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Title:
MOULD FOR MECHANICAL PRODUCTION OF MOULDED CONCRETE BRICKS, PROCESS FOR PRODUCING SUCH A MOULD, CASTING MOULD FOR SUCH A PRODUCTION PROCESS AND APPARATUS HAVING SUCH A MOULD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/141245
Kind Code:
A1
Abstract:
For an apparatus for producing moulded concrete bricks having a mould which is held in a moulding machine and has at least one, preferably more than one, mould nests (FN) which are open at the top and bottom and a vibrating device by means of which moist concrete mix introduced into the mould nest or nests (FN) can be solidified under the action of the vibrating device and means for removing the solidified moulded concrete bricks from the mould via the bottom openings of the mould nests (FN), it is proposed that the mould be made at least partly, preferably at least predominantly, of plastic. The plastic is preferably introduced in the liquid phase into a casting mould and solidified in this by polymerization. A mould produced in this way can also consist entirely of plastic and/or contain reinforcing elements for mechanical reinforcement surrounded by plastic.

Inventors:
BRAUNGARDT, Rudolf (Hochsteiger Weg 15, Gilching, 82205, DE)
STICHEL, Holger (Bergstrasse 33, Lengenfeld/ot Pechtelsgrün, 08485, DE)
DIETRICH, Swen (Wetzelsgrün 14e, Treuen, 08233, DE)
Application Number:
EP2007/055474
Publication Date:
December 13, 2007
Filing Date:
June 04, 2007
Export Citation:
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Assignee:
KOBRA FORMEN GMBH (Plohnbachstrasse 1, Lengenfeld, 08485, DE)
BRAUNGARDT, Rudolf (Hochsteiger Weg 15, Gilching, 82205, DE)
STICHEL, Holger (Bergstrasse 33, Lengenfeld/ot Pechtelsgrün, 08485, DE)
DIETRICH, Swen (Wetzelsgrün 14e, Treuen, 08233, DE)
International Classes:
B28B7/34; B29C39/00
Attorney, Agent or Firm:
WEBER, Gerhard (Patentanwalt, Rosengasse 13, Ulm, 89073, DE)
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Claims:
Ansprüche:

1. Form mit wenigstens einem nach oben und nach unten offenen Formnest und mit Mitteln zur Einspannung der Form in einer Formmaschine zur ma- schinellen Herstellung von Betonformsteinen in einer Formmaschine, aus einem in das Formnest eingeteilten Betongemenge unter Einwirkung einer Rütteleinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Form an mit dem Betongemenge beaufschlagten Flächen wenigstens teilweise aus Kunststoff besteht.

2. Form nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Kunststoff ein aus einer flüssigen Phase durch Polymerisation verfestigter Kunststoff ist.

3. Form nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff durch ein Material gegeben ist, welches bei der Verfestigung eine Volumenverringerung gegenüber dem Volumen der flüssigen Phase zeigt.

4. Form nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Maß der Volumenverringerung wenigstens 1 %, vorzugsweise wenigstens 2 %, bezogen auf das Volumen der flüssigen Phase beträgt.

5. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff einen einteilig zusammen hängenden Kunststoffkörper bildet.

6. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Wände des Formnests aus Kunststoff bestehen.

7. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Form in einem Formrahmen gehalten ist und dem Formrahmen zugewandte

Flächen, insbesondere an dem Formrahmen anliegende Flächen der Form aus Kunststoff bestehen.

8. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Form überwiegend aus Kunststoff besteht.

9. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Form ein von Kunststoff umgebenes Bewehrungsgerüst, insbesondere ein Metallgerüst enthält.

10. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Form einen einteiligen Formkörper bildet.

11. Verfahren zur Herstellung einer Form nach einem der Ansprüche 1 bis 10, eine Giessform für einen einteiligen Formkörper vorbereitet und eine flüssige Phase eines verfestigbaren Kunststoffs in die Giessform eingebracht wird.

12. Giessform für ein Verfahren nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Schalungselementen und Einsatzelementen einen

Hohlraum begrenzen und seitlich und nach unten abdichten.

13. Anordnung zur Herstellung von Betonformsteinen in einer Formmaschine, aus einem in das Formnest eingeteilten Betongemenge unter Einwirkung einer Rütteleinrichtung, gekennzeichnet durch eine Form nach einem der

Ansprüche 1 bis 10.

Description:

Form zur maschinellen Herstellung von Betonformsteinen, Verfahren zur Herstellung einer solchen Form, Giessform für ein solches Herstellungsverfahren und Anordnung mit einer solchen Form.

Die Erfindung betrifft eine Form zur maschinellen Herstellung von Betonformsteinen, ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Form, eine Giessform für ein solches Herstellungsverfahren und eine Anordnung zur Herstellung von Betonformsteinen mit einer solchen Form.

Zur Herstellung von Betonformteilen sind Schalungen bekannt, welche Hohlräume in der Gestalt der gewünschten Formteile bilden. Die Schalungen werden mit gießfähigem Betongemenge gefüllt, welches bis zur Aushärtung in der Schalung verbleibt. Die Schalungen können in einfacher Ausführung aus Brettern oder Metallplatten zusammengefügt sein. Aus der US 5 728 312 ist eine Schalung bekannt, welche aus einem thermoplastischen Material geformt und von einem Rahmen aus Aluminium-Strangpressprofilen eingefasst ist. Ein Nachteil dieser Herstellungsart ist die lange Zeit bis zur Verfestigung des Betongemenges.

Die Verdichtung körnigen Materials zu formstabilen Körpern ist auch aus dem Bereich der Metallgießerei bekannt, wo Formsand in einer Form typischerweise mittels Druckluft und durch Pressen zwischen einer Modellplatte und einer Pressplatte zu einem Körper verfestigt wird, welcher dann als Teil einer Giessform für flüssiges Metall benutzt wird. Die Festigkeit der gepressten Sandformen ist in der Regel gering, da insbesondere die Formen häufig nach dem Metallguss zur Entformung zerstört werden müssen. Die Herstellung von Keramikkörpern durch Pressen von Keramikpulver erfolgt unter Einwirkung eines hohen statischen Pressdrucks und erfordert einen nachträglichen Brennvorgang, um den Keramikkörpern die Festigkeit zu verleihen.

Für die effektive industrielle Fertigung von Betonformsteinen sind daher Anordnungen gebräuchlich, bei welchen eine Form ein oder mehrere Formnester mit einer oberen und einer unteren öffnung aufweist. Die Form ist typischer- weise über Flanschleisten am Formrand, in einer Formmaschine gehalten und auf einer Unterlage aufgesetzt. Durch die oberen öffnungen der Formnester werden diese mit feuchtem Betongemenge gefüllt und durch Druckplatten einer Auflastvorrichtung, welche auf das Betongemenge drücken, verschlossen. Eine Rütteleinrichtung regt die Unterlage zu vertikalen Rüttelbewegungen an, wel- che sich in das Betongemenge übertragen und dieses in sehr kurzer Zeit zu formstabilen Betonformsteinen verdichten, welche durch eine relative vertikale Verfahrbarkeit der Unterlage gegen die Form durch die unteren Formnester entformt werden können. Die Einwirkung der Rütteleinrichtung ist wesentlich für eine schnelle und starke Verdichtung des Betongemenges zu formstabilen Betonformsteinen, welche unmittelbar nach dem Rüttelvorgang aus den

Formnestern entformt werden können und zur vollständigen Aushärtung noch gelagert werden. Während des typischerweise nur zwischen 5s und 20s dauernden Rüttelvorgangs wirken hohe statische und dynamische Kräfte auf die Form. Die Form ist typischerweise aus einem einstückigen Stahlblock ge- schnitten oder aus Stahlplatten zusammengefügt, insbesondere geschweißt. Die die Formnester begrenzenden Wände können vorteilhafterweise gehärtet sein.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine vorteilhafte Aus- führung einer Form zur maschinellen Herstellung von Betonformsteinen, ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Form, eine Gießform für ein solches Herstellungsverfahren sowie eine Anordnung zur Herstellung von Betonformsteinen mit einer solchen Form anzugeben.

Erfindungsgemäße Lösungen sind in den unabhängigen Ansprüchen beschrieben. Die abhängigen Ansprüche enthalten vorteilhafte Ausführungen und Weiterbildungen der Erfindung.

Mit der Wahl von Kunststoff für die Form weicht die Erfindung bewußt von der bisher ausschließlichen Verwendung von Stahl ab. Als Kunststoff wird bevorzugt ein aus einer flüssigen Phase verfestigbarer Kunststoff, insbesondere ein Polymer verwendet. Dies ermöglicht die Herstellung der Form unter Verwendung des Kunststoffes in einer Giessform, in welche die flüssige Phase des Kunststoffes im wesentlichen ohne überdruck gegenüber der Umgebung eingebracht werden kann. Hierdurch kann die Giessform für die Herstellung der Form besonders einfach gehalten werden, beispielsweise im Vergleich zu Hochdruck-Giessformen für thermoplastische Kunststoffe. Eine Verfestigung der flüssigen Phase des Kunststoffes in der Giessform erfolgt vorzugsweise durch Polymerisation. Geeignete Kunststoffe können beispielsweise aus der Familie der Polyurethane gewählt sein. Das flüssige Kunststoffmaterial kann mit Fasermaterial, insbesondere Fasern hoher Zugfestigkeit versetzt sein.

In erster vorteilhafter Ausführung bestehen zumindest die Wände des Formnestes bzw. der Formnester der Form aus dem Kunststoff. Durch die große Gestaltungsvielfalt innerhalb verfügbarer Kunststoffmaterialien kann ein Kunststoff gewählt werden, welcher besonders abriebfest gegenüber dem körnigen Betongemenge bei der Rüttelbewegung bzw. gegenüber den verfestigten Betonformsteinen bei der Entformung entlang der Formnestwände ist.

Die Form besteht vorteilhafterweise zumindest überwiegend aus dem Kunststoff. Die Form kann in vorteilhafter Ausführung auch vollständig aus dem Kunststoff bestehen.

In einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass in den Kunststoff eine Bewehrung aus einem anderen Material, welches ein anderer Kunststoff oder insbesondere auch Metall, vorzugsweise Stahl sein kann, eingebettet ist. Alternativ oder zusätzlich kann die Bewehrung auch Fasermaterial, insbeson- dere Kunststoff-Fasermaterial enthalten. Die eingebettete Bewehrung ist vorzugsweise vollständig von dem Kunststoff umschlossen.

In vorteilhafter Ausführungsform ist ein Kunststoff-Material gewählt, welches bei der Verfestigung, insbesondere durch Polymerisation eine Volumenverrin- gerung, auch als Schrumpfung bezeichnet, zeigt. Insbesondere bei einer Form mit einer in das Kunststoff-Material eingebetteten Bewehrung, z. B. aus Stahl, bildet die Bewehrung, insbesondere bei Formen mit mehreren durch Formnestwände getrennten Formnestern und Bewehrungen in den Formnestwänden, bei der Verfestigung und Volumenverringerung Schrumpfzentren, auch als Schrumpfkerne bezeichnet, zu welchen hin eine Schrumpfung des sich verfestigenden Kunststoffmaterials erfolgt. Dabei werden vorteilhafterweise die Elemente der Bewehrung besonders fest und u. U. auch mit elastischer Vorspannung des Kunststoffmaterials umschlossen. Das Kunststoffmaterial ist vorteilhafterweise so gewählt, dass das Maß der Volumenverringerung wenig- stens 1 %, vorzugsweise wenigstens 2 %, bezogen auf das Ausgangs-Volumen der flüssigen Phase des Kunststoffmaterials beträgt. Das Maß der Volumenreduzierung beträgt vorteilhafterweise maximal 8 %, insbesondere maximal 5 %.

Das Kunststoffmaterial ist vorzugsweise aus der Familie der Polyurethane ge- wählt. Bei den Polyurethanen können Eigenschaften des Kunststoffmaterials durch Zusammenstellung verschiedener Komponenten der flüssigen Phase über einen weiten Bereich veränderlich vorgegeben werden.

Die Form ist vorteilhafterweise als einstückig zusammen hängender Körper ausgeführt, in welchem das wenigstens eine oder typischerweise die mehreren Formnester ausgebildet sind.

In einer ersten vorteilhaften Ausführungsform weist die Form an dem einstückigen Formkörper auch bereits alle Verbindungselemente zur Verbindung der Form mit der Formmaschine und/oder einer Unterlage, auf weicher die Form im Betrieb aufgesetzt ist und welche die unteren öffnungen der Formnester dabei verschließt, auf. Solche Verbindungselemente können insbesondere Flan- schieisten zum Einspannen der Form in eine Formmaschine und/oder Verspannelemente zur vertikalen Verspannung der Form gegen eine Unterlage sein. Eine Unterlage kann insbesondere ein Rütteltisch oder ein auf einem solchen aufliegendes Steinbrett sein. Ein Rütteltisch kann direkt mit einer Rütteleinrichtung verbunden sein. In anderer bekannter Ausführung kann auch die Rütteleinrichtung auf die Form wirken und die Unterlage durch Verspannung gegen die Form die Rüttelbewegung mitmachen und auf das Betongemenge in den Formnestern übertragen.

In anderer vorteilhafter Ausführungsform kann, wie aus dem Stand der Technik gemäss der EP 0 730 936 B1 an sich bekannt, die einteilige Form einen Formeinsatz innerhalb eines Formrahmens bilden und in dem Formrahmen gegen Rüttelkräfte gehalten sein. Die Haltestrukturen zwischen einem solchen Formeinsatz und einem Formrahmen können in verschiedenen, an sich bekannten Varianten ausgeführt sein. In der genannten EP 0 730 936 B1 greifen vorteil- hafterweise Vorsprünge am Formeinsatz in Vertiefungen des Formrahmens ein. Andere Haltestrukturen sind aus dem Stand der Technik bekannt. Der Formrahmen kann fest in einer Formmaschine gehalten sein oder zusammen mit dem Formeinsatz auswechselbar in der Formmaschine gehalten sein.

Die Erfindung ist nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele noch eingehend veranschaulicht. Dabei zeigt:

Fig. 1 eine leere Giessform in Schrägansicht,

Fig. 2 eine optionale Bewehrung,

Fig. 3 die Giessform nach Fig. 1 in Draufsicht,

Fig. 4 einen Schnitt durch Fig. 3 entlang IV - IV,

Fig. 5 einen ersten Ausschnitt V aus Fig. 4,

Fig. 6 einen zweiten Ausschnitt VI aus Fig. 4,

Fig. 7 eine fertig gegossene Form von schräg oben,

Fig. 8 die Form von Fig. 7 in Ansicht von schräg unten,

Fig. 9 einen Querschnitt durch einen Randbereich der Form aus Fig. 7 in einem Formrahmen,

Fig. 10 eine weitere Ausführung einer Bewehrung,

Fig. 11 eine fertige Form mit Flanschleisten,

Fig. 12 einen Schnitt durch die Form von Fig. 11 in Längsrichtung,

Fig. 13 einen ersten Ausschnitt aus Fig. 12,

Fig. 14 einen zweiten Ausschnitt aus Fig. 12,

Fig. 15 einen Schnitt durch die Form von Fig. 11 in Querrichtung,

Fig. 16 einen ersten Ausschnitt aus Fig. 15,

Fig. 17 einen zweiten Ausschnitt aus Fig. 15,

Fig. 18 eine Ansicht einer Formmaschine mit einer Form,

Fig. 19 einen Ausschnitt zu einer weiteren Ausführungsform,

Fig. 20 eine Ausführungsform mit Formeinsatz und Formrahmen.

In Fig. 1 ist in Schrägansicht von oben eine vorteilhafte Ausführung einer gebauten Giessform zur Erzeugung einer erfindungsgemäßen Form für die Herstellung von Betonformsteinen als gegossener Körper skizziert. Die Giessform besteht in der skizzierten vorteilhaften Ausführungsform aus einer Grundplatte GP mit einer vorzugsweise ebenen oberen Auflagefläche AF, welche für den Gussvorgang vorzugsweise horizontal ausgerichtet ist. Auf der Auflagefläche AF sind mehrere Komponenten anordenbar, welche einen komplexen Hohlraum entsprechend der geplanten Gestalt der in einem Giessvorgang zu erzeugenden Form bestimmen. Der Hohlraum sei seitlich außen durch vier rechtwinklig angeordnete Randschalungsleisten begrenzt, von welchen Randschalungsleisten SL1 und SL2 in Längsrichtung y und Randschaltungsleisten SQ1 , SQ2 in Querrichtung x gemäss dem für Fig. 1 und Fig. 2 gemeinsam mit eingezeichneten xyz-Koordinatensystem verlaufen. In der in Fig. 1 skizzierten Anordnung sind die Randschalungsleisten SQ1 und SL1 bereits in ihrer end-

gültigen Position zur Bildung der Giessform, wogegen die Randschalungsleiste SL2 noch in x-Richtung und die Randschalungsleiste SQ2 noch in y-Richtung zu verschieben sind. Die Randschalungsleisten sind vorteilhafterweise in der Art relativ zueinander gruppiert, dass jeweils eine Leiste mit einer Stirnfläche an die Querfläche einer anderen Leiste anstößt. Die Randschalungsleisten können in vorteilhafter Ausführungsform in sich zusammen gebaut sein aus einer Trägerleiste und einem Leisteneinsatz, wodurch die Trägerleisten für verschiedene Giessformen einsetzbar sind, bei welchen lediglich andere Halteleisten eingesetzt sind. Die Randschalungsleisten SL1 , SL2, SQ1 , SQ2 bestim- men im wesentlichen die Außenkontur der zu erzeugenden Form. Im skizzierten Beispiel sind in den Randschalungsleisten Aussparungen HS für Haltestrukturen am Umfang der zu erzeugenden Form vorgesehen. In der Draufsicht nach Fig. 3 sind alle Randschalungsleisten in ihrer für die Giessform korrekten Position dargestellt.

Der seitlich von den Randschalungsleisten und nach unten durch die Auflagefläche AF der Grundplatte GP begrenzte Raum enthält weitere, die komplexe Gestalt des Hohlraums entsprechend der geplanten Form bestimmende Elemente, welche vorteilhafterweise nach Art eines Baukastensystems vorgege- ben und zusammengefügt sein können. Im skizzierten Beispiel bestehen die mehreren Elemente vorteilhafterweise aus Platten bzw. quaderförmigen Einsatzkörpern KS, KA und KN, welche teilweise unterschiedliche Flächenbereiche über der Auflagefläche einnehmen und nebeneinander und/oder gemäss dem Beispiel der Einsatzkörper KS und KA auch übereinander angeordnet sein können. Insbesondere Einsatzkörper größerer Höhe können vorteilhafterweise auch als Hohlkörper ausgeführt sein.

Die Einsatzkörper KS, KA und KN können in vorteilhafter Ausführung durch Positionierhilfen, welche durch die Einsatzkörper und in die Grundplatte GP

greifen, in definierter Form zentriert und gehalten sein. Die Einsatzkörper können durch Gewichte, durch von oben ansetzende, den Hohlraum übergreifende Hilfskonstruktionen, durch Magnetkräfte oder vorzugsweise, wie skizziert, durch Halteschrauben SC in ihrer definierten Position auf der Grundplatte GP fixiert sein. In dem skizzierten vorteilhaften Beispiel sind die die Formnester bestimmenden Einsatzkörper KN, welche die größte Höhe der verschiedenen Einsatzkörper besitzen, über Schrauben SC auf der Grundplatte fixiert und durch Zentrierstifte ZS zusätzlich in definierter Position zentriert. Die Befestigungsschrauben SC können dabei über die obere Fläche der Einsatzkörper KN hinaus stehen, da die Befüllung der fertigen Giessform mit flüssigem, in der Giessform aushärtendem Kunststoffmaterial maximal bis zur Oberkante der Einsatzkörper KN vorgesehen ist.

Die Einsatzkörper KS und/oder KA, welche sich weniger weit über die Auflage- fläche AF erheben und bei der Erzeugung der Form von dem in die Giessform eingefüllten Kunststoffmaterial überdeckt werden, können ohne Verschraubung allein durch Zentriermittel auf der Auflagefläche AF gehalten oder gleichfalls mit der Grundplatte GP verschraubt sein. Die Randschalungsleisten SL1 , SL2, SQ1 , SQ2 sind vorteilhafterweise gleichfalls mit Befestigungsschrauben SS auf der Grundplatte GP verschraubbar.

In der fertig zusammen gebauten Giessform bilden vorteilhafterweise die innerhalb des durch die Randschalungsleisten begrenzten Raumes frei gebliebenen Flächenbereiche der Auflagefläche die Begrenzung für die ebene Unterseite der zu erzeugenden Form. Die Einsatzkörper KS können vorteilhafterweise eine Stufe in Randbereichen der Form gegenüber deren unterer Begrenzungsebene bilden. Die Einsatzkörper KA können vorteilhafterweise in Randbereichen Aussparungen in der fertigen Form bewirken, welche durch Zwischenwände von den Formnestern abgetrennt und durch eine Kunststoffschicht

nach oben abgeschlossen sind. Durch die Aussparungen kann vorteilhafterweise die Menge an Kunststoffmaterial für die gesamte Form verringert werden.

Die Einsatzkörper KN schließlich bestimmen die Gestalt der Formnester der zu erzeugenden Form. Zwischen den Einsatzkörpern KN sind streifenförmige Hohlraumbereiche GQ in x-Richtung bzw. GL in y-Richtung ausgebildet, welche in der zu erzeugenden Form Zwischenwände zwischen Formnestern bilden. Die Hohlraumbereiche zwischen den Randschalungsleisten und den Ein- satzkörpern KN bzw. KA ausgebildeten Teile des Hohlraums bestimmen die Außenwände der Form. Vorteilhafte Aufbauten einer gebauten Giessform hängen von der Gestalt der zu erzeugenden Form im Einzelfall ab. Auf der Grundplatte kann auch eine die Auflagefläche für die Elemente der Giessform, d.h. im skizzierten Beispiel Randschalungsleisten und Einsatzkörper, bildende Zwi- schenschicht, z.B. in Form einer Folie oder eines Bleches eingefügt sein.

In Fig. 2 ist ein Bewehrungsgerüst skizziert, welches innerhalb des Hohlraums der Giessform der Fig. 1 angeordnet werden kann. Das Bewehrungsgerüst besteht im skizzierten Beispiel aus in x-Richtung verlaufenden Querstegen QS und in y-Richtung verlaufenden Längsstegen LS, welche an Kreuzungspunkten verbunden, insbesondere auch lediglich ineinander gesteckt sein können. Die Querstege QS führen zu in Längsrichtung y verlaufenden abgewinkelten Schienen PL und die Längsstege LS führen an beiden Enden zu in Querrichtung x verlaufenden Winkelschienen PQ. Im skizzierten Beispiel sind die Win- kelschienen nicht über die gesamte Erstreckung des Bewegungsgerüstes in x- Richtung bzw. y-Richtung durchgehend ausgeführt. Das in Fig. 2 skizzierte Bewehrungsgerüst ist so gestaltet, dass es in den Hohlraum der Giessform nach Fig. 1 eingesetzt sein kann, ohne Wände des Hohlraumes zu berühren oder allenfalls quasi punktuell. An der Unterseite der Längsstege LS sind in der

skizzierten Ausführungsform punktuell nach unten weisend Abstandshalter AH angeformt, mittels welcher das Bewehrungsgerüst auf der Auflagefläche AF oder vorzugsweise Einsatzkörpern, insbesondere Einsatzkörper KA aufstellbar ist, so dass die Unterkanten der Längsstege und Querstege von der Aufstellflä- che beabstandet sind und auch an ihren Unterkanten von dem in die Giessform eingefüllten Kunststoffmaterial umflossen sind.

Der Hohlraum der Giessform nach Fig. 1 wird mit oder ohne das Bewehrungsgerüst der Fig. 2 mit einem Kunststoff gefüllt, welcher als eine flüssige Phase eingebracht wird und in der Giessform sich verfestigt, insbesondere durch Polymerisation. Durch das Einbringen des Kunststoffes in flüssiger Phase, welche typischerweise eine Viskosität ähnlich wie Wasser hat, kann das Einbringen des Kunststoffs im wesentlichen ohne überdruck gegenüber der Umgebung erfolgen. Die Giessform kann, um eventuelle Lufteinschlüsse zuverlässig zu entfernen, bei oder nach Einbringen des flüssigen Kunststoffs vor dessen Verfestigung kurzzeitig Vibrationen ausgesetzt werden oder der Umgebungsdruck kann reduziert werden, wodurch eventuelle Luftblasen an die Oberfläche steigen. Das Kunststoffmaterial in der flüssigen Phase wird vorteilhafterweise bei einer gegenüber Vulkanisierungsverfahren oder thermoplastischen Spritzguss- verfahren niedrigen Temperaturen von weniger als 120 0 C, vorzugsweise weniger als 80 0 C, insbesondere weniger als 40 0 C in die Gießform eingebracht.

Bei bevorzugter Wahl eines Kunststoffmaterials, insbesondere eines Polyurethans, welches bei der Verfestigung aus der flüssigen Phase eine Volumenver- ringerung zeigt, wobei die Volumenverringerung vorteilhafterweise wenigstens 1 %, vorzugsweise wenigstens 2 %, bezogen auf das Ausgangsvolumen der flüssigen Phase beträgt, ergibt sich bei der Verfestigung des Kunststoffmaterials vorteilhafterweise durch die Schrumpfung des Kunststoffmaterials ein be-

sonders enges und festes Anliegen des Kunststoffmaterials an dem Bewehrungsgerüst.

Die Wände und der Boden der Giessform können aus einem Material bestehen oder mit einem Material beschichtet sein, welches keine Verbindung mit dem Kunststoff eingeht, so dass die fertige Form nach Verfestigung des Kunststoffes mühelos aus der Giessform entfernt werden kann. Die Giessform kann hierfür auch zur Entformung der erzeugten Form zerlegbar ausgeführt sein. Die Einsatzkörper KA, KS, KN und die Randschalungssleisten der Giessform kön- nen durch außen angeordnete und/oder durch über dem Hohlraum verlaufende Hilfselemente und/oder durch Verbindung mit der Grundplatte bis zum Aushärten des Kunststoffes in definierter gegenseitiger Position gehalten sein.

Bei Herstellung einer Form mit dem in Fig. 2 skizzierten Bewehrungsgerüst können die Bewehrungselemente, im skizzierten Beispiel die Längsstege,

Querstege und Winkelschienen, für eine besonders innige Verbindung mit dem Kunststoff durch Gestaltung der Oberfläche und/oder mittels Durchbrüchen der Flächen der Bewehrungselemente vorbereitet sein. Die Bewehrungselemente können bei der Polymerisation als Schrumpfkerne für den Kunststoff wirken, d. h. dass bei der Volumenschrumpfung des Kunststoffs bei der Verfestigung die Schrumpfung zu den Bewehrungselementen hin erfolgt. Dies kann z. B. durch mechanische und/oder chemische Vorbereitung der Oberflächen der Bewehrungselemente für gute Haftung des Kunststoffes unterstützt sein. Die Vorbereitung von Oberflächen der Bewehrungselemente oder der Giessform für eine gute Verbindung zu dem Kunststoff bzw. die Vermeidung einer Haftung des Kunststoffs an den Formwänden sind an sich bekannt. Für die Vermeidung eines Anhaftens des Kunststoffs können insbesondere auch Oberflächen der Giessform mit einem Trennmittel versehen werden.

Die in Fig. 3 in Draufsicht skizzierte Giessform wird bis zu den Oberkanten der Einsatzkörper KN mit Kunststoffmaterial in flüssiger Phase befüllt, welches in der Giessform aushärtet, vorzugsweise durch Polymerisation. Fig. 4 zeigt eine entlang der Linie IV - IV nach Fig. 3 geschnittenen Giessform mit dem Kunst- Stoffmaterial, welches in gekreuzter Schraffur dargestellt ist. In Fig. 5 und Fig. 6 sind Ausschnitte V bzw. VI aus Fig. 4 vergrößert dargestellt.

Fig. 5 zeigt einen randständigen Ausschnitt aus Fig. 4. Aus dem Ausschnitt ist erkennbar, dass die Randschalungsleiste SQ1 zusammengesetzt ist aus einer abgewinkelten Grundleiste und einer Einsatzleiste EQ1 , welche mit der Grundleiste verschraubt ist. In entsprechender Weise ist in Fig. 6 die Randschalungsleiste SQ2 aus einer im Querschnitt winkelförmigen Grundleiste und einer Einsatzleiste EQ2 zusammengebaut. Die Einsatzleisten EQ1 und EQ2 können gleich aufgebaut sein, also insbesondere jeweils über einen Teil der Länge der Einsatzleiste die Vertiefung HS für die Ausbildung einer Haltestruktur am Formeinsatz aufweisen. Die Randschalungsleisten sind über Befestigungsschrauben SS mit der Grundplatte GP verschraubt, wobei insbesondere auch die Einsatzleisten EQ1 , EQ2 auf der Auflagefläche AF der Grundplatte aufstehen und den von den Randschalungsleisten umgebenen Raum gegen die Auflagefläche AF der Grundplatte GP gegen den Austritt von flüssig eingefülltem Kunststoffmaterial abdichten.

Aus dem Ausschnitt nach Fig. 6 ist erkenntlich, dass die Profilleiste PQ mit teilweise horizontaler überdeckung in die Aussparung HS der Einsatzleiste EQ2 der Randschalungsleiste SQ2 hineinragt, ohne aber die Flächen der Vertiefung HS zu berühren. Die Profilleiste PQ wird dann beim Einfüllen von Kunststoffmaterial an allen Seiten von dem Kunststoffmaterial umflossen, so dass sich auch an den zum Rand zu der Aussparung HS hin nach außen weisenden Flächen der Profilleiste PQ über diesen eine Kunststoffschicht ausbil-

det. Die Profilleiste PQ ist in eine durch das Kunststoffmaterial gebildete Außenwand AW der Form eingebettet, welche durch die horizontal gegenüber stehenden Begrenzungsflächen der Einsatzleiste EQ2 der Randschalungsleiste SQ2 einerseits und des Einsatzkörpers KN andererseits vorgegeben ist.

Aus dem Ausschnitt nach Fig. 5 ist ersichtlich, dass die Einsatzkörper KN über Befestigungsschrauben SC auf der Grundplatte GP befestigt sind. Die Einsatzkörper liegen zumindest mit ihren Rändern eng an der Auflagefläche AF der Grundplatte an und dichten den Hohlraum der Gießform gegen das Austreten von flüssigem Kunststoffmaterial ab.

In Fig. 5 ist die Einsatzleiste EQ1 in der Randschalungsleiste SQ1 in einem Bereich geschnitten, in welchem die Vertiefung HS nicht mehr gegeben ist. Die Außenwand AW reicht nicht vollständig bis zur Auflagefläche AF der Grund- platte, sondern endet um ein durch den Einsatzkörper KS vorgegebenes Maß oberhalb der Auflagefläche. Hierdurch wird auf besonders einfache und vorteilhafte Weise erreicht, dass die fertige Form in an sich gebräuchlicher Weise an der Unterseite eine Stufe aufweist, durch welche die Unterseite der Form im Randbereich um die Höhe einer solchen Stufe gegen die untere Begren- zungsebene der Form, mit welcher diese auf eine rüttelbare Unterlage aufgesetzt wird, nach oben versetzt ist. Ein Einsatzkörper KS, welcher eine solche Stufe bewirkt, ist auch in Fig. 6 entlang der Einsatzleiste EQ2 eingezeichnet.

Der Einsatzkörper KA bewirkt, wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, die Ausbildung ei- ner nach unten offenen Aussparung in einem nicht von Formnestern eingenommenen Randbereich der Form. Hierdurch wird vorteilhafterweise die Menge an eingefülltem Material und das Gewicht der Form verringert. Solche Aussparungen in Randbereichen sind an sich gebräuchlich und bei gehärteten Stahlformen auch erforderlich, um eine gleichmäßige Härtung aller Formnest-

wände zu erreichen. Während bei Stahlfomen solche Aussparungen über die gesamte Formhöhe des Randbereiches bis zu der Oberseite der Form durchgehen und durch Deckel oder Deckbleche abgedeckt werden, ist bei der gegossenen Form vorteilhafterweise durch die gegenüber der Höhe der Form reduzierte Höhe des Einsatzkörpers KA automatisch eine die Aussparung nach oben abschließende Deckelschicht DE ausgebildet, welche in der oberen Begrenzungsebene der Form liegt. Vorteilhafterweise entfällt dadurch die Notwendigkeit, eine randständige Aussparung separat abzudecken.

Zur Entnahme der ausgehärteten Form, wobei die Aushärtung typischerweise innerhalb von wenigen Minuten erfolgen kann, aus der Gießform sind aufgrund der horizontalen überlappungen des Hohlraums mit den Randschalungsleisten in den Aussparungen HS die Randschalungsleisten abzunehmen, wonach die fertige Form nach oben von der Grundplatte abgehoben werden kann.

In Fig. 7 ist eine fertig vergossene aus der Giessform entnommene Form mit mehreren Formnestern FN zwischen Außenwänden AW und Zwischenwänden ZW in Ansicht von schräg oben skizziert. An der Außenseite der Außenwände der Form sind Haltestrukturen HE ausgebildet, welche beispielsweise nach Art der aus der EP 0 730 936 B1 bekannten Haltestrukturen mit dreieckförmigem Querschnitt entlang der Außenseiten der skizzierten Form verlaufen und durch die Vertiefungen HS in den Randschalungsleisten vorgegeben sind.

Die in Fig. 7 von schräg oben dargestellte Form ist in Fig. 8 aus umgedrehter Position, d. h. mit nach oben weisender Unterseite bzw. in Schrägansicht von unten dargestellt. Aus der Ansicht nach Fig. 8 ist insbesondere die Stufe SU an der Unterseite erkennbar, durch welche die Unterseite der Form in Randbereichen gegen eine untere Auflageebene um die Formnester FN herum vertikal versetzt ist. In den Randbereichen der Form seitlich durch randständige Zwi-

schenwände RW von den Formnestern FN getrennt sind Aussparungen DA ausgebildet, welche zur Unterseite hin offen und zur Oberseite der Form hin durch Deckelflächen DE geschlossen sind. Die Deckelflächen DE sind zur Unterscheidung von den vertikal nach beiden Seiten offenen Formnestern in Fig. 8 schraffiert dargestellt.

Fig. 9 zeigt einen Schnitt in einer x-z-Ebene durch einen Ausschnitt in einem Randbereich einer Form nach Fig. 7, wobei zusätzlich ein Formrahmen FR mit eingezeichnet ist, in welchem die in Fig. 7 skizzierte Form als Formeinsatz FE gehalten ist. Von dem Formrahmen FR ist eine in y-Richtung verlaufende

Längsleiste LL geschnitten dargestellt, an welcher eine Flanschleiste FL angeordnet ist, mittels welcher der Formrahmen FR in einer Formmaschine gehalten ist. In der Längsleiste LL des Formrahmens ist eine Vertiefung als Haltestruktur HR ausgebildet, in welche die Haltestruktur HE des Formeinsatzes eingreift. Durch das Ineinandergreifen der Haltestrukturen HE auf Seiten des Formeinsatzes FE und HR auf Seiten des Formrahmens FR ist der Formeinsatz FE formschlüssig und stabil in dem Formrahmen gehalten. Andere Ausführungen von Haltestrukturen zwischen einem Formeinsatz und einem Formrahmen sind aus dem Stand der Technik bekannt. über die Haltestrukturen ist der Formein- satz beispielsweise während eines Rüttelvorgangs auf eine Unterlage, beispielsweise ein Steinbrett SB auf einem Rütteltisch RT andrückbar. Dabei verschließt die Unterlage, im skizzierten Beispiel also das Steinbrett SB, die unteren öffnungen der Formnester FN der Form. Durch die oberen öffnungen der Formnester FN wird feuchtes Betongemenge in die Formnester eingefüllt und die Formnester werden durch in die oberen öffnungen eintauchende und auf das Betongemenge drückende Druckplatten einer Auflastvorrichtung in gebräuchlicher Weise verschlossen. Der Rütteltisch RT wird in Rüttelschwingungen versetzt, welche sich über das Steinbrett auf die Form FE und das Betongemenge übertragen und das Betongemenge in kurzer Zeit zu formstabilen

Betonformsteinen verdichten, welche nach einer relativen vertikalen Verfahrung von Formeinsatz und Unterlage SB durch die unteren öffnungen der Formnester auf der Unterlage SB aufliegend entformt werden, wobei die Druckplatten zum Ausdrücken der verfestigten Betonformsteine aus den Formnestern mitwirken können. Bei Mehrlagenfertigung werden die Betonformsteine nicht auf die Unterlage sondern auf andere Betonformsteine abgelegt.

In der Querschnittsskizze nach Fig. 9 ist zu erkennen, dass die Winkelschienen PL zumindest teilweise in die Vertiefungen HR des Formrahmens hinein- ragen und von den Wänden der Vertiefungen durch den die Winkelschienen PL umschließenden Kunststoff beabstandet sind. Die Winkelschienen PL können dabei zur Stabilisierung des Kunststoffs an diesen besonders kraftbelasteten Stellen der Form FE dienen. Die horizontale überdeckung von Vertiefungen HR und Winkelschienen PL (bzw. Winkelschienen PQ an anderen Sei- ten des Formeinsatzes) verhindert auch bei den sehr hohen Kräften zwischen Form FE und Formrahmen FR ein Abscheren des Kunststoffes an den Haltestrukturen HE der Form FE. Zugleich kann der Kunststoff eine gegenüber Stahl höhere elastische Verformbarkeit aufweisen und so in geringem Maße eine relative Beweglichkeit des Formrahmens gegen den Formeinsatz während des Rüttelvorgangs erlauben. Der Kunststoff wirkt dabei zugleich dämpfend auf die Schwingungsübertragung vom Formeinsatz auf den Formrahmen und kann dadurch zumindest teilweise die vorteilhafte Funktion der Dämpfungsplatten zwischen Formrahmen und Formeinsatz der EP 0 730 930 B1 übernehmen.

Fig. 10 zeigt eine zu Fig. 2 alternative Ausführung eines Bewehrungsgerüstes zum Einsatz in eine Giessform. Das Bewehrungsgerüst enthält wiederum in x- Richtung verlaufende Querstege SQI und in y-Richtung verlaufende Längsstege SLI. An den in y-Richtung liegenden Außenseiten des Bewehrungsgerüstes sind Querleisten VQ mit gegenüber den Stegen größerer Querschnittsfläche

vorgesehen. An den in x-Richtung entgegen gesetzten Enden des Bewehrungsgerüstes sind Längsleisten VL und Flanschleisten FV vorgesehen, welche in y-Richtung lang gestreckt ausgeführt sind. Die Querleisten VQ und Längsleisten VL sind vorteilhafterweise untereinander und mit den Querstegen bzw. Längsstegen über Steckverbindungen verbunden, können aber auch alternativ oder zusätzlich untereinander oder mit den Stegen verschweißt sein. Die Flanschleisten FV sind vorteilhafterweise mit den Längsleisten VL einstük- kig ausgeführt oder vorzugsweise mit diesen verschweißt. Die Längsleisten VL können vorteilhafterweise als nach einer Seite offene U-förmige Profile ausge- führt sein.

Das Bewehrungsgerüst der Fig. 10 wird wiederum in den Hohlraum einer Gießform eingesetzt und mit flüssigem Kunststoffmaterial umgössen. Eine in dieser Art hergestellte fertige Form ist in Fig. 11 skizziert. Das Bewehrungsge- rüst ist dabei unter Bildung von Formnestern FN, welche durch Außenwände AW und Zwischenwände ZW begrenzt sind, und Halteflanschen Fl vollständig von Kunststoffmaterial umgeben. In den Wänden der Formnester FN sind zusätzliche Strukturen IS, beispielsweise für Abstandshalter an Seitenwänden von Pflastersteinen, ausgebildet, welche durch entsprechende Strukturen an Einsatzkörpern der Gießform vorgegeben sind.

In der Form nach Fig. 11 sind zusätzlich von der Oberseite der Form abstehend Führungen WF für eine verfahrbare Befülleinrichtung ausgebildet, welche einteilig mit dem Kunststoffkörper der Form ausgeführt oder auf diesem befe- stigt sein können. Durch die weitgehend vollständige Ausfüllung der Fläche der Form durch Steinfelder sind in diesem Beispiel keine randständigen Aussparungen vorgesehen. Die Halteflansche Fl können auch ohne Kunststoffumklei- dung allein durch die Flanschleisten FV des Bewehrungsgerüstes gebildet sein.

In Fig. 12 ist eine Querschnittsskizze in einer xz-Ebene durch die Form der Fig. 11 dargestellt, Fig. 13 und Fig. 14 zeigen vergrößerte Ausschnitte aus Fig. 12. Fig. 13 veranschaulicht die Ausbildung eines Randbereichs der Form nach Fig. 11 mit einer Außenwand AW, von welche nach oben eine Führungsleiste WF und zur Seite ein Halteflansch Fl abstehend ausgebildet sind. In dem Halteflansch Fl liegt die Flanschleiste FV, welche mit der in die Außenwand AW eingebettete Längsleiste VL fest verbunden ist. Die Außenwand AW zeigt an der Unterseite der Form wiederum eine Stufe SU zwischen einem Randbereich und dem Bereich unmittelbar um ein Formnest FN. In der Zwischenwand des Formnestes FN sind die zusätzlichen Strukturen IS, beispielsweise für Abstandshalter eines Pflastersteins, dargestellt.

In dem Ausschnitt nach Fig. 14 ist ersichtlich, dass die Längsstege SLI und die mit unterbrochener Linie angedeuteten Querstege SQI wiederum vollständig in Kunststoffmaterial der Zwischenwände ZW eingebettet sind.

In Fig. 15 ist ein Schnitt durch die Form der Fig. 11 in einer y-z-Ebene dargestellt. Fig. 16 zeigt einen Ausschnitt XVI und Fig. 17 einen Ausschnitt XVII aus Fig. 15. Aus dem Ausschnitt nach Fig. 16 ist der breitere Querschnitt der in die Außenwand AW eingebetteten Querleiste VQ sowie die Stufe SU an der Unterseite der Form ersichtlich. Fig. 17 zeigt die vollständige Einbettung der Querstege SQI in Kunststoffmaterial der Zwischenwände ZW der Form sowie mit unterbrochener Linie angedeutet den Verlauf der Längsstege SLI.

Das Bewehrungsgerüst kann auch, indem z. B. nur die Stege SL, SQ oder nur die Winkelschienen PQ, PL vorhanden sind, teilweise oder auch vollständig entfallen. In Fig. 5 ist eine Form angedeutet, bei welcher an den einteiligen Formkörper, in welchem die Formnester FN zwischen Außenwänden AW und

Zwischenwänden ZW ausgebildet sind, auch bereits einstückig Kunststoff- Flanschleisten KF angeformt sind. Bei der Form nach Fig. 5 sind keine Bewehrungselemente und kein separater Formrahmen vorgesehen.

Fig. 18 zeigt eine schematische Ansicht einer Formmaschine FM mit einer Form FO sowie einer Rütteleinrichtung mit einem Rütteltisch RT und einer vertikal verfahrbaren Auflastvorrichtung AV mit Druckplatten DP. Die Form ist ähnlich der Form nach Fig. 1 bis Fig. 9 im Detail, insbesondere hinsichtlich der Seitenverhältnisse und der Anordnung der Formnester aber von dieser ver- schieden. Die Form ist in der Maschine gehalten, beispielsweise über die Halteflansche der Form, und mit ihrer unteren Begrenzungsebene auf eine Unterlage, insbesondere einen Rütteltisch RT oder einen auf diesen aufgelegtes Steinbrett SB, aufsetzbar. In der Skizze nicht enthalten sind Spanneinrichtungen zwischen Maschinenrahmen MR oder Rütteltisch RT und der Form FO zum Andrücken bzw. Verspannen der Form gegen die Unterlage, welche in verschiedenen Ausführungen bekannt und gebräuchlich sind. Die Unterlage verschließt die unteren öffnungen der Formnester FN und die Formnester sind über die oberen öffnungen mit einem Betongemenge befüllbar. Die Druckplatten der Auflastvorrichtung werden in die oberen öffnungen der Formnester der Form eingesenkt und drücken auf das Betongemenge. Wesentlich ist ein darauf folgender Rüttelvorgang, bei welchem die Unterlage zu primär vertikalen Rüttelbewegungen angeregt wird. Diese Rüttelbewegungen übertragen sich in das Betongemenge und führen in Verbindung mit den auf die obere Fläche des Betongemenges drückenden Druckplatten der Auflastvorrichtung zu einer Ver- festigung des Betongemenges zu formstabilen Betonformsteinen in kurzer Zeit. Während des Rüttelvorgangs wirken hohe Kräfte auf die Form, welche über die Haltemittel der Maschine fest auf die Unterlage gepresst wird. Nach Abschluss des Rüttelvorgangs werden Form und Unterlage relativ zueinander vertikal verfahren, wobei sowohl eine Verfahrung des Rütteltisches relativ zum Maschi-

nenrahmen der Formmaschine als auch eine Anhebung der Form relativ zur Formmaschine in Betracht kommt. Durch relative vertikale Verschiebung von Form und Druckplatten werden die verfestigten Betonformsteine durch die unteren öffnungen der Formnester aus der Form entformt. Die Art der Steuerung der Formmaschine und deren prinzipieller Aufbau sind bekannt und gebräuchlich.

In anderer, nicht dargestellter Ausführungsform kann in an sich bekannter Weise auch die Form gegen die Unterlage mit Steinbrett SP bzw. Rütteltisch RT unabhängig von einer Halterung der Form in der Formmaschine verspannt sein. Dabei kann eine Rütteleinrichtung sowohl auf den Rütteltisch als auch direkt auf die Form einwirken und die von der Rütteleinrichtung in letzterem Fall angeregte Rüttelschwingung wird über die Verspannung der Form gegen die Unterlage über die Unterlage auf das Betongemenge übertragen.

Die Anordnung von Rütteltisch und Form bzw. Formrahmen in einer Formmaschine und deren Zusammenwirken mit der Auflastvorrichtung, Rütteleinrichtungen und anderen Komponenten einer Formmaschine sind aus dem Stand der Technik allgemein bekannt.

Die Fig. 19 zeigt in geschnittener Seitenansicht einen randständigen Ausschnitt einer Form zur Herstellung von Betonformsteinen, welche auf eine rüttelbare Unterlage, insbesondere ein auf einem Rütteltisch anordenbares Steinbrett SB aufgesetzt ist. Die Form FO weist in an sich bekannter Weise mehrere Formnester FN auf, welche durch Zwischenwände NW voneinander getrennt und von einem geschlossenen Rahmen umgeben sind. An zwei gegenüber liegenden Seiten des Rahmens können in gebräuchlicher weise Flanschleisten FL als Fortsätze oder als angeschweißte Teile vorgesehen sein, mittels welcher die Form in eine Formmaschine einspannbar ist. Die Formmaschine selbst

ist der übersichtlichkeit halber nicht mit eingezeichnet. Das als Unterlage unter der Unterseite der Form dienende Steinbrett SB ist typischerweise auf einem Rütteltisch angeordnet, mittels dessen das Steinbrett und die auf diesem aufgesetzte Form zu Rüttelschwingungen anregbar sind. Die Rüttelschwingungen setzen sich das in die Formnester FN eingefüllte Betongemenge fort, wobei dieses unter zusätzlicher Einwirkung von in die oberen öffnungen der Formnester eingeführten Druckplatten in kurzer Zeit zu formstabilen Betonformsteinen verdichtet wird. Die Form FO ist über die in die Formmaschine eingespannten Flanschleisten zum einen für die Befüllung der Formnester FN mit Betongemenge auf die Unterlage SB anpressbar, wodurch die unteren öffnungen der Formnester durch die Unterlage verschlossen werden. Während des Rüttelvorgangs wird die Form über die Flanschleisten unverändert mit hoher Kraft gegen die Unterlage SB gedrückt, kann aber aufgrund der Rüttelbewegungen und dabei auftretender Verformungen der Form und/oder unterschied- liehen Bewegungen von Form und Steinbrett auch um ein geringes Maß von der Unterlage abheben.

Zur Befüllung der Formnester fährt in an sich bekannter Weise eine Befüllein- richtung über die ebene Oberseite der Form, wobei Betongemenge aus einer unteren Ausfallöffnung der Befülleinrichtung auch über die Oberseiten des Randes und der Zwischenwände NW der Form streicht.

Die Oberkanten der Formnestwände können zur vereinfachten Einführung der Druckplatten in die oberen öffnungen der Formnester angeschrägt sein. Die Seitenwände der Formnester sind im übrigen typischerweise überwiegend vertikal verlaufend.

Wie in Fig. 19 eingezeichnet, können zumindest Teile der während der Herstellung der Betonformsteine mit Betongemenge beaufschlagten Flächen mit

einer Beschichtung versehen sein. In Fig. 1 eingezeichnet sind insbesondere eine Schicht SO auf der Oberseite der Form, eine Schicht SW an den Seitenwänden der Formnester und eine Schicht SU an der Unterseite der Form zwischen der Form und der Unterlage SB. Die Schichten SO, SW und SU können aus verschiedenen Materialien bestehen, bestehen aber in bevorzugter Ausführung aus denselben Materialien. Die Schichten gehen vorteilhafterweise lückenlos ineinander über. Es können auch nur einzelne der Schichten SO, SW oder SU vorgesehen sein.

Nicht in Fig. 19 mit eingezeichnet sind in der Vorrichtung zur Einspannung der Form in die Formmaschine und der Rütteleinrichtung auch die Auflastvorrichtung mit den Druckplatten. Diese Einrichtungen sind dem Fachmann aber aus bekannten Formmaschinen geläufig und allgemein bekannt.

Die Form kann, wenn dies herstellungstechnisch vorteilhaft ist, auch auf der gesamten Oberfläche mit der Beschichtung versehen sein. Die Beschichtung kann nach Aufbringen auch noch mechanisch nachgearbeitet sein, insbesondere zur Ausbildung scharfer Kanten im Bereich der Auflagen auf die Unterlagen und/oder ebener Flächen, insbesondere an den Seitenwänden der Formnester.

Fig. 20 zeigt eine weitere vorteilhafte Ausführungsform, bei welcher in an sich bekannter Weise eine Form in einen Formrahmen und einen in diesem gehaltenen Formeinsatz unterteilt ist. In besonders vorteilhafter Ausführung kann dabei in gleichfalls aus dem Stand der Technik an sich bekannter Weise vorgesehen sein, dass Vorsprünge und Vertiefungen in einander zugewandten Seitenwänden von Formrahmen und Formeinsatz horizontal überlappend ineinander greifen und dadurch der Formeinsatz im Formrahmen formschlüssig gehalten ist. Im skizzierten Beispiel nach Fig. 20 ist hierzu an der nach außen

weisenden Wand eines Formeinsatzes ein im Querschnitt annähernd dreieck- förmiger Vorsprung HE ausgebildet, welcher unter horizontaler überlappung in eine im Querschnitt im wesentlichen dreieckförmige Aussparung HR des Formrahmens FR eingreift. Der Formrahmen ist über die Flanschleiste FL in eine Formmaschine einspannbar. Der Formeinsatz FE, in welchem die Formnester ausgebildet sind, ist auf eine rüttelbare Unterlage, beispielsweise ein Steinbrett SB, aufsetzbar und wird über den Formrahmen und entsprechende Mittel in der Formmaschine insbesondere während eines Rüttelvorgangs gegen die Unterlage vertikal angepresst. Die Anpresskräfte einschließlich der besonders ho- hen, im Rüttelbetrieb auftretenden dynamischen Kräfte zwischen Formrahmen und Formeinsatz werden über die ineinander greifenden Vorsprünge und Vertiefungen übertragen. Im skizzierten Beispiel sind auch die Flächen der nach außen weisenden Wandseite des Formeinsatzes und die der Aussparung HR im Formrahmen zuweisenden Flächen des Vorsprunges HE mit einer Be- Schichtung SZ versehen. Die Beschichtung SZ kann durch dasselbe Material gebildet sein wie Beschichtungen OS und/oder SU und/oder SW oder kann auch durch eine von diesen verschiedenes Material gebildet sein.

Die vorstehend und die in den Ansprüchen angegebenen sowie die den Abbil- düngen entnehmbaren Merkmale sind sowohl einzeln als auch in verschiedener Kombination vorteilhaft realisierbar. Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern im Rahmen fachmännischen Könnens in mancherlei Weise abwandelbar. Die Stege, Schienen und Leisten einer ggf. vorhandenen Bewehrung sind nicht notwendig als flache oder rechtwinklige Teile ausgeführt, sonder können auch komplexere Formen besitzen.