GRONBACH, Peter (Tegeler Weg 104, Berlin, 10589, DE)
| Patentansprüche 1. Mehrphasige Schaltgeräteanordnung mit mehreren Unterbrechereinheiten (1, 2, 3), welche jeweils einen ersten und einen zweiten kartuschenförmigen Schaltstückträger (5, 6) aufweisen, zwischen welchen jeweils eine Schaltstrecke (8) angeordnet ist, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass an ersten kartuschenförmigen Schaltstückträgern (5) , die ers- ten kartuschenförmigen Schaltstückträger (5) relativ zueinander fixierend, mantelseitig zumindest eine Quertraverse (11, IIa, 12) angeschlagen ist. 2. Mehrphasige Schaltgeräteanordnung nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass zumindest eine Quertraverse (11, IIa, 12) mit einer einen ersten und einen zweiten kartuschenförmigen Schaltstückträger (5, 6) relativ zueinander fixierenden Längstraverse (13, 14, 19, 20, 21) winkelstarr verbunden ist. 3. Mehrphasige Schaltgeräteanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass an den ersten kartuschenförmigen Schaltstückträgern (5) und den zweiten kartuschenförmigen Schaltstückträgern (6) jeweils zumindest eine Quertraverse (11, IIa, 12) mantelseitig angeschlagen ist. 4. Mehrphasige Schaltgeräteanordnung nach Anspruch 2 oder 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass miteinander verbundene Quer- und Längstraversen (11, IIa, 12, 13, 14, 19, 20, 21) eine Ausnehmung (15, 17, 18, 22, 23) vollständig umschließen. 5. Mehrphasige Schaltgeräteanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass eine Längstraverse (13, 14, 19, 20, 21) zwischen Anschlag- punkten (24) einer Quertraverse (11, IIa, 12) an kartuschen- förmigen Schaltstückträgern (5, 6) mit der Quertraverse (11, IIa, 12) verbunden ist. 6. Mehrphasige Schaltgeräteanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Unterbrechereinheiten (1, 2, 3) in einer gemeinsamen Ebene liegend ausgerichtet sind und beiderseits der Ebene Quertraversen (11, IIa, 12) an kartuschenförmigen Schalt- Stückträgern (5, 6) angeschlagen sind. 7. Mehrphasige Schaltgeräteanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Quertraverse (11, IIa, 12) elektrisch isolierend wirkt. 8. Mehrphasige Schaltgeräteanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass zumindest eine der Unterbrechereinheiten (1, 2, 3) an der Quertraverse (11, IIa, 12) abgestützt ist. 9. Mehrphasige Schaltgeräteanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Quertraverse (11, IIa, 12) ausschließlich an kartuschen- förmigen Schaltstückträgern (5, 6) abgefangen ist. 10. Mehrphasige Schaltgeräteanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die kartuschenförmigen Schaltstückträger (5, 6) jeweils eine Schnittstelle (10a, 10b) zur elektrischen Kontaktierung der Unterbrechereinheiten (1, 2) aufweisen. |
Mehrphasige Schaltgeräteanordnung
Die Erfindung bezieht sich auf eine mehrphasige Schaltgeräteanordnung mit mehreren Unterbrechereinheiten, welche jeweils einen ersten und einen zweiten kartuschenförmigen Schaltstückträger aufweisen, zwischen welchen jeweils eine Schaltstrecke angeordnet ist.
Eine derartige mehrphasige Schaltgeräteanordnung ist beispielsweise aus der europäischen Patentschrift EP 1 149 446 Bl bekannt. Die dortige Schaltgeräteanordnung weist mehrere Unterbrechereinheiten auf. Zwischen ersten und zweiten kartuschenförmigen Schaltstückträgern der Unterbrechereinheiten ist jeweils eine Schaltstrecke angeordnet. Bei der bekannten mehrphasigen Schaltgeräteanordnung sind die Unterbrechereinheiten über Stützisolatoren relativ zu einem Kapselungsgehäuse positioniert. Die Stützisolatoren dienen dabei zum einen der Halterung der Unterbrechereinheiten. Zum anderen sind im Innern von Stützisolatoren auch Antriebsmechaniken untergebracht.
Insbesondere bei einem Auftreten von Kurzschlussströmen und damit verbundenen elektrodynamischen Kräften sind die Stützisolatoren einer erhöhten Bruchgefahr ausgesetzt. Insbesondere die zur Aufnahme der Schaltmechaniken vorgesehenen Stützisolatoren müssen entsprechend großvolumig dimensioniert sein, um einen ausreichenden Raum für die Schaltmechanik in ihrem Inneren zur Verfügung zu stellen. Die Stützisolatoren müssen entsprechend massiv ausgeführt sein, um auftretenden Kräften widerstehen zu können. Aufgrund der großvolumigen und massiven Ausführung der Stützisolatoren ergibt sich im Innern des Kapselungsgehäuses ein erhöhter Platzbedarf. Bei einer angestrebten Miniaturisierung von Schaltgeräteanordnungen sind derartig großbauende Stütz- isolatoren unerwünscht.
Daher ergibt sich als Aufgabe der Erfindung eine mehrphasige Schaltgeräteanordnung anzugeben, welche bei verringerten Abmessungen eine gleichbleibende oder verbesserte mechanische Widerstandsfähigkeit aufweist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einer mehrphasigen Schaltgeräteanordnung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass an ersten kartuschenförmigen Schaltstückträgern, die ersten kartuschenförmigen Schaltstückträger relativ zueinander fixierend, mantelseitig zumindest eine Quertraverse angeschlagen ist.
Erfindungsgemäße mehrphasige Schaltgeräteanordnungen werden vorzugsweise im Mittel-, Hoch- und Höchstspannungsbereich eingesetzt. Dieser Spannungsbereich reicht von eintausend Volt bis zu mehreren einhunderttausend Volt. Zur Reduktion der Baugröße derartiger mehrphasiger Schaltgeräteanordnungen ist es vorteilhaft die Unterbrechereinheiten innerhalb eines fluiddichten Kapselungsgehäuses anzuordnen. Das fluiddichte Kapselungsgehäuse ist mit einem Fluid befüllbar, welches günstige elektrisch isolierende Eigenschaften aufweist. Als Fluide kommen beispielsweise Isolieröle oder Isoliergase in Frage. Insbesondere beim Einsatz von Isoliergasen ist es vor- teilhaft, diese im Innern des Kapselungsgehäuses unter erhöhten Druck zu setzen. Mit einer Druckerhöhung wird die elektrische Isolationsfestigkeit von Isoliergasen im Regelfall erhöht. Als Isoliergase eignen sich beispielsweise Stickstoff, Schwefelhexafluorid oder andere elektrisch iso- lierende Gase und Gasgemische. Das Fluid sollte dabei mit einem Druck von mehreren bar beaufschlagt werden, wobei der Druck im Innern des Kapselungsgehäuses höher sein sollte, als der des das Kapselungsgehäuse umgebenden Mediums. Dadurch ist zwischen dem Inneren des Kapselungsgehäuses und dem Äußeren des Kapselungsgehäuses eine Druckdifferenz gegeben, wobei im Innern ein Überdruck herrscht.
Vorteilhaft ist dabei, wenn die Unterbrechereinheiten der mehreren Phasen eines Elektroenergieübertragungssystems innerhalb ein und desselben Fluidraumes befindlich sind. So ist es möglich, das im Innern des Kapselungsgehäuses befindliche Fluid zur gemeinsamen elektrischen Isolation mehrerer Unterbrechereinheiten einzusetzen.
Die Unterbrechereinheiten sind jeweils einer Phase eines mehrphasigen Elektronenergieübertragungssystems zugeordnet und dienen einer Unterbrechung einer Phase des mehrphasigen Elektroenergieübertragungssystems. Die Unterbrechereinheiten weisen jeweils zumindest eine Schaltstelle auf. Die ersten und zweiten kartuschenförmigen Schaltstückträger einer Phase sind beabstandet zueinander angeordnet. Im Bereich ihrer Beabstandung ist die Schaltstelle befindlich.
Mehrphasige Schaltgeräteanordnungen werden beispielsweise in so genannten gasisolierten Schaltanlagen eingesetzt. In derartigen gasisolierten Schaltanlagen sind eine Vielzahl von elektrischen Schaltgeräten, wie Leistungsschalter, Trennschalter, Erdungsschalter, Lasttrennschalter usw. innerhalb von Kapselungsgehäusen angeordnet. Vorzugsweise sind auch zum Anschluss von Schaltgeräten vorgesehene Leiterzüge innerhalb von fluiddichten Kapselungsgehäusen angeordnet. Dadurch entsteht eine gekapselte Anlage, die beispielsweise auch für den Einsatz in Innenräumen geeignet ist. Insbesondere bei einer Befüllung der Fluidräume der Kapselungsgehäuse mit unter erhöhtem Druck stehenden Fluiden kann eine kompakte Anordnung ausgebildet werden.
Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die mehrphasige
Schaltgeräteanordnung als Freiluftschaltgerät ausgeführt ist. Das Kapselungsgehäuse nimmt die Unterbrecheinheiten auf, wobei außerhalb des Kapselungsgehäuses ein Anbinden des Freiluftschaltgerätes über Freiluftleitungen erfolgt. Dabei kann die mehrphasige Schaltgeräteanordnung als so genannte Dead- Tank- oder Live-Tank-Anordnung ausgeführt sein. Das Kapselungsgehäuse selbst kann aus elektrisch leitendem Material, welches Erdpotential führt, gefertigt sein, wobei zur Durchführung von elektrischen Anschlussleitungen durch dieses Kap- selungsgehäuse so genannte Freiluftdurchführungen vorgesehen sind, an deren Enden Anschlusspunkte zur elektrischen Kontak- tierung der Schaltgeräteanordnung mit Freiluftleitungen angeordnet sind. Das Kapselungsgehäuse kann auch aus einem elektrisch isolierenden Material gefer- tigt werden, wobei außerhalb des Kapselungsgehäuses befindliche Anschlusspunkte unmittelbar am Kapselungsgehäuse liegen.
Unterbrechereinheiten sind Baugruppen von elektrischen Schaltgeräten, die der Herstellung einer Unterbrecherstelle in der Schaltstrecke dienen. Dazu sind die Unterbrechereinheiten vorzugsweise um eine Längsachse herum ausgerichtet, wobei an entgegengesetzten Enden der Unterbrechereinheit jeweils kartuschenförmige Schaltstückträger angeordnet sind. Die Schaltstückträger begrenzen die äußere Kontur der Unter- brechereinheit . Vorzugsweise sind die kartuschenförmigen
Schaltstückträger als im Wesentlichen hohlzylindrische Kartuschen ausgeführt, welche mit ihren jeweiligen Zylinderachsen koaxial zueinander ausgerichtet sind. Die Zylinderachsen definieren die Längsachse der Unterbrechereinheit. Im Innern der kartuschenförmigen Schaltstückträger sind beispielsweise Schaltstücke angeordnet, die zur Ausbildung einer galvanischen Unterbrecherstelle dienen. Zwischen beabstandeten ersten und zweiten Schaltstückträgern einer Phase ist die Schaltstrecke angeordnet. Schaltstücke der jeweiligen Schaltstückträger einer Phase sind dabei relativ zueinander bewegbar, so dass die Schaltstücke zur Herstellung eines Strompfades einander galvanisch kontaktieren und zur Herstellung einer Unterbrecherstelle im Bereich der Schaltstrecke eine galvanische Trennung vollziehen. Die Relativbewegung erfolgt vorzugsweise in Richtung der Längsachse. Da die Schaltstückträger eine Hüllkontur der jeweiligen Unterbrechereinheit begrenzen, ist im Innern der Schaltstückträger ein Aufnahmeraum zur Verfügung gestellt, um eine Relativbewegung der Schalt- stück zueinander zu ermöglichen. Dabei bewegen sich die
Schaltstücke vorzugsweise relativ zueinander längs der Zylinderachsen der kartuschenförmigen Schaltstückträger. Der Aufnahmeraum kann auch zur Lenkung und Leitung von Schaltgasen als Strömungslenkeinrichtungen ausgestaltet sein. Neben den Schaltstücken nehmen die Schaltstückträger auch Bauteile auf, welche der Übertragung einer Bewegung auf die Schaltstücke dienen. Derartige Bauteile sind Teil einer so genannten kinematischen Kette, welche der Übertragung einer Bewegung auf die Schaltstücke dient. Dabei wird eine Bewegung vorzugsweise stirnseitig an zumindest einem der kartuschenförmigen Schaltstückträger eingekoppelt. Vorzugsweise erfolgt eine Einkopp- lung an einer Stirnseite, welche von der Schaltstrecke abgewandt ist.
Der Bereich zwischen den beiden Schaltstückträgern kann beispielsweise von einer elektrisch isolierenden Hülse überbrückt sein. Eine derartig elektrisch isolierende Hülse kann beispielsweise eine Isolierstoffdüse sein, welcher auch einer Lenkung und Leitung von Schaltgasen dient. Die Isolierstoff- düse kann dabei relativ zu den beiden Schaltstückträgern winkelstarr ausgerichtet sein. Die Isolierstoffdüse kann jedoch auch beweglich gelagert sein und beispielsweise Teil der kinematischen Kette sein, um eine Bewegung beispielsweise über die Schaltstrecke hinweg zu übertragen. Zusätzlich oder alternativ kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die beiden Schaltstückträger im Bereich der Schaltstrecke über einen Isolierrohrabschnitt miteinander verbunden sind, so dass ein Schaltgefäß an der Unterbrechereinheit gebildet ist, welches jeweils endseitig von Schaltstückträgern begrenzt ist, wobei die Schaltstückträger über das Isolierrohr miteinander in Verbindung stehen. Eine Relativbewegung der Schaltstücke der Unterbrechereinheit zueinander belässt die Schaltstückträger relativ zueinander in Ruhe, so dass durch die Schaltstückträ- ger und gegebenenfalls durch den Isolierrohrabschnitt eine Hüllkontur eines geschlossenen Schaltgefäßes gegeben ist.
Die Unterbrechereinheiten sind zu stabilisieren. Durch eine Verwendung von Quertraversen ist es möglich, die zum Unter- brechen der Phasen eines mehrphasigen Elektroenergieübertra- gungssystemes notwendigen Unterbrechereinheiten untereinander zu koppeln. Ein mantelseitiges Anschlagen an ersten kartu- schenförmigen Schaltstückträgern ermöglicht es, die ersten Schaltstückträger untereinander zu fixieren und gegeneinander zu versteifen. Eine Quertraverse verbindet die ersten Schaltstückträger miteinander. Die Quertraverse ist dauerhaft mit den Unterbrechereinheiten über Anschlagpunkte verbunden. Die Quertraverse dient einer Übertragung von Querkräften und Momenten quer zur Längsachse der Unterbrechereinheiten. Vor- zugsweise kann eine Quertraverse gerade gestreckt ausgestaltet sein. Es können jedoch auch Quertraversen ausgeformt sein, die gekröpfte, kurvenartig gebogene Abschnitte, insbesondere in Endbereichen, aufweisen. Mit einer Quertraverse ist es möglich, die beispielsweise an verschiedenen Unterbre- chereinheiten in verschiedenen Richtungen Kraftwirkungen entfaltenden Kurzschlusskräfte auf verschiedene Unterbrechereinheiten zu verteilen. Durch ein mantelseitiges Anschlagen von Quertraversen ist weiterhin das Bauvolumen der Unterbrecher- einheiten nur in geringem Maße vergrößert. Zur Positionierung der Unterbrechereinheiten nötige Halteelemente können entsprechend reduziert dimensioniert werden, da Kräfte auf eine größere Anzahl verschiedener Halteelemente der verschiedenen Unterbrechereinheiten verteilt werden können.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass zumindest eine Quertraverse mit einer einen ersten und einen zweiten kartuschenförmigen Schaltstückträger relativ zueinander fixierenden Längstraverse winkelstarr verbunden ist.
Durch eine Verbindung einer Quertraverse und einer Längstraverse ist eine zusätzliche Möglichkeit gegeben, zwischen den ersten Schaltstückträgern eine Stabilisierung vorzunehmen und zusätzlich eine Einleitung beziehungsweise Verteilung von Kräften auch über eine Längstraverse erfolgen zu lassen, so dass zusätzlich die zweiten Schaltstückträger in einen mechanisch stabilisierenden Verbund einbezogen sind. Somit ist es zum einen möglich, die ersten kartuschenförmigen Schaltstückträger untereinander zu stabilisieren, zum anderen können die Unterbrechereinheiten über eine Schaltstrecke hinweg, also zwischen den ersten und den zweiten Schaltstückträgern eine Stabilisierung erfahren. Damit wird die Gesamtanordnung zusätzlich versteift und ein stabilerer Verbund ist gegeben.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass an den ersten kartuschenförmigen Schaltstückträgern und den zweiten kartuschenförmigen Schaltstückträgern jeweils zumindest eine Quertraverse mantelseitig angeschlagen ist. Ist eine Ausrüstung jeweils der ersten und jeweils der zweiten Schaltstückträger jeweils mit zumindest einer Quertraverse vorgesehen, so werden die jeweiligen Schaltstückträger jeweils für sich stabilisiert und untereinander abgestützt. Damit ist ein Verziehen oder Verkanten der Unterbrechereinheiten beispielsweise während einer Schaltbewegung unterdrückt. Schaltvorgänge sind neben auftretenden elektrodynamischen Kräften auch von rein mechanischen Kräften begleitet, welche durch das sprungartige Bewegen von relativ großen Mas- sen hervorgerufen sind. Insbesondere bei der Verwendung von Quertraversen an Leistungsschaltern, das heißt, bei einer Verwendung von Unterbrechereinheiten, die zum Schalten von Nennströmen aber auch zum Schalten von Kurzschlussströmen geeignet sind, treten Schalterschütterungen auf. Über eine Quertraverse können die Schaltstückträger und damit die Unterbrechereinheiten zueinander ausgerichtet werden.
Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass miteinander verbundene Quer- und Längstraversen eine Ausnehmung vollstän- dig umschließen.
Ein Verbund von Quer- und Längstraversen, welche eine Ausnehmung vollständig umschließt, weist den Vorteil auf, dass Kraftlinien sich um die Ausnehmung herum verteilen können und in verschiedene Anschlagpunkte eingeleitet werden können. Durch die Ausnehmung zwischen den Quer- und Längstraversen ist eine Massereduzierung des Verbundes aus Längs- und Quertraversen gegeben. Durch eine derartige Ausnehmung kann die Steifigkeit der Längs- und Quertraversen zusätzlich un- terstützt werden. Vorteilhaft sollten dabei an Eckpunkten von derartigen Ausnehmungen eine ungerade Anzahl von Längs- und Querträgern aufeinander zulaufen. Durch die Ausnehmungen hindurch kann auf die Unterbrechereinheiten der Schaltgeräteanordnung zugegriffen werden, beziehungsweise diese überwacht und beobachtet werden. Mittels einer Ausnehmung sind Kriechwege verlängert. Im Bereich der Ausnehmung ist der dielektrische Abstand zwischen spannungsführenden Teilen vergrößert.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass eine Längstraverse zwischen Anschlagpunkten einer Quertraverse an kartuschenförmigen Schaltstückträgern mit der Quertraverse verbunden ist.
Neben einer Anordnung von Längstraversen, die kartuschenförmigen Schaltstückträgern jeweils deckungsgleich zugeordnet sind, das heißt, eine Längstraverse stabilisiert jeweils einen ersten und einen zweiten Schaltstückträger, die genau ein und derselben Phase zugeordnet sind, kann auch vorgesehen sein, dass eine Längstraverse zwischen ersten und zweiten kartuschenförmigen Schaltstückträgern verschiedener Phasen stabilisierend wirkt. Eine Längstraverse kann winkelstarr mit der Quertraverse beabstandet zu den Anschlagpunkten einer Quertraverse an Schaltstückträgern verbunden sein.
Eine vorteilhafte weitere Ausgestaltung kann vorsehen, dass die Unterbrechereinheiten in einer gemeinsamen Ebene liegend ausgerichtet sind und beiderseits der Ebene Quertraversen an kartuschenförmigen Schaltstückträgern angeschlagen sind.
Die Unterbrechereinheiten erstrecken sich mit ihren kartuschenförmigen Schaltstückträgern jeweils längs einer Längsachse. Durch eine parallele Anordnung der Längsachse und einer Anordnung dieser Längsachsen in einer gemeinsamen Ebene ist die Möglichkeit geschaffen, Quertraversen beiderseits der Ebene anzuordnen, so dass an Schaltstückträgern befestigte Quertraversen beiderseits dieser Ebene angeordnet sind. Die beiderseits angeordneten Quertraversen sind über die Unter- brechereinheiten voneinander beabstandet gehalten und relativ zueinander fixiert.
Unabhängig von Anzahl, Art und Ausführung von Längs- und Quertraversen können die Traversen eine bestimmte Profilierung aufweisen, das heißt, die Traversen können beispielsweise als Hohlprofile ausgestaltet mit Rippen, Isolierstellen usw. versehen sein, um bei möglichst geringem Material- und damit Masseeinsatz eine möglichst verwindungssteife Quertra- verse bzw. Längstraverse bzw. einen Quer- und Längstraversenverbund ausbilden zu können.
Vorteilhafterweise kann weiter vorgesehen sein, dass die Quertraverse elektrisch isolierend wirkt.
Durch eine elektrisch isolierende Wirkung der Quertraversen ist ein Kurzschließen oder Überbrücken von Isolierstrecken an der elektrischen Schaltgeräteanordnung vorgebeugt. So ist es beispielsweise möglich, Unterbrechereinheiten verschiedener Phasen miteinander zu verbinden und gegebenenfalls auch eine Schaltstrecke mit einer Längstraverse zu überbrücken. Dazu kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Quertraversen bzw. die Längstraversen bzw. winkelstarre Verbünde aus Quer- und Längstraversen aus elektrisch isolierenden Materialien gefer- tigt sind. Dazu eignen sich insbesondere glasfaserverstärke
Kunststoffe und andere elektrisch isolierende Materialien wie Epoxidharze, welche bei einer geringen Masse eine hohe Verwindungssteifigkeit aufweisen und eine ausreichende elektrische Isolationsfestigkeit auch für Hoch- und Höchstspannungen aufweisen.
Eine weitere Ausgestaltung kann vorteilhaft vorsehen, dass zumindest eine der Unterbrechereinheiten an der Quertraverse abgestützt ist. Über eine Quertraverse kann auch zumindest eine der Unterbrechereinheiten gehalten werden. Insbesondere bei einem Vorsehen von mehr als zwei Unterbrechereinheiten, insbesondere drei Unterbrechereinheiten, in einer mehrphasigen Schaltgeräteanordnung kann es vorteilhaft sein, dass lediglich eine oder zwei der Unterbrechereinheiten über eine Trageinrichtung gehalten sind, wohingegen eine weitere (n) Unterbrechereinheit (en) über die Quertraverse (n) abgefangen ist (sind) . Ins- besondere bei einem Einsatz von drei Unterbrechereinheiten, welche in einer Ebene angeordnet sind, ist es möglich, eine der Unterbrechereinheiten über die Quertraverse, welche an den anderen beiden Unterbrechereinheiten angeschlagen ist, abzustützen .
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass die Quertraverse ausschließlich an kartuschenförmigen Schaltstückträgern abgefangen ist.
Ist eine Quertraverse ausschließlich an den kartuschenförmigen Schaltstückträgern abgefangen, so stabilisiert die Quertraverse die entsprechenden Schaltstückträger untereinander. Zusätzliche Abfangungen der Quertraverse an anderen Baugruppen sind so nicht notwendig. Damit ist eine Beanspruchung von zusätzlichem Bauraum an der mehrphasigen Schaltgeräteanordnung vermieden. Die entsprechend gehaltenen Unterbrechereinheiten der mehrphasigen Schaltgeräteanordnung sind dabei ausreichend abgestützt. Über die Quertraverse können zwischen den Unterbrechereinheiten Kräfte weitergegeben beziehungs- weise verteilt werden, so dass auftretende Kurzschlusskräfte oder Schalterschütterungen auf eine breite Basis verteilt werden können. Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass die kartuschenförmigen Schaltstückträger jeweils eine Schnittstelle zur elektrischen Kontaktierung der Unterbrechereinheiten aufweisen.
Die kartuschenförmigen Schaltstückträger begrenzen die äußere Kontur der Unterbrechereinheiten jeweils zumindest endseitig. Vorteilhafterweise sollten die Schaltstückträger elektrische Leiterbahnen aufweisen, so dass eine Kontaktierung einer Schnittstelle an dem Schaltstückträger möglich ist und die im Innern der Schaltstückträger befindlichen, relativ zueinander bewegbaren Schaltstücke in einen Strompfad eingebunden werden können. Dazu kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Schaltstückträger selbst aus einem elektrisch leitfähigen Ma- terial beispielsweise in Form eines Gusskörpers ausgeführt sind. Dies hat dann zusätzlich den Vorteil, dass im Innern des kartuschenförmigen Schaltstückträgers ein dielektrisch geschirmter Aufnahmeraum ausgebildet ist, innerhalb welchem beispielsweise nahezu beliebig geformte Baugruppen einer ki- nematischen Kette oder ähnliches angeordnet werden können. Mit den Schnittstellen zur elektrischen Kontaktierung sind beispielsweise außerhalb des Fluidraumes des Kapselungsgehäuses befindliche Anschlusspunkte elektrisch leitend verbunden.
Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch in einer Zeichnung gezeigt und nachfolgend näher beschrieben .
Dabei zeigt die
Figur 1 eine teilweise frei geschnittene mehrphasige
Schaltgeräteanordnung, die Figur 2 eine Draufsicht auf mehrere Unterbrechereinheiten, die Figur 3 eine stirnseitige Ansicht mehrerer
Unterbrechereinheiten, die Figur 4 eine erste Ausgestaltungsvariante einer
Quertraverse, die Figur 5 eine zweite Ausgestaltungsvariante einer
Quertraverse, die Figur 6 eine vierte Ausgestaltungsvariante einer
Quertraverse, die
Figur 7 eine stirnseitige Ansicht mehrerer Unterbrecherein- heiten in alternativer Anordnung und die
Figuren 8, 9, 10 Anbindungsmöglichkeiten von Quertraversen.
Die Figur 1 zeigt eine Ansicht einer mehrphasigen Schaltgeräteanordnung mit einer ersten Unterbrechereinheit 1, einer zweiten Unterbrechereinheit 2 sowie einer dritten Unterbrechereinheit 3. Die drei Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 sind im Innern eines fluiddichten Kapselungsgehäuses 4 angeordnet. Das Kapselungsgehäuse 4 ist beispielsweise ein Gehäuse aus elektrisch leitendem Material oder ein Gehäuse aus elektrisch isolierendem Material, welches die Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 der mehrphasigen Schaltgeräteanordnung umgibt. Das Innere des Kapselungsgehäuses 4 weist einen Fluidraum auf, innerhalb welchem die Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 elektrisch isoliert angeordnet sind. Der Fluidraum des Kapselungsgehäu- ses 4 ist zur Isolation der Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 sowie weiterer elektrisch aktiver Bauteile mit einem unter erhöhtem Druck stehenden elektrisch isolierenden Gas, vorzugsweise Schwefelhexafluorid oder Stickstoff, befüllt. Durch einen erhöhten Druck des im Innern des Kapselungsgehäuses 4 befindlichen Fluids wird die Durchschlagfestigkeit des elektrisch isolierenden Fluids zusätzlich erhöht, wodurch die Beabstandung der Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 zueinander reduziert werden kann. Damit kann auch das Bauvolumen des Kapselungsgehäuses 4 und damit das Volumen der Gesamtanordnung reduziert werden. Die Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 sind jeweils gleichartig ausgeführt und sind in ein und demselben Fluidraum des Kapselungsgehäuses 4 angeordnet und von ein und demselben Fluid umspült.
Beispielhaft wird im Folgenden ein prinzipieller Aufbau einer Unterbrechereinheit anhand der ersten Unterbrechereinheit 1 beschrieben. Die Ausführungen gelten entsprechend auch für die zweite und die dritte Unterbrechereinheit 2, 3. Zur bes- seren Erkennbarkeit ist auf eine Darstellung von Quer- und Längstraversen in Figur 1 verzichtet
Die erste Unterbrechereinheit 1 weist einen ersten kartu- schenförmigen Schaltstückträger 5 sowie einen zweiten kartu- schenförmigen Schaltstückträger 6 auf. Die beiden kartuschen- förmigen Schaltstückträger 5, 6 sind jeweils mit einer im Wesentlichen kreiszylinderförmigen Mantelfläche ausgestattet, wobei Zylinderachsen koaxial zueinander ausgerichtet sind und die beiden kartuschenförmigen Schaltstückträger 5, 6 relativ zueinander beabstandet sind. Die Zylinderachsen definieren eine Längsachse. Die beiden kartuschenförmigen Schaltstückträger 5,6 weisen in ihrem Inneren jeweils einen durch die Schaltstückträger 5, 6 dielektrisch geschirmten Aufnahmeraum auf. In diesem Aufnahmeraum sind beispielsweise Schaltstücke angeordnet. In der Figur 1 ist symbolisch ein Schaltstück 7 dargestellt, welches einen Einschaltzustand der mehrphasigen Schaltgeräteanordnung symbolisiert, das heißt, eine zwischen den Schaltstückträgern 5, 6 befindliche Schaltstrecke 8 ist mittels des bewegbaren Schaltstückes 7 überbrückt. Die Schaltstrecke 8 ist in dem in der Figur 1 gezeigten Beispiel durch einen Ringspalt zwischen den beiden Schaltstückträgern 5, 6 gebildet. Bedarfsweise kann die Schaltstrecke 8 von einem elektrisch isolierenden Rohrabschnitt, welcher die einander zugewandten Enden der beiden kartuschenförmigen Schalt- stückträger 5, 6 miteinander verbindet, überspannt und umgeben sein.
Die beiden kartuschenförmigen Schaltstückträger 5, 6 begren- zen eine äußere Hüllkontur der ersten Unterbrechereinheit 1. Über die einander zugewandten Enden der beiden Schaltstückträger 5, 6 sind die von den kartuschenförmigen Schaltstückträgern 5, 6 begrenzten Aufnahmeräume zugänglich. Die voneinander abgewandten Enden der beiden kartuschenförmigen Schalt- stückträger 5, 6 sind im Wesentlichen verschlossen, wobei dieser Abschluss in einer dielektrisch günstigen Form, beispielsweise in Form einer kuppeiförmigen Haube ausgeformt ist. Die Schaltstückträger 5, 6 können in ihrem Innern auch spezielle Kanäle bzw. Lenkeinrichtungen zur Lenkung und Lei- tung von Schaltgasen aufweisen.
Zum Einkoppeln einer Bewegung auf das bewegbare Schaltstück 7 ist an dem einen von der Schaltstrecke 8 abgewandten Ende des ersten kartuschenförmigen Schaltstückträgers 5 eine Ausneh- mung vorgesehen, durch welche ein Antriebselement 9 hier in
Form einer translatorisch bewegbaren Schaltstange, in das Innere des ersten kartuschenförmigen Schaltstückträgers 5 hineingeführt ist. Über das Antriebselement 9 ist eine Bewegung auch auf ein im Innern des ersten kartuschenförmigen Schalt- Stückträgers 5 befindliches Schaltstück 7 ermöglicht. Diese Bewegung kann beispielsweise über weitere Getriebeelemente verteilt und auch in den Aufnahmeraum des zweiten kartuschen- förmigen Schaltstückträgers 6 übertragen werden, so dass eine Bewegung sowohl von Schaltstücken, welche von dem ersten kar- tuschenförmigen Schaltstückträger 5 und/oder von dem zweiten kartuschenförmigen Schaltstückträger 6 zumindest teilweise umgeben sind, übertragen werden können. So ist es beispielsweise möglich, Schaltstücke sowohl innerhalb des Aufnahmeraumes des ersten Schaltstückträgers 5 als auch innerhalb des Aufnahmeraumes des zweiten Schaltstückträgers 6 zu bewegen und so eine Kontakttrenn- bzw. Kontaktschließgeschwindigkeit der relativ zueinander bewegbaren Schaltstücke zu erhöhen. Als Getriebeelement zur Übertragung einer Bewegung in den zweiten kartuschenförmigen Schaltstückträger 6 hinein eignen sich elektrisch isolierende Körper. Beispielsweise ist auch eine Isolierstoffdüse, welche ein Schaltstück 7 umgeben kann und Schaltgase innerhalb der Unterbrechereinheit 1 lenkt, zur Übertragung einer Bewegung einsetzbar.
Vorteilhaft sind die beiden kartuschenförmigen Schaltstückträger 5, 6 als Gusskörper aus elektrisch leitenden Materialien ausgeführt. An der Oberfläche der Schaltstückträger 5, 6 sind zur Einkopplung der mehrphasigen Schaltgeräteanordnung in einem Strompfad Schnittstellen 10a, 10b angeordnet. Im vorliegenden Falle sind die Schnittstellen 10a, 10b als Kontaktflächen mit Gewindeöffnungen ausgeführt, in welche Bolzen schraubbar sind, so dass Leiterbahnen mittels Kabelschuhen oder ähnlichem an den Schnittstellen 10a, 10b festleg- und elektrisch kontaktierbar sind. Die Leiterbahnen können in geeigneter Weise elektrisch isoliert über Durchführungen durch das Kapselungsgehäuse fluiddicht hindurchgeführt sein. Über in den Aufnahmeräumen der Schaltstückträger 5, 6 befindliche Strombahnen sind Schaltstücke, welche sich im Innern der ers- ten Unterbrechereinheit 1 befinden, elektrisch kontaktierbar, so dass zwischen den Schnittstellen 10a, 10b ein Schalten eines Strompfades mittels der ersten Unterbrechereinheit 1 erfolgen kann.
Zur Ausgestaltung der relativ zueinander bewegbaren Schaltstücke, zwischen welchen eine Unterbrecherstelle befindlich ist, kann vorgesehen sein, dass ein Set aus relativ zueinander bewegbaren Lichtbogen- und Nennstromschaltstücken eingesetzt wird. Durch den Einsatz von Lichtbogen- und Nennstrom- schaltstücken ist es möglich, die Nennstromschaltstücke vor erhöhtem Abbrand zu schützen. Dazu ist vorgesehen, dass bei einem Einschaltvorgang zunächst die Lichtbogenschaltstücke und darauf folgend die Nennstromschaltstücke in galvanischen Kontakt treten. Bei einem Ausschaltvorgang trennen sich zunächst die Nennstromschaltstücke und darauf folgend die Lichtbogenschaltstücke. Dadurch ist sichergestellt, dass Vorüberschläge oder Ausschaltlichtbögen vorzugsweise zwischen den Lichtbogenschaltstücken brennen, so dass die Nennstrom- schaltstücke vor erhöhtem Abbrand geschützt sind. Dadurch ist es möglich, die Nennstromschaltstücke hinsichtlich ihrer elektrischen Leitfähigkeit zu optimieren und die Lichtbogenschaltstücke vor allem hinsichtlich einer erhöhten Widerstandsfähigkeit gegenüber Lichtbogeneinwirkungen auszulegen.
In der Figur 2 sind die aus der Figur 1 bekannten Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 in einer Draufsicht dargestellt. Dabei ist abweichend von der Figur 1 die Schaltstrecke 8 von einem Schaltstück freigehalten, d. h. in der Figur 2 sind die Un- terbrechereinheiten 1, 2, 3 in ihrer Ausschaltstellung dargestellt. Die zwischen den kartuschenförmigen Schaltstückträgern 5, 6 befindliche Schaltstrecke 8 ist frei von einem Schaltstück 7, welches die Schaltstrecke 8 der beiden kartuschenförmigen Schaltstücksträger 5, 6 überbrücken würde. Das Schaltstück 7 ist in eine der beiden kartuschenförmigen
Schaltstückträger 5, 6 zurückgezogen und befindet sich dort in einem dielektrisch geschirmten Aufnahmeraum. Wie aus der Figur 2 erkennbar ist, sind die kartuschenförmigen Schaltstückträger 5, 6 im Bereich der Schaltstrecke 8 frei von einer Abdeckung. Um einer erhöhte Stabilität in den jeweiligen Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 zu erzielen, kann vorgesehen sein, dass die Schaltstrecke 8 beispielsweise durch einen elektrisch isolierenden Rohrabschnitt überbrückt wird, welcher an den Schaltstückträgern 5, 6 an den einander zugewand- ten Stirnseiten befestigt ist. Dadurch wird die Schaltstrecke 8 vor äußeren, mechanischen Einwirkungen geschützt. Weiterhin kann im Bereich der Schaltstrecke 8 auch eine Isolierstoffdüse befindlich sein, welche sowohl im eingeschalteten als auch im ausgeschalteten Zustand die Schaltstrecke 8 zwischen den beiden kartuschenförmigen Schaltstückträgern 5, 6 elektrisch isolierend überspannen kann.
Die Figur 2 zeigt nunmehr eine Komplettierung der Unterbre- chereinheiten 1, 2, 3 der mehrphasigen Schaltgeräteanordnung mit einem Stabilisierungsverbund. Der Stabilisierungsverbund weist eine erste Quertraverse 11 sowie eine zweite Quertraverse 12 auf. Die erste Quertraverse 11 verbindet die ersten kartuschenförmigen Schaltstückträger 5 der ersten Unterbre- chereinheit 1, der zweiten Unterbrechereinheit 2 und der dritten Unterbrechereinheit 3. Die zweite Quertraverse 12 verbindet die zweiten kartuschenförmigen Schaltstückträger 6 der ersten Unterbrechereinheit 1, der zweiten Unterbrechereinheit 2 sowie der dritten Unterbrechereinheit 3. Eine Hauptachse der ersten Quertraverse 11 bzw. der zweiten
Quertraverse 12 verläuft dabei quer zu den Längsachsen der Unterbrechereinheiten 1, 2, 3. Die Hauptachse erstreckt sich auf kürzestem Wege zwischen zwei Anschlagpunkten 24 einer Quertraverse 11, 12. Die Quertraversen 11, 12 sind dabei an jedem der ersten bzw. zweiten kartuschenförmigen Schaltstückträger 5, 6 der Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 angeschlagen. Ein Anschlagen kann durch verschiedene Befestigungsverfahren erfolgen. So können die Quertraversen 11, 12 beispielsweise mittels Verschraubungen, Vernietungen, Verklebungen oder an- deren kraft- oder formschlüssigen wirkenden Verbindungselementen winkelstarr mit den Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 verbunden sein. Über die Quertraversen 11, 12 wird eine Beabstandung der Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 zueinander festgelegt. Die Beabstandung ist dabei derart gewählt, dass ein elektrischer Durchlag eines zwischen den Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 befindlichen elektrisch isolierenden Mediums, beispielsweise eines Isoliergases, zuverlässig verhindert ist. Die Quertraversen 11, 12 sind vorzugsweise elektrisch isolierend ausgeführt. Dazu kann vorgesehen sein, dass die Quertraversen 11, 12 selbst vorzugsweise aus elektrisch isolierenden Materialien, beispielsweise Kunststoffverbundwerkstoff etc., gefertigt sind. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass Abschnitte der Traversen als Isolierabschnitte ausgeführt sind, so dass eine durchgehende elektrische Strombahn zwischen den ersten kartuschenförmigen Schaltstückträgern 5 bzw. den zweiten kartuschenförmigen Schaltstückträgern 6 der Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 verhindert ist.
Um die Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 der mehrphasigen Schaltgeräteanordnung zusätzlich zu stabilisieren, ist bei der Ausgestaltung gemäß Figur 2 die Anordnung einer ersten Längstraverse 13 sowie einer zweiten Längstraverse 14 vorgesehen. Die erste und die zweite Längstraverse 13, 14 sind dabei derart ausgebildet, dass diese im Wesentlichen parallel zu den
Längsachsen der Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 ausgerichtet sind. Die erste und die zweite Längstraverse 13, 14 sind mit ihren endseitigen Abschnitten jeweils mit der ersten Quertraverse 11 bzw. der zweiten Quertraverse 12 verbunden. Die Kon- taktierungsbereiche zwischen erster Quertraverse, zweiter Quertraverse 11, 12 sowie erster Längstraverse 13, zweiter Längstraverse 14 sind an der ersten und der zweiten Quertraverse 11, 12 in den Bereichen gewählt, in welchem die Quertraversen 11, 12 einen Freiraum zwischen den Unterbre- chereinheiten 1, 2, 3 überspannen. Dadurch liegen die erste und die zweite Längstraverse 13, 14 versetzt zu den Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 und parallel zu deren Längsachsen. Eine winkelstarre Verbindung von Quer- und Längstraversen 11, 12, 13, 14 erfolgt beabstandet zu den Anschlagpunkten 24 der ersten und zweiten kartuschenförmigen Kontaktstückträger 5, 6.
Die erste Quertraverse 11, die zweite Quertraverse 12 sowie die erste Längstraverse 13 und die zweite Längstraverse 14 sind dabei derart winkelstarr miteinander verbunden, so dass eine Ausnehmung 15 vollständig von der ersten Quertraverse 11, der zweiten Quertraverse 12 sowie der ersten Längstraverse 13 sowie der zweiten Längstraverse 14 umschlossen ist. Aufgrund der Anordnung der ersten Längstraverse 13 sowie der zweiten Längstraverse 14 zwischen den Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 sind die Schaltstrecken 8 aller drei Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 von einer Überdeckung durch Quer- oder Längstraversen 11, 12, 13, 14 freigehalten. Dadurch ist eine Zugänglichkeit der Schaltstrecke auch bei montierten Querbzw. Längstraversen 11, 12, 13, 14 gegeben.
In der Figur 3 ist eine stirnseitige Ansicht der Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 dargestellt. Weiterhin ist eine stirn- seitige Ansicht der angeschlagenen ersten Quertraverse 11 ersichtlich. Die in Figur 3 in der ersten Quertraverse 11 strichpunktiert dargestellten Linien symbolisieren die Positionen der ersten Längstraverse 13 sowie der zweiten Längstraverse 14. Um ein bündiges Anliegen der ersten Quertraverse 11 an den ersten kartuschenförmigen Schaltstückträger 5 zu ermöglichen, sind die ersten kartuschenförmigen Schaltstückträger 5 im Bereich der Befestigung der ersten Quertraverse 11 mit einer Abflachung versehen, so dass an der ersten Quertraverse 11 angeordnete Kontaktierungsbereiche, die ebenfalls mit einer ebenen Anlagefläche ausgestattet sind, möglichst flächig mit dem ersten kartuschenförmigen Schaltstückträger 5 in Verbindung treten können. Gleiches gilt sinngemäß auch für die zweite Quertraverse 12 sowie die zweiten kartuschenförmigen Schaltstückträger 6. Weiterhin ist der Figur 3 strichpunktiert eine weitere Quertraverse IIa entnehmbar, welche gegengleich zur ersten Quertraverse 11 angeordnet ist. Entsprechend ist an dem zwei- ten kartuschenförmigen Schaltstückträgern 6 der Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 zu der zweiten Quertraverse 12 eine weitere Quertraverse angeordnet. Gleiches gilt auch für die erste Längstraverse 13 sowie die zweite Längstraverse 14.
Da die Längsachsen der Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 und damit die Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 selbst parallel zueinander liegen und in einer Ebene angeordnet sind, entsteht ein beiderseits der gemeinsamen Ebene angeordneter Verbund aus Quer- und Längstraversen, so dass bezüglich der gemeinsamen Ebene eine beidseitige Versteifung der Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 erfolgt. Symbolisch ist an der weiteren Quertraverse IIa angedeutet, dass zur Anlage einer Quertraverse auf einem gewölbten Abschnitt eines ersten kartuschenförmigen Schaltstückträgers 5 eine entsprechend komplementär gewölbte AnIa- gefläche an der zweiten Quertraverse IIa vorgesehen sein kann. Je nach zu erwartenden Belastungen können die Querbzw. Längstraversen mit verschiedenen Profilierungen ausgestattet sein. So können beispielsweise Hohlprofile eingesetzt werden, die bei einer geringen Masse eine gute Winkelsteifig- keit aufweisen.
In den Figuren 4, 5, 6 sind weitere Abwandlungen von Quer- und Längstraversen dargestellt. Bezüglich der Befestigung, Anordnung, Verwendung, Ausgestaltung gilt das zu den Figuren 1, 2 und 3 Beschriebene entsprechend auch für die Figuren 4, 5, und 6. Bei einer beidseitigen Anordnung von Quer- und Längstraversen an den Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 können auch verschiedenartig ausgestaltete Anordnungen von Quer- und Längstraversen an den Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 beidseitig der gemeinsamen Ebene angeordnet sein.
Die Figur 4 weist gegenüber der in der Figur 2 gezeigten Va- riante mit einer ersten Quertraverse 11 einer zweiten
Quertraverse 12 sowie einer ersten Längstraverse 14 sowie einer zweiten Längstraverse 14 zusätzlich eine Hilfstraverse 16 auf. Die Hilfstraverse 16 ist eine Quertraverse, welche parallel zur ersten Quertraverse 11 bzw. zur zweiten Quertra- verse 12 ausgerichtet ist. Die Hilfstraverse 16 nutzt Abschnitte der ersten Längstraverse 13 sowie der zweiten Längstraverse 14 zur Verbindung mit den Unterbrechereinheiten
I, 2, 3. Mittels der Hilfstraverse 16 sind von den Quer- und Längstraversen gemäß Figur 4 eine zweite Ausnehmung 17 sowie eine dritte Ausnehmung 18 vollständig von Längs- und Quertraversen umschlossen. Die Hilfstraverse 16 weist unter Nutzung der Längstraversen 13, 14 endseitige Kröpfungen auf, so dass ein Anschlagen an Mantelflächen der Schaltstückträger 5, 6 ermöglicht ist.
Die Figur 5 zeigt wiederum eine erste Quertraverse 11 sowie eine zweite Quertraverse 12. Die erste Quertraverse 11 sowie die zweite Quertraverse 12 sind parallel zueinander ausgerichtet. Weiterhin sind eine dritte Längstraverse 19, eine vierte Längstraverse 20 sowie eine fünfte Längstraverse 21 vorgesehen. Abweichend von den in den Figuren 2, 3 und 4 gezeigten Längstraversen sind die dritte, vierte und fünfte Längstraverse 19, 20, 21 parallel zu den Unterbrechereinheiten ausgerichtet, jedoch jeweils zwischen den Anschlagpunkten 24 der ersten und der zweiten Quertraverse 12, 12 verlaufend angeordnet, das heißt, im Bereich der Anschlagpunkte 24 der ersten und der zweiten Quertraverse 11, 12 gemäß der Figur 5 ist auch eine Verbindung zwischen Quer- und Längstraversen
II, 12, 19, 20, 21 vorgesehen. Dadurch sind insbesondere die Anschlagpunkte 24 der Quertraversen 11, 12 zusätzlich verstärkt. Weiterhin überdecken die dritte Längstraverse, vierte Längstraverse und fünfte Längstraverse 19, 20, 21 bei einer Montage an Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 deren Schaltstrecken 8. Insbesondere bei einer beidseitigen Anordnung derartig verlaufender Längstraversen 19, 20, 21 kann so eine mechanisch schützende Abdeckung über den Schaltstrecken 8 ausgebildet werden. Von der ersten und der zweiten Quertraverse 11, 12 und den mit den beiden Quertraversen 11, 12 verbunde- nen dritten Längstraverse 19, vierten Längstraverse 20 und fünften Längstraverse 21 ist eine vierte Ausnehmung 22 sowie eine fünfte Ausnehmung 23 umschlossen.
In der Figur 6 ist eine Abwandlung der aus der Figur 5 be- kannten Anordnung dargestellt. Neben der Verwendung einer dritten, einer vierten und einer fünften Quertraverse 19, 20, 21 ist der Einsatz einer einzigen zweiten Quertraverse 12 vorgesehen. Dadurch ist es möglich, eine massereduzierte Konstruktion einzusetzen und so lediglich die ersten kartuschen- förmigen Schaltstückträger 5 oder die zweiten kartuschenför- migen Schaltstückträger 6 mittels der zweiten Quertraverse 12 zu verbinden und diese zueinander zu beabstanden. Über die Längstraversen 19, 20, 21 sind die Schaltstrecken 8 der Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 elektrisch isoliert überbrückbar.
Neben einer in den Figuren 2, 3, 4, 5 und 6 gezeigten Kombination von Quertraversen und Längstraversen kann auch vorgesehen sein, dass ausschließlich eine oder mehrere Quertraversen oder ausschließlich eine oder mehrere Längstraversen zur Stabilisierung von Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 einer mehrphasigen Schaltgeräteanordnung eingesetzt sind.
Abweichend zu der in Figur 3 gezeigten Anordnung von Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 in einer Ebene ist in Figur 7 bei- spielhaft eine alternative Anordnung gezeigt. Die Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 sind parallel zueinander ausgerichtet, liegen jedoch nicht in einer gemeinsamen Ebene. Die Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 sind in stirnseitiger Projektion in einer Dreiecksanordnung zueinander positioniert. Die zugehörige Quertraverse 11 ist entsprechend geformt. Vorliegend weist die Quertraverse 11 einen verlängerten Schenkel auf, welcher die zweite Unterbrechereinheit 2 in Position hält. Darüber hinaus sind auch weitere Ausformungen von Quer- traversen nutzbar. Beispielsweise können diese bügelartig gebogen sein oder andere Formgebungen aufweisen.
Die Figuren 8, 9, 10 zeigen beispielhaft Möglichkeiten eines mantelseitigen Anschlagens von Quertraversen 11 an Schalt- Stückträgern 5, 6 von Unterbrechereinheiten 1, 2, 3.
Vorliegend ist beispielhaft ein Anschlagen an die erste Unterbrechereinheit 1 gezeigt.
Gemäß Figur 8 ist die dortige Quertraverse 11 mit einem Schenkel versehen, welcher auf einer gebogenen Mantelfläche eines Schaltstückträgers aufliegt. Dazu ist das zur ersten Unterbrechereinheit 1 ragende Ende des Schenkels mit einer gewölbten Anlagefläche ausgestattet. Die gewölbte Anlagefläche ist gegengleich zur Wölbung der Mantelfläche des Schaltstückträgers ausgeformt.
Die Figuren 9 und 10 zeigen ein mantelseitiges Anschlagen, wobei in Mantelflächen von Schaltstückträgern muldenförmige Aufnahmen eingeformt sind. Je nach Dimensionierung von anzu- schlagenden Schenkeln der Querträger 11 können diese verschiedenartig dimensioniert sein. Die muldenförmigen Aufnahmen können in massiven Abschnitten (Figur 10) der auch hohlen Abschnitten (Figur 9) der Schaltstückträger eingeformt sein. Die Schenkel der Quertraversen 11 können mantelseitig bündig formschlüssig in die Aufnahmen hineinragen (Figur 9) . Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass lediglich eine stirnseitige Kontaktierung des Zweiges erfolgt (Figur 10) .
Varianten der Erfindung sind nicht auf die in den Figuren gezeigten Ausgestaltungen beschränkt. Darüber hinaus können noch alternative Ausgestaltungen der einzelnen Baugruppen und Kombinationen von Baugruppen vorgenommen werden, welche ebenfalls die Merkmale der Erfindung aufweisen.
Die Quertraversen 11, 12 sind dazu vorgesehen, die Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 zueinander zu beabstanden und untereinander zu fixieren. Dabei kann vorgesehen sein, dass die Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 zumindest teilweise von einer Quertraverse 11, 12 gehalten sind. Es kann auch vorgesehen sein, dass zumindest eine der Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 ausschließlich über eine oder mehrere Quertraversen 11, 12 abgefangen ist. Die Quertraversen 11, 12 oder auch die Längstraversen 13, 14, 19, 20, 21 können beispielsweise mit weiteren Baugruppen, beispielsweise Stützisolatoren, Kapselungsgehäuseabschnitten, verbunden sein, so dass die Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 relativ zu einem Kapselungsgehäuse positioniert und festgelegt sind. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 unabhängig gehalten sind und die Quertraversen 11, 12 respektive der
Längstraversen 13, 14, 19, 20, 21 ausschließlich an den Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 abgestützt sind, so dass die Quer- und Längstraversen 11, 12, IIa, 13, 14, 19, 20, 21 ausschließlich einer Stabilisierung der Unterbrechereinheiten 1, 2, 3 untereinander dienen.
