BALACK, Steffen (Langbehnstr. 21a, Hamburg, 22761, DE)
GRAU, Michael (Bernadottestr. 277, Hamburg, 22605, DE)
BALACK, Steffen (Langbehnstr. 21a, Hamburg, 22761, DE)
| Ansprüche 1. Düsenverschluß (1 , 20, 30, 40), insbesondere Düsenverschluß {1 , 20, 30, 40) zum Verschließen einer Düse zur Abgabe von Material für eine Flüssigfolie, mit einer Grundplatte (2) mit mindestens einem Durchgangsloch (4) zum Verbinden einer Materialzufuhrseite (6) der Grundplatte (2) mit einer Materialabgabeseile (8) der Grundplatte (2), gekennzeichnet durch eine zumindest teilweise auf der Material zufuhrseite (6) der Grundplatte (2) angeordnete Deckplatte {10) mit mindestens einem ersten Kanal (12) zum Verbinden einer Materialzufuhr der Deckplatte (10) mit einer der Grund- platte (2) zugewandten Seite (14) der Deckplatte (10), wobei Grundplatte (2) und Deckplatte (10) zum Öffnen und Schließen einer Verbindung zwischen Materialzufuhr und Durchgangsloch (4) gegeneinander verschiebbar sind. 2. Düsenverschluß (1 , 20, 30, 40) nach Anspruch 1, wobei im geöffneten Zustand der Verbindung zwischen Materialzufuhr und Durch- gangsloch (4) die Verbindung aus mindestens einem Durchgangsloch (4) und dem mindestens einem ersten Kanal (12) gebildet wird. 3. Düsenverschluß (1 , 20, 30, 40) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Deckplatte (10) mindestens einen zweiten Kanal (18, 34) zum Verbinden einer Spülmittelzufuhr der Deckplatte (10) mit einer der Grundplatte (2) zugewand- ten Seite der Deckplatte (10) aufweist. 4. Düsenverschluß (1, 20, 30, 40) nach Anspruch 3, wobei Grundplatte (2) und Deckplatte (10) zum Öffnen und Schließen einer Verbindung zwischen Spülmittelzufuhr und Durchgangsloch (4) derart gegeneinander verschiebbar sind, dass bei geöffneter Verbindung des Durchgangsloches (4) mit der Materialzufuhr die Verbindung des Durchgangsloches (4) mit der Spülmitlelzu- fuhr geschlossen ist und umgekehrt. 5. Düsenverschluß (1 , 20, 30, 40) nach einem der Ansprüche 3 oder 4, wobei Grundplatte (2) und Deckplatte (10) derart gegeneinander verschiebbar sind, dass in einer ersten Position von Grundplatte (2) und Deckplatte (10) die Material- zufuhr mit dem Durchgangsloch (4) verbunden ist und in einer zweiten Position von Grundplatte (2) und Deckplatte (10) die Spülmittelzufuhr mit dem Durchgangsloch (4) verbunden ist. 6. DüsenverschluJl (1 , 20, 30, 40) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Grundplatte (2) mindestens zwei Durchgangslöcher aufweist und Grund- platte (2) und Deckplatte (10) im Wesentlichen lateral zu einer Verbindungslinie zwischen mindestens zwei Durchgangslöchern gegeneinander verschiebbar sind. 7. Düsenverschluß (1, 2O1 30, 40) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Grundplatte (2) mindestens zwei Durchgangslöcher aufweist und Grundplatte (2) und Deckplatte (10) im Wesentlichen parallel zu einer Verbindungslinie zwischen mindestens zwei Durchgangslöchern gegeneinander verschiebbar sind. 8. Düsenverschluß (1 , 20, 30, 40) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Gesamtzahl von ersten und zweiten Kanälen in der Deckplatte (10) mindestens doppell so groß ist wie die Anzahl von Durchgangslöchern in der Grundplatte (2). 9. Düsenverschluß (1 , 20, 30, 40) nach einem der vorstehenden Ansprüche 3-8, wobei eine der Grundplatte (2) zugewandte Öffnung (32) des zweiten Kanals (18, 34) der Deckplatte (10) schlitzartig ausgebildet ist. 10. Düsenverschluß (1 , 20, 30, 40) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei eine der Grundplatte (2) zugewandte Öffnung des mindestens einen ersten Kanals (12) der Deckplatte (10) mit einer der Deckplatte (10) zugewandten Öffnung des mindestens einen Durchgangsloches (4) der Grundplatte (2) im Wesentlichen fluchtet. 11. Düsenverschluß (1 , 20, 30, 40) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei aufeinander gleitende Flächen der der Grundplatte (2) zugewandten Seite (14) der Deckplatte (10) bzw. der der Deckplatten (10) zugewandten Seite (6) der Grundplatte (2), wenn Grundplatte (2) und Deckplatte (10) gegeneinander verschoben werden, im Wesentlichen vollkommen plan ausgebildet sind. 12. Düsenverschluß (1 , 20, 30, 40) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei aufeinander gleitende Flächen der der Grundplatte (2) zugewandten Seite (14) der Deckplatte (10) bzw. der der Deckplatte (10) zugewandten Seite (6) der Grundplatte (2), wenn Grundplatte (2) und Deckplatte (10) gegeneinander verschoben werden, im Wesentlichen aus dem gleichen Material, bevorzugt aus Edel- stahl, bestehen. 13. Düse, insbesondere Düse zur Abgabe von Material für eine Flüssigfolie, mit einem Düsenverschluß (1 , 20, 30, 40) nach einem der vorstehenden Ansprüche. 14. Verfahren zum Verschließen einer Düse, insbesondere Verfahren zum Verschließen einer Düse zur Abgabe von Material für eine Flüssigfolie, mit den Schritten: eine Grundplatte (2) mit mindestens einem Durchgangsloch (4) zum Verbinden einer Materialzufuhrseite (6) der Grundplatte (2) mit einer Materialabgabeseite (8) der Grundplatte (2) und eine zumindest teilweise auf der Materialzυfuhrseite (6) der Grundplatte (2) angeordnete Deckplatte (10) mit mindestens einem ersten Kanal (12) zum Verbinden einer Materialzufuhr der Deckplatte (10) mit einer der Grundplatte (2) zugewandten Seite (14) der Deckplatte (10) werden zum Öffnen und Schließen einer Verbindung zwischen der Materialzufuhr und dem mindestens einen Durchgangsloch (4) gegeneinander verschoben. 15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei Grundplatte (2) und Deckplatte (10) im Wesentlichen senkrecht zu einer Fließrichtung (26) des Materials in der Grundplatte (2) verschoben werden. |
Die Erfindung betrifft einen Düsenverschluß, insbesondere einen Düsenverschluß zum Verschließen einer Düse zur Abgabe von Material für eine Flüssigfolie, wobei eine Grundplatte mit mindestens einem Durchgangsloch zum Verbinden einer Materialzufuhrseile dsr Grundplatte mit einer Materialabgabeseite der Grundplatte vorgesehen ist.
Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Verschließen einer Düse, insbesondere ein Verfahren zum Verschließen einer Düse zur Abgabe von Material für eine Flüssigfolie.
Düsenverschlüsse und Verfahren der eingangs genannten Art sind aus dem Stand der Technik bekannt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Düsenverschlüsse und Verfahren der eingangs genannten Art zu verbessern.
Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Die vorliegende Erfindung umfasst die Erkenntnis, dass die aus dem Stand der Technik bekannten Düsenverschlüsse und Verfahren, insbesondere die aus dem Stand der Technik bekannten Düsenverschlüsse und Verfahren zum Verschließen einer Düse zur Abgabe von Material für eine Flüssigfolie, zur Bildung von so genannten Multistrahldϋsen zumeist Grundplatten mit mehreren Durchgangslöchern aufweisen. Bei diesen Multi- strahldüsen wird dann mit Hilfe eines einen Dichtungsring tragenden Stempels der Mate- rialfluß der Flüssigfolie durch die mehreren Durchgangslöcher in der Grundplatte beendet, in dem der im geöffneten Zustand zur Abgabe des Materials für die Flüssigfolie in einem Abstand zur Grundplatte posilionierte Stempel auf die Grundplatte zubewegt wird, bis der Dichtungsring die Anordnung der die Multistrahldüse bildenden Durchgangslöcher in der Grundplatte gegenüber der Zufuhr von Flüssigfolienmaterial abdichtet.
Im Zusammenhang mit den vorstehend beschriebenen bekannten Düsenverschlüssen bzw. Verfahren zum Verschließen von Düsen hat die vorliegende Erfindung weiterhin erkannt, dass der verwendete Dichtring kompressibel sein muss, um sicher zu dichten, um somit zuverlässig und vor allen Dingen auch schnell eine Materialzufuhr der Flüssigfolie zu den Durchgangslöchern der in der Grundplatte ausgelittenen Mullistrahldüse zu stoppen. Denn derartige Multistrahldüsen zum Auftragen von Flüssigfolie werden heutzutage beispielsweise beim Schützen von Lacken von Neuwagen in der Automobilindustrie verwendet. Bei derartigen Verwendungen wird die Multistrahldüse an extrem schnell beweglichen Roboterarmen über den Lack des Automobils geführt und muss durch die hohe Bewegungsgeschwindigkeil des Roboterarms relativ zur Lackoberfläche des Auto- mobils in der Lage sein, innerhalb von weniger als 10 ms eine Abgabe von Flüssigfolie zu stoppen. Dabei hat nun die vorliegende Erfindung noch weiter erkannt, dass der den Dichtring um die Durchgangslöcher in der Grundplatte andrückende Stempel die Dichtung für ein sicheres Abdichten nicht nur an die Grundplatten anlegen, sondern vielmehr diese Dichtung mit relativ großem Druck auf die Grundplatte aufdrücken muss. Dabei hat die Erfindung weiter erkannt, dass es dabei zu einer Kompression des Dichtringes kommt und hiermit wiederum zu einer Verringerung des Volumens des zwischen stempelseitiger Oberfläche der Grundplatte, Dichtring und dem den Dichtring tragenden Stempel gebildeten Hohlraums kommt. Dies hat jedoch nach Erkennlnissen der vorliegenden Erfindung letztlich zur Folge, dass es zu einem unerwünschten Nachtropfen von Flüssigfolienmale- rial aus den Durchgangslöchern der Grundplatte der Multistrahldüse kommt.
Weiterhin umfasst die Erfindung auch die Erkenntnis, dass die vorstehend beschriebenen, aus dem Stand der Technik bekannten Dichtungen zumeist aus Polyurethan bestehen, welches bei den zuvor beschriebenen harten Anforderungen verschleißanfällig ist und innerhalb von wenigen Tagen ermüdet. Dies bedeutet, dass der Stempel mit einem noch höheren Anpreßdruck die Dichtung an die Materialzufuhrseite der Grundplatte anpressen muss, was wiederum den zuvor beschriebenen Nachtropfeffekt erhöht, da das Volumen zwischen Materialzufuhrseite der Grundplatte, Dichtung und Stempel dann noch weiter verringert wird.
Die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche überwinden die vorstehend beschriebenen Probleme und Nachteile des Standes der Technik.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird im geöffneten Zustand der Verbindung zwischen Materialzufuhr und Dυrchgangsloch die Verbindung aus mindestens einem Durchgangsloch und mindestens einem ersten Kanal gebildet.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Deckplatte mindestens einen zweiten Kanal zum Verbinden einer Spülflüssigkeitszυfuhr der Deckplatte mit einer der Grundplatte zugewandten Seite der Deckplatte auf. Auf diese Weise kann mittels der Erfindung nicht nur das mindestens eine Durchgangsloch durch die Verschiebebewegung von Grundplatte und Deckplatte relativ zueinander geöffnet und verschlossen werden, sondern, bevorzugt gleichzeitig, ein zweiter Kanal zum Zuführen von, bevorzugt Wasser enthaltenden, Spülmittel zum Reinigen des mindestens einen Durchgangsloches in der Grundplatte geöffnet werden. Dieses Öffnen einer Verbindung von Spülmittelzufuhr mit einer der Grundplatte zugewandten Seite der Deckplatte, bevorzugt an einer mit einem Durchgangsloch der Grundplatte fluchtenden Stelle, geschieht bevorzugt gleichzeitig mit dem Schließen der Verbindung von Materialzufuhr mit einem Durchgangsloch der Grundplatte. Mit anderen Worten wird bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung eine Verschiebung von Grund- und Deckplatte gegeneinander derart vorgenommen, dass bei geöffneter Verbindung mit der Materialzufuhr die Spülmittelzufuhr geschlossen ist und umgekehrt. So ist das Verschieben von Grund- und Deck- platte beispielsweise derart ausgebildet, dass in einer ersten Position von Grund- und Deckplatte relativ zueinander die Materialzufuhr mit dem mindestens einen Durchgangsloch der Grundplatte verbunden ist und in einer zweiten Position von Grund- und Deckplatte zueinander die Spülmittelzufuhr mit dem mindestens einen Durchgangsloch der Grundplatte verbunden ist.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Grundplatte mindestens zwei Durchgangslöcher auf, wobei Grund- und Deckplatte im Wesentlichen lateral zu einer Verbindungslinie zwischen den mindestens zwei Durchgangslöchern gegeneinander verschiebbar sind. Hierdurch ist eine besonders einfache Ausgestaltung der Erfindung möglich.
Bei einer alternativen Ausführungsform, bei der die Grundplatte mindestens zwei Durchgangslöcher aufweist, sind Grund- und Deckplatte im Wesentlichen parallel zu einer Verbindungslinie zwischen mindestens zwei Durchgangslöchern gegeneinander verschiebbar. Diese Ausführungsform bietet sich insbesondere bei beengten Plafzverhält- nissen an, die die oben genannte Lateralverschiebung nicht zulassen.
Bevorzugt ist die Gesamtzahl von ersten und zweiten Kanälen in der Deckplatte mindestens doppelt so groß wie die Anzahl von Durchgangslöchern in der Grundplatte. Auf diese Weise kann jedem Durchgangsloch beispielsweise ein Kanal für die Materialzufuhr und ein Kanal für die Spülmittelzufuhr zur Verfügung gestellt werden.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist eine der Grundplatte zugewandte Öffnung des zweiten Kanals der Deckplatte schlitzartig ausgebildet. Auf diese Weise läßt sich der zweite Kanal für die Spülmiltelzufuhr besonders einfach und kostengünstig herstellen.
Bevorzugt sind Ausführungsformen, bei denen eine der Grundplatte zugewandte Öffnung des mindestens einen ersten Kanals der Deckplatte mit einer der Deckplatte zugewandten Öffnung des mindestens einen Durchgangsloches der Grundplatte im Wesentlichen fluchtet. Auf diese Weise wird im geöffneten Zustand, d.h. bei hergestellter Verbindung zwischen der Materialabgabeseite der Grundplatte mit der Malerialzufuhr eine optimale Strömung für die Flüssigfolie zur Verfügung gestellt, um möglichst Verstopfungen der so ausgebildeten Düse zu verhindern.
Bei bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung sind aufeinandergleitende Flächen der der Grundplatte zugewandten Seite der Deckplatte bzw. der der Deckplatte zuge- wandten Seite der Grundplatte, wenn Grund- und Deckplatte gegeneinander verschoben werden, im Wesentlichen vollkommen plan ausgebildet. Auf diese Weise ist eine hohe Geschwindigkeit beim Verschließen der Düse und gleichzeitig eine hohe Verschleißfestigkeit der aufeinander gleitenden Fläche und somit eine hohe Wartungsfreiheit der Vorrichtung gewährleistet. Dabei ist besonders bevorzugt, wenn zumindest die - beim Verschieben von Grund- und Deckplatte gegeneinander - aufeinander gleitenden Flä- chen von Grund- und Deckplatte im Wesentlichen aus dem gleichen Material, bevorzugt aus Edelstahl, bestehen.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es besonders bevorzugt, wenn Grund- und Deckplatte im Wesentlichen senkrecht zu einer Fließrichtung des Materials in der Grund- platte verschoben werden.
Bevorzugt weisen erster und/oder zweiter Kanal mindestens einen Hohlraum zum Aufnehmen bzw. Zwischenspeichern von Flüssigfolienmaterial bzw. Spülmittel, beispielsweise Wasser, auf.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nun noch näher mit Bezug auf die anhängende Zeichnung beschrieben. In den Zeichnungen sind gleiche oder funktionsgleiche Teile jeweils mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Die Zeichnung zeigt:
Figur 1 einen schematischen Querschnitt einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Düsenverschlusses bzw. des erfindungsgemäßen Verfahrens;
Figur 2 einen schemalischen Querschnitt einer zweiten Ausführungsform des erfin- dungsgemäßen Düsenverschlusses bzw. des erfindungsgemäßen Verfahrens;
Figur 3 eine Aufsicht auf die Ausführungsform der Figur 2;
Figur 4 eine Aufsicht auf eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Düsenverschlusses bzw. eines erfindungsgemäßen Verfahrens;
Figur 5 einen Schnitt durch die Ausführungsform der Figur 4 entlang der Linie B-B;
Figur 6 einen Schnitt durch die Ausführungsform der Figur 4 entlang der Linie A-A; und
Figur 7 einen Querschnitt einer vierten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Düsenverschlusses bzw. eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
Figur 1 zeigt einen schematischen Querschnitt einer ersten Ausführungsform 1 eines erfindungsgemäßen Düεenverschlusses zum Verschließen einer Düse zur Abgabe von Material für eine Flüssigfolie bzw. eines Verfahrens zum Verschließen einer Düse zur Abgabe von Material für eine Flüssigfolie. Der Düsenverschluß 1 weist eine Grundplatte 2 mit drei Durchgangslöchern 4 zum Verbinden einer Materialzufυhrseite 6 der Grundplatte 2 mit einer Materialabgabeseite 8 der Grundplatte 2 auf. Weiterhin weist der Düsenverschluß 1 eine auf der Materialzufuhrseite 6 der Grundplatte 2 angeordnete Deckplatte 10 auf. Die Deckplatte 10 weist drei erste Kanäle 12 zum Verbinden einer Materialzufuhr der Deckplatte 10 mit einer der Grundplatte 2 zugewandten Seite 14 der Deckplatte 10 auf. Grundplatte 2 und Deckplatte 10 sind zum Öffnen und Schließen einer aus den Durchgangslöchern 4 und den ersten Kanälen 12 gebildeten Verbindung zwischen Materialzufuhr und Durchgangslöchern 4 gegeneinander entsprechend den Doppelpfeilen 16 gege- neinander verschiebbar.
Weiterhin weist die Deckplatte 10 drei zweite Kanäle 18 zum Verbinden einer Spülmittelzufuhr der Deckplatte 10 mit einer der Grundplatte 2 zugewandten Seite 14 der Deckplatte 10 auf. Grundplatte 2 und Deckplatte 10 sind zum Öffnen und Schließen der Verbindung zwischen Spülmittelzufuhr und Durchgangslöchern 4 derart gegeneinander ver- schiebbar, dass bei der gemäß dem in Figur 1 dargestellten Zustand geöffneten Verbindung der Durchgangslöcher 4 mit der Materialzufuhr die Verbindung der Durchgangslöcher 4 mit der Spülmittelzufuhr, d.h. insbesondere mit den zweiten Kanälen 18, geschlossen ist. Umgekehrt kann durch ein entsprechend einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Verschließen einer Düse zur Abgabe von Material für eine Flüssigfolie die Deckplatte 10 gemäß Doppelpfeilen 16 der Figur 1 gegen die Grundplatte 2 verschoben werden bzw. kann alternativ die Grundplatte 2 gegen die Deckplatte 10 gemäß Doppelpfeilen 16 verschoben werden, um in einem in Figur 1 nicht dargestellten Zustand die Verbindung der Durchgangslöcher 4 mit der Spülmiltelzufuhr hergestellt werden, in dem die zweiten Kanäle 18 der Deckplatte 10 oberhalb der Durch- gangslöcher 4 positioniert werden, wodurch gleichzeitig die Verbindung der Durchgangslöcher 4 mit der Materialzufuhr über die ersten Kanäle 12 geschlossen wird.
Kurz gesagt kann somit bei der in Figur 1 dargestellten ersten Ausführungsform der Erfindung die Deckplatte 10 gemäß Doppelpfeilen 16 derart gegenüber der Grundplatte 2 verschoben werden, dass in einer ersten in Figur 1 dargestellten Position von Grundplatte 2 und Deckplatte 10 die Materialzufuhr mit den Durchgangslöchern 4 verbunden ist, während in einer zweiten, in Figur 1 nicht dargestellten Position von Grundplatte 2 und Deckplatte 10 die Spülmittelzufuhr, d.h. in der dargestellten Ausführungsform die zweiten Kanäle 18 mit den Durchgangslöchern 4 verbunden sind. Bei der Verschiebebewegung gemäß den Doppelpfeilen 16 werden Grundplatte 2 und Deckplatte 10 im Wesentlichen parallel zu einer Verbindungslinie zwischen den Durchgangslöchern 4 gegeneinander verschoben. In der in Figur 1 dargestellten ersten Ausführungsform der Erfindung ist die Anzahl der ersten und zweiten Kanäle 12, 18 in der Deckplatte 10 doppelt so groß wie die Anzahl von Durchgangslöchern 4 in der Grundplatte 2.
Die der Grundplatte 2 zugewandten Öffnungen der ersten Kanäle 12 der Deckplatte 10 fluchten in der in Figur 1 dargestellten ersten Position im Wesentlichen mit den der Deckplatte 10 zugewandten Öffnungen der Durchgangslöcher 4 der Grundplatte 2. Ebenso würden bei einer entsprechenden Verschiebebewegung entsprechend den Doppelpfeilen 16 der Grundplatte 2 zugewandte Öffnungen der zweiten Kanäle 18 mit den der Deck- platte zugewandten Öffnungen der Durchgangslöcher 4 der Grundplatte 2 fluchten.
Um ein möglichst reibungsfreies Gleiten der der Grundplatte 2 zugewandten Seite 14 der Deckplatte 10 auf der Materialzufuhrseite 6 der Grundplatte 2 zu ermöglichen sind die Seiten 6 und 14 im Wesentlichen vollkommen plan gearbeitet und bestehen im Wesentlich jeweils aus Edelstahl.
Gemäß der in Figur 1 dargestellten Verfahrensweise der ersten Ausführungsform des Verfahrens zum Verschließen einer Düse zur Abgabe von Material für eine Flüssigfolie werden somit Grundplatte 2 und Deckplatte 10 im Wesentlichen senkrecht zu einer durch die ersten Kanäle 12 und die Durchgangslöcher 4 jeweils definierten Fließrichtung des Materials, insbesondere also der abzugebenden Flüssigfolie, gegeneinander verschoben.
Figur 2 zeigt einen schematischen Querschnitt einer zweiten Ausführungsform 20 eines erfindungsgemäßen Düsenverschlusses zum Verschließen einer Düse zur Abgabe von Material für eine Flüssigfolie bzw. eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Verschließen einer Düse zur Abgabe von Material für eine Flüssigfolie. Die zweite Ausführungsform 20 der Figur 2 unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform 1 der Figur 1 insbesondere dadurch, dass die Grundplatte 2 mindestens 2, gemäß der in Figur 3 dargestellten Aufsicht auf die Ausführungsform der Figur 2 vier Durchgangslöcher 4 aufweist, wobei Grundplatte 2 und Deckplatte 10 im Wesentlichen lateral zur einer Verbindungslinie zwischen den Durchgangslöchern 4 gegeneinander verschiebbar sind. Dabei ist gemäß den Pfeilen 22 der Figur 2 die Deckplatte 10 lateral zu der vorgenannten Verbindungslinie gegenüber der Grundplatte 2 versschiebbar. Zusätzlich zeigt die Figur 2 unterhalb des Düsenverschlusses 20 eine mit der von dem Düsenverschluß 20 abzugebenden Flüssigfolie zu beschichtende Oberfläche 24 und darüber hinaus schematisch gemäß Pfeil 26 die Abgaberichtung von Flüssigfolie bzw. Spülmittel aus den Durchgangslöchern 4 der Grundplatte 2.
Figur 4 zeigt eine schematische Aufsicht auf eine dritte Ausführungsform 30 eines erfindungsgemäßen Düsenverschlusses zum Verschließen einer Düse zur Abgabe von MaIe- rial für eine Flüssigfolie bzw. eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Verschließen einer Düse zur Abgabe von Material für eine Flüssigfolie. Die Ausführungsform 30 der Figur 4 unterscheidet sich von den zuvor beschriebenen ersten und zweiten Ausführungsformen gemäß den Figuren 1 bis 3 insbesondere dadurch, dass eine Öffnung 32 eines schlilzförmig ausgebildeten zweiten Kanals 34 (siehe Figur 5) in der Deckplatte 10 zum Verbindung einer Spülmittelzufuhr der Deckplatte 10 mit der der Grundplatte 2 zugewandten Seite 14 der Deckplatte 10 ebenfalls schlitzförmig ausgebildet ist. Darüber hinaus weist die Deckplatte 10 über den ersten Kanälen 12 bzw. über dem zweiten Kanal 34 jeweils einen Hohlraum 36 bzw. 38 auf (siehe auch Figuren 5 und 6).
Figur 7 zeigt einen schematischen Querschnitt einer vierten Ausführungsform 40 eines erfindungsgemäßen Düsenverschlusses zum Verschließen einer Düse zur Abgabe von Material für eine Flüssigfolie bzw. eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Verschließen einer Düse zur Abgabe von Material für eine Flüssigfolie. Die vierte Ausführungsform 40 gemäß Figur 7 unterscheidet sich insbesondere von der dritten Ausführungsform gemäß den Figuren 4 bis 6 dadurch, dass die Hohlräume 36 bzw. 38 eine andere Quer- schnittsform aufweisen. Bei dem Hohlraum 38 ist der schlitzförmige Kanal 34 nicht mehr mittig sondern linksbündig angeordnet, während bei den über den ersten Kanälen 12 liegenden Hohlraum 36 der Grundplatte 2 zugewandten Oberflächen 36a, 36b und 35c schräg ausgebildet sind, um ein Anhaften und somit ein Verstopfen des Hohlraums 36 durch Flüssigfolie zu verhindern.
