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Title:
MOULDED BODY WHICH IS REINFORCED BY A METAL MESH AND IS IN THE FORM OF A DOMELIGHT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/107315
Kind Code:
A1
Abstract:
A moulded body in the form of a domelight and composed of plastic reinforced by a metal mesh, and production method therefor.

Inventors:
SEELMANN, Peter (Dreiständegasse 3/2, Wien, A-1230, AT)
GEYER, Manfred (Schlüsseläckergasse 13, Tribuswinkel, A-2514, AT)
HOLY, Katharina (Himbergerstraße 37/5/1, Schwechat, A-2320, AT)
HAMPL, Gerd (Stuchsengasse 9, Bruck an der Leitha, A-2460, AT)
ZEDNIK, Brigitte (Edelmühlgasse 10, Au am Leithagebirge, A-2410, AT)
HUTTERER, Walter (Goldwaldstraße 80, Ebergassing, A-2435, AT)
Application Number:
EP2011/051648
Publication Date:
September 09, 2011
Filing Date:
February 04, 2011
Export Citation:
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Assignee:
EVONIK RÖHM GMBH (Kirschenallee, Darmstadt, 64293, DE)
SEELMANN, Peter (Dreiständegasse 3/2, Wien, A-1230, AT)
GEYER, Manfred (Schlüsseläckergasse 13, Tribuswinkel, A-2514, AT)
HOLY, Katharina (Himbergerstraße 37/5/1, Schwechat, A-2320, AT)
HAMPL, Gerd (Stuchsengasse 9, Bruck an der Leitha, A-2460, AT)
ZEDNIK, Brigitte (Edelmühlgasse 10, Au am Leithagebirge, A-2410, AT)
HUTTERER, Walter (Goldwaldstraße 80, Ebergassing, A-2435, AT)
International Classes:
E04D13/03; B32B17/10
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Claims:
Patentansprüche

1. Formkörper,

dadurch gekennzeichnet , dass

er ei e Dicke von 1 bis 15 ΓΩΓΠ 3.ufweist , er durchsturzsicher ausgestaltet ist,

er eine reißfeste Anordnung aus Kunststoff aufweist, weiche in eine Matrix aus einem thiermo 1asti schen Kunststoff e ingearbe itet. i st. , wobei

die reißfeste Anordnung Fäden und/oder Seile und/oder Bänder umfasst, 'welche

zweidimensional entlang der längsten und der zweitlängsten Seite des Formkörpers so angeordnet sind, dass sie ein Netz oder Gitter oder Gewebe ausbilden,

der Abstand der Fäden und/oder Seile

und/oder Bänder je eils 1 bis 25 mm beträgt " der Durchmesser der Fäden / Seile bzw. die Dicke der Bänder 0,1 bis 1,5 mm beträgt

die Fäden und/oder Seile und/oder Bänder nur an einem Teil der Kreuzungspunkte, bevorzugt an keinem Kreuzungspunkt, fest miteinander verbunden sind, d.h. so angeordnet sind, dass sie sich bei Krafteinwirkung auf den Formkörper gegeneinander bewegen können.

2. Formkörper nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet. ,

dass es sich um eine transparente oder nicht transparente, farbige oder nicht farbige Platte handelt . Formkörper nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet ,

dass es sich um ein einen eine transparenten oder nicht transparenten, farbigen oder nicht farbigen zwei oder dreidimensional verformten Formkörper handelt .

Formkörper nach Anspruch 3,

dadurch gekennzeichnet ,

dass das Verhältnis aus Stichhöhe zur Dicke des Formkörpers an der dicksten Stelle im Bereich von 150 zu 1, bevorzugt 100 zu 1, besonders bevorzugt 75 zu 1 liegt.

Formkörper nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,

dass es sich um ein Dachelement, bevorzugt um eine Lichtkuppel oder Tonnenge ölbe handelt.

Formkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,

dass die reißfeste Anordnung aus Polyamid, PP, PS oder Polyester besteht .

Formkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da.durch gekennzeichnet ,

dass das Verhältnis aus Dicke des Formkörpers an der dicksten Stelle zu Durchmesser der Fäden/Seile im Bereich von 20 zu 1 bis 5 zu 1, bevorzugt 15 zu 1 bis 5 zu 1 liegt. Formkörper nach Anspruch 1 bis 7,

dadurch gekennzeichnet ,

dass die reißfeste Anordnung eine Reißdehnung

(gemessen nach DIN EN ISO 13934) von 1 bis 60 besonders bevorzugt von 10 bis 60% und ganz

besonders bevorzugt von 20 bis 50 % aufweist.

9. Formkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

dadurch gekennzeichnet,

dass es sich bei dem thermoplastischen Kunststoff um ein (Meth) acrylat oder ein Polycarbonat handelt .

10. Verfahren zur Herstellung eines Formkörpers nach

einem der Ansprüche 1 bis 9,

dadurch gekennzeichnet,

dass die reißfeste Anordnung in den

thermop1asti schen Kunststoff eingegossen und somit eine Platte oder ein 2- oder 3-dimensional geformter Körper erhalten wird.

11. Verfahren nach Anspruch 10,

dadurch gekennzeichnet,

dass ein zweidimensional oder dreidimensional geformter Körper aus einer Platte mit bereits eingegossener reißfester Anordnung hergestellt wird.

Verfahren nach Anspruch 11,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Platte auf eine Temperatur von bevorzugt 160 - 200°C erhitz, danach durch Blasformen oder durch einen Vakuumtiefziehprozess in die gewünschte zwei- oder dreidimensionale Form gebracht,

anschließend abgekühlt und aus der Form genommen wird .

Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet ,

dass die Position der reißfesten Anordnung mittels Abstandshaltern festgelegt wird.

'Verwendung eines Formteils nach einem der Ansprüche 1 bis 9 als Baikonverkleidung, Geländerverkleidung (auch beleuchtet) , Ski1ift Abst rz,sicherung,

Fassadenplatten mit Netz, Überdachungselemente , Trennwände für Autobusse, Traktorenverglasung, Maschinenschutz, allgemein Schwirambadabdeckung, Verkleiden von Notrufsäulen auf Autobahnen,

Baustellensicherung, Stadion

Sicherheitsabsperrungen, Welldächer, Sichere

Dachverg1asung, Carρorts , Kabinenverg1asung ,

Schiffssicherheits erglasung, Laufbrücken,

Sicherheitskabinen für Fensterputzer,

Arbeitsmasc inenverglasung,

Robotermanipulationszellen .

Description:
METALLNETZVERSTARKTER LICHTKUPPELFÖRMIGER FORMKÖRPER

Die Erfindung betrifft Formkörper die sich als leichte Bauelemente eignen und ' vorzugsweise lichtdurchlässig sind. Formteile dieser Gattung sind beispielsweise Lichtkuppeln oder Tonnengewölbe 3.US ACrylglasplatten . Sie werden

vorzugsweise als lichtdurchlässiges Dachelement eingesetzt. In Österreich gibt es durchschnittlich 35 Unfälle pro Jahr, bei denen Dacharbeiter z.B. bei Reparatur von Kl imaanlagen, Satellitenanlagen, Schneeräumungen, Wartungen etc., durch eine Lichtkuppel aus transparenten Kunststoffen stürzen und sich schwer verletzen. Zehn bis zwanzig Prozent dieser Unfälle enden tödlich! Auch in Deutschland sind, jährlich wegen Durchsturzunfallen von Lichtkuppeln Todesopfer zu beklagen,

Stand der Technik

DE 79 31 201 Ul beschreibt starre, einstückige Formkörper aus biaxial gerecktem, plattenförmigem Kunststoff von mindestens 1 mrn Dicke, dessen Rand nicht in einer Ebene liegt. Diese Körper werden als Bedachungselemente

verwendet . DE 93 16 382,7 Ul beschreibt eine flache Pyramidenkuppel aus Kunststoff, enthaltend eine Mehrzahl von gradlinig begrenzten ebenen Pyramidenflächen, die an leicht

gerundeten Kantenflächen zusammenstoßen . US 4,223,493 beschreibt ein Bedachungselement aus einer Stegplatte und einer über der Stegplatte angeordneten massiven gewölbten Platte. Die massive gewölbte Platte und die Stegplatte werden durch Distanzstücke auf einen Abstand zwischen 10 mm bis 40 mm gebracht.

Alle zuvor genannten Formkörper v/erden zwar als

Bedachungselemente eingesetzt erfordern jedoch zusätzliche Sicherungen um den heutigen Sicherheitsstandards gerecht zu werden. Zu diesen Sicherungsmaßnahmen gehören:

- voll flächige Gitter onstruktion mit Baustahlgitter innerhalb des Aufsetzkranzes

- außenseitige vollflächige Abdeckung der Konstruktion durch Gitter oder gelochte Bleche

- Anschlageinrichtung mit Einzelanschla.gpun.kten bzw. horizontalen Führungen, wo am Dach befindliche

Personen mittels Anseilen vor dem Absturz gesichert werden

- vollflächige Gitterkonstruktionen wie z, B. ein

Gitterzaun rund um die Lichtkuppel . Die zuvor beschrieben Sicherheitseinrichtungen bei

Dachverglasung bzw. Elementverglasungen mit

Gefahrenpotential sind sehr aufwendig, teuer oder bieten, unzureichende Sicherheit. Eine Möglichkeit auf zusätzliche Sicherungsmaßnahmen zu verzichten wurde durch, die Entwicklung von. Lichtkuppeln verwirklicht, welche mit einer Durchsturzsicherung

ausgerüstet sind. Dazu wurde ein weitmaschiges Metallnetz, welches an einem Metallrahmen befestigt ist, verwendet (siehe Figur 1). Dieses am Metallrahmen montierte

Metallnetz wird zwischen der Außen- und der Innenschale befestigt und liegt lose zwischen den Schalen. Die

Befestigung des Metallrahmens erfolgt über die Verschraubung der Lichtkuppeln mit dem Aufsatzkränz . Diese Art der Durchsturzsic erung wird z. B. von der Fa. Sadler in Österreich vertrieben. Als Nachteil der oben beschriebenen Durchsturzsicherung aus Metalldrähten ist zu bewerten, dass die bisher bekannten Verarbeitungsmethoden von Lichtkuppeln sich auf eine biaxiale Verformung beschränken . Der Gestaltungsspielraum der Planer und Architekten wird also stark eingeschränkt. Als weiterer Nachteil ist zu sehen, dass das Metallgitter in der Lichtkuppel deutlich sichtbar ist (siehe Figur 1} .

Am Beispiel - Metallnetz -, welches zwischen der Außen- und. der Innenschale der Lichtkuppel eingebracht wird, wird zudem der große Mehraufwand sichtbar. So muss für jedes Dachelement eine entsprechende Metallnetzkonstruktion angefertigt werden. Ferner besteht immer das Risiko e-i.ner nicht einwandfreien Verarbeitung bzw. Montage . In der SP 1 029 984 AI werden Formkörper aus

thermoplastischem Kunststoff beschrieben welche

Kunst st.offfäden um.fassen die i.n d.i.e Polymerraatrix

eingegossen sind. Diese Formkörper werden als

Lärmschutzwände verwendet, wobei die Fäden der Vermeidung von Splitterbildung- bei einem Aufprall dienen. Dies wird dadurch, erreicht, dass die Bruchstücke an den Fäden hängen bleiben. In den Lärmschutzwänden werden gut sichtbare farbige Fäden verwendet um Vogelschlagprobleme zu

vermeiden. Formkörper nach diesem Prinzip sind als

Bedachungen ungeeignet, da sie viel zu schwer sind, einen deutlichen Schattenwurf erzeugen und auch den

Sicherheitsanforderungen für Bedachungen nicht genügen. Aufgabe

In Anbetracht des oben diskutierten Standes der Technik bestand daher die Aufgabe Forinkörper bereitzustellen, welche zur Herstellung von Bedachungen oder Trennelementen in Gefahrenbereichen verwendet werden können und die die zuvor diskutierten Nachteile nicht oder nur in verringertem Maße aufweisen. Eine spezielle Aufgabe bestand darin

Forinkörper zu entwickeln, die ohne zusätzliche

Sicherungsmaßnahmen den Sicherheitsanforderungen genügen. Eine weitere spezielle Aufgabe bestand darin Formkörper zu entwickeln, die ohne zusätzliche Sicherungsmaßnahmen den Sicherheitsanforderungen genügen und gleichzeitig leicht und einfach zu verarbeiten sind sowie einen reduzierten Schattenwurf im Vergleich zu den bekannten Formkörpern auf eisen .

Weitere nicht, explizit genannte Aufgaben ergeben sich aus dem GesamtZusammenhang der nachfolgenden Beispiele,

Beschreibung und Ansprüche.

Gelöst werden diese Aufgaben durch die in der ria.chfolgend.eri Beschreibung, den Beispielen und Ansprüchen näher

definierten Formkörper .

Die Erfinder haben überraschend, herausgefunden, dass es möglich ist leichte Formkörper herzustellen, die den

Sicherheitsanforderungen für Bedachungen genügen, indem eine geeignete reißfeste Anordnung, in einer speziellen Art und Weise, in eine dünne Polymermatrix eingearbeitet und somit ein durchsturzsicherer Forinkörper hergestellt wird. Die Erfinder haben dabei gefunden, dass es notwendig ist, dass sich die erfindungsgemäß verwendete reißfeste

Anordnung von der Polymermatrix in Richtung der

Aufschlagenergie lösen kann und eine hinreichende

Bewegungsfreiheit besitzt um eine auf den Formkörper einwirkende Schlagenergie entsprechend der EN 1873 zu absorbieren. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass die reißfeste Anordnung Fäden und/oder Seile und/oder Bänder umfasst, welche entlang der längsten und

zweitlängsten Seite des Formkörpers so angeordnet sind, dass sie ein Netz oder Gitter oder Gewebe ausbilden.

Entlang- der längsten und zweitlängsten Seite bedeutet nicht, dass die Fäden und/oder Seile und/oder Bänder parallel zu diesen Seiten angeordnet sein müssen. Auch diagonale oder sonstige Anordnungen sind möglich. Durch diese Formulierung soll lediglich die Ebene definiert werden in der die reißfeste Anordnung liegt.

Erfindungsgemäß muss ferner sichergestellt werden, dass die Fäden und/oder Seile und/oder Bänder an möglichst wenigen der Kreuzungspu kte, bevorzugt an kei em Kreuzungspunk , fest miteinander verbunden sind, d.h. dass sie so

angeordnet sind, dass sie sich bei Krafteinwirkung auf den Formkörper gegeneinander bewegen können. Mit anderen

Worten, die Fäden bzw. Seile bzw. Bänder dürfen nur an wenigen Kreuzungspu kten, bevorzugt gar nicht, miteinander verknotet oder verklebt oder anderweitig fest verbunden sein. Bevorzugt sind die Seile, Bänder oder Fäden nur an 50%, besonders bevorzugt an weniger als 25%, ganz besonders bevorzugt an weniger als 10%, speziell bevorzugt an weniger als 5% und ganz speziell bevorzugt an 0% der

Kreuzungspunkte miteinander verbunden. Die erfindungsgemäß verwendete reißfeste Anordnung zeichnet sich somit bei entsprechender Krafteinwirkung auf den

Formkörper durch eine hohe Bewegungsfreiheit in sich und in alle Dimensionen des Formkörpers aus und unterscheidet sich somit, stark, von z. B, fixen Netzen.

Die erfindungsgemäßen Formkörper bieten eine breite Palette an Gestaltungsmöglichkeiten, da die reißfeste Anordnung neben dem bevorzugten Polyamid auch aus anderen Materialien wie PE, PP, Polyester etc. bestehen kann.

Die erfindungsgemäßen Formkörper können sowohl als einfache Formen wie z. B. als Platte als auch in einer zwei- oder dreidimensional geformten Gestallt hergestellt werden. Es können somit auch aufwendig dreidimensional geformte Körper wie z. B. Lichtkuppeln hergestellt werden. In allen Fällen zeichnen sich, die erfindungsgemäßen Formkörper dadurch aus . , dass sie sehr leicht und durchsturzs icher sind. Dies ist bei dreidimensional geformten Körpern besonders

erstaunlich, da es gelungen ist die Einflüsse des

Formgebungsprozesses zu kompensiere .

Unter einem zweidimensional geformten Körper werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung Formkörper verstanden die man erhält in. dem man. einen plattenförmigen Formkörper um eine Achse gleichmäßig oder ungleichmäßig biegt und/oder knickt. Dabei sind auch mehrere Vor- und Rückbiegungen (z . B. Wellenform} und/oder Knicke um diese Achse möglich.

Beispiele für zweidimensional geformte Formkörper finden sich in der EP 1 029 984 AI. Unter einem dreidimensional geformten Formkörper werden entsprechend Formkörper

verstanden die man erhält in dem man einen plattenförmigen Formkörper um zwei Achsen gleichmäßig oder ungleichmäßig biegt und/oder knickt (z. B„ Lichtkuppel} .Dabei kann es selbstverständlich zu Streckungen und Stauchungen des

Körpers kommen. Für die Festlegung ob ein Körper im Sinne der vorliegenden Erfindung als zwei- oder dreidimensional geformt anzusehen ist, gilt jedoch o.g. Definition.

Die Vorteile der erfindungsgemäßen Formkörper,, insbesondere der erfindungsgemäßen drei dimen s iona1 verformten

Formkörper, lassen sich wie folgt zusammenfassen :

• Im Gegensatz zu Lichtkuppeln bei denen die

Durchsturzsicherung aus Metalldrähten besteht, ist die Montage der erfindungsgemäßen Formkörper nicht auf eine biaxiale Montage beschränkten, sodass der

Gestaltungsspielraum der Planer und Architekten stark erweitert wird.

Das Problem, dass das Metallgitter in der Lichtkuppel des Standes der Technik deutlich sichtbar ist, sodass es durch die Schattenbildung des Gitters zu optischen Irritationen kommt, insbesondere bei darunter

befindlichen Arbeitsplätzen, konnte minimiert werden .

Im Stand der Technik muss die Sicherung des

Metallrahmens sehr sorgfältig ausgeführt werden, z.B Verschraubung mit dem Aufsatzkranz, da sonst keine entsprechende Sicherung vorhanden ist. Dies entfällt bei den erfindungsgemäßen Formteilen .

• Ein wesentlicher Nachteil der LichtkuppeIn des Standes der Technik ist die Splitterbildung nach dem Aufschlag des Prüfkörpers . Der Prüfkörper wird zwar durch die Metalldrähte gefangen und kann nicht durchfallen.

Durch die gebrochenen spitzen und scharfen Teile der Lichtkuppel, kann es aber dennoch ohne Fangsicherung zu gefährlichen Verletzungen kommen . Auch dieses Problem wurde gelöst. Das Gewicht der erfindungsgemäßen Formkörper ist deutlich geringer als bei solchen mit Metallrahmen

Der Hersteilprozess bzw. Montageprozess der bishe verwendeten Metallnetze ist konstruktiv sehr viel aufwendiger und kostenintensi er

Die erfindungsgemäßen Formteile bieten einen optimalen Schutz vor Verletzungsgefahr bei Durchsturz durch die gebrochenen Kuppelteile, verringern somit die

Unfallgefahr und vermeiden Todesfälle

Die erfindungsgemäßen Formkörper bieten fast

uneingeschränkte I:i chtdurch1ässigkeit trotz

DurchSturzsicherung

Sine hohe Wirtschaftlichkeit und. Kostenersparnis durch Vereinfachung des Herstellprozesses/Montageprozesses der Durchsturzsicherung bei Lichtkuppeln/Dachelemen- ten/Elementverglasungen ist bei den erfindungsgemäßen Formkörpern gewährlei stet

Die erfindungsgemäßen Formteile stellen eine

Gesamtlösung- bei der Montage dar, d.h. es müssen zusätzlichen Arbeitsschritte für eine

Durchsturzsicherung durchgeführt werden, da die entsprechende Fangsicherung in der Platte integriert ist

Den bestehenden Normen durchsturzsicher nach EN 1873 der Klasse SB 450 und nach GS Bau 18 des

Hauptverbandes der deutschen Berufsgenossenschaft wir^ entsprochen

Die gesamte Sicherheitseinrichtung wird bei den erfindungsgemäßen Formkörpern als eine Einheit von einem Hersteller produziert

Der Öffnungsmechanismus der Lichtkuppeln/Dachelemen- te/Elementverglasungen wird durch die

Durchsturzsicherung nicht beeinträchtigt

Reinigung und Wartung werden durch den Wegfall des zusätzliches Handlings eines Metallgitters erleichter

Bedingt durch den durch die Polymermatrix und der integrierten Fangsicherung entstandenen Verbund kommt es zu kaum einer Splitterung des Materials beim Bruch

Die erfindungsgemäß verwendete Durchsturzsicherung lässt sich in alle Richtungen einfach verformen und bedingt daher kaum Einschränkungen in der

Gest.altungsfreiheit

Die erfindungsgemäßen Formkörper stellen sortenreine Lösungen dar. Durch den Wegfall einer Mischung aus Metall und Kunststoff sind sie umweltfreundlich und wieder verwertbar • Sie bieten Individualität und ästhetisch ansprechende Anmutung sowie uneingeschränkte Designmöglichkeiten in Form, Ausführung und. Farbe

• Die Widerstandsfähigkeit, Belastbarkeit und

Langlebigkeit und ein Schutz über Jahre hinweg der durchsturzsicheren Acrylglasplatte in Bezug auf

Freibewitterung und UV-Beständigkeit ist gewährleistet

• Die Einset zbarkeit bei vielen anderen.

Sicherheitsvorrichtung neben Dachelementen ist

gewährleistet

Die erfindungsgemäßen Formkörper, bevorzugt eine Platte oder ein dreidimensional verformter Formkörper,

insbesondere ein Dachelement, eine Lichtkuppel oder ein Tonnengewölbe, bestehen bevorzugt aus einem

tnermop1as tischen Kuns tstoff, besonders bevorzugt aus

Poly imeth} acrylat (PMMA) oder Polycarbonat (PC). Sie können transparent, nicht, transparent, matt, glänzend oder farbig sein. Insbesondere bevorzugt handelt es sich um einen transparenten, thermoplastischen Kunststoff. Die Kunststoffe können entsprechende dem Fachmann bekannte Zuschla.gsst.offe wie z. B. Schlagzähmodifier oder Füllstoffe aufweisen.

Die reißfeste Anordnung aus Kunststoff umfasst Fäden und/oder Seile und/oder Bänder, welche wie oben beschrieben zweidimensional über die Fläche des Formkörpers so

angeordnet sind, dass sie ein Netz oder Gitter oder Gewebe ausbilden. Wie ebenfalls bereits erwähnt dürfen die Fäden und/oder Seile und/oder Bänder nur an einigen Kreuzungspunkten, bevorzugt an keinem Kreuzungspunkt, fest miteinander verbunden sein. Es hat sich weiterhin als besonders vorteilhaft erwiesen,, wenn die reißfeste

Anordnung zur Sicherstellung einer noch besseren

Flexibilität und Dämpfungswirkung eine Reißdehnung

(gemessen nach DIN EN ISO 13934) von 1 bis 60 %, besonders bevorzugt von 10 bis 60% und ganz besonders bevorzugt von 20 bis 50 % aufweist. Die erfindungsgemäß verwendeten Fäden bzw. Seile weisen einen Durchmesser von 0, 001 - 1,5 mm, bevorzugt 0,01 - 1,5 nun, besonders bevorzugt 0,1 bis 1,3 mm, ganz besonders bevorzugt. 0,5 bis 1,2 mm und speziell bevo zugt 0,7 - 1,2 mm auf. Die sehr dünnen Fäden mit einem Durchmesser von weniger als 0,1 mm werden dabei zu Seilen mit einem

entsprechenden Durchmesser verarbeitet. Dadurch kann u.a. der störende Schattenwurf bei Lichtdurchstrahlung optimiert und die Kosten gesenkt werden . Ferner war es überraschend, dass so geringe Durchmesser die Durchstur zsic erheit teilweise sogar noch verbessern.

In einer ersten speziellen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung handelt es sich bei der erfindungsgemäß

verwendeten reißfesten Anordnung um eine Anordnung in der oben definierten Form aus Polyamid mit einer Reißdehnung

(gemessen nach DIN SN ISO 13934} von 10 bis 60%, bevorzugt von 20 bis 50 %. Beispiele hierfür sind Netze der Firma SEFAR (z.B. NT EX 06), Netze der Firma DECO WERKE (z.B. Artikel Nr. 02/09000000/000/103), Fäden der Firma Filkemp (Produkt PA, Typ KJ2S, Aufmachung MEADA 6000M) } oder der

Firma Monofil - Technik GmbH oder der Forma Perlon Monofil GmbH. In einer zweiten speziellen Ausführungsform handelt es sich bei der erfindungsgemäß verwendeten reißfesten Anordnung um eine Anordnung in der oben definierten Form aus

Polypropylen (PP) mit einer Reißdehnung (gemessen nach DIN E ISO 13934) von 10 bis 60%, bevorzugt von 20 bis 50 %. Beispiele hierfür sind Netze der Firma SEFAR (z.B.

PROPYLTEX 05) , Netze der Firma LECO WERKE aus PP, Fäden entsprechender Herste! 1er . In einer dritten speziellen Ausführungsform handelt es sich bei der erfindungsgemäß verwendeten reißfesten Anordnung um eine Anordnung in der oben definierten Form aus Polyethylen (PE) mit einer Reißdehnung (gemessen nach DIN EN ISO 13934) von 1 bis 50%, bevorzugt von 10 bis 40 %. Beispiele hierfür sind Netze der Firma LECO WERKE aus PE .

In einer vierten speziellen Ausführungsform handelt es sich bei der erfindungsgemäß verwendeten reißfesten Anordnung um eine Anordnung in der oben definierten Form aus Polyestern mit einer Reißdehnung (gemessen nach DIN EN ISO 13934) von 10 bis 60%, bevorzugt von 20 bis 50 %. Beispiele hierfür sind Netz Schlingen Firma Schiigen (z.B. Monofil 161800).

Wie bereits erläutert umfasst die reißfeste Anordnung Fäden und oder Seile und / oder Bänder, Bei Seilen handelt es sich erfindungsgemäß um Erzeugnisse, welche aus Fäden nach bekannten Verfahren zu Seilen verarbeitet wurden. Bei

Bändern handelt es sich z. B. um Extrudate aus den o.g. Kunststoffen welche keine runde Form aufweisen.

Wie ebenfalls bereits angedeutet sind die Fäden und/oder Seile und/oder Bänder erfindungsgemäß zweidimensional über die Fläche des Formkörpers so angeordnet, dass sie ein Netz oder Gitter oder Gewebe ausbilden, wobei sie nur an einem Teil der Kreuzungspunkte, bevorzugt an keinem

Kreuzungspunkt, fest miteinander verbunden sind. Dies kann z. B. dadurch erreicht werden, dass

erfindungsgemäße Fäden und/oder Seile und/oder Bänder so aufgespannt werden, dass sie ein Gitter bilden welches anschließend von der Polymermatrix umhüllt wird. Es ist aber auch möglich die Fäden und/oder Seile und/oder Bänder nach bekannten Verfahren zu einem entsprechend

grobmaschigen Gewebe zu verarbeiten und anschließend in die Po1yrnerraa.trix e inzube11en .

Im Falle von Netzen ist darauf zu achten, dass es sich nicht um Netze handelt die an den Kreuzungspunkten verklebt oder verknotet sind, sondern, dass es sich z. B. um

schlingenförrnige Netze handelt, bei denen sich die

einzelnen Fäden an de Kreuzungspunkten gegeneinander bewegen können .

Die Fäden und/oder Seile und/oder Bänder müssen so

angeordnet sein, dass ihr Abstand, jeweils 1 bis 25 mm, bevorzugt 2 bis 15 mm und besonders bevorzugt 5 bis 15 mm beträgt. Dabei müssen keine quadratischen Maschen

entstehen. Rechteckige oder anderweitig geformte Maschen sind ebenfalls möglich. Die Abstände in den jeweiligen.

Achsen können variieren und auch die Abstände entlang einer Achse können variieren. Dies ermöglicht entsprechend vielfältige Gestaltungsspielräume. Die engen Abstände tragen wesentlich zur Einhaltung der

S icherh.eitsanforderungen bei . Die Maschenweiten bzw .

Fadenabstände können entsprechen der Größe und den

Anforderungen des Formkörpers angepasst werden. Die Einbringung der reißfesten Anordnung in die

Polymermatrix erfolgt, bevorzugt derart, dass zunächst, ein Formkörper in Form einer Polymerplat e mit eingebetteter reisfester Anordnung hergestellt wird. Dieser Formkörper kann anschließend zu Formkörpern mit komplexer Gestalt verformt, werden. In einem bevorzugten Verfahren wird dabei der Formkörper mit. entsprechenden Heizgeräten wie z.B.

einem IR - Strahler, Umluftofen, oder entsprechenden

Heiz tischen auf eine Tempera ur von bevorzug 160 - 200 °C gebracht . Der so erwärmte Formkörper wird danach bevorzugt durch Blasformen oder durch einen Vakuumtiefziehprozess in die gewünschte zwei- oder dreidimensionale Form gebracht. Danach wird der Formkörper abgekühlt und aus der Form genommen . Die Heizquellen, insbesondere die IR - Strahler können einseitig oder zweiseitig verwendet werden . Andere dem Fachmann bekannte Verformungsverfahren können natürlich auch eingesetzt werden .

Die Polymerplatte wird bevorzugt nach einem Gießverfahren hergestellt . Die erfindungsgemäßen Formkörper sind eher dünnwandig und somit leicht und kostengünstig. Sie weisen daher bevorzugt eine Dicke an der dicksten Stelle von 1 bis 15 mm,

besonders bevorzugt 2 bis 12 und ganz besonders bevorzugt 3 bis 10 mm auf.

Um die Sicherheitseigenschaften noch weiter zu verbessern weisen die erfindungsgemäßen Formkörper bevorzugt ein

Verhältnis aus Dicke des Formkörpers an der dicksten Stelle zu Durchmesser der Fäden/Seile bzw. Dicke der Bänder im Bereich von 20 zu 1 bis 5 zu 1, bevorzugt 15 zu 1 bis 5 zu 1 liegt. Weiterhin ist. es mit den erfindungsgemäße Formkörpern erstmals gelungen durchs urzsichere , dreidimensional verformte Körper mit einem engen Radius bei gleichzeitig geringer Dicke herzustellen. Das Verhältnis aus Stichhöhe zur Dicke des Formkörpers liegt an der dicksten Stelle im Bereich von 150 zu 1, bevorzugt 100 zu 1, besonders

bevorzugt 75 zu 1.

Die (Meth) acrylate Eine besonders bevorzugte Gruppe von Monomeren stellen (Meth) acrylate dar. Der Ausdruck (Meth) acrylate umfasst Metnacrylate und Acrylate sowie Mischungen aus beiden.

Diese Monomere sind weithin bekannt. Zu diesen gehören unter anderem (Meth) acrylate, die sich von gesättigten Alkoholen ableiten, wie beispielsweise Methyl (meth) acrylat, Ethy1 (meth) acry1at , Propy1 (meth ) acry1at ,

I so ropy.1 (meth) acry1at , n-Buty1 (meth} acry1at ,

tert . -Butyl (meth) acrylat, Butoxymethyl (meth) acrylat,

Pentyl (meth) acrylat, Hexyl (meth) acrylat,

Heptyl (meth) acrylat , Octyl (meth) acrylat ,

I soocty.1 (meth) acry.1at, Isodecy.1 (meth) a.cry1at ,

Tetrahydrofurfuryl (meth) acrylat, Cyclohexyl (meth) acrylat und 2-Ethylhexyl (meth) acrylat; (Meth) acrylate, die sich von ungesättigten Alkoholen ableiten, wie beispielsweise

01ey1 ( eth ) acry1at , 2-Propiny1 (meth) acry1at ,

A1.1y1 (met.h) acry.1at , Viny1 (meth) acry1at; Äry1 (meth) acry1ate , wie beispielsweise Benzyl (meth) acrylat oder

Phenyl (meth) acrylat , wobei die Arylreste jeweils unsubstituiert oder bis zu vierfach substituiert sein können; Cycloalkyl (meth) acrylate, wie beispielsweise

3 -Vinylcyclo exyl (meth} acry1at , Borny1 (meth) acrylat ;

Isobornyl (meth) acrylat , Hydroxylalkyl (meth) acrylate, wie beis ie.1 sweise 3 -Hydroxy ropy1 (ineth ) acrylat, 3,4-

Dihydroxybutyl (meth) acrylat, 2-Hydroxyethyl (meth) acrylat, 2 -Hydroxypropyl (meth) acrylat ; Glycoldi (meth) acrylate, 'wie beispielsweise 1 , 4-Butandiol (meth) acrylat, (Meth) acrylate von Etheralkohole , wie beispielsweise

Tetrahydrofurfuryl (meth) acrylat ,

Vinyloxyethoxyethyl (meth) acrylat; Amide und Nitrile der (Meth) acrylsäure, wie beispielsweise

N- ( 3-Dimethylaminopropyl ) (meth) acrylamid,

N- (Diethylphosphono) (meth) acrylamid, l-Methacryloylamido-2- methyl-2-propanol; schwefelhaltige Methacrylate, wie beispielsweise Sthylsulfinylethyl (meth) acrylat , 4-

Thiocyanatobutyl (meth) acrylat,

Ethy1su1 fon y1ethy1 (meth ) acry1a.t ,

Thiocyanatomethyl (meth) acrylat,

Methylsulfinylmethyl (meth) acrylat,

Bis ( (meth) acryloyloxye thyl ) sulfid; mehrwertige

(Meth) acry1ate , wie beispie1 swei se

Trimethyloylpropantri (meth) acrylat .

Diese Monomere können einzeln oder als Mischung verwendet werden. Hierbei sind Mischungen besonders bevorzugt, die Methacrylate und Acryl säureester enthalten .

Die Polycarbonate

Weitere besonders bevorzugte Monomere sind die

Polycarbonate. Polycarbonate sind in der Fachwelt bekannt. Polycarbonate können formal als Polyester aus Kohlensäure und aliphatischen oder aromatischen Dihydroxy-Verbindungen betrachtet werden. Sie sind leicht zugänglich durch Umsetzung von Digiykoien oder Bisphenolen mit Phosgen bzw. Kohlensäurediestern durch Polykondensations- bzw.

Umesterungsreaktionen .

Hierbei sind Polycarbonate bevorzugt, die sich ' von

Bisphenolen ableiten. Zu diesen Bisphenolen gehören

insbesondere 2, 2-3is- (4-hydroxyphenyl) -propan (Bisphenol A) , 2, 2-Bis- (4-hydroxyphenyl) -butan (Bisphenol B) ,

1, 1-Bis (4-hydroxyphenyl) cyclohexan (Bisphenol C) ,

2, 2 ' -Methylendiphenol (Bisphenol F) , 2, 2-Bis (3, 5-dibrom- 4-hydroxyphenyl) propan (Tetrabrombisphenol A) und

2 , 2-Bis (3, 5-dimethy1-4-hydroxyphenyl ) propan

(Tetra ethyIbisphenol A) ,

Üblich werden derartige aromatische Polyca.rbon.ate durch Grenzflächenpolykondensation oder Umesterung hergestellt, wobei Einzelheiten in Encycl . Polym. Sei. Engng. 11, 648- 718 oder in Ulimann' s Encyclopedia of Industrial Chemistry, 7. Auflage (2009), Artikel „Poiycarbonates" dargestellt s ind ,

Bei der Grenzflächenpolykondensation werden die Bisphenole als wässrige, alkalische Lösung in inerten organischen Lösungsmi11e1 , wie beispie1s eise Methy1ench1 orid,

Chlorbenzol oder Tet.rahyd.rofuran, emulgiert und in einer Stufenreaktion mit. Phosgen umgesetzt. Als Katalysatoren gelangen Amine, bei sterisch gehinderten Bisphenolen auch Phasentransferkatalysatoren zum Einsatz. Die resultierenden Polymere sind in den verwendeten organischen Lösungsmitteln löslich.

Über die Wahl der Bisphenole können die Eigenschaften der Polymere breit variiert werden. Bei gleichzeitigem Einsatz u terschiedlicher Bisphenole lassen sich in Mehrstufen- Polykondensat ionen auch Block-Polymere aufbauen. Die Polycarbonate werden beispielsweise von Bayer

MaterialScience unter der Marke MAKROLGN® oder von Sabic unter der Marke LEXÄN® vertrieben.

Die Polycarbonate stellen eine amorphe thermoplastische Formmasse dar und lassen sich mit allen für Thermoplaste üblichen Verfahren verarbeiten, wie beispielsweise

Spritzguß oder Extrusion. Die Verarbeitungstemperaturen betragen beim Spritzguß ca. 280 Grad Celsius bis 320 Grad Celsius und bei der Extrusion zwischen ca. 240 Grad Celsius und 280 Grad Celsius, Vor der Verarbeitung der Formmasse muss die Restfeuchte der Formmasse durch Trocknung auf unter 0,01 Gew.-% gebracht werden.

Die erfindungsgemäßen Formkörper können wie bereits

angedeutet hergestellt werden, in dem die reißfeste

Anordnung aus Kunststoff in den Kunststoff des

Matrixmaterials eingegossen wird.

Vorzugsweise wird die reißfeste Anordnung in einen Bereich definiert durch die Mitte ± 50 %, bevorzugt ± 25 %,

besonders bevorzugt ± 10 %, ganz besonders bevorzugt ± 5 %, bezogen auf die Dicke des Formkörpers am jeweiligen

Messpunkt , eingelegt. In einer alternativen Ausführungsform wird die reißfeste Anordnung 1 mm unter der äußeren Oberfläche des

erfindungsgemäßen Formkörpers eingelegt.

Um die richtige Position der reißfesten Anordnung aus

Kunststoff gewährleisten zu können, können Distanzhalter bevorzugt mit einer Toleranz +/- 0,1 mm hergestellt und. eingebaut werden. Die erfindungsgemäßen Formkörper weisen den speziellen Vorteil auf, dass die zwei bzw. dreidimensionale Verformung mit bereits eingegossener, reißfester Anordnung möglich ist und gleichzeitig die Durchsturzsicherhei t gewährleistet werden kann.

Bei den erfindungsgemäßen Formkörpern handelt es sich bevorzugt um Dachelemente, besonders bevorzugt um

Lichtkuppeln, Die erfindungsgemäßen Formkörper können aber auch als Trennelemente in Gefahrenbereichen wie z . B. als Balkonverkleidung, Geländerverkleidung (auch

beleuchtet) , Skilift Absturzsicherung, Fassadenplatten mit Netz, Überdachungseleraente, Trennwände für Autobusse, Traktorenverglasung, Maschinenschutz, allgemein

Schwimmbadabdeckung, Verkleiden von Notrufsäulen auf

Autobahnen, Baustellensicherung, Stadion

Sicherheitsabsperrungen, We11dächer, S ichere

Dachverg1asung, Car orts , Kabinenverg1asung,

Schiffssicherheitsverglasung, Laufbrücken,

Sicherheitskabinen für Fensterputzer,

Arbeitsmaschinenverg1asung, Robotermanipu1ations z.e11en eingesetzt werden.

Meßmethoden :

Die Durchsturzsicherheit wird geprüft entsprechend der Norm EN 1873 6.4.2.2.1. Diese Prüfung dient der Beurteilung des Verhaltens eines Formkörpers in einer Laborumgebung, bei einem Aufschlag durch einen sphärokonischen 50 kg schweren Sack der aus einer vorgegebenen Höhe von 60 cm - 240cm fällt. Eine kugelförmige Prüflehre mit einem Durchmesser von > 300 mm. darf durch keine, durch den Aufschlag

entstandene Öffnung, durchfallen. Es darf somit beim Test kein Loch mit einem Durchmesser von > 300 mm in der

Lichtkuppel entstehen.

Die nachfolgenden Beispiele dienen zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung, schränken diese aber in keiner Weise ein.

Beispiele Beispiel 1:

Herstellung einer erfindungsgemäßen Plexiglasplatte mit Durchsturzs icherung- im Wasserbadverfahren a} Allgemeine Prozeßbeschreibung

Im Wasserbadverfahren wird gegossenes Acrylglas

hergestellt. Der Guss erfolgt dabei zwischen 2

Formglasplatten . Zunächst wird die Form mittels einer

Dichtschnur aus PVC (oder ähnlichem) abgedichtet und durch Klammern fixiert. In diese Form wird danach ein

Vorpolymerisat oder MMA (Ansatz) gefüllt. Der Ansatz kann übliche Zusätze für die Polymerisation beinhalten. Die Polymerisation erfolgt in einem Wasserbecken oder in einem Umluftofen. Bei der Polymerisation im Wasserbad wird der Prozess in einem Ofen zur Postpolymerisation abgeschlossen. Im Umluftofen erfolgt, der gesamte Vorgang über einen gesteuerten Vorgang . b) detaillierte Prozeßbeschreibung b.a) Formenbau b.a.a) mit einem Netz als reißfester Anordnung Die Dichtschnür wird auf die untere Glasplatte aufgebracht . Danach wird das Netz für die Durcnsturzsicherung auf die Glasplatte gelegt und so fixiert, dass es die gewünschte Position in der fertigen Platte einnimmt. Die obere

Glasplatte wird auf die untere Glasplatte positioniert und die Form mit Klammern verschlossen.

b.a.b) mit Polyamidfäden als reißfester Anordnung

Die Dichtschnur wird auf die untere Glasplatte aufgebracht. Danach werden die Polyamidfäden, welche zuvor auf Leisten in genau definierten Abstand angebracht wurden, mittels der Leisten über die Glasplatte gespannt und an der Glaskante fixiert. Die Form wird mit der oberen Glasplatte

geschlossen und mit Pressstempel fixiert. Die Polyamidfäden werden an der Glaskante von den Leisten geschnitten und. die Leisten von den Glasplatten gezogen. Die Form wird mit Klammern fixiert. c.) Befüllung

Die Form wird mittels eines Hubzylinders und Saugern an einer Seite aufgezogen und mit dem Ansatz unter

Schrägstellung der Form befüllt. Durch den offenen

Formenbau sind alle Variationen des Eingießens möglich. Der Formenbau ist eine manuelle Tätigkeit. Da an diesem Punkt keine Automatisierung vorhanden ist, gestaltet sich der Bau flexibel. Die Art und Form des zu gießenden Produktes ist nur durch die Größe der Glasplatte limitiert. Beispiel 2 :

Eine ΡΜΜΆ-Platte mit Durchsturzsic erung aus einem PA-Netz mit einem Fadendurchmesser ' von 0,9 mm und einer

Maschenweite von 5 mm der Fa.Sefar Nitex 06 wurde

entsprechend Beispiel 1 hergestellt. Danach wurde daraus wie folgt eine Lichtkuppel einer Stärke von 4 mm gefertigt: Die Platte wurde mittels TR -Strahler einseitig auf 180° erwärmt, in einem Spannrahmen eingeklemmt und. auf eine Stichhöhe von 3öcm aufgeblasen. Nach dem Erkalten der

Kuppel wurde diese aus der Form genommen und für die

Stoßbeanspruchung entsprechend der EN 1873

vorbereitet, (siehe Figur 2} . Ein Bruchversuch entsprechend der oben genannten Norm EN

1873 zeigte ein überaus positives Resultat. Auch bei einer Tieftemperatur von - 20 °C war die Bruchsicherhei t

gewähr.leistet. Es wurde dabei die Lichtkuppel mit 3 Fallversuchen aus verschiedenen Höhen 0,6m 1,2m und 1,5m belastet.

Obwohl die Kuppel bereits beim ersten Fallversuch gebrochen war, konnten auch die nachfolgenden Fall ersuche die Kuppel nicht durchschlagen (siehe Figur 3} .