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Patent Searching and Data


Title:
MOUNTING SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/210366
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to the optimization of a mounting system which can be mounted on a high-quality wall by means an adhesive, wherein a liquid and gas-permeable element is fixed to the wall by means of a fixing ring. The actual aerobic adhesive is then injected into a cavity. By optimizing the mounting system, a ratio of the "aerated" specific weight of the element with respect to the specific weight of the material of the element is disclosed. In a further variant, a through-flow value for the liquid and gas-permeable element and layer thicknesses of the adhesive and the element are provided. In another embodiment of the invention, a fibrous moisture carrier is mounted in the mounting system.

Inventors:
RONNENBERG, Dieter (Gmünder Straße 17, Waldstetten, 73550, DE)
ORTWEIN, Moritz (Wiesenweg 1/2, Ebersbach, 73061, DE)
ORTWEIN, Ernst-Georg (Gentenriedweg 30, Ebersbach, 73061, DE)
Application Number:
DE2018/000147
Publication Date:
November 22, 2018
Filing Date:
May 19, 2018
Export Citation:
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Assignee:
RONNENBERG, Dieter (Gmünder Straße 17, Waldstetten, 73550, DE)
ORTWEIN, Moritz (Wiesenweg 1/2, Ebersbach, 73061, DE)
ORTWEIN, Ernst-Georg (Gentenriedweg 30, Ebersbach, 73061, DE)
International Classes:
F16B35/00; F16B47/00
Domestic Patent References:
WO2012084476A12012-06-28
WO2009156013A12009-12-30
Foreign References:
EP2947333A12015-11-25
EP1440246B12009-12-09
Other References:
RYAN YEARGIN ET AL: "Porosity Analysis in Porous Brass Using Dual Approaches", AMERICAN JOURNAL OF ENGINEERING AND APPLIED SCIENCES, 2016, XP055509090, Retrieved from the Internet [retrieved on 20180924]
Attorney, Agent or Firm:
RONNENBERG, Dieter (Gmünder Straße 17, Waldstetten, 73550, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. ontagesystem zum Anbringen von Gegenständen, wie Handtuchhaltern, Zahnputzbecherhaltern, Ablagen, Regalen und Leuchten an eine Wand (22) mit Fliesen, Naturstein oder auch anderen glatten oder hochwertigen Oberflächen, wie beispielsweise in Bädern, wobei

- mittels eines Fixierungsringes (26) ein flüssig- keits- und gasdurchlässiges Element (6) auf der Wand (22) fixiert wird;

- durch einen geringen Abstand des Elementes (6) zur Wand (22) entsteht ein Hohlraum (4) zwischen der Wand (22), dem Fixierungsring (26) und dem Element ( 6 ) ;

- das Element (6) ist flüssigkeits- und/oder gasdurchlässig;

- in den Hohlraum (4) wird ein Kleber (20) eingespritzt;

- nach dem zumindest teilweisen Aushärten des Klebers (20) kann der Gegenstand direkt oder mittelbar mit dem Element (6) verbunden werden; dadurch gekennzeichnet, dass

- das spezifische Gewicht des Elementes (6) um den Faktor 0,6 bis 0,7 geringer ist, als das spezifische Gewicht des Werkstoffes des Elementes (6).

2. Montagesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das spezifische Gewicht des Elementes (6) um den Faktor 0,64 bis 0,68 geringer ist, als das spezifische Gewicht des Werkstoffes des Elementes (6) .

3. Montagesystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Element (6) im Wesentlichen aus Kunststoff besteht.

4. Montagesystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Element (6) im Wesentlichen aus Metall besteht.

5. Montagesystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Element (6) aus offenporigem Metallschaum oder einer Sinterbronze besteht.

6. Montagesystem zum Anbringen von Gegenständen, wie Handtuchhaltern, Zahnputzbecherhaltern, Ablagen, Regalen und Leuchten an eine Wand (22) mit Fliesen, Naturstein oder auch anderen glatten oder hochwertigen Oberflächen, wie beispielsweise in Bädern, wobei

- mittels eines Fixierungsringes (26) ein flüssig- keits- und gasdurchlässiges Element (6) an der Wand (22) fixiert wird;

- durch einen geringen Abstand des Elementes (6) zur Wand (22) entsteht ein Hohlraum (4) zwischen der Wand (22) , dem Fixierungsring (26) und dem Element ( 6) ;

- das Element (6) ist flüssigkeits- und/oder gasdurchlässig;

- in den Hohlraum (4) wird ein Kleber (20) eingespritzt; - nach dem zumindest teilweisen Aushärten des Klebers (20) kann der Gegenstand direkt oder mittel¬ bar mit dem Element (6) verbunden werden;

dadurch gekennzeichnet, dass

- das Element (6) bei einer Durchströmung mit Umgebungsluft in Richtung der Dicke (s2), bei einer Durchströmungsfläche von 1 cm2 (Durchmesser d) , bei einem Volumenstrom von 1 Liter und bezogen auf 1 mm Dicke (s2), sich eine Druckdifferenz (delta-P) in Millimeter Wassersäule (mm WS) und eine Fallzeit (t) des Kolbens (37b) in Sekunden (s) gemäß der Kurve (43) der Figur 4 ergeben.

Montagesystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchströmung innerhalb der Toleranzbänder (44, 45) gemäß der Figur 4 erfolgt.

Montagesystem zum Anbringen von Gegenständen, wie Handtuchhaltern, Zahnputzbecherhaltern, Ablagen, Regalen und Leuchten an eine Wand (22) mit Fliesen, Naturstein oder auch anderen glatten oder hochwertigen Oberflächen, wie beispielsweise in Bädern, wobei

- mittels eines Fixierungsringes (26) ein flüssig- keits- und gasdurchlässiges Element (6) auf der Wand (22) fixiert wird;

- durch einen geringen Abstand des Elementes (6) zur Wand (22) ein Hohlraum (4) zwischen der Wand (22), dem Fixierungsring (26) und dem Element (6) entsteht ;

- das Element (6) flüssigkeits- und/oder gasdurchlässig ist; - in den Hohlraum (4) ein Kleber (20) eingespritzt wird;

- nach dem zumindest teilweisen Aushärten des Klebers (20) der Gegenstand direkt oder mittelbar mit dem Element (6) verbunden werden kann; dadurch gekennzeichnet, dass

- die Dicke (sl) der Kleberschicht 0,3 bis 1,0 mm - vorzugsweise 0,5 bis 0,8 mm - beträgt.

9. Montagesystem zum Anbringen von Gegenständen, wie

Handtuchhaltern, Zahnputzbecherhaltern, Ablagen, Regalen und Leuchten an eine Wand (22) mit Fliesen, Naturstein oder auch anderen glatten oder hochwertigen Oberflächen, wie beispielsweise in Bädern, wobei

- mittels eines Fixierungsringes (26) ein flüssig- keits- und gasdurchlässiges Element (6) an der Wand (22) fixiert wird;

- durch einen geringen Abstand des Elementes (6) zur Wand (22) ein Hohlraum (4) zwischen der Wand (22), dem Fixierungsring (26) und dem Element (6) entsteht ;

- das Element (6) flüssigkeits- und/oder gasdurchlässig ist;

- in den Hohlraum (4) ein Kleber (20) eingespritzt wird;

- nach dem zumindest teilweisen Aushärten des Klebers (20) der Gegenstand direkt oder mittelbar mit dem Element (6) verbunden werden kann; dadurch gekennzeichnet, dass

- die Dicke (s2) des Elementes (6) 1,5 bis 6 mm - vorzugsweise 2 bis 3,5 mm - beträgt.

10. Montagesystem nach mindestens einem der Ansprüche 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicken (sl) zu (s2) sich wie 1 zu 8 bis 1 zu 5 - vorzugsweise 1 zu 4 - verhalten.

11. Montagesystem zum Anbringen von Gegenständen, wie Handtuchhaltern, Zahnputzbecherhaltern, Ablagen, Regalen und Leuchten an eine Wand (22) mit Fliesen, Naturstein oder auch anderen glatten oder hochwertigen Oberflächen, wie beispielsweise in Bädern, wobei

- mittels eines Fixierungsringes (26) ein Adapter¬ konus (31) an der Wand (22) angebracht wird;

- der Adapterkonus (31) zusammen mit der Wand (22) und dem Fixierungsring (26) einen Hohlraum (4) bildet;

- in dem Hohlraum (4) ein zur Wand (22) und dem

Adapterkonus (31) im Wesentlichen ein faseriger Feuchtigkeitsspender (29) angeordnet ist;

- durch eine Einfüllöffnung (2) im Adapterkonus

(31) ein Kleber (20) in den Hohlraum (4) eingespritzt wird, wobei in dem Adapterkonus (31) eine Steigöffnung (14) optional angeordnet sein kann;

- nach dem zumindest teilweisen Aushärten des Klebers (20) der Gegenstand direkt oder mittelbar mit dem Grundkörper (1) verbunden werden kann.

12. Montagesystem zum Anbringen von Gegenständen, wie Handtuchhaltern, Zahnputzbecherhaltern, Ablagen, Regalen und Leuchten an eine Wand (22) mit Fliesen, Naturstein oder auch anderen glatten oder hochwertigen Oberflächen, wie beispielsweise in Bädern, wobei

- ein faseriger Feuchtigkeitsspender (29) zwischen zwei Fixierungsringen (26) angeordnet ist;

- mit einem Fixierungsring (26) der faseriger

Feuchtigkeitsspender (29) an der Wand (22) angebracht ist;

- mit dem zweiten Fixierungsring (26) der zu befestigende Gegenstand oder ein Montageadapter (30) befestigt wird;

- der Kleber (20) entweder vor dem Anbringen des zu befestigenden Gegenstandes oder des Montageadapters (30) direkt auf den faseriger Feuchtig¬ keitsspender (29) aufgebracht oder durch eine Einfüllöffnung (2) in dem zu befestigenden Gegenstand bzw. in dem Montageadapter (30) eingespritzt wird.

13. Montagesystem nach mindestens einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der faserige Feuchtigkeitsspender (29) aus einen Gewebe oder Gelege von Fäden aufgebaut ist.

14. Montagesystem nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern oder Fäden aus Hanf oder Zellulose bestehen.

Montagesystem nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegenstand über einen Adapterkonus (31) mit der Wand (22) oder über eine Gewindeverbindung mit dem Element (6) verbunden ist.

Montagesystem nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Kleber (20) aerob ausgebildet ist.

Description:
Montagesystem

Beschreibung

Die Erfindung betrifft ein Montagesystem nach den Oberbegriffen der Ansprüche 1, 6, 8, 9, 11 und 12.

Aus dem Markt und aus dem Dokument EP 1 440 246 Bl ist ein Montagesystem zum Anbringen von Gegenständen, wie Handtuchhaltern, Zahnputzbecherhaltern, Ablagen, Regalen, Leuchten und dergleichen an eine Wand mit Fliesen, Naturstein oder auch anderen glatten oder hochwertigen Oberflächen, wie beispielsweise in Bädern, bekannt.

Bei diesem Montagesystem aus dem Stand der Technik wird ein Grundkörper zunächst mittels eines Kleberinges an der Wand fixiert. Der Grundkörper bildet dort in Verbindung mit einem flüssigkeits- und gasdurchlässigem Element und der Wand zunächst einen Hohlraum. In diesen Hohlraum wird der Kleber eingespritzt. Durch das flüssigkeits- und gasdurchlässige Element (auch nur kurz Element genannt) kann der Kleber sowohl ausgasen oder auch für die Aushärte- Reaktion benötigte Feuchtigkeit oder Luft oder Luftfeuchtigkeit oder Dampf aufnehmen. Es rauss nicht, aber es kann - je nach Kleber - ein Austausch in beide Richtungen sein .

Das Element wird im Stand der Technik aus einem kupfer- haltigen Pulver oder Granulat gefertigt, indem es in eine Form gegeben und gepresst und/oder erhitzt wird. Da der Sprachgebrauch hier oft nicht ganz eindeutig ist, soll auch erwähnt werden, dass das Element auch gesintert sein kann. Dadurch entsteht eine ausreichend mechanisch stabi ¬ le Scheibe, die dann aber trotzdem flüssigkeits- und gasdurchlässig ist.

Da der Kleber schließlich an der Wand und an dem Element haftet und dieses Element wiederum mit dem Grundkörper verbunden ist - beispielsweise mittels Niete - hält auch der Grundkörper an der Wand. An den Grundkörper können dann die verschiedensten Gegenstände (siehe oben) - beispielsweise über eine Adapterglocke - montiert werden. Das Vorteilhafte bei diesem System ist, dass hierzu keine Löcher gebohrt werden müssen. Dieses Bohren ist insofern sehr nachteilig, wenn die Wand mit Fliesen, Natursteinen oder anderen hochwertigen und/oder empfindlichen Oberflächen versehen ist und so die Wände nach dem Entfernen der Anbauteile (Gegenstände) hässliche Löcher aufweisen würden. Beim Stand der Technik hingegen wird der Grundkörper durch eine Drehbewegung parallel zur Oberfläche der Wand mittels einer Wasserpumpenzange problemlos von der Wand abgelöst. Mögliche Klebereste werden mit einem Glas- Kochfeldschaber rückstandsfrei entfernt.

In der Vergangenheit hat sich jedoch gezeigt, dass der Halt des Montagesystems bzw. des Grundkörpers an der Wand noch nicht ganz zufriedenstellend ist, bzw. das Abbinden bzw. das Aushärten des Klebers eine Undefinierte Zeit benötigt . Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, das flüssigkeits- und gasdurchlässige Element (auch nur Element genannt) selbst oder auch die Dimensionierungen des Klebespaltes oder auch den Klebeprozess zu optimieren.

Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale - in Kombination mit den Oberbegriffen - der Ansprüche 1, 6, 8, 9, 11, und 12 gelöst. Die Erfinder haben festgestellt, dass die Gestaltung der Poren in dem Element - also indirekt der Zwischenräume zwischen den Staub- oder Granulat- Partikeln - von großer Wichtigkeit ist. Sind die Zwi ¬ schenräume zu groß, so dringt Kleber in diese ein, sind die Zwischenräume zu eng, so kann der Gas- und Feuchtigkeitstransport nur noch sehr schleppend erfolgen und die Dauer des Abbinde-Prozesses ist nicht mehr akzeptabel. Werden die Elemente z.B. gesintert, so ist auch der Sin- terprozess von sehr großem Einfluss. Aber auch bezüglich der Klebespaltgestaltung haben die Erfinder Dimensionierungen gefunden, die das Kleben verbessern. Weitere Lösungen ergeben sich dadurch, dass die Feuchtigkeit durch einen faserigen Feuchtigkeitsspender direkt in den Kleber hineingebracht wird.

Vorteilhafte weitere Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen .

Nachfolgend soll nun die Erfindung anhand der Figuren näher erläutert werden. Es zeigen:

Figur la eine Draufsicht von einem Montagesystem mit

Grundkörpers an der Wand; Figur lb einen Schnitt durch das Montagesystem gemäß Figur la;

Figur lc einen Schnitt durch eine Adapterglocke für einen Grundkörper;

Figur 2a eine Draufsicht von einem Montagesystem ohne

Grundkörper;

Figur 2b einen Schnitt durch das Montagesystem gemäß Figur 2a;

Figur 2c einen Schnitt durch eine Adapterglocke gemäß der Figuren 2a und 2b;

Figur 3a einen Schnitt durch eine Halterung für eine

Testvorrichtung für flüssigkeits- und gasdurchlässige Elemente;

Figur 3b eine Draufsicht der Halterung;

Figur 3c eine Gesamtansicht der Testvorrichtung;

Figur 4 ein Durchlässigkeitsdiagramm;

Figur 5a eine Draufsicht von einem Montagesystem mit einem integriertem faserigen Feuchtigkeitsspender;

Figur 5b einen Schnitt durch das Montagesystem gemäß Figur 5a;

Figur 6a eine Draufsicht von einem Montagesystem ohne

Gehäuse;

Figur 6b einen Schnitt durch das Montagesystem gemäß Figur 6a;

Figur 6c eine Adapterglocke zu dem alternativen Adapterkonus aus Figur 6b.

Zunächst soll vorausgeschickt werden, dass Begriffe wie „links", „rechts", „oben" oder „unten" sich lediglich auf die Darstellung in den Figuren beziehen, aber von der tatsächlichen Anordnung in der Praxis abweichen können. Weiterhin soll darauf hingewiesen werden, dass die Figu ¬ ren keine reinen technischen Zeichnungen sind, weshalb teilweise Schraffüren und Abbruchlinien fehlen. Auch können die relativen Dimensionen von der Wirklichkeit abweichen. In der Beschreibung nicht erwähnte Bezugszeichen ergeben sich aus der Bezugszeichenliste. Die Bezugszei ¬ chen haben in allen Figuren die gleiche Bedeutung.

Die Erfindung wird am Besten in der Gesamtschau der Figuren la bis lc verstanden. Diese Erfindung baut auf das bekannte System mit einem Grundkörper auf. In der Figur la ist die Draufsicht eines Grundkörpers 1 des erfindungsgemäßen Montagesystems an einer Wand 22 zu sehen. Ein flüssigkeits- und gasdurchlässiges Element 6 (auch nur kurz Element genannt) ist mittels Niete 25 mit dem Grundkörper verbunden. Die Montage des erfindungsgemäßen Montagesystems beginnt, indem von einem doppelseitig klebenden Fixierungsring 26 eine Schutzfolie an der zur Wand 22 gewandten Oberfläche abgezogen und der Grundkörper 1 an der gewünschten Stelle der Wand 22 angepresst wird. Danach wird über eine Einfüllöffnung 2 so lange ein Kleber 20 aus einer Tube in den Hohlraum zwischen Wand 22 und Element 6 gespritzt, bis er wieder aus einer

Steigöffnung 14 austritt. Nach etwa 12 Stunden hat der Kleber 20 eine derartige Festigkeit, dass er belastet werden kann, d.h. dass eine Adapterglocke 23 über den Grundkörper 1 gestülpt werden kann. Mittels einer Madenschraube 24 wird die Adapterglocke 23 auf dem Grundkörper 1 gesichert. In der Figur lc ist an der Adapterglocke 23 eine Abbruchlinie zu sehen, an der der Gegenstand - wie beispielsweise ein Handtuchhalter, ein Zahnputzbecherhalter, Ablage, Regale oder eine Leuchte - angeordnet ist. In einer anderen Ausgestaltung eines Montagesystems existiert kein Grundkörper, sondern das Element 6 wird mittels eines Fixierungsringes 26 direkt auf die Wand 22 geklebt. Der Fixierungsring 26 ist hier sogar mit Laschen ausgestattet, damit beim Einspritzen des Klebers 20 über die Einfüllöffnung 2 in den Hohlraum 4 kein Kleber 20 in die Gewindebohrungen 27 eindringt. Da dieses Montagesystem ohne Grundkörper 1 auskommt, fällt die Adapterglocke 23 dort zierlicher aus.

Alternativ zu zwei Gewindebohrungen 27, kann auch ein einzelner, mittiger Gewindestift in das Element 6 einge- presst sein. Die später zu verbauenden Gegenstände (bspw. Badezimmer-Accessoires) werden über dieses Gewinde verschraubt .

Durch vielfältige Versuche haben die Erfinder benutzte Elemente 6 analysiert, aufgeschnitten, Schliffbilder erstellt usw. Es wurden Korngrößen des Metallpulvers bzw. - granulates variiert und verschiedene Drücke und Temperaturen ausprobiert. Am Ende konnte ein Quotient des scheinbaren spezifischen Gewichts des Elementes (Gewicht des Elementes dividiert durch das Volumen der sichtbaren Körpergrenzen (Scheibe minus Bohrungen) ) durch das spezifische Gewicht des Werkstoffes des Elementes ermittelt werden. Dieser Quotient beschreibt gewissermaßen die „Luftigkeit" des Elementes 6. Der vorteilhafte Maß- Bereich ist hierbei im Wesentlichen bei allen Werkstoffen gleich, egal ob es sich um reines Kupfer oder Bronze oder Messing oder um einen Kunststoff handelt. Die Aushärtezeit des Klebers 20 ist dann besonders optimal, wenn der Quotient des Elementes zwischen 0,6 und bis 0,7 liegt. Besonders vorteilhaft ist ein Quotient von 0,64 bis 0,68.

Diese „Luftigkeit" der Elemente 6 kann man auch messen, indem man das Element 6 mit Umgebungsluft durchbläst und dabei den Druckabfall zwischen vor und hinter dem Element 6 und die Zeit t misst. Mit den Figuren 3a bis 3c wird eine entsprechende Testvorrichtung gezeigt.

In einem transparenten Zylinder 37a ist ein Kolben 37b angeordnet. Der Kolben ist beispielsweise ringsum mit einer Filzdichtung 37c versehen und wird von oben her durch austauschbare, verschieden schwere Gewichte 39 belastet. Die Filzdichtung 37c hat - in Verbindung mit einer Wassersperrschicht 40 - den Vorteil, dass sie immer gleichmäßig feucht ist, nicht so stramm sein muss, und dass man mögliche Luft-Leckagen aus dem Druckraum 37d zum Umgebungsdruck P2 sofort sehen kann.

Der so erzeugte Druck kann analog in einfachster Weise am U-Rohr-Manometer 35 abgelesen werden. Wenn das Ventil 36 den Druck PI zur Halterung 42 freigibt, so durchbläst diese Luft genau einen Quadrat Zentimeter eines Elementes 6 (Durchmesser d = 11,28 mm) . Besonders vorteilhaft ist an dieser Vorrichtung auch, dass der große Gummiring 32 für eine gerade und sichere Auflage des Elementes 6 auf der Druckplatte 34a dient, während der kleine Gummiring 33 zwar auch gut abdichtet, aber zugleich auch noch - in Verbindung mit der oberen Druckplatte 34b - den Blick auf die Lage des Elementes 6 und seiner möglichen Einfüll- und Steigöffnungen 2, 14 zulässt. Diese Öffnungen sollten nicht zu sehr in der Nähe des Durchmesser d liegen, um nicht das Messergebnis zu verfälschen.

Zur Messung der Luftdurchlässigkeit eines Elementes 6 wird beispielsweise die Fallzeit des Kolbens 37b für einen Liter komprimierter Luft PI über die an der Vorderseite des Zylinders angebrachte Skala 38 für 1 Liter Volumen gemessen. Gleichzeitig wird auch der Überdruck er- fasst .

Da die Elemente 6 - je nach Bautyp - unterschiedliche Dicken s2 aufweisen können und bei einem dünneren Element sich die Fallzeit verkürzt und der Strömungswiderstand des Elementes proportional zur Dicke s2 ist, muss man für eine standardisierte Kurve (siehe Figur 4) die gemessenen Fallzeiten durch die Dicke s2 dividieren. Will man später wieder zu realen Idealwerten - auch beispielsweise für eine neue Dicke s2 eines neuen Bautyps - zurückrechnen, so braucht man für die nur die Fallzeiten mit der aktuellen Dicke s2 zu multiplizieren.

Die Figur 4 zeigt ein Diagramm vieler Messungen mit verschiedenen Drücken und daraus resultierenden Fallzeiten des Kolbens 37b bei 1 Liter komprimierter Luft PI und einer senkrechten Durchströmungsfläche vom 1 cm 2 , wobei die Fallzeiten auf einen Millimeter Dicke s2 des Elementes herunter gerechnet wurden. Aber auch die Schichtdicke sl des Klebers 20 beeinflusst die Klebeverbindung. Bei einer Dicke sl von 0,3 bis 1,0 mm - vorzugsweise von 0,5 bis 0,8 mm - erfolgt eine stabile und zugleich auch schnell abbindende Klebeverbindung .

Aber auch die Dicke s2 des Elementes 6 hat einen Einfluss auf die Klebeverbindung. Bei einer Dicke s2 des Elementes 6 von 1,5 bis 6 mm - vorzugsweise 2 bis 3,5 mm - erfolgt eine stabile und zugleich auch schnell abbindende Klebeverbindung .

Auch wenn man die Dicken sl und s2 ins Verhältnis setzt, mit sl zu s2 = 1 zu 8 bis 1 zu 5 - vorzugsweise 1 zu 4 so erfolgt eine stabile und zugleich auch schnell abbindende Klebeverbindung .

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird ein faseriger Feuchtigkeitsspender 29 in die Klebeverbindung mit hineingebracht. Ein flüssigkeits- und gasdurchlässiges Element 6 ist hier nicht erforderlich. In den Figuren 5a und 5b ist ein Adapterkonus 31 mit einem Hohlraum 4 versehen, in dem schon vor dem Einspritzen des Klebers 20 der faserige Feuchtigkeitsspender 29 positioniert ist und beispielsweise mit einem weiteren Fixierungsring 26 gehalten wird. Vorteilhafterweise hat der Adapterkonus 31 auch je eine Einfüll- und Steigöffnung 2, 14. Eine Tube 46 mit dem Kleber 20 wird dazu in die Einfüllöffnung 2 eingesteckt. Damit eine besonders schnelle Klebeverbindung zustande kommt, ist es vorteilhaft, wenn der faserige Feuchtigkeitsspender 29 kurz vor dem Klebevorgang zu- sätzlich noch mit Wasser benetzt wird, obwohl der faserige Feuchtigkeitsspender 29 von Natur aus eine Grundfeuchte haben könnte.

Vorteilhaft haben sich faserige Feuchtigkeitsspender 29 erwiesen, die aus Hanf, Flachs oder Zellulose bestehen. Ferner ist es vorteilhaft, wenn diese Fasern zu Fäden verdrillt sind und ein grobmaschiges Netz oder Gelege (d.h.: kreuzweise angeordnet, aber nicht gewebt) bilden. Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn der Kleber aerob ausgebildet ist.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung gemäß der Figuren 6a bis 6c ist der faserige Feuchtigkeitsspender 29 zwischen 2 Fixierungsringen 26 angeordnet. Nach Abzug eines nicht dargestellten Klebeschutzes vom linken Fixierungsring 26, kann dieses Montagesystem auf eine Wand 22 geklebt werden. Nach Abzug des Klebeschutzes vom rechten Fixierungsring 26 kann entweder direkt ein Gegenstand o- der alternativ ein Adapter - oder wie hier gezeigt - ein Adapterkonus 31 (ein Adapterkonus ist ohne einen Hohlraum 4 bzw. ohne eigenen Fixierungsring 26) auf den rechten Fixierungsring 26 geklebt werden. Der Kleber kann entweder vor dem Andrücken des Gegenstandes gegen den rechten Fixierungsring direkt auf das Gewebe oder Gelege des faserigen Feuchtigkeitsspenders 29 aufgebracht werden, oder der Kleber wird durch eine Einfüllöffnung des Gegenstandes (nicht gezeigt) oder eines Adapters oder eines Adapterkonus 31 eingespritzt. Ein einfacher Adapter kann als Platte mit Gewindelöchern oder Gewindestift oder Haken ausgebildet sein. In schon beschriebener Weise kann auch hier wieder eine Adapterglocke 23 zusammen mit dem Adapterkonus zum Einsatz kommen.

Es versteht sich, dass die vorstehend genannten Merkmale der Erfindung nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.

Bezugszeichenliste

1 Grundkörper

2 Einfüllöffnung

4 Hohlraum

6 flüssigkeits- und gasdurchlässiges Element

14 Steigöffnung

20 Kleber

22 Wand

23 Adapterglocke

24 Madenschraube

25 Niete

26 Fixierungsring

27 Gewindebohrung

28 Schraube

29 faseriger Feuchtigkeitsspender

30 Montageadapter

31 Adapterkonus

32 Gummiring (groß)

33 Gummiring (klein)

34a untere Druckplatte

34b obere Druckplatte (transparent)

35 U-Rohr-Manometer

36 Ventil

37a Zylinder (transparent)

37b Kolben

37c Filzdichtung

37d Druckraum mit Luftdruck PI

38 Volumen-Skala (an der Vorderfront des Zylinders)

39 Gewicht (austauschbar)

40 Sperrwasser 41 Schlauch

42 Halterung für Elemente 6

43 Hauptkurve

44 unteres Toleranzband

45 oberes Toleranzband

46 Tube/Kleber-Spender sl Dicke des Klebers 20

s2 Dicke des Elementes 6

PI Überdruck

P2 atmosphärischer Druck

d Durchmesser der Durchströmungsfläche

WS Wassersäule

t Zeit in Sekunden