BURKHARDT, Bertram (Vilzinger Strasse 14, Cham, 93413, DE)
Patentansprüche
1. Multifunktionales Personal isierungssystem (1) zum Personalisieren von Identifikations- bzw. Zugangselementen, insbesondere von kontaktlosen und/oder kontaktbehafteten Kartenelementen, mit mehreren zur Durchführung unterschiedlicher Personalisierungs- und/oder Kontrollprozessen ausgebildeten Prozessmodulen (11.1 -11.N), zumindest einer Steuereinheit (13), einer Kartenaufnahmeeinheit (4), einer Kartentransporteinheit (8) und einer Kartenausgabeeinheit (7), dadurch gekennzeichnet, dass die Kartentransporteinheit (8) zur ein- und/oder mehrfachen Zuführung zumindest eines Identifikations- bzw. Zugangselementes an einzelne Prozessmodule (11.1 -11.N) ausgebildet ist, wobei die Reihenfolge der Zuführung des Identifikations- bzw. Zugangselementes an die einzelnen Prozessmodule (11.1 -11.N) unabhängig von der Anordnung der Prozessmodule (11.1 -11.N) entlang der Kartentransporteinheit (8) erfolgt und dass die Reihenfolge der Zuführung an alle oder beliebig ausgewählte Prozessmodule (11.1 -11.N) individuell steuerbar ist.
2. Multifunktionales Personal isierungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kartentransporteinheit (8) zur linearen Förderung des vereinzelten Identifikations- bzw. Zugangselementes entlang einer Transportachse (TA) in einer ersten Förderrichtung (FR1) und in einer entgegengesetzt zur ersten Förderrichtung (FR1) gerichteten zweiten Förderrichtung (FR2) ausgebildet ist.
3. Multifunktionales Personal isierungssystem nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kartentransporteinheit (8) eine Wendeeinrichtung zum Wenden des vereinzelten Identifikations- bzw. Zugangselementes aufweist.
4. Multifunktionales Personal isierungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Prozessmodule (1 1.1 -1 1.N) entlang der Kartentransporteinheit (8) und parallel zur Transportachse (TA) in einer Bearbeitungsebene (E) angeordnet sind.
5. Multifunktionales Personal isierungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kartentransporteinheit (8) ein Transportband (8.1) mit einem Transportschlittenelement (8.3) aufweist.
6. Multifunktionales Personalisierungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportschlittenelement (8.3) zur Aufnahme des Identifikations- bzw. Zugangselementes ausgebildet ist.
7. Multifunktionales Personalisierungssystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kartentransporteinheit (8) zumindest eine Servomotoreneinheit (8.2, 8.5) zum Antrieb des Transportbandes (8.1) und der Wendeeinrichtung (8.4) aufweist.
8. Multifunktionales Personalisierungssystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kartentransporteinheit (8) zur getakteten Zuführung des vereinzelten Identifikations- bzw. Zugangselementes an die Prozessmodule (11.1 - 1 1.N) ausgebildet ist.
9. Multifunktionales Personalisierungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das multifunktionale Personalisierungssystem (1) in ein Tischgehäusemodul (2) mit einem Innenraum (2') integriert ist.
10. Multifunktionales Personal isiemngssystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenraum (2') des Tischgehäusemoduls (2) durch die Kartentransporteinheit (8) in einen ersten und zweiten Aufnahmeraum (9,10) zur Aufnahme der Prozessmodule (11.1 - 11.N) unterteilt ist.
11. Multifunktionales Personalisierungssystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in dem zumindest ersten und zweiten Aufnahmeraum (9, 10) Führungs- und/oder Fixierelemente zur Befestigung der Prozessmodule (11.1 - 11.7) vorgesehen sind.
12. Multifunktionales Personalisierungssystem nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Prozessmodule (11.1 - 11.N) zu den Führungs- und/oder Fixierelementen kompatible Anschlusselemente aufweisen.
13. Multifunktionales Personalisierungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kartenaufnahmeeinheit (4) zur Aufnahme einer Vielzahl von Identifikations- bzw. Zugangselementen ein Magazin- bzw. Kassettenmodul (4') aufweist.
14. Multifunktionales Personalisierungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Tischgehäusemodul (2) oder in der Kartenaufnahmeeinheit (4) ein Kartenvereinzelungsmodul vorgesehen ist.
15. Multifunktionales Personalisierungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Prozessmodule (1 1.1 - 11.N) als Magnetstreifen-Codiermodul, Thermotransferdruckermodul, Chip-Codiermodul, Dye-Sublimationsdruckmodul, Lasermodul, Laminiermodul, optisches Verifikationsmodul oder als ein eine Kombination der genannten Funktionen realisierendes Prozessmodul ausgebildet sind.
16. Multifunktionales Personalisierungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Tischgehäusemodul (2) oder in der Kartenausgabeeinheit (7) ein Gut- und Schlechtkartensortierungsmodul vorgesehen ist.
17. Verfahren zur Zuführung von zumindest einem Identifikations- bzw. Zugangselement, insbesondere von kontaktlosen und/oder kontaktbehafteten Kartenelementen, an mehrere in einem multifunktionalen Personalisierungssystem (1 ) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche vorgesehene Prozessmodule (11.1 -11.N), dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer zentral im multifunktionalen Personalisierungssystem (1) angeordneten Kartentransporteinheit (8) das zumindest eine Identifikations- bzw. Zugangselement an einzelne Prozessmodule (11.1 -11.N) unabhängig von der Anordnung der Prozessmodule (11.1 -1 1.N) entlang der Kartentransporteinheit (8) ein- und/oder mehrfach zugeführt wird, wobei die Reihenfolge der Zuführung an alle oder beliebig ausgewählte Prozessmodule (1 1.1 -1 1.N) individuell steuerbar ist. |
Multifunktionales Personalisiemngssystem
Die Erfindung betrifft ein multifunktionales Personalisierungssystem gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Aus der DE 20 2005 012 928 U1 ist ein portables Personal isierungsgerät zum Beschriften von Datenträgerelementen, beispielsweise von Identifikations- und Zugangskarten mittels einer integrierten Lasereinheit bekannt, bei der mit Hilfe der integrierten Lasereinheit eine Beschriftung - auch unterhalb einer Oberflächen abdeckenden Kunststofffolie des Datenträgerelementes - durchgeführt wird. Das beschriebene portable Personalisierungsgerät ist somit zum Beschriften von unterschiedliche Abmessungen aufweisenden Datenträgerelementen ausgebildet und weist hierzu eine auswechselbare Kassetteneinheit auf, welche zur Aufnahme und Fixierung zumindest eines Datenträgerelementes spezifischer Form und Typs ausgebildet ist. Zur Beschriftung von unterschiedlichen Datenträgerelementen ist es somit erforderlich, die zur Aufnahme des speziellen Datenträgerelementes ausgebildete Kassetteneinheit in das portable Personalisierungsgerät einzusetzen. Das portable Personalisierungsgerät ist in einer Ausführungsform modulartig aufgebaut, d.h. weist ein Grundgestellmodul auf, in welches ein Elektronikmodul, ein Steuermodul und ein in Form einer Lasereinheit ausgebildetes Bearbeitungsmodul einsetzbar sind.
Ferner ist eine modulare Bearbeitungsanlage zur Bearbeitung von Personalisierungselementen, insbesondere von Chip-Karten, Smart-Cards oder Magnetstreifen-Karten mit einer Mehrzahl von linear hintereinander angeordneter Bearbeitungsmodulen aus der DE 103 50 488 A1 bekannt. Die Bearbeitungsmodule weisen jeweils mindestens ein erstes und zweites Untermodul auf, wobei jeweils das erste Untermodul als Prozessmodul in einem Bearbeitungsbereich oberhalb einer gemeinsamen Tischplattenebene eines Anlagengrundgestells und das zweite
Untermodul als Elektronik- und Prozesskomponenten modu I in einem Steuerungs- und Auswertebereich unterhalb der Tischplattenebene angeordnet sind. Die modulare Bearbeitungsanlage weist somit mehrere unterschiedliche Prozessmodule zur Personalisierung von Identifikations- und Zugangselementen auf. Die Identifikationsund Zugangselemente werden hierbei seriell und in einer Förderrichtung den Prozessmodulen zugeführt. Nachteilig ist eine Anpassung des Funktionsumfangs der modularen Bearbeitungsanlage, beispielsweise die Aufnahme eines zusätzlichen Personalisierungsprozesses zwischen zwei bereits integrierten Bearbeitungsmodulen mit einem hohen Umbauaufwand verbunden. Auch können die einzelnen Personalisierungsprozesse nur in der vorgegeben Reihenfolge, und zwar nacheinander durchgeführt werden, d.h. ein Wechsel der Reihenfolge der Personalisierungsprozesse sowie eine mehrfache Zuführung eines Identifikations- und Zugangselementes an ein bestimmtes Prozessmodul ist mit der beschriebenen modularen Bearbeitungsanlage nicht möglich.
Ausgehend vom dem genannten Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein multifunktionales Personal isierungssystem zum Personalisieren von Identifikations- bzw. Zugangselementen zur Verfügung zu stellen, dass individuell an unterschiedlichste Personalisierungsanforderungen anpassbar ist sowie eine einfache, zentrale Bedienung ermöglicht.
Die Aufgabe wird ausgehend vom Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruches 1 durch dessen kennzeichnende Merkmale gelöst.
Besonders vorteilhaft ist die Kartentransporteinheit zur ein- und/oder mehrfachen Zuführung zumindest eines Identifikations- bzw. Zugangselementes an einzelne Prozessmodule ausgebildet, wobei die Reihenfolge der Zuführung des Identifikationsbzw. Zugangselementes an die einzelnen Prozessmodule unabhängig von der Anordnung der Prozessmodule entlang der Kartentransporteinheit erfolgt. Mittels der
zentral im multifunktionalen Personalisierungssystem angeordneten Kartentransporteinheit sind die unterschiedlichen Prozessmodule in nahezu beliebiger Reihenfolge und ggf. auch mehrmals anfahrbar, d.h. die Zuführung der Identifikationsbzw. Zugangselemente ist individuell an die Personal isierungsanforderungen anpassbar.
Weiterhin ist die Reihefolge der Zuführung an alle oder beliebig ausgewählte Prozessmodule individuell steuerbar. Hierzu ist die Kartentransporteinheit zur linearen Förderung des vereinzelten Identifikations- bzw. Zugangselementes entlang einer Transportachse in einer ersten Förderrichtung und in einer entgegengesetzt zur ersten Förderrichtung gerichteten zweiten Förderrichtung ausgebildet.
Weiterhin vorteilhaft weist die Kartentransporteinheit eine Wendeeinrichtung zum Wenden des vereinzelten Identifikations- bzw. Zugangselementes auf. Durch das Vorsehen einer Wendeeinrichtung kann sowohl die Rückseite als auch die Vorderseite des Kartenelementes unabhängig von der Anordnung und Ausrichtung der Prozessmodule unterschiedlichen Personalisierungsprozessen unterzogen werden.
Die Prozessmodule sind entlang der Kartentransporteinheit und parallel zur Transportachse in einer Bearbeitungsebene angeordnet, wobei die Kartentransporteinheit ein Transportband mit einem Transportschlittenelement zur Aufnahme des Identifikations- bzw. Zugangselementes aufweist.
In einer vorteilhaften Ausbildung weist die Kartentransporteinheit zumindest eine Servomotoreneinheit zum Antrieb des Transportbandes und der Wendeeinrichtung auf, wodurch beispielsweise eine getaktete Zuführung des vereinzelten Identifikationsbzw. Zugangselementes an die Prozessmodule realisierbar ist.
Besonders vorteilhaft ist das multifunktionale Personalisierungssystem in ein Tischgehäusemodul mit einem Innenraum integriert, der durch die Kartentransporteinheit in einen ersten und zweiten Aufnahmeraum zur Aufnahme der Prozessmodule aufgeteilt ist. Die Prozessmodule sind jeweils parallel zur Transportachse im ersten und zweiten Aufnahmeraum des Tischgehäusemoduls in nahezu beliebiger Reihenfolge und Anordnung modulartig einsetzbar, wodurch der Funktionsumfang des multifunktionalen Personalisierungssystems ggf. auch nachträglich benutzerindividuell anpassbar ist. Das multifunktionale Personalisierungssystem bildet durch die Integration sämtlicher für die Durchführung und Steuerung der unterschiedlichen Personalisierungs- und Kontrollprozesse erforderlichen Einheiten in einem Tischgerät ein individuell konfigurierbares Stand- Alone-System aus.
Besonders vorteilhaft sind in dem zumindest einen Aufnahmeraum Führungs- und/oder Fixierelemente zur Befestigung der Prozessmodule vorgesehen, die zu an den Prozessmodulen vorgesehenen Anschlusselementen kompatibel sind.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Die Erfindung wird anhand ausgewählter Ausführungsbeispiele mittels Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 beispielhaft eine perspektivische Darstellung des multifunktionalen
Personalisierungssystems, Fig. 2 beispielhaft eine Draufsicht auf das geöffnete Tischgehäusemodul gemäß
Fig. 1 , Fig. 3 beispielhaft eine Seitenansicht des geschlossenen Tischgehäusemoduls,
Fig. 4 beispielhaft eine weitere perspektivische Darstellung des multifunktionalen
Personal isierungssystems gemäß Fig. 1,
Fig. 5 beispielhaft eine Rückansicht des geschlossenen Tischgehäusemoduls und Fig. 6 beispielhaft eine perspektivische Darstellung der im Tischsgehäusemodul integrierten zentralen Kartentransporteinheit.
In den Figuren 1 und 4 ist beispielhaft in jeweils einer perspektivischen Darstellung ein multifunktionales Personal isierungssystem 1 dargestellt, welches in einem Tischgehäusemodul 2 integriert ist. Das Tischgehäusemodul 2 weist einen Gehäusefrontbereich 2.1 und einen Gehäuserückenbereich 2.2 auf, die über zumindest einen Gehäusebodenbereich 2.3 miteinander verbunden sind.
Zur Ausbildung eines geschlossenen Tischgehäusemoduls 2 sind der Gehäusefrontbereich 2.1 und der Gehäuserückenbereich 2.2 über zumindest ein Gehäusedeckelelement 2.4 zusätzlich miteinander verbindbar. Das Gehäusedeckelelement 2.4 ist in einer bevorzugten Ausführungsform zweiteilig ausgebildet, d.h. weist zwei getrennt voneinander betätigbare Gehäusedeckelelemente 2.4, 2.4' auf.
Ferner weisen die Gehäusedeckelelemente 2.4, 2.4' in einer bevorzugten Ausführungsform einen L-förmigen Querschnitt auf, so dass diese die beiden Gehäuseseitenbereiche 2.5, 2.6 des Tischgehäusemoduls 2 ebenfalls mit verschließen. Im geschlossenen Zustand bildet das Tischgehäusemodul 2 beispielsweise ein würfelförmiges oder quaderförmiges Gehäuse aus.
Im Bereich der Ecken des vorzugsweise rechteckförmig ausgebildeten Gehäusebodenbereiches 2.3 sind vom Tischgehäusemodul 2 nach unten wegstehende Standbeine 3, 3', 3", 3'" vorgesehen, welche vorzugsweise senkrecht zum Gehäusebodenbereich 2.3 angeordnet sind. Die Standbeine 3, 3', 3", 3'" sind zur
Positionierung und Ausrichtung des auf einem festen Untergrund, beispielsweise einer Tischplatte angeordneten Tischgehäusemoduls 2 vorgesehen. Beispielsweise ist mit Hilfe der Standbeine 3, 3', 3", 3'" der Abstand des Gehäusebodenbereiches 2.3 zur Tischplatte variierbar.
Im Gehäusefrontbereich 2.1 des Tischgehäusemoduls 2 ist beispielhaft eine Kartenaufnahmeeinheit 4 zur Aufnahme der zu personalisierenden Identifikationsbzw. Zugangselemente, insbesondere von kontaktlosen oder kontaktbehafteten Kartenelementen wie Chip-Karten, Smart-Cards und/oder Magnetstreifen-Karten vorgesehen, welche beispielsweise ein Magazin- bzw. Kassetten modu I 4' zur Aufnahme einer Vielzahl von Kartenelementen aufweist. Zur Vereinzelung der im Magazin- bzw. Kassetten modu I 4' befindlichen Identifikations- bzw. Zugangselemente ist im Tischgehäusemodul 2 oder in der Kartenaufnahmeeinheit 4 ein Kartenvereinzelungsmodul vorgesehen. Die personalisierten Identifikations- bzw. Zugangselemente werden über eine im Gehäusefrontbereich 2.1 vorgesehene Kartenausgabeeinheit 7 ausgegeben. In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Kartenausgabeeinheit 7 einen Ausgabeschacht mit Gut-/Schlechtkartensortierung auf.
Zwischen der Kartenaufnahmeeinheit 4 und der Kartenausgabeeinheit 7 ist zum Transport der bereits vereinzelten Identifikations- bzw. Zugangselemente bzw. Kartenelemente entlang einer Transportachse TA eine Kartentransporteinheit 8 vorgesehen, die vorzugsweise zentral im multifunktionalen Personal isierungssystem angeordnet ist. Mit Hilfe der Kartentransporteinheit 8 können die vereinzelten Identifikations- bzw. Zugangselemente bzw. Kartenelemente entlang der Transportachse TA in einer ersten Förderrichtung FR1 und in einer entgegengesetzt zur ersten Förderrichtung FR1 verlaufenden zweiten Förderrichtung FR2 transportiert werden, und zwar in einer Bearbeitungsebene E. Die erste und zweite Förderrichtung FR1 , FR2 verlaufen parallel zur Transportachse TA.
Der Innenraum 2' des Tischgehäusemoduls 2 wird durch die Kartentransporteinheit 8 in einen ersten und zweiten Aufnahmeraum 9, 10 aufgeteilt, der sich beispielsweise zwischen dem Gehäusefrontbereich 2.1 und dem Gehäuserückenbereich 2.2 erstreckt und bei geöffneten oder abgenommenen Gehäusedeckelelement 2.4, 2.4' von oben und/oder seitlich frei zugänglich ist. Der erste und zweite Aufnahmeraum 9, 10 sind insbesondere zur Aufnahme eines ersten bis N-ten Prozessmoduls 11.1 - 11.N vorgesehen, welche jeweils zur Durchführung zumindest eines Personal isierungs- und/oder Kontrollprozesses, beispielsweise Beschriften des Kartenelementes oder Kodieren des im Kartenelement vorgesehenen Chipelementes bzw. Magnetstreifenelementes etc. ausgebildet sind. Beispielsweise können das erste bis N- te Prozessmodul 11.1 - 11.N als Magnetstreifen-Codier-Modul, Thermotransferdruckermodul, Chip-Codiermodul, Dye-Sublimationsdruckmodul, Lasermodul, Laminiermodul, optisches Verifikationsmodul oder als ein eine Kombination der genannten Personal isierungs- und Kontrollfunktionen aufweisendes Modul realisiert sein. Die ersten bis N-ten Prozessmodule 11.1 -11.N sind parallel zur Transportachse TA ebenfalls in der Bearbeitungsebene E angeordnet.
In einer bevorzugten Ausführungsform gemäß Figur 6 weist die Kartentransporteinheit 8 ein Transportband 8.1 auf, welches auf zwei jeweils an den Stirnseiten der Kartentransporteinheit 8 angeordneten Rolleneinheiten geführt wird. Zum Antrieb des Transportbandes 8.1 ist zumindest eine der Rolleneinheiten mit einer Servomotoreinheit 8.2 verbunden, mittels der das Transportband 8.1 in erster und zweiter Förderrichtung FR1, FR2 antreibbar ist.
Ferner ist das Transportband 8.1 mit einem Transportschlittenelement 8.3 versehen, Welches zur Aufnahme des vereinzelten Identifikations- bzw. Zugangselementes ausgebildet ist. Auf dem Transportschlittenelement 8. 3 ist zum Wenden des Identifikations- bzw. Zugangselementes eine Wendeeinrichtung 8.4 angebracht, mittels der eine Personalisierung und/oder Kontrolle der Vorder- und Rückseite des
Identifikations- bzw. Zugangselementes in einer nahezu beliebigen Reihenfolge durch die ersten bis N-ten Prozessmodule 11.1 - 1 1.N möglich wird. Zum Antrieb der Wendeeinrichtung 8.4 ist beispielsweise eine weitere Servomotoreinheit 8.5 vorgesehen.
über die Kartentransporteinheit 8 ist somit eine ein- und/oder mehrfache Zuführung des Identifikations- bzw. Zugangselementes an die unterschiedlichen Prozessmodule 11.1 -11.N möglich, wobei die Reihenfolge der Zuführung des Identifikations- bzw. Zugangselementes an die einzelnen Prozessmodule 11.1 -11.N unabhängig von der Anordnung der Prozessmodule 11.1 -11.N entlang der Kartentransporteinheit 8 ist. Auch kann die Kartentransporteinheit 8 zur getakteten Zuführung des vereinzelten Identifikations- bzw. Zugangselementes an die einzelnen Prozessmodule 11.1 -11. N ausgebildet sein.
Femer weisen der erste und zweite Aufnahmeraum 9, 10 in einer bevorzugten Ausführungsform spezielle Führungs- und/oder Fixierelemente zur Befestigung der Prozessmodule 1 1.1 - 1 1.N auf, welche in der Bearbeitungsebene E und/oder entlang der zentralen Kartentransporteinheit 8 angeordnet sind. Beispielweise können die Führungs- und/oder Fixierelemente als Rastelemente ausgebildet sein, in welche die Prozessmodule 11.1 - 1 1.N jeweils eingesetzt werden. Die Prozessmodule 11.1 - 11.N weisen hierzu Anschlusselemente auf, welche mit den im ersten und zweiten Aufnahmeraum 9, 10 angeordneten Führungs- und/oder Fixierelementen kompatibel sind.
Im Folgenden wird die Funktionsweise des multifunktionalen Personalisierungssystems 1 für ein als Kartenelement ausgebildetes Identifikations- bzw. Zugangselement beispielhaft beschrieben. Das von der Kartenaufnahmeeinheit 4 vereinzelt abgegebene Kartenelement wird über die zentrale Kartentransporteinheit 8 aufgenommen, und zwar von der auf dem Transportschlittenelement 8. 3 angeordneten Wendeeinrichtung
8.4. Anschließend wird das Transportschlittenelement 8. 3 in erster Förderrichtung FR1 zu einem ersten Prozessmodul 11.1 gefördert. Vom Transportschlittenelement 8. 3 wird das Kartenelement an das erste Prozessmodul 11.1 übergeben und dieses einem ersten Personalisierungsprozess unterzogen. Im Anschluss daran wird das zumindest teilweise personalisierte Kartenelement von dem ersten Prozessmodul 11.1 an das Transportschlittenelement 8. 3 bzw. die Wendeeinrichtung 8.4 der Kartentransporteinheit 8 übergeben und wiederum in erster Förderrichtung FRI dem zweiten Prozessmodul 11.2 zugeführt. Durch das zweite Prozessmodul 11.2 wird wiederum das Kartenelement aufgenommen und ein zweiter Personalisierungsprozess durchgeführt. Analog hierzu wird die Personalisierung des Kartenelementes fortgesetzt bis sämtliche individuell vorgegebenen Personalisierungsprozesse mittels der weiteren Prazessmodule 11.3 -11.N durchgeführt worden sind.
Die zur Personalisierung und/oder Kontrolle des Kartenelementes vorgesehenen Prozessmodule 1 1.1 -1 1.N sind individuell auswählbar sowie die Reihenfolge der Durchführung der Personal isierungs- und/oder Kontrollprozesse nahezu beliebig steuerbar. Somit können über die zentrale Kartentransporteinheit 8 ausgewählte Prozessmodule 11.1 -11.N auch mehrfach angefahren werden, beispielsweise nach erfolgter Personalisierung der Rückseite des Kartenelementes kann die Vorderseite des Kartenelementes mittels desselben oder eines unterschiedlichen Prozessmoduls 11.1 - 1 1.N bearbeitet werden. Nach abgeschlossener Personalisierung und/oder Kontrolle des Kartenelementes wird dieses über die zentrale Kartentransporteinheit 8 der Kartenausgabeeinheit 7 zugeführt und an dieses übergeben. Ggf. ist ein Gut- und Schlechtkartensortierungsmodul im Tischgehäusemodul 2 oder in der Kartenausgabeeinheit 7 vorgesehen, über welche diejenigen Kartenelemente aussortiert werden, welche einen vorgegebenen Qualitätsstandard nicht erfüllen bzw. fehlerhaft sind.
In das Tischgehäusemodul 2 können bis zu N Personal isierungs- und/oder Kontrollprozesse modulartig integriert werden und dadurch der Funktionsumfang bzw. Personal isierungsumfang des Personal isierungssystems 1 individuell angepasst werden. Das in das Tischgehäusemodul 2 integrierte Personal isierungssystems 1 bildet somit eine multifunktionale, modular aufgebaute Personal isierungs-Plattform aus, welche eine einfache, autarke und professionelle Personalisierung von Identifikations- bzw. Zugangselementen ermöglicht.
Das multifunktionale Personalisierungssystem 1 kann zunächst in einer Grundausbaustufe mit beispielsweise zwei Prozessmodulen 11.1, 11.2 bestückt sein und zu einem späteren Zeitpunkt durch Aufnahme weiterer zusätzlicher Prozessmodule schrittweise bis zu einer Vollausbaustufe erweitert werden. Das Tischgehäusemodul 2 weist bei einem Ausbau mit N = 7 unterschiedlichen Prozessmodulen 11.1 -1 1.N beispielsweise eine Breite B von 700 - 900 mm, vorzugsweise 800 mm, eine Tiefe T von 700 - 900 mm, vorzugsweise 800 mm sowie eine Höhe H von 400 - 600 mm, vorzugsweise 500 mm auf.
Ferner ist gemäß Figur 3 im Gehäusebodenbereich 2.3 des Trägergehäusemoduls 2 und unterhalb der Bearbeitungsebene E ein Steuer- und Auswerteraum 12 vorgesehen, in dem zumindest eine Steuereinheit 13 mit ggf. einer Speichereinheit angeordnet ist. Die Steuereinheit 13 ist beispielsweise als Personal Computer Einheit ausgebildet und zur Steuerung der Kartentransporteinheit 8 und somit des Kartenelementhandlings vorgesehen. Beispielsweise werden ebenfalls mittels einer in der Steuereinheit 13 ausgeführten Steuerroutine sämtliche zur Ansteuerung der im ersten und zweiten Aufnahmebereich 9, 10 angeordneten Prozessmodule 11.1 - 1 1.N erforderlichen Steuersignale erzeugt und an das jeweilige Prozessmodul 11.1 - 11.N über Steuerleitungen und/oder ein internes Bussystem übertragen. Auch können zur Kontrolle der korrekten Ausführung der unterschiedlichen Personal isierungsprozesse über die Steuerleitungen und/oder das interne Bussystem Messdaten an die
Steuereinheit 13 übertragen werden, welche anschließend beispielsweise mittels einer ebenfalls in der Steuereinheit 13 ausgeführten Auswerteroutine ausgewertet werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind zum Anschluss der einzelnen Prozessmodule 11.1 bis 11.N an die Steuereinheit 13 im Tischgehäusemodul 2 proprietäre oder standardisierte Datenübertragungsschnittstellen vorgesehen, die über entsprechende Schnittstellenanschlüsse im ersten und zweiten Aufnahmeraum 9 und 10 verfügen. Als Datenübertragungsschnittstelle können beispielsweise eine TCP/IP („Transmission Control Protocol over Internet Protocol") oder eine SCSI („Small Computer System Interface") Schnittstelle vorgesehen sein.
Beispielsweise kann die Steuereinheit 13 zur Ein- und Ausgabe von Daten unterschiedliche Ein- und Ausgabeeinheiten sowie Anschlusseinheiten 14 aufweisen. Die manuelle Konfiguration der Steuereinheit 13 und/oder die Bedienung der in der Steuereinheit 13 ausgeführten Steuer- und Auswerteroutine kann beispielsweise über eine Tastatureinheit und/oder eine zugeordnete Monitoreinheit gesteuert werden. Die zur Personalisierung der Identifikations- und Zugangselemente erforderlichen Personalisierungsdaten werden beispielsweise in der Speichereinheit gespeichert und während des Personalisierungsprozesses über der Steuerroutine an das jeweilige Prozessmodul 11.1 - 11.7 gesteuert.
Auch ist der Anschluss des multifunktionalen Personalisierungssystems 1 über die Anschlusseinheiten 14 an ein Rechner-Netzwerk möglich. Das multifunktionale Personal isierungssystem 1 ist hierzu als Stand-Alone-System ausgebildet, welches über die Anschlusseinheiten 14 über eine entfernt vom Personal isierungssystem 1 angeordnete Rechnereinheit ansteuerbar ist.
Ferner ist im Gehäusefrontbereich 2.1 zumindest ein Bedienungsmodul 5 und/oder eine Anzeigeeinheit 6 vorgesehen, mittels der beispielsweise die zur Personalisierung
vorgesehene Steuerroutine überwacht und/oder der aktuelle Status der Personalisierung angezeigt wird.
In einer bevorzugten Ausführungsform können mehrere unterschiedliche Steuer- und/oder Auswerteroutinen vorgesehen sein, welche benutzerindividuell ausgewählt werden können. Beispielsweise kann die Anzahl, der Typ und/oder die Reihenfolge der Personalisierungsschritte durch die jeweilige Steuer- und/oder Auswerteroutine beliebig vorgegeben werden.
Die Erfindung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben. Es versteht sich, dass zahlreiche änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne dass dadurch der der Erfindung zugrunde liegende Erfindungsgedanke verlassen wird.
Bezugszeichenliste
1 multifunktionales Personalisierungssystem
2 Tischgehäusemodul 2' Innenraum
2.1 Gehäusefrontbereich
2.2 Gehäuserückenbereich
2.3 Gehäusebodenbereich 2.4, 2.4' Gehäusedeckelelement(e)
2.5 Gehäuseseitenbereich
2.6 Gehäuseseitenbereich 3, 3', 3", 3'" Standbeine
4 Kartenaufnahmeeinheit
4' Magazin- bzw. Kassetten modu I
5 Bedienungsmodul
6 Anzeigeeinheit
7 Kartenausgabeeinheit
8 Kartentransporteinheit
8.1 Transportband
8.2 Servomotoreinheit
8.3 Transportschlittenelement
8.4 Wendeeinrichtung
8.5 weitere Servomotoreinheit
9 erster Aufnahmeraum
10 zweiter Aufnahmeraum 11.1 - 1 1.N Prozessmodule
12 Steuer- und Auswerteraum
13 Steuereinheit
14 Anschlusseinheiten
TA Transportachse
E Bearbeitungsebene
FRl erste Förderrichtung
FR2 zweite Förderrichtung
