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Title:
MOUNTING DEVICE FOR A DISPLAY DEVICE AND METHOD FOR MOVING A DISPLAY DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/020300
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a mounting device (2, 20) for a display device (1), particularly a screen, comprising a displaceable mounting element (3, 6; 21) for the display device (1) and at least one moving device (4, 9; 24, 24’) by means of which the mounting element (3, 6; 21) is moved, and to a method for moving a display device (1), wherein the display device (1) is moved in an oscillating or quasi-oscillating manner by means of a mounting device (2, 20) comprising a mounting element (3, 6; 21), and a corresponding computer program. The mounting device (2, 20) according to the invention is characterized in that the at least one moving device (4, 9; 24, 24’) and the mounting element (3, 6; 21) are designed for moving the mounting element (3, 6; 21) in at least two different, non-collinear movement directions (32, 33, 34) in an oscillating or quasi-oscillating manner about a central position of the mounting element (3, 6; 21).

Inventors:
JELLENKO-DICKERT, Brigitta (Schulstr. 19A, Buchholz i.d.N., 21244, DE)
DICKERT, Thomas (Schulstr. 19A, Buchholz i.d.N., 21244, DE)
Application Number:
EP2009/004003
Publication Date:
February 25, 2010
Filing Date:
June 04, 2009
Export Citation:
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Assignee:
JELLENKO-DICKERT, Brigitta (Schulstr. 19A, Buchholz i.d.N., 21244, DE)
DICKERT, Thomas (Schulstr. 19A, Buchholz i.d.N., 21244, DE)
International Classes:
A61H5/00; A61H5/00
Attorney, Agent or Firm:
SEEMANN, Ralph (Seemann & Partner, Ballindamm 3, Hamburg, 20095, DE)
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Claims:
Haltevorrichtung für eine Anzeigevorrichtung und Verfahren zum Bewegen einer Anzeigevorrichtung

Patentansprüche

1. Haltevorrichtung (2, 20) für eine Anzeigevorrichtung (1 ), insbesondere einen Bildschirm, umfassend eine bewegliche Halte- rung (3, 6; 21 ) für die Anzeigevorrichtung (1 ) und wenigstens eine Bewegungsvorrichtung (4, 9; 24, 24'), mittels der die HaI- terung (3, 6; 21 ) bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Bewegungsvorrichtung (4, 9; 24, 24') und die Halterung (3, 6; 21 ) ausgebildet sind, um die Halterung (3, 6; 21 ) in wenigstens zwei unterschiedlichen, nicht kollinearen

Bewegungsrichtungen (32, 33, 34) oszillierend oder quasioszillierend um eine zentrale Position der Halterung (3, 6; 21 ) zu bewegen.

2. Haltevorrichtung (2, 20) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (3, 6; 21) eine Auflagefläche (7; 22) für die Anzeigevorrichtung (1 ) und/oder wenigstens eine Befestigungseinrichtung (8, 8"; 23, 23') für die Anzeigevorrichtung (1 ) aufweist.

3. Haltevorrichtung (2, 20) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge- 5 kennzeichnet, dass die Halterung (3, 6; 21 ) und/oder die Haltevorrichtung (2, 20) und/oder die Bewegungsvorrichtung (4, 9; 24, 24') in die Anzeigevorrichtung (1 ) integriert ist.

4. Haltevorrichtung (2, 20) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da-o durch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Bewegungsvorrichtung (4, 9; 24, 24') als Aktuator, insbesondere als Pie- zomotor, als Ultraschallmotor und/oder als Linearantrieb, ausgebildet ist. 5 5. Haltevorrichtung (2, 20) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsvorrichtung (4, 9; 24, 24') und die Halterung (3, 6; 21 ) als Kreuztisch (21) oder Schwenktisch ausgebildet sind. 0 6. Haltevorrichtung (2, 20) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Bewegungsvorrichtung (4, 9; 24, 24') und die Halterung (3, 6; 21) ausgebildet sind, um Bewegungen in drei unterschiedliche, nicht kop- lanare Bewegungsrichtungen (32, 33, 34) zu bewirken. 5

7. Haltevorrichtung (2, 20) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Bewegungsvorrichtung (4) und die Halterung (3, 6) als Drehteller (3, 6) mit exzentrischer Halteposition für eine Anzeigevorrichtung (1 )o ausgebildet ist, wobei eine Übertragungsmechanik oder eine weitere Bewegungsvorrichtung (9) vorgesehen ist, mittels der die Orientierung der Halterung (3, 6) im Raum im Laufe einer Drehung des Drehtellers (3, 6) wenigstens annähernd konstant gehalten wird.

8. Haltevorrichtung (2, 20) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da- 5 durch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Bewegungsvorrichtung (4, 9; 24, 24') und/oder wenigstens eine weitere Bewegungsvorrichtung (4, 9; 24, 24') zur oszillierenden oder quasi-oszillierenden Verdrehung der Halterung (3, 6; 21) um wenigstens eine Raumachse (32, 33, 34) ausgebildet ist. 0

9. Haltevorrichtung (2, 20) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuervorrichtung (1 1 ; 27) vorgesehen ist, mittels der die wenigstens eine Bewegungsvorrichtung (4, 9; 24, 24') angesteuert wird und die Bewegung (5;5 26, 26', 30; 35, 36, 37) und/oder Verdrehung (38, 39, 40) der

Halterung (3, 6; 21 ) steuerbar ist, wobei insbesondere die Steuervorrichtung (1 1 ; 27) als Datenverarbeitungsanlage ausgebildet ist. o 10. Haltevorrichtung (2, 20) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (2, 20) eine Stromversorgung mittels eines Verbindungskabels, insbesondere zu einer Steuervorrichtung (1 1 ; 27), aufweist, insbesondere mittels eines USB-Kabels. 5

1 1. Haltevorrichtung (2, 20) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung für die Anzeigevorrichtung als Docking-Station ausgebildet ist.

12. Haltevorrichtung (2, 20) nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die oszillierende oder quasioszillierende Bewegung (5; 26, 26', 30; 35, 36, 37) in jeder ein- zelnen Bewegungsrichtung (32, 33, 34) und/oder die oszillierende oder quasi-oszillierende Verdrehung (38, 39, 40) bezüglich jeder einzelnen Raumachse (32, 33, 34) eine, insbesondere variable, Frequenz im Bereich von 1/10 bis 1/180 Hz, insbe- sondere im Bereich von 1/30 bis 1/90 Hz1 insbesondere im Bereich von 1/60 Hz, aufweist.

13. Haltevorrichtung (2, 20) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die oszillierende oder quasi- oszillierende Bewegung (5; 26, 26', 30; 35, 36, 37) in jeder einzelnen Bewegungsrichtung (32, 33, 34) eine, insbesondere variable, Amplitude im Bereich von 2 bis 50 cm, insbesondere im Bereich von 5 bis 25 cm, aufweist.

14. Haltevorrichtung (2, 20) nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die oszillierende oder quasioszillierende Verdrehung (38, 39, 40) bezüglich jeder einzelnen Raumachse (32, 33, 34) eine, insbesondere variable, Amplitude im Bereich von 1 ° bis 20°, insbesondere im Bereich von 4° bis 10°, aufweist.

15. Haltevorrichtung (2, 20) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die, insbesondere variable, Geschwindigkeit der Bewegung (5; 26, 26', 30; 35, 36, 37) in ih- rem Maximum bezüglich jeder einzelnen Bewegungsrichtung

(32, 33, 34) und/oder absolut genommen im Bereich von 0, 1 bis 2 cm/s, insbesondere im Bereich von 0,3 bis 1 cm/s, liegt.

16. Haltevorrichtung (2, 20) nach einem der Ansprüche 7 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die oszillierende oder quasioszillierende Verdrehung (38, 39, 40) in ihrem Maximum, bezüglich jeder einzelnen Raumachse (32, 33, 34) und/oder ab- solut genommen eine, insbesondere variable, Winkelgeschwindigkeit im Bereich von 0,05°/s und 1 °/s, insbesondere im Bereich von 0, 17s und 0,37s, aufweist.

17. Haltevorrichtung (2, 20) nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Frequenz, Amplitude und/oder maximale Geschwindigkeit der Bewegung (5; 26, 26', 30; 35, 36, 37) in wenigstens einer Bewegungsrichtung (32, 33, 34) verschieden ist von der Frequenz, Amplitude und/oder ma- ximalen Geschwindigkeit in wenigstens einer anderen Bewegungsrichtung (32, 33, 34) und/oder dass die Frequenz, Amplitude und/oder maximale Winkelgeschwindigkeit der Verdrehung (38, 39, 40) bezüglich wenigstens einer Raumachse (32, 33, 34) verschieden ist von der Frequenz Amplitude und/oder maximalen Winkelgeschwindigkeit der Verdrehung (38, 39, 40) bezüglich wenigstens einer anderen Raumachse (32, 33, 34).

18. Haltevorrichtung (2, 20) nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Frequenz, Amplitude und/oder maximale Geschwindigkeit der Bewegung (30; 36) in vertikaler Bewegungsrichtung (33) kleiner ist als in wenigstens einer horizontalen Bewegungsrichtung (32, 34).

19. Haltevorrichtung (2, 20) nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung (5; 26, 26', 30;

35, 36, 37) einen Kreis, eine Ellipse oder eine Lissajous-Figur mit rationalem oder irrationalem Verhältnis der Oszillationsfrequenzen in unterschiedlichen Richtungen (32, 33, 34) in einer Ebene oder im Raum beschreibt.

20. Haltevorrichtung (2, 20) nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung (5; 26, 26', 30; 35, 36, 37) und/oder Verdrehung (38, 39, 40) in wenigstens einer Richtung (32, 33, 34) und/oder um wenigstens eine Raumachse (32, 33, 34) zufallsgeneriert ist.

21. Verwendung einer Haltevorrichtung (2, 20) nach einem der

Ansprüche 1 bis 20 mit oder in einem Computerbildschirm, einem, insbesondere rotierbaren, Laptopbildschirm, einem Fernsehgerät oder einem Bildschirm, der in der Rückenlehne eines Fahrzeug- oder Flugzeugsitzes integriert ist

22. Anzeigevorrichtung (1 ), insbesondere ein Computer oder ein Computerbildschirm, ein Laptop, ein Fernsehgerät oder ein Bildschirm, der in der Rückenlehne eines Fahrzeug- oder Flugzeugsitzes integriert ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20 in die Anzeigevorrichtung (1 ) integriert ist.

23. Verfahren zum Bewegen einer Anzeigevorrichtung (1 ), bei der die Anzeigevorrichtung (1 ) mittels einer Haltevorrichtung (2, 20), insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 20, die eine

Halterung (3, 6; 21 ) aufweist, oszillierend oder quasioszillierend bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (3, 6; 21 ) in wenigstens zwei unterschiedlichen, nicht kollinearen Richtungen (32, 33, 34) um eine zentrale Position der Halterung bewegt wird.

24. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung in drei unterschiedlichen, nicht koplanaren Bewegungsrichtungen (32, 33, 34) oszillierend oder quasi- oszillierend bewegt wird.

25. Verfahren nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der wenigstens einen Bewegungsvorrichtung (4, 9; 24, 24') und/oder wenigstens einer weiteren Bewegungsvorrichtung (4, 9; 24, 24') die Halterung (3, 6; 21 ) oszillierend oder quasi-oszillierend um wenigstens eine Raumachse (32, 33, 34) verdreht wird.

26. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuervorrichtung (11 ; 27) vorgesehen ist, mittels der die wenigstens eine Bewegungsvorrichtung (4, 9; 24, 24') angesteuert wird und eine Bewegung (5; 26, 26', 30;

35, 36, 37) und/oder Verdrehung (38, 39, 40) der Halterung (3, 6; 21) gesteuert wird.

27. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 26, dadurch ge- kennzeichnet, dass die oszillierende oder quasi-oszillierende

Bewegung (5; 26, 26', 30; 35, 36, 37) in jeder einzelnen Bewegungsrichtung (32, 33, 34) und/oder die oszillierende oder quasi-oszillierende Verdrehung (38, 39, 40) bezüglich jeder einzelnen Raumachse (32, 33, 34) eine, insbesondere variable, Fre- quenz im Bereich von 1/10 bis 1/180 Hz, insbesondere im Bereich von 1/30 bis 1/90 Hz, insbesondere im Bereich von 1/60 Hz,

28. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 27, dadurch ge- kennzeichnet, dass die oszillierende oder quasi-oszillierende

Bewegung (5; 26, 26', 30; 35, 36, 37) in jeder einzelnen Bewegungsrichtung (32, 33, 34) eine, insbesondere variable, Amplitude im Bereich von 2 bis 50 cm, insbesondere im Bereich von 5 bis 25 cm, aufweist.

29. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass die oszillierende oder quasi-oszillierende Verdrehung (38, 39, 40) bezüglich jeder einzelnen Raumachse (32, 33, 34) eine, insbesondere variable, Amplitude im Bereich von 1 ° bis 20°, insbesondere im Bereich von 4° bis 10°, aufweist.

30. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass die, insbesondere variable, Geschwindigkeit der Bewegung (5; 26, 26', 30; 35, 36, 37) in ihrem Maximum bezüglich jeder einzelnen Bewegungsrichtung (32, 33, 34) und/oder absolut genommen im Bereich von 0,1 bis 2 cm/s, insbesondere im Bereich von 0,3 bis 1 cm/s, liegt.

31. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass die oszillierende oder quasi-oszillierende Verdrehung (38, 39, 40) in ihrem Maximum, bezüglich jeder einzelnen Raumachse (32, 33, 34) und/oder absolut genommen eine, insbesondere variable, Winkelgeschwindigkeit im Bereich von 0,05°/s und 17s, insbesondere im Bereich von 0, 17s und 0,37s, aufweist.

32. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 31 , dadurch gekennzeichnet, dass die Frequenz, Amplitude und/oder maximale Geschwindigkeit der Bewegung (5; 26, 26', 30; 35, 36, 37) in wenigstens einer Bewegungsrichtung (32, 33, 34) verschieden ist von der Frequenz, Amplitude und/oder maximalen Geschwindigkeit in wenigstens einer anderen Bewegungsrichtung (32, 33, 34) und/oder die Frequenz, Amplitude und/oder maximale Winkelgeschwindigkeit der Verdrehung (38, 39, 40) bezüglich wenigstens einer Raumachse (32, 33, 34) verschieden ist von der Frequenz, Amplitude und/oder maximalen Winkelgeschwindigkeit der Verdrehung (38, 39, 40) bezüglich wenigstens einer anderen Raumachse (32, 33, 34).

33. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass die Frequenz, Amplitude und/oder maximale Geschwindigkeit der Bewegung (5; 26, 26', 30; 35, 36, 37) in vertikaler Bewegungsrichtung (33) kleiner ist als in wenigstens einer horizontalen Bewegungsrichtung (32, 34).

34. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 33, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung (5; 26, 26', 30; 35, 36, 37) einen Kreis, eine Ellipse oder eine Lissajous-Figur mit rationalem oder irrationalem Verhältnis der Oszillationsfrequenzen in unterschiedlichen Richtungen (32, 33, 34) in einer Ebene oder im Raum beschreibt.

35. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 34, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung (5; 26, 26', 30; 35, 36, 37) und/oder Verdrehung (38, 39, 40) in wenigstens einer Richtung (32, 33, 34) und/oder um wenigstens eine Raumachse (32, 33, 34) zufallsgeneriert ist.

36. Computerprogramm mit Programmcodemitteln, die ausgebildet sind, um ein Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 35 auszuführen.

Description:
Haltevorrichtung für eine Anzeigevorrichtung und Verfahren zum Bewegen einer Anzeigevorrichtung

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung für eine Anzeigevorrichtung, insbesondere einen Bildschirm, umfassend eine bewegliche Halterung für die Anzeigevorrichtung und wenigstens eine Bewegungsvorrichtung, mittels der die Halterung bewegt wird. Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zum Bewegen einer Anzeigevorrichtung, bei der die Anzeigevorrichtung mittels einer Haltevorrichtung, die eine Halterung aufweist, oszillierend oder quasi-oszillie- rend bewegt wird, sowie ein entsprechendes Computerprogramm.

Es ist bekannt, dass Schreibtischarbeit, die mit Arbeit an Computern verbunden ist, gesundheitsgefährdende Risiken birgt. Schlecht aufeinander abgestimmte Höhen oder Positionen von Tisch, Stuhl, Computertastatur und -monitor führen zu Verspannungen des Muskelsystems und des Wirbelsäulen-, Nacken- und Kopfbereichs. Auch die Augen sind besonders belastet, da sie über längere Zeit unter einer unveränderlichen Distanz zum Computerbildschirm benutzt werden. Dies führt zur Ermüdung der Augen.

Nach arbeitsrechtlichen Vorschriften sind zwar Pausenzeiten vorge- schrieben, um solche Fehlstellungen und Überbelastungen zu vermeiden. Die vorgeschriebenen Pausenzeiten werden jedoch selten eingehalten.

Speziell zur Schulung und Behandlung der Augenschwäche, insbe- sondere zur Anregung der Akkomodation des menschlichen Auges ist in DE 23 28 762 A2 vorgeschlagen, dass ein in seiner Entfernung zum relativ ortsfest verbleibenden Auge veränderlich gelagerter Träger für vom Auge erfassbare Objekte vorgesehen ist, wobei der Träger auf einem in Längsführungen gelagerten Schlitten angeord- net ist, welcher über eine ihn in ständigem Wechsel vor- und zurückbewegende Übertragungsmechanik mit einem motorischen Antrieb verbunden ist, während der Träger mit Mitteln zum Festhalten rasch auswechselbarer Objekte ausgestattet ist.

Damit wird eine Augengymnastik in variabler Weise und unter Berücksichtigung der spezifischen Konstitution des jeweiligen Benutzers, insbesondere älterer Personen, ermöglicht. Als Objekt eignet sich Lektüre jeder Art, die auswechselbar auf dem Träger befestigt wird. Der Träger bewegt sich automatisch in einer geraden Linie in stetem Wechsel auf das Auge zu und vom Auge weg, so dass während der Gymnastikdauer Linse, Linsenbänder und Ringmuskel des Ziliarkörpers des Auges trainiert werden und verloren gegangene Elastizität unter Umständen wiedergewonnen werden kann.

In DE 36 17 416 A1 ist eine Vorrichtung zum Trainieren der Augenmuskulatur beschrieben, mit deren Hilfe die für die Schärfeneinstellung des Auges verantwortlichen Muskeln dadurch trainiert werden, dass im Nahbereich des Auges sichtbare Objekte oder Lesetexte durch eine stufenlos veränderbare, zoom-ähnliche Brennweiten- Verstellung in ihrem vermeintlichen Abstand vom Auge des Nutzers zwischen dem tatsächlichen Abstand und vielen Metern stetig hin und her bewegt werden können. Diese Vorrichtung weist eine zwischengeschaltete Optik zwischen dem Auge des Betrachters und dem betrachteten Objekt auf und ist durch den Betrachter nur in einer einzigen Betrachtungsstellung benutzbar.

In US 5 422 688 A sind eine Vorrichtung und ein Verfahren zum

Trainieren von Augen offenbart, wobei etwa ein Computermonitor oder ein Fernsehgerät betrachtet werden. Der Monitor oder das Fernsehgerät werden langsam in einer Richtung hin und her bewegt. Durch die Veränderung des Abstands des Betrachters zum Monitor oder Fernsehgerät werden die Augenmuskeln trainiert. Bei einer Seitwärtsstellung der Vorrichtung wird die Seitwärtsbewegung der Augäpfel trainiert.

Gegenüber diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfin- düng die Aufgabe zugrunde, eine Haltevorrichtung für eine Anzeigevorrichtung sowie ein Verfahren zum Bewegen einer Anzeigevorrichtung zur Verfügung zu stellen, mittels deren Haltungsschäden und Schwächungen der Sehkraft effizienter als bisher vermieden werden können.

Diese Aufgabe wird durch eine Haltevorrichtung für eine Anzeigevorrichtung, insbesondere einen Bildschirm, gelöst, umfassend eine bewegliche Halterung für die Anzeigevorrichtung und wenigstens eine Bewegungsvorrichtung, mittels der die Halterung bewegt wird, die dadurch weitergebildet ist, dass die wenigstens eine Bewegungsvorrichtung und die Halterung ausgebildet sind, um die Halterung in wenigstens zwei unterschiedlichen, nicht kollinearen Bewe- gungsrichtungen oszillierend oder quasi-oszillierend um eine zentrale Position der Halterung zu bewegen.

Unter einer Anzeigevorrichtung wird im Rahmen der Erfindung ins- besondere ein Computermonitor oder ein Fernseher verstanden. Es werden aber auch Bücher und andere Drucksachen, die eine längere Betrachtungsdauer erfordern, erfindungsgemäß unter einer Anzeigevorrichtung verstanden.

Die Erfindung beruht auf dem Gedanken, dass im Unterschied zum

Stand der Technik die Bewegung der Anzeigevorrichtung, die auf einer Haltevorrichtung bzw. einer Halterung einer Haltevorrichtung gelagert oder befestigt ist, in mehreren Bewegungsrichtungen gleichzeitig erfolgt. Die Bewegungsrichtungen sind dabei insbeson- dere auf den Betrachter zu und von ihm weg, eine seitliche Bewegungsrichtung und eine vertikale Bewegungsrichtung. Bei den letztgenannten Bewegungsrichtungen, d.h. seitlich und vertikal, ändert sich der Abstand der Anzeigevorrichtung zum Betrachter nicht.

Durch die Kombination der Bewegung mehrerer Bewegungsrichtungen wird der Betrachter gezwungen, nicht nur mit dem Auge der Anzeigevorrichtung zu folgen und ggf. bei einer Bewegung in Richtung auf den Betrachter zu und von dem Betrachter weg seine Akkomodation anzupassen. Vielmehr muss der Betrachter auch der vertika- len oder seitlichen Bewegung der Anzeigevorrichtung folgen, wobei der Kopf selbst bewegt wird. Dies führt dazu, dass die Muskeln, die die Bewegung des Kopfes verursachen, d.h. insbesondere Hals-, Nacken- und Rückenmuskeln, nicht über längere Zeit in einer bestimmten Position verharren, sondern bewegt werden. Dies verhin- dert Versteifungen der Rücken- und Nackenmuskulatur.

Die Bewegung, die aus den Bewegungen in den einzelnen Bewe- gungsrichtungen resultiert, ist oszillierend oder quasi-oszillierend um eine zentrale Position der Halterung. Dabei kann auch die zentrale Position der Halterung bzw. der Anzeigevorrichtung selbst durchfahren werden.

Vorteilhafterweise ist die Halterung als eine Auflagefläche für die Anzeigevorrichtung ausgebildet und/oder weist die Halterung wenigstens eine Befestigungseinrichtung für die Anzeigevorrichtung auf. So ist es möglich, einen Monitor, einen Fernseher oder andere Anzeigevorrichtungen entweder auf die Halterung aufzusetzen oder an ihr zu befestigen. Eine Befestigung ist gerade bei höheren Bewegungsgeschwindigkeiten vorteilhaft einsetzbar.

In einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung ist die Halterung und/oder die Haltevorrichtung und/oder die Bewegungsvorrichtung in die Anzeigevorrichtung integriert. So ist es möglich, dass auch mobile Anzeigevorrichtungen wie beispielsweise Laptop-Computer mit einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung ausgestattet sind. Auch ist es möglich, dass Computerbildschirme mit integrierter er- findungsgemäßer Haltevorrichtung ausgerüstet sind. Auch bei eingebauten Anzeigevorrichtungen, etwa in Rücksitzen von Fahrzeugen oder Flugzeugen integrierten Bildschirmen, ist eine Integration der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung in die Anzeigevorrichtung oder in den entsprechenden Rücksitz möglich.

Vorzugsweise ist die wenigstens eine Bewegungsvorrichtung als Aktuator ausgebildet. Unter einem Aktuator wird im Rahmen der Erfindung ein Elektromotor verstanden. Ein vorteilhafter geräuscharmer und effizienter Antrieb wird realisiert, wenn der Aktuator als Piezomotor, als Ultraschallmotor und/oder als Linearantrieb ausgebildet ist. Ein elektrisch betriebener Aktuator bezieht seine Stromversorgung insbesondere vorteilsweise über eine USB-Verbindung bzw. einen USB-Anschluss. Unter einem Aktuator wird im Rahmen der Erfindung auch ein Aktor verstanden.

Eine vorteilhafte große Flexibilität in der Art der Bewegung wird erreicht, wenn die Bewegungsvorrichtung und die Halterung als Kreuztisch oder Schwenktisch ausgebildet sind. Bei einem Kreuztisch sind beispielsweise zwei orthogonal aufeinander angeordnete Schienen oder Schienensysteme vorgesehen, über die die Auflagefläche des Kreuztisches bzw. die Befestigungsvorrichtung des Kreuztisches gleichzeitig und unabhängig voneinander in zwei verschiedene Richtungen bewegbar ist. Bei einem Schwenktisch, der im Übrigen einem Kreuztisch entspricht, ist der Winkel zwischen den beiden Schienen frei einstellbar. Insbesondere weist jede der

Schienen des Kreuztisches oder Schwenktisches einen eigenen Aktuator oder eine eigene Bewegungsvorrichtung auf.

Weiter vorteilhafterweise ist vorgesehen, dass die wenigstens eine Bewegungsvorrichtung und die Halterung ausgebildet sind, um Bewegungen in drei unterschiedliche, nicht koplanare Bewegungsrichtungen zu bewirken. Mit dieser Weiterbildung ist es möglich, die Anzeigevorrichtung frei im Raum umherzubewegen innerhalb der Grenzen der oszillierenden oder quasi-oszillierenden Bewegung.

Unter einer oszillierenden oder quasi-oszillierenden Bewegung wird im Rahmen der Erfindung eine Bewegung zwischen zwei Extremen verstanden, die im Falle einer oszillierenden Bewegung weitgehend regelmäßig, etwa sinusförmig, verläuft, während bei einer quasi- oszillierenden Bewegung Abweichungen von einer beispielsweise sinusförmigen Bewegung zwischen den Extremen auftreten können. Dabei kann es sich um Überlagerungen von sinusförmigen Bewe- gungsmustern unterschiedlicher Frequenz handeln, aber auch um andere Muster, solange die Bewegungsrichtung und -geschwindig- keit nicht so abrupt geändert wird, dass das Ablesen von und das Arbeiten mit der Anzeigevorrichtung erschwert wird.

Um bei einer Ausführung einer Haltevorrichtung mit einem Kreuztisch oder Schwenktisch eine dritte Bewegungskomponente zu erzeugen, ist vorteilhafterweise vorgesehen, dass der Kreuztischoder Schwenktisch mittels der wenigstens einen Bewegungsvorrich- tung und/oder wenigstens einer weiteren Bewegungsvorrichtung in einer Bewegungsrichtung bewegbar ist, die orthogonal auf die durch den Kreuztisch bzw. Schwenktisch ermöglichten Bewegungsrichtungen steht. In der einfachsten Ausführungsform wird durch den Kreuztisch oder Schwenktisch eine Bewegung vor und zurück und seitlich ermöglicht, während die dritte Bewegungskomponente eine vertikale ist.

Wenn in einer vorteilhaften Ausführung die wenigstens eine Bewegungsvorrichtung und die Halterung als Drehteller mit exzentrischer Halteposition für eine Anzeigevorrichtung ausgebildet ist, wobei eine Übertragungsmechanik oder eine weitere Bewegungsvorrichtung vorgesehen ist, mittels der die Orientierung der Halterung im Raum im Laufe einer Drehung des Drehtellers wenigstens annähernd konstant gehalten wird, ist eine sehr einfache erfindungsgemäße Lösung gefunden. Im einfachsten Fall wird der Drehteller mittels einer Bewegungsvorrichtung mit konstanter oder variabler Winkelgeschwindigkeit gedreht. Mittels der Übertragungsmechanik, beispielsweise mittels eines inneren Drehtellers, der sich mit dem Drehteller in umgekehrter Richtung mit dreht, wird die Rotation der Anzeigevorrichtung auf dem Drehteller kompensiert, so dass sie trotz einer rotierenden Bewegung die Orientierung im Raum weitgehend beibehält. Dies ist notwendig, damit ein Betrachter jederzeit die anzeigende Seite einer Anzeigevorrichtung im Blickfeld behält.

Bei der Ausführung der Bewegungsvorrichtung und Halterung als Drehteller ist vorzugsweise vorgesehen, dass eine elliptische Be- wegung erzeugt wird. Dies geschieht, indem die Anzeigevorrichtung dezentral auf dem inneren Drehteller oder auf einem entsprechenden Hebelarm angeordnet ist, so dass die Bewegung der Anzeigevorrichtung in der gekoppelten Drehung des äußeren und inneren Drehtellers nicht kreisförmig, sondern elliptisch verläuft.

Eine weitere Entspannung wird vorteilhafterweise erreicht, wenn die wenigstens eine Bewegungsvorrichtung und/oder wenigstens eine weitere Bewegungsvorrichtung zur oszillierenden oder quasioszillierenden Verdrehung der Halterung um wenigstens eine Raumachse ausgebildet ist. Im Rahmen der Erfindung wird unter einer Verdrehung auch eine Verkippung um eine Raumachse verstanden.

Die Raumachsen sind die gleichen wie zuvor definiert, nämlich eine Achse, die zwischen dem Betrachter und der Anzeigevorrichtung verläuft, einer horizontalen Raumachse, die seitlich verläuft und eine vertikale Raumachse. Die Verdrehung der Halterung ist begrenzt auf einen Wert, bei dem die Anzeige noch ohne Anstrengung durch den Betrachter erkennbar oder lesbar ist. Insofern ist auch die Ver- drehung der Halterung oszillierend oder quasi-oszillierend, d.h. hin und her wechselnd zwischen zwei Extrempunkten für eine Raumachse.

In einer vorteilhaften Weiterbildung ist eine Steuervorrichtung vor- gesehen, mittels der die wenigstens eine Bewegungsvorrichtung angesteuert wird und die Bewegung und/oder Verdrehung der Halterung steuerbar ist. Diese Weiterbildung macht es möglich, dass die Bewegung individuell auf den Betrachter abgestimmt werden kann. Die Steuervorrichtung wird auch vorteilhafterweise dazu benutzt, die Art, Geschwindigkeit, Amplitude und Frequenz der Bewegung bzw. Verdrehung der Anzeigevorrichtung einzustellen.

Die Steuervorrichtung ist vorteilhafterweise als Datenverarbeitungsanlage ausgebildet, während die Steuerung softwaregestützt ist. So ist es möglich, einen Computerarbeitsplatz mit einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung auszustatten, deren Bewegungen durch den Computer angesteuert werden.

Vorteilhafterweise weist die Haltevorrichtung eine Stromversorgung mittels eines Verbindungskabels, insbesondere zu einer Steuervorrichtung, auf, insbesondere mittels eines USB-Kabels. USB-Kabel sind in verschiedenen Ausführungsformen erhältlich, mit denen Peripheriegeräte eines Computers mit Strom, insbesondere mit Gleichstrom, versorgt werden können. Auch eine Wechselstromversorgung ist auf diesem Wege möglich. Diese Maßnahme hat den Vorteil einer kostengünstigen Realisierung, weil eine eigene Strom- Versorgung der Haltevorrichtung entfällt. Ebenfalls vorteilhaft ist es, wenn die Haltevorrichtung eine eigene Stromversorgung, insbesondere ein Netzteil, aufweist. Auf diese Weise ist die Stromversorgung beispielsweise unabhängig von den Anschlüssen eines Computers.

Wenn vorteilhafterweise die Halterung für die Anzeigevorrichtung als Docking-Station ausgebildet ist, ist es möglich, auf aufwendige externe Verkabelungen der Anzeigevorrichtung, beispielsweise eines Computermonitors, zu verzichten. Unter einer Docking-Station wird im Rahmen der Erfindung insbesondere eine passgenaue Auf- nähme für die Anzeigevorrichtung verstanden, in der Anschluss-

Ports für entsprechende Anschlüsse einer Anzeigevorrichtung vorgesehen sind. Die Verkabelung ist dabei in das Innere der Haltevor- richtung integriert.

Die Bewegung bzw. Verdrehung sollte langsam genug stattfinden, dass das Arbeiten mit der Anzeigevorrichtung nicht erschwert wird. Vorzugsweise sollte die Geschwindigkeit daher so sein, dass sie nicht oder nur kaum bewusst wahrgenommen wird.

Vorzugsweise weist daher die oszillierende oder quasi-oszillierende Bewegung in jeder einzelnen Bewegungsrichtung eine, insbesonde- re variable, Frequenz im Bereich von 1/10 bis 1/180 Hz, insbesondere im Bereich von 1/30 bis 1/90 Hz, insbesondere vorzugsweise im Bereich von 1/60 Hz auf. In diesem Frequenzbereich findet die Bewegung mit einer langsamen Geschwindigkeit statt, die einen therapeutischen Effekt erzielt, ohne dem Betrachter bewusst zu werden, zumindest ohne den Betrachter der Anzeigevorrichtung zu stören. Ebenfalls ist vorzugsweise vorgesehen, dass die oszillierende oder quasi-oszillierende Verdrehung bezüglich jeder einzelnen Raumachse eine, insbesondere variable, Frequenz im Bereich von 1/10 bis 1/180 Hz, insbesondere im Bereich von 1/30 bis 1/90 Hz, insbesondere vorzugsweise im Bereich von 1/60 Hz aufweist.

Die Bereichsangaben bestimmen dabei vorteilhafterweise Bereiche von etwa ±10% um die angegebenen Bereiche relativ zu den Extremwerten, also beispielsweise bei einem Bereich von 1/60 Hz von 1/54 bis 1/66 Hz oder bei einem Bereich von 1/10 bis 1/180 Hz zwischen 1/9 Hz und 1/200 Hz.

Bevorzugte Bereiche für die, insbesondere variable, Amplitude der oszillierenden oder quasi-oszillierenden Bewegung in jeder einzel- nen Bewegungsrichtung liegt im Bereich von 2 bis 50 cm, insbesondere im Bereich von 5 bis 25 cm. Dieser Bereich ist groß genug, um eine Bewegung des Kopfes notwendig zu machen, aber klein genug, dass bei einem normalen Abstand vom Betrachter zur Anzeigevorrichtung der Kopf nicht über Gebühr verdreht werden muss.

Die oszillierende oder quasi-oszillierende Verdrehung bezüglich je- der einzelnen Raumachse weist vorzugsweise eine, insbesondere variable, Amplitude im Bereich von 1 ° bis 20°, insbesondere im Bereich von 4° bis 10° auf. Eine solche Verdrehung um die Raumachse, die die Anzeigevorrichtung mit dem Betrachter verbindet, hat zur Folge, dass der Benutzer, der Verdrehung folgend, den Kopf in ge- ringem Maße zu einer Seite neigt und wieder aufrichtet. Dies führt eine andersartige Bewegung ein, als wenn lediglich eine Nachverfolgung des Bildschirms notwendig ist.

Eine Verdrehung um die horizontale Querachse oder um die vertika- Ie Achse bewirkt, dass der Abstand zwischen der Anzeigevorrichtung und dem Betrachter von dem Punkt abhängt, den der Betrachter auf der Anzeigevorrichtung fokussiert. Die Variation über die Fläche der Anzeigevorrichtung kann in solchen Fällen mehrere Zentimeter betragen, was ein zusätzliches Training für die Akkomodati- on der Augen darstellt. Auch eine solche Umdrehung darf allerdings nicht die Lesbarkeit der angezeigten Inhalte von der Anzeigevorrichtung beeinträchtigen. Dies kann der Fall sein, wenn die Verdrehung einen Wert übersteigt, bei dem beispielsweise ein Flachbildschirm mit ausgeprägter Frontstrahlcharakteristik seitlich lesbar ist, oder wenn Spiegel- oder Blendeffekte von seitlich einfallendem Licht die

Sichtbarkeit beeinträchtigen. Die Extremwerte der Verdrehungen sind vorzugsweise einstellbar, um solche negativen Effekte zu vermeiden.

Ein guter Effekt zum Vermeiden von Muskelanspannungen wird vorteilhafterweise erzeugt, wenn die, insbesondere variable, Geschwindigkeit der Bewegung in ihrem Maximum bezüglich jeder ein- zelnen Bewegungsrichtung und/oder absolut genommen im Bereich von 0,1 bis 2 cm/s, insbesondere im Bereich von 0,3 bis 1 cm/s, liegt. Bei wesentlich kleineren Geschwindigkeiten ist die Bewegung quasi-statisch, wodurch der entspannende Effekt entfällt, bei höhe- ren Geschwindigkeiten wird der Effekt wegen einer Überforderung der Augen wegen der hohen Ansprüche an die Nachverfolgung der sich bewegenden Anzeigevorrichtung beeinträchtigt.

Bevorzugte Bereiche der, insbesondere variablen, Winkelgeschwin- digkeit der oszillierenden oder quasi-oszillierenden Verdrehung in ihrem Maximum, bezüglich jeder einzelnen Raumachse und/oder absolut genommen, sind die Bereiche zwischen 0,057s und 17s, insbesondere zwischen 0,17s und 0,37s.

Da die Muskeln des Rückens, des Nackens und des Kopfes bei verschiedenen Bewegungen des Kopfes verschieden beansprucht werden, ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Frequenz, Amplitude und/oder maximale Geschwindigkeit der Bewegung in wenigstens einer Bewegungsrichtung verschieden ist von der Frequenz, Ampli- tude und/oder maximalen Geschwindigkeit in wenigstens einer anderen Bewegungsrichtung. Im Fall von drei verschiedenen Bewegungsrichtungen können auch die Parameter für jede einzelne Bewegungsrichtung unterschiedlich sein.

Da insbesondere eine Nickbewegung eine größere Belastung der

Halswirbelsäule darstellt als eine Drehbewegung des Kopfes um die vertikale Achse, ist vorteilhafterweise vorgesehen, dass die Frequenz, Amplitude und/oder maximale Geschwindigkeit der Bewegung in vertikaler Bewegungsrichtung kleiner ist als in wenigstens einer horizontalen Bewegungsrichtung.

Ebenfalls ist vorzugsweise, dass die Frequenz, Amplitude und/oder maximale Winkelgeschwindigkeit der Verdrehung bezüglich wenigstens einer Raumachse verschieden ist von der Frequenz, Amplitude und/oder maximalen Winkelgeschwindigkeit der Verdrehung bezüglich wenigstens einer anderen Raumachse. Bevorzugte Bewe- gungsarten sind ein Kreis, eine Ellipse oder eine Lissajous-Figur mit rationalem oder irrationalem Verhältnis der Oszillationsfrequenzen in unterschiedlichen Richtungen in einer Ebene oder im Raum. Bei rationalem Verhältnis der Oszillationsfrequenzen ergibt sich eine geschlossene Lissajous-Figur, bei einem Verhältnis von 1 : 1 bei- spielsweise ein Kreis oder eine Ellipse, je nach Phasenverschiebung und/oder Amplitudendifferenz in den verschiedenen Bewegungsachsen der Lissajous-Figur. Bei irrationalem Verhältnis ergibt sich ein sich nicht wiederholendes Muster.

Die Frequenzen der Bewegungen und Verdrehungen in verschiedenen Bewegungsrichtungen oder Raumachsen sind vorteilhafterweise unabhängig voneinander variabel. Auf diese Weise wird eine vielfältige Bewegung der Anzeigevorrichtung erzeugt, die verhindert, dass der Betrachter sich unbewusst an einen bestimmten Bewe- gungsrhythmus bzw. eine bestimmte Bewegungsform gewöhnt. Eine solche Gewöhnung setzt die Effektivität der Vermeidung von Ver- spannungshaltungen herab.

Eine weitere Erhöhung der Effektivität wird vorteilhafterweise er- reicht, wenn die Bewegung und/oder Verdrehung in wenigstens einer Richtung und/oder um wenigstens eine Raumachse zufallsgeneriert ist. Die Zufallsgenerierung kann sich auch auf die Frequenz, die Amplitude oder Geschwindigkeit in einer oder mehreren Richtungen sowie auch auf die Verdrehungen um eine oder mehrere Raumachsen beziehen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Bewegung auch im Fall einer zufällig generierten Bewegung nur so langsam ist und/oder sich so langsam ändert, dass die oben be- schriebenen Bereiche nicht verlassen werden und dass keine abrupten Änderungen stattfinden. Insbesondere sollen die Beschleunigungen der Bewegungen in jeder Bewegungsrichtung bzw. absolut genommen einen Wert von 0,2 cm/s 2 und die Beschleunigungen der Verdrehungen um jede Raumachse bzw. absolut genommen

0,027s 2 nicht überschreiten.

Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird weiter gelöst durch eine Verwendung einer zuvor beschriebenen, erfindungsge- mäßen Haltevorrichtung mit oder in einem Computerbildschirm, einem, insbesondere rotierbaren, Laptop-Bildschirm, einem Fernsehgerät oder einem Bildschirm, der in der Rückenlehne eines Fahrzeug- oder Flugzeugsitzes integriert ist. Die Verwendung einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung führt zu einer effizienten Ver- meidung von Haltungsschäden und Schwächungen der Sehkraft.

Als Fahrzeuge kommen beispielsweise Personenkraftwagen, Busse oder Personenzüge im Nah- oder Fernverkehr in Betracht. Die Verwendung in oder mit Computerbildschirmen führt zu einer Verbesse- rung der Arbeitsbedingungen am Arbeitsplatz. Dasselbe gilt für solche Computer, in die ein Computerbildschirm bereits integriert ist, z. B. Apple's iMac ® . Hier wird der Computer mit dem Bildschirm bewegt. Bei Laptops ist die erfindungsgemäße Haltevorrichtung mit dem Scharnier zu integrieren, das den Bildschirm mit dem Rechner- und Tastaturteil des Laptops verbindet. Die Amplituden der Oszillation sind in jedem Falle an die typischen Abstände zwischen dem Betrachter und der jeweiligen Anzeigevorrichtung anzupassen. Bei Laptops oder in Rückenlehnen integrierte Anzeigevorrichtungen ist dieser Abstand typischerweise klein, so dass eine Amplitude von wenigen cm ausreicht. Bei Computerbildschirmen ist die Amplitude entsprechend größer. Die größte Amplitude wird bei Bildschirmen gewählt, die aus wenigen bis mehreren Metern Abstand betrachtet werden, beispielsweise Fernsehern verschiedener Größe.

Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird außerdem gelöst durch eine Anzeigevorrichtung mit einer integrierten erfindungsge- mäßen Haltevorrichtung. Eine solche Anzeigevorrichtung ist vorteilhafterweise ein Computer oder ein Computerbildschirm, ein Laptop, ein Fernsehgerät oder ein Bildschirm, der in der Rückenlehne eines Fahrzeug- oder Flugzeugsitzes integriert ist.

Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird auch gelöst durch ein Verfahren zum Bewegen einer Anzeigevorrichtung, bei der die Anzeigevorrichtung mittels einer Haltevorrichtung, insbesondere einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung wie oben beschrieben, die eine Halterung aufweist, oszillierend oder quasi-oszillierend be- wegt wird, das dadurch weitergebildet ist, dass die Halterung in wenigstens zwei unterschiedlichen, nicht kollinearen Richtungen um eine zentrale Position der Halterung bewegt wird. Das erfindungsgemäße Verfahren weist die im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung beschriebenen Vorteile auf.

In einer vorteilhaften Weiterbildung wird die Halterung in drei unterschiedlichen, nicht koplanaren Bewegungsrichtungen oszillierend oder quasi-oszillierend bewegt. Dies bedingt eine Kopfbewegung in mehreren Richtungen, entweder abhängig oder unabhängig vonein- ander.

Eine weitere Verbesserung wird erreicht, wenn mittels der wenigstens einen Bewegungsvorrichtung und/oder wenigstens einer weiteren Bewegungsvorrichtung die Halterung oszillierend oder quasi- oszillierend um wenigstens eine Raumachse verdreht wird. Dabei wird unter einer Verdrehung erfindungsgemäß auch eine Verkippung verstanden. Eine vorteilhafte große Flexibilität wird erreicht, wenn eine Steuervorrichtung vorgesehen ist, mittels der die wenigstens eine Bewegungsvorrichtung angesteuert wird und eine Bewegung, Verdrehung der Halterung gesteuert wird.

Dabei weist die oszillierende oder quasi-oszillierende Bewegung in jeder einzelnen Bewegungsrichtung eine, insbesondere variable, Frequenz im Bereich von 1/10 bis 1/180 Hz, insbesondere im Be- reich von 1/30 bis 1/90 Hz 1 insbesondere im Bereich von 1/60 Hz, auf. Die gleichen Frequenzbereiche gelten bei dem erfindungsgemäßen Verfahren vorzugsweise für die oszillierende oder quasioszillierende Verdrehung bezüglich jeder einzelnen Raumachse. Bezüglich dieser Frequenzen gelten die zuvor genannten Toleranz- bereiche.

Vorzugsweise weist die oszillierende oder quasi-oszillierende Bewegung in jeder einzelnen Bewegungsrichtung eine, insbesondere variable, Amplitude im Bereich von 2 bis 50 cm, insbesondere im Bereich von 5 bis 25 cm, auf. Die oszillierende oder quasioszillierende Verdrehung weist bezüglich jeder einzelnen Raumachse eine, insbesondere variable, Amplitude im Bereich von 1 ° bis 20°, insbesondere im Bereich von 4° bis 10°, auf. In diesen Bereichen ist das Verfahren besonders effektiv anwendbar.

Bei dem Verfahren liegt die, insbesondere variable, Geschwindigkeit der Bewegung in ihrem Maximum bezüglich jeder einzelnen Bewegungsrichtung und/oder absolut genommen im Bereich von 0,1 bis 2 cm/s, insbesondere im Bereich von 0,3 bis 1 cm/s. Die oszillierende oder quasi-oszillierende Verdrehung weist in ihrem Maximum, bezüglich jeder einzelnen Raumachse und/oder absolut genommen eine, insbesondere variable, Winkelgeschwindigkeit im Bereich von 0,05°/s und r/s, insbesondere im Bereich von 0, 1 °/s und 0,37s, auf.

Die vorgenannten Bereiche stellen sicher, dass trotz der Bewegung der Anzeigevorrichtung die Arbeit des Betrachters nicht beeinträchtigt wird, da die Bewegung mehr unbewusst als bewusst wahrgenommen wird und eine Entspannung der oberen Rücken- und Halsmuskulatur des Betrachters bewirkt.

Besonders effektiv und abwechslungsreich ist es, wenn die Frequenz, Amplitude und/oder maximale Geschwindigkeit der Bewegung in wenigstens einer Bewegungsrichtuπg verschieden ist von der Frequenz, Amplitude und/oder maximalen Geschwindigkeit in wenigstens einer anderen Bewegungsrichtung. Weiter vorteil hafte r- weise ist die Frequenz, Amplitude und/oder maximale Geschwindigkeit der Bewegung in vertikaler Bewegungsrichtung kleiner als in wenigstens einer horizontalen Bewegungsrichtung. Dadurch wird der Tatsache Rechnung getragen, dass eine Nickbewegung des Kopfes belastender ist als eine Seitwärtsbewegung des Kopfes, wie beim Kopfschütteln. Aus diesem Grund sollte die Nickbewegung in schonenderer Weise trainiert werden als andere Bewegungen. Das Gleiche gilt für die Bewegung, bei der der Kopf seitlich zur Seite geneigt wird. Dies ist bei einer Verdrehung und/oder Verkippung der Halterung um die Raumachse gegeben, die die Anzeigevorrichtung mit dem Betrachter verbindet.

Eine Entspannung fördernde und daher vorzugsweise Abwechslung erfährt das Verfahren, wenn die Frequenz, Amplitude und/oder maximale Winkelgeschwindigkeit der Verdrehung bezüglich wenigstens einer Raumachse verschieden ist von der Frequenz, Amplitude und/oder maximalen Winkelgeschwindigkeit der Verdrehung bezüglich wenigstens einer anderen Raumachse. Bevorzugte Bewe- gungsmuster sind ein Kreis, eine Ellipse oder eine Lissajous-Figur mit rationalem oder irrationalem Verhältnis der Oszillationsfrequenzen in unterschiedlichen Richtungen in einer Ebene oder im Raum. Insbesondere ist die Bewegung und/oder Verdrehung in wenigstens einer Richtung und/oder um wenigstens eine Raumachse zufallsgeneriert.

Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird schließlich auch gelöst durch ein Computerprogramm mit Programmcodemitteln, die angepasst sind, um ein erfindungsgemäßes Verfahren wie vorstehend beschrieben auszuführen. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn die Steuervorrichtung als Datenverarbeitungsanlage oder Computer ausgebildet ist.

Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben, wobei bezüglich aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen wird. Es zeigt:

Fig. 1 eine erfindungsgemäße Haltevorrichtung in Form eines

Drehtellers in schematischer Darstellung,

Fig. 2 eine erfindungsgemäße Haltevorrichtung in Form eines Kreuztisches in schematischer Darstellung und

Fig. 3 eine schematische Darstellung eines Koordinatensystems und der möglichen Bewegungskomponenten.

In den folgenden Figuren sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente bzw. entsprechende Teile mit denselben Bezugsziffern versehen, so dass von einer entsprechenden erneuten Vorstellung ab- gesehen wird.

In Fig. 1 ist in schematischer Darstellung eine erfindungsgemäße Haltevorrichtung 2 mit einer als Monitor 1 ausgebildeten Anzeige- Vorrichtung dargestellt. Zur Orientierung im Raum kann die Darstellung mit dem in Fig. 3 dargestellten Koordinatensystem 31 unterlegt werden. Die Haltevorrichtung 2 umfasst einen Drehteller 3, der sich in Drehrichtung 5 dreht, angetrieben durch einen Aktor oder Aktua- tor 4. Der Drehteller 3 weist einen exzentrisch angeordneten inne- ren Drehteller 6 auf, der sich, durch einen Aktuator 9 angetrieben, in entgegengesetzter Richtung 10 zur Bewegungsrichtung 5 des äußeren Drehtellers 3 dreht. Der innere Drehteller 6 weist eine Auflagefläche 7 und Befestigungselemente 8, 8' für den Monitor 1 auf. Aus Gründen der Übersicht ist die Front der Haltevorrichtung 2 halb- transparent abgebildet, so dass die im Inneren der Haltevorrichtung

2 angeordneten Aktuatoren 4, 9 sichtbar sind.

Die gegenläufigen Drehrichtungen 5 und 10 des äußeren Drehtellers

3 und des inneren Drehtellers 6, bewirken, dass trotz einer rotieren- den Bewegung des Monitors 1 dessen Orientierung im Raum konstant oder annähernd konstant bleibt. Somit ist einem Betrachter zu jedem Zeitpunkt der Bewegung die gleiche Seite des Monitors 1 zugewandt. Die Bewegung des Monitors 1 auf dem Drehteller 3 ist kreisförmig, so dass in den beiden horizontalen kartesischen X- und Z-Achsen 32, 34 aus Fig. 3 eine oszillierende sinus- bzw. kosinus- förmige Bewegung stattfindet. Die nicht kollinearen kartesischen Bewegungen bzw. Bewegungsrichtungen sind in Fig. 1 nicht eigens dargestellt. Die Bewegungsgeschwindigkeit und die Bewegungsrichtung können variiert werden. Wenn die absolute Drehgeschwindig- keit des inneren Drehtellers 6 von derjenigen des äußeren Drehtellers 3 zumindest zeitweise abweicht, ist außerdem eine Verdrehung des Monitors 1 um seine Hochachse möglich. Dazu ist eine Steuervorrichtung 1 1 vorgesehen, bei der über Bedienelemente 13 - 13" die Art und Geschwindigkeit der Bewegung der Drehteller 3, 6 eingestellt wird, einschließlich einer möglichen zufallsgenerierten Bewegung. Auf einer Steueranzeige 12 werden beispielsweise Betriebsparameter der Haltevorrichtung 2 angezeigt.

In Fig. 2 ist eine alternative Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung 20 dargestellt mit einem Kreuztisch 21 , der eine Auflagefläche 22 sowie Halterungen 23, 23' für einen Monitor 1 aufweist. Auch diese Darstellung kann mit dem Koordinatensystem aus Fig. 3 unterlegt werden. Dargestellt sind zwei Aktuatoren 24, 24', die jeweils Schraubengewinde bzw. Gewindestangen 25, 25' antreiben, die orthogonal zueinander ausgerichtet sind und ein be- liebiges Verfahren des Kreuztisches 21 ermöglichen. Dazu sind die

Aktuatoren 24, 24' und die Gewindestangen 25, 25' jeweils beweglich auf oder in nicht dargestellten Schienen oder Schienensystemen gelagert. Die Bewegungen in horizontaler Richtung sind mit den Bezugszeichen 26 und 26' bezeichnet. Außerdem umfasst die Haltevorrichtung 20 eine nicht dargestellte Bewegungsvorrichtung, die eine Bewegung 30 in vertikaler Richtung ermöglicht. Die somit möglichen Bewegungsrichtungen entsprechen den kartesischen Koordinatenachsen 32 - 34 aus Fig. 3.

Die Haltevorrichtung 20 weist eine Steuervorrichtung 27 mit Bedienelementen 28 - 28" und einer Steueranzeige 29 auf, wobei mittels der Bedienelemente 28 - 28" die Bewegungsart, Frequenz, Amplitude und Geschwindigkeit unter anderem eingestellt werden. Der Betriebszustand wird auf der Anzeige 29 der Steuervorrichtung 27 angezeigt. Es kann auch mittels der Bedienelemente 28 - 28" eine zufallsgenerierte Bewegung eingestellt werden. Die Steuervorrichtung 27 kann auch eingerichtet werden auf individuelle Benutzer und deren Vorlieben bzw. Bedürfnisse.

In Fig. 3 ist das Koordinatensystem 31 , das im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet wird, schematisch dargestellt. Die X- Achse 32 des Koordinatensystems definiert die seitliche horizontale

Achse, die Z-Achse 34 die horizontale Achse, die eine Anzeigevorrichtung mit einem Betrachter verbindet. Die Y-Achse 33 ist die vertikale Achse. Diese Achsen 32 - 34 definieren die grundsätzlichen Bewegungsrichtungen.

Auf jeder Achse sind zwei Bewegungsmöglichkeiten eingetragen, nämlich eine oszillierende oder quasi-oszillierende Längsbewegung bzw. Bewegung 35, 36, 37 jeweils auf der X-Achse 32, Y-Achse 33 und Z-Achse 34 sowie jeweils eine Drehung 38, 39, 40 um die je- weilige Achse 32, 33, 34. Eine Längsbewegung bzw. Bewegung 37 bezüglich der Z-Achse 34 bewirkt eine Abstandsänderung zwischen einer Anzeigevorrichtung und dem Betrachter, so dass dessen Augenakkomodation trainiert wird, ohne dass er den Kopf bewegen muss. Eine Bewegung 36 entlang der Y-Achse 33 wird mit einer Nickbewegung des Kopfes verfolgt. Die Längsbewegung 35 entlang der X-Achse 32 bedingt eine seitliche Bewegung des Kopfes.

Die Drehung 40 um die Z-Achse 34 führt dazu, dass der Betrachter den Kopf zu einer Seite neigt, um der Drehung der Anzeigevorrich- tung zu folgen. Die Drehungen 38, 39 um die X-Achse 32 bzw. Y-

Achse 33 bedingen keine Bewegung des Kopfes. Da jedoch die Anzeigevorrichtung um ihre Querachse bzw. Vertikalachse gedreht wird, haben verschiedene Abschnitte der Anzeigevorrichtung verschiedene Abstände zum Betrachter. Dies trainiert die Akkomoda- tionsfähigkeit des Auges und verleiht dem angezeigten Bild eine im

Verlauf der Drehung um die entsprechende Achse variable Tiefenwirkung, die zur Entspannung des Auges beiträgt. Bezugszeichenliste

1 Monitor

2 Haltevorrichtung

3 Drehteller

4 Aktuator

5 Drehung Drehteller

6 innerer Drehteller

7 Auflagefläche

8, 8' Halterung

9 Aktuator

10 Drehung innerer Drehteller

11 Steuervorrichtung

12 Steueranzeige

13 - 1 3" Bedienelemente

20 Haltevorrichtung

21 Kreuztisch

22 Auflagefläche

23 , 23' Halterungen

24 , 24' Aktuatoren

25 , 25' Gewindestangen

26 , 26' Bewegungen horizontal

27 Steuervorrichtung

28 Steueranzeige

29 - 29" Bedienelemente

30 Bewegung vertikal

31 Koordinatensystem

32 X-Achse

33 Y-Achse

34 Z-Achse

35 Oszillierende Bewegung in X-Richtung Oszillierende Bewegung in Y-Richtung Oszillierende Bewegung in Z-Richtung Verdrehung um die X-Achse Verdrehung um die Y-Achse Verdrehung um die Z-Achse