STEMMER, XAVER (Hölderlinstr. 18, Reichertshofen, 85084, DE)
PAT E N TA N S P R ü C H E
1. Formblock eines aus mehreren seriell angeordneten Formblöcken bestehenden Formenstrangs für den Serienguss von Werkstücken, insbesondere Verbrennungsmotorkomponenten, wobei sich benachbarte Formblöcke zu einer verlorenen Form mit mindestens einem der Bildung eines Werkstücks dienenden Formhohlraum ergänzen, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Formblöcke (1) aus mehreren, separaten Formblockteilen (3,4,5,6,28,43,44,54,66) zusammengesetzt ist.
2. Formblock nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei der Formblockteile (3,4,5,6,28,43,44,54,66) des gleichen Formblocks (1) horizontal nebeneinander quer zur Ausrichtung des Formenstrangs angeordnet sind.
3. Formblock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei der Formblockteile (3,4,5,6,28,43,44,54,66) des gleichen Formblocks (1) hintereinander längs der Ausrichtung des Formenstrangs angeordnet sind.
4. Formblock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Formblockteile (3,4,5,6,28,43,44,54,66) über mindestens einem anderen der Formblockteile (3,4,5,6,28,43,44,54,66) des gleichen Formblocks (1) angeordnet ist.
5. Formblock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei der Formblockteile (3,4,5,6,28,43,44,54,66) formschlüssig verbunden sind.
6. Formblock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei der Formblockteile (3,4,5,6,28,43,44,54,66) des gleichen Formblocks (1) in einer quer zur Ausrichtung des Formenstrangs verlaufenden Richtung formschlüssig verbunden sind.
7. Formblock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei der Formblockteile (3,4,5,6,28,43,44,54,66) des glei- chen Formblocks (1) in einer längs der Ausrichtung des Formenstrangs verlaufenden Richtung formschlüssig verbunden sind.
8. Formblock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Formblockteile (3,4,5,6,28,43,44,54,66) mindestens eines Formblocks (1) vertikal durch Eigengewicht des oberen Formblockteils (28,43,44,54,66) und/oder ein Zusatzgewicht kraftschlüssig verbunden sind.
9. Formblock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass benachbarte Formblöcke (1) in einer quer zur Ausrichtung des Formenstrangs verlaufenden Richtung formschlüssig verbunden sind.
10. Formblock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass benachbarte Formblöcke (1) insbesondere bezüglich ihrer Gestalt unterschiedlich ausgebildet sind.
11. Formblock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Formblockteile (3,4,5,6,28,43,44,54,66) des Formblocks (1) mindestens einem weiteren Formblock (1 ) mindestens teilweise zugeordnet ist.
12. Formblock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einem der Formblöcke (1) mindestens ein nur ihm zugeordneten Formhohlraum ist.
13. Formblock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Formblockteile (3,4,5,6,28,43,44,54,66) formhohlraummitbil- dend ist.
14. Formblock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Formblockteile (3,4,5,6,28,43,44,54,66) aus insbesondere verdichtetem Sand und insbesondere temperaturunbeständigem Bindemittel bestehen.
15. Formblock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass benachbarte Formblöcke (1) durch Kraftschluss aneinander gehalten werden.
16. Verwendung eines Formblocks nach einem der Ansprüche 1 bis 15 zur Herstellung von Werkstücken, insbesondere Verbrennungsmotorkomponenten, im Serienguss.
17. Verfahren zur Herstellung eines Formblocks eines aus mehreren seriell angeordneten Formblöcken bestehenden Formenstrangs für den Serienguss von Werkstücken, insbesondere Verbrennungsmotorkomponenten, wobei sich benachbarte Formblöcke zu einer verlorenen Form mit mindestens einem der Bildung eines Werkstücks dienenden Formhohlraum ergänzen, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Formblöcke aus mehreren, separaten Formblockteilen zusammengesetzt wird.
18. Verfahren zur Herstellung eines Formblocks nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Formblockteile so zusammengesetzt werden, dass sie durch Form- und/oder Kraftschluss einen zusammenhängenden Formblock ergeben. |
Formblock für den Serienguss von Werkstücken
Die Erfindung betrifft einen Formblock eines aus mehreren seriell angeordneten Formblöcken bestehenden Formenstrangs für den Serienguss von Werkstücken, insbesondere Verbrennungsmotorkomponenten, wobei sich benachbarte Formblöcke zu einer verlorenen Form mit mindestens einem der Bildung eines Werkstücks dienenden Formhohlraum ergänzen.
Ein derartiger Formblock zur Verwendung in einer kastenlosen Formanlage ist bekannt. Bei dieser Formanlage werden Formblöcke aufeinanderfolgend hergestellt und seriell angeordnet, wobei sich der insbesondere horizontal verlaufende Formenstrang für den Serienguss ergibt. Die Formblöcke sind dazu so gestaltet, dass sich jeweils die dem Beginn des Formenstrangs abgewandte Rückseite eines Formblocks und die Vorderseite des sich anschließenden Formblocks des Formenstrangs zu einer Form ergänzen. Die sich so ergebende Formen sind verlorene Formen, wobei die Formblöcke zumeist aus einem mineralischen Granulat und einem Bindemittel hergestellt sind. Werden die Formblöcke zum Beispiel an einer festen Station erstellt, so wird jeder Formblock nach der Herstellung an das Ende des Formenstrangs angefügt und der Formenstrang entsprechend vorgeschoben. In Vorschubrichtung hinter der Station zur Herstellung der Formblöcke befindet sich eine Gießstation für den Serienguss von Gussstücken. Das Bindemittel ist zumeist so gewählt, dass es durch die beim Gießprozess entstehende Temperatur zerstört wird und die Formen dadurch anschließend zerfallen. Ist dies nicht oder nur teilweise der Fall, so werden die Formblöcke an einer weiteren, in Vorschubrichtung hinter der Gießstation liegenden Station mechanisch zerstört und das Gussstück entnommen. In einem weiteren Bearbeitungsprozess entstehen aus den Gussstücken zum Beispiel durch Nachbearbeitung bei der zum Beispiel überschüssiges Material entfernt wird die Werkstücke. Wird mit einem stationären Formenstrang gearbeitet, werden die einzelnen Stationen entsprechend verschoben. Das Einlegen der Formblöcke erfolgt zum Beispiel mit einer automatisch arbeitenden Einlegeeinrichtung und der Serienguss durch eine Vergießeinrichtung, sodass die Produktion von Gussstücken auf der kastenlosen Formanlage sehr kostengünstig ist. Der Aufbau der Formen aus jeweils zwei benachbarten einstückigen Formblöcken macht die Automatisierung recht einfach, schränkt die Möglichkeit komplexere Gussstücke zu erstellen jedoch ein.
Bei den erfindungsgemäßen Formblöcken des Formenstrangs ist mindestens einer der Formblöcke aus mehreren, separaten Formblockteilen zusammengesetzt. Ein derartig
zusammengesetzter Formblock ermöglicht es, komplexere Gussteile auf einer kastenlosen Formanlage zu erstellen. Die unterschiedlichen Formblockteile können dabei je nach benötigter Abbildungsgenauigkeit eines Oberflächenabschnitts des Gussteils individuell gefertigt werden.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass mindestens zwei der Formblockteile des gleichen Formblocks horizontal nebeneinander quer zur Ausrichtung des Formenstrangs angeordnet sind. Die Formblockteile können dabei direkt benachbart angeordnet sein und zum Beispiel den Teil des Formhohlraums komplett bilden, der dem entsprechenden Formblock zugeordnet ist. Die horizontal nebeneinander angeordneten Formblockteile können jedoch auch Seitenwände des Formblocks bilden, zwischen denen weitere Formblockteile oder Teile von weiteren Formblockteilen angeordnet sind. Die horizontal nebeneinander angeordneten Formblöcke bilden dabei zum Beispiel die Endbereiche des Formhohlraums.
Ferner kann es vorteilhaft sein, wenn mindestens zwei der Formblockteile des gleichen Formblocks hintereinander längs der Ausrichtung des Formenstrangs ausgebildet sind. Eine derartige Zusammensetzung des Formblocks aus Formblockteilen kann bei einer Werkstückgestalt von Vorteil sein, die sich nicht durch eine zweiteilige Form realisieren lassen.
Es kann vorteilhaft sein, wenn mindestens eines der Formblockteile über mindestens einem anderen der Formblockteile des gleichen Formblocks angeordnet ist.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass mindestens zwei der Formblockteile formschlüssig verbunden sind. Ein Formschluss zwischen den Formblockteilen erhöht die Stabilität des einzelnen Formblocks, der sich nach dem Zusammensetzen einfacher handhaben lässt. Entsteht durch den Formschluss ein hinreichend eigenstabiler Formblock, so kann dieser separat zusammengesetzt und anschließend an das Ende des Formenstrangs angefügt werden. Der Formschluss kann beim anschließenden Gießprozess einem entstehenden Gießdruck entgegenwirken und die Stabilität des Formblocks beim Gießprozess gewährleisten.
Es ist vorteilhaft, wenn mindestens zwei der Formblockteile des gleichen Formblocks in einer quer zur Ausrichtung des Formenstrangs verlaufenden Richtung formschlüssig verbunden sind. Bei einem Formschluss quer zur Ausrichtung des Formenstrangs wird insbesondere der Komponente des beim Gießen entstehenden Gießdrucks entgegen-
gewirkt, die nicht durch die Masse der den Formblock umgebenden Formblöcke des Formenstrangs kompensiert werden kann.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass mindestens zwei der Formblockteile des gleichen Formblocks in einer längs der Ausrichtung des Formenstrangs verlaufenden Richtung formschlüssig verbunden sind. Der Formschluss der Formblockteile längs der Ausrichtung des Formenstrangs stabilisiert den aus Formblockteilen zusammengesetzten Formblock in diese Richtung, sodass die Formblöcke in einem ersten Arbeitsschritt zusammengesetzt und anschließend an das Ende des Formenstrangs angefügt werden können.
Zusätzlich ist vorgesehen, dass die Formblockteile mindestens eines Formblocks vertikal durch Eigengewicht des oberen Formblockteils und/oder ein Zusatzgewicht kraftschlüssig verbunden sind. Bei übereinander angeordneten Formblockteilen kann zusätzlich oder alternativ zu einem Formschluss in vertikaler Richtung ein Kraftschluss durch Gewichtskraft den Formblock zusammenhalten. Dabei kann das Eigengewicht des oberen Formblockteils und/oder ein Zusatzgewicht, das zum Beispiel auf das obere Formblockteil aufgesetzt wird, benutzt werden.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass benachbarte Formblöcke in einer quer zur Ausrichtung des Formenstrangs verlaufenden Richtung formschlüssig verbunden sind. Der Formschluss kann zum Beispiel durch Zapfen an der Vorderseite des Formblocks gewährleistet werden, die in entsprechende Ausnehmungen des benachbarten Formblocks eingreifen, sodass die die Form bildende Formblöcke exakt ausgerichtet werden und sich eine Führung bei dem Vorschub des Formenstrangs ergibt.
Ferner kann es vorteilhaft sein, wenn benachbarte Formblöcke, insbesondere bezüglich ihrer Gestalt unterschiedlich ausgebildet sind. Eine unterschiedliche Ausgestaltung benachbarter Formblöcke ergibt sich zum Beispiel, wenn beim Serienguss im Wechsel mindestens zwei unterschiedliche Formhohlräume ausgegossen werden. Dabei können verschiedene Werkstücke gebildet werden oder der Formhohlraum periodisch wechselnd ausgerichtet sein, um zum Beispiel ein Werkstück bei optimierter Raumausnutzung zu bilden.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass mindestens eines der Formblockteile des Formblocks mindestens einem weiteren Formblock mindestens teilweise zugeordnet ist. Eine strenge Zuordnung der Formblockteile zu einem der Formblö-
cke ist nicht unbedingt nötig, sodass sich einzelne Formblockteile über mehrere Formblöcke erstrecken können.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass in mindestens einem der Formblöcke mindestens ein nur ihm zugeordneter Formhohlraum ist. Durch einen solchen, weiteren Formhohlraum ist es möglich, in einer Form mindestens zwei in Ausrichtung des Formenstrangs hintereinander angeordnete Werkstücke zu gießen.
Ferner kann es vorteilhaft sein, wenn jedes der Formblockteile formhohlraumbildend ist. Insbesondere bei Werkstücken mit komplexer Struktur werden mehrere formhohlraum- mitbildende Formblockteile benötigt, so dass es günstig ist, die Gesamtzahl der Formblockteile dadurch gering zu halten, dass jedes der Formblockteile formhohlraummitbil- dend ist.
Vorzugsweise bestehen die Formblockteile aus insbesondere verdichtetem Sand und insbesondere temperaturunbeständigem Bindemittel. Diese Materialkombination wird bei verlorenen Formen bevorzugt, da sich aus diesen preisgünstigen Materialien stabile Formen herstellen lassen, die durch die hohe Temperatur beim Gießprozess zerstört werden.
Insbesondere ist vorgesehen, dass benachbarte Formblöcke durch Kraftschluss anei- nandergehalten werden. In Richtung des Formenstrangs sorgt die Masse der aneinandergereihten Formblöcke für einen Kraftschluss, der in Richtung des Formenstrangs dem entstehenden Gießdruck entgegenwirkt.
Zusätzlich fällt jede Verwendung eines erfindungsgemäßen Formblocks zur Herstellung von Werkstücken, insbesondere Verbrennungsmotorkomponenten in den Schutzbereich der zugehörigen Ansprüche.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung eines Formblocks eines aus mehreren seriell angeordneten Formblöcken bestehenden Formenstrangs für den seriellen Guss von Werkstücken, insbesondere Verbrennungsmotorkomponenten, wobei sich benachbarte Formblöcke zu einer verlorenen Form mit mindestens einem der Bildung eines Werkstücks dienenden Formhohlraum ergänzen. Dabei ist vorgesehen, dass mindestens einer der Formblöcke aus mehreren, separaten Formblockteilen zusammengesetzt wird.
Schließlich ist vorgesehen, dass die Formblockteile so zusammengesetzt werden, dass sie durch Form- und/oder Kraftschluss einen zusammenhängenden Formblock ergeben. Dazu werden die einzelnen Formblockteile nacheinander so zusammengefügt, dass mit dem Einsetzen des letzten Formblockteils alle Formblockteile so verbunden sind, dass sie dem beim Gießen entstehenden Gießdruck standhalten können.
Die Erfindung wird nachfolgend in einem Ausführungsbeispiel anhand der zugehörigen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 ein Zusammensetzen einer Formblockteilegruppe, die einen Boden eines
Formblocks bilden,
Figur 2 eine Vormontage von Untergruppenelementen eines als Zwischenkern ausgebildeten Formblockteils,
Figur 3 ein Einfahren des als Zwischenkern ausgebildeten Formblockteils,
Figur 4 ein Einschwenken von zwei als Stirnseitenkerne ausgebildeten Formblockteilen,
Figur 5 eine Vormontage von Untergruppenelementen eines als Trennkern ausgebildeten Formblockteils,
Figur 6 ein Einfahren des als Trennkern ausgebildeten Formblockteils,
Figur 7 eine Vormontage von Untergruppenelementen eines als Deckel ausgebildeten Formblockteils,
Figur 8 ein Aufsetzen des als Deckel ausgebildeten Formblockteils auf den Formblock und
Figur 9 einen komplett montierten Formblock für den Serienguss von zwei Kurbelgehäusen.
Die Figuren 1 bis 9 zeigen den Aufbau eines Formblocks 1 für einen Serienguss von zwei Kurbelgehäusen für zwei Reihen-Vierzylindermotoren mit nur einem Guss auf einer
nicht dargestellten, kastenlosen Formanlage, bei der mehrere seriell angeordnete Formblöcke 1 einen nicht dargestellten Formenstrang bilden.
Ein einzelner Formblock 1 weist als Basis einen in Figur 1 gezeigten Boden 2 auf, der von vier Formblockteilen 3, 4, 5, 6 gebildet wird. Die Formblockteile 3, 4, 5, 6 sind mit ihren Längsachsen in Richtung des nicht dargestellten Formenstrangs ausgerichtet und horizontal nebeneinander quer zur Ausrichtung des Formenstrangs (Pfeil 7) aneinander anschließend angeordnet. Die Formblockteile 3, 4, 5, 6 bestehen jeweils aus einem, den Boden 2 des Formblocks 1 bildenden Bodenbereich 8, 9, 10, 11 und zwei in Richtung des nicht dargestellten Formenstrangs (Pfeil 7) hintereinander beabstandet ausgerichteten Formteilbereichen 12 bis 19, die jeweils einen zylinderförmigen oberen Abschlussbereich 20 aufweisen. Die Formteilbereiche 12, 13, 14, 15 ergeben zusammen einen Formbereich 21 , die Formteilbereiche 16, 17, 18, 19 ergeben zusammen einen Formbereich 22, wobei die Formbereiche 21 , 22 die Gestalt von jeweils einem Kurbelraum der beiden beim Guss entstehenden Kurbelgehäuse bestimmen. In gegenüberliegenden Seitenbereichen 23, 24 des Bodens 2, die den Bodenbereichen 8, 11 zugeordnet sind, befinden sich Vertiefungen 25 und Ausnehmungen 26, die in den Figuren nur im Seitenbereich 24 erkennbar sind. Zwischen den Formbereichen 21 , 22 befindet sich beim zusammengesetzten Formblock 1 unmittelbar oberhalb der Bodenbereiche 8, 9, 10, 11 ein als Zwischenkern 27 ausgebildetes Formblockteil 28 (siehe Figur 3). Der quer zu den Längsseiten der Formblockteile 3, 4, 5, 6 ausgerichtete Zwischenkern 27 weist eine plane Oberseite 29, zwei teilweise plane, teilweise formhohlraummitbildende Stirnseiten 30, 31 und zwei, den Formbereichen 21 , 22 zugewandte, ebenfalls formhohlraummitbildende Längsseitenbereiche 32, 33 auf. Auf dem dem Formbereich 21 zugewandten Längsseitenbereich 32 sind zwei Untergruppenelemente 34, 35 angeordnet (siehe Figur 2). Auf dem dem Längsseitenbereich 32 gegenüberliegenden Längsseitenbereich 33 des Zwischenkerns 27 befinden sich zwei weitere Untergruppenelemente 36, 37. An einer der Oberseite 29 gegenüberliegenden Unterseite 38 weist der Zwischenkern 27 auf Höhe der Seitenbereiche 31 , 32 jeweils einen Randbereich 39, 40 auf. Die Figur 3 zeigt die Einbaulage des Zwischenkerns 27 innerhalb des Formblocks 1. Der Zwischenkern 27 überspannt alle Formblockteile 3, 4, 5, 6 des Bodens 2 und greift mit den Randbereichen 39, 40 seiner Unterseite 38 in die Vertiefungen 25 der Bodenbereiche 8, 11. Figur 4 zeigt den Boden 2 und den Zwischenkern 27 zusammen mit zwei sich an die Stirnseiten 30, 31 des Zwischenkerns 27 anschließende, als Stirnseitenkerne 41 , 42 ausgebildete Formblockteile 43, 44. Die Stirnseitenkerne 41 , 42 weisen an ihren Unterseiten 45, 46 Hintergriffe 47 auf, in die die Ausnehmungen 26 der Bodenbereiche 8, 11 greifen und die Stirnseitenkerne 41 , 42 mit dem Boden 2 formschlüssig verbinden. Den Stirnseiten 30,
31 des Zwischenkerns 27 sind Innenseiten 48, 49 der Stirnseitenkerne 41 , 42 zugewandt, die teilweise formmitbildend sind. An zwei den Unterseiten 45, 46 gegenüberliegenden Oberseiten 50, 51 der Stirnseitenkerne 41 , 42 befinden sich jeweils mehrere Zapfen 52. In Richtung des nicht dargestellten Formenstrangs (Pfeil 7) hinter dem Boden 2 und den Seitenkernen 41 , 42 befindet sich unmittelbar anschließend ein als Trennkern 53 ausgebildetes Formblockteil 54. Der quer zu den Längsseiten der Formblockteile 3, 4, 5, 6 ausgerichtete Trennkern 53 weist einen Bodenbereich 55, zwei plane Stirnseiten 56, 57 und einen, dem Formbereich 22 zugewandte, ebenfalls formhohlraummitbildenden Längsseitenbereich 58 auf, auf dem ein Untergruppenelement 59 angeordnet ist (siehe Figur 5). Auf einem dem Längsseitenbereich 58 gegenüberliegenden Längsseitenbereich 60 des Trennkerns 53 befindet sich ein weiteres Untergruppenelement 61. Der Längsseitenbereich 60 und das Untergruppenelement 61 bilden zusammen mit einem nicht dargestellten Folgeformblock den folgenden Formhohlraum des Formenstrangs. An einer dem Bodenbereich 55 gegenüberliegenden Oberseite 62 weist der Trennkern 53 mehrere Zapfen 63 auf. Hintergriffe 64 im Bodenbereich 55 und an den Stirnseiten 56, 57 greifen in entsprechende Strukturen der Stimseitenkeme 41 , 42 und des Bodens 2 und sorgen für Formschluss (siehe Figur 6). Die Figur 7 zeigt die Zusammensetzung eines letzten, als Deckel 65 ausgebildeten Formblockteils 66 mit zwei Unterbaugruppenelementen 67, 68, wobei der in Figur 7 dargestellte Deckel 65 gegenüber seiner Einbaulage innerhalb des Formblocks 1 kopfüber um 180° gedreht ist, sodass seine Unterseite 69 mit zylinderförmigen Formelementen 70 bis 77 des Deckels 65 erkennbar ist. Das Untergruppenelement 67 umgreift die Formelemente 70 bis 73 und das Untergruppenelement 68 umgreift die Formelemente 74 bis 77. In Richtung des nicht dargestellten Formenstrangs (Pfeil 7) vor den Formelementen 70 bis 73 befinden sich an der Stirnseite des Deckels 65 kegelstumpfförmige Zapfen 78, die in Ausnehmungen des in Ausrichtung (Pfeil 7) angeordneten Formblocks des nicht dargestellten Formenstrangs greifen. Hinter den Formelementen 74 bis 77 auf der Unterseite 69 befinden sich Ausnehmungen 79 und in den seitlichen Randbereichen 80, 81 befinden sich Ausnehmungen 82. Zwischen den Formelementen 70 bis 73 und den Formelementen 74 bis 77 befindet sich eine langgestreckte Ausnehmung 83. Die Figur 8 zeigt die Position des als Deckel 65 ausgebildeten Formblockteils 66 innerhalb des Formblocks 1. Die zylinderförmigen Formelemente 70 bis 77 stützen sich auf die zylinderförmigen Abschlussbereiche 20 der Formteilbereiche 12 bis 19 der Formblockteile 3, 4, 5, 6. Die Zapfen 52 der Stirnseitenkerne 41 , 42 sowie die Zapfen 63 des Trennkerns 53 greifen formschlüssig in die Ausnehmungen 79, 82 des als Deckel 65 ausgebildeten Formblockteils 66. Die Oberseite 29 des Zwischenkerns 27 greift in die Ausnehmung 83 des Deckels 65 und bildet ebenfalls einen Formschluss. Figur 9 zeigt den komplett zusammengesetzten Formblock 1 , der mit
seiner Vorderseite 84 an die Rückseite eines weiteren, nicht dargestellten Formblocks herangeführt wird, sodass eine Form entsteht. Die Form weist in diesem Ausführungsbeispiel zwei zu der Bildung von zwei nicht dargestellten Kurbelgehäusen dienende Formhohlräume auf, die in Ausrichtung des nicht dargestellten Formenstrangs (Pfeil 7) hintereinander liegen. Die entsprechenden Speiser der Form, die sich im Deckel 65 des Formblocks 1 befinden, sind in den Figuren nicht dargestellt.
Es ergeben sich folgende, fünf aufeinanderfolgende Schritte zur Montage eines Formblocks 1 für einen Serienguss von zwei Kurbelgehäusen für Reihen-Vierzylindermotoren mit nur einer Form: Zunächst (Schritt 1) werden die vier Formblockteile 3, 4, 5, 6 quer zu der Ausrichtung des nicht dargestellten Formenstrangs (Pfeil 7) zusammengeschoben (Pfeil 85), wobei der Boden 2 des Formblocks 1 gebildet wird (siehe Figur 1). Bei einem Vormontageschritt, der in Figur 2 dargestellt ist, werden die Untergruppenelemente 34, 35, 36, 37 auf den Längsseitenbereichen 32, 33 des Zwischenkerns 27 positioniert (Pfeil 86). Entsprechend Figur 3 (Schritt 2) wird der vormontierte Zwischenkern 27 zwischen den beiden Formbereichen 21 , 22 bis zu dem Boden 2 eingefahren (Pfeil 87), wobei die Randbereiche 39, 40 des Zwischenkerns 27 in Vertiefungen 25 der Bodenbereiche 8 und 11 greifen und für einen Formschluss sorgen, der die Formblockteile 3 bis 6 fest verbindet. Anschließend werden in einem dritten Montageschritt die Stirnseitenkerne 41 , 42 direkt auf den Bodenbereich 8, 11 aufgesetzt, wobei die Hintergriff 47 der Stirnseitenkerne 41 , 42 in die Ausnehmungen 26 der Bodenbereiche 8, 11 greifen und anschließend in Richtung der Stirnseiten 30, 31 des Zwischenkerns 27 eingeschwenkt (Pfeil 88). Bei einem in Figur 5 dargestellten Vormontageschritt werden die Untergruppenelemente 59, 61 auf den Längsseitenbereichen 58, 60 montiert (Pfeil 89). Anschließend wird beim vierten Montageschritt ein vormontierter Trennkern 53 an das Ende des Formbereichs 22 herangefahren (Pfeil 90), wobei der Trennkern 53 mit Hintergriffen 64 in Strukturen des Bodens 2 und der Stirnseitenkerne 41 , 42 greift und den Formblock 1 von einem nicht dargestellten Folgeformblock trennt. Zur Vormontage des Deckels 65 werden die Untergruppenelemente 67, 68 so auf der Unterseite 69 des Deckels 65 montiert (Pfeil 91), dass diese die Formelemente 70 bis 77 des Deckels 65 umgreifen. Anschließend wird in einem fünften Montageschritt der Deckel 65 als letztes Formblockteil 66 des Formblocks 1 auf die Oberseiten 50, 51 der Stimseitenkeme 41 , 42 und die Oberseiten 29, 62 des Zwischenkerns 27 und des Trennkerns 53 aufgesetzt (Pfeil 92). Dabei greifen die Zapfen 52 und 63 sowie die Oberseite 29 des Zwischenkerns 27 in die Ausnehmungen 79, 82 und 83 des Deckels 65. Der Deckel 65 sorgt für einen Formschluss aller anderen Formblockteile 3, 4, 5, 6, 28, 43, 44, 54, wobei er selbst horizontal ebenfalls formschlüssig
und vertikal durch seine Gewichtskraft kraftschlüssig mit dem Rest des Formblocks 1 verbunden ist.
Die Figur 9 zeigt den komplett montierten Formblock 1 für den Serienguss von zwei Kurbelgehäusen für Reihen-Vierzylindermotoren mit nur einer Form auf einer nicht dargestellten, kastenlosen Formanlage. Auf der dem Ende des nicht dargestellten Formenstrangs zugewandten Vorderseite 83 des Deckels 65 finden sich kegelstumpfförmigen Zapfen 78, die in Ausnehmungen eines vorhergehenden Formblocks des nicht dargestellten Formenstrangs greifen, sodass die beiden Formblöcke 1 exakt ausgerichtet werden und gemeinsam eine passgenaue Form 84 bilden.
NOT FURNISHED UPON FILING
Untergruppenelement Untergruppenelement Untergruppenelement Untergruppenelement Unterseite Randbereich Randbereich Stirnseitenkern Stirnseitenkern Formblockteil Form blockteil Unterseite Unterseite Hintergriff Innenseite Innenseite Oberseite Oberseite Zapfen Trennkern Formblockteil Bodenbereich Stirnseite Stirnseite Längsseitenbereich Untergruppenelement Längsseitenbereich Untergruppenelement Oberseite Zapfen Hintergriff Deckel Formblockteil Untergruppenelement Untergruppenelement Unterseite Formelement
71 Formelement
72 Formelement
73 Formelement
74 Formelement
75 Formelement
76 Formelement
77 Formelement
78 Zapfen
79 Ausnehmung
80 Randbereich
81 Randbereich
82 Ausnehmung
83 Ausnehmung
84 Vorderseite
85 Pfeil
86 Pfeil
87 Pfeil
88 Pfeil
89 Pfeil
90 Pfeil
91 Pfeil
92 Pfeil
Next Patent: METHOD FOR MONITORING AN UNKNOWN CONTAINER OR THE CONTENTS IN A VOLUME, MONITORING SYSTEM FOR BEING ...
