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Title:
MOULD TOOL FOR THE PRODUCTION OF MOULDED BODIES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/061089
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a mould tool (10) for the shaped production of moulded bodies from polymer materials, in particular, from polymer granules or polymer powders, whereby the shaped production occurs with heat introduction and shaping on the inner wall regions (12) of the mould tool (10). According to the invention, heating tubes (18) are embodied and arranged in at least one given region (16) of the external wall areas (14) of the mould tool (10) connected to the mould tool (10), such that, in said region (16), a greater or lesser introduction of heat than in other areas is achieved.

Inventors:
Dalibor, Harald (Hauptstrasse 319 a, Garbsen, 30826, DE)
Andre, Walter (Ahrsener Strasse 14, Bomlitz, 29699, DE)
Application Number:
PCT/EP2005/012274
Publication Date:
June 15, 2006
Filing Date:
November 16, 2005
Export Citation:
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Assignee:
BENECKE-KALIKO AG (Beneckeallee 40, Hannover, 30419, DE)
Dalibor, Harald (Hauptstrasse 319 a, Garbsen, 30826, DE)
Andre, Walter (Ahrsener Strasse 14, Bomlitz, 29699, DE)
International Classes:
B29C33/04; B29C41/46
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Claims:
Patentansprüche
1. Werkzeugform (10) für die formgebende Herstellung von Formkörpern aus Polymerwerkstoffen, insbesondere Polymergranulaten bzw. PolymerPulvern, bei der die formgebende Herstellung unter Wärmezufuhr und Formgebung an inneren Wandungsbereichen (12) der Werkzeugform (10) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass in wenigstens einem bestimmten vorgegebenen Bereich (16) der äußeren Wandungsbereiche (14) der Werkzeugform (10) Heizrohre (18) derart ausgebildet und angeordnet sowie mit der Werkzeugform (10) verbunden sind, dass in diesem Bereich (16) eine gegenüber anderen Bereichen höhere oder geringere Zufuhr von Heizenergie erreicht wird.
2. Werkzeugform (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (a) benachbarter, im vorgegebenen Bereich (16) angeordneter Heizrohre (18) kleiner ist als der Abstand benachbarter, in anderen Bereichen angeordneter Heizrohre.
3. Werkzeugform (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (a) benachbarter, im vorgegebenen Bereich (16) angeordneter Heizrohre (18) 10 mm bis 20 rnm beträgt .
4. Werkzeugform (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (a) benachbarter, im vorgegebenen Bereich (16) angeordneter Heizrohre (18) größer ist als der Abstand benachbarter, in anderen Bereichen angeordneter Heizrohre.
5. Werkzeugform (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (a) benachbarter, im vorgegebenen Bereich (16) angeordneter Heizrohre (18) 30 mm bis 40 mm beträgt.
6. Werkzeugform (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser wenigstens einiger der im vorgegebenen Bereich angeordneten Heizrohre gegenüber dem Durchmesser der in anderen Bereichen angeordneten Heizrohre verschieden ist.
7. Werkzeugform (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die im vorgegebenen Bereich (16) angeordneten Heizrohre (18) derart auf der Werk∑eugforra (10) aufgelötet sind, dass die Lötnaht (20) und deren Wurzelaus bilαung über die gesamte mit der Werkzeugform verbundenen Länge jedes Heizrohrs (18) gleichmäßig ausgeführt ist.
8. Werkzeugform (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die im vorgegebenen, Bereich (16) angeordneten Heizrohre (18) derart auf der Werkzeugform (10) aufgelötet sind, dass zwischen Heizrohr (18) und Werkzeugform (10) keine Luft eingeschlossen ist.
9. Werkzeugform (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der im vorgegebenen Bereich (16) angeordneten Heizrohre (18) üförmig ausgebildet ist.
10. Werkzeugform (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwei nebeneinander angeordnete Uförmige Heizrohre (18) derart ineinander verschachtelt sind, dass der Schenkel des einen Uförmigen Heizrohrs (18) in den Zwischenraum (22) des anderen Uförmigen Heizrohrs (18) ragt.
11. Werkzeugform (10) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (c) zwischen den Schenkeln eines Uförmigen Heizrohrs 20 mm bis 40 mm oder 60 bis 80 mm beträgt.
12. Werkzeugform (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einige der im vorgegebenen Bereich (16) angeordneten Heizrohre (18) parallel zueinander angeordnet sind.
13. Werkzeugform (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der mit der Werkzeugform (10) verbundene Abschnitt eines im vorgegebenen Bereich (16) angeordneten Heizrohrs (18) eine Länge von bis zu 800 mm aufweist.
14. Werkzeugform (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die im vorgegebenen Bereich (16) angeordneten Heizrohre (18) im Wesentlichen gleich lang ausgebildet sind.
15. Werkzeugform (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Endabschnitte (24) der im vor gegebenen Bereich angeordneten Heizrohre (18) in einem Winkel (α) von 45° oder weniger von der Oberfläche der Werkzeugform (10) abgehen.
16. Werkzeugform (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeträgerfluid Eintrittsöffnungen (26) benachbarter, im vorgegebenen Bereich angeordneter Heizrohre (18) derart entgegengesetzt angeordnet sind, dass der Wärmeträgerfluidstrom eines Heizrohrs dem des benachbarten Heizrohrs entgegenläuft.
17. Werkzeugform (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugform (10) als hohle Negativform ( "SlushForm") für einen RieselSinterProzess ausgebildet ist, in die ein PolymerPulver eingebracht und unter Wärmezufuhr sowie ein oder rnehrachsiger Bewegung, insbesondere Rotation der Werkzeugform an deren inneren Wandungsbereichen (12) zu einem Formkörper sintert.
18. Werkzeugform (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugform (10) als hohle Negativform für ein Sprühverfahren ausgebildet ist, bei dem ein flüssiges Reaktionsgemisch in die Werkzeugform (10) ein gebracht und unter Wärmezufuhr und ggf. unter ein oder meh rachsiger Bewegung der Werkzeugform (10) und/oder der Sprühdüse an den inneren Wandungsbereichen (12) der Werkzeugforrn (10) zu einem Formkörper polymerisiert.
19. Werkzeugforrn (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet., dass die Werkzeugform (10) als hohle Negativform für ein Gießverfahren ausgebildet ist, bei dem ein flüssiges Reaktionsgemisch in die Werkzeugform (10) eingebracht und unter Wärmezufuhr und ggf. unter ein oder meh rachsiger Bewegung der Werkzeugform (10) an den inneren Wandungsbereichen (12) der Werkzeugform (10) zu einem Formkörper polymerisiert.
20. Werkzeugform (10) nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die hohle Negativform als Werkzeugform (10) für oberflächenstrukturierte Bauteile, insbesondere geformte Folien (Kunstlederfolien) ausgebildet ist.
21. Werkzeugform (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die im vorgegebenen Bereich (16) angeordneten Heizrohre (18) ohne Kurzschluss direkt an einem Hauptverteiler angeklemmt sind.
22. Werkzeugform (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugform derart ausgebildet ist, dass nach dem Durchleiten eines Wärmeträgerfluids durch die Heizrohre ein Kälteträgerfluid durch die Heizrohre leitbar ist.
Description:
Beschreibung.

Werkzeugform für die Herstellung von Formkörpern

Die Erfindung betrifft eine Werkzeugform für die formgebende Herstellung von Formkörpern aus Polymerwerkstoffen, insbesondere Polymergranulaten bzw. Polymer-Pulvern, bei der die ' formgebende Herstellung unter Wärmezufuhr und Formgebung an inneren Wandungsbereichen der Werkzeugform erfolgt.

Solche Werkzeugformen kommen in einer Vielzahl von Anwendungsfällen/Herstellungsprozessen zum Einsatz, bei denen der durch Wärme und/oder Druck plastifizierte oder auch aufgesprühte Polymerwerkstoff innerhalb der Werkzeugform durch die oder während der Polymerisation oder durch die während eines Sinterprozesses erfolgende Festigung/Molekülkettenbildung in eine neue Form gebracht und/oder mit einer neuen Oberflächenstruktur oder -textur versehen wird. Bei den bekannten Verfahren wird zwischen dem Rotationssinterverfahren, dem Sprühverfahren und dem Gießverfahren unterschieden.

Bekannte Werkzeugformen zum Herstellen von Formkörpern aus flocken- oder pulverförmigen Kunststoffmaterialien nach dem Formaufschmelzverfahren umfassen einen zweiteiligen Formbe- hälter, der aus einem Pulverkasten und einer nacheinander beheiz- und kühlbaren Formschale besteht.

Derartige Werkzeugformen werden zur Erzielung einer gleichförmigen Formkörperdicke und einer hochwertigen Oberflächenqualität, vor allem bei komplizierten Raumformen, in verschiedene Richtungen gedreht und bewegt. Vorrangiges Ziel ist es hierbei, eine gleichmäßige Wandstärke des Formkörpers zu erreichen.

Nachteilig bei den bekannten Werkzeugformen ist, dass ein durch Vergrößerung der Wanddicke verstärkter Bereich im Formkörper nur dadurch erreicht werden kann, dass das gesamte Formteil mit größerer Wanddicke ausgebildet wird. Dies führt nachteilig zu einer Zunahme des Gesamtgewichts des hergestellten Formkörpers.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Werkzeugform der eingangs genannten Art dahingehend weiterzuent-

wickeln, dass mit dieser Formkörper mit partiellen Aufdickun- gen herstellbar sind.

Diese Aufgabe wird bei einer Werkzeugform nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weiterbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass in wenigstens einem bestimmten vorgegebenen Bereich der äußeren Wandungsbereiche der Werkzeugform Heizrohre derart ausgebildet und angeordnet sowie mit der Werkzeugform verbunden sind, dass in diesem Bereich eine gegenüber anderen Bereichen höhere oder geringere Zufuhr von Heizenergie erreicht wird.

Durch die höhere Zufuhr von Heizenergie im vorgegebenen Bereich wird erreicht, dass der mit der erfindungsgemäßen Werkzeugform hergestellte Formkörper in dem Bereich der inneren Wandungsbereiche, der diesem vorgegebenen Bereich der äußeren Wandungsbereiche gegenüber liegt, eine Aufdickung erhält.

- A -

Durch die geringere Zufuhr von Heizenergie im vorgegebenen Bereich wird erreicht, dass der mit der erfindungsgemäßen Werkzeugform hergestellte Formkörper in dem Bereich der inneren Wandungsbereiche, der gerade nicht diesem vorgegebenen Bereich der äußeren Wandungsbereiche gegenüber liegt, eine Aufdickung erhält. Der mit der erfindungsgemäßen Werkzeugform hergestellte Formkörper erhält also nur in dem Bereich der inneren Wandungsbereiche, der den anderen Bereichen gegenüber liegt, eine Äufdickung'.

Die Aufdickung führt vorteilhaft zu einer Verstärkung des Formkörpers in diesem Bereich. Um eine partielle Aufdickung innerhalb des Formkörpers zu erhalten, ist es mithin nicht mehr erforderlich, den gesamten Formkörper mit einer größeren Wandstärke herzustellen. Dies führt vorteilhaft zu einer Gewichtsreduzierung des herzustellenden Formkörpers. Die Materialeinsparung senkt zusätzlich die Herstellungskosten.

Eine derartige partielle Aufdickung ist beispielsweise bei einem Formkörper, insbesondere bei einer Deckfolie erwünscht, die für eine Airbag-Verkleidung verwendet wird. In diese Auf- dickung können nämlich entlang einer Sollbruchlinie verlau-

fende Schwächungsstrukturen besonders materialschonend eingearbeitet werden.

Eine Weiterbildung sieht vor, dass der Abstand benachbarter, im vorgegebenen Bereich angeordneter Heizrohre kleiner ist als der Abstand benachbarter, in anderen Bereichen angeordneter Heizrohre.

Dadurch wird in diesem vorgegebenen Bereich eine gegenüber anderen Bereichen höhere Zufuhr von Heizenergie erreicht, so dass eine partielle Aufdickung des Formkörpers in dem Bereich der inneren Wandungsbereiche, der diesem vorgegebenen Bereich der äußeren Wandungsbereiche gegenüber liegt, erhalten wird.

Vorzugsweise beträgt der Abstand benachbarter, im vorgegebenen Bereich angeordneter Heizrohre 10 mm bis 20 mm. Dieser Abstand hat sich bei den üblichen nach dem Stand der Technik verwendeten Werkzeugformen als besonders geeignet erwiesen, die partielle Aufdickung des Formkörpers zu erhalten.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Abstand benachbarter, im vorgegebenen Bereich angeordne-

β -

ter Heizrohre größer ist als der Abstand benachbarter, in anderen Bereichen angeordneter Heizrohre.

Dadurch wird in diesem vorgegebenen, Bereich eine gegenüber anderen Bereichen geringere Zufuhr von Heizenergie erreicht, so dass eine partielle Aufdickung des Formkörpers in dem Bereich der inneren Wandungsbereiche, der diesem vorgegebenen Bereich der äußeren Wandungsbereiche gerade nicht gegenüber liegt, erhalten wird. Eine partielle Aufdickung des Formkörpers entsteht also dadurch, dass der Formkörper in dem Bereich der inneren Wandungsbereiche, der dem vorgegebenen Bereich der äußeren Wandungsbereiche gegenüber liegt, mit einer geringeren Dicke als üblich hergestellt wird.

Vorzugsweise beträgt der Abstand benachbarter, im vorgegebenen Bereich angeordneter Heizrohre hierzu 30 mm bis 40 mm". Dieser Abstand hat sich bei den üblichen nach dem Stand der Technik verwendeten Werkzeugformen als besonders geeignet erwiesen, eine geringere Dicke des Formkörpers in dem Bereich der inneren Wandungsbereiche, der dem vorgegebenen Bereich der äußeren Wandungsbereiche gegenüber liegt, zu erhalten.

Weiterhin ist vorgesehen, dass der Durchmesser wenigstens einiger der im vorgegebenen Bereich angeordneten Heizrohre gegenüber dem Durchmesser der in anderen Bereichen angeordneten Heizrohre verschieden ist.

Dadurch wird im vorgegebenen Bereich eine gegenüber anderen Bereichen höhere oder geringere Zufuhr von Heizenergie erreicht. Hierbei wird sich die Erkenntnis zunutze gemacht, dass unterschiedliche Rohrdurchmesser unterschiedlich starke turbulente Strömungen des Wärmeträgerfluids im Heizrohr verursachen, wobei eine starke turbulente Strömung eine bessere Wärmeübertragung bewirkt.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die im vorgegebenen Bereich angeordneten Heizrohre derart auf der Werkzeugform aufgelötet sind, dass die Lötnaht und deren Wurzelausbildung über die gesamte mit der Werkzeugform verbundenen Länge eines Heizrohrs gleichmäßig ausgeführt ist.

Durch die gleichmäßige Ausführung wird eine gleichmäßige Wärmeübertragung in den Bereich der inneren Wandungsbereiche, der dem vorgegebenen 3ereich der äußeren Wandungsbereiche ge-

genüber liegt, erreicht, so dass die partielle Aufdickung im Formkörper eine gleichmäßige Wandstärke erreicht.

Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die im vorgegebenen Bereich angeordneten Heizrohre derart auf der Werk- zeugform aufgelötet sind, dass zwischen Heizrohr und Werkzeugform keine Luft eingeschlossen ist. Eingeschlossene Luft würde zu einer schlechteren Zufuhr von Heizenergie und dadurch zu Unregelmäßigkeiten innerhalb der Aufdickung führen.

Weiterhin ist vorgesehen, dass wenigstens eines der im vorgegebenen Bereich angeordneten Heizrohre ü-förmig ausgebildet ist, wobei vorzugsweise zwei nebeneinander angeordnete U- förmige Heizrohre derart ineinander verschachtelt sind, dass der Schenkel des einen U-förmigen Heizrohrs in den Zwischenraum des^ anderen U-förmigen Heizrohrs ragt.

Eine derartige Ausbildung und Anordnung der Heizrohre ist geeignet, den Bereich der inneren Wandungsbereiche, der dem vorgegebenen Bereich der äußeren Wandungsbereiche gegenüber liegt, gleichmäßig mit Heizenergie zu versorgen, um eine scharfe Begrenzung der Aufdickung innerhalb des Formkörpers zu erhalten. Hierzu beträgt der Abstand zwischen den Sehen-

- Q -

keln eines U-förmigen Heizrohrs 20 nun bis 40 mm für eine höhere Zufuhr von Heizenergie oder 60 bis 80 mm für eine geringere Zufuhr von Heizenergie.

Wenigstens einige der im vorgegebenen Bereich angeordneten Heizrohre sind vorzugsweise parallel zueinander angeordnet, um auch so eine gleichmäßige Zufuhr von Heizenergie in den Bereich der inneren Wandungsbereiche, der dem vorgegebenen Bereich der äußeren Wandungsbereiche gegenüber liegt, zu erreichen.

An geometrisch ungünstigen Stellen des vorgegebenen Bereichs können die Heizrohre selbstverständlich eine Form und/oder Anordnung aufweisen, die von der bevorzugten U-Form oder der parallelen Anordnung abweichen.

Außerdem ist vorgesehen, dass der mit der Werkzeugform verbundene Abschnitt eines im vorgegebenen Bereich angeordneten Heizrohrs eine Länge von bis zu 800 mm aufweist.

Dadurch wird erreicht, dass das Heizenergiegefälle vom Eintritt des Wärmeträgerfluids in die Rohreintrittsöffnung bis zum Austritt des Wärmeträgerfluids aus der Rohraustrittsöff-

nung nicht zu groß wird, so dass eine gleichmäßige Zufuhr von Heizenergie auf den vorgegebenen Bereich bzw. auf den diesem Bereich gegenüberliegenden Bereich gewährleistet ist.

Sofern hier und im Folgenden von einem Wärmeträgerfluid die Rede ist, so handelt es sich vorzugsweise um ein Wärmeträger- Öl. Dem Fachmann sind aber auch andere Fluide bekannt, die sich erfindungsgemäß als Wärmeträger eignen.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung sind die im vorgegebenen Bereich angeordneten Heizrohre im Wesentlichen gleich lang, wodurch eine gleichmäßige Zufuhr von Heizenergie erreicht und Unregelmäßigkeiten in der Aufdickung des Formkörpers vermieden wird.

Vorteilhaft gehen die Endabschniüte der Heizrohre in einem Winkel von 45° oder weniger von der Oberfläche der Werkzeugform ab.

Dadurch wird der beim Durchströmen des Heizrohrs mit Wärmeträgerfluid auftretende Widerstand im Heizrohr gering gehalten. Ein 90"-Abgang der Endabschnitte des Heizrohrs ist zu vermeiden.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Wärmerträgerfiuid-Sintrittsöffnungen benachbarter, im vorgegebenen Bereich angeordneter Heizrohre derart entgegengesetzt angeordnet sind, dass der Wärmeträgerfluidstrom eines Heizrohrs dem des benachbarten Heizrohrs entgegenläuft.

Dadurch wird trotz eines möglichen Heizenergie-Gefälles innerhalb eines Heizrohrs die gleichmäßige Erwärmung des vorgegebenen Bereichs bzw. des diesem gegenüberliegenden

Bereichs der inneren Wandungsbereiche erreicht.

Vorzugsweise ist die Werkzeugform als hohle Megativform ("Slush-Form") für einen Riesel-Sinter-Prozess ausgebildet, in die ein Polymer-Pulver eingebracht wird und unter Heizenergiezufuhr und ein- oder mehrachsiger Bewegung, insbesondere Rotation der Werkzεugform an deren inneren Wandungsbereichen zu einem Formkörper sintert.

Mit einer derartigen Werkzeugform können insbesondere Formhäute, bevorzugt für Armaturentafeln, Tür- oder Seitenverkleidungen von Fahrzeugen, hergestellt werden. Eine partielle

Aufdickung der Formhäute ist insbesondere im Bereich einer Airbag-Abdeckung gewünscht.

Alternativ dazu ist die Werkzeugforin vorzugsweise als hohle Negativforπi für ein Polyurethan-Sprühverfahren ausgebildet, bei dem ein flüssiges Reaktionsgemisch in die Werkzeugform eingebracht und unter Heizenergiezufuhr und ggf. unter ein- oder mehrachsiger Bewegung der Werkzeugform und/oder der Sprühdüse an den inneren Wandungsbereichen der Werkzeugform zu einem Formkörper polymerisiert.

Weiterhin ist vorgesehen, dass die Werkzeugform als hohle Negativform für ein Gießverfahren ausgebildet ist, bei dem ein flüssiges Reaktionsgemisch in die Werkzeugform eingebracht und unter Heizenergiezufuhr und ggf. unter ein- oder mehrachsiger Bewegung der Werkzeugform an den inneren Wandungsbereichen der Werkzeugform zu einem Formkörper polymerisiert.

Vorteilhaft ist die hohle Negativform als Werkzeugform für oberflächenstrukturierte Bauteile, insbesondere geformte Folien (Kunstlederfolien) ausgebildet.

in einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die im vorgegebenen Bereich angeordneten Heizrohre ohne Kurz- schluss direkt an einem Hauptverteiler angeklemmt sind.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Werkzeugform derart ausgebildet ist, dass durch die Heizrohre nacheinander zunächst Wärmeträgerfluid und dann Käl- teträgerfluid leitbar ist.

Durch das Kälteträgerfluid wird erreicht, dass die zugeführte Heizenergie nach Fertigstellung des Formkörpers schnell wieder abgeführt werden kann. Dadurch wird einerseits ermöglicht, dass der Formkörper vorzeitig aus der Werkzeug ' forra entnommen und die Werkzeugform erneut verwendet werden kann, andererseits wird verhindert, dass die durch die höhere oder geringere Zufuhr von Heizenergie erhaltene Aufdickung des Formkörpers unter dem noch vorhandenen Einfluss der zuvor zugeführten Heizenergie zerläuft. Das Kälteträgerfluid gewährleistet also eine möglichst scharfe Begrenzung der Aufdickung.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist. In dieser zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen vorgegebenen Bereich einer Werkzeugform in schematischer Darstellung

Fig. 2 einen Querschnitt durch den erfindungsgemäßen vorgegebenen Bereich einer Werkzeugform in schematischer Darstellung und

Fig. 3 eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen vorgegebenen Bereichs einer Werkzeugform in schematischer Darstellung.

In den Figuren der Zeichnung sind gleiche Teile stets mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

Fig. 1 zeigt schematisch eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen vorgegebenen Bereich 16 einer hier nicht dargestellten Werkzeugform, bei der die formgebende Herstellung von Formkörpern aus Polymerwerkstoffen, insbesondere aus Po-

lymergranulaten bzw. Polymer-Pulvern, unter Wärmezufuhr und Formgebung an inneren Wandungsbereichen der Werkzeugform erfolgt.

Erfindungsgemäß sind in dem vorgegebenen Bereich 16 vier . Heizrohre 18 derart ausgebildet und angeordnet sowie mit der Werkzeugform verbunden, dass in diesem Bereich 16 eine gegenüber anderen Bereichen erhöhte Zufuhr von Heizenergie erreicht wird, wodurch eine Aufdickung in diesem Bereich erhalten wird.

Eine derartige partielle Aufdickung ist bei einem Formkörper, insbesondere bei einer Deckfolie für eine Airbag-Verkleidung erwünscht, da in eine solche Aufdickung Schwächungsstrukturen, die entlang einer Sollbruchlinie verlaufen, de besonders materialschonend eingearbeitet werden können.

Der Abstand a benachbarter, im vorgegebenen Bereich 16 angeordneter Heizrohre 18 beträgt bei den üblicherweise verwendeten Werkzeugformen vorzugsweise etwa 20 mm.

Die Heizrohre 18 sind hierbei U-förmig ausgebildet, wobei zwei nebeneinander angeordnete U-förmige Heizrohre 18 derart

ineinander verschachtelt sind, dass der Schenkel des einen U- förmigen Heizrohrs (18) in den Zwischenraum (22) des anderen U-förmigen Heizrohrs (18) ragt.

Der Abstand c zwischen den Schenkeln eines U-förmigen Heizrohrs 18 beträgt bei den üblichen Werkzeugformen vorzugsweise 40 mm.

Die im vorgegebenen Bereich 16 angeordneten Heizrohre 18 sind parallel zueinander angeordnet und im Wesentlichen gleich lang ausgebildet, um so eine gleichmäßige Zufuhr und Verteilung von Heizenergie im vorgegebenen Bereich der Werkzeugform zu erreichen.

Die Wärmerträgerfluid-Eintrittsöffnungen 26 benachbarter, im vorgegebenen Bereich angeordneter Heizrohre 18 sind vorteilhaft derart entgegengesetzt angeordnet, dass der Wärmeträ- gerfluidstrom eines Heizrohrs 18 dem des benachbarten Heizrohrs 18 entgegenläuft. Dies ist in der Zeichnung durch jeweils drei hintereinander angeordnete Pfeile dargestellt.

Fig. 2 zeigt schematisch einen Querschnitt durch den erfin- dungsgemäßen vorgegebenen Bereich 16 einer hier nur teilweise

dargestellten Werkzeugform 10, bei der die formgebende Herstellung von Formkörpern aus Polymerwerkstoffen unter Wärmezufuhr und Formgebung an inneren Wandungsbereichen 12 der Werkzeugform 10 erfolgt.

Erfindungsgemäß sind in einem bestimmten vorgegebenen Bereich 16 der äußeren Wandungsbereiche 14 der Werkzeugform 10 Heizrohre 18 derart ausgebildet und angeordnet sowie mit der Werkzeugform 10 verbunden, dass in diesem Bereich 16 eine gegenüber anderen Bereichen erhöhte Zufuhr von Heizenergie erreicht wird.

Der Abstand a benachbarter, im vorgegebenen Bereich 16 angeordneter Heizrohre 18 beträgt 20 mm.

Die im vorgegebenen Bereich 16 angeordneten Heizrohre 18 sind derart auf der Werkzeugform 10 aufgelötet, dass die Lötnaht 20 und deren Wurzelausbildung über die gesamte mit der Werkzeugform 10 verbundenen Länge eines Heizrohrs 18 gleichmäßig ausgeführt sind. Hierbei sind die Heizrohre 18 derart auf der Werkzeugform 10 aufgelötet, dass zwischen Heizrohr 18 und Werkzeugform 10 keine Luft eingeschlossen ist.

Die im vorgegebenen Bereich 16 angeordneten Heizrohre 18 sind U-förmig ausgebildet, wobei der Abstand c zwischen den Schen ¬ keln eines U-förmigen Heizrohrs 18 etwa 40 mm beträgt.

Die im vorgegebenen Bereich 16 angeordneten Heizrohre 18 sind parallel zueinander angeordnet und im Wesentlichen gleich lang ausgebildet.

Fig. 3 zeigt schematisch eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen vorgegebenen Bereichs 16 einer nur teilweise dargestellten Werkzeugform 10, bei der die formgebende Herstellung von Formkörpern aus Polymerwerkstoffen unter Wärmezufuhr und Formgebung an inneren Wandungsbereichen 12 der Werkzeugform 10 erfolgt.

Erfindungsgemäß sind in dem vorgegebenen Bereich 16 der äußeren Wandungsbereiche 14 der Werkzeugform 10 Heizrohre 18 derart ausgebildet und angeordnet sowie mit der Werkzeugform 10 verbunden, dass in diesem Bereich eine gegenüber anderen Bereichen erhöhte Zufuhr von Heizenergie 16 erreicht wird.

Die Endabschnitte 24 der Heizrohre 18 gehen in einem Winkel α on 45° von der Oberfläche der Werkzeugform 10 ab.

Bezugszeichenliste

(ist Bestandteil der Beschreibung)

10 Werkzeugform

12 innere Wandungsbereiche

14 äußere Wandungsbereiche

16 vorgegebener Bereich

18 Heizrohre

20 Lötnaht

22 Zwischenraum

24 Endabschnitt

26 Eintrittsöffnung

28 Schwächungsstrukturen

a Abstand c Abstand

α Winkel