Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
MULTICOUPLING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/101516
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a multicoupling device for establishing a detachable connection between fluid lines on a generator side which carry a fluid pressure medium and are associated with a fluid pressure generator and fluid lines on the consumer side which are associated with at least one fluid consumer. Said device comprises a first coupling part (12) having a plurality of first fluid connections (13), and a second coupling part (14) having a plurality of second fluid connections (15) for the fluid lines on the consumer side. When being coupled to each other, the two coupling parts (12, 14) can be brought into an operational position (22) by approaching one another in the direction of an axis of installation (17) in which position opposite joining faces (17, 19) of the two coupling parts (12, 14) rest against each other and in which the two coupling parts (12, 14) are secured from self-decoupling by means of retaining elements. The invention is characterized in that a hand-actuated slide element (28) is provided and allows the two coupling parts (12, 14) to be displaced from a standby position (24) in which the coupling parts are in detachable contact with each other and the joining faces (17, 19) are spaced apart from each other to the operational position (22) by means of force transmitting elements (35, 50).

Inventors:
SCHULZ WINFRIED (DE)
CLAUS HANS-JUERGEN (DE)
ZOLLER KLAUS (DE)
WECKARDT VIOLA (DE)
ORENDI MONIKA (DE)
WEISS MARTIN (DE)
RAU ANDREAS (DE)
BRENNER HANS-WALTER (DE)
Application Number:
EP2007/000855
Publication Date:
September 13, 2007
Filing Date:
February 01, 2007
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
FESTO AG & CO (DE)
SCHULZ WINFRIED (DE)
CLAUS HANS-JUERGEN (DE)
ZOLLER KLAUS (DE)
WECKARDT VIOLA (DE)
ORENDI MONIKA (DE)
WEISS MARTIN (DE)
RAU ANDREAS (DE)
BRENNER HANS-WALTER (DE)
International Classes:
F16L37/56; F16L39/00
Domestic Patent References:
WO1997017564A11997-05-15
Foreign References:
US20020056477A12002-05-16
US2309890A1943-02-02
US3041090A1962-06-26
EP0390715A11990-10-03
DE1923186A11970-04-23
Attorney, Agent or Firm:
REIMOLD, Otto et al. (Plochinger Strasse 109, Esslingen, DE)
Download PDF:
Claims:

20. Dezember 2006

Ansprüche

1. Mehrfach-Kupplungseinrichtung zur Herstellung einer lösbaren Verbindung zwischen ein fluidisches Druckmedium führender, einem Fluiddruckerzeuger zugeordneter erzeugerseitigen Fluidleitungen und wenigstens einem Fluidverbraucher zugeord-

5 neter verbraucherseitigen Fluidleitungen, mit einem ersten Kupplungsteil (12), das mehrere erste Fluidanschlüsse (13) für die erzeugerseitigen Fluidleitungen aufweist, und mit einem zweiten Kupplungsteil (14), das mehrere zweite Fluidanschlüsse (15) für die verbraucherseitigen Fluidleitungen lo besitzt, wobei die beiden Kupplungsteile (12, 14) beim Kupplungsvorgang durch gegenseitige Annäherung aneinander in Richtung einer Installationsachse (21) in eine Arbeitsstellung (22) überführbar sind, in der einander gegenüberliegende Fügeflächen (17, 19) der Kupplungsteile (12, 14) aneinander i5 liegen und in der die beiden Kupplungsteile (12, 14) mittels Haltemitteln gegen selbsttätiges Entkuppeln gesichert sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine von Hand betätigbare Betätigungseinrichtung (23) vorgesehen ist, mittels der die Kupplungsteile (12, 14) von einer Bereitschaftsstellung (24), in

20 der die Kupplungsteile (12, 14) miteinander lösbar in Kontakt und die Fügeflächen (17, 19) beabstandet voneinander sind, über Kraftübersetzungsmittel (35, 50) in die Arbeitsstellung überführbar sind.

2. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn- s zeichnet, dass zwischen der Bereitschaftsstellung (24) und

der Arbeitsstellung (22) eine Fangstellung (80) der Kupplungsteile (12, 14) vorgesehen ist, in der die einander gegenüberliegenden Fügeflächen (17, 19) voneinander beabstandet und die Kupplungsteile (12, 14) untrennbar miteinander ver- 5 bunden sind.

3. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftübersetzungsmittel wenigstens eine Führungsbahn (35) aufweisen, auf der wenigstens ein Führungselement (50) bei Betätigung der Betätigungseinrichtung lo (23) zwangsgeführt ist, wobei die Führungsbahn (35) einen derartigen Bahnverlauf aufweist, dass die Kupplungsteile (12, 14) beim Kuppeln einander annäherbar und beim Entkuppeln voneinander beabstandbar sind.

4. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn- i5 zeichnet, dass die Führungsbahn (35) einen der Bereitschaftsstellung (24) der Kupplungsteile (12, 14) zugeordneten Kupplung-/Entkupplungsabschnitt (40) aufweist, in dem das Führungselement (50) zum Zwecke eines Kupplungsvorgangs in Kontakt mit oder zum Zwecke eines Entkupplungsvorgangs außer

20 Kontakt mit der zugeordneten Führungsbahn (35) bringbar ist, die Führungsbahn (35) einen der Arbeitsstellung (22) der Kupplungsteile (12, 14) zugeordneten Halteabschnitt (44) besitzt, in dem das Führungselement (50) die beiden Kupplungsteile (12, 14) gegen selbsttätiges Entkuppeln sichert, und

25 die Führungsbahn (35) einen Steigungsabschnitt (43) zur überführung des Führungselementes (50) zwischen dem Kupplungs- /Entkupplungsabschnitt (40) und dem Halteabschnitt (44) aufweist .

5. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn- 0 zeichnet, dass zwischen dem Kupplungs-/Entkupplungsabschnitt (40) und dem Halteabschnitt (44) ein der Fangstellung (80)

der beiden Kupplungsteile (12, 14) zugeordneter Sicherungsabschnitt (41) vorgesehen ist, in dem das Führungselement (50) derart positioniert ist, dass die beiden Kupplungsteile (12, 14) bei voneinander beabstandeten Fügeflächen (17, 19) gegen 5 Entkuppeln gesichert sind.

6. Kupplungseinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahn (35) Bestandteil einer nutartigen Führungskulisse (36) ist.

7. Kupplungseinrichtung nach einem der vorhergehenden An- lo sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in die ersten Fluid- anschlüsse (13) des ersten Kupplungsteils (12) wenigstens ein Anschlussstück (18) , insbesondere in Form einer Hülse, zum Anschließen wenigstens einer erzeugerseitigen Fluidleitung integriert ist, und in die zweiten Fluidanschlüsse (15) des i5 zweiten Kupplungsteils (14) wenigstens ein dem Anschlussstück (18) zugeordnetes Rückschlag-Verschlussglied, insbesondere Rückschlagventil (20) , integriert ist, wobei das Rückschlag- Verschlussglied beim Kuppeln der beiden Kupplungsteile (12, 14) mittels des Anschlussstücks (18) offenbar und in öff-

20 nungsstellung haltbar ist.

8. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussstücke (18) radial zu ihrer jeweiligen Längsachse (76) schwimmend in den Fluidanschlüssen

(13, 15) gelagert sind.

25 9. Kupplungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (23) derart ausgebildet ist, dass sie mittels einer Linearbewegung quer zur Installationsachse (21) zwischen einer der Bereitschaftsstellung (24) der beiden Kupplungsteile (12, 0 14) zugeordneten Kupplungs-/Entkupplungsstellung (26) und ei-

ner der Arbeitsstellung (22) der beiden Kupplungsteile (12, 14) zugeordneten Raststellung (27) bewegbar ist.

10. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (23) einen Betäti-

5 gungsbügel aufweist, der zwischen der Kupplungs-/Ent- kupplungsstellung (26) und der Raststellung (27) verschieblich im zweiten Kupplungsteil (14) gelagert ist.

11. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsbügel (25) einen Basisabschnitt lo (28) und zwei vom Basisabschnitt (28) insbesondere im Wesentlichen rechtwinklig abragende Schenkel (29a, 29b) besitzt, wobei Letztere in jeweils zugeordneten Führungsaufnahmen (30a, 30b) am zweiten Kupplungsteil (14) geführt sind.

12. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekenn- i5 zeichnet, dass an den Schenkeln (29a, 29b), insbesondere an deren Innenseiten (34a, 34b) , jeweils mindestens eine Führungsbahn (35) zur Führung jeweils wenigstens eines am ersten Kupplungsteil (12) ausgebildeten Führungselementes in Form eines Führungsbolzens (50) vorgesehen ist.

20 13. Kupplungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (23) derart ausgebildet ist, dass sie mittels einer Rotationsbewegung mit der Installationsachse (21) als Rotationsachse zwischen einer der Bereitschaftsstellung (24) der beiden Kupp- 5 lungsteile (12, 24) zugeordneten Kupplungs-/Entkupplungs- stellung (26) und einer der Arbeitsstellung (22) der beiden Kupplungsteile (12, 14) zugeordneten Raststellung (27) verdrehbar ist .

14. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (23) einen Stellring (52) aufweist, der verdrehbar am zweiten Kupplungsteil (14) gelagert ist und bei Verdrehung das erste Kupplungsteil

5 (12) durch Zusammenwirken von Führungsbahn (35) und Führungs- mittel (50) von der Bereitschaftsstellung (24) in die Arbeitsstellung (22) und umgekehrt überführt.

15. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass Stellring (52) und erstes Kupplungsteil (12) lo über eine Kopplungsvorrichtung (81) miteinander gekoppelt sind, wobei Letztere derart ausgebildet ist, dass Stellring (52) und erstes Kupplungsteil (12) beim Kuppeln vor Erreichen der Bereitschaftsstellung (24) des ersten Kupplungsteils (12) drehfest miteinander gekoppelt sind und in der Bereitschafts- i5 Stellung (24) relativ gegeneinander verdrehbar voneinander entkoppelt sind.

16. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsvorrichtung (81) mehrere Betätigungsstifte (82, 83) aufweist, von denen jeweils ein erster

20 Betätigungsstift (82) beim Kuppeln von einer über die Unterseite des Stellrings (52) hinausstehenden Ausfahrstellung mittels Kontakt mit dem zweiten Kupplungsteil (14) in eine Einfahrstellung bewegbar ist, wobei der erste Betätigungs- stift (82) über eine Kopplungsbrücke (84) mit einem zugeord- 5 neten zweiten Betätigungsstift (83) bewegungsgekoppelt ist, der seinerseits korrespondierend zur Ausfahrstellung des ersten Betätigungsstiftes (82) zwischen einer das erste Kupplungsteil (12) mit dem Stellring (52) verriegelnden Verriegelungsstellung und, korrespondierend zur Einfahrstellung des 0 ersten Betätigungsstiftes (82) einer Freigabestellung bewegbar ist .

17. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsbrücke (84) als Schwenkhebel (87) ausgebildet ist, der um eine Schwenkachse (88) schwenkbar gelagert ist und einenends gelenkig am ersten Betätigungsstift

5 (82) und andernends gelenkig am zweiten Betätigungsstift (83) gelagert ist .

18. Kupplungseinrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenseite (54) oder an der Außenseite (90) des Stellrings (52), insbesondere gleich- lo mäßig über dessen Innenumfang bzw. Außenumfang verteilt, Führungselemente in Form von Führungsbolzen (50) vorgesehen sind, die in am ersten Kupplungsteil (12) oder in am zweiten Kupplungsteil (14) ausgebildeten Führungsbahnen (35) geführt sind.

i5 19. Kupplungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (23) derart ausgebildet ist, dass sie mittels einer Schwenkbewegung um eine im Wesentlichen senkrecht zur Installationsachse (21) verlaufende Schwenkachse (56) zwischen einer der Bereit-

20 Schaftsstellung (24) der beiden Kupplungsteile (12, 14) zugeordneten Kupplungs-/Entkupplungsstellung (26) und einer der Arbeitsstellung (22) der beiden Kupplungsteile (12, 14) zugeordneten Raststellung (27) verschwenkbar ist.

20. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekenn- 25 zeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (23) einen Griffbü- gel (55) aufweist, mit einem schwenkbar im zweiten Kupplungsteil (14) gelagerten Schwenkachskörper (57) , auf dem wenigstens eine Stellscheibe (58) linear verschieblich gelagert ist, wobei die Stellscheibe beim Verschwenken des Griffbügeis 0 (55) zwischen einer die Führung des Führungselements (50) auf der zugeordneten Führungsbahn (35) gestattenden Lösestellung

und einer die Führung des Führungselements (50) blockierenden Blockierstellung (62) bewegbar ist.

21. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass an der Stellscheibe (58) eine Führungsbahn in

5 Form einer Führungskurve (35) und am ersten Kupplungsteil ein auf der Führungskurve (35) führbares Führungselement in Form eines Führungsbolzens (50) vorgesehen ist.

22. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellscheibe (58) mittels am lo Schwenkachskörper (57) gelagerten Federmitteln, insbesondere Druckfedern (75), in Richtung der Blockierstellung (62) federbelastet ist.

23. Kupplungseinrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsbolzen (50) in der i5 Blockierstellung der Stellscheibe (58) in eine das Entlanggleiten des Führungsbolzens (50) auf der zugeordneten Führungskurve (35) verhindernde Rastaufnahme (63) eingerastet ist.

24. Kupplungseinrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 23, 20 dadurch gekennzeichnet, dass die Stellscheibe (58) eine kreissegmentartige Gestalt besitzt.

25. Kupplungseinrichtung nach einem der Ansprüche 22 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffbügel (55) ein Außenteil (64) und ein verstellbar am Außenteil (64) gelagertes

25 Innenteil (67) zur Verstellung der Stellscheibe (58) entgegen der Federkraft der Federmittel in die Lösestellung aufweist.

Description:

Mehrfach-Kupplungseinrichtung

Die Erfindung betrifft eine Mehrfach-Kupplungseinrichtung zur Herstellung einer lösbaren Verbindung zwischen ein fluidisches Druckmedium führender, einem Fluiddruckerzeuger zugeordneter erzeugerseitigen Fluidleitungen und wenigstens einem 5 Fluidverbraucher zugeordneter, verbraucherseitigen Fluidleitungen, mit einem ersten Kupplungsteil, das mehrere erste Fluidanschlüsse für die erzeugerseitigen Fluidleitungen aufweist, und mit einem zweiten Kupplungsteil, das mehrere zweite Fluidanschlüsse für die verbraucherseitigen Fluidleitungen lo besitzt, wobei die beiden Kupplungsteile beim Kupplungsvorgang durch gegenseitige Annäherung aneinander in Richtung einer Installationsachse in eine Arbeitsstellung überführbar sind, in der einander gegenüberliegende Fügeflächen der Kupplungsteile aneinander liegen und in der die beiden Kupplungs- i5 teile mittels Haltemitteln gegen selbsttätiges Entkuppeln gesichert sind.

Eine derartige Mehrfach-Kupplungseinrichtung ist aus der

DE 1 923 186 bekannt, wobei hier ein erzeugerseitiges erstes

Kupplungsteil nach Art eines elektrischen Mehrpolsteckers

20 vorgesehen ist, das auf ein zweites verbraucherseitiges Kupplungsteil in Form einer entsprechenden Steckdose aufsteckbar ist. Um ein selbsttätiges Lösen bzw. Entkuppeln der beiden Kupplungsteile voneinander zu verhindern, kann an einer Außenseite des ersten Kupplungsteils eine Blattfeder mit einer s nach innen vorspringenden Nase vorgesehen sein, die beim Kup-

peln in eine hierfür vorgesehene Ausnehmung am zweiten Kupplungsteil einrastet.

Das Kuppeln unter Druck stehender Fluidleitungen mittels einer Kupplungseinrichtung erfordert einen hohen Kraftaufwand, da gegen den Fluiddruck gearbeitet werden muss . Bei der Mehrfach- bzw. Multipolkupplung multipliziert sich der Kraftaufwand um die Anzahl der angeschlossenen Fluidleitungen. Beispielsweise ist es bei dem vorstehend erwähnten Stand der Technik notwendig, das steckerartige erste Kupplungsteil ge- gen die mittels anstehendem Fluiddruck und Federkraft in Schließstellung gehaltenen Rückschlagventile aufzustecken. Ein Kupplungsvorgang per Hand ist deshalb bei derartigen Mehrfach-Kupplungseinrichtungen aufgrund des hohen Kraftaufwandes, der hier zu leisten ist, nur erschwert oder gar nicht möglich.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Mehrfach-Kupplungseinrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, bei der der Kupplungsvorgang mit relativ geringem Kraftaufwand von Hand durchführbar ist.

Diese Aufgabe wird durch eine Mehrfach-Kupplungseinrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen dargestellt.

Die erfindungsgemäße Mehrfach-Kupplungseinrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass eine von Hand betätigbare Betätigungsvorrichtung vorgesehen ist, mittels der die Kupplungsteile von einer Bereitschaftsposition, in der die Kupplungsteile miteinander lösbar in Kontakt und die Fügeflächen beabstandet voneinander sind, über Kraftübersetzungsmittel in die Ar- beitsstellung überführbar sind.

Der Kupplungsvorgang wird also durch Kraftübersetzungsmittel unterstützt, so dass das Kuppeln ohne großen Kraftaufwand per Hand möglich ist. Im Regelfall verläuft die Strömungsrichtung des durch die Kupplungseinrichtung strömenden Fluids parallel zur Installationsachse der beiden Kupplungsteile, wodurch der Kupplungsvorgang, bei dem die Kupplungsteile in Richtung der Installationsachse einander angenähert werden, durch den FIu- iddruck behindert wird. Der beim Kuppeln unerwünschte Gegendruck in Entkupplungsrichtung kann am erzeugerseitigen ersten Kupplungsteil auftreten, beispielsweise dann, wenn der Druckerzeuger nicht abgeschaltet ist und Druckmedium ausströmt. Es ist auch möglich, dass der Gegendruck am verbrau- cherseitigen zweiten Kupplungsteil auftritt, das zweckmäßigerweise mit wenigstens einem Rückschlag-Verschlussglied, insbesondere Rückschlagventil versehen ist. Das Rückschlag- Verschlussglied kann beim Entkupplungsvorgang selbsttätig schließen, so dass am Verbraucher möglicherweise noch benötigter Fluiddruck gehalten wird. Beim Kuppeln kann das Rückschlag-Verschlussglied insbesondere mittels eines korrespon- dierend hierzu am ersten Kupplungsteil vorgesehenen Anschlussstücks geöffnet werden, um einen Fluiddurchgang über die Kupplungseinrichtung hinweg zu schaffen. Dabei wird das Rückschlag-Verschlussglied jedoch mittels Federkraft und mittels verbraucherseitigem Fluiddruck in seiner Schließstellung gehalten, so dass eine relativ große Kraft zum öffnen aufgewendet werden muss. Bei mehreren Rückschlag-Verschluss- gliedern ist die aufzuwendende Kraft noch größer. über die Betätigungseinrichtung und deren Kraftübersetzungsmittel ist jedoch ein relativ einfaches öffnen dieser Rückschlag- Verschlussglieder ermöglicht, so dass an der Betätigungseinrichtung aufzuwendende Handkraft ausreicht.

Unter fluidischem Druckmedium im Sinne der Erfindung wird insbesondere Druckluft verstanden. Es sind jedoch auch andere gasförmige oder hydraulische Druckmedien einsetzbar.

Das Kuppeln und Entkuppeln von unter Druck stehenden Fluid- leitungen sind sich täglich wiederholende Vorgänge. Beim unvorsichtigem Entkuppeln verursachen umherschleudernde Fluid- leitungen, insbesondere Druckluftschlauche, oftmals nicht unerhebliche Sach- oder gar Personenschäden. Um diesem Problem abzuhelfen, ist zwischen der Bereitschaftsstellung und der Arbeitsstellung der beiden Kupplungsteile eine Fangstellung vorgesehen, in der die einander gegenüberliegenden Fügeflächen voneinander beabstandet und die Kupplungsteile unlösbar miteinander verbunden sind. In dieser Stellung kann zwar ein Entlüftungsvorgang stattfinden, die dabei in Entkupplungs- richtung auftretenden Druckkräfte führen jedoch nicht dazu, dass die beiden Kupplungsteile sich voneinander lösen, sondern diese sind in der Fangstellung noch mechanisch miteinander gekoppelt .

In besonders bevorzugter Weise weisen die Kraftübersetzungs- mittel wenigstens eine Führungsbahn auf, auf der wenigstens ein Führungselement bei Betätigung der Betätigungseinrichtung zwangsgeführt ist, wobei die Führungsbahn einen derartigen Bahnverlauf aufweist, dass die Kupplungsteile beim Kuppeln einander angenährt und beim Entkuppeln voneinander beabstan- det werden. Der Bahnverlauf gibt das Kraftübersetzungsverhältnis zwischen der an der Betätigungseinrichtung aufgewendeten Handkraft und der von der Betätigungseinrichtung auf die beiden Kupplungsteile in Richtung der Installationsachse übertragene Kupplungskräfte vor. Es können also Kupplungsein- richtungen mit unterschiedlichen Bahnverläufen der Führungs- bahnen eingesetzt werden, um damit eine Anpassung an unterschiedliche Druckverhältnisse zu erzielen.

Die Führungsbahn besitzt insgesamt mindestens drei verschiedene Abschnitte, in denen jeweils unterschiedliche Funktionen durchführbar sind. Die Führungsbahn kann einen der Bereit- Schaftsstellung der Kupplungsteile zugeordneten Kupplungs- /Entkupplungsabschnitt aufweisen, in dem das wenigstens eine Führungselement zum Zwecke eines Kupplungsvorgangs in Kontakt mit oder zum Zwecke eines Entkupplungsvorgangs außer Kontakt mit der zugeordneten Führungsbahn gebracht werden kann. Ferner kann die Führungsbahn ein in der Arbeitsstellung der Kupplungsteile zugeordneten Halteabschnitt besitzen, in dem das Führungselement die beiden Kupplungsteile gegen selbsttätiges Entkuppeln sichert. Schließlich kann ein Steigungsabschnitt vorgesehen sein, in dem das Führungselement, zwischen dem Kupplungs-/Entkupplungsabschnitt und dem Halteabschnitt überführt wird.

Es ist möglich, dass ein weiterer Funktionsabschnitt der Führungsbahn vorgesehen ist, nämlich ein zwischen dem Kupplungs- /Entkupplungsabschnitt und dem Halteabschnitt ausgebildeter Sicherungsabschnitt, der der Fangposition der beiden Kupp- lungsteile zugeordnet ist . In diesem Sicherungsabschnitt kann das Führungselement derart positioniert sein, dass die beiden Kupplungsteile bei voneinander beabstandeten Fügeflächen gegen Entkuppeln gesichert sind. Beispielsweise ist es möglich, dass das Führungselement in eine Rastkerbe des Sicherungsab- schnitt einrastet.

Die Führungsbahn kann am erzeugerseitigen ersten Kupplungsteil und das Führungselement korrespondierend dazu an der Betätigungseinrichtung ausgebildet sein. Alternativ ist es möglich, dass die Führungsbahn an der Betätigungseinrichtung und das Führungselement korrespondierend dazu am erzeugerseitigen ersten Kupplungsteil vorgesehen ist. Bei Betätigen der Betätigungseinrichtung kann das erste Kupplungsteil relativ zum

insbesondere ortsfesten zweiten Kupplungsteil bewegt werden, beispielsweise zum Kuppeln an das zweite Kupplungsteil angenähert oder zum Entkuppeln von diesem entfernt werden.

Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist die Führungsbahn an einer am ersten Kupplungsteil oder an der Betätigungseinrichtung vorgesehenen nutartigen Führungskulisse, vorzugsweise Nut ausgebildet, insbesondere an einer der Nutflanken der Nut.

Es ist möglich, dass die Betätigungseinrichtung derart ausge- bildet ist, dass sie mittels einer Linearbewegung quer zur Installationsachse zwischen einer der Bereitschaftsstellung der beiden Kupplungsteile zugeordneten Kupplungs- /Ent- kupplungsstellung und einer der Arbeitsstellung der beiden Kupplungsteile zugeordneten Raststellung bewegbar ist. Die Kraft für den Kupplungs- bzw. Entkupplungsvorgang kann also mittels einer Linearbewegung der Betätigungseinrichtung übertragen werden.

Alternativ ist es möglich, dass die Betätigungseinrichtung derart ausgebildet ist, dass sie mittels einer Rotationsbewe- gung mit der Installationsachse als Rotationsachse zwischen einer der Bereitschaftsstellung der beiden Kupplungsteile zugeordneten Kupplungs-/Entkupplungsstellung und einer der Arbeitsstellung der beiden Kupplungsteilen zugeordneten Rast- stellung bewegbar ist. Die Kraft zum Kuppeln bzw. Entkuppeln kann hier also mittels einer Rotations- bzw. Drehbewegung der Betätigungseinrichtung übertragen werden.

Bei einer weiteren Alternative kann die Betätigungseinrichtung derart ausgebildet sein, dass sie mittels einer Schwenkbewegung um eine im Wesentlichen senkrecht zur Installations- achse verlaufenden Schwenkachse zwischen einer der Bereit-

Schaftsstellung der beiden Kupplungsteile zugeordneten Kupplungs-/Entkupplungssteilung und eine der Arbeitsstellung der beiden Kupplungsteile zugeordneten Raststellung verschwenkbar ist. Die Kraft zum Kuppeln bzw. Entkuppeln kann hier also mittels einer Schwenkbewegung der Betätigungseinrichtung eingeleitet werden.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:

Figur 1 eine perspektivische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Kupplungseinrichtung,

Figur 2 eine perspektivische Ansicht auf die

Kupplungseinrichtung von Figur 1, wobei die Fügeflächen der beiden Kupplungsteile beabstandet voneinander sind,

Figur 3 eine Seitenansicht auf die Kupplungseinrichtung gemäß Figur 2 ,

Figur 4 eine perspektivische Ansicht des erzeu- gerseitigen ersten Kupplungsteils der

Kupplungseinrichtung gemäß Figur 1,

Figur 5 eine perspektivische Darstellung auf einen Teil der Betätigungseinrichtung der Kupplungseinrichtung gemäß Figur 1,

Figur 6 eine Seitenansicht auf die Betätigungseinrichtung von Figur 5 in Pfeilrichtung VI, wobei der in Pfeilrichtung vordere

Schenkel der Betätigungseinrichtung weggeschnitten ist,

Figur 7 einen Längsschnitt durch die Kupplungseinrichtung von Figur 1 gemäß der Schnittlinie VII-VII in Figur 1, wobei die beiden Kupplungsteile in der Arbeitsstellung sind und die Betätigungseinrichtung in der Raststellung ist,

Figur 8 einen Längsschnitt durch die Kupplungs- einrichtung von Figur 1 entlang der

Schnittlinie VIII-VIII in Figur 1, wobei die beiden Kupplungsteile in der Fangposition sind und die Betätigungseinrichtung in der Sicherungsstellung ist,

Figur 9 einen Längsschnitt durch die Kupplungseinrichtung von Figur 1 entlang der Linie IX-IX in Figur 1, wobei die beiden Kupplungsteile in der Bereitschaftsstellung sind und die Betätigungseinrichtung in der Kupplungs-/Entkupplungsstellung ist,

Figur 10 eine perspektivische Ansicht auf ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Kupplungseinrichtung,

Figur 11 eine perspektivische Darstellung der Kupplungseinrichtung von Figur 10, wobei die Fügeflächen der beiden Kupplungsteile beabstandet voneinander sind,

Figuren 12 und 13 perspektivische Ansichten auf die Kupplungseinrichtung von Figur 10, wobei die beiden Kupplungsteile getrennt voneinander dargestellt sind,

Figur 14 eine perspektivische Darstellung der

Kupplungseinrichtung gemäß Figur 10, wobei der übersichtlichkeit halber lediglich die an der Betätigungseinrichtung vorgesehenen Führungsmittel dargestellt sind und sich die beiden Kupplungsteile in der Arbeitsstellung befinden,

Figur 15 eine perspektivische Darstellung der

Kupplungseinrichtung gemäß Figur 10, wobei die beiden Kupplungsteile in der Fangposition dargestellt sind,

Figur 16 eine perspektivische Darstellung der

Kupplungseinrichtung gemäß Figur 10, wobei die beiden Kupplungsteile in der Bereitschaftsstellung dargestellt sind,

Figur 17 eine perspektivische Darstellung eines dritten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Kupplungseinrichtung,

Figur 18 eine Draufsicht auf die Kupplungseinrichtung von Figur 17,

Figur 19 eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit y aus Figur 18 ohne Stellscheibe,

Figur 20 einen Schnitt durch die Kupplungseinrichtung von Figur 17 gemäß der Schnittlinie XX-XX in Figur 17,

Figur 21 eine perspektivische Darstellung der Kupplungseinrichtung von Figur 17, wobei der übersichtlichkeit halber das erzeu- gerseitige erste Kupplungsteil durchsichtig dargestellt ist und wobei die beiden Kupplungsteile in ihrer Arbeitsstellung sind und die Betätigungseinrichtung in der Raststellung ist,

Figur 22 eine perspektivische Darstellung der

Kupplungseinrichtung von Figur 17 ohne erstes Kupplungsteil, wobei sich die Be- tätigungseinrichtung in der Sicherungsstellung befindet,

Figur 23 eine perspektivische Darstellung der

Kupplungseinrichtung von Figur 17, wobei das erste Kupplungsteil durchsichtig aus- gebildet ist und die beiden Kupplungsteile in der Bereitschaftsstellung sind und die Betätigungseinrichtung in der Kupplungs-/Entkupplungsstellung ist ,

Figur 24 eine Seitenansicht der Kupplungseinrich- tung von Figur 23 in Pfeilrichtung XXIV aus Figur 23, wobei ein Teil der Kupplungseinrichtung frei geschnitten ist,

Figur 25 eine Seitenansicht bzw. ein Teilschnitt einer weiteren Variante des zweiten Aus-

führungsbeispiels der erfindungsgemäßen Kupplungseinrichtung,

Figur 26 eine Draufsicht mit Teilschnitt auf die

Kupplungseinrichtung von Figur 25,

s Figur 27 der Innenring des Stellrings von Figur 25 in separater perspektivischer Darstellung,

Figur 28 einen Schnitt durch die Kupplungseinrichtung von Figur 26 entlang der Linie lo XXVIII-XXVIII und

Figur 29 eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit Z aus Figur 25.

Die Figuren 1 bis 9 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Mehrfach-Kupplungseinrichtung 11, die auch i5 als Multipolkupplung bezeichnet werden könnte. Der Einfachheit halber wird die Mehrfach-Kupplungseinrichtung im Folgenden als Kupplungseinrichtung 11 bezeichnet. Solche Kupplungseinrichtungen 11 dienen zur Herstellung einer lösbaren Verbindung zwischen einem Fluiddruckerzeuger zugeordneter erzeu-

20 gerseitigen Fluidleitungen (nicht dargestellt) und wenigstens einem Fluidverbraucher zugeordneter verbraucherseitigen Fluidleitungen (nicht dargestellt) . Als fluidisches Druckmedium ist insbesondere Druckluft vorgesehen. Als Fluiddruckerzeuger kann beispielsweise ein Druckluftkompressor dienen.

5 Die Kupplungseinrichtung besitzt ein erzeugerseitiges erstes Kupplungsteil 12 - im Folgenden erstes Kupplungsteil 12 genannt -, das mehrere erste Fluidanschlüsse 13 zum Anschließen der erzeugerseitigen Fluidleitungen aufweist. Ferner ist ein

verbraucherseitiges zweites Kupplungsteil 14 - im Folgenden zweites Kupplungsteil 14 genannt - vorgesehen, das mehrere zweite Fluidanschlüsse zum Anschließen der verbraucherseiti- gen Fluidleitungen besitzt.

5 Das in den Figuren 1 bis 9 beispielhaft dargestellte erste Ausführungsbeispiel der Kupplungseinrichtung 11 besitzt ein erstes Kupplungsteil 12 mit plattenartiger Gestalt, das mehrere rasterförmig angeordnete erste Fluidanschlüsse in Form von Fluidkanälen 13, insbesondere zylindrischer Ausgestaltung lo aufweist. Die Fluidkanäle 13 durchsetzen das plattenartige erste Kupplungsteil 12 von seiner Oberseite 16 bis zu seiner Unterseite 17. Die Unterseite bildet dabei die nachfolgend näher beschriebene Fügefläche 17 des ersten Kupplungsteils 12. Wie insbesondere in Figur 4 dargestellt, sind in die FIu- i5 idkanäle 13 Anschlussstücke in Form von Anschlusshülsen 18 eingesetzt, die oberseitig zum Anschließen der zuvor erwähnten verbraucherseitigen Fluidleitungen dienen und unterseitig ein Stück weit über die Fügefläche 17 hinausstehen. Die Anschlusshülsen 18 sind radial zu ihrer jeweiligen Längsachse

20 76 schwimmend in den Fluidkanälen 13, 15 gelagert. Die schwimmende Lagerung der Anschlusshülsen 18 kann bei allen drei beschriebenen Ausführungsbeispielen verwirklicht sein. Explizit wird die schwimmende Lagerung der Anschlusshülsen 18 nachstehend in Zusammenhang mit dem zweiten Ausführungsbei- 5 spiel der Kupplungseinrichtung 11 beschrieben.

Das zweite Kupplungsteil 14 besitzt ebenfalls eine plattenartige Gestalt und weist korrespondierend zum ersten Kupplungsteil 12 ebenfalls rasterförmig angeordnete zweite Fluidanschlüsse in Form von Fluidkanälen 15 auf . Beim Kuppeln der o beiden Kupplungsteile 12, 14 werden die Fluidkanäle 13, 15 derart zusammengeschaltet, dass ein Fluiddurchgang durch die Kupplungseinrichtung 11 gebildet wird.

Die Oberseite des zweiten Kupplungsteils 14 bildet hierbei die Fügefläche 19, die der Fügefläche 17 am ersten Kupplungsteil 12 gegenüberliegt. In die Fluidkanäle 15 am zweiten Kupplungsteil 14 sind Rückschlag-Verschlussglieder in Form von Rückschlagventilen 20 eingesetzt, die beim Kupplungsvorgang durch die von der Fügefläche 17 des ersten Kupplungs- teils 12 nach unten abstehenden Anschlusshülsen 18 geöffnet werden .

Die beiden Kupplungsteile 12, 14 werden beim Kupplungsvorgang durch gegenseitige Annäherung aneinander in Richtung einer Installationsachse 21 in eine Arbeitsstellung 22 überführt, in der die einander gegenüberliegenden Fügeflächen 17, 19 aneinander liegen und die Kupplungsteile 12, 14 mittels Haltemitteln gegen selbsttätiges Entkuppeln gesichert sind. Die in den Fluidkanälen 15 des zweiten Kupplungsteils 14 eingesetzten Rückschlagventile 20 werden durch Federkraft und mittels anstehender Fluidkraft in ihrer Schließstellung gehalten. Beim Kupplungsvorgang muss nun gegen diese Schließkraft gedrückt werden. Dies bedeutet einen nicht unerheblichen Kraft- aufwand, der oftmals von Hand nicht zu bewerkstelligen ist. Um das Kuppeln auch von Hand durchführen zu können, ist eine Betätigungseinrichtung 23 vorgesehen, mit deren Hilfe die Kupplungsteile 12, 14 von einer Bereitschaftsposition 24, in der die Kupplungsteile 12, 14 miteinander lösbar in Kontakt, die Fügeflächen 17, 19 jedoch voneinander beabstandet sind, über Kraftübersetzungsmittel in die Arbeitsstellung 22 überführbar sind.

Die Betätigungseinrichtung 23 besitzt gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel einen Betätigungsbügel 25, der linear ver- schieblich im zweiten Kupplungsteil 14 gelagert ist und dabei mittels einer Linearbewegung quer zur Installationsachse 21 zwischen einer der Bereitschaftsstellung 24 der beiden Kupp-

lungsteile 12, 14 zugeordneten Kupplungs-/Entkupplungs- stellung 26 und einer der Arbeitsstellung 22 der beiden Kupplungsteile 12, 14 zugeordneten Raststellung 27 verschiebbar ist. Der Betätigungsbügel 25 besitzt einen Basisabschnitt 28 5 und zwei vom Basisabschnitt 28 in etwa rechtwinkelig abstehende Schenkel 29a, 29b, die in jeweils zugeordneten Führungsaufnahmen 30a, 30b am zweiten Kupplungsteil 14 geführt sind. Der Basisabschnitt 28 besitzt an seinem den Schenkeln 29a, 29b abgewandten Ende einen Handgriff 31, der über lo Schwenkmittel 32 schwenkbar am Basisabschnitt 28 gelagert ist und zwischen einer Ruhelage und einer Gebrauchslage verschwenkbar ist. In der Ruhelage liegt der Handgriff 31 am Basisabschnitt 28 an, während er in der Gebrauchslage vom Basisabschnitt 28 ausgeschwenkt ist. Um den Handgriff 31 besser i5 greifen zu können, kann am Basisabschnitt 28 eine, die Finger einer Hand aufnehmende Ausbuchtung 33 vorgesehen sein.

An den einander gegenüberliegenden Innenseiten 34a, 34b der beiden Schenkel 29a, 29b ist ein Teil der Kraftübersetzungsmittel ausgebildet, nämlich jeweils mindestens eine Führungs-

20 bahn 35. Auf der Führungsbahn 35 ist wenigstens ein Führungsmittel in Form eines Führungsbolzens 50 in nachfolgend näher beschriebenen Weise zwangsgeführt. Wie insbesondere in den Figuren 5 bis 9 dargestellt ist die Führungsbahn 35 Bestandteil einer an den jeweiligen Schenkelinnenseiten ausgebilde-

25 ten Führungskulisse in Form einer Nut 36, die ihrerseits einen Nutgrund 37 und zwei den Nutgrund flankierende Nutflanken 38 besitzt, wobei hier die obere Nutflanke 38 als Führungsbahn 35 dient.

Eine jeweilige Führungsbahn 35 besteht aus einem der Bereit- o Schaftsstellung 24 der Kupplungsteile 12, 14 zugeordneten Kupplungs-/Entkupplungsabschnitt 40, an dem das wenigstens eine Führungsmittel 50 beim Entkuppeln außer Kontakt mit oder

beim Kuppeln in Kontakt der zugeordneten Führungsbahn 35 gebracht wird. Am Kupplungs-/Entkupplungsabschnitt 40 ist die jeweilige Nut 36 zur Schmalseite des zugeordneten Schenkels 29a, 29b hin geöffnet, so das hier der zugeordnete Führungs- bolzen 50 „ein- oder ausgefädelt" werden kann. Der Kupplungs- /Entkupplungsabschnitt besitzt ferner einen relativ kurzen, horizontal verlaufenden Bereich, an den sich ein Sicherungsabschnitt 41 der Führungsbahn 35 anschließt. Am Sicherungsabschnitt 41 ist eine Rastkerbe 60 ausgebildet, in die der zu- geordnete Führungsbolzen 50 einrasten kann. Der Sicherungsabschnitt 41 der Führungsbahn 35 korrespondiert mit einer Sicherungsstellung 42 des Betätigungsbügels. Diese Sicherungsstellung 42 wiederum korrespondiert mit einer Fangposition 80 der beiden Kupplungsteile 12, 14, so dass beim Entkuppeln ein sicheres Entlüften möglich ist, ohne dass die Kupplungsteile 12, 14 mittels des herrschenden Fluiddrucks schlagartig voneinander weggestoßen werden, was die bereits zuvor beschriebenen negativen Auswirkungen haben kann. Der Sicherungsabschnitt 41 geht dann in einen als „schiefe Ebene" ausgebilde- ten Steigungsabschnitt 43 über, der wiederum in einen Halteabschnitt 44 übergeht, der seinerseits mit der Arbeitsstellung 22 der beiden Kupplungsteile 12, 14 korrespondiert. Der Halteabschnitt 44 besitzt einen Anschlag für den Führungsbolzen 50, der hier durch die auslaufende Nut 36 gebildet ist.

Der andere Teil der Kraftübersetzungsmittel befindet sich am ersten Kupplungsteil 12 und zwar besitzt das erste Kupplungsteil 12 an seiner Unterseite bzw. Fügefläche 17 wenigstens zwei nach unten abstehende Stege 45, die jeweils an ihrem der Fügefläche 17 abgewandten Ende einen rastnasenartigen Füh- rungsbolzen 50 aufweisen. Die Führungsbolzen 50 stehen im Wesentlichen senkrecht von den einander abgewandten Außenseiten der Stege 45 ab. Um eine Verkippsicherung der beiden Kupp-

lungsteile 12, 14 beim Kuppeln bzw. Entkuppeln zu erzielen, können an den Innenseiten 34a, 34b der Schenkel 29a, 29b in Längsrichtung hintereinander angeordnet jeweils zwei Führungsbahnen 35 vorgesehen sein, wobei korrespondierend dazu s an der Unterseite des ersten Kupplungsteils 12 jeweils zwei in Plattenlängsrichtung hintereinander angeordnete Stege 45 angeordnet sind. Prinzipiell wäre jedoch auch der Einsatz von jeweils einem Paar Stege 45 und einem Paar Führungsbahnen 35 denkbar. Die Stege 45 können in jeweils an den Stegquer- lo schnitt angepasste öffnungen 46 am zweiten Kupplungsteil 14 eintauchen, wobei die öffnungen 46 in die Führungsaufnahmen 30a, 30b einmünden, so dass die Führungsbolzen 50 bei dement- sprechender Stellung des Betätigungsbügels 25 in die jeweils zugeordnete Führungsbahn 35 eingeführt werden bzw. aus dieser i5 herausgelangen können.

Beim Kupplungsvorgang des in den Figuren 1 bis 9 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel der Kupplungseinrichtung 11 wird zunächst der Betätigungsbügel 25 derart verschoben, dass die öffnungen 46 im zweiten Kupplungsteil 14 mit dem

20 Kupplungs-/Entkupplungsabschnitt 40 an den Führungsbahnen 35 fluchten. Die Stege 45 an der Unterseite des ersten Kupplungsteils 12 können dann über die öffnungen 46 und den Kupplungs-/Entkupplungsabschnitt 40 in die jeweils zugeordnete Führungsbahnen 35 gelangen. Die beiden Kupplungsteile 12, 5 14 befinden sich nunmehr in ihrer Bereitschaftsposition 24, während der Betätigungsbügel 25 in seiner Kupplungs- /Entkupplungsstellung 26 ist. Die beiden einander gegenüberliegenden Fügeflächen 17, 19 sind in dieser Stellung noch beabstandet voneinander. Nun wird der Betätigungsbügel 25 in 0 Richtung des zweiten Kupplungsteils 14 hineingedrückt, wobei die Führungsbolzen 50 die Führungsbahnen 35 entlang gleiten, so dass die beiden Kupplungsteile 12, 14 gezwungen werden,

sich einander anzunähern. Der Bügel 25 wird nunmehr noch weiter in Richtung des zweiten Kupplungsteils 14 gedrückt, so dass der Sicherungsabschnitt 41 überfahren wird und die Führungsbolzen 50 über den Steigungsabschnitt 43 schließlich in den Halteabschnitt 44 gelangen. Dort schlagen die Führungsbolzen 50 an die auslaufenden, quer zur jeweiligen Führungsbahn 35 liegenden Endwände der Nuten 36 an, wodurch die Raststellung 27 des Betätigungsbügels 25 vorgegeben ist. Bei der Annäherung der beiden Fügeflächen 17, 19 aneinander, die zwangsläufig beim Hineinschieben des Betätigungsbügels 25 erfolgt, drücken die Anschlusshülsen 18 die zugeordneten Rückschlagventile 20 in ihre Offenstellung, so dass ein Fluid- durchgang geöffnet wird. Befindet sich der Betätigungsbügel 25 in seiner Raststellung 27 liegen die beiden Fügeflächen 17, 19 aneinander an, d.h. die beiden Kupplungsteile 12, 14 befinden sich in ihrer Arbeitsstellung 22 und fluidisches Druckmedium, insbesondere Druckluft kann von den erzeugersei- tigen Fluidleitungen über die Kupplungseinrichtung 11 zu den verbraucherseitigen Fluidleitungen strömen.

Der Entkupplungsvorgang ist in den Figuren 7 bis 9 anschaulich dargestellt. Hierbei befindet sich der Betätigungsbügel 25 in seiner am zweiten Kupplungsteil 14 eingeschobenen Raststellung 27 wie sie in Figur 7 dargestellt ist.. Der Handgriff 31 am Basisabschnitt 28 des Betätigungsbügels 25 wird nunmehr ausgeklappt, so dass letzterer aus den Führungsaufnahmen 30a, 30b am zweiten Kupplungsteil 14 herausgezogen werden kann. Dabei werden die Führungsbolzen 50 vom Halteabschnitt 44 über den Steigungsabschnitt 43 in den Sicherungsabschnitt 41 überführt. Der Sicherungsabschnitt 41 korrespondiert mit einer Fangposition 80 der beiden Kupplungsteile 12, 14 und gewährleistet, dass die beiden Kupplungsteile 12, 14 gefahrlos entlüften können. Die beiden Fügeflächen 17, 19 sind also nicht

mehr miteinander in Kontakt, die beiden Kupplungsteile 12, 14 sind aber trotzdem mechanisch gekoppelt. Zieht man den Betätigungsbügel 25 noch weiter heraus gelangen die Führungsbolzen 50 in den Kupplungs-/Entkupplungsabschnitt 40 von wo aus sie dann wieder über die öffnungen 46 „ausgefädelt" werden können, so dass die beiden Kupplungsteile 12, 14 voneinander gelöst werden können.

In den Figuren 10 bis 16 bzw. 24 bis 29 ist ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Kupplungseinrichtung 11 dargestellt. Die Kupplungseinrichtung 11 besitzt ein kreisscheibenförmig ausgebildetes erstes Kupplungsteil 12, an dem in ähnlicher Weise zum ersten Ausführungsbeispiel raster- förmig angeordnete erste Fluidanschlüsse in Form von Fluidka- nälen 13 vorgesehen sind. In den Fluidkanälen 13 befinden sich Anschlusshülsen 18 (Figuren 15, 25 und 29) . Die Kupplungseinrichtung 11 besteht aus mehreren Bauteilen, nämlich dem ersten Kupplungsteil 12, dem zweiten Kupplungsteil 14 und beispielsweise gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel einem Stellring 52, die jedes für sich mit einer bestimmten Bau- teiltoleranz gefertigt sind. Sowohl am ersten Kupplungsteil

12 als auch am zweiten Kupplungsteil 14 befinden sich eine Vielzahl von Fluidkanälen 13, 15, von denen jeder Fluidkanal

13 am ersten Kupplungsteil 12 genau einen korrespondierenden Partner am zweiten Kupplungsteil 14 besitzt. Es ist also not- wendig, die Fluidkanäle 13 am ersten Kupplungsteil 12 zuordnungsrichtig zu ihren Fluidkanal-Partnern am zweiten Kupplungsteil 14 auszurichten. Würden sich die Anschlusshülsen 18 nunmehr starr in den ihr zugeordneten Fluidkanälen befinden, könnte es passieren, dass in Folge der Bauteiltoleranzen ein oder mehrere der Anschlusshülsen 18 nicht in die zugeordneten Fluidkanäle 15 am zweiten Kupplungsteil 14 hineinpassen. Um diese bauteiltoleranzabhängigen Anschlussschwierigkeiten zu

verhindern, ist die schwimmende Lagerung der Anschlusshülsen 18 in den Fluidkanälen 13, 15 vorgesehen. Eine jeweilige Anschlusshülse 18 kann sich hierbei in radialer Richtung zu ihrer jeweiligen Längsachse 76 ausrichten, so dass sogar bei nicht ganz fluchtenden Fluidkanälen am ersten bzw. zweiten Kupplungsteil 12, 14 dennoch ein Anschluss möglich ist. Wie insbesondere in Figur 29 dargestellt, besitzt eine jeweilige Anschlusshülse 18, eine Lagerpartie 92, mit der sie in den zugeordneten Fluidkanal 13 eingeschoben ist . An der Lagerpar- tie 92 befindet sich ein Ringbund 93, der zwei Dichtkammern voneinander trennt, in denen jeweils eine Ringdichtung 94, beispielsweise ein Dichtring, vorzugsweise O-Ring, sitzt. Die Mantelfläche des Ringbundes 93 liegt auf Abstand zu der Innenfläche des Fluidkanals 13, so dass eine Verschiebung der Anschlusshülse 18 in radialer Richtung radial zur Längsachse 76 möglich ist. Das Vorsehen von zwei Ringdichtungen 94 hat den Vorteil, dass sich die Dichtwirkungen ergänzen, so dass auch bei lagebedingter Schrägstellung des Anschlussstücks 18 im Fluidkanal eine Dichtwirkung vorliegt. Um zu verhindern, dass die Anschlusshülse 18 in axialer Richtung zur Längsachse 76 wieder aus dem zugeordneten Fluidkanal 13 herausrutschen kann, ist eine Sicherungsscheibe 95 mit Durchgangsloch vorgesehen, die in radialer Richtung ein Stück weit in den Fluidkanal 13 hineinragt und somit als axialer Anschlag für die Ringdichtungen bzw. den Ringbund 93 dient. Auch hier liegt die Außenfläche der Anschlusshülse 18 auf Abstand zur Innenfläche des Durchgangslochs an der Sicherungsscheibe 95.

Das zweite Kupplungsteil 14 besitzt gemäß einer ersten Variante einen zum ersten Kupplungsteil 12 korrespondierend aus- gebildeten kreisscheibenförmigen Basisabschnitt 47, der von einem sternförmig ausgebildeten Befestigungsabschnitt 48 umschlossen ist, über den das zweite Kupplungsteil 14 an einem

Fluidverbraucher, beispielsweise Maschine mit Druckluftverbrauchern, befestigt werden kann. In den am zweiten Kupplungsteil 14 ausgebildeten Fluidkanälen 15 können Rückschlagventile 20 eingesetzt sein. Das Zusammenwirken von Anschluss- hülsen 18 und Rückschlagventilen 20 erfolgt in identischer Weise zum ersten Ausführungsbeispiel, so dass hier nicht näher darauf eingegangen wird.

Am zweiten Kupplungsteil 14 befinden sich zusätzlich noch Fixierstifte 51, beispielsweise drei an der Zahl, die in hier- für vorgesehene Fixieraufnahmen am ersten Kupplungsteil 12 eintauchen können. Hierüber wird die Orientierung beim Aufstecken des ersten auf das zweite Kupplungsteil 12, 14 vorgegeben.

Die Betätigungseinrichtung 23 umfasst einen Stellring 52, der verdrehbar am zweiten Kupplungsteil 14 gelagert ist, wobei der Stellring 52 mittels einer Rotationsbewegung mit der Installationsachse 21 als Rotationsachse zwischen einer der Bereitschaftsstellung 24 der beiden Kupplungsteile 12, 14 zugeordneten Kupplungs-/Entkupplungsstellung 26 und einer der Ar- beitsstellung 22 der beiden Kupplungsteile 12, 14 zugeordneten Raststellung 27 bewegbar ist.

Im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel befinden sich die Führungsbahnen 35 am ersten Kupplungsteil 12, nämlich an dessen Mantelfläche 53. Die Führungsbahnen 35 sind gleichmäßig über den Umfang der Mantelfläche 53 verteilt, beispielsweise können drei Führungsbahnen 35 vorgesehen sein. Die Führungs- bahnen 35 sind wiederum Teil einer Nut 36, wobei hier die untere Nutflanke 38 (Figur 14) als Führungsbahn 35 dient.

Als Führungsmittel sind hier über den Innenumfang des Stell- rings 52 gleichmäßig verteilt angeordnete Führungsbolzen 50

vorgesehen, die von der Innenseite 54 des Stellrings 52 nach innen abragen und somit in die zugeordnete Führungsbahn 35 am ersten Kupplungsteil 12 eintauchen können. Die Führungsbolzen 50 können beispielsweise über die Außenseite des Stellrings 52 eingesteckt, insbesondere eingeschraubt sein. Die Eintauchtiefe eines jeweiligen Führungsbolzen 50 in die ihm zugeordnete Führungsbahn 35 lässt sich einstellen.

Eine jeweilige Führungsbahn 35 ist in dieselben Abschnitte unterteilt, wie sie bereits in Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben wurden. Im Unterschied dazu besitzt der Steigungsabschnitt 43 einen bogenartigen Verlauf, beispielsweise nach Art einer Gewindesteigung.

Die Figuren 25 bis 29 zeigen eine zweite Variante des zweiten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Kupplungseinrich- tung 11. Hierbei sind der Stellring 52 und das erste Kupplungsteil 12 über eine Kopplungsvorrichtung 81 miteinander gekoppelt, wobei letztere derart ausgebildet ist, dass Stellring 52 und erstes Kupplungsteil 12 beim Koppeln vor Erreichen der Bereitschaftsstellung 24 des ersten Kupplungsteils 12 drehfest miteinander gekoppelt sind und in der Bereitschaftsstellung 24 relativ gegeneinander verdrehbar voneinander entkoppelt sind.

Der Stellring 52 ist zweiteilig aufgebaut und besitzt einen Außenring 96, der an seiner Oberseite eine Ringschulter 97 besitzt, die ihrerseits in einen durchschnittskleineren Basisabschnitt 98 übergeht. Der Basisabschnitt 98 ist in eine Ringnut 99 am zweiten Kupplungsteil 14 einsteckbar. Im Gegensatz zur ersten Variante des zweiten Ausführungsbeispiels befinden sich die Führungsbolzen 50 an der Außenseite des Au- ßenrings 96, während sich die Führungsbahnen 35 an der Nutaußenflanke der Ringnut 99 befindet. Der Stellring 52 besitzt

ferner einen Innenring 100, der drehfest mit dem Außenring 96, beispielsweise mittels einer Passverbindung, verbunden ist. Zwischen der Oberseite des Innenrings 100 und dem Außenring 96 befindet sich ein Ringspalt 101, in dem eine Ring- s schulter 102 des ersten Kupplungsteils 12 gelagert ist.

Wie insbesondere in den Figuren 26 bis 28 dargestellt, befindet sich die Kopplungsvorrichtung 81 im Innenring 100. Die Kopplungsvorrichtung 81 weist mehrere Betätigungsstifte 82, 83 auf, von denen jeweils ein erster Betätigungsstift 82 beim lo Kuppeln von einer über die Unterseite des Stellrings 52, insbesondere Innenrings 100, hinausstehenden Ausfahrstellung mittels Kontakt mit dem zweiten Kupplungsteil 14 in eine Einfahrstellung bewegbar ist, wobei der erste Betätigungsstift 82 über eine Kopplungsbrücke 84 (Figuren 27 und 28) mit einem i5 zugeordneten zweiten Betätigungsstift 83 bewegungsgekoppelt ist, der durch den ersten Betätigungsstift 82 zwangsgeführt ist und korrespondierend zur Ausfahrstellung des ersten Betätigungsstiftes 82 zwischen einer das erste Kupplungsteil 12 mit dem Stellring 52 verriegelnden Verriegelungsstellung und

20 korrespondierend zur Einfahrstellung des ersten Betätigungsstiftes 82 einer Freigabestellung bewegbar ist. Die Kopplungsbrücke 84 ist als Schwenkhebel 87 ausgebildet, der um eine Schwenkachse 88 schwenkbar gelagert ist und einenends gelenkig am ersten Betätigungsstift 82 und andernends gelen-

25 kig am zweiten Betätigungsstift 83 gelagert ist.

Wie insbesondere in Figur 28 dargestellt, sind die Betätigungsstifte 82, 83 jeweils in einem Führungskanal 103, 104 geführt, der axial zur Installationsachse 21 im Innenring 100 des Stellrings 52 ausgebildet ist. Im Bereich zwischen den 0 beiden Führungskanälen 103, 104 ist der Schwenkhebel 87 schwenkbar gelagert, und zwar wie beispielhaft in Figur 28 gezeigt, ist der Mittelbereich 106 des Schwenkhebels 87 zy-

linderartig ausgebildet und ist schwenkbar in einer komplementären, zylindrisch ausgebildeten Lageraufnahme 105 schwenkbar gelagert. Die vom Mittelbereich 106 des Schwenkhebels 87 abstehenden Schwenkarme 107, 108 weisen an ihrem je- weiligen Ende einen konvex ausgebildeten Vorsprung 109 auf, der in einer korrespondierend dazu ausgebildeten Lageröffnung 110 am zugeordneten Betätigungsstift 82, 83 schwenkbar gelagert ist.

Einer der Betätigungsstifte 82 steht in seiner Ausfahrstel- lung über die Unterseite des Innenrings 100 hinaus, während der andere Betätigungsstift 83 in seiner Verriegelungsstellung über die Oberseite des Innenrings 100 hinausragt und in eine Verriegelungsöffnung an der Ringschulter 102 des ersten Kupplungsteils 12 eintaucht, wodurch erstes Kupplungsteil 12 und Innenring 100 drehfest miteinander verbunden sind. Es können über den Umfang des Außenrings 96 bzw. Innenrings 100 mehrere solcher Paare an Betätigungsstiften 82, 83 vorgesehen sein. Ferner ist eine Feder 111 vorgesehen, die sich im Führungskanal 104 des zweiten Betätigungsstiftes 83 befindet und sich einenends an einem im Führungskanal 104 gelagerten Bolzen, insbesondere Gewindebolzen 112, abstützt und andernends den zweiten Betätigungsstift 83 mittels Federkraft in seine Verriegelungsstellung drückt .

Der Kupplungsvorgang gemäß der ersten Variante ist in den Fi- guren 14 bis 16 dargestellt. Gemäß Figur 14 befinden sich die beiden Kupplungsteile 12, 14 zunächst in ihrer Arbeitsstellung 42, wobei die beiden einander gegenüberliegenden Fügeflächen 17, 19 gegenseitig in Kontakt miteinander sind. Der Stellring 52 befindet sich in seiner Raststellung 27 und die Führungsbolzen 50 befinden sich im jeweiligen Halteabschnitt 44 der ihnen zugeordneten Führungsbahn 35. Nun wird der Stellring 52 in Uhrzeigerrichtung gedreht, wobei die Füh-

rungsbolzen 50 die bogenförmigen Steigungsabschnitte 43 entlang gleiten, bis sie schließlich in die jeweiligen Rastkerben 60 am Sicherungsabschnitt 41 einrasten. Diese Position kennzeichnet die Fangstellung 80 (Figur 15) der beiden Kupp- s lungsteile 12, 14, so dass wie vorstehend bereits erwähnt ein sicheres Entlüften gewährleistet ist. Durch Weiterdrehen des Stellrings 52 in Uhrzeigerrichtung rasten die Führungsbolzen 50 wieder aus den ihnen zugeordneten Rastkerben 60 aus und erreichen dann den jeweiligen Kupplungs- lo /Entkupplungsabschnitt 40 der jeweiligen Führungsbahn 35. An diesem Abschnitt befindet sich wiederum jeweils eine zur Unterseite bzw. Fügefläche 17 des ersten Kupplungsteils 12 geöffnete öffnung, so dass das erste Kupplungsteil 12 „ausgefädelt" und vom zweiten Kupplungsteil 14 entfernt wer- i5 den kann.

Der Kupplungsvorgang erfolgt in umgekehrter Weise, wobei hier die für das Kuppeln benötigte Kupplungskraft durch manuelles Verdrehen des Stellrings 52 aufgebracht wird.

Beim Kuppeln gemäß der zweiten Variante sind erstes Kupp- 20 lungsteil 12 und Stellring 52 über die Kopplungsvorrichtung 81 zunächst drehfest miteinander verbunden. Dabei steht der erste Betätigungsstift 82 über die Unterseite des Innenrings 100 hinaus, während der zweite Betätigungsstift 83 in die Verriegelungsöffnung am ersten Kupplungsteil 12 eintaucht. 25 Die Verriegelung von erstem Kupplungsteil 12 und Stellring 52 erlaubt eine positionsgenaue Ausrichtung zwischen den Fluid- kanälen 13 am ersten Kupplungsteil 12 und den Fluidkanälen 15 am zweiten Kupplungsteil 14. Ist die gewünschte Position gefunden und besitzt jeder Fluidkanal 13 am ersten Kupplungs- 0 teil 12 seinen korrespondierenden Partner am zweiten Kupplungsteil 14, wird die Einheit aus erstem Kupplungsteil 12 und Stellring 52 auf das zweite Kupplungsteil 14 gesteckt,

wobei der Basisabschnitt 98 des Stellrings 52 in die Ringnut 99 am zweiten Kupplungsteil 14 eintaucht. Dabei kommt das von der Unterseite des Außenrings 96 abragende Ende des ersten Betätigungsstiftes 82 mit dem Nutgrund der Ringnut 99 in Kon- takt, wodurch der Betätigungsstift 82 nach oben gedrückt wird. Der Betätigungsstift 82 wird also im Führungskanal 103 nach oben verschoben, wodurch über die Ankopplung des Betätigungsstiftes 82 an den Schwenkhebel 87 dieser in Uhrzeigerichtung verschwenkt wird. Dabei drückt der dem zweiten Betä- tigungsstift 83 zugeordnete Schwenkarm 108 des Schwenkhebels 87 den zweiten Betätigungsstift 83 gegen die Kraft der Feder 111 nach unten, wodurch der zweite Betätigungsstift 83 aus der Verriegelungsöffnung am ersten Kupplungsteil 12 ausfährt. Somit sind Stellring 52 und erstes Kupplungsteil 12 entrie- gelt. Danach lässt sich der Stellring 52 relativ gegenüber dem ersten Kupplungsteil 12 verdrehen, wobei die Führungsbolzen 50 an der Führungskurve 35 am zweiten Kupplungsteil 14 entlang gleiten, wodurch das erste Kupplungsteil 12 von seiner Bereitschaftsstellung 23 in die Arbeitsstellung 22 über- führt wird. Eine Entkopplung von Stellring 52 und erstem Kupplungsteil 12 hat den Vorteil, dass bei Verdrehung des Stellrings 52 das erste Kupplungsteil 12 und demzufolge gegebenenfalls daran angeschlossene Fluidschläuche nicht mit verdreht werden. Dies verhindert eine Verdrillung der Fluid- schlauche und eine damit verbundene Rückstellkraft gegen die Drehrichtung.

Schließlich ist in den Figuren 17 bis 24 ein drittes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Kupplungseinrichtung 11 dargestellt. Es ist ein erstes Kupplungsteil 12 vorgesehen, das nach Art einer quaderförmigen Box ausgestaltet ist und das zweite Kupplungsteil 14, das nach Art eines quaderförmigen Blockes ausgebildet ist, umgreift. Das heißt, das erste

Kupplungsteil 12 kann über das zweite Kupplungsteil 14 gesteckt werden. Am ersten Kupplungsteil 12 befindet sich in ähnlicher Weise zu den bereits vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen rasterartig angeordnete erste Fluid- anschlüsse in Form von Fluidkanälen 13, in die Anschlusshülsen 18 eingesteckt sind. Diese korrespondieren mit zweiten Fluidanschlüssen am zweiten Kupplungsteil 14, die ebenfalls als Fluidkanäle 15 ausgebildet sind und in die Rückschlagventile 20 integriert sind.

Die Betätigungseinrichtung 28 besitzt einen Griffbügel 55, der mittels einer Schwenkbewegung um eine im wesentlichen senkrecht zur Installationsachse 21 verlaufende Schwenkachse 56 zwischen einer der Bereitschaftsstellung 24 der beiden Kupplungsteile 12, 14 zugeordneten Kupplungs-/Entkupplungs- Stellung 26 und einer der Arbeitsstellung 22 der beiden Kupplungsteile 12, 14 zugeordneten Raststellung 27 verschwenkbar ist. Der Griffbügel 55 besitzt einen Schwenkachskörper 57, der schwenkbar im zweiten Kupplungsteil 14 gelagert ist und zwar durch eine Durchstecköffnung hindurch gesteckt ist, so dass er zu beiden Seiten des zweiten Kupplungsteils 14 herausragt .

Wie insbesondere in Figur 20 dargestellt, sind beidseits des zweiten Kupplungsteils 14 an den überstehenden Bereichen des Schwenkachskörpers 57 Stellscheiben 58 linear verschieblich auf dem Schwenkachskörper 57 gelagert. Wie in den Figuren 21 bis 23 dargestellt, besitzen die Stellscheiben 58 eine kreis- segmentartige Form.

An der Außenseite einer jeweiligen Stellscheibe 58 befindet sich ein Führungsbahn in Form einer Führungskurve 35, an die ein an der Innenseite des ersten Kupplungsteils 12 nach innen abragender Führungsbolzen 50 eintauchen kann. Die Stellschei-

ben 58 sind wie erwähnt verschieblich auf dem Schwenkachskörper 57 gelagert, wobei sie jeweils beim Verschwenken des Griffbügels 55 zwischen einer die Führung des Führungsbolzens auf der zugeordneten Führungskurve 35 gestatteten Lösestel- 5 lung und einer die Führung des Führungsbolzens blockierenden Blockierstellung verschieblich sind. Die Stellscheiben 58 werden mittels auf dem Schraubenkörper 57 gelagerten Federmitteln, insbesondere Druckfedern 75 in ihrer Blockierstellung gehalten. Eine jeweilige Druckfeder 75 stützt sich dabei lo einenends am zweiten Kupplungsteil 14 ab und drückt die ihr zugeordnete Stellscheibe 58 nach außen, so dass der betreffende Führungsbolzen 50 am ersten Kupplungsteil 12 in eine hierfür vorgesehene Rastaufnahme 63 einrastet, so dass dessen Entlanggleiten auf der zugeordneten Führungskurve 35 verhin- i5 dert ist. Der Griffbügel 55 kann daher nicht verschwenkt werden.

Der Griffbügel 55 besitzt ferner ein Außenteil 64, das drehfest mit dem Schwenkachskδrper 57 verbunden ist. Das Außenteil 64 kann einen insbesondere halbzylindrisch ausgestalte-

20 ten Querholm 65 und von diesem im Wesentlichen rechtwinkelig abstehende rundstabartige Längsholme 66 besitzen. An den Längsholmen befindet sich jeweils eine Lagerscheibe 85 (Figur 19), die mit dem Schwenkkörper 57 drehfest verbunden ist. Es ist ferner ein verstellbar am Außenteil 64 gelagertes Innen-

25 teil 67 vorgesehen, das zur Verstellung der Stellscheiben 58 entgegen der Federkraft der Druckfedern 75 in die Lösestellung dient. Das Innenteil 67 besitzt einen ebenfalls halbzylindrisch ausgebildeten Querholm 68, der sich mit dem Querholm 65 des Außenteils 64 zu einem gut greifbaren vollzylind- 0 rischen Querholm vervollständigen kann. An den beiden Enden des Querholms 68 sind zwei bandartige Längsholme 69 befestigt, die ihrerseits jeweils, an ihren Außenseiten befestigt,

einen Führungskörper 70 mit Durchgangsöffnung für den zugeordneten Längsholm 66 des Außenteils 64 besitzen. An dem Querholm 68 abgewandten Ende eines jeweiligen Längsholms 69 ist ein Langloch 71 ausgebildet über das der Längsholm 69 auf der Schwenkachskörper 57 aufgesteckt ist. Wie insbesondere in den Figuren 18, 20 und 23 dargestellt, ist das vordere Ende eines jeweiligen Längsholms 69 keilartig ausgestaltet und zwar verbreitert sich der Längsholm 69 zum vorderen Ende hin.

Der Endkupplungsvorgang ist in den Figuren 21 bis 24 darge- stellt. Der Griffbügel 55 befindet sich zunächst in seiner oberen Stellung, d.h. in seiner Raststellung 27, wobei die beiden Kupplungsteile 12, 14 mit ihren Fügeflächen 17, 19 aufeinanderliegen. Die Führungsbolzen 50 am ersten Kupplungsteil 12 befinden sich im Halteabschnitt 44 und zwar in die Rastaufnahme 63 eingerastet. Der Führungsbolzen 50 ist mit Radius Ri von der Schwenkachse 56 beabstandet. Die beiden Querholme 65, 68 von Außen- und Innteil 64, 67 sind voneinander beabstandet, wobei die Keile 72 am Ende der Längsholme 69 außer Eingriff mit den Stellscheiben 58 sind.

Nun wird das Innenteil 67 zum Außenteil 64 herangezogen, indem man die beiden Querholme 65, 68 zusammendrückt. Hierbei verschiebt sich das Innenteil 67 zum Außenteil 64 hin, was zur Folge hat, dass die beiden Keile 72 auf die Stellscheiben 58 am Schwenkachskörper 57 drücken. Dabei werden die Stell- Scheiben 58 entgegen der Federkraft der Druckfeder 75 nach innen gedrückt, wodurch die Führungsbolzen 50 aus ihren Rastaufnahmen 63 ausrasten, so dass es möglich ist, dass diese auf der jeweils zugeordneten Führungskurve 35 entlang gleiten. Ein jeweiliger Führungsbolzen 15 gelangt dann über einen kurzen Steigungsabschnitt zum Sicherungsabschnitt 41, wo er in der hierfür vorgesehenen Rastkerbe 60 einrastet. Diese Position kennzeichnet die Fangposition 80 der beiden

Kupplungsteile 12, 14, so dass ein sicheres Entlüften gewährleistet ist. Wird der Griffbügel 55 nunmehr noch weiter nach unten verschwenkt, gelangen die Führungsbolzen 50 über einen weiteren Steigungsabschnitt 43 zum Kupplungs-/Entkupplungs- abschnitt 55 der Führungskurve 35. An dieser Stelle ist ein jeweiliger Führungsbolzen 50 mit dem Radius R2 von der Schwenkachse beabstandet. Dabei gilt die Beziehung R2 > Ri. In der Kupplungs-/Entkupplungsstellung 26 des Griffbügels 55 befinden sich die beiden Kupplungsteile 12, 14 in ihrer Be- reitschaftsstellung 24, in der die beiden gegenüberliegenden Fügeflächen 17, 19 voneinander beabstandet sind. Die Führungsbolzen 50 können nunmehr über jeweils eine öffnung, die sich an der Schmalseite der Stellscheibe 58 befindet, „ausgefädelt" werden.

Der Kupplungsvorgang erfolgt in umgekehrter Weise, wobei die Kupplungskraft zum Kuppeln der beiden Kupplungsteile 12, 14 durch Verschwenken des Griffbügels 55 von Hand aufgebracht wird.