einer Sollbewegungs richtung, insbesondere Längsrichtung, der Energieführungs kette (1) auf diese oder einen Teilbereich derselben wir kenden Kraft.
9. System nach Anspruch 8, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass sich der vorbestimmte Sollwert (lOb) zumindest im Wesentlichen linear oder stetig gekrümmt mit einer Positionsänderung der Anschlussstelle (2,3) oder eines Kettenteilbereichs, insbesondere eines Endbefesti gungsteils, ändert.
10. System nach Anspruch 8 oder 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s der Kraftaufnehmer (8b) mit einem Ende (18b) Kräfte übertragend mit einem Endbe festigungsteil oder einem Kettenglied eines beweglichen Endbereichs der Energieführungskette (1) verbunden ist und die auf das Endbefestigungsteil oder den Kettenendbereich der Energieführungskette (1) wirkende Kraft misst.
11. System nach Anspruch 10, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s der Kraftaufnehmer (8b) mit ei nem zweiten Ende (19b) Kräfte übertragend mit einem Mit nehmer eines beweglichen Verbrauchers verbunden ist.
12. System nach einem der Ansprüche 8 bis 11, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Kraftaufnehmer (8b) außerhalb der Energieführungskette, vorzugsweise in Ver längerung derselben, angeordnet ist.
13. System nach einem der Ansprüche 8 bis 12, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das Endbefestigungsteil oder der bewegliche Endbereich der Energieführungskette (1) und der Mitnehmer über eine Linearbewegung in Ketten längsrichtung ermöglichende Linearführung miteinander ver bunden sind.
14. System nach Anspruch 12, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das Endbefestigungsteil oder der Endbereich der Energieführungskette und der Mitnehmer durch eine diese beabstandende Hebelanordnung (28b) mitein ander verbunden sind, wobei die Hebelanordnung eine be grenzte Relativbewegung von Endbefestigungsteil und Mit nehmer in Längsrichtung der Energieführungskette zulässt.
15. System nach einem der Ansprüche 8 bis 14, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Mitnehmer zumindest quer zur Kettenlängsrichtung schwimmend gelagert ist.
16. Anschlusseinrichtung zur Verbindung einer Energieführungs kette mit einem beweglichen Verbraucher, insbesondere für ein Überwachungssystem nach einem der Ansprüche 8 bis 16, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s die Anschlusseinrichtung (4b) einen Kraftaufnehmer mit einem ersten (18b) und zweiten Ende (19b), ein erstes Verbin dungsstück (16b) zur Verbindung des ersten Endes (18b) des Kraftaufnehmens (8b) mit einer Energieführungskette (l), insbesondere mit einem Endbefestigungsteil, und ein zwei tes Verbindungsstück (21b) zur Verbindung des zweiten En des (20b) des Kraftaufnehmers (8b) mit einem Mitnehmer für einen beweglichen Verbraucher aufweist.
17. Anschlusseinrichtung (4b) nach Anspruch 16, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das erste Verbindungs stück (16b) einen Befestigungsbereich (23) für den Endbe festigungsteil der Energieführungskette und einen Unter stützungsbereich (24b) zur Unterstützung wenigstens eines sich an das Endbefestigungsteil anschließenden Kettenglie des aufweist.
18. Anschlusseinrichtung (4b) nach Anspruch 16 oder 17, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s das erste Verbindungsstück (16b) mit Zugentlastung (26b) für die durch die Energieführungskette (1) geführten Leitun gen, Kabel oder dergleichen versehen sind.
19. Anschlusseinrichtung (4b) nach einem der Ansprüche 16 bis 18, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das erste Verbindungsstück (16b) eine Durchbrechung auf weist, durch welche eine Ankupplungseinrichtung durch tritt, die auf einer Seite der Durchbrechung mit dem Mit nehmer eines beweglichen Verbrauchers und auf der anderen Seite der Durchbrechung mit dem zweiten Verbindungsstück (21b) verbunden oder an diesem befestigt ist.
20. Anschlusseinrichtung (4b) nach einem der Ansprüche 16 bis 19, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das Endbefestigungsteil der Kette und/oder das erste Verbin dungsstück (16b) mit einer seitlichen Führungseinrichtung mit dem zweiten Verbindungsstück (21b) und/oder der Ankup pelungseinrichtung verbunden sind.
21. System nach einem der Ansprüche 6 bis 15 mit einer An schlusseinrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 20.
22. Energieführungskette (1) mit mehreren miteinander gelenkig verbundenen Kettengliedern zur Führung von Schläuchen, Ka bel und dergleichen zwischen zwei relativ zueinander be weglichen Anschlussstellen (2,3), die unter Ausbildung eines Untertrums (5b), eines Umlenkbereichs (6b) und eines oberhalb des Untertrums angeordneten, insbesondere auf diesem geführten, Obertrum (7b) ablegbar ist, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die E nergieführungskette (1) eine Messeinrichtung, die eine auf die Energieführungskette (1) oder auf einen Teilbereich derselben wirkende Kraft und/oder eine andere physikali sche Größe misst, umfasst.
23. Energieführungskette (1) mit mehreren gelenkig miteinander verbundenen Kettengliedern (7a, 7b, 7c, 7d, 7e) zur Füh rung von Schläuchen, Kabeln oder dergleichen zwischen zwei relativ zueinander beweglichen Anschlussstellen (2,3), d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass wenigstens zwei Kettenglieder jeweils eine Messeinrichtung (9a, 9b, 9c, 9d, 9e) umfassen, die eine auf das jeweilige Ketten glied wirkende Kraft und/oder eine andere physikalische Größe an dem Kettenglied misst.
24. Energieführungskette nach Anspruch 23, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Messeinrichtung (9a, 9b, 9c, 9d, 9e) einen Dehnungsmessstreifen (17a) umfasst.
25. Energieführungskette nach Anspruch 23 oder 24, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Messein richtung (9a, 9b, 9c, 9d, 9e) in einem Bauteil des Ketten glieds eingegossen ist.
26. Energieführungskette nach Anspruch 25, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Messeinrichtung (9a, 9b, 9c, 9d, 9e) in einer Aussparung (18a) des Bauteils des Kettenglieds angeordnet ist.
27. Energieführungskette (1) nach Anspruch 22, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Energieführungskette (1) einen Kraftaufnehmer (8b) zur Erfassung einer Kraft in Längsrichtung der Energieführungskette (1) umfasst.
28. Energieführungskette (1) nach Anspruch 27, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Kraftaufnehmer (8b) mit einem Endbefestigungsteil oder einem Endbereich der Energieführungskette (1) verbunden ist.
29. Energieführungskette (1) nach Anspruch 27 oder 28, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Kraft aufnehmer (8b) an einem Ende der Energieführungskette an geordnet ist.
30. Energieführungskette (1) nach einem der Ansprüche 27 bis 29, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Kraftaufnehmer (8b) mit einem ersten Ende (18b) mit einem Endbefestigungsteil der Energieführungskette verbunden ist, wobei der Kraftaufnehmer mit einem zweiten Ende (19b) mit einem Mitnehmer eines beweglichen Verbrauchers verbun den werden kann.
31. Energieführungskette (1) nach einem der Ansprüche 27 bis 30, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der dem Kraftaufnehmer (8b) vorgelagerte Bereich mittels einer seitlichen Führung an dem dem Kraftaufnehmer (8b) nachge lagerten Bereich geführt ist.
32. Energieführungskette (1) nach einem der Ansprüche 27 bis 31 mit einer Anschlusseinrichtung (4b) nach einem der An sprüche 16 bis 20.
33. Kettenglied für eine Energieführungskette (l), die zwi schen zwei relativ zueinander beweglichen Anschlussstellen (2,3) Schläuche, Kabel oder dergleichen führt, wobei ein Kettenglied mit einem anderen Kettenglied gelenkig ver bindbar ist, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das Kettenglied wenigstens eine Messeinrichtung umfasst, mit der eine auf das Kettenglied wirkende Kraft und/oder eine andere physikalische Größe an dem Kettenglied gemes sen werden kann.
34. Kettenglied nach Anspruch 33, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Messeinrichtung wenigstens einen Dehnungsmessstreifen (17a) umfasst.
35. Kettenglied nach Anspruch 33 oder 34, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Messeinrichtung in oder an einer Seitenlasche (15a) des Kettenglieds angeordnet ist.
36. Kettenglied nach einem der Ansprüche 33 bis 35, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Messein richtung wenigstens teilweise in einem Bauteil des Ketten gliedes eingegossen ist.
37. Kettenglied nach Anspruch 36, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Messeinrichtung einen Einsatz (22a) umfasst, mit dessen Hilfe die Messeinrichtung beim Gießen des Bauteils des Kettenglieds in Position gehalten wird.
38. Kettenglied nach Anspruch 37, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Einsatz (22a) wenigstens eine Steckverbindung aufweist.
39. Kettenglied nach Anspruch 37 oder 38, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Einsatz (22a) als Schmelzeinsatz (27a) ausgebildet ist.
40. Kettenglied nach einem der Ansprüche 33 bis 35, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Messein richtung wenigstens teilweise in einer Aussparung (18a) in einem Bauteil des Kettenglieds angeordnet ist.
41. Kettenglied nach Anspruch 40, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Aussparung (18a) wenigstens eine Hinterschneidung (20a) aufweist.
42. Kettenglied nach Anspruch 40 oder 41, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Aussparung (18a) eine Ab deckung (19a) für die Messeinrichtung aufnimmt.
Description:
Überwachungssystem für den Betrieb wenigstens einer Energie führungskette Die Erfindung betrifft ein Überwachungssystem für den Betrieb wenigstens einer Energieführungskette, die mehrere miteinander gelenkig verbundene Kettenglieder umfasst und zwischen zwei re- lativ zueinander beweglichen Anschlussstellen Schläuche, Kabel oder dergleichen führt. Des Weiteren betrifft die Erfindung ei- ne Energieführungskette und eine Anschlussvorrichtung, die Be- standteil eines solchen Überwachungssystems sein können, sowie ein Kettenglied, in das ein solches Überwachungssystem zumin- dest teilweise integriert ist.

Wird beispielsweise eine Anschlussstelle der Energieführungs- kette bewegt, hat dies zur Folge, dass auch die Energiefüh- rungskette oder zumindest ein Teil der Energieführungskette be- wegt wird. Eine Bewegung der Kette verursacht aufgrund Reibung und Trägheit immer eine der Bewegung entgegengesetzte Kraft.

Insbesondere bei langen und schweren Energieführungsketten wie zum Beispiel für Lastkräne können diese Reibkräfte und Träg- heitskräfte erhebliche Ausmaße annehmen.

Durch Auslegung der Energieführungskette und der Führung für die Energieführungskette, wie zum Beispiel eine Führungsrinne mit Gleitschienen, durch die eine Energieführungskette ihrer- seits geführt wird, lassen sich die Reibkräfte beeinflussen.

Jedoch kann der Verschleiß von Energieführungskette, Führungs- rinne oder Gleitschiene bei der Bewegung der Energieführungs- kette zu unerwartet hohen Reibkräften führen. Auch ist es mög- lich, dass die Energieführungskette der Bewegung einer An- schlussstelle aufgrund eines Defekts oder eines Hindernisses

beispielsweise in der Führungsrinne nicht wie vorgesehen folgen kann, so dass in der Energieführungskette hohe Kräfte entste- hen. Zu hohe Kräfte, Temperaturen oder über einen Sollwert hi- nausgehende Werte anderer maßgeblicher physikalischer Größen, wie sie auch immer beim Betrieb einer Energieführungskette ver- ursacht werden, können einen ordnungsgemäßen Betrieb gefährden oder unmöglich machen.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen sicheren Betrieb der Energieführungskette zu ermöglichen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Überwachungssystem für den Betrieb wenigstens einer Energieführungskette mit der Merkmalskombination des Anspruchs 1 gelöst. Das Überwachungs- system umfasst dabei wenigstens eine Messeinrichtung, die eine auf die Energieführungskette oder auf einen Teilbereich dersel- ben wirkende Kraft und/oder eine andere physikalische Größe misst, eine Auswerteeinheit, die die Messwerte der Messeinrich- tung mit einem vorbestimmten Sollwert vergleicht und ein Signal erzeugt, wenn die Messwerte außerhalb eines vorbestimmten Tole- ranzbereiches-des Sollwertes liegen. Dabei kann einer intakten Energieführungskette und einem ordnungsgemäßen Betrieb einer Energieführungskette ein bestimmter Sollwert für die Kraft, Temperatur oder eine andere maßgebliche physikalische Größe zu- geordnet werden. Liegt im Betrieb der Energieführungskette der gemessene Wert innerhalb des Toleranzbereiches des entsprechen- den Sollwertes, kann davon ausgegangen werden, dass die Ener- gieführungskette intakt ist und der Betrieb ordnungsgemäß ver- läuft. Befindet sich hingegen der gemessene Wert außerhalb des Toleranzbereiches, muss von einer Störung oder von einem zu großen Verschleiß der Energieführungskette ausgegangen werden.

In diesem Fall wird ein Signal erzeugt, das einen nicht ord- nungsgemäßen Betrieb bzw. zu großen Verschleiß der Energiefüh- rungskette anzeigt.

Das erzeugte Signal kann zu einer Einrichtung übertragen wer- den, die aufgrund des ursprünglichen oder gegebenenfalls verar- beiteten Signals den Betriebszustand der Energieführungskette ändert. Somit führt eine zu hohe Kraft oder auch eine zu nied- rige Kraft automatisch zu einer Änderung des Betriebszustands der Energieführungskette. Beispielsweise kann der Betriebszu- stand der Energieführungskette durch die Verlangsamung der Be- wegung einer Anschlussstelle geändert werden. Auch kann das zu der Einrichtung übertragene Signal zu einem Nothalt führen, bei dem die Bewegung der Anschlussstelle bzw. die Relativbewegung der Anschlussstellen gestoppt wird.

Vorzugsweise stellt der vorbestimmte Sollwert einen vorbestimm- ten Maximalwert für die gemessene Größe, z. B. die Kraft, dar.

In diesem Fall würde sich der Toleranzbereich von einem Kraft- wert gleich null bis zu dem Sollwert erstrecken. Somit würde ein Signal erzeugt werden, wenn die gemessene Kraft den vorbe- stimmten Maximalwert überschreitet.

Der vorbestimmte Sollwert und/oder vorbestimmte Toleranzbereich hängt vorzugsweise von der Position wenigstens einer bewegli- chen Anschlussstelle ab. Durch die Position der beweglichen An- schlussstelle ist bei ordnungsgemäßen Betrieb die Lage der mit der Anschlussstelle verbundenen Energieführungskette eindeutig festgelegt. Damit kann jeder Position der beweglichen An- schlussstelle eine bestimmte Lage der Energieführungskette zu- geordnet werden, der wiederum aufgrund der vorgegebenen Führung der Energieführungskette eine bestimmte Reibungsstrecke mit zum Teil unterschiedlichen Reibungsbeiwerten zugeordnet werden kann. Dies bedeutet, dass auch bei ordnungsgemäßem Betrieb der Energieführungskette je nach Lage oder Position der beweglichen Anschlussstelle mit unterschiedlichen Reibkräften zu rechnen ist, die der Bewegung der Energieführungskette entgegenwirken.

Wenn in einem Ausführungsbeispiel der vorbestimmte Sollwert und/oder der vorbestimmte Toleranzwert von der Position der be- weglichen Anschlussstelle abhängt, wird der Auswerteeinheit ne- ben dem gemessenen Kraftwert ein Wert zugeführt, durch den die Position der beweglichen Anschlussstelle bestimmt bzw. berech- net werden kann. In einem einfachen Fall wird der zurückgelegte Weg der Anschlussstelle von einem Bezugspunkt gemessen. Es ist aber auch möglich die Position durch andere Größen wie Zeit, Geschwindigkeit und Beschleunigung zu ermitteln.

Auch die absolute oder relative Breite und/oder die auf den Sollwert bezogene Lage des vorbestimmten Toleranzbereiches kann von der Position der Anschlussstelle abhängen. Dadurch ist bei- spielsweise die Möglichkeit gegeben, bei vergleichsweise hohen Sollwerten einen entsprechend breiten Toleranzbereich vor- zugeben.

Durch ein Überwachungssystem kann die auf die Kette wirkende Kraft gemessen werden. Übersteigt dabei der Messwert einen vor- bestimmten Grenzwert, wird üblicherweise die Bewegung der be- weglichen Anschlussstelle gestoppt, sodass ein weiterer Anstieg der Kraft und damit eine mögliche Beschädigung der Energiefüh- rungskette vermieden wird. Dabei wird in der Regel an der be- weglichen Anschlussstelle die Kraft in Längsrichtung der Ener- gieführungskette gemessen. Diese resultierende Kraft am Ende der Energieführungskette entspricht der Summe der auf die ein- zelnen Kettenglieder wirkenden Einzelkräfte. Erzeugt daher ein Kettenglied aufgrund Beschädigung oder verstärkten Verschleißes eine erhöhte Reibung, wirkt sich dies auch auf die gemessene Kraft am Ende der Energieführungskette aus. Somit kann anhand der gemessenen Kraft am Ende der Energieführungskette sicher festgestellt werden, ob an einem beliebigen Kettenglied eine erhöhte Reibung durch Beschädigung oder Verschleiß vorliegt.

Um darüber hinaus auch feststellen zu können, welches Ketten- glied für die erhöhte Kraft am Kettenende verantwortlich ist, kann ein Überwachungssystem vorgesehen sein mit einer ersten Messeinrichtung, die eine auf ein Kettenglied wirkende Kraft und/oder eine andere physikalische Größe an diesem Kettenglied misst, und mit wenigstens einer zweiten Messeinrichtung, die eine auf ein anderes Kettenglied wirkende Kraft und/oder eine andere physikalische Größe an diesem anderen Kettenglied misst, und mit einer Auswerteeinrichtung, die Messwerte der Messein- richtungen einliest, wenigstens einen Messwert einer Messein- richtung mit dem jeweiligen Sollwert vergleicht und ein Signal erzeugt, wenn der Messwert außerhalb des Toleranzbereiches des jeweiligen Sollwertes liegt.

Beispielsweise kann die erste Messeinrichtung die auf ein Ket- tenendglied wirkende Kraft messen, während weitere Messeinrich- tungen die Kräfte an unterschiedlichen Kettengliedern der Ener- gieführungskette, beispielsweise im mittigen Bereich, messen. Aufgrund der Messwerte von den einzelnen Kettengliedern und durch Vergleich der einzelnen Messwerte untereinander kann festgestellt werden, in welchem Teilbereich der Kette sich ein Kettenglied befindet, das durch die Bewegung der Energiefüh- rungskette eine besonders hohe Reibung verursacht. Dadurch lässt sich ein möglicherweise beschädigtes Kettenglied schnel- ler finden, da man aufgrund der Analyse der einzelnen Messwerte den Ort der Beschädigung schneller eingrenzen kann.

Vorzugsweise liefert jede Messeinrichtung einen Messwert, der mit dem jeweiligen Sollwert verglichen wird. Das Überwachungs- system kann dabei so konfiguriert werden, dass ein Signal er- zeugt wird, wenn lediglich ein Messwert außerhalb seines Tole- ranzbereiches des entsprechenden Sollwertes liegt, während die Messwerte der anderen Messeinrichtungen innerhalb der entspre- chenden Toleranzbereiche liegen.

Der jeweilige Sollwert und/oder der jeweilige Toleranzbereich kann von der Bewegungsrichtung wenigstens einer beweglichen An- schlussstelle abhängen. Durch die Abhängigkeit des Sollwertes von der Bewegungsrichtung wird sichergestellt, dass sich der Sollwert auch an der Wirkrichtung der der Bewegungsrichtung der Energieführungskette entgegenwirkenden Reib-beziehungsweise Trägheitskräften orientiert. Hierbei ist es notwendig, dass die Bewegungsrichtung der Anschlussstelle ermittelt wird und eine entsprechende Information der Auswerteeinheit zugeführt wird.

In diesem Fall umfasst das Überwachungssystem ein Mittel zur Erfassung der Bewegungsrichtung der beweglichen Anschlussstel- le.

Der jeweilige Sollwert und/oder der jeweilige Toleranzbereich kann nicht nur von der augenblicklichen Bewegungsrichtung der Anschlussstelle abhängen, sondern auch von der Bewegungsrich- tung, in die sich die Anschlussstelle zuvor bewegt hat. Bewegt sich beispielsweise die Anschlussstelle in eine Richtung, wird dann gestoppt, und schließlich weiter in die gleiche Richtung bewegt, werden sich ohne jegliche Zeitverzögerung die einzelnen Kettenglieder der Energieführungskette ebenfalls in Bewegung setzen, weil die einzelnen Kettenglieder in der entsprechenden Bewegungsrichtung ohne Spiel in Längsrichtung der Energiefüh- rungskette aneinander anliegen. Wechselt hingegen nach einem Stopp der beweglichen Anschlussstelle die Bewegungsrichtung, tritt eine Bewegung der einzelnen Kettenglieder aufgrund des gegebenen Spiels zwischen den einzelnen Kettengliedern mit zeitlicher Verzögerung ein. Dies bedeutet aber auch, dass auch die an den einzelnen Kettengliedern gemessenen Kräfte erst mit zeitlicher Verzögerung gemessen werden. Diese zeitliche Verzö- gerungen können ebenfalls bei der Festlegung der Sollwerte und/oder Toleranzbereiche berücksichtigt werden.

Vorzugsweise weist die Auswerteeinheit einen Speicher auf, der die erfassten Messwerte speichert. Somit besteht die Möglich-

keit, anhand gespeicherter Messwerte einen allmählichen Ver- schleiß der Energieführungskette zu erkennen. Beispielsweise können bei der Inbetriebnahme der Energieführungskette die ge- messenen Werte als Grundlage für die Festlegung der Sollwerte und/oder der Toleranzbereiche verwendet werden. Dabei werden in einem Probelauf die Messwerte erfasst und gespeichert. Diese dienen dann für den Normalbetrieb als Sollwerte.

Es ist auch möglich, dass nicht nur bei der Inbetriebnahme, sondern auch in gewissen Prüfabständen die dann derzeitigen Messwerte als Grundlage für neu einzustellende Sollwerte und/oder Toleranzbereiche verwendet werden. So kann eine zu sensible Abschaltung vermieden werden, wenn aufgrund moderaten Verschleißes der Energieführungskette die Reibkräfte zwar an- steigen, jedoch noch in einem tolerierbaren Bereich liegen.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird der Messwert der ersten Messeinrichtung als Grundlage für die Festlegung des Sollwerts und/oder des Toleranzbereiches des Messwerts der zweiten Messeinrichtung verwendet. Misst beispielsweise eine Messeinrichtung die Kraft, die an einem Kettenglied in der Mit- te der Energieführungskette angreift, und eine Messeinrichtung die Kraft, die an der beweglichen Anschlussstelle auf das ent- sprechende Kettenendglied wirkt, so könnte die Hälfte des Mess- werts am Kettenendglied als Sollwert für den Messwert des in der Mitte befindlichen Kettengliedes dienen.

In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung kann das Über- wachungssystem wenigstens einen Kraftaufnehmer zur Erfassung einer in einer Sollbewegungsrichtung, insbesondere Längsrich- tung, der Energieführungskette auf diese oder einen Teilbereich derselben wirkenden Kraft umfassen. Der vorbestimmte Sollwert kann sich zumindest im Wesentlichen linear oder stetig gekrümmt mit einer Positionsänderung der Anschlussstelle oder eines Ket- tenteilbereichs, insbesondere eines Endbefestigungsteils, än-

dern. Mit der Positionsänderung der Anschlussstelle kann die Reibstrecke der Energieführungskette ansteigen, und mit dem An- stieg der Reibstrecke wächst dann die auf die Energieführungs- kette wirkende Summe der Reibkräfte proportional bzw. entspre- chend einer stetigen nicht linearen Funktion an. Somit orien- tiert sich auch hier der vorbestimmte Sollwert an der rechneri- schen bzw. zu erwartenden Summe der durch die Bewegung der E- nergieführungskette verursachten Reibkräfte.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Kraftaufnehmer mit einem Ende mit einem Endbefestigungsteil oder einem Ketten- glied eines beweglichen Endbereichs der Energieführungskette verbunden, wobei diese Verbindung die Kräfte von dem Endbefes- tigungsteil bzw. von dem Kettenglied auf den Kraftaufnehmer ü- berträgt. Somit misst der Kraftaufnehmer die auf das Endbefes- tigungsteil oder den Kettenendbereich der Energieführungskette wirkende Kraft. Somit werden aufgrund des Actio-Reactio- Prinzips die Summe aller Reibkräfte und Trägheitskräfte durch den Kraftaufnehmer als Resultierende erfasst, die bei der Bewe- gung der Energieführungskette auf diese wirken.

Der Kraftaufnehmer kann mit einem zweiten Ende mit einem Mit- nehmer eines beweglichen Verbrauchers Kräfte übertragend ver- bunden sein, wodurch ein Kraftfluss von dem Mitnehmer auf das Endbefestigungsteil oder auf das Kettenglied des beweglichen Endbereichs der Energieführungskette gegeben ist.

Vorzugsweise ist der Kraftaufnehmer außerhalb der Energiefüh- rungskette und in Verlängerung derselben angeordnet. Durch die Lage des Kraftaufnehmers außerhalb der Energieführungskette wird die Führung der in der Energieführungskette befindlichen Schläuche, Kabel oder dergleichen nicht beeinträchtigt. Die La- ge des Kraftaufnehmers in Verlängerung der Energieführungskette stellt sicher, die in Längsrichtung der Energieführungskette wirkenden Kräfte momentenfrei am Kraftaufnehmer vorliegen.

Vorzugsweise sind das Endbefestigungsteil oder der bewegliche Endbereich der Energieführungskette und der Mitnehmer über eine Linearführung miteinander verbunden, die eine Linearbewegung in Kettenlängsrichtung ermöglicht. Dadurch ergibt sich für den Kraftaufnehmer, der hinsichtlich des Kraftflusses zwischen dem Endbefestigungsteil der Energieführungskette und dem Mitnehmer geschaltet ist, in Kettenlängsrichtung für den Betrieb einer Kraftmessdose notwendiges Spiel.

Alternativ kann ein für den Kraftaufnehmer vorzusehendes Spiel auch dadurch erreicht werden, dass das Endbefestigungsteil oder der Endbereich der Energieführungskette mit dem Mitnehmer durch eine den Endbefestigungsteil oder den Endbereich und den Mit- nehmer beabstandende Hebelanordnung verbunden ist, wobei die Hebelanordnung eine begrenzte Relativbewegung von Endbefesti- gungsteil und Mitnehmer in Längsrichtung der Energieführungs- kette zulässt. Eine derartige Verbindung weist den Vorteil auf, dass ein Verkanten zwischen Endbefestigungsteil/Endbereich und Mitnehmer nicht möglich ist und dass eine Reibung zwischen den derart verbundenen Teilen klein gehalten werden kann. Dadurch misst der Kraftaufnehmer die Kraft, die der Zug-bzw. Schub- kraft entspricht, die auf das Endbefestigungsteil bzw. auf den Endbereich der Energieführungskette wirkt.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Mitnehmer zu- mindest quer zur Kettenlängsrichtung schwimmend gelagert.

Für das erfindungsgemäße Überwachungssystem kann eine An- schlusseinrichtung zur Verbindung einer Energieführungskette mit einem beweglichen Verbraucher eingesetzt werden. Diese An- schlusseinrichtung weist einen Kraftaufnehmer mit einem ersten und zweiten Ende, ein erstes Verbindungsstück zur Verbindung des ersten Endes des Kraftaufnehmers mit einer Energieführungs- kette, insbesondere mit einem Endbefestigungsteil, und ein

zweites Verbindungsstück zur Verbindung des zweiten Endes des Kraftaufnehmers mit einem Mitnehmer für einen beweglichen Verbraucher auf.

Vorzugsweise weist das erste Verbindungsstück einen Befesti- gungsbereich für den Endbefestigungsteil der Energieführungs- kette und einen Unterstützungsbereich zur Unterstützung wenigs- tens eines sich an das Endbefestigungsteil anschließenden Ket- tengliedes auf. Das erste Verbindungsstück kann mit Zugentlas- tungen für die durch die Energieführungskette geführten Leitun- gen, Kabel oder dergleichen versehen sein. Die Zugentlastungen verhindern, dass die Leitungen, Kabel oder dergleichen in der Energieführungskette Zug-bzw. Druckkräften ausgesetzt sind.

Die Anschlussvorrichtung weist vorzugsweise ein erstes Verbin- dungsstück mit einer Durchbrechung auf, durch welche eine An- kupplungseinrichtung durchtritt, die auf einer Seite der Durch- brechung mit dem Mitnehmer eines beweglichen Verbrauchers und auf der anderen Seite der Durchbrechung mit dem zweiten Verbin- dungsstück verbunden oder an diesem befestigt ist.

In einer bevorzugten Ausführungsform sind das Endbefestigungs- teil der Energieführungskette und/oder das erste Verbindungs- stück mit einer seitlichen Führungseinrichtung mit dem zweiten Verbindungsstück und/oder der Ankupplungseinrichtung verbunden.

Eine herkömmliche Energieführungskette mit mehreren miteinander gelenkig verbundenen Kettengliedern zur Führung von Schläuchen, Kabeln oder dergleichen zwischen zwei relativ zueinander beweg- lichen Anschlussstellen, die unter Ausbildung eines Untertrums, eines Umlenkbereiches und eines oberhalb des Untertrums ange- ordneten, insbesondere auf diesem geführten Obertrum ablegbar ist, kann für das erfindungsgemäße Überwachungssystem einge- setzt werden, wenn die Energieführungskette eine Messeinrich- tung umfasst, die eine auf die Energieführungskette oder auf

einen Teilbereich derselben wirkende Kraft und/oder eine andere physikalische Größe misst.

Bei einer bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, dass we- nigstens zwei Kettenglieder jeweils eine Messeinrichtung umfas- sen, eine auf das jeweilige Kettenglied wirkende Kraft und/oder eine andere physikalische Größe an dem Kettenglied misst.

Beispielsweise kann sich ein Kettenglied mit einer Messeinrich- tung an der beweglichen Anschlussstelle und ein Kettenglied mit einer anderen Messeinrichtung in der Mitte der Energieführungs- kette befinden. Bei dieser Anordnung kann zum einen die auf die gesamte Energieführungskette wirkende Kraft und zum anderen die Kraft erfasst werden, die auf das entsprechende Kettenglied in der Mitte der Energieführungskette wirkt. Diese gemessenen Kraftwerte ermöglichen eine differenzierte Aussage über die beiden Teilbereiche der Kette.

Vorteilhafterweise umfasst bei der erfindungsgemäßen Energie- führungskette eine Messeinrichtung ein Dehnungsmessstreifen.

Dieser kann in einem Bauteil des Kettengliedes eingegossen sein oder in einer Aussparung im Kettenglied eingesetzt sein.

Die Erfindung betrifft auch ein Kettenglied für eine Energie- führungskette, die zwischen zwei relativ zueinander beweglichen Anschlussstellen Schläuche, Kabel und/oder dergleichen führt, wobei das Kettenglied gelenkig mit einem anderen Kettenglied verbunden werden kann. Das Kettenglied zeichnet sich dadurch aus, dass es eine Messeinrichtung umfasst, mit der eine auf das Kettenglied wirkende Kraft und/oder eine andere physikalische Größe an dem Kettenglied gemessen werden kann.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Kettenglieds umfasst die Messeinrichtung wenigstens einen Deh- nungsmessstreifen. Mit dem Dehnungsmessstreifen kann die Deh-

nung in dem Kettenglied gemessen werden, die durch Krafteinwir- kung auf das Kettenglied verursacht wird. Daraus kann unter Be- rücksichtigung des Elastizitätsmoduls und der Geometrie des Kettenglieds die auf das Kettenglied wirkende Kraft bestimmt werden. Die Messeinrichtung kann auch mehrere Dehnungsmess- streifen umfassen, die an verschiedenen Stellen am Kettenglied angebracht sein können.

Ein Vorteil von Dehnungsmessstreifen besteht darin, dass sie vergleichsweise wenig Platz benötigen und den für die Schläuche oder Kabel benötigten Raum nicht unnötig einschränken.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Dehnungsmess- streifen in einer Seitenlasche des Kettenglieds angeordnet. Bei diesem Ausführungsbeispiel umfasst das Kettenglied zwei zuein- ander beabstandete Seitenlaschen, die über wenigstens einen Quersteg miteinander verbunden sind. Die Seitenlaschen des Ket- tenglieds nehmen, wenn das Kettenglied mit anderen Kettenglie- dern zu einer Kette zusammengesetzt wird, die in Längswirkung der Energieführungskette wirkenden Kräfte auf. Dies führt in den Seitenlaschen der Kettengliedern zu Verformungen, die von dem Dehnungsmessstreifen gemessen werden können. Zu beachten ist, dass die Dehnungsmessstreifen entsprechend der Richtung der zu messenden Kraft ausgerichtet sind.

Die Messeinrichtung kann wenigstens zum Teil in einem Bauteil des Kettenglieds eingegossen sein. Beispielsweise lässt sich so ein Dehnungsmessstreifen vor Schmutz und anderen äußeren Ein- wirkungen wirkungsvoll schützen, in dem es vollständig in einem Bauteil des Kettenglieds eingegossen ist.

Die Messeinrichtung kann einen Einsatz umfassen, mit dessen Hilfe die Messeinrichtung beim Gießen des Bauteils des Ketten- glieds in einer gewünschten Position gehalten werden kann. Sind beispielsweise Position und Ausrichtung eines Dehnungsmess-

streifen nicht eindeutig festgelegt, sind die mit dem Dehnungs- messstreifen ermittelten Werte nicht brauchbar.

Der Einsatz kann eine Steckverbindung aufweisen. In diese Steckverbindung können beispielsweise ein oder mehrere Stifte eines Werkzeuges greifen, das den Einsatz mit der Messeinrich- tung in einer Gussform für das Bauteil der Messeinrichtung fi- xiert und ein Wegschwemmen beim Gießen verhindert.

Der Einsatz kann auch als Schmelzeinsatz ausgebildet sein. Beim Gießen des Bauteils des Kettenglieds verbindet sich das Materi- al des Schmelzeinsatzes mit dem Gussmaterial für das Bauteil beziehungsweise geht mit dem Gussmaterial eine Verbindung ein.

Eine andere vorteilhafte Möglichkeit, die Messeinrichtung an einem Bauteil des Kettenglieds zu befestigen, besteht darin, die Messeinrichtung in eine Aussparung einzusetzen. Durch bei- spielsweise Harz oder Kunststoff lässt sich die in der Ausspa- rung befindliche Messeinrichtung abdecken. Auch kann die Aus- sparung mit wenigstens einer Hintergreifung ausgestattet sein, so dass eine Abdeckung in Form eines Clips möglich ist.

In einer weiteren bevorzugten Ausbildung der Erfindung kann die Messeinrichtung einen Kraftaufnehmer zur Erfassung einer Kraft in Längsrichtung der Energieführungskette aufweisen. Der Kraft- aufnehmer kann dabei mit einem Endbefestigungsteil oder mit ei- nem Endbereich der Energieführungskette verbunden sein. Vor- zugsweise ist der Kraftaufnehmer an einem Ende der Energiefüh- rungskette angeordnet.

Der Kraftaufnehmer kann mit einem ersten Ende mit einem Endbe- festigungsteil der Energieführungskette verbunden sein, wobei der Kraftaufnehmer mit einem zweiten Ende mit einem Mitnehmer eines beweglichen Verbrauchers verbunden werden kann.

Vorzugsweise ist der dem Kraftaufnehmer vorgelagerte Bereich mittels einer seitlichen Führung an dem dem Kraftaufnehmer nachgelagerten Bereich geführt.

Anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen wird die Erfindung näher beschrieben. Dabei zeigen Figur la eine erfindungsgemäße Energieführungskette ; Figur 2a in schematischer Weise ein Überwachungssystem mit einem vereinfachten mechanischen Modell für die Ener- gieführungskette sowie ein Diagramm von Sollwerten in Abhängigkeit eines Verfahrwegs ; Figur 3a eine Seitenlasche eines Kettenglieds der Energiefüh- rungskette mit einem Dehnungsmessstreifen sowie einer vergrößerten Darstellung des Dehnungsmessstreifens ; Figur 4a die Seitenlasche der Figur 3 als Schnitt in der Draufsicht sowie eine vergrößerten Teildarstellung der Seitenlasche mit einer Aussparung ; Figur 5a eine vergrößerte Teildarstellung der Seitenlasche entsprechend der Figur 4 mit einer anderen Ausfüh- rungsform für die Aussparung ; Figur 6a eine vergrößerte Teildarstellung der Seitenlasche entsprechend der Figur 4, wobei der Dehnungsmess- streifen komplett umspritzt ist ; Figur 7a eine vergrößerte Teildarstellung der Seitenlasche entsprechend der Figur 4, wobei der Dehnungsmess- streifen einen Einsatz zur Fixierung umfasst ; und

Figur 8a eine vergrößerte Teildarstellung der Seitenlasche entsprechend der Figur 4, wobei der Dehnungsmess- streifen einen Schmelzeinsatz umfasst.

Figur lb ein erfindungsgemäßes Überwachungssystem in schema- tischer Ansicht mit einem Diagramm für einen vorbe- stimmten Sollwert und einem vorbestimmten Toleranz- wert ; Figur 2b eine erste Anschlusseinrichtung zur Verbindung einer Energieführungskette mit einem beweglichen Verbrau- cher ; und Figur 3b ein zweite Anschlusseinrichtung zur Verbindung einer Energieführungskette mit einem beweglichen Verbrau- cher.

Figur la zeigt eine Energieführungskette 1, die eine feste An- schlussstelle 2 und eine bewegliche Anschlussstelle 3 aufweist.

An der beweglichen Anschlussstelle 3 kann die Energieführungs- kette 1 mit einem beweglichen Verbraucher (nicht dargestellt) verbunden werden.

Der festen Anschlussstelle 2 schließt sich ein gerader Ketten- abschnitt an, der Untertrum genannt wird und mit 4a bezeichnet wird. Der Untertrum 4a geht über einen Umlenkbereich 5a der E- nergieführungskette 1 in einen Obertrum 6a über, der zumindest teilweise (hier nicht dargestellt) auf dem Untertrum 4a bezie- hungsweise auf Gleitschienen einer Führungsrinne gleitend gela- gert ist. Der Obertrum 6a ist mit der beweglichen Anschluss- stelle 3 verbunden.

Die Energieführungskette umfasst eine Vielzahl von Kettenglie- dern, von denen einige Kettenglieder 7a bis 7e dargestellt

sind. Die Kettenglieder 7a und 7e sind als Kettenendglieder ausgebildet, während die Kettenglieder 7b bis 7d sich an ver- schiedenen Stellen der Energieführungskette 1 befinden.

Bewegt sich die bewegliche Anschlussstelle 3 in die Richtung des Pfeils 8a, werden zumindest die Kettenglieder 7e und 7d, also Kettenglieder im Obertrum 6a, in Längsrichtung der Ener- gieführungskette auf Zug beansprucht, da die Führung des Obert- rums 6a nicht reibungsfrei ist. Auch werden im Umlenkbereich 5a Kettenglieder bei der Bewegung der beweglichen Anschlussstelle gegeneinander verschwenkt, was ebenfalls reibungsbehaftet ist und die Zugspannung im Obertrum erhöhen dürfte. Da je nach Po- sition der beweglichen Anschlussstelle 3 die Länge des Obert- rums 6a unterschiedlich ist und damit auch die Anzahl der Ket- tenglieder, die reibungsbehaftet entlang des Untertrums 4a oder einer Führungsschiene gleiten, stellen sich bei der Bewegung der beweglichen Anschlussstelle 3 unterschiedlich große Kräfte in den einzelnen Kettengliedern ein. Eine auf ein Kettenglied wirkende Kraft kann jeweils durch eine Messeinrichtung 9b bis 9e gemessen werden.

Figur 2a zeigt ein vereinfachtes mechanisches Modell für die Energieführungskette 1 mit den einzelnen Kettengliedern 7c, 7d, 7e. An Kettenglied 7e ist ein beweglicher Verbraucher lOa ange- schlossen, der durch die in der Energieführungskette 1 geführ- ten Kabel, Schläuche oder dergleichen (nicht dargestellt) ver- sorgt wird. An das Kettenglied 7c schließen sich weitere, nicht dargestellte Kettenglieder an, wie beispielsweise die Ketten- glieder 7a und 7b an, die aber der Einfachheit halber in Figur 2a nicht dargestellt werden. Bewegt sich der beweglicher Verbraucher 10a in die Bewegungsrichtung entsprechend des unter dem Verbraucher 10a dargestellten Pfeil lla, werden die einzel- nen Kettenglieder, wie oben bereits ausgeführt, aufgrund der der Bewegung entgegengesetzten Reibkräfte 12a auf Zug bean- sprucht.

Die Messeinrichtung 9c, 9d, 9e messen die jeweils auf die ent- sprechenden Kettenglieder wirkende Kraft Fc, Fd und Fe in Längs- richtung der Energieführungskette l. Die Messwerte Fc, Fd und Fe werden einer Auswerteeinheit 13a zugeführt, die die Messwerte mit zuvor bestimmten Sollwerten Sc, Sd und Se vergleicht. Des weiteren wird der Auswerteeinheit 13 ein Wert bezüglich des Verfahrweges 14a des Verbrauchers 9 zugeführt.

Die Sollwerte sind in dem Diagramm der Figur la über dem Ver- fahrweg 14a des beweglichen Verbrauchers 10a aufgetragen. Mit größer werdendem Verfahrweg 14a steigen die Sollwerte Sc, Sd und Se an, da in diesem Beispiel mit dem Verfahrweg 14a die An- zahl der Kettenglieder der Energieführungskette 1 wächst, deren Bewegung in beispielsweise einer Führungsrinne Reibung erzeugt.

Unter der Annahme, dass beispielsweise das Kettenglied 7e auf- grund eines erhöhten Verschleißes eine sehr starke Reibung ver- ursacht, wird der gemessene Kraftwert Fe außerhalb des Tole- ranzbereiches des Sollwerts Se liegen, während die Messwerte Fc und Fd innerhalb des vorbestimmten Toleranzbereiches liegen.

Aufgrund der unzulässigen Abweichung von Fe kommt es zu bei- spielsweise einer Abschaltung der Bewegung der Energieführungs- kette. Da die Kräfte Fc und Fd nicht unzulässig von ihren Soll- werten abgewichen sind, kann die Abschaltung nur durch Ketten- glied 7e verursacht sein. Das erfindungsgemäße Überwachungssys- tem ermöglicht anhand der an unterschiedlichen Stellen der E- nergieführungskette 1 gemessenen Werte damit eine schnellere Lokalisierung eines schadhaften oder verschleißten Ketten- glieds.

Figur 3a zeigt eine Seitenlasche 15a eines Kettenglieds einer Energieführungskette. Die Seitenlasche 15a bildet mit einer zweiten, parallel ausgerichteten Seitenlasche (nicht dar- stellt) und mit wenigstens einem Quersteg (nicht dargestellt),

der den Abstand der beiden Seitenlaschen zueinander bestimmt, im wesentlichen das Kettenglied. In Längserstreckung 16a der Seitenlasche 15a würden sich im Verbund einer Energieführungs- kette dann die Seitenlaschen benachbarter Kettenglieder an- schließen.

Die Seitenlasche 15a umfasst einen Dehnungsmessstreifen 17a, der in Richtung der Längserstreckung 16a der Seitenlasche 15a ausgerichtet ist. Mit dem Dehnungsmessstreifen 17a lassen sich somit die Kräfte in Längsrichtung der Energieführungskette 1 bestimmen. Wie der Figur 4a, die die Seitenlasche 15a im Schnitt in der Draufsicht zeigt und eine Vergrößerung eines Teils der Seitenlasche 15a beinhaltet, zu entnehmen ist, ist der Dehnungsmessstreifen 17a in einer Aussparung 18a der Sei- tenlasche 15a angeordnet. Die Aussparung 18a ist durch eine Ab- deckung 19a ausgefüllt, die durch Ausspritzen der Aussparung mit Kunststoff, Harz oder dergleichen entstehen kann.

Entsprechend Figur 5a kann die Aussparung 18a Hinterschneidun- gen 20a aufweisen, so dass ein entsprechend ausgebildeter Be- festigungsclip 21a als Abdeckung oder Schutz des Dehnungsmess- streifens 17a fungieren kann.

Eine andere Möglichkeit, den Dehnungsmessstreifen 17a sicher und geschützt in der Seitenlasche 15a anzuordnen, zeigt Figur 6a. Der Dehnungsmessstreifen 17a ist komplett von dem Material der Seitenlasche 15a umspritzt.

Um den Dehnungsmessstreifen 17a in der Gussform für die Seiten- lasche zu fixieren, umfasst gemäß des Ausführungsbeispiels der Figur 7a der Dehnungsmessstreifen einen Einsatz 22a mit zwei beabstandeten Vorsprüngen 23a, die jeweils eine Bohrung 24a um- fassen. In diese Bohrungen 24a kann jeweils ein Steg 25a eines Haltewerkzeugs gesteckt werden, so dass der Dehnungsmessstrei- fen beim Gießen in Position gehalten wird. Nach Beendigung des

Gießvorgangs können die Stege 25a des Haltewerkzeugs wieder aus dem Einsatz 22a herausgezogen werden.

Figur 8a zeigt einen Dehnungsmessstreifen 17a mit einem Schmelzeinsatz 27a. Beim Gießen der Seitenlasche 15a verbindet sich'das Material des Schmelzeinsatzes 27a mit dem Gussmaterial für die Seitenlasche bzw. bildet mit dem Gussmaterial einen feste Verbund.

Figur 1b zeigt eine Energieführungskette 1, die eine feste An- schlussstelle 2 und eine bewegliche Anschlussstelle 3 aufweist.

An der beweglichen Anschlussstelle 3 ist die Energieführungs- kette 1 mit einer Anschlusseinrichtung 4b verbunden, an die sich ein Verbraucher anschließen lässt. An die feste Anschluss- stelle 2 schließt sich ein gerader Kettenabschnitt an, der Un- tertrum genannt wird und mit 5b bezeichnet wird. Der Untertrum 5b geht über einen Umlenkbereich 6b der Energieführungskette 1 in ein Obertrum 7b über, der zumindest teilweise auf dem Un- tertrum 5b bzw. auf Gleitschienen einer nicht dargestellten Führungsrinne gleitend gelagert ist. Der Obertrum 7c ist mit der beweglichen Anschlussstelle 3 der Anschlusseinrichtung 4b verbunden.

Die Anschlusseinrichtung 4b umfasst ein in der Fig. lb nicht dargestellten Kraftaufnehmer 8b (siehe Fig. 2b oder Fig. 3b).

Dieser Kraftaufnehmer 8b misst eine Kraft, die in Längsrichtung der Energieführungskette 1 an dem an der Anschlusseinrichtung 4b angeschlossenen Ende der Energieführungskette 1 wirkt. Der Kraftaufnehmer 8b leitet ein dem gemessenen Kraftwert entspre- chendes Signal an die Auswerteeinheit 9b, die in diesem Ausfüh- rungsbeispiel als Rechner ausgebildet ist. Die Auswerteeinheit 9b umfasst einen Speicher zur Abspeicherung eines Sollwerts lOb. Dieser Sollwert lOb kann in Abhängigkeit eines Verfahrwe- ges llb der Anschlusseinrichtung 4b unterschiedliche Werte an- nehmen. Das in der Fig. 1 gezeigte Diagramm zeigt eine lineare

Abhängigkeit zwischen dem Sollwert lOb und dem Verfahrweg llb.

Es sei an dieser Stelle betont, dass die Abhängigkeit zwischen Sollwert lOb und Verfahrweg llb beliebig gewählt werden kann.

Der Auswerteeinheit 9b wird auch eine Information zugeführt, durch die die Position der Anschlusseinrichtung 4b ermittelt oder berechnet werden kann. Dadurch ist ein Vergleich des Soll- werts lOb mit der gemessenen Kraft im Kraftaufnehmer 8b in Ab- hängigkeit der Position der Anschlusseinrichtung 4b möglich.

Aus dem Diagramm der Fig. 1b lässt sich des weiteren entnehmen, dass der Sollwert lOb nicht nur von dem Verfahrweg llb oder der Position der Anschlusseinrichtung 4b abhängt, sondern auch von der Bewegungsrichtung des Verbrauchers 4b. Während die im Dia- gramm oben verlaufene Gerade den Sollwert in Bewegungsrichtung 12b darstellt, stellt die untere Gerade den Sollwert für die Bewegungsrichtung 13b dar.

Das Diagramm der Fig. 1b zeigt einen Toleranzbereich 14b für den jeweiligen Sollwert lOb. In dem hier ausgeführten Ausfüh- rungsbeispiel liegt der Sollwert lOb jeweils in der Mitte des Toleranzbereiches 14b, wobei der Toleranzbereich 14b jeweils eine konstante Breite aufweist. Sowohl die Lage des Toleranzbe- reiches 14b im Bezug zum Sollwert als auch die Breite des Tole- ranzbereiches 14b kann von dem Verfahrweg llb bzw. von der Po- sition der beweglichen Anschlussstelle 3b und/oder von der Be- wegungsrichtung 12b, 13b abhängen.

Liegt beispielsweise bei einer Bewegung der Anschlusseinrich- tung 4b in Richtung 13b der gemessene Kraftwert außerhalb des Toleranzbereiches 14b der obigen Gerade im Diagramm, erzeugt die Auswerteeinheit 9b ein Signal. Dieses Signal kann den Be- triebszustand der Energieführungskette ändern, beispielsweise dadurch, dass die Bewegung der Anschlusseinrichtung 4b verlang- samt oder gestoppt wird.

Ferner kann eine Speichereinrichtung (nicht gezeigt) mit einer Wiedergabeeinrichtung vorgesehen sein, mittels derer die gemes- senen Werte, gegebenenfalls mit den Sollwerten und den Tole- ranzwerten, über eine Zeitdauer des Betriebs der Kette gespei- chert und gegebenenfalls bearbeitet, und wiedergegeben werden können.

Fig. 2b zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine Anschlussein- richtung 4b zur Verbindung einer Energieführungskette 1 mit ei- nem beweglichen Verbraucher. Der bewegliche Verbraucher wird an einem Flansch 15b an der Anschlusseinrichtung 4b befestigt. Die Anschlusseinrichtung 4b weist ein Verbindungsstück 16b auf, das durch eine Schraubverbindung 17b mit einem ersten Ende 18b des Kraftaufnehmers 8b verbunden ist. Ein zweites Ende 19b des Kraftaufnehmers 8b ist über eine Schraubverbindung 20b an einem zweiten Verbindungsstück 21b befestigt. Da die Verbindungsstü- cke 16b, 21b über eine Linearführung gleitend miteinander ver- bunden sind und die Schraubverbindungen 17b, 20b durch Langlö- cher greifen, ergibt sich ein Kraftfluss von dem zweiten Ver- bindungsstück 21b über den Kraftaufnehmer 8b zu dem ersten Ver- bindungsstück 16b.

Das erste Verbindungsstück 16b weist einen Befestigungsbereich 23b auf, an dem ein Endbefestigungsteil der Energieführungsket- te 1 befestigt werden kann. Dem Befestigungsbereich 23b schließt sich ein Unterstützungsbereich 24b an, das wenigstens ein Kettenglied der Energieführungskette trägt, das sich an das Endbefestigungsteil der Energieführungskette anschließt. Somit ermöglicht die Anschlusseinrichtung der Fig. 2b, dass der Kraftaufnehmer 8b die an dem Endbefestigungsteil der Energie- führungskette 1 angreifende Kraft misst.

Rollen 25b ermöglichen eine in Bahnen geführte Bewegung der An- schlusseinrichtung 4b Des weiteren umfasst die Anschlussein-

richtung 4b Zugentlastungen 26b, durch die eine Zugspannung den Kabeln, Schläuchen oder dergleichen verhindert werden soll, die durch die Energieführungskette geführt werden.

Fig. 3 zeigt eine weitere Anschlusseinrichtung 27b. Im Gegen- satz zu der Anschlusseinrichtung 15b der Fig. 2b sind das erste Verbindungsstück 17b und das zweite Verbindungsstück 22b nicht über eine Linearführung miteinander verbunden, sondern durch eine Hebelanordnung 28b verbunden, die eine begrenzte Relativ- bewegung bzw. ein seitliches Verschieben von erstem Verbin- dungsstück 17b und zweitem Verbindungsstück 22b zulässt. Auch bei dieser Anschlusseinrichtung 27b erfolgt der Kraftfluss ent- lang des ersten Verbindungsstücks 17b über den Kraftaufnehmer 8b zu dem zweiten Verbindungsstück 22b.

Überwachungssystem für den Betrieb wenigstens einer Energie führungskette Bezugszeichenliste 1 Energieführungskette 2 Feste Anschlussstelle 3 Bewegliche Anschlussstelle 4a Untertrum 5a Umlenkbereich 6a Obertrum 7a bis 7e Kettenglied 8a Pfeil 9a bis 9e Messeinrichtung 10a Beweglicher Verbraucher lla Pfeil 12a Reibkraft 13a Auswerteeinheit 14a Verfahrweg 15a Seitenlasche 16a Längserstreckung 17a Dehnungsmessstreifen 18a Aussparung 19a Abdeckung 20a Hinterschneidung 21a Befestigungsclip 22a Einsatz 23a Vorsprung 24a Bohrung 25a Steg 26a Haltewerkzeug

27a Schmelzeinsatz 4b Anschlusseinrichtung 5b Untertrum 6b Umlenkbereich 7b Obertrum 8b Kraftaufnehmer 9b Auswerteeinheit lOb Sollwert llb Verfahrweg 12b Bewegungsrichtung 13b Bewegungsrichtung 14b Toleranzbereich 15b Flansch 16b erstes Verbindungsstück 17b Schraubverbindung 18b erstes Ende 19b zweites Ende 2Ob Schraubverbindung 21b zweites Verbindungsstück 22b Langloch 23b Befestigungsbereich 24b Unterstützungsbereich 25b Rollen 26b Zugentlastung 27b Anschlusseinrichtung 28b Hebelanordnung