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Title:
MOULDING TOOL FOR FOAM OVERMOULDING A GLASS PANE AND AT LEAST ONE INSERT PART
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/106160
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a moulding tool having a tool upper part (10) and a tool lower part (20), having a glass pane (30) arranged between tool upper part (10) and tool lower part (20), and at least one sheet metal insert part (32; 321, 322, 323, 324 that can be connected to the glass pane (30) by means of foam overmoulding (36) made of plastic. For increased process safety during the connection of sheet metal insert parts (32; 321, 322, 323, 324) to glass panes (30), according to the invention, at least one sensor (40) for detecting the position of the sheet metal insert part (32; 321, 322, 323, 324) is arranged on the tool upper part (10) and/or on the tool lower part (20), on the side of the glass pane (30) that is located opposite the at least one sheet metal insert part (32; 321, 322, 323, 324).

Inventors:
BRANDNER, Hans (Mindelheim, 87719, DE)
ORTLOFF, Richard (Mindelheim, 87719, DE)
Application Number:
EP2018/083176
Publication Date:
June 06, 2019
Filing Date:
November 30, 2018
Export Citation:
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Assignee:
BBG GMBH & CO. KG (Heimenegger Weg 12, Mindelheim Bayern, 87719, DE)
International Classes:
B29C44/58; B29C44/12; B29C44/60; B29C33/12
Foreign References:
DE29704030U11997-05-22
EP2586587A12013-05-01
DE102015000618A12015-08-06
US20130056893A12013-03-07
DE202008014027U12009-04-23
US20090066120A12009-03-12
DE20311439U12003-10-23
Attorney, Agent or Firm:
WIESE, Gerhard (Fuggerstr. 2, Mindelheim, 87719, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Formwerkzeug mit einem Werkzeugoberteil (10) und einem Werkzeugun- terteil (20), mit einer zwischen Werkzeugoberteil (10) und Werkzeugunter- teil (20) angeordneten Scheibe (30) und wenigstens einem mittels einer Umschäumung (36) aus Kunststoff mit der Scheibe (30) verbindbaren Blecheinlegeteil (32; 321 , 322, 323, 324), dadurch gekennzeichnet, dass am Werkzeugoberteil (10) und/oder am Werkzeugunterteil (20) auf der dem wenigstens einen Blecheinlegeteil (32; 321 , 322, 323, 324) gegenüber liegenden Seite der Scheibe (30) wenigstens ein Sensor (40) zur Detektie- rung der Position des Blecheinlegeteils (32; 321 , 322, 323, 324) angeord- net ist.

2. Formwerkzeug nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Sensor (40) zur Einstellung des Abstandes (A) zur Schei- be (30) bewegbar am Werkzeugoberteil (10) und/oder am Werkzeugunter- teil (20) gelagert ist.

3. Formwerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (40) an einem Aufnahmeadapter (42) angeordnet ist, der mittels eines Gewindes (43) gegenüber dem ihn aufnehmenden Werkzeugoberteil (10) oder Werkzeugunterteil (20) in seiner Position verstellbar ist.

4. Formwerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (40) mittels eines Gewindes (41 ) mit dem Aufnahmeadapter (42) verbunden ist.

5. Formwerkzeug nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeadapter (42) mittels eines Distanzrings (45) und eines Ein- stellrings (45) verstellbar am Werkzeugoberteil (10) und/oder am Werk- zeugunterteil (20) gelagert ist.

6. Formwerkzeug nach Spruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Positi- on des Einstellrings (45) mittels einer Kontermutter (48) fixierbar ist.

7. Formwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Scheibe (30) zugewandte Seite des Sensors (40) in einen Flohlraum (15) ausmündet, in dem ein Unterdrück erzeugbar ist.

8. Formwerkzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Flohlraum (15) durch wenigstens eine Dichtung (14) gegenüber der Schei- be (30) abgedichtet ist.

9. Formwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Blecheinlegeteil (32; 321 , 322, 323, 324) am Werkzeugoberteil (10) oder am Werkzeugunterteil (20) so gelagert ist, dass ein freies Ende desselben in einem Abstand zur Scheibe (30) in eine am Werkzeugoberteil (10) oder am Werkzeugunterteil (20) ausgebildete Kavität (22) ragt.

10. Formwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Blecheinlegeteil (32; 321 , 322, 323, 324) mit einem von der Scheibe (30) abgewandten Ende in wenigs- tens einer am Werkzeugoberteil (10) oder am Werkzeugunterteil (20) an- geordneten oder ausgebildeten Flalterung (26) gelagert ist.

11. Formwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (40) von einem induktiven Sensor (40) gebildet wird.

12. Formwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (30) von einer Glasscheibe gebildet wird.

13. Formwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Material des Werkzeugoberteils (10) und/oder des Werkzeugunterteils (20) in der Nähe des Sensors (40) wenigstens eine Kühlbohrung (18) vorgesehen ist.

14. Formwerkzeug nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlbohrung (17) zur Leitung eines Kühlmittels oder zur Aufnahme wenigs- tens einer Kühlpatrone (18) dient.

Description:
Formwerkzeug zum Umschäumen einer Scheibe und wenigstens eines

Blecheinlegeteils

Die Erfindung betrifft ein Formwerkzeug zum Umschäumen einer Scheibe und wenigstens eines Blecheinlegeteils gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 . Ein Formwerkzeug mit einem Werkzeugunterteil und einem diesem gegenüber schwenkbar gelagerten Werkzeugoberteil ist aus der DE 203 11 439 U1 bekannt. Mit diesem Formwerkzeug können Scheiben mit Blecheinlegeteilen durch eine Umschäumung mit Kunststoff, insbesondere mit Polyurethan (PU) verbunden werden. Wird beim Vorbereiten der Umschäumung ein Blecheinlegeteil verges- sen oder falsch positioniert, so ist dies nach dem Umschäumen nicht mehr korri- gierbar und die gesamte umschäumte Scheibe muss als Ausschuss entsorgt werden.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Werkzeug zu schaffen, das eine erhöhte Pro- zess-Sicherheit beim Verbinden von Blecheinlegeteilen mit Scheiben durch eine Umschäumung bewirkt.

Diese Aufgabe wird durch ein Formwerkzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den darauf bezoge- nen Unteransprüchen angegeben. Mit der vorliegenden Erfindung ist eine fehlerfreie Serienproduktion gewährleistet. Durch die Vermeidung von Ausschuss entsteht ein erheblicher wirtschaftlicher Nutzen, verbunden mit der umweltfreundlichen Schonung von Ressourcen.

Ein bevorzugtes Einsatzgebiet der Erfindung können beispielsweise Formwerk- zeuge für das Umschäumen von flächigen Bauteilen - wie beispielsweise Glasde- ckeln oder Kunststoffscheiben für Fahrzeugdächer - mit Polyurethan (PU) sein.

Durch den wenigstens einen Sensor, der besondere als induktiver Sensor ausge- bildet ist, ist es möglich, das Vorhandensein und die richtige Position jedes Blecheinlegeteils durch die Scheibe hindurch zu detektieren. Der Sensor kommt dadurch nicht unmittelbar mit dem Bereich des Formwerkzeugs in Berührung, in dem die Umschäumung erzeugt wird. Der Sensor wird dadurch zum einen vor Verschmutzung geschützt und zum anderen hält die in einem geringeren Abstand vom Sensor positioniert Scheibe auch eine zu große, vom flüssigen Kunststoff ausgehende Flitze vom Sensor fern. Auf bislang überwiegend beim Stand der Technik verwendete mechanische Positionsprüfmittel, wie beispielsweise in Posi- tionierbohrungen am Blecheinlegeteil eingreifende, am betreffenden Werkzeug- unterteil oder Werkzeugoberteil vorgesehene Stifte, kann durch die Erfindung verzichtet werden.

Bevorzugt ist bei mehreren Blecheinlegeteilen jedem Blecheinlegeteil wenigstens ein Sensor zugeordnet. Über eine Auswertungselektronik wird der Schäumvor- gang am Werkzeug erst dann freigegeben, wenn jeder der Sensoren die korrekte Position des zugeordneten Blecheinlegeteil signalisiert.

In einer vorteilhaften Ausführung ist der wenigstens eine Sensor zur Einstellung des Abstandes A zur Scheibe bewegbar am Werkzeugoberteil oder am Werk- zeugunterteil gelagert. In dieser Anmeldung werden Werkzeugoberteil und Werk- zeugunterteil immer beide erwähnt, weil eine Anordnung der Scheibe im Form- werkzeug wahlweise so erfolgen kann, dass die Scheibe entweder mit ihrer Au- ßenseite nach unten in das Werkzeugunterteil eingelegt wird und die Zufuhr der Blecheinlegeteile und die Herstellung der Umschäumung von der Seite des Werkzeugoberteils her erfolgen oder die Scheibe mit ihrer Außenseite nach oben am Werkzeugoberteil gehalten wird und die Blecheinlegeteile und die Kavität für die Herstellung der Umschäumung auf der Seite des Werkzeugunterteils positio niert sind. Die Kavität für die Herstellung der Umschäumung kann optional auch am Werkzeugoberteil und am Werkzeugunterteil gleichzeitig jeweils teilweise ausgebildet sein.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführung ist vorgesehen, dass der Sensor an einem Aufnahmeadapter angeordnet ist, der mittels eines Gewindes gegenüber dem ihn aufnehmenden Werkzeugoberteil oder Werkzeugunterteil in seiner Position ver- stellbar ist. Durch die feine Verstellbarkeit mittels des Gewindes ist eine Feinjus- tierung des Abstandes A zwischen dem Sensor und der diesem zugewandten Oberfläche der Scheibe bzw. auch eine Feinjustierung eines Abstandes B zwi- schen dem Sensor und dem auf der anderen Seite der Scheibe positionierten Blecheinlegeteil in einfacher Weise möglich. Der Aufnahmeadapter schützt den Sensor zum einen weitestgehend vor Beschädigung und ist zum anderen für ei- nen einfachen Austausch eines eventuell beschädigten Sensors auch einfach aus dem jeweiligen Werkzeugteil (Werkzeugoberteil oder Werkzeugunterteil) ent- nehmbar.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist der Sensor mittels eines Gewin- des mit dem Aufnahmeadapter verbunden, wodurch die leichtere Austauschbar- keit eines Sensors unterstützt wird.

In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Auf- nahmeadapter mittels eines Distanzrings und/oder eines Einstellrings verstellbar am Werkzeugoberteil oder am Werkzeugunterteil gelagert ist. Nachdem der Ab- stand zwischen Sensor und Scheibe bzw. Sensor und Blecheinlegeteil für eine optimale Detektierung richtig eingestellt ist, ist diese Position des Einstellrings, in der der Sensor seinen optimal zuverlässigen Arbeitsbereich hat, vorzugsweise mittels einer Kontermutter fixierbar. Eine sehr vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass eine der Schei- be zugewandte Seite des Sensors in einen Hohlraum ausmündet, in dem ein Un- terdruck erzeugbar ist. Durch das Teilvakuum wird zum einen thermische Isolati- on des Sensors gegenüber der Scheibe verbessert und zum anderen durch das häufige Absaugen von Luft aus dem Hohlraum der Sensor wirksam vor Ver- schmutzung geschützt.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der Hohlraum durch wenigstens eine Dich- tung gegenüber der Scheibe abgedichtet. Die Dichtung ist bevorzugt unmittelbar in einer Nut am jeweiligen Werkzeugteil (am Werkzeugoberteil oder am Werk- zeugunterteil) angeordnet.

Das wenigstens eine Blecheinlegeteil ist bevorzugt am Werkzeugoberteil oder am Werkzeugunterteil so gelagert, dass ein freies Ende desselben in einem Abstand zur Scheibe in eine am Werkzeugoberteil oder am Werkzeugunterteil ausgebilde- te Kavität ragt. Diese Kavität begrenzt und bestimmt die Kontur der Umspritzung. Durch den Abstand zur Scheibe dringt das Material der Kunststoff-Umschäumung auch in einen Zwischenraum zwischen der Innenseite der Scheibe und dem Blecheinlegeteil, so dass diese durch die Umschäumung zum einen eine intensi ve Verbindung eingehen und zum anderen eine Schicht zur Schwingungs- und Geräuschdämpfung zwischen Scheibe und dem beispielsweise zur Anbindung an eine Betätigungsmechanik für die Scheibe dienenden Blecheinlegeteil bildet. Das Material der Kunststoff-Umschäumung dient auch zum Ausgleich unterschiedli- cher Wärmedehnungen der Scheibe und des Blecheinlegeteils.

Das wenigstens eine Blecheinlegeteil ist mit einem von der Scheibe abgewandten Ende in wenigstens einer am Werkzeugoberteil oder am Werkzeugunterteil an- geordneten oder ausgebildeten Halterung gelagert. Durch die Halterung wird eine exakte Positionierung des Blecheinlegeteil vorgegeben. Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung ist der Sensor von einem induktiven Sensor gebildet. Ein derartiger induktiver Sensor ist besonders gut dafür geeig- net, durch eine Scheibe hindurch das Vorhandensein von Metall zu detektieren. Die Scheibe selbst wird bevorzugt von einer Glasscheibe gebildet, kann jedoch auch von einer Kunststoffscheibe gebildet sein.

Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele des Werkzeugs unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 einen Schnitt durch einen Teil eines Werkzeugoberteils und eines

Werkzeugunterteils im Randbereich einer Scheibe, mit einem Blecheinlegeteil und einem auf der anderen Seite der Scheibe an- geordneten Sensor;

Fig. 2 eine schematische Draufsicht auf die Unterseite der Scheibe mit mehreren dort positionierten Blecheinlegeteilen und einer schemati- schen Projektion zur Verdeutlichung der Position der auf der Ober- seite der Scheibe angeordneten Sensoren für die Positionserken- nung der Blecheinlegeteile; und

Fig. 3 eine vergrößerte Detaildarstellung eines Sensors mit dem ihn auf- nehmenden Aufnahmeadapter gemäß der Schnittlinie A-A in Figur 2.

In Figur 2 ist eine Scheibe 30 dargestellt, die bevorzugt als Deckel eines Glas- schiebedaches eines Fahrzeugs verwendbar ist. Die Scheibe 30 kann von einer Glasscheibe aus Einscheibensicherheitsglas (ESG), aus Verbundsicherheitsglas (VSG), aus High Tempered Glas (FITG) oder auch aus Kunststoff gebildet sein. Eine zusätzliche Einbettung von Folien auf oder unter der Scheibe 30 oder zwi- schen einzelnen Lagen der Scheibe 30 ist dabei ebenfalls möglich. Zur Befestigung der nicht dargestellten Betätigungsmechanik und weiterer Zube- hörteile sind an der Innenseite der Scheibe 30 mehrere Blecheinlegeteile ange- ordnet, die zusammenfassend mit 32 bezeichnet sind. Im Ausführungsbeispiel sind im hinteren seitlichen Bereich der Scheibe 30 gegenüberliegend zwei Blech- einlegeteile 321 , im vorderen seitlichen Bereich der Scheibe 30 gegenüberliegend zwei Blecheinlegeteile 322, parallel zur Hinterkante der Scheibe 30 ein Blechein- legeteil 323 und parallel zur Vorderkante der Scheibe 30 ein Blecheinlegeteil 324 angeordnet. In Figur 2 ist auch die Position von insgesamt sechs Sensoren 40 ersichtlich, die das Vorhandensein und die exakte Positionierung der Blecheinle- geteile überwachen.

In Figur 1 ist der Randbereich der Scheibe 30 im Bereich des Blecheinlegeteils 321 mit einem umgebenden Werkzeugoberteil 10 und einem Werkzeugunterteil 20 dargestellt.

Das Werkzeugunterteil 20 weist an seiner Oberseite eine Kavität 22 auf, deren Kontur einer Umschäumung 36 entspricht, die an der Unterseite der Scheibe 30 in deren Randbereich den horizontalen Teil des Blecheinlegeteils 321 umgibt und diesen dadurch fest mit der Scheibe 30 verbindet.

Das Werkzeugunterteil 20 weist an seiner Unterseite eine Aufnahmebohrung 27 auf, in welche eine Halterung 26 eingefügt ist, die in ihrem oberen horizontalen Bereich einen Durchbruch für eine vertikale Abkantung 34 des Blecheinlegeteils 321 aufweist. Die Halterung 26 nimmt in ihrem Inneren passgenau einen Halter 28 auf, der mit einem im Wesentlichen vertikalen Schlitz den unteren Teil der Ab- kantung 34 aufnimmt.

Zwischen der Oberseite des Halters 28 und der oberen Innenseite der Halterung 26 ist ein Dichtungshohlraum 29 ausgebildet, der zur Aufnahme einer nicht dar- gestellten Dichtung dient. Die Dichtung sorgt dafür, dass kein flüssiger Kunststoff während des Schäumvorgangs aus der Kavität 22 an der Abkantung 34 entlang in den Bereich der Halterung 26 gelangen kann.

Das Werkzeugunterteil 20 weist innen an die Kavität 22 anschließend eine Dich- tungsnut 24 auf, welche zur Aufnahme einer hier nicht dargestellten Dichtung dient, die sich an die Unterseite der Scheibe 30 anlegt und mit einem in Figur 1 nach rechts vorspringenden Teil unter Bildung einer Schattenfuge den Spalt zwi- schen Scheibe 30 und der Kavität 22 abgedichtet.

Die Kavität 22 setzt sich nach außen an die Abkantung 34 anschließend zum Rand der Scheibe 30 fort und umgibt auch deren Rand. Zwischen einem nach unten vorspringenden Rand 16 des Werkzeugoberteils 10 und dem dort entspre- chend nach innen verjüngten Werkzeugunterteil 20 ist im Randbereich der Schei- be 30 zur Ausbildung einer seitlichen Blende 38 ein vertikaler Formhohlraum ausgebildet.

Im Werkzeugoberteil 10 ist eine vertikal verlaufende Bohrung 12 ausgebildet, die zur Aufnahme eines Sensors 40 dient. An der Unterseite des Werkzeugoberteils 10 ist ein flacher Flohlraum 15 ausgebildet, an welchen sich rechts und links je- weils eine Dichtungsnut 13 anschließt. Die Dichtungsnuten 13 nehmen jeweils eine Dichtung 14 auf, deren Unterseite sich dichtend auf die Oberseite der Schei- be 30 anlegt. Im Flohlraum 15 wird bei anliegenden Dichtungen 14 ein Unterdrück erzeugt, durch welchen die Scheibe 30 mit ihrer Oberseite wie von einem Saug- napf am Werkzeugoberteil 10 gehalten wird.

In der Bohrung 12 ist außer dem Sensor 40 auch ein mit dem Sensor 40 verbun- dener Aufnahmeadapter 42 bewegbar geführt. Der Sensor 40 ist mit einem Au- ßengewinde 41 in ein Innengewinde 44 des Aufnahmeadapters 42 einschraubbar und dadurch auch einfach austauschbar. Der Aufnahmeadapter 42 weist an sei- nem Außenumfang übereinander liegend zwei Ringnuten 422 zur Aufnahme von O-Ringen 421 auf. Durch diese O-Ringe 421 wird die Dichtigkeit des Sensors 40 gegenüber dem Flohlraum 15 hergestellt, sodass die Aufrechterhaltung eines Teilvakuums im Flohlraum 19 sichergestellt ist.

Der Aufnahmeadapter 42 weist in einem oberen, im Durchmesser reduzierten Bereich ein Außengewinde 43 auf, welches mit einem darauf aufgeschraubten Einstellring 46 und einer oberhalb derselben angeordneten Kontermutter 48 zu- sammenwirkt. Unterhalb des Einstellrings 46 ist der Aufnahmeadapter 42 von einem Distanzring 45 umgeben, dessen Höhe durch den Einsatz eines oder auch mehrerer übereinander angeordneter unterschiedlich dicker Distanzringe 45 ein- stellbar ist. Der Einstellring 46 wird nach oben von einem in den Figuren nicht dargestellten Teil des Werkzeugoberteils 10 axial gesichert. Durch drehen des Einstellrings 46 mittels eines seitlich an diesem angreifenden, nicht dargestellten Werkzeugs kann der Abstand A zwischen der Unterseite des Sensors 40 und der Oberseite der Scheibe 30 und damit auch gleichzeitig ein Abstand B zwischen dem der Scheibe 30 zugewandten Stirnseite des Sensors 40 und dem auf der anderen Seite der Scheibe 30 positionierten Blecheinlegeteil 32, 321 , 322, 323, 324 exakt eingestellt werden. Sofern die richtige Einstellung des Abstandes A erfolgreich vorgenommen und getestet wurde, wird der Einstellring 46 durch An- ziehen der Kontermutter 48 in dieser Position fixiert. Der Abstand A zwischen dem der Scheibe 30 zugewandten Stirnseite des Sen- sors 40 und der diesem zugewandten Oberfläche der Scheibe 30 beträgt bei ei- nem Durchmesser des Sensors 40 von etwa 30 mm etwa 0,5 mm. Der Abstand B zwischen dem der Scheibe 30 zugewandten Stirnseite des Sensors 40 und dem auf der anderen Seite der Scheibe 30 positionierten Blecheinlegeteil 32, 321 , 322, 323, 324 beträgt bei einer Dicke der Scheibe 30 von etwa 3,8 mm bis etwa 5 mm in etwa 8 mm. Der Abstand B bezeichnet dabei den Arbeitsschaltabstand des Sensors 40, in dem eine zuverlässige Funktion des Sensors 40 gewährleistet ist. An diesen Arbeitsschaltabstand von etwa 8 mm schließt sich ein Hysteresebe- reich des Sensors 40 von weiteren etwa 4 mm an. Bei einem Abstand B von 12 mm wäre für den Sensor 40 dann der Nennschaltabstand erreicht, ab dem keine zuverlässige Detektierung mehr möglich wäre. Diese relativ engen Schaltabstän- de unterstreichen die Bedeutung einer exakten Justierung der Abstände A und B des Sensors 40, die bei der Erfindung durch das Zusammenwirken des Aufnah- meadapters 42, des Einstellrings 46 und der Distanzringe 45 gewährleistet wird. Als Sensor 40 eignet sich insbesondere beispielsweise ein induktiver Ganzstahl- Sensor vom Typ IC3001 K0 der ipf electronic GmbH, D-58515 Lüdenscheid, der für die Zwecke der Anmelderin speziell adaptiert wurde. Das Werkzeugoberteil 10 wird bevorzugt von einer Dämmmattei 9 umgeben, um unnötige Wärmeverluste am Werkzeugoberteil zu vermeiden. In der Nähe der den Sensor 40 aufnehmenden Bohrung 12 ist im Material des Werkzeugoberteils 10 besonders bevorzugt eine quer verlaufende Kühlbohrung 17 vorgesehen, die zur Kühlung des Sensors 40 von einem Kühlmittel durchströmt wird oder in die eine Kühlpatrone 18 einsetzbar ist.

Die Handhabung des in den Figuren dargestellten Werkzeugs erfolgt in folgenden Schritten:

• Einlegen der Scheibe 30 in das aufgeklappte Werkzeugoberteil 10,

• Erzeugen eines Teilvakuums im Hohlraum 15 des Werkzeugoberteils 10 zur Fixierung der Scheibe 30 am Werkzeugoberteil 10,

• Einlegen der Blecheinlegeteile 32, 321 , 322, 323, 324 in die entsprechen- den Halterungen 26 am Werkzeugunterteil 20,

• Schließen des Werkzeugs durch Herunterschwenken oder Herunterklap- pen des Werkzeugoberteils 10 mit der Scheibe 30 auf das Werkzeugunter- teil 20,

• Prüfen der Signale aller Sensoren 40 in einer nicht dargestellten Auswer- tungselektronik und falls alle Signale die korrekte Positionierung aller Blecheinlegeteile signalisieren,

• Einleitung des flüssigen Polyurethans(PU) in die Kavität 22 zur Herstellung der Umschäumung 36.

Es versteht sich für den Fachmann, dass sich die Erfindung ebenso auch bei ei- ner umgekehrten Anordnung realisierbar ist, bei der die Scheibe 30 am Werk- zeugunterteil 20 und die Blecheinlegeteile 32, 321 , 322, 323, 324 am Werkzeug- oberteil 10 positionierbar sind. Bezugszeichenliste

10 Werkzeugoberteil

12 Bohrung (in10)

13 Dichtungsnut (an 10)

14 Dichtung (in 13)

15 Hohlraum

16 Rand

17 Kühlbohrung (in 10)

18 Kühlpatrone

19 Dämmmatte

20 Werkzeugunterteil

22 Kavität (in 20)

24 Dichtungsnut

26 Halterung

27 Aufnahmebohrung

28 Halter

29 Dichtungshohlraum

30 Scheibe

32 Blecheinlegeteil (allgemein)

321 Blecheinlegeteil

322 Blecheinlegeteil

323 Blecheinlegeteil

324 Blecheinlegeteil

325 Blecheinlegeteil

326 Blecheinlegeteil

34 Abkantung (an 32)

36 Umschäumung

38 (seitliche) Blende (an 36)

40 Sensor

41 (Außen-) Gewinde (an 40)

42 Aufnahmeadapter 421 O-Ring

422 Ringnut (an 42, für 421 )

43 (Außen-) Gewinde (an 42)

44 Innengewinde (an 42)

45 Distanzring

46 Einstellring

47 Innengewinde (an 46)

48 Kontermutter

49 Innengewinde (an 48)

50 Zuleitung

A Abstand (zwischen 30 und 40)

B Abstand (zwischen 32 bzw. 321 und 40)