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Title:
MULTI-PART BLOW MOULD, IN PARTICULAR FOR PRODUCING PLASTICS BOTTLES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/007154
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a multi-part blow mould for producing blown workpieces which consist of plastic, having at least one locking mechanism for detachably locking an interchangeable insert (1) in a blow mould (2), wherein the locking mechanism comprises a clamping strip (3), which is mounted on the blow mould (2) and is displaceable from a locking position into a release position, wherein the clamping strip (3) is coupled to at least one eccentric (4), which is mounted rotatably on the blow mould (2).

Inventors:
SOKOLOV, Dmitrij (Brucknerstraße 16, Munster, 29633, DE)
RÖDERS, Jürgen (Scheibenstrasse 7, Soltau, 29614, DE)
Application Number:
EP2011/003481
Publication Date:
January 19, 2012
Filing Date:
July 12, 2011
Export Citation:
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Assignee:
RÖDERS GMBH (Scheibenstraße 6, Soltau, 29614, DE)
SOKOLOV, Dmitrij (Brucknerstraße 16, Munster, 29633, DE)
RÖDERS, Jürgen (Scheibenstrasse 7, Soltau, 29614, DE)
International Classes:
B29C49/42
Attorney, Agent or Firm:
HOEFER & PARTNER et al. (Pilgersheimerstraße 20, München, 81543, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Mehrteilige Blasform für die Herstellung von geblasenen, aus Kunststoff bestehenden Werkstücken mit zumindest einem Verriegelungsmechanismus zum lösbaren Verriegeln eines Wechseleinsatzes (1) in einer Blasform (2), wobei der Verriegelungsmechanismus eine Spannleiste (3) umfasst, welche an der Blasform (2) gelagert und von einer Verriegelungsposition in eine Freigabeposition verschiebbar ist, wobei die Spannleiste (3) mit zumindest einem Exzenter (4) gekoppelt ist, welcher drehbar an der Blasform (2) gelagert ist.

Blasform nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Spannleiste (3) zwischen einer Auflagefläche (5) der Blasform (2) und einer an der Blasform (2) gelagerten Brücke (6) angeordnet ist.

Blasform nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Exzenter (4) zumindest in der Verriegelungsposition formschlüssig sicherbar ist.

Blasform nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Exzenter (4) zumindest in der Verriegelungsposition elastisch in eine taschenartige Ausnehmung (7) der Brücke (6) vorgespannt ist, bevorzugt mittels eines auf den Exzenter (4) einwirkenden elastischen Elements (8), welches bevorzugt im Bereich der Auflagefläche (5) der Blasform (2) gelagert ist.

Blasform nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Spannleiste (3) und der Auflagefläche (5) und/oder der Brücke (6), Führungsmittel, bevorzugt in Form zumindest eines Führungsstegs (9) und/oder einer Führungsnut ( 0), angeordnet sind.

Blasform nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannleiste (3) mit einem keilförmigen Querschnitt versehen ist.

Blasform nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannleiste (3) in einem Freiraum (1 1) der Brücke (6) angeordnet ist. Blasform nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Exzenter (4) mit Werkzeugeingriffsmitteln (12) versehen ist, bevorzugt einer Mehrkantausnehmung.

Blasform nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Bereich des Wechseleinsatzes (1) eine Spannleiste (3) angeordnet ist und an einem weiteren Bereich des Wechseleinsatzes (1) zum Wechseln des Wechseleinsatzes (1 ) nicht-lösbare Anschlagmittel vorgesehen sind. 0. Blasform nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannleiste (3) an zumindest einer Seite abgerundet oder mit einer Fase (14) versehen ist.

Description:
Mehrteilige Blasform, insbesondere für die Herstellung von Kunststoffflaschen

Nachteilig an dieser Art der Befestigung der Wechseleinsätze in der Mutterform ist, dass mindestens auf einer Seite der Mutterform mindestens 2 Schrauben gelöst und die zugehörigen Unterlegscheiben verschoben oder verdreht werden müssen, um den Wechsel der Einsätze durchzuführen.

Die DE 10 2009 050 637 A1 beschreibt eine mehrteilige Blasform für die Herstellung von geblasenen, aus Kunststoff bestehen Flaschen. Es sind unterschiedlichste Mechanismen erläutert, um eine Verriegelung mittels einer Vielzahl von Eingriffselementen vorzunehmen. Diese können an einem gemeinsamen Eingriffskörper ausgebildet sein, welcher in Axialrichtung mittels eines Betätigungselementes verschiebbar ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine mehrteilige Blasform und insbesondere ein Schnellspannsystem zum schnellen Wechseln eines Wechseleinsatzes zu schaffen, welche bei einfachem Aufbau und einfacher, kostengünstiger Herstellbarkeit schnell, einfach und betriebssicher betätigbar sind.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmalskombination des Anspruches 1 gelöst, die Unteransprüche zeigen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfin- dung.

Erfindungsgemäß ist somit vorgesehen, dass eine mehrteilige Blasform für die Herstellung von geblasenen, aus Kunststoff bestehenden Werkstücken zumindest einen Verriegelungsmechanismus zum lösbaren Verriegeln eines Wechseleinsatzes in ei- ner Blasform aufweist. Derartige Wechseleinsätze müssen zum einen aus Gründen des Verschleißes, zum anderen aus Gründen des Produktwechsels austauschbar sein. Hierfür ist erfindungsgemäß ein Verriegelungsmechanismus vorgesehen, der eine Spannleiste umfasst, welche an der Blasform gelagert ist und von einer Verriegelungsposition in eine Freigabeposition verschiebbar ist. Die Spannleiste dient so- mit als Riegel, um den Wechseleinsatz zu verriegeln bzw. zum Austausch freizugeben. Zur Betätigung ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Spannleiste mit zumindest einem Exzenter gekoppelt ist, welcher drehbar an der Blasform gelagert ist. Im Folgenden wird die Erfindung näher erläutert:

Erfindungsgemäß wird somit eine Befestigung der Wechseleinsätze in einer Mutterform geschaffen, die eine schnellere und einfachere Bedienung für den Wechsel der Einsätze ermöglicht.

Der Monteur muss zum Wechsel der Wechseleinsätze lediglich ein Werkzeug, beispielsweise einen Innensechskantschlüssel (Inbusschlüssel), in einen Exzenter stecken und diesen um 180° drehen, um den in der Mutterform gehaltenen Wechselein- satz zu lösen oder umgekehrt wieder zu spannen. Dazu wird über den Exzenter eine Spannleiste, die mit Hilfe einer Brücke auf dem Steg der Mutterform gehalten und geführt wird, auf eine Auflagefläche einer Ausnehmung im Wechseleinsatz geschoben und hält auf diese Weise den Wechseleinsatz in der Blasform (Mutterform). Die Spannleiste ist zwischen einer Auflagefläche der Blasform und einer Auflagefläche der Ausnehmung des Wechseleinsatzes und der Unterseite der Brücke unter leichter Vorspannung positioniert und hält auf diese Weise den Wechseleinsatz sicher in der Blasform.

Aus den Figuren, welche nachfolgend beschrieben werden, ist ersichtlich, in welcher Position die Spannleiste zum Wechseln der Wechseleinsätze steht und welche Position diese zum Halten der Wechseleinsätze in der Blasform einnimmt. Die Auflagefläche für die Spannleiste bildet in der Ausnehmung des Wechseleinsatzes eine Ebene mit der Auflage für die Spannleiste auf dem Steg der Blasform, damit zum einen die Spannleiste auf die Auflagefläche in der Ausnehmung des Wechseleinsatzes ge- schoben werden kann und zum anderen der Wechseleinsatz sicher in der Blasform gehalten wird.

Erfindungsgemäß ist somit eine relativ schmale Spannleiste vorgesehen, welche eine Bewegung zu dem Wechseleinsatz bzw. von dem Wechseleinsatz weg durch- führt. Wenn, wie nachfolgend anhand des Ausführungsbeispiels beschrieben, eine Flasche hergestellt, wird, welche eine zentrische Achse aufweist, so ist die Spannleiste parallel zu der zentrischen Achse (Mittelachse) der Flasche und damit der durch den Hohlraum des Wechseleinsatzes gebildeten Innenkontur der Flasche angeordnet. Die Spannleiste wird somit zum Spannen bzw. Lösen radial verschoben. Da die Spannleiste sehr schmal ausgebildet sein kann, reicht der schmale Randbereich der Blasform (Mutterform) aus, um die Spannleiste zu lagern. Auch der mechanische Antrieb der Spannleiste (beispielsweise der Exzenter) kann erfindungsgemäß an dem schmalen Rand der Blasform angeordnet werden.

Erfindungsgemäß sind keine Eingriffselemente an der Spannleiste vorgesehen, insbesondere keine zusätzlichen Eingriffskörper oder Ähnliches. Vielmehr dient die gesamte Spannleiste zum Spannen und Verriegeln. Weiterhin ist die erfindungsgemäße Lösung so ausgebildet, dass gegebenenfalls der Wechseleinsatz nicht angepasst oder geändert werden muss. Insbesondere sind dabei keine zusätzlichen Ausnehmungen oder Ähnliches in dem zu befestigenden Wechseleinsatz erforderlich. Somit ist es dann lediglich erforderlich, die Blasform (Mutterform) erfindungsgemäß auszugestalten und mit dem die Spannleiste umfas- senden Spannmechanismus zu versehen. Hieraus ergeben sich wesentliche Vorteile, da ein Anwender die bei ihm vorhandenen Wechseleinsätze gegebenenfalls problemlos weiter verwenden kann.

Es versteht sich, dass die erfindungsgemäße Spannleiste auch zusätzlich mit Verrie- gelungsansätzen versehen sein kann, sofern dies erforderlich ist. In jedem Falle wird jedoch die gesamte Spannleiste parallel zur Übergangskante zwischen dem Wechseleinsatz und der Blasform (Mutterform) angeordnet und (radial) in Richtung auf den Wechseleinsatz in Spannrichtung verschoben bzw. in der Gegenrichtung zurück bewegt.

Bedingt durch die nachfolgende im Einzelnen noch beschriebene Lagerung der Spannleiste wird erfindungsgemäß verhindert, dass diese sich verkantet oder verklemmt. Vielmehr kann die erfindungsgemäße Spannleiste mit nur einem einzigen Werkzeug und mit nur einem einzigen Handgriff einer Bedienungsperson von der gelösten Stellung in die Spannstellung oder zurück bewegt werden.

Es kann ausreichend sein, wenn das erfindungsgemäße Spannsystem mit Spannleiste, Exzenter und Brücke auf einer Seite (einem Steg) der Blasform vorgesehen ist. Auf dem gegenüberliegenden Steg können Festanschläge angebracht werden, die z.B. in herkömmlicher Art mit Schrauben und Unterlegscheiben realisiert werden. Wenn der Wechseleinsatz auf einer Seite frei geht, kann dieser einfach aus der Blasform herausgedreht werden. Für eine problemlose Verschiebung der Spannleiste durch den Exzenter ist es vorteilhaft, wenn die Spannleiste an der vorderen Seite, die sich über die Auflagefläche der Ausnehmung des Wechseleinsatzes schiebt, mit einer kleinen Fase ausgeführt wird. In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Fläche an der Brücke an der die Spannleiste anliegt nicht parallel zur Auflagefläche der Spannleiste auf dem Steg der Blasform und der Ausnehmung des Wechseleinsatzes ausgeführt ist, sondern zu dieser leicht angewinkelt ist, so dass die Spannleiste bei Ihrer Bewegung auf die Auflagefläche der Ausnehmung des Wechseleinsatzes eine leichte Bewegung nach unten, in Richtung Auflagefläche der Ausnehmung des Wechseleinsatzes, ausführt. Auf diese Weise wird der Verschleiß der Auflagefläche auf dem Steg der Blasform und der Ausnehmung des Wechseleinsatzes vermindert, da die Bewegung der Spannleiste nicht mehr parallel zu dieser unter Vorspannung erfolgt, sondern die Spannleiste sich etwas auf die Auflagefläche hinbewegt, bzw. es wird bei dem Ausfahren der Spannleiste zusätzlich ein leichter Spanndruck auf den Wechseleinsatz bei Erreichen der Endposition der Spannleiste aufgebaut. Vor Erreichen der Endposition kann die Spannleiste ein leichtes Spiel zwischen Brücke, Steg der Blasform und Ausnehmung des Wechseleinsatzes aufweisen. Weiterhin ist es vorteilhaft, eine mechanische Sicherung vorzusehen, die ein„Zurückwandern" der Spannleiste weg von der Auflagefläche in der Ausnehmung des Wechseleinsatzes und damit ein sich Lösen des Wechseleinsatzes sicher verhindert. Dazu gibt es erfindungsgemäß mehrere Ausgestaltungen. Es können z.B. mit Federn gespannte Druckkugeln in dem Steg der Blasform vorgesehen werden, die von unten gegen die Spannleiste drücken und die, wenn die Spannleiste in die vordere Position zum Spannen des Wechseleinsatzes verschoben sind, direkt hinter der Spannleiste freikommen und auf diese Weise dafür sorgen, dass die Spannleiste nur mit relativ großer Kraft über diese zurück verschoben werden kann, was aber bei einem Wech- sei der Wechseleinsätze mit Hilfe des Schlüssels durch die Kraftübersetzung des Exzenters problemlos möglich ist.

Eine andere Möglichkeit einer einfachen Sicherung besteht darin, statt einer Siche- rung der Spannleiste eine Sicherung des Exzenters selber vorzusehen, damit dieser sich nicht von alleine aus der Position, die er bei gespannter Spannleiste einnimmt, wegbewegen kann. Dazu ist es denkbar, ein Federelement, z.B. eine Druckkugel, unter dem Exzenter in dem Steg der Blasform vorzusehen, so dass der Exzenter beständig mit einer Kraft nach oben gedrückt wird. Das sorgt für einen gewissen„Reib- schluss", der ein Verdrehen auf Grund von Vibrationen oder Stößen verhindert.

Zusätzlich kann es vorteilhaft sein, in der Brücke eine passgenaue Vertiefung einzuarbeiten, in die der Exzenter von unten durch die Federkraft in der Stellung„gespannt" hineingedrückt wird. In dieser Stellung verhindert die passgenaue Vertiefung in der Brücke ein Verdrehen des Exzenters und hält diesen somit zusätzlich formschlüssig in seiner Position. Um die Spannleiste mit Hilfe des Exzenters aus der gespannten Stellung zurückzubewegen, ist es dann zunächst erforderlich, den Exzenter entgegen der Federkraft der Druckkugel mit dem Schlüssel nach unten aus der passgenauen Vertiefung herauszudrücken, damit eine dann folgende Drehbewegung erst möglich wird.

Die erfindungsgemäße Art der Befestigung ist nicht auf ganze Wechseleinsätze beschränkt. In zahlreichen Formen werden Teilwechseleinsätze verwendet, z.B. um nur den Schulterbereich einer Flasche zu modifizieren. Auch solche Teileinsätze können nach dem gleichen Prinzip in einer Blasform (Mutterform) gehalten werden. Lediglich die Brücke und die zugehörige Spannleiste müssen in dem Fall entsprechend der Länge des Teilwechseleinsatzes kürzer ausgeführt werden.

Somit ist es erfindungsgemäß auch möglich, auf diese Weise einen Teilwechselein- satz in einem Wechseleinsatz vorzusehen. Der Teilwechseleinsatz wird mit einer am Wechseleinsatz gehaltenen Spannleiste fixiert und der Wechseleinsatz wiederum mit einer Spannleiste, deren Brücke und Exzenter auf dem Steg der Blasform (Mutterform) befestigt sind. Der Exzenter wird mittels einer Druckkugel nach oben gedrückt und in den Endstellungen in eine Tasche in der Brücke gedrückt und auf diese Weise verdrehgesichert wird, so dass Vibrationen nicht dazu führen können, dass der Exzenter aus seiner Position herauswandert. Zum Drehen des Exzenters muss dieser zunächst mit dem Werkzeug (Inbusschlüssel) nach unten gedrückt werden, so dass er aus der gesicherten Position herausbewegt wird und kann dann mit Hilfe des Werkzeugs verdreht werden, zum Verriegeln oder Entriegeln des Formeinsatzes.

Es kann vorteilhafterweise noch eine zusätzliche Führung für den Schieber (Spann- leiste) vorgesehen sein. Neben dem Exzenter befindet sich in der Brücke ein Steg, der nach unten hin in einer entsprechenden Nut des Schiebers läuft. Mit diesem System aus Steg und Nut wird der Schieber gegen Verdrehung gesichert, z.B. wenn die Reibung beim Verschieben etwas unterschiedlich sein sollte. Das erfindungsgemäße System weist wesentliche Vorteile gegenüber der in der DE 0 2009 050 637 A beschriebenen Lösung auf. Der Außendurchmesser des Wechseleinsatzes ist für die einzelnen Maschinentypen festgelegt. Er begrenzt den maximalen Durchmesser einer herzustellenden Flasche, da noch eine gewisse Wandstärke des Wechseleinsatzes zwischen dessen Außenradius und der Innenkontur für die Flasche erforderlich ist, um eine ausreichende Stabilität für den Wechseleinsatz zu gewährleisten. Bei der erfindungsgemäßen Lösung ist statt der bisherigen Einzel- ausnehmungen lediglich an der oberen Kante des Wechseleinsatzes eine durchgehende längliche Ausnehmung erforderlich. Bei der oben genannten bekannten Lösung gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder müssen die Verriegelungen auf beiden Seiten des Blasformträgers vorgesehen werden (doppelter Aufwand) und Ausnehmungen am Blasformsegment, die ein senkrechtes Entnehmen des Blasformsegmentes ermöglichen. Das wird in der Praxis aber schwer möglich sein, da sich der Einsatz (das Blasformsegment) in der Mutterform (dem Blasformträger) in der Regel festsaugt. Die Radien der beiden Teile sind mit engen Toleranzen auf einander ab- gestimmt, um einen guten Wärmeübergang aus der Mutterform in den Einsatz zu ermöglichen. Dadurch lässt sich der Einsatz aber häufig nicht gerade (senkrecht) herausziehen, sondern er wird zunächst zu einer Seite gedreht und so gelöst. Dazu müssen aber entsprechend der zweiten in der oben genannten Druckschrift vorgesehenen Möglichkeit die Ausnehmungen umlaufend sein und vermindern somit umlau- fend den Radius des Einsatzes (Blasformsegmentes) empfindlich. Diese Schwächung des Einsatzes verringert die realisierbaren Flaschendurchmesser entsprechend. Darin ist ein wesentlicher Nachteil der bekannten Lösung zu sehen. Die erste Möglichkeit ist nicht praxistauglich, da die Entnahme wie beschrieben auf Grund des Festsaugens nicht funktioniert.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt: eine perspektivische Teilansicht einer erfindungsgemäßen mehrteiligen Blasform, teils in Explosionsansicht, eine Teil-Schnittansicht des erfindungsgemäßen Schnellspannsystems im geschlossenen Zustand, eine Teilansicht, analog Fig. 2, im geöffneten Zustand, eine vergrößerte Detailansicht des Ausführungsbeispiels, analog Fig. 2, eine vergrößerte Detailansicht des Ausführungsbeispiels, analog Fig. 3, eine Detaildarstellung des Schnellspannsystems im geschlossenen Zustand, eine Darstellung des in Fig. 6 gezeigten Ausführungsbeispiels im geöffneten Zustand, und eine perspektivische Teil-Explosionsansicht, analog Fig. 1. Die Fig. 1 zeigt einen Teil einer mehrteiligen Blasform 2 (Mutterform), in welcher mehrere Wechseleinsätze 8 aufnehmbar sind. Die Fig. 1 zeigt einen Wechseleinsatz 1 , der zur Herstellung einer Kunststoffflasche mittels eines Blasverfahrens geeignet ist. Die Blasform 2 ist in einer axialen Symmetrieebene geteilt, dass der einen Teil einer Flasche ausformende Wechseleinsatz 1 sichtbar ist.

Im Übrigen wird auf den vorbekannten Stand der Technik verwiesen, beispielsweise die EP 0 821 641 B1.

Die Fig. 1 zeigt erfindungsgemäß an einer Seite der Blasform 2 einen mit einer Auflagefläche 5 versehenen Freiraum, in welchen eine Spannleiste 3 verschiebbar einlegbar ist. Die Spannleiste 3 (Schieber) ist mittels eines Exzenters 4 seitlich ver- schiebbar und wird mittels einer Brücke 6, die mit der Blasform 2 im Bereich der Auflagefläche 5 verbunden ist, gehalten.

Der Exzenter 4 weist einen Führungszapfen 5 auf, der in einer Lagerbohrung 16 der Brücke 6 drehbar aufgenommen ist. Im Bereich des Führungszapfens 15 sind Werk- zeugeingriffsmittel 12 vorgesehen, beispielsweise in Form einer Mehrkantausneh- mung, in welcher ein Außen-Mehrkantwerkzeug einsetzbar ist.

In der Brücke 6 ist eine taschenartige Ausnehmung 7 vorgesehen, in welche der Exzenter im geschlossenen Zustand einbringbar ist (siehe Fig. 4 und 8), um eine unbe- absichtigte Drehung des Exzenters 4 durch Vibrationen während des Betriebs der Blasform zu vermeiden. Hierdurch wird verhindert, dass die Spannleiste 3 (Schieber) verrutscht und in ungewollter Weise den Wechseleinsatz 1 entsichert bzw. freigibt. Das Einbringen des Exzenters 4 in die taschenartige Ausnehmung 7 erfolgt mittels eines elastischen Elements 8, welches in den Fig. 4 und 5 nur schematisch als Feder dargestellt ist. Das elastische Element (Feder) drückt eine Kugel 17 gegen die Unterseite des Exzenters 4. Alternativ hierzu ist es auch möglich, die Kugel 17 elastisch auszubilden oder ein anderes elastisches Element vorzusehen. In Brücke 6 können in vorteilhafter Ausgestaltung auch zwei taschenartige Ausnehmungen 7 vorgesehen sein, um den Exzenter in den Stellungen "geöffnet" und "geschlossen" fixieren zu können, wahlweise kann auch nur eine Ausnehmung vorgesehen werden, siehe oben.

Um ein Verkanten der Spannleiste 3 zu vermeiden, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass diese eine Führungsnut 10 aufweist (siehe insbesondere Fig. 8), in welche ein Führungssteg 9 der Brücke 6 eingreift. Somit kann die Spannleiste 3 durch Drehung des Exzenters 4 um die Mittelachse seines Führungszapfens 15 in einer in der Spannleiste 3 ausgebildeten Exzenterausnehmung 18 die Spannleiste 3 verschieben, ohne dass sich diese verkantet. Durch diese Konstruktion ist es möglich, auch bei einer längeren Spannleiste 3 lediglich einen Exzenter 4 vorzusehen. Hierdurch wird die Handhabung erheblich vereinfacht.

Die Führungsnut 10 geht bevorzugt über die ganze Breite der Spannleiste 3, siehe Fig. 1 . Der Führungssteg 9 geht über die ganze Breite der Brücke. Der Führungssteg 9 hat jedoch noch die Zusatzfunktion, dass sich die Brücke 6 auf der Auflagefläche 5 abstützen kann. Wahlweise kann zusätzlich durch den auf der Auflagefläche 5 aufliegenden Teil des Führungssteges 9 noch eine Schraube eingebracht werden, um die Brücke 6 auch in der Mitte an der Blasform 2 (Mutterform) zu befestigen. Daher ist der Führungssteg 9 (siehe Fig. 8) mit zwei Höhen ausgeführt.

Die Fig. 8 zeigt weiterhin einen Freiraum 1 1 , welcher in der Brücke 6 ausgebildet ist, um die Spannleiste 3 so aufzunehmen, dass diese durch Drehung des Exzenters 4 verschiebbar ist. Bei der Verschraubung der Brücke 6 mittels Schrauben, welche Befestigungsbohrungen 19 der Brücke 6 durchgreifen und in Gewindebohrungen 20 der Blasform 2 eingeschraubt sind, besteht somit nicht die Gefahr, dass die Spannleiste 3 geklemmt wird.

Die Fig. 1 zeigt auf der der Spannleiste 3 gegenüberliegenden Seite der Blasform 2 Anschlagmittel 13, welche beispielsweise in Form von Schrauben und Unterleg- Scheiben ausgebildet sein können. Diese Anschlagmittel 13 brauchen zum Wechsel des Wechseleinsatzes 1 nicht gelöst werden, dieser kann vielmehr nach Lösen der Spannleiste 3 (Schieber) um die nicht dargestellte Mittelachse herausgedreht werden. Die Fig. 1 und 8 zeigen weiterhin in schematischer Weise, dass die Spannleiste 3 an ihrer Vorderkante mit einer Fase oder Abrundung 14 versehen sein kann, um ein einfacheres und betriebssicheres Verschieben der Spannleiste 3 zu gewährleisten. Wie insbesondere in den Fig. 2, 3, 6 und 7 dargestellt, ist in günstiger Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, die Spannleiste 3 im Querschnitt mit einem keilförmigen Profil zu versehen. Entsprechend kann auch die Brücke 6 an ihrer der Spannleiste 3 zugewandten Seite abgeschrägt sein. Hierdurch ergibt sich eine verbesserte, spiel- freie, sichere Verrastung bzw. Sperrung des Wechseleinsatzes 1 im geschlossenen Zustand (siehe Fig. 2 und 6).

Die Fig. 2 und 3 zeigen ein Ausführungsbeispiel, bei welchem in der Spannleiste 3 Sicherungsausnehmungen 21 ausgebildet sind, in welche, analog den Fig. 4 und 5, eine Kugel 17 eindrückbar ist, um die Spannleiste 3 im geschlossenen, verriegelten Zustand zu halten, so wie sich dies in schematischer Darstellung aus der Fig. 2 ergibt. Dies ist eine Alternative für die Verwendung einer taschenartigen Ausnehmung 7 (siehe oben). Die Fig. 6 und 7 zeigen in vergrößerter Darstellung die keilförmige Ausbildung der Spannleiste 3 sowie deren Zuordnung zu einer keilförmigen Fläche der Brücke 6.

Bezugszeichenliste

1 Wechseleinsatz

2 Blasform (Mutterform)

3 Spannleiste (Schieber)

4 Exzenter

5 Auflagefläche

6 Brücke

7 taschenartige Ausnehmung

8 elastisches Element

9 Führungssteg

10 Führungsnut

11 Freiraum

12 Werkzeugeingriffsmittel

13 Anschlagmittel

14 Fase/Abrundung

15 Führungszapfen

16 Lagerbohrung

17 Kugel

18 Exzenterausnehmung

19 Befestigungsbohrung

20 Gewindebohrung

21 Sicherungsausnehmung