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Patent Searching and Data


Title:
MULTI-PART UNIVERSAL HOUSING HAVING MOUNTING DEVICE FOR FASTENING THE HOUSING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/192925
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a multi-part universal housing for receiving information technology, measurement technology and communication technology components also with an integrated surge protector for applications under a very wide range of climatic conditions and with a high protection level. The housing consists of a main housing body, wherein a removable housing lid is provided on the front side and a mounting device can be attached on the rear side of the main housing body. The mounting device is furthermore designed as an elongate bracket having two elbowed portions, wherein each elbowed bracket end has at least one fastening recess, and at least two spaced fastening apertures are provided in the bracket region disposed between the elbowed portions, the distance between said apertures corresponding to fastening domes disposed on the rear side of the main housing body.

Inventors:
MOOSBURGER, Benjamin (Birkenweg 4, Seubersdorf, 92358, DE)
BROSSARDT, Ansgar (Flurgrenzstraße 30, Gilching, 82205, DE)
SCHRAFL, Julius, Maria (Sandstraße 8, Neumarkt, 92318, DE)
GÖTZ, Markus (Günchinger Straße 5, Deining, 92364, DE)
BRAUN, Tobias (Weihersdorfer Hauptstraße 31, Mühlhausen, 92360, DE)
HESS, Michael (Rennbühlweg 73, Neumarkt, 92318, DE)
Application Number:
EP2019/057876
Publication Date:
October 10, 2019
Filing Date:
March 28, 2019
Export Citation:
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Assignee:
DEHN SE + CO KG (Hans-Dehn-Straße 1, Neumarkt/Opf., 92318, DE)
International Classes:
H05K5/02; F16M13/02; H01Q1/12
Foreign References:
US20130071176A12013-03-21
US6229948B12001-05-08
US6766992B12004-07-27
US20050029419A12005-02-10
US20080239632A12008-10-02
DE202016005313U12017-02-06
Attorney, Agent or Firm:
VOLKMAR KRUSPIG (Widenmayerstr. 47, München, 80538, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Mehrteiliges Universalgehäuse (1) zur Aufnahme von Komponenten der Informations-, Mess- und Kommunikationstechnologie auch mit

integriertem Überspannungsschutz für Anwendungen unter unterschied lichsten klimatischen Bedingungen und mit hoher Schutzart, wobei das Gehäuse (1) aus einem Gehäusegrundkörper (2) mit vorderseitig abnehmbaren Gehäusedeckel (3) besteht und rückseitig am Gehäusegrundkörper (2) eine

Montageeinrichtung anbringbar ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Montageeinrichtung als zweifach gekröpfter, langgestreckter Bügel (4) ausgebildet ist, wobei jedes gekröpfte Bügelende mindestens eine

Befestigungsausnehmung (5; 6) aufweist, im zwischen den Kröpfungen liegenden Bügelbereich mindestens zwei beabstandete Befestigungsdurch - brüche (7; 8) vorgesehen sind, deren Abstand mit an der Rückseite des

Gehäusegrundkörpers (2) befindlichen Befestigungsdomen (9; 10; 11; 12) korrespondiert,

weiterhin zwischen den Kröpfungen der Bügel (4) mindestens zwei sich parallel zur Längsausdehnung des Bügels (4) erstreckende, seitlich des Bügels (4) hervorspringende Laschen (13; 14; 15; 16) aufweist, wobei die Laschen (13; 14; 15; 16) eine Biegung oder Abwinkelung sowie mindestens eine langloch - oder schlitzförmige Ausnehmung (19; 20) besitzen und die Biegung oder Abwinkelung entgegen der gekröpften Bügelenden gerichtet ist,

der Bügel (4) in mindestens zwei verschiedenen, zueinander in

unterschiedlichen Winkeln stehenden Positionen an den Befestigungsdomen (9; 10; 11; 12) fixierbar ist, um einerseits bei von der Rückseite des

Gehäusegrundkörpers (2) abragender Lage der Laschen (13; 14; 15; 16) eine horizontale oder vertikale Mastmontage mittels durch die langloch - oder schlitzförmige Ausnehmung (19; 20) geführten Spannbändern (22; 23) oder dergleichen Mitteln oder bei zur Rückseite des Gehäusegrundkörpers (2) weisender Lage der Laschen (13; 14; 15; 16) mittels der

Befestigungsausnehmungen (5; 6) eine Wandmontage zu bewerkstelligen.

2. Mehrteiliges Universalgehäuse nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Befestigungsdome (9; 10; 11; 12) als Schraubdome ausgebildet sind und sich in 12-3-6- und 9-Uhr Position auf der Rückseite des Gehäusegrundkörpers (2) befinden.

3. Mehrteiliges Universalgehäuse nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Laschen (13; 14; 15; 16) mehrfach und paarweise ausgeführt sind .

4. Mehrteiliges Universalgehäuse nach einem der vorangegangenen

Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

bei einem im Wesentlichen rechteckförmigen Gehäuse (1) die lichten

Längenabmessungen des Bügels (4) größer als die kleinste Seite, jedoch kleiner als die größte Seite des Gehäuserechteckes gewählt sind, wobei für die Wandmontage die Bügelenden mit Befestigungsausnehmungen (5; 6) gehäuseseitig überstehen.

5. Mehrteiliges Universalgehäuse nach einem der vorangegangenen

Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Bügel (4) ein Stanz-Biegeteil ist.

6. Mehrteiliges Universalgehäuse nach einem der vorangegangenen

Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

am Gehäusegrundkörper (2) Aussparungen (30) zur Aufnahme mindestens einer Kabelzuführung mit Zugentlastung (31; 32) vorgesehen sind.

7. Mehrteiliges Universalgehäuse nach einem der vorangegangenen

Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

zwischen dem Gehäusegrundkörper (2) und dem Gehäusedeckel (3) eine umlaufende Dichtung ausgebildet ist, wobei der Gehäusedeckel (3) einen Überstand zum Schutz der Dichtung vor schädigenden Umwelteinflüssen aufweist.

8. Mehrteiliges Universalgehäuse nach einem der vorangegangenen

Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

in der Gehäuserückseite des Gehäusegrundkörpers (2) ein Membranventil zum Ausgleich von Klimaschwankungen einsetzbar ist, wobei das Membranventil durch den darüber verlaufenden Bügel (4) vor unmittelbarer

Feuchteeinwirkung geschützt ist.

9. Mehrteiliges Universalgehäuse nach einem der vorangegan genen

Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Gehäusegrundkörper (2) im Bereich einer anschließbaren Erdung eine Kennzeichnung mit einem Erdungssymbol aufweist.

10. Mehrteiliges Universalgehäuse nach einem der vorangegangenen

Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Gehäuse (1) mehrere, sich in ihrer Schutzart unterscheidende Abschnitte oder Kammern besitzt.

11. Mehrteiliges Universalgehäuse nach einem der vorangegangenen

Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Gehäuse (1) aus einem leitfähigen Material, insbesondere einem

Druckgussmaterial, hier wiederum insbesondere einem Aluminium - druckgussmaterial besteht.

Description:
MEHRTEILIGES UNIVERSALGEHÄUSE MIT MONTAGEEINRICHTUNG ZUR BEFESTIGUNG DES GEHÄUSES

Beschreibung

Die Erfindung betrifft ein mehrteiliges Universalgehäuse zur Aufnahme von Komponenten der Informations-, Mess- und Kommunikationstechnologie auch mit integriertem Überspannungsschutz für Anwendungen unter

unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen und mit hoher Schutzart, wobei das Gehäuse aus einem Gehäusegrundkörper mit vorderseitig abnehmbarem Gehäusedeckel besteht und rückseitig am Gehäusegrundkörper eine

Montageeinrichtung anbringbar ist gemäß Oberbegriff des Anspruches 1.

Aus der DE 20 2016 005 313 U l ist ein standardisiertes, modulares Universal- gehäuse mit anwendungsspezifischer Frontabdeckung und einsatzbedingten Spezialhalterungen zur Aufnahme von diversen elektronischen Komponenten vorbekannt. Die dortige Lehre zeigt auch einen Universalverbinder, der es ermöglicht, die verschiedenen Gehäuse zwecks Kabelführung miteinander zu kontaktieren.

Für die Anbringung und Montage von diversen elektronischen Komponenten aus dem Bereich der Informations-, Mess- und Kommunikationstechnologie an Masten oder Hausmauern werden derzeit der Schutzart entsprechende Gehäuse eingesetzt.

Diese Gehäuse sind entweder für eine Mastmontage oder für die Montage auf einer im Wesentlichen ebenen Oberfläche ausgebildet.

Das Universalgehäuse gemäß dem Stand der Technik nach DE 20 2016 005 313 U l besteht aus drei Teilen, die je nach Anforderung kombinierbar sind. Im mittleren Hauptgehäuse werden die elektronischen Komponenten auf einer gesonderten Leiterplatte mit Abstandshaltern zum Beispiel durch Schrauben im Gehäuse fixiert.

Auf der Ober- und Unterseite des Gehäuses befinden sich jeweils drei in unterschiedlicher Größe vorgesehene Ausbruchstellen, die je nach Anforderung entfernt werden, um die technisch benötigten Einbau-Verbindungsbuchsen, wie zum Beispiel für die Stromversorgung oder Antennenanschlüsse, aufnehmen zu können. Weiterhin ist eine Aufnahme mit Gewinde für den Anschluss eines weiteren Verbindungsstückes vorgesehen.

Um die Bildung von Kondenswasser und eventueller Überhitzung im Inneren des Gehäuses zu verhindern, sind jeweils auf Seiten des Gehäuses mehrere Löcher angebracht. Diese Löcher sind mit einer Membran versehen, welche so ausgebildet ist, dass sowohl Wärme als auch Feuchtigkeit entweichen, jedoch keine Feuchtigkeit eindringen kann.

Zur Befestigung des Gehäuses nach DE 20 2016 005 313 U l sind für die unterschiedlichen Basiselemente verschiedene Halterungen gezeigt. In einer ersten Ausführungsform kann das Universalgehäuse mittels eines Mastadapters vertikal an jedem herkömmlichen Mast mit Hilfe von Schlauchstellen befestigt werden.

In einer weiteren Ausführung ist die Montage horizontal unter Verwendung der gleichen Befestigungstechnik möglich.

In einer dritten Ausführung wird zwischen dem Grundgehäuse und dem

Mastadapter ein Gelenk eingesetzt, das die Möglichkeit bietet, das Universal - gehäuse vertikal zu schwenken, was für optische Erkennungssysteme von Vorteil ist.

Die Montage der einzelnen Ausführungsvarianten der Halterungen erfolgt mittels Schrauben, die nach der Zusammenfügung der Komponenten in dafür vorgesehene Aufnahmen an der Innenseite des Hauptgehäuses eingeschraubt werden und so eine feste und dauerhafte Verbindung hersteilen. Die

beispielhafte vertikale Standard-Masthalterung wird plan bzw. gerade an der Rückseite des Hauptgehäuses montiert, indem man vorhandene Vertiefungen in der Masthalterung mit entsprechenden überstehenden Nocken des Hauptgehäuses verrastet und danach mit Hilfe von Schrauben die Teile kraftschlüssig zusammenfügt.

Bei dem vorbekannten, oben geschilderten Universalgehäuse besteht zwar die Möglichkeit, durch den Einsatz verschiedener Halterungen eine Anpassung an die jeweilige Montageaufgabe vorzunehmen. Es ist jedoch erforderlich, dass für jeden definierten Anwendungszweck eine speziell ausgestaltete Halterung vorgehalten werden muss, was zum einen die herstellungsseitigen Kosten erhöht und zum anderen zusätzliche Anforderungen für die Lagerhaltung nach sich zieht.

Aus dem Vorgenannten ist es daher Aufgabe der Erfindung, ein weiter- entwickeltes, mehrteiliges Universalgehäuse zur Aufnahme von Komponenten der Informations-, Mess- und Kommunikationstechnologie, auch mit

integriertem Überspannungsschutz, anzugeben. Das zu schaffende Universal- gehäuse soll mit einer Montageeinrichtung komplettiert ausgeliefert werden, wobei die Montageeinrichtung selbst das Anbringen des Universalgehäuses an vertikalen bzw. horizontalen Masten in ebenso einfacher Weise ermöglicht, wie eine Montage an im Wesentlichen ebenen Flächen erfolgen kann.

Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt durch ein mehrteiliges

Universalgehäuse gemäß der Merkmalskombination nach Anspruch 1, wobei die Unteransprüche mindestens zweckmäßige Ausgestaltungen und

Weiterbildungen darstellen.

Diesbezüglich wird von einem mehrteiligen Universalgehäuse zur Aufnahme von insbesondere elektronischen Komponenten der Informations-, Mess- und Kommunikationstechnologie ausgegangen. Diese elektronischen Komponenten können auch Bauteile zum Überspannungsschutz, Anschlussbuchsen oder Anschlussstecker oder dergleichen umfassen.

Das Universalgehäuse ist unter unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen einsetzbar und verfügt über eine hohe Schutzart bis hin zu IP66.

Das Gehäuse besteht aus einem Gehäusegrundkörper mit vorderseitig abnehmbaren Gehäusedeckel und rückseitig am Gehäusegrundkörper anbringbarer Montageeinrichtung. Erfindungsgemäß ist die Montageeinrichtung als zweifach gekröpfter, langgestreckter, insbesondere metallischer Bügel ausgebildet.

Jedes gekröpfte Bügelende weist mindestens eine Befestigungsausnehmung, zum Beispiel in Form eines Langloches auf.

Im zwischen den Kröpfungen liegenden Bügelbereich sind mindestens zwei beabstandete Befestigungsdurchbrüche vorgesehen, deren Abstand mit an der Rückseite des Gehäusegrundkörpers befindlichen oder dort angeformten Befestigungsdomen korrespondiert.

In einer Ausgestaltung der Erfindung sind die Befestigungsdome als

Schraubdome ausgeführt. In diesem Falle weisen die Befestigungsdome eine Gewindebohrung auf.

Der zweifach gekröpfte, langgestreckte Bügel kann mit seinen Befestigungs- durchbrüchen unter Zuhilfenahme geeigneter Schrauben an der Rückseite des Gehäusegrundkörpers montiert werden.

Weiterhin weist der Bügel zwischen den Kröpfungen mindestens zwei, sich parallel zur Längsausdehnung des Bügels erstreckende, seitlich vom Bügel hervorspringende Laschen auf.

Die Laschen weisen eine Biegung oder Abwinkelung sowie mindestens eine langloch- oder schlitzförmige Ausnehmung auf. Die Biegung oder Abwinkelung der Laschen verläuft entgegen der gekröpften Bügelenden.

Die Abwinkelung der Laschen in Verbindung mit dem dazwischen befindlichen Bügelabschnitt ist so ausgeführt, dass beispielsweise eine Montage des

Universalgehäuses an Masten im Bereich eines Durchmessers von 5 - 50 cm möglich ist. Es gelangt also insofern die Oberfläche der Laschen in Kontakt mit einem umfangsseitigen Abschnitt eines zum Beispiel vertikal stehenden Mast.

Der Bügel ist in mindestens zwei verschiedenen, zueinander in unterschied - lichen Winkeln stehenden Positionen an den Befestigungsdomen fixierbar, um einerseits bei von der Rückseite des Gehäusekörpers abragender Lage der Laschen eine horizontale oder vertikale Mastmontage mittels durch die langloch- oder schlitzförmige Ausnehmung geführten Spannbändern oder dergleichen Mitteln zu bewerkstelligen oder aber bei zur Rückseite des

Gehäusegrundkörpers weisender Lage der Laschen mittels der Befestigungs- ausnehmungen eine Wandmontage durchzuführen.

Die Befestigungsdome sind wie bereits dargelegt in einer bevorzugten

Ausführungsform als Schraubdome ausgebildet und befinden sich in einer 12-3-6- und 9-Uhr Position auf der Rückseite des Gehäusegrundkörpers.

Bei einer solchen Position erfolgt das Fixieren des Bügels beispielsweise unter Nutzung zweier sich gegenüberliegender, jedoch nicht unmittelbar benachbarter Befestigungsdome entweder vertikal oder horizontal. Damit kann bei unveränderter Position des Gehäuses eine Montage an beispielsweise einem vertikalen Mast oder aber auch an einem horizontal verlaufenden Rohr oder dergleichen erfolgen.

Die seitlichen, am Bügel befindlichen Laschen sind bei einer bevorzugten Ausführungsform mehrfach und paarweise ausgebildet, so dass ein

entsprechendes Paar von Spannbändern oder Kabelbindern zur Mastmontage des Universalgehäuses und zur sicheren Befestigung genutzt werden kann.

Bei einem bevorzugt annähernd oder im Wesentlichen rechteckförmigen

Gehäuse sind die lichten Längenabmessungen des Bügels größer als die kleinste Seite des Gehäuses, jedoch kleiner als die größte Seite des

Rechteckes des Gehäuses gewählt, wobei für die Wandmontage die Bügelenden mit Befestigungsausnehmungen bezogen auf das Gehäuse seitlich überstehen, um zum Beispiel durch Verschrauben die gewünschte Befestigung ungehindert durchführen zu können.

Der Bügel ist bei einer bevorzugten Ausführung sform als Stanz-Biegeteil kostengünstig herstellbar.

Am Gehäusegrundkörper sind weiterhin Aussparungen zur Aufnahme

mindestens einer Kabelzuführung mit Zugentlastung vorgesehen. Diese

Aussparungen nehmen je ein elastisches Formteil auf, welches einen oder mehrere Durchführungen für ein oder mehrere Kabel besitzt. Die Elastizität dieses Formteiles sichert nach Montage des Gehäusedeckels und

entsprechender Krafteinwirkung durch eine am Deckel vorgesehene Kante die notwendige Abdichtung. Die am Deckel vorgesehene, bezogen auf den Formkörper Druckkräfte ausübende Kante kann einen konischen Verlauf besitzen, um einerseits Toleranzen auszugleichen sowie um andererseits bei der Aufnahme von Kabeln unterschiedlicher Durchmesser eine ausreichende Dichtkraft zu erzeugen.

Der Gehäusedeckel und der Gehäusegrundkörper können in bekannter Weise durch Verschrauben oder aber auch durch Verklemmen oder Verspannen miteinander verbunden werden.

In einer Ausführungsform der Erfindung ist in der Gehäuserückseite

mindestens ein Membranventil zum Ausgleich von Klimaschwankungen eingesetzt, wobei das Membranventil durch den darüber mit Abstand

verlaufenden Bügel vor einer unmittelbaren Feuchteeinwirkung geschützt ist. Eine solche Maßnahme dient dem Erreichen der notwendigen Schutzart.

Bei einer Ausgestaltung der Erfindung weist der Bügel oder das Gehäuse im Bereich einer anschließbaren Erdung eine Kennzeichnung mit einem

Erdungssymbol auf. Dieses Erdungssymbol kann bei der Herstellung des Bügels in diesen eingeprägt oder eingestanzt werden.

Das Gehäuse kann in einer Ausgestaltung der Erfindung mehrere, sich in ihrer Schutzart unterscheidende Abschnitte oder Kammern besitzen.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht das Gehäuse aus einem leitfähigen Material, insbesondere einem Druckgussmaterial, hier wiederum insbesondere einem Aluminiumdruckgussmaterial.

In Weiterbildung der Erfindung ist zwischen dem Gehäusegrundkörper und dem Gehäusedeckel eine umlaufende Dichtung ausgebildet, wobei der Gehäusedeckel einen Überstand, der dachartig ausgebildet sein kann, zum Schutz der Dichtung vor schädigenden Umwelteinflüssen, insbesondere vor UV-Strahlung aufweist.

Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles sowie unter Zuhilfenahme von Figuren näher erläutert werden. Hierbei zeigen :

Fig. 1 eine prinzipielle Darstellung der Montage des Universalgehäuses an einem vertikalen Mast, der sowohl leitfähig als auch nicht leitfähig ausgebildet sein kann;

Fig. 2 eine Darstellung ähnlich derjenigen nach Fig. 1, jedoch mit 90° lageverändertem und an der Gehäuserückseite befestigtem Bügel zur horizontalen Mastmontage; und

Fig. 3 eine Ausgestaltung des Universalgehäuses mit Bügel als Montage- einrichtung, wobei der Bügel mit seinen seitlich vorstehenden abgewinkelten Laschen so am Gehäusegrundkörper befestigt ist, dass die Laschen zum Grundkörper hinzeigen, so dass sich eine weitgehende ebene Bügelrückseite zur entsprechenden Montage an einer Wand oder dergleichen ergibt.

Bei den Abbildungen gemäß Figur 1 wird zunächst von einer gewünschten Mastmontage des Universalgehäuses ausgegangen.

Das Gehäuse 1 weist einen Gehäusegrundkörper 2 auf, der mit einem

abnehmbaren Gehäusedeckel 3 versehen ist.

Rückseitig am Gehäusegrundkörper ist eine Montageeinrichtung angebracht.

Diese Montageeinrichtung ist als Bügel 4 ausgebildet. Der Bügel selbst ist zweifach gekröpft und langgestreckt.

Jedes gekröpfte Bügelende weist mindestens eine Befestigungsausnehmung 5; 6 auf.

Im zwischen den Kröpfungen liegenden Bügelbereich sind mindestens zwei beabstandete Befestigungsdurchbrüche 7; 8 vorgesehen.

In den Darstellungen nach den Figuren 1 und 2 sind in diesen Befestigungs- durchbrüchen 7 und 8 bereits Befestigungsschrauben zum Fixieren des Bügels 4 an rückseitig des Gehäusegrundkörpers 2 befindlichen Befestigungsdomen 9; 10; 11; 12 eingebracht.

Zwischen den Kröpfungen des Bügels 4 erstrecken sich mindestens zwei, parallel zur Längsausdehnung des Bügels, seitlich des Bügels hervorspringende Laschen 13; 14 und 15; 16. Aus den Darstellungen gemäß Figur 1 bis 3 ist ersichtlich, dass die Laschen 13, 14, 15 und 16 eine Biegung oder Abwinkelung aufweisen.

Die Biegung oder Abwinkelung ist so gerichtet (siehe Fi guren 1 und 2), dass selbige umfangsseitig bzw. tangential die Oberfläche eines metallischen 17 oder nicht-metallischen Masten 18 berühren.

Die Laschen weisen jeweils mindestens eine schlitzförmige Ausnehmung 19; 20 auf.

Über diese schlitzförmigen Ausnehmungen 19; 20 besteht die Möglichkeit, Schlauchbinder 22 bzw. 23 einzufädeln, mit deren Hilfe dann die vertikale (Figur 1) oder horizontale (Figur 2) Montage möglich ist.

Die Biegung oder Abwinkelung der Laschen 13, 14, 15, 16 ist entgegen der gekröpften Bügelenden gerichtet. Die Höhe der Dome 9; 10 bzw. 11; 12 entspricht mindestens dem Kröpfungs-Rücksprungsmaß des Bügels 4 und ist auf das Maß des sich ergebenden Vorspringens der Laschen unter

Berücksichtigung der Biegung oder Abwinkelung abgestimmt, so dass wie in der Figur 3 dargestellt, bei Montage des Bügels mit den Laschen in Richtung Rückseite des Gehäusegrundkörpers 2 ein sicheres Verschrauben des Bügels 4 an den dort gezeigten Befestigungsdomen realisiert werden kann, ohne dass äußere Enden der Laschen möglicherweise unnötige Kräfte auf die

Rückseitenoberfläche des Gehäusegrundkörpers ausüben.

Wie in den Figuren 1 und 2 gezeigt, ist der Bügel 4 in mindestens zwei verschiedenen, zueinander in unterschiedlichen Winkeln stehenden Positionen an den entsprechenden Befestigungsdomen fixierbar.

Den Figuren 1 und 2 ist gemeinsam, dass die Befestigung des Bügels so erfolgt, dass die Laschen von der Rückseite des Gehäusegrundkörpers abragen, um die gezeigte vertikale (Figur 1) bzw. horizontale Mastmontage (Figur 2) zu ermöglichen.

Bei um die eigene Längsachse des Bügels gedrehter Montage nach Figur 3 weisen die Lage der Laschen in Richtung Rückseite des Gehäusegrundkörpers . Die Befestigungsausnehmungen, welche bezogen a uf die Breite des Gehäuses um die Maße des Bügels 4 seitlich ü berstehen, sind frei zugänglich, um eine Wandmontage mittels Schrauben vorzunehmen, wobei gleichzeitig eine Erdung anschließbar ist, wie dies in der Figur 3 und den dortigen Detaildarstellungen gezeigt ist.

Aus den Figuren ist ersichtlich, dass die Befestigungsdome 7, 8 bzw. 9, 10 als Schraubdome ausgebildet sind, die sich beispielhaft in einer Position 12-3-6-9-Uhr auf der Rückseite des Gehäusegrundkörpers 2 befinden.

Die Laschen 13; 14 bzw. 15; 16 des Bügels sind paarweise ausführbar, um ein entsprechendes Paar von Kabelschellen 22; 23 aufzunehmen, so dass sich die gewünschte sichere Befestigung ergibt.

Aus den beispielhaften Figuren ist nachvollziehbar, dass bei einem im

Wesentlichen rechteckförmigen Gehäuse 1 die lichten Längenabmessungen des Bügels 4 größer als die kleinste Seite, jedoch kleiner als die größte Seite des Rechteckes des Gehäuses gewählt sind, wobei für die Wandmontage die Bügel - enden mit ihren Befestigungsausnehmungen 6; 5 gehäuseseitig überstehen.

Der in den Figuren gezeigte Bügel 4 kan n bevorzugt als Stanz-Biegeteil ausgeführt sein.

Am Gehäusegrundkörper 2 sind Aussparungen 30 für die Aufnahme mindestens einer Kabelzuführung mit Zugentlastung vorgesehen.

Die Kabelzuführung mit Zugentlastung besteht aus Formteilen 31; 32, die in die Aussparung 30 eingesetzt werden können und vorderseitig vom Deckel 3 abgedeckt und umgeben sind.

Zwischen dem Gehäusegrundkörper 2 und dem Gehäusedeckel 3 kann eine umlaufende Dichtung in einer entsprechenden Nut eingesetzt werden, wobei der Gehäusedeckel 3 einen Uberstand zum Sch utz der Dichtung vor schädigenden Umwelteinflüssen, insbesondere vor UV-Strahlung aufweist.

Ein in den Figuren nicht gezeigtes Membranventil befindet sich in der

Gehäuserückseite und wird durch den darüber verlaufenden Bügel 4 überdeckt und somit vor unmittelbarer Feuchteeinwirkung geschützt. Diese Überdeckung erfolgt jedoch mit Abstand, so dass der gewünschte Druck- und Temperatur- ausgleich ungehindert erfolgen ka nn.

Der Gehäusegrundkörper 2 kann im Bereich einer anschließbaren Erdung (siehe Detailstellung nach Figur 3) mit einer Kennzeichnung in Form eines Erdungssymbols versehen sein.

Bei einer bevorzugten Realisierungsform der Erfindung besteht das Gehäuse aus einem Aluminiumdruckgussmaterial, welches zum einen eine elektrische Schirmung sowie zum anderen eine hohe mechanische Stabilität nach sich zieht.

Bei einer praktischen Realisierungsform erfüllt das Gehäuse die Schutzart IP66 und ist unter härtesten Beanspruchungen bei Klimaschwankungen von -40°C bis +80°C einsetzbar, ohne dass die im Gehäuse befindlichen Bauelemente oder Bauteile beeinträchtigt werden.